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 Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai

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Valerie
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BeitragThema: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:03

Apartment 04
Heim der Valerie Sakai


Das Heim der Valerie Sakai befindet sich im vierten Stock eines Gebäudes, welches im Zentrum von Hosenka Town liegt. Erklimmt man die Stufen bis hinauf zu der Altbauwohnung, so muss man bis in die oberste Etage steigen und findet sich anschließend vor einer großen Holztür wieder, an welcher die goldenen Lettern 04 angebracht sind. Betätigt man die Klingel und wird anschließend eingelassen, so befindet man sich direkt im Wohnzimmer der Wohnung, welches mit dunklem Holzboden ausgelegt ist und nur am Sofa von einem weißen Flauscheteppich verziert wird. Das Mobiliar ist hell gehalten und aus jeder Ecke scheint man hier und da von einem paar Glas- oder Knopfaugen betrachtet zu werden, sind doch alle Zimmer nur so von Kuscheltieren und Puppen überhäuft. Neben dem Wohnzimmer findet man angrenzend auch die Küche, welche ebenfalls in hellen Möbeln gehalten ist und über recht altmodische Gerätschaften verfügt. Durch eine weitere Tür im Wohnzimmer gelangt man in das Badezimmer und eine Wendeltreppe führt einen vom ersten Raum in die Schlafgemächer der Sakai. Dieser Raum wird von einem großen Doppelbett dominiert, während man hier außerdem einen Schrank und die Tür zum zweiten Badezimmer findet. Generell ist darauf zu achten, wo man sich in der Wohnung hinsetzt und welche Kuscheltiere man genauer unter die Lupe nimmt, läuft man doch immer in die Gefahr, aus versehen auf das einzig echte Tier im Haushalt zu treffen, Valeries Frettchen Ellie.


Zuletzt von Valerie am Sa 25 Okt 2014 - 0:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Valerie
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:04

Es war Mittag und Valerie hatte es sich mit einer ganz bestimmten Absicht an ihrem Schreibtisch gemütlich gemacht. Vor ihr, auf dem weißen Holz, lagen einige Bögen Papier, während daneben in säuberlicher Reihenfolge Kugelschreiber aufgereiht waren, nur darauf wartend, endlich die Worte aufzuschreiben, welche der Sakai nun schon seit einigen Tagen durch den Kopf wanderten und sie ruhelos machten. Kurz hob die Dunkelhaarige den Kopf und warf einen Blick aus dem Fenster, die Teetasse in ihren Händen fest umschlossen und dabei die geschäftigen Straßen Hosenka Towns beobachtend. Es hatte seine Vorteile im Zentrum der Stadt zu wohnen und zudem auch noch einen Altbau zu beziehen, boten die riesigen Fenster doch den idealen Ausblick auf das Geschehen und sorgten außerdem dafür, dass ihre Wohnung immer angenehm mit Licht durchflutet war. Ein Schmunzeln legte sich auf das Gesicht der Sakai, dann stellte sie ihre Tasse zur Seite und griff nach einem schwarzen Kulli, welchen sie kurz darauf auf das Papier aufsetzte.

Kabuto Kyofu,
es ist schon eine Weile her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben.
Ich denke du erinnerst dich noch an die Woche, die du hier bei mir in Hosenka Town als Strafe deines unverzeihlichen Fehlers verbracht hast?
Nun, mit diesem Brief fordere ich dich dazu auf, eben jenes zu wiederholen, ist deine Schuld doch noch lange nicht vergessen oder gar verziehen.
Tatsächlich wage ich es sogar zu bezweifeln, dass du deinen Namen so leicht wieder reinwaschen können wirst.
Du darfst dies hier also als eine Einladung in mein bescheidendes Heim ansehen und dir gleichzeitig bewusst sein, dass ich mit Einladung selbstverständlich Befehl meine und wir uns sicher in dem Punkt einig sind, dass Befehle unter allen Umständen ausgeführt werden müssen.
Ich erwarte dich in genau drei Tagen hier in Hosenka und in dem Falle, dass du nicht erscheinen solltest, kannst du dir sicherlich denken, dass unsere nächste Begegnung mehr als unerfreulich wird.
Herzlichst,
Valerie Sakai

Ein zufriedener Gesichtsausdruck hatte sich auf die Züge des Mädchens geschlichen, als sie noch einmal die obsidian farbigen Augen über die engen Buchstaben wandern ließ und anschließend mit ihren zarten Fingern nach dem Papier griff, um es zu falten und in einem Briefumschlag zu verstauen. Schließlich wollte sie doch, dass ihre Botschaft sicher in Magnolia ankam und auch gelesen wurde. Nun möge sich der unbeteiligte Beobachter wohl fragen, warum die Sakai gerade jetzt auf die Idee kam, Kabuto nach mehreren Monaten wieder in ihr Zuhause einzuladen. Die Antwort darauf war relativ einfach zu finden, handelte es sich doch dabei um eine bloße Laune des Mädchens und keinerlei lang überlegte Strategie. Sie hatte den grünhaarigen Fairy Tail Magier schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen und es wäre sicher interessant, ihn mal wieder zu treffen. Schließlich hatte sich über die letzten Monate so einiges verändert und bei seinem letzten Besuch hatte die Finsternismagierin wohl oder übel feststellen müssen, dass der Kyofu eine durchaus angenehme Gesellschaft sein konnte, weshalb sie ihn, wenn sie es auch noch so ungerne zugab, gerne um sich herum hatte. Außerdem würde er ihr so viel Arbeit abnehmen und vielleicht würde sie dann auch endlich wieder einmal etwas anständiges zu Essen bekommen. Es war immerhin sehr praktisch jemanden im Haus zu haben, der tatsächlich kochen konnte und nicht nur von Instantgerichten lebte. Nicht, dass diese in irgendeiner Weise eklig wären, doch nach gewisser Zeit konnte auch Valerie nicht leugnen, dass sie gerne mal wieder etwas Frisches zu Essen hätte und da sie mit ihrer noch immer vorhandenen Angst vor Klingen und Messern leider nicht in der Lage war selbst zu kochen, bot sich die Anwesenheit des Käfermagiers da durchaus an. Wer würde schon eine solche Gelegenheit ablehnen, wenn sie sich einem praktisch auf dem Silbertablett servierte? Achja, das Leben war schön, vor allem wenn man den Namen Valerie Sakai trug.

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Kabuto
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:05

Wie üblich, völlig ahnungslos und ohne etwas Böses zu erwarten, tippselte Kabuto auf seiner Atari herum, während er aus der Wohnung seines Onkels hinaus zum Briefkasten ging, um die Post zu holen. Wer es noch nicht gesehen hatte, denn dürfte der Anblick durchaus beeindrucken: Mit einer Hand öffnete, leerte und schloss er die Box, die die Postboten zuvor gefüllt hatte, während die Konsole auf seiner anderen lag und sein rechter Daumen mit einer Geschwindigkeit, dass er fast schon verschwomm, und einer Wendigkeit, die dem Rest seines Körpers nicht innewohnte, zwischen dem Steuerkreuz auf der linken und den Knöpfen auf der rechten Seite hin und her huschte, einen Abstand überwand, der eigentlich viel zu groß für diesen Finger sein sollte, und das mit so einer Gelassenheit und ohne jede Anstrengung... Kabuto war eindeutig jemand, der zu viel Zeit mit seinen Videospielen verbrachte.
Halbwegs konzentriert ging der Junge also wieder zurück nach oben und legte die Briefe auf den Tisch, spielte noch kurz das Level durch und legte dann die Konsole zur Seite, um zu sehen, was so alles gekommen war. Für ihn selbst gab es zwar nie etwas, aber seine Familie hatte es gerne, wenn sie nach Empfänger geordnet waren, wobei Rechnungen grundsätzlich an Anihiro gingen und Coupons an Fuyuri. Etwas überrascht stellte er fest, dass auf einem der Umschläge doch tatsächlich sein Name stand; wie seltsam. Wer hatte den wohl geschickt? Valerie Sakai...
Valerie Sakai!
Augenblicklich stand der Junge kerzengerade da und der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Oh ja, er wusste, wer das war... wie sollte er das je vergessen? Was hatte er getan? Er hatte in letzter Zeit doch nichts gemacht, um sie zu ärgern... er war in letzter Zeit aus einem gewissen Grund des Öfteren in Hosenka Town gewesen, aber dabei konnte er ihr doch unmöglich auf die Zehen getreten sein! Hastig riss er den Brief auf und holte ihn hervor, las ihn sich durch, einmal, zweimal. Beim dritten hatte er es dann endgültig realisiert. Es ging also noch immer um die Schuld von damals, die er begleichen sollte. Eine ganze Woche hatte er für sie den Sklaven gespielt, das musste doch reichen! Das hatte er sich jedenfalls selbst immer gesagt, aber das nagende Gefühl, dass er noch mehr zu tun hatte, bevor alles wieder gut war, war in ihm immer geblieben, und offenbar sah Valerie das genauso. Deswegen zögerte er nicht lange, sondern akzeptierte ihre Forderung als selbstverständlich. Besonders ihre Formulierung zeigte Wirkung, denn der Gedanke, einem Befehl von ihr nicht zu gehorchen, kam dem Jungen überhaupt nicht. Da stand etwas von drei Tagen, dem Poststempel nach würde das also morgen sein... Gut. Er würde da sein. Musste nur ihr Haus wiederfinden...

Auf dem Weg dorthin dachte der Kyofu über den Inhalt des Briefes nach; meinte sie nur heute, oder wollte sie tatsächlich, dass er noch einmal eine ganze Woche ableistete? Wenn es Letzteres wäre, würde das Ganze für ihn wohl etwas unangenehm werden, immerhin befand er sich in der Heimatstadt seiner Freundin und konnte sie nicht sehen kommen, weil sie sicherlich den Duft eines fremden Mädchens an ihm wittern würde. Konnte allerdings auch sein, dass sie auf einer Quest oder Ähnlichem unterwegs war, was bedeuten würde, dass sie nicht herausfand, was er machte... nie hätte Kabuto gedacht, dass er je etwas tun würde, dass er vor Kohana verbergen musste, aber er betrog sie ja nicht. Es sah bloß komisch aus...
Den Weg zum Haus seiner Herrin fand der Grünschopf überraschend schnell, weswegen er schon früh da war... und zwar wirklich früh. Um die Sakai auf keinen Fall warten zu lassen, hatte er heute schnell seine Aufgaben erledigt und hatte schon vor dem ersten Sonnenstrahl im Zug gesessen, und entsprechend stand er vor ihrer Tür zu einer Zeit, zu der halb Hosenka Town noch schlief – vermutlich sogar weit mehr als die Hälfte. Stand da und klingelte an ihrer Tür. „H-hallo, Valerie!“, würde er sagen, wenn sie aufmachte, und: „D-du hast keine Zeit genannt, a-also... i-ich hoffe, ich bin n-nicht zu spät?“

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Valerie
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:07

Valerie hatte vom Zuckerland geträumt. Sie war durch Felder voller Zuckerwatte, vorbei an Bonbonbäumen und zum Schokoladenpalast gewandert und hatte niemals etwas schöneres erlebt. Sie wollte nicht aufwachen, sondern nur noch durch dieses wohlriechende Paradies laufen und sich an seiner Pracht und seiner atemberaubenden Schönheit erfreuen. Leider hatte sie diese Rechnung jedoch ohne Kabuto Kyofu gemacht, denn dieser riss die Finsternismagierin mit dem plötzlichen Klingeln nicht nur aus ihren wundervollen Träumen, sondern auch noch aus der warmen Zärtlichkeit ihres Bettes, als das Mädchen sich gezwungen sah, ihren Besuch kurzerhand in Empfang zu nehmen. Doch eines nach dem anderen, denn erst einmal blinzelte die Dunkelhaarige nur verstört und warf desorientiert einen Blick aus dem Fenster, hinter welchem man gerade erst die Sonne aufgehen sehen konnte. Wer nahm sich denn die Frechheit und wagte es, um diese Uhrzeit Eintritt in das heilige Reich der Valerie Sakai zu verlangen? Konnte man denn nicht wenigstens warten, bis die Sonne aufging, ehe man den Schönheitsschlaf einer Zuckerprinzessin störte? Mit einem mehr als missmutigen Gesichtsausdruck raffte sich das Mädchen auf, griff kurzerhand nach ihrem Bademantel, welcher mit einem Harken an der Tür aufgehangen war und stülpte sich diese über, ehe sie die Wendeltreppe in den Wohnbereich des Apartments hinunter taumelte. Insgeheim vermutete sie, dass es wieder die Verrückte aus der Wohnung unter ihr war, welche sich zu dieser unmöglichen Zeit vermutlich einen Salzstreuer oder ähnlich Triviales ausleihen wollte, und da konnte sie sich schöneres vorstellen, als lediglich in kurzer Hose und weitem Top bekleidet die Tür zu öffnen. Hätte sie gewusst, wer genau sich tatsächlich hinter der hübschen Holztür befand, hätte sie sich wohl die Mühe gemacht, richtige Klamotten anzuziehen und nicht nur mit einem Bademantel die Tür geöffnet. So jedoch kam ihr nicht mal der Gedanke, dass es sich bei dem Besucher um Kabuto handeln könnte und dementsprechend überrascht viel auch ihre Reaktion aus, als das Schloss schließlich mit einem leisen Klicken aufsprang und sie sich dem Grünhaarigen gegenüber fand. Sie ließ den Jungen reden, war viel zu geschockt und musste erst einmal verdauen, wen genau sie da gerade entdeckt hatte. "Kabuto...was...?", mehr schaffte es nicht über ihre Lippen, während sie da stand, den Bademantel nur auf Halbmast hängend und nicht sicher, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte. Wie verhielt man sich, wenn einem vergleichbares passierte? Normalerweise war die Sakai ein Mensch, der unangenehme Situationen nur schlecht überspielen konnte und gerade die Tatsache, wie sie momentan gekleidet war, sorgte dafür, dass sie schlagartig begann, sich unwohl zu fühlen. Hitze schoss ihren Nacken empor, als sie bemerkte, was für ein Bild sie bieten musste, mit ungekämmten Haaren, ungewaschen und diesen verfluchten Salzstreuer in den Händen, welchen sie vorsorglich aus der Küche geholt hatte. Kurz überlegte die Sakai, ob sie nicht einfach die Tür in seinem Gesicht zuschlagen sollte, dann entschied sie sich dagegen und biss hart auf ihre Unterlippe, ehe sie sich umdrehte und auf die Wendeltreppe zulief. "Mach Frühstück!", zischte sie noch peinlich berührt, dann war sie auch schon die metallenen Stufen hochgesprintet, auf den Weg in ihr Zimmer, immer ihren Schrank mit der rettenden Kleidung vor Augen. Was für ein selten dämlicher Moment.
Als Valerie sich schließlich ihre Kleidung in form einer bequemen, dunklen Jeans und eines längeren Strickpullovers herausgesucht hatte, verschwand sie im Badezimmer, welches angrenzend an ihrem Schlafzimmer lag und als sie dort ihre morgendliche Routine hinter sich gebracht hatte, musste sie bemerken, dass Ellie nicht an ihrem gewohnten Platz zu finden war. Normalerweise schlief das Frettchen immer auf einem großen Kissen in einer Ecke des Schlafzimmers, doch heute war der beige farbene Stoff unberührt und das braune Tier nirgendswo in Sicht. Ob sie sich wohl Sorgen machen musste...? Ach nein, eigentlich war Ellie doch ein furchtbar liebes Tier und würde niemandem etwas zu leide tun. Gut, einmal hatte sie die Anwesenheit von Valeries Schwester Haruka nicht wirklich gut aufgenommen, doch das war sicher eine Ausnahme gewesen und nichts, was man von nun an regelmäßig zu erwarten hatte. Durch diesen Gedanken beruhigt lächelte die Sakai zufrieden, ehe sie sich mit einer Bürste in den Händen auf den Weg zur Küche machte, wo sie hoffentlich Kabuto, im Idealfall ohne Ellie vorfinden würde.

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Kabuto
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:08

Kabuto hatte sich wirklich nichts Böses dabei gedacht, um diese Zeit bei ihr aufgetaucht war, im Gegenteil: Er wollte Valerie einfach absolut nicht warten lassen. Wenn er sie warten ließ, würde sie sauer werden, und das würde er so oder so nicht wollen – mit den Folgen, die er erwartete, wenn sie wütend war, wurde ihre Zufriedenheit noch umso wichtiger. Der Gedankengang dahinter wurde allerdings noch einmal überdacht, als sie deutlich schläfrig und irgendwie geschockt wirkte, während sie auf zwei Seiten der gleichen Tür standen. Die Stimmung war irgendwie komisch, und einen Moment lang fürchtete der Grünschopf, dass sie sauer werden konnte, aber diese Schwingungen ließen recht schnell nach und nicht mehr als eine Gänsehaut bei ihm zurück. Dann biss sich das Mädchen auf die Lippe – wieso das denn? – und ließ ihn endlich herein, mit der Bitte, oder eher der Aufforderung, er solle ihr Frühstück machen. Er konnte nur ein überraschtes „Aber... d-deine Lippe...“ hinterher stammeln, ehe sie auch schon verschwunden war. Nun gut... dann würde er Frühstück machen.
Schon beim Betreten ihrer Wohnung – wobei er sorgsam die Tür hinter sich schloss – fühlte Kabuto sich etwas komisch, aber erst, als er sich umsah, fiel ihm auf, wieso. Waren hier letztes Mal schon so viele Puppen gewesen...? Von überrall starrten ihn Augen an, schienen ihn zu verfolgen, zu begutachten... Und bewegte sich da hinten nicht etwas? Mit an Sicherheit grenzender Überzeugung wirbelte Kabuto herum; da war doch etwas durch die Wohnung gehuscht, nicht? Er hatte es doch aus dem Augenwinkel heraus gesehen... „Ganz ruhig... ganz ruhig...“, sprach der Junge leise zu sich selbst und atmete tief durch. „Die Puppen machen dich unruhig, das ist alles...“

Die Küche war angenehmer. Er fühlte sich zwar noch immer etwas unwohl, und er hatte das stechende Gefühl, dass er Valerie aus dem Bett geholt haben könnte, aber hier konnte der Grünschopf immerhin relativ unbehelligt arbeiten. Valerie hatte einen recht vollen Kühlschrank, aber der Kyofu war sich nicht sicher, wie viel sie essen würde... und was sie am liebsten mochte. Also würde er es einfach so machen, wie er es zuhause jeden Morgen tat: Ein paar belegte Brötchen zubereiten, Tomaten aufschneiden, würzen und mit etwas Schnittlauch garnieren, eine Portion Rührei aus zwei Eiern zubereiten – er entschied sich dann doch, drei zu nehmen, falls Valerie besonders großen Hunger haben sollte – und ein wenig Speck anbraten. Das Ganze musste dann nur noch schön angerichtet und, der Optik zuliebe, um ein liebevoll platziertes Blatt Basilikum bereichert werden, und dann war es fertig... oder? Der Kyofu betrachtete sein Werk und überlegte; irgendwie kam es ihm vor, als würde etwas fehlen. Wenn es darum ging, anderen etwas Gutes zu tun, war der Junge recht perfektionistisch, aber er kam einfach nicht darauf, was noch fehlen könnte... und dann geschah es.
Ein Geräusch hinter ihm ließ Kabuto aufschrecken und herumfahren, doch er konnte nichts sehen... oder war das da ein kleiner Schatten, der am Türrahmen vorbeizog? Ja, nein? Hatte er etwas gehört, etwas gesehen, oder hatte ihm sein Verstand einen Streich gespielt? „V-V-Valerie...?“, meinte er vorsichtig, am ganzen Körper leicht zitternd, doch es kam keine Antwort. Kabuto schluckte kurz, dann schloss er die Augen und atmete noch ein paar Mal durch, um sich wieder zu beruhigen. Vermutlich war er heute einfach besonders schreckhaft, weil er besorgt war um Valerie, um Kohana und natürlich aufgewühlt wegen der ganzen Puppen in dieser Wohnung. Hier war nicht irgendein Wesen, das durch die Gegend huschte und nur darauf wartete, sich in seinem Hals zu verbeißen... bestimmt nicht...
Unsicher nahm er das Tablett auf, auf dem das Essen für eine Person stand. Wenn noch etwas fehlen sollte, dann konnte er das ja später noch holen, jetzt gerade waren seine Nerven vermutlich ohnehin zu angespannt, um wirklich auf einen hilfreichen Gedanken zu kommen. Aber... wo lag nochmal das Esszimmer? Wollte Valerie überhaupt im Esszimmer essen? Müde, wie sie zu sein schien, hatte sie vielleicht auf ein Frühstück im Bett gehofft... Am besten fragte er sie. Aber natürlich konnte er nicht einfach durch die gesamte Wohnung brüllen, das wäre sehr unhöflich. Eben war sie die Treppe hoch gegangen... ja, guter Gedanke. Er würde ihr einfach nach oben folgen und sie persönlich fragen!

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Valerie
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:15

Es war nicht schwer zu erahnen, was genau Kabuto in ihrer Küche tat, denn er war ganz ohne Zweifel tatsächlich mit der Zubereitung des Frühstücks beschäftigt, wie sie an dem angenehmen Geruch innerhalb der Wohnung feststellen konnte. Es war selten, dass im Hause Sakai tatsächlich gekocht wurde, hatte Valerie doch auch in all den Jahren noch immer nicht ihre Angst vor Klingen überwinden können und daher große Probleme, Essen frisch und lecker zuzubereiten. Stattdessen gab es bei ihr meist Instantgerichte, welche sie lediglich mit ihrem magischen Erhitzer einige Minuten aufwärmen musste und anschließend ganz einfach mit einer Gabel oder wahlweise auch ein paar Essstäbchen verspeisen konnte. Das kostete wenig Zeit und ersparte der Sakai außerdem das nervliche Auf und Ab, welches sie immer genau dann ereilte, wenn man ihr ein Küchenmesser oder einen anderen spitzen Gegenstand in die Hände gab. Allerdings gab es in seltenen Fällen auch Augenblicke wie diesen, in denen sie Besuch hatte und jemand anderes die Arbeit des Kochens übernahm. Einmal hatte zum Beispiel Emaru mit ihr gekocht und auch wenn das Essen alles andere als perfekt geworden war (eigentlich hatte es sogar ziemlich schrecklich geschmeckt, da sie es irgendwie geschafft hatten, das gesamte Gericht furchtbar zu versalzen), so hatten sie dennoch eine Menge Spaß dabei gehabt und sich anschließend sogar gezwungen davon zu probieren. Leider war das Ganze dann dennoch recht ungenießbar gewesen, was darauf hinausgelaufen war, dass sie am Ende doch Instantgerichte zu Abend gegessen hatten. In diesem Fall sah das Ganze jedoch anders aus, denn Kabuto konnte kochen, wie Valerie ein weiteres mal feststellen musste, als sie die Treppe herunter kam. Als der Grühaarige das letzte Mal für eine Woche bei ihr gelebt hatte, war ihr bereits aufgefallen, dass der Junge Talent hatte, was das Mischen verschiedenster Zutaten und Lebensmittel anging und auch diesmal sah sie sich in ihrer Theorie bestätigt. "Wolltest du mir das nach oben bringen? Wie lieb von dir.", meinte sie, diesmal sogar so aufmerksam, dass sie bemerkte, dass hinter seiner Handlung nichts Böses stecken konnte. Immerhin hatte er das Essen mitgebracht und war nicht einfach so die Treppe hinauf in ihr heiliges Reich gekommen. Denn das war etwas, was die Finsternismagierin Menschen nur selten verzieh, stellte ihr Schlafzimmer doch den Tempel und heiligen Ort ihrer Wohnung dar. Den durfte niemand betreten, schon gar nicht ohne ihre Erlaubnis. Nun, ganz abgesehen von Ellie vielleicht, aber die war ohnehin ein Ausnahmefall. Wo sich dieses Frettchen wohl schon wieder herumtrieb?
"Wir sollten hier essen.", meinte Valerie schließlich und deutete auf den dunklen Holzesstisch, welcher ganz in der Nähe der Wendeltreppe seinen Platz fand. Er war von vier gleichfarbigen Stühlen umgeben und die Magierin deutete ihrem Gast an, das Tablett auf der Tischplatte abzustellen und anschließend ebenfalls Platz zu nehmen. Sie war vielleicht gelegentlich sehr herrisch, aber ein Unmensch war sie nicht und sie würde den Grünhaarigen mit Sicherheit nicht einfach stehen lassen, während sie das Essen verspeiste, welches er ihr zuvor zubereitet hatte. Außerdem hatte er vielleicht selber noch nicht gefrühstückt und gerade weil er ihr so viel gekocht hatte, würde sie ganz einfach mit ihm teilen, wo er sich doch schon die Arbeit gemacht hatte.
"Du kannst übrigens mit essen, alleine bekomme ich das ohnehin nicht aufgegessen. Hol dir einfach noch Besteck aus der Küche und wir essen gemeinsam.", meinte sie, ein wunderbar freundliches und liebes Lächeln auf den Lippen, während ihre obsidian farbigen Augen die Puppen und Kuscheltiere entlang huschten, auf der Suche nach ihrem echten Haustier. Wenn sich Ellie hier irgendwo versteckt hatte und Kabuto...nein, daran wollte sie nicht einmal denken. Sie mochte zu einem früheren Zeitpunkt noch so sauer auf den Käfermagier gewesen sein, ihr Zorn hatte sich längst gelegt und sie wollte ganz sicher nicht, dass er sich ihretwegen verletzte. Denn Valerie wusste, dass Ellie ganz schrecklich scharfe Zähnchen und Krallen hatte, welche unter Umständen durchaus Schmerzen zufügen konnten, wenn sie auf empfindliche Haut trafen.

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Kabuto
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:17

Während der Käfermagier gerade die Treppe nach oben nehmen wollte, kam von dort auch schon seine Gastgeberin herunter, um sich zum Essen zu begeben. Und das Essen war ja auch schon da... soweit sah das alles ganz gut aus. „Eh... j-ja“, antwortete er auf ihre Frage und lächelte leicht. „I-ich war mir nicht si-sicher, wo du essen willst... t-tut mir leid.“ Nicht, dass sie ihm einen Vorwurf gemacht hätte...
In einem respektvollen Abstand von etwa drei Schritten folgte Kabuto der Sakai, bis sie am Tisch waren, was aber nicht lange dauerte. Dann stellte er das Tablett hin wie geheißen und als sie ihm dann noch zeigte, er solle sich setzen, folgte er, wenn auch sehr unsicher, auch dieser Aufforderung. Er wusste nicht, ob es wirklich okay war, das zu tun, vielleicht testete sie ihn auch nur, aber andererseits wäre es doch schlimmer, einer Aufforderung von ihr nicht nachzukommen, als sich zu ihr an den Tisch zu setzen, und er hatte sie nicht gerade als grausamen Menschen kennengelernt, also würde das schon keine Falle sein. So setzte er sich ihr also gegenüber und blickte, da sie sich ja gegenüber saßen, die junge Herrin an. Obwohl, soweit er wusste, war sie sogar älter als er. Ein junger Sklave für eine junge Herrin, das passte doch. Und für besagten jungen Sklaven folgte, was folgen musste: Ein nächster Befehl. Dieser war allerdings alles andere als unangenehm: „I-i-ich... ich soll... ich da-darf mit dir e-essen? E-ehrlich?“ Die Augen des Kyofu weiteten sich, während er Valerie ansah. Tante Fuyuri und ihre Tochter Hinamori wollten ihn beim Essen nicht haben, er musste aus dem Haus sein, wenn sie aufwachten, und das Frühstück musste bereitstehen. Zu glauben, dass ausgerechnet das Mädchen, für das er offiziell als Sklave arbeitete, ihn nicht nur als anwesend duldete und bei sich sitzen ließ, sondern ihm sogar gestattete, sich an ihrem Mahl zu bedienen... „I-in Ordnung! Ich ho-hole mir s-sofort Besteck! Vielen Dank, Valerie!“ Mit diesen Worten sprang er richtig vom Stuhl, rutschte auf dem Weg in die Küche auf dem Teppichboden aus, landete mit dem Gesicht voran darauf und rappelte sich wieder hoch, um weiter zu laufen. Er war wirklich hungrig!

Der Weg an den Puppen vorbei war viel weniger gruselig, wenn Valerie im gleichen Zimmer war. Kabuto fühlte sich viel sicherer, wenn er mit ihnen nicht alleine war, ganz besonders, wenn ihre Besitzerin da war. Das war zwar irrational, aber die Angst vor ihnen war ja genauso, also wunderte er sich nicht weiter darüber, sondern verschwand in der Küche, um sich das Besteck zu schnappen. Soweit verlief alles noch ganz gut, doch als er sich gerade umdrehte, um den Raum zu verlassen, huschte wieder ein Schatten an der Tür vorbei! „E-eh...?“, fragte er vorsichtig in den Raum hinein, und auch, wenn die Frage nicht ganz richtig artikuliert war, sollte man doch merken können, dass er gerade unsicher war. Der Grünschopf schluckte; da war wirklich irgendetwas! Er bildete sich das sicher nicht nur ein! Langsam, vorsichtig schritt er zur Tür, blickte um die Ecke heraus auf die Seite, zu der der Schatten verschwunden war... und hörte etwas in der entgegengesetzten Richtung. Er wirbelte herum, stieß sich dabei seine rechte Hand am Türrahmen, doch das merkte er kaum. Was war hier los? Irgendetwas stimmte doch nicht! Irgendetwas war hier in Valeries Wohnung... Der Verstand des Jungen war angespannt und zerrüttet vor Angst vor dem Unbekannten, das hier bedrohlich durch die Gegend zog. Er zitterte unkontrolliert, hatte er doch nicht erwartet, in Valeries Wohnung auf etwas zu treffen, dass sich um ihn herum in den Schatten verdrückte und ihm offenbar nach dem Leben trachtete! Dann spürte er, wie das kleine Wesen, das an ihm vorbeihuschte, leicht sein Bein berührte...
„Kyyaaah!"
Wenn dieser Schrei keine Nachbarn geweckt hatte, so hatte er auf jeden Fall das Tierchen so verschreckt, dass es schnell wieder floh, ehe Kabuto es richtig wahrnehmen konnte. Letzterer allerdings sah keinen Fluchtweg und presste sich stattdessen schwer atmend mit dem Rücken an die Wand, während sein gesamter Körper zitterte und die Finger an den Händen an seinen um den schlanken Körper geschlungenen Armen sich in sein Fleisch bohrten. „Lass es weg sein... lass es weg sein...“

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:18

Es verwirrte Valerie, wie glücklich Kabuto über ihr Angebot war und für einen Augenblick konnte sie den grünhaarigen Magier nur verdutzt anblinzeln. War sie bisher immer so unfreundlich und gemein zu ihm gewesen, dass ihn ihr Angebot zum gemeinsamen Essen so überraschte? Natürlich wusste die Sakai, dass sie manchmal recht harsch werden konnte und dennoch hätte sie niemals gedacht, dass man so schlecht von ihr denken würde, nur weil sie ab und zu ihre herrische Seite zeigte und sich durchzusetzen wusste. Sie war nun einmal eine stolze Person, der Ehre und das Verhalten anderer Menschen sehr wichtig waren und für die gewisse moralische Grundsätze sehr hoch im Kurs standen. So erklärte es sich auch, dass weder Noctis noch Kabuto bei unfreiwilligem Körperkontakt glimpflich davongekommen waren, auch wenn es letzterer noch besser getroffen hatte, als der schwarzhaarige Donnermagier, welcher niemals wieder ein nett gemeintes Wort von ihr zu hören bekommen würde. Vorausgesetzt natürlich, dass die beiden sich überhaupt noch einmal begegneten, denn bisher stand auch dies noch in den Sternen. Dennoch schaffte es ein Lächeln auf die fein geschwungenen Lippen der Sakai, als Kabuto sich erfreuter gab, als sie jemals erwartet hätte und kurz blinzelte sie noch hinter dem Jungen her, ehe sie ihre Konzentration wieder auf das fantastische Essen vor ihren Augen richtete. Man konnte sagen was man wollte, Kabuto wusste eindeutig wie man Zutaten richtig zubereitete und aus ihnen nicht nur einen Augenschmaus, sondern auch ein wahres Kunstwerk für die Geschmacksnerven zubereitete. Fast zu schade, um es tatsächlich zu essen, doch der Geruch war so fantastisch, dass die Sakai nicht länger widerstehen konnte und kurzerhand nach der Gabel griff, welche Kabuto neben dem Essen auf das Tablett gelegt hatte. Das metallene Werkzeug glitt vorwärts und kurz darauf hatte sich die Finsternismagierin erfolgreich eine der hübsch geschnittenen Tomaten aufgespießt, um anschließend genüsslich hineinzubeißen. Sie wusste ja, dass sie Gemüse im Kühlschrank hatte (immerhin bestand ihre Mutter auf halbwegs gute Ernährung ihrer Tochter, wo diese sich doch ohnehin ausschließlich von Fertigprodukten ernährte), doch niemals hätte sie erwartet, dass eine einzige der Tomaten so verdammt gut schmecken konnte. Sie musste Kabuto bei Gelegenheit unbedingt fragen, mit was er das Ganze gewürzt hatte, damit sie es bei Gelegenheit nachkochen konnte. Gerade wollte sich die Dunkelhaarige dem Rührei widmen, welches von seinem Teller aus ganz fantastisch duftete, da hörte sie plötzlich einen Schrei und ihre Gabel, welche zuvor noch so sicher in ihrer Hand gelegen hatte, landete mit einem Klirren auf dem Tisch, ehe sie aufsprang und den Stuhl in ihrer eiligen Bewegung mit einem Ruck nach hinten riss. Das Möbelstück landete mit lautem Klappern auf dem Boden, doch Valerie war viel zu besorgt und erschrocken um sich sonderlich um den Lärm zu kümmern. Stattdessen sammelte sie lieber eilig Mana in ihrer rechten Hand und eilte anschließend in Richtung Küche, aus welcher der Ausruf gekommen war. Dort angekommen blieb sie für einen Augenblick vollkommen verblüfft stehen, während das Mana in ihrer Handfläche langsam verebbte und damit auch der Finsternisschleier, welcher sich beschützend auf der hellen Haut gesammelt hatte. Dort stand Kabuto, panisch an die Wand ihrer Küche gedrückt und ganz eindeutig in Verteidigungshaltung, ganz so als würde er jederzeit einen entsetzlichen Angriff befürchten und war dementsprechend dabei um sein Leben zu fürchten. Prüfend glitten die obsidianfarbigen Augen über die Anrichte und den Rest des Raumes, doch nirgendswo konnte das Mädchen eine Bedrohung ausmachen, weshalb sich ihre Stirn in ein irritiertes Stirnrunzeln verzog. "Alles in Ordnung? Du stehst da als hättest du so eben einen Geist gesehen.", meinte die Magierin kritisch und verschränkte anschließend die Arme vor der Brust. "Also dafür, dass du ein Magier bist, kommst du mir allerdings ganz schön ängstlich vor. Komm, jetzt hol endlich das Besteck, damit wir essen können bevor das Frühstück kalt ist. Oder hast du etwa keinen Appetit mehr?" Darauf, dass es da etwas in ihrer Wohnung gab, dass dem Kyofu tatsächlich Angst gemacht haben könnte, kam die Sakai nicht. Stattdessen vermutete sie, dass der Käfermagier ganz einfach entsetzlich paranoid war und irgendwo eine Schreckenserscheinung gesehen hatte. Vielleicht hatte er sich auch lediglich vor seinem Spiegelbild auf dem Kühlschrank erschrocken oder war durch etwas ähnlich Lächerliches in solche Angstzustände geraten. Allerdings schien er tatsächlich panisch Angst zu haben, denn er zitterte wie Espenlaub. Nun, sicher würde ihn ein gutes Frühstück wieder auf die Füße bringen und vielleicht würde sie dann auch aus ihm herauskitzeln können, was genau ihn in solche Angst und Schrecken versetzt hatte.

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:19

Zitternd stand Kabuto an der Wand, als er Schritte hörte. Einen Moment fürchtete er sich davor, dann wurde ihm allerdings klar, dass was auch immer ihn so hinterhältig attackiert hatte nie Schritte hatte hören lassen, es war eher still und leise durch die Gegend gehuscht... kam dort etwa Valerie zu seiner Rettung? Ja, sie war es! Ihre Nähe war sehr erleichternd – allein zu sein verstärkte Furcht nur, es war also immer besser, jemanden bei sich zu haben, den man kannte und dem man vertraute. Valerie konnte etwas herrisch sein, aber sie würde ihm nie etwas antun, das er nicht verdient hatte – wenngleich ein Tritt an gewisse Stelle wirklich eine grenzwertig harte Strafe war, aber diese Aktion hatte der Kyofu irgendwie noch nie in Frage gestellt – und ihm sicher auch helfen, wenn er Probleme bekommen sollte. Sie war nämlich eigentlich ein wirklich liebes Mädchen. Und im Gegensatz zu ihm schien sie gar keine Angst zu haben, im Gegenteil... Sie machte ihm sogar noch Vorwürfe, weil er so ängstlich war. „A-a-aber... d-da... da war... e-e-es hat... m-m... b-berü-rührt...“ So richtig bekam er seine Worte nicht zusammen, ebenso wenig wie vollständige Sätze. Dafür war er noch viel zu aufgeregt. Ihm wurde aber schon bei diesen wenigen Worten klar, dass er nicht besonders überzeugend wirkte, also atmete er ein paar Mal kurz durch und blickte das Mädchen dann schuldbewusst an. „E-entschuldige... Das... k-kommt nicht wieder v-vor... A-also ja, lass uns e-essen.“ Er senkte auch langsam seine Arme, wobei er bemerkte, dass er es tatsächlich irgendwie geschafft hatte, das Besteck nicht fallen zu lassen... Immerhin eine Sache, die er richtig gemacht hatte. Valerie hätte es sicher nicht gemocht, wenn ihre Messern und Gabeln auf ihrem Boden lagen... Aber das war ein Schicksal, das er erfolgreich hatte abwenden können! Und jetzt durfte er selbst etwas Richtiges essen! Heute war ein toller Tag...

Nachdem der Grünschopf seiner Herrin ins Wohnzimmer gefolgt war, stellte er schnell ihren Stuhl wieder auf, der irgendwie umgekippt war, und zog ihn leicht hervor, sodass sie sich gut darauf niederlassen konnte, ehe er den Tisch umrundete und wieder ihr gegenüber Platz nahm. Es war immer noch schwer zu glauben, dass er sich einfach so bedienen durfte, aber als er zögerlich seine Gabel nach einem Stück Tomate ausstreckte und noch einmal Bestätigung suchend zu ihr blickte, ehe er sie wirklich aufspießte, schien sie nichts dagegen zu haben. Langsam führte er das rote Gemüse – oder Obst, Kabuto hatte gehört, dass es dazu eine Debatte gab, kannte sich auf dem Gebiet aber nicht aus – zu seinem Mund, schob es hinein, kaute darauf herum, genoss für einen Moment den Geschmack und schluckte es herunter, dann blickte er wieder Valerie an. Sie schien wirklich nichts dagegen zu haben...
Nach diesem zögerlichen Versuch verlor der Kyofu ein Stück weit seine Sorge und gönnte sich ein wenig mehr – er aß nicht viel, weil er Valerie nichts wegnehmen wollte, aber er schaffte es dabei inzwischen, nicht mehr mit Blicken nach Erlaubnis zu haschen für jede Kleinigkeit. So ging es eine kurze Weile weiter, bis die beiden fertig zu sein schienen und Kabuto wieder aufstand, um das Geschirr aufzusammeln. Er würde es in die Küche bringen und den Abwasch machen, wie es sich gehörte. Nachdem die Magierin sogar so gnädig gewesen war, ihn an ihrer Nahrung teilhaben zu lassen, war es ihm gleich noch etwas wichtiger, sie restlos zufrieden zu stellen. Ehe er den Raum verließ, richtete der Grünschopf sich aber noch einmal an sie. „Ah... Valerie...“, meinte er mit einem unsicheren Lächeln. „W-weißt du schon, wa-was du h-heute machen willst? M-muss ich... irgendetwas vorbereiten?“ Irgendwelche Pläne würde sie doch bestimmt haben...

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Valerie
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:20

Für einen Augenblick lauschte Valerie Kabutos recht wirrem Gestotter und ihre rechte Augenbraue zog sich ein ganzes Stück weit nach oben, während sie den grünhaarigen Magier beinahe besorgt musterte. Ob wohl etwas mit seiner mentalen Gesundheit nicht stimmte? Vielleicht litt er ja unter Wahnvorstellungen und benötigte dringend Hilfe, was es vermutlich gefährlich machte sich in seiner unmittelbaren Nähe aufzuhalten. Allerdings war er ihr bisher immer recht verlässlich vorgekommen, weshalb sie beschloss dieses Mal über seine Angst hinwegzusehen und stattdessen mit einem leisen Seufzer zurück in das angrenzende Wohnzimmer trottete, wo noch immer ihr köstliches Frühstück auf sie wartete.
Mit einem zufriedenen Lächeln ließ sich die Dunkelhaarige wieder auf ihrem Stuhl fallen und griff anschließend nach einer scheibe Brot, die Kabuto sehr ordentlich mit ihrem Lieblingskäse belegt hatte. Genussvoll biss sie hinein und beobachtete anschließend, wie ihr Gast vor ihr Platz nahm und sich ebenfalls etwas zu essen nahm. Erstaunlich, wie der zuvor so turbulente und nervenaufreibende Morgen doch noch eine angenehme und schöne Wendung gefunden hatte und sich die Finsternismagierin nun schon wieder auf den Rest des Tages freuen konnte, denn sie hatte sich etwas ganz besonderes für ihren Besuch ausgedacht. Wenn Kabuto schon den langen Weg von Magnolia nach Hosenka Town auf sich genommen hatte, dann würde sie ihm auch zeigen, was dieser zu bieten hatte. Dem Kyofu schienen ähnliche Gedanken gekommen zu sein, denn er zögerte nicht weiter sie nach der Tagesplanung zu fragen, welche Valerie mit einem spitzbübischen Gesichtsausdruck zum Besten gab. "Schön, das du fragst, denn ich habe mir etwas ganz besonders tolles ausgedacht. Wir werden auf die Kirmes gehen, ist das nicht eine tolle Idee? Hosenka Town veranstaltet in der Stadt immer sehr schöne Feste und da würde sich das doch durchaus anbieten, oder was meinst du?", nicht dass sie irgendeine Form des Protestes von ihm erwartete oder gar akzeptieren würde. Wenn Valerie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann war es sehr schwer sie von ihrem Willen wieder abzubringen. Außerdem wollte sie ganz unbedingt mit dem Riesenrad fahren und da würde sich der Grünhaarige noch sonst so gegen sträuben können, es würde ihm rein gar nichts bringen, denn sie plante fest ihn ebenfalls in eine der Gondeln zu zerren.
Noch einmal streckte Valerie sich auf ihrem Stuhl, ließ den Kopf über die Lehne hängen und damit ihr langes Haar bis fast auf den Boden fallen, ehe sie nach einer kurzen Betrachtung der auf dem Kopf stehenden Welt schließlich auf die Füße sprang und Kabuto in die Küche folgte. Er war ihr Gast und auch wenn er seine Strafe in ihren Augen noch immer nicht abgearbeitet hatte, so konnte sie ihm beim Geschirrspülen wenigstens Gesellschaft leisten. Denn Helfen kam absolut nicht in Frage, war die Sakai sich doch sicher, dass er die Tomaten mit einem Messer aufgeschnitten hatte und mit diesem Wissen wollte sie nicht unbedingt mit ihren nackten Händen im Spülwasser herum patschen. Schnittverletzungen waren kein unbedingt gern gesehener Gast im Hause Sakai und würden es wohl auch nie sein.
Mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen war sie schon beinahe an der Küche angekommen, da kam ihr der Gedanke, dass sie ihre Jacke oben im Schlafzimmer vergessen hatte und diese am Besten noch holen sollte, bevor sie sich auf den Weg machten. "Ich gehe eben schnell meine Jacke holen, Kabuto-chan.", rief sie in Richtung Küche und war dann auch schon mit einigen Schritten die Treppe zu ihrem Schlafzimmer hoch gelaufen. Ellie hatte sie dabei vollkommen vergessen...

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:20

Valerie wollte mit ihm auf die Kirmes gehen? Kabutos Gesicht nahm eine leicht rötliche Färbung an. Das klang irgendwie gar nicht nach etwas, für das man einen Sklaven benötigte. Es hatte nichts mit Unterdrückung dienen, es wirkte viel mehr, als wären zwei Leute einfach unterwegs, um Spaß zu haben. Es war mehr etwas, das Freunde machten, nicht wahr? Ein Junge und ein Mädchen, allein und unbeaufsichtigt auf einer Festivität... ja, entweder Freundschaft oder... ein Date?! Aber... Kabuto konnte nicht auf ein Date gehen! Er hatte eine Freundin! Wieso sollte Valerie ihm gegenüber überhaupt solche Gefühle entwickeln? Das... nein, das konnte nicht sein! „G-ganz ruhig... E-ein tolles Mädchen w-wie Valerie würde doch niemals mit mir ausgehen. D-das ist rein f-freundschaftlich, ganz sicher. A-also gibt es k-keinen Grund, nicht mitzugehen... r-richtig? Außer... außerdem machen solche Feste viel Spaß! U-und zu zweit viel mehr! V-vermutlich will sie mich nur deswegen mitnehmen... j-ja! Das erklärt alles!“ Natürlich! Er war einfach nur eine einfach zu erreichende Begleitung, deswegen hatte sie sich gedacht, sie könnte ihn mitnehmen, um etwas mehr Spaß zu haben als allein. Es war alles völlig in Ordnung!
„A-aber ja. Die Kirmes klingt toll!“, meinte Kabuto also nach ein paar Sekunden des schweigenden und panischen Nachdenkens mit enthusiastischer Stimme und nickte hastig. Er würde sich sicher nicht so sehr freuen, hätte er gewusst, dass Valerie ihn in ein Riesenrad bekommen wollte – sicher wäre kaum jemand überrascht, zu erfahren, dass der Käfermagier zu allem Überfluss auch noch Angst vor hohen Höhen hatte. Seine Sammlung an halbrationalen Phobien wäre ohne eine zumindest leichte Akrophobie nicht vollständig gewesen. Aber die würde schon noch ihren Auftritt bekommen. Später. Wenn es amüsanter war, sie kennenzulernen...

Als nächstes kam das, was auf jedes Essen folgte: Das Abräumen des Tisches und das Spülen von Tellern und Besteck. Keine große Herausforderung, wenn man mit beidem ein wenig Übung hatte, und davon hatte Kabuto einiges. Es ging relativ schnell und Valerie war so lieb, die Zeit mit ihm zu verbringen – sie war wirklich ein nettes Mädchen. Dass sie Angst hatte, sich zu schneiden, dachte der Grünschopf überhaupt nicht, die Idee könnte ihm nicht ferner liegen. Dass sie ihm nicht half, war nur natürlich – er war der Sklave, er machte die Arbeit. Ihr kleines Geheimnis war vor ihm also sicher. Und das war auch besser so – man konnte nicht ausschließen, dass der Kyofu sehr viel Mitleid entwickelte, wenn er wusste, dass Valerie aus einer Angst heraus unfähig war, etwas zu tun; damit kannte er sich aus. Und wenn dieses Mitleid erst einmal da war, konnte man nicht ausschließen, dass er umso häufiger hier auftauchte, um ihr beim Kochen und abwaschen zu helfen. Er hatte einfach ein viel zu gutes Herz...
Bald war er fertig, und nicht lang danach wollten sie sich auf den Weg machen. Valerie ging nur kurz weg, um ihre Jacke zu holen, und Kabuto summte zufrieden vor sich hin. „Kirmes, Kirmes“, säuselte er melodisch in seiner kindlichen Vorfreude... als er plötzlich etwas hörte. Die Bewegung kleiner Pfoten auf dem Holzboden... Schnell wirbelte er herum und sah es kommen...
„Kyaaaa!“ Der Schrei zog sich durch die gesamte Wohnung, dann ertönte plötzlich ein dumpfes Geräusch, als Kabuto, der von dem ominösen Wesen angesprungen wurde, auf seinen Rücken fiel – nicht, weil es so schwer wäre, sondern einfach, weil er aus Angst hatte zurückweichen wollen und das Gleichgewicht verlor. Seine Augen hatte er vor Furcht zusammengekniffen und lag nun mit einer vermutlich leicht irritierten Ellie auf seiner Brust da. „E-es ist wieder da! Es ist wieder da!“, rief er verängstigt und öffnete vorsichtig ein Auge, um zu sehen, was ihn da attackierte. „Es ist... Es ist... eine... Ratte...?“ Langsam verschwand die Furcht aus seinem Gesicht und die Röte kehrte zurück. Davor hatte er solche Angst gehabt? Das war ja lächerlich... Er richtete vorsichtig seinen Oberkörper auf und betrachtete das Tierchen näher. „O-oh, es ist ein Frettchen...“, meinte er peinlich berührt und blickte Ellie an. „E-entschuldige, Mister Frettchen, i-ich hoffe, ich habe d-dich nicht erschreckt...?“ … ja, genau. Er hatte das Frettchen erschreckt...

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:21

Mit einem fröhlichen Grinsen stolzierte Valerie in ihr Zimmer und griff anschließend nach dem schwarzen Stoffparker, welchen sie am Abend zuvor über die Lehne eines Stuhles geworfen hatte. Es würde sicher ein lustiger Tag werden, ein Besuch auf der Kirmes war immer spaßig und auch wenn die Sakai es nur äußerst ungern zugab, so war Kabuto doch in jedem Fall nicht die allerschlechteste Gesellschaft. Eigentlich machte es sogar Spaß mit ihm, denn durch seinen seltsamen Charakter brachte er sich immer wieder in durchaus komische Situationen. Nun, wenn man von dem kleinen Zwischenfall von ihrem Trainingskampf einmal absah, aber der war mittlerweile schon so lange her, dass die Dunkelhaarige nur noch selten an ihn dachte und das Ganze auch eher als Vorwand benutzt hatte, um den grünhaarigen Käfermagier in ihr Haus zu locken? Warum das Ganze, wo sie doch eigentlich genügend Leute kannte um sich anderweitig zu beschäftigen? Nun, wenn Valerie ganz ehrlich zu sich selbst war, dann musste sie zugeben, dass sie im Grunde ein recht einsamer Mensch war. Natürlich hatte sie Menschen, die sie wirklich liebgewonnen hatte und die ihr am Herzen lagen, doch sowohl Emaru als auch Sinikka hatten beide meist wenig Zeit, wobei ersterer sehr oft auf Quests für seine eigene Gilde unterwegs war und letztere immer wieder vom Fernweh gepackt wurde und sich kurzerhand in die Wildnis schlug, um ein wenig das Land zu erkunden. Dabei ließen sie die junge Finsternismagierin zurück und auch wenn sie es nur ungern zugab, so gab es dennoch Momente, in denen sie sich ein wenig verlassen fühlte. Natürlich hatte sie ihre Gilde und sie liebte es, am Abend mit einem guten Buch in einem der weichen Ledersessel zu versinken und ein wenig den leisen Gesprächen zu lauschen und dennoch konnten sie nicht mit der Gesellschaft eines Emaru Dargin oder einer Sinikka Schmied konkurieren. Daher hatte sie auch Kabuto zu sich gebeten (oder auch befohlen), in der Hoffnung er würde sie mit seinem Besuch vielleicht wieder auf andere Gedanken bringen. Immerhin war der Grünhaarige ein netter Kerl, wenn auch ein wenig zurückhalten und er konnte sicher ein ganz ausgezeichneter Gesprächspar-....
Valerie wurde abrupt aus ihren Gedanken gerissen, als ein hoher Schrei durch ihre geliebten vier Wände hallte und in einem Reflex ergriff die Sakai ihre Jacke und stürmte dann so schnell sie konnte die Treppe hinunter. In ihrer Eile wäre sie beinahe ausgerutscht, konnte sich jedoch im nächsten Augenblick gerade noch ihr Gleichgewicht wiedererlangen und krallte sich kurz am Geländer fest, ehe sie mit einigen Schritten und erhöhter Atmung in die Küche stolperte, wo sie mit einem seltsamen Bild gegrüßt wurde. Es dauerte nicht lange, um eins und eins zusammen zu zählen und sich ungefähr ausmalen zu können, was genau wenige Sekunden zuvor passiert war.
"Ellie, hast du den armen Kabuto-chan etwa erschreckt? Das tut man doch nicht.", tadelte die junge Magierin, ehe sie kurzerhand mit den Armen nach ihrem Haustier fingerte und es dann auch schon in einer beherzten Geste an sich gedrückt hatte. Achja, wie sie das Tierchen doch liebte und das nicht nur, weil es ein Geschenk von ihrem besten Freund gewesen war. Nein, Ellie überzeugte auch durch ihren ganz wundervollen Charakter an welchem sich die Sakai regelmäßig erfreuen konnte. "Tut mir leid, ich hätte dich vorwarnen sollen. Ellie kann manchmal ein wenig biestig zu Menschen sein, die sie nicht kennt.", meinte Valerie schließlich fröhlich und falls es ihr tatsächlich leid tat, so konnte man diese Gefühle jedenfalls nicht von ihrem lächelnden Gesichtsausdruck ablesen. Alles in allem konnte man ihren Gemütszustand eher als amüsiert-zufrieden deuten.
"Sie hat dich nicht gekratzt oder gebissen? Nichts, was man verarzten müsste?", fragte sie schließlich und ließ ihre violetten Augen kurz in einer prüfenden Geste über sein Gesicht wandern. Er sah okay aus, soweit sie das beurteilen konnte. "Nah dann ist doch alles wunderbar und wir können uns direkt auf den Weg zur Kirmes machen. Ich möchte möglichst früh da sein und mir einen kandierten Apfel kaufen.", meinte sie schließlich, drückte Ellie noch ein Küsschen auf den pelzigen Kopf, ehe sie das Tier vorsichtig auf dem Boden absetzte und kurz darauf zusah, wie es einem Blitz nicht unähnlich zwischen den Puppen und Kuscheltieren verschwand. Valerie kicherte, was hatte sie da nur für einen klugen und niedlichen Mitbewohner.

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 0:21

Eine peinliche Situation, in der sich der Junge da befand... aber immerhin war es nichts Gefährliches, das sich gerade auf ihm tümmelte. Stattdessen war es ein unschuldiges kleines Tier, vor dem ihn Valerie relativ leicht retten konnte, um es dann zu knuddeln. Aufstehen musste er zwar allein, aber trotzdem wurde klar, dass die Sakai sich um ihn kümmerte – ach, sie war ein guter Mensch, wirklich. „N-nein, keine Sorge... es geht mir gut“, meinte er peinlich berührt und sah der verschwindenden Ellie hinterher. Mister Frettchen war also ein Weibchen... „Sie... sie i-ist ein braves Tier, i-i-ich habe bloß ü-überreagiert“, meinte er und nickte hastig. Nicht, dass Ellie noch seinetwegen Ärger bekam. Nicht, dass es so aussah, als würde sie welchen bekommen... vermutlich hätte sie ihm auch das Gesicht zerfetzen können und wäre damit ungestraft davongekommen. Aber das war ja zum Glück nicht passiert!
„Also... dann... dann wollen wir mal, ja?“, fragte Kabuto unsicher, öffnete aber trotzdem die Tür für Valerie. Wieso war er eigentlich unsicher? Sie hatte ziemlich deutlich gesagt, dass sie vorhatte zu gehen. Trotzdem fühlte es sich so falsch an, hier das Ruder zu übernehmen... Innerlich seufzte Kabuto. Dass er auch immer so unterwürfig sein musste. Naja... vielleicht würde er sich besser fühlen, wenn er ihr einen kandierten Apfel kaufte...

tbc: Jahrmarkt in Hosenka

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 12:07

A new Off:

Sinikka begann den Tag ruhig und lies sich alle Zeit der Welt für die morgendliche Wäsche. Es gab keinen Grund zur Eile und das Mädchen sah keinen Grund das zu ignorieren. Ordentlich wusch sie sich, kämmte sich ihr überaus langes Haar und zog sich dann ein dunkles Hemd und eine dunkle Hose an. Nicht sehr lange danach verließ sie ihre trauten vier Wände und folgte den Biegungen der Straßen, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Sie wusste ganz genau, wo sie hinwollte, da sie sich am heutigen Tage mit Valerie verabredet hatte. Treffen wollten sie sich bei der süßen Magierin Zuhause, wo Sinikka die Magierin mit den obsidianfarbenen Haaren abholen will. Die Beiden wollten zusammen etwas Essen gehen und die Knightmagierin hatte schon eine Idee wo, falls die Finsternismagierin damit einverstanden wäre. Sie kannte ein bezaubernd gutes Restaurant und nahm an, dass es Valerie ebenfalls gefallen dürfte. Gut gelaunt ging die junge Frau ein paar Stufen hinauf, bis sie vor der Tür mit den Nummern 0 und 4 stand. Vorsichtig klopfte sie an und wartete darauf, dass ihre Freundin ihr aufmachte. Sinikka freute sich schon und sie hoffte, dass es Valerie genauso ging. Sie war noch sehr schlicht angezogen und überlegte, was sie heute tragen sollte. Aber zum Glück konnte sie sich dank ihrer Magie jederzeit umentscheiden. Vielleicht würde sie auch einfach bei diesem schlichten Hemd bleiben. Die junge Frau war überaus gespannt, was ihre Freundin wohl tragen würde, immerhin wusste die noch nicht was für ein Restaurant Sinikka ihr zeigen wollte. Und sie hatte ein Geschenk für Valerie! Ein bisschen aufgeregt war sie. Ob ihre Freundin schon fertig war? Sie hatten keinen Grund zu hetzen. Falls nicht, würde sie sich einfach ins Wohnzimmer setzen und in aller seelenruhe warten, bis das Mädchen fertig wäre. Sinikka überlegte sowieso Valerie nach ihrer Meinung für die Wahl des heutigen Outfits zu fragen. Sie hatte auchnoch einen schwarzen Kimono und einen schwarzen Rock in der engeren Auswahl, neben dem dunklen Hemd. Irgendwie faszinierte sie das schlichte Hemd aber momentan.
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 12:23

Valerie erwachte mit den ersten Sonnenstrahlen, die in all ihrer leuchtenden Stärke durch den Schutz ihrer Vorhänge in ihr Schlafzimmer drangen und die Sakai für einen Augenblick schlaftrunken in Richtung Decke blinzeln ließen, ehe sie sich mühevoll aufrichtete und versuchte zu erinnern, was sie am heutigen Tage geplant hatte. Nach dem Abenteuer im Kristallschloss hatte sich die Sakai eine kleine Auszeit von Quests genommen und genoss das Leben, so lange das Geld ohne Arbeit eben reichen würde und bisher war sie mit den reduzierten Jeweln erstaunlich gut ausgekommen. Einige Wochen einfach mal nichts tun, nah wenn das nicht herrlich klang und gerade Valerie hatte mit einigen Quellenbesuchen alles daran gesetzt, diese Zeit so gut wie möglich zu nutzen und etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun. Und heute, da hattte sie besonders schöne Pläne, denn Sinikka würde vorbeikommen und die beiden Mädchen endlich mal wieder etwas miteinander unternehmen. Zum essen hatten sich die beiden Magierinnen verabredet, weshalb die junge Finsternismagierin auch mit einem mal fröhlich aus den Federn hüpfte und in Richtung Badezimmer eilte, um erst einmal in aller Ruhe zu duschen und sich auf das Treffen vorzubereiten. Das letzte mal, dass sie ihre gute Freundin gesehen hatte war bei ihrem gemeinsamen Abenteuer im Kristallschloss gewesen und gerade jetzt war es eine schöne Sache, endlich wieder ein bisschen Alltag in den zuvor so aufwühlenden Tagesablauf zu bringen und etwas zu tun, dem ein wenig Normalität inne ruhte.
Daher war sie auch um so glücklicher, als sie sich mit feuchten Haaren schließlich in ihren Bademantel gehüllt hatte und dann auch schon das Klopfen an der Tür hörte, welches Sinikkas Ankunft verkündete und eilig die enge Wendelteppe ihres Schlafzimmers hinuntereilte, um so schnell wie möglich zur Tür zu gelangen und ihre Freundin in Empfang zu nehmen. "Nika-chan, wie schön das du da bist.", flötete sie glücklich und war der Dunkelhaarigen dann auch schon um den Hals gefallen, um sie einmal in eine enge Umarmung zu ziehen. "Komm doch rein.", lud sie dann ein, nachdem sie sich wieder von der Größeren gelöst hatte und einen Schritt zur Seite getreten war, um Platz für Knight Magierin zu machen. "Möchtest du etwas trinken? Ich kann gerne einen Tee kochen." Ein fröhliches Grinsen umspielte ihre Lippen, während sie mit nackten Füßen über das Paket huschte und dabei unauffällig ausschau nach Ellie hielt, hatte sich das Frettchen bisher doch überraschenderweise überhaupt nicht bemerkbar gemacht, wie es sonst seine Art war, sobald Valerie Besuch bekam. "Wie du siehst bin ich noch lange nicht so weit wie du, würde es dir etwas ausmachen mir gleich bei der Kleiderwahl zu helfen? Ich habe leider überhaupt keine Vorstellung was ich anziehen soll. Wo gehen wir überhaupt hin?" Immerhin hatte Sinikka sich um die Organisation des Restaurants gekümmert und Valerie dabei vollkommen im Dunkeln gelassen. Nicht, dass die Finsternismagierin sich daran sonderlich störte, schließlich vertraute sie ihrer Gildenkameradin und hatte daher keinerlei Probleme, ihr blind irgendwohin zu folgen. Sinikka hatte bei ihren Verabredungen immer einen recht guten Geschmack bewiesen und vermutlich schenkte die Sakai ihr deshalb gerade in solchen Entscheidungen ein gewisses Maß an Vertrauen. "Wenn du möchtest, dann können wir nach oben gehen um uns fertig zu machen." Mit einer Handbewegung deutete die Magierin in Richtung Wendeltreppe, ehe sie beinahe kritisch die Stirn runzelte. Ob Sinikka mit ihrer Größe wohl Probleme haben würde, die schmale und enge Wendeltreppe zu erklimmen

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 12:36

Sinikka war ein bisschen überrascht, als eine glückliche Valerie im Bademantel ihr die Tür öffnete. Sie hatte allem Anschein nach Valerie gerade direkt nach dem Duschen erwischt, als sie sich fertig machen wollte. Sinikka lächelte voller Freude und ging etwas in die Hocke, um Valerie zu umarmen. Die junge Frau merkte, wie das süße Mädchen sie umarmte und antwortete: „Ich freue mich dich zu sehen.“ Sie lösten sich wieder voneinander und Valerie bot ihr an einzutreten. „Danke, gerne.“ Sinikka nahm gerne an und betrat das Reich der Lilahaarigen. Ihre Freundin bot ihr ein Getränk an und es ging um ein Getränk, von ihrer Freundin. So ein Angebot konnte man einfach nicht ablehnen. Sinikka würde gerne etwas trinken und darum antwortete sie: „Oh, liebend gerne nehme ich etwas. Ein Tee klingt sehr gut.“ Sie lies sich vom fröhlichen Grinsen des Mädchens anstecken und freute sich auf das Getränk. Ob sie ihr bei der Kleiderwahl helfen könnte? Aber sicher. Sinikka grinste amüsiert und meinte: „Ja, ich kann dir gerne helfen. Eigentlich hatte ich sogar das Gleiche im Sinn und wollte dich um einen Rat fragen, was ich anziehen soll.“ Sie lachte kurz und antwortete dann auf die zweite Frage: „Ich würde dir gerne mein Lieblingsrestaurant zeigen. … Wofür wir in die Hauptstadt müssten. Ich hoffe das macht dir nichts aus?“ Hoffnungsvoll blickte Sinikka Valerie an. Hoffentlich machte es dem Mädchen nichts aus, weil der Knightmagierin jetzt im Nachhinein auffiel, dass sie diese Kleinigkeit eventuell früher schon hätte erwähnen sollen. Sinikka hatte aber nicht wirklich dran gedacht, weil für sie so ein kleiner Ausflug nicht so außergewöhnlich war, wie eventuell für Valerie. „Ich denke es sollte dir auch gefallen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es dir nicht gefallen könnte. Das Essen ist sehr gut und vielfältig dort, im Weltenwanderer.“ Möglicherweise hatte Valerie den Namen schon gehört, aber sicherlich kannte sie das Restaurant nicht so wie Sinikka. Sie konnte sich nur schwer vorstellen, dass ihre Freundin es nicht mögen könnte. Eventuell die Einrichtung, aber das Essen war unwahrscheinlich. Das große Mädchen war zuversichtlich. Und der Weg war auch kein Problem. Sinikka wusste, dass Valerie körperliche Magierin ist und sich eher mit ihrer Magie befasst, aber das Mädchen müsste ja auch nicht laufen. Falls sie laufen würden, könnte Sinikka sie einfach tragen. Es würde einfach keinen Unterschied machen. Oder sie nutzen eine der anderen Möglichkeiten, wie zum Beispiel den Zug, was eventuell um einiges „zivilisierter“ wäre.
Die Schwarzhaarige war ihrer Freundin zu der kleinen Wendeltreppe gefolgt und stieg in den kritisch, prüfenden Blick mit ein. Sie nahm nicht unbedingt an, dass man bei der Konstruktion dieser Treppe an über 2 Meter große Leute gedacht hatte. Aber egal, so fett und groß und riesig war sie nicht! Sie war nur gut gebaut...! Zum Glück hatte sie kein Brett verschluckt und auch keinen Stock zu tief im Hintern, weshalb sie sich einfach ducken konnte und die Treppe etwas schräg hochging. Sinikka war extrem neugierig, was Valerie für Kleidung hatte. Immerhin war Kleidung toll! „Ich bin schon gespannt und neugierig, was du hast.“ Es war nicht schwer zu übersehen, dass das große Mädchen etwas für Kleidung übrig hatte. Sie grinste fröhlich und meinte dann: „Aber ich kann schon sagen, dass ein Kleid eventuell keine gute Wahl ist. Im Allgemeinen kannst du im Weltenwandere nicht viel falsch machen. Sogar ein schlichtes Hemd wie meines wäre vollkommen in Ordnung. Du kannst aber gern auch etwas edleres nehmen und wir suchen dir einen schönen Rock raus, zum Beispiel. Was hast du den so da?“ Immerhin war Valerie nicht Sinikka und hatte unmenschlich viele Kleidungsstücke. Darum sollte die Schwarzhaarige wohl besser ihre Freundin erstmal präsentieren lassen, was sie in ihrem Kleiderschrank hatte. Ob sie mehr als einen Kleiderschrank hatte? Sinikka lies also erst einmal die Lilahaarige zu Wort kommen und überlegte sich dabei, dass die Situation eigentlich perfekt für ihr Geschenk war... Die Situation schrie geradezu danach. Um ihre eigenen Sachen konnten sie sich nach Valeries Sachen Gedanken machen. Dann könnte Sinikka gucken, ob sie etwas im Partnerlook tragen könnten! Außerdem war Kleiderschrank zeigen etwas blöd bei der Knightmagierin, weshalb es ihr eh nur um eine Tendenz gibt, damit sie sich zumindest etwas aufeinander abgestimmt einkleideten. Und wenn es am Ende doch nur um den größtmöglichen, aber passenden, Unterschied ihrer Kleidung ging. Sie war ein bisschen aufgeregt, vor Freude und Neugierde, und weil sie Valerie-chan ordentlich helfen wollte!
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Sa 25 Okt 2014 - 12:37

Valerie war ein Mensch, der viel Wert auf gute Gastfreundschaft legte, weshalb sie grundsätzlich darum bemüht war, ihrem Besuch ein mehr als zuvorkommendes Verhalten entgegen zu bringen. Dementsprechend erfreut war sie natürlich auch, als Sinikka sich nicht mehrmals bitten ließ und das Angebot nach einem Tee ohne weiteres Aufhalten akzeptierte. Mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen stolzierte die Dunkelhaarige in Richtung Küche und schnappte sich einen Teekessel aus einem ihrer Schränke, ehe sie diesen mit Wasser befüllte und auf der heiß werdenden Herdplatte abstellte. Während die Finsternismagierin nun darauf wartete, dass der Topf das pfeifen begann, griff sie sich auch schon zwei Tassen und kleine Beutelchen gefüllt mit schwarzem Tee, ehe sie auch nach Honig und frischer Zitrone suchte, um das bittere Getränk damit ein wenig an Geschmack aufzuwerten. Kaum war das erledigt, hatte sie auch schon das heiße Wasser in die fertigen Tassen gegossen, eine davon Sinikka in die Hand gedrückt und dann nach Honig und Zitrone gegriffen, ehe sie mit einem Geschick voran die Wendeltreppe erklomm, welche von der unteren Etage aus direkt in ihr Schlafzimmer führte. "Du kannst dich gerne auf mein Bett setzen und die Tasse auf dem kleinen Tisch neben dir abstellen." Immerhin hatte sie dort auch schon ihr eigenes Getränk und die Süßungsmittel, welche die Schmied ja nach Bedarf ihrem Getränk beifügen konnte, abgestellt und war nun auch schon begeistert und motiviert auf dem Weg zu ihrem Kleiderschrank. Die Information, dass sie eine solch lange Reise zu ihrem Restaurant aufnehmen würden hatte die Dunkelhaarige zunächst überrascht, dann jedoch mit Neugier gefüllt, den in dem Restaurant von dem Sinikka da sprach war sie noch nie gewesen und gerade Valerie genoss es, regelmäßig neue kulinarische Entdeckungen zu machen.
"Nicht zu schick also, meinst du? Mhhh..." Gerade die Aussage, dass ein Kleid eventuell unpassend sein könnte verunsicherte die Sakai, denn eigentlich war sie es gewohnt, weniger schlichte und eher auffallende und schöne Klamotten zu tragen. Selbst auf Quests ließ es sich die junge Magierin nicht nehmen, ihre Garderobe relativ weiblich zu halten, was in Kampfsituationen des öfteren zu leichten Behinderungen führen konnte. Nun ja, momentan ging sie da nur von einem netten Mittagessen mit ihrer besten Freundin aus, da sollte sie sich vielleicht nicht übermäßig viele Gedanken machen, sondern einfach das tragen, was ihr gefiel und nicht zu edel und elegant wirken würde. Denn overdresst zu sein war niemals unbedingt angenehm, vor allem wenn man als Reaktion darauf von allen Seiten gemustert wurde. "Kein Kleid?" Das Kleiderschrank der Sakai glitt mit einem sanften Rauschen auf und enthüllt eine ganze Sammlung von dunklen Klamotten, welche ordentlich in Reihe und Glied auf einer Stange aufgereit und in dem oberen Regal sauber gefaltet ihren Platz fanden. "Ein Rock wäre sicherlich eine gute Alternative..." Hosen trug sie ohnehin nicht so gerne und auch wenn das Wetter nicht mehr so warm war, so konnte sie sich ja zur not einfach eine Strumpfhose unter das kurze Kleidungsstück ziehen. Ihre schlanken Finger griffen in den Schrank und zogen einen schwarzen Rock hervor, welchen sie geschickt neben Sinikka auf das Bett warf. "Da hätten wir schon einmal den, jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich dazu anziehe. Wie wäre eine Bluse? Ich könnte mir eine Jacke darüber ziehen, damit mir nicht allzu kalt wird." Davon hatte sie immerhin reichlich und das würde trotz der Kombination mit dem Rock hoffentlich nicht zu edel aussehen.
"Du musst übrigens aufpassen, wo du dich hinsetzt, Ellie müsste hier irgendwo herum sträunern und die kann es nicht sonderlich leiden, wenn man ihr das Fell zerzaust." Die Lamia kicherte leise, ehe sie die gesuchte schwarzgraue Bluse fand und diese sich zu ihrem Rock auf dem Bett gesellte. "Jetzt muss ich nur noch eine Strumpfhose finden, mhhhh...oh, kannst du vielleicht meinen Teebeutel aus der Tasse nehmen?" Nicht, dass ihr hübscher Tee gleich von der Konsistenz und vom Koffeingehalt eher einer Tasse schwarzem Kaffee glich.

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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Di 28 Okt 2014 - 5:44

Ihre Vorliebe für Getränke erlaubte es der jungen Valerie ihre Gastfreundschaft voll auszuleben und dem großen Mädchen einen heißen Tee zu kochen. Sinikka konnte sich dafür darüber freuen, dass sie von ihrer Freundin eine Tasse Tee mit Zitrone und Honig. Sie war ein bisschen im Paradies... War der Tag bisher noch nicht schön, jetzt war er es! Sinikka ging mit Valerie die Treppe hinauf, ohne sich zu stoßen und setzte sich, der Einladung folgend, auf das Bett. Die Tasse behielt sie aber vorerst in der Hand und vorsichtig prüfte sie, wie heiß das Wasser noch war. Das Mädchen versüßte sich ihren Tee und beobachtete Valerie, wie sie frohen Gemütes zu ihrem Kleiderschrank ging. Und soooo lang war die Reise auch wieder nicht! Eigentlich... Fand Sinikka... Eigentlich... Aber die junge Frau wusste nicht, wie schlimm es für ihre Freundin aussah, aber sie wäre sich sicher, dass sie neue kulinarische Entdeckungen machen könnte. Das war überaus leicht in dem Restaurant.
Bei den Worten von Valerie horchte sie auf. Nicht zu schick? Sinikka beobachtete nachdenklich wie die Violetthaarige den Schrank öffnete und sagte: „Es wäre sehr auffällig. Wenn du es etwas genauer wissen willst, ich könnte es in etwa so beschreiben: Versuch in einer Menge lauter auffälliger Leute durchschnittlich auffällig zu sein.“ Sinikka stellte ihre Tasse Tee ab und guckte sich neugierig den Inhalt des Schrankes an. „Ja, ein Rock ist eine gute Alternative.“ Sie guckte dem schwarzen Rock nach, welcher neben ihr auf dem Bett landete. Sie nickte zustimmend, auf die Frage der Bluse und meinte mit einem Lächeln: „Eine Bluse? Jetzt bin ich neugierig, wie es aussehen wird!“ Vorsichtig guckte sie sich kurz bei ihrem Sitzplatz um und antwortete dann weiter: „Okay, ich werde aufpassen.“ Ellie. Sinikka würde sicherlich aufpassen, dass das kleine Tier sie nicht anfiel und sie würde ihr auch nicht das Fell zerzausen. Immerhin wollte die Schwarzhaarige das Tier nicht ärgern. Für ein eigenes Haustier hatte die große Frau leider eine zu gefährliche Auswahl an Tieren, die sie sich wünschen würde. Aber vielleicht war es auch besser so, dass die Knightmagierin kein Haustier hatte... Sinikka folgte der Bitte ihrer Freundin und bewahrte den Tee vor einem Dasein als schwarzer Kaffee. Sie legte den Teebeutel vorsichtig zur Seite und stand auf. Jetzt war eigentlich ein recht guter Zeitpunkt für ihr Geschenk. „Ich hab etwas für dich.“ sagte das Mädchen und hielt eine Halskette vor Valerie. „Sie passt zu deinen Haaren und deinen Augen.“ kommentierte Sinikka den Anblick amüsiert. Sie legte die Kette auf ihre Hand und zeigte sie Valerie, während sie sich kurz nach einem Spiegel umguckte. Dann könnte die Violetthaarige sich selbst mit der Kette sehen. Gerade konnte sich Valerie die Kette zumindest so angucken. Die Kette selbst war aus dunklem Metall, welches glatt und gut gearbeitet war. Immerhin sah man diesen Teil des Schmuckstückes auch und es wäre ziemlich doof, wenn der Hauptteil des Halsschmuckes durch eine minderwertige Kette gehalten werden würde. Das eigentliche Stück der Kette war ein schwarzer Stein durchzogen von Violetten Rissen. Es war ein schöner Farbton, der gut zum Obsidianfarbton von Valeries Augen passte und leicht zu schimmern schien. Wenn man ein bisschen guckte konnte man sogar an einer Stelle erkennen, wie die zwei Risse ein V formten. Ein leichtes Violett tauchte auch immer wieder vereinzelt auf der Kette auf, dort aber lediglich farblich und nicht als Riss. „Vielleicht hilft es etwas dabei doch schicker und edler auszusehen.“ meinte Sinikka mit einem Lächeln. Sie war gespannt, ob Valerie das Schmuckstück mochte, immerhin war es kein Allerwelts-Stück.
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Valerie
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Mi 19 Nov 2014 - 11:00

Sinikka ließ sich insgesamt ohne Übertreibung als Valeries beste weibliche Freundin bezeichnen. Die beiden Lamia Magierin kannten sich schon seit einiger Zeit, genauer gesagt seit ihrer schicksalshaften Begegnung in einer der heißen Quellen Hosenkas und hatten seit dem ein mehr als gutes Verhältnis zueinander. Man genoss die Gesellschaft des jeweils anderen, fand Freude an vertrauten Gespräch und nahm öfter etwas miteinander. Gelegentlich ging man auch gemeinsam auf eine Quest oder, wie es erst vor kurzem der Fall gewesen war, reiste gemeinsam zu gefährlichen Orten um die Welt zu retten. Und auch wenn die beiden jungen Magierinnen unglaublich verschieden und in gewisser Hinsicht fast schon gegensätzlich waren, so war es genau dieser Umstand, der ein regelmäßiges Miteinander zu einer angenehmen Freude machte. Sinikka hatte immerhin immer etwas interessantes zu erzählen und war zudem auch eine ausgezeichnete Zuhöherin, die Valerie oft mit großem Verständnis ihr Ohr lieh. Daher hatte sich die Sakai auch so unglaublich gefreut, als sie von der Knightmagierin zum Essen eingeladen worden war und als diese ihr nun so überraschend und plötzlich ein Geschenk machte, musste man die Sterne in den Augen der Finsternismagierin vermutlich leuchten sehen können.
Valerie liebte Geschenke und hütete sie wie einen kostbaren Schatz, immerhin trug sie die Kette, welche sie vor gut zwei Jahren von Emaru geschenkt bekommen hatte, noch immer wohl behütet am Handgelenk und mittlerweile hatte sich der hübsche Talisman schon zu so etwas wie einem Glücksbringer entwickelt. Was hatte die schlanke Kette, geschaffen aus der Magie ihres anderen besten Freundes nicht schon alles überstanden und noch immer glänzte der einzelnde Kristall makellos in jeglichem Licht, die Schönheit und Einzigartigkeit seiner Entstehung verratend.
Entsprechend fasziniert und erfreut reagierte die Lamia daher auch auf die so unerwartete und plötzliche Geste der Schmied, als ihre Augen auf der Kette hängen blieben, welche ihre Freundin aus eine ihrer Taschen gezogen hatte und nun vor ihren Augen baumeln ließ. "Oh wow, die ist wunderschön...", flüsterte sie völlig angetan, während sie das obsidianfarbige Material beliebäugelte. "Woher hast du sie her und womit habe ich dieses Geschenk verdient?" Die Faszination in ihrer Stimme war deutlich zu hören, ebenso wie auch die Freude auf ihrem Gesicht deutlich erkennbar war. Geschenke waren etwas wunderbares, vor allem wenn sie derartig hübsch im Licht glitzerten und die Faszination der Sakai mit einer solchen Kraft erweckten. Mit vorsichtigen Fingern nahm diese das Schmuckstück entgegen, strich mit ihren schlanken Fingern noch einmal über das kühle Material des Gesteins, ehe sie Nika anstrahlte und dieser kurz darauf in einer freudigen Geste um den Hals fiel. "Ich danke dir, ich freue mich wirklich unglaublich über das schöne Geschenk.", zwitscherte sie und drückte die so viel größere Magierin in einer beherzten Geste an sich, ehe sie wieder von ihr abließ und ihr kurz darauf den Rücken zu kehrte. Sie strich ihre Haare mit den Fingern von ihrem Nacken und hielt Sinikka dann die Kette hin, damit diese sie an ihrem Hals befestigen konnte. "Würdest du mir den Verschluss zu machen, wenn ich das mache verheddert die Kette sich nur in meinen Haaren. Denn diese waren mittlerweile derartig lang, dass sie andauernd in irgendwelchem Schmuck oder sonstigen verschlüssen und Ösen hängen blieben, weshalb Valerie es auch eigentlich bevorzugte einen Zopf zu tragen, um die langen Haarsträhnen aus ihrem Gesicht zu verbannen.
Als ihr Geschenk schließlich sicher an ihrem Körper angebracht war, drehte sie sich wieder um und schenkte Nika ein weiteres Lächeln, ehe ihr plötzlich etwas dämmerte. Ein erschrockener Ausdruck überzog das Gesicht der Sakai, ehe sie ihre Freundin fast schon betroffen anstarrte und dann auch ohne große Umschweifen ihre Bedenken äußerte. "Aber Nika-chan, jetzt habe ich doch gar nichts für dich...", meinte sie fast schon schuldbewusst und mit einem zerknirschten Gesichtsausdruck auf den feinen Zügen, während sie darüber nachdachte, wie sie dieses Schlamassel wohl wieder in Ordnung bringen konnte. Sie konnte doch schließlich kein Geschenk annehmen, ohne selber etwas zu verschenken zu haben, oder?

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Amanda
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BeitragThema: Re: Apartment 04 - Heim der Valerie Sakai   Fr 28 Nov 2014 - 13:17

Diese doofen Glitzersterne in Valeries Augen verdeckten das schöne Violett, aber Sinikka hatte es selbst mit ihrem Geschenk zu verschulden. Sinikka mochte die Sterne und sie mochte Valeries Augen. Es war mit Braun zusammen die schönste Augenfarbe. Eigentlich war das große Mädchen ein Fan von Schwarz und Weiß, bei Augen passten diese Zwei jedoch nicht richtig. Doch auch wenn die Magierin beide mochte, waren ihr die Sterne am Himmel lieber. Andersrum wollte sie Valeries Augen ja auch nicht am Himmel sehen, sondern bei der jungen Finsternismagierin. Aber es war sehr sehr sehr schön zu sehen, dass Valerie sich so außerordentlich über die Kette freute und Gefallen an ihr fand. Es tat gut zu sehen, dass sie nichts Falsches ausgesucht hatte. Die Schmied lächelte voller Freude und verfolgte begeistert die Reaktion ihrer Freundin. Ein liebäugelnder Blick beurteilte sie als „wunderschön“ und ein neugieriges Mädchen fragte, woher die Knightmagierin das Schmuckstück hatte. Leider gab es da keine aufregende Schatzsuchererzählung und spannende Abenteuergeschichten zu, darum fiel die Antwort der jungen Frau relativ simpel aus: „Ich habe sie von einem Goldschmied und Juwelier fertigen lassen.“ Sinikka grübelte einen Moment, denn die Antwort auf die zweite Frage war nicht so leicht. „Ich weis es nicht. Hab ich vergessen, ...falls es einen speziellen Grund gab. Mir gefiel die Idee für die Kette.“ antwortete die Dunkelhaarige ihr letztendlich. Valeries freudiges Strahlen hatte die Schmied amüsiert erwidert und dabei viel das Mädchen ihr um den Hals. Sinikka erwiderte die Umarmung ihrer Freundin und meinte: „Freut mich das sie dir gefällt.“ Valerie kehrte ihr einfach den Rücken zu! Und strich sich die Haare vom Nacken, bevor sie Sinikka um Hilfe mit der Kette bat. Sie hatte wirklich langes Haar bekommen. Die Knightmagierin strich ihr sanft mit einer Hand durch die Haare und meinte: „Deine Haare sehen schön aus und ich mag langes Haar.“ Sinikka mochte langes Haar?! Das kam sicherlich sehr überraschend, die deutlich langen Haare der Magierin waren sicherlich kein überzeugender Hinweis darauf. Sie hielt die Enden von ein paar Haaren kurz in der Luft und fragte dann: „Wie magst du dein Haar eigentlich am liebsten?“ Vorsichtig lies sie die Pracht wieder los und griff nach der Kette. Sinikka verschloss achtsam den Verschluss und passte auf, dass keine Haare auch nur den Hauch einer Chance hatten irgendwo hängenzubleiben. Behutsam lies sie die Kette los und rückte das Schmuckstück und die violette Mähne wieder ein klein wenig zurecht. „So, bittesehr.“ sagte sie zufrieden und lächelte.
„Wie sieht es aus?“ fragte die Dunkelhaarige neugierig und ungeduldig, als Valerie sich umdrehte. Gespannt blickte sich Sinikka an, wie die Kette ihrer Freundin stand und bemerkte dabei, wie ihr Ausdruck sich zu einem realisierenden Ausdruck änderte. Was war passiert? Die Schmied war verwundert was los war und hörte überrascht den Bedenken der Violetthaarigen zu. Sie hätte gerne gelacht, aber verkniff es sich und behielt stattdessen einen neutralen, verwunderten Ausdruck bei, während sie Valerie zuhörte und ihre Reaktionen beobachtete. Gerne hätte sie das Mädchen geknuddelt. Sie kniete sich hin und blickte ihrer Freundin in die Augen. Sinikka griff nach der Kette und spielte in der Nähe des Verschluss etwas mit ihr in ihrer Hand, während sie sagte: „Wenn du nichts für mich hast und die Kette nicht möchtest könnte ich sie auch selbst tragen. Dann müsste ich mir doch ein schönes Outfit dafür zusammensuchen... Aber ich bin mir sicher, da lässt sich etwas schönes finden.“ Sie hörte auf mit dem Schmuckstück zu spielen und kraulte Valerie dafür lieber den Nacken. Mit einem freundlichen Lächeln meinte sie: „Dich so erfreut zu sehen war schon eine ziemliche Freude. Und außerdem kann ich über den Anblick auch nicht gerade klagen...“ Sie grinste schelmisch und scherzte: „Mit der Kette siehst du jetzt gleich deutlich schöner aus.“ Die lies die Scherze und zeigte wieder ein gut gelauntes Lächeln. „Du könntest sie ja in mehreren Raten abbezahlen oder so...“ Okay, jetzt hörte sie aber mit den Scherzen auf! Sinikka streichelte ihr die Wange, dass musste sie jetzt als Strafe ertragen! Falls sie eine von den Personen war, die da stark was gegen hatten. „Nein, ich hab sie dir geschenkt und möchte nichts dafür. Es ist ein „Geschenk“ für das ich absolut nichts möchte. Ganz deins. Du kannst sie tragen oder verkaufen oder verschenken oder wegwerfen, was sicherlich schade wäre. Du kannst auch vergessen oder abstreiten, dass du sie von mir hast. Das wäre zwar vermutlich nicht so schön, aber deine Wahl, die du hast und wegen der ich dir nicht böse wäre. Höchstens etwas traurig.“ Grübelnd blickte sie kurz zur Seite, lies Valerie aber auch weiterhin nicht zu Worte kommen und sagte: „Aber falls du mir auch ein Geschenk machen möchtest, vielleicht möchte ich ja gerne eins. Absolut unabhängig von meinem Geschenk natürlich. Du willst mir doch sicher auch ein Geschenk machen, oder?“ Sie blickte Valerie wieder ins Gesicht und sah sich dazu verführt mit ihrem Haar zu spielen. Antworten lies Sinikka das Mädchen natürlich nicht, es war eine rhetorische Frage und die Dunkelhaarige redete direkt weiter: „Awww~ Lass uns doch ein wenig reden und vielleicht fällt dir dabei ganz „zufällig“ etwas ein, was du mir schenken könntest. Vielleicht erwähne ich ja Getränke und dir fällt ein, dass ich die gerne mag und du mir etwas anbieten könntest!“ Sie schielte kurz zu Valeries Nachttisch und meinte: „Mein Tee wird denke ich langsam kalt. Oh und ein Getränk hast du mir damit leider schon angeboten. Fällt die Option wohl weg. Aber wir waren sowieso bei deinen Sachen. Immerhin galt es dir ein schönes Outfit raus zu suchen. Ich liebe Kleidung... Aber deine Sachen dürften mir alle nicht passen und du bräuchtest meine Maße... Außerdem hab ich so eine weit gefächerte Kleiderwahl und man könnte so leicht danebengreifen. Wohlmöglich gibt es etwas einfacheres. Wer isst nicht gerne?! So ein ruhiges Essen und danach könnte man es sich dann kuschelig gemütlich machen. So eine große Knightmagierin macht das bestimmt auch mal gerne und hat das nicht so oft, außer sie macht es sich alleine irgendwo gemütlich. Schade, dass wir schon ein leckeres, genussvolles Essen geplant haben. In nicht so privater, aber doch hoffentlich einigermaßen gemütlicher Umgebung. Schade, aber noch nicht aufgeben! Sie könnte dir eine Geschichte von einer ihrer Reisen erzählen und dann kommt man auf die Idee einen Ausflug zusammen zu machen! Man könnte an den Strand oder in den Wald oder zu einem Wasserfall. Nur eben jetzt nicht, weil wir ja schon zu diesem Restaurant gehen. Aww. Tut mir leid, aber ich glaube du kannst mir gerade nichts schenken. Aber es ergibt sich sicher noch eine gute Gelegenheit für dich, mir ein Geschenk zu machen, falls du das willst.“ Gespielt traurig guckte Sinikka Valerie an und lies das Mädchen erstmal wieder zu Wort kommen, nach dem vielen Gelaber.

(ooc: Ich schiebe alles merkwürdige auf... Keine Ahnung!)

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Meinen Dank der Maeve <3
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