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 Heiße Quelle

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Souta
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BeitragThema: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 10:52

Beginn Offplay
Von Misskommunikation und Fisch

Hosenka Town hatte viele Dinge zu bieten: Hübsche Waldstücke, alte Denkmäler und Restaurants, deren Speisekarten nur so vor Köstlichkeiten explodierten, um nur einige zu nennen. Souta wusste das alles, denn er hatte vor einiger Zeit in dieser Stadt gelebt, was wahrscheinlich auch der Grund war, wieso er gerne dorthin zurückkehrte. Mit der Gilde hatte er zwar so seine Differenzen gehabt, aber der Ort war schon immer ganz nach seinem Geschmack gewesen. Der Rothaarige hatte hier nicht nur gute Beziehungen zur Damenwelt, sondern kannte auch einige Ladeninhaber und wurde stets auf positive Weise daran erinnert, wo sein Leben als Magier begonnen hatte. Wie jeder andere verband natürlich auch Souta negative Erinnerungen mit Hosenka Town, aber wer wäre er denn, wenn er diese nicht zuverlässig verdrängen könnte? Heute war sein freier Tag, deshalb würde er sich von ein paar unwichtigen, jugendlichen Dummheiten nicht die Tour vermiesen lassen. Normalerweise verbrachte der Rotschopf seine nicht belegten Tage ja beim Training, beim Essen oder mit seinem Freund, aber an diesem wundervollen Abend hatte es ihn in seine zweite Heimatstadt verschlagen, um sich einmal nach allen Regeln der Kunst pflegen zu lassen. Die letzte Quest war noch nicht lange her, sein Geldbeutel gut gefüllt und sein Auge immer auf der Suche nach frischer Beute, bei der er die Nacht verbringen könnte ... Wer zahlte schließlich gerne für Hotelzimmer? Da er bei der Anfahrt einen Flyer entdeckt hatte, der auf eines der örtlichen Onsen hinwies, hatte sich der Kettenmagier außerdem spontan dazu entschlossen, mit einem Wellnessprogramm zu beginnen, damit er in völliger Entspannung in seine geplanten nächtlichen Aktivitäten abdriften konnte. Aus diesem Grund befand sich Souta momentan nur mit einem Handtuch bekleidet im Übergangsraum zwischen Waschung und tatsächlicher Quelle, sorgte für reihenweise weiche Knie und freute sich insgeheim, dass er sich einen Ort ausgesucht hatte, indem Frauen und Männer gemeinsam badeten. Normalerweise hätte es ihm ja nichts ausgemacht, die weiblichen Badegäste auch durch Barierren zu bespannen, doch das heutige Faulfieber sorgte dafür, dass ihm sogar das Gelinse durch ein Astloch zu anstrengend vorkam, wie gut also, dass es auch anders ging. Zufrieden tappten die nackten, braun gebrannten Füße Soutas über den Boden in Richtung verheißungsvollem Dampf und er fragte sich, wo er sich denn am besten zurückziehen konnte. Die Luftfeuchtigkeit sorgte dafür, dass sich die feuerrote Mähne leicht, aber nicht zu seinem Nachteil kräuselte und ein paar Wassertropfen perlten von den perfekt gestählten Muskeln des Adonis-Duplikats mit nur einem Auge. Vielleicht war es aber auch das Gildenzeichen auf seinem Bauch, welches den Blick der anderen Badegäste auf sich zog, aber von solchen Lappalien würde er sich nicht bremsen lassen. Mit der einen Hand hielt er sein Handtuch fest, damit er sich nicht einfach so vor allen entblößte, die andere fuhr sich durch die Haare, damit er einen besseren Blick auf die freien Plätze hatte. Schließlich hatte er ein Becken entdeckt und machte sich daran, das Onsen beschwingten Schrittes zu durchqueren, als plötzlich eine hübsche Dame mit langen blonden Haaren und ausgezeichnet ausgeprägter Oberweite seinen Weg kreuzte, die seinen Blick auf sich zog. Einen kecken Spruch auf den Lippen, wollte er sie zu einer gemeinsamen Badesession einladen, aber noch bevor ein Laut seinen Mund verlassen konnte, ging sein Zeh auf Kollisionskurs mit einem leicht aus dem Boden ragenden Stein. Souta war so ziemlich der geschickteste und schnellste Mensch Fiores, doch wenn man seine Schmerzempfindlichkeit und eine kaum abgehärtete Stelle seines Körpers zusammenbrachte, sorgte das nicht nur für ein lautes Aufjaulen, Gefluche und den Verlust des Gleichgewichts … Es machte auch „Platsch“. Direkt in das benachbarte Becken.

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Kohana
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:16

Ein Guuuuutschein! Stets etwas knapp bei Kasse zu sein, bedeutete, dass man sich auch reichlich über die kleinen Dinge des Lebens freuen konnte. Die Magierin mit dem eisblauen Haar hätte nicht beschwingter sein können, während sie mit einem goldfarbenen Ticket in ihren Händen in Richtung einer der großen Attraktionen ihrer momentanen Heimatstadt stolzierte. Dabei war sie heut Mittag nur mit ihren letzten paar Jewel einkaufen gegangen und eine freundliche Frau hatte der deprimierten Dragonslayerin angeboten einmal an einer Art Glücksrad zu drehen. Wie der Zufall es wollte, hatte sie mit ihrem Gratiszug doch tatsächlich einen Glückstreffer gelandet und einen der Hauptgewinne abgegriffen. Ein goldener Gutschein, der ihr mehrere Male den freien Eintritt in ein  wirklich bekanntes Haus mit einer heißen Quelle in der Stadt beschwert hatte. Die gute Frau, die ihr das Ticket geschenkt hatte, war sehr glücklich über den Gewinn der Magierin gewesen, als das Leuchten in ihren Augen ihre Freude darüber präsentiert hatte. Vor lauter Aufregung hatte sie die Frau mehrfach gedrückt und war nach Hause geeilt um ihre Sachen zu holen…
Sie hatte sich so sehr beeilt wie sie nur konnte und stand nun direkt vor dem Häuschen, das sich unmittelbar vor der Quelle befand. Ihre Eintrittskarte hielt sie ganz fest in den Händen und die Begeisterung war dank einem breiten Grinsen auf ihren Lippen kaum zu übersehen. Am Eingang zeigte sie einem der Herren das kleine, goldene Ticket. Schnell stanzte er ein Loch hinein, vermerkte eine Notiz und wies sie an in den Damenumkleideraum zu gehen. Was er jedoch dann sagte, erschrak Kohana ein wenig. Er erinnerte sie an das Handtuch, da dies ein gemischtes Bad sei. Nur für den Fall, dass es ihr unangenehm war sich nackt zu präsentieren, sagte er. Doch das kam bei ihr schon gar nicht mehr an. G-Gemischt?! Wer hatte sich denn sowas ausgedacht? Sie konnte doch nicht … Vor Männern … Man hatte ja unter dem Handtuch … quasi … gar nichts! Was würde man denn von ihr denken? Auch wenn sie ihren Partner nicht so einschätzte, als würde er irgendetwas dagegen sagen, selbst wenn es ihm unangenehm wäre, würde sie es irgendwie nicht als angemessen empfinden. Und das als so weltfremdes Kind aus den Bergen…
Aber… Aber… Es war gratis! Mit einem Nicken riss sie ihm das Ticket wieder aus der Hand und marschierte stocksteif in die Umkleide. Hier war immerhin noch alles ruhig. Nach einigen Malen tiefen Ein- und Ausatmens hatte sie sich ein wenig beruhigt. Eine gutaussehende Dame mittleren Alters lief an ihr vorbei und klopfte ihr lächelnd auf die Schulter. „Kein Grund zur Panik, Kleines. Das erste Mal ist für jeden etwas unangenehm.“ Es folgte ein Zwinkern und sie ging weg. Sogar an diese völlig fremde Frau hätte sie sich in ihrer Panik gern geklammert, doch sie wusste, dass das irgendwie unpassend wäre … Eine andere Dame lächelte in Kohanas Richtung und sagte: „Beeil dich lieber, sonst frierst du sicher!“ Pah… Als ob der Eisdragonslayer in einem geschlossenen Gebäude frieren konnte. Sie könnte vermutlich nackt durch Hosenka laufen ohne zu frieren! Aber auch das wäre nicht angemessen … Das wusste selbst Kohana. Die langen Zöpfe öffnete sie kurzerhand und atmete noch einmal tief durch, bevor sie sich an die Vorbereitungen machte. Sie lächelte die Dame an, stellte sich unter eine der Duschen und wickelte sich zu guter Letzt das Handtuch um, bevor sie den hübschen Frauen in das Bade folgte…
Erst einmal blickte sich die Magierin um. Die Menschen saßen häufig in kleinen Grüppchen da, unterhielten sich, aber hielten erstaunlich viel Abstand. Es war warm hier und der Dampf hatte die ganze Quelle in dichten Nebel gehüllt. Sie konnte bei den Menschen kaum unterscheiden ob sie nun männlich oder weiblich war. Anscheinend war es weniger schlimm als sie gedacht hatte. Über ihrem Handtuch blitzte das hellblaue Gildenzeichen zwischen den Schultern etwas hindurch, da sie die langen Haare über die Schulter nach vorn geworfen hatte. Also ab ins Wasser… Doch gerade als sie sich dem Becken näherte und einsteigen wollte, gab es ein lautes Geräusch und einige Spritzer schoss nach oben in alle Richtungen. Neugierig, wie sie nun mal war, lief sie daraufhin zu und entdeckte etwas Rötliches im Wasser. Doch kein Blut, oder? Sie beugte sich nach vorn und versuchte in diesen unklaren Sichtverhältnissen zu erkennen. „Alles in Ordnung?“, fragte sie und strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr, die ihr vors Gesicht fiel. Ob die Person sie überhaupt hören konnte? Kohana steckte ihre Nase ständig in Dinge, die sie nichts angingen…
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Souta
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:24

Der unbestreitbare Nachteil daran, Angst vor Wasser und dem Ertrinken zu haben war, dass man nur schwer damit zurechtkam, wenn man auf direkte Art damit konfrontiert wurde. Souta hatte sich graziös wie ein Nilpferd in die heiße Quelle gelegt und war im ersten Moment versucht, um Hilfe zu schreien. Für einen grausamen, langen Augenblick lang zog sich die Luft in seinen Lungen zusammen und sein Magen schien in seinem Inneren zu verfaulen, als die Panik ihm die Kehle zuschnürte und er das Gefühl bekam, als wäre er in einen Ozean gefallen, der ihn mit Haut und Haaren verschlingen wollte. Sein Herzschlag hämmerte gegen seinen Adamsapfel und er wedelte mit den Armen wie ein Ertrinkender das eben so tat, doch alles legte sich, als seine Handflächen in Kontakt mit dem Boden kamen und er bemerkte, dass er in einem Onsen nicht ersaufen konnte – nicht einmal dann, wenn er das Schwimmen nicht beherrschte. Er brauchte nur ein paar Sekunden, um all das zu registrieren, sich kurz zu schämen und dann aus dem warmen Wasser aufzutauchen. Die dampfige Luft machte es ihm schwer, die Umgebung zu realisieren, weswegen er erst einmal wie irre blinzelte und sich die verirrten Tropfen aus dem Auge wischte. Es dauerte ein bisschen, bis er alles erkennen konnte, doch das, was er sah, war nicht unbedingt negativ zu bewerten. Es schien, als hätte er eine leere Quelle erwischt, deshalb machte er sich keine Gedanken (die er sich sowieso nicht gemacht hätte), als er sich aufsetzte und das Wasser nur knapp über seiner Hüfte endete, wo es immerhin für die nötige Jugendfreiheit des Ganzen sorgte. Seine Haut war feucht und von der Temperatur seines Bades leicht gerötet, so dass das Gildenzeichen von Blue Pegasus, obgleich es teilweise im Wasser verschwand, gar nicht so leicht zu erkennen war. Die Haare hingen ihm in tropfender Manier im Gesicht herum, doch die Augenklappe saß, so dass er sich deswegen keine Gedanken machte. Er sah bestimmt wie eine männliche Nixe aus, wie er da so herumlungerte und spürte den Blick der Umstehenden auf sich, ignorierte diese jedoch ebensosehr wie das treibende Handtuch im Wasser, weil seine gesamte Aufmerksamkeit sich in diesem Moment auf eine einzige Person richtete, welche er anstarrte, als habe sich gerade die Lady vom See höchstselbst aus den Fluten erhoben. Ein unbesiegbares Schwert hielt sie zwar nicht in den Händen, aber dafür ein Handtuch, welches ebenso scharf durch seine Gedanken schnitt. Der Blick des Einäugigen wanderte von ihren Beinen nach oben, verlor sich an ihrer Brust, verweilte dort für etwas länger, als er gemusst hätte, und hob sich letztendlich doch zu ihrem Gesicht, das … ihm bekannt vorkam. Er hatte dieses Mädchen schon einmal getroffen. Nur wo … Souta erinnerte sich so schlecht an seine weiblichen Bekanntschaften, deshalb konnte er diese langen Haare und das hübsche Gesicht nicht zuordnen. Sein Typ war sie auf jedem Fall, obwohl man das von so ziemlich allem sagen konnte, was gut aussah und Brüste hatte … „Jetzt geht es mir ausgezeichnet“, meinte er und lächelte das Mädchen an, wobei er unwillkürlich Platz für sie machte, falls sie sich entscheiden sollte, mit ihm zusammen zu baden, wäre er ihr nämlich sehr verbunden. Doch zuerst … „Entschuldige bitte.“ Er legte den Kopf leicht schief und betrachtete sie von unten, mit einem Blick, der ehrlich verwirrt aussah, ganz so als hätte er sich hier irgendwie zwischen all den nackten Leibern verirrt und hatte keine Ahnung, wie er wieder herauskommen konnte. Wahrscheinlich schaffte es nur Souta, vollkommen unbekleidet dermaßen unschuldig auszusehen. „Haben wir schonmal miteinander geschlafen?“ Oder sollten wir das vielleicht nachholen?

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Kohana
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:25

Erstaunlicherweise hatte die Magierin mit dem eisblauen Haar bisher immer Glück gehabt, wenn sie ihre Nase in Dinge steckte, die sie eigentlich so gar nichts angingen. Aus dem Wasser erhob sich im Dampf eine Person, die doch größer war als sie erwartet hatte. Warum sie ihre Neugier nicht zurück halten könnte, wusste die Magierin nicht so recht, aber es schien auch halb so schlimm zu sein. Der Mensch, der seinen Kopf gerade aus dem Wasser reckte, trug einen roten Schopf und ein erstaunlich bekanntes Gesicht. Wäre es eine fremde Person, hätte sich Kohana wohl geschämt, dass sie auf einen Mann in diesem Bad zugegangen war, aber der Wiedererkennungsmoment erleichterte sie doch sehr. Die Reaktion des jungen Mannes brachte Kohana umso mehr zum Schmunzeln. Sein Name war Souta, so viel wusste sie noch. Soweit sie sich erinnerte, waren sie in derselben Gilde, aber sie hatte den Magier lang nicht gesehen. Die beiden hatten sogar nur mit einer anderen Magierin eine Quest begonnen, die aufgrund einiger Komplikationen nicht zu Ende gebracht werden konnte. Aber das war halb so wild, dann man sah sich ja immer zwei Mal im Leben, nicht?
Aber immerhin sagte ihr Gegenüber, dass es ihm nun gut ging. Womit auch immer dies zusammenhing. Er schien andeuten zu wollen, dass er für sie Platz machte. Sie zögerte einen Moment und beobachtete den freien Platz. Wollte sie sich wirklich so nahe neben einen jungen Mann setzen an einem solchen Ort? Dass er sie so musterte, bemerkte Kohana gar nicht wirklich. Erstens war die Sicht hier nicht besonders gut und zweitens war sie darauf auch nicht allzu sehr bedacht. Sie war zwar aufmerksam, aber das war ihr wirklich nicht sonderlich wichtig. Allerdings wurde recht schnell deutlich, dass ihr Gesprächspartner sich nicht an sie erinnern konnte. Kohana machte das nicht allzu viel aus. Immerhin wusste sie, dass die beiden sich wirklich nur kurz getroffen und kaum kennengelernt hatten… Obwohl sie auf seinem Schoß gelandet war, aber vermutlich auf eine ganz andere Art und Weise als er sie sich erträumt hatte. Da fiel es ihr wieder auf… Vanille! Dadurch hätte sie ihn eigentlich gleich wiedererkennen müssen. Wenn es um Gerüche ging, war Kohana sehr aufmerksam. Ob es wohl daran lag, dass ihre Neugier sie zu dem Wasser hingezogen hatte? Doch als Souta wieder den Mund aufmachte…
… Herrschte erst einmal einen gefühlt endlos langen Moment ein peinliches Schweigen zwischen den beiden. Kohana blinzelte ihn einige Male an um sicherzugehen, dass das gerade wirklich passiert war. Souta blickte sie dabei so unschuldig an, als hätte er keinen Hintergedanken bei der Frage aber… Wie konnte man nicht wissen mit wem man schon geschlafen hatte und mit wem nicht? Und vor allem… Wie konnte man das so unverblümt in den Mund nehmen?! Wenn Kohana tatsächlich irgendwann einmal in eine Situation kommt in der der sie sowas wirklich tut, dann wäre das eher einmalig, würde sie unendlich viel Überwindung kosten und wäre definitiv nicht mit jedem! Allein der Gedanke daran würde reichen um sie im Boden versinken zu lassen. Nur wie reagierte sie nun darauf? Sie wollte ja auch nicht wirklich wie eine spießige Zicke… Außerdem meinte er das sicher nicht einmal so ernst. Sicher war das ein Spaß! Kohana zwang sich zu Gelächter, obwohl man zum Ende hin vielleicht merkte, dass sie ein wenig angespannt war. „Wir? Quatsch.“ Sie grinste und sagte ziemlich unüberlegt: „Das hättest du nicht vergessen!“ Was?! Wieso? Sie rollte mit den Augen, blickte sich um und verdrängte ihre Verlegenheit. „Eh, Spaß bei Seite. Ich bin Kohana… Wir waren mal gemeinsam auf einer Quest.“ Dann lächelte sie und verbeugte sich leicht, krampfhaft darauf achtend ihr Handtuch nicht zu verlieren. „Schön dich wiederzusehen!“
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Souta
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:29

Aha, das hätte Souta also nicht vergessen? Einen Moment war er stutzig, musste sich daran erinnern, ihre Merkmale mit seinen Questpartnern zu verbinden und unter all den Aufträgen den zu finden, den er mit ihr gemacht haben könnte, doch er gab es letztendlich auf. Stattdessen schien das Gesicht des Rothaarigen sich von innen heraus mit Licht zu füllen, seine Mundwinkel kringelten sich nach oben und er strahlte diese junge Frau an, mit einem Grinsen, das ehrlich gemeint war und ihr deutlich zeigen sollte, dass sie Souta gefiel. Nicht unbedingt nur körperlich. Irgendwie war sie knuffig. Natürlich kam es bei ihm manchmal vor, dass er sich nicht an seine Bettgeschichten erinnerte, weil sein Gedächtnis, was Namen und Gesichter anging, nicht gerade stark war und er sich lieber auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrierte. Mit jemanden zu schlafen war eher ein Hobby für ihn, das er nur mit einer Person aus Liebe praktizierte, mit allen anderen hatte er Spaß. Deshalb interessierte es ihn auch nicht, welche Augenfarbe sie hatten oder wie sie hießen, während er sich an andere Details deutlich besser erinnern konnte. Hätte Kohana beispielsweise ihr Handtuch verloren, hätte er sofort sagen können, ob sie jemals mit ihm liiert war, doch man wollte hier ja keine Skandale anzetteln, daher fragte man eben lieber höflich nach. Es sprach allerdings sowieso alles dagegen, da es im Allgemeinen nur zwei Arten von Verflossenen gab, nämlich die, welche einen Föhn in die Quelle geschmissen hätten und diejenigen, die ohne zu zögern hineingesprungen wären, um ihm um den Hals zu fallen. Da Kohana nichts von alledem tat, war sie entweder ein Einzelfall (von denen es nicht viele gab und an die er sich alle erinnerte) oder nicht auf diese Art mit ihm bekannt. Kaum zu glauben, doch Souta besaß weibliche Bekanntschaften, die er noch nicht nackt gesehen hatte, ja wirklich. Zumindest, während sich beide Parteien der Beobachtung des Anderen bewusst waren … Zurück zum Thema. Es passierte nicht oft, dass Souta Leute aus seiner Zeit bei Lamia Scale traf, doch auch er freute sich, dass er dieses Mädchen aufgetan hatte. Noch war nicht sicher, dass sie ihn ablehnen würde, auch wenn sie Quatsch gesagt hatte, schließlich hatte sie gleich darauf eine ziemlich anzügliche Bemerkung gemacht, was die Qualität einer solchen Begegnung angehen würde, die man kaum einfach so ignorieren konnte. Er würde später darauf zurückkommen, sie zu fragen, warum genau er das denn nicht vergessen würde und ob sie ihm nicht ein paar Tipps geben konnte, doch vorerst musste er sie irgendwie dazu kriegen, sich hier zu ihm zu setzen. Kurz kalkulierte er, wie er ihre Bekanntschaft am besten ausnutzen konnte und entschied sich dann darauf, sie ganz gezielt mit der Freundschaftskarte in Verlegenheit zu bringen. „Gleichfalls. Tut mir Leid, dass ich dich nicht sofort erkannt habe. Ich würde mich ja auch verbeugen, aber na ja …“ Er lächelte und rückte noch etwas weiter an den Rand, um ihr diesmal wirklich unmissverständlich Platz zu lassen. „Willst du mir Gesellschaft leisten, Kohana?“ Ihren Namen nennen, damit sie sah, dass er nicht so oberflächlich war, wie er vielleicht wirkte: Check. Einen Kommentar ablassen, dass er sie nicht sexuell bedrängen wollte, indem er aufstand, obwohl er sich später anderes erhoffte: Check. Nun konnte sie ihn entweder abweisen und unhöflich sein, oder war gezwungen, den Platz mit ihm zu teilen. Pech für sie. Außerdem, sollte sie sich eine andere Quelle suchen und sich entschuldigen, konnte er ihr ja ohne Weiteres folgen. Das hier war ein freies Onsen und wenn er spontane Lust hatte, eben genau in ihrer Nähe zu baden, würde ihm niemand einen Vorwurf machen können, oder?

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Kohana
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:30

Wie konnte man denn Kohana nicht erkennen? Mal abgesehen davon, dass sie wunderschön war, war sie die bisher kompetenteste Anwärterin auf den Platz der Weltherrscherin. Wenn man sie so sah, dann musste man doch vor Ehrfurcht erzittern, oder etwa nicht?! Naja… Vielleicht war sie schon etwas klein, zierlich und niedlich… Aber trotzdem hatte sie doch ein unvergesslich schönes Gesicht. Mal ganz von den Augen und Haaren abgesehen, die eine einzigartige und besondere Farbe hatten. So ein Banause… Wie konnte man nur die großartige Kohana vergessen? Aber dem dummen Fußvolk sei dies verziehen… Immerhin waren Leute wie Souta nur einfache Menschen. Obwohl Kohana sich daran erinnern konnte, dass dieser Magier eine außerordentliche Begabung gezeigt hatte. Welche das noch einmal war, müsste sie genauer reflektieren, aber das ginge nun zu weit. Sie war sich allerdings sicher, dass sie ihn als potenziell nützlich eingestuft hatte… Kohana hatte nicht mehr ganz so sehr das Ziel vor Augen, dass sie Weltherrscherin werden wurde. Seitdem sie jemandem auf einer wirklich persönlichen Ebene begegnet war, hatte sie ihre von Hass angetriebenen Ziele weiter hinaus geschoben. Sicher wollte sie den Kopf ihres Drachenvaters noch immer rollen sehen, aber das hatte Zeit. Geschichte wird im Augenblick und nicht in der Zukunft geschrieben!
Es war Souta also verziehen, dass er sie vergessen hatte. Vielleicht kannte er einfach auch nur so viele Menschen, dass ihm dies nicht mehr so ins Auge fiel. Jep, ins Auge. Er hatte ja nur eins. Oder? Ein wenig Neugier weckte so eine Augenklappe schon. Das war etwas anderes als ein Holzbein… Dieses konnte man ganz eindeutig enttarnen, denn da konnte man kein Bein mehr drunter verstecken. Was sich unter einer Augenklappe verbarg, war ungefähr so ungewiss, wie alles, was sich unter einer Hose versteckte… Obwohl man darauf wetten konnte, dass Holzbeine nicht alltäglich waren, oder?
Souta war jedoch ein höflicher und sympathischer Zeitgenosse, der neben einigen, kleinen Witzchen sogar Platz neben sich machte, damit sie sich zu ihm gesellen konnte. Allerdings löste diese Handlung eine Kurzschlussreaktion bei Kohana aus. Nahezu automatisch trat sie einen Schritt voran, blieb dann jedoch stehen. Nun war sie schon auf ihn zugekommen… Aber eigentlich wollte sie definitiv wirklich gar keinem Mann so nahe sein. Vor allem nicht so leicht bekleidet. Das würde sie nicht mal bei ihrem Geliebten schaffen! Also… Was sollte sie nun tun? Er hatte sicher bemerkt, dass sie ihm entgegen gekommen war… Und dass sie nun stockte, machte die Situation auch nicht besser… Verflucht. Kohana wartete nicht länger, schaltete das Gehirn eine Weile aus, nickte stumm und setzte sich mit einem verlegenen Lächeln neben Souta. Glücklicherweise konnte man das dümmliche Grinsen nur schwer enttarnen bei dieser stickigen Luft hier, die auch noch einen dichten Nebel mit sich brachte. Man konnte ja jederzeit das Thema vollkommen unvermittelt und smalltalktypisch umlenken, nicht wahr? Sie setzte wieder ihr goldiges Allerweltslächeln auf und blickte in Richtung des Magiers, der ihr eigentlich deutlich zu nahe war, dafür, dass sie außer einem Handtuch nichts anhatte. Aber sie war eine erwachsene Frau. Was störte sie das schon? Er war immerhin auch erwachsen. Jedes kindliche Pubertätsgehabe und jeder bescheuerte Anmachversuch wäre in einem Onsen völlig fehl am Platz! Also hatte sie nichts zu befürchten. Themenwechsel: „Wie kommt es, dass man dich so lang nicht mehr im Gildenhaus gesehen hat? Warst du lang unterwegs?“ Hah, sehr gut. Smalltalk war ihre leichteste Übung!
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:36

Es passierte so selten, dass Souta mit Leuten aus seiner alten Gilde Kontakt hatte, deshalb freute es ihn wirklich, Kohana zu sehen. Der tatsächliche Grund für seine Zufriedenheit ihre Nähe betreffend war zwar ein anderer, doch das musste sie ja nicht wissen, und wenn sie spannende Geschichten austauschen konnten war das doch die ideale Gelegenheit, sich über ein wenig Smalltalk näher zu kommen. Damit sich die hübsche Dame in seiner Gesellschaft nicht ganz so unwohl fühlte, fischte auch er sein Handtuch hervor und wickelte es sich behelfnismäßig um die Hüfte, nur für den Fall, denn man wollte zwar auf die Pelle rücken, aber so verzweifelt musste man auch nicht wirken. Zumal sie sich ja jetzt wohl über etwas ganz Anderes unterhalten würden, da Kohana scheinbat keine Ahnung hatte, was in den letzten Jahren mit Souta so alles abgelaufen war. Natürlich band er niemandem auf die Nase, dass er Mist gebaut hatte und aus der Gilde geflogen war, doch es war irgendwie eine beruhigende Vorstellung, dass auch Lamia Scale davon abgesehen hatte, diesen Fauxpas zu erwähnen oder an die Öffentlichkeit zu tragen. Lag vermutlich daran, sich von seinen Taten zu distanzieren und keinen schlechten Ruf auf die Institution zu bringen, aber Souta waren die genauen Beweggründe eigentlich vollkommen egal. Er war noch nie so zufrieden mit seinem Leben gewesen wie in seiner momentanen Situation und scherte sich kein bisschen um das Wohlergehen seiner alten Gilde, wenn diese es auch nicht tat … Ihr Fehler, dass sie sich seine Großartigkeit durch die Lappen gehen lassen mussten, hm? Souta betrachtete mit Argusauge, wie sich Kohana zu ihm setzte und lächelte ein durchwachsenes Grinsen, weil er nicht ganz einschätzen konnte, was sie von seiner Geschichte halten mochte. Manche sahen das ziemlich locker, andere würden einen Gildenwechsel vermutlich eher als Verrat verstehen, doch wie das Mädchen mit den laaaangen Haaren dazu stand, würde er wohl nur auf direktem Wege erfahren, indem er auf ihre Frage antwortete. „Kann man wohl sagen“, meinte er auf ihre Frage, ob er sich herumgetrieben hatte und verschränkte die Arme hinter dem Kopf, wobei er ganz zufällig neben sie rutschte und an die Decke blickte, als müsste er über die richtige Wortwahl nachdenken. „Ich bin nicht mehr bei Lamia Scale. Die Gilde und ich hatten ein paar … unüberwindbare Differenzen. Bin jetzt bei Blue Pegasus … Aber heute habe ich frei!“ Sein Grinsen wurde noch etwas breiter und er zog die Beine an, legte den Kopf schief und neigte sich der jungen Frau entgegen, nicht übermäßig aufdringlich, aber ein bisschen Interesse war wohl anzumerken … Wohin auch immer dieses gerichtet sein mochte. „Was ist mit dir? Bist du alleine hier oder halte ich dich von einer wichtigen Verabredung ab...?“ Nicht, dass es Souta stören oder aufhalten würde, wenn sie sich in festen Händen befand (auf ihn traf das doch auch zu ...), aber man wollte ja höflich sein!

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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:38

Obwohl Kohana schon eine ganze Weile in der zivilisierten Welt lebte, hatte sie noch nicht allzu viele feste Bekanntschaften geschlossen. Sicher hatte sie das eine oder andere Mal jemanden des Öfteren getroffen und sogar einen festen Freund für sich erobert, der ihr wirklich sehr am Herzen lag, aber sonst hatte sie kaum Menschen, die ihr irgendwie nahe standen. Es war ein wenig komisch, da sie sich doch stets Mühe gab ein möglichst umgänglicher Mensch zu sein, doch das klappte erstaunlich selten gut auf Dauer. Sie hatte das bisher nie so wirklich gekümmert, aber nun wo sie sich Gedanken darüber machte, wurde es etwas komisch. Viele Menschen hatten Freundinnen und Freunde. Sie hatte das nie als sonderlich wichtig befunden, schon gar nicht mehr seitdem sie Kabuto hatte, aber vielleicht konnte man sich doch einmal darum bemühen eine Art Freundschaft zu pflegen, oder? Da war es doch ein gutes Omen, wenn man eine Bekanntschaft nach langer Zeit wiedertraf. Sie versuchte nicht allzu viel dort hinein zu interpretieren oder zu erwarten, da sie Enttäuschungen gewohnt war, aber man konnte ja trotzdem ein wenig darauf hinarbeiten mit irgendjemandem eine Freundschaft zu etablieren, nicht? … Dass Souta dafür ganz und gar nicht die richtige Person war, konnte das arme Mädchen ja nicht ahnen. Auf die Sache, die er von ihr wollte zu kommen, würde wohl ewig dauern, wenn er sie nicht mit dem Zaunpfahl erschlug.
Auf ihre Frage hin erzählte er Magier jedoch etwas, womit Kohana gar nicht gerechnet hatte. Es verwunderte sie wirklich sehr, dass der junge Mann, mit dem sie vor nicht allzu langer Zeit noch auf einer Quest gewesen war die Gilde gewechselt hatte. Sie hielt es für ein wenig zu persönlich danach zu fragen um welche Art von Differenzen es sich handelte und nickte deshalb nur verständnisvoll als er dies erklärte. Dass er nun zu Blue Pegasus gehörte, störte sie nicht sonderlich. Sie war kein Fan der Gilde wegen des Drachenfanatismus, aber sie hatte mehr Verständnis dafür zu dieser großen Gilde zu gehen, als zu Fairy Tail. Das war vielleicht ein dummer Sauhaufen… Dort gab es nur einen einzigen Magier, dem Kohana vertraute und den sie tatsächlich für fähig hielt. In Blue Pegasus folgte man den falschen Herrschern, aber das konnte man noch verzeihen, glaubte sie. Immerhin musste man dumme Menschen stets eines Besseren belehren, da sie die Welt und ihre Bewohner nicht mit den Augen sahen, mit denen sie diese sah. Dass er heute frei hatte, war ein witziger Zufall, denn ihr ging es ja ebenso. Schmunzelnd lauschte sie ihm, bis er sie fragte, ob sie nicht etwas vorhatte oder Zeit dafür hatte sich hier mit ihm zu unterhalten. Freundlich verneinte sie mit einem Kopfschütteln. „Ich bin allein hier, denn ich habe auch frei und habe eine Eintrittskarte für das Bad hier gewonnen.“, erklärte sie schon ein wenig stolz, denn Spielglück hatte sie nur selten. Das überzeugte sie natürlich wieder von ihren unglaublichen Fähigkeiten, die damit wohl herzlich wenig zu tun hatten… Eine Verabredung hatte sie also heute nicht… Worauf er hinaus wollte, bemerkte sie allerdings gar nicht.
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:40

Interessant … Kohana hatte also keine wichtigen Pläne und war auch mit niemandem gekommen, der seine Strategie durchschauen und seine Absicht, sich heute Abend eine Blauhaarige anzulachen durchkreuzen könnte? Souta war wohl wirklich ein Glückspilz, denn wer traf schon mitten in einer heißen Quelle eine leicht bekleidete Bekannte, die sich auch noch so bereitwillig neben ihn hockte und freundlichen Smalltalk führte? Bei Letzterem würde es nicht allzu lange bleiben, zumindest, wenn es nach dem Rothaarigen ging, doch er bezweifelte, dass er einfach so versuchen konnte, die Magierin zu küssen oder zu berühren. Erstens war er sich nicht sicher, ob solche Annäherungsversuche hier überhaupt erlaubt waren und wollte nicht aus dieser entspannenden Ruheoase geschmissen werden, jedenfalls nicht ohne die Aussicht auf einen viel angenehmeren Zielort. Zweitens war Souta kein wildes Tier, das seine Triebe nicht zügeln konnte. Er würde den Teufel tun und sich wie irgendein Tölpel verhalten, um Kohana flachzulegen, denn das hatte das hübsche Mädchen nicht unbedingt verdient. Bei manchen klappte eine sehr direkte und aggressive Taktik gut, aber bevor er nicht so ganz einschätzen konnte, wie sich das bei der Langhaarigen hatte, durfte er es nicht übertreiben. Egal wohin sie der Abend führen würde, wäre es nicht sogar umso besser, wenn Kohana die Initiative ergreifen könnte? Als Gildenmagier von Lamia Scale wohnte sie doch sicher in dieser Stadt und wenn er es sich so recht überlegte, hatte er nicht wirklich Lust, ein Hotelzimmer von seinem ohnehin schon knapp bemessenem Einkommen zu bezahlen. Souta betrachtete seine Gesprächspartnerin interessiert und lächelte ihr angemessen verwundert entgegen, als sie verkündete, dass sie die Eintrittskarte gewonnen hatte. Soetwas aber auch, das war dann wohl der ultimative Glückstag für diese junge Dame! Sie hatte nicht nur freien Zugang zu einer Wellnessoase sondergleichen, sondern auch noch die wahnsinnige Chance, die Aufmerksamkeit eines wunderschönen Rothaarigen zu genießen, der neben ihr saß und sich fragte, ob sie vielleicht auf den Trick mit dem Gähnen und dem Arm-um-die-Schulter-legen hereinfallen würde. Für's Erste rückte er ihr auf eine etwas andere Art auf die Pelle, indem er ihr seinen freundlichsten Gesichtsausdruck schenkte und dann die Hand ausstreckte, um eine auf der Wasseroberfläche treibende Haarsträhne zwischen die Fingern zu nehmen. Als er sie leicht anhob, zog die Feuchtigkeit sie nach unten, doch es kam ja nicht darauf an, sie nach Spliss zu überprüfen. „Färbst du dir eigentlich die Haare oder ist das natürlich?“, fragte er sie, interessiert, obwohl er natürlich keine Gedanken darauf verschwendete, wie sie ihre Haare wohl pflegte. Sie waren wunderbar lang und würden sich wahrscheinlich wie ein blauer Heiligenschein um den Kopf legen, wenn sie auf dem Rücken lag … Bestimmt konnte sie auch einfach ihre Haare als Kleidung verwenden, indem sie diese um den Körper wickelte, ja, das würde er wirklich gerne sehen, aber er beherrschte sich und ließ die Strähne los, bevor er den Arm auf den Rand der Quelle lehnte und die Beine ein wenig im warmen Wasser treiben ließ. Ja, es war ziemlich bequem hier und er könnte bestimmt stundenlang hier sitzen und seine hübsche Sitznachbarin betrachten, doch das war ja auch nicht ganz Sinn der Sache. „Was hälst du davon, wenn ich dich später zum Essen einlade? Du könntest mir erzählen, was sich seit meinem Verschwinden in der Gilde getan hat. Keine Insider-Informationen, natürlich.“ Er zwinkerte ihr zu (ja, Souta konnte zwinkern, auch mit nur einem Auge), lehnte sich zurück und schloss das Auge, um sich zumindest für ein paar Sekunden lang im wohligem Wasser zu verlieren. Außerdem sah er so unschuldig aus.

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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:45

Kohana flachlegen… Ein guter Witz. Natürlich wusste die blauhaarige Eisprinzessin nichts von den Plänen ihres alten Bekannten. Hätte sie davon gewusst, hätte sie den Widerling schon längst versucht zu kastrieren. Nicht, dass sie als Frau es nicht genießen würde begehrt zu werden. Es war ja irgendwie schon ein Kompliment, wenn ein Mann sie als attraktiv empfand, aber für ein Mädchen ihres Alters war es wohl noch viel zu früh so etwas von ihr zu verlangen. Mal ganz davon abgesehen, dass Kohana sowieso da sehr weit zurück lag. Andere Damen in ihrem Alter waren bestimmt schon ein paar Schritte weiter vorangekommen, aber Kohana hatte es gerade einmal vor kurzem geschafft jemandem nahe genug zu kommen, um ihn zu küssen… Das schafften manche Kinder schon im Vorschulalter, wenn man es mit der Art Kuss verglich, welche sie sich zugetraut hatte. Von einem Mädchen wie ihr konnte man aber auch wohl kaum mehr erwarten. Immerhin war sie die meiste Zeit abseits der Zivilisation auf einem Berg aufgewachsen. Jetzt in Hosenka zu sein, erschien immer noch manchmal ein wenig surreal…
Mal zurück zum Thema. An das gemischte Bad gewöhnte sich die Eismagierin so langsam. Es war gut möglich, dass dies damit zusammenhing, dass sie in ein Gespräch verwickelt war. Würde sie hier allein sein, würde sie vermutlich noch immer wie ein Mauerblümchen beschämt in einer Ecke des Bads sitzen und darum beten, dass ihr niemand zu nahe kam oder auch nur in ihre Richtung blickte. Sicher gab es hier die eine oder andere freundliche Frau, aber es gab sicher auch merkwürdige Menschen. Kohana wusste nur zu gut, dass es Menschen gab, die alles andere als gut waren. Da war es doch wirklich ein glücklicher Zufall auf eine gute Person wie Souta getroffen zu sein, oder? Trotzdem Kohana dem jungen Mann mehr Vertrauen schenkte als gewöhnlichen Lebewesen, hatte sie ihn ganz genau im Blick. Sie beobachtete mit ihrem freundlichsten Lächeln auf den Lippen jede Bewegung des Magiers. Ganz egal wer ihr gegenüber saß… Ihren Schutz ließ sie nicht so schnell fallen. Kohana war schon ein wenig neugierig darauf, was einen Magier dazu brachte seine Gilde zu verlassen. Sie konnte es verstehen, wenn ein Fairy Tail Magier erleuchtet wurde und merkte, dass seine Gilde voller Idioten war… Aber Lamia Scale war doch eigentlich ziemlich in Ordnung gewesen… Die Wärme in einem solchen Bad war übrigens nicht unbedingt gewöhnlich für Kohana. Die Eismagierin merkte, dass es ihren Körper schwächte je länger sie sich hier aufhielt, aber sie hatte ja heute ohnehin nichts mehr vor. Hauptsache ihr wurde nicht schwindelig. So lang konnte sie noch bleiben… Während sie sich darüber Gedanken machte, beobachtete die Magierin, wie Souta eine ihrer Haarsträhnen anfasste. Zunächst war das nichts, wofür man ihn vernichten musste, aber mutig war es schon einfach so die Haare eines anderen Menschen zu berühren. Als er jedoch die Frage stellte, ob sie gefärbt waren, verstand sie seine Neugier dann doch irgendwie. Ihre Augen und Haare waren schon ziemlich speziell, selbst für die ungewöhnlichsten Eigenschaften der Menschen, denen sie schon des Öfteren begegnet war. Schmunzelnd schüttelte sie einfach den Kopf und beobachtete ihn weiter aus dem Augenwinkel. Ihr war ein wenig zu warm, weshalb sie zu träge war um ordentlich zu antworten. Allerdings glaubte sie, dass er sie verstanden hatte. Seine Einladung zum Essen traf sie doch überraschend. Kohana hatte nun nicht allzu viel Geld und Souta schien ein freundlicher Kamerad zu sein… Warum also nicht? „Wenn das so ist… Sehr gern.“, erklärte sie lächelnd und überlegte sich zu welchen Köstlichkeiten er sie wohl einladen würde…?
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:46

Wahrscheinlich war es wirklich einfach Pech, dass Souta entweder nie gewusst hatte, welche Magie Kohana ausübte, oder es bereits wieder vergessen hatte, doch selbst dann wäre er bestimmt nicht weniger zielstrebig in seinen Absichten ihr gegenüber. Es war nun einmal ein Fakt, dass sie eine attraktive junge Frau darstellte, welche kein Kind mehr war und sogar selbst gesagt hatte, dass er eine gemeinsame Nacht mit ihr sicher nicht so einfach vergessen würde. Selbst wenn das ein Versprecher gewesen war, ging der Kettenmagier davon aus, hier mit keinem Vollidioten abzuhängen, sondern mit einer erwachsenen und entscheidungsfähigen Person. Natürlich gäbe es sicher einige Menschen, die ihm vorwerfen würden, welche wenig edlen Absichten er verfolgte und dass das, was er plante nicht unbedingt nett war, doch solange er Kohana nicht unangenehm auf die Pelle rückte oder ihr Böses antat, sondern ihr zuhörte und nette Konversation führte, durfte man ihn wirklich nicht vorschnell verurteilen. Souta war nicht die Art von Kerl, die eine Frau sofort links liegen ließen, wenn sie ihn verschmähte, schließlich war er kein Arsch … Zwar hatte er spontan Lust, dieser Augenweide in Blau näherzukommen, doch sie besaß trotz allem ihren eigenen Willen und hatte somit die Kontrolle über diese Situation. Selbst wenn Souta Kenntnis davon besessen hätte, dass sie einen Großteil ihres Lebens abgeschieden verbracht hatte, wäre er sich immernoch nicht so vorgekommen, als würde er sie ausnutzen. Die Sache war nun einmal die, dass seine bisherigen Informationen über Dragonslayer durchgehend Personen beinhalteten, die sich ganz wie erwachsene Menschen benahmen. Sein Freund war beispielsweise einer von ihnen und ihn unschuldig zu nennen, das wäre der Witz des Jahrtausends. Im Großen und Ganzen fühlte sich Souta hier einfach wohl und hoffte auf eine angenehme Wende in seiner Abendgestaltung, aber da er keine Gedanken lesen konnte, wusste er natürlich nicht, wie es um Kohanas Charakter bestellt war … Und manche Teile davon wollte er auch nicht wissen. Zum Beispiel hatte er sie aus reiner Absicht nicht gefragt, ob sie einen Freund hatte, weil er die persönliche Politik verfolgte, dass zumindest in dieser Hinsicht Unwissen vor Strafe schützte. Er selbst verleugnete seinen Beziehungsstatus auch nicht, wenn er danach gefragt wurde, doch da dies nicht geschehen war, sah er keinen Grund, ihr irgendetwas in diese Richtung auf die Nase zu binden, immerhin war das ja auch komplett unerheblich und machte die Dinge meistens nur kompliziert für alle Beteiligten. Er würde sie zum Essen einladen und sich vorantasten und freute sich gerade, dass sie sein Angebot angenommen hatte, was schon einmal ein erster Schritt in die richtige Richtung war. Eigentlich hatte er vorgehabt, seine Unterkunft mit dem zurückgelegtem Geld zu bezahlen, aber manchmal musste man Investitionen tätigen, um Gewinne zu erzielen, außerdem hatte er zur Not noch mehrere Frauenbekanntschaften in der Stadt, die er wegen einem Zufluchtsort betüdeln könnte, manche von denen waren sogar ganz ordinäre Gildenkollegen, wie eben auch Kohana gewesen war … Souta wippte ein wenig im Wasser umher, weil das lange Sitzen langsam langweilig wurde und spürte, wie der Dampf sich auf seine Haut legte und das warme Wasser zur Entspannung seiner Muskeln beitrug. Hier war es wirklich schön, wenn auch ein bisschen zu öde für seinen Geschmack. Es schien wohl so, als würde der Faden des Gespräches bei ihm liegen, was ihn auch gar nicht störte, da er sonst vielleicht einfach eingeschlafen wäre. „Mhh … Magst du Sushi?“, fragte er und lehnte sich ein Stück zurück, um den gesamten Rücken und seine Schultern im wohltuendem Wasser zu versenken, wobei er natürlich darauf achtete, sich nicht auf unangemessene Weise zu entblößen. „Bei dem ganzen Baden komme ich mir schon vor wie ein Fisch ...“ Auch wenn er genau genommen nicht schwimmen konnte …

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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:49

Essen war immer ein gutes Lockmittel für eine Genießerin wie Kohana. Sie liebte Essen und seitdem sie vom Berg heruntergekommen war, hatte sie stets Neues und Unbekanntes ausprobiert, ganz egal wie eklig es aussah oder sich anhörte. Vor allem hatte sie eine Vorliebe für Fisch und Fleisch, was daran lag, dass der Drache ihr dies nur selten als Belohnung  gebracht hatte. Es war immerhin schwer auf einer Bergspitze irgendwelchen Lebewesen zu begegnen. Meistens gab es nur vegetarische Speisen, aber wenn es dann mal tierische Lebensmittel für die junge Magierin gegeben hatte, freute sie sich natürlich umso mehr. Heute, wo sie die Möglichkeit dazu hatte, probierte sie sehr gern vieles aus und ließ sich da von niemandem reinreden. Sie hatte sich schon des Öfteren den Magen verdorben, aber war auch nicht selten auf wunderbare Köstlichkeiten gestoßen, die gar nicht den Anschein danach machten. Wenn es also das Todesszenario für Kohana gab, dann war es wohl eine extreme Lebensmittelvergiftung. Aber so jemand großartiges wie Kohana stirbt schon nicht so leicht! Das wäre ja lächerlich…
Heiße Quellen waren schon etwas Tolles. Die Magierin war froh, dass sie diesen Preis gewonnen hatte, da sie eine solche Erfahrung bisher noch nicht so gemacht hatte. Auch wenn das gemischte Bad sie einiges an Überwindung gekostet hatte, war es kein Vergleich zu der albernen Badewanne zu Hause. Es war so viel entspannender und je länger man dort war, desto mehr gewöhnt man sich an diese etwas ungewöhnliche Umgebung. Lächelnd genoss sie noch etwas die entspannende Atmosphäre. Allerdings merkte die etwas hitzeanfällige Eismagierin zunehmend mehr, dass diese Wärme für sie mehr als ungewohnt war. Sie war es gewöhnt sich so kurz wie möglich an wärmeren Orten aufzuhalten, aber hier war es so schön. Da wollte man glatt vergessen, dass einem leicht schwindelig wurde. Dass es hier öde war, fand Kohana ganz und gar nicht. Sie war ohnehin ein Mensch, der es zu schätzen wusste, wenn er wirklich die Ruhe bekam um sich mal ernsthaft zu entspannen, denn das kam bei ihr so selten vor. Als eine so fähige und gefragte Magierin wie sie, konnte man schon mal gestresst sein, nicht wahr? Aber glücklicherweise war sie ja nicht allein hier und so lang man sich mit jemandem unterhalten konnte, wurde es ja ohnehin keinesfalls langweilig. Souta schien das Bad hier auch zu genießen, zumindest sah er so aus. Allerdings sprach er sie bald darauf an, ob sie Sushi mochte. Ob sie es mochte? Oh, sie liebte Sushi! Energisch nickte sie, wobei ihre Augen richtig zu leuchten schienen. Dass er sich wie ein Fisch vorkam, brachte sie nur zum Schmunzeln. Vielleicht teilten sie dieses Problem, dass in seinen Gedanken herumschwirrte sogar… Nur weil sie der Eisdragonslayer war, setzte das wohl kaum voraus, dass sie schwimmen konnte. In einer Badewanne und auch hier war sie nicht untergegangen, aber ob sie jemals schwimmen war? Nahe den Bergen gab es dazu keine Möglichkeit… Also vermutlich eher nicht… Aber ob sie es könnte? Das war wohl eine Sache des Ausprobierens… Von ganz allein konnte man so etwas wohl nicht, oder? Das war wie Radfahren oder Springseilspringen, so etwas sollte einem jemand zeigen, nicht? Es wäre interessant zu sehen, ob sie es aus Reflex können würde, allerdings konnte man daran gut zweifeln… Wie dem auch sei… Wann immer Souta los wollte, Kohana war bereit für Sushi!
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:51

Souta hatte Kohana also nun tatsächlich zu einem Date überreden können, obwohl es wahrscheinlich schon grenzwertig platonisch war, wenn man nackt nebeneinander in einem kleinen Tümpel hockte. Es kam eher selten vor, dass der Rotschopf die Frauen, die er aufgabelte, auch noch ausführen musste, doch normalerweise waren Bekannte von ihm, die er theoretisch auf Quest treffen könnte bis auf ein paar Ausnahmen auch tabu. Ob die süße Dragonslayerin wusste, worauf sie sich eingelassen hatte? Souta schenkte ihr jedenfalls sein strahlendstes und freundlichstes Lächeln und schnappte sich dann seine durchnässte Bedeckung, um sie sich umzuschlingen und aus dem Wasser zu treten. Einerseits waren diese Handtücher ja wirklich gut, da es hier einige weniger hübsche Badegäste gab und er schließlich nicht allzu verzweifelt wirken wollte, doch im Hinblick auf die schönen Frauen hier erschienen sie ihm doch etwas überflüssig. Vielleicht konnte man ja Badetücher nur für Männer einführen? Na ja … Der Kettenmagier wandte sich um und beugte sich ein wenig zu seiner soeben verlassenen Wasserquelle hinab, wobei er bemerkte, dass er tropfte und seine Haut leicht gerötet war. Dort, wo die Feuchtigkeit auf seine Haare übergegriffen hatte, begannen sie sich leicht zu kräuseln. „Ich warte vor dem Bad auf dich, ja?“, meinte er, immernoch lächelnd, und suchte sich dann einen Weg durch nackte Leiber und gefährliche Stolperfallen hindurch in Richtung der Waschräume und seiner Kleidung, die in einem Korb irgendwo weiter drinnen lagerte.
Nachdem er sich von oben bis unten abgetrocknet hatte und seine Haare deutlich fluffiger waren als sonst, hatte sich der Kettenmagier in eine stilvolle Kombination aus Jeans und grauem T-Shirt gehüllt, wobei Letzteres eine Art Kanarienvogel auf Drogen abgebildet hatte, der auch einem Comic entsprungen sein konnte. Der Sitz der Turnschuhe und Ohrringe wurde überprüft, er mäkelte leise daran herum, dass Jeans auf leicht klammer Haut voll ekelhaft war, dann trat er in die frische Luft hinaus und platzierte sich, seine Umhängetasche um die Schulter legend, auf dem Bürgersteig vor dem Badehaus. Nach einer solchen porentiefen und entspannenden Reinigung fühlte er sich großartig, sauber und frisch, weswegen er die Passanten auch mit einem leichten Lächeln bedachte, die an ihm vorbeiwuselten, während er sich an die Wand lehnte und die Arme hinter dem Kopf verschränkte. Gleich würde er etwas zu essen bekommen und sich mit der wunderschönen Kohana unterhalten – und wer wusste, wohin der Tag ihn noch bringen würde? Noch standen ihm wirklich alle Chancen offen, die ganze Welt sogar. Soutas Magen grummelte leise vor sich hin, doch er ignorierte das und wartete geduldig mit geschlossenem Auge. Sicher tauchte die Dragonslayerin jeden Moment auf und würde ob seiner Schönheit erst einmal aus den Latschen kippen!

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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Sa 25 Okt 2014 - 14:52

Fisch war schon etwas Leckeres. Wie konnte man sich denn darauf nicht freuen? In den Bergen hatte es nicht selten Fisch gegeben, weil ihr Ziehvater den immer von irgendwo mit angeschleppt hatte, als sie noch klein war. Allerdings war das kein Vergleich zu Sushi, was man in Städten servierte. Das war ziemlich frischer und sogar oft roher Fisch aller Art serviert mit Reis und Algen… Sehr lustige Kombinationen gab es da, aber es schmeckte meist auch gut. Allein wenn man darüber nachdachte wie sparsam man damit war, war das wirklich gut, denn der Reis machte Fisch unfassbar haltbar. Das war also nicht nur lecker, sondern auch wirklich raffiniert!  Dass sie dazu eingeladen wurde, machte die ganze Situation natürlich nur umso besser!
So entfernte sich Souta aus dem angenehmen Wasser und sagte seiner Begleitung, dass er vor dem Bad auf sie warten würde. Kohana war zwar eine Lady, aber sie ließ trotzdem niemanden sinnlos auf sie warten, weshalb sie auch recht bald aus dem Wasser stieg. Von der Hitze war ihr ein wenig schwummrig, aber sie fand ihren Weg zurück in die Umkleide, trocknete lange Haar ein wenig und hüllte sich wieder in ein weißes Sommerkleid und band sich die eisblaue Haarpracht zu zwei langen Zöpfen zusammen. Lächelnd zupfte sie noch alles an sich wieder richtig zurecht und lief dann in ihren Flipflops aus der Umkleide heraus. Normalerweise zog sich Kohana ja immer viel zu dick an, aber in diesem Fall hatte sie doch tatsächlich bedacht, dass es in dem Bad heiß war und sie sich danach etwas abkühlen musste. Deshalb hatte sie nur das Kleid dabei. Vorfreudig stürmte sie durch die Eingangshalle, wo ihr auffiel, dass sie wieder einmal etwas vergessen hatte und eilte noch einmal zurück. Als sie dann endlich alles hatte, ging sie es noch einmal durch. Wie konnte man nur immer so hektisch und vergesslich sein? Aber es ging ja nun mal auch um Essen. Da hatte sie dann nichts anderes mehr im Kopf. Meist hatte Kohana nicht die finanziellen Mittel um so oft irgendwo speisen zu gehen. Sie sparte viel, um zu reisen oder etwas zu unternehmen und machte dann erst wieder eine Quest, um sich diese Dinge wieder leisten zu können. Eine Welt, die mit Geld funktioniert, war für sie immer noch eine ziemliche Herausforderung, aber sie schaffte es bisher nicht viele Schulden zu haben… Was mitunter wohl auch daran lag, dass sie ein hübsches Kind war und sie oft Dinge umsonst bekam. Ja sogar der Vermieter hatte schon einige Monate ohne eine Zahlung der Blauhaarigen überlebt, weil sie ihn mit ihren großen Augen mitleidserregend ansah und beteuerte, dass es im Moment nicht so gut lief in ihrem Geschäft… Und wie man sieht, klappt es ja auch immer wieder. Warum genau Souta sie zum Essen einlud, wusste sie natürlich nicht, aber sie ahnte schon, dass es etwas damit zu tun hatte, dass sie rundum ziemlich großartig war.
Draußen angekommen, blieb sie ein wenig durcheinander und außer Atem vor dem Magier stehen. „Verzeihung. Ich hoffe, dass du nicht allzu lang warten musstest.“, sagte sie mit einem verlegenen Lächeln auf den Lippen und richtete sich noch einmal einige Haarsträhnen, die noch nicht ganz so lagen, wie sie es sollten. „Also, wo geht’s denn nun hin?“, fragte sie dann ein wenig vorfreudig und strahlte ihn an. Seine zauberhafte Schönheit fiel ihr vor lauter Heißhunger gar nicht auf… Schade eigentlich, nicht?
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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Mo 3 Nov 2014 - 22:44

Während er vor dem Badehaus auf Kohana wartete, dachte Souta darüber nach, wie er den restlichen Abend verbringen wollte, wenn die Blauhaarige ihm unerwartet durch die Lappen gehen würde. Noch hatte sie sich nicht an seinen Hals geworfen und war auch nicht ganz so an ihm interessiert, wie die meisten anderen Mädels es zu diesem Zeitpunkt sein sollten, was dem Rothaarigen ein wenig sauer aufstieß. Nicht, dass er von all seinen Errungenschaften erwartete, dass sie sofort alle Hüllen fallen ließen und ihn anbettelten, sie zu seinem Schlafzimmer zu begleiten (natürlich tat er das, er war ein Kerl), aber es war zugegeben schon eine Weile her, dass er einen richtigen Lauf hatte. Sein freier Tag in Hosenka Town sollte ihm das Selbstvertrauen verschaffen, das er brauchte, um sich wieder auf dem Markt zurechtzufinden, den er in den letzten Wochen vernachlässigt hatte. Ob es wohl allen jungen Verliebten in der ersten Zeit ihrer offenen Beziehung so ging? Kaum war er eine Weile monogam, schien er nicht mehr den richtigen Biss zu haben und er verpasste so viele Gelegenheiten …
Souta seufzte leise, viel zu sehr von sich selbst eingenommen, um darüber nachzudenken, dass es vielleicht gar nicht an ihm lag, dass noch nichts zwischen ihnen lief, sondern an Kohana. Das Mädchen war ein Dragonslayer und der Stereotyp dieser Gattung war nun mal nicht ganz so zivilisiert wie der Durchschnittsmensch. Er kannte die wilde Sylvana und den mehr oder weniger egozentrisch gerichteten Kazuya, nur weil er EIN Gegenbeispiel hatte, das sich eben viel Mühe gab, dürfte er eigentlich nicht von diesem auf andere schließen. Auch das war ein Hinweis darauf, dass er viel zu viel Zeit mit dieser Person verbrachte und wirklich dringend einen Tapetenwechsel brauchte. Kohana hatte vielleicht einfach nicht die nötige Erfahrung, um seine Signale zu deuten. Obwohl … Was war daran subtil, sich nackt zu jemandem in eine heiße Quelle zu hocken und ihn zum Essen einzuladen? Er würde das Sushi natürlich bezahlen, wenn das der kleine Preis für den ersten Erfolg sein musste, den er seit seiner Rückkehr in seine zweite Heimatstadt verbuchen konnte, aber es war nicht der Geschmack eines leckeren Essens, den er begehrte. Er war hier zum Magier ausgebildet worden und kannte Hosenka so gut wie seine Westentasche, da wäre es doch gelacht, wenn er nicht einmal eine alte Kollegin abschleppen könnte, oder?

Der Kettenmagier öffnete das Auge, als er die Stimme der jungen Lamia hörte und verscheuchte seine zweifelnden Gedanken, um Platz für ein strahlendes Lächeln zu schaffen. Selbst wenn er heute nichts von ihr bekommen würde, was er sich wünschte, so war Kohana doch eine alte Kollegin. Für die Gilde hatte Souta zwar nichts mehr übrig, aber die Menschen dort hatten ihn größtenteils gut behandelt. Es fühlte sich gut an, zu seinen Wurzeln zurückzukehren und mit den neuesten Entwicklungen vertraut gemacht zu werden war auch ein Pluspunkt ihres Treffens. Wenigstens konnten sie so schnell das Eis brechen. Der Rotschopf wartete ein paar Sekunden mit seiner Antwort, weil sie irgendwie leicht gestresst wirkte. Es lag ihm auf der Zunge sie zu fragen, ob sie nur seinetwegen so gehetzt hatte und ihr ein süffisantes Grinsen zu schenken, doch er beherrschte sich und ignorierte ihr Herumgezupfe an ihrer Frisur. Das musste so ein Frauending sein, das er einfach nicht verstehen würde, so sehr er sich auch anstrengte. Als sie ihn fragte, wo er sie hinführen wollte, stieß er sich von der Wand ab und verstaute die Hände lässig in den Hosentaschen, ehe er eine halbe Drehung vollführte. Wie bereits erwähnt, kannte sich Souta in der Stadt relativ gut aus, daher konnte er zum Beispiel zufällig ein Restaurant wählen, welches sich unter einem Hotel befand und niemand würde ihn dafür verurteilen, oder? Apropos verurteilen … „Ich finde es toll, dass du meine Einladung annimmst.“, meinte er, während er die Straße entlangging und sich hin und wieder vergewisserte, dass Kohana nicht falsch abbog oder durch einen Gullideckel brach. Er sprach locker und freundlich, was im krassen Gegensatz zu den Worten stand, die seinen Mund verließen: „Immerhin wurde ich aus der Gilde geworfen. Ich könnte genausogut ein Spion sein – oder ein Auftragskiller. Was das angeht, wurden mir auch einige weniger ehrenwerte Berufsbezeichnungen an den Kopf geworfen ...“ Er zwinkerte (ja, einäugig) ihr zu und stimmte statt weiteren Worten eine fröhliche gepfiffene Melodie an, während er auf ihre Antwort wartete. Wie vertrauensselig war Kohana? Was für einen Eindruck machte er auf sie? Und vor allem: War sie vorsichtig oder scheute sie es nicht, sich in ein Abenteuer zu stürzen? All das waren Dinge, die der junge Magier wissen musste … sozusagen zu Forschungszwecken.

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BeitragThema: Re: Heiße Quelle   Do 13 Nov 2014 - 22:43

Wie sehr sich die Magierin darüber freute, dass sie nun erneut ein kostenloses Essen spendiert bekam. Sie wusste schon ziemlich sicher, dass sie eine hübsche, junge Frau war und dass einem dies viele Türen öffnete, aber sie war sich manchmal der Ziele anderer Menschen nicht bewusst. Zwar nutzte sie das gutmütige Verhalten anderer auch gern einmal aus, doch bei ihrem derzeitigen Begleiter ging sie tatsächlich nicht von den Motiven aus, die er wirklich verfolgte. Immerhin war er einmal ein Teil ihrer von Lamia Scale gewesen und umsonst hatte er dort nicht so viel Zeit verbringen können, oder? So ganz war sie sich nicht darüber im Klaren, welchen Grund es hatte, dass der Rothaarige die Gilde gewechselt hatte. Zwar hatte er ihr dies mehr oder weniger erklärt, doch sie sah nicht wirklich einen nachvollziehbaren Grund, aus dem man diese wundervolle Gilde verlassen sollte. Kohana lag mittlerweile wirklich viel an Lamia Scale. Für sie waren das Gildenhaus der erste Ort und der Kontakt mit den Menschen dort der erste, bei dem sie sich wirklich heimisch und geborgen fühlte. Bisher waren so viele fremde Personen dort gut zu ihr gewesen und das nicht selten ohne irgendeine Gegenleistung dafür zu verlangen. Vermutlich war auch das mitunter ein Grund dafür, dass sie Souta so schnell gefolgt war. Und ein Gratisessen war natürlich auch ein Anreiz für die Blauhaarige…
Während sie sich auf den Weg machten, waren da seine Worte vielleicht ein wenig überraschend für die Magierin. Im ersten Moment begriff sie nicht ganz, was er damit meinte, als er sagte, dass er es toll fand, dass sie seine Einladung annahm. Was sprach denn dagegen? Er war ein ehemaliger Kollege, an dessen Art sich vermutlich nicht allzu viel geändert hatte. Bisher war er recht nett zu ihr gewesen und ihr keine Sorgen bereitet. Außerdem bot er ihr etwas zu Essen an, für das sie keinen Jewel ausgeben musste… Nun ja… Er wurde herausgeworfen, aber dafür gab es sicher einen sinnvollen Grund, der ihn bestimmt nicht unmittelbar zu einem Unmenschen machte, oder? Kohana konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sich Menschen von jetzt auf gleich einer kompletten Wendung unterzogen. Obwohl sie ja wohl am besten wissen sollte, wie leicht es war anderen Menschen etwas vorzumachen, wer man war… Sie war so gut wie nie die Art Person, die in ihr schlummerte. Ein wenig verblasste dieses zornige Image der Magierin auch, aber es wurde stets und ständig wieder wachgerüttelt. Sei es durch Träume darüber das Blut eines Drachen zu trinken oder eisige, einsame Nächte, die in ihre Erinnerungen zurückkehrten. Dennoch fühlte sich die Magierin in einem Punkt stets ziemlich sicher. Sie hatte sich selbst und auf diese Person konnte sie sich mehr verlassen, als auf jede andere. Deshalb blickte sie Souta weiterhin lächelnd an, als er die Andeutungen machte, dass er ein Spion oder Killer sein könnte. Genau aus dem einen Grund, dass sie nicht glaubte, dass sie etwas zu befürchten hatte, lag ihr die Antwort auf seine Worte schon nach wenigen Sekunden auf der Zunge… und ihre Worte waren nicht von seiner Persönlichkeit, Geschichte oder Motivation abhängig. Freundlich wie eh und je, lächelte sie ihn an und sagte völlig selbstsicher: „Ich bin mir sicher, dass ich nichts zu befürchten habe.“ Auf was er das nun bezog, war seiner eigenen Interpretationsweise überlassen…
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