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 Unterkunft eines jungen Dargin

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Emaru
Cheshire of Dusk
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BeitragThema: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:32

Die Wohnung Emaru Dargins war, entsprechend seiner Probleme, sich eine leisten zu können, weit davon entfernt, zu den teureren der Stadt zu gehören, aber immerhin war sie sauber und hygienisch. Sie war allerdings alles andere als groß. Den Teil einer Etage einnehmend, hatte sie insgesamt drei Zimmer: Ein großes Wohnzimmer mit kleiner Küchenecke, ein kleineres Schlafzimmer und daran anschließend ein kleines Bad, das sich nur zum Duschen und für den Gang zur Toilette eignete. Die Decke lag relativ niedrig, nur einige Zentimeter über dem Kopf des Dargin, der sich leicht ducken musste beim Durchschreiten der Türrahmen, um dabei nicht anzustoßen. Auch die Einrichtung ließ zu wünschen übrig: Als Bett stand dem Dargin eigentlich nur das zu, was er schon zuhause gehabt hatte und glücklicherweise hatte mitnehmen dürfen, doch dieses Bett war, wie man recht schnell sah, nicht ganz groß genug für den hochgewachsenen jungen Mann und entsprechend unbequem für ihn. Abgesehen davon begrenzte sich der Inhalt des Zimmers auf einen hübschen, kleinen Nachttisch mit Lampe und ein paar Umzugskartons, in denen sich bis jetzt noch die meisten Bücher Emarus befanden. Das Wohnzimmer war da schon etwas besser. Mit einem kleinen Sessel und einem recht alten Sofa hatte es ein paar angenehme Sitzgelegenheiten und sogar ein kleines Tischchen, auf dem man Getränke abstellen konnte. An den Wänden hingen ein paar Regale, die mit Büchern und anderen Schriftstücken gesäumt waren, aber auch mit einigen Kristallen unterschiedlicher Farbe, größtenteils Lachryma, teilweise aber auch einfach im Zuge seiner Magieübungen geschaffene Dekoration. Zusätzlich dazu besaß er auch einen runden Holztisch, dem man zwar sein Alter ansah, den der Dargin allerdings in einen ziemlich guten Zustand hatte aufpolieren können, was ihn mehr wie eine wertvolle Antiquität wirken ließ als wie einen billigen Tisch aus dritter Hand. Mit einem hübschen und günstigen Tischtuch, einer kleinen Blumenvase und drei nicht unbedingt hässlichen Stühlen ergab das einen akzeptablen Esstisch, der die Dekoration innerhalb der Wohnung vollendete. Übrig blieben nur die Blumenkästen, die an seinen Fenstern befestigt waren und so außen hingen, um verschiedene Pflanzen in verschiedenen Stadien ihres Wachstums zu zeigen. Mehr gab es in diesem Apartment dann aber auch nicht zu entdecken; es war wirklich einfach gehalten.

Cf: Park Jadeschlange

Mit ihrer kleinen Hand in seiner großen, führte Emaru seine kleine Begleiterin weiter durch die Stadt, hielt sich dieses mal auf den breiten, sicheren Straßen. Zweimal würde er nicht den gleichen Fehler machen, schon gar nicht in einer einzelnen Nacht. Seine Unaufmerksamkeit würde das arme Mädchen nicht wieder in eine unangenehme, gruselige und insbesondere peinliche Situation bringen. Nein, stattdessen führte er sie die Hauptstraße entlang an seinem Gildenhaus vorbei, das praktischerweise zwischen seinem Heim und dem Bahnhof lag – und ja, das hatte mit der Wahl seiner Wohnung zu tun gehabt –, bis er sie endlich dorthin gebracht hatte, wohin zu bringen er versprochen hatte: Zu dem Haus, in dem sein Apartment lag. „Wir sind da“, informierte er Sophia leise, ehe er die Tür aufschloss, dann führte er sie nach oben in den zweiten Stock. Dort öffnete er die letzte Pforte in sein kleines Reich und führte eine einladende Geste aus: „Bitte nach dir, Sophia.“ In Gedanken ermahnte er sich bereits, den Kopf einzuziehen, ehe er durch den Türrahmen ging...

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Sophia
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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:34

Noch konnte Sophia die Stimme in ihrem Kopf nicht zum Schweigen bringen. Sie versuchte es krampfhaft zu verdrängen, aber der Gedanke daran, dass sie zu einem jungen Mann mit nach Hause zum Schlafen ging, ließ sie einfach nicht los. Sicher wusste sie, dass Emaru ihr nicht zu nahe kommen würde. Er war bisher ein wirklich großartiger Gentleman gewesen und Sophia konnte sich gar nicht vorstellen, dass er ihr jemals so in den Rücken fallen könnte… Nein. Niemand konnte so gut lügen, oder? Das konnte sie wirklich nicht glauben… Der Magier war so gut zu ihr. Er hatte sie aus einer wirklich verfahrenen Situation gerettet, sie begleitet und beschützt und zu guter Letzt sogar noch mit nach Hause genommen. Der Dargin opferte quasi fast seine ganze, erholsame Nacht nur um sich um das hilflose, tollpatschige und naive Mädchen namens Sophia zu kümmern. Dieser Situation war sie sich durchaus bewusst und sie überlegte die ganze Zeit schon, wie man ihm das jemals danken konnte. Immer wieder ging ihr der Gedanke durch den Kopf, dass jeder Dank einfach nicht genug war! Ihm schien all das auch wirklich gar nichts auszumachen. Völlig selbstverständlich führte er die junge Magierin an seiner Hand durch die Stadt. Diesmal hatte er sogar sicherere Wege ausgewählt. Das merkte sogar Sophia und war sofort sicher, dass er dies wieder einmal nur für sie tat. Immerhin wäre es anders vermutlich kürzer gewesen, oder? Interessant war es auch, dass er sie unmittelbar am Gildenhaus der Gilde Blue Pegasus vorbeiführte. Ein wenig neugierig betrachtete Sophia die Drachenstatuen, die im Dunkeln wirkten, als schliefen sie. Die absolute Ruhe war im Gildenhaus noch nicht eingekehrt, aber es war, trotz der Stille, das lebhafteste Haus, an dem sie vorbeigegangen waren. Von dort aus dauerte es nicht mehr allzu lang, bis Emaru durch seine Worte verlauten ließ, dass sie angekommen waren…
So leise wie möglich folgte die zierliche Magierin ihm, wobei sich bei ihr ein deutliches Wohlgefühl breitmachte, als sich die Tür hinter den beiden schloss. In geschlossenen Räumen war es im Dunkeln wirklich am besten. Ganz egal wie wahnsinnig toll Emaru für sie dagewesen war… In dem Moment, als die Tür ins Schloss fiel, fiel auch einige Last von Sophias Schultern ab. Als er ihr die Tür öffnete blickte sie sich erst einmal kurz um, bevor sie sich die Füße abtrat und den ersten Schritt über den Absatz setzte. Sie hatte kein Problem mit der Deckenhöhe, aber es war angenehm warm in der Wohnung. Auch der Geruch war irgendwie vertraut… Es erinnerte eben an Emaru, den sie zwar erst kennengelernt hatte, aber dessen eigenen Duft sie nur mit positiven Gefühlen verband. Immerhin war er ja quasi ihr Held! Mit einem erleichterten Schmunzeln trat sie einen Schritt in die Wohnung herein, heraus aus der Tür, damit auch er hineinkommen konnte und zog ihre Schuhe direkt aus. Ihren Rucksack und die Jacke lehnte sie an die Wand und seufzte leise, als sie ausgezogen war. Jetzt wo ihr Körper zur Ruhe kam, konnte sie endlich entspannen… In dem Moment, als sie mit ihrem Gedanken da angekommen war, schüttelte es die Magierin jedoch einmal richtig. Ihr Gesicht lief ein wenig rot an. Das hatte sie die letzten Stunden ja völlig ausgeblendet… „E-Emaru-san… W-Würden Sie mir verraten wo Ihr Badezimmer ist?“ Ahhh. Dass das der erste Gedanke war! So peinlich … Na immerhin vergaß sie darüber hinweg die Scham darüber, dass sie im Heim eines Mannes schlafen würde. Aber ob das besser war…?

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Emaru
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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:34

Natürlich war es immer berechtigt, einen Verdacht gegenüber Jungen zu haben, die ein hilfloses Mädchen in ihre Wohnung mitnahmen, doch Sophia hatte ganz Recht: Emaru würde niemandem so in den Rücken fallen. Wenn er mit einem Mädchen nach Hause ging, dann bedeutete das zuerst einmal, dass er zu ihr ging oder, wenn es sein musste, in ein Motel; es half beim Verführen nicht gerade, wenn man eine kleine, karge Wohnung mit einem zu kleinen Bett vorzuweisen hatte. Und zweitens bedeutete es, dass sie wusste, was er vorhatte. Er ging selten mit einem Mädchen heim, das nicht schon zugestimmt hatte, ihn über Nacht zu... versorgen, oder zumindest starke Anzeichen dafür aufwies, dass sie sich darauf einlassen würde. Es war jedenfalls Fakt, dass Frauen vorher wussten, worauf sie sich mit ihm einließen, und selbst, wenn er gewollt hätte, hätte er mit Sophia jetzt nichts mehr angestellt; sie war hierher gekommen, weil er ihr helfen wollte, nicht, weil er etwas mit ihr anfangen wollte, und das allein bedeutete schon, dass er nichts tun würde, wenn sie sich nicht gerade nackt auf seinem Bett wälzen und ihn dazu auffordern würde. Und in diesem Fall, selbst wenn sie das täte, verzichtete er freiwillig darauf, ihre Lage auszunutzen; sie sah für ihn einfach immer noch aus wie ein süßes, kleines Mädchen! Und sie war so naiv! Jemanden wie sie so zu benutzen... nein, das konnte man sich einfach nicht verzeihen!
Ruhig folgte der Dargin ihr in die Wohnung und schlüpfte elegant aus seinen Schuhen heraus, ehe er seine Jacke über den nächstbesten Stuhl warf wie immer. Als ihn Sophia dann fragte, wo sein Badezimmer war, sah er sie erst an und musste dann Lächeln; wenn sie nur sehen könnte, wie sie gerade guckte! Es war furchtbar niedlich, aber natürlich durfte er sich davon nicht ablenken lassen, stattdessen deutete er einfach zur einzigen Tür in dem Zimmer, die nicht die Eingangstür war. „Da hinten geht es in mein Schlafzimmer“, meinte er und nahm die Hand wieder runter. „Wenn du durch die Tür bist, guckst du einfach nach links, da ist noch eine, und die führt dann ins Bad. Du kannst es gar nicht verfehlen.“ Er konnte ihr ja wohl kaum übel nehmen, dass sie mal musste. Sie hatte ja gesagt, dass sie offenbar schon mehrere Stunden auf dieser Bank gesessen hatte, und auch, wenn er ehrlich nicht daran gedacht hatte, war es keine wirkliche Überraschung. Während das Mädchen aber im Bad verschwand, fragte er sich, was er jetzt tun sollte. Es war nicht so, als wäre er Vater oder irgendwas, er hatte nie gelernt, wie man sich um Kinder kümmerte. Sie wollte sicher nach Hause und war aufgeregt, aufgewühlt... und sie würde bestimmt nicht so schnell einschlafen können, nachdem sie so aufgekratzt war. Wenn man angespannt war und nicht schlafen konnte... hm... ja, das konnte funktionieren.
Erfreut darüber, dass er zumindest eine Idee hatte, wie er dem Mädchen etwas helfen konnte, ging der Dargin zu seiner kleinen Küchennische und öffnete den kleinen Kühlschrank, den er dort hatte. Eigentlich war es nur ein kleiner Schrank, der mit ein paar magischen Symbolen verziert war, damit die eingearbeiteten Eislachryma ihre Wirkung entfalten konnten; ein Trick, den Emaru, oder eher Shi, von einer alten Bekannten gelernt hatte. Jedenfalls zog er eine Packung Milch hervor. Schon immer hatte der Dargin dieses Getränk gemocht. Es hatte einen leicht süßlichen Geschmack und es enthielt Kalzium, das angeblich die Knochen stärkte. Die Tatsache, dass er wirklich starke Knochen zu haben schien, wenn man bedachte, was er schon alles durchlebt hatte, ohne sie sich zu brechen oder anzuknacksen, machte diese Annahme jedenfalls nicht unglaubwürdiger, und so fand sie bis heute ihren Weg in seinen Kühlschrank. Sie schmeckte ihm auf jeden Fall besser als Alkohol, also... wieso nicht?
Basierend auf dem Wissen über die Verwendung magischer Runen, das er angesammelt hatte, hatte er sich auch eine Art Herd geschaffen, anstatt viel Geld auszugeben, um einen richtigen zu besitzen. Der einzige Nachteil war, dass er keinen Ofen hatte, aber wer brauchte das schon, wenn er ohnehin nicht richtig kochen konnte? Dieser Herd war mehr als genug. Und jetzt war er der Platz, an dem er die Milch aufwärmte. Er hatte zwar keinen Honig, aber etwas warme Milch sollte doch genug sein, um Sophia ein wenig zu entspannen...

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:35

Wenn sie so darüber nachdachte, hatte Sophia noch nie bei jemand anderem übernachtet. Sicher hatte ihr Vater sie hin und wieder mal irgendwo mit hingenommen oder sie war selbst verreist, aber dann hatte sie in Hotels geschlafen oder Ähnliches. Sie war niemals zu einer bekannten Person nach Hause gegangen, denn Sophia hatte bekanntermaßen keine festen Freunde. Das Mädchen hatte ihre Familie und die Bediensteten, aber niemandem, der ihr wirklich persönlich nahestand. Umso merkwürdiger war es wohl, dass sie zu einem jungen Mann nach Hause ging, den sie kaum kannte, um dort zu nächtigen. Allerdings hatte er sie nicht zurückgelassen, weshalb sie sicher war, dass er ihr nichts Böses wollte. Er hatte so viele Strapazen auf sich genommen nur um ihr zu helfen… Die ganze Zeit wurde sie den Gedanken nicht los, dass sie sich irgendwie bei ihm bedanken musste, wenn sie wieder sicher war…
Aber gerade beschäftigten sie tatsächlich andere Gedanken. Sie hatte ihren freundlichen Gastgeber nämlich darum gebeten ihr zu helfen, indem er ihr sagte, wo sich sein Badezimmer befand. Damit drang sie ziemlich weit in ihre Privatsphäre ein, was sie sicher vermieden hätte, wenn es ihr irgendwie möglich gewesen wäre… Aber nun wo sie ein wenig zur Ruhe gekommen war, war dies zweifelsfrei keine Möglichkeit mehr, da sie sich ihrer Bedürfnisse unausweichlich bewusst wurde. Höflich wie immer erklärte der Weißhaarige ihr den Weg. Für einen Dank war sie zu aufgeregt, weshalb sie ihm einfach zunickte und loslief. Schon der Weg in sein Badezimmer war ihr irgendwie unangenehm. Immerhin musste sie das Schlafzimmer des jungen Mannes auch noch durchqueren. Das war nun ziemlich persönlich… Sie bemühte sich, nicht zu viel zu gaffen. Schließlich war sie hier nicht zu Hause und sie wollte ihm nicht zu nahe treten. Im Badezimmer angekommen, legte sich ihre Aufregung wieder ein wenig. Nachdem sie ihrem Bedürfnis nachgegangen war, wusch sie sich das Gesicht mit kaltem Wasser und es ging ihr ein wenig besser. Sie sollte nicht so aufgeregt sein. Immerhin konnte ihr bei Emaru am allerwenigsten passieren. Leise und vorsichtig ging sie wieder aus dem Badezimmer heraus und bewegte sich durch die Wohnung. Seine Einrichtung sagte schon ein wenig über ihn aus. Emaru schien nicht sonderlich viel Geld zu haben. Im Vergleich zu ihrem zu Hause, war es hier sehr karg und zweckmäßig eingerichtet. Sophia machte das wenig aus, aber sie hätte einem so netten Menschen wie ihm irgendwie mehr gegönnt… Ob sie ihn für seine Hilfe bezahlen sollte? Irgendwie würde das doch abwertend wirken, oder? Am besten sie fragte ihn einfach was sie ihm Gutes tun konnte, um sich dafür zu revanchieren. Zurück in dem Gang, aus dem sie gekommen war, wagte sie sich in das Wohnzimmer hinein, von dem aus sie schon die Küche entdeckt hatte, in der sich ihr Retter befand. Sie bewegte sich recht leise und vorsichtig, da sie im Haus niemanden stören und nichts kaputt machen wollte. Um ihn nicht zu erschrecken, wenn sie sich so anschlich, sprach sie ihn schon aus etwas Entfernung an. „Wenn Ihnen irgendetwas einfällt, wie ich Ihnen meinen Dank zeigen kann, sagen Sie mir bitte Bescheid, Emaru-san!“, sagte sie erneut, obwohl sie sicher schon hunderte Male dafür gedankt hatte, dass er ihr geholfen hatte. Dann entdeckte sie, dass er etwas am Herd tat. Ein wenig neugierig versuchte sie an ihm vorbeizuschauen, schaffte es aber nicht ganz, da er ja schon ein wenig mehr Platz einnahm, als die kleine Sophia. Sie schmunzelte verlegen und überlegte was sie sagen sollte… Stille war peinlich. Sowieso zu Hause bei einem jungen Mann. Sie musste sich zusammennehmen nicht rot anzulaufen… Hoffentlich merkte er das nicht!

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Emaru
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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:36

Emaru war nun nicht der größte aller Köche, vermutlich nicht einmal der größte Koch in diesem billigen, alten Haus voller Leute, die sich, wie er, gerade so das Apartement leisten konnten, das sie bewohnten, aber die einfachsten Gerichte bekam er sehr gut hin. Alles andere wäre auch ziemlich peinlich. Und Milch anzuwärmen war nun wirklich keine Herausforderung... das ging schnell und einfach. In ein paar Minuten würde er sie einfach in eine Tasse umschütten können und Sophia hatte ihr Getränk, sofern sie es mochte. Wenn nicht, konnte auch er es trinken – eine ganze Tasse Milch zu verschwenden würde ihm jedenfalls nicht in den Sinn kommen. Alles in dieser Wohnung war in irgendeiner Form mit Geld gleichzusetzen, also war es selbstverständlich, dass er nichts davon verkommen, vergeuden oder kaputt machen lassen würde. Sophia würde vermutlich nicht verstehen, wie wichtig ihm jede Kleinigkeit hier war... Wie es wohl war, wenn man von Klein auf alles hatte, was man wollte? Ihm waren ja eher seine Sachen weggenommen worden, wenn sein Bruder sie gewollt hatte... Trotzdem schien Sophia nicht so sein wie Jin. Oder vielleicht doch? Sie war verpeilt und allein offenbar völlig hilflos... Ach nein, nein, man konnte die zwei unmöglich vergleichen. Sie schien sich immerhin zu bemühen, und schüchtern, wie sie war, würde sie sich vermutlich niemals selbst so rühmen, wie der jüngere Dargin es tat. Unbegründete Angeberei und Egoismus waren von ihr also eher nicht zu erwarten, und das war gut. Das reichte vollkommen, um Emaru sympathischer zu sein als sein Zwilling. Und die Tatsache, dass sie wie ein kleines Mädchen aussah, war ebenfalls gut für sie. Für das, was sie war – ein reiches, verwöhntes Mitglied von Fairy Tail –, war sie mehr als in Ordnung, also war es kein Problem, sich ein wenig um sie zu kümmern. Eher machte sich Emaru Sorgen darum, ob sie hiermit zufrieden sein würde – sie war sicherlich besseres gewohnt als seine kleine Wohnung. Ob sie es überhaupt ertragen würde, in einem Bett zu schlafen, das nicht so weich und flauschig war wie das, was sie sicher gewohnt war?

„Wenn Ihnen irgendetwas einfällt, wie ich Ihnen meinen Dank zeigen kann, sagen Sie mir bitte Bescheid, Emaru-san!“
Leicht überrascht drehte sich Emaru vom Herd weg und lächelte das Mädchen an, das sich inzwischen zurückgeschlichen hatte. Das war nicht das erste Mal heute, dass Sophia ihm angeboten hatte, etwas für ihn zu tun, aber sie wurde immer großzügiger. Wenn ihm 'irgendetwas' einfiel, hm? Egal was? Innerlich seufzte der Weißschopf. Sie machte es einem wirklich nicht leicht, sie nicht auszunutzen... „Du brauchst nicht immer so viele Gegenleistungen anzubieten, Sophia“, meinte er also ruhig und entschied, dass die Milch jetzt warm genug war. Er wollte ihr ja nichts kochend Heißes vorsetzen. „Bei mir musst du dir keine Sorgen machen, aber wenn du den falschen Menschen solche Angebote machst, wird das nicht gut für dich enden, nehme ich mal an. Du hast nicht nur Geld, du bist auch noch ein hübsches Mädchen... Da muss man vorsichtig sein, heutzutage.“ Während er das sagte, füllte er völlig seelenruhig und ungerührt die Milch von dem Topf über in eine Tasse, darauf achtend, keinen Tropfen zu verschütten. Sie war sechzehn Jahre alt, hatte sie jedenfalls gesagt, also sollte sie nicht komplett weltfremd sein und damit umgehen können, wenn jemand ihr sagte, dass ein paar Dinge hier gefährlich sein konnten. Abgesehen davon hatte sie ja schon ein, zwei Mal gezeigt, dass sie durchaus Ahnung davon hatte, was zwischen einem Jungen und einem Mädchen passieren konnte, also... so schlimm konnte es um sie nicht stehen, richtig? Höflich hielt er ihr das warme Getränk hin. „Ich hoffe, du magst Milch?“

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:36

Nun so weltfremd war die junge Magierin auch nicht, da hatte er Recht. Allerdings war Sophia ein Mensch mit einem sehr guten Herzen, der, wenn nicht irgendetwas den Verdacht weckte, daran glaubte, dass alle anderen Menschen auch einen guten Kern hatten. Gerade bei jemandem wie Emaru, der so hilfsbereit und fürsorglich war, glaubte sie nicht daran, dass ihr irgendetwas passieren könnte. Nur deswegen versuchte sie ihm auch etwas anzubieten. Sie war wirklich dankbar für seine Hilfe und sie bekam immer mehr den Eindruck, dass er es selbst lang nicht so gut hatte wie sie. Da war es doch ein guter Gedanke ihm etwas Gutes tun zu wollen, oder? Als er sie darauf aufmerksam machte, dass sie mit solchen Angeboten aufpassen musste, lächelte das Mädchen nur umso mehr. Er war so ein guter Kerl. Ob ihm das überhaupt so bewusst war? Sie stand stillschweigend hinter ihm, bis er sich zu ihr drehte und ihr die Tasse entgegenhielt. Lächelnd nahm sie diese entgegen und dankte ihm höflich. Dann nippte sie einmal an der warmen Milch und blickte Emaru danach wieder an. „Ich weiß.“, sagte sie und lächelte noch immer. „Aber ich wäre wohl kein glücklicher Mensch, wenn ich die Welt nur schwarz sehen würde. Das Leben wäre unheimlich traurig, wenn man immer nur davon ausgehen müsste, dass einem etwas Schlechtes widerfährt…“ Noch einmal nahm sie einen Schluck Milch und schmunzelte. Es war wirklich hilfreich und beruhigte sie. Obwohl seine Anwesenheit wohl auch dazu beitrug und sie begann sich hier wohler zu fühlen als draußen im Dunkeln. „Sie sagen mir das und zeigen mir zeitgleich etwas ganz anderes… Wäre ich weggelaufen, hätte ich nicht so einen freundlichen und hilfsbereiten Menschen kennengelernt. Das wäre doch schade, oder?“ Es lag nicht daran, dass sie behütet aufgewachsen und ihr nichts widerfahren war. Die Magierin hatte einen unfassbaren Glauben an das Gute in jedem einzelnen Menschen. Sie war fest davon überzeugt, dass man jedem Menschen eine Chance geben musste, ganz egal wie oft sie fallengelassen wurde. Sophia kannte nicht viele Menschen persönlich, da freute sie sich über jede Person, der sie etwas näher kommen konnte. Sie hatte nicht oft Glück und viele Bekanntschaften schon wieder verloren, nachdem sie erfuhren wer sie war und mit was für einer Persönlichkeit sie es zu tun hatten. Eifersucht, Unwohlsein und Ärger waren oft vorprogrammiert, wenn man aus einer guten Familie kam. Daher hatte sie den Druck sich nicht oft auf Dauer an eine Person binden zu können. Dass Emaru trotz seiner eigenen Situation so offen und belehrend auf das Mädchen reagierte, war für sie zwar ungewöhnlich, aber so freute sie sich umso mehr darüber, dass es Menschen gab, die über diese Dinge hinwegsehen konnten. Sie fragte sich schon ein wenig, ob es ihn störte, dass sie hier war… Es war ihr wichtig niemandem das Leben schwerer zu machen, als es ohnehin schon war. Jemandem zur Last zu fallen, wäre das letzte, was sie wollte… Sie trank die Milch leer und blickte zum Waschbecken. „Vielen Dank für die Milch, darf ich die Tasse abspülen?“ Sie wollte ja nichts tun, was ihn stören würde… Da fragte man lieber nach jeder Kleinigkeit… Ob das wohl nervig war?

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:37

Emaru lächelte oft, aber die Ehrlichkeit dahinter konnte man meistens in Frage stellen. Es gab anderen Menschen einfach ein besseres Gefühl, einem lächelnden Gegenüber zu begegnen als einem, das deutlich negative Emotionen oder Desinteresse an den Tag legte. Abgesehen davon reagierte man auf offen wirkende Menschen einfach offener. Seine leicht nach oben gezogenen Mundwinkel bedeuteten also nicht unbedingt, dass er wirklich erfreut war; in diesem Fall allerdings konnte er das Lächeln nicht zurückhalten. Es war beeindruckend, wie naiv und erwachsen Sophia zur gleichen Zeit wirken konnte. „Hm... du hast vollkommen Recht, Sophia. Es freut mich auch, dich kennengelernt zu haben... und glaube mir, ich würde dir niemals davon abraten wollen, das Gute in der Welt und den Menschen zu sehen. Das ist sehr wichtig.“ Während er das sagte, sah er dem Mädchen beim Trinken der Milch zu. Es war erleichternd, dass sie ihr schmeckte, denn irgendwie wäre es schon unangenehm, wenn er ihr etwas anbot, das sie gar nicht mochte. Ein wenig unsicher wirkte sie trotzdem noch. Sie vertraute ihm zwar, aber es musste trotzdem unangenehm, bei einem Fremden zu schlafen, den man gerade erst getroffen hatte... vor allem, wenn es ein junger Mann war. Es war durchaus nachvollziehbar, dass sie sich noch nicht ganz wohl fühlte, und vermutlich würde sie das auch nicht, bis sie wieder daheim war. Er konnte nur dafür sorgen, dass der Zwischenstopp hier so angenehm wie möglich für sie wurde. Gerade fragte sie tatsächlich, ob sie ihre Tasse abspülen durfte... Sie war wirklich niedlich.
Elegant wand er sich aus der Kochnische heraus, in der es zu zweit vermutlich doch etwas eng werden würde, und machte eine einladende Geste: „Aber ja. Tu dir keinen Zwang an.“ Sein Lächeln wurde noch ein wenig wärmer. „Fühl dich wie daheim. Es ist mir wichtig, dass du dich wohlfühlst.“ Während sie sich um die Tasse kümmerte, zog sich Emaru etwas tiefer ins Wohnzimmer zurück, leicht belustigt von dem Gedanken, dass sie wohl Angst hatte, er hätte etwas dagegen, wenn sie etwas sauber machte. Wenn es Leute gab, die sich daran störten, dass ihre Gäste ihnen bei etwas halfen, gehörte er auf jeden Fall nicht dazu. Gegenleistungen erwartete er zwar nicht, aber eine Beschwerde darüber konnte man von ihm ganz sicher nicht hören. Langsam hob er seine Stimme wieder. „Du bist sehr höflich, Sophia. Das ist eine wichtige Eigenschaft. Die Leute freuen sich sicher, wenn du bei ihnen bist.“ Langsam ließ er sich auf seinem Sofa nieder. Alt, aber doch noch ganz gemütlich. Vielleicht war er auch einfach schon daran gewöhnt, dass die Kissen etwas härter und nicht ganz so elastisch waren, aber wenigstens quietschte nichts, wenn man sich setzte – das wäre wohl das Schlimmste. So etwas konnte man Gästen nicht mehr präsentieren, also wäre es als Inneneinrichtung nicht geeignet, die ja hauptsächlich dazu diente, es Gästen gemütlich zu machen. Ansonsten hätte Emaru es auch mit einer Matraze, einem Tisch und einem Stuhl ausgehalten. Er hatte darauf geachtet, dass die Sachen, die er hier hatte, zwar alt und günstig, aber qualitativ hochwertig waren. Wenn man sich etwas Mühe gab, etwas zu säubern und in Stand zu halten, dann konnte man aus guten Schnäppchen noch viel bessere Schnäppchen machen. Sophia war vermutlich trotz aller Mühen weit besseres gewohnt, aber das war schon in Ordnung. Sie wirkte nicht wie jemand, dem das viel ausmachte.
„Aber so sehr ich deine Höflichkeit auch schätze, glaube ich nicht, dass ich vorhin etwas Falsches gesagt habe. Natürlich würde ich dir nie raten, immer das Schlimmste zu erwarten... dennoch ist es nicht nötig, Leuten alles mögliche anzubieten. Wenn du mich fragst, ist ein Danke Dank genug.“ Er lehnte sich zurück und legte seine Arme über die Lehne des Sofas. Bei seiner Größe war das etwas angenehmer. Er ließ eine kurze Pause, um das Thema leicht abklingen zu lassen, aber nicht lang genug, um eine Antwort dazwischen zu packen. Darauf achtend, dass Sophia noch nicht zu sprechen begann, wechselte er das Thema: „Du sagst mir, wenn du müde wirst, ja?“

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:38

Auch wenn sie nicht so recht wusste, wohin sie die selbstlose Freundlichkeit des jungen Mannes einordnen sollte, war sie sehr glücklich darüber. Sophia machte ja auch absolut kein Geheimnis daraus, wie sie sich fühlte. Ihre Zufriedenheit konnte man ihr an dem breiten Grinsen auf ihren Lippen direkt ablesen. Umso mehr freute sie sich, als ihr Gastgeber sagte, dass er sich ebenso darüber freute sie kennengelernt zu haben und das obwohl sie ihm nur Arbeit gemacht hatte. Sie hatte bisher nicht oft erlebt, dass Menschen auf eine so ehrliche Art gut zu ihr waren und sie dabei nicht nur in der Rolle betrachteten, die sie in ihrer Familie spielte. Eine ähnliche Behandlung hatte sie nur in ihrer Gilde erleben dürfen, was nicht daran lag, dass die Gildenmitglieder alle kein Interesse daran hatte. Es war eher so, dass ihr Name zwar bekannt, aber weniger bedeutend war als sonst wo. Ein Ort an dem Geld keine Rolle spielte… Dieser hier war recht ähnlich, weshalb sie sich wirklich wohl in Emarus Nähe fühlte. Sie wollte ihn nicht verärgern, weshalb sie nach jeder Kleinigkeit fragte, bevor sie irgendwo einen Schritt zu weit ging und seine Gutmütigkeit ihr Ende fand. Ja, auf der einen Seite schämte sich die junge Magierin dafür so auf die Hilfe dieses Mannes angewiesen gewesen zu sein. Andererseits war diese Hilfe eine Art Luxus, an den sie sich gewöhnen könnte. Aber das könnte sie wohl niemals, da sie sich damit unendlich schlecht fühlen würde jemanden auszunutzen. Dass sie sich wie zu Hause fühlen sollte, hinterließ jedoch langsam den Eindruck, dass seine Gastfreundlichkeit keine Grenzen fand. Erneut bedankte sie sich dafür und begann die Tasse in Waschbecken abzuspülen und auszuwaschen. Aus dem Wohnzimmer hörte sie dabei seine Stimme und drehte ihren Kopf danach um. Ein wenig verlegen schmunzelte sie über das Kompliment des jungen Mannes. Was war das für ein komischer Satz? Die Leute freuen sich darüber, wenn sie dort war? Bedeutete eine solche Wortwahl, dass er es anders empfand? Oder sprach er einfach drum herum? Es fiel Sophia schwer den Magier einzuschätzen, aber so wie er sich bisher ihr gegenüber verhalten hatte, konnte sie nicht einmal daran denken ihm irgendwelche bösen oder falschen Gedanken zu unterstellen. Wenn er ein Problem hätte, würde er es überhaupt sagen? Vermutlich hatte kein Mensch, abgesehen von Sophia, Emaru als einen so uneigennützigen Samariter gesehen, oder? Aber das wusste sie ja nicht. Sie trocknete die Tasse ab und sagte ein wenig aus dem Bauch heraus: „Ich glaube daran, dass Menschen nur etwas Gutes widerfahren kann, wenn sie auch Gutes tun.“ Dann überlegte sie kurz und stellte die Tasse bei Seite. Sie wollte nicht in seinen Schränken herumschnüffeln. „Das heißt nicht, dass ich erwarte, dass man höflich zu mir ist, nur weil ich es bin. Ich glaube nur, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, wenn ich mich bemühe.“ Das klang gerade wohl egoistischer als es gemeint war, hm? Langsam verließ sie die Küche und folgte ihm in das Wohnzimmer, wo sie in der unmittelbaren Nähe des Sofas stehen blieb. Ja. Sophia wagte es wirklich nicht sich zu setzen.
Lächelnd blickte sie in seine Richtung. Während sie ihm so zuhörte, wuchs in ihr die Überzeugung, dass er ein um Welten besserer Mensch war als sie. Er lebte einfach, genügsam und bisher machte es auch den Eindruck, als wäre er eher altruistisch als in irgendeiner Art und Weise auf sich selbst fixiert. Und dennoch schien er sich wirklich Gedanken darüber zu machen, dass Sophia zu gutmütig war. Sie kicherte ein wenig über seine Aussage. „Ich liebe es unter Menschen zu sein und mich mit ihnen zu befassen, sie glücklich zu sehen und etwas Gutes für sie zu tun. Genauso weiß ich, dass nicht alle Menschen die Welt so sehen wie ich, aber ich will nicht, dass so etwas mein Handeln beeinflusst. Wenn mir etwas Schlimmes passieren soll, wird es wohl passieren. Um dem vorzubeugen, will ich mich selbst nicht verändern… Wenn meine Art jemanden stört, wird man es mir schon mitteilen. Egal wie, ich habe nichts zu befürchten oder bereuen.“ Als sie ausgesprochen hatte, wurde ihr bewusst, dass sie zu plappern begonnen hatte. Ihr Papa schimpfte immer, wenn sie damit anfing, weil das immer am eigentlichen Punkt vorbeiführte… Außerdem meckerte er oft über ihre Sturheit, die Emaru wohl gerade zu spüren bekam. Wenn man raffiniert genug war zwischen den Zeilen zu lesen, konnte man wohl erkennen, dass Sophia sogar bewusst gut zu einem Menschen wäre, der ihr das Messer an die Kehle hielt. Sie mochte ein Angsthase sein, aber wenn es um ihre Prinzipien ging, riskierte sie sogar den Tod. Dann hatte sie wirklich nichts zu bereuen. Achja, und was hatte er noch gleich gefragt? Ein wenig verlegen lächelte sie ihn an. „Verzeihung, falls ich Sie wachhalte, aber ich bin nach der ganzen Aufregung so gar nicht mehr müde.“

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:39

Sophia konnte wirklich überraschend erwachsene Dinge sagen... aber irgendwie ließ sie das nur noch niedlicher und kindlicher wirken. Es lag wohl am Gesamtpaket, in das ihre Aussagen teilweise nicht so ganz passten. Sie wirkte wie ein Kind, das versuchte, mit der Wortwahl der Erwachsenen den Eindruck zu erwecken, dass es schon groß sei, und auch, wenn Emaru bewusst war, dass sie durchaus ernst zu nehmen war und dieser Schein trog, fand er es auf eine schwer zu beschreibende Art recht angenehm, dieses kindliche Bild von ihr vor Augen zu haben. Die Annahme allerdings, dass nur den Menschen gute Dinge passierten, die auch gute Dinge taten, konnte er nicht bestätigen. Wie oft hatte er schon erlebt, dass schlechte Menschen jede Menge an Macht besaßen, sei sie nun politischer oder geldlicher Art, oder auch in Form von Magie vorhanden. Oder auch, dass ein böser Mann eine hübsche Frau abbekam oder das Vertrauen vieler Menschen genoss. Oder einfach wirklich jede Menge Glück hatte. So unfair es auch sein mochte: Bösen Menschen ging es oft richtig gut. Und guten Menschen ging es oft richtig schlecht. Die Welt war nicht so gerecht, dass sie darauf Rücksicht nahm; deswegen brauchte sie Leute wie Emaru, die dafür sorgten, dass das alles wieder etwas ausgeglichener war. Er war ein guter Mensch, das war ihm bewusst, teilweise vielleicht sogar etwas zu gut. Trotzdem wartete er nicht darauf, dass die Welt ihm gab, was er wollte, er sorgte lieber selbst dafür, dass er es bekam. Das machte noch keinen schlechten Menschen aus einem, auch wenn er, wie er selbst zugab, etwas gierig sein konnte. Sophia war ihm vermutlich nicht unähnlich. Sie war ein besserer Mensch, als für sie selbst gut war, und sie war sich dessen sicher auch bewusst. Außerdem würde sie irgendwann noch merken, wie fair das Schicksal eben nicht war, und ihre Entwicklung danach würde sehr interessant werden. Noch kannte Emaru sie nicht so gut, aber er ging davon aus, dass sie wie er weitergehen würde: Auf der richtigen Seite, voller Überzeugung, diese Welt doch noch etwas besser zu machen. So wirkte sie eben.
Das Lächeln des Dargin nahm mit zunehmender Erkenntnis kein Stück ab. Im Vergleich zu einigen anderen Leuten, die er kannte, war Sophia eine Person, mit der er sehr gerne ein wenig mehr Zeit verbrachte. Wenn sie nicht schlafen wollte, störte ihn das nicht – im Gegenteil. „Keine Sorge, du hältst mich nicht wach“, meinte er ehrlich. „Ich schlafe Nachts ohnehin nicht so oft... und wenn ich doch Schlaf brauche, dann gibt es eigentlich nichts, das mich daran hindern könnte, ihn mir zu nehmen. Auch wenn das dir gegenüber vermutlich unhöflich wäre.“ Sein Gesichtsausdruck sollte deutlich genug machen, dass das ein wenig scherzhaft gemeint war, und er deutete auf den kleinen Sessel, der sich seinem Sitz gegenüber befand. Sie hatte deutlich genug gemacht, dass ihr solche Handlungen wie neben ihm auf einem Sofa zu sitzen wohl etwas zu nahe gehen würden, deshalb war es wohl besser, ihr das andere Stück anzubieten, auch wenn es seiner Erfahrung nach nicht ganz so bequem war. Wenn er jetzt aber extra wegen ihr aufstehen würde, wäre ihr das aber vermutlich erst recht peinlich... Sophia war schon ein wenig fragil. „Setz dich doch“, meinte er galant und lächelte ihr zu. „Es gibt keinen Grund dafür, dass ein hübsches, junges Mädchen die ganze Zeit über stehen muss.“
Ob sie sich nun setzte oder nicht war ihre Sache, er wollte es einfach angeboten haben. Wenn sie noch nicht müde war, dann war wohl eine gute Zeit, sie etwas besser kennen zu lernen. Ein ruhiges Gespräch konnte gleichzeitig zufrieden und müde machen, wie er selbst aus Erfahrung wusste, und sie brauchte bestimmt etwas Schlaf. Sie war nicht wie er, der immer die ganze Nacht aufblieb und dafür hier und da spontan einschlief, und sollte sie doch so werden, würde das sicher nicht so glimpflich enden wie bei ihm selbst. Also sprach er bewusst mit einer sanften, beruhigenden Stimme, während er das Gespräch mit ihr fortsetzte: „Aber sag... du interessierst dich doch sicher nicht nur für Spiele. Was hast du denn sonst noch an Hobbys, Sophia?“

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:40

Wenn Sophia sich in einem Gebäude befand, welches nicht ihr Zuhause war, dann hatte sie große Probleme damit etwas zu tun, zu dem sie nicht aufgefordert wurde. Genau deswegen stand sie gerade so unbeholfen mitten im Raum und wusste nicht was sie machen sollte. Sie hätte sich gern an Emarus Seite gesetzt, um sich weiter mit ihm zu unterhalten, weil es doch viel angenehmer und vor allem war, wenn man sich etwas gegenübersaß. Allerdings traute sie sich nicht sich aus ihrem eigenen Interesse heraus an die Seite des Magiers zu setzen. Viel zu groß war die Angst, dass er das gerade nicht wollte, sie nicht die Erlaubnis hatte dieses Möbelstück zu nutzen oder er es sogar absolut ablehnte, das sich jemand neben ihn setzte. Nun, eigentlich schätzte sie ihn nicht als die Art Mensch ein, die ein großes Problem damit hatte. Immerhin hatte er sie zu sich mit nach Hause genommen, obwohl das für die meisten Menschen wohl ein absolutes Tabu gewesen war. Er sagte zwar, dass sie sich wie zu Hause fühlen sollte, aber dazu war sie wohl einfach zu verklemmt. Sie wollte Emaru unbedingt alles Recht machen, nachdem er ihr so viel geholfen hatte… Das war ja wohl das mindeste, was sie in dieser Situation tun konnte, oder?
Der junge Mann hatte stets so ein freundliches Lächeln auf seinen Lippen. Er strahlte förmlich, was nicht nur mit seiner auffälligen Augen- und Haarfarbe zusammenhing. Es war schwer die Aufmerksamkeit von ihm abzuwenden, obwohl Sophia um diese späte Tageszeit nicht mehr sonderlich viel Konzentration hatte. Sie hatte ja nicht einmal eine Ahnung wie spät es überhaupt war, aber im Moment schien das ziemlich irrelevant zu sein. Sie musste ein wenig kichern, als Emaru erklärte, dass er selbst nachts nicht sonderlich viel schlief. Auch seinen Scherz verstand sie sehr wohl… Was er wohl sagen würde,  wenn er wüsste, dass Sophias Körper wirklich wenig Rücksicht auf die Umstände nahm? Was konnte se schon schaden ihm davon zu erzählen? Nachdem sie etwas darüber gelacht hatte, erklärte sie: „Ich schlafe allgemein sehr wenig…  Ich weiß nicht einmal in welchem Rhythmus… Wenn ich dann wirklich Schlaf brauche, geht das überall.“ Wirklich überall. Sophia konnte in den unpassendsten Situationen einschlafen, wenn man sie nicht davon abhielt. Allerdings kündigte der spontane Einschlafmoment sich über mehrere Minuten des wiederholenden Gähnens an. Sie lachte ein wenig verlegen darüber. Ihr Ziehvater hatte sie deshalb mal zu einem Arzt in ein Schlaflabor gebracht. Der stellte auch fest, dass Sophia wenn überhaupt die Hälfte der Ruhe bekam, die ihr Körper eigentlich benötigte. Die Magierin sah Schlaf als sehr störend an… Man konnte in der Zeit, die man in seinem Leben verschlief so viele spannendere Dinge erleben. Allgemein war sie ja leicht in irgendwelche Beschäftigungen zu verstricken, weshalb sie auch rasch ihre Müdigkeit aus den Augen verlor. Die Folge waren dann tiefe, dunkle Augenringe, die aber im Gesamtbild nur wenig auffielen…
Gerade als sie Gedanken ein Stückchen weitergegangen war, sprach Emaru sie wieder an. Sie blickte ihn eine Sekunde lang etwas irritiert an, bis ihrem Kopf klar wurde was er ihr gesagt hatte. Sie sollte sich setzen! Wohin? Ach, dahin. Ein kleiner Sessel. Nun, sie hätte lieber neben ihm gesessen, aber wenn ihm das lieber war, war das natürlich in Ordnung. Dass er sie hübsch genannt hatte, war ihr ein wenig peinlich, aber abgesehen davon, dass sie ein wenig verlegen schmunzelte, merkte man das wohl kaum.  Kaum hatte sie sich auf den Sessel gesetzt, stellte ihr der Magier die nächste Frage. Erstaunlicherweise war es ihr ziemlich egal wie bequem die Sitzgelegenheit war. Sie musste ja nur ihren Allerwertesten darauf platzieren… Hobbys? Das war eine gute Frage… Sie erzählte in der Regel niemandem etwas über sich, abgesehen von ihrer Leidenschaft für Videospiele… Aber wenn er schon so danach fragte. Grübelnd blickte sie ihn an. Man konnte quasi sehen, wie sich die Zahnräder in ihrem Kopf zu bewegen begannen. Sie hob die Hand und begann an ihren Fingern nachdenklich aufzuzählen: „Also… Ich tüftle recht gern… Das liegt mir wohl in den Genen. Ich kann mit etwas Schrott und dem richtigen Werkzeug sogar funktionsfähige Dinge herstellen… Als Magierin mag ich natürlich auch Zauber und Magie aller Art. Ich interessiere mich sehr dafür und lese auch gern Bücher dazu. Generell lese ich ziemlich gern… Ich bin gern unter Menschen, bin gern aktiv, aber ich schlafe auch unheimlich gern… Nur nicht besonders lang, weil mir meine Freizeit kostbar ist…“ Dann stoppte sie und nahm die Hand herunter. Nachdenklich tippte sie sich auf die Unterlippe. „Ich glaub das wars schon… Aber Videospiele gehören wohl dann noch zu den spannenderen Dingen.“ Sophia hielt sich selbst für ziemlich langweilig. Sie hatte oft das Gefühl, dass ihre Persönlichkeit alles andere als besonders und nicht wirklich beachtenswert war… Ob das wohl rüberkam, wenn sie über sich selbst sprach? „Ganz schön unhöflich nur von mir zu reden… Was machen Sie denn gern, Emaru-san?“ Sie lächelte wieder. Wie spät es wohl war? Sie konnte es nicht einmal schätzen…

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:40

Oh... Sophia schlief nicht viel? Und wenn, dann überall? Das Mädchen war im Vergleich zu Emaru gar nicht mal so unterschiedlich, wie man meinen könnte, wenn man ihre Größe verglich oder ihre doch recht auffällige Haarfarbe neben sein leeres Weiß hielt. Auch seine Selbstsicherheit passte nicht direkt an ihre scheue Art. Aber irgendwo waren sie sich schon ähnlich. Ein kleines Bisschen zumindest. Es war allgemein eine Eigenart Emarus, eher auf Gemeinsamkeiten einzugehen als auf Unterschiede, da konnte man auch an kleinen Dingen anknüpfen. Ihre Schlafgewohnheiten waren allerdings vermutlich nicht das Beste aller Themen, ihre Interessen waren da wohl doch eher ein Punkt, um anzuknüpfen. Und interessanterweise ging das auch wirklich gut, wenn man ihr so zuhörte. Sie hatte das Interesse an Technik, das in dieser magieorientierten Gesellschaft auszusterben drohte, und sie genoss das Lesen, so wie er auch. Ja, damit konnte er arbeiten...
Als Sophia das Wort an ihn übergab, musste er kurz die Augen schließen über seinem Schmunzeln. Sie musste wirklich noch merken, dass sie sich hier nicht so angespannt fühlen musste. Das würde er sicherlich noch hinkriegen... Langsam öffnete er die Augen und blickte freundlich in die ihren, die in ihrem unschuldigen Rosa zurücksahen. „Aber nicht doch, Sophia. Wie könnte es unhöflich von dir sein, meine Frage zu beantworten? Entspann dich ruhig.“ Seine Stimme war sanft und tief, so entspannend, wie sie eben sein konnte. Hätte sie einen Geschmack gehabt, dann wäre es wohl am ehesten der von Honig gewesen, so süß und ruhig floss sie zu dem Mädchen. „Du hättest ruhig mehr erzählen können... ich fand es interessant. Vor allem bist du ein sehr intelligentes Mädchen, nicht wahr? Du beschäftigst dich mit beeindruckenden Themen, Sophia.“ Er lehnte sich noch etwas in die gepolsterte Rückenlehne seines Sofas, ließ dabei aber nicht den Blick von der kleinen Rosahaarigen. Er wollte sehen, ob und wie sich ihr Gesichtsausdruck ändern würde, während er sprach. „Ich hatte immer gedacht, ich wäre der einzige Sechzehnjährige gewesen, der sich mit Magietheorie beschäftigt hat. Das ist besonders in der Altersklasse eine Seltenheit... ich bin froh, mal jemanden wie dich kennen zu lernen. Vielleicht habe ich ja sogar ein paar Bücher, die dich interessieren könnten.“ Er lehnte sich jetzt leicht vor, fixierte Sophia, weiterhin mit zartem Lächeln. „Es ist auch allgemein nicht mehr so häufig, dass Jugendliche überhaupt lesen... leider. Du bist eine recht einzigartige Person... im positiven Sinne. Auch dein Interesse an Technik... mal ganz außen vor gelassen, dass deine Fähigkeiten im Umgang damit beeindruckend klingen, finde ich schon das Thema an sich interessant. Es ist etwas, das in der heutigen Gesellschaft stark vernachlässigt wird, wenn du mich fragst. Die Menschen verlassen sich zu sehr auf Magie, um noch einen Blick für Mechanik zu haben. Ich selbst bin da anders... ich sehe darin eine Art Wissen, die der Menschheit nicht verloren gehen sollte. Deswegen habe ich auch ein paar Entwürfe aus früheren Zeiten aufgestöbert und restauriert, so gut es eben ging... Ich habe sogar mal ein altes Kraftwerk zur Generation von Elektrizität wieder zum Laufen gebracht. Auch, wenn die Zukunft in der Magie liegen mag, dürfen wir den Blick auf Alternativen nicht verlieren, nicht wahr?“
Hm... nun, das war dann vielleicht doch ein wenig zu tief für ein junges Mädchen, so clever sie auch sein mochte. Das ging schon fast in Philosophie, damit wollte er sie nicht belasten. Lieber ging er wieder zurück zu ihrer Fragestellung... „Aber natürlich habe ich auch gewisse Hobbys neben dem Lesen, dem Sammeln von Wissen und der Magie. Ich bin beispielsweise begeisterter Sternenbeobachter, was teilweise meine Schlaflosigkeit begründet.“ Dass ihn hin und wieder auch junge Frauen wachhielten, die nicht viel älter als Sophia waren, gehörte hier wohl nicht hin. „Außerdem züchte ich selbst Pflanzen... mir gefällt der Prozess des aufblühenden Lebens, der Zyklus von einem kleinen Samen bis hin zu einem ausgewachsenen Lebewesen. Deswegen habe ich auch Blumenkästen draußen an meinen Fenstern hängen... hast du sie eigentlich schon gesehen?“ Er blickte nachdenklich nach oben. Es konnte gut sein, dass sie noch gar nichts davon bemerkt hatte, dabei war das wohl die einzige Art der Dekoration, die man auch in den Wohnungen gewöhnlicher Menschen fand und die nicht hauptsächlich dem Studium von Magie, Technologie und allem anderen diente, oder davon abstammte. Das Aufziehen von Pflanzen war neben der Beobachtung des Nachthimmels wohl sein einziges wirkliches Hobby, alles andere war fast schon eine Art Mission. Er sah der De Nostradame wieder zufrieden in die Augen. „Wenn du magst, zeige ich sie dir gerne mal.“

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:41

Für Sophia war Schlaf eher eine störende Notwendigkeit als ein Genuss. Viele Menschen liebten die Ruhe und Entspannung des Schlafes, vergaßen dabei aber offensichtlich, dass es noch weitaus mehr zu entdecken gab in der Welt, was man im Land der Träume schlicht und ergreifend verpasste. Deshalb hatte die rosahaarige Magierin sich schnell an den bitteren Geschmack von Kaffee gewöhnt und auch die Aufregung und Unruhe nach einem Koffeinkick war die Zeit wert, die sie dafür gewann. Der plötzliche, komaähnlich eintretende Schlafimpuls hielt, wenn er dann unerwartet auf sie hereinbrach, dann zwar lange an, war im Durchschnitt jedoch weniger verschwenderisch als jeden Tag die Zeit zu schlafen, die ihr Körper eigentlich brauchte.
Doch zurück zu Emaru… Dieser hatte eine unfassbar beruhigende Art an sich, wäre nicht genau dies einer der Punkte, der Sophia beunruhigte. Nein, das lag bestimmt nicht an ihm und vermutlich hätte das bei jedem anderen Mädchen Wunder gewirkt. Wenn sie wüsste, dass er versuchte sie zur Ruhe zu bringen, wäre sie sicherlich auch dankbar gewesen. Allerdings war sie ein wenig überfordert mit der Situation und dass Emaru das alles so normal fand, machte es scheinbar nicht wirklich besser. Dass er ihr ständig sagen musste, dass sie nichts falsch machte, war zwar eine nette Geste, jedoch brachte sie die Magierin in Verlegenheit, da sie das Gefühl hatte ständig falsch zu reagieren. Auch Komplimente machten das nicht wirklich besser. Er nannte sie intelligent, ihre Interessen beeindruckend und auf irgendeine Art besonders. Sophia hatte das nie so gesehen und schämte sich ein wenig deshalb, vor allem weil er es so in den Vordergrund rückte. Wie sicherlich bereits aufgefallen war, war das Zentrum Sophias Gedanken nie ihr eigenes Interesse, sondern immer das der anderen. Dementsprechend befand sie sich zwar nicht ungern im Mittelpunkt, konnte damit aber nicht allzu gut umgehen. Es beschämte sie ein wenig… Man konnte es auch erkennen. Die vielen netten Worte des Magiers drangen zu ihr durch und die Reaktion darauf trat in Form eines rosaroten Schleiers über ihre Wangen ein. Dass er ein paar Bücher hatte, die sie interessieren könnten, glaubte sie sogar mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit. Sie las wirklich gern, schnell und viel und konnte aus den dämlichsten Büchern noch eine interessante Information filtern. Was sie jedoch ein wenig irritierte, war, dass Emaru erst lobte, dass sie ein solches Interesse zur Magie hatte und er dann doch die Technik über die Magie hob. Nun konnte sie nicht mehr so recht einschätzen was von beidem ihm lieber war, denn er schien da eine deutliche Trennung vorzunehmen… Sophia nicht, aber woran das lag, war eigentlich ziemlich klar. „Ich finde es nicht gut Magie und Technik so weit auseinander zu stellen, aber den Fehler machen viele Menschen. Gerade diejenigen, die selbst mit Magie nichts am Hut haben, empfinden sie in ihrem alltäglichen Leben als deutlich…“ Welches Wort passte da am besten? „…einfacher als Mechanik. Es muss sich nicht so sehr darum gekümmert werden, braucht hauptsächlich erneuerbare Ressourcen und ist meist umweltfreundlicher…“ Sie stoppte erneut und starrte nachdenklich Löcher in die Luft. Man konnte sehen, dass sie ihr Köpfchen anstrengte, um die richtigen Worte zu finden.  „Ich denke, dass Magie und Technik eine Einheit bilden sollten, die ineinander übergreift. Das wäre wirklich effizient und würde viele neue Möglichkeiten eröffnen. Stattdessen fällt das, was meine Familie so berühmt gemacht hat, immer weiter in den Hintergrund und selbst die Geräte die meinen Familiennamen als Logo tragen, laufen mittlerweile hauptsächlich über magische Ressourcen…“ Wann genau diese Wende stattgefunden hatte, wusste Sophia nicht. Allerdings gefiel sie ihr nur zu einem gewissen Teil. Denn sobald die Magie Überhand gewann, würden es normale Menschen vermutlich im Leben schwerer haben als richtige Magier… Einen Vorteil für sie hatte das Ganze zwar, denn so hatte sie schon seit ihrer Kindheit immer Zugang zu viel Elektroschrott gehabt, der noch gut für ihre Zwecke nutzbar war. Sophias Meinung darüber wurde in ihrer Familie ungern gehört. Vor allem das Oberhaupt, welches das Kind sowieso am liebsten verstoßen hätte, hört nicht gern, was die Magierin zu sagen hat. Selbst ihre Magie kann er nicht leiden. Vermutlich weil es irgendwie zusammenhängt. Ob sie ihm davon erzählen sollte? Bestimmt hatte er noch nie von der Hextech Magie gehört… Sie selbst war ja noch niemandem mit ihren Fähigkeiten begegnet. „So wie Magie ein Phänomen der menschlichen Intelligenz ist, ist die Technik auch eine. Ich bin mir sicher, dass es zusammengehören muss, aber das liegt sicher auch daran, dass ich eine Hextechmagierin bin.“ Aber genug von ihr… Sie hatte schon so viel geplappert…
Emaru mochte also besonders gern die Sterne und den Nachthimmel. Sophia erinnerte sich daran, dass ihr richtiger Vater auch gern zum Himmel hinauf in die Sterne gesehen hatte, weil er seine Liebe vermisste und ihm dies das Leuchten ein wenig Hoffnung gab. Das sagte man ihm zumindest nach. Sie wusste nicht wie viel Wahrheit da dran war, weil sie es nicht von ihm selbst gehört hatte. Allerdings war es schon nicht falsch. Der Nachthimmel hatte eine beruhigende Wirkung. Dafür seine nächtliche Ruhe aufzugeben, war verständlich. Dass ihn Pflanzen interessierten, so wie er beschrieb, ließ irgendwie auch darauf schließen, dass er wohl Tiere und Menschen kaum weniger interessant finden konnte, oder? Wenn es um das Leben ging, konnte man an all diesen Lebewesen sehr gut beobachten, was das Schicksal und die Zukunft mit sich brachten. An Pflanzen sah man es aber wohl am besten… Tatsächlich hatte sie von diesem Hobby noch nicht viel gesehen. Bei ihr Zuhause hatte es immer wenig Pflanzen gegeben. Ihr Ziehvater hatte keine Zeit und Geduld für so etwas und in ihrer richtigen Familie stand die Technik fast über allen Lebewesen… Ein wenig traurig war diese Feststellung schon, aber umso neugieriger war Sophia sobald sie es mit diesen Dingen zu tun hatte. Sie war die Art Mensch, die für einen kleinen Streuner auf der Straße ihre ganze Tagesaufgabe vergaß. „Oh, ich würde sie gern sehen!“, sagte sie also strahlend. Was er ihr wohl so zeigen konnte?

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:42

Sophia hatte nicht Unrecht, Emaru betrachtete Technologie und Magie sehr getrennt voneinander, und war das denn so falsch? Zumindest zur jetzigen Zeit waren es zwei weit entfernte Gebiete: Eines, das die Menschheit verfolgte, und eins, das sie fallen gelassen hatte. Die genaue Trennung war etwas schwieriger geworden. Zur Zeit der Technologie handelte es sich dabei um meist recht große Maschinen, die eine Form von Energie nahmen, um sie in eine andere umzuwandeln und so diverse Effekte zu erzielen, meist sehr ineffizient aufgrund des damals nicht allzu ausgeweiteten Wissensstandes über derartige Maschinerie. Das Aufkommen der Magie verdrängte sie allerdings nicht gleich, da es sich zu Beginn um eine reine Form der Energie handelte, deren Kontrolle nur den wenigsten Menschen gegönnt war. Verändert hatte sich das alles, als Lachryma entdeckt wurden, in denen diese magische Energie gespeichert war. Zuerst hatte man versucht, es mit der Technologie der Zeit zu kombinieren, aber das wollte nicht so richtig funktionieren, also hatte man sich darauf konzentriert, die Ausbeutung dieser natürlichen Kristalle möglich zu machen, und sobald das funktionierte, wurde Technik nebensächlich. Wie Sophia schon gesagt hatte: Magie war so viel einfacher als Mechanik, und darauf sprangen die Menschen an. Aus den Methoden der damaligen Zeit hatten sich auch die Runen entwickelt, die er verwendete, um mithilfe seiner eigenen Lachryma Kühlschrank, Herd und Licht zum Laufen zu bringen. Inzwischen war die Linie zur Technik wohl ein Stück weiter verwischt, weil es magische Utensilien gab, die mit Lachryma als Antrieb funktionierten, deren Kraft aber nicht über irgendwelche magischen Zeichen utilisiert wurde, sondern tatsächlich mit einer auf Magie fokussierten Form der Technik. Es handelte sich quasi um Geräte, die die magische Energie aus den Lachryma hinaus zwangen und das mit einem einfachen Knopfdruck. Anders als bei der normalen Nutzung von Magie brauchte man dafür kein Fachwissen, es war also für alle Menschen wesentlich bequemer. Die Unterscheidung zwischen Magie und Technologie ließ sich also eigentlich nur noch ziehen, wenn man die Antriebsquellen betrachtete: Alles, was über magische Energie, also auch Lachryma, betrieben wurde, war von Magie abhängig und somit ein Teil von ihr. Alles andere, was zurzeit wohl so ziemlich nichts war, war Technik. Zumindest nahm Emaru es so auf... eine einheitliche Definition für Technologie gab es heutzutage nicht mehr wirklich.
Man musste aber durchaus sagen, dass Sophia eine sehr gute Gesprächspartnerin war. Sie wirkte so viel erwachsener, wenn man über etwas Wichtiges sprach. Ihre Naivität schien vollkommen verschwunden, während sie voller Überzeugung über eine ihrer Vorlieben sprach. Außerdem ließ sie ein paar Worte darüber fallen, woher ihre Familie ihren Ruhm hatte... Ihre Ansicht würde Emaru allerdings nicht so schnell teilen, zumindest nicht ohne Einschränkung. Die Verbindung von Magie und Technik hatte bisher Vereinfachung gebracht, ja, aber das nur zugunsten von Abhängigkeit und von Einbußen auf Seiten der Magie. Es hatte seine Gründe, dass der Dargin die alte Runenschrift der Nutzung eines magischen Gerätes vorzog. Aber dieses Thema war wohl doch etwas zu aufwühlend für diese Zeit... seine Pflanzen waren vermutlich eine willkommene Ablenkung.
Tatsächlich schien Sophia sich sogar sehr dafür zu interessieren, was Emaru durchaus erfreute. Langsam erhob er sich von seiner Sitzgelegenheit. „Ich zeige sie dir liebend gern, Sophia“, meinte er freundlich. „Ich habe extra verschiedene Arten von Pflanzen aufgezogen. Immerhin will ich sie ja beobachten, da ist die Vielfalt wichtig.“ Er geleitete das Mädchen zu dem Fenster an der rechten Wand, dann öffnete er es. Angenehm kühle Nachtluft zog herein und strich sanft über die Gesichter der beiden, die sich aber eher für den hohlen Blumenkasten interessierten, der an der Wand darunter angebracht war. Die kleinen, grünen Stängel, die herausragten, waren noch weit davon entfernt, identifizierbar zu sein. „Das hier ist ein Kasten für Obst und Gemüse... natürlich nichts, was auf Bäumen wächst. Ich habe dafür einen größeren Kasten gebraucht, er ist etwas größer als erlaubt.“ Schmunzelnd legte er einen Finger auf die Lippen. „Verrat mich nicht, ja?“
Danach würde er ihr den kleineren Kasten am gegenüber liegenden Fenster zeigen – dort wuchsen Kräuter, die schon ziemlich weit fortgeschritten waren. Wieso er sie so nahe an seiner kleinen Kochnische züchtete, dürfte klar sein. Der dritte und letzte Aufenthaltsort seiner Gewächse war das eine Zimmer in seinem Schlafzimmer, vor dem sich Blumen erstreckten. Oder naja, eine Knospe und zwei kleine, zukünftige Blümchen. Alle noch im Wachstum. Er hatte auch einen Samen darin, der noch nicht gekeimt hatte. Kein Wunder; er fing ja auch nicht mit allen gleichzeitig an. Hoffentlich gefiel dem Mädchen die kleine Führung...

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:43

Sophia war stets ein neugieriges Mädchen gewesen. Sie hatte sich immer für all die wunderschönen Dinge dieser Welt interessiert, natürlich vornehmlich für die Sachen, die ihr so am Herzen lagen, aber auch andere Phänomene hatten ihren Reiz. Das Mädchen war die Art Mensch, die am liebsten alles wissen und entdecken würde, nur wusste sie selbst, dass sie dazu weder die Zeit noch die richtigen Mittel hatte. Aber je mehr Leute sie kennenlernte, desto mehr neue Welten eröffneten sich ihr. So hatte sie bei dem weißhaarigen Magier beispielsweise das Glück, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben die Welt der Pflanzen so richtig entdecken konnte. In ihrer Familie gab es so etwas nicht. Ihr Großvater vor allem war überzeugt davon, dass es sich bei Grünzeug aller Art um lästige und nutzlose Staubfänger handelte. Ihr Ziehvater hatte schlicht und ergreifend nicht das Feingefühl und die Geduld für Pflanzen. Wenn er es versuchte, führte dies stets zu braunen, vertrockneten Blättern und Stängeln, die zerbröselten, wenn man sie nur anfasste. Zwar hatte der gute Mann ein großes Herz, aber wenn ihm etwas nicht gelang, wurde er schnell zornig und verlor die Geduld. Obwohl es ihm sicher leid tat um die schönen Pflanzen… Er drückte oft gegenüber Menschen mit dem „grünen Daumen“ seinen Neid offen aus. Eine liebenswürdige Art, wie Sophia fand, denn trotz allem Neid würde er nie das Glück anderer zerstören oder stehlen wollen.
Was Emaru ihr so zeigte, weckte natürlich sofort ihre Aufmerksamkeit. Sie hatte einiges erwartet und war selbst über die kleinen, grünen Stängel schon tierisch erfreut. Zwar konnte man sie noch nicht definieren, was sie ohne Emarus Hilfe sicherlich nicht einmal mit einer blühenden Pflanze geschafft hätte, aber sie zeigten das junge Leben und man konnte ihr Wachstum quasi unmittelbar beobachten. Im Moment sahen sie noch alle recht ähnlich aus, aber bald würde sich das bestimmt ändern. Zu gern hätte sie das gesehen, aber über Nacht würde das wohl kaum klappen. Auch selbst gezüchtetes Obst und Gemüse kannte Sophia nicht. Sie hatte so etwas immer nur vom Markt von irgendwelchen Bauern bekommen, die das in Massen anpflanzten. Kein Vergleich zu so einem niedlichen Blumenkasten… Das Interessanteste waren wohl die Kräuter, weil man diese schon so richtig erkennen konnte. Sie dufteten und Sophia beugte sich weit aus dem Fenster heraus um daran zu riechen. Sophia beobachtete alles ganz genau, auch die kleinen Pflänzchen im Schlafzimmer, wobei sie glücklicherweise nicht merkte, dass es ihr normalerweise sicher unangenehm gewesen wäre mit einem jungen Mann nachts allein in seinem Schlafzimmer zu sein. Das hätte nur die Stimmung verdorben… Wieder an einem der Fenster angekommen,  blickte sie in den Himmel und lächelte. „Ich glaube, dass es in Marokkasu nie so dunkel ist…“, erklärte sie ihm nachdenklich. „Ich liebe die Technik und es stört mich auch nicht, dass die Laternen den Himmel nie so dunkel werden lassen wie hier, aber es ist ein wirklich schöner Anblick.“ Es waren nicht nur die Sterne, die man hier viel besser sehen konnte… Viele Menschen würden die Dunkelheit wohl fürchten, wenn sie es nicht gewohnt waren, aber möglicherweise lag es auch an Sophias guter Gesellschaft. Sie hatte nur wenig bekannte Menschen außerhalb ihrer Familie und niemand stand ihr so wirklich nahe, weil sie ein sonderbares Kind gewesen war… Hier fühlte sie sich wohl, auch wenn es nur für diese Nacht war und sie nicht wusste, ob sie Emaru einmal wiedertreffen würde…

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:44

Sophia schien sich wirklich für seine Pflanzen zu interessieren... Mehr als Emaru selbst vielleicht. Den interessierte wirklich nur, wie sie wuchsen und ob es in dem Prozess irgendetwas gab, das die einzelnen Arten voneinander im Besonderen unterschied, etwas, aus dem man vielleicht sogar Wissen erschließen konnte. Das Ziel war grundsätzlich allerdings ein wenig nebensächlich, denn im Grunde genommen war es nicht mehr als ein Hobby. Ein begründetes Hobby, aber ein Hobby. Manchmal musste man seine Gedanken von der großen Welt ablenken, und da eignete es sich eigentlich immer, sich um Lebewesen zu kümmern, Pflanzen eingeschlossen. Pflanzen waren dafür sogar besser, sie sprachen nicht und sie störten nicht, sie bewegten sich nicht und dennoch spürte man, dass in ihnen Leben steckte. Es war schwer zu beschreiben, aber sehr beruhigend. Dafür brauchten sie auch nicht wunderschön und ausgewachsen zu sein, im Gegenteil, je weiter sie davon entfernt waren, die Blüte ihres Lebens zu erreichen, desto länger konnte man sich um sie kümmern. Es war also wohl kein Wunder, dass der Dargin an ausgewachsenen Exemplaren das Interesse verlor. Nur junge Pflanzen ließen ihn diese gewisse Faszination verspüren. Sie waren stumm, nicht anhänglich und nie anziehender als in ihrer Wachstumsphase... als wären sie das komplette Gegenteil von Frauen.
Diesen Gedankengang ließ das Weißhaar unkommentiert, auch wenn er ihn zum Schmunzeln brachte. Es wäre alles andere als angemessen, so etwas in der Nähe einer jungen Dame wie Sophia zu erwähnen. Stattdessen hörte er ihr lieber zu und ging auf ihre Worte ein, die Worte, die sie mit einem Blick in den wunderschönen Nachthimmel aussprach. Er konnte einfach nicht anders, als darüber zu lächeln. Sie schien die Schönheit der Nacht gut verstehen zu können, obwohl sie sie kaum kannte... vielleicht auch gerade deshalb. „Freut mich, dass es dir gefällt“, meinte er zufrieden und seine Augen folgten den ihren hinauf. „Ich könnte wohl nicht in einer Stadt leben, in der man die Sterne nicht beobachten kann... Weißt du, sie mir Nacht für Nacht ansehen zu können ist wichtig für mich. Es ist ein Teil meines Lebens.“ Jeder hatte wohl etwas, auf das er nicht verzichten konnte, diese eine Sache, die ihn faszinierte und nicht losließ, im Gegenzug aber auch immer dafür sorgte, dass man sich besser fühlte. Je nachdem, wer man war, lag es in etwas anderem – vielleicht in Zeit mit anderen, in einer einfachen Aktivität wie zu klettern oder zu schreiben, vielleicht ja sogar darin, an irgendwelchen Maschinen herumzuschrauben. Für manche war es der Schlaf, der Kampf, der Tanz. Ein kleiner Teil dessen, was jede Person zu etwas Einzigartigem machte. Sophia kannte das Gefühl sicherlich.
Langsam wurde es aber wirklich spät. Naja, noch später. Es war schon ein Stückchen her, dass die Uhr Mitternacht passiert und so einen neuen Tag eingeleitet hatte, und doch zeigte das Mädchen kein Anzeichen von Müdigkeit. Das lag vermutlich an der Aufregung, die dieser Tag in ihr hinterlassen hatte... Die arme Sophia musste völlig fertig sein, und Schlaf war offenbar eine Erlösung, die ihr nicht bestimmt war. So langsam machte sich der Dargin richtig Sorgen um sie. Hätte sie es nach Hause geschafft, würde sie vielleicht bereits friedlich schlummern, die schlechten Seiten des Tages vergessend, aber hier und jetzt schien das noch in weiter Ferne zu liegen. Nachdenklich trat der Dargin von seinem Fenster zurück, ohne Sophia dabei zu stören, und blickte sich um. Viel hatte er nicht gerade, mit dem er jemanden beschäftigen oder müde machen konnte. Im Prinzip hatte er ja nur ein Bett und ein paar Kartons voll Sachen. Andererseits war genau das vielleicht die Antwort... Wenn man mal seine Klamotten und seine wenigen Besitztümer ausnahm, gab es eigentlich nur eine Sache in diesen Pappkisten: Bücher. Mehr als die Hälfte seines Besitzes bestand aus Büchern, und wenn das im Wohnzimmer noch nicht klar geworden war, dann spätestens jetzt, wenn man sah, wie viele noch zum Umzug verpackt hier herumlagen, weil er einfach nicht genug Mobiliar hatte, sie unterzubringen, so, wie er auch keinen Schrank für seine Kleidung besaß. Als das Mädchen mit dem rosa Haar sich also von seinem Fenster abwandte, wartete sein altbekanntes Lächeln bereits auf sie. „Dass du um diese Zeit noch nicht müde bist... ich bin richtig überrascht, Sophia.“ Er war freundlich und klang eher amüsiert als genervt. Es störte ihn als Person allerdings auch wirklich nicht, sich um sie kümmern oder jetzt wach sein zu müssen. Ihm war nur unangenehm, dass er davon ausgehen musste, dass es ihr nicht guttat, jetzt noch wach zu sein. Er konnte ja nicht ahnen, dass sie jemand war, der nur schlief, wenn es nicht anders ging... Er ging in die Hocke neben einem Karton voller Bücher und schob ihn in Richtung seines Gastes. „Du hast gesagt, du magst Bücher, nicht?“, fragte er, auch wenn es natürlich nur rhetorisch war. Er konnte sich ja kaum bei etwas irren, das sie ihm erst vor so kurzer Zeit gesagt hatte. „Ich habe alles mögliche da, wenn du etwas findest, das dir gefällt, dann können wir vielleicht ein bisschen lesen. Wir müssen ja irgendwie die nächsten paar Stunden hinter uns bringen.“ Und wenn er sagte, dass er alles hatte, dann meinte er das auch so. Allein in diesem Karton konnte man viele verschiedene Genres finden – was wohl eher gegen seinen Sinn für Ordnung sprach als für seine Auswahl. Aber ob sie nun lieber ein theoretisches Buch über wichtige Dinge in dieser Welt las oder eine Biographie oder gar eine Geschichte aus einem der vielen Genren, von Action über Romantik bis hin zu Philosophie, sie würde nicht enttäuscht werden von diesem kleinen Fragment der Büchersammlung des Dargin.
Sie musste ja nicht unbedingt wissen, dass nicht alle dieser lesbaren Kleinode bezahlt worden waren...

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:44

Ob Sophia müde war oder nicht, konnte sie nur schwer ausmachen. Noch immer fiel es ihr schwer darüber zu urteilen, da es meist eher ein plötzlich einschlagendes Gefühl war, was sie so schnell übermannte, dass sie gar nicht sonderlich viel davon mitbekam. Die Magierin war nicht jemand, der sich ewig die Nacht um die Ohren schlug, wenn er müde war, um noch irgendetwas zu erreichen oder um etwas davon zu haben. Sie war ein sehr gemütlicher Mensch und das strahlte sie auch in jeder Situation aus. Der Himmel hatte sie noch immer etwas in ihren Bann gezogen und sie dachte ein wenig darüber nach, was sie nun wohl tun würde, wenn sie zu Hause wäre. Vermutlich würde sie schlafen, möglicherweise aber auch weiter an ihren Videospielen spielen und deshalb den halben Tag verschlafen, sodass sie es erneut nicht schaffte auf eine Quest zu gehen. So oft hatte sie sich vorgenommen die Aufgaben ihrer Gilde zu erfüllen, aber zum einen fürchtete sie sich schon ein wenig davor und andererseits schaffte sie es immer nicht auf jemanden zu zugehen, weil sie sich selbst für zu unfähig und unbedeutend hielt. Aber der Himmel hier ließ sie Vieles davon so schnell wieder vergessen, wie es überhaupt aufgekommen war…
Als sie es schaffte sich davon wieder loszureißen, wurde ihr klar, dass sie sich ein wenig abgelenkt hatte. Immerhin war sie nicht allein hier und wenn sie sich so auf alles und nichts konzentrierte, aber ihren Gastgeber aus den Augen verlor, war das ziemlich unhöflich. Mit einem Lächeln auf die Lippen sagte er, dass er verwundert darüber war, dass sie noch nicht müde wurde. Ein wenig war sie das auch, aber sie war sie war sich ziemlich sicher, dass dies daran lag, dass sie heute so viel Stress gehabt hatte und ihr Körper noch immer nicht zur Ruhe kam. Erst hatte sie sich stundenlang in der Videospielwelt verloren um dann wach zu werden und sich daran zu erinnern, dass sie alles verpennt hatte und nun hier festsaß. In einer fremden Stadt. Aber immerhin hatte sie ja ihren Retter gefunden, der sie schon ein wenig heldenhafte begleitet und sogar mit nach Hause genommen hatte. Emaru schien ein guter Zuhörer zu sein, denn obwohl sie sich nicht sonderlich lang kannten, schien der Magier sich sofort alles eingeprägt zu haben, was sie so von sich gab. Ein gutes Beispiel dafür war, dass er offensichtlich noch wusste, dass sie sich sehr für Bücher interessierte. Deshalb wies er sie darauf hin, dass er selbst viele davon hatte und lud sie dazu ein sich diese anzusehen und sie möglicherweise gemeinsam mit ihm zu lesen. Nun, um die Zeit zu überbrücken, in der sie ihm hier zur Last fiel, war das wohl ein willkommenes Angebot. Lächelnd nickte sie und trat ihm entgegen, um sich über die Bücherkiste zu beugen. Neugierig stöberte sie darin herum und las die Einbände, um zu erkennen um was für Bücher es sich dabei handelte. Mit der Aussage, dass er alles Mögliche da hatte, hatte der Magier auch nicht untertrieben. Sie las einige bekannte Namen, deren Biographien und Werke ihren Weg in diese Kiste gefunden hatten. Allerdings hatte er auch viele unterschiedliche Geschichten, aus den verschiedenen Jahrzehnten gesammelt und sogar einige Fachbücher, die nicht nur für Anfänger, sondern auch schon für Fortgeschrittene auf dem jeweiligen Gebiet gemacht waren. Zum Teil fand sie auch recht schwierige Literatur, sodass sie sich fast ein wenig wunderte, wie er die ganze Zeit dafür aufbrachte sich mit all dem zu befassen… Na gut, wenn er auch sonst nachts nicht schlief… Aber naja, er hatte ein Bett und das sicher nicht nur zur Zierde, oder? Es entging der Magierin jedoch auch nicht, dass hier Bücher dabei waren, die ihr Ziehvater ihr verboten oder weggenommen hätte, wenn sie sich mit so etwas befassen wollte. Zum Beispiel fand sie einen Titel, der sie sofort dazu bewegte das Buch herauszuziehen und ein wenig ausdruckslos auf den Einband zu starren. Es war an dem alten, düsteren Buch nicht schwer zu erkennen, dass es sich um eine Thematik handelte, die viele Leute gern unter den Tisch fallen ließen… Die Dinge, über die Menschen ungern sprachen… Magierkriege, dunkle Gilden und noch einiges mehr. „Darf ich das lesen?“, fragte sie, obwohl sie sich sicher war, dass er ihr das nicht verbieten würde. Aber man wollte ja nicht unhöflich sein… Sophia war sehr behütet aufgewachsen, auf einen kleinen Schock sollte man sich also wohlmöglich einstellen, wenn er es ihr wirklich erlaubte und sie nicht davon ablenkte.

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:45

Zufrieden sah Emaru dem neugierigen Mädchen zu, das sich deutlich interessiert durch seine Bücher arbeitete. Er hatte jedes von ihnen längst gelesen, die meisten sogar zwei- oder dreimal, und ein paar besonders gute noch wesentlich öfter. Woher er die Zeit dazu nahm wusste er auch nicht immer, doch das Lesen war für ihn fast schon Teil des Trainings; nicht nur sammelte er dadurch Wissen an, was in gewisser Sicht eine Art Macht war, er steigerte auch Stück für Stück die Konzentration, die für einen Magier so unverzichtbar war. Zwischen Geschichten, die seine Kreativität für neue Zauber anregten, Fachbüchern, die die natürlichen Vorgänge magischer Energie verständlich und sie so kontrollierbarer machten, und Biographien von großen Leuten, die alle essentielle Dinge des Lebens verstanden hatten, welche man für sich selbst nutzen konnte, gab es keinen Mangel an Gelegenheit, sich selbst zu verbessern, einfach nur indem man es las. Die Geschichte des Landes gab sicher auch ein paar Erkenntnisse her, und alte Legenden aus verschiedenen Regionen erzählten weniger über irgendwelche Hirngespinste, sondern viel mehr über die Menschen, die dort lebten. Er verbrachte mehr Zeit damit, Bücher zu wälzen, um sich zu stärken, als mit dem praktischen Training seines Körpers und seiner Magie. Seine gelegentlichen Quests nahmen auch nicht so viel Zeit in Anspruch, das Einzige, das die Unmengen an Stunden des Lesens übertreffen konnte, war vermutlich der Nachthimmel, dem er so oft zusah. War es da ein Wunder, dass er erfreut war, wenn er jemanden traf, der seine Faszination teilte und mit dem auch er selbst teilen konnte?
Nachdem sie ein bisschen gestöbert hatte, schien Sophia ein Buch entdeckt zu haben, das ihr Interesse weckte, und zog es hervor, um den Einband ein wenig zu studieren. Der Dargin erkannte es natürlich recht schnell, und kurz fragte er sich, ob sie versehentlich ein so düsteres Thema aufgenommen hatte, doch als sie ihn ansah, wurde schnell klar, dass sie ganz bewusst dieses Buch wollte und es auch wirklich lesen wollte. Langsam nahm er es aus ihren Händen und blickte selbst auf den Buchdeckel. „Das interessiert dich, hm?“, fragte er ruhig, noch immer sanft lächelnd. Sie war wirklich viel erwachsener, als sie aussah. Das Problem mit Büchern wie diesem war, dass sie selten so sachlich geschrieben waren, wie sie sein sollten. Wenn man so etwas las, war es immer deutlich vom Autor und der Gesellschaft geprägt, trug grundsätzlich einen negativen Ton, der die Ereignisse bewertete, anstatt sie einfach zu berichten. Oft konnte man bei Geschichten über Kriege auch erkennen, dass die Seiten so dargestellt wurden, als wäre eine die gute und die andere die böse – und es war fast schon erschreckend, wie oft die angeblich gute Seite der Sieger war. Fast, als würde der Sieger bestimmen, wer gut und wer böse war...
Trotz solcher Zweifel konnte Emaru aber nicht sagen, dass irgendetwas falsch daran war, sich über die weniger angenehmen Seiten der menschlichen Geschichte zu informieren. Auch nicht, wenn man ein junges Mädchen mit pinkem Haar und Plüschhasen war. Also nickte er. „Natürlich. Wenn du magst, kannst du es gern lesen. Ich kann dir sogar vorlesen, wenn du nichts dagegen hast.“ Er erhob sich wieder aus der Hocke und machte den kurzen Schritt zu seinem Bett, um leicht auf die Decke zu klopfen. Sie war nicht staubig, zum Glück – es kam hin und wieder vor, wenn er eine Weile nicht darin geschlafen hatte und vergaß, es sauer zu machen. Der Hauptgrund, dass dieses Bett so ziemlich das Ordentlichste in der ganzen Wohnung war, lag darin, dass es kaum benutzt wurde. Aber genau deswegen kam es manchmal auch vor, dass er nicht daran dachte, es sauber zu halten. Glücklicherweise war es heute in guter Form, um Sophia einen schönen Platz zum liegen zu schaffen. „Hier... leg dich einfach hin und mach es dir gemütlich, dann lese ich es vor. Was hältst du davon?“

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:46

Durch ihre etwas ungewöhnlichen, familiären Umstände und die vielen Probleme, die ihr junges Leben schon mit sich gebracht hatte, versuchte ihr Ziehvater Sophia vor allem zu schützen, was ihr in irgendeiner Art und Weise schaden konnte. Seitdem sie nicht mehr bei ihm lebte, musste sie aber ihre ersten Schritte allein durchs Leben wagen. Es wurde ziemlich deutlich, dass er sie darauf nicht besonders gut vorbereitet hatte, da sie immer wieder in so unangenehme Situationen kam, wie die, in die sie am Vorabend geraten war, aber für die Magierin selbst war die Freiheit diese Fehler machen zu können unglaublich. Sicher hatte sie recht viel Angst gehabt, als sie sich allein im dunklen Park wiedergefunden hatte, aber sie hatte wieder etwas Neues dazulernen können und einen Menschen kennengelernt, der wirklich großartig zu ihr war. Ständig entdeckte sie, seitdem sie allein lebte neue Dinge, Situationen und Persönlichkeiten, die so ganz anders waren als sie es bisher erlebt hatte. Das Erstaunliche an Sophia war, dass sie selbst in schwierigen Situationen so fasziniert war,  dass sie alles positiv und mit großen, neugierigen Augen betrachtete. Selbst die düsteren Dinge in dieser Welt erstickten weder ihre Neugier, noch ihr Lächeln. Sogar dann nicht, wenn sie etwas schockierte…
Gespannt wartete sie auf die Reaktion des Weißhaarigen, der darüber entscheiden musste, ob sie das von ihr auserwählte Buch lesen durfte. Tatsächlich zeigte er sich offen und warmherzig wie zuvor und lud sie sogar dazu ein, ihr etwas vorzulesen. Schnell konnte man schon die Begeisterung von ihren Lippen ablesen. Sie strahlte über das ganze Gesicht und nickte energisch, als er ihr den Vorschlag gemacht hatte. Kaum deutete er an, dass sie sich hinlegen sollte, hüpfte sie mit dem Allerwertesten auf das Bett und grinste Emaru an. Aber, dass er da so stehen sollte beim Lesen, mochte ihr nicht so recht gefallen. Wenn ihr Papa ihr vorgelesen hatte, legte er sich meist neben sie und oft schlief er vor ihr ein uns sie las das Buch allein weiter. Dies kam sicherlich nicht mehr so oft vor wie früher, aber sie erinnerte sich sehr gut daran. Was sprach dagegen, dass sie das mit Emaru genauso machte? Allerdings würde sie es noch immer nicht über sich bringen ihn zu duzen. Er war so groß, erwachsen und höflich… Da konnte sie es einfach nicht, selbst wenn sie glaubte, dass es vielleicht sogar angebracht wäre. Sie schmunzelte ein wenig verlegen, blickte ihn aber schon ein wenig fordernd an. „Wenn Sie mir schon vorlesen möchten, dann sollten Sie sich wenigstens zu mir legen, Emaru-san.“, sagte sie und grinste ihn an. Das Bett war zwar recht klein, aber Sophia rutschte so weit es ging hinüber, um ihm Platz zu machen. Etwas zusammen zu lesen, war unglaublich schön. Wieso sollte man es sich also nicht richtig gemütlich machen. Von irgendwelcher Müdigkeit merkte die rosahaarige Magierin allerdings noch gar nichts… Das wollte sie vielleicht auch nicht wirklich… Die Nacht war viel zu schön, als dass sie diese einfach hinter sich lassen wollte…

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:46

Sophia war offensichtlich mehr als glücklich, sein Angebot anzunehmen, und stürzte sich richtig auf das Bett, um es sich schön gemütlich zu machen, was Emaru durchaus erfreute. Solange sich das Mädchen gut fühlte, musste er ja irgendetwas richtig machen, und ihm reichte das zu seiner Zufriedenheit. Der Dargin war von Natur aus jemand, der sich lieber um andere kümmerte, als dass er jemand anderen hatte, der sich um ihn kümmern konnte. Es war einfach wesentlich erfüllender, selbst die starke, hilfreiche, gute Seite darzustellen, auch wenn das auf eine bestimmte Art vielleicht als egoistisch angesehen werden konnte. Er folgte seiner Natur, dem, was sich gut und richtig anfühlte; und wenn das egoistisch sein mochte, dann war es zumindest in Egoismus, der Gutes schaffte. Sophia würde da sicher nicht widersprechen.
Als sie von ihm erwartete, dass er sich zu ihr legte, überraschte ihn dann aber doch in wenig, einen Moment lang musste er mit seiner Antwort sogar zögern. Ihr zu nahe zu kommen war etwas, dass er verhindern wollte, und mit ihr in einem Bett zu liegen war sicher nicht der richtige Weg zu diesem Ziel. Andererseits war er mehr als fähig, sich selbst unter Kontrolle zu halten, egal was geschehen sollte, und von Sophia erwartete man ohnehin keine versteckten Motive, also konnte man davon ausgehen, dass diese Situation nicht ins Unangenehme abdriften würde. Außerdem bat sie so lieb darum, da war es schwer, ihr irgendetwas zu verwehren... Also entschied sich der Dargin mit unverändert fröhlichem Ausdruck zu nicken. „In Ordnung, Sophia. Gib mir nur einen Moment, alles vorzubereiten, ja?“ Er legte das Buch kurz ab, neben ihr auf dem Bett, dann griff er nach der Decke. Mit seinem freundlichen Lächeln zog er sie über Sophias Beine, ihren Oberkörper, legte sie dann ab, als das Mädchen schön zugedeckt war. „Ich hoffe, du hast es gemütlich?“, fragte er freundlich, dann nahm er das Buch wieder auf. Immerhin hatte er ihr versprochen, ihr vorzulesen...

Neben dem jungen Pinkschopf, aber natürlich nicht unter der Decke, machte es sich der Dargin gemütlich und betrachtete seinen kleinen Gast noch einmal. Jetzt, wo man ihre Brüste nicht sehen konnte, sondern nur dieses niedliche Gesicht, war es wieder unglaublich schwierig, daran zu glauben, dass sie schon sechzehn Jahre alt war. Ihre helle, zarte Haut hatte diese Zeichen des fehlenden Alters, für die so viele Frauen töten würden, und in ihren Augen lag gleichzeitig die Ruhe eines Kindes, das noch nicht viel von den Schrecken der Welt kannte, und die Neugier des weltfremden Entdeckers, die jedem jungen Mädchen und Jungen zugrunde lag. Und allgemein machte sie einfach so einen... niedlichen Eindruck. Schon allein mit dem allgegenwärtigen Rosa hob sie hervor, dass sie praktisch die menschliche Version einer riesigen Portion Zuckerwatte darstellte, süß und pink und klebrig und weltfremd. Wie ein Kind eben. Es war so schwierig, sie als einen bald erwachsenen Menschen zu sehen, auch wenn sie sich relativ erwachsen verhalten konnte... vermutlich war es das Beste, gar nicht weiter darüber nachzudenken. Sophia war Sophia. Sie war nicht einfach ein Kind, eine Jugendliche oder eine Erwachsene, sondern Sophia. Das Alter war nichts, an dem man einen Menschen zwingend einschätzen konnte, sondern nur eine Möglichkeit, ihre physische Entwicklung einzuschätzen und Vorurteile zu entwickeln. Beides war hier nicht angebracht. Er war hier, um ihr vorzulesen – nicht mehr und nicht weniger.
„Also... ich werde mit dem Vorwort beginnen, in Ordnung?“, fragte der Dargin lächelnd und schlug das Buch auf, wartete noch kurz, damit seine Besucherin auch wirklich bereit war, dann räusperte er sich kurz und begann damit, zu lesen: „Wen interessiert es eigentlich, was vor bald dreihundert Jahren geschehen ist? Ist das nicht reine Zeitverschwendung, in so lang vergangenem Geschehen zu stöbern? Gibt es irgendeinen Grund, diese alten Geschichten wieder aufzuwärmen und in dem Gehaben der Herrscherhäuser zu schwelgen? Nun, auch in unserer Zeit ist die Geschichte aktuell. Machen nicht...“
Einige Minuten verbrachte er damit, vorzutragen, wieso es wichtig war, sich mit den Hintergründen der Weltgeschichte zu beschäftigen, und soweit konnte er komplett zustimmen. Dass man nicht nur auf die Seite der Sieger gucken durfte. Dass man sich an große Männer und Frauen erinnern sollte. Und das es für die Allgemeinbildung etwas war, das nicht einfach vergessen werden sollte. Damit war er bald durch, und konnte sich daran machen, der jungen Magierin von den Dingen zu berichten, die lange vor ihrer und seiner Geburt geschehen waren und vor denen einige Leute die Augen zu verschließen wussten.
Er war sich nur nicht ganz sicher, wie gut das Mädchen dieses Wissen verarbeiten konnte... aber das würde sich schon zeigen. Der Weißschopf vertraute jedenfalls darauf, dass sie dazu fähig war...

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:47

Da hatte die kleine Magierin doch eine gewagte Bitte an ihren Retter ausgestoßen und doch wurde er nicht müde ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Der Weißhaarige hatte ein wirklich gutes und großes Herz und schien nicht eine Sekunde lang genervt von den vielen Bitten und Wünschen der Magierin zu sein. Schon seit Stunden verbrachte er seine Zeit nur mit ihr, kümmerte sich um ihre Bedürfnisse und war für sie da. Alles was sie dafür zurückgeben konnte, war große Dankbarkeit und hin und wieder ein ausführliches, ernstes Gespräch, doch um diese Tageszeit war sie weniger fit im Kopf, als sie zu merken glaubte. Die rosahaarige Magierin hätte wohl zu keiner anderen Zeit in Erwägung gezogen einen jungen Mann darum zu bitten sich neben sie ins Bett zu legen und ihr etwas aus einem komplexen und schwierigen Wälzer vorzulesen. Doch trotz alle dem trug Emaru sein Lächeln auf den Lippen und zögerte höchstens einige Sekunden, bevor er alles tat, was sie verlangte. Was hieß schon verlangen, wenn man in Sophias große, rosafarbenen Augen blickte? Sie hatte die Naivität eines Kindes und diese strahlte sie stets aus. So waren die Dinge, die sie verlangte, eher wie eine große, leuchtende Seifenblase, die gutherzige Menschen wie Emaru nicht zum Platzen bringen wollten. Sophia war sehr dankbar dafür und überlegte die ganze Zeit, obwohl er darauf Wert gelegt hatte, dass sie dies nicht tat, was sie ihm Gutes dafür tun konnte, dass er an diesem Abend ihr Retter gewesen war… Doch lang konnte sie nicht darauf konzentrieren, denn kaum hatte der Magier eine Decke über sie gelegt und sich gemütlich neben ihr platziert, bestaunte sie neugierig das große, alte Buch, welches er vor ihrer Nase aufschlug. Mit einem Lächeln auf den Lippen lauschte sie ihm und versicherte auf jede seiner Nachfragen hin, dass sie vollstens zufrieden und glücklich mit der Situation war, wie sie in diesem Moment war. Gerade die Dinge, an die Sophia zuhause nicht herankam, interessierten sie besonders. Die Magierin hatte eben die kindliche Neugier, welche auch die kleinen Entdecker dazu zwang immer die Dinge herauszufinden, die eigentlich noch nichts für sie waren. Allerdings war Sophia an der Schwelle zum Erwachsenwerden und so konnte sie kaum etwas noch schocken, wenn es nicht wirklich schrecklich war. Sophia war zwar sehr behütet aufgewachsen, doch sie hatte nie ihre Augen vor dem Leid in der Welt verschlossen. Es waren eher die Menschen um sie herum, die versuchten ihr die Augen zu zuhalten, wenn etwas geschah, was die zarte Seele der Rosahaarigen auch nur ankratzen konnte. Emaru verhielt sich da ihr gegenüber erstaunlich anders. Ihr Vater hätte sich zwar sicherlich auch neben sie gelegt und ihr vorgelesen, doch er hätte wohl ein Buch gewählt, welches in eine ganz andere Richtung ging. Trotz der Thematik kam die Magierin zur Ruhe und wurde auch etwas müder, wobei sie natürlich nicht direkt einschlief. Sie war noch neugierig und stellte Emaru viele Fragen zu Dingen, die in dem Buch nur angerissen wurden, von denen sie aber keine Ahnung hatte. Trotzdem konnte sie schnell Verbindungen zwischen den Themen herstellen und es wurde deutlich, dass sie verstand, was er ihr erzählte. In ihrem Kopf machte das alles viel Sinn, doch emotional trafen sie einige dieser Dinge schon etwas, was man ihrem Gesicht manchmal ablesen konnte. Dennoch zeigte sie absolut sicher, dass sie mehr darüber wissen wollte. Sie war eben doch ein großes Mädchen!

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:49

Ja, ein großes Mädchen, das war sie. Zu Anfang mochte Sophia noch ruhig daliegen und einfach nur zuhören, doch schon nach einer kurzen Weile wurde klar, dass sie sich wirklich auch mit den weniger schönen Themen des Lebens auseinandersetzen wollte. Sie hakte nach, wo sie etwas nicht verstand, und sie weitete Dinge aus, die in dem Buch nur gestreift wurden, sodass Emaru schlussendlich mehr von seinem eigenen Wissen mit ihr teilte, als dass er vorlas. Das war aber in Ordnung; er redete im Allgemeinen lieber, als er es zugeben würde, und er kam nicht so oft dazu, weil er nicht so oft sprach, ohne gefragt zu werden oder etwas Berufliches zu klären zu haben. Selbst mit fremden Frauen kam man wesentlich weiter, wenn man selbst nicht das Wort hielt, sondern es einfach nur dezent führte... Es war selten notwendig, viel zu reden, also kostete er es durchaus aus, wenn er das konnte. Und Sophia war so interessiert, dass es umso angenehmer war. Hier hatte man wirklich das Gefühl, dass man mit jemandem redete, der das, was man sagte, aufnahm und mehr darüber wissen wollte. Nicht jemand, der einfach zuhörte, sondern jemand, den es wirklich kümmerte. Er hielt sich auch nicht damit zurück, sie über Dinge zu informieren, bei denen ihre Eltern wohl nicht einmal einen Schritt in die entsprechende Richtung gewagt hätten. Er ging nicht ins Detail, hielt sich zurück mit Aussagen, die verstörend oder grundsätzlich unnötig waren, aber auch, wenn er darauf achtete, ihr nichts zu Schlimmes einzuflüstern, reichten seine Erklärungen relativ tief in Themen hinein, die man bestenfalls als kontrovers bezeichnen konnte. Dabei stellte er nicht ein Mal in Frage, dass sie sich für Kriege interessierte und für Missetaten der Vergangenheit... Er antwortete ihr einfach und hoffte darauf, das Interesse des Mädchens zu stillen, und eventuell darauf, dass sie doch bei Gelegenheit den Weg ins Reich der Träume würde finden können...

Schon gut ein Viertel im Buch, hatte der Dargin schon ein ganzes Stück mehr als eine, vielleicht sogar mehr als zwei Stunden damit verbracht, Sophia vorzulesen. Er hatte die Zeit nicht wirklich im Blick, aber irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass die Sonne nicht mehr ewig auf sich warten lassen würde. Wenn es erst einmal hell war, würde er das Mädchen in einen Zug setzen, der sie nach Hause brachte... Vorher eher nicht. Er würde sie sicher nicht in der Dunkelheit allein herumfahren lassen, auch wenn die Züge wieder fahren sollten. Jetzt, wo sie hier war, würde sie hier auch bleiben, bis es sicher war.
Was ihm allerdings auffiel, war, dass es nicht mehr so leicht war, die Worte vorzulesen, die da standen. Seine Augen schafften es nicht mehr, so weit offen zu bleiben wie zu Anfang, und er spürte, dass der Teil seines Körpers, der ihm sagte, dass er müde war, sich darüber aufregte, dass er dieses Mal nicht seinen Willen bekam. Es war fast schon ein Kampf zwischen dem Dargin und seinen Gewohnheiten, und er merkte durchaus, dass seine Stimme etwas leiser wurde und er sich hier und da bei einem Wort verhaspelte, was nicht unbedingt dabei half, seine Konzentration auf der Spitze zu halten. Jedes Mal, wenn er merkte, dass er etwas falsch ausgesprochen hatte, glitt sein Blick ein Wort zurück und er wiederholte es richtig, was den Lesefluss störte und auch seine Aufmerksamkeitsspanne senkte. Ab einem gewissen Punkt setzte seine Stimme komplett aus und er las erst weiter vor, wenn sein Kopf nach oben zuckte, weil er merkte, dass er am Einnicken war. Es war so anstrengend, nicht einzuschlafen, wenn man gewohnt war, der Müdigkeit immer und immer wieder nachzugeben, in jeder denkbaren Position... aber hier und jetzt musste er sich doch um Sophia kümmern!
Nein, er durfte nicht einschlafen...

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Sa 25 Okt 2014 - 16:53

Zu Beginn der Vorlesung des jungen Magiers an ihrer Seite war die süße Sophia noch sehr aufmerksam gewesen. Sie hatte quasi sehnsüchtig erwartet, dass er seine Sätze beendete und sie die Informationen daraus restlos in sich aufnehmen konnte. Doch das reichte der Rosahaarigen natürlich noch lange nicht. Noch dazu durchlöcherte sie den geduldigen Weißhaarigen mit den Fragen, die sie hinter ihrer wissbegierigen Natur nicht hatte verbergen können. Dabei strahlte sie bis über beide Ohren und wurde nicht müde sich mit ihm zu unterhalten. Sophia blickte zu dem Magier auf und betrachtete ihn als eine Art besonderes Geschöpf, welches ihr so viel beibringen konnte, was ihr bisher immer verborgen geblieben war. Sie wollte gar nicht mehr schlafen, da sie sich diese Chance nicht entgehen lassen konnte! Es war ein solch glücklicher Zufall in ihrem mehr oder weniger unglücklichen Tag gewesen, der mit lauter Problemen gespickt war, die er für sie alle gelöst hatte. Ob sie ihn nach dieser Nacht je wiedersehen würde? Sophia war sich nicht unbedingt sicher und hatte auch noch nicht wirklich den Mut ihn danach zu fragen. Wenn sie es auf eigene Faust versuchte… Würde sie dann das Haus wiederfinden? Ihre Orientierungslosigkeit sprach wohl für sich… Selbst wenn sie sich das Haus einprägte, in dem er lebte, hätte sie vermutlich den unendlichen Weg dorthin vergessen. Ein Pluspunkt war dann auch nicht wirklich, dass es bei ihrem Weg dorthin, abgesehen von den Straßenlaternen, die ihren geringen Umfang erhellten, stockdunkel draußen war…
Doch inzwischen war Sophia ruhiger geworden… Relativ selten fragte sie nur noch nach, obwohl sich in ihrem Kopf noch viele Fragen auftaten. Allerdings hatte die junge Magierin schlicht und ergreifend gerade nicht mehr genug Energie um den Weißhaarigen weiter mit ihrer Neugier zu durchbohren. Sie lag an seiner Seite, dicht eingemurmelt in die Decke, sodass sie sich kaum mehr regen konnte und blickte mit den trägen, großen, rosafarbenen Augen auf das Buch, welches der Magier in seinen Händen hielt. Da sie selbst ein Mensch war der immer und überall zur Ruhe kommen konnte, ganz egal was um sie herum passierte und sie erwarten könnte, lag sie einfach da und hatte große Schwierigkeiten sich noch wachzuhalten. Schlafen wollte sie nicht wirklich, obwohl sie wusste, dass Emaru das sicher gutheißen würde. Er hatte die ganze Zeit versucht sie etwas zu beruhigen, damit sie wenigstens noch etwas Schlaf bekam. Dass er ihre Interessen mit seinen Bemühungen so sehr ansprach, dass sie lieber wachbleiben wollte nur um ihm zu folgen, hatte er natürlich nicht einberechnet, oder? Die junge Magierin hatte mehr und mehr Probleme ihre Augen aufzuhalten, aber sie wollte nicht schlafen… All das sollte noch nicht sein Ende finden. Sie wusste genau, dass er sie in den Zug setzen würde, wenn sie wieder erwachte und dann war diese schöne Zeit vorbei… und natürlich zweifelte sie mit ihrem mangelnden Selbstbewusstsein immer noch daran, dass er sie noch einmal wiedersehen wollte. Ohnehin kam sie sich schon die ganze Zeit wie eine schreckliche Last vor, die er einfach nicht loswurde und da konnte sie wohl kaum von ihm verlangen irgendwann einmal noch etwas von seiner kostbaren Zeit zu bekommen… Mal ganz davon abgesehen hatte ein richtiger Magier wohl besseres zu tun als sich mit verlaufenen Kindern zu befassen. Ihr fehlte einfach der Mut und das Selbstbewusstsein, um ihn als einen Menschen zu betrachten, der dieselben Rechte und die gleiche Position hatte wie sie. Im Vergleich zu einem starken Magier, der ein so tolles Leben in dieser Stadt führt, kam sie sich wie ein Niemand vor… Ein Niemand, der nicht einmal genug Respekt aufbrachte einen Mann zu duzen, der gerade neben ihr im Bett lag… Diese Gedanken schwirrten ihr durch den Kopf, als ihr Körper doch über ihren Verstand gewann und sie in ihrer kontroversen Diskussion mit sich selbst nicht einmal richtig bemerkte, dass sie alle Sinne verlor und ins Land der Träume fiel… Und das war bei Sophia ein Zustand, der nicht so leicht wieder zu vertreiben war… Es halfen keine krähenden Hähne oder Wecker, wenn man die junge Magierin aus dem Bett kriegen wollte… Vermutlich nicht einmal ein Erdbeben… Doch wer würde überhaupt dieses niedliche Mädchen wecken wollen, wenn es so herzallerliebst eingerollt in die Decke in einem winzigen Bettchen lag und natürlich ohne Rücksicht auf Verluste auf das Kissen des eigentlichen Bewohners sabberte…? Immerhin schnarchte sie nicht! Von was sie wohl träumen würde…?

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Emaru
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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Fr 14 Nov 2014 - 17:26

Emaru war noch eine Weile konzentriert am Lesen, fokussierte sich auf das Buch, um sicher zu gehen, dass seine Augen nicht zufielen. Es war nicht leicht, sich wach zu halten, aber der Gedanke, dass Sophia in Ruhe einschlafen und sich keine Sorgen mehr machen sollte, half ihm dabei, sich zusammenzureißen. Was er jedoch nicht schaffte, war, sich über das literarische Werk hinaus zu konzentrieren, weshalb ihm auch nicht das sanfte, ruhige Atmen auffiel, das das Mädchen emittierte, kaum dass sie eingeschlafen war. Er las stattdessen weiter vor, bis er selbst abschweifte und merkte, dass er nicht mehr konnte. Seine güldenen Augen schlossen sich unweigerlich, und er nickte ein in dieser sitzenden Situation, neben dem jungen Mädchen auf seinem Bett. Sein Kopf senkte sich langsam, bis sein Kinn auf seiner Brust ruhte, und so verlor er das Bewusstsein...
Erst über eine Stunde später wachte er müde wieder auf, leicht irritiert aufgrund der Tatsache, dass er im Dunkeln saß, auf seiner Decke. Seine Hände ertasteten auf seinem Schoss ein Buch, das aufgeklappt und leicht schief darauf lag, und er schlug es langsam zu, legte es neben dem Bett auf dem Boden ab, wo er irgendwann sicher mal einen Nachttisch stehen haben würde. Mit einem weiten Gähnen streckte er sich leicht, blinzelte ein paar Mal, dann stand er auf und löste die Knöpfe seines Hemdes. Allgemein schlief er nicht oft beim Lesen ein, jedenfalls nicht nachts, deswegen war er es nicht wirklich gewohnt, sich um diese Zeit zum Schlafen fertig zu machen, aber das war in Ordnung, merkte er doch, wie müde er war und dass er sich jetzt lieber keine Gedanken um kleinere Unannehmlichkeiten machen wollte. Stattdessen war es für ihn Zeit, sich ins Bett zu legen, unter die Decke, und... einen anderen Körper zu spüren?
Im ersten Moment war der Dargin nicht wirklich überrascht, zu bemerkten, dass bereits jemand in seinem Bett lag, empfand es nur als leicht irritierend, dass er sich nicht daran erinnert hatte, und schloss die Augen, um sich selbst eine wohlige Nachtruhe zu gönnen. Dann, während er kurz davor stand, ins Reich der fehlenden Träume abzudriften, öffnete er die Augen wieder. Das ergab keinen Sinn... wenn eine Frau an seiner Seite lag, wieso war er dann noch voll angezogen gewesen? Und wieso sollte er gelesen haben? Vorsichtig, leise, richtete er sich im Bett wieder auf und blickte auf den Körper neben sich. Im Dunkeln war sie schwierig zu erkennen, aber er erkannte eine kleine, schlanke Silhouette und konnte einen leichten pinken Schimmer auf ihren Haaren wahrnehmen, deren helle Farbe die Schwärze des Raumes kontrastierte. Einige Sekunden später wurde ihm dann klar, was los war, und die Erinnerung an den Abend kehrten zurück. Eine leichte Wärme machte sich in seinem Gesicht bemerkbar, und er kroch schnell aus dem Bett heraus, eilte stumm zu einem Karton hinüber und schnappte sich Jogginghose und T-Shirt, die darin lagen. Dann verließ er leise den Raum, schloss die Tür hinter sich, hoffend, dass er Sophia nicht geweckt hatte. Das arme, kleine Mädchen...

So richtig schlafen konnte der Dargin nach dieser Sache nicht mehr, saß müde und zeitweise im Halbschlaf in seinem Sessel, kratzte hin und wieder leicht an dem etwas zu engen Hals seines schwarzen Shirts. Einerseits war ihm unangenehm, was passiert war, andererseits mochte er es nicht wirklich, in solch legeren Klamotten herumzusitzen, aber spontan hatte er keine andere Wahl gehabt. Er wollte auf jeden Fall nicht in Unterwäsche zu sehen sein, wenn das kleine Mädchen am nächsten Morgen aufwachen würde.
Schlussendlich schaffte er es dann aber doch, der Müdigkeit zu verfallen und in einen längeren, tieferen Schlaf zu sinken. Wie üblich bedeutete das für ihn eine Nacht in seliger Schwärze, ohne Träume, ohne irgendeine Wahrnehmung. Er zog während dem Schlaf nur hin und wieder die Mundwinkel nach unten, wenn sein Unterbewusstsein ihn darüber informierte, dass er Sophia nicht schon wieder vergessen durfte. Einmal war schon schlimm genug...

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   So 23 Nov 2014 - 17:40

Die junge Sophia hatte einen guten Schlaf. Eigentlich hatte sie die unglaubliche Fähigkeit immer und überall auf der Stelle im Reich der Träume zu versinken, ohne dass sich irgendetwas in ihr Gedanken darüber machte wo und in welcher Situation sie sich gerade befand. Dementsprechend lag sie gerade im Bett eines jungen Mannes, den sie bis vor wenigen Stunden nicht einmal gekannt hatte und war so fest eingeschlafen, dass sich in ihren Gedanken viele, völlig unterschiedliche Träume und Gedanken zusammenfinden konnten, um sie sicher in einen echten Tiefschlaf zu begleiten. Während sie so schlief, merkte die junge Magierin absolut nichts mehr. Ihr war nicht mehr bewusst wo sie war, was geschehen war und weshalb diese Situation eigentlich gefährlich für sie sein sollte, wenn es nicht der gutherzige Emaru wäre, der neben ihr saß. Dieser war neben ihr auch eingeschlafen, also war die Wahrscheinlichkeit ja wohl noch geringer, dass er ihr irgendwie zu nahe kommen könnte. Dass er dies dann völlig unbewusst doch tat, blieb Sophia zunächst völlig verborgen. Erst als der Magier sich wieder hochbewegte, begannen ihre Augen sich einen Spalt weit zu öffnen. Irritiert schielte sie im Raum herum, hörte das Rascheln, das Emaru verursachte, während er sich seine Sachen nahm und das Zimmer verließ. Als er die Tür hinter sich schloss, ging der Rosahaarigen ein Licht auf. Die Wärme im Bett, die sie auch neben ihrem Körper wahrnahm, brachte sie in Verlegenheit und sie lief rot an, während sie sich die Decke über die Nase zog. Das… war doch irgendwie unerwartet… Sie kniff angestrengt die Augen zu, versuchte krampfhaft wieder einzuschlafen, bis endlich die Müdigkeit siegte und sie sich einredete, dass es nur ein Traum gewesen sein musste…
Apropos Traum. Während Emaru das Glück hatte sich mit diesem Phänomen nicht herumärgern zu müssen, war es erneut Sophia, die mitten in der Nacht aufschrak und plötzlich mit gekrümmten Rücken im Bett saß und sich die Hände vor die Augen presste. Sie redete sich leise, flüsternd ein, dass sie nur schlecht geträumt hatte und es keinen Grund zur Panik gab. Dann atmete sie einige Male tief durch und spürte, wie die unangenehmen Szenen in ihrem Kopf ihr noch immer die Kehle zuschnürten. Leise stand sie auf und tapste durch das Zimmer, bis sie so leise sie nur konnte die Tür öffnete und ins Badezimmer schlich, an dessen Ort sie sich nur schwerlich erinnerte, weshalb sie mindestens zwei Mal am schlafenden Emaru vorbeischlich. Hoffentlich hatte er sie nicht gemerkt. Tollpatschig wie sie war, ließ sie im Badezimmer auch noch irgendetwas fallen, hob es an und vergewisserte sich panisch, ob es noch ganz war. Ein Glück… Als sie einen kräftigen Schluck aus der Wasserleitung genommen hatte, stützte sie ihre Hände seufzend auf das Waschbecken und ließ den Kopf nach unten hängen. Ein solches Buch hätte sie während des Einschlafens wohl lieber doch nicht begleiten sollen, hm?
Als sie auf ihrem Rückweg aus dem Fenster blickte, merkte sie, dass langsam die Sonne schon aufging. Lächelnd stellte sie fest, dass sie nicht noch einmal schlafen musste. Wenn sie einen schlechten Traum hatte, wehrte sich alles in ihrem Körper dagegen noch einmal in das Land der Träume einzutauchen. Leise schlich sie zurück in das Zimmer, um Emaru nicht unnötig zu wecken, und holte ihre Konsole heraus, wo sie ein Spiel einschaltete. Wenn er wach war, würde er doch sicher zu ihr kommen, oder? Sie ließ die Tür offen, damit man sah, dass sie das Zimmer schon verlassen hatte… Der arme Emaru musste an einem viel zu unbequemen Ort schlafen und das nur wegen ihr… Irgendetwas musste sie sich überlegen, um das wieder gutzumachen… Nur was konnte sie schon für ihn tun?

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BeitragThema: Re: Unterkunft eines jungen Dargin   Di 2 Dez 2014 - 15:21

Als Emaru nach einer Weile aufwachte – vermutlich zum fünften Mal in der vergangenen Stunde –, entschied er, dass es Zeit wurde, aufzustehen. Die Züge dürften inzwischen schon lange wieder fahren, und Sophia konnte auch jeden Moment wach werden. Dementsprechend gab er es auf, dauerhaften Schlaf zu finden, und stand auf, streckte sich kurz, ehe er in die Planungsphase überging. Was sollte er jetzt machen? Frühstück? Lieber nicht. Er konnte immer noch Frühstück vorbereiten, wenn er wusste, dass Sophia wach war, denn einerseits wollte er sie nicht aufwecken, andererseits aber auch nicht das Essen auf dem Tisch stehen lassen, bis sie aufwachte, was vielleicht in wenigen Minuten, vielleicht aber auch erst in ein paar Stunden sein würde. Kurz kam ihm in den Sinn, dass er duschen könnte, aber der Gedanke wurde schnell verworfen, da er dafür in sein Zimmer müsste. Selbst wenn das Bad mit dem Wohnzimmer verbunden wäre, würde er erst Klamotten zusammensuchen, und je länger er in dem Zimmer war, in dem Sophia schlief, desto eher würde er das arme Mädchen wecken. Nachdem sie die letzte Nacht so lange aufgeblieben war, wofür er sich selbst die Schuld gab, sollte sie ruhig ausschlafen, bis sie von selbst wach wurde.
Soweit hatte er also keinen Fortschritt gemacht bezüglich dessen, was er jetzt machen sollte. Auch die Idee, ein paar Brötchen zu holen, da er vermutlich kein vernünftiges Frühstück zusammenbekommen würde, selbst wenn er es versuchte, scheiterte, als ihm klar würde, dass er das arme Mädchen dann in einer fremden Wohnung allein lassen würde. Der Gedanke hatte aber einen Punkt: Er wusste gerade wirklich nicht, was er dem Mädchen zum Frühstück machen sollte. Er hatte ein paar grundlegende Sachen im Kühlschrank, da er die meiste Zeit aber ohnehin außer Haus war, war das ziemlich wenig. Er plante seine Mahlzeiten auch immer so aus, dass er nichts mehr hatte, kurz bevor er zu seiner nächsten Quest aufbrechen würde, denn es wäre eine absolute Verschwendung, etwas verkommen zu lassen. Dementsprechend hatte er zurzeit ein wenig Käse, etwas Schinken, ein paar Fertiggerichte und eine Packung Nudeln, dazu Joghurt und ein paar Eier. Vielleicht konnte er ja ein Omelett vorbereiten, oder ein paar Pfannkuchen... Mehl und Milch waren auf jeden Fall da. Und die Milch sollte er ohnehin bald aufgebraucht haben, wenn er wieder los wollte. Pfannkuchen müsste er noch hinbekommen können... er war nicht gerade ein begnadeter Koch, aber ein wenig flüssigen Teig in einer Pfanne anzubraten war keine große Herausforderung, nicht? Solange er davon absah, die Scheiben zum Wenden in die Luft zu werfen, sollte eigentlich nichts schiefgehen...
Mit einem leichten Nicken bestätigte der Dargin sich selbst, dass das nach einer vernünftigen Idee klang. Jetzt wusste er also, was er zum Essen machen konnte. Nur das wann stand noch im Raum, wie ihm gerade wieder auffiel. Ob das niedliche, kleine Pinkhaar wohl bald aufstehen würde? Unweigerlich sah er hinüber zu seiner Zimmertür... und realisierte, dass sie offen stand. Nach einem irritierten Blinzeln stellte er fest, dass sie tatsächlich nicht zu war, und wunderte sich kurz, ob er sie offen gelassen hatte, aber nein, er war sich fast sicher, dass sie verschlossen gewesen war. Natürlich konnte er sich irren, müde, wie er gewesen war... leise näherte er sich der Tür und ergriff den Türgriff, zog sie etwas weiter auf, um in den Raum hineinzusehen, und tatsächlich, da war sie, dieses kleine Mädchen, spielte ein Videospiel als wäre nichts gewesen. Erleichtert lächelnd öffnete er die Tür ganz, ehe er eintrat und Sophia mit ruhiger Stimme grüßte: „Guten Morgen, Sophia. Ich hoffe, du hast gut geschlafen?“ Freundlich trat er etwas näher an sie heran, blickte hinaus aus dem Fenster auf die Stadt davor, die langsam ihre rötliche Färbung aufgab, während die Sonne weiter stieg. Wie es aussah, konnte Sophia noch vor zwölf in Magnolia sein, wo sie dann sicher selbst nach Hause fand. Mit einem leisen Gähnen wandte er sich wieder dem Mädchen zu. „Hey, was hältst du von Pfannkuchen zum Frühstück?“

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