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 Liebeskummer Rot-Weiß

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Souta
Mr. Perfect
Souta

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Magierakte
Besondere Merkmale: Rote Haare, Augenklappe, Wunderschön

BeitragThema: Re: Liebeskummer Rot-Weiß   Sa 25 Okt 2014 - 19:01

Wäre das hier Soutas erste Quest gewesen, so wäre nun der Moment gekommen, an dem er die Hoffnung auf einen guten Ausgang aufgegeben hätte. Zum Glück für alle Beteiligten war das allerdings nicht das erste Mal, dass er es mit einer magischen Wesenheit zu tun hatte, es war nicht einmal das zweite oder dritte Mal. Der Kettenmagier mit dem gestähltem Körper und dem freundlichem Lächeln war viel länger in diesem Geschäft tätig, als man glauben mochte und hatte schon einige Dinge gesehen, so dass es nicht mehr viel gab, was ihn wirklich aus den Latschen kippen konnte. Wenn man sich Souta so ansah, käme man sicherlich nicht auf die Idee, dass er einst ein schlaksiger Vierzehnjähriger gewesen war, der mit nichts als seiner Kleidung am Leib und einem schmutzigem Tuch über seinem kaputtem Auge an der Tür des Gildenhauses von Lamia Scale geklopft hatte, um zu verkünden, dass er Magier werden wollte. Dafür war er heute – trotz seiner nicht immer offenkundigen Professionalität – einfach schon zu geübt. Zwischendurch hatte der Rotschopf die Gilde gewechselt, ebenso wie seine Freunde, Bekannten und Liebschaften, aber er selbst war bis auf ein paar Kleinigkeiten durchaus derselbe geblieben. Souta war nie besonders ängstlich oder vorsichtig gewesen, was sich auch in den zahllosen Quests, in denen er genau deshalb verletzt wurde, deutlich zeigte. Es war eine Art Nebeneffekt, dass er durchbohrt, gebissen, gestochen und von Gift betäubt wurde, das passierte eben, wenn man sich mit den Dingen anlegte, die nachts durch die Welt schlichen, um Fiore zu einem etwas sichereren Ort für die Unschuldigen zu machen, die einfach nur ihr normales, bürgerliches Leben führen wollten. Für Souta war das nichts. Sesshaft zu werden, einen Partner zu finden und viele rothaarige Kinderlein in die Welt zu setzen, um eines Tages einen ehrlichen Job zu tun, bei dem er seine Qualitäten einbringen könnte, ohne dabei seinen Hintern aufs Spiel zu setzen, kam gar nicht in Frage, denn er war sich sicher, dass bei solchen Lebensgestaltungen ziemlich schnell die Langeweile kam und man sich außerdem wahrscheinlich innerhalb weniger Wochen absolut eingeengt fühlen würde. Dazu kam natürlich noch die Tatsache, dass Souta nicht gedachte, sonderlich alt zu werden, immerhin befürwortete sein Lebensstil es nicht unbedingt, dass er mit grauen Haaren noch reihenweise Frauen flachlegte und sich in Gefahren stürzte ... Wie dieser hier. In einem Augenblick hatte er triumphierend gejubelt, als sich diese Waldfeegöttin, oder was auch immer es denn nun war, aufgelöst hatte, und er umklammerte sein Bein, welches in den Schnee blutete und allgemein ein Miststück war, um in die Richtung seines Freundes zu humpeln, da wurde die ganze Lage noch ein Stück gefährlicher ... Ihre Gegnerin hatte noch ein Ass im Ärmel und benutzte dies nun, um zu Asche zu werden. Die Umgebungstemperatur stieg rapide an, so dass es nicht lange dauerte, bis dem Rotschopf die Schweißtropfen auf der Stirn standen, außerdem wurde es immer schwerer, zu atmen. Er sah, wie der Andere schwankte und fühlte sich selbst auch nicht sicher auf den Beinen, doch seine Arme streckten sich fast wie von selbst aus, um den Weißhaarigen zu stützen und sich selbst ebenfalls mehr oder weniger an ihn zu hängen. Während er versuchte, sein Bein nicht allzu sehr zu belasten, zerrte er Emaru mit sich aus dem Epizentrum der Naturgewalt, in Richtung der Luft, die man noch einigermaßen atmen konnte, bewegte sich allerdings nur kriechend langsam vorwärts. Nach einer gefühltem Ewigkeit und dem diabolischen Lachen der Frau, das in seinen Ohren widerhallte wie ein besonders gemeines Echo, durchschritten sie die Hütte, welche zumindest ansatzweise Schutz bot. Souta schloss die Tür, die eigentlich gar keine mehr war, und hoffte, dass die gute Luft hier ein wenig vorhalten würde, um einen Plan zu schmieden, damit sie aus dieser schrecklichen Falle entkommen konnten. Sie saßen ziemlich tief in der Tinte. Die Atemluft wurde dünner, sie wurden durch den giftigen Rauch halb betäubt und darüber hinaus drängte sich der Ascherauch schon durch die Ritze im Holz hindurch. Das Einzige, was hier ein wenig Licht spendete, war das aggressive Glühen des Altars ... War das hier jetzt das Ende? Würden sie so sterben? Dahingerafft von einer uralten Waldfee, die ihnen die Geheimnisse der Liebe näherbringen wollte ...

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Reden - Denken
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I am the one and only!
Playcharakter von Kuma
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Emaru
Cheshire of Dusk
Emaru

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BeitragThema: Re: Liebeskummer Rot-Weiß   Sa 25 Okt 2014 - 19:04

Irgendwie schaffte Emaru es, auf die Beine zu kommen... glaubte er jedenfalls. So ganz sicher war er nicht, die Welt schwankte leicht vor seinen Augen und hier und da sah er mal kurz nur Schwärze, tiefe, unendliche Schwärze... aber irgendwie war das alles eher beruhigend für ihn. Er wusste, dass das Effekte waren, die durch das Gift in seinem Körper hervorgerufen wurden und dass das wiederum bedeuten würde, dass dieses Gift bereits damit begonnen hatte, ihn zu töten, aber er fühlte sich vollkommen entspannt. Vielleicht lag es daran, dass er den Tod nicht wirklich fürchtete, weil er sich mit ihm ja einen Körper teilte... vielleicht war es auch das Gift, das sein neuronales System so stark beeinflusste, dass er keine Angst spüren konnte. Das war sogar gut möglich, da er nicht die Notwendigkeit sah, etwas zu tun, obwohl ihm bewusst war, dass es nicht gut sein würde, weiter hier zu bleiben. Er wusste, dass er etwas zu machen hatte, aber irgendetwas schien den Drang, es tatsächlich zu tun, zu blockieren... und hatte die Magie dieser Frau nicht auch Souta vorhin dazu gebracht, ihn umarmen zu wollen? Vielleicht hatte er in der Hütte etwas von diesem seltsamen Rauch eingeatmet, so hell und gestreut, dass es nicht zu sehen gewesen war, und so hatte sie seine Gefühle manipuliert, genau wie sie mit einer hohen Menge an Rauch in seinem Körper komplette Kontrolle über Emaru übernommen hatte... Das verstand diese Göttin also unter Liebe? Durch den Einfluss von Drogen geweckte Entspannung, Zufriedenheit und Anziehung? Wenn das der Fall war, wurde Emaru gerade klar, während sich die Welt vor seinen Augen wieder verdunkelte, stand er, der genau in der Mitte des Aschewirbels stand und schon Unmengen davon intus hatte, wohl kurz davor, an Liebe zu sterben... Es stimmte also, was man immer sagte: Liebe ist eine Droge...

In seiner Ruhe hatte der Dargin bereits damit abgeschlossen, dass dieser Gedanke sein letzter sein würde, aber etwas sprach dagegen. Und dieses Etwas war Souta. Der Dargin merkte kaum, wie der auf ihn zugekommen war, für ihn war er plötzlich da, stützte ihn und stützte sich an ihm und brachte damit wieder etwas mehr Bewegung in Emarus Hirn, das diese Bewegung an seinen Körper weiterleitete. Er konnte hier nicht stehen bleiben. Und er konnte hier nicht sterben. Wenn er starb, würde Souta das Gleiche passieren, und außerdem würden die ganzen Verschollenen nie wieder zurückkehren. Nein, das konnte nicht sein. Sie hatten hier eine Quest zu erfüllen, sie konnten nicht so einfach aufgeben...
Irgendwie schafften es die beiden, sich in den Schrein zu schleppen, aber die Asche war immer noch allgegenwärtig, und hier drinnen gab es noch immer die Aura des Geistes, die in der Luft waberte. Es gab in dieser Welt keinen Ort, an dem sie sicher waren... „Hehe... wir sollten aufgeben, Souta...“, meinte Emaru ruhig, während er sich mit einem komischen Lächeln an einer der Wände niederließ. „Wieso nicht einfach hier bleiben... wieso nicht einfach geliebt werden, bis es mit uns zu Ende geht... Ich bin sicher, geliebt zu werden ist viel schöner als irgendeine oberflächliche Beziehung mit einer hübschen jungen Frau... Hehehe...“ Wieso dagegen ankämpfen? Wieso noch etwas tun? Alles, was sie hier erwartete, war reine Liebe, warum sollte man sich dagegen stellen? Es wirkte so einladend, mit jedem Atemzug mehr und mehr... Leise lachte der Dargin auf. „Haha... sieh dir das komische Steinding an. Es leuchtet. In rot. Rot ist eine hübsche Farbe, nicht? Ehehe...“ Eigentlich mochte Emaru kein Rot. Emarus Verstand sagte ihm auch, dass er kein Rot mochte. Aber irgendwie wirkte es gerade so hübsch. Grinsend kroch der Dargin hinüber zu dem leuchtenden Gegenstand und streckte eine Hand danach aus. Es war so hübsch...

Sie lieben mich. Sie alle lieben mich! Und ich liebe sie, für immer! Es ist grün. Es ist strahlend hell, die Sonne scheint auf das friedliche Gras, diese Wiese, die nur von ein paar Bäumen und einem steinernen Altar unterbrochen wird. Auf der Wiese sitzen Mädchen, junge Frauen, aber sie sitzen nicht zusammen. Ein paar wenige haben sich an einen Baum gelehnt, andere liegen auf dem Rücken, aber die meisten sitzen einfach im Gras herum und blicken mit leeren Augen und undefinierten Lächeln nach oben in die Sonne. Siehst du nicht? Sie haben keine Sorgen. Sie sind glücklich. Sie fühlen sich nicht allein. Aber sie sind allein. Sie sind einander so fern, haben niemanden. Sie haben mich... Sie haben Familie, Freunde. Aber nicht hier. Romantische Liebe ist nicht alles, romantische Liebe allein erfüllt niemanden. Ungeliebt zu leben ist nicht so leicht, aber allein zu leben ist noch schwerer. Selbst jemand, der nicht liebt, kann glücklich sein, wenn er seine Zeit mit guten Freunden verbringt. Natascha, Mariah, Nia oder gar Valerie... ein besonderer Bund zwischen zwei Menschen muss keine Liebe sein. Jemand, der keine Liebe hat, muss deswegen nicht allein sein. Aber... was wird aus mir? Ich lebe durch Liebe. Ich liebe sie, sie lieben mich. Früher haben mich die Menschen geliebt, waren bei mir, haben mir gehuldigt, Opfer gebracht. Ich habe niemanden mehr, und auch sie glaubten, niemanden zu haben. Es war so einfach, mit ihnen zusammen zu sein... Sie lieben mich, ich liebe sie. Ohne sie bin ich wieder allein...

Mit einem Mal fiel Emaru zurück, als wäre seine Hand nach der kurzen Berührung abgestoßen worden. Es war eine kurze Berührung gewesen, auch wenn es sich wie eine Ewigkeit angefühlt hatte, und sein Kopf war mit einem Mal viel klarer. Aufgeben? Sterben? Wie hatte er so etwas sagen können? Ganz klar: Wegen dieser giftigen Asche, die er eingeatmet hatte. Aber wieso hatte es dann jetzt aufgehört?
„Ich sehe... ich habe Liebe zerstört, anstatt sie zu schaffen, nicht wahr...?“, ertönte auf einmal eine Stimme. Es war die Stimme von zuvor, die von der Rachegöttin... aber sie klang anders. Sie klang... ruhig. Nicht wütend, sondern eher besänftigt. „Ich wollte ihre Liebe für mich selbst... ich habe sie ihren Geliebten weggenommen... Die Einsamkeit muss mich korrupiert haben. Ich fürchte, ich habe meinen Zweck überdauert...“ Wieder erhob sich weiße Asche zur Form der jungen Frau von zuvor, doch ihre Augen und ihr Mund glühten nicht, sie schimmerten stattessen sanft. Aus der schwarzen Rauchwolke von zuvor war inzwischen vollkommen weiße Asche geworden, die in der Luft schwebte und kurz zu Emaru hinüberlächelte. „Du hast also doch jemanden... du, der du nicht an die Liebe glaubst. Dein Freund auch. Und ich hätte euch fast euren Geliebten entrissen, aus Einsamkeit und Egoismus... ich habe es nicht verdient, für die Liebe zu stehen. Aber wenigstens zum Ende hin will ich wieder das Richtige tun... Ich entlasse meine einsamen Freundinnen, und ich schenke auch euch die Freiheit... ehe meine Existenz zu Ende geht...“

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Time and time again, I am surprised by the beauty...
hiding in this oh so ugly world.


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