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 Casino "Goldrush"

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Ciel
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BeitragThema: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:00



Das Casino "Goldrush" liegt im Zentrum von Oshibana Town und damit in einem der belebtesten Viertel der Stadt. Hier trifft sich jung und alt, um entweder ihren frisch verdienten Lohn, sämtliches Erspartes, oder das Urlaubsgeld vollständig zu vernichten. Die Spielhalle ist sehr edel gestaltet, bietet neben dutzenden Poker und Roulette Tischen auch einige Spielautomaten und kann ansonsten durch freundliches Personal und eine ansprechende Kulisse überzeugen. Das gesamte Etablissement ist farblich an seinen vielversprechenden Namen angelehnt und wirkt nicht nur edel und teuer, sondern mit seinen rotgoldenen Farben eines Königs würdig. Wer immer diese Hallen betritt, wird nicht nur mit einem kühlen Getränk, sondern auch mit dem Versprechen auf viel Geld empfangen und verlässt das Haus meist mit ganz anderen Gefühlen...
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Ciel
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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:01

Es war März, genauer gesagt der siebenundzwanzigste März, und das beutete, dass Ciel Valentine an diesem wundervollen warmen Frühlingstag, und die Tage die ihm folgen würden, nun offiziell neunzehn Jahre alt war. Normalerweise war der blauhaarige Dragonslayer kein Mensch, der um solche Begebenheiten ein besonderes Aufsehen machte, ja, eigentlich leuchtete es ihm nicht einmal ein, warum viele Menschen die Notwendigkeit sahen, den Tag ihrer Geburt großartig zu feiern, doch an diesem Tag war etwas anders. Eigentlich hätte er diesen siebenundzwanzigsten März vermutlich wie jeden anderen Tag verbracht, mit einem guten Buch in der Hand in irgendeiner Ecke seiner Wohnung, der Bibliothek oder (wenn auch recht unwahrscheinlich) vielleicht sogar in einem der Sessel, welche so hübsch platziert in der Gilde herumstanden, doch für diesen Donnerstag hatte er sich tatsächlich etwas anderes ausgedacht.
Ciel Valentine hatte wieder Geld. Wie es zu dieser Ausnahmesituation gekommen war, konnte sich der Magier selbst nicht einmal genau erklären, doch die Hauptsache war, dass er eine hübsche Menge an Jeweln besaß, die ganz unbedingt ausgeben und anschließend nach Möglichkeit verdoppelt oder sogar verdreifacht werden wollten. Und was bot sich da besser an, als einen netten Besuch im stadteigenen Casino? Nichts, wenn man den jungen Herren selbst fragte, was auch der Grund dafür war, warum der Valentine in einer dunklen Anzughose, einem weißen Hemd und einer ebenfalls dunklen Weste gekleidet war und nun, wo der Mond hoch am Himmel stand und die meisten Menschen bereits Schutz in ihren Häusern gesucht hatten, durch die künstlich beleuchteten Straßen Oshibana Towns streiften. Seine Finger spielten an einem Armband um sein Handgelenk, während seine Füße ihn auf eine Straße führten, die nicht unbedingt in die Richtung des Casinos führte. Eine Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln, als er schließlich vor dem gewünschten Haus ankam und für einen Augenblick den Anblick der verdunkelten Fassade in sich aufnahm. Es war erst wenige Tage her, dass er das letzte Mal hier gewesen war, da noch auf der Suche nach einer Wohnung für seine reizende Gildenkameradin Sylvana Rose Fernandez. Aus sicherer Quelle wusste er, dass sie die letzten Tage zum Beziehen der Wohnung genutzt hatte und nun wollte er nicht nur wissen, welche Lüge sie ihrer schrägen Vermieterin auf Grund seiner Abwesenheit aufgebunden hatte, sondern war auch von der Idee gepackt, sie in ein hübsches Kleid zu zwingen und mit in das Casino, sein Refugium zu schleifen. Nun mochte sich der unbeteiligte Zuschauer zurecht fragen, wie der Valentine auf die Idee kam, dass es einem Geniestreich glich, unangekündigt um halb elf an dir Tür einer jungen Frau zu klopfen, mit der Absicht sie in eine Spielhalle zu entführen.
Nun, wenn Ciel ehrlich war, dann hatte er nicht einmal eine besondere Erklärung für sein Verhalten. Sylvana war eine interessante Person, er hatte an diesem Abend nichts weiter vor und sie würde sich sicher ganz ausgezeichnet als Begleitung  eignen. Schließlich war sie nicht nur hübsch, sondern auch noch attraktiv und hatte damit schon einmal die wichtigsten Eigenschaften einer Tischdame abgedeckt. Außerdem wollte er heute Abend ein wenig Spaß haben und ihm war eine ausgezeichnete Idee gekommen, wie er ein wenig Abwechslung in seinen sonst doch recht tristen Alltag bringen konnte. Ciel erklomm das Treppenhaus, ehe er sich schließlich im obersten Stockwerk befand, direkt vor der Tür, welche in Sylvanas Heim führte. Er hob die Hand, betrachtete noch einmal den silbernen Schimmer, welcher von einem der Ringe an seinen Fingern ausging, dann klopfte er und trat mit prüfendem Blick zurück. Was die Dragonslayerin wohl sagen würde, wenn sie ihn auf einmal so spät abends vor ihrer Tür erblickte?

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:01

Mit einem entspanntem, glücklichem Seufzen ließ sich Sylvana auf ihr Bett fallen. Noch bis vor wenigen Augenblicken hatte sie fast eine ganze Stunde umhüllt von heißem Wasser in ihrer Badewanne gelegen und ihre Seele baumeln lassen. Obwohl ihr Tag bei weitem nicht von Anstrengungen geprägt war, so hatte sie bei Sonnenuntergang das Verlangen verspürt einfach ein entspannendes Bad zu nehmen. Dementsprechend fühlte sich die Dragonslayerin auch wie neu geboren. Ein wundervolles Gefühl, welches ihr niemand nehmen konnte. Zumindest nicht für den Moment. Immerhin konnte sie ja nicht ahnen, wer sich fast genau zur selben Zeit auf dem Weg zu ihrer Wohnung befand. Daher konnte man es vielleicht als Fügung des Schicksals bezeichnen, dass sie zu der Schublade ihrer Nachtkommode griff, um ihre geliebte Kette aus ihr holen zu können. Warum man dies als Fügung bezeichnen konnte? Nun, bis vor wenigen Tagen gab es nichts, was die Kette mit dem Dragonslayer des Metalls in Verbindung bringen konnte. Aber seit der Wohnungssuche, gewissen Ereignissen, die sich ein Stockwerk höher abgespielt hatten und einer in Sylvanas Augen freundlichen Geste, zierte ihre Kette nicht nur der Anhänger des Drachens mit ausgebreiteten Flügeln, den Raiden ihr einst geschenkt hatte, sondern auch die silberne Münze, die Ciel ihr geschenkt hatte. Eben jene Münze, die so mit einer kurzen Bewegung von ihrem Kettenglied löste und zwischen ihren Fingern zu wenden begann. So einfach und schlicht sie auch wirkte, irgendwie schaffte das Motiv immer wieder ihre Gedanken einzufangen. Seit Ciel nun das letzte Mal diese Wohnung verlassen hatte, drängte sich mal für mal diese Münze in ihren Kopf. Vorsichtig legte sie die Münze auf ihre Handfläche, ließ das Licht des Mondes, der gerade durch das Fenster in ihr Schlafzimmer schien, auf ihrer Oberfläche tanzen, ehe ihr Zeigefinger leicht über die Prägung strich. So schön sie das Geschenk Ciels auch fand, Sylvana konnte einfach nicht aufhören die Geste des Dragonslayers zu hinterfragen. Was hatte er sich dabei nur gedacht? Es passte nicht zu dem Bild, welches sie bisher von Ciel geschaffen hatte. Hinter dem Geschenk musste ein Hintergrund stecken, eine Bedeutung, die sich ihr einfach nicht eröffnen wollte. Ob sie nun bei der Bedeutung der Rose, dem eingeprägtem Kreis oder einfach nur der Tatsache, dass die Münze aus seinem Element geformt worden war, ansetzen sollte, wusste Sylvana nicht genau. Ein Geschenk aus unbändiger Liebe war es garantiert nicht, auch wenn sie es vor der Vermieterin so auslegen konnte, damit sie Ruhe gab. Viel helfen tat es leider nicht, immerhin hatte diese nervige Frau ihr erst vor wenigen Tagen einen Zweitschlüssel für Ciel aufgedrängt. Bald schon würde sie sich eindeutig etwas einfallen lassen müssen, um die Fassade aufrechterhalten zu können, damit sie nicht aus der Wohnung geschmissen werden würde.
Seufzend legte sie die Münze auf ihren Brustansatz, zuckte kurz leicht zusammen, als das kalte Metall in Berührung mit ihrer noch warmen Haut kam. Vielleicht hatte Ciel gerade das damit erreichen wollen? Dass sie sich ihren Kopf über die Bedeutung dieses Geschenks zerbrach. //Herzlichen Glückwunsch, du hattest damit Erfolg.// Kurzerhand schloss Sylvana ihre Augen und wollte gerade ein klein wenig eindösen, als sie plötzlich ein lautes Klopfen an ihrer Tür hörte. Augenblicklich schossen ihre Lider wieder hoch und sie war wieder hellwach. Wer klopfte denn bitte noch um diese Uhrzeit an die Tür? Wenn das die Vermieterin, um zu überprüfen, ob sie denn auch brav mit Ciel an ihren persönlichen Kinderwünschen arbeitete, konnte sie sich was anhören! Verärgert legte sie die Münze zu ihrer Kette auf die Kommode, wickelte das lange, weiße Handtuch, welches neben ihr lag, eng um ihren Körper, vergewisserte sich zweimal, dass es auch nicht verrutschte, wenn sie sich bewegte, und ging schließlich zur Tür, um diese energisch zu öffnen. „Wer kann anscheinend keine Uhr…“ Ihr verärgerter Protest erstickte im Keim, als sie mit tellergroßen Augen auf die Person sah, die dort stand. Als wenn man den Teufel herausbeschworen hätte stand dort Ciel, bekleidet in einem verboten gut aussehenden Outfit. Warum hatte sie sich nicht mehr als nur das Handtuch anziehen können? Nur zu gerne wäre Sylvana in diesem Moment vor Scham im Erdboden versunken. Wo war auf einmal all der Ärger hin, den sie noch eben in ihrem Inneren konzentriert hatte? „C-Ci-Ciel? W-Was machst du denn hier?“ Nicht nur aus ihrer Stimme konnte man lesen, wie peinlich ihr diese Situation war und wie gerne sie jetzt einfach weglaufen würde. Auch ihre Wangen waren so gerötet, dass sie farblich einer reifen Tomate Konkurrenz machen konnten. Warum musste ihr das Leben nur schon wieder so einen Streich spielen?!

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:05

Sylvana hatte die Tür geöffnet und damit augenblicklich Ciels Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Seine blauen Augen glitten über ihre Figur, das dunkle Haar, die dunkle Haut und blieben anschließend an dem Stoff ihres Handtuchs hängen, welches sie sich so sorgfältig um den Körper geschlungen hatte. Ein Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln, dann tat der Valentine etwas, was wohl nur wenig andere Männer in seiner Situation getan hätten. Er warf den Kopf in den Nacken und brach in schallendes Gelächter aus. Es stimmte, der Dragonslayer hatte einen seltsamen und komischen Humor, den er mit nur wenigen Leuten teilte und dennoch konnte er gar nicht anders, als diese Situation mehr als belustigend zu finden. Dabei hatte seine plötzliche Heiterkeit weniger Sylvanas Aufzug an sich (denn dieser war tatsächlich überaus ansprechend) zu tun, sondern viel mehr mit dem absolut schockierten und entsetzten Gesichtsausdruck, mit dem er kurz darauf begrüßt wurde.
Glück schien nicht unbedingt auf der Seite von Sylvana Rose Fernandez zu stehen, denn seltsamerweise fand sie sich immer wieder in komischen Situationen wieder, wenn sie Zeit mit dem Blauhaarigen verbrachte. Dieser hatte mittlerweile Lachtränen in den Augenwinkeln und so seine Schwierigkeiten, zu seiner Fassung zurückzufinden, während er beinahe gierig nach Luft schnappte und schließlich mit einem mehr als breiten Grinsen einen Schritt auf sie zu trat. "Dir auch einen schönen guten Abend.", grinste er noch immer belustigt und fuhr sich anschließend mit der rechten Hand durch die Haare, während er darüber nachdachte, wie er ihr seinen Besuch nun am besten erklärte. Ganz einfach mit der Wahrheit heraus oder geschickt um mehrere Ecken? Nun, da das Eis durch diese Begrüßung schon einmal gebrochen war, konnte er auch direkt zur Sache kommen. "Du kommst frisch aus der Dusche? Das trifft sich gut. Am besten gehst du jetzt einmal einen Blick in deinen Schrank werfen und suchst dir das hübscheste und eleganteste Kleid heraus, dass du besitzt, denn wir beide haben heute ein bisschen was vor.", meinte er schließlich mit einem Schmunzeln und ließ seine Augen noch einmal über ihre Gestalt wandern, diesmal weniger belustigt, als mit der Absicht den Anblick auch ja in allen Details in sich aufzunehmen. Besser hatte der Abend im Grunde nicht beginnen können, wer wünschte es sich schon nicht, von einer kaum bekleideten Frau am Abend die Tür geöffnet zu bekommen? Ciel konnte noch so scheu sein, wenn es um Gefühle und tiefere Bindungen ging, auch er besaß einen gesunden Hormonhaushalt und hatte zudem auch noch recht wenig Hemmungen und Zurückhaltung, diesen zu seiner vollständigen Befriedigung abzudecken. Das hatte man nicht nur bei seiner Quest mit Seraphim feststellen dürfen, sondern auch bei seiner letzten Begegnung mit Sylvana, bei der er ihr nicht nur eines seiner metallenen Schmuckstücke geschenkt, sondern auch noch einen Kuss gestohlen hatte. Wobei diese Formulierungen wohl nicht unbedingt korrekt gewählt war, war sie es doch gewesen, die ihn geküsst hatte. Dass das Ganze zum Zweck einer Tarnung passiert war und Ciel keinen Hehl daraus gemacht hatte, die Situation zu seinen Gunsten zu Nutzen, sei nun einmal dahingestellt, Tatsache war, dass der Kuss die beiden automatisch auf eine völlig andere Ebene gebracht hatte, die der Valentine nun ganz genau mit all ihren Einzelheiten erkunden wollte, was wiederum einer der Gründe war, warum er an diesem Abend so plötzlich vor ihrer Tür aufgetaucht war. Das Einzige, was ihn in dieser Situation leicht verstimme war, dass sie die Kette nicht trug und seine Augen verharrten für einen Augenblick auf ihrem Brustbein, ehe er leicht missbilligend die Stirn runzelte. Er mochte es nicht, wenn man von seinen Geschenken keinen Gebrauch machte, immerhin reichte er diese aus einem bestimmten Grund und nicht einfach aus reinem Vergnügen. Nun, ihr Erscheinungsbild entschuldigte diesen Umstand wohl dennoch irgendwie, immerhin war Ciel ebenfalls ein Mensch, der seinen Schmuck während des Duschens ablegte. "Möchtest du mich nicht hinein bitten?", wieder dieses Grinsen in seinen Mundwinkeln, wenn auch diesmal nicht unbedingt so ausgeprägt wie zuvor. Aus einem unbestimmten Grund hatte Ciel das Gefühl, dass dieser Abend noch sehr amüsant und unterhaltsam werden würde.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:06

Sein schallendes Gelächter traf Sylvana wirklich auf dem falschen Fuß. Mit allem hätte sie gerechnet, aber nie damit, dass Ciel so heftig lachen würde. Was war an dieser Situation bitte so lustig? Empört plusterte die Dragonslayerin ein wenig ihre Wangen auf, stemmte ihre Hände demonstrativ gegen ihre Hüften. Wie hätte er bitte denn reagiert, wenn sie Mitten in der Nacht vor der Tür auftauchen würde und er ihr nur einem relativ knappen Handtuch die Tür geöffnet hatte? Nun, die Wahrscheinlichkeit war groß genug, dass gar nicht so viel anders gewesen wäre als es jetzt war. Irgendwie musste sie in der nahen Zukunft etwas dagegen unternehmen, so konnte es eindeutig nicht weitergehen. Was sollte Ciel denn von ihr denken, wenn sie ständig so peinlich berührt reagieren würde?
„Ja, schönen guten Abend.“, murmelte die Dragonslayerin. Ihr gefiel dieses Grinsen überhaupt nicht, auch wenn es auf seinen Lippen an sich verdammt gut aussah. Von ihr aus könnte er in ihrer Anwesenheit immer so grinsen und… Ach, verdammt! Sie wollte über so etwas doch keine Gedanken mehr verschwenden! Ein langer Weg, der sich da noch vor ihr befand…
Die Worte, die folgten, hatte Sylvana an sich nicht wirklich erwartet. Klar, dass sein Besuch um diese Uhrzeit einen Grund haben musste, war recht eindeutig. Aus seinem feinen Aufzug konnte sie jedoch nicht schließen, was genau nun seine Pläne für diesen Abend waren. Scheinbar war sie aber mit inbegriffen, angezogen in einem… Kleid? Irritiert hob Sylvana ihre rechte Augenbraue, schaute Ciel verwundert an. „Moooment mal, immer langsam, Ciel. Du klingelst mitten in der Nacht bei mir und willst, dass ich ganz spontan in einem Kleid mit dir ausgehe?“ Jetzt, wo sie das so sagte, hörte es sich mit einem Mal doch recht verlockend an. Denn was auch immer Ciel mit ihr vorzuhaben schien, es betraf allem Anschein nach einen Ort, an den ein gewisser Grad an guter Kleidung vorausgesetzt war. Wollte er mit ihr in einem feinen Restaurant essen gehen? Quatsch, dafür war es doch an sich viel zu spät. Vor allem, warum sollte Ciel sie zu einem Essen einladen? Das passte irgendwie nicht in das Profil des Dragonslayers, auch wenn sie schon einen recht angenehmen Kuss geteilt hatten. Auf einer Ebene, wo man den anderen hin und wieder zu einem feinen Abendessen einlud, waren sie deswegen noch lange nicht gelangt. Was war aber dann sein Plan? Seufzend rieb sie sich leicht ihre Schläfen, trat dann aus der Tür um ihn den Weg freizumachen. „Warum sollte ich dich hereinbitten? Du wohnst doch immerhin auch hier.“ An sich war der überraschende Besuch des Valentine doch recht praktisch. So, wie sie die Vermieterin kannte, hatte die alte Dame ihre Augen überall. Die Gelegenheit musste Sylvana ausnutzen, um ihre Zweifel ein wenig aus dem Weg zu räumen. Zumal sie immer noch ein Paar Schlüssel hatte, die sie Ciel unbedingt mitgeben musste. „Ich frage mich zwar wirklich, was du um diese Uhrzeit noch mit mir vorhast, aber da kannst du mich ja gleich aufklären. Setz dich einfach ins Gästezimmer und warte auf mich, okey?“ Als ob Ciel es wagen würde, ihren Vorschlag hier zu widersprechen und darauf bestand, sie mit in ihr Schlafzimmer zu begleiten. Soweit kommt es noch! Ein Kuss bedeutete noch lange nicht, dass er sie direkt beim Umziehen beobachten durfte. Wobei es da ein kleines Problem gab, jetzt wo Sylvana dran dachte: Ihr Kleiderschrank mochte groß sein und alle möglichen Outfits beherbergen, aber eine große Auswahl an Kleidern besaß sie dummerweise nicht wirklich. Bisher gab es nun auch keine wirklichen Anlässe, zu welchen sie ein äußerst elegantes Kleid benötigt hätte. Was also tun? Zumal es ohne genauen Anlass schwer sein würde, genau sagen zu können, was Ciel für ein Kleid von ihr erwartete? Seufzend schloss sie die Tür hinter sich, ließ das Handtuch von ihrem Körper gleiten und einfach auf den Fußboden fallen, als sie langsam auf ihren Kleiderschrank zuschritt. „Dann schauen wir doch mal…“, murmelte die Dragonslayerin und betrat ihren begehbaren Kleiderschrank, wendete ihre Aufmerksamkeit der Ecke zu, in denen sie ihre Kleider aufbewahrte. Oder um genauer zu sein: Die Ecke, in welcher nur drei Kleider hingen. Da waren zu einem ein schwarz-weißes Maid-Kleid, welches sie noch nie außerhalb ihrer Wohnung getragen hatte, ein passend zu ihren Augen azurblaues, trägerloses Ballkleid, welches bisher nur ein einziges Mal ihren Körper bekleidet hatte, und ein schwarzes Kleid mit roten Akzenten, welches sie einst für eine Quest gekauft hatte, bei welcher sie sich selbst noch in einem Kleid bekleidet frei bewegen wollte. Seufzend ließ sie ihren Blick über die ihr gegebene Auswahl gleiten. Das Maid-Kleid stand außer Frage, das war ihr schon im ersten Augenblick klar. Blieben also nur noch Modell B und C. Blau oder schwarz? Kurz schloss sie ihre Augen, versuchte sich vorzustellen, in welchem der beiden Kleider sie besser neben Ciel aussehen würde. Beide sahen gut aus, sonst hätte sie Sylvana sicherlich nicht gekauft, nur welches würde in dieser Situation besser passen? Spontan griff Sylvana nach vorne, holte das schwarze Kleid vom Bügel und ging mit ihm aus dem Kleiderschrank raus. Mit Schwarz konnte man an sich nichts falsch machen. Lächelnd öffnete sie die roten Schnüre, welche sich auf der Rückseite des Kleides befanden und dafür sorgen sollten, dass es auch hauteng sich an ihren Körper schmiegte, und zog den unglaublich weichen, schwarzen Stoff über ihre Haut. Das Kleid selbst ging von der Länge her fast zum Boden, war jedoch so geschnitten, dass ihre Oberschenkel nach vorne hin nur zur Hälfte mit dem schwarzen Stoff bedeckt waren. Gemütlich und so geschnitten, dass es kaum ihre Bewegungsfreiheit nahm. Einzig und allein die hintere Länge des Kleids könnte in einem Kampf Probleme bereiten, aber… Wer erwartete am heutigen Abend schon einen Kampf? Perfekt war trotzdem nicht alles, immerhin besaß dieses Kleid ein Problem, welches sie nur mit Ciels Hilfe lösen konnte: Die Schnüre auf ihrem Rücken ließen sich zwar ohne Probleme eigenständig wieder öffnen, aber sie so festzuziehen und zu verschnüren, dass das Kleid auch eng genug an ihrem Körper lag, konnte Sylvana nicht eigenständig. Aber naja, so schlimm war es auch wieder nicht. Mehr als ihren Rücken würde der Dragonslayer ja ohnehin so nicht sehen können. Also verließ Sylvana vorsichtig ihr Zimmer, hielt das Kleid mit ihren Händen am Körper, sodass es nicht unnötig verrutschte und ging so ins Gästezimmer. „Ciel? Könntest du mir deine Hände leihen und für mich die Schnüre zubinden?“ Zu ihrer Überraschung wurde sie, ganz entgegen ihrer Erwartungen, kein Stückchen rot. Hoffentlich würde sich daran jetzt auch nichts ändern...

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:08

Wie sie seine Worte so wiederholte, klang es tatsächlich nach einer noch ausgezeichneteren Idee, als er Anfangs selbst gedacht hatte. Allein das Unglauben und die Überraschung, welches sich auf ihren Gesichtszügen wiederspiegelte und anschließend in einen Ausdruck der Zustimmung und Akzeptanz umschlug, ohne das er auch nur ein einziges Wort der Überzeugung äußern musste, verriet ihm, dass sie an diesem Abend genau die richtige Begleitung war und ihm mit Sicherheit viel Freude bereiten würde. Denn auch, wenn er seinen Geburtstag unter normalen Umständen nicht unbedingt als ein Grund zum Feiern sah, so würde er es sich dennoch nicht nehmen lassen, diesen Abend entsprechend zu genießen und was gab es da schöneres, als Gesellschaft, die ähnliches im Sinn hatte? Daher zögerte auch nicht lange und trat mit einem Schmunzeln auf den Lippen an ihr vorbei in die Wohnung, welche sie noch wenige Wochen zuvor besichtigt hatten. Sie hatte eingerichtet und den zuvor leeren Räumen ihre eigene Note verliehen und auch wenn dem Valentine eindeutig die wunderschöne Ordnung der Symmetrie fehlte, so konnte er dennoch nicht anders, als ein wenig Gefallen an dem Ambiente zu finden. Sie hatte sich offensichtlich sehr viel Mühe gegeben, das Ganze zu ihrem Zuhause zu machen und das spiegelte sich in ihrer Einrichtung wieder. Außerdem hatte Ciel gelernt, wie unglaublich viel man aus einer Wohnung über einen Menschen erfahren konnte, weshalb seine blauen Augen nun ganz besonders aufmerksam über die Wände des Apartments huschten. Da war es beinahe ärgerlich, dass sie ihn bat in so etwas unpersönlichem wie seinem Gästezimmer zu warten. Andererseits verstand der Valentine jedoch auch die Motivation dahinter, lag das Wohnzimmer doch eine Etage höher, weshalb es sich nicht lohnen würde zunächst die Treppe in die oberen Gefilde der Wohnung zu erklimmen.
Daher ließ er sich nicht lange bitten und öffnete mit einem leisen Klicken die Tür, welche in das eher unverfänglich eingerichtete Gästezimmer führte. Kurz schritt Ciel den Raum ab, auf der Suche nach Fotos oder anderen persönlichen Gegenständen der jungen Fernandez, musste jedoch bald bemerken, dass diese Informationsbeschaffung zum Scheitern verurteilt war. Das war einerseits nicht überraschend, denn wer konfrontierte Gäste schon gerne mit den Tiefen seines Privatlebens, und auf der anderen Seite dennoch irgendwie enttäuschend, hatte er sich doch erhofft, einen tieferen Einblick hinter das hübsche Köpfchen Sylvanas zu erhaschen. Nun, andererseits würde sich an diesem Abend da noch anders die Gelegenheit zu bieten, weshalb er nicht allzu sehr enttäuscht war. Und dennoch schaffte es die Fernandez ihn zu überraschen, als sie durch die noch immer geöffnete Tür des Gästezimmers kam, die Arme eng um ihren Körper geschlungen, und ihm anschließend den Rücken zudrehte. Die Aufforderung war relativ eindeutig, eigentlich hätte sie nicht einmal sprechen brauchen und dennoch hatte die ganze Geste etwas ungemein sinnliches, welches der Valentine nicht völlig zuzuordnen vermochte. Was bezweckte sie damit? War das Ganze ein Trick, um an den Punkt anzuknüpfen, an dem sie nach der Wohnungsbesichtigung auseinander gegangen waren? Andererseits war es natürlich auch einfach gut möglich, dass sie das Kleid alleine tatsächlich nicht geschlossen bekam, denn auch wenn die Rückenschnürung nicht unglaublich kompliziert wirkte, konnte sich Ciel dennoch schwerlich vorstellen, dass es ihr möglich wäre die Arme derart zu verdrehen, sie trotzdem gebunden zu kriegen. Dies brachte ihn jedoch unbewusst zu der Frage, ob sie bewusst dieses Kleid ausgesucht hatte, mit dem Wissen dass sie ihn um Hilfe bitten würde müssen. Andererseits hatte ihre Frage zu unverfänglich geklungen, dass diese These unwahrscheinlich schien. Wobei man natürlich hinzurechnen musste, dass er es bei Sylvana mit einer Frau zu tun hatte...
Ciel blinzelte unwillig, in dem Versuch den Strom an Gedanken zurück zu drängen. Im Grunde spielte es ja nicht einmal eine Rolle, warum sie ihn darum bat ihr Kleid zu schließen, Tatsache war doch ganze einfach, das sie es tat und wer wäre er, dass er sich diese Situation nicht zu nutzen machen würde? Begleitet von einem aalglatten "Selbstverständlich" trat er die wenigen Schritte an sie heran und hob anschließen die Hände, von wo aus er die Schnüre aufnahm, welche los ihren Rücken hinunterfielen. Vorsichtig ergriff er die Schnüre, zog sie durch die obersten Halterungen, darauf bedacht mit seinem Daumen und seinen Fingerknöcheln immer mal wieder über ihren nackten Rücken zu fahren und ihre Reaktion auf seine Berührungen abzuwarten. Als die Schnüre schließlich allesamt an ihren Platz gefunden hatten und nur noch die beiden Enden blieben, zog er das Ganze noch einmal an, um auch ja zu vergewissern, dass das Kleid nicht an Halt verlor, ehe er sich ein Stück vorbeugte und seinen Mund an ihr Ohr bewegte. "Du siehst gut aus.", meinte er schließlich leise, ehe er das Kunstwerk festband und wieder einen Schritt von ihr wegtrat. Sie sah tatsächlich wunderbar aus, wie sich der schwarze Stoff an ihre dunkle Haut schmiegte und dabei ihre Kurven vorteilhaft betonte. "Aber deine Kette fehlt." Das stimmte und es störte ihn immer noch genug, als das er das Gespräch damit unbewusst in die Richtung ihres Geschenkes lenkte, ohne sie bisher auch nur informiert zu haben, warum er überhaupt hier war. Erst wollte er den Anhänger auf ihrer Haut glänzen sehen, dann würde er sich überlegen, wie er sie in das Casino bekam.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:08

Oh, sie war so eine Närrin. Es war nicht so schlimm, hatte sie gedacht. Nur ihren Rücken würde er sehen, hatte sie gedacht. Und jetzt stand sie da, mit geröteten Wangen, schnell schlagendem Herzen und einer beschleunigten Atmung, während jedes Mal, wenn er ganz zufällig kurz ihren Rücken berührte, ein elektrischer Schlag durch ihre Nerven zuckte und ihr eine kurze Gänsehaut auf ihrem ganzen Körper bescherte. Ciel schien ja seinen Spaß daran zu haben mit ihrem Körper ein kleines Spielchen zu spielen, so wie er sich hier gerade seine Zeit nahm das Kleid zuzuschnüren. Die Dragonslayerin hingegen verfluchte ihren Körper, der sie hier einfach so verriet. So musste sie sich dabei ertappen, dass sie sich insgeheim für einen kurzen Moment wünschte, dass seine Hände noch über andere Regionen ihres Körpers streicheln würden. //Jetzt hör aber auf, Sylvana! Du hast diese lächerlichen Gedanken nur wegen dieses einen Kusses.// Einfacher gesagt, oder eher gedacht, als getan. So erfüllte sie auch eine Mischung aus Erleichterung und leichter Frustration, als sie spürte, wie er die Schnüre noch einmal ordentlich festzog und schließlich miteinander verband. Ihm gefiel also, was sie sich da ausgesucht hatte? Wäre eigenartig, wenn dem nicht so gewesen wäre. Bei der Zeit, die er sich genommen hatte…
Seufzend drehte sie sich auf der Ferse im Halbkreis, schaute ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Ihre Atmung hatte sich inzwischen beruhigt, nur ihr Herz schlug noch ein klein wenig zu hastig. Warum sprach er ausgerechnet jetzt die Kette an? Gut, zu diesem Kleid gehörte schon ein wenig Schmuck und auch ohne seine Bemerkung hätte sie sich noch ihre Kette um den Hals gelegt. Aber es war schon eigenartig, dass er exakt auf dieses Schmuckstück fixiert war. Nicht auf Ringe, nicht auf irgendwelchen Kopfschmuck, sondern genau auf ihre Kette. Die Kette, an welcher der Anhänger befestigt war, den er ihr geschenkt hatte. Was wollte er damit bezwecken? War die silberne Münze etwa eine Art Eigentumsmarke, damit er der Welt zeigen konnte, dass die Fernandez ihm gehörte? Sylvana musste ihr Lachen bei diesem Gedanken unterdrücken. Nein, dass war doch völlig absurd. Als ob Ciel solche Methoden verwendete, um eine Person als sein Eigentum zu markieren. Jetzt war auch eigentlich nicht die passende Zeit dafür, darüber nachzudenken. Wichtiger war doch, was Ciel überhaupt mit ihr vorhatte. „Gut, ich lege meine Kette um und dann sagst du mir endlich, warum du unbedingt willst, dass ich ein Kleid anziehe.“ Vielleicht wollte er sie auch einfach nur aufziehen und sie dazu bringen, eine andere Seite an ihr sehen zu können. Kleider waren ja an sich nicht die Alltagsgarderobe der Dragonslayerin. Es gab so viele Gründe, die aber alle so unwahrscheinlich waren. Lieber nicht den Kopf zerbrechen, schnell die Kette umlegen und dann Ciel endlich die echten Gründe ausspucken lassen. Also eilte sie in ihr Schlafzimmer, ging zu ihrer Kommode, fädelte die Münze wieder direkt neben den Drachenanhänger ein und legte kurz darauf die Kette um ihren empfindlichen Hals. War nur für ihn zu hoffen, dass seine Erklärung sie zufriedenstellen würde, ansonsten würde er wohl in der Theorie einige Probleme mit ihr bekommen. Wie es praktisch aussehen würde… Naja, eigentlich konnte man es sich schon ganz gut denken. „Also? Was ist nun der Grund für deinen Besuch? Warum wolltest du, dass ich ein Kleid anziehe?“, fragte die Fernandez, als sie wieder das Gästezimmer betreten hatte und mit verschränkten Armen vor Ciel stehenblieb.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:09

Hätte Ciel etwas von Sylvanas Gedanken geahnt, so hätte er wohl geschmunzelt, so wunderbar exakt hatte sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Münze mochte hübsch sein, fein bearbeitet und durchaus elegant geschnitten, doch in ihrem Nutzen glich sie vor allem einer Hundemarke, die man einem Tier umlegte, damit es auch ja den Weg zu seinem Besitzer zurückfand und seinem Umfeld vermittelte, dass es bereits zu einer Person gehörte. Wenn das Schmuckstück auch viel subtiler in seiner Erscheinung war, so stecke doch vor allem diese Absicht dahinter, weshalb es den Valentine auch mit willkommener Zufriedenheit erfüllte, als er die Dunkelhaarige mit dem Anhänger um den Hals zurück in das Zimmer kommen sah. Er trat einen Schritt auf sie zu, die Augen fest auf ihr Brustbein gerichtet, ehe er seine rechte Hand hob und die Finger über ihre empfindliche Haut gleiten ließ, auf das Metall zusteuernd. Als er die Münze schließlich in den Händen hielt, konnte er voller Zufriedenheit betrachten, wie sich das Licht des Zimmers in der elegant gezeichneten Rose spiegelte und ein feines Grinsen schlich sich auf seine Gesichtszüge, ehe er die Kette wieder an Ort und Stelle fallen ließ. Dann fielen seine Augen auf den anderen Anhänger, welcher die Form eines Drachen trug, und seine Augenbrauen wanderten ein Stück weit in die Höhe. "Von wem hast du diesen bekommen?", fragte er schließlich zögernd, ehe er ihr in die Augen sah, als wolle er seiner Frage noch einmal an besonderer Bedeutung verleihen. Der Gedanke, dass es da noch jemand anderen gab, der ihr Schmuck schenkte störte ihn zwar nicht sonderlich, aber wirklich gefallen wollte es ihm auch nicht. Vor allem, wenn sich eben jenes Geschenk direkt neben seinem eigenen befand...oder hatte sie sich diesen Anhänger wohlmöglich selbst gekauft?
Ciel ließ die Hand fallen und entfernte sich wieder einige Schritte von ihr, ehe seine Augen zu dem Fenster im Raum wanderten, und er seinen Blick kurz über die hübsche Stadt wandern ließ, die den Namen Oshibana Town trug. Was war ihre Frage gewesen? Warum er hier war, natürlich.
Ein lauerndes Grinsen schlich sich auf die Lippen des Neunzehnjährigen, ehe er sich umdrehte und seine Gegenüber genau ins Visier fasste. Er hatte nicht vor, ihr zu erzählen, dass heute sein Geburtstag war. Dafür war ihm dieser Tag selbst nicht wichtig genug und außerdem wollte er, dass sie ihn aus freien Stücken begleitete und nicht, weil sie sich auf Grund eines lächerlichen "Feiertages" dazu verpflichtet fühlte. "Kommen wir zuerst zum Kleid. Du trägst es, weil wir heute Abend ausgehen. Wohin wir ausgehen? In ein Casino.", meinte er schließlich nach einer kurzen Pause und das letzte Wort rollte ihm beinahe wie ein Schnurren über die Zunge. "Warum in ein Casino? Nun...", mit diesen Worten trat er vom Fenster weg und lief die wenigen Schritte an ihr vorbei in den Flur, ganz klar ein Zeichen, dass er zum Aufbruch bereit war. "Weil ich finde, dass es eine angenehme Gelegenheit ist, den Abend zu verbringen und es ohnehin nicht so scheint, als hättest du etwas anderes vor." Er griff einen schwarzen Mantel, welcher an ihrer Garderobe hing und warf ihr ihn in einer geschickten Bewegung entgegen. "Sag mal, kannst du Pokern?" Das musste er immerhin wissen, wenn er diesen Abend zu einem Spaß für sie beiden machen sollte. Denn egal welche Antwort sie auf diese Frage geben würde, Ciel hatte sich für beide Fälle etwas Schönes ausgedacht. Sollte sie die Kniffe dieses Glücksspiels beherrschen, so würde er dafür sorgen, dass sie wenigstens eine Runde an einem der vielen Tische gegeneinander spielten. Sollte dem jedoch nicht der Fall sein, dann würde er es sich diesen Abend zur Aufgabe machen, sie in allen Wegen der Kunst in die komplexe Natur des Pokers einzuweisen. Und gerade für jemanden, der so gewandt in dieser Kunst war wie er, würde dies eine außerordentlich schöne Beschäftigung darstellen.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:10

Diesmal schaffte es Sylvana ihren Körper zu bändigen und keine Reaktion auf die Berührung des Dragonslayers von sich zu geben – auch wenn da wieder kurz dieser elektrische Impuls durch ihre Zellen geschossen war. Sie wollte hier nicht schwach erscheinen, nicht heute. Wie konnte sie sich denn als stolze Tochter Raidens sehen, wenn solche einfachen Berührungen dazu führen würden, dass sie zu flüssigem Kerzenwachs zerschmolz? Es war also endlich an der Zeit das Haupt zu erheben und Ciel zu zeigen, dass er sie nicht so einfach mehr verunsichern konnte. Schmunzelnd legte sie Zeige- und Mittelfinger auf den anderen Anhänger, der die Aufmerksamkeit des Valentines auf sich gezogen hat. Gefiel es ihm etwa nicht, dass sein Anhänger nicht alleine ihren Hals zieren durfte? Sein Blick verriet nicht genug, um ihr eine sichere Antwort geben zu können, sie musste also abwägen, ob ihr kleines Spielchen, was sie hier beginnen wollte, vom Erfolg geprägt sein und sich lohnen würde. Herausfinden konnte sie es leider nur, wenn sie jetzt einfach die Augen schloss und es durchzog. Verflucht sollten alle Wahrscheinlichkeiten sein, wenn sie schon heute Abend ein Casino besuchen sollte, dann war es doch löblich, wenn sie den Abend mit diesem kleinen Glücksspiel starten konnte. „Jemanden, für den ich mein Leben jederzeit aufs Silbertablett legen und allen tun würde.“ Gut umschrieben, ohne direkt einen Hinweis darauf zu geben, dass die Person, von dem der Anhänger kam, keine Person, sondern ein Drache war. Jetzt hatte sie da ein kleines Geheimnis, welches sie dem Dragonslayer nicht so einfach preisgeben würde. Wie seine Reaktion darauf wohl sein mochte? Mal schauen, vielleicht zeigte es sich noch im Laufe dieses Abend. Sylvana konnte es zumindest kaum erwarten zu sehen, wie er dieses Geheimnis aus ihr rauskitzeln wollte. Soeben hatte der Abend schon einen Grund mehr bekommen, Ciel ins Casino zu folgen. Da war zwar inzwischen dieser unangenehme Nachgeschmack aufgekommen, dass der blauhaarige Drachensohn sie nur als Zierde an seiner Seite für den Abend haben wollte, aber das war der Dragonslayerin an sich völlig egal. Irgendwie verspürte sie gerade das Verlangen, den Abend völlig nach allen Regeln der Kunst für sich auskosten zu wollen. Das kleine Glücksspiel, was sie vor wenigen Augenblicken begonnen hatte, hatte sie bereits zu einem größeren Spiel entwickelt. Heute war ein Abend, an dem Grenzen ausgetestet werden würden.
„Pokern? Nein, das ist völliges Neuland für mich.“ Bisher waren Glücksspiele und die Casinos der Welt kein großer Anreiz für sie gewesen. Nur ein paar Mal hatten ihre Eltern sie in solch ein Etablissement entführt, wo sie immer brav in feiner Garderobe am Rocksaum ihrer Mutter gestanden und an einem Glas Orangensaft genippt hatte, während sich ihr Vater an den Spieltischen mit reichlich Alkohol amüsiert und anschließend irgendwelche Verträge mit den anwesenden Geschäftspartnern gemacht hatte. Das war aber wirklich zu einer Zeit gewesen, die sie schon seit Jahren nicht mehr zu ihrem Leben zählte. Die Zeit vor Raiden, bevor sie als Tochter dieses Drachen förmlich wiedergeboren worden war.
Der Mantel, den er ihr zugeworfen hatte, fand schnell seinen Platz an ihrem Körper. Ciel schien ihr wieder einmal vorausgekommen zu sein. Wie charmant von ihm daran zu denken, dass eine Dame nicht in der Nacht frieren sollte. Das, oder aber einfach nur eine Methode, um sie aus ihrer Wohnung zu treiben. Was auch immer es war, jetzt gab es sowieso kein zurück mehr. „Bevor ich es vergesse…“ Sie griff an das Schlüsselbrett, nahm ihren Schlüssel zur Wohnung und griff daraufhin zum zweiten Satz Schlüsseln für Haus- und Wohnungstür, ehe er sie zu Ciel warf. „Du wohnst immerhin auch hier, nicht?“ Grinsend schritt sie an ihm vorbei, schlüpfte in ein Paar schwarzer Absatzschuhe. Heute sollte sie wirklich nicht kämpfen, sonst würde sie sich mehr Schaden zufügen, als ihren Gegnern.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:11

Ciel Valentine war kein Mensch, der übermäßig eifersüchtig war. Natürlich war es kein großes Geheimnis, dass er gewisse besitzergreifende Züge gegenüber Menschen zu pflegen führte und doch glich dieser Trieb eher einer gewissen Sammelleidenschaft, als einem tatsächlichen Zwang sie zu besitzen. Es war der Reiz, einen Menschen mit seinem Metall am Körper sehen zu können und gleichzeitig zu wissen, dass diese Person ausschließlich ihm gehörte, wenn dieser Besitzzustand auch nur für ihn selbst galt. Es war ihm egal, wenn niemand auf die Idee kam, bei Sylvanas Schmuckstück automatisch an ihn zu denken, für ihn reichte es, dass er wusste, zu wem die hübsche Donnerdragonslayerin damit unweigerlich gehörte. Dies änderte sich selbstverständlich schlagartig, wenn für den Dragonslayer wirkliche, echte Gefühle mit im Spiel waren und doch kam das so selten vor, dass es nicht einmal der Rede wert war. Selbstverständlich war es nicht so, als würde er Sylvana nicht mögen, nein, momentan konnte man sie wohl sogar als die Person bezeichnen, mit welcher der Dragonslayer am häufigsten Kontakt hatte und dennoch würde er nie auch nur auf die Idee kommen, sie als jemanden zu beschreiben, der ihm nah stand. Er mochte sie, hatte Spaß mit ihr und vielleicht war sie sogar entfernt irgendwie so etwas wie eine Freundin und dennoch präferierte er den Begriff "gute Bekannte". Warum? Ganz einfach weil er so viel unverfänglicher als die tatsächliche Bezeichnung einer Freundin war. Ciel hatte keine Freunde, er kannte sich mit solchen emotionalen Beziehungen nicht aus und versuchte sie daher auch größtenteils zu vermeiden. Zu viele Emotionen bedeuteten Stress und Belastung und dem versuchte er meistens ganz einfach aus Bequemlichkeit und purem Selbstschutz aus dem Weg zu gehen. Dennoch ärgerte ihn ihre Antwort. Nicht etwa, weil ihn der Gedanke, dass da noch jemand sein könnte großartig verstörte (er war sich sicher, dass Sylvana treu genug war nicht einfach jeden dahergelaufenen Kerl auf Grund einer Wohnung zu küssen, wenn sie bereits vergeben wäre), sondern weil er es nicht leiden konnte, wenn es gewisse Dinge gab die er nicht wusste. Ein Stirnrunzeln verzog seine Augenbrauen, während er in einer leicht trotzigen Geste die Arme vor der Brust verschränkte. Machte sie das mit Absicht oder hatte sie die Antwort unbewusst so nichts sagend gewählt? Nun, er war in jedem Fall zu stolz nun noch einmal erneut direkt nachzufragen, weshalb er es zunächst dabei beließ. Das bedeutete selbstverständlich nicht, dass er später nicht noch einmal dezent auf das Thema zurück kommen würde, doch das würde warten müssen. Erst einmal musste er sie sicher in Richtung Casino gebracht haben, ohne das sie es sich kurzfristig doch noch anders überlegte.
"Keine Pokerfahrung? Überhaupt keine?", unter anderen Umständen wäre er über diese Erkenntnis wohl möglich enttäuscht gewesen, doch in diesem Fall sorgte sie lediglich für ein listiges Grinsen, welches sich langsam seinen Weg auf seine Lippen erschlich. Das würde noch besser werden, als er sich den Abend zu Anfang vorgestellt hatte. "Nun, das macht nichts, denn zu deinem Glück hast du einen Experten dabei." Man überlasse es Ciel bei der Nennung seiner Fähigkeiten ohne jede Bescheidenheit vorzugehen. Pokern war etwas, auf das er stolz war, weshalb er nicht einmal auf die Idee kam, sein Talent in diesem Bereich unter den Scheffel zu stellen. Immerhin trug er die hübsche goldene Karte nicht nur zur Zierde in seinem Portemonnaie, sondern weil er tatsächlich etwas mit ihr anzufangen wusste und in Casinobereichen zum inneren Kreis gehörte. "Heute Abend, liebe Sylvana, werde ich dich in die tiefsten Geheimnisse des Glücksspiels einweihen. Was meinst du, freust du dich?", ein diebischer Ausdruck war in seine Augen getreten, während er gerade noch die rechte Hand heben und den Schlüsselbund fangen konnte, welcher ihm entgegen geflogen kam. Die Aufforderung hinter dieser Geste war klar und dennoch konnte sich der Valentine nicht behelfen, als das Metall für einen Augenblick beinahe überfordert zu betrachten. Wusste sie, in wie weit sie sich mit der Schlüsselübergabe seiner Person auslieferte. Es stand ihm nun jederzeit frei ihre Wohnung zu betreten und auch wenn das Ganze wohl Teil der Tarnung war, welche sie auf Grund ihrer verrückten Vermieterin aufgezogen haben, so schien dies doch wie eine Geste, die ihn seltsam nervös schlucken ließ. Seine Finger verkrampften sich um das Metall, als er bemerkte wie seine Finger zu ihrem gewohnten Zittern zurückfanden und der Schlüssel wurde rasch in seiner Hosentasche verstaut. "Danke", war alles was er darauf zu antworten wusste, ehe er sich umdrehte und mit beinahe eiligen Schritten in Richtung Tür stiefelte. Als er diese geöffnet hatte, drehte er sich noch einmal zu der Dragonslayerin um. "Kommst du?", fragte er und unter normalen Umständen hätte er ihr wohl die Hand angeboten, doch gerade jetzt wollte er sie nicht unbedingt auf sein Zittern aufmerksam machen. Der Gedanke, sie könnte seine plötzliche Unsicherheit mit der Situation bemerken gefiel ihm nicht.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:11

So ganz konnte Sylvana natürlich nicht sagen, ob sie sich freuen sollte. Wie bereits erwähnt waren jegliche Arten von Glücksspielen in der Vergangenheit nicht das Thema in ihrem Leben gewesen, egal ob nun Poker, Roulette, Black Jack oder die merkwürdigen Maschinen mit den Hebelarmen. Auch beim näheren Gedanken an die Dinge, die Ciel ihr nun am heutigen Abend offenbaren und anscheinend auch beibringen wollte, konnte die Dragonslayerin einfach nichts wie Vorfreude oder Faszination in ihrem Inneren vorfinden. Der Funke, mit dem Ciel sie wohl entflammen wollte, sprang einfach nicht auf sie über. Dennoch wollte Sylvana nicht unhöflich oder desinteressiert wirken, weswegen sie ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen legte und mit einem einfachen „Natürlich“ antwortete. Wer weiß? Vielleicht würde die Atmosphäre eines Casinos ja noch auf sie übergreifen können. Sie würde versuchen so offen wie möglich die Lehren eines Experte, wie Ciel sich hierbei beschrieb, aufzunehmen. Ein schöner Abend würde es schon werden, irgendwie. Von der plötzlich aufkommenden Unsicherheit des Valentine bekam Sylvana zum Glück des blauhaarigen Magiers nichts mit, zu rasch hatte er seine zitternden Hände aus ihrem Sichtfeld gleiten lassen. Dementsprechend schritt sie ohne irgendwelche Fragen an ihm vorbei, überließ es dem jungen Mann dabei auch die Tür hinter sich abzuschließen. Einen Schlüssel konnte er ja jetzt nun sein eigen nennen.
Ein wenig unwohl fühlte sich Sylvana, als sie das Haus verließ und die Straße betrat. Die Dragonslayerin, gekleidet in einem doch recht ansprechend aussehenden Kleid, stand auf der künstlich beleuchteten Straße, schaute in den sternenklaren Himmel, während ein noch recht warmer Wind über die freie Haut ihres Rückens strich und sie kurz zusammenzucken ließ. In einem Meer aus Feuer wäre sie ein Stück Eis, ein blauer Klecks Farbe in einem roten Gemälde. Eigentlich gehörte sie um diese Uhrzeit in einem solchen Outfit nicht hierher, auf die Straße, auf dem Weg in ein Etablissement, in welchem sie so eigentlich keine Aufenthaltsberechtigung hatte- abgesehen als hübsche Garnierung an Ciels Seite. Es war halt eine ungewohnte Situation, die sich vor Sylvana eröffnete und kurz an ihren Nerven riss. //Immer mit der Ruhe… Mehr als ein Abend ist das nicht. Da hast du schon weitaus schlimmere Dinge vor dir gehabt.// Seufzend ließ sie ihren Blick vom Sternenhimmel auf die Straße zurückschweifen, wartete darauf, dass Ciel hinter ihr das Haus verließ. Ihre Finger spielten unbewusst an der silbernen Münze, ließ sie zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, um nocheinmal kurz die Kontur nachzufühlen, während sie ihre innere Ruhe wieder heraufbeschwor und die ungewohnte Nervosität aus ihrem Körper verbannte. Ging es nicht eigentlich nur darum ein wenig Spaß zu haben? Ihr kleines Spielchen weiterzuspielen, den Dragonslayer ein wenig aus der Reserve zu locken, seine Reaktionen auszutesten und zu schauen, wie weit sie gehen konnte, bis sie eine Grenze überschritt? Das war alles unmöglich, wenn sie jetzt irgendwie nervös war. Kopf hoch, Augen nach vorne und Stärke zeigen, das war doch ein Klacks! Fast schon wie auf Kommando trat dann auch Ciel aus dem Haus, gerade rechtzeitig um nichts von der Nervosität der Dragonslayerin mitzubekommen und die fast schon ausgetauschte Sylvana anzutreffen. Lächelnd stellte sie sich zu seiner Linken, hakte sich mit ihrem Arm bei ihm ein. „Auf eine schöne Nacht.“

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:11

Um was genau ging es hier eigentlich, eine interessante Frage, die Sylvana sich da stellte. Wenn man Ciel gefragt hätte, so hätte er wohl zunächst eine Weile überlegen müssen. Im Grunde hatte die Donnerdragonslayerin immerhin recht, das Ganze hier war ein Spiel, ein Spiel welches Ciel schon so unzählig viele Male zuvor gespielt hatte, dass es sich vermutlich nicht einmal lohnen würde, die aktuelle Situation eine tatsächliche Besonderheit zu nennen. Im Grunde gab es wirklich nichts, dass Sylvana von anderen Menschen unterschied. Natürlich, sie mochte auffallend hübsch sein und für einen anderen Mann vermutlich das Ziel jede Begierde und dennoch war das nichts, was den Valentine länger an einen Menschen fesseln konnte. Schönheit war angenehm, ja, aber sie war auch vergänglich und daher nichts, was man an einer Person tatsächlich liebgewinnen konnte. Es war der Charakter der zählte, das Wesen hinter Haut, Fleisch und Knochen. Das Wesen hinter schönen Worten und tiefen Lügen. Und gerade das war es, womit der Valentine in gleich mehrerer Hinsicht so seine Probleme hatte. Nicht nur, dass er Probleme hatte, sich von dem wahren Wesen anderer Menschen besonders lange faszinieren zu lassen, er wusste auch, dass Personen mit seiner eigenen Natur enorme Schwierigkeiten hatten. Er war kein einfacher Mensch, er war kein perfekter Mensch, so sehr er es sich auch insgeheim wünschte. Tatsächlich war er Jemand, der mit neurotischen Probleme und regelmäßiger Nervosität zu kämpfen hatte und der zudem auf Grund exzessivem Glücksspiels und einer mehr als besorgniserregenden Nikotinsucht auch nicht behaupten konnte, sein Leben wirklich im Griff zu haben. Viel mehr hatte das Leben ihn im Griff und das war auch einer der Hauptgründe, warum er zu keiner Person gerne eine besonders enge Verbindung aufbaute und was es umso verwunderlicher machte, dass er Sylvanas Gesellschaft mittlerweile freiwillig suchte. Das er sie einmal hatte treffen wollen, dass war verständlich und auch für seine Verhältnisse normal gewesen. Es war die Neugier und der Wunsch, mehr über ihren Charakter und ihr Wesen zu erfahren. Vermutlich hätte er auch für ihre zweite Begegnung eine Entschuldigung finden können, immerhin war sie es gewesen, die ihn zu dieser Wohnungsbesichtigung eingeladen hatte und nicht er selbst, der an diesem Tag ihre Nähe gesucht hatte. Warum er sie nun aber ausgerechnet zu seinem Geburtstag an dem Ort mitnahm, der ihm am liebsten war, dafür hatte der Blauhaarige im Grunde nur eine recht mickrige Entschuldigung. Er wollte Spaß haben, ja, und zudem wissen, in welche Richtung sie ihre...Beziehung...nach diesem unverhofften Kuss in Sylvanas Wohnung gebracht hatte. Das war es, was sich der Valentine versuchte einzureden, als die Braunhaarige an seinem Arm durch die kalte Nacht in Richtung des Casinos führte. Das Ganze hatte absolut gar nichts damit zu tun, dass er ihre Gesellschaft genoss oder sie als so etwas wie eine Freundin sah. Das, was er ihr gegenüber empfand, das war rein unverbindlich und auf der einfachen Suche nach Vergnügen begründet. Es gab keinerlei Grund für Beunruhigung oder zur Sorge. Er durfte nur nicht so viel in den Schlüssel interpretieren, den sie ihm gegeben hatte und würde seine plötzliche Unruhe ganz einfach hinunter schlucken. Das war alles zur Tarnung gewesen, um das Bild eines glücklichen Pärchens aufrecht zu erhalten und die Vermieterin zufrieden zu stellen, nicht mehr. Es lag keine tiefere Bedeutung oder gar ein weit reichendes Vertrauen hinter dieser Geste, weshalb es auch überhaupt keinen Grund gab, weitere Gedanken an dieses Thema zu verschwenden.
Als die leuchtenden Farben des Casinos in Sicht kamen, hätte der Blauhaarige beinahe vor Erleichterung ausgeatmet, versprach die Ankunft bei der Spielhalle doch erst einmal Sicherheit vor seinen eigenen verwirrenden Gedanken. Ein leichtes Schmunzeln schlich sich auf die Lippen des Magiers, ehe er seinen Arm aus Sylvanas Griff befreite und ihr anschließend die beringte Hand auf den nackten Rücken legte. "Und da wären wir. Willkommen im Casino Goldrush, bist du bereit für ein wenig Spaß?", fragte er grinsend und hatte sie dann auch schon, nachdem er die blinkende Fassade noch einmal voll in sich aufgenommen und dabei sicher gestellt hatte, dass seine Hände sich wieder beruhigt hatten, nach der Hand seiner Begleitung gegriffen, ehe er sie hinter sich her in die Spielhalle zog. Das geschäftige Treiben innerhalb des Raumes war überwältigend als Ciel den Schalter ansteuerte, an dem bereits mehrere einheitlich gekleidete Frauen warteten und die anderen Kunden versorgten. Kaum das eine der Frauen den Blauhaarige erkannt hatte, gab sie ein Handzeichen und dann kam auch schon eine vollbusige, blauäugige Blondine an den Schalter geeilt, kaum das die beiden Magier sich ihm genähert hatten. "Mr. Valentine, wie immer eine Freude sie hier in unseren bescheidenden Hallen begrüßen zu dürfen.", flötete sie zuckersüß und blinzelte erst ihn und dann Sylvana strahlend an. Kein Wunder, wie gut die Dame gelaunt war, sicher konnte sie sich nur allzu gut erinnern, wie viel Geld er das letzte mal in diesen Hallen zurück gelassen hatte. Nun, Ciel würde sich diesen Abend sicherlich nicht von dem Gedanken an seine zurückliegende Niederlage verderben lassen, weshalb er es bei einem einfachen "Da bin ich sicher" beließ und ihr anschließend auch schon seine hübsche Karte reichte, woraufhin die gute Frau mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck im Hinterraum verschwand.
Ciel beugte sich mit einem schiefen Grinsen ein Stück zu Sylvanas Ohr hinunter. "Du kannst dir nicht vorstellen, wie zuvorkommend das Personal hier sein kann, wenn sie wissen, dass du mit viel Geld kommst. Ich bin gespannt wie sie reagieren, wenn sie erfahren, dass du heute Abend spielen wirst." Und noch viel gespannter war er natürlich, wie sie nun auf diese Neuigkeit reagieren würde.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:12

…dass du heute Abend spielen wirst. Für einen kurzen Moment hatte Sylvana das Gefühl, dass für einen kurzen Moment die Zeit um sie herum stehen zu bleiben schien, während ihr Bewusstsein zu verarbeiten versuchte, was Ciel da gerade gesagt hatte. Hatte der Dragonslayer ganz spontan den Verstand verloren?! Sie hatte ihm doch nicht vor allzulanger Zeit gesagt, dass sie in Sachen Glücksspiel eine blutige Anfängerin war, so ganz ohne Besitz von irgendwelcher Ahnung und Erfahrung. Wenn er sein Geld so unbedingt loswerden wollte, könnte er es auch einfach aus dem Fenster schmeißen, der Effekt wäre doch der selbe. Nervös zuckte ihr Mundwinkel in die Höhe, während sie Ciel mit einem Gesichtsausdruck anschaute, der förmlich schrie „Was für Drogen hast du genommen, dass du auf so eine beschissene Idee kommst?!“. Egal, wie lange sie über diese Aussage, den Beweggrund oder den Sinn dahinter nachdachte, sie kam immer wieder auf den Schluss, dass Ciel eindeutig einen Sockenschuss haben musste. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf seine Stirn, dann auf die Eigene. Kein Fieber. Es schloss zwar nicht aus, dass der Dragonslayer irgendwas zu sich genommen hatte, was sein Entschlussvermögen trübte und völlig aus der Bahn geworfen hatte, jedoch konnte Sylvana absolut sagen, dass sie nicht halluzinierte. Genug also von Ideen und der Suche nach Beweggründen, würde ihr Kopf doch sowieso nur als Ergebnis rauchen oder gar explodieren – in einem solch hübschen Etablissement wahrlich kein schöner Anblick und schon gar nicht die Art und Weise, mit welcher sie in Erinnerung gehalten werden wollte. Man stelle sich einmal die Todesanzeige vor, die sowieso vermutlich nicht aufgegeben werden würde. Sylvana Rose Fernandez, Dragonslayerin. Tod durch explodiertem Kopf. Was zur Hölle dachte sie da bitte schon wieder? Ein wenig von sich selbst entsetzt schüttelte Sylvana ihren Kopf und richtete ihre Aufmerksamkeit auf den jungen Herren vor sich. „Ciel, wenn du hier nur hergekommen bist, um unbedingt viel Geld zu verlieren, dann bring es doch wenigstens einer Anstalt, die es nötig hat, oder verspielt es selber. Ich will nicht der Grund dafür sein, dass du am Ende dieses Abends keine einzige Münze mehr haben wirst – und das wird passieren, wenn ich spiele.“ Ihre Augen spiegelten den Ernst wieder, den man auch in ihrer Stimme hören konnte. Von der Unsicherheit, die sich normalerweise zeigte, wenn sie so nahe vor dem Dragonslayer stand, dass ein kurzer Schubs reichen würde, damit sich ihre Lippen berührten, war nichts zu sehen. Lag vermutlich am Ernst der Lage, in welcher sie sich befand, immerhin verlangte Ciel fast schon von ihr, dass sie sein Geld vernichten sollte. Das lag ihr einfach nicht! „Ich bin hier als deine Begleitung und irgendwie auch als deine Schülerin, dass gebe ich zu. Lernen, gerne. Aber selber spielen? Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich das so einfach jetzt kann.“ Sie konnte ja nicht wissten, dass Ciel bei seinem letzten Besuch hier verloren hatte – oder allgemein die Tatsache, dass die Laune der freundlichen, für ihren Geschmack etwas zu schaufensterartig wirkenden, Dame nicht ein 0815-abgespielter Verlauf war, sondern der Grund dafür der Besuch des Valentine und die Tatsache, dass er sein Geld öfters verspielt, war. Wenn dem so wäre, würde sie diesen ganzen Besuch hier in einem völlig anderem Licht sehen.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:13

Für Ciel war es unheimlich erheiternd mit anzusehen, wie Sylvanas Gesichtsausdrücke von ihrem bisher fast neugierigen Ausdruck vollständig entgleisten und sie ihn derart entgeistert anstarrte, dass man beinahe annehmen könnte, er hätte ihr so eben verraten, dass sein Name in Wahrheit Cowboy John war und er sie gerne in die Steppen seiner Heimat entführen wollen würde. Der Valentine konnte daher nicht anders, als ein tiefes, beinahe kehliges Lachen auszustoßen. “Sylvana, Liebes, du solltest deinen Gesichtsausdruck sehen. Du schaust mich an, als hätte ich so eben dein Todesurteil verkündet.“, meinte er mit deutlichem Amüsement in der Stimme, während seine hellblauen Augen im Licht des Casinos beinahe zu strahlen schienen. Eigentlich war er ja nicht der Typ für solche beinahe intimen Spitznamen, aber in diesem Augenblick wirkte sie für einen Augenblick so schrecklich verloren und entsetzt, dass sie ihn auf Gewisse Art und Weise an einen verlorenen Welpen erinnerte, welcher ihm hier gerade durch Zufall vor die Füße gestolpert war. Nun, mit dem kleinen Unterschied natürlich, dass er diesen einen Welpen hier bewusst und in Besitz seiner vollen geistigen Kräfte mitgebracht hatte, wenn seine reizende Begleitung diesen Umstand wohl auch gerade zu bezweifeln schien. Natürlich machten ihre Einwände durchaus Sinn und jede rationale und Vernünftige Person hätte ihr wohl zugestimmt, wenn es darum ging, dass diese Tätigkeit hier die reinste Zeit und Geldverschwendung war, vor allem wenn man jemanden an den Tisch setzte, der mit Poker und Glücksspiel in etwa genauso viel am Hut hatte, wie ein dreijähriges Kind. Und dennoch war Ciel Valentine nun einmal kein vernünftiger und absolut rationaler Mensch (wenn er sich mit letzterer Eigenschaft auch in der Vergangenheit mehr als einmal gerühmt hatte), weshalb er ihren Einwand mit einer wegwerfenden Geste seiner Hand zunichte machte. “Sylvana, verstehst du, warum ich dich heute mit hier hingenommen habe?“, tat sie natürlich nicht, immerhin hatte er bisher keinerlei konkreten Grund für diese abendliche Überraschung genannt. “Im Grunde ist es doch ganz einfach, du bist heute Abend mit mir hier, weil wir beide nach ein wenig Spaß und Unterhaltung suchen. Meinst du wirklich, dass es für mich unterhaltsam wäre, wenn ich hier heute spiele und du nichts anderes tust, als an meiner Seite zu verweilen und das Geschehen zu überwachen?“ Nicht, dass dieser Gedanke nicht auch irgendwo sein Reizvolles hatte, aber er war heute nun einmal aus anderen Gründen hier und davon würde er sich auch ganz sicher nicht abbringen lassen. “Ich glaube, du verstehst worauf ich hinaus will. Wenn die Rollenverteilung an diesem Abend also wie üblich übergreift, dann werden wir mit Sicherheit nicht so viel Spaß haben, als wenn wir uns beide heute ein wenig aus unserer Komfortzone bewegen, was meinst du?“ Das gerade er hier tatsächlich anbot, sich freiwillig aus seinem gewöhnlichen Umfeld zu bewegen grenzte schon beinahe an ein Wunder, doch irgendwie wagte der Blauhaarige es anzuzweifeln, dass die brünette Schönheit ihm gegenüber die Situation genauso einschätzen würde wie er. Außerdem musste man da immer noch mit einbeziehen, dass er sich hier in einem Umfeld befand, in dem er sich mit Abstand am allerliebsten aufhielt, weshalb man diese kleine Veränderung seines üblichen Tagesplans vielleicht nicht unbedingt als eine tatsächliche Überwindung der eigenen Charakterschwäche werten durfte. Nun, dass musste Miss Fernandez ja nicht unbedingt erfahren, immerhin wusste sie bisher weder über die Abgründe seiner Person, noch über die wirklichen Ausmaße seiner krankhaften Neurosen Bescheid. Diese hatte er immerhin bisher sehr sorgfältig in ihrer Gegenwart verborgen und daran würde er auch heute nach Möglichkeit nichts ändern.
“Deshalb möchte ich, dass du dich jetzt entspannst und wir hier ein wenig Spaß miteinander haben, ohne, dass du die ganze Zeit darüber nachdenkst, um wie viel Geld es hier eigentlich geht. Das sollte doch kein Problem sein, oder?“, er schenkte ihr ein schiefes Grinsen, dann drehte er sich wieder zu der Bardame um, welche mittlerweile zurückgekehrt war und ein Strahlen auf dem Gesicht trug, dass Ciel für einen Augenblick wundern ließ, dass er die Jewel nicht in ihren Augen aufblitzen sehen konnte. Sie musste seine letzten Worte gehört haben, denn ihr Gesicht schrie beinahe vor lauter Aufmerksamkeit und Zuvorkommenheit, die sie versprach. Die Chips hatte sie auch dabei, ordentlich in zwei Silberkoffern verstaut, welche sie auf eine Geste Ciels hin mit geschickten Fingern öffnete und ihm den Inhalt präsentierte. Prüfend glitten die Finger des Dragonslayers über die Ansammlung der Coins, dann nickte er zufrieden und ließ die metallenen Gehäuse zuschnappen. “Also dann, lass uns anfangen!“, meinte er zufrieden und hatte sich dann auch schon die beiden Koffer gegriffen, um mit ihnen an Sylvana vorbei in Richtung Spielbereich zu wandern. “Nah komm schon, man wird nicht ewig auf uns warten...“, gut das entsprach nicht ganz der Wahrheit, vermutlich würden sie auch noch in fünf Stunden einen bespielten Tisch hier finden und dennoch ging es hier um den stilistischen Effekt und um die klare Aufforderung in Richtung Sylvana, sie möge sich nun endlich auf einen Abend voller Spaß und Nervenkitzel einlassen.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:13

Es war wohl wirklich besser, dass Sylvana nicht wusste, was für eine Menge an Jewel in den zwei Silberkoffern voller Spielchips steckten, sonst hätte sie vermutlich ihre Zweifel an dem Vorhaben des blauhaarigen Dragonslayers nicht so einfach ablegen und ignorieren können, wie sie es gerade versuchte. Immerhin würde sie es sein, die diese ganzen Jewel verzocken würde, weil sie einfach keinen blassen Schimmer hatte, wie man so ein Glücksspiel spielte – nein, wie man es gewinnen konnte. Es wäre sicherlich ein Leichtes die Regeln von dem ein oder anderen Spiel auf die Schnelle zu lernen, ohne Frage. Die Grundzüge eines Spiels verstehen und anwenden zu können hieß jedoch noch lange nicht, es zu beherrschen. Im Grunde war es wie mit Magie. Sylvana kannte einige Zauber, die in ihrer Wirkungsweise so mächtig waren, dass sie damit Katastrophen in der Größenordnung Weltuntergang anrichten konnte. Gut, vielleicht etwas übertrieben, aber es sollte klar sein, um was für Zauber es sich dabei handelte. Die Parallele zwischen Spiel und Zauber war jedoch sehr naheliegend: Sie kannte die Wirkungsweise und ungefähr die Vorgehensweise, konnte aber noch nicht die Macht des Zaubers entfesseln. Genau so, wie es bei den Spielen hier sein würde. Nur mit den Regeln würde sie alleine nicht gewinnen können. Und darum ging es hier ja eigentlich, wenn man sein Geld vermehren wollte. Diese Tatsache machte das mulmige Gefühl in ihrer Bauchregion nicht gerade besser. Der Fakt, dass diese Koffer am Ende dieses Abends wohl leer sein würden, wenn sie hier spielen würde, war so klar wie die Tatsache, dass die Blitze eines Gewitters immer noch besser als Batterien und Blitz-Lachrimas schmeckten. Was sollte sie also tun? War das Spiel, welches sie vorhin in ihrem Inneren begonnen hatte hier schon vorbei? Nein, dass würde sie garantiert nicht zulassen! Nicht hier, nicht jetzt und vor allem nicht in seiner Anwesenheit!
Für einen kurzen Moment zögerte Sylvana noch, weigerte sich ihr Innerstes doch noch irgendwie, sich auf diese ungewohnte Umgebung völlig einzulassen und sich anzupassen, ein Teil von ihr zu werden. Spaß haben, das war alles, worum es hier ging. Ein einziges Mal die Konsequenzen völlig zur Seite schieben, als ob sie nicht existieren würden. Klang eigentlich doch sehr verlockend, wenn man ein wenig mehr darüber nachdachte. //Zur Hölle mit den Konsequenzen!// Mit einem Mal änderte sich einfach alles, als ob man einen Schalter in ihr umgelegt hatte. Jegliche Zurückhaltung, die ganze Unsicherheit, die sich wie ein Schleier um sie gelegt hatte, war einfach weggeblasen. Kein Funken davon war mehr wahrzunehmen, als hätte sie nicht existiert. Langsam überwand Sylvana die Distanz zwischen ihr und Ciel, hatte ein leichtes, nicht definierbares Lächeln auf ihren Lippen gelegt. „Nun, wenn ich schon spielen soll...“, sagte sie, während ihre Finger langsam über seinen Arm strichen und tiefer wanderten. „dann sollte ich wohl auch diese hübschen Koffer tragen, findest du nicht?“ Ihre Hand legte sich auf seine, umgriff sie mit leichtem Druck. Sie schritt an ihm vorbei, stellte sich direkt vor ihn, suchte mit ihrem Blick direkt seine Augen. Jetzt gab es kein zurück mehr und ehrlich gesagt, die Dragonslayerin genoss diesen Gedanken. Die Zeit der Unsicherheit und des Zögern war vorbei: Das Spiel war nun richtig eröffnet!
„Eine Sache gäbe es aber noch, die wir erledigen müssen, bevor wir hier unseren Spaß haben.“ Ihr Blick löste sich von den Augen des Valentine, schaute sich suchend um. Irgendwo musste es doch einen Ort geben, der das Ziel ihrer Begierde in diesem Moment stillen konnte. Denn wenn sie schon alle Konsequenzen ignorieren könnte, würde es sicherlich nicht schaden, etwas zu kosten, was sie sonst bisher nur ein einziges Mal zu sich genommen hatte. Grinsend drehte sie sich wieder zu Ciel, hatte sie gefunden, wonach sie gesucht hatte. Langsam beugte sie sich mit ihrem Kopf nach vorne, platzierte ihn so neben seinem Ohr, dass ihre Lippen es fast schon berührten. „Du würdest den Wunsch einer Dame nach einer Erfrischung vor dem ersten Spiel doch nicht abweisen, oder?“

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:13

Wenn Sylvana gewusst hätte, welche Menge an Jeweln genau sich in diesen beiden Silberkoffern befand, so wäre sie eventuell auf die Idee gekommen, dass diese Summe allein ein wenig zu hoch war, als dass sie mit dem gewöhnlichen Einkommen eines simplen Magiers übereinstimmen konnte. Wie gesagt, Ciel hatte Glück gehabt, als er seine Quest mit Seraphim absolviert hatte und der Ertrag, den er durch diesen recht anspruchslosen Auftrag verdient hatte, reichte auch jetzt noch für das ein oder andere teure Hobby aus, was bei dem Valentine nun einmal pokern war. Das er nun Sylvana an seiner Stelle spielen ließ war vielleicht nicht unbedingt ein strategisch meisterlicher Schachzug, aber es diente seiner Erheiterung und wog in seinen Augen das Geld auf, dass er ihr praktisch vor die Füße warf und sie gleichzeitig aufforderte, damit zu spielen. Außerdem konnte er sich ganz einfach nicht vorstellen, dass sie ihre Sache so schlecht machen würde, dass am Ende gar nichts mehr von seinem Geld übrig war. Wie hoch war schon die Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich jede einzelne Runde verlor? Außerdem würde er ja trotzdem noch über ihre Schulter schauen und ihr den ein oder anderen nützlichen Tipp in das Ohr flüstern, da konnte sie sich doch nicht so schlecht anstellen, oder?
In jedem Fall schien sie ihre Zuversicht und ihren Glauben an sich selbst wiedergefunden zu haben, zumindest schloss Ciel das aus ihrem plötzlichen Wechsel ihres Verhaltens. Außer sie hatte beschlossen, dass sie ihr gutes Gewissen nun ganz einfach abschalten und guten Gefühls seine hübsch funkelnden Jewel verprassen würde. Einen Augenblick verharrte der Valentine in seiner Bewegung, von diesem Horrorszenario gefangen, dann schüttelte er den Kopf und zwang sich erneut zu einem Grinsen. Es würde schon alles glatt laufen und dieser Geburtstag zu einem Erfolg werden, immerhin war ihm am Morgen weder eine schwarze Katze begegnet, noch hatte es andere Anzeichen für ein nahendes Unglück gegeben, was konnte also schon schiefgehen? Ciel glaube an die Macht des Schicksals und dieses hätte ihn sicherlich vorgewarnt, wenn er sich am heutigen Tage in unmittelbare Gefahr begeben hätte.
Ein Schmunzeln legte sich auf seine Lippen, als er ihre Finger plötzlich auf seinem Arm spürte und diese ständig tiefer wanderten, in die Richtung des einen Koffers in seiner Hand. “Das klingt für mich fast so, als wärst du ausschließlich auf Grund meines Geldes hinter mir her. Das ist aber nicht die feine englische Art, Sylvana-lein...“, meinte er belustigt und löste seinen Griff anschließend um das erwärmte Metall. “Für heute Abend will ich dir allerdings verzeihen und mich stattdessen nach einer Erfrischung für dich umsehen. Was darf ich der Dame bringen, einen Caipirinha?“ Ihre Antwort wartete er nicht einmal ab, da war er schon mit dem anderen Koffer in der Hand praktisch eilig an ihr vorbei gestürmt, einen nahen Kellner mit einem Tablett auf den Armen im Visier. Ihre plötzliche Nähe hatte ihn überrascht und das obwohl der Valentine sonst nicht zu den Menschen gehörte, die mit körperlichem Kontakt ein Problem hatten. Tatsächlich war er solchen Berührungen eigentlich sogar mehr als zugetan und auch mit Sylvana hatte er bisher schon engeren Kontakt gehabt, weshalb es ihn verwirrt, dass ihn gerade dieser warme Atem an seinem Ohr so aus dem Konzept brachte. Nun, vielleicht lag es auch einfach daran, dass er an der Ohrmuschel einfach extrem empfindlich war und der plötzliche wohlige Schauer daher unvermeidbar. Ja, dass war es sicher, eventuell mit der Tatsache gepaart, dass die Fernandez eine unbestreitbar hübsche und junge Frau war, dessen Nähe wohl so ziemlich jeden Mann aus dem Konzept gebracht hätte. Vor allem, wenn man sich das Kleid genauer ansah, welches sie heute Abend trug.
Mit einem schlichten Nicken nahm der Blauhaarige dem Kellner das Tablett ab und machte sich anschließend wieder auf den Weg zu Sylvana. “Ein bisschen zu Trinken für eine reizende Gesellschaft.“, meinte er dann mit einem Grinsen und reichte ihr das Glas, ehe sich seine hellen Augen auf den Bereich hinter der Dunkelhaarigen richteten? “Was meinst du, wollen wir uns die Tische anschauen und etwas geeignetes für dich suchen?“ Immerhin wollt er sie heute Abend auch noch zum spielen bringen!

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:13

Die Grundlagen für das Spiel waren also nun gelegt. Den Koffer mit den Spielchips in der einen und ein Getränk in ihrer anderen Hand, welches sie für einen Moment misstrauisch begutachtet hatte. Zugegeben, Sylvana hatte im Bereich von Cocktails so viel Ahnung wie im Wirken von antiken Flüchen – nämlich, wie man es sich schon hätte denken können, überhaupt kein bisschen. Dementsprechend war dieser Caipirinha, wie Ciel ihn genannt hatte, völliges Neuland für sie. Vorsichtig hob sie das Glas zu ihrer feinen Nase, schnupperte einmal kurz an dem Getränk (und hoffte dabei irgendwie, dass sie dabei nicht allzu merkwürdig wirkte). Das Erste, was ihr da in die Nase stieg, war der süßlich, fruchtige Geruch von Limetten, was natürlich völlig unerwartet war, wenn man die ganzen Stücke der Zitrusfrucht in Betracht zog. Ansonsten war da noch eine Note von braunem Zucker. Den Geruch der recht klaren Flüssigkeit in dem Glas konnte sie irgendwie nicht wahrnehmen. Beunruhigen tat dies Sylvana jedoch nicht, war sie sich doch recht sicher, dass der Valentine ihr nichts zu trinken besorgen würde, was schlecht für sie war. Immerhin wollte er sich doch heute Abend hier mit ihr amüsieren, da wäre es doch hinderlich, wenn die Flüssigkeit ihrem Wohlbefinden negativ beitragen würde. Ohne weitere Gedanken über die Zusammensetzung des Getränks zu verschwenden, setzte sie das Glas an ihre Lippen und nahm einen kleinen Schluck. Überrascht über das süßliche Aroma, welches sich in ihrem Mund ausbreitete, folgte direkt noch ein weiterer Schluck, ehe sie sich zu Ciel wandte, ein freches Lächeln auf ihre Lippen gelegt. „Liebend gerne. Dafür sind wir ja schließlich hier.“
Schon stellte sich überhaupt die erste Frage an diesem Abend: An welchen dieser Tische sollte sie ihr Glück versuchen? Ohne überhaupt nachzudenken, nahm sie noch einen Schluck aus ihrem Glas, harkte sich bei Ciel ein und ging mit ihm durch das Casino, an den unterschiedlichsten Spieltischen vorbei. Black Jack, Baccara, Roulette und Poker waren so die einzigen Spiele, von denen sie wenigstens schon einmal irgendwie gehört hatte. Dies war wohl alleine dem Umstand geschuldet, dass ihr Vater damals nur diese Spiele in ihrer Anwesenheit gespielt hatte, als sie als kleines Kind in einem Casino wie diesem gewesen war. Was das Verständnis für diese Spiele anging, kannte sie nur die Grundlagen des Black Jack und vielleicht ein ganz klein wenig die des Pokerns. Und mit diesen Grundlagen würde sie vielleicht beim Black Jack etwas gewinnen können, wobei es da wirklich nur ums Glück ging, während beim Poker noch ein wenig mehr dabei war. Die Interaktion zu anderen Spielern, die Gedankenspiele… Irgendwie war der Reiz an einem dieser Tische diesen Abend zu beginnen recht groß, da es hier nicht nur um das Glück ging. Vor einen der Pokertische blieb Sylvana schließlich stehen, beobachtete alles aufmerksam und versuchte sich in ihrem Kopf einmal alles aufzurufen, was sie über das Spiel wusste. Jeder Spieler erhielt zwei Karten, im Laufe einer Runde wurden fünf Karten aufgedeckt. Gewinnen tat die Person mit der besten Kombination aus Handkarten und Feldkarten. Und schon war sie am Ende ihres Wissens. Abgesehen davon, dass ein Royal Flush das beste Blatt, was man haben konnte, war, wusste sie nichts. Selbst, wie so ein Royal Flush aussah, konnte sie nicht sagen. Seufzend schaute sie vom Spieltisch zu Ciel, hatte sie für einen kurzen Moment wieder dieses Gefühl gehabt, dass das hier eine ganz schlechte Idee war. Aber die Tatsache, dass sie sich hier keine Schwäche erlauben wollte, ließ die leise Stimme in ihrem Inneren wieder verstummen. Alles, was sie jetzt erst einmal brauchte, war wissen. Es wurde also Zeit, dass sie das Wissen ihres Mentors für den Abend sich ein wenig aneignete. So weit es in dieser kurzen Zeit überhaupt möglich war. Sie stellte den Koffer auf einen der Stühle, das Glas auf den Tisch und drehte sich zu Ciel. Süßlich lächelnd legte sie ihre Arme auf die Schultern des Dragonslayers, schaute ihm direkt in seine tiefblauen Augen, ohne direkt in ihnen zu versinken und die Kontrolle über ihre motorischen Körperfunktionen zu verlieren, und säuselte ihm entgegen: „Also… Ich denke ich werde diesen Abend mit ein wenig Poker eröffnen. Kannst du mit mir ein wenig deines Wissens über dieses Spiel teilen, bevor ich mich an den Tisch setze?“

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 25 Okt 2014 - 0:14

Ciel konnte nicht leugnen, dass mit Sylvanan am Arm durch ein Casino zu laufen einen gewissen Charme hatte, der nicht nur mit den unzählingen Augenpaaren zusammenhing, die auf dem Magierduo zu verharren schienen, sondern auch mit seiner simplen Zuneigung gegenüber dieser Spielhallen an sich zu tun hatten. Es gab keinen Ort, an dem Ciel sich lieber aufhielt, als in den heimischen Hallen eines Glücksspieletablissements und das er heute in der reizenden Gesellschaft von Sylvana Rose Fernandez war hob seine Laune noch einmal ungemein, immerhin war sie nicht nur hübsch sondern bot auch in anderer Hinsicht einen interessanten Unterhaltungsaspekt. Allein die Tatsache, dass er sie nun doch mit ein wenig gutem Zureden zum spielen bekommen hatte, erheiterte ihn ungemein und als er dann auch noch feststellen durfte, dass die reizende Dragonslayerin nicht unbedingt resistent und geübt war, was den Konsum von Alkohol anging, konnte er gar nicht anders als zu lachen. Dabei war es nicht einmal so, als übten die blauen Augen nicht einen gewissen Reiz auf seine Sinne aus und dennoch war ihr Verhalten, welches mit einem Mal von aufgeregt und nervös zu so zutraulich gewechselt war, für ihn nur mit dem hübschen Drink zu erklären, welchen er ihr gebracht und den sie nahezu weggeatmet hatte. Mit einem immer noch mehr als prominenten Grinsen beugte sich der Metallmagier ein Stück in ihre Richtung, so dass er ihren Atem auf seiner empfindlichen Haut spüren konnte, ehe er sie aus seinen hellen Augen praktisch anfunkelte, amüsiert über die Tatsache, dass sie genau das Glücksspiel ausgewählt hatte, welches ihm am meisten am Herzen lag. "Oh Sylvana, du reizendes Wesen, du hast ja keine Vorstellung, wie sehr mich diese Wahl erfreut." Sein Grinsen hatte einen diabolischen, fast schon teuflischen Zug bekommen, während er vorsichtig seine freie Hand hob und ihr anschließend eine lose Haarsträhne mit den Fingern hinter das Ohr schub, dabei natürlich darauf achtend, auch ja so viel von ihrer schön gebräunten Haut wie möglich zu streifen, in der Hoffnung seiner Berührung würde eine Gänsehaut folgen. "Von allen Spielen hier musstest du natürlich Poker aussuchen und mir damit noch einmal eine besondere Freude bereiten, es sei dir gedankt, denn damit versüßt du mir diesen lästigen Geburtstag ganz ungemein." Hups, war ihm da etwa der Grund für sein plötzliches Auftauchen bei der Fernandez entflohen? Nun, momentan war der Dragonslayer zu motiviert und begeistert um sich näher um diesen Umstand zu kümmern, wollte er doch viel lieber endlich an den Tisch treten und ein wenig Geld verdienen. Mit den einzigen Unterschied natürlich, dass heute nicht er die Karten in der Hand hielt, sondern seine wunderbare und ach so lernwillige Begleitung.
Kurz wanderten seine hellen Augen über die anwesenden Tische, doch Sylvana schien sich ihren schon ausgesucht zu haben und der Valentine wollte sie nicht schon gleich zu Anfang verunsichern, in dem er ihr diese Wahl schlecht redete. Stattdessen schritt er ihr wie ein artiges Hündchen hinterher und betrachtete mit aufmerksamen Augen jede ihrer Bewegungen. Bisher hielt sie sich gut und machte einen selbstsicheren Eindruck, was er in gewisser Weise und den Umständen entsprechend fast schon bewunderte. Er beugte sich erneut von hinten zu ihr vor, so das sein Kinn direkt über ihrer Schulter schwebte, während sie gemeinsam den Tisch beobachteten. "Gute Wahl und jetzt bloß keine Panik bekommen. Wir geben der Dealerin ein Zeichen, dass du einsteigst und dann schauen wir uns erst einmal die Karten an, die du ausgeteilt bekommst." Die Absicht hinter dieser Aussage war klar, er würde die Fernandez blind ins Spiel schicken und ihr von Hinten einige Erklärungen geben. Immerhin befanden sie sich noch an einem der niedrigeren Tische und selbst wenn sie völlig versagte würde sie nicht so viel von seinem Geld verspielen können. Gesagt getan und da hatte Ciel der uniformierten Frau auch schon einen Wink mit seiner Hand gegeben, welche keine Fragen stellte, sondern offensichtlich schon über den neuen Spielumstand informiert worden war. Sie zeigte sich jedenfalls nicht sonderlich überrascht, dass Sylvana an Stelle des Dragonslayers Platz nahm und dieser sich stattdessen sehr nah hinter ihr positionierte, die anderen Spieler im Auge behaltend. Jetzt galt es nur noch abzuwarten, was für Karten sie ausgeteilt bekommen würden und dann würde das Spiel endlich beginnen. Ciel konnte es kaum erwarten und er war mehr als entschlossen, seine reizende Gildenkameradin nicht nur zum Sieg zu führen, sondern sie nebenbei auch noch mit dem ein oder anderen Drink zu versorgen, ein bisschen Spaß musste immerhin sein. Wo man gerade von Spaß sprach, ließ sich der Blauhaarige nicht lange bitten und hatte dann auch schon ein Glas Champagner von einem nahen Kellner abgegriffen, welches er neben Sylvanas Hand abstellte. "Auf ein gutes Spiel.", frohlockte er, aus seiner guten Laune kein großes Geheimnis machend.

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Sa 1 Nov 2014 - 20:40

Von jeher war Sylvana eine Person gewesen, die für Wissen jeglicher Art offen gewesen ist und für Dinge, die sie besonders interessierten, einen besonders rapiden Lernverlauf zeigte. Bei eben jenen Dinge prägten sich wichtige Informationen schneller ein, als man es vielleicht als gewöhnlich bezeichnen mochte.  Man mochte von natürlicher Begabung oder ähnlichen Ausdrücken reden. Vielleicht war da ein wenig dran, denn was Sylvana am Tisch zeigte, schien in eben jene Richtung zu gehen. Anfänglich noch innerlich recht unsicher, was das Setzen der Chips galt, ließ sie sich nach außen hin da zumindest kein bisschen von ihrer Unsicherheit anmerken. 100 Prozent Selbstvertrauen bei voller Ahnungslosigkeit, wie es so schön hieß. Runde für Runde gewann sie aber an Erfahrungen, die ihre Ahnungslosigkeit doch zumindest in dem Maße verkleinerte, dass sie mehr und mehr aus eigenem Gefühl heraus handelte. Wo sie länger am überlegen war, führte Ciel sie ein wenig, wie ein geschickter Marionettenspieler. Hin und wieder mal ein Erfolgserlebnis, als alle Spielchips, die auf dem Tisch lagen, durch ein Siegerblatt zu ihr wanderten und jede Menge Alkohol, den sie in der Masse gar nicht wahrnahm, wie sie ihn trank. Immer wieder ein kleines Schlückchen hier, ein kleines Schlückchen da – da summierte sich mit der Zeit schon etwas zusammen. Kein Wunder also, dass sie die größeren Misserfolge mit kleinen Gewinnen irgendwie neutralisierte und eigentlich nicht so recht bemerkte, dass die Chips aus ihrem Koffer so langsam knapp worden, je länger sie spielte. Anscheinend ging es nicht nur ihr dabei so, denn Ciel motivierte sie weiterzuspielen. Auch er schien bereits zu viele Gläser geleert zu haben, was der Stimmung bei weitem nicht negativ zu Buche schlug. Ganz im Gegenteil, in Sylvanas Augen hatte sie einen Spaß, den sie schon lange nicht mehr erlebt hatte. Ihr Körper kribbelte, als hätte jemand ein Stromkabel an sie angeschlossen, während sie die Nähe zum Valentine sichtlich genoss. Irgendwann, als sie eine Runde gewonnen hatte und zumindest den Koffer mit einer Hand voller Spielchips wieder füllen konnte, winkte die Dragonslayerin sich Ciel zu sich runter. „Ich brauche eine kleine Pause, müsste mich ein wenig frisch machen.“ Mit einer flinken Handbewegung schloss sie den Koffer und drückte ihn dem Dragonslayer in die Hand. Ein leicht kokettes Lächeln auf ihren Lippen gelegt, schaute sie ihm in die Augen, beugte sich dann zu seinem Ohr, ließ ihren Atem seine Ohrmuschel umspielen. „Pass solange auf den Koffer auf. Ich brauche nicht lange.“
Kaum hatte das letzte Wort ihre Lippen verlassen, huschte sie an Ciel vorbei in Richtung der Toiletten. So ganz wusste Sylvana nicht, wohin sich dieser Abend noch entwickeln sollte. Schon seit einiger Zeit huschten immer wieder die ein oder andere Vorstellung durch ihr Köpfchen, die sich meistens um eine Wiederholung des Kusses, den sie bei der Wohnungssuche damals geteilt hatten. Und noch einiges mehr, was sich aus Gründen des Jugendschutzes doch nur sehr kurzzeitig in ihrem Kopf abgespielt hatte. Eins war der Dragonslayerin aber durchaus bewusst: Diese Vorstellungen missfielen ihr bei weitem nicht. Für einen kurzen Moment schloss Sylvana die Augen, ging tief in sich. Hatte sie sich in Vergangenheit nicht hin und wieder dabei ertappt, wie sie sich in Gedanken genau eine solche Situation vorgestellt hatte? Einfach in seinen Armen zu liegen und sich ihm hinzugeben? Seufzend strich sich Sylvana eine Strähne aus dem Gesicht, schaute ihrem Spiegelbild vor sich entgegen. Warum denn eigentlich nicht? Ging es nicht an diesem Abend nur darum Spaß zu haben? Ein Grinsen schlich sich auf ihre Lippen, als sie sich innerlich auch dazu entschied, das Spiel auf dieser Ebene fortzusetzen. Was hatte sie denn schon großartig zu verlieren?

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BeitragThema: Re: Casino "Goldrush"   Mo 24 Nov 2014 - 19:47

Ciel hatte getrunken, war stark angeheitert und zudem von einem Rausch der reinen Euphorie durchströmt, als er immer wieder die Hände auf der Rückenlehne seiner reizenden Partnerin abstützte und sich vorbeugte, um ihr sanft Kommandos in das Ohr zu flüstern und ihr hier und da auf ihrem Weg durch das Spiel zu begleiten. Sie war nicht besonders gut in dem was sie da tat, eigentlich konnte man sie sogar fast schon als schlecht bezeichnen (zumindest, wenn man nach den Maßstäben des Valentines ging) und dennoch hatte er einen solchen Spaß, ihr bei ihrer Aktivität zu zuschauen, dass er gar nicht bemerkte, wie die Chips aus beiden Koffern immer weniger wurden und Sylvanas gelegentliche Gewinne nicht viel halfen, als es daran ging, den Verlust auch nur annähernd auszugleichen. Wäre er nüchtern gewesen, so hätte ihn dieser Umstand vielleicht alarmiert oder wenigstens in einen Geisteszustand versetzt, wo er klug genug gewesen wäre, der Dame ihre Machtposition abzunehmen und wenigstens das Spiel am Pokertisch für diesen Abend zu beenden. So jedoch setzte er sein gesamtes Vertrauen in das ihm hoffentlich erhabene Glück und seine anleitenden Fähigkeiten, weshalb er von einem fast schon siegessicheren Gefühl erfüllt war, als Sylvana sich für den Moment entschuldigte und den blauhaarigen Dragonslayern am Tisch zurück ließ. Sein Blick hing für einen Augenblick in der Luft, an der Stelle wo die Fernandez sich noch wenige Sekunden zuvor gestanden hatte und seine Gedanken wanderten fast schon automatisch zu dem Kuss, welchen die beiden Magier wenige Tage zuvor geteilt hatten. Wie lange war das nun her? Wie viele Stunden, Minuten und Sekunden?
Ciels vernebelter Geist war nicht ganz imstande die nötige Rechnung zu bewerkstelligen und so haderte er für einen Augenblick mit seinen Gedanken, ehe er das Ganze aufgab und stattdessen nach seinem Bourbon griff und sich noch einen kräftigen Schluck des hochprozentigen Alkohols gönnte. Dieser Abend hatte sich mittlerweile zu dem eindeutig besten Geburtstag seines bisherigen Lebens entwickelt und er bereute es keine einzige Sekunde, die Person eingeladen zu haben, die ihm momentan auf fast schon skurrile Art und Weise am nähesten von allen Menschen in seinem Bekanntenkreis stand. Nicht so nah, dass er sie als eine Freundin bezeichnen würde, aber immer noch nah genug, als das er die gewaltige Zufriedenheit nicht bekämpfen konnte, die ihn erfüllte, wenn er sein Metall auf ihrer Haut glänzen sah. Fast schon magisch wurden seine Augen immer wieder zu dem Anhänger auf ihrem Brustbein gezogen und allein der Gedanke an eben jenes Schmuckstück ließ den Dragonslayer seine ohnehin bemessene Geduld verlieren. Er löste den Griff um seinen Koffer und näherte sich dann mit raschen Schritten der Damentoilette, ungeachtet möglicher Konsequenzen und ohne auch nur einen einzigen Gedanken an sein verbliebenes Geld zu verschwenden. Sylvana brauchte ihm zu lange, er war betrunken und wurde unzufrieden, dass wusste er zu verhindern!
Ohne dem entsetzten Blick einer vorübergehenden Frau wirklich Beachtung zu schenken stieß der Valentine die Tür zum Waschraum der Damen auf und fand das Objekt seiner Begierde vor dem Spiegel, welchem er sich dann auch schon mit einigen Schritten zielsicher näherte. Seine Hände stützte sich auf auf das Waschbecken neben ihre eigenen, dann legte er sein Kinn auf ihre Schulter und betrachtete sie durch den Spiegeln, in welchen sie beide schauten. “Du hast zu lange gebraucht, ich bin ungeduldig geworden.”, stellte er schlicht fest und ließ seine Augen zunächst über ihr Gesicht und dann ihren Hals hinunter auf ihr Brustbein wandern. Da hing der hübsche Anhänger und entlockte Ciels Kehle ein Geräusch, dass ein bisschen wie das Schnurren einer zufriedenen Katze klingen musste. Seine Nase wanderte zu der Stelle hinter ihrem Ohr und er atmete tief ein, in dem offensichtlichen Versuch ihren Geruch erneut in der Nase zu haben. Mittlerweile hatte dieser etwas schon fast vertrautes und weckte in dem Dragonslayer unweigerlich das Verlangen, seine hübsche Begleitung erneut zu küssen. Er entschied sich, stattdessen eine Frage zu stellen. “Warum bist du heute mitgekommen?” Warum er sie mitgenommen hatte, war mittlerweile schließlich kein Geheimnis mehr, nur diese Frage schien immer noch über ihnen in der Luft zu schweben.

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