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 Magnolias große Bibliothek

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Kazuya
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BeitragThema: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:10

Fortsetzung - Kein zweites Alexandria
Fairy Tail Gildenhaus



Super. Der Sarkasmus triefte geradezu aus dem einen Wort, das Kazuya an Sophia richtete. Wieso konnte sie nicht wenigstens mit etwas nützlichem aufwarten? Einen Feuerhydranten oder einem Frosch, der Wasser spucken konnte. Selbst so eine Spritzflasche, die Clowns immer benutzten, wäre nützlicher, aber nein, es musste ein Häschen sein. Was konnte ein Robohäschen gegen ein Feuer ausrichten? Es aushoppeln oder gut durchgebraten werden? Das musste ein schlechter Scherz sein. Aber es half nichts, sie mussten ja zur Bibliothek und wenn Sophia nutzlos war, musste es eben so sein, zur Not drückte Kazuya ihr einen Feuerlöscher in die Hand oder so. Ohne hinzusehen griff Kazuya nach der kleinen Hand des Mädchens und begann zu joggen. Sie mussten sich schon beeilen, daher zog er jetzt lieber das Mädchen durch die Straßen Magnolias.
Relativ schnell erreichten Kazuya und Sophia nun den Platz vor der Bibliothek. Normalerweise ein Ort, der die Menschen dazu einlud an dem Springbrunnen nieder zu sitzen und dem Wasserspiel zu zu sehen oder die Fassade der historischen Bibliothek zu betrachten, war nun völlig überrannt. Feuerwehrleute, Schaulustige und Reporter drängten sich auf dem Platz, was die Löscharbeiten sicherlich nicht vereinfachen würde. Wie waren die überhaupt hier so schnell hin gekommen? Und nun gesellten sich auch noch zwei Magier dazu. Wenigstens hielten die Ordnungskräfte die Schaulustigen zurück, sodass sich niemand in Gefahr bringen konnte. Kazuya hatte schon so genügend Sorgen, namentlich Sophia, da konnte er nicht noch mehr Leute babysitten. Eine Magierin, die scheinbar nutz- und hilflos war, reichte dem Dragonslayer schon. Da noch Zivilisten in die Gleichung einzubeziehen, absolut undenkbar.
Ohne sich anzukündigen drückte sich Kazuya zwischen den ersten Schaulustigen durch und erhob dann erst die Stimme. Platz da! Magier auf dem Weg zur Bibliothek. Auch wenn er sich und Sophia nun angekündigt hatte, dachte Kazuya nicht daran auf eine Reaktion zu warten. Mal schob er einen Mann zu Seite, mal drückte er ein Kind in den Seite seiner Mutter, um hindurch zu gelangen. Immer mit dem Mädchen an der Hand schlängelte sich der Dragonslayer durch die Menschen, um die erste Reihe der Schaulustigen zu erreichen. Mehr als ein gelbes Flatterband war es nicht, doch schien es, und natürlich die Anwesenheit einiger Ordnungskräfte, zu verhindern, dass sich die Zivilisten zu nahe an das Feuer heran begaben und die Löscharbeiten störten. Gut, dass sich Kazuya nicht zu den Zivilisten zählte. Gerade wollte er sich unter der Absperrung durch bücken, als einer der Feuerwehrmänner auf ihn und Sophia aufmerksam wurde. Hey, das dürft ihr nicht einfach. Das ist ein gefährlicher Brand. Innerlich musste Kazuya schon wieder seufzen, wieso machten ihm die Leute nur immer die Arbeit zu schwierig? 'Muss das jetzt schon wieder sein? Immer diese Verzögerungen.' Die Hand, die die gesamte Zeit Sophias Hand gehalten hatte, glitt nun aus den Fingern des Mädchens und zog das weiße T-Shirt des Magiers nach oben. Neben der Kreuzförmigen Nabe, die Levia ihm zugefügt hatte, enthüllte der junge Mann auch das hellblaue Zeichen seiner Gilde, das hoffentlich als ausreichende Erkennung diente. Normalerweise spielte Kazuya diese Karte nicht aus, aber es drängte ja nun. Hoffentlich verstand der Mann den Wink, denn Zeit hatten sie nicht mehr.

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Kazuya Taizu
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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:16

Arme, kleine Sophia… Da stand ihre erste große Quest an und sie hatte das Glück jemanden zu erwischen, der sie nicht wie ein rohes Ei behandelte, so wie sie es immer gewohnt gewesen war. Das Mädchen war immerhin das niedliche Nesthäkchen einer großen Familie gewesen und auf ihren Ruf folgten gleich massig Bedienstete, die alles für sie taten. Und nun wo sie sich einer schwierigen Aufgabe zu stellen hatte und feststellte, dass ihre Fähigkeiten dafür mehr als dürftig waren, war da noch jemand, der nicht wirklich sonderlich feinfühlig mit ihr umging. Unter normalen Umständen hätte das vielleicht schon gereicht, um sie zu Tränen zu rühren, aber sie bemühte sich. Sophia hatte vor den Menschen hier zu helfen, so wie sie es versprochen hatte. Da war es ganz egal wie ironisch und fies er war. Sie wollte sich unbedingt zusammenreißen um ein nützliches Teammitglied zu sein oder es zumindest zu werden. Und selbst wenn sie kein Feuer löschen konnte, gab es doch sicher eine Aufgabe für die Magierin mit der sie Kazuya unter die Arme greifen konnte. Selbst wenn sie nicht einmal bis dahin reichen würde … Sie reagierte auch völlig natürlich darauf, dass er ihre Hand schnappte und sie mit sich zog. Dabei versuchte sie krampfhaft mitzuhalten, obwohl ihr das Ganze schon viel zu schnell ging, trotzdem er ein lockeres Tempo anschlug. Mit den kleinen bisschen Extragewicht der Magierin in einer bestimmten Stelle gestaltete sich das mit dem schnelleren Laufen nie sonderlich einfach. Aber jammern war nicht drin!
Als sie endlich angekommen und Sophia schon fast fix und fertig war, erreichte die beiden ein ganz besonderer Ausblick. Normalerweise war es hier zwar voll, aber nicht ganz so überlaufen. Überall waren Menschen und der Himmel wurde von Rauchschwaden verdunkelt. Ein gruseliger Anblick, wie die junge Magierin fand. Das größte Problem versperrte ihnen jedoch zunächst die Sicht. Eine riesige Menschentraube hatte sich direkt vor dem Hauseingang gebildet. Darunter waren nicht nur nützliche Menschen, wie sich schnell zeigte. Kazuya machte jedoch kurzen Prozess und quetschte sich nach nur einer klaren und deutlichen Aussage durch die Massen. Wieso waren hier überhaupt so viele Leute? Unzählige Menschen, sogar mit Kindern, standen hier einfach dämlich im Weg rum und gafften. Das war etwas, was die sonst so tolerante Sophia sogar zornig machte. An der Absperrung angekommen, war Sophia noch immer ziemlich außer Atem. Als sie aufgehalten wurden, zeigte Kazuya ohne Rücksicht auf Verluste seinen nackten Bauch, was die kleine Magierin zugegeben ein wenig aus der Fassung brachte. Es war unüberlegt sein Gildenzeichen an einer Stelle anzubringen, an der man sich stets und ständig entblößen musste! Wieso machte man sowas? Peinlich berührt wandte sie sich kurz ab, verschnaufte und wurde sich dann ihrer Position wieder bewusst. Der Mann schien jedoch den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstehen zu wollen. Sophia seufzte und wollte gerade ansetzen zu erklären, als sich jedoch der Feuerwehrchef höchstpersönlich näherte. „Wer seid ihr denn?“, platzte er zornig heraus, bevor er Kazuya musterte und zu verstehen schien. „Meisterin Fiona schickt uns hier her! Wir sollen Ihnen bei der Lösung dieses Problems helfen!“ Seufzend schlug der Mann sich die Hand vor die Stirn, welche unter einem dichten Helm verdeckt war. „Kinder? Ich dachte wenigstens ein paar S-Rang Magier…“, zischte er entnervt und musterte die beiden. „Junge! Du kannst doch hoffentlich wenigstens beim Löschen helfen, oder?“ Ohne eine Antwort abzuwarten schubste er den jungen Mann zu seinem Kollegen, der die Anweisungen beim Löschtrupp gab. Dann musterte er Sophia erneut. „Und was mach ich mit dir…“ Begeistert blickte sie zu ihm auf! Bestimmt hatte er eine Aufgabe für sie! Ganz sicher konnte sie irgendwie nützlich sein! Dann winkte er entnervt in Richtung des jungen Kazuya. „Am Besten du versuchst zu helfen… Ohne im Weg zu stehen, klar? Halt die Zivilisten im Notfall auf Abstand. Das wirst du doch wohl hinkriegen?“ Es kränkte sie sicher ein wenig, aber mit was hatte sie auch gerechnet? Sie nickte stumm und folgte Kazuya einfach. Der Brand musste noch unter Kontrolle gebracht werden, bevor man zu anderen Dingen kommen konnte… In der Ferne hörte man einige Mitarbeiter nach ihren Wertsachen und besonderen Kostbarkeiten der Bibliothek brüllen und gerade der Geschäftsführer hatte einen sehr merkwürdigen Blick im Gesicht… Ob sie Kazuya darauf aufmerksam machen sollte? Der war ohnehin sicher genervt genug von ihr…

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:16

'S-Rang Magier? Der hatte sie doch nicht alle.' Es war ein kleiner Brand, das war sicherlich keine Aufgabe für einen S-Rang Magier. Und Kazuya musste es schließlich wissen, er war an dieser Hürde, wie er es sah sehr knapp, gescheitert. Die Magier dieses Kalibers sollten große, städtebedrohende Monster bekämpfen oder sich mit mehr als einer dunklen Gilde anlegen und nicht die Feuerwehr spielen. Gerade wollte Kazuya zu einer Antwort ansetzen, als er von dem Mann unsanft zu seinem Kollegen geschoben wurde. 'Zum Wasserschlauch abgestempelt?' Das war sicherlich kein Balsam für die Seele Kazuyas, klar, beim Löschen selbst war er am Nützlichsten, aber irgendwie hegte der Dragonslayer gerade eher den Wunsch dem Mann von eben eine Wasserkugel an den Hinterkopf zu donnern. Einfach so. Dennoch ließ Kazuya es bleiben, fürs erste, immerhin konnte man die Flammen schon sehen und der Brandgeruch war unerträglich. Der Rauch, in Verbindung mit der Asche, war unerträglich und das, obwohl sie noch einige Meter vom Gebäude entfernt waren und der Wind den Qualm eher nach oben presste. Moment, bedeutete so etwas nicht Tiefdruckgebiet? Sollte sich der Regen um den Schwachsinn hier kümmern. Trotz allem marschierte Kazuya weiter, der Regen würde kaum so ein Feuer löschen und wer wusste schon, wann genau die Wolken das ersehnte Nass wirklich nach Magnolia brachten. Kazuya war Dragonslayer des Wasser, nicht des Himmels. Er vermochte es nicht Luftströmungen zu lesen und konnte sich nur auf Erfahrungswerte verlassen und sein Gespür für Wasser und Luftfeuchtigkeit.
Als der junge Magier endlich den Mann errichte, der ihm eine Aufgabe zuteilen sollte, bemerkte er einen bekannten Geruch deutlich zu nah hinter sich. War das Mädchen ihm gefolgt? Hatte sie nicht eigentlich eine eigene Aufgabe bekommen sollen? Ohne sich umzudrehen, richtete er das Wort an sie; Was machst du hier? Solltest du nicht irgendwo deine ''Talente'' einsetzen? Mit deinem kleinen Häschen kannst du doch keinen Brand löschen. Ja, gerade behandelte Kazuya Sophia, wie ein kleines Mädchen. Dass sie ihn sonderlich nervte muss ja nicht nochmal erwähnt werden, oder? Ohne das Mädchen weiter zu beachten, tippte Kazuya nun dem Feuerwehrmann, der hier alles koordinierte, auf die Schulter. Ähem. Hi, ich bin Kazuya, komme von der Gilde Fairy Tail und soll euch unter die Arme greifen. Was soll ich machen, ich will den Scheiß hier schnell hinter mich bekommen. Es hatte so gut begonnen, aber die Performance durchzuhalten, das war einfach nicht Kazuyas Ding. Sollten ihn die Leute doch für ein Arschloch halten, da stand er drüber, er sah sich eh als besser. Mit angespanntem Gesicht musterte der Mann Kazuya und deutete dann auf die rechte Seite der Bibliothek. Na dann du, achso toller Magier, verhindere, dass die Flammen dort auf die Nachbargebäude übertreten, das sollte deine tolle Magie schaffen, oder nicht? … Und wer ist das? Natürlich hatte Feuerwehrmann Sophia entdeckt und blickte sie fragend an. Wenn man es so betrachtete, sie wirkte wirklich fehl am Platz. Seufzend hob Kazuya die Hand und deutete auf das Mädchen und dann auf den Feuerwehrmann und wieder zurück. Sophia, Feuerwehrmann, der mir am Arsch vorbei geht; Feuerwehrmann, der mir am Arsch vorbeigeht, Sophia. Ich bin dann mal weg. Rückwerts gehend, machte sich Kazuya vom Acker und ging auf die rechte Flanke des Gebäudes zu. Hier waren die anderen Gebäude besonders nah an die Bibliothek gebaut worden, vielleicht lag es daran, dass die Bibliothek in diese Richtung erweitert worden war, keine Ahnung, auf jede Fall war nicht mehr als eine enge Gasse zwischen dem großen Gebäude und der Wäscherei nebenan. Nachdenklich kratzte sich Kazuya am Hinterkopf und beobachtete die Feuerwehrmänner, die die Wäscherei vorsorglich einnässten, damit die Flammen nicht übergreifen konnten. Wie konnte Kazuya da wohl am besten helfen?

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:17

Die Frage von Kazuya war umso fieser und traf Sophia in dem Moment sehr, da sie ohnehin das Gefühl hatte hier völlig fehl am Platz zu sein. Sicher war sie das auch… Eine so junge, unerfahrene Magierin war nicht unbedingt die richtige Person um einen Brand zu löschen. Das war ihr durchaus bewusst, aber wer war sie schon, dass sie eine solche Bitte ausschlagen könnte. Sicherlich war sie sehr froh jemanden wie Kazuya gefunden zu haben, der deutlich mehr Ahnung hatte. Zwar wirkte er durchgängig genervt und war auch zu den anwesenden Rettungskräften nicht sonderlich freundlich, aber Sophia war sich sehr sicher, dass er das schon hinbekommen würde. Das wäre zwar absolut nicht ihr Verdienst, aber das war ihr auch völlig egal. Sie wollte nur, dass hier jemandem geholfen wird und mehr war wirklich nicht wichtig. Dass Kazuya sich dazu mit einem der Feuerwehrmänner anlegte, war auch egal. Er reagierte auch auf ihre Anwesenheit mehr als herzlos. Sie fühlte sich sowieso nur wie ein Klotz am Bein, obwohl sie sich doch bemühen und helfen wollte, aber niemand nahm sie so richtig ernst und hatte überhaupt eine Idee was sie tun könnte. Sicher hätte sie alles getan… Wirklich alles! Aber was blieb ihr anderes übrig, wenn man ihr keine Aufgabe hatte? Talente schien sie nicht zu haben, zumindest nicht für sowas… Sie war die weltbeste Videospielerin und dort könnte sie jeden Brand löschen, aber sie konnte kein Wasser herbeizaubern… Doch anstatt jetzt mit Heulen und Jammern anzufangen, versuchte Sophia tief durchzuatmen. Es musste etwas was sie tun konnte! Etwas, was sie gut konnte! Ganz bestimmt!
Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und wandte sich sowohl vom Feuerwehrmann, als auch von Kazuya, der ja ohnehin schon am Gehen war, wortlos ab und schaute sich um. Was konnte sie tun? Die gaffenden Zivilisten stürmten nahe an das Gebäude heran, waren angespannt und panisch. Man konnte sie gerade so im Zaum halten… Da könnte sie helfen, bestimmt! Aber halt… Sophia entdeckte am Rand des Gebäudes, an dem Teil, an dem die Flammen noch nicht angekommen waren einen jungen Mann, der sich immer weiter nach hinten mogelte. Wie war er an der Absperrung vorbei gekommen? Das war doch verdammt gefährlich! Die Magierin beobachtete ihn einen Moment und lief ihm dann hastig nach. Sie musste ihn aufhalten! Ein normaler Mensch sollte einem solchen Gebäude auf gar keinen Fall zu nahe kommen! Immerhin hatten die anderen Helfer genug zu tun und Sophia musste auch irgendwas Sinnvolles tun. Also rannte sie dem Mann nach, um die Ecke des Gebäudes und beobachtete, wie er ein Fenster einschlug. „Hey! Das dürfen Sie nicht tun! Es ist viel zu gefährlich!“ Sie rannte hastig auf ihn zu und das sogar ohne zu fallen, was bei ihrer Figur und körperlichen Unfähigkeit schon an ein Wunder grenzte. Der Mann blieb erschrocken stehen, versuchte in das Fenster zu flüchten. Allerdings schien er noch weniger geschickt zu sein als Sophia selbst. Als sie ihn erreicht hatte, strampelte er verzweifelt am Fenster herum, weil er weder hoch noch runter kam. Er wimmerte und fluchte… „Warten Sie, ich helfe Ihnen…“, sagte sie und suchte etwas um ihm herunterzuhelfen. Was er da wohl machte? Sophia hatte keine Ahnung, aber das würde sie ihn sicherlich gleich fragen!

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:18

Mit selbstbewusstem Grinsen schob sich Kazuya an einem der Feurwehrmänner vorbei, der gerade einen Eimer Wasser, wie antik, weiterreichte. Die hatten echt Glück, dass Kazuya sich dazu bereit erklärt hatte Sophia zu begleiten. Was würden sie nur ohne den großartigen Dragonslayer tun, der sich jetzt der Flammen annehmen würde? Doch genug der Lobhudelei, Kazuya musste an die Arbeit gehen. Seltsamerweise motiviert krempelte der junge Mann seine Jackenärmel hoch und blickte zu der Bibliothek herüber. Wo setzte er am Besten an? Willst du etwa helfen? Hier, nimm und reich den weiter. Völlig überrumpelt drehte sich Kazuya um, nur um in das Gesicht eines Feuerwehrmannes zu blicken, der dem Dragonslayer ohne zu fragen einen Eimer in die Hand drückte. Das Wasser schwappte darin hin und her, während der junge Magier verdutzt drein blickte. Was sollte das? Ohne ein Wort zu sagen, drückte Kazuya den Eimer wieder in die Hand des Feuerwehrmannes und starrte ihn an, nicht gerade hasserfüllt, aber sein Blick sagte schon, dass sie nie Freunde werden konnten. Ach, du willst nicht helfen? Dann geh zurück hinter die Absperrung! Wir müssen das Feuer hier löschen. Verächtlich schnaubend, drehte sich Kazuya seitlich zu dem Mann und betrachtete die Flammen. Ja, und mit eurer Ausrüstung dauert es nur ein paar Stunden. Meint ihr, dass die Wäscherei dort so lange der Hitze standhält? Dass ich nicht lache. Ihr solltet ... Gerade als Kazuya erst so richtig loslegen wollte, leckte eine Flammenzunge aus dem Dach der Bibliothek und griff nach der Wäscherei. Das gedeckte Dach schien den Flammen zu widerstehen, aber dann schien das Feuer im Dachsparren Futter zu finden. Eine Flamme, nichts im Gegensatz zu dem Bibliotheksbrand, entstand auf dem Dach der Wäscherei und würde sich sicher bald weiter ausbreiten. Ohne nachzudenken konzentrierte Kazuya sein Mana in seiner Hand und erzeugte ein Geschoss aus Wasser, welches er auf die Flamme abfeuerte. Je früher solche Brände unter Kontrolle gebracht wurden, desto weniger Schaden. Nicht ganz Fairy Tails Stil, aber gerade wohl nötig. Water Dragon's Projectile Das kleine Geschoss traf hart auf das Dach des Nebengebäudes und sorgte sogar dafür, dass eine der Dachziegeln zersprang, doch wenigstens reichte das Wasser aus, um die Flamme zu löschen. Noch war die Wäscherei nicht sicher, aber wenigstens war sie noch kein Opfer der Flammen geworden. Noch.
Doch wenigstens hatte der Feuerwehrmann scheinbar begriffen, dass der Eimer bei Kazuya verschwendet war. Ähm, okay, das mit dem Eimer lassen wir mal. Brauchst du sonst noch etwas, um hier zu helfen? Soviel zum Wegscheuchen des Dragonslayers, na Kazuya sollte es recht sein. Ein Wasserlacryma wäre praktisch irgendwie muss ich ja meine 'Batterie' wieder aufladen, wenn ich mich hier um ein größeres Feuer kümmern soll. Kriegst du, kriegst du. Dann aber los, okay? Plötzlich so freundlich? Naja, das war zu erwarten gewesen, Kazuya war in solch einer Situation zu wertvoll. Fast unbegrenzte Wasserreserven ohne Hydrant oder Lacryma, der Lacryma würde nur Kazuyas Durchhaltevermögen deutlich verlängern, waren schon sehr nützlich, wenn es um Brände ging.
Kaum hielt der Dragonslayer den leicht bläulich schimmernden Lacryma in der Hand, machte er sich schon auf zur Bibliothek. Das Feuer wartete nicht auf ihn.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:19

Vorsichtig packte die kleine Magierin den jungen Mann an seinen Beinen und zog ihn herunter zu sich. Dabei kippte sie selbst fast um und kassierte ein paar leichte Tritte von ihm, doch irgendwann ließ er locker und schien sich damit abgefunden zu haben, dass er sich helfen lassen musste. Als er wieder am Boden angekommen war, seufzte er und auch Sophia war erleichtert darüber, dass er unversehrt hier und nicht in dem Gebäude war. „Was hatten Sie denn vor? Es ist viel zu gefährlich sich dem Haus jetzt zu nähern!“, sagte sie erstaunlich energisch und verlieh ihren Worten mit fuchtelnden Gesten Ausdruck. Der große, junge Mann blickte sie über seine Brille, die auf seiner Nasenspitze ruhte, hinweg an. Er schien aufgelöst, nervös und sein Hemd war nassgeschwitzt. Was stimmte nur mit ihm nicht? „Wären Sie bitte so freundlich mir zu erklären was in aller Welt Sie dorthin bringen sollte?!“ Die gutherzige Magierin war eigentlich sehr verständnisvoll, aber wenn jemand leichtsinnig sein Leben riskierte, dann ging ihr das schon sehr nahe, weshalb sie den Mann im ersten Moment ziemlich ankeifte. Er reagierte mit noch mehr Nervosität und schreckte zurück. Als er erneut fliehen wollte, packte sie ihn am Handgelenk und sah ihn wütend an. Verdattert blieb er stehen, als Sophia an den Hasenohren an ihrem Rucksack riss und ihre kleine Begleiterin hervorholte, welche ihn in einem unfassbaren Ausdruck und Ton klarmachte, wie unfähig er war, was er falsch gemacht hatte und dass er gefälligst den Mund aufzumachen hatte, damit man ihm helfen konnte. Vermutlich war sein Handeln nicht einmal allein der Auslöser dafür, sondern auch ihre eigene Unfähigkeit, die sie in die Situation brachte nicht helfen zu können. Kaum war sie ihren angestauten Zorn losgeworden, war sie ausgeglichen wie eh und je und versuchte einfühlsam auf den Mann einzugehen, der daraufhin jegliche Farbe im Gesicht verlor. Fairy Tail sprach wohl für verrückte Geister, nicht?
Nachdem sie ihn so zurechtgewiesen hatte, war er zunächst perplex, beruhigte sich aber dann wieder. „Also gut… Ich werde es dir erzählen, aber bleib ruhig, ja?“ Sophia nickte mit einem engelsgleichen Lächeln auf den Lippen. Man konnte kaum fassen was für Worte sie noch so eben in dieser ruhigen Ecke von sich gegeben hatte. Dinge, die man lieber nicht sagte, nein… Man dachte sie nicht einmal ohne sich ein Ticket in die Hölle zu verschaffen. Aber so war das… Wenn man ein Nerd war, der in seinem Leben oft mit Niederlagen konfrontiert wurde, konnte man schon mal ausfällig werden, wenn es zu weit ging. Und dieser Mann hatte gerade völlig idiotisch seine Leben riskiert und wollte sich nicht einmal erklären! „E-Es ist so… Dass diese Bibliothek schon seit unglaublich langer Zeit existiert. Sie beherbergt seit Jahrhunderten unzählige, wichtige Werke… Noch dazu ist sie ein Markenzeichen von Magnolia und dann passiert so etwas! Es ist schrecklich!“ Er wirkte verzweifelt, verwirrt und man sah ihm an, was für eine Passion er dieser Einrichtung entgegenbrachte. Sophia bereute fast ihre forsche Art… Er hatte nur versucht zu dem Ort zu gehen, den er so liebte… Doch wieso? „Aber Sie sehen doch, dass die Bibliothek in Flammen steht und dass man sie im Moment nicht betreten kann… Es ist ein Wunder, dass offenbar alle Menschen herausgekommen sind… Wie kommen Sie da auf die Idee hineinzugehen?“ Der Mann seufzte erneut und blickte Sophia an. Dann schüttelte er mit dem Kopf und sah hinauf zur Bibliothek. „Du würdest lachen… So wie die Feuerwehrmänner auch…“ Er wurde ausgelacht? Nun ja, seine Idee war vermutlich verrückt, wenn sie beinhaltete, dass dafür jemand das Gebäude betrat, aber… Nun wo sie seine Verzweiflung sah, hatte Sophia das starke Bedürfnis ihm zu helfen. Energisch schüttelte Sophia den Kopf und hörte ihm zu… „In dieser Bibliothek befindet sich ein bestimmtes Buch, das einzigartige, originale Band des berühmten Magierkodexes… Darin sind Schriften enthalten, die noch nicht einmal übersetzt wurden. Du kannst dir gar nicht vorstellen was für ein Werk damit verloren gehen würde, wenn es sich in den Flammen auflöst!“ Doch wieder sah man ihm die Resignation an. Sein eigenes Opfer wäre wohl der letzte Versuch gewesen… „Die Feuerwehrmänner sagten, dass es Wahnsinn wäre und sich doch die Magier darum kümmern sollten… Deshalb habe ich Meisterin Fiora von Fairy Tail kontaktiert, damit sie Magier herschickt, doch ich weiß nicht, ob es nicht schon zu spät ist!“ Was? Was sagte der Mann da gerade? ER hatte die Gilde kontaktiert? DAS war ihre Aufgabe? Sie waren die Sache völlig falsch angegangen… Nicht das Offensichtliche war in diesem Fall das Richtige! „Kommen Sie mit mir!“, sagte sie, packte ihn am Handgelenk und rannte los, wobei sie ihn mit sich zog. Er begann zu stottern und wollte fragen was los war. „Ich bin eine der beauftragten Magier und Sie müssen dringend mit zu meinem Kollegen, wenn Sie das Buch wirklich retten wollen!“ Also auf zu Kazuya… Denn es stand eine wichtige Frage im Raum: War es überhaupt möglich das Gebäude zu betreten? Wenn das jemand einschätzen konnte, ob sie diese Leistung bringen könnten, dann war es wohl der Magier! Als sie in seiner Nähe ankam, war sie völlig außer Atem. Es war laut um ihn herum und die Leute hinter der Absperrung bejubelten ihn laut. Sophia begriff schnell wieso… Der Magier löschte mit seiner Magie und das wahnsinnig effektiv. Die Rosahaarige hatte offenbar wirklich Glück mit ihm gehabt… „Kazuya-san! Dieser Mann muss dir dringend etwas erzählen!“, sagte sie noch immer außer Atem und schubste den nervösen Bibliothekar vor sich… Was der Dragonslayer wohl dazu zu sagen hatte?

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:19

Also, um das mal zusammen zu fassen. Du willst, dass ich in die brennende Bibliothek einsteige und ein bestimmtes Buch heraushole, ohne, dass es Schaden nimmt? Bei all den Flammen, dem Rauch und den anderen möglicherweise giftigen Gasen? Ein erfreutes Lächeln huschte kurz über das Gesicht des Dragonslayers. Endlich wird es hier mal aufregend. Ja, Kazuya war begeistert, endlich wurde er nicht mehr als billiger Feuerwehrmann missbraucht, es gab wirklich bessere Aufgaben für den Dragonslayer und falls Gefahr dabei im Spiel war, umso besser. Der Nervenkitzel hatte eine ganz eigene Art an sich, die der Dragonslayer zu schätzen wusste. Das Adrenalin, es war fast schon süchtig machend, zu viele Menschen verstanden diesen Gedanken nicht, aber was kümmerte das Kazuya?
Freudig grinsend, drehte sich der junge Mann zu Sophia um und begann mit ihr zu sprechen. Interesse an einem Abenteuer in der Bibliothek? Oder willst du lieber hier draußen Babysitter für die Massen spielen? Deine Entscheidung. Im Grunde war es egal, ob das kleine Mädchen mitkommen wollte oder nicht, Kazuya würde sicher nicht den Aufpasser spielen, wenn sie mitkommen wollte, musste sie sich der Gefahr alleine aussetzen und wenn sie nicht mitkam, hatte der Dragonslayer ja nichts, um das er sich sorgen musste. Eine Win-Win Situation, wie der junge Magier fand. Ohne auf eine Antwort des Mädchens zu warten, erhob der Wasser Dragonslayer den Lacryma, welchen er vor einigen Minuten von dem Feuerwehrmann erhalten hatte, über seinen Kopf und aktivierte den magischen Stein. Einer Dusche ähnlich floss das Wasser, wie aus dem Nichts aus dem Stein und nässte den Magier ordentlich durch. Ein wirklich wunderbares Gefühl, das dem Dragonslayer beinahe neue Kraft zu schenken schien … hing vielleicht auch mit dem Wasser zusammen, dass der Dragonslayer einfach bei dieser Aktion verschluckte. Nach wenigen Sekunden ließ Kazuya den Strom aufhören und warf den trockenen Lacryma zu Sophia rüber. Wenn sie mitkommen wollte, sollte sie sich ebenfalls durchnässen, denn das Feuer würde sicher nicht vor den Magiern zurückschrecken und so waren sie etwas davor geschützt. Aber darauf wartete Kazuya gar nicht erst, mit wenigen Schritten erreichte der Magier das Gebäude und griff nach einem der bereits durch die Hitze zerborstenen Fenster. Geschickt zog sich der Dragonslayer an der Fensterkante nach oben und schwang sich in das Innere des Gebäudes. Beinahe sofort begrüßte ihn eine unangenehme Hitze und eine beißende Luft, in der man kaum atmen konnte. Der Geruch des Rauches überdeckte alles andere und trieb dem Dragonslayer die Tränen in die Augen. Halb blind tastete er nach dem nächsten Regal und versuchte sich zu orientieren. Die Bücher hier schienen noch nicht in Flammen zu stehen, aber der dunkle Qualm hatte sich natürlich im gesamten Gebäude verteilt. Geduckt, um nicht durch die Schwaden aus Rauch und giftigen Gasen zu rennen, machte sich der Dragonslayer auf die Suche. Komisch, er wusste nicht mal, wie das Buch aussah, eine grobe Beschreibung, mehr hatte der Mann draußen, den Sophia angeschleppt hatte, nicht gegeben. 'Klasse.' Es half aber nichts, der Magier musste das Buch suchen. 'Wahrscheinlich hinten im Archiv oder so, immerhin soll es doch so ein wichtiges Buch sein.' Jetzt musste Kazuya das nur noch finden … 'Klasse.'

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:21

Schnell war Sophia mit dem Bibliothekar zu Kazuya gerannt, damit dieser dem Dragonslayer sein Leid klagen konnte. Er fasste sich erstaunlich kurz, verhaspelte sich selten, war höflich und flehte wirklich nahezu erbärmlich um die Hilfe des Magiers. Dieser wiederholte noch einmal zusammenfassend was der Mann von ihm verlangte. Sophia hoffte für den guten Mann wirklich, dass der grimmige Rosahaarige seine Bitte annehmen würde. Zu ihrem Erstaunen zeichnete sich auf Kazuyas Lippen allerdings sofort ein breites Grinsen aus. Der Dragonslayer schien nahezu begeistert von dieser wahnsinnigen Idee zu sein und betonte sogar noch, dass er sich über die Action freute. Sophie lächelte leicht, wenn auch etwas besorgt. Sie machte sich schon ein wenig Gedanken, wenn sie das brennende Gebäude und die dichten Rauchschwaden so betrachtete. Auf der anderen Seite vertraute sie dem Magier allerdings. Er würde nicht über seine Fähigkeiten hinausgehen, oder? Jedem Menschen war doch sein Leben lieb…
Kazuya schien allerdings wirklich Lust darauf zu haben diesen Job zu erfüllen. Sicher erleichterte das Sophia auf der einen Seite, denn sie wollte dem armen Mann schon helfen. Aber es war trotzdem sehr gefährlich… Als sich der Magier dann jedoch an sie wandte und danach fragte, ob sie ihn begleiten würde, lag ihr die Antwort direkt auf der Zunge. Energisch begann sie zu nicken. Wenn er sich dort hinein wagte, würde sie bestimmt nicht den Schwanz einziehen. Sie würde versuchen ihm zu helfen wo sie nur konnte! Diesmal wollte sie ihn ganz bestimmt nicht behindern, da war sie sich sicher. Sie beobachtete aufmerksam wie Kazuya sich mit dem Lacryma durchnässte und tat es ihm gleich, als er ihr das gute Stück zuwarf. So etwas hatte sie noch nie benutzt, aber es ging ihr nahezu automatisch von der Hand. Dann folgte sie dem Magier hastig, wobei sie fast über ihre eigenen Füße stolperte. Sie wollte sich unbedingt nützlich machen… Ganz egal wie…
Durch das zerbrochene Fenster zu klettern, war zwar schwierig, doch offensichtlich noch die leichteste Übung, wenn man betrachtete, was es zu sehen gab, wenn man drinnen war… Nämlich nahezu nichts. Es brannte richtig in den Augen, so qualmig und stickig war es hier. Außerdem war es wirklich heiß hier drinnen und Sophia musste sich am pinkfarbenen Schopf ihres Kollegen orientieren. Ebenfalls geduckt folgte sie ihm und versuchte die Bücher zu entziffern, um eine Orientierung zu gewinnen. Allerdings war Sophia kein allzu regelmäßiger Bibliotheksgänger und das machte das Ganze gar nicht so einfach, wenn man sich hier nicht mal unter normalen Umständen zurechtfand. „Kazuya!“, rief sie ihm zu und löste einen Schal von ihrem Hals, den sie in Zwei riss und ihm eine Hälfte reichte, um den Mund damit zu verdecken. Das Brennen des Qualms in der Lunge war schrecklich… Da konnte es ihr nicht allein so gehen, oder? Die Magierin hatte einen ähnlichen Gedanken wie der Begleiter und erinnerte sich daran, dass der Mann beschrieben hatte, dass sich das Werk nicht an seinem üblichen Platz befand… Da es noch nicht komplett übersetzt war, befand es sich an den Arbeitsplätzen der Bibliothekare… Dummerweise waren diese nicht ausgeschildert. „Der Mann sagte mir… Dass das Buch nicht zwischen den normalen Büchern steht…“ Sie unterbrach kurz, weil sie husten musste. Es war so eklig… Vor allem wenn man sprechen musste! „Wir müssen nach einer Art Büro suchen!“ Es war ja nicht so, als würde man hier ohnehin gar nichts sehen… Wo sollten sie anfangen?

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:22

Sie mussten also ein Büro finden? Das konnte doch nicht so schwer sein, immerhin waren solche Räume entweder im hinteren teil des Gebäudes angeordnet oder direkt am Tresen, wo man sich die Bücher auslieh. Eine der beiden Stellen musste also richtig sein. Da passte es doch, dass sich hier gerade zwei Magier befanden. Zwar wirkte Sophia nicht so, als würde sie eine große Hilfe im Kampf gegen die Flammen sein oder in der Lage einem wilden Tier auch nur einen Funken Widerstand zu leisten, aber diese einfache Aufgabe, konnte sie bestimmt erfüllen. Sophia, da wir ja nicht wissen, wo das Büro ist, suchst du bitte in er Nähe des Eingangs, beim Tresen. Vielleicht gibt es dort einen Raum, der als Büro dient oder wenigstens als Rückzugsort, für die Mitarbeiter. Außerdem war der Tresen näher und die Gefahr für das Mädchen somit deutlich geringer. Wenn hier jeder Schritt der letzte sein könnte, wären weniger Schritte sicher besser. Da ich schneller bin, würde ich dann versuchen im hinteren Teil der Bibliothek nach dem Büro zu suchen. Ist außerdem sicherer, ich würde die Flammen einfach löschen können und wenn du beim Eingang bist, kannst du einfach raus rennen. Tja, Kazuya hatte zwar angekündigt nicht den Babysitter spielen zu wollen, aber die kleine Sophia leichtfertig sterben zu lassen, war auch nicht Kazuyas Ding. Er würde sich nur nicht darum kümmern, wenn sie zu inkompetent wäre, um selbst durch eine Tür zu rennen. Pass auf jeden Fall auf dich auf, ich mach mich mal auf den Weg. Er hielt weitere Ratschläge für unnötig, die Grundregeln für Krisenverhalten, sollte das Mädchen schon kennen, daher erachtete der Dragonslayer es als unnötig. In einer flüssigen Bewegung erhob sich der Dragonslayer ein wenig, er wollte ja nicht den Kopf in den Rauch stecken, und rannte los.
Der Mittelgang der Bibliothek war weitestgehend von Rauch verdeckt und um sich nicht zu sehr den giftigen Dämpfen auszusetzen, nutzte Kazuya die engen Gänge zwischen den Regalen, um vorwärts zu kommen. Leider konnte Kazuya so nicht allzu schnell vorankommen und nahm ab und an einige Umwege in Kauf. In einem dieser schmalen Gänge, legte Kazuya eine kurze Pause ein, leider hatte seine Geschwindigkeit ihm hier keinen Vorteil gebraucht. Zu eng, zu viele Abzweigungen und immer wieder musste er stehen bleiben, um sich zu orientieren. Seine Nase war absolut nutzlos und hätte Sophia ihm vorhin nicht diesen Schal gegeben, wäre er sicherlich noch schlechter dran. Hustend holte der Dragonslayer wieder Luft, als ein merkwürdiges Knacken ertönte. Erschrocken hob Kazuya den Kopf, nur um in nächsten Moment panisch zur Seite zu springen. An der Stelle, an der er eben gestanden hatte, lag nun ein brennender Balken, der aus dem Tragwerk gefallen war. Mit bebendem Herzen betrachtete der Dragonslayer das noch lodernde Holz. Der Balken mit einem halben Meter dicke hätte den Dragonslayer locker platt machen können. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte Kazuya nicht schnell genug reagieren können. Doch das durfte den Magier nicht davon abhalten, seine Aufgabe zu erledigen. Hastig machte sich der Dragonslayer wieder auf den weg, nur dieses Mal hielt er den Blick auf die Tragwerke, sicher war sicher.
Nach einigen Minuten, es hatte deutlich länger gedauert, als gedacht, erreichte Kazuya endlich den hinteren Teil der Bibliothek. Doch die Enttäuschung war groß, keine Türen, die in ein Büro führen konnten. Nur ein Durchgang machte den Dragonslayer neugierig, er war etwas in die Ecke geschoben, sodass nicht jeder hinein sehen konnte, vielleicht war dort das Büro. Doch als der Dragonslayer den Durchgang erreichte, wurde er nur enttäuscht. Drei Türen, aber keine war die gesuchte, eine Herrentoilette, eine für die Damen und ein Putzmittelschrank. Das war wohl nichts. Hoffentlich hatte die junge Sophia mehr Glück, als Kazuya.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:23

Sophia war ein sehr naives Mädchen… Sie glaubte an einen guten Kern in jedem Menschen, ganz egal wie gemein und hässlich er sich gab. Obwohl sie sich sehr sicher war, dass sie Kazuya mit ihrer Unfähigkeit nervte, glaubte sie trotzdem irgendwie daran, dass er ein guter Kerl war. Immerhin hatte er auf ihr Hilfegesuch sofort reagiert, hatte sich bemüht sich mit ihr zu befassen, obwohl sie nicht wirklich helfen konnte und auch in der brennenden Bibliothek zeigte er wieder etwas, was das Mädchen sofort als seinen guten Willen interpretierte. Er ließ nicht die unfähige Magierin selbst in das Innere der Bibliothek laufen… Vermutlich hätte sie das sogar getan, wenn etwas Gefährliches für ihren Teamkollegen passierte oder sie dazu aufgefordert wurde. Er hätte sie auch einfach ins Messer laufen lassen können, aber das tat er nicht, sondern sagte ihr auch noch, dass sie nahe des Eingangs sicherer war und dass sie auf sich aufpassen wollte. Vermutlich interpretierte sie zu viel herein, doch es gab noch weitaus schlimmere und fiesere Menschen, die versuchen könnten sie loszuwerden. Aber nicht bei Fairy Tail, nicht wahr? Diese Gilde war wie eine Familie… Da achtete man auf einander. Ganz egal wie man auf den ersten Blick wirkte…
Trotz der unangenehmen Hitze und dem ekelhaften Rauch zauberte das der Magierin ein Lächeln auf die Lippen und sie machte sich auf den Weg um ihre Aufgabe zu erledigen. Man wollte den Kollegen ja nicht noch mehr enttäuschen, wo er ihr nun schon eine Aufgabe gegeben hatte. Er konnte sich auf jeden Fall darauf verlassen, dass sie alles tat, was in ihrer Macht stand, um danach zu suchen. Das tat sie dann auch. In unmittelbarer Nähe der Tür lief sie jede Gasse ab, an die sie heran kam ohne den Flammen und dicken Rauchschwaden zu nahe zu kommen. Es fiel ihr schwer sich hier zu orientieren und sie war so auf ihre Suche fixiert, dass sie nach einer Weile, die sie sich durch das Gebäude bewet hatte, ein wenig die Orientierung verloren hatte. Allerdings sah sie stets Fenster in ihrer Nähe und wusste, dass sie sich noch in der Etage befand, in der die Möglichkeit gegeben war einfach daraus zu fliehen. Glücklicherweise hatte Sophia auch nicht zum ersten Mal einen Fuß in dieses Gebäude gesetzt, weshalb sie des Öfteren an Punkten vorbeikam, die ihr bekannt vorkamen. Man konnte sehen wie viele Bücher schon vernichtet wurden… Hoffentlich kam ihre Hilfe für das wichtige Buch nicht schon zu spät… Sophia wollte niemanden enttäuschen und ihre Aufgabe unbedingt richtig machen! Während sie daran dachte und sich so sehr bemühte, entdeckte das Mädchen eine verrußte Tür, um die herum sich ein schwarzer Rahmen gebildet hatte… Aber irgendwie war hier nur noch Rauch… Da stand sie schon in einer Löschwasserpfütze… Ob das der Flammenursprung gewesen sein könnte? Als sie der Türe näher kam und sich die Hände vors Gesicht presst, weil es hier widerlich stank, entdeckte sie etwas Glänzendes unter dem ganzen, schwarzen Dreck. Als sie mit der Hand über das noch warme Stück wischte, entpuppte sich dieses als Schild auf dem „Ausschließlich für Mitarbeiter“ in großen, fettgedruckten Buchstaben befand. War das vielleicht die Art Büro, die der Mann gemeint hatte? Vorsichtig öffnete sie die Tür und entdeckte dahinter etwas, was sie aufhalten sollte… Eine Treppe… Nicht etwa nach oben… Nein, nach unten…
Was war wohl der denkbar dümmste Ort, an dem man sich bei einem Brand befinden konnte? Ein Keller ohne Fenster! Wenn sie da allein runterging, würde sie sicher Ärger bekommen… Zumal Kazuya extra gesagt hatte, dass sie nicht zu weit weg vom Eingang gehen sollte… So weit im Gebäude war sie nicht, also würde er ihr das bestimmt verzeihen oder? Aber da runter konnte sie nicht allein…  Sie wischte ihre dreckige Hand an ihrem Rock ab und holte ihre Tasche hervor. Hastig zog sie einen Minimech hervor, in der Form eines niedlichen rosafarbenen Hasen und schrieb ihm mit einem dicken schwarzen Stift auf den Bauch: „Ein Stück weit hinter dem Eingang ist eine Tür für Mitarbeiter! Sie führt in den Keller!“ Dann machte sie eine kurze Skizze des Raumes, damit Kazuya sie finden konnte… Nun musste sie nur den Minimech in die richtige Richtung lenken. Sie drückte sich weiterhin die Hände vors Gesicht, lehnte sich an die Tür und schickte das Häschen in den hinteren Teil der Bibliothek. Bis sie ihn wiedergefunden hatte, würde sie sich kein Stück bewegen! Ganz egal wie schwindelig ihr von dem ekligen Rauch hier wurde…

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:23

Unruhig trat Kazuya gegen ein zu Boden gefallenes Buch und schleuderte den Einband gegen eine der nahen Wände. Das Geräusch der flatternden Seiten übertönte kurzzeitig das der Flammen und schien die Situation Lügen zu strafen, denn das Papier war noch völlig unversehrt und nicht einmal von Flammen berührt worden. Noch bevor das Buch wieder auf dem Boden aufgekommen war, konnte Kazuya etwas hören, das ebenfalls keine Flamme sein konnte. Es klang mechanisch. Sicher hätte der Dragonslayer den Ursprung viel schneller ausgemacht, würde seine Nase besser funktionieren und nicht nur wegen des Rauchs brennen, als hätte er sich Chili hinein gestreut. Ein kleines Häschen aus Metall, wahrscheinlich das selbe, das Sophia vorhin gezeigt hatte, hoppelte auf den Dragonslayer zu und blieb etwas zwei Schritte vor dem jungen Mann stehen. Unbeweglich, als warte es darauf, dass Kazuya etwas tat, starrten seine mechanischen Augen auf den Dragonslayer und als Kazuya die Hand danach ausstreckte machte der Mech keine Anstalten auszuweichen. Sicher, das Aussehen alleine machte schon klar, dass es sich hier nicht um ein lebendiges Wesen handelte, dennoch rechnete Kazuya irgendwie damit, dass sich der Hase verhielt, wie es normalerweise ein Hase tun sollte. Als Kazuya die kleine Figur auf den Hand nahm bemerkte er, dass ein Zettel an ihr befestigt worden war. Schnell entfaltete er das Papier und las die kurze Nachricht.
Scheinbar hatte Sophia einen Keller gefunden, der vielleicht das Büro oder eine Werkstatt zur Restauration enthalten konnte. Auf jeden Fall hatte sie mehr gefunden, als Kazuya, denn die Toiletten und ein Besenschrank waren nicht wirklich aufregend und wenig hilfreich. Ein Besen war sicherlich nicht des Rästels Lösung. Hastig zerknüllte Kazuya das Papier und warf es in die Flammen, während er schon los spurtete, um den Eingang zu finden. Der Rauch wurde immer dichter und zwang Kazuya dazu größere Umwege zu unternehmen, sodass er eine menge Zeit verlieren würde, aber nach mehreren Abstechern in seitlich liegende Gänge war die Sache Kazuya zu blöd. Er fasste einen dummen Entschluss; Augen zu und durch. Wie ein Sprinter ging der Magier in die Hocke und machte sich bereit mit voller Geschwindigkeit den direkten weg durch den Hauptgang anzutreten. Sehgen konnte er nichts, der Rauch versperrte die Sicht fast völlig und ein Hindernis würde mehr als nur eine hinderliche Stolperfalle sein, aber das war Kazuya egal. Ohne die Konsequenzen zu bedenken schoss der Dragonslayer durch den Rauch und versuchte den Rauch so gut es ging nicht ein zu atmen. Seine Augen brannten, während sie den Boden vor ihm nach potentiellen Gefahren absuchte. Im letzten Moment hechtete der Junge über Bücher und Stühle, tauchte unter herabgestürzten Balken vorbei und vermied größere Verletzungen. Nur einzig und alleine seine Schulter streifte ein Bücher Regal zu stark, als er einem brennenden Stuhl ausweichen wollte. Dennoch rannte Kazuya weiter, die Schmerzen ignorierend. So würde er anstelle von einigen Minuten in Sekundenschnelle bei Sophia sein und die Gefahr für beide wäre deutlich reduziert, je früher sie heraus kamen.
Mit einem letzten Hechtsprung durchbrach Kazuya die Wand aus Rauch und blickte auf das Sonnenlicht, das durch die verglasten Türen der Bibliothek eindrang. Er hatte es geschafft ohne sich allzu sehr zu verletzen, naja fast. Seine Schulter schmerzte und als der Dragonslayer hinsah, konnte er erkennen, wie das Blut langsam von seinem T-Shirt aufgesogen wurde. Darum sollte er sich wohl kümmern, aber erst später, noch musste es gehen. Ein wenig wankend erhob sich Kazuya und blickte Sophia an, bevor er ihren Hasen, den er die gesamte Zeit in den Händen gehalten hatte locker zu ihr herüber warf in der Hoffnung, sie reagierte schnell genug ihn zu fangen. So, wo ist dieser Keller? Ich habe keine Lust mehr noch länger hier in der Bibliothek zu bleiben. Geräuchert werden wollte ich nämlich nicht. Vorsichtig klopfte Kazuya mit der rechten Hand einen Funken von seiner Jacke und wartete darauf, dass Sophia etwas sagte.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:24

Es brannte… In den Augen, in der Lunge und sogar auf der Haut. Feuer war etwas, was Sophia von nun an meiden würde. Ihr war schon schwindelig von dem ganzen Rauch, der ihr in die Nase gestiegen war. Es brannte so sehr… Es war so heiß… Es tat so weh… Dennoch drehten sich ihre Gedanken nur um den Magier, der sie begleitet hatte. Ganz egal wie gemein er zu ihr gewesen war. Sie machte sich Sorgen um ihn und hoffte, dass ihre Nachricht ihn irgendwie erreichte. Auf jeden Fall würde sie hier warten und sich nicht wegbewegen, denn sonst könnte er sie nicht finden. Fester drückte sie sich die Hände vor das Gesicht, als sie auf einmal begann Lärm aus der anderen Richtung zu hören. Brach das Gebäude etwa zusammen? Es war zu früh! Das konnte nicht passieren! Erschrocken blickte sie dem Krach entgegen, sah aber dann, nach einer Weile, die sie in den dichten Rauch gestarrt hatte, dass es nur Kazuya gewesen war, der durch die Halle gesprintet war. Als er vor ihr ankam, war er definitiv genervt wie immer, aber vielleicht sogar noch ein wenig gereizter. Kaum hatte er nach dem Keller gefragt, rutschte Sophia bei Seite und zeigte dem Magier die Tür hinter sich. Sie war nützlich gewesen… Vielleicht ja, aber möglicherweise auch nicht… Ganz egal, sie hatte Hoffnung, dass sie nützlich war. Deshalb strahlte sie für einen Moment, was man unter den Händen, mit denen sie einen Großteil ihres Gesichts verbarg, nicht erkennen mochte. Hastig öffnete sie dem Magier die Tür und deutete mit dem Finger nach unten… Diese stemmte sie so weit auf, dass sie nicht zufallen konnte. Im Keller eines brennenden Gebäudes gefangen zu sein, wäre wohl nicht das Beste. Sie suchte einen Lichtschalter an der Wand, der die düstere Steinkellertreppe beleuchtete. Dann ging sie ihm nach in Richtung eines Hinweises, wie sie hoffte… Seine Verletzung hatte sie in der Hitze des Gefechts leider nicht bemerkt, sonst hätte sie sofort versucht sich darum zu kümmern. Ob er das für so gut befunden hätte, war dann natürlich wieder eine ganz andere Geschichte…
Tatsächlich kamen sie unten erst einmal in einem Flur an. Die Luft hier war noch ein wenig besser und man konnte einige Male durchatmen, bevor sich der Rauch auch langsam nach unten verzog. Dennoch war es hier angenehmer und recht kühl sogar… Interessant war, dass es hier viele Türen gab, doch keine von ihnen war sonderlich beschriftet. So ein Mist, da mussten sie wieder eine halbe Ewigkeit suchen. Sophia blickte sich um und sagte dann hastig: „Das wird wieder etwas dauern… Wir müssen uns beeilen, also teilen wir uns auf, ja? Wenn du etwas gefunden hast, ruf einfach. So viel kann ja hier unten gar nicht sein…“ Ob sie sich da mal nicht verschätzt hatte. Allein in diesem Moment standen sie vor sechs Türen und man wusste nicht wie viele dahinter noch waren. Generell hatte Sophia keinen Schimmer wie großläufig dieser Keller war. Aber sie hatten keine Wahl, wenn sie hier nicht ersticken und trotzdem die Aufgabe erfüllen wollten. Seufzend machte sie sich auf den Weg und hastete in die erste Tür… Traurigerweise nur eine Art Pausenraum mit Spinten… Hinter einer weiteren Tür eine Umkleidekabine und ein Badezimmer. Eine Dusche! Hah! Wie super. Schnell stellte sie sich darunter und ließ sich erneut von kaltem Wasser durchnässen… So war es doch gleich erträglicher… Aber mehr Zeit hatte sie nicht, denn sie mussten weitersuchen. Also stürmte sie wieder heraus, um die nächsten Räume abzusuchen… Nur um festzustellen, dass der Rauch auch hier unten langsam dichter wurde… Sie hoffte, dass ihnen hier nichts Schlimmeres passieren würde…

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:25

Wenigstens hatte Sophia den Keller gefunden, da war das Mädchen doch zu irgendetwas zu gebrauchen gewesen. Kazuya hatte auf jeden Fall nicht erwartet, dass sie etwas nützliches beisteuern würde. Natürlich behielt es sich der Junge vor sie zu loben oder besser gesagt nicht zu loben, so etwas tat er einfach nicht. Es war schon eine große Sache, dass er dem Mädchen mit der gesunden Hand einen Klaps auf die Schulter gab. Mehr würde er ihr sicherlich nicht zugestehen, der Klaps war ein größeres Lob, als alles andere, was Kazuya je getan hatte. Vielleicht hatte Kazuya doch eine weiche Seite, denn er schien dem Mädchen nicht ganz so hart gegenüber zu sein, wie er es in der Vergangenheit gegenüber Yui, Minato oder Akay gewesen war. Vielleicht hatte das Mädchen in dem Dragonslayer doch etwas angeschlagen, dass ihm selbst noch nicht bewusst war. Brüderliche Gefühle? … Doch das beschäftigte den Taizu nicht einmal annähernd so stark, wie der Keller, der nun vor den bedien Magiern lag. Finster und schlecht ausgeleuchtet, so wirkte das ganze auf den jungen Dragonslayer des Wasser. Naja, anders zu erwarten gewesen war es nicht, das Gebäude stand nur auf einem kleine n Sockel, sodass eine Belichtung fast ausschließlich künstlich über Lacryma vonstatten gehen konnte. Außerdem war es ja auch nicht beabsichtigt, dass Publikum oder Gäste in den Keller gingen, der war wohl dem personal allein vorbehalten.
Hinter Sophia, um eine Art Puffer zwischen den Flammen und dem Mädchen zu bilden, schritt Kazuya die Treppe hinunter und begann zu schnüffeln. Der beißende Rauchgestank war hier unten deutlich schwächer, natürlich die heiße Luft trug den Rauch nach oben, daher war die Luft im Keller einigermaßen frisch. Abgestanden und feucht, aber frisch. Der Stein unter den nackten Füßen des Dragonslayers war kalt und von relativ großen Poren durchsetzt. Man hatte für den Keller wohl kein gutes Gestein gewählt, aber vielleicht war es auch nur das Material der Treppe. Nur wenige Augen blicke später erreichten die beiden Magier einen länglichen Raum, von dem mehrere Türen in Kellerräume abgingen. Ein Korridor, ganz eindeutig. So wie es aussah könnte jeder dieser Räume der gesuchte Raum sein, keiner war beschriftet und es sah nicht so aus, als sei einer wichtiger, als der nächste. Das Mädchen schlug vor, dass sie sich aufteilen sollten, um besser suchen zu können. Natürlich war das Kazuya lieber, er musste nicht babysitten und wenn sie hier schneller raus kamen, wäre alles besser. Schnell hatte sich Sophia der linken Seite des Korridors zugewandt, so dass dem Dragonslayer nichts anderes blieb, als die rechte Seite zu übernehmen.
Die erste Tür, die der Dragonslayer öffnete machte einen anderen Eindruck, als die anderen des Korridors. Sie war schwer und als der junge Mann sie aufzog, bemerkte er, dass sie von innen mit Metall verstärkt worden war. Der Grund befand sich im Inneren des Raumes, ein großer Feuerlacryma glomm vor sich hin und erhitze wohl das Wasser in dem großen Boiler, der daneben stand. Der Dragonslayer hatte die Heizungsanlage der Bibliothek gefunden. Neben dem Lacryma, dem Boiler und ein paar Werkzeugen befand sich nichts in diesem Raum. Nur eine Öffnung in der Wand fiel dem Dragonslayer auf, sie war groß und schien der Entlüftung zu dienen. Sogar ein wenig Licht von außen fiel dadurch in den Raum. Sollte den beiden Magiern der weg über die Treppe versperrt sein, wäre es ihnen vielleicht möglich hier aus dem Keller zu fliehen. Vorausgesetzt, sie wären in der Lage das Schutzgitter zu entfernen. Da der Raum jetzt aber noch keinen wirklichen wert für die bedien hatte, schloss der Dragonslayer wieder die Tür und wandte sich der nächsten zu. Schweres Holz, aber keineswegs so schwer, wie die vorherige Tür. Dahinter verbarg sich aber nichts aufregendes. Ein kleines Büro, aber keine wirklichen Bücher in der nähe zu sehen. Auf dem Schreibtisch lag etwas aber das sah eher nach einer Mappe aus und nicht nach einem Buch, also ließ der Dragonslayer auch diesen Raum links liegen. Blieb nur noch eine Tür. Diese ließ sich gar nicht erst öffnen, das Schloss schien sich nicht rühren zu wollen, also blieb Kazuya wohl nichts anderes übrig. Er konzentrierte Mana in der Hand und feuerte einen Wasserball daraus ab, der das Holz splittern ließ. Ein weiterer Stoß mit seiner Schulter und der Dragonslayer hatte die Tür durchbrochen. Leider hatte er nicht darüber nachgedacht, dass seine Schulter verletzt war, weswegen die Schmerzen nun noch größer waren und auf den Resten der Tür bereist Blutflecken des Dragonslayers klebten. Ein wenig rücksichtslos, besonders wenn man bedachte, dass Kazuya gerade nichts gewonnen hatte, der Raum war leer. Also absolut leer. Keine Möbel, kein Sperrmüll, nicht einmal ein Holzeimer. Wie enttäuschend. Hey Sophia, wie sieht es bei dir aus? Ich habe hier gar nichts.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:25

Nach der recht angenehmen Dusche war Sophia kaum weiter als vorher. Die Magierin, die sonst immer so optimistisch und voller Hoffnung war, schien diese langsam mit ihrer verbleibenden Energie zu verlieren. Ihr tat der ganze Körper weh, sogar das Atmen fiel so schwer und sie fühlte sich so träge. Sophia war ja ohnehin die Art Mensch, die an jedem Ort einschlafen konnte und so langsam entschied ihr angeschlagener Körper auch, dass doch hier ein nettes Plätzchen dafür wäre. Natürlich wusste Sophia, dass dem nicht so war, denn sie war ja nun wirklich kein dummes Mädchen. Die Magierin suchte mit ihrem letzten bisschen Verstand die anderen Räume ab, bei denen es schon schwer genug war sich überhaupt einen Zugang zu verschaffen. Die meisten Türen waren schwer oder noch einmal verschlossen, weil sie zu den Räumen des Gebäudes gehörten, die nur von Fachpersonal betreten werden durften. Als Hextechmagierin schaffte man es eigentlich immer irgendwie einfachere Schlösser zu knacken, wobei ihr das bei ihrer momentanen Verfassung schon schwer fiel. Sie fragte sich immer wieder wie Kazuya noch so fit sein konnte… Diese Dragonslayer mussten es echt draufhaben… Wie schade, dass sie zu sehr mit ihrem gemeinsamen Auftrag beschäftigt war, denn so merkte die zierliche Magierin selbst gar nicht wirklich, dass ihr Begleiter ihr eine stumme Zustimmung und Ermutigung gegeben hatte. Sicher hatten ihre Sinne es sicherlich aufgenommen, doch bei der Reizverarbeitung war sie offensichtlich gescheitert, was wohl nicht schwer nachvollziehbar war, wenn man betrachtete wie schwer man es hatte über all dem Rauch, der unangenehmen Temperatur und der Anspannung hinter ihrer Aufgabe noch einen klaren Kopf zu bewahren… Sophia hatte jedoch einen sehr entschlossenen Willen. Sie wollte weder ihre Gilde, noch den Magier an ihrer Seite und schon gar nicht die Leute enttäuschen, die auf sie bei dieser Aufgabe vertrauten. Sicherlich wusste sie, dass diese Nummer größer war als ihr eigener Verstand und ihre Fähigkeiten, aber wenn es sonst niemand konnte, durfte man doch noch lange nicht aufgeben… oder? Nur weil etwas verloren schien, durfte man doch nicht aufhören es zu versuchen!
In dem Moment, als sie sich selbst wieder Mut zusprach um weiterzumachen, hörte Sophia ein Geräusch. Es war ein hoher, untypischer Ton, den sie in diesen Hallen noch nie vernommen hatte. Natürlich konnte sie diesen ersteinmal nicht zuordnen. Sie wunderte sich überhaupt, dass sie es gehört hatte, denn es waren hier genug andere Dinge, die ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen. Vermutlich so eine genetische Sache… Frauen waren oft hellhöriger gegenüber höheren Tönen, die den Nachkommen ähnlich waren… Sogar Vogelgezwitscher konnte einen Bagger übertönen, wenn diese einer Frau die Aufmerksamkeit abverlangten. Aber so etwas wusste Sophia bestimmt nicht… Jedenfalls begann sie sich darauf zu konzentrieren. Ganz egal ob sie das auf eine richtige Spur bringen konnte oder nicht… Sie musste doch irgendwie herausfinden was das war, denn vielleicht war es wichtig!
Als Sophia es endlich geschafft hatte die Richtung auszumachen, versuchte sie sich erneut Zugang zu dem Raum zu verschaffen, in dem sie die Laute vernommen hatte. Sie waren undeutlich und es war kein wirkliches Muster zu erkennen. Da sie sich hinter einer dicken Schwermetalltür verbargen, konnte Sophia nicht wirklich heraushören was es war. Die Tür klemmte… natürlich. Was auch sonst? Sophia überlegte einen Moment, ob es nicht effektiver wäre die dünnen Wände des Kellers einzuschlagen, anstatt sich mit diesem Mist hier herumzuärgern… Doch dann wurde ihr bewusst, dass sie nicht dazu in der Lage war. Nach einer Weile hatte sie die klemmende Tür endlich ein Stück weiter auf… Ein Spalt eröffnete ihr einen Blick in einen kleinen, hellbeleuchteten Raum. Das was sie da sah, konnte sie für einen Moment nicht glauben…
Im Hintergrund hörte sie Kazuya, der fragte, ob sie mit ihrer Suche weitergekommen war. Nun, dem Ziel waren sie keinen Schritt näher, aber vor Sophia saß etwas, was dort definitiv nichts zu suchen hatte… Ein kleiner Junge hockte da auf dem kalten Steinboden und weinte bitterlich. Wie war er hier her gekommen? Was machte er in diesem gefährlichen Haus? Und… warum war er eingesperrt? Sophia gingen so viele Gedanken durch den Kopf, als sie große, blaue und verheulte Augen anblickten. „Das glaubst du mir nie…“, begann sie und brachte gar nicht mehr heraus. Aber was war die Geschichte zu diesem armen Kind? Und was war mit ihrem eigentlichen Auftrag?

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Sa 25 Okt 2014 - 13:26

Da Kazuyas Suche nicht gerade von Erfolg gekrönt waren, wandte sich der Dragonslayer mit sichtbar schlechter Laune zu Sophia um, die genau in diesem Moment meinte, dass sie etwas gefunden hätte. Na das konnte doch interessant werden, vielleicht hatte sie sogar schon dieses bescheuerte Buch. Was kann ich dir nie glauben? Hast du das dämliche Buch? Zu wünschen war es ja, denn vielleicht hatten sie es schon fast vergessen, aber noch befanden sie sich in einem brennenden Gebäude und dazu im Keller, der sie sicherlich unter sich begraben würde, wenn die tragenden Bestandteile des Gebäudes über ihnen nachgaben. Ein kurzer Blick zur Decke beruhigte den Dragonslayer noch ein wenig, es zeigten sich noch keine Risse, aber würden sich überhaupt welche zeigen, wenn das Gebäude dabei war instabil zu werden? Kazuya hatte darüber ja keine Ahnung, er war Magier und kein Statiker. Er wusste nur, dass ein Gebäude, das auf einen stürzte durchaus gefährlich war, tödlich. Da er sich darüber keine weiteren Gedanken machen konnte, es würde ja alles ins Leere laufen, machte sich der Wasser Dragonslayer lieber auf den Weg zu Sophia. Da der Keller nicht allzu groß war, konnte er sie schon sehen und hastete nur durch den kurzen Korridor auf sie zu. Langsam schien sich der Rauch auch einen weg nach unten zu bahnen, in kleinen Wölkchen zog der schwarze Qualm durch den schlecht ausgeleuchteten Keller und schien die Decke verdecken zu wollen. Sie mussten sich wirklich beeilen oder das Buch verbrennen lassen.
Als er die junge Magierin erreicht hatte, bemerkte er, dass sie vor einer Tür aus Metall stand, die einen Spalt breit geöffnet war. Klemmte sie oder wollte Sophia die Tür einfach nicht weiter aufmachen? Durchpassen würde gerade jedenfalls keiner von beiden, höchstens der Hase der Magierin, aber wie nützlich das sein würde, wusste Kazuya nicht, also schlug er es gar nicht erst vor. Was ist denn los? Bekommst du die Tür nicht auf oder ist hier etwas anderes? Ohne darauf zu warten, dass Sophia antwortete, schob es das Mädchen sanft zur Seite und blickte durch den Spalt. Erst konnte Kazuya nichts erkennen, der Raum lag in hellem Licht und blendete Kazuyas Augen für einen kurzen Moment. Noch während die Lichter vor seinen Augen tanzten, blinzelte er einige Male und versuchte seine Augen auf das Licht einzustellen. Nur langsam zeichneten sich Umrisse ab, ein Besen, ein Putzeimer, ein Regal, ein Junge. … Moment, ein Junge? Wie kam ein Kind in dieses Gebäude? Und hatte der Dragonslayer ihn wegen des ganzen Rauchs nicht riechen können? Da Sophia diese Frage sicherlich auch nicht beantworten konnte, musste der Dragonslayer irgendwie zu dem Jungen. Buch hin oder her, ein Menschenleben ging vor, auch wenn Kazuya oft heraushängen ließ, wie wenig ihn so etwas interessierte. In einem ersten, unbedachten Versuch die Tür zu öffnen, rammte der junge Magier seinen Schulter, die verletzte wohlgemerkt, gegen die Tür. Das Metall bewegte sich keinen Millimeter, nur der Schmerz in einer Schulter war erneut entflammt worden und warf den Dragonslayer ein wenig zurück und auf den Boden. 'Verdammte Scheiße!' Ein wenig benommen richtete sich Kazuya sofort wieder auf und dachte über seine Möglichkeiten nach. Mit seiner Magie würde er die Tür nicht auf bekommen, Wasser suchte sich einen weg des geringsten Widerstands und würde, wenn er die Tür attackierte, einfach durch den offenen Spalt fließen, eine geschlossene Tür wäre etwas anderes, aber diese Position war unglücklich. Irgendwie brauchten sie einen Hebel, einen Stab oder so etwas. Plötzlich kam dem Magier eine Idee, er hatte gar nicht darüber nachgedacht, was er bei sich trug. Mit der gesunden Hand griff der Wasser Dragonslayer nach seinem Bo und klemmte ihn zwischen Zarge der Tür und dem klemmenden Flügelrahmen ein. Wenn die Waffe lang genug war, würde Kazuya die Hebelwirkung nutzen können, um die Tür langsam auf zu bekommen. Bereits, als Kazuya das erste Mal an der Waffe zog, hörte er, wie sie über den Boden knirschte und sich einige Zentimeter weit rührte. Angespornt von dem ersten Erfolg hängte sich Kazuya richtig rein und zog die Waffe mit einem kräftigen Ruck zu sich heran. Plötzlich gab es keinen Widerstand mehr, die Tür war gelöst worden und schwang einfach so auf, während Kazuya und seine Waffe auf den Boden zurück fielen. Doch Kazuya blieb nicht lange auf dem Boden sitzen und atmete auch nicht durch. Schnell griff er seien Waffe, befestigte sie wieder an seinem Rücken und drang in die Kammer ein.
Schluchzend saß der Junge auf dem kalten Steinboden in der Mitte des Raums und weinte sich die Seele aus dem Laib. Als Kazuya in den Raum stürmte, zog sich das Kind in die hinterste Ecke das Raumes zurück und begann noch lauter zu weinen. 'Na toll, ich habe ihn verschreckt. Kinder sind anstrengend.' Warte, Kleiner. Ich bin hier, um dich raus zu holen. Das Gebäude ist gefährlich und was machst du hier überhaupt? Würde ihm das Kind überhaupt antworten? Jedenfalls hörte das Kind auf zu weinen und blickte Kazuya verwirrt an, nur um dann wieder los zu schluchzen. Aber Papa hat  gesagt … hat ge … ich soll hier warten. Dann war ein Knall und … dann hat Papa … und ich soll nicht weg … gehen. Na toll, der Papa hatte also gesagt der Junge sollte in den Raum? Sicher eine interessante Idee, um das Kind zu schützen, aber Kazuya hatte eine bessere. Komm, steig auf meinen Rücken. Ich trage dich raus, dein Papa wartet bestimmt schon. Hoffentlich würde das Kind die Hand, die Kazuya ihm anbot, annehmen. Dafür, dass der Dragonslayer Kinder nicht leiden konnte, konnte er erstaunlich gut mit dem Jungen umgehen. Scheinbar sah das Kind es genau so, den der Junge ergriff die ihm dargebotene Hand und war schon im nächsten Moment vom Dragonslayer auf seinen Rücken gehievt worden. Sophia. Meinst du, du kannst das Buch alleine finden? Oder willst du hier auch raus? Ich bringe den Jungen hier raus, für ihn ist das zu gefährlich und er ist wichtiger, als so ein dämliches Buch. Gerade als Kazuya los sprinten wollte, stupste der Junge ihn gegen das Ohr. Buch? Meinst du dieses ganz große mit den glänzenden Rändern? Mein Papa hat da hinten irgendwas damit gemacht. Mit seinen kleinen Fingern deutete das Kind auf einen Raum, den Kazuya ganz übersehen hatte. Eine kleine unscheinbare Tür, die sich farblich perfekt in die Wand  einfügte und somit beinahe unsichtbar war. Doch war das Buch, das der Junge meinte, auch das gesuchte Buch? Es gab sicherlich mehrere große Bücher mit Goldrand und einem Kind, das vielleicht höchstens vier Jahre alt war, konnte Kazuya nicht voll und ganz vertrauen. Hey, Sophia. Sehen wir uns das noch an und wenn es das nicht ist, sollten wir von hier verschwinden, es wird sonst zu gefährlich.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   So 26 Okt 2014 - 15:28

Sophia konnte noch immer nicht wirklich glauben was sie dort in der Kammer gefunden hatte. Der Spalt der Tür, durch den sie geblickt hatte, offenbarte ihr ein Bild, mit dem sie weiß Gott nicht gerechnet hatte. Völlig perplex stand sie da und wartete auf Kazuya, von dem sie wusste, dass er im Vergleich zu ihr stets einen einigermaßen kühlen Kopf bewahrte. Zwar fluchte und schimpfte er um einiges mehr als die Rosahaarige, aber man konnte sich darauf verlassen, dass er eine Lösung für jedes Problem fand. Den meisten Menschen wäre Kazuya wegen seiner schroffen und teilweise bösartigen Art vermutlich unsympathisch, doch Sophia war immer noch irgendwie begeistert von dem Dragonslayer, ganz egal wie sehr sie seine Worte schmerzten.
Gerade als er ankam und ihre Position vor der Tür mal wieder äußerst genervt kommentierte, wollte sie damit beginnen zu erklären was sie gesehen hatte. Zwar hatte sie einen Kloß im Hals und fühlte sich momentan sehr unwohl, doch sie vergaß nicht, dass sie in Anbetracht ihrer Situation ein wenig eilig arbeiten mussten. Bevor sie überhaupt zum Luftholen kam, schob Kazuya sie zur Seite. Stumm blickte sie auf ihre Füße, da sie erneut über ihre eigene Unfähigkeit erschrocken war. Kazuya sagte nichts, sondern machte sich ohne großes Zögern an die Arbeit. Das war einer der Gründe, aus denen Sophia überzeugt war, dass hinter seiner rauen Schale ein guter Kern steckte. Immerhin hatte er ihr sofort geholfen, als sie darum gebeten hatte und während ihrer Quest hatte er sich so einige Male verletzt, ohne sich auch nur großartig darüber zu beschweren. Auch dieses Mal setzte er seinen ganzen Körper ein, um dem Kind hinter der Tür zu helfen, obwohl ihre Aufgabe ja nun eine völlig andere war, zögerte er keine Sekunde. Als er es geschafft hatte, fiel er zu Boden. Sophia lief ihm sofort einige Schritte entgegen und erkundigte sich kleinlaut danach, ob er in Ordnung war. Sie wollte ihm so gern helfen, aber kam sich dafür viel zu nutzlos vor… Kaum hatte das Gespräch zwischen ihm und dem Kind begonnen, wurde wieder deutlich, dass er sich einmal mehr um alles kümmern wollte. Den Jungen zu tragen, wäre mit seinen Verletzungen bestimmt nicht die beste Möglichkeit. Sophia rückte ein Stück heran und bot dem kleinen Kerl lächelnd ihre Hand an. So lang sie sich im Keller bewegten, musste sie ihn ja nicht tragen. Er schien sehr verschüchtert, wagte es aber dann doch zögerlich nach der Hand des Jungen zu greifen. Sein nächster Hinweis war, dass er seinen Vater, der ihn offensichtlich angewiesen hatte hier zu bleiben, mit einem ganz besonderen Buch in den Händen gesehen hatte. Sophia war beeindruckt von dem Vater, der so gut die Nerven behalten und sein Kind in Sicherheit bringen konnte. Ein wenig mulmig wurde ihr jedoch schon, wenn sie bedachte, dass er seitdem nicht wiedergekommen war. Hoffentlich war er nicht in den Flammen umgekommen. Das würde dem kleinen Kerl sicher das Herz brechen. Auf den Vorschlag von Kazuya stimmte sie nur nickend zu und folgte dem Dragonslayer mit dem kleinen Jungen an der Hand. Er klammerte sich ziemlich an die junge Magierin, weshalb sie immer wieder versuchte ihn mit beruhigenden Worten aufzuheitern. Dabei wusste sie genau, dass die Situation, in der sie sich befanden, zunehmend gefährlicher und unberechenbarer war. Aber niemand würde jemals so herzlos sein, einem Kind zu erzählen, dass es möglicherweise heute noch seinem Schöpfer entgegenblicken könnte, oder? Nicht einmal Sophia konnte diesen Gedanken ertragen… Wie dann so ein kleiner Kerl?
Als sie die unscheinbare Tür öffneten, war der Raum dahinter doch erstaunlich leicht zugänglich. Kazuya versuchte irgendwie Licht in der Kammer zu machen, während die Magierin mit dem Knirps an der Hand begann zu suchen. „Weißt du zufällig noch, wo dein Papa das Buch hatte?“ Er schüttelte den Kopf, strengte sich aber die ganze Zeit über an sich zu erinnern. Sophia setzte den kleinen Kerl auf einen Tisch und begann herumzuwühlen. Hier wurden offenbar viele Bücher restauriert. Der ganze Raum war dunkel, warm und die Luft war unheimlich trocken. Wenn das Feuer hierher käme, wären all die guten Stücke verloren. Es gab kein Fenster und auch sonst nicht viel außer Schreibutensilien, Regalen und vielen Schriftstücken, die schon sehr verfallen wirkten. Eines aus all diesen Werken auszusuchen, könnte nicht nur ewig dauern, sondern schwierig werden. Aber immerhin machte sich da eine Fähigkeit der Magierin tatsächlich mal nützlich. Sophia las unheimlich viele Bücher, weshalb sie sehr gut und schnell überfliegend lesen konnte. Hastig schnappte sie sich einen großen Stapel schwerer, alter Bücher und begann darin herumzublättern, um das richtige Werk auszumachen. Es reichten schon wenige Seiten, weil die Titel nicht einmal mehr ganz erkennbar waren, um das festzustellen, ob es das gesuchte Buch war oder nicht. Nach wenigen Minuten stockte Sophia und blätterte in einem Buch noch etwas weiter. „Ich hab‘s!“, erklärte sie und ging zu Kazuya, um ihm das Buch in die Hand zu drücken. „Nimm du das Buch und ich trage das Kind. Mit deinen Verletzungen wäre es nicht gut, wenn du so schwer trägst!“, erklärte sie ziemlich selbstsicher und nahm den kleinen Kerl, ohne auf eine Antwort zu warten, wieder an sich. Sie riss sich einen Ärmel von ihrer Jacke ab und wickelte sie dem Kind um das Gesicht, damit er nicht so viel Rauch einatmen musste und wies ihn an, einfach die Augen zu zumachen, bis sie erlaubte, dass er sie wieder öffnen durfte. Wenn er die Flammen sah und Panik bekam, wäre das hinderlich… Dann nahm sie ihn Huckepack und wartete darauf das Kazuya vorging. Ohne Hände konnte sie dann doch keine Türen öffnen…

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Mo 27 Okt 2014 - 19:59

Obwohl Kazuya ihm die Hand dargeboten hatte, schien sich der kleine Junge bei Sophia deutlich wohler zu fühlen. Kein Problem für den Wasser Dragonslayer, denn das bedeutete, dass er sich nicht um ein kleines Kind kümmern musste. Ein Händchen für Kinder hatte der Rosaschopf ganz sicher nicht, dafür bräuchte man sicher deutlich mehr Geduld, als sie der Dragonslayer aufzubringen gewillt war. Außerdem konnte sich Kazuya so viel eher der Aufgabe widmen, die noch vor den Magiern, und nun auch einem kleinen Jungen, lag, das Buch finden. Schnell durchquerten die drei den Korridor und betraten die kleine Kammer, die die Magier noch nicht durchsucht hatten. Der Raum war klein und spärlich möbliert, was kein Wunder war, wenn man bedachte, dass hier wahrscheinlich nur eine Person arbeiten sollte und das konzentriert. Wenn kein Platz für weitere Leute war, würde niemand stören können. Neugierig blickte sich Kazuya dennoch um, das Buch musste ja irgendwo sein und wenn nicht hier, dann würden sie ihre Aufgabe abbrechen müssen. Sie würden sicherlich nicht hier bleiben und nach einem dämlichen Buch suchen und ihre eigenen Leben und das des Kindes riskieren. Als Magier waren sie es ja eigentlich gewohnt ihr Leben zu riskieren, aber gerade das Kind konnten Kazuya und Sophia nicht noch mehr gefährden, als nötig. Wurde es zu gefährlich, würde Kazuya sich den Kleinen einfach schnappen und verschwinden.
Während Sophia mit dem Jungen schnurstracks auf den Schreibtisch zuging und scheinbar dort anfangen wollte zu suchen, übernahm Kazuya ein Regal im hinteren Teil des Raumes. Mit den Fingern fuhr er über den Rücken alter Bücher, studierte ihren Titel und betrachtete sie, ob sie das Richtige sein konnten. Leider schien das Gesuchte nicht in diesem Regal zu sein, denn als der Dragonslayer in die Hocke ging, um die unteren Bretter des Regals zu betrachten, fand er nur mehrere Folianten und einige Aktenordner. Während fast alle Ordner nach Datum sortiert und mit Abrechnungen beschriftet waren, stach ein letzter etwas hervor. Er war kleiner und trug keinen Titel, außerdem wirkte er so, als sollte er nicht von jedem Mitarbeiter gesehen werden, war er doch in die hinterste Ecke geschoben worden. Da Sophia den Schreibtisch noch untersuchte und den Jungen ausfragte, griff der junge Mann nach dem Ordner und zog ihn hervor. Er wirkte neu und war nicht sonderlich gefüllt, aber das musste ja nichts bedeuten. Der Ordner war schnell geöffnet und mit kurzen Blicken überflog der Dragonslayer die Zettel, die dort eingeheftet waren. Eigentlich ein heftiger Eingriff in die Firmenprivatsphäre, aber da das hier früher oder später Opfer der Flammen werden würde und Kazuya auch nicht der Moralapostel schlechthin war, konnte er es schon vertreten einen Blick hinein zu werfen. Jeder einzelne Zettel war ein Mahnbescheid, erste Mahnungen, zweite Mahnungen und auch einige letzte Mahnungen neueren Datums. Die Bibliothek steckte also in Schwierigkeiten, hatte jemand vielleicht den Brand absichtlich gelegt? Um Beweise zu vernichten, die Versicherung abzukassieren oder einfach um zu verschwinden? Das konnte natürlich einfach Kazuyas Phantasie sein, die hier gerade Geschichten sponn, aber es waren immerhin Dinge im Bereich des Möglichen. Nicht, dass das ein Problem des Dragonslayer wäre, er war selten in der Bibliothek und würde sie wahrscheinlich auch nicht wirklich vermissen. Daher schloss er den Ordner wieder und stellte ihn zurück an seinen Platz. Genau in dem Moment rief Sophia freudig aus, dass sie das Buch gefunden hatte. Mit einem Ruck erhob sich Kazuya, um zu ihr zu gehen, als die junge Magierin bereits vor ihm stand und den einband in die Hände des Rosaschopfes drückte. „Nimm du das Buch und ich trage das Kind. Mit deinen Verletzungen wäre es nicht gut, wenn du so schwer trägst!“ Meinte sie das wirklich ernst? Die Verletzung an seiner Schulter war nichts, was ihn davon abhalten würde einen Vorschüler zu tragen, so viel Kraft hatte er noch aber wenn sie darauf bestand. Es war das erste Mal, dass Kazuya Sophia Resolut erlebt hatte, es passte nicht zu dem kleinen Mädchen, doch irgendwie gefiel es dem Dragonslayer. Er würde wohl darauf eingehen. “Meinetwegen, aber dann gehe ich vor, sollte es gefährlich werden, will ich zwischen euch und der Gefahr sein. Und bemuttere mich bloß nicht, ist das klar?“ Damit verließ Kazuya vor den beiden den Raum.
Im Korridor erwartete ihn beißender Qualm, die Flammen hatten sich also schon so stark ausgebreitet, dass der Keller völlig verraucht war. Um nicht zu viel des giftigen Qualms einzuatmen beugte sich Kazuya vor und lief auf die Treppe zu. Es war schwer die Orientierung nicht zu verlieren, denn der Rauch war schon recht dicht und machte es nicht leicht den weg in einem unbekannten Gebäude zu finden. Zum Glück waren sie nicht weit von der Treppe gewesen und Kazuya erreichte die steinernen Stufen im Handumdrehen. Er war gerade im Begriff nach oben zu sprinten, als die Flammen die Tür oben zu verschlingen begannen. Der weg würde ihnen so abgeschnitten bleiben, selbst mit seiner Magie wäre es schwierig zwei andere Personen durch ein Feuer zu lotsen, doch wo sollten sie sonst entlang. Plötzlich kam dem jungen Mann die Idee. Auf dem Absatz machte Kazuya kehrt und lief an Sophia und dem Jungen vorbei. Zielsicher steuerte er die Metalltür des Heizungsraumes an und schob sie vorsichtig auf. Die Tür war, bis eben, rauchfest gewesen und hatte so die Luft im Inneren vor der giftigen Verschmutzung bewahrt. Mit einer Hand deutete Kazuya auf den Schacht, den er vorhin gefunden hatte und blickte Sophia an. “Ich hoffe du kannst etwas klettern.“ Es war die einzige Möglichkeit hier heraus zu kommen, wenn auch eine verzweifelte. “Erst das Kind und dann du. Ich gehe zuletzt, denn ich kann mich ja immerhin etwas gegen die Flammen wehren.“ Widerrede würde der Dragonslayer nicht dulden, dafür hatten sie schließlich keine Zeit mehr.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Mo 27 Okt 2014 - 22:23

So ein kleines Kind konnte Sophia immerhin auch tragen. Sie war durchaus wesentlich schwächer als Kazuya, aber sie wollte den kleinen Kerl ja nicht eine halbe Stunde lang quer durch das Gebäude schleppen. Von daher war diese Aktion halb so wild. Und wenn es darum ging, dass Kazuya sich nach all dem Stress und der Anstrengung ein wenig entspannen konnte, dann tat sie das gern. Dass sie ihm diese Aufgabe zumutete, machte sie ein wenig stolz. Bisher hatte sie immer das Gefühl gehabt, dass er sie als völlig nutzlos empfand. Ein kleiner Teil in ihr hoffte, dass es eine Art der Anerkennung von dem schroffen Magier war. Irgendwie glaubte sie aber auch, dass es ihn einfach nicht mehr interessierte und er froh war, wenn er das so schnell und problemlos wie möglich hinter sich bringen konnte…
Der kleine Kerl auf ihrem Rücken war angespannt und aufgeregt, weshalb Sophia immer wieder mit ihm sprach und ihn beruhigte. Ihr Weg führte sie die Kellertreppe hinauf, doch das schien nicht das Schicksal zu sein, welches ihnen vorbestimmt war. Kazuya ging voran und machte schnell deutlich, dass sie an dieser Stelle nicht mehr weiterkommen würden. Eine Tatsache, die sowohl beunruhigend, als auch unübersehbar war. Sogar Sophia konnte deutlich erkennen, dass die Arbeit der Feuerwehrmänner nicht so zielführend gewesen war, wie sie es sich erhofft hatten. Tatsächlich saßen sie hier quasi in der Falle und mussten einen anderen Ausweg finden. Der kleine Junge auf Sophias Rücken fragte nervös, warum sie nicht weitergingen. Sofort beruhigte sie ihn und sagte, dass sie einfach einen bequemeren Weg nehmen würden, damit sie sich nicht durch den Rauch quälen mussten, der sich im Gebäude angestaut hatte. Gut, dass sie ihn angewiesen hatte die Augen zu schließen. Ein Zögern oder Panik konnten sie nun nicht gebrauchen. Aber wie ging es weiter?
Kazuya schien sofort eine Idee zu haben, mit der nicht lang auf sich warten ließ. Sophia war so dankbar, dass der Dragonslayer sie zu dieser Aufgabe begleitet hatte. Es war offenbar ihr Schicksal auf ihn zu stoßen, damit er das so effektiv hinter sich bringen konnte. Sophia bewunderte ihn sehr dafür, doch dafür war wenig Zeit im Moment. Der Qualm breitete sich im Keller auch immer weiter aus, da die schützende Tür vernichtet worden war. Nun ja, seine Frage danach, ob sie klettern konnte, war mehr oder weniger gewinnbringend. Sie machte das  nun nicht so oft oder gar hobbymäßig, aber es ging schon irgendwie. Also nickte sie stumm und folgte dem Magier. Ein wenig Panik machte sich bei dem kleinen Kerl breit, als Kazuya ihn vorschicken wollte. Sophia erlaubte ihm die Augen zu öffnen und machte ihm Mut. Er musste vorangehen, das war der sicherste Weg. Nach einem bisschen zögern, erinnerte er sich an seinen Papa und beeilte sich, um in den Schacht zu kommen. Sophia hob ihn hoch und ließ ihn ein Stückchen vorkabbeln, um ihm zu folgen. Dass sie mit einem Rock vor Kazuya in einen Schacht klettern musste, wäre ihr in jeder normalen Situation vermutlich unangenehm geworden, aber hier war das mit Sicherheit allen Anwesenden verdammt egal. Als sie sich die ersten Meter fortbewegte, atmete sie die noch angenehme Luft ein. Zwar war es hier stickig und roch etwas, doch es war eine durchaus bessere Luft als der Qualm, der das ganze Haus eingehüllt hatte. Es war eng und man konnte sich nur auf allen Vieren, zusammengezogen, fortbewegen. Zwischendurch, während sie versuchten so schnell wie möglich voranzukommen, konnte man immer wieder laute Geräusche im Schacht hören. Es war ein dumpfer, lauter Lärm… Der kleine Junge bekam immer mal wieder Angst, weshalb Sophia sich bemühte so viel wie möglich mit ihm über alles Mögliche zu reden, um ihn abzulenken…
Nach einer Weile kamen die Drei jedoch an einer Gabelung an. Zwei Wege führten von diesem Punkt weiter und egal wie sehr sich Sophia bemühte, sie konnte keinen Anhaltspunkt finden, welcher der Richtige war. Da fiel ihr ein, dass sie eventuell frische Luft aus der richtigen Richtung wahrnahmen… Aber… Sie schaffte es nicht. Vielleicht hatte ja Kazuya einen besseren Plan. „Wo lang?“, fragte sie also nur. Sie wollte es vor dem Kind nicht so aussehen lassen, als hätte sie überhaupt keinen Plan. Wenn er Angst bekam, war das nicht förderlich… Aber lange konnten sie auch nicht hierbleiben… Hinter Kazuya ließen die Flammen nicht lang auf sich warten… Und ihnen würde ziemlich heiß unterm Hintern werden, wenn der Metallschacht erhitzt wurde…

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Fr 21 Nov 2014 - 10:49

Es machte den Dragonslayer schon ein wenig nervös als Letztes in den Schacht zu steigen, denn dies bedeutete, dass er den Flammen konstant nahe war. Doch anders hätte es nicht funktioniert, Kazuya mit seinem Wasser, war nun einmal die logische Wahl, konnte er die Hitze wenigstens etwas abhalten. Und natürlich war er auch der Älteste hier, aber das war eher nebensächlich, Fähigkeiten vor Erfahrung, so musste das gehandhabt werden. Gerade, als Kazuya ebenfalls in den Schacht steige wollte, fiel der Blick des Dragonslayers auf das Heizelement. Noch immer glühte der Feuer-Lacryma bedrohlich und spie seine Hitze in den Ofen, um Wasser für den Heizkreis zu erhitzen. Ohne lange zu überlegen, griff der Magier nach dem Schalter, der den magischen Stein abschaltete, wenn die Flammen den Lacryma einhüllten, konnte sonst etwas passiere. Zwar wusste Kazuya nicht unbedingt, ob wirklich etwas passieren würde, aber er wollte es nicht herausfinden, indem eine Explosion ihre Leichen aus dem Schacht pustete. Da nun die Gefahr scheinbar abgewendet war, griff der Dragonslayer nach dem Schacht und zog sich hinein.
Im Gegensatz zu Sophia und dem Jungen, die den Blick auf den Weg vor ihnen gerichtet hielten, kletterte Kazuya rückwärts, immer auf der Hut vor den Flammen, die sie verfolgten. Schnell war es beinahe stockfinster in dem Schacht, nur das orange Leuchten der Flammen unter Kazuya spendete etwas Licht. Bedrohlich flackerte es unter dem Magier und auch wenn er noch keine Flammen sehen konnte,spürte er die Hitze. Schweiß lief dem Magier von der Stirn und troff von Nase und Kinn des Magiers nach unten. Und dann war es soweit, unter dem Rosaschopf zeigten sich die ersten Flammen, die den Schacht unter ihnen rötlich zum Glühen brachten. Jetzt war Kazuya an der Reihe die Gruppe zu beschützen. Mit einigen Wassergeschossen, die er aus seinem Mund abfeuerte, versuchte er den metallenen Schacht über den Flammen abzukühlen und die Flammen zurück zu drängen. Für's Erste klappte es, aber Kazuya verfügte nicht über unendlich Mana und die Flammen würden noch stärker werden. Daher musste die Gruppe weiter durch den Schacht fliehen. Leider wurden sie schnell von einer Gabelung aufgehalten. Da Sophia scheinbar keine Ahnung hatte, wo sie entlang sollten, richtete sie ihre Frage an Kazuya. 'Soll ich das Wissen?' Es war ja nicht so, als wüsste der Dragonslayer, wie die Schächte hier aufgebaut waren, so oft kroch der Magier nicht durch die Bibliotheksversorgung. Doch irgendwas musste der Rosaschopf sagen. Raten? Nein, das könnte sie töten, doch irgendwie musste er herausfinden, wie es raus ging. 'Moment, raus? Das müsste sich doch riechen lassen, der Qualm ist hier nicht allzu schlimm und ich könnte die Luft und Leute wahrnehmen.' Langsam schloss Kazuya seine Augen, um sich besser auf seinen Geruchssinn konzentrieren zu können, bei all dem Rauch war das auch nötig. Krampfhaft ignorierte er das Brennen in seiner Nase und versuchte die Gerüche von Menschen heraus zu filtern. Sophia und der Junge störten ihn dabei ein wenig, doch von links zog noch etwas anderes herbei. Der Geruch vieler Menschen, die scheinbar dem Qualm ausgesetzt waren. Die Feuerwehrmänner. “Wir müssen nach links!“ Damit schon Kazuya die Gruppe von hinten weiter, denn die Flammen hatten sich unheilvoll genähert.
Immer wieder spie der Magier Wasser aus, um die Flammen zurück zu drängen und gleichzeitig wurde die Luft klarer und frischer. “Gleich sind wir da.“ 'Hoffentlich blockiert nicht ein Gitter oder so den Ausgang.' Gegen ein Gitter oder Eisenstäbe würde Kazuyas Wasser kaum helfen, da hoffte er schon darauf, dass nichts die Öffnung versperrte. Auf jeden Fall waren die Flammen schon recht nahe und der gesamte Schacht fühlte sie extrem warm, wenigstens noch nicht glühend, an.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Fr 12 Dez 2014 - 20:13

Unaufhörlich plapperte Sophia die ganze Zeit über mit dem kleinen Jungen, der angespannt und aufgeregt vor ihr durch den Schacht kroch. Es wurde deutlich, dass er sich schrecklich unwohl fühlte und immer wieder erklärte er, dass ihm sein Vater so sehr fehlte. Sophia sprach davon, dass er bestimmt in Ordnung war und dass es einen plausiblen Grund dafür geben musste, dass er ihn noch nicht geholt hatte. Es war immerhin gut möglich, dass man den Mann gar nicht mehr in das Gebäude gelassen hatte, so wie man auch mit Sophia und Kazuya ganz bestimmt diskutiert hätte, wären sie nicht einfach durch einen geheimeren Eingang eingetreten. Aber nun, in der Situation, in der sie vor einer weiteren unbestimmten Frage standen, musste Sophia sich einmal mehr auf den Moment konzentrieren und konnte dem Kind keine interessanten Dinge oder fantastische Geschichten erzählen, die es davon ablenkten, dass sie gerade durch einen verdammt heißen Schacht krochen, während unter ihnen sicher die ganze Einrichtung in Flammen aufging. Sie schluckte unmerklich und richtete deshalb, vor allem wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit, ihre Frage nach dem Weg an Kazuya. Dass dieser ein besonders gutes Näschen für eine solche Situation hatte, wusste die Magierin natürlich nicht, aber es war durchaus ein glücklicher Umstand. Sie bemerkte davon auch herzlich wenig. Alles was sie wahrnahm, war dass der Dragonslayer einen Moment brauchte, bevor er sich entscheiden konnte. Dann sagte er doch wirklich zuversichtlich und selbstsicher, dass sie sich nach links bewegen mussten. Ein erleichtertes Seufzen entwich ihr, bevor sie wieder anfing wirres und witziges Zeug zu erzählen. So lobte sie den Magier beispielsweise in den siebten Himmel und machte dem Kind klar, dass man ihm blind vertrauen konnte. So übertrieben sah es selbst die gutmütige Sophia nicht, aber sie musste dem kleinen Kerl ja etwas Sicherheit vermitteln… Er schien sich auch zu beruhigen… Nach einer Weile wurde selbst für die Menschen mit schlechteren Riechorganen als ein Dragonslayer klar, dass sie sich in die richtige Richtung bewegten. Der Junge wurde total vorfreudig und hecktisch, während er erklärte, dass er endlich frische Luft riechen konnte… Sophia fiel ein Stein vom Herzen… Nun trennten sie nur noch wenige Meter von der lang ersehnten Freiheit. Offenbar waren sie mit einem blauen Auge davongekommen, hm?
Das Licht der Sonne schien langsam mehr und mehr in den Schacht hinein. Dem Ausgang waren sie zum Greifen nahe… Und dann bestätigte sich leider die Angst des Dragonslayers… Das Kind stockte und Sophia lief fast auf, da sie es erst spät realisierte. Schon wieder den Tränen nahe verkündete er, dass er nicht rauskam, weil ein Gitter ihnen den Weg versperrte. Ja, dagegen konnte man mit Wasser nicht viel ausrichten. Das war wohl eine gute Erkenntnis, die keiner widerlegen konnte… Aber obwohl Sophia in den meisten Situationen mit ihrer Anfängermagie nutzlos war, hatte sie auch ihre Momente. Sie wies den kleinen Kerl an ein Stück zurück zu rutschen und sich an die Wand des Schachtes zu rücken. Währenddessen packte sie eine Taschendimension heraus und diesem entfloh erneut ein süßes Mechahäschen, welches ein komisches Geräusch machte, was einem mechanischen Hasenklopfen ähnelte. Stumm wandte es sich zu Sophia, die ihm hastig das Pfötchen entfernte und es gegen eine kleine Säge ersetzte. So ein kleines, blassrosafarbenes Mechahäschen mit einer Kreissäge anstatt einer Pfote am Handgelenk… Das ist der Stoff, aus dem Horrorfilme gemacht werden! Sophia wies den kleinen Jungen erneut dazu an, nicht zu nahe heranzugehen. So eine Säge war nicht sonderlich stark oder gefährlich, aber man wollte ja nichts mehr riskieren in den letzten Minuten. Es dauerte einen kleinen Moment, den das kleine Tierchen brauchte, um gegen die relativ dünnen Metallstangen anzukommen, doch dann fielen sie schon vor ihnen zu Boden. Allen voran hüpfte das Häschen aus dem Schacht, gefolgt vom kleinen Jungen, der sich etwas tollpatschig, ängstlich und vor allem vorsichtig aus dem Schacht hangelte. Dann folgte ihm Sophia und Kazuya würde sicher bald folgen. Erleichtert wischte sich die Magierin den Schweiß von der Stirn. Während der kleine Kerl heulend auf dem Boden saß und Sophia ihm tröstend über den Kopf strich, war diese für ihren Teil in ihrem ganzen Leben nicht so froh darüber gewesen frische Luft atmen zu dürfen… „Alles so weit in Ordnung?“, fragte sie, noch bevor sie die Situation um sich herum großartig analysierte… Was würde nun kommen? Das Buch musste zu seinem Besitzer… Bericht musste erstattet werden… Die Bibliothek war leider Gottes schon verloren gewesen, bevor die Magier überhaupt hier waren… Aber wenn sie den kleinen Jungen so vor sich sah, erkannte sie doch, dass selbst ihre mehr oder minder unfähigen Fähigkeiten ihre Arbeit wert gewesen waren…

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Do 18 Dez 2014 - 9:33

Es kam, wie es kommen musste. Kazuya hatte es bereits befürchtet, doch gehofft, dass er sich irrte, ein Gitter blockierte den Weg ins Freie. Sicher, ein Luftschacht wurde generell so gesichert, aber es gab immer mal Ausnahmen oder bauliche Fehler, die sich als Glücksfall erwiesen. Nun, hier war es wohl eher nicht der Fall. Doch um dieses Problem konnte sich der Dragonslayer leider nicht kümmern, sein Wasser war nutzlos in dieser Situation und seine Position in dem engen Schacht, ganz hinten, half auch nicht. Selbst wenn er sich nach vorne durchzwängen würde, wäre er in etwa so nutzlos, wie ein Sack Bohnen. Wenigstens konnte er hier hinten die Flammen von Sophia und dem Jungen abhalten, auch wenn ihm bald das Mana für Wassergeschosse ausgehen würde. Auch ein Dragonslayer war irgendwann müde und ausgelaugt. Den Wasserlacryma, den der Dragonslayer bekommen hatte, war schon seit einiger Zeit geleert, was bedeutete, dass Kazuya nun auf seine letzten Reserven angewiesen war, kein gutes Zeichen. Die Zeit spielte gegen sie und schien auch noch zu gewinnen.
Erneut feuerte Kazuya ein Wassergeschoss auf die Flammen unter sich ab und erzeugte so ein lautes Zischen, denn der heiße Metallschacht brachte das Wasser beinahe augenblicklich zum Kochen und verwandelte die Flüssigkeit in heißen Dampf. Auch der Effekt der Wassergeschosse war minimal, die Flammen überwältigten die Magie des Dragonslayers einfach und siegen weiter im Schacht empor. Rot glühend stieg die Hitze im Metall noch bevor die Flammen überhaupt so weit reichen konnten. Bedrohlich kroch die rote Färbung auf die kleine Gruppe zu. Immer wieder versuchte der Magier ein Wassergeschoss auf die Wand zu feuern um die Hitze ein wenig zu bremsen, denn noch brauchte Sophia Zeit. Zwar hörte der Fairy Tail Magier bereits, dass sie das Gitter bearbeiteten, doch wie lange es dauern würde, wusste Kazuya nicht. Langsam schob sich Kazuya rückwärts auf Sophia und den Jungen zu, da das Glühen sich immer mehr näherte. Schweiß stand auf der Stirn des Magiers und die letzten paar Wassergeschosse hatte er bereits verschossen. Jetzt blieb Kazuya nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass Sophia einen Weg nach draußen schaffen konnte. Neben den Flammen konnte Kazuya nur noch sein heftiges Atmen hören, was bedeutete, dass die junge Magierin es geschaffte hatte und das Gitter aus dem Weg geschafft hatte. Keinen Augenblick zu früh, denn schon sah der Dragonslayer, dass sich der Glühen nur wenige Zentimeter von seinen Händen entfernt weiter ausbreitete. Noch einmal rutschte Kazuya etwas zurück, um sicherzugehen, dass sich die beiden anderen bewegten und dabei schob er sich das Buch, mit dem Rücken zuerst, zwischen die Zähne. Wenn er es weiter in den Händen hielt, würde die Gefahr bestehen, dass sich das Papier schon allein Wege der Hitze des Schachtes entzündete, außerdem konnte er sich so mit beiden Händen nach hinten drücken, um zu entkommen, sollte es nötig werden. Doch zuerst mussten Sophia und der Junge nach draußen.
Ein wenig besorgt drehte der Dragonslayer den Kopf, um zu sehen, ob die beiden hinausgelangten. Glücklicherweise schienen sie keinerlei Probleme damit zu haben, das war wenigstens etwas Gutes. Leider hielt Kazuya bei seinem Blick über die Schulter ein wenig zu lange inne und beachtete die Flammen nicht genug, sodass die Hitze Zeit hatte sich weiter auszubreiten und das Metall unter seinen Händen zum Glühen zu bringen. Ein brennender Schmerz, natürlich war er brennend, was sonst sollte Feuer tun, schoss durch die Hände des Magiers und erschrocken zog er sich einen Schritt zurück, bevor er aus der Öffnung ins Freie stürzte. „Alles so weit in Ordnung?“ Sophias Frage überraschte den Dragonslayer ein wenig, er hatte sich noch nicht wirklich wieder orientiert, dennoch antwortete er, nachdem er das Buch unsanft auf den Boden gespuckt hatte. “Es ging mir schon mal besser, ich glaube ich sollte einen Arzt aufsuchen.“ Damit wagte Kazuya einen ersten Blick auf seine Hände. Die rotverbrannte Haut warf bereits Blasen, von denen einige aufgeplatzt waren und stark bluteten. Das Gefühl war beinahe völlig aus den Händen des Magiers verschwunden, nur der Schmerz war geblieben. Dafür, dass diese Quest eigentlich einfach hätte werden sollen, hatte sich Kazuya ziemlich lädiert. Eine ausgekugelte Schulter und stark verbrannte Hände, klasse.

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BeitragThema: Re: Magnolias große Bibliothek   Mo 19 Jan 2015 - 19:36

Stark angestrengt überlegte Sophia, deren Lunge noch immer höllisch kratzte von dem ganzen Rauch, wo sie nun am besten anfing und was zu tun war. Dem kleinen, flennenden Kerl vor ihren Füßen half sie derweil auf die Beine und tätschelte tröstend seinen Kopf. Sie erklärte ihm, dass sie gleich mit ihm nach seinem Papa suchen würde und dass bald alles wieder gut war. Zwar wusste sie das nicht unbedingt genau, aber was sonst sollte man dem kleinen, verzweifelten Knirps schon erzählen? Sie hatte eher nebensächlich in Kazuyas Richtung gefragt, ob bei diesem alles in Ordnung war, weil sie in Gedanken schon woanders war. Erst als sie seine Antwort hörte, wandte sie sich richtig zu ihm und entdeckte, dass er noch mehr Schäden davongetragen hatte, als sie zunächst mitbekommen hatte. Sicher, die Schulter und seinen Sturz hatte sie bemerkt, doch dass er sich auf dem Weg nach draußen so verbrannt hatte, erschrak sie ungemein. Der junge Mann stellte klar, dass er schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen sollte, was Sophia sofort unterstützte. Nicht etwa, indem sie ihm einfach zustimmte. Stattdessen suchten ihre Augen den Platz vor der Bibliothek ab, der nach wie vor von Menschen überrannt wurde. Da waren eine Menge Feuerwehrmänner, Einsatzkräfte und… Ärzte! Die Magierin entdeckte eine Art Camp, in dem die Verletzten und angeschlagenen Personen, die aus dem Gebäude geflohen waren, nach wie vor betreut wurden. Wer wusste schon wie stark die Verbrennung des Dragonslayers war? Sophia schnappte sich die Hand ihres kleinen Begleiters, klemmte das Buch unter den anderen Arm und begleitete mit ihnen Kazuya zum Versorgungsteam, wo man die stark verbrannten Hände des jungen Mannes mit alarmierendem Gesichtsausdruck wahrnahm. Eine große Wahl hatte er dann nicht mehr, denn man wies ihn an sich zu setzen und Erste Hilfe über sich ergehen zu lassen. Sophia wünschte ihm eine gute Besserung und versprach sich um den Rest zu kümmern, während er dafür sorgen sollte, dass er schnell wieder auf die Beine kam. Mehr konnte sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für den jungen Mann tun, weshalb sie sich verabschiedete. Sicherlich hatte er ohnehin keine Nerven mehr für sie und es wäre besser, wenn sie ihm nicht noch mehr Ärger bereitete…
Sie hatte immerhin auch noch ein wenig zu tun und musste sich auf die Suche nach zwei bestimmten Personen machen… Doch die Suche nach einem Menschen erübrigte sich recht schnell. Als er Sophias rosafarbenen Haarschopf entdeckt hatte, stürmte sofort hastig ein Mann mittleren Alters über die Absperrung und winkte ihr hastig entgegen. Erleichtert seufzte die junge Magierin, als der Mitarbeiter der Bibliothek freudig das Buch anstrahlte und sie bat es ihm zu übergeben. Sophia entschuldigte sich für jeglichen Schaden, den das Buch genommen hatte, doch mehr hatten sie nicht tun können. Den Mann schien es gar nicht so sehr zu kümmern, dass das Buch recht lädiert war. Freudig schloss er es in die Arme und bedankte sich hunderte Male bei dem Mädchen, während der kleine Knirps sich ängstlich und nervös hinter ihr versteckte. Der Mann versprach dafür zu sorgen, dass sie und Kazuya reich belohnt werden würden, für das was sie für die Stadt und die Bibliothek getan hatten, denn das war das mit Abstand kostbarste Buch im Besitz der Einrichtung. Sie musste zugeben, dass es sie wirklich erleichterte, dass das alte Stück das Richtige gewesen war, sonst wäre alles für umsonst gewesen… Naja, fast zumindest. Wieder hörte sie den kleinen Kerl hinter sich nach seinem Vater fragen. Sie ermutigte ihn, dass sie alles tun würde, um ihn zu finden, weshalb sie gleich den Bibliothekar danach fragte, ob er den kleinen Kerl schon einmal gesehen oder zumindest der Name des Vaters in ihren Ohren klingelte. Doch er schüttelte enttäuscht und mitfühlend den Kopf. Allerdings konnte er ihnen eine ungefähre Richtung sagen, wie sie zu den anderen Mitarbeitern kamen. Sophia hatte kein gutes Gefühl dabei… Die ganze Zeit schon war es ihr mehr als suspekt vorgekommen, dass der Mann seinen Sohn nicht nur weggesperrt, sondern auch nicht wiedergeholt hatte. Als sie bei einigen weiteren Mitarbeitern ankamen, erkannten sie den kleinen Jungen, welcher sich jedoch noch immer recht zögerlich hinter Sophia versteckte. Sie erklärte die Situation des kleinen Kerls und fragte nach dessen Vater, doch niemand schien ihn gesehen zu haben… Was sollte sie nun mit ihm tun? Als er wieder zu weinen begann, nahm Sophia ihn auf den Arm und tröstete ihn. Sie sagte ihm immer wieder, dass alles gut werden würde, doch sie wusste nicht einmal ansatzweise, was sie mit ihm machen sollte… Als sie ihn vorsichtig danach fragte, erklärte er ihr auch noch, dass er außer seinem Vater keine Familie hatte… Sie beschloss ihn mitzunehmen. Mit einigen aufmunternden Worten machte sie deutlich, dass sie ihn an einen Ort bringen würde, an dem man sich gut um ihn kümmern würde… Nach einiger Zeit fand sie sich gemeinsam mit ihm im Gildenhaus wieder, sorgte dafür, dass er etwas zu Essen bekam und in der gutherzigen Gilde Fairy Tail war sich auch niemand zu schade den Knirps zu bespaßen und abzulenken… Was sie fortan tun sollte, wusste sie nicht, aber sie würde auf jeden Fall nicht aufgeben ihn zu seinem Vater zurückzubringen! Die Bibliothek allerdings war nun eine abgeschlossene Geschichte…

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