StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Jahrmarkt in Hosenka

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Kabuto
Gameboy
avatar

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:25


Immer mal wieder findet sich in Hosenka Town ein Jahrmarkt ein, ein Ereignis, das von den Bewohnern dieser Stadt fröhlich willkommen geheißen wird. Das liegt nicht nur daran, dass es den Tourismus noch etwas ankurbelt, sondern auch daran, dass es eine schöne Unterbrechung des Alltags bedeutet und die Chance mit sich bringt, Dinge zu tun, die man sonst entweder nicht tun würde oder könnte. Darunter fallen das Essen diverser ungesunder Süßspeisen, das Kaufen und Tragen amüsanter, teils lächerlicher Masken und auch das Fahren mit ein paar magisch betriebenen Fahrgeschäften, die aufzubauen den wohl größten Teil der Vorbereitungen darstellt. Traditionell findet er auf einem großen, von Bäumen umringten Platz statt, der in allen vier Jahreszeiten für eine schöne Ansicht sorgt, und gilt als beliebtes Ziel für Pärchen aller Altersklassen.

_________________
"Eine Stimme... mit Gewicht?" | Ein Gedanke, hastig und flüchtig...

Rumble Theme | Moment of Heroism
Fight together
People don't need that much, just someone that starts...
That much, I can do!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kabuto
Gameboy
avatar

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:26

cf: Apartment 04 – Heim der Valerie Sakai

Es war großes Glück, dass sich der Kyofu auf diesem Weg darauf verlassen konnte, dass Valerie wusste, wo sie lang mussten, denn er wusste es ganz sicher nicht. Er merkte, dass er mindestens dreimal falsch getippt hätte, und das verursachte doch ein etwas unwohles Gefühl; das hier war die Stadt, in der seine Freundin lebte, und er würde sich schneller verirren als er sie überhaupt betreten konnte. So ein Glück, dass er nicht alleine war... Er folgte dem Mädchen mit dem violetten Haar, redete mit ihr über dies und das, bis auf einmal der Jahrmarkt in seinem Blickfeld auftauchte. Mitten in seinem Satz brach Kabuto ab und seine Augen wurden groß, er starrte nach vorne in Richtung der Lampions und Stände und die Begeisterung zeichnete sich bereits in seinem Gesicht ab. Es mochte nicht das erste Mal sein, dass er so einem Festival beiwohnen durfte, natürlich nicht, aber es war dank der doch recht strikten Erziehung seines Onkels und der kurzen Leine, an der er gehalten wurde, eine eher seltene Gelegenheit für ihn und er hatte ohnehin allgemein die Veranlagung dazu, sich über Dinge zu freuen wie ein kleines Kind, also war es wohl kaum ein Wunder, dass er hier so froh war. Inzwischen hatte er sich sogar eine gewisse Menge an monetärer Freiheit zugestehen lassen, was bedeutete, dass er ein bisschen was von seinem Geld ausgeben durfte, ohne dass sein Onkel ihn gleich darüber ausfragte. Das konnte nur eins bedeuten: Süßigkeiten, Süßigkeiten, Süßigkeiten! Die lieblichen Düfte verschiedenster gebackener, gezuckerter, kandierter und gefrosteter Leckereien reichten bis hier und hatten ihn schon in ihrem Bann, wie er da so stand und tief durch die Nase einatmete, um sie zu genießen. Vermutlich war es wirklich besser gewesen, ihm nicht zu erlauben, sein Geld auszugeben... oder vielleicht wäre es nie so weit gekommen, hätte er schon vorher Süßes kaufen dürfen. Man würde wohl nie erfahren, was von beidem zutraf, aber eine Sache stand fest: Der Kyofu freute sich schon auf den Ausflug, den er vor sich hatte. Mit leuchtenden Augen wandte er sich Valerie zu. „Wir sind da! Wir sind da!“, rief er glücklich und man merkte, dass er bereit wäre, loszulaufen und zum nächstbesten Stand zu retten, aber er hatte genug Anstand und Respekt, um sich zurückzuhalten und bei Valerie zu bleiben. Man wollte sie ja nicht alleine lassen. „Also, wohin gehen wir zuerst?“, fragte er, und die Aufregung tropfte richtig aus seiner Stimme heraus. „Wir gucken nach kandierten Äpfeln, richtig?“

_________________
"Eine Stimme... mit Gewicht?" | Ein Gedanke, hastig und flüchtig...

Rumble Theme | Moment of Heroism
Fight together
People don't need that much, just someone that starts...
That much, I can do!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Valerie
Raccoon Princess
avatar

Anzahl der Beiträge : 140
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:27

Valerie wusste selbstverständlich ganz genau, wie man von ihrer wundervollen Wohnung zum Jahrmarkt von Hosenka Town kam, schließlich war sie da ein durchaus regelmäßiger Gast. Die bunten Lichter, die Süßigkeiten und die vielen Menschen lockten die junge Magierin sehr oft aus ihren eigenen vier Wänden und bewahrten sie davor, in einem guten Buch alleine auf ihrem Bett zu sitzen, als einzige Gesellschaft ihr kleines Frettchen, welches nicht unbedingt die gesprächigste Begleitung war. Nicht, dass sich die Dunkelhaarige daran unbedingt störte, im Grunde hatte sie gegen ein wenig Privatsphäre nicht einmal etwas. Nur konnte selbst der schönste Abend in Stille irgendwann einmal einsam werden und mit ihren besten Freunden Emaru und Sinikka war auch nicht unbedingt immer zu rechnen, lebte ersterer doch in einer völlig anderen Stadt und war außerdem oft genug im Auftrag seiner Gilde unterwegs und letztere immer wieder von ihrem Fernweh getrieben in fremden Städten und Gebirgsausläufen einzutreffen. Gerade jetzt wusste die Sakai wieder einmal nicht, wo sich ihre große Freundin herumtrieb, hatte sie diese doch das letzte Mal bei ihrer gemeinsamen Quest gesehen. Natürlich hatte auch Valerie von der Niederlage Sinikkas beim S-Rang Examen gehört und manchmal kam sich nicht umhin sich zu fragen, ob diese vielleicht etwas mit der Abwesenheit der Magierin zu tun hatten.
Nun, gerade jetzt und heute sollte sie sich darüber vielleicht nicht unbedingt Gedanken machen, denn sie hatte Gesellschaft und diese wollte sie auf Grund ihrer Seltenheit auch in vollen Zügen auskosten. Kabuto schien ihre Einstellung zu teilen, denn auch er schien sich über die Festigkeiten zu freuen, während sein Übermut der Finsternismagierin unwillkürlich ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Es war niedlich, wie er sich so über einen simplen Jahrmarktbesuch freuen konnte.
"Richtig, kandierte Äpfel!" Ihre obsidian farbigen Augen huschten kurz über die Ansammlung der ersten Stände, dann hatte sie Kabuto auch schon am Ärmel gepackt und mit einem breiten Grinsen hinter sich hergezogen. "Die gibt es dort vorne am Süßigkeitenstand.", zwitscherte sie glücklich und stand kurz darauf auch schon vor einer gewaltigen Ansammlung der herrlichsten Süßigkeiten, während ihre Augen mit einer beinahe kindlichen Freude über die Köstlichkeiten huschten. Mit Schokolade überzogene Früchte, Lebkuchenherzen, Zuckerwatte und natürlich ihre kandierten Äpfel, die das Mädchen so unglaublich gerne aß. Die etwas breitere Frau hinter dem Stand lächelte ihre beiden neuen Kunden breit an, augenscheinlich zufrieden über die offensichtliche Begeisterung des Mädchens. "Nah ihr Hübschen, was kann ich euch heute gutes tun." "Ich hätte gerne einen kandierten Apfel!", meinte Valerie und deutete dabei mit dem Zeigefinger auf ihr gewünschtes Exemplar, während man die Gier beinahe in ihren Augen aufleuchten sehen konnte. Glucksend drehte sie sich zu Kabuto um und neigte den Kopf in einem fragenden Ausdruck zur Seite. "Möchtest du auch etwas, Kabuto-chan?" Es war schließlich nur höflich zu fragen, auch wenn sie nicht vor hatte, das Essen des Käfermagiers zu bezahlen. Nein, das konnte er schön selbst machen, fand sie.
Als auch diese Aufgabe erledigt war und die junge Magierin voller Zufriedenheit den Apfel in ihren Händen betrachtete, überlegte sie im Stillen, was man als nächstes machen könnte. Kabuto schien von dem Fest so begeistert, dass es ihr nur fair schien, ihn ebenfalls zu fragen, denn irgendwie hatte die Sakai das Gefühl, dass der Kyofu nicht unbedingt oft einen Grund zum feiern hatte, geschweige denn in den Genuss einer solchen Festigkeit kam. Und da sie sich selbst nun einmal als ein besonders aufmerksames und liebenswertes Wesen einschätzte, schien es nur anständig, sich ebenfalls nach seinen Interessen zu erkundigen. "Hast du etwas, dass du gerne machen würdest? Bist du zum Beispiel schon einmal Riesenrad gefahren?", fragte Valerie fröhlich und knabberte anschließend zaghaft an ihrem Apfel am Stiel, in dem Versuch irgendwie die hatte Zuckerglasur zu durchstoßen und an die saure Frucht zu gelangen.

_________________
RedenMagieNPC

Main Theme | Battle Theme |  Voice
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kabuto
Gameboy
avatar

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:28

Kabuto war leicht perplex, als Valerie plötzlich seinen kurzen Ärmel gepackt hatte und ihn mit sich zog, aber er wehrte sich natürlich nicht, sondern folgte ihr einfach brav. Sie hatte wohl eine Vorliebe dafür, Leute anzuleiten... und er hatte damit kein Problem. Er war allgemein eher jemand, der folgte, also passte das soweit ganz gut.
Abgesehen davon führte sie ihn zu einem Stand voller Süßigkeiten, also in Richtung von so etwas wie dem gelobten Land! Wer würde ihr da nicht folgen wollen? Allein schon die Düfte, die ihm entgegen Strömten, riefen nur eine Sache: Zucker! Zucker! Unmengen an Zucker! Das Herzogtum der ungesunden Ernährung! Der Kyofu spürte richtig, wie ihm das Wasser im Mund zusammenlief, und auch Valerie ließ sich von den Köstlichkeiten richtig in ihren Bann ziehen. Das war wohl eine Gemeinsamkeit der beiden. Als das Mädchen ihren Apfel hatte, fragte sie ihn, ob er auch etwas wollte... als würde man ihm das nicht ansehen! „I-ich darf?“, fragte er aufgeregt, während er die Leckereien beäugte. „Mmh... diese Äpfel sehen wirklich gut aus... die Zuckerwatte auch... und ich habe noch nie so viele Bonbons auf einmal gesehen...“ Seine Augen strahlten wie die eines kleinen Kindes in einem Süßigkeitenladen. Dass sie hier tatsächlich vor Süßigkeiten standen, sprach wohl Bände über den Jungen... „Schokoladeüberzogene Früchte... aber Lebkuchen sind auch so lecker... ooh, die haben sogar saure Bänder...“ Bestimmt nur kurz davor, alles vollzusabbern, klappte der Junge mit einem Mal seinen Mund zu, sein Blick wurde ernst und hart. Da war doch noch was! „E-einen Moment!“, meinte er und zog seinen Geldbeutel hervor, um die Jewel darin herumzuschieben. Sein Hirn lief auf Hochtouren, während er gedanklich evaluierte, wie viel er hier ausgeben konnte: „O-okay... e-ein bisschen Geld sollte ich mir für den Notfall zurücklegen, falls ich später noch was brauchen sollte... dann natürlich noch Geld für den Zug... Oh, und ich brauche noch ein paar Jewel für die Fahrgeschäfte! Valerie will bestimmt fahren... Also h-hätte ich...“ Im kompletten Kontrast zu seinem zuvor begeisterten Gesichtsausdruck sah man ihm jetzt wohl deutlich an, dass er niedergeschlagen war. Nicht wie wenn es regnete, sondern mehr wie wenn jemand einem von hinten eine Keule über den Schädel zog. Seine Augen bekam er kaum auf, während in ihren Winkeln leichte Wasseransammlungen entstanden, und obwohl sein Gesicht deutlich zeigte, dass er sich fühlte wie von einer Dampfwalze überfahren, brachten seine Lippen ein ziemlich verzweifeltes Lächeln zustande, während er eine handvoll Jewel hervorbrachte. Eine seeehr kleine Hand. „W-was kriege ich dafür...?“, fragte er unsicher, die Verkäuferin nahm sein Geld entgegen und zählte es. Dann griff sie zwischen die Lebkuchenherzen, holte eines der kleineren hervor und hielt es ihm hin. „Das hier“, säuselte sie in ihrer weiterhin ungetrübt fröhlichen Stimme. „Und eine Tüte gemischte Bonbons.“ Immerhin, er bekam etwas... Da hatte er wohl nochmal Glück. „Nehme ich...“, meinte er im Ton der Resignation, nahm das kleine Herz entgegen und blickte darauf, während die Frau ihm ein paar Bonbons in eine Papiertüte packte. Seine Wangen wurden mit einem Mal knallrot, und sein Blick wollte sich einfach nicht von dem zuckrigen Text lösen, bis er das Wort „Hier“ hörte und seine Bonbons entgegen nahm. „E-e-entschuldigung...“, meinte er und hielt ihr das Herz mit der Schrift nach unten entgegen. „K-könnte i-ich... e-ein anderes ha-haben?“ Sie lächelte freundlich und nahm es entgegen. „Natürlich. Ist das hier okay?“, fragte sie und gab ihm stattdessen eins, auf dem stand Hab dich lieb. Das ging in Ordnung... ja, damit konnte er leben. Er nickte und hing es sich an der praktisch angebrachten Schnur um den Hals, ehe er sich mit einem „Vielen Dank!“ verabschiedete. Er könnte doch nicht mit etwas herumlaufen, auf dem Küss mich zu lesen war...

„R-Riesenrad...?“, fragte Kabuto zurück und blickte über die verschiedenen Stände hinweg zu dem großen Rad, das über die ganze Veranstaltung hinausragte. „N-noch nie...“ Während er sich gerade ein schmackhaftes Himbeerbonbon auf der Zunge zergehen ließ, spielte ihm sein inneres Auge vor, was alles passieren konnte, und dass das Rad stehen blieb oder eine Kapsel abbrach waren nur ein paar der Szenarien, die ihm in den Sinn kamen. Das brachte ihn nicht gerade in Stimmung... „I-ich weiß auch nicht, o-ob das so toll aus... e-e-es sieht... langweilig aus!“ Ja, das klang doch gut. Langweilig war sicher weniger peinlich als die Wahrheit: Dass er einfach furchtbare Angst davor hatte. Das konnte er doch unmöglich zugeben... Lügen konnte er allerdings auch nicht wirklich, denn dafür, dass er über Langeweile sprach, klang er ganz schön aufgeregt. Abgesehen davon würde er doch nicht seinen Willen über den der Sakai stellen... „W-willst du das wirklich...? I-ich meine, ich würde dich begleiten, a-aber... w-willst du das wirklich?“

_________________
"Eine Stimme... mit Gewicht?" | Ein Gedanke, hastig und flüchtig...

Rumble Theme | Moment of Heroism
Fight together
People don't need that much, just someone that starts...
That much, I can do!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Valerie
Raccoon Princess
avatar

Anzahl der Beiträge : 140
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:28

Kabuto war ein Engel. Er war nett, stets bemüht es seinen Mitmenschen so angenehm wie möglich zu machen und insgesamt einfach jemand, mit dem man gerne Zeit verbrachte. Wenn er nicht ausgerechnet die Finger in ihrem Ausschnitt gehabt hätte, so wäre Valerie vermutlich schon viel früher zu dieser Erkenntnis gekommen, so jedoch konnte man beobachten, wie sich das Lächeln auf den schmalen Lippen des Mädchens noch ein wenig verbreiterte, als sie beobachten konnte, wie begeistert er auf die Auswahl an Süßigkeiten reagierte. Er schien ihre Vorliebe an dieser Stelle zu teilen, wenn sich die Faszination der Sakai auch eher auf den bloßen Besitz der verschiedensten Süßigkeiten, als auf ihren Verzehr selbst bezog. Sie fand es einfach schön dutzende Marmeladengläser lauter bunter Köstlichkeiten in ihrer Wohnung stehen zu haben und diese wie kleine Geheimverstecke zwischen ihren Puppen und ihren anderen Kuscheltieren auf den Regalen zu verteilen. Es gab ihr das Gefühl daheim in ihrer Wohnung in ihrem ganz eigenen Wunderland umherzuwandeln und hatte etwas seltsam tröstliches, wenn sie sich mal wieder einsam fühlte und zu stolz war, um tatsächlich um Gesellschaft zu bitten. Dennoch konnte sie sich ein leises Kichern nicht verkneifen, als der Kyofu schließlich das erste Lebkuchenherz mit feuerroten Wangen zurück an die Verkäuferin reichte und um ein anderes bat. Sie hatte die Worte darauf lesen können, als diese es zurück an seinen vorherig Platz hing und beinahe fühlte sie eine Welle der Sympathie in sich aufsteigen, als sie bemerkte wie unangenehm ihm die Situation sein musste. Es war aber auch zu einfach ihn in Verlegenheit zu bringen. Beinahe niedlich, wie sein Kopf jedes Mal wie eine große Tomate aufleuchtete und damit seine Gedanken nur allzu leicht verrieten.
Die Finsternismagierin schnalzte amüsiert mit ihrer Zunge und konzentrierte sich dann wieder auf das Riesenrad, welches sie in einiger Entfernung zwischen den Ständen erkennen konnte. Das Kabuto ganz offensichtlich noch nie mit dieser wundervollen Einrichtung gefahren war, ließ sie ihre Süßigkeit vor Entsetzen beinahe fallen lassen, ehe sie den Käfermagier aus großen Augen anstarrte, als könnte sie nicht glauben, was er da von sich gegeben hatte. "Was? Ist das dein Ernst, du bist wirklich noch nie mit einem Riesenrad gefahren?", sie machte sich nicht einmal die Mühe die Erschrockenheit und das Erstaunen aus ihrer Stimme zu verbannen, als sie das Wort an den Grünhaarigen richtete. Was hatte er nur für eine Kindheit gehabt, in der er nie in den Genuss einer solchen Fahrt gekommen war. Natürlich wusste Valerie, dass nicht jeder wie sie ein eigenes Riesenrad gemietet bekam, doch das der Junge tatsächlich noch nie auf einem einfachen Riesenrad mitgefahren war....das schien einfach undenkbar und das musste sofort geändert werden! "Dann müssen wir das jetzt sofort nachholen, du hast wirklich etwas verpasst. Die Aussicht von dort oben ist wirklich ganz wunderbar!", meinte sie und deutete mit einer Hand in die Richtung einer der Gondeln, welche sich in stätigem Tempo langsam hinauf und wieder herunter bewegten. Dann hatte die Sakai ihre Begleitung auch schon an der freien Hand gegriffen und ihn kurzerhand hinter sich hergezogen, immer in Richtung Riesenrad und durch das Getümmel der vielen Menschen hindurch. Sie war sich sicher, dass ihm eine solche Fahrt gefallen würde, immerhin hatte sie bisher niemanden getroffen, der an Karusselfahrten nicht seine Freude hatte. Besonders die frische Luft und der Blick über den Jahrmarkt sollte eine solche Fahrt doch schon attraktiv machen, oder? Da wollte ihr nicht ein einziger Grund einfallen, warum diese Idee nicht ganz wunderbar in ihren Tagesplan passte. "Entschuldigung? Wir hätten gerne zwei Karten für das Riesenrad.", meinte sie fröhlich, als sie schließlich bei dem Häuschen angekommen waren, an dem die Eintrittskarten für den mächtigen Stahlträger verkauft wurden. Ein älterer Herr blinzelte erst Valerie, dann den Grünhaarigen neben ihr an, dann schlich sich ein feines Lächeln auf seine Lippen. "Soso, eine Gondelfahrt also, was? Möchtet ihr ein Foto machen lassen, das machen viele junge Pärchen!" Für einen Augenblick konnte Valerie den alten Mann nur aus großen Augen anstarren, dann brach sie in lautes Gekicher aus. "Tut mir leid, Sie irren sich, wir sind kein Pärchen. Aber ein Foto hätten wir trotzdem gerne, danke der Nachfrage!", meinte sie fröhlich, zwischen heiterem Glucksen, offensichtlich von der Idee amüsiert, man könnte ausgerechnet Kabuto für ihren festen Freund halten. Nicht, dass der Käfermagier nicht toll und nett wäre, aber der Gedanke an sich hatte einfach etwas viel zu befremdliches, wenn man die Vergangenheit der Beiden genauer betrachtete. "Mhh, nun gut, dass macht dann zweihundert Jewel. Stellt euch da vorne an und wartete darauf, dass die aktuelle Runde ausgelaufen ist, dann wird euch eine Gondel zugeteilt."

_________________
RedenMagieNPC

Main Theme | Battle Theme |  Voice


Zuletzt von Valerie am Sa 25 Okt 2014 - 13:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kabuto
Gameboy
avatar

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:30

Ob er es ernst meinte, dass er noch nie mit einem Riesenrad gefahren war? Also... wieso sollte er darüber Scherze machen? Vermutlich war sie einfach nur irgendwie ungläubig, auch wenn Kabuto nicht so richtig verstand, was daran so seltsam sein konnte. Hatte wirklich jeder andere Mensch auf dieser Welt schon einmal eine Fahrt mit einem Riesenrad hinter sich? Sehr alltäglich waren solche Fahrgeschäfte ja nun nicht, tauchten sie doch wohl nur bei solchen Märkten auf, also fuhren vermutlich gar nicht so viele Leute damit... Da kam es doch sicher vor, dass ein paar Leute es ihr Leben lang nicht taten. „N-nein... wirklich n-noch nie...“, meinte er kleinlaut, ohne zu erwähnen, dass er das für gar nicht so ungewöhnlich hielt, wie sie es gerade darstellte, aber das wäre ihr vermutlich ohnehin egal gewesen. Für das Mädchen mit dem violetten Haar war das wohl so etwas wie eine Todsünde und musste augenblicklich behoben werden. Wie üblich hatte Kabuto nicht genug Raum für den Einspruch, den abzugeben er sich wohl ohnehin nicht getraut hätte, und musste stattdessen mit ansehen, wie er an der Hand über die Wege des Jahrmarktes gezogen wurde, darauf achtend, nicht versehentlich gegen jemanden zu stoßen, was mindestens fünfmal fast passiert wäre. Seine Reflexe waren inzwischen ziemlich gut... das war erleichternd. Bestimmt hätte er sonst jemandem den schönen Tag auf dem Jahrmarkt versaut, und das wollte er nun wirklich nicht...
Als sie da waren, ließ die Sakai seine Hand los, was ihm gestattete, endlich wieder durchzuatmen. Wer wusste, was man denken würde, wenn man sah, wie sie beide Händchen hielten... noch schlimmer, was wäre, wenn Kohana hier war und so etwas mitbekam? Das wäre so etwas wie der größte anzunehmende Unfall... Die Super-Version davon. Es war ohnehin schon ein Rätsel, was so ein hübsches und niedliches Mädchen an ihm fand, da wollte er es wirklich nicht ruinieren durch irgendein blödes, unschuldiges Missverständnis. Apropos Missverständnis... es war wieder Zeit, rot zu werden.
In dem Moment, in dem der nicht mehr ganz so junge Mann Valerie und Kabuto als junges Pärchen bezeichnete, guckte der Grünschopf ebenso überrascht wie seine Begleiterin, doch während sie in Gekicher ausbrach, schwenkte er die Hände hastig vor sich mit einem fast schon panischen Ausdruck. „W-wir... n-nicht doch... wir s-sin-...“ Glücklicherweise übernahm Valerie gerade rechtzeitig, ehe er sich noch lächerlich machen konnte, und er nickte einfach und starrte peinlich berührt zu Boden, bis es ans Bezahlen ging. Es tat fast schon weh, sein Geld so gehen zu sehen, aber das war nichts im Vergleich zu dem Gefühl, das er hatte, als er die Gondel vor sich sah. „Nach... nach dir...“, meinte er leise zu Valerie, und es wäre sicher höflich gewesen, wenn er es geschafft hätte, dabei nicht so verschüchtert zu klingen. Nur leider schaffte er das nicht so richtig – er hatte große Angst vor dem, was jetzt kam, und das ließ sich nicht so ganz unterdrücken. Trotzdem musste er das jetzt hinter sich bringen und stieg, wenn auch zögerlich, nach dem Mädchen ein, um sich Valerie gegenüber zu setzen. Kurz darauf setzte sich das ganze auch schon in Bewegung, sie stiegen langsam auf, und auch, wenn er sich zu diesem Zeitpunkt erst ein Paar Meter über dem Boden befand – ja, ein Paar; es waren erst zwei – spürte der Käfermagier doch ein leicht flaues Gefühl im Magen, das nicht besser wurde, als er hinaus blickte. Augenblicklich richtete er seinen Blick wieder gerade nach vorne, und auch, wenn er extrem steif dasaß, merkte er doch, dass es besser war, als wenn er sehen konnte, wie hoch sie schon waren. So starrte er zwar direkt Valerie an, aber hey, sie waren zusammen hier, da war das doch wohl in Ordnung. Leicht verlegen fuhr er sich durchs Haar und lächelte sie unsicher an. „Das ist... w-wirklich toll, Valerie...“

_________________
"Eine Stimme... mit Gewicht?" | Ein Gedanke, hastig und flüchtig...

Rumble Theme | Moment of Heroism
Fight together
People don't need that much, just someone that starts...
That much, I can do!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Valerie
Raccoon Princess
avatar

Anzahl der Beiträge : 140
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:31

Riesenräder waren etwas tolles, dass hatte Valerie schon immer so empfunden. Sie mochte das Gefühl der Leichtigkeit, dass mit diesen wundervollen Gefährten kam und vor allem liebte sie es, den gesamten Jahrmarkt so wundervoll von oben betrachten zu können. Es hatte etwas davon, als wäre sie die Königin der Welt, welche ganz einfach so auf ihre eigene kleine Spielwiese hinunter blinzelte und sich dabei an dessen Anblick erfreute. Daher wurde Kabutos Aufforderung, sie solle die Gondel doch zuerst betreten, auch mit einem strahlenden Lächeln und einem fröhlichen "Wie lieb von dir!" kommentiert, ehe sie sich geschwind durch die kleine Tür bewegte und anschließend auf einer der gepolsterten Bänke Platz nahm. Sie hatten Glück gehabt, dass es sich hierbei um eine offene Kabine handelte, denn so konnte man neben der warmen Sonne auch den erfrischenden Wind auf der Haut spüren und außerdem weiterhin die Geräuschkulisse des Jahrmarktes genießen. Genüsslich knabberte die Finsternismagierin an ihrem kandierten Apfeln und dann setzte sich das Riesenrad auch schon mit einem Ruck in Bewegung. Ein fröhliches Glucksen verließ die Kehle der Magierin und erst die Worte des Käfermagiers ließen sie überrascht innehalten. "Aber Kabuto-chan, was redest du denn da? Du musst warten, bis wir ganz oben sind, denn von dort aus kann man doch erst richtig etwas sehen! Dann können wir ganz wunderbar über die Wände schauen, so hoch sind die ja nicht. Wenn du magst, kannst du dann auch aufstehen! Allerdings glaube ich nicht, dass das erlaubt ist...", an dieser Stelle kicherte sie übermütig und zwinkerte ihrem Gegenüber dann verschwörerisch zu. "Wenn du dich allerdings beeilst, dann wird es sicher niemand bemerken, also keine Angst." Denn das war momentan mit Sicherheit Kabutos größte Sorge...
Tatsächlich bemerkte die Sakai nicht einmal sonderlich etwas von der Angst des Grünhaarigen, sie war viel zu sehr von dem Erlebnis begeistert und je höher sich die kleine Gondel bewegte, desto glücklicher wurde die Magierin. Ab und an beugte sie sich ein Stück über die Abtrennung und wank fremden Menschen zu, die viele Meter weiter unten an dem Riesenrad standen und darauf warteten, selber an die Reihe zu kommen und eine Runde mit dem schönen Gefährt zu fahren. Und nicht nur das, auch die Musik war ganz wunderbar und Valerie konnte gar nicht anders, als leise im Takt mit zusummen, wobei die Gondel ihren Bewegung unmerklich folgte. Als sie schließlich beinahe am höchsten Punkt der Fahrt angekommen waren, konnte man das metallische Einrasten eines Schlosses vernehmen und kurz darauf ertönte auch schon die Stimme des alten Mannes, bei welchem sie kurz zuvor ihre Tickets erworben hatten, über die Anlage. "Und nun werden wir einige Minuten anhalten, damit Sie in Ruhe die Aussicht genießen können!" Valerie war begeistert. Was hatten sie nur für ein Glück, dass die Gondel nun auch noch einige Minuten in dieser wunderbaren Höhe verweilen würde. "Ohh, Kabuto, ist das nicht toll? Jetzt können wir uns von hier oben alles ganz wunderbar ansehen und uns überlegen, wo wir anschließend hingehen. Findest du das nicht auch wunderbar? Und dieser Wind erst, es ist so angenehm!" Ja, die Sakai hatte Spaß, aber konnte man das von ihrer grünhaarigen Begleitung auch behaupten? Denn natürlich stimmte es, dass die Siebzehnjährige ihre Freude an dieser Beschäftigung hatte, doch das musste immerhin noch lange nicht behaupten, dass es auch anderen Menschen automatisch so erging. Für einen Augenblick hielt die Finsternismagierin nachdenklich inne, dann verwarf sie diesen Gedanken mit einem Lächeln. Sicher hätte Kabuto etwas gesagt, wenn er unter etwas ähnlichem wie Höhenangst litt, oder? Wer wäre dann immerhin so töricht, sich ausgerechnet auf ein Riesenrad zu begeben...

_________________
RedenMagieNPC

Main Theme | Battle Theme |  Voice
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kabuto
Gameboy
avatar

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:32

„A-aufstehen?“ Der Kyofu hatte ein flaues Gefühl im Magen, als Valerie das vorschlug. Fand sie das hier wirklich kein bisschen einschüchternd? Ohje, er war wieder so ein schreckliches Weichei... hatte er sich nicht geschworen, das abzulegen? Er hatte sich entschlossen, allen Widrigkeiten entgegen zu treten und endlich ein würdiges Gildenmitglied zu werden, und jetzt hatte er Angst vor einem Riesenrad... Nein, so jemand war er nicht mehr! Er ließ sich doch nicht so leicht einschüchtern! Er würde dieser Welt zeigen, wer er war! „J-ja... ja! Ich werde aufstehen!“, meinte er entschlossen und ballte eine Faust. Das hier war für ihn eine wesentlich größere Entscheidung als es für die meisten anderen gewesen wäre, aber es war okay, dass Valerie das sicher nicht merken würden. Er machte das ja nicht für sie. Er wollte niemanden beeindrucken, er wollte einfach über sich selbst hinauswachsen können! Und naja, vermutlich wollte ein Teil von ihm auch Valeries Erwartungen erfüllen... aber man wurde ja nicht von einem Tag auf den anderen eine neue Person. Einen Schritt nach dem anderen! Und er war wirklich bereit, diesen Schritt zu tun! Nur ein kleines Stück vom höchsten Punkt entfernt, fokussierte er seine ganze Entschlossenheit in seinen Beinen, um aufzustehen, sobald sie da waren...

Sie kamen nicht an. Kurz vor ihrer Ankunft dort oben blieb die Gondel plötzlich mitten in der Luft hängen, und der Kyofu war für einen Moment völlig überfordert davon, mit der Situation mitzuhalten. Kurz wusste er gar nicht, was geschah. Dann zogen sich seine Pupillen zusammen. „D-das kann doch nicht... d-das Riesenrad fä-fällt aus?“ Nicht doch... jetzt steckten sie hier fest, auf ewig, und der einzige Weg, wieder herauszukommen, war ein Sturz in die Tiefe, der selbst den an das Stürzen gewöhnte Kabuto mindestens ins Koma schicken würde, vermutlich sogar über die knappe Grenze zwischen Leben und Tod. Sein nächster Panikanfall heute stand kurz bevor, als plötzlich die Stimme des Betreibers erklang. Das hier... war Absicht? Sie hatten angehalten, damit sie die Aussicht genießen konnten? Erleichtert schloss Kabuto die Augen, atmete langsam aus, ein, aus, ein. Alles war gut. Kein Grund, sich Sorgen zu machen. Er öffnete die Augen wieder. Hmm... irgendwas war anders. Eben hatte er doch noch eine andere Perspektive gehabt. An sich hinabblicken, bemerkte er es: Er stand. Seine Beine waren durchgestreckt und hatten ihn von seiner Sitzposition gehoben, ohne dass er es bemerkt hätte. Ah... vermutlich war er so darauf fixiert gewesen, dass er hatte aufstehen wollen, dass er es in dem Augenblick, in dem seine Anspannung von ihm abgefallen war, einfach getan hatte, ohne darüber nachzudenken. Das war... ein Erfolg! Und peinlich. So verdammt peinlich...
Innerhalb von Sekunden glühte sein Gesicht rot auf, als ihm klar wurde, wie dämlich er gerade aussah, und wurde vollkommen bleich, als er merkte, dass er jederzeit herunterfallen könnte, wenn er sich nicht setzte. Also eilte sein Hinter wieder dem Sitz entgegen und er hielt sich an der Bank unter sich selbst fest, wo er kurz warten konnte, bis sich seine Verängstigung verflüchtigte. Dann blickte er zu Valerie hinauf, seine Haut noch immer weiß wie Kreide, aber doch mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. „I-ich... hab es geschafft... ich bin echt... aufgestanden...“, keuchte er, angestrengt von der reinen psychischen Qual, die dieses Erlebnis ihm gerade auferlegte, aber doch sehr stolz. Nie hätte er wirklich geglaubt, dass er das in sich hatte. Dann konzentrierte er sich wieder auf das Mädchen. „Entschuldige... w-was hattest d-du gesagt?“ Sein Blick wandte sich zur Seite, überblickte den Jahrmarkt. Das war gar nicht so schlimm, sogar irgendwie schön. Eventuell lag das an seiner Nahtoderfahrung eben gerade, jedenfalls wirkte das Alles nicht mehr so einschüchternd auf ihn. Obwohl die Menschen und Stände alle so klein wirkten. „Wo wir als nächstes hin wollen...? Hm, ich weiß nicht... Gibt es nicht ein paar weniger aufregende Attraktionen? Irgendwas Ungefährliches?“ Von hier aus sah man fast nur Dinge, die anzusehen schon genug war, sich um sein Leben zu sorgen. Die Achterbahnen musste man vermutlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch die Autoscooter, das Kettenkarussell und der Freifallturm hatten eine geradezu lähmende Wirkung auf ihn. Waren alle Jahrmärkte so aufregend? Er wollte gerade aufgeben, als er etwas sah, das doch mehr nach Spaß als nach Lebensmüdigkeit aussah. Seine Augen leuchteten auf und er deutete hinunter auf die kleine Karussellanlage mit den tassenförmigen Sitzgelegenheiten. Es war bestimmt ruhig und lustig, da einzusteigen. Genau seine Art Attraktion. „Können wir als nächstes da hin?“, fragte er das Mädchen mit dem violetten Haar und blickte ihr mit strahlendem Gesicht entgegen, was für ihn dann doch eher eine Seltenheit war. Man konnte ihm den Wunsch doch unmöglich abschlagen, wenn er sich so freute...

_________________
"Eine Stimme... mit Gewicht?" | Ein Gedanke, hastig und flüchtig...

Rumble Theme | Moment of Heroism
Fight together
People don't need that much, just someone that starts...
That much, I can do!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Valerie
Raccoon Princess
avatar

Anzahl der Beiträge : 140
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:32

Ein Jahrmarktbesuch war lustig. Es gab viele schöne Dinge zu sehen, man konnte auf den tollsten Geräten mitfahren und überall duftete es nach gutem Essen, welches an jeder Ecke nur so darauf wartete gekauft zu werden. Ein Jahrmarktbesuch war allerdings noch viel lustiger, wenn man von Kabuto Kyofu begleitet wurde. Der Grünhaarige mochte es vielleicht nicht unbedingt darauf anlegen, doch seine Gesellschaft war tatsächlich erheitern und durchaus belustigend. Nicht etwa, weil er einen so überaus interessanten Gesprächspartner abgab oder mit Witzen nur so jonglierte, sondern viel mehr, weil er sich immer so krampfhaft viel Mühe gab auch ja alles zu genießen, dass es ein sadistisches Vergnügen war, ihn dabei zu beobachten. Denn wenn Valerie auch noch wenige Augenblicke zuvor nicht den leisesten Schimmer gehabt hatte, wie der Grünhaarige sich in seiner momentanen Situation wohl fühlte, so hatte sie spätestens dann eine Ahnung, als der Käfermagier beim verharren der Gondel aussah, als würde er jeden Augenblick in Ohnmacht fallen. Wo die Sakai zuvor noch versucht hatte ihre Belustigung für sich zu behalten, konnte sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr an sich halten und bracht in schallendes Gelächter aus und hatte sich erst dann wieder beruhigt, als der Kyofu schließlich auf ihre Frage antwortete. "Nimm es mir nicht übel, dass ich gelacht habe, die ganze Situation hat mich nur gerade ein wenig belustigt.", meinte sie mit einem Schmunzeln, ehe sie der Richtung seines Feigezingers folgte und ihre Augen auf dem Karussell landeten, welche durch drehende Tassen überzeugte. Sie war schon öfter mit einem derartigen Gefährt gefahren, weshalb es sie fast ein wenig verwunderte, dass Kabuto sich ausgerechnet diesen Fahrstand für ihr nächstes Ziel ausgesucht hatte. Als sie das letzte Mal mit einer der Tassen gefahren war, war ihr so schlecht geworden, dass sie sich anschließend einige Minuten hatte auf eine Bank setzen müssen. Denn so harmlos und unscheinbar die Tassen auch wirken konnten, ließ man sich dazu hinreißen, an der Scheibe in der Mitte des Gefährts zu drehen, dauerte es für gewöhnlich nicht lange, bis man von einer Welle der Übelkeit überrollt wurde. Und nun wollte der Kyofu mit diesen Höllenteilen fahren, wo er doch schon bei dem Gedanken an einer Fahrt in einem Riesenrad mehr als beunruhigt gewesen war? Nun, er hatte seinen Wunsch geäußert, wer war Valerie da schon, dass sie ihm diesen verweigern konnte. "Falls du da wirklich mit fahren möchtest komme ich natürlich gerne mit!", meinte sie daher fröhlich und wie aufs Stichwort setzte sich das Riesenrad auch schon wieder in Bewegung. Als sie schließlich wieder am Boden angekommen waren zögerte die junge Magierin nicht lange und kletterte flink aus der Gondel. Dann stolzierte sie zu dem Schalter, an welchem noch immer der ältere Herr saß und bekam kurz darauf ein Foto in die Hand gedrückt. Auf diesem konnte man sehr schön eine strahlende Valerie und einen panisch dreinblickenden Kabuto erkennen, dessen Gesichtsfarbe der eines Gespenstes mehr ähnelte, als der eines Menschen. "Dankeschön!", zwitscherte sie in die Richtung des älteren Herren, dann war sie auch schon mit einigen flinken Schritten zurück zu Kabuto geeilt und hatte diesem mit einem strahlenden Lächeln das Foto direkt vor die Nase gehalten. "Schön, nicht wahr? Macht es dir etwas aus, wenn ich das behalte?" Sie würde es direkt auf einem ihrer Regal zwischen einige der vielen Plüschtiere setzen und konnte es sich dann jeden Tag, mit den Gedanken an diesen wunderbaren Ausflug erinnern. Wie viel Spaß sie mit dem Käfermagier gehabt und wie gut er sich als ihre Begleitung gemacht hatte. Mit einem Lächeln harkte sie sich bei dem Grünhaarigen unter, dann zog sie ihn glücklich in die Richtung der Teetassen, welche er von der Gondel aus gesehen hatte. Er wollte damit fahren? Dann würde Valerie auch ganz bestimmt darauf achten, dass sie jede Menge Spaß hatten und die investierten Jewel auch ja ordentlich genutzt wurden!

_________________
RedenMagieNPC

Main Theme | Battle Theme |  Voice
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kabuto
Gameboy
avatar

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   Sa 25 Okt 2014 - 0:34

Als ob Kabuto ihr übel nehmen könnte, dass sie über ihn lachte... als ob er irgendwem irgendwas übel nehmen könnte. Das lag einfach nicht innerhalb seiner Persönlichkeit, und selbst wenn, konnte er doch gerade Valerie nicht böse sein. Sie war sehr lieb, während sie gleichzeitig eine große, starke, unberührbare Persönlichkeit darstellte, die eigentlich immer im Recht war. Und vermutlich hatte es auch wirklich lustig ausgesehen... Kabuto wusste ja, was für eine lächerliche Figur er immer machte. Das war ohne Zweifel seine Schuld, nicht ihre – so unschön er es auch fand, er konnte nicht sauer sein, weil jemand über ihn lachte, wenn ihm so etwas passierte.
Außerdem war die Sakai ein wundervoller Mensch, wollte sogar wirklich mit ihm dem Fahrgeschäft einen Besuch abstatten, das er ausgewählt hatte. Das schien nicht Teil ihres Plans gewesen zu sein, aber trotzdem war sie bereit, mit ihm eine Runde zu drehen... Sie war sogar weiterhin so enthusiastisch wie eh und je. Sie wirkte sogar richtig aufgeregt, wie sie richtiggehend aus der Gondel hetzte, kaum dass sie angekommen waren... Der Kyofu konnte da gar nicht mithalten. Mit immer noch leicht wackligen Beinen, stapfte er unsicher aus der kleinen Kabine heraus, erleichtert darüber, festen Boden unter den Füßen zu haben, aber immer noch mit einem leicht flauen Gefühl in der Magengegend. Irgendwie half es da nicht sehr, plötzlich ein Foto vor die Nase gehalten zu bekommen. „Ah... j-ja, ein sehr schönes Bild“, meinte er peinlich berührt, auch wenn es wohl klar war, dass das schöne daran schwerlich seine deutlich eingeschüchterte Gestalt sein konnte. Große Höhen waren eben nicht sein Fall... trotzdem, das Foto zeigte Valeries Gelassenheit und Lebensfreude wohl ganz gut, und wenn sie an der Fahrt ihren Spaß gehabt hatte, dann freute ihn das. Es war für ihn ja auch nicht ganz so schlimm gewesen... nur etwa fünfundachtzig Prozent. „W-wenn du es behalten willst, stört m-mich das nicht...“, meinte er noch, um zu versichern, dass sie damit ruhig machen konnte, was sie wollte. Er hatte in seinem Zuhause schon genug Beweise für seine fehlende Männlichkeit, da konnte sie wenigstens einen haben...

Valeries Begeisterung nahm nicht ab, als es zum Tassenkarussell ging; ehe er es überhaupt merkte, hing ihr Arm an seinem und ein rötlicher Schleier über seinem Gesicht. Wenn das so weiterging, würde nicht nur dieser Fotoausgeber sie für ein Paar halten... aber das schien dem Mädchen überhaupt nichts auszumachen. Ob sie wohl einen Freund hatte? Bei einer hübschen jungen Frau wie ihr vorstellbar, aber dann würde sie sich Kabuto gegenüber doch nicht so verhalten... Konnte es sein, dass sie etwas von ihm wollte? Eigentlich war sie ja weit außerhalb seiner Liga, aber andererseits galt das gleiche für Kohana, und die hatte ihn als ihren festen Freund erwählt... Die Röte wurde schlimmer, während er sich von seiner Begleitung über den Jahrmarkt ziehen ließ. Es würde schon Sinn machen... dass sie ihn plötzlich wieder zu sich bestellt hatte, mit ihm zusammen frühstückte, um dann mit ihm zusammen auf den Jahrmarkt zu gehen... das schrie doch geradezu nach einem Date! Und dann wollte sie auch noch ein Foto mit sich und ihm... Verzweifelt biss der Kyofu die Zähne zusammen. Es war schwer zu fassen, dass sich überhaupt ein Mädchen in ihn vergucken könnte, aber es konnte und war offenbar geschehen. Natürlich war die Sakai toll und hübsch und alles, aber er war doch schon vergeben! Ihr das Herz zu brechen ging aber auch nicht... Das könnte er nicht. Ah, nun gut... er würde ihr die schöne Zeit, die sie sich wünschte, gewähren. Wenn sie irgendwann offen damit herausrückte, dass sie mehr von ihm wollte, konnte er immer noch Nein sagen... konnte er doch, oder? Ah, ja, sicher. Das würde er sich ganz sicher trauen. So schlimm war seine Schüchternheit auch wieder nicht... richtig...?
Diese Gedanken würden nicht zu einem guten Ende führen, das wurde dem Grünschopf schlagartig klar, also sollte er sich etwas von ihnen ablenken, während er so mit Valerie unterwegs war. Er sah sich ein wenig um. „Ich hätte nie gedacht, dass ein Jahrmarkt so toll wäre...“, meinte er vorsichtig, während er die verschiedenen Stände und Menschen betrachtete. „Es ist so groß und so bunt, und es gibt jede Menge zu Essen und Spiele... Und hier sind so viele Menschen, die alle glücklich sind und Spaß haben...“ Kabuto musste lächeln. Es war wirklich schön hier. „Valerie... vielen Dank, dass du mich mitgenommen hast. Ich hätte mir das so niemals vorstellen können...“

_________________
"Eine Stimme... mit Gewicht?" | Ein Gedanke, hastig und flüchtig...

Rumble Theme | Moment of Heroism
Fight together
People don't need that much, just someone that starts...
That much, I can do!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Jahrmarkt in Hosenka   

Nach oben Nach unten
 
Jahrmarkt in Hosenka
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Fairy Tail RPG Forum :: Playkühlschrank :: ehem. Hosenka Town-
Gehe zu: