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 Gildenhaus Haupthalle

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Ren
Black Knight
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BeitragThema: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 13:33

Questbeginn
Revenge!

Nachdenklich wanderten die silbernen Augen hin und her über die Seiten eines dicken Wälzers, während der junge Ren kaum die Konzentration für dieses wunderschöne Werk fand. Der Akuma hatte sich im Gildenhaus niedergelassen, wobei er selbst unsicher war, weshalb er sich immer wieder darin aufhielt, wo es ihm doch bisher meist Unglück gebracht hatte. Dennoch hatte er wohl kaum eine andere Wahl. Der Monat neigte sich dem Ende zu und Ren hatte nicht mehr viel von seinem Ersparten übrig. Er brauchte eine Quest… Etwas, womit er sein Geld verdienen konnte… Und so lag vor ihm auf einem kleinen Tisch ein Zettel mit einem fetten „B“ am oberen Rand, das deutlich zeigte, worum es sich dabei handelte. Ein Auftrag… Doch Ren war zu träge im Moment um Menschen anzusprechen, die ihn begleiten könnten. Da wartete er doch lieber darauf, dass jemand den Mut aufbrachte ihn anzusprechen. Seine letzten beiden Aufgaben hatte er mit Naomi absolviert… Eigentlich wäre es eine Leichtigkeit gewesen wieder zu ihr nach Hause zu gehen und sie auf eine Quest zu entführen, doch im Moment konnte er das nicht über sich bringen. Nach dem Abschied bei ihrem letzten Auftrag, den es quasi nicht gegeben hatte, weil Ren zu wütend auf sie war, wäre es ihm doch sehr unangenehm gewesen den ersten Schritt auf die Blondine zu zugehen. Es war ja nicht einmal seine Schuld gewesen! Das sah er gar nicht ein da in irgendeiner Art Einsicht zu zeigen! Es musste doch auch andere Leute geben, mit denen er einen Auftrag erledigen konnte… Da war es doch wahre Größe, wenn er den Menschen die Möglichkeit gab mit seiner Großartigkeit arbeiten zu dürfen, oder etwa nicht?! Nur saß er hier schon eine ganze Weile… Und jeder der es gewagt hatte auch nur einen Schritt auf ihn zu zugehen, war nach einem einzigen gekreuzten Blick mit den silbernen Augen verlegen lächelnd rückwärts wieder abgezogen… Verdammte Weicheier… So jemanden konnte er ohnehin nicht gebrauchen…
Seufzend blätterte er eine Seite des Buches weiter. Vielleicht war es auch der schwarze Wälzer, dessen goldene Aufschrift das Wort „Pandämonium“ zeigte, welches nicht gerade einladend auf die Menschen im Gildenhaus wirkte. Oder es war seine abgenutzte, teilweise kaputte Kleidung und sein grimmiger Blick, der die Leute von ihm fernhielt. Dabei bemühte er sich so vorurteilsfrei wie möglich an jemand Neuen heranzugehen… Aber wenn er das versuchte, dann kamen solche Bastarde wie Seraphim. Das musste er auch nicht noch mal haben. Diesem Drang zu widerstehen dem Dragonslayer nicht den eigenen Kopf in den Arsch zu schieben, war hart genug gewesen. Das war im Übrigen die erste Begegnung mit einem Dragonslayer gewesen, die den Hünen doch sehr geprägt hatte, wenn der Begriff Dragonslayer fiel… Dann hatte er immer diese widerwärtige, herablassende Fratze vor sich… Pah! Dieser Mensch war ein wandelndes Arschloch!
Ren überschlug die Beine, stützte sein Kinn auf die Faust und las weiter in dem Buch… Vielleicht kam bald mal irgendjemand… Man konnte es ja nie ahnen. Sicher dann, wenn er nicht damit rechnete… Diese Quest war wie für ihn gemacht. Irgendjemand musste das doch genauso sehen, oder nicht?

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Ciel
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 13:36

Um verstehen zu können, warum Ciel so kurzfristig nach seiner letzten Quest mit Seraphim am heutigen Tage erneut auf dem Weg zum Gildenhaus war, musste man sich zunächst mit der Vorliebe zum Glücksspiel des Jungen auseinander setzen. Zum einen mochte natürlich gesagt sein, dass der Valentine ein außerordentlich geschicktes Händchen hatte, was Poker und andere Spielereien anging, zum anderen war es jedoch ebenfalls nicht zu leugnen, dass eben genannte Sportarten zum größten Teil auf reinem Glück basierten und man sich manchmal noch so geschickt anstellen konnte und trotzdem verlor. So kam es auch, dass der Einsatz seiner hübschen Goldkarte, welche ihm Zugang zu den größeren und wichtigeren Tischen eines Casinos verschaffte, ihm in diesem Fall alles andere als Glück gebracht hatte und er sich kurzerhand von einem Ölbaron hatte ausnehmen lassen. Bis auf wenige Jewel hatte sich genannter Herr seinen gesamten Gewinn unter den Nagel gerissen und den armen Dragonslayer mit nur wenigen Jeweln, welche gerade einmal für die Miete in diesem Monat und neue Kleidung sowie zwei Schachteln Zigaretten gereicht hatte, zurückgelassen. Das erklärte wohl auch den Umstand, warum er sich an diesem Tag kurzerhand seine hübsche Sense auf den Rücken geschnallt hatte (irgendwie musste man schließlich magisches Unvermögen und körperlich fehlende Kraft wett machen) und nun auf der Suche nach einer Quest war, die ihm ein wenig mehr Geld verschaffte. Denn das er bei ihrer letzten Aufgabe einen derartigen Gewinn abgesahnt hatte, war lediglich einem glücklichen Zufall zu verdanken, brachten C-Rang Aufgaben doch im Grunde nur wenig Verdienst ein. Daher würde er sich diesmal an eine etwas größere Aufgabe wagen, vielleicht ein wenig mehr Geld verdienen, um anschließend eine längere Zeit ohne Arbeit auskommen zu können. Vorausgesetzt natürlich, dass er nicht wieder alles im städtischen Casino verspielte...
Als er die Tür zum Gildenhaus von Blue Pegasus aufstieß, musste der Valentine feststellen, dass ein Großteil der Augen automatisch zu ihm huschten und kurz verharrte er an Ort und Stelle, ehe er nach der Kapuze seines Mantels griff und sie sich kurzerhand über den Kopf zog. Er konnte es nicht leiden, so angestarrt zu werden und noch unangenehmer war es ihm, dass seit seinem letzten Auftrag einfach jeder von seinem Stand als Dragonslayer zu wissen schien. Es war beinahe so, als würde nun automatisch Großes von ihm erwartet werden, wobei es irgendwie auch niemanden zu interessieren schien, dass er bisher genauso viel Erfahrung mit seiner Magie hatte, wie eine herkömmliche Stubenfliege. War es da etwa ein Wunder, dass er den Gang zur Gilde unter normalen Umständen lieber vermied? Kurz huschten seine blauen Augen über die Ansammlung von Menschen, auf der Suche nach einem weißen Haarschopf, der ihm irgendwie bekannt vorkam, dann gab er die Suche auf und verzog sich erst einmal in die Nähe der Questtafel, auf der Suche nach einer Aufgabe, die er in den nächsten Tagen erfüllen konnte. Eigentlich schade, dass Seraphim ganz offensichtlich nicht anwesend war, denn mit dem wäre er gerne ein weiteres Mal auf Quest gegangen. Nicht etwa, weil er seine Anwesenheit als so beruhigend empfand oder ihm der Hergang ihres letzten Auftrages so unglaublich gut gefallen hatte, sondern viel mehr weil er sich so nicht auf jemanden neu einstellen musste und ganz einfach in ein vertrautes Verhaltensmuster zurückfallen konnte. Leider schien ihm dieser Gefallen nicht erfüllt zu werden und auch die Auswahl an freien Quests war irgendwie wenig vielversprechend, weshalb er die blauen Augen ein weiteres Mal durch den Raum kreisen ließ und schließlich an einer unbekannten Gestalt hängen blieb. Ciels Blick glitt zu dem Infoblatt auf dem Tisch, er erkannte das groß gedruckte B und nach kurzen Zögern zuckte er beinahe ergeben mit den Schultern, zupfte sich die Kapuze wieder vom Kopf um sein Gesicht zu enthüllen und schritt anschließend mit einigen Schritten auf den Fremden zu, so dass er einen Schatten über ihn warf, als er schließlich zum stehen kam. "Hi, ich bin Ciel.", meinte er und pausierte kurz, während er mit der Hand in die Richtung des Questblattes deutete. "Brauchst du vielleicht Hilfe damit?" Fragen konnte man ja und wenn der Kerl schon auf jemanden wartete, würde er einfach darauf hoffen, dass sich in den nächsten Stunden noch jemand anderes finden ließ, der mit ihm eine Quest erledigen wollte.

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Emaru
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 15:37

Dass Ciel keinen weißen Schopf zu Gesicht bekam, lag nicht etwa daran, dass keiner da war, denn tatsächlich befand sich eine weiße Haarpracht gleich hier im Raum, sogar auf einem recht hoch gewachsenen Körper. Der Grund war simpel, dass die Frisur komplett verdeckt war, versteckt hinter einer nicht unerheblichen Ansammlung von Büchern, die vor ihm auf dem Tisch gestapelt waren. Selbstverständlich würde er ein Stück über den Stapel ragen, würde sein Kopf nicht gerade auf der Tischplatte liegen. Während sich die Leute in Fairy Tail über alle Maßen hinaus mit Alkohol auffüllten, ehe sie im Gildenhaus einschliefen, schaffte Emaru Letzteres ohne jeden Likör und konnte sich dabei sogar noch mit Literatur beschäftigen. Wenn das nicht den Niveauunterschied bewies... Nun stellte sich aber vielleicht doch die Frage, was Emaru zu dieser Tageszeit mit dieser Lektüre an diesem Ort machte. Erst gestern war der Magier hierher zurückgekehrt, hatte nach seiner letzten Quest noch eine Weile im hohen Norden in der Kälte verbracht, um einige Schreine aufzusuchen. Nach seinen Erlebnissen mit der angeblichen Göttin, die ihn und Souta am Waldschrein aufgehalten hatte, war in ihm die Vermutung aufgekommen, dass es mehr von dieser Sorte geben musste und dass er, wenn er seine Magie in eine Richtung lenken wollte, die man als göttlich bezeichnen konnte, wohl nicht schlecht daran tat, ihre Artgenossen aufzusuchen. Immerhin hatte sie ein kleines Stück Welt fast nach Belieben kontrollieren und sogar die Gefühle der Personen darin beeinflussen können. Er hatte eine ganze Menge weitere Schreine gefunden und war sogar tatsächlich fähig gewesen, auf zwei andere dieser spirituellen Wesen zu treffen, diese schienen allerdings weit weniger Macht und dafür wesentlich mehr Wissen zu besitzen. Abgesehen von etwas magischer Unterstützung, mit deren Hilfe er seine Magie noch ein Stück weiter hatte entwickeln können, hatten sie ihn an eine Höhle verwiesen, deren Eingang sich allerdings als versperrt herausgestellt hatte. Und nun war der Dargin wieder hier, hatte sich von Master Ryce – dieser Mann besaß doch tatsächlich so etwas wie eine eigene Bibliothek, auch wenn sie unterirdisch angelegt und für die Allgemeinheit unzugänglich war – ein paar Fachbücher geliehen, oder sie überraschend geliehen bekommen, als er von seinen Ergebnissen berichtet hatte, und die ganze letzte Nacht damit verbracht hatte, darin zu wälzen und sich Fakten einzuprägen. Er traute sich kaum, zu fragen, wie der Gildenmeister an diese Werke gekommen war oder was sich sonst noch in seiner Bibliothek verbarg... Master Ryce war ein Mann voller Geheimnisse, und selbiges galt für die Bücher, die er ihm geliehen hatte. Diese Informationen müssten unter höchstem Verschluss stehen, zumindest teilweise, und doch besaß dieser Mann sie nicht nur, er ließ sogar Emaru an sie heran. Zwei Dinge standen jedenfalls fest: Der Dargin würde dieses Wissen für sich enthalten, und es gab keinen Trick, um in die Höhle zu kommen; es fehlte ihm einfach an der nötigen physischen Kraft.

Nach seinem Erwachen sammelte Emaru die Bücher auf, stapelte sie wieder und hob den Stapel an, um sie zum Gildenmeister zurückzubringen. Nur wenige von ihnen hatten die richtigen Informationen enthalten, aber dennoch hatte er mehr als genug Material gesammelt. Todmüde und mit dieser Unmenge an Büchern im Arm strich er also durch die Gilde, und dann fiel ihm jemand ins Auge. Wenn er nicht stark genug war, um die Höhle zu öffnen... sein Kollege dort drüben war es sicher. Er erinnerte sich noch von einer alten Quest her an ihn, hatte zwar nicht viel über ihn erfahren, aber einen starken Eindruck hatte er schon damals gemacht, und jetzt war er vermutlich noch wesentlich kräftiger. Ein wenig unhöflich, aber okay. Das Problem war viel eher der Name. Damals hatte sich Ren als Akuma vorgestellt, aber in Emarus Namensgedächtnis hielt das nicht allzu gut. „Ah, wie hieß er noch gleich... es hatte etwas mit Dämonen zu tun, mit Glauben, irgendwas mit Religion, genau. Da war ein A... ein U... Anu? Aru? Aruma...“ „Hey, Daruma“, rief er also in Richtung des Blauschopfes – des größeren, sitzenden Blauschopfes, wohlgemerkt – und senkte die Bücher leicht, damit der sein Gesicht gut sehen und ihn wiedererkennen konnte. Dann erst fiel ihm wirklich auf, dass er gerade im Gespräch mit einer anderen Person war. In letzter Zeit hatte der Dargin noch weniger Schlaf bekommen als sonst, sodass seine Haut nicht bleich erstrahlte wie sonst, sondern eher fahl wirkte, und auch seine Augen leuchteten nicht gerade. Man sah ihm sicherlich an, dass er recht müde war, also würde man ihm diesen kleinen Ausfall sicher verzeihen. „Oh, entschuldige bitte“, meinte er also, kaum dass er den Mann mit der Sense bemerkt hatte, und verlagerte das Gewicht der Bücher insoweit, dass er eine Hand davon lösen und ihm hinstrecken konnte, ohne dass gleich alles umfiel. „Entschuldige, ich wollte nicht stören. Mein Name ist Emaru, sehr erfreut.“

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Ren
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 15:54

Wieso dauerte so etwas immer so lange? Träge wanderten die silbernen Augen des Hünen wieder und wieder über das Papier. So oft hatte er dieses Buch schon gelesen, doch immer wieder gab es einen Punkt, den man neu interpretieren und verstehen konnte. Nichtsdestotrotz hatte er gerade nicht allzu viel Freude an diesem alten Schriftstück. Er brauchte Geld und das ließ seinem Gewissen, wenn man das so nennen konnte, wohl kaum viel Ruhe. Nachdem er hier nun schon so lange saß, zweifelte er so langsam an seiner Entscheidung sich bei einer bestimmten Person nicht entschuldigen zu wollen. Diese würde ihm sicher alles verzeihen und er käme leicht durch eine Quest. Aber sein Ego war so groß, dass es sogar versuchte zu verdrängen, dass er diese Gedanken überhaupt hegte. Natürlich ging es nur um seinen eigenen Nutzen in dem Fall, aber selbst dann war es nicht akzeptabel. Tatsächlich war er etwas in diesen Gedanken versunken, immerhin rechnete er nicht mehr damit, dass jemand auf ihn zukam, dass er es gar nicht bemerkt hatte, wie jemand an ihn herangetreten war. Seine Augen hefteten sich also erst nach den Worten des jungen Mannes an dessen Gesicht. Ciel? Nein, der Name war ihm gänzlich unbekannt. Er hatte auch kein wirklich besonderes Merkmal an sich, welches Wiedererkennungswert hatte. Vielleicht diese riesige Sense auf seinem Rücken, aber nur weil er diese heute zur Schau trug, musste das ja nicht für immer so sein. Ren war sich sicher ihn nicht zu kennen. Also was wollte er? Die Quest… Sicher, B-Rang gab es nicht wie Sand am Meer und allein war das nicht so einfach, wie man es sich oft erhoffte. Ren setzte wieder sein herablassendes Lächeln auf, als die Frage aufkam, ob er Hilfe brauchte. Hilfe? Im Ernst? Wenn dann würde Ren wohl jemandem da einen einfachen Triumph verschaffen! Allerdings war er sich durchaus bewusst, dass dies eine der Aufgaben war, die er allein nicht lösen konnte. Sollte er ihn also mit seiner typischen Art vergraulen? Ren bemühte sich es diplomatisch auszudrücken. „Zu zweit geht es schneller, nehme ich an.“ Obwohl er ihm für das Wort „Hilfe“ den Hals umdrehen wollte, schluckte er diesen Willen einfach herunter. Er wusste, dass es nötig war, auch wenn der Kerl ihn schon allein für diese Worte maßlos ankotzte. Gut, dass er sich zurückhielt, denn dass es sich bei Ciel um einen Dragonslayer handelte, wusste Ren nicht. Nachdem er da schon die eine oder andere unangenehme Erfahrung gesammelt hatte, nahm er sich bei diesen Wesen ein wenig zurück…
Allerdings schien er nicht der einzige Mensch zu sein, der gerade ein Interesse an Rens Tätigkeit hatte. Die kamen wohl immer in Rudeln, huh? Tatsächlich kam gerade ein weißhaariger, junger Mann auf ihn zu, und ja, diese Haarfarbe brachte Ren für einen Moment durcheinander, den er sogar kannte. Als er sich jedoch als Emaru und nicht Seraphim entpuppte, war der Hüne sichtlich erleichtert.
Auch Ren konnte sich nicht mehr allzu gut an Emaru erinnern. Die Quest, welche die beiden gemeinsam bestritten hatten, war schon eine ganze Weile her und ziemlich verrückt gewesen, weshalb er sich da eher ein paar andere Dinge eingeprägt hatte. Dennoch hatte er das Gesicht und den Namen nicht vergessen. Ganz im Gegensatz zu dem Weißhaarigen, der sich ganz eindeutig nicht mehr an Rens Namen erinnern konnte. Das machte dem Hünen selbst jedoch recht wenig aus. Er hatte so viele Spitznamen bekommen, dass es ihn schon lang nicht mehr juckte, ob man sich an den richtigen erinnern konnte oder nicht. Stattdessen huschte ihm kurz ein Schmunzeln über die Lippen. Nun ja… Daruma war nun wirklich das unpassendste Wort, was dem vom Hören her am nächsten kam. Er wirkte auch ein wenig durch den Wind und schleppte viele Bücher mit sich. Vielleicht war er auch einfach nicht ganz auf der Höhe. Der Name war für Ren nichts, was einer Hinrichtung gerecht werden würde… Immerhin war er höflich genug sich dem anderen jungen Mann vorzustellen. Da fiel ihm auf, dass er soeben unhöflich gewesen war. Aber wann auch nicht? Natürlich konnte er, wenn er denn wollte. Wie oft kam das vor? Das konnte man sicher an einer Hand abzählen. Der Hüne klappte das Buch zu und legte es auf seinen Schoß, während er beide Beine auf den Boden setzte. „Akuma, war der Name.“, verbesserte er Emaru knapp und nickte Ciel derweil zu. Das war die Vorstellung gewesen. „Ey, Emaru. Wir wollten uns quasi genau jetzt im Moment auf den Weg zu einer Quest machen.“ Er hob den Zettel an und hielt ihn dem Weißhaarigen vor die Nase. „Willste mitkommen?“ Wie er dazu kam ihn einzuladen? Ren hatte ihn nicht allzu gut in Erinnerung. Allerdings war Emaru schon lang in der Gilde und dieses Gesicht hatte er schon oft gesehen, was schon für etwas Kompetenz sprach. Er konnte sich zwar kaum merklich an ihn erinnern, doch im Vergleich zu dem fremden Ciel war das doch schon mal gar nicht so übel, oder? Und zu dritt hatte er vielleicht weniger Arbeit! Er war ein Genie! Da fehlte nur noch die Zusage, der er sich sehr sicher war.

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Ciel
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 16:01

Ciel roch den Weißhaarigen, noch bevor er sich umdrehte und ihn mit seinen hellblauen Augen erspähte. Tatsächlich schien sein Geruch wie ein feiner Nebel in der Luft zu liegen und der Valentine hatte für einen kurzen Augenblick das Aroma von Tinte, altem Papier und Minze in der Nase, ehe er leicht den Kopf schüttelte und schweigend zur Seite trat, um dem Größeren Platz zu machen. Kurz verfolgte er den Wortaustausch, dann verzog sich seine Stirn in einen beinahe missbilligendes Ausdruck und sein Blick huschte ein weiteres Mal über die Gestalt des anderen Magiers, ehe er sich hart auf die Unterlippe biss, um die Worte nicht auszusprechen, welche ihm auf der Zunge lagen. Es war seltsam, wie sehr eine Person in wenigen Sekunden im Ansehen eines Menschen durch eine einzige Äußerung sinken konnte und Emaru hatte es geschafft, dass Ciel ihn schon nach wenigen Sekunden für einen absolut unzurechnungsfähigen Idioten hielt. Für jemanden, der wie der Valentine über ein unglaublich gutes Gedächtnis verfügte und mit diesem auch einigermaßen rühmte, stellte es eine unverständliche Frage da, wie man den Namen eines Menschen vergessen konnte? Er hatte es schon schlimm gefunden, auf Alistair zu treffen und bemerken zu müssen, dass der Kerl sich ganz einfach alles notieren musste, was er erlebte, um auch ja nichts zu vergessen, doch Emaru machte sich nicht einmal diese Mühe. Stattdessen stand er da und ließ es zu, dass man ihn korrigierte. Wenn der Valentine in seiner Haut gesteckt hätte, so wäre ihm die ganze Situation unglaublich peinlich gewesen und auch jetzt konnte er das beklemmende Gefühl des Fremdschämens in sich aufsteigen spüren. Dennoch riss der Blauhaarige sich zusammen, ließ sich sein Unbehagen nicht anmerken und verzog selbst bei Akumas Einladung, dass Emaru sie doch auf der Aufgabe begleiten sollte, kaum merklich die Mundwinkel. Er hatte es schließlich nicht zu entscheiden, wer sie alles auf ihrem Weg begleitete, schließlich hatte er sich selbst bloß eingeklinkt und war mehr ein Anhängsel, als der Leiter dieser Quest. Nicht, dass er damit ein Problem hatte, er mochte es eigentlich sogar sich unter zu ordnen, stand er so doch nicht unter dem Druck schwierige Entscheidungen treffen zu müssen oder für seine Kameraden verantwortlich zu sein.
Kurz drehte Ciel die Schultern nach hinten, ließ den Griff der Sense so verrutschen, auf das sie nicht mehr so fest in sein Kreuz drückte, dann hob er den Blick und musterte den anderen Blauschopf aus dem Augenwinkel, seinen Blick auf den Zettel gerichtet. "Was für eine Aufgabe ist das eigentlich?", fragte er und wunderte sich im nächsten Augenblick direkt, wie er so naiv hatte sein können, einfach nach einer Quest zu fragen, dessen Inhalt er noch nicht einmal kannte. War das B auf dem Zettel und seine Gier nach Geld wirklich so verzweifelt gewesen, dass er sich nicht einmal darum gesorgt hatte, mit was genau er es zu tun hatte? Er war doch normalerweise nicht so nachlässig und eigentlich vergaß er auch nicht, sich vorzustellen, wenn er indirekt dazu aufgefordert wurde. Bei diesem Gedanken schoss sein Kopf automatisch in die Höhe und seine blauen Augen wanderten zu Emaru, welcher seinen Namen noch gar nicht wissen konnte. Nicht, dass Ciel erwartete, dass dieser sich die wenigen Buchstaben in der richtigen Konstellation merken würde, doch es zeugte wenigstens von einem gewissen Grad der Höflichkeit, sich mindestens vorzustellen. "Ich heiße übrigens Ciel." Nicht gerade die wärmste oder willkommenste Begrüßung, doch sie würde reichen müssen, denn der Valentine war ohnehin keine besonders warmherzige oder freundliche Person. Außerdem bemerkte er, dass seine Gier nach Nikotin wieder einmal die Überhand gewann und er sich krampfhaft eine Zigarette herbei wünschte. Das diese verdammte Gildenhaus aber auch wirklich immer Stress für ihn bedeuten musste, es war kaum zu glauben. Er würde mit der nächsten Belohnung vorsichtiger sein, weniger spielen und dementsprechend länger hier fern bleiben können. Ja, genau...er würde sich ganz sicher nicht direkt wieder an einen Tisch setzen, die Karten aufnehmen und ganz einfach all seine Sorgen im Rausch des Glückspiels vergessen...natürlich nicht. Er war schließlich ein vollkommen logischer und strukturierter Mensch und vor allem war er absolut nicht abhängig vom Poker. So weit kam es noch!

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Emaru
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 16:09

Akuma... Mh. Klang ganz ähnlich wie Daruma... Rückblickend lag es jedenfalls näher als Natalia an Natascha, oder? Wenn man gewohnt war, ein paar Mal korrigiert zu werden, was Namen anging, war es keine große Sache mehr. Und offenbar machte es Akuma selbst auch nichts aus, also war doch alles in Ordnung. „Genau, Akuma. Entschuldige“, meinte er also ungestört und ohne zu ahnen, dass es Ciel, den das eigentlich gar nicht betraf, stören könnte. Stattdessen ließ er sich den Zettel geben, und blickte darauf – gut, dass er eine Hand bereits losgemacht hatte. Beim Lesen zogen sich allerdings seine Augenbrauen immer weiter zusammen, bis er deutlich zeigte, wie skeptisch er wegen der ganzen Sache war. Er hatte sich damit abgefunden, als Magier einer Gilde wie ein besserer Laufbursche behandelt zu werden, aber für ein kleines Kind Rache zu üben war doch irgendwie zuviel. Vor allem, wenn man bedachte, was für eine Art Gegner es war. Andererseits war es vermutlich gefährlich, ein Tier frei herumlaufen zu lassen, das sich irgendwie magisch verändert hatte... und außerdem warf so ein Wesen doch Fragen auf. Fragen wie zum Beispiel, woher diese Veränderungen stammten. Es musste doch irgendeine Quelle geben, wenn Wesen beeinflusst wurden. Vielleicht Strahlung durch ungeschützte oder weggeworfene Lachryma? Oder vielleicht eine der berühmten alten Waffen, die überall in der Welt verstreut waren und ziemlich beliebig auszulösen schienen? Vielleicht war es sogar ein Mensch, der für so etwas sorgte... gut, das hier konnte eine wichtige Sache sein. Dennoch missfiel ihm die Beschreibung; er seufzte leise und reichte den Zettel an Ciel weiter. „Im Prinzip erwartet man von uns also, eine Katze zu erlegen? Und das als B-Rang?“ Ja, wenn man wollte, konnte man es so zusammenfassen. Andererseits brauchte er selbst die Hilfte von Akuma, und dafür konnte er ihn nicht einfach von einer Quest fernhalten, selbst, wenn es so eine Kleinigkeit war. Außerdem war die Frage nach dem Grund für die Veränderungen an diesem armen Tier durchaus drängend. Also erst die Mission, dann die Berghöhle.
„Ich komme gern mit euch, Akuma...“, meinte er also ruhig, blickte dem hochgewachsenen jungen Mann dabei allerdings entschlossen in die Augen. Er war noch nicht fertig. „Aber wenn wir zurück sind, hilfst du mir bei einer kleinen Sache, die ich gerade erforsche, in Ordnung? Deswegen habe ich dich aufgesucht. Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich deine rohe Kraft benötige, um weiter zu kommen.“ Dass das alles in den Bergen im Norden Fiores stattfand, war an dieser Stelle von sekundärer Importanz. Das, was Emaru derzeit erforschte, war mindestens so wichtig wie dieses Etwas, das Tiere in Monster verwandelte, wenn nicht sogar noch wichtiger. Und ohne die Hilfe des Blauhaarigen würde er es schwerlich schaffen. Mit einem kleinen Schmusekätzchen würde Ren auch alleine klarkommen, also war es okay, wenn er Emaru nicht helfen wollte und der sich einen anderen Partner suchte – aber das musste doch nicht sein. Anstatt zweimal getrennt zu arbeiten, konnten sie auch zweimal zusammen unterwegs sein und sich die Mühe sparen, jemand Neues zu finden. Außerdem juckte es den Dargin durchaus in den Fingern, seine neuesten Techniken zu erproben. Ein außer Kontrolle geratenes wildes Tier war dazu doch recht gut geeignet...
Während ihn so seine eigenen Gedanken ablenkten, verlor plötzlich der Buchstabel auf seiner linken Hand etwas an Gleichgewicht und drohte zu kippen – gerade so, in einer nicht allzu eleganten Bewegung, schaffte es der Dargin, den Turm wieder gerade zu bekommen. „Ach... die hier müsste ich vorher aber noch Master Ryce zurückgeben...“, meinte er, und seine Coolness von zuvor war plötzlich völlig verschwunden. Jetzt war er nur noch ein müder Typ mit einem Haufen Bücher...

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Ren
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 16:49

Nie im Leben würde Ren einer Einschätzung voll und ganz vertrauen, die irgendein dahergelaufener Mensch auf ein Blatt Papier geschrieben hatte. Nachdem er nun schon einige Quests erlebt hatte, wusste der Hüne, dass im Leben nichts umsonst war und wenn dort ein B stand, dann stand dieses sicher nicht an dieser Stelle, weil es sich um eine Aufgabe handelte, die einem leicht von der Hand ging. Meist war es doch sogar so, dass die wirklich relevanten Sachen in der Beschreibung ausgelassen wurden, weil sie jemand als unangenehm oder problematisch empfinden sollte. Steckte die Person dann mitten in der Aufgabe, war es viel schwerer den Schwanz einzuziehen und wieder nach Hause zurückzukehren, ohne dass man den gewünschten Erfolg des Questziels erreicht hatte. Es war wohl unnötig zu sagen, dass Ren in diesen Belangen ein regelrechter Schwarzseher war. Der Hüne ging in der Regel immer davon aus, dass ihm jemand schaden wollte und dementsprechend ging er so gut wie immer vom Schlimmsten aus. Gerade deshalb war er froh über den glücklichen Zufall, dass nicht nur Ciel, sondern auch Emaru auf ihn zugekommen waren. Nach seiner letzten Quest hätte er wirklich jeden mit offenen Armen empfangen, aber diese beiden Herren wirkten so, als wollten sie ein Ziel ebenso einfach und problemlos erreichen wie er, weshalb er die Hoffnung hatte, dass das trotz allen bösen Überraschungen, mit denen er ja immer rechnete, gut über die Bühne gehen würde.
Deutlich skeptischer schien Emaru der Sache gegenüber zu stehen. Er schien gar nicht fassen zu können, dass gerade unter einer solch leicht wirkenden Aufgabe ein fettes B gedruckt war. Wenn man es ganz genau nahm, hatte doch auch das sein Gutes. Man bekam gutes Geld für leichte Arbeit... Kein Grund sich zu beschweren, oder offenbar eben doch. Daran störte sich Ren jedoch nicht, denn immerhin stimmte der Weißhaarige trotz allem zu. Der Blick des jungen Mannes irritierte Ren jedoch etwas. Dafür, dass er eben so abgeneigt gewirkt hatte, aufgrund des besagten Schwierigkeitsgrades, war er plötzlich sehr sicher mitzugehen. Schnell machte er auch deutlich woher diese plötzliche Sicherheit rührte. Für seine Mitarbeit verlangte er eine Gegenleistung. Ren wäre nicht er selbst, wenn sein erster Gedanke nicht folgender gewesen wäre: „Du spinnst wohl... Ich biete dir ein gutes Team und du drehst mir einen Strick daraus? Mach deinen Mist alleine!“ Doch das sagte er nicht. Weder die Worte, noch der Blick des Hünen verrieten die bösartigen Gedanken, die er in dem Moment inne hielt, wobei gerade das zitierte erstaunlich harmlos gewesen war. Seit Ren sich mit dieser Gilde herumschlug, hatte er gelernt, dass es wichtig war Kontakte zu knüpfen. In den Großreichen von Fiore kam man nicht nach den Gesetzen durch, die er kannte... Nichts da mit: „Gefressen oder gefressen werden.“ Hier herrschte eher: „Eine Hand wäscht die andere.“ und somit war der Hüne dazu gezwungen solche Kontakte zu pflegen, um sich das Leben hier möglichst angenehm zu gestalten. Ohne also noch einmal lang über seine Entscheidung nachzudenken, wog er die Situation zu seinen Gunsten ab. Emaru schien nicht viel zu verlangen, denn wenn es um rohe Gewalt ging, ging Ren kaum noch etwas schwer von der Hand. „Von roher Kraft habe ich mehr als genug. Klingt nach einem guten Deal.“, erklärte er also. Zwar hatte er wenig Ausdruck in seinem Gesicht gezeigt, doch konnte man sich bei Ren in der Regel darauf verlassen, dass er einen nicht einfach so belog. Doch zuvor wollte der junge Mann beim Gildenmeister seine Bücher wieder abgeben. Ren blickte derweil hinüber zu Ciel und fragte grinsend: „Der Aufgabe bist du doch sicher gewachsen, nicht? So ein Kätzchen wird uns schon nicht klein kriegen.“ Naja, hoffentlich. Es sei denn es war wirklich irgendein mutiertes Monsterwesen. Aber damit war nicht zu rechnen.

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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 17:04

Ciel hasste Katzen. Wirklich, die Vierbeiner gehörten zu den wenigen Tieren, mit denen sich der Valentine weder anfreunden, noch näher zu tun haben wollte. Von daher war es wohl auch nur wenig verwunderlich, dass der Magier einmal schwer schlucken musste, als er endlich begriff, um was es sich bei diesem Auftrag tatsächlich handelte. Dabei hatte der Achtzehnjährige wenige Augenblicke zuvor sogar noch recht neugierig über Emarus Schulter auf das Blatt gelinst und nun bereute er es, sich den Beiden überhaupt angeschlossen zu haben. Katzen...welch Teufel hatte ihn da nur wieder geritten? Jeder Idiot wusste schließlich, dass eine Hexe nicht weit sein konnte, wenn ein solches Vieh irgendwo sein Unwesen trieb und gerade er musste natürlich wieder einmal in eine solche Falle hineintappen. Dabei hatte der Tag bisher so wunderbar begonnen...
Nun, jetzt hatte er Emaru und Ren schon seine Begleitung zugesagt und er war dann doch zu stolz, um nun ganz einfach einen Rückzieher zu machen. Außerdem brauchte er das Geld wirklich dringend und wenn es dafür hieß, mit einem Ungeheuer konfrontiert zu werden, so musste er diese Aufgabe wohl schweren Herzens auf sich nehmen. Sollte es sich bei der Katze allerdings wirklich um eine Bestie halten, die durch irgend einen schwarzen Zauber verwandelt worden war (denn diese Theorie fand Ciel im Anbetracht des kleinen B's auf dem Zettel gar nicht mehr so (unwahrscheinlich), würde er wohl der Letzte sein, der seinen Mut und seine Entschlossenheit in einem Kampf zeigte. Denn obwohl Ciel selber Magier war, so waren ihm doch jegliche Gedanken an Hexen und dunkle Magie zu wieder und wenn er ehrlich war, dann steckte vielleicht auch noch eine kleine Portion Angst hinter seiner Abneigung. Dennoch war das Nichts, was er seinen beiden Kollegen so einfach auf die Nase binden würde, schließlich verließen sie sich bei dieser Quest auf ihn und er würde einen Teufel tun und ihnen direkt am Anfang zeigen, dass mit ihm im Kampf eigentlich nur wenig anzufangen war. Wobei das gar nicht einmal stimmte, denn die Sense schwang er gar nicht einmal so schlecht. Natürlich lange nicht perfekt, aber ab und an traf er sein Ziel schon. Dementsprechend sicher fiel auch die Antwort aus, die er Ren gab. "Ja sicher, Katzen sind überhaupt kein Problem..." Zumindest nicht, wenn man einen sehr großen Bogen um sie machte und ihnen mit ausreichender Vorsicht und Gerissenheit begegnete. Und Ciel, als der Perfektionist und das Genie, für das er sich nun einmal hielt, würde genau das tun und die Quest somit in Windeseile abgeschlossen haben und wieder Zuhause sein. Nein, es gab absolut kein Problem.
Die Augen des Valentine huschten kurz zu dem Stapel an Büchern, dann zu dem Gesicht des Weißhaarigen, anschließend biss er sich kurz auf die Lippe. "Soll ich dir beim Tragen helfen?" Nicht, dass er da sonderlich viel Lust drauf hatte, aber je eher sie hier fertig waren, desto schneller konnten sie los und waren im Umkehrschluss auch früher wieder Zuhause und das war etwas, was sich im Kopf des Magiers sehr gut anhörte. "Was sind das überhaupt alles für Bücher?" Nicht, dass er Lektüre nicht selber interessant fand, aber er hatte bisher wenige Leute getroffen, die eine derartige Besessenheit zu ihnen ausübten. Anders konnte er sich den enormen Stapel an bedruckten Papier einfach nicht erklären, den Emaru da mit sich herum trug und mit dem er sich ganz offensichtlich die letzten Stunden beschäftigt hatte. Nicht, dass gerade er es verwerflich fand sich weiter zu bilden, nur irgendwie wagte es der Dragonslayer zu bezweifeln, dass sich der Weißhaarige überhaupt irgendetwas für längere Zeit merken konnte und sah daher wenig Sinn in seiner Beschäftigung. Denn wer sich nicht einmal Namen korrekt merken konnte...

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Emaru
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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   Sa 25 Okt 2014 - 17:34

Das lief doch wirklich ziemlich gut... Der Deal mit Akuma war schnell abgeschlossen, und alle drei waren sehr zuversichtlich, dass dieser Auftrag keine besonders große Herausforderung darstellen würde. Bessere Voraussetzungen konnte es kaum geben.
Gerade wollte Emaru noch schnell seine Bücher zurückbringen, da erklang Ciels Stimme wieder; ob er beim Tragen helfen sollte, fragte er, und was das alles für Bücher waren. Der Dargin schenkte ihm ein freundliches Lächeln. „Vielen Dank für das Angebot“, meinte er sanft, „Aber das wird nicht nötig sein. So weit ist der Weg zum Glück nicht. Und was den Inhalt angeht...“ Ein kurzes Blinzeln, ein Moment des Überlegens. Wie fasste er das am besten zusammen? „Es handelt sich um magietheoretische Bücher, zum größten Teil jedenfalls. Es sind auch zwei Bücher über Sagen Fiores dabei. Im Allgemeinen beschäftige ich mich derzeit mit einem Phänomen, das man an einigen Schreinen im Norden Fiores beobachten kann. Dadurch, dass Menschen dort Gottheiten um bestimmte Dinge, wie zum Beispiel Liebe oder Reichtum, bitten, sammelt sich Energie einer bestimmten Emotion an... zum Beispiel enttäuschter Liebe oder Gier. Durch in der Gegend verlaufende Manalinien, aufgrund unterirdisch liegenden Lachryma magisch geladene Gebiete, wird diese Energie in eine mehr oder weniger physische Form konvertiert und bildet so eine magische Entität, die praktisch nur die Erfüllung einer bestimmten Emotion sucht, einen sogenannten Rachsüchtigen Geist. Es gibt zu diesem Phänomen ein paar Theorien, derzeit erscheint das Meckrell'sche Sensitivrelationsmodell am einleuchtendsten. Es besagt, dass die magischen Fähigkeiten eines RG maximal halb so weit reichen können wie die zugehörige Manalinie und dabei einem bestimmten Schema folgen, das sich errechnen lässt durch die durchschnittliche emotionale Angeschlagenheit der Personen, die ihre Emotionen abgegeben haben – es gibt eine Skala dafür, aber das ginge zu tief in die Materie – und die Stärke der Emotion... so hat Trauer nicht nur eine wesentlich geringere Chance als Depression, einen RG hervorzubringen, sondern auch noch ein geringeres Einflussgebiet. Natürlich steht all das in Relation zum Maximum des Feldes und...“ Er stockte, blinzelte einmal kurz. Dann sah er Ciel entschuldigend an. „Ah... das war mehr, als du wissen wolltest, nehme ich an? Verzeihung... ich schätze, ich bringe dann mal diese Bücher zurück.“ Und damit drehte er sich langsam weg und machte sich auf den Weg, Master Ryce zu finden, fand ihn und gab die Bücher zurück, die er sich geliehen hatte. Er dankte ihm noch schnell dafür und versicherte, dass sie für ihn hilfreich sein würden, dann kehrte er zurück. Und so war er innerhalb weniger Minuten wieder bei Akuma und Ciel.

„Ich hoffe, ich habe euch nicht aufgehalten“, meinte Emaru, als er wieder bei den anderen beiden stand. Im Gegensatz zu ihm hatten sie wohl nichts zu erledigen – nichts anderes als die Quest, natürlich –, weshalb sie sich schon auf den Weg hätten machen können, hätte er nicht erst die Bücher abgeben müssen. Aber die paar Minuten würden sie ihm schon nicht übel nehmen... „Also... sollen wir los?“

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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   So 26 Okt 2014 - 10:50

Ehrlich gesagt, war Ren nicht davon ausgegangen, dass es sich bei Emarus Recherchen um irgendetwas Interessantes handeln könnte. Der Hüne war eher auf diesen Handel eingegangen, da er sich davon eine mögliche Gegenleistung erwartete, aber da er selbst die Art Mensch war, die sich mit vielen Büchern befasste, horchte er schon ein wenig auf, als er das Thema wahrnahm. Zugegebenermaßen befasste Ren sich meist mit Mythen und Sagen, da diese oft mit seiner Magie und deren Ursprung zusammenhingen. Oftmals konnte er sich in diese Geschichten unwahrscheinlich gut hineindenken, weil die Handlungen von Dämonen immer ihren Ursprung in menschlichem Verhalten hatten. Ren hatte in seinen Büchern unheimlich oft davon gelesen, dass Magie eine Form des Lebens ist und daher unmittelbar mit den Menschen und Tieren zusammenhängt. Da war es nur logisch, dass auch Emotionen mit Magie in irgendeiner Art und Weise reagierten. Man sprach nicht umsonst von dunklen Magien, wie der Finsternis-, Schatten-, Untoten- und Dämonenmagie… Ren hatte sogar  einmal von einem Drachen gelesen, der in der Dunkelheit lebt. Der Hüne war davon überzeugt, dass die Dunkelheit immer etwas mit „negativen Emotionen“ zu tun hatte. Wenn er glücklich war, was nicht allzu oft vorkam, fiel es ihm auch schwerer seine Magie zu nutzen. Sie nährte sich quasi von Zorn und Hass besonders gut… Die Frage war: Was tat dann so ein rachsüchtiger Geist? Sein Name ließ nichts Gutes erahnen, aber das machte Ren herzlich wenig aus. Es interessierte ihn nur… Allerdings würde er sich ja damit sicherlich noch mit Emaru befassen, wenn er ihm besagten Gefallen tun musste. Von daher bot sich das doch an. Wieder eine gute Entscheidung getroffen, das war ja zu erwarten von einem Genie wie ihm! Man hatte es ihm vielleicht nicht direkt angesehen, aber Ren war ein aufmerksamer und interessierter Zuhörer. Viele Menschen unterschätzten jedoch seine Intelligenz, weil allein seine Herkunft und sein Aussehen für die meisten Menschen ein Bild  von ihm herstellten, in dem man davon ausging ,dass er dumm und kräftig war, aber eine Kombination von beidem schien ausgeschlossen für die meisten…
Man war sich also einig, dass diese Quest ein Kinderspiel werden würde. Soweit so gut. Ren empfand dies als sehr angenehm. Er ging zwar gern mal auf eine Quest, aber er zog es schon vor sich die Hände nicht unnötig schmutzig zu machen, wenn es nicht zwingend zu ihrer Aufgabe gehörte. In letzter Zeit hatte er sich ein wenig davor gedrückt, weil er einer Person aus dem Weg gehen wollte, aber früher oder später musste man eben doch, man hatte schließlich eine Miete zu bezahlen. In dem Punkt waren sich wohl Ciel und Ren auf jeden Fall einig: Geld regiert die Welt. Gemeinsam mit ihm wartete er darauf, dass Emaru seinen Bücherstapel allein zum Gildenmeister zurückschleppte. Ren wurde langsam ein wenig ungeduldig. Er hatte sich nun schon eine ganze Weile ohne einen Vorfall im Gildenhaus aufgetreten und es gab gut drei Menschen in dieser Gilde, denen er im Moment nicht über den Weg laufen wollte. Wie wahrscheinlich war es, dass er hier problemlos wieder herauskam? Als der Weißhaarige jedoch bald zurückkam, ließ Ren keine weitere Zeit vergehen, zog sich schnell die Jacke wieder über und begleitete die Herren in Richtung Ausgang. Kaum hatten sie das Gildenhaus verlassen, fiel dem Hünen ein kleiner Stein vom Herzen… Nun mussten sie nur zum Bahnhof gehen. Ihr Weg würde sie in den Norden Fiores führen, da wo es nicht gerade so mulmig warm wie in Rens Heimat war. Ein großer Wald war ihr Ziel… Zugfahren war für Ren immer wieder ein Highlight bei jeder Aufgabe, ob es den anderen auch so ging?

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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   So 26 Okt 2014 - 11:15

Ciel mochte Emaru. Das hatte er in dem sagenhaften Wortschwall, den der Weißhaarige da losgelassen hatte, kurzerhand beschlossen. Anfangs mochte ihm der andere Magier vielleicht ein wenig suspekt und (Schande über sein Haupt) dümmlich vorgekommen sein, doch dieser Eindruck hatte sich mit einem Schlag verzogen und nichts als offenes und ehrliches Interesse hinterlassen. Offenbar hatte er den jungen Mann falsch eingeschätzt, denn dieser schien doch über ein verdammt gutes Gedächtnis zu verfügen. Vielleicht hatte er auch einfach eine Schwäche was Namen betraf, jedenfalls schien er sich sonstige Fakten relativ gut merken zu können und auch sonst ein helles Köpfchen zu besitzen. Daher hob sich die Laune des Valentines mit einem Schlag um etwa 300% und plötzlich konnte man sogar so etwas wie den Anflug eines zufriedenen Lächelns auf seinen Lippen erkennen, ehe er recht nonchalant mit den Schultern zuckte und anschließend sagte: "Es ist recht schwer mich zu langweilen, wenn es um Informationen und Wissen geht. Ich sammel es, wie andere Bierdeckel oder Karten." Das stimmte und er legte dabei sogar eine gewisse Leidenschaft und Ausdauer an den Tag. Ciel hasste es, wenn er etwas nicht wusste oder ihm sein Informationsstand in bestimmten Gebieten und Themenbereichen nicht ausreichte. Dann investierte er meist mehrere Stunden, um seine Defizite aufzuholen und anschließend wieder mit einer vorbildlichen und atemberaubenden Menge an Informationen glänzen zu können. Wobei es dabei weniger um die Meinung anderer, als um sein eigenes Wohl gin, welches er im Kopf hatte. Wissen war Macht und zwar eine Art der Macht, welcher sich der Valentine nur zu gerne bemächtigte, waren seine kämpferischen Fähigkeiten doch alles andere als beeindruckend. Während er also beobachtete, wie Emaru seinen Berg an Büchern wegbrachte, beobachtete der Valentine seinen anderen Partner aus den Augenwinkel, welcher ihm tatsächlich (Himmel bewahre) ein wenig Angst machte. Grundsätzlich war der Dragonslayer eine rationale Person, der sich an Fakten und Tatsachen hielt und sich nur selten von Emotionen steuern ließ. Nun, in diesem Fall war ganz eindeutig Fakt, dass Ren nicht nur ein gutes Stück größer als er war, sondern auch so wirkte, als könnte er ihn mit bloßen Händen einmal in der Mitte durchbrechen. Daher konnte man es dem relativ zierlichem Blauschopf wohl auch nicht verübeln, dass er einen vorsorglichen Sicherheitsabstand von dem riesigen Kerl hielt und stattdessen eher die Präsenz des etwas schmaleren Weißhaarigen suchte. Es war aber auch irgendwie doof, dass er mit Abstand der Kleinste der Runde war. Nicht, dass er das mittlerweile nicht gewohnt wäre, aber trotzdem hinterließ es einen etwas bitteren Beigeschmack, der ihn kurz die Stirn verziehen ließ. Nun, nichts was man ändern könnte und demnach auch nichts, womit es lohnte sich näher zu beschäftigen. Außerdem hatte er ohnehin Wichtigeres zu tun, wie zum Beispiel sich mental auf die kommende Reise vorzubereiten. Immerhin schienen es die beiden anderen relativ eilig zu haben, aufzubrechen, weshalb sich der Achtzehnjährige beeilte ihnen zu folgen und direkt hinter Ren aus der Tür trat.
Draußen angekommen drehte sich der Valentine automatisch in die Richtung, die sie zum Bahnhof führte. Seit seiner letzten Quest hatte er sich diese Strecke eingeprägt und auch sonst fand er sich mittlerweile relativ gut in Oshibana zurecht, was er nicht zuletzt seinem Erinnerungsvermögen zu verdanken hatte. Es hatte ihn nicht nur einmal davor bewahrt, sich in der dichtbesiedelten Stadt zu verlaufen. Während der Blauhaarige also die gepflasterte Straße entlang schlenderte, das Ziel fest vor Augen, fiel ihm plötzlich etwas ein, was bisher nicht ein einziges Mal Erwähnung in der kleinen Runde gefunden hatte. Und auch wenn er es eigentlich nicht leiden konnte, so direkt nach Informationen zu fragen, so konnte er sich in diesem Fall doch nicht anders behelfen, war er schlichtweg einfach zu neugierig. "Was wir noch gar nicht besprochen haben, mit welcher Magie kämpft ihr eigentlich? Wäre doch ganz interessant zu erfahren, wo wir schon gemeinsam auf Quest gehen, oder?" Nachdenklich fuhren die beringten Finger des Jungen über das mittlere Stück des Griffes seiner Sense, welcher bei jedem Schritt hin und her wippte, während er das näherkommende Gebäude des Bahnhofs betrachtete und in der Luft bereits die vielen Menschen wittern konnte, welche sich in dem Haus befanden. Lange würde es nicht mehr dauern und dann saßen sie auch schon im Zug, direkt auf dem Weg zu ihrem Auftrag und ohne die Möglichkeit kurzzeitig noch einmal umzukehren. Was für ein seltsam beklemmender Gedanke.

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BeitragThema: Re: Gildenhaus Haupthalle   So 26 Okt 2014 - 16:50

Darüber, dass Ciel Wissen sammelte, hatte Emaru lächeln müssen. Nicht aufgrund des durchaus amüsanten Vergleiches, sondern weil das eine Leidenschaft war, die er mit dem Blauschopf teilte. Er war ebenso der Meinung, dass viel Wissen viel Macht gleichkam, was einer der Gründe dafür war, dass er Themen wie dieses untersuchte. Er hatte nichts gegen Bücher, im Gegenteil, er genoss es, sie zu lesen, und nutzte ihren Inhalt nur zu gern für sich. Aber die Menschheit hatte noch lange nicht alles erschlossen, was es an Wissen zu finden gab, und dementsprechend gab es noch Vieles zu entdecken, das nicht in irgendwelchen Büchern stand. Fiore hielt noch so viele Geheimnisse versteckt, die niemand je gesehen hatte...
Aber jetzt ging es erst einmal um das Geheimnis der großen Katze, das sich vermutlich als etwas wesentlich Simpleres herausstellen würde als die Dinge, die man als Entdeckungen bezeichnen konnte. Vermutlich eine große Zeitverschwendung, aber was sollte man machen? Man konnte es auch nicht einfach sein lassen, denn wenn tatsächlich etwas dahinter steckte, konnte das auf Dauer zu großen Problemen führen. Da konnte man ruhig etwas Zeit investieren, um sicherzugehen, dass man nicht in Zukunft ein Desaster aufräumen musste, das eigentlich hätte verhindert werden können. Er verspürte zwar nicht den gleichen Drang wie Ren, zu verschwinden, und wenn er ihn verspürt hätte, dann sicher nicht aus den gleichen Gründen, aber auch er zog es vor, zu gehen. Und so folgte er seinen beiden Partnern durch die Tür hinaus, auf die Straßen der Stadt.

Den Weg zum Bahnhof kannte vermutlich so ziemlich jeder Magier in ganz Blue Pegasus. Es war der wichtigste Ort der Stadt, wenn man sich um Quests kümmern wollte, die nicht direkt in oder neben der Stadt lagen – also die meisten Quests. Emaru kannte nicht einen B-Rang oder besser, der hier in Oshibana gespielt hätte, und selbst für den niedrigsten Rang hatte er oft genug verreisen müssen. Wenn man eine Weile hier arbeitete, dann musste man einfach wissen, wo die Züge fuhren.
Weniger normal war es, die Fahrpläne auswendig zu können – das war ein Talent, das Emaru allein lag. Er dachte gerade darüber nach, wie lange sie wohl würden warten müssen, davon ausgehend, dass sie durchschnittlich viel Zeit benötigen würden, um den Bahnhof zu erreichen. Vermutlich nicht allzu lange – Züge in den Norden kamen relativ häufig. Das lag eher an den Linien als daran, dass die kalten, verschneiten Berge ein beliebtes Reiseziel abgeben würden; es gab nach dort oben insgesamt nur zwei verschiedene Gleise, die sich erst spät voneinander abspalteten und auf denen so ziemlich jeder der Züge, die über Ost-, Süd- und Westfiore verteilt herumfuhren, entlang kam. Viele Züge, wenig Ziele – da war es klar, dass man selten viel Wartezeit vor sich hatte. Da war die Antwort auf Ciels Frage ja schwerer zu erklären, und die war eigentlich ziemlich einfach. „Finsternis“, erledigte Emaru sie in einem einzelnen Wort und hob eine Hand an, um zu zeigen, wie sie in Finsternis aufging, die sich kurz darum legte und wieder verschwand, so schnell sie gekommen war. Keine weitere Erklärung notwendig. Er machte sich auch nicht die Mühe, die Kristallmagie zu erwähnen; die reichte zum Kämpfen leider noch lange nicht. Das Entwerfen eigener Zaubersprüche nahm ziemlich viel Zeit und Training in Anspruch, und beides konnte man eben nicht gleichzeitig in andere Magien stecken. Dann blickte er jedoch zu Ren. „Aber was kannst du eigentlich, Akuma? Du musstest bei unserem letzten Auftrag ja nicht auf Magie zurückgreifen...“ Streng genommen war er beim letzten Auftrag einfach verschwunden, aber das musste man ja nicht wieder aufwärmen...

Wie erwartet, erreichten sie den Bahnhof schnell und warteten nur wenige Minuten, bis ihr Gefährt auftauchte – was dennoch mehr als genug Zeit war, um Tickets zu besorgen. Es lief alles ziemlich glatt. Die kleine Gruppe schaffte es sogar, ein eigenes Abteil zu ergattern... konnte es noch irgendwie einfacher werden?
Der Auftrag machte wirklich den Eindruck, als würde er ein Spaziergang sein...

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