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 Für eine Handvoll Jewels

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Ivy Griffin

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BeitragThema: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 14:20

Für eine Handvoll Jewels
Cowgirl und Cowboy gesucht!

Ivy Griffin war keineswegs sozial, aber manchmal musste man zugunsten größerer Dinge eine Ausnahme machen. Niemand wusste das besser als der Grüne, der kürzlich seine Heilfertigkeiten verbessert hatte ohne sich wirklich darum zu reißen Fiore von Verletzten zu befreien. Nahm man die Zweifel und die Unsicherheit sowie seine Fassade weg, blieb dem jungen Mann aber leider nur noch seine Magie, die nichts Anderes konnte, als Leiden zu lindern, und weil man natürlich nicht ewig ein Anfänger bleiben wollte, musste er seinen Charakter auszuklammern um sich zu verbessern, bis er vielleicht irgendwann ein anderes Talent in sich entdeckte, das seinen etwas offensiveren Ansichten entsprach. Damit man sich allerdings verbessern konnte, war es nötig, dass man ordnungsgemäß gefordert wurde – was die Patienten in Hosenka Town nicht taten. Zu Ivys Klientel gehörten vor allem alte Menschen und jene, die ihn für einen esoterischen Kräuterhexer hielten, weswegen er es nur selten mit stressigen oder gar gefährlichen Dingen zutun hatte. Doch als Gildenmagier war es natürlich kein Problem, sich Hals über Kopf in brennende Spannung zu stürzen und seinen Kragen zu riskieren, so dass man seine Fertigkeiten in lebensbedrohlichen Situationen testen konnte – sollte man meinen.
Ivy war keineswegs sozial. Manchmal musste man zugunsten größerer Dinge zurückstehen, aber heute tat er das nicht. Menschenmengen hatten einen ganz anderen Bedrohlichkeitsfaktor als wilde Monster, denn sie waren noch viel unberechenbarer und überfluteten sein Hirn mit so vielen Reizen, dass er sich nach einem Bad unter Leuten immer so füllte, als hätte er sich mental überfressen. Das verursachte Kopfschmerzen, also wartete der Grüne geduldig darauf, dass sich der morgendliche Ansturm auf das Questboard der Gilde etwas legte. Bisher war er immer gut mit Jobs zurechtgekommen, die innerhalb der Stadt blieben, manche peinlicher, manche spaßiger, aber da er in der Wildnis aufgewachsen war, würde ihn kaum etwas zurückhalten. Abgesehen von den mörderischen Nutztieren des Verderbens war ja sogar eine ländliche Region oft sehr naturlastig und daher hübsch und ganz abgesehen davon war die Luft dort auch deutlich gesünder als die tausend Gerüche der Großstadt. Ivy war flexibel, deshalb hatte er keinen Grund, sich durch die Leute zu prügeln, die alle am Monatsende noch eine Quest brauchten, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Der Grüne verurteilte sie dafür nicht, er wäre nämlich nicht hier, wenn er einen anderen Grund gehabt hätte ... Langsam lichtete sich der Auflauf, weshalb er mit zögerlichen Schritten, so als würde er einen Body Slam von der Seite erwarten oder so – auf das Board zuschritt und mit zunehmender Verzweiflung registrierte, dass die plündernde Meute genau eine Quest zurückgelassen hatte. Interessiert nahm er das Blatt vom schwarzen Brett und betrachtete es einen Moment, ehe sich seine Augen vor Schreck weiteten. Nein. Nope. Nada. Niemals. Das hier war nicht seine Quest ... Er würde niemals auf diese Quest gehen! Lieber lebte er auf der Straße und verhungerte, das war nicht einmal im Ansatz im Bereich des Möglichen. Nein, nein, nein. Er hatte keine Qualifikationen hierfür, obwohl er die für gar nichts hatte, aber Kühe? Und Pferde? Auf denen er REITEN musste? Die seine Haare wahrscheinlich zum Nachtisch schnabulieren würden, wenn er einen Moment nicht aufpasste ... Wieso war das die einzige Quest an dieser Tafel?! Sicherlich würde bald Nachschub kommen und bis dahin würde er hier stehen und warten, um der Erste zu sein, der sich einen Ersatz greifen konnte. Ja. Es würde alles gut werden. Nur Geduld. Geduld zahlte sich immer aus ...

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Amanda
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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:00

Sinikka betrat das Gildenhaus. Sie hatte im S-Rang Examen versagt und es nervte sie, wie einige Dinge behauptet wurden oder die Leute versuchten sie aufzumuntern. Und es gab viele Kommentare zu ihrem Bein... Es wussten nicht viele vom Examen, eigentlich, doch die allein schienen der jungen Frau schon soviel und das mit dem Bein sah man ja. Sie war verletzt und wollte ein bisschen durch die Welt reisen. Das konnte man gut verbinden und gleichzeitig entfloh man den Menschen. Wie hatte sie die Einsamkeit doch vermisst. Sinikka liebte es unter netten Menschen zu sein, aber sie liebte es auch mal eine Auszeit von der Gesellschaft zu nehmen und einfach nur zu entspannen und die Einsamkeit zu genießen. Das hatte sie die letzten paar Tage gemacht und nun war sie wieder in der Gilde, um diesen Tag etwas geselliger zu gestalten und eine Quest mit einem der Gildenmitglieder zu machen. Insgeheim hoffte sie auf Valerie, aber die war nicht da. Und Kohana auch nicht. Überhaupt war es nicht sehr voll und die meisten hatten sich schon eine Quest geholt und waren aufgebrochen. Zu der Zeit, als Sinikka das Gebäude betrat, stand sogar nur eine einzige Person vor dem Questbrett und guckte diese wartend an. Worauf der grünhaarige Junge wohl wartete? Das Mädchen vermutete, dass er sich nicht entscheiden konnte oder auf Leute wartete. War der Magier neu hier? Die Haarpracht war immerhin sehr auffällig, aber die Knightmagierin konnte sich nicht daran erinnern, sie schon gesehen zu haben. Das Mädchen ging zum Tresen und holte sich etwas zu Trinken. Sinikka war ein bisschen zerstreut und hatte ihres vergessen. Hah, das war ihr seit Jahren nichtmehr passiert. Sie trank einen großen Schluck aus dem großen Glas und guckte sich in der Gilde um. Die meisten waren ihr schon entgegen gekommen, die wenigstens hatten sie aber bemerkt.
Sie hatte die „normale“ Version ihrer Snow Armor an, also die gleiche Kleidung nur ohne besondere Anfertigung und Metallschicht. Ganz normale Kleidung. Sinikka mochte das Aussehen ihrer Snow Armor sehr und da war es nicht verwunderlich, dass sie diese auch als Gewand für ihre Reisen und die Stadt hatte. Damit war sie sehr auffällig, aber das Mädchen hatte sich etwas abseits gehalten und ist so der Aufmerksamkeit entgangen. Ihre Kapuze hatte sie beim betreten zurückgeschoben und ihr Haar rausgezogen, wodurch es wirr herabhing. Das graue Halstuch lag locker um ihren Hals. Sie war relativ spontan vorbeigekommen, was bei ihr nicht so ungewöhnlich war. Ihre Kleidung verbarg sogar ein wenig wie die junge Frau sich bewegte. Wer näher dran stand oder auf ihre Beine guckte, der merkte es auch so, aber die anderen bekamen nichts davon mit, dass das Mädchen eines ihrer Beine schonte und mit einen verzierten Stab etwas half. Man hatte ihr gesagt, dass sie es nicht viel belasten sollte... und sie mochte den Stock. Der Stab hatte einen kleinen, weichen Hammerkopf am unteren Ende und es waren kleine Hammer eingraviert. Da Sinikka gerne wanderte war die Hilfe im Stil eines Wanderstocks gehalten und fiel dadurch gleichzeitig nicht so sehr auf. Die Knightmagierin wollte ihr verletztes Bein nicht verbergen, aber ihre Kleidung tat es trotzdem. Noch wusste ihre Kleidung aber nicht, dass sie es mit einem gewitzten Heilkundigen zu tun hatte, der dies alles sicherlich sofort durchschauen würde! Eigentlich wusste ihre Kleidung garnichts, aber trotzdem versuchte sie das Grünhaar zu täuschen! Sinikka trank ihr Glas aus und hatte sich derweil entschieden, mal zum Questbrett und dem Jungen zu gehen.
Erstaunlicherweise war da nur eine einzige Quest an dem großen Board. Also schien er keine Entscheidungsschwierigkeiten zu haben und so geduldig, wie er das Board anguckte, wartete er auch nicht auf Leute die nachkommen wollten. Nahm Sinikka an. Wohlmöglich traute er sich nicht oder war mit der Belohnung nicht zufrieden. Es war eine einfache Quest mit entsprechender Belohnung, aber zurzeit war das vermutlich genau das Richtige für sie. Fragen konnte nicht schaden. „Hallo.“ sagte Sinikka mit einem freundlichen Lächeln und stellte sich vor: „Ich bin Sinikka. Hast du Lust die Quest da mit mir zusammen zu machen?“ Mehr als nein sagen konnte er nicht, oder? Doch, aber Ivy sah nicht danach aus.

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Ivy Griffin

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:03

Wenn man in einer Umgebung aufwuchs, in der man morgens schon einmal von einem ausgebüchstem Frosch aus den Federn geholt werden konnte, gewöhnte man sich normalerweise sehr schnell an unliebsame Überraschungen. Man konnte emotional zwar nicht unbedingt besser damit umgehen, aber immerhin hörte man irgendwann auf, panisch zu kreischen, wenn man erschreckt wurde und legte sich neben einem leichtem Schlaf – den Ivy nie gemeistert hatte – auch eine gewisse Vorsicht zu, die man gar nicht mehr bemerkte. Dass der Grüne in der Wildnis groß geworden war, war der einzige Grund, wieso er sich nicht mit allen vefügbaren Krallen in die Decke hängte, als er plötzlich von jemanden angequatscht wurde, der sich nach einem kurzen Blick als extrem riesige Frau herausstellte, die jedoch für ihre Höhe sehr weiblich war. Nicht, dass es den Griffin interessierte, dass sie ihre Brüste etwa auf seiner Augenhöhe spaziere trug, stattdessen war er eher etwas misstrauisch, was diese Monsterbraut von ihm wollte. Wie war sie ausgerechnet auf ihn gekommen ... Natürlich. Sie war auf der Suche nach einer Quest, immerhin hatte er die letzte in der Hand, die es noch gab. Sie konnte natürlich nicht ahnen, dass er niemals auf diesen Auftrag gehen würde und wahrscheinlich hielt sie ihn wegen seiner Piercings und der hippen Haarfarbe für einen extrem coolen Kerl, allerdings hatte sie den Rang der Quest noch nicht gesehen und der Kräutermagier bezweifelte, dass jemand ihres Kalibers sich mit seinem Niveau zufrieden geben würde, außer natürlich, sie brauchte wenig fordernde Aufgaben ohne Kampf, weil sie ... Die gelben Augen des Grünhaars verengten sich eine Nuance und er musterte sie von oben bis unten, um einen Grund für ihre Frage herauszubekommen. Theorie A: Sie war spontan in ihn verschossen und plante, ihn auf einer Quest flachzulegen. Sehr dumme Idee, aber da er soetwas Ähnliches schon einmal erlebt hatte, würde er dort vielleicht einhaken, wenn sich die Gelegenheit bot. Dagegen sprach aber, dass er nicht übermäßig hübsch war – so sehr man es auch manchmal anders behauptete – und eher abweisend wirkte, wenn man ihn etwas kannte, schließlich war er auch gerade eher dabei, die Riesin mit seinem Blick zu durchleuchten. Was könnte sie also dazu bringen, kürzer zu treten? Entweder sie hatte Mist gebaut und wurde nicht auf die richtigen Sachen losgelassen, oder aber, sie war gar nicht so mächtig, wie sie aussah, obwohl ihre gewaltige Waffe etwas ganz Anderes suggerierte. Da sie auch keine offensichtlichen Verletzungen hatte und sicher nicht in anderen Umständen war, blieb eigentlich nur die Möglichkeit, dass sie irgendwie anderweitig verhindert war, doch da er sie bis gerade eben nicht beobachtet hatte und alles, was seltsam erschien, ihre Stütze war, musste er sich eher damit auseinandersetzen, wie er diesem Giganten einen Korb verpassen sollte, ohne, dass sie ihn zum Frühstück verputzte. Fakt war, dass er auf eine Quest musste. Fakt war auch, dass er eigentlich durchaus noch ein paar Tage warten könnte, allerdings sagte seine Mutter immer, dass er sich um soziale Kontakte bemühen musste und wenn er nett zu dieser Frau war und sie zusammen Spaß hatten, könnte er auf eine vermutlich sehr starke Verbündete zählen, die im weiteren Leben sicherlich nützlich sein würde. Andererseits waren da nun einmal Pferde und Kühe, das war eigentlich der Horror schlechthin ... So viele Variablen, die bedacht werden mussten, doch zuerst würde er ihr eine ganz elementare Frage stellen, um zu entscheiden, ob er dieser Fremden sein Leben anvertrauen würde: „Wieso ich?“

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:04

Der Junge schien sie anfangs nicht zu bemerken und, erst als sie ihn ansprach, blickte er sie an und schenkte ihr Beachtung. Er schaute sie an und sie schaute ihn an. Sein Blick glitt über ihren Körper und schien sie ziemlich genau abzuschätzen. Sinikka blickte einfach sein Gesicht an und wartete. Kurz hatte sie ihn auch gemustert, aber nur sehr grob. Er war durchaus interessant und hatte eine lustige Haarfarbe, aber sie interessierte sich erstmal mehr für seine Antwort und hatte kein großes Bedürfnis dazu ihn mit ihren Blicken aufzusaugen und später flachzulegen. Geduldig wartete Sinikka ab, wie der Junge versuchte schlau aus ihr zu werden. Ein bisschen lenkte sie sich mit der Haarfarbe von Ivy ab, man sah immerhin nicht jeden Tag grüne Haare. Sinikka war neugierig, über was der Junge nachdachte, während er sie anguckte. Stimmte etwas mit ihr nicht? Vielleicht lag es an ihrer Kleidung! Sie hätte sich eventuell doch umziehen sollen, bevor sie das Gildenhaus betreten hatte. Wer tauchte schon in so einer Kleidung im Gildenhaus auf? Was das Mädchen nicht wusste, war, dass es viel viel schlimmer war! Sie wollte ihn nicht flachlegen, aber selbst wenn... Sah sie so böse und fies aus, dass er Angst haben musste, zum Frühstück verputzt zu werden?! Sowieso hatte sie sehr gut gefrühstückt und kleine, grünhaarige Jungen standen nicht auf ihrem Speiseplan.
Plötzlich bekam sie einen Schlag mitten ins Gesicht. Mit voller Wucht. Im übertragenden Sinne. Er stellte ihr eine Frage, auf die sie nicht im geringsten vorbereitet war und mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte. Etwas verblüfft guckte sie ihn verwirrt an. Hatte er sie gerade gefragt, warum sie mit ihm eine Quest machen wollte? Woher sollte sie das den bitte wissen?! Dass die Quest ihr zu niedrig vom Rang her sein könnte, daran dachte das Mädchen nicht. Bisher hatte ihr niemand gesagt, dass man Hochrangige machen müsste. Das Mädchen dachte darüber nach, was sie antworten sollte. Sie wollte aber natürlich auch nicht stundenlang überlegen. Darum sagte sie, nachdem sie damit fertig war ihn verblüfft anzugucken: „Nun, das war ungefähr so. Du standest hier ziemlich auffällig und hast auf das Questboard geguckt. Ich wollte auch wegen einer Quest gucken, aber hatte vorher noch Durst. Ich hatte etwas getrunken, und als ich wieder geguckt hatte, da standest du immernoch hier und hast das Questboard weiter angeguckt. Da hab ich mir gedacht, hey, vielleicht will der eine Quest machen. Außerdem konnte ich mich an niemanden erinnern, der aussah wie du und grünes Haar hat, also vermute ich, dass du neu in der Gilde bist und ich vielleicht ein neues Gildenmitglied kennenlernen kann. Ich glaube, dass dürfte es ziemlich gut beschreiben, warum du.“ Zufrieden mit ihrer Antwort grinste sie fröhlich. Nun musste die Antwort den Jungen nurnoch zufriedenstellen. Sinikka dachte darüber nach, ob sie vorher schon mal jemand die Frage gestellt hatte, warum er mitkam. Vielleicht hatte sie den Grünhaarigen vorher schon getroffen, erinnerte sich nur nicht daran. Das Mädchen zweifelte diese Möglichkeit aber stark an und sie wüsste auch nicht, wie sie ihn verärgert haben könnte oder so. Er war höchstwahrscheinlich nur neugierig und sie ordnete dem Ganzen zuviel Bedeutung zu. Oder es war neu für ihn, dass er einfach spontan gefragt wurde.
Neugierig war sie auf seine Reaktion gespannt und dachte darüber nach, ob seine Haarfarbe wohl immer so war.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:06

Hm … Was genau hatte Sinikkas Durst denn damit zu tun, dass sie zusammen mit ihm auf eine Quest gehen wollte? Alles, was sie sagte, stimmte wohl irgendwie miteinander überein und erklärte irgendwie, wieso sie ihn auserkoren hatte, doch der Griffin hatte das dennoch gerne hören wollen. Es war nicht so, dass er sonderlich wählerisch sein konnte und es gab allgemein nicht viele, die einfach so auf ihn zugingen, um ihn zu verpflichten, weil mittlerweile einige Gildenmitglieder über sein Problem mit Kämpfen Bescheid wussten, wodurch er eher einen unsicheren Fakor darstellte. Auf ungefährlichen Quests war das natürlich kein Problem, aber sobald es darum ging, jemanden zu überwaltigen, war Ivy eher derjenige, der das Bewusstsein verlor. Mittlerweile war er ganz gut darin geworden, die Wehwehchen anderer Menschen zu behandeln, doch wenn das nicht gefragt war, war er nur ein Grünhaariger mit überdurchschnittlicher Intelligenz und Faulheit. Abgesehen davon kam es ihm nicht wirklich in den Sinn, dass er Sinikka mit seiner Frage irgendwie angegriffen haben könnte … Er wurde eben misstrauisch, wenn man mit ihm arbeiten wollte, war das denn nicht normal? Das letzte Mädchen aus der Gilde, mit dem er gesprochen hatte, war eine kleine Schwarzhaarige gewesen und wenn man die Umstände ihres Treffens betrachtete, war das eher mit einem Fiasko zu vergleichen und von seinem unfreiwilligem Date mit Kori wollte man an dieser Stelle erst gar nicht anfangen. Es war irgendwie nicht so prickelnd gelaufen, was seine Kameraden anging, weswegen er deutlich vorsichtiger damit war, wen er als seine Begleitung zuließ. Sinikka sah aus, als könne sie ihn vor Unheil bewahren – selbst, wenn sie die Größe eines Elefanten hatten oder so – aber er kannte sie nicht und im Gegensatz zu ihr war er nicht so scharf darauf, seine sozialen Kontakte zu erweitern und Freunde zu finden. Dennoch war er darauf angewiesen, eine Quest zu erledigen, damit er sein selbstständiges und unabhängiges Leben führen konnte. War es nicht ironisch, dass man ihn in Gesellschaft zwang, damit er einsam sein durfte...? Nun, wieso sollte er sich eigentlich nicht dieser Powerfrau anschließen. Sie war ganz nett, hatte eventuell Mitleid mit ihm und rannte nicht sofort schreiend davon. Vielleicht hatte sie ihn ein wenig angestarrt, aber das war dem Grünen egal, solange sie ihn nicht piekste und betatschte. Eigentlich war alles in Ordnung, nur diese Quest … Unter normalen Umständen war es absolut unmöglich, dass er sich einer solchen Gefahr aussetzte, weil er in der Gegenwart von Nutztieren noch deutlich schwächer war als ohnehin schon. Andererseits war es möglicherweise eine Gelegenheit, geistig zu wachsen. Nicht, dass er das unbedingt vorhatte, aber wenn man schon einen Knochen bekam, dann verbuddelte man ihn am besten auch – oder wie auch immer dieses Sprichwort hieß. „Hm. Okay. Lass uns diese Quest erledigen.“ Das war eventuell ein wenig Übersprunghandlung, weil er keinen Kommentar zu ihrer Erklärung abgegeben hatte, doch er ließ sich davon nicht beirren und hielt ihr die Hand hin, wie man das eben so machte. Früher war das wohl einmal ein Zeichen gewesen, dass man unbewaffnet war – interessant wie anders man das heute aufnahm, schließlich trug diese Frau ihre Waffe doch spazieren. „Mein Name ist Ivy Griffin. Ich beherrsche Healing Herbs Magie. Sagt dir das etwas?“

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:07

Iva schien zufrieden mit ihrer Antwort. Mehr sagte er zu dem Thema zwar nicht, aber er machte mit und das reichte dem Mädchen schon. Er hatte sicherlich schon seinen Grund für die Frage gehabt. Angegriffen fühlte sich das Mädchen auch kein Stück, nur überrascht. Sinikka war überrascht und belustigt. Da war ein Gildenmagier vor dem Questboard und fragte, warum man mit ihm die Quest, die er die ganze Zeit anguckt, machen will. Vielleicht war es doch nicht so ungewöhnlich, aber es heiterte die Knightmagierin auf. Vielleicht würde Sinikka es ja schaffen, dass Ivy nicht mehr soviel von ihr zu befürchten brauchte. Noch tat sich die junge Frau immerhin ziemlich gut darin, nicht sehr normal zu wirken und einfach so auf den hilflosen Ivy zuzugehen, welchen sie gerade direkt in ein halbes Trauma schob. Er hielt ihr die Hand hin, wie man das eben so machte, bei höheren Anlässen oder wenn man sich begegnete. Sinikka war nicht unbedingt eine der Personen, die darauf bestanden und oft daran dachten. Sie war nicht berührungsscheu, aber dies war eine Geste, die ihr nicht so geläufig war. Dementsprechend hatte die junge Frau auch keine Ahnung von irgendwelchen früheren Bedeutungen und gab dem Jungen ohne groß zu überlegen auch die Hand. Vielleicht war er einer der Menschen, die darauf Wert legten. Zählte solch eine Geste zu den Benimmregeln dieser Gesellschaft? Höchstwahrscheinlich ein Fach, in dem die große Magierin nicht gut wäre. Trotzdem guckte das Mädchen kurz verwundert. Erstaunlich, was für eine Wandlung die Bedeutung einer Worte und Gesten schon durchzogen hat. Aber Waffe? Das war doch nur ihr Buttermesser. Ihr Buttermesser war vermutlich sogar noch schärfer als die Waffe, die sie da mit sich herumtrug. Es war mehr eine Antiwaffewaffe. … Moment, hatte sie überhaupt ihre Waffe offen dabei? Oder hatte der Junge ihre Spazierstockünterstützungshilfe als Waffe bezeichnet? Nur, weil sie in einem leicht kämpferischen Ausmaß verziert war. Die junge Frau war zum Glück unwissend und brauchte sich keine Gedanken darüber machen, ob sie ihm nun trotzdem die Hand hinhalten durfte, oder eben nicht. Sie war schon längst bei der nächsten Thematik.
[lila]„Der Name, oder die Magie?“[/lila] Amüsiert kicherte Sinikka und hatte damit ihren schlechten Scherz des Tages. Natürlich bekam Ivy aber auch eine richtige Antwort von ihr: [lila]„Nein, das sagt mir nichts. Ich habe, bis vor kurzem, nur wenig Kontakt zu den Fähigkeiten eines Kräuterkundlers oder Heilers gehabt, oft zu meinem Glück, weil ich von einer Krankheit oder Verletzung verschont blieb. Auch wenn ich das ein oder andere Mal sehr froh darüber gewesen wäre, eine erfahrene Person bei mir zu haben... Es ist doch eine heilende Magie, nehme ich bei dem Namen mal an?“[/lila] Ja, danach klang es irgendwie. Sinikka hoffte, dass sie mit ihrer Vermutung, dass eine Magie mit Heilung im Namen etwas mit Heilung zutun hatte, stimmte, sonst könnte das eben vielleicht peinlich gewesen sein. Zumindest hätte sie ihre Unwissenheit erfolgreich bewiesen.
Was für eine Quest hatten sie hier eigentlich genau? Sinikka war neugierg und hatte bisher nur grob einen Blick erhascht. Vielleicht sollte sie fragen? Sie freute sich auf die Mission und hoffte, dass Ivy auch zufrieden sein würde. Plötzlich fiel dem Mädchen auf, dass sie gerade dabei war ihre eigene Magie vollkommen zu ignorieren. Darum sagte Sinikka noch: [lila]"Ich bin eine The Knight Magierin." [/lila]
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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:10

Diese Magie … Passte wirklich zu Sinikka. Ivy betrachtete sie weiterhin mit aufmerksamen Blick und konnte nicht anders, als all seine Eindrücke mit ihrer Aussage abzugleichen. Natürlich war sie The Knight Magierin. Es hätte ihn überrascht, wenn sie einzig und allein auf magischem Gebiet begabt gewesen wäre, denn wer würde einen so stark wirkenden Körper denn einfach verkommen lassen, wenn man auch eine Magie wählen konnte, welche die natürlichen Stärken hervorhob und wahrscheinlich sogar noch unterstrich? Der Grüne hatte es da leichter, da er keinerlei natürlichen Begabungen besaß und was seinen Körper anging, eher mittelmäßig gut gebaut war. Klar, viele würden ihn für hübsch halten, wo er doch so exotisch aussah und die meisten achteten nicht auf sein Bäuchlein, weil er eine sehr einnehmende Aura besitzen konnte, doch ihm fiel es eben doch auf, weil er es eben gewohnt war, jeden Tag Gelb und Grün im Spiegel zu begutachten. Der Kräuterkundige lächelte bei den Worten der Dunkelhaarigen leicht, um sich nicht ganz unbeliebt zu machen und nickte, als sie ihre Rückschlüsse machte. Mit einem Namen wie Healing Herbs konnte man ja fast davon ausgehen, dass es sich um eine unterstützende Magie handelte, doch er würde ihr das nicht unter die Nase reiben, schließlich war sie sehr nett zu ihm und konnte auch nichts dafür, dass er andere einfach sehr schnell für minderbemittelt hielt. Mit ihren Rüstungen konnte sie ja vielleicht wenigstens dafür sorgen, dass er von keiner Kuh auf die Hörner genommen wurde, da bot es sich doch an, wenn man lieb und freundlich war. „Ja, damit hast du Recht. Ich heile, lindere Krankheiten und flicke Menschen wieder zusammen. Ich kann im Zug auch etwas für dein Bein tun, wenn du das möchtest.“ Er senkte kurz den Blick, um den Übeltäter anzusehen, da die Frau irgendwie ein wenig schief stand und ihm jetzt, wo er nicht mehr so schockiert war, dass er überhaupt auf Quest ging, auffiel, dass sie ihren Fuß nicht belastete … War sie umgeknickt oder hatte sie Probleme mit ihren Bändern? Es war nicht unbedingt so, dass er ihr nun unbedingt helfen musste, aber wenn er schon nur für eine Sache nützlich war, konnte er ihr ja auch gleich seine Behandlung anbieten, schließlich war das sein Job. Ärzte mussten immer handeln, wenn es sich anbot, so würde es zumindest seine Mutter ausdrücken, womit sie natürlich teilweise Recht hatte. Außerdem würde eine gute Tat sicherlich auch dafür sorgen, dass sie ihn noch etwas bereitwilliger beschützte und was wollte er mehr? Sinikka war nicht übermäßig nervtötend und deshalb war er bereit, sie ein wenig kennen zu lernen, jedenfalls soweit es ihre Aufgabe verlangte. Eine Zugfahrt konnte schließlich sehr langweilig werden, wenn man niemanden hatte, mit dem man sich unterhalten konnte. Normalerweise schlief der Griffin in dieser Zeit, aber er war heute sowieso recht spät aus dem Bett gekommen – retrospektiv betrachtet eine sehr blöde Idee, wo er doch deshalb keine ordentliche Quest mehr abbekommen hatte … Aber was sollte man schon machen. „Bist du bereit zum Aufbruch oder musst du noch etwas zusammenpacken?“ Ivy hatte seine Ausrüstung immer dabei, aber er musste ja auch nur einen Beutel mitschleppen, indem sein ganzer Kram Platz hatte ...

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:31

Sie passte zu Sinikka? Es war interessant, wie alle diese Magie mit körperlichen Attributen in Verbindung brachten. Vielleicht lag es daran, dass die Magie sich sehr in diese Richtung lehnte, leider machte das die Magie nicht gerade leichter... Eigentlich würde Sinikka lieber sagen, dass sie minimale Aspekte ihrer Magie beherrscht, aber das verstanden noch mehr Leute falsch. Was konnte sie schon? Bisher nutze sie ihre Magie nur als mobilen Kleider- und Waffenschrank. Das war aber auch der Punkt ihrer Magie, welchen die große Frau am meisten mochte. Bisher hatte sie keine Rüstung gesehen, welche ihr besser vorkam, als dieser Nutzen ihrer Magie. Sie hatte eventuell ein Problem mit Kleidung, so wie sie die sammelte und variierte, aber die Magierin liebte es ihre Sachen parat zu haben und sie zu haben und sie zu sammeln. Das Mädchen konnte sich einfach nicht von solchen Dingen trennen und je eher sie griffbereit waren, desto besser! Sie hatte sogar vor Kurzem erst eine extrem tolle neue Rüstung „gefunden“! Waren die Leute eigentlich enttäuscht, wenn sie nicht in strahlenden Rüstung auftauchte? Sie hatte schöne strahlende Rüstungen, wie die glorreichen Ritter aus den Vorstellungen der Leute, aber die benutzte sie nicht allzu oft. Der Junge hatte ein Problem mit seinem Bäuchlein? Sinikka hatte es bisher wirklich nicht bemerkt, aber sie würde eher über seine Gedanken lachen, als ihn deswegen weniger hübsch zu finden. Wenn störte schon ein kleines Bäuchlein? Sie hatte wirklich Probleme... Sowas sollte sie mehr stören, oder?
Er machte sich nicht unbeliebt und war der Minderbemittelten bisher recht sympathisch, die konnte ja nichts von seinen Gedanken ahnen. Schade, dass die Rüstungen nur bedingt gegen die Hörner der Kühe helfen würden. Was für eine schlechte Magierin war sie eigentlich? Sehr schlecht vermutlich, wenn man sich ansah, dass sie nur billige Paprüstungen und Glitzerrüstungen hatte. War aber mehr als nichts und sie hatte schöne Kleidung! Das machte das total wieder wett und machte sie zu einer Spitzenmagierin! Dafür hatte sie ihre Hände, mit denen sie Kühe aufhalten konnte und ihre Füße. Sie mochte ihre Füße. Sinikka hörte seinen Worten zu und bekam von ihm bestätigt, dass er ein Heiler war. Außerdem hatte er ihr Bein bemerkt, also die Verletzung, nicht das Bein, jenes hatte er hoffentlich schon vorher bemerkt. Das war sehr freundlich von ihm. Die junge Frau war beeindruckt. Fröhlich lächelte sie und meinte: „Das ist sehr nett und das Angebot nehme ich gerne an.“ Er flickte Menschen zusammen und linderte Krankheiten... Sinikka war neugierig, über seine Gabe der Heilung. Ob seine Kunst mit einem Glauben oder irgendwelchen Ritualen verbunden war? Die meisten Heiler hatten ja irgendwelche Spirituellen Wesenszüge. Gehörte Ivy dazu? Es war gut möglich, dass sich später eine Möglichkeit für Fragen dazu ergeben würde, aber jetzt wollte Ivy wissen, ob sie bereit zum Aufbruch war. Sinikka überlegte kurz, was sie alles brauchte und dabei hatte und antwortete dann: „Ich muss auf dem Weg noch Trinken holen oder kaufen, aber sonst bin ich bereit zum Aufbruch.“ Die Quest schien keine besondere Ausrüstung zu erfordern und da das Mädchen sonst alles dabei hatte, konnte es losgehen! Sobald sie Trinken hatte. Das MUSSTE noch irgendwie besorgt werden. Wie stand es um ihn? Hatte er auch alles? Falls ja, könnte es ja losgehen. Ansonsten könnte sie etwas bummeln, wenn sie sich ihr Trinken holen würde. Wenn sie losgehen, würde sie einfach kurz irgendwo etwas kaufen oder so. Man musste ja nicht immer die Hauseigenen Getränkevorräte plündern.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 15:34

„Trinken“ - also Getränke – kaufen und dann ging es auch schon los? Ein unangenehmes Gefühl breitete sich im Magen des Kräutermagiers aus, so als hätte er zuviel gegessen und gleichzeitig extremen Heißhunger. Ein Reißen und Ziehen, wie beim Seilziehen … Zwei Seiten, die in ihm kämpften. Sein Hirn sagte ihm natürlich, dass er sich nicht so anstellen sollte und er niemals über seine Angst hinwegkommen würde, wenn er sich jetzt nicht zusammenriss, doch sein restlicher Körper und seine gesamte Existenz hatten zu einem Schreikrampf angesetzt, der diese vernünftigen Gedanken übertönte. Seinetwegen durfte Sinikka Trinkwasser aus ihrem Schweiß destillieren, in einem langsamen Prozess, der wahrscheinlich Jahre dauerte, bevor sie aufbrachen … Doch natürlich wusste er auch, dass er dieser Quest nicht ewig entfliehen konnte. Er brauchte das Geld, also würde er es auch genau so durchziehen, wie es auf dem Zettel stand. Am Ende entdeckte er ja doch noch seine Leidenschaft für Viehzucht und mietete sich auf seine alten Tage irgendwo einen Bauernhof …! Man durfte sich niemals neuen Pfaden verschließen, sagten es diese coolen Hippies nicht so, die ihre Essgewohnheiten über den Haufen warfen und sich die Haare grün färbten, wenn ihnen danach war? Oh, was sollte er nur tun … Außer sich bei dieser Hünin einschleimen, die ihn vermutlich auch vor einem brünstigen Bullen retten könnte, wenn sie nur wollte. Ivy würde dafür sorgen, dass sie wollte. Mit Sinikka auf seiner Seite konnte ihm nichts geschehen, das musste er sich einfach nur einreden, dann wurde alles gut. Kein Grund zur Panik. Er war ein Magier der Gilde Lamia Scale, die für Professionalität und Tatkräftigkeit bekannt war. Sollte er dafür sorgen, dass die Institution ihn verachtete oder er sooft negativ auffallen, dass man ihn herauswerfen musste, hatte er nicht die nötigen Mittel, um sich über Wasser zu halten. Dann würde man ihn zu seiner Mutter zurückschicken, welche sein Experiment als gescheitert bezeichnen würde. Und dann musste er entweder bis an sein Lebensende alte Leute in Kuhdörfern heilen oder viele kleine Babies bekommen, welche statt ihm arbeiten konnten. Beides grauenhafte Vorstellungen. Also: Augen zu und durch! Oder Augen auf, Hosenka war immerhin eine Großstadt und man wollte nicht zertrampelt werden. „Nach dir bitte. Darf ich dich fragen, wie das mit deinem Bein passiert ist?“ Er wollte nicht zu neugierig sein, aber umfangreiches Wissen über die Verletzungen seiner Mitmenschen half manchmal dabei, die richtige Therapie zu finden. Außerdem war er neugierig.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 20:33

Ja, so sehr der Junge sich eine Verzögerung wünschte, so sehr er sich eine Aufschiebung des Bevorstehenden auch wünschte, Sinikka hatte ihre Sachen meist ebenfalls schon dabei, zu seinem Pech. Ihr fehlten nur ein paar Getränke und sein abenteuerlicher Gedanke war zwar... neu, aber nicht sehr wahrscheinlich, weil... er absolut merkwürdig war?! Das Mädchen wüsste nicht einmal, ob solch ein Vorhaben möglich wäre. Ivy würde diese sonderbare Idee sicherlich nicht aussprechen, weshalb es der jungen Frau mit hoher Wahrscheinlichkeit erspart bleiben wird, über diesen Prozess nachzudenken. Aber es war eine kreative Idee. Hätte Sinikka von seiner Angst gewusst, dann hätten sie ja frischen Saft pressen können! Ivy machte sich sicherlich gut als Farmer oder Bauer! Noch hatte er sich aber als Gildenmagier gut zu machen!
„Nach dir bitte“ war etwas, was Sinikka schon einige Zeit lang nur selten gehört hatte. Zumindest an sich gerichtet. War sie doch mehr gereist, als sie gedacht hatte? Oder sie hatte sich mit keiner „höflichen“ Gesellschaft abgegeben. Wahrscheinlich Beides. Das Mädchen war einen kurzen Augenblick lang überrascht von den Worten und setzte sich dann in Bewegung. Die Frage? Die war nicht zu neugierig und genau richtig. Sinikka war sich nicht sicher was und wieviel sie ihm sagen sollte, aber die Frage war schön offen und verband die Ereignisse geschickt mit Etwas, was sie gerade beschäftigte. Außerdem war es für das Mädchen normal, dass ein Heilkundiger fragen zur Verletzung stellte und sie wollten gerade zu einer Quest aufbrechen. Sinikka hätte vermutlich auch gefragt, auch ohne eine Heilerin zu sein. Nach einer kurzen Überlegung sagte sie: „Ich hatte, bei einem Kampf gegen einen starken Magier, einen Tritt abbekommen und das hat mein Bein nicht gut vertragen. Man hatte das Bein gleich versorgt und es ist bisher, zum Glück, relativ gut geheilt.“ Ja, soweit waren das die Geschehnisse. War es das, was der Junge hören wollte? Sie konnte ja erst einmal seine Reaktion abwarten und dann abschätzen, ob er nur eine knappe Antwort oder mehr wollte. Vielleicht würde er auch weiter nachfragen, aber zumindest wusste er jetzt grob, was dem Bein widerfahren ist. Hauptsächlich wollte sie selbst mehr Zeit zum nachdenken haben, weil sie sich nicht sicher war, was sie sonst sagen sollte. Sie könnte ihm ja im Zug zeigen, wo genau sie getroffen wurde, falls sie das noch auf die Reihe bekam. So sehr dachte man über solche Dinge nicht nach, wenn der Schmerz einem durch den Körper ging und die Gedanken leicht umnebelt sind.
Die Getränke? Zu Ivys Pech waren die wirklich einfach zu besorgen, da es auf dem Weg zum Zug und auch beim Bahnhof selbst mehr als genug Möglichkeiten gab, welche zu erstehen. Vielleicht hatte der Junge mit dem Zug mehr Glück und es war eine lange Zugfahrt. Würde es eine lange Zugfahrt werden? Diese Frage stand für Sinikka noch offen, da sie den Ort nicht mitbekommen hatte und somit keinen Abschätzung der Entfernung möglich war. Das Mädchen hatte nur auf die Aufgabe geachtet. Längere Reisen machten ihr nichts aus, sonst würde sie vermutlich nicht gelegentlich kleine Ausflüge oder Reisen unternehmen. Jedoch wollte Ivy der Quest lange fernbleiben, also war eine längere Fahrtzeit anzuzweifeln. Spielte es überhaupt eine Rolle? Für Sinikka nicht. Die hatte Zeit. Eine andere Quest stand auch nicht zur Wahl und an der Zugfahrtzeit konnten sie auch nichts ändern. Ob es mittlerweile vielleicht sogar schneller und einfacher wäre, wenn Sinikka zum Auftragsort laufen würde? Eventuell wäre es so gewesen, aber ihr Bein sagte zu dieser Frage ganz eindeutig nein. Es war aber gut möglich, dass es wie ein kleiner Spaziergang gewesen wäre. Nun, dass Schicksal stand wohl mehr auf gemütliche Zugfahrten. Erst, als sie schon ein gutes Stück gelaufen waren, fiel der Knightmagierin auf, dass sie vorging und somit die Richtung vorgab. Gut, dass sie ungefähr in Richtung Bahnhof gelaufen war. Ivy hätte sicherlich schon etwas gesagt, falls sie zu sehr vom Weg abgewichen wäre. „Weißt du welchen Zug wir nehmen müssen?“

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 20:47

Von allen Erfindungen, welche die Luft verpesteten, waren sie dem Kräutermagier am liebsten. Man hatte viel Platz, konnte sich entspannen und kam auch noch angenehm von A nach B, ohne sich Blasen zu laufen oder von Räubern überfallen zu werden. Meistens war irgendwo ein Abteil frei, so dass es nicht einmal so oft vorkam, dass man zwischen fette Schläfer und quengelnde Kinder eingequetscht war, weswegen der Griffin dieses Fortbewegungsmittel auch eifrig frequentierte. Seine Mutter zwang ihn, sie mindestens einmal im Monat zu besuchen, also lohnte es sich, die mühsame Strecke zumindest soweit abzukürzen, dass er nicht alles zu Fuß zurücklegen musste. Seine Mama war glücklich, wenn er auftauchte und er war glücklich, wenn er danach noch laufen konnte – somit war allen geholfen. Der junge Mann mit den grünen Haaren schritt hinter der Riesin her, die seit neuestem seine Questpartnerin war und versuchte, sich nicht allzu sehr von der Menschenmasse ablenken zu lassen, die irgendwie zu jeder Zeit auf diesem winzigem Stück Pflaster lagerte und nichts Besseres zu tun haben schien, als ihnen den Weg zu blockieren. Konzentrierte man sich nicht auf einzelne Personen, war es nicht schwer, sie einfach nur als formlose, graue Masse zu behandeln, durch die man irgendwie waten musste, um das Ziel zu erreichen. Ivy schaute zur Anzeigetafel des Bahnhofs hinüber und verzog das Gesicht, als er die Traube davor sah, die an den Andrang im Gildenhaus erinnerte. Auf Sinikkas Frage hin machte er ein paar unsichere Schritte durch die Gegend und schloss dann die Augen, neben einer Säule, um nicht einfach von einen Rollkoffer umgenietet zu werden. Vor dem Geiste rief er sich den Fahrplan ins Gedächtnis, den er jeden Tag mindestens einmal studierte und zeichnete eine ungefähre Route von hier nach West Fiore. Ihr Auftrag würde sie an einen Bauernhof führen, also würden sie wohl so oder so ein Stück laufen müssen und nach dem Weg fragen, da er es allerdings so schnell wie möglich hinter sich bringen wollte und eine unnötig lange Reise zwar seine Nerven beruhigen, ihn aber auch anstacheln könnte, entschied er sich für einen bestimmten Zug und nickte sich selbst zu, bevor er bemerkte, dass er ja gar nichts gesagt hatte. Verlegen rieb er sich die Nase und schaute zu der Schwarzhaarigen hoch. „Wir nehmen den Zug an Gleis 3, der fährt in fünf Minuten. Beeilung.“ Er griff nach ihrer Hand und setzte sich in Bewegung, ohne auf die Geste zu achten, die man darin vielleicht hineininterpretieren konnte. Es war nur schlau, sich in einer Menschenmenge an eindeutige Objekte zu halten, wie etwa die Bahnhofsuhr oder eine riesige Muskelfrau, die ihn davor retten würde, von rüpelhaften Fahrgästen herumgeschubst zu werden. Als er sich durch den Strom an Leuten an den richtigen Gleis manövriert hatte, quetschte er sich an einer dicklichen Frau mit einem riesigen Koffer vorbei, zog an dem Gepäckstück, bis es drinnen war, ignorierte die Dankesworte und suchte ohne weitere Umschweife nach einem Abteil. Das erste war leer, roch aber ziemlich krass nach Zigarettenqualm, das zweite war vollgestopft … Das dritte sah in Ordnung aus. Mit einem Blick nach hinten, um sich zu vergewissern, dass Sinikka nicht abhanden gekommen war, betrat er das Abteil und setzte sich auf die Bank, wobei er seine Tasche neben sich ablegte. „Ist bei dem Tritt etwas gebrochen oder war es ein Muskelschaden?“, fragte er und faltete die Hände im Schoß, während er sie ansah, als würde ihm erst jetzt wieder einfallen, dass er mit einem Kollegen reiste. Dass zwischen ihrer Verletzungserzählung und seiner Antwort schon einige Zeit vergangen war, schien er dabei nicht zu bemerken. Was war auch schon Zeit, wenn man sich auf so viele Dinge gleichzeitig konzentrieren wollte ...

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 22:41

Sinikka fand sich schnell am Bahnhof wieder, wo Ivy schon bald vorgehen würde, nachdem sie kurz stehen geblieben waren, damit Ivy nachdenken konnte. Das war die Reaktion auf ihre Frage gewesen. Er hatte sich neben eine Säule gestellt und war dort in seine Gedanken versunken. Als er wieder aufgetaucht war, nickte er nur und schien mit seiner Entscheidung zufrieden. So sah es zumindest auch und das würde auch zu seinen kurz darauf folgenden Worten passen. Wusste der Junge wirklich den kompletten Fahrplan auswendig?! Also entweder gab sie sich in letzter Zeit sehr häufig mit ziemlich schlauen und merkwürdigen Leuten ab, oder sie war einfach nur blöd. Also Blöd oder Schlau war vielleicht nicht so die richtigen Worte. Vielleicht sollte man sagen normal oder unauffällig. Wobei auch dies einen amüsanten Beigeschmack hatte, war sie doch ganz und gar nicht unauffällig. Ruhig wäre wohl ein gutes Wort, leider gab es auch hier genug Beigeschmack. Sinikka überließ genauere Überlegungen aber denen, die daran Spaß hatten stundenlang darüber nachzudenken. Sie mussten sowieso weiter und Ivy schien sehr erpicht darauf diesen Zug zu bekommen, sonst würde er vermutlich nicht plötzlich ihre Hand greifen und sie „mitziehen“. Wie er sie dabei griff war eventuell etwas falsch oder peinlich, aber das große Mädchen war doch so rau, groß und stark, da hatte sie mit solch Kinderkram bestimmt kein Problem. Sinikka mochte gerne in Fettnäpfchen treten und die der anderen nicht bemerken, da sie durch die Weltgeschichte reist und gerne mal Benimmregeln und Höflichkeitsfloskeln vertauschte und auch so dieses komplizierte Zeug gerne ignorierte, weswegen sie auch ein wenig abgehärtet wurde, aber diese eine Geste war doch irgendwie... ein bisschen unangenehm. Aber damit kam sie klar! Alles würde gut werden, kein Problem. Peinlich berührt blickte sie sich einmal um. So schlimm war es eigentlich nicht, sie stellte sich gerade ein bisschen an. Immerhin hatte er nur ihre Hand gegriffen und, selbst für den Fall, dass es mehr bedeutete, wenn sollte es kümmern? Was wäre, wenn Valerie es zufällig sieht? - Männliche Personen, die Sinikka hier nennen könnte, gab es bisher ja nicht. Aber das Mädchen konnte da auch gut irgendwelche Anbiederungsversuche übersehen haben. Was nicht heißt, dass Valerie solcherlei Dinge tat. - Würde das Mädchen mehr hineininterpretieren und wäre das schlimm? Es war schlimm sich all diese Gedanken zu machen. Weilte sie schon so lange an diesem Ort? Sinikka dachte an ihre Heimat und den vielen Schnee. Den Ort, welchen sie einst Zuhause nannte und ihn trotz der Ferne immernoch gerne nennt. Sinikka bekam Heimweh. Das große Mädchen bekam gerade wirklich Heimweh, durch die Geste von Ivy. Die Leute beachtete die junge Frau garnicht so. Die gingen ihnen schon aus dem Weg, oder man drängelte sich durch. Ivy verhielt sich kurz noch wie ein echter Kavalier und dann waren sie rechtzeitig im Zug. Die ersten beiden Abteile durchging der Junge direkt und beim Dritten blieb er dann stehen. Sinikka war noch nicht abhanden gekommen und folgte ihm in das Abteil. Sollte sie sich vor oder neben ihn setzen? Sinikka setzte sich erst einmal vor ihn auf die andere Bank. Auf seine Frage wusste sie keine richtige Antwort. „Beides. Denke ich. Meine Knochen waren gebrochen und die Muskeln hatten ebenfalls etwas abbekommen.“ antwortete sie ihm, in der Hoffnung, dass er damit zufrieden war. Mit seinen Zusammengefalteten Händen, der Tasche und seiner Frage wirkte er richtig professionell. Sinikka kam die Frage, wie gut der Junge wohl wirklich war. Das etwas Zeit vergangen war merkte das Mädchen nicht. Sie hatte ihm sowieso erst im Zug mehr erzählen wollen. Leider konnte sie ihm nicht viel medizinische Informationen geben. Entweder fehlte ihr das Wissen dazu, oder sie hatte es einfach nicht mehr mitbekommen. Der Zug dürfte mittlerweile schon in Bewegung sein, sie konnte das aber nur fühlen und vermuten, da sie nur auf Ivy und ihr Bein guckte und nicht auf mögliche Fenster im Abteil achtete.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 22:45

Die großen, bernsteinfarbenen Augen des Griffin betrachteten das Bein seiner Partnerin mit unverhohlenem Interesse, während sich die blassen Finger ineinander verschränkten und er nervös über die abgewetzten Sitzbezüge rutschte. Der Zug hatte sich in Bewegung gesetzt und ließ die Kabine leicht wackeln, alle paar Sekunden hörte man das leise Geräusch einer minimal verformten Stelle an den Rädern, wenn sie gegen die Schiene schlug. Das Fenster war hoffnungslos verdreckt, übersäht mit unendlich vielen Fingerabdrücken großer und kleiner Bewunderer der Natur. Die Bäume zogen an ihnen vorbei, weil sie sich schnell und mit einem klaren Ziel vorwärts bewegten – etwas, was man von ihrem Gespräch nicht behaupten konnte. Für Ivy war es unangenehm, mit einem Menschen alleine zu sein, denn so fiel es ihm schwer, sein Gegenüber nicht genauestens zu beobachten. Es war nicht nur ein witziges kleines Talent, dass er den Fahrplan der Züge auswendig konnte, sondern seine Lebensversicherung. Er besaß keine offensiven Zauber, nichts, wodurch er sich im Notfall verteidigen konnte, deshalb war es unendlich wichtig, dass sein Geist selbst die unwichtigsten Informationen speicherte ... Aber manche nannten es auch einfach eine Zwangsstörung, die von seinem ausgezeichnetem Gedächtnis profitierte. Jeder andere Mann hätte sicher irgendwelche Motive gehabt, wenn er das Bein einer doch ganz hübschen Frau begrabschen wollte, doch das Interessante an Ivy war, dass er daran zuallerletzt dachte. Für ihn hatten seine Finger, die bald über die Haut Sinikkas streichen würden oder könnten nichts Sexuelles – nicht einmal, wenn er sich anstrengen würde. Für den Grünen waren die Beine von Frauen nicht attraktiv. Allerdings wäre er auch nicht befangen, wenn vor ihm ein junger Mann sitzen würde. An diesen Dingen war Ivy schlicht nicht interessiert. Er brauchte keine Romantik, um zu existieren, sondern nur Wissen und ausreiched Schlaf. „Das war ein sehr destruktiver Tritt“ , meinte er, in keinster Form fragend, und behielt die Augen auf ihr Bein gerichtet, als würde er mit ihrem Schenkel reden und nicht mit ihr selbst. Das verwandte Gefühl von Vorfreude kehrte zurück und brachte sein Blut in Wallung. Er würde ihr helfen können – war das nicht wundervoll? Er allein hatte die Fähigkeit, ihre Schmerzen zu lindern, weil er einer von wenigen Magiern Fiores war, die heilende Kräfte besaßen, aber das war es nicht einmal, was ihm Trost spendete. Diese Quest würde ihn überfordern, also war es nur von Vorteil, dass er ihr irgendwie zeigen konnte, wozu er fähig war, bevor er zu einem wimmernden Wrack wurde. Der erste Eindruck zählte doch ... "Darf ich?"

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Sa 25 Okt 2014 - 23:18

Die Aufmerksamkeit des Jungen richtete sich auf ihr Bein und er rutschte – nervös? - auf dem Sitz hin und her. Vielleicht war das aber auch nur Einbildung, weil im Zug alles leicht wackelte. Von Ivys Unannehmlichkeiten bekam Sinikka nicht viel mit, aber davon, dass er sich sehr auf ihr Bein konzentrierte. Von einem (oder mehreren) offensiven Zauber allein lies es sich auch nicht leben. … meistens. Überhaupt waren defensive und unterstützende Zauber nicht zu unterschätzen, oder andere Talente. Und damit war nicht die Währung gemeint. Sie versicherte sich ihr Leben auch nicht mit ihrer Stärke. Sie lebte viel mit ihrer Stärke, aber die hatte einen großen - unnützen? - Mitspieler. Doch immer mit der Ruhe, noch war sie gerade einfach die große, starke Hünin und hoffentlich würde sie das noch einige Zeit bleiben. Das verletzte Bein war ihr vorerst genug, viel ändern würde sie trotzdem nicht. Es war dennoch eine gute Möglichkeit ein gemächlicheres Hobby zu suchen. Vielleicht sollte sie Sängerin werden? Sie kam viel rum, in der Welt, nicht irgendwelchen anderen dreckigen Sachen, an die man denken könnte, und es gab so viele schöne Lieder in der Welt verstreut. Mit einer bezaubernden Stimme könnte sie dann eine tolle Bardin werden! Sie könnte berühmt werden und zusätzliches Geld bekommen! Das Zahlungsmittel wäre ein praktischer Nebeneffekt, aber nichts was Sinikka anstreben wollte, besonders nicht auf dem Weg. Das Mädchen hatte relatives Glück was das anging. Ihre Ausgaben waren relativ gering. Sinikka hatte aber auch gelernt, dass es anders kommen kann. Zum Beispiel halb vertrocknet in einer Wüste oder krank in der Wildnis. Doch die Freuden und diese seligen, unvergleichlichen Eindrücke machten all die Reisen und Wanderungen ihre unschönen Seiten wert. Was machte ihre unschönen Seiten das aushalten und übersehen wert? Existierte für Ivy eigentlich gerade noch etwas anderes als ihr Bein? Die Vermutung, er habe einen Röntgenblick, wäre in dieser Situation sehr passen. Es war erstaunlich wie er sich darauf fixiert hatte. Man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass der Junge sich nicht traute oder schämte der Frau in die Augen zu gucken, während er ihr Bein anguckte und berühren würde. Für Personen die Ivy nicht kannten, wie Sinikka als Beispiel, war es immerhin nicht einfach so ersichtlich, dass der Junge keine sexuellen Interessen in dieser Situation hatte. Es gab sicherlich genug Artgenossen, die ein paar Gedanken mehr in dieser Richtung hatten. Hieß nicht, dass die Gedanken sonderlich schlimm wären, zumindest nicht solange man sie nicht unbedingt immer zeigte, aber das sie da sein könnten. Erzählen die Leute. Wobei im Falle dieser Zwei anscheinend sogar so war, dass dem weiblichen Teil der Gruppe eher irgendwelche romantischen oder sexuellen Gedanken zuzuordnen sind, als dem männlichen Teil. Der Junge sagte seine Einschätzung der Verletzung laut und bestätigte dem Mädchen damit, was der Schmerz sie hatte vermuten lassen. Er schien ihr helfen zu können. Das war toll. Leider hatte Sinikka etwas andere Gefühle als Ivy. Während der Vorfreude verspürte, wurde die junge Frau nervös. Sinikka hatte nichts gegen Körperkontakt und war da auch nicht sonderlich zimperlich. Vielleicht lag es daran, dass sie in letzter Zeit soviel alleine unterwegs gewesen war oder daran, dass sie nicht wusste, was gleich passiert. Es war vielleicht ein lustiger Zufall, aber bisher war sie oft an weibliche Ärzte geraten und wenn es dann ein männlicher Vertreter war, meist dann wenn sie nicht so klar bei Bewusstsein war. Oder es lag daran, dass sie sozusagen „Schwäche“ zeigte. Sinikka wusste es nicht und so ganz sicher wo sie hingucken sollte war sie auch nicht, weswegen sie mittlerweile auch ihr Bein anstarrte. „Ja.“ Antwortete Sinikka, als er fragte, und war der Meinung sie sollte noch mehr sagen, doch vorerst blieb sie still und guckte gespannt, was Ivy nun tun würde. Ob er im Gegenzug auch erwartete, dass sie ihm zeigte, wozu sie fähig war und was für Fähigkeiten sie hatte? Noch konnte das Mädchen ja noch nicht ansatzweise erahnen, wie hart die Quest für Ivy werden könnte und auch davon, dass er versuchte vorher noch einen guten Eindruck zu hinterlassen, hatte sie bisher nichts gemerkt. Er schlug sich recht gut und sie würde keine berühmte Sängerin werden, auch wenn es sicherlich ein schönes Hobby wäre.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 8:25

Für Ivy war es nicht so leicht herauszufinden, was eine Person vor ihm dachte oder wollte. Seine herausragende Beobachtungsgabe verriet ihm viel über das Leben seines Gesprächspartners und manchmal schaffte er durch kluge Rückschlüsse sogar einen Blick hinter dem Vorhang ihrer Geheimnisse, doch die Untiefen des menschlichen Charakters würden dem Grünen wohl immer ein Rätsel bleiben. Als die anderen Teenager in seinem Heimatdorf angefangen hatten, Interesse am anderen Geschlecht zu entwickeln – und auch an ihm – hatte ihn das restlos überfordert, denn er konnte es sich einfach nicht erklären. Eine andere Person sollte soviel Gefallen an seinem Gegenüber finden, dass körperliche Reaktionen daraus sprossen? Es erschien ihm einfach falsch und merkwürdig, manchmal sogar erschreckend schmutzig und ekelerregend. All diese Keime, all diese Unordnung und der komplette Verlust der Kontrolle – wie konnte irgendjemand etwas Derartiges nur genießen? Heute hatte er eine etwas lockere Einstellung zu diesen Angelegenheiten, wusste über sie Bescheid und hatte eigene Erfahrungen gesammelt, aber wenn er ehrlich war, konnte er noch immer nicht die Faszination entdecken, die seine Mitmenschen antrieb. Wahrscheinlich hatte das etwas mit seiner Unfähigkeit zutun, andere zu verstehen. Es war so leicht, eine Pflanze anzusehen und zu wissen, was man tun musste, um ihre Perfektion zu wahren. Manchmal musste man ein Blatt kappen, damit der Rest weiterleben konnte, oder einen ganzen Ast, doch Menschen hatten die lästige Angewohnheit, Schmerzen allzu schlecht zu vertragen. Man konnte sie nicht so einfach formen und darauf bauen, dass sie einfach in die gelenkte Richtung wuchsen, denn die meisten veränderten sich dann in vollkommen ungewollte Richtungen oder weigerten sich schlicht, an ihren Fehlern zu wachsen. Ivy betrachtete Sinikka für einen Moment, nachdem sie ihr Einverständnis gegeben hatte und beugte sich dann nach unten. Seine Hände umschlossen sanft ihren Knöchel und hoben das lange Bein an, bis er es auf seinen Schoß legen konnte. Mit unbeweglichem Blick glitten die Kuppen seiner Finger über ihre Haut und erfühlten die Textur, als wollte er sie studieren, damit er sie auf molekularer Ebene kopieren konnte. Nach einer gründlichen Untersuchung griff er in seine Tasche und holte ein kleines Flächschen heraus, das er mit den Zähnen entkorkte, weil er mit der freien Hand ihr Bein am Abrutschen hinderte. „Du siehst nicht aus wie jemand, der auf so einfache Quests geht“, meinte er und spuckte vorher den Deckel auf den Sitz. Ein wohlriechender Duft nach ätherischen Ölen breitete sich im Abteil aus, als er etwas von der Flüssigkeit auf seine Fingerkuppen träufelte und damit begann, sie in die Muskeln ihres Beines einzumassieren, so unbewegt, als würde er ein Schnitzel panieren. Das Mana, welches er einfließen ließ, würde ihre Schmerzen lindern, etwaige Verkrampfungen lösen und sie wieder etwas fester aufsteigen lassen, wenn er fertig war. „Hast du Erfahrung mit … Bauernhoftieren?“ Seine Hand schien sich beim letzten Wort leicht zu verkrampfen, doch das konnte man auch auf das sanfte Ruckeln des Zuges schieben ...

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 12:21

Ivy nahm ihr Knöchel und die anfängliche Nervosität des Mädchens nahm schnell ab. Ein wenig blieb sie jedoch auch weiterhin bestehen. Sie mochte das Gefühl, wie er sanft ihr Bein nahm und dann anfing über ihre Haut zu streichen. Sie war sich nicht hundertprozentig sicher, aber sie war ziemlich überzeugt davon, dass das normal war. Jeder mochte sowas! Jeder, den sie kannte und in den Geschichten und Büchern auch. Hoffentlich würde der Junge nicht all zu schnell fertig werden. Quests... Sinikka schnupperte ein bisschen, was für einen Duft die Öle verbreiteten und sagte dann: „Ich sehe nicht so aus? Oh, vielen Dank.“ Amüsiert grinste sie. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so aussehe, als würde ich eigentlich auf höhere Quests gehen.“ Sie hatte seine Aussage als Kompliment gesehen. Man musste ja nicht alles schwarzmalen und negativ sehen, auch wenn man das bei seiner Aussage durchaus konnte. Außerdem klang es auch nicht negativ, also freute sich das Mädchen über das Kompliment, auch wenn sie erst nicht so recht verstand, woran der Junge das ausmachte. Sinikka blickte kurz zur Decke und meinte dann: „Eigentlich könnte ich mal eine schwerere Quest machen, aber bisher haben sich immer solche Quests hier ergeben, bei denen nette Leute dabei waren. Man könnte sagen, die Quests sind bisher auf mich zugekommen.“ So sehr hatte das Mädchen noch nicht darüber nachgedacht, aber wenn sie sich ihre bisherigen Quests ins Gedächtnis rief, so hatte sie bisher noch nur eine indirekt selbst ausgesucht. Eine hatte sie, wenn ihr Gedächtnis sie nicht täuschte, vom Gildenmeister bekommen, die nächste war ihr empfohlen worden... und am heutigen Tag, da war die Auswahl knapp bemessen gewesen und sie hatte ein noch nicht so richtig verheiltes Bein. Und jedes mal waren es einfachere Aufgaben gewesen, mit netten Leuten. Eine ziemlich interessante Reihe an Zufällen. Wie groß wohl die Chance war zufällig mit einem Heiler zusammen loszuziehen, nachdem man sich in einem seltenen S-Rang Examen verletzt hatte?! Während Sinikka über das Schicksal nachdachte und auf ihr Bein achtete, stellte Ivy die nächste Frage. Ihr Bein fühlte sich besser an und der Junge hatte anscheinend nicht zuviel versprochen, als er meinte er sei ein Heilkundiger. „Solange dieser Bauernhof nicht etwas speziellerer Art ist und Bären, Kamele und Raben beherbergt, leider nicht.“ Das Mädchen machte eine kurze Pause und fügte dann hinzu: „Außer mit Pferden und Schweinen. Ich reise öfter und Pferde sind da eine beliebte Möglichkeit die eigenen Füße baumeln zu lassen oder Gepäck mitzunehmen. Aber es ist schon einige Zeit her, dass ich so mit Pferden zutun hatte. Ich fürchte also, Erfahrung und Wissen werden bei mir sehr begrenzt vorhanden sein.“ Das sie höchstens Erfahrung mit anderen Dingen, wie dem Verzehr hatte, lies Sinikka lieber erstmal weg. Sie hatte nicht unbedingt das Gefühl, dass es für die Quest wichtig war und sonderlich mädchenhaft klang. Sie wollte es wirklich nicht erzählen, eventuell nicht primär, weil es nicht mädchenhaft war, sie wollte es einfach momentan nicht. Er musste ja nicht alles über sie wissen. Das er kurz verkrampfte merkte Sinikka sehr deutlich. Sie hatte auf seine Hand geachtet, aber sie hatte keine Ahnung, was die Reaktion ausgelöst hatte. Das Mädchen versuchte garnicht erst sich eine Antwort zusammenzureimen und achtete weiter auf die „sachte“ Berührung seiner Finger. Er mochte es sehr... unbewegt und nicht sonderlich zart machen, aber es fühlte sich dennoch gut an und entspannte. Auch das Öl trug seinen Teil bei und schien sogar gut zu wirken. Sinikka wünschte sich eine Massage oder das jemand sie kraulen oder streicheln würde! Ob Ivy eventuell...? Das Mädchen lies sich nach außen hin möglichst nichts anmerken, ein bisschen peinlich war ihr das schon. Aber sowas wäre jetzt so toll...! Innerlich seufzte das Mädchen. „Hast du Erfahrung mit ihnen?“ fragte Sinikka. Je nach Aufgabe wären ein wenig Erfahrung und eine kleine Erklärung sehr gut. Es war eine Möglichkeit die Tiere einfach zu nehmen und zum gewünschten Ort zu bringen, doch das Mädchen zweifelte daran, dass dies Sinn der Sache sein würde.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 12:53

Ob Ivy Erfahrung mit Pferden hatte … Na ja, das kam ganz darauf an, wie man diese Sache definieren wollte, oder? Negative Eindrücke hatte er zur Genüge sammeln können, bei den positiven verhielt es sich etwas spärlicher. Der Grüne wusste, wie man sich um Nutztiere kümmerte, was man ihnen füttern durfte und hatte auch eine grundlegende Ausbildung darin, sie vor einen Wagen zu spannen, doch all seine Erinnerungen wurden eben dadurch überschattet, dass die Viecher, die er betreut hatte irgendwie blutrünstiger waren, als Grasfresser es sein sollten. Er rutschte unangenehm berührt auf dem Sitz herum und vermied Augenkontakt, so dass es sicherlich für einen Moment etwas seltsam aussah, wie er ihre Zehen anstarrte, ehe er auch diese losließ und sich die Ölrückstände an einem Tuch abwischte, das er aus der Hosentasche zog. Man wollte sich ja nicht ins Gesicht fassen und wie eine Speckschwarte glänzen. Nachdem er wirklich jeden Mililiter der Substanz entfernt hatte und sich gar nicht gründlicher putzen konnte, ohne zwanghaft zu wirken, blickte er letztendlich auf und verzog leicht die Lippen, auf der Suche nach einer guten Art, die nächsten Worte zu formulieren, ohne wie ein Volltrottel zu wirken. „Ich stamme aus einem kleinen Dorf in den Bergen. Meine Mutter und ich haben dort Kräuter angepflanzt und die Einwohner medizinisch versorgt. Wir hatten ein Pferd. Man könnte sagen, dass ich mich mit Nutztieren auskenne...“ Seine Stimme driftete ab und er fasste sich in die Haare, zwirbelte eine der Strähnen zwischen den dürren Fingern und kratzte sich dann verlegen am Hinterkopf. „Es war alt und dement und hat ständig versucht, mir die Haare vom Kopf zu fressen. Deshalb habe ich eine etwas … komplizierte Beziehung zu Tieren dieser Art. Aber da wir sie anscheinend einfach nur in den Stall bringen müssen, komme ich damit schon klar.“ Er sagte das eher, um sich selbst zu bestätigen, lächelte jedoch und sank ein wenig zurück, froh darüber, endlich das Thema vom Tisch zu haben. Noch wusste er nicht, wie er darauf reagieren würde, wenn er wirklich vor einer Kuh stand, aber mittlerweile hatte er ein wenig Mut gefasst – und das war sicherlich besser als nichts.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 13:03

Ein wenig verzögert kam die Antwort, dass Ivy Erfahrung hatte. Nur leider nicht sonderlich erfreuliche. Das erklärte auch etwas, warum er so lange mit der Antwort gewartet hatte. Sinikka wollte ihn nicht zu irgendeiner Antwort drängen, weshalb sie einfach nur still dagesessen und gewartet hatte. Erst hatte sie vermutet, er würde nicht antworten wollen, weil er so nervös gewirkt hatte. Er war sehr gründlich, oder nervös. Was es auch war, seine Hände wurden sauber und Sinikka hatte in der Zwischenzeit Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie sehr Ivy sich eigentlich um ihr Bein gekümmert hatte. Außerdem berührte er gerade ihre Zehen. Ihr Bein fühlte sich definitiv besser an, aber momentan benutzte sie es auch nicht, also stand die Hauptprüfung noch bevor. Sollte sie das Öl jetzt eigentlich so lassen? Die Frage geisterte in Sinikka Kopf umher, aber zuerst galt es der Antwort ihres Questpartners zuzuhören. Die junge Frau konnte sich ein Schmunzeln und ein kurzes Kichern nicht verkneifen. Ein bisschen amüsant klang das schon, auch wenn sie verstand, dass es für den Jungen sicherlich nicht sonderlich toll gewesen war. Sinikka wäre sicherlich nicht erfreut gewesen, wenn ihr sowas passieren würde. Sie mochte ihre Haare und ihre Laune macht einen Sturzflug, wenn man sich an ihnen vergreift. Ob sie dem Jungen eine schöne Blume für seine Haare geben sollte? Das sähe bestimmt toll aus. Das Mädchen stellte sich vor, wie Ivy ein schönes Blümlein in seinem Haar hatte und ihr gefiel der Gedanke. Eventuell sollte sie es ihm wirklich kurz anbieten? Nur ganz kurz? Aber besser nicht direkt jetzt, dass beurteilte Sinikka als sehr kontraproduktiv. Ihr Ausdruck wurde Ernst und sie meinte, jegliches Schmunzeln aus ihrem Gesicht verschwunden: „Ja, das wird sicherlich gehen.“ Es war fast schon erschreckend, wie ernst sie das sagte, nach ihrem Kichern. „Und die Haare werden auch keinem vom Kopf gefressen.“ Sinikka hatte zugesehen, wie Ivy erleichtert zurückgesunken war und blickte, nachdem sie ausgeredet hatte, ihr Bein an. Der Ernst war wieder verschwunden und das Mädchen fragte unwissend: „Soll ich das Öl so lassen?“ Okay, wenn nicht hätte Ivy sicherlich etwas gesagt oder gleich weggemacht oder so. Also formulierte Sinikka ihre Frage etwas um: „Soll ich das Bein erstmal frei lassen oder so?“ Sinikka hätte es auch einfach so lassen und warten können, aber irgendwas sagte ihr, sie würden bald da sein und beim Aussteigen zu fragen wäre sicherlich hektisch. Wo sie so über das Öl nachdachte... Ob es wohl Flecken in der Kleidung hinterlassen würde, falls es in Kontakt kommen würde?! Öl hinterlies doch gerne Flecken! Aufjedenfall glänzte es schön. Hahahaha. Sinikka lachte gedanklich, weil ihr gerade auffiel, dass ihr Bein gerade geölt worden war, wie sie es sonst mit ihren Rüstungen tat. Zum Glück bekam niemand ihre Gedanken mit. Sowas war ja schon peinlich... Schlechter Witz, aber wahr. Sie blickte von ihrem Bein auf und wandte Ivy ihren Blick zu. Lächelnd sagte sie: „Ich danke dir.“ Was wohl hinter der Ivy und den Nutztieren steckte? Er war ziemlich nervös gewesen und hatte ja auch selbst gesagt, dass er eine komplizierte Beziehung zu ihnen hat. Würde Ivy nichts sagen, so würde es nun vermutlich still werden, bis sie den Bahnhof erreichten. Wielange war das eigentlich noch hin? Auch egal. Abwarten und Tee trinken. Sinikka trank einen Schluck und bot Ivy mit einer stummen Geste ebenfalls etwas an. Sinikka hatte immer zwei Trinkgefäße dabei. Der Höfflichkeit halber. Und weil es sicher auch noch einen weiteren praktischen Grund dafür gab.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 13:04

Nach etwas Bonding-Time zwischen Sinikka und Ivy, bei dem medinzinische Ratschläge und eine Teetasse bedeutende Rollen spielten, kam der Zug irgendwann zum Stillstand und spie neben einer kleinen Zahl an Bauern auch die beiden Magier aus. Der Bahnhof war bedeutend kleiner als der, den man in Hosenka Town bewundern konnte, doch das war ja auch nicht erstaunlich, schließlich befanden sie sich hier ja doch eher in einem Kaff … Abgesehen von den Gleisen, die in immer gleichen Schlangenlinien durch die grünen Auen West-Fiores gebaut worden waren, gab es an ihrem Ankunftsort nur das Bahnhofsgebäude mit einer großen Uhr und einige Häuser zu sehen, die jeweils einen eigenen Stall unterhielten. Das fruchtbare Flachland Fiores erlaubte einen Blick über viele Kilometer hinweg und es war grün bis zum Horizont, bis auf ein paar blaue Flecke, die Flüsse oder Seen darstellen mussten. Etwas östlich konnte man die Silhouette eines großen Waldes ausmachen, der, wie Ivy wusste, einige wertvolle Kräuter beherbergte, aber heute waren sie nicht für die Gartenarbeit von Mutter Natur hier, sondern um einem Bauern unter die Arme zu greifen, der Hilfe bei seinem Vieh brauchte. Als die beiden von ihrem Gleis in das gemütliche Dörfchen schritten, konnte man bereits das frische Heu und die Tiere riechen, wie es eben bei Landluft so war, und einige schwer arbeitende Feldarbeiter beackerten zusammen mit einem Pferdepflug eine Parzelle links von ihnen. Ivy betrachtete das Ganze nur flüchtig und legte eine Hand auf seinen Magen, der sich zu einem zentnerschweren Koloss verdichtet hatte und ihn davon abhielt, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Sie mussten irgendwie ihren Bauer finden, wahrscheinlich wäre es am Einfachsten, sich bei den Leuten umzuhören, die den Grünhaarigen und die riesige Frau aus verwunderten und leicht misstrauischen Augen anblickten, aber gerade war die Angst vor den Nutztieren so groß, dass der Griffin befürchtete, er würde etwas ganz anderes als Worte aus seinem Mund kommen lassen, wenn er nun ein ernsthaftes Gespräch führen musste. Am Rand des Weges, der vermutlich zu den größeren Höfen im Umkreis führen sollte, stand eine Frau mit blonden Flechtzöpfen und freundlicherem Gesicht, die einen Strauß frischer Blumen auf dem Arm hatte und bemerkte wohl die veirrten Blicke der Magier, denn sie kam direkt auf sie zu und betrachtete Ivy mit neugierigen Augen, schließlich erlebte man einen gelbäugigen Grünhaarer nur selten … „Was hat euch denn hierher verschlagen?“ Sinikka, übernehmen Sie!

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 14:13

Sie kamen wirklich kurz darauf am Zielort an und verließen den Zug am Bahnhof. Man konnte leicht erkennen, dass sie sich hier in einer ländlichen Umgebung befanden. Der Bahnhof war simpel gehalten, Bauernhöfe und Felder zierten die Landschaft und überall sah man Bauern, die auf ihre Tiere aufpassten oder sich um die zahlreichen Felder kümmerten. Ivy blieb, nachdem sie den Zug verlassen hatten, ziemlich still und war irgendwie in Gedanken vertieft. Ob er an seine Heimat dachte? Sinikka vermutete es, schließlich hatte der junge Herr etwas in diese Richtung erwähnt. Er hatte auch etwas mit Tieren erwähnt, aber bisher ahnte Sinikka noch nicht, das Ivy so ein großes Problem mit den Nutztieren hatte und der Junge gerade versuchte sich zusammenzureißen. Die verwunderten und misstrauischen Blicke konnte man schwerlich übersehen, aber Sinikka machte sich nicht viel daraus. Solche Blicke bekam man öfter, wenn man fremd in einer Gegend war, besonders in den ländlichen Gegenden. Dennoch war es jedesmal ein eigenartiges Gefühl. Es verdeutlichte einem irgendwie, dass man nicht dazugehörte. Wusste Ivy eigentlich wo der Bauer war? Bei ihrem kurzen Blick auf den Questzettel hatte sie nichts dazu gesehen. Das Mädchen blickte den Jungen an und sah, dass es ihm anscheinend doch schlechter ging, als vermutet. Dabei hieß es doch immer, Landluft tue gut. Leider war er der Heilkundige hier. Welch eine Ironie, der Heilkundige hielt sich den Bauch und hatte Probleme. Das Grünhaar tat der Knightmagierin leid. Hoffentlich würde es sich bessern. Sinikka grübelte, was man für Ivy tun könnte. Das Klischee einer dörflichen Frau kam in der Zwischenzeit auf sie zu und sprach sie an. Da die Frage an Beide gerichtet war, antwortete Sinikka, auch wenn die blonde Frau Ivy anguckte: „Wir sind hier um einem der örtlichen Bauern unter die Arme zu greifen und beim eintreiben der Herde zu helfen.“ Helfen zu wollen war immer gut! Die Frau blickte auf zu der Schwarzhaarigen und nach einem kurzen, nachdenklichen Blick sagte sie: „Ah. Dann seid ihr sicherlich wegen Kusanno hier. Vier Kinder mit seiner Frau zusammen und plötzlich haut sie ab. Ich wusste garnicht, dass er sich Hilfe gesucht hatte.“ Sie fing an zu Plaudern und hätte sicherlich eine Weile lang alles mögliche erzählt, aber bevor sie richtig ins Tratschen geraten konnte unterbrach Sinikka sie, als sie gerade mit einem Satz endete und fragte freundlich: „Ja, man hat uns erzählt es wäre ziemlich tragisch für ihn und er bräuchte jetzt Hilfe. Kannst du uns bitte sagen wo wir Kusanno finden können?“ Der blonden Frau zeigte in die Landschaft und antwortete: „Oh. Er lebt... lebte mit seiner Frau in dem Bauernhof da hinten.“ Sie wandte sich einem abgehenden Weg zu und setzte fort: „Folgt einfach dem Weg da.“ Sie guckte wieder neugierig Ivy an und nach einem kurzen Moment der Überlegung fragte sie: „Sind deine Haare normal so, oder ist das ein Stadtding?“ Oh, dass konnte Sinikka nicht genau beantworten und es war nicht an sie gerichtet. Die Frage war aber, ob Ivy antworten wollte, in seinem Zustand. Die Schwarzhaarige blickte den Jungen an und guckte, ob er antworten würde, ansonsten würde sie einfach für ihn sagen, dass es kein Stadttrend war und davon ausgehen, dass es normal ist. Als die Frage beantwortet war und sie weiter zum Bauern gingen, überlegte Sinikka, wie sie wohl mit Flechtzöpfen aussehen würde. Um eventuell die Stimmung etwas aufzuhellen fragte sie den grünhaarigen Jungen amüsiert: „Was meinst du, wie sähe ich wohl mit solchen Zöpfen aus?“

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 15:52

Obwohl sie für Ivy nie eine große Sache gewesen waren, sahen andere ihre Haare da ganz anders. Die Zivilisation hatte dem Grünen gezeigt, dass manche Leute sich von unnatürlichen Farben abschrecken ließen, darauf konservativ reagierten oder sogar annahmen, er sei ein Punk oder etwas Derartiges, was natürlich nicht auf den unschuldigen und liebenswürdigen Kräutermagier zutraf. Mittlerweile schüttelte er es nur noch mit einem müden Schulterzucken ab, wenn man auf seine Haarfarbe zu Sprechen kam und erklärte, dass es so wuchs, wie es nun einmal wuchs. Da er sich für niemanden hübsch machen musste oder wollte, hatte er bisher auch noch nicht die Nötigkeit gesehen, es zu färben, also zog er eben die Blicke seiner Mitmenschen auf sich und versicherte ihnen in ewiger Höflichkeit, dass er nicht vorhatte, mit Molotovcocktails um sich zu schmeißen und nach Anarchie zu grölen … Oder was auch immer Menschen mit farbigen Haaren in den Köpfen solcher Leute wohl tun sollten. Dafür war er sich nicht nur zu fein, sondern auch zu faul. Außerdem gehörte er einer Gilde an, die für Professionalität und ernsthaftes Vorgehen berühmt war, wieso sollte er den guten Ruf seiner Geldquelle also zerstören wollen, das ergab doch gar keinen Sinn … Nun, Menschen ergaben allgemein keinen Sinn, doch darüber wusste der Griffin ja schon Bescheid. Nachdem sich seine Magenschmerzen wieder etwas beruhigt hatten, verabschiedete er sich von ihrer Informantin und erläuterte ihr kurz, dass alles an seinen Haaren natürlich war, ehe er mit Sinikka im Schlepptau besagtem Weg entlangschritt. Er hatte davon abgesehen zu verdeutlichen, dass er sicherlich kein Stadtkind war, denn um ehrlich zu sein gefiel es ihm sogar etwas zu gut, dass man ihn nicht mit Kuhdörfern und Wäldern identifizierte, immerhin gab er sich ja auch große Mühe, wie ein zivilisierter junger Mann zu wirken. Selbstverständlich würde er seine Heimat und seine Wurzeln immer in Ehren halten, hatte aber eben auch nichts gegen ein wenig Selbstständigkeit. Auch wenn diese ganze Sache ihn nicht wirklich von dem Horror der Tiere ablenken konnte, die er bald treffen würde, schaffte er es immerhin genug Selbstvertrauen zusammenzukratzen, um nicht ganz so Elend auszusehen wie er sich innerlich fühlte. Während die Kieselsteine der unbehauenen Straße unter ihren Sohlen knirschten, stellte Sinikka ihm die Frage, wie er sie mit den Zöpfen ihrer Kontaktperson sah, worauf der Kräutermagier sie von der Seite betrachtete. Seit wann war er ein Experte für Frisurangelegenheiten? Sollte sie da nicht jemanden fragen, der sich damit besser auskannte? Gelbe Augen huschten über die schwarzen, glatten Haare der großen Frau neben ihm und er runzelte die Stirn, da er nicht so recht wusste, was sie hören wollte. War das ein versteckter Versuch, ein Kompliment abzugreifen? Frauen taten das manchmal … Aber dafür war es ja fast schon zu direkt und wieso sollte sie Schmeicheleien von ihm brauchen, das war irrsinnig. „Die Kindlichkeit einer solchen Frisur würde einen seltsamen Kontrast zu deinem weiblichen Körper herstellen, findest du nicht?“, meinte er also, die Diplomatie in Person, und richtete seinen Blick dann wieder auf den näherkommenden Bauernhof, der sich mit jedem Schritt bedrohlicher in seine Gedanken schob. Von ihrem Standpunkt aus konnte man die riesige Weide mit den verstreuten Kühen sehen, die offenbar Ärger machten und sich weigerten, den Stall zu betreten. Woran das wohl lag? Ivy machte sich eine mentale Notiz, sich das Gebäude genauer anzusehen und bereitete sich innerlich darauf vor, mit dem Bauern zu sprechen, der seinen Tieren wahrscheinlich positiver gegenüberstehen würde als der Griffin es jemals schaffte. Er war vermutlich emotional, ein Wrack, weil seine Frau ihn verlassen hatte, deshalb musste er mit … Gefühlen … umgehen, was fast so schlimm und mit Sicherheit nicht weniger bedrohlich als seine Kühe sein würde. Leider konnte man sich seine Auftraggeber aber nicht immer aufsuchen, also blieb ihm nur übrig, sich die Quest so schnell wie möglich vom Hals zu schaffen … Ob Sinikka einen ähnlichen Elan aufwies, oder war sie nun beleidigt, weil ihr in Ivys Augen keine Zöpfe standen?

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 16:28

Keine große Sache? Wie konnten Haare nur keine große Sache für den grünhaarigen Jungen gewesen sein?! Sinikka mochte ihre Haare, aber anscheinend waren sie für das Mädchen ebenfalls keine große Sache, denn sie hatte Ivy bisher nicht danach beurteilt. Und die Vorstellung, Ivy würde grölend mit Molotovcocktails werfen war eher lustig als realistisch. Vielleicht tat er es, aber trotzdem war die Vorstellung irgendwie absurd. Sinikka war schließlich auch keine gelenkige, starke, eiskalte Kämpferin. Das war doch beweiß genug, dass die Haare nichts aussagten! Ivy hatte mittlerweile wieder die Kraft alleine zu antworten und so schwieg das Mädchen und ließ den Jungen selber antworten. Es waren wirklich normale Haare mit einer normalen Haarfarbe. Sagte er zumindest und Sinikka war dazu geneigt ihm das auch zu glauben. Mit dem zivilisierten Herrn an ihrer Seite ging das große Mädchen den gezeigten Pfad entlang, hin zum Ort, wo sie ihre Quest erledigen würden. Aus vollkommen unerklärlichen Gründen sah die schwarzhaarige Knightmagierin die Weide und die darauf verstreuten Kühe. Es ging also um Kühe, die sich weigerten in den Stall zu gehen? Kühe waren toll! Ob sie wohl etwas Milch zum trinken kriegen würden? Sinikka hätte gerne etwas Milch zum Trinken. Vielleicht sollte sie beim Bauer mal nachfragen. Nach fertig erledigter Arbeit natürlich erst! Doch bevor sie überhaupt irgendwas bei der Quest machen würden galt es auf die Antwort von Ivy zu reagieren. Eigentlich hätte Sinikka ahnen sollen, dass so eine Frage den Jungen in Verlegenheit brachte. Woher sollte er auch wissen, dass die Frage nicht ganz ernst gemeint war und sie weder ein Kompliment wollte, noch einfach so beleidigt sein würde? So hatte sie eine ziemlich interessante Antwort bekommen. Es war interessant, wie diplomatisch und möglichst vorsichtig er seine Worte gewählt hatte. Das Mädchen musste schmunzeln und sagte:" Ich hoffe du hast recht, Ich bevorzuge eigentlich andere Frisuren, falls ich meine Haare nicht einfach offen trage. Ich fand die Vorstellung, so einer Frisur bei mir, aber relativ lustig." Sie sollte keine Witze erzählen oder Scherze machen... Vor ihnen lag die Weide und der Stall. Was wohl das Problem war? Vielleicht rannten die Kühe auf der einen Seite raus, während er versuchte die anderen einzutreiben. So schnell wie möglich wollte Sinikka sich die Quest nicht vom Hals schaffen, aber ein bisschen Elan wies sie auch auf. Wenn das Glück ihnen hold war, ...hahahaha..., war ihr Auftraggeber nichtmal so unglücklich und emotional zerstört. Konnte ja gut sein, dass seine Frau zum Ende der Beziehung hin nicht mehr so liebenswert war. Ausschließen konnte man es nicht und im schlimmsten Fall musste man ja nur die Tiere in den Stall treiben und nicht den Auftraggeber. Es blieb abzuwarten und würde sich in den nächsten paar Sekunden offenbaren, denn sie standen vor dem Gebäude und der erwähnten Person.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   So 26 Okt 2014 - 22:08

Bevor sie hier noch Jahre vor der Tür standen, weil Ivy Probleme mit dem Mutfassen hatte und Sinikka auf den Sankt Nimmerleinstag wartete, fasste sich der Kräuterkundige letztendlich doch noch ein Herz und betätigte die Klingelvorrichtung des Hauses, welche man gedämpft durch die Holztür im Inneren des Gebäudes klimpern hörte. Die beiden Magier mussten sich ein paar Sekunden gedulden, bis sie beobachten konnten, wie sich ein Schatten durch das Erdgeschoss bewegte und schließlich jemand die Tür öffnete, der jeden emotional behafteten Menschen wahrscheinlich so Leid getan hätte, dass man ihn erst einmal in den Arm nehmen musste. Sinikka und Ivy hatten einen Mann mittleren Alters vor sich, der noch immer einen Pyjama trug, unrasiert war und seine Haare wohl schon seit Tagen nicht mehr richtig gekämmt hatte. Gelbe Augen wanderten über Augenringe und deren gerötete Ränder, betrachteten den leichten Tremor in den Händen, welche die Tür berührte und empfanden fast soetwas wie Mitleid beim Blick der verweinten Augen, die für einen kurzen Moment lang erwartungsvoll blickten, ehe sie mitsamt dem Körper ihres Auftraggebers zusammensanken. Der Griffin runzelte leicht die Stirn, weil er mit einem weniger mitleiderweckendem Bild gerechnet hatte – oder etwas in diese Richtung zu hoffen gewagt hatte – doch da man das nun auch nicht mehr ändern konnte, beließ er es bei einem Seufzen und hob die Hand mit seinem Gildenzeichen, was immerhin das Interesse dieses Häufchen Elend vor ihm erweckte. „Oh … Ihr seid die Magier … Ich bringe euch ...“ Er klang, als hätte er mit Reißnägeln gegurgelt und wandte sich von ihnen ab, was Ivy als Einladung ansah, also folgte er dem deprimiertem Kerl in das Innere des hübschen Bauernhauses, indem einmal eine Familie mit vier Kindern gelebt hatte, doch jetzt war es leer und leblos. Wieso hatte diese Frau ihn eigentlich nicht einfach rausgeworfen … wäre das nicht einfacher gewesen, als mit dem ganzen Nachwuchs zu fliehen? Natürlich würde er nichts in diese Richtung erwähnen, doch man kam ja ins Nachdenken, wenn es nichts Interessantes zu sehen gab als ein paar gemütlich wirkende Holzmöbel. Der Bauer führte sie quer durch das Haus hindurch zur Hintertür, welche er aufstieß, um dann ohne über Schuhe nachzudenken auf den Kies zu treten und mit dem Arm auf die Koppel zu zeigen, auf der völlig unbehelligt etwa ein Dutzend Kühe vor sich hingrasten. Ivys Magen machte einen Purzelbaum, doch er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und die Tiere so lange wie nur irgendwie möglich zu ignorieren. „Sie wollen einfach nicht in den Stall ...“ Nun, das war ja schon in ihrer Questbeschreibung gestanden, nicht wahr? Die Stalltür war jedenfalls deutlich zu erkennen und auch weit geöffnet, nur schienen die lieben Rinder viel mehr Interesse an dem saftigem Gras zu haben als daran, sich dort hineinzubequemen. Tja … Der Griffin würde auch die frische Natur einem stinkigem Stall vorziehen … Plötzlich reichte der Bauer ihm einen Eimer, gefüllt mit irgendwelchen Kräutern, die so klein geschnitten waren, dass nicht einmal er sie erkannte. „Das ist ihr Lieblingsessen … Vielleicht lassen sie sich ja von euch locken … Ich denke sie spüren meine Trauer … Ohh ...“ Das sah ganz so aus, als wollten die Tränekanäle wieder loslegen, was unangenehm werden würde … Ein passabler Fluchtweg wäre nun, den Kühen seine Aufmerksamkeit zu schenken, aber allein beim Gedanken daran bekam Ivy schon steinerne Beine … Verdammt.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Mo 27 Okt 2014 - 8:47

Der Junge schien ein wenig ungeduldig zu sein, als er die Initative übernahm, nachdem Sinikka nicht direkt geklopft hatte. Oder das Mädchen hatte sich wirklich etwas viel Zeit gelassen. Dabei waren sie doch eben erst angekommen und hatten sich das Gebäude angeguckt. Man hätte emotional mtfühlen können und zusammen mit dem Bauern heulen, aber das tat weder Ivy noch Sinikka. Es ging nicht einfach an Sinikka vorbei, aber sie war nicht so der Typ, der bei dem Mann mitheulen würde. Außerdem hatte sie ihren eigenen Grund zu trauern! So fertig wie der Mann aussah würde das wohl nichts werden mit der Milch... Aber sie hatte ja Getränke dabei. Zuhause, oder schon auf dem Weg dahin, falls sie es nicht abwarten kann oder will, kann und wird sie sich dann Milch holen und viele verschiedene Getränke daraus machen. Möglichkeiten gab es bei Milch viele. Davon sollte Sinikka sich jedoch nicht ablenken lassen, es gab Arbeit, immerhin sollten sie dem Bauern helfen. Beim Anblick des Mannes fragte Sinikka sich, ob sie auch so aussehen würde, falls man sie verlassen würde. Anscheinend konnten sie ja froh sein, dass der Mann überhaupt noch reden kann. Sinikka zweifelte daran, dass sie auch so reagieren würde, aber sowas war leicht gesagt und vorher konnte man das nie wissen. Den anderen Menschen bei Gefühlen zu helfen war nicht gerade leicht für Sinikka, weil sie irgendwie immer was falsch machte, aber hier gab es nicht viel was man noch falsch machen konnte und ihn so zurücklassen ging ja irgendwie auch nicht... Das Mädchen überlegte, was man dem Bauern sagen könnte. Eventuell würde es helfen ihn auf den Bauernhof und die Tiere hinzuweisen. Immerhin schien der Mann ziemlich verbunden zu sein mit seinen Tieren. Er hatte trotz seiner Trauer noch an die Tiere gedacht und Leute aus einer Gilde angeheuert. Sicherlich würde man da was machen können. Bevor der Mann in Tränen ausbrechen konnte fragte Sinikka:[rot] "Sollen die Kühe in einen bestimmten Bereich, oder einfach nur in den Stall?"[/rot] Ihre Frage war vielleicht nicht in gutem Fachjargon formuliert, aber der Bauer verstand sie, in seinem Zustand war zu bezweifeln das er sich Gedanken über ihre Formulierung machte, und antwortete:[orange] "Ja. Es gibt Nummern, damit meine Kinder nichts durcheinander bringen." [/orange]Beim Wort Kinder wurde die Tränenproduktion nochmal angekurbelt und Sinikka meinte schnell: [rot]"Wir machen das schon, wenn wir Probleme haben fragen wir nach. Sie sollten erstmal ordentlich weinen und nicht versuchen es zurückzuhalten. Das hilft ungemein. Legen oder setzen sie sich ruhig hin solange." [/rot]Dann blickte Sinikka kurz die Kühe an und meinte nach einem Moment zu Ivy:[rot] "Ich guck mal nach den Kühen und ob die sich zum Stall locken lassen. Magst du derweil nachgucken, wie wir das Futter auf die Kühe aufteilen können und ob es etwas zum Füttern gibt oder wir sie mit der Hand locken. Oder wir sie aus dem Eimer füttern, wir müssen nur drauf achten, ob es noch mehr gibt, falls das da alle wird."[/rot] Beim letzten Satz zeigte sie auf den Inhalt des Eimers. Wäre irgendwie doof, wenn die erste Kuh ihnen schon den Eimer leer fressen würde, oder? Sinikka ging zu einer der Kühe und stellte sich zu ihr. Die Kuh ignorierte das Mädchen. Sinikka nahm etwas Gras und versuchte die Kuh davon abzulenken, dass da überall Gras war und das in ihrer Hand viel toller war. Die Kuh blickte auf, guckte das Gras an, guckte Sinikka an... und aß weiter Gras vom Boden. Verdammt, hätte ja klappen können! Ein gutes Stück entfernt stand ein großes, stolzes, starkes Pferd angebunden und sagte mit seiner Haltung förmlich: "Ey, Kleine. Ich bin die Lösung all deiner Probleme. Hrrrr. Steig auf, Süße." Konzentriert blickte es Sinikka und die Kühe an und versuchte all seine jahrelange Erfahrung zur Schau zu stellen. Sein Fell strahlte in der Sonne und der muskulöse Körper lies das Pferd regelrecht heroisch wirken. Die Knightmagierin sah von all dem leider nicht sehr viel, auch wenn ein wenig Konkurenzdenken sie beschlich, ohne das sie auch nur einen Schimmer hatte warum. Sie sah nur ein Pferd, welches gleich unfreiwillige bekanntschaft mit einer Horde Schwäne machen würde, weil die zufällig da lang wollten. Und weiter hinten waren ein paar weitere Pferde. Und Hühner. Und ein absolut niedliches Ferkel! Zum Quieken! Die junge Frau versuchte sich noch ein weiteres Mal im Locken der Kuh, ging dann aber erfolglos zurück zu Ivy und guckte, was der mittlerweile versucht oder getan hatte. Hoffentlich würde sie mit dem Futter mehr Erfolg haben.

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BeitragThema: Re: Für eine Handvoll Jewels   Mo 27 Okt 2014 - 10:04

Ivy hatte schon von Anfang an gewusst, dass diese Quest viel schwieriger werden würde, als ihr niedriger Rang und ihre harmlose Beschreibung wirken sollten. Zunächst einmal wurden sie hier mit erschwerenden Bedingungen konfrontiert, welche, um dies einmal zusammenzufassen, waren: Der Griffin litt seit seiner Kindheit an einer schrecklichen Angst vor Nutztieren wie Kühen und Pferden, weil der demente Gaul seiner Mutter immer versucht hatte, seine Haare zu essen, so dass es ihm unmöglich war, sich diesen todbringenden Lebewesen zu nähern, ohne unglaubliche Furcht zu empfinden, die ihn vollkommen lähmte. Dazu kam noch, dass ihr Auftraggeber sich momentan in einer Art existentiellen Krise befand, weil seine Frau ihn verlassen und seine Kinder gleich mitgenommen hatte, was ihn mutterseelenallein auf einem großem Bauernhof zurückließ, den er unmöglich alleine versorgen konnte. Kein Wunder, dass er verzweifelt war. Ivy war währenddessen Sinikka recht dankbar dafür, dass sie die Zügel in die Hand nahm und ein paar tröstende Worte für den armen Bauern übrig hatte, selbst wenn sie ihm nur riet, sich einmal so richtig auszuheulen. Der Grüne wusste nicht so ganz, inwiefern es klug war, einer potentiell depressiven Person zu raten, so richtig in seine Trauer einzutauchen, doch er glaubte, dass er irgendwo einmal gehört hatte, dass man mit Gefühlen am besten klarkam, wenn man sich ihnen stellte, weshalb an dem Rat der großen Frau ja vielleicht sogar etwas dran war. Theoretisch konnte man den sicher auch auf seine eigenen Situation anwenden, aber Ivy hatte keine Lust, seine Angst zu besiegen, weil er erst gar nicht mit ihr konfrontiert werden wollte. Sicher konnte man ihre Aufgabe auch so geschickt lösen, damit er am Ende gar keinen Kontakt zu den Tieren aufnehmen musste, möglichst ohne sämtliche Arbeit auf Sinikka abzuwälzen, die ihn als Teampartner nicht gerade verdient hatte. Vielleicht konnte er ihr ja ein anderes Mal zeigen, dass er wertvoll sein konnte, doch momentan hatte er zu sehr damit zu kämpfen, dass seine Augen von einer Kuh zur Nächsten huschten, als würde er erwarten, dass etwas Schreckliches geschah, wenn er sie nicht immer im Blick hatte. Nutztiere waren von Grund auf unberechenbar und durften daher nicht einmal ein paar Sekunden ignoriert werden … ! Während sich Sinikka damit beschäftigte, von einem Pferd angestarrt und von den Kühen nicht beachtet zu werden, hatte sie Ivy die Aufgabe übertragen, sich um das Futter zu kümmern und sich Gedanken zu machen. Wahrscheinlich würde dieser Eimer tatsächlich nicht dafür ausreichen, sie alle bis zum Stall zu locken, zumal sie so nur immer eine Kuh gleichzeitig „transportieren“ konnten. Am Ende hingen sie den ganzen Tag an einer Handvoll Tiere und das war sicherlich nicht die Art von Zeitverschwendung, die dem Grünen zusagte. Skeptisch betrachtete er ihre Umgebung und entdeckte ein paar Säcke, die man neben einen kleinen Schuppen gestapelt hatte und, so wie es aussah, Hafer beinhaltete. Dieses gesunde und nahrhafte Futter schmeckte den Kühen sicherlich, vielleicht ließen sie sich ja dadurch anlocken. Mal sehen … Es gab verschiedene Möglichkeiten. Hatten Kühe soetwas wie ein Alphatier, dem sie folgten, so dass es ausreichte, dieses für sie zu gewinnen? Mussten sie eine Spur legen und waren sie klug genug, dieser bis in den Stall zu folgen? Ivys graue Zellen arbeiteten so hart, dass man meinen könnte, seine Haare würden das Sonnenlicht absorbieren, um noch effektiver zu sein, aber er kam einfach nicht auf die zündende Idee. Es musste doch etwas geben, womit man den Kühen keine unnötige Gewalt antat, sie aber trotzdem gehorsam und gefügig genug machte, dass sie ihnen komplikationslos in den Stall folgten …

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