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 Straßen von Hosenka Town

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Emaru
Cheshire of Dusk
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BeitragThema: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 17:54

Relativ uninspiriert schlenderte Emaru durch die Straßen Hosenka Towns. Das eröffnete natürlich die Frage: Was machte Emaru in Hosenka Town? Der Arbeit wegen war er nicht hier, heute hatte er sich mal wieder einen Tag frei genommen. Zugegeben, wenn er die Gildenaktivitäten weiterhin so oft schleifen ließ, würde es wohl noch ziemlich lange dauern, bis er sich endlich sein eigenes Heim leisten konnte, aber er war nun einmal ein fauler Mensch, der sich nicht jeden Tag mit irgendwelchen Quests beschäftigen wollte. Abgesehen davon gab es in diesem Fall mildernde Umstände. Hierher zu reisen war nämlich eine Entscheidung gewesen, die er in dem Moment getroffen hatte, in dem ihm einer seiner Gildenkollegen von einer Begegnung mit James Dargin berichtet hatte. James Dargin, der große Bruder von Emaru und Jin Dargin, war ihm wohl auf einer Quest in der Umgebung um Hosenka Town begegnet, war auf dem Weg gewesen hierher, an den Ort, an dem sich jetzt sein kleines Geschwisterchen aufhielt... Nur leider war das jetzt schon vier Tage her, und erst heute war die Nachricht zu dem jungen Dargin gelangt. Den Informationen nach, die der Weißschopf erhalten hatte, hatte James nur zwei Tage hier verbracht und war mitten in der Nacht des vorigen Tages verschwunden, ohne jemandem zu sagen, wohin er als nächstes gehen würde... nicht einmal eine Richtung hatte er angegeben. Mit seinen geographischen Kenntnissen hätte Emaru aus den geringsten Informationen etwas machen können, ein Ziel feststellen, dass sein Bruder wahrscheinlich zu erreichen versuchte, doch mit gar keinen Informationen konnte selbst er nichts anfangen. Auch das große Genie aus Blue Pegasus, dem das Stilbewusstsein aus jeder einzelnen Pore strömte, war nicht Gott, konnte nicht Etwas aus Nichts erschaffen. Aber wenn er schon hier war, dann konnte er den Tag ja auch genießen...
Es war schon sehr lange her, dass Emaru Hosenka Town zuletzt gesehen hatte, ein Jahr sicherlich. Das letzte Mal hatte er zwei Magier aus Lamia Scale und einen aus Fairy Tail kennen gelernt, war auf ziemlich verrückte Art durch die Zeit gereist und musste sich behaupten gegen God Slayer und Magierjäger. Eine ziemlich blöde Geschichte war das gewesen und glauben würde ihm sowieso keiner, er hatte also nicht vor, es je weiterzuerzählen. Das alles änderte aber nichts daran, dass die Onsenstadt ziemlich schön war, für Touristen geeignet und angefüllt mit ein paar wirklich netten Leuten und schönen Geschäften. An eben jenen Geschäften lief der Dargin gerade vorbei, mitten durch die Straßen der Stadt, schlenderte hindurch, als wäre er der unbekümmerteste Mensch der Welt, auch wenn er sich noch immer wünschte, er hätte seinen Bruder getroffen. Das Leben lief nicht immer nach Wunsch, das wusste ja gerade das Weißhaar sehr gut, also war es nicht so schwierig, diese Niederlage zu akzeptieren und seinen Weg zu gehen. Besagter Weg führte ihn ziemlich nah an den Wänden entlang, auf die Suche nach einem Ort, wo er sich ein wenig ausruhen und etwas essen könnte, wie ein Café oder ein kleines Lokal oder auch eine Bar, wenn es sein musste. Außerdem führte er vorbei an einem ganz bestimmten, schicksalhaften Laden, in dem Schmuck verkauft wurde. Glitzernde Edelsteine schienen durch das Schaufenster, strahlten Emaru geradezu an, sodass er gar nicht anders konnte, als seinen Blick zur Seite zu wenden. Gefangen hielt sich sein Blick auf einem besonders glänzenden Saphir, wollte sich gar nicht mehr abwenden, bis eine kleine Unebenheit auf dem Gehweg sich entschied, ihm diesen Wunsch nicht zu erfüllen. Stattdessen wurde der wie immer unaufmerksame Magier unsanft aus seinem Schrittrythmus gerissen, einen Moment lang von der Erde gehoben, ehe ihn die Schwerkraft unsanft dahin zurückbeorderte – aber leider nicht nur seine Füße. Einfach gesagt, stolperte er und fiel lang hin, konnte gerade noch den Kopf hochziehen, um so seine Nase zu schützen vor dem Aufprall. Trotzdem wich ihm die gesamte Luft aus den Lungen, sodass er, kaum dass er sich auf die Ellenbogen stützen konnte, schwer zu atmen begann. Na, das war ja mal ein toller Tag...

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Valerie
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 17:57

Der Tag hatte für Valerie mehr als unspektakulär begonnen und war bislang auch noch nicht wirklich interessanter geworden. Alles hatte damit begonnen, dass sie am frühen Morgen mal wieder von einer Hasstirade ihrer Untermieterin geweckt worden war, da diese allem Anschein nach, mal wieder einen Streit mit ihrem Lebensgefährten ausgefochten hatte. Nicht gerade die angenehmste Art, am Morgen aufzustehen, aber mittlerweile die Norm im Hause Sakai. So hatte das Mädchen sich also mehr oder minder motiviert aufgerappelt, nach ihren Klamotten gegriffen und war ins Badezimmer gehuscht. Nach dem alltäglichen Morgenritual und einem ausgiebigen Frühstück war sie letztendlich, wie immer überaus gut gelaunt, auf die Straße hinaus getreten auf der sie nun langsam schlenderte und die Geschäfte zu ihren Seiten betrachtete. In einer Ecke konnte sie einen Süßigkeitenstand sehen und kurz war Valerie versucht, ihrer Sammelleidenschaft nachzugehen, doch im letzten Moment überlegte sie es sich doch anders. Was hatte Mama in ihrem letzten Brief noch gleich geschrieben? Demnächst würde sie ein Paket schicken? Nun, da würden doch sicherlich die ein oder andere Nascherei zu finden sein. Und wenn sie Glück hatte, dann war vielleicht sogar ihre Lieblingsbonbonsorte aus der fernen Heimat dabei. Davon fehlte ihr nämlich ein Glas, seit ihre Schwestern das letzte Mal zu Besuch gewesen waren. Von dem bloßen Gedanken verzückt klatschte das Mädchen begeistert in die Hände und drehte sich einmal um sich selbst, so das der schwarze Faltenrock in einer Bewegung um sie herum durch die Luft wirbelte. Aus dem Augenwinkel konnte sie erkennen, wie eine vorübergehende Dame pikiert und missbilligend den Kopf schüttelte. Perfekt. Wie immer perfekt. Sie hat genau das bekommen, was sie erwartet hat.
Das Lächeln auf den Lippen der Fünfzehnjährigen verrutschte nicht um einen Millimeter, als sie ihren Weg durch die Straßen Hosenka Towns fortsetzte. Sie mochte diese Stadt, mit den vielen Menschen und den vielen Eindrücken, die es hier zu gewinnen gab. Sie mochte es, wie die Luft hier auf der Zunge schmeckte, wie sich die Atmosphäre auf ihrer Haut anfühlte. Hosenka Town war für Valerie, in der Zeit die sie hier nun schon lebte, zu einer Heimat geworden. Einer Heimat in der sie sich wohl fühlte, ein Ort an den sie immer wieder zurückkehren können würde.
So in ihren Gedanken gefangen, bemerkte das Mädchen nicht, wie ihr Gesicht sich immer weiter dem Boden zugewandt hatte und sie nicht einmal darauf achtete, wohin sie überhaupt lief. Rasch hob sie wieder den Kopf und bemerkte plötzlich eine größere Gestalt, die ihr entgegen kam und schließlich neben ihr den Weg kreuzte. Die Person schien sie nicht zu bemerken, schlenderte sie doch ohne einen Blick an die Magierin zu verschwenden, an ihr vorbei. Vielmehr waren ihre Augen auf eines der Schaufenster neben sich gerichtet. Vielleicht war auch das einer der Gründe, warum er (denn das es sich hierbei um einen Mann handeln musste, dafür gab es nach einem Blick auf den weißen Haarschopf des Fremden für Valerie keinen Zweifel mehr) den losen Gehwegstein nicht bemerkte und kurz darauf mit einem dumpfen Knall mit dem harten Boden kollidierte. Valerie versuchte es wirklich. Sie gab sich wirklich alle Mühe nicht zu lachen...vergeblich. Keine Sekunde später brach das Mädchen in heiteres Gekicher aus und und auch die Zähne, welche sie versuchte krampfhaft in ihre Unterlippe zu schlagen, schafften es nicht, das Glucksen aus ihrem Mund der Öffentlichkeit vor zu enthalten. Das ganze Bild war aber auch einfach zu herheiternd. Ein erwachsender Mann, der einfach so über einen losen Stein stolperte. "Haha...d-du bist...i-ich meine...d-der Stein..." Nicht einmal einen vernünftigen Satz vermochte sie zustande zu bringen, während sie den anderen weiterhin ungeniert auslachte und die anderen Menschen, welche zum Teil kopfschüttelnd aber auch erheitert an ihnen vorbei schritten, ignorierte. Respekt vor Älteren hatte Valerie noch nie wirklich besessen und wer wäre sie denn, wenn sie nun auf einmal damit anfangen würde. Immer noch kichernd betrachtete sie den auf den Boden liegenden und überlegte kurz, ob sie ihm eine Hand zum Aufstehen reichen sollte. Sie entschied sich für Ja und schob, immer noch kichernd, eine Hand in das Blickfeld des Anderen. Natürlich würde sie nicht die Kraft haben ihn auf die Beine zu ziehen, aber wenn sie Glück hatte verstand er ihre Geste und sah sie als eine Art Entschuldigung für ihren Ausbruch. "Geht es dir gut?"

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Emaru
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 17:59

Es war ziemlich unangenehm. Eigentlich war es das immer, wenn man stolperte, zu Boden fiel. Es war... seltsam, und irgendwie wirklich peinlich, vor allem zwischen all den Leuten hier, aber wenigstens hatte er bei seinem Sturz niemanden verletzt, denn mit der Größe, die ihm nun einmal gegeben war, war es ziemlich leicht, jemanden unbeabsichtigt umzureißen. Daran, sich dem Boden anzunähern, war der Dargin gewohnt, doch jedes Mal erleichterte es ihn, wenn dabei niemand sonst zu Schaden gekommen war. Er war gerade dabei, sich auf die Knie zu stemmen, als er plötzlich Gelächter wahrnahm. Einen kurzen Moment hielt er inne, hörte zu; eine weibliche Stimme, hell, aber nicht schrill, ein wenig Zurückhaltung, aber sie fand es wohl wirklich lustig. Natürlich kam es ab und an vor, dass die Leute solche Ausrutscher belustigend fanden, aber so unverhohlen lebten sie ihr Amüsement selten aus. Langsam führte er seine Bewegung fort, ein Knie blieb auf dem Boden liegen, das andere Bein winkelte sich soweit an, dass er den Fuß auf den Boden stellen konnte. Und als er dann auch noch den Kopf hob, sah er eine Hand, die ihm entgegen gestreckt wurde, lächelte ihr zu und ergriff sie sanft. Er drückte nicht fest zu und er zog auch nicht daran, sondern drückte sich einfach mit der Kraft seiner Beine wieder in eine stehende Position; diese kleine Belastung hielt er schon noch durch. Die Hilfestellung hatte er aus reiner Höflichkeit angenommen, denn so ein Angebot auszuschlagen gehörte sich einfach nicht, selbst wenn man es nicht benötigte. Als er sich wieder in seiner erhöhten Position befand – bei seiner Höhe konnte man das zu seiner voll aufgerichteten Person durchaus sagen –, ließ er die Hand wieder los und sah sich das kleine Mädchen an, das vor ihm stand. Sie war wahrscheinlich um die dreizehn Jahre alt, höchstens fünfzehn, mit einer Haut, die sogar noch heller war als seine. Einen Schritt musste er zurück machen, um ihr in die Augen sehen zu können, ohne sich zu bücken, um zu erkennen, dass diese sehr dunkel war; den genauen Farbton konnte er nicht sicher ausmachen, irgendetwas in Richtung Violett wahrscheinlich. Ihre Kleidung war ziemlich dunkel gehalten, passte gleichzeitig zu ihrem schönen, langen Haar und auch zu dem nicht weniger dunklen Aufzug des Dargin. „Hallo“, begrüßte er sie höflich mit seiner wohlklingenden Stimme. „Vielen Dank für deine Hilfe eben.“ Er untergrub sowohl die Tatsache, dass er ihre Hilfe nicht gebraucht hatte, als auch die, dass sie ihn kurz zuvor lauthals ausgelacht hatte – Emaru Dargin war vieles, aber nicht nachtragend. Außerdem hatte sie ja sogar versucht, es wieder gut zu machen, und so niedlich, wie sie aussah, konnte man einfach nicht wütend sein auf sie.
So einfach vergibst du ihr...?, meldete sich die gelangweilte Stimme seiner zweiten Persönlichkeit in Emarus Gedanken. Du schaffst es wirklich jeden Tag, dass ich ein bisschen mehr Achtung vor dir verliere, immer dann, wenn ich denke, das sei gar nicht mehr möglich. Was für eine Nervensäge. Warum musste Shi eigentlich alles kommentieren? Es ging hier doch gar nicht um ihn! Sei gefälligst still! Sie ist doch noch ein kleines Mädchen, und sie hat nicht mal etwas Schlimmes getan. Wenn du jemanden umfallen siehst, lachst du dich zu Tode! Mit Shi konnte man glücklicherweise kommunizieren, ohne einen Ton herauszulassen oder eine Miene zu verziehen. Außerdem ging es, da es ja nur in Gedanken verlief, ziemlich schnell, sodass er kaum eine Sekunde verlor, ehe er wieder voll für das Mädchen da war. „Du bist gut erzogen, das gefällt mir. Ich bin Emaru, freut mich sehr.“ Und nach kurzem Zögern fügte er noch hinzu: „Sag mal, hast du vielleicht etwas über einen James Dargin gehört, der vor Kurzem hier war?“ Fragen konnte man ja...

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Valerie
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 18:01

Valerie, die ihre Gildenkette, wie bei jedem ihrer Stadtbesuche, um ihr Handgelenk gewickelt hatte, ließ die Fingerspitzen ihrer anderen Hand vorsichtig über die silberne Schwanzflosse der Meerjungfrau wandern, während sie ihren Gegenüber mit unverhohlenem Interesse musterte. Sein Händedruck war sanft, aber dennoch bestimmend gewesen, ein Zeichen von Sicherheit und Entschlossenheit. Auch der Rest seines Erscheinungsbildes strahlte eine derartige Gelassenheit und Bestimmtheit aus, dass sie sich beinahe eingeschüchtert fühlte. Was mochte er wohl von ihr denken? Wie würde sie es schaffen, auch seinen Erwartungen gerecht zu werden? Kurz spürte Valerie, wie die vielen Eindrücke sie zu übermannen drohten, dann riss sie sich zusammen und schenkte dem Weißhaarigen erst einmal ein strahlendes Lächeln. Er sollte schließlich den bestmöglichen Eindruck von ihr bekommen. Das hieß: erst einmal Blickkontakt herstellen. Beinahe, als hätte der Mann ihre Gedanken gehört, trat er einen Schritt von ihr zurück und betrachtete sie. Als ihre dunklen Augen schließlich auf die Seinen trafen, war sie beinahe versucht erschrocken nach Luft zu schnappen. In der hellen Mittagssonne, die strahlend über Hosenka Town stand, schien die Iris in seinen beiden Seelenspiegeln beinahe wie flüssiges Gold zu schimmern und funkelte in unendlich vielen Rot- und Orangetönen. Valerie war sich sicher, noch niemals Vergleichbares in ihrem Leben gesehen zu haben. Es sah beinahe aus, als hätten sich alle Sonnenuntergänge der Welt in seinem Gesicht vereint. „Du hast wunderschöne Augen…“, murmelte sie beeindruckt und ignorierte dabei völlig, dass ihr Gegenüber zu reden begonnen hatte. Erst der Name James Dargin riss die Magierin wieder aus ihren Gedanken und als sie ihren Blick endlich von den goldenen Augen abwenden konnte, bemerkte sie, dass sie bereits abwartend angesehen wurde.
Er hatte ihr also eine Frage gestellt, bezüglich eines gewissen James Dargin, so viel konnte sie schon einmal aus dem  Zusammenhang greifen. Vielleicht suchte er ja nach ihm? Aber wer oder was war James Dargin? Und wo hielt er sich versteckt? Versteckt…versteckt...versteckt. Nachdenklich legte das Mädchen den Kopf zur Seite und tippte sich schließlich sanft mit ihrem dünne Zeigefinger an ihr Kinn, als versuche sie etwas ganz Bestimmtes aus ihrer Erinnerung zu kramen. "Ich würde dir wirklich, wirklich gerne helfen, aber ich fürchte ich weiß nicht, wen du meinst!", meine sie schließlich strahlend, wie ein kleines Kind, welches so eben ein Bonbon bekommen hatte. "Wenn du allerdings auf der Suche nach Alice oder dem weißen Kaninchen bist, dann kann ich dir weiterhelfen. Wir könnten sogar zusammen das Loch suchen gehen...!" Allein bei dem Gedanke an ihr Lieblingsbuch legte sich ein träumerischer Ausdruck auf die Gesichtszüge des Mädchens. Wie wundervoll es doch wäre, wenn ich mit Alice zusammen ins Wunderland reisen könnte... "Stell dir nur vor, wie toll es wäre, wenn wir gemeinsam ins Wunderland reisen würden...dort würden wir vielleicht auch James finden...ist James deine Katze?" Mit treuen Augen blinzelte Valerie zu ihm hoch und wartete gespannt auf seine Antwort. "Denn wenn James deine Katze ist, würde er sich sicher gut mit der Grinsekatze verstehen und überleg doch mal wie-..." Valerie stoppte abrupt, als sie merkte, dass sie wieder einmal vom Thema abgekommen war. Verwirrt blinzelte sie erst ihren Gegenüber und dann schließlich den blauen Himmel über ihr an. Was hatte er noch einmal gefragt?

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Emaru
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 18:04

„Du hast wunderschöne Augen…“ Nur diesen einen Satz brauchte das Mädchen, und schon hatte sie Emaru für sich gewonnen. Die vom Himmel strahlende Sonne verschaffte den anwesenden Menschen nicht annähernd eine solche Wärme, wie sie diese Worte in Emarus Herz entfachten – es war einfach ein wundervolles Gefühl, gewürdigt zu werden. Sie war ganz anders als das letzte kleine Mädchen, das er so zufällig getroffen hatten, gar nicht unverschämt, sondern richtig nett und liebenswert. Manchmal konnte man mit einem kleinen Kompliment eben sehr viel bewirken... Die habe ich wirklich..., dachte sich der Dargin, lächelte glücklich über die süße Kleine. Sie wollte ihn glücklich machen? Oh ja, das hatte sie jetzt schon geschafft. Emaru mochte ein guter Mensch sein, doch wenn jemand seinem Ego schmeichelte, konnte er dem einfach nicht widerstehen – es war eben ziemlich groß. Für manch einen vielleicht zu groß, aber er wurde ja nicht überheblich, blieb immer höflich und versuchte zumindest, alle Menschen wie auf Augenhöhe zu behandeln. Manche machten es ihm leichter, andere weniger leicht, doch bei Valerie dürfte es ein Kinderspiel sein, auch, wenn sie nicht unbedingt seriös wirkte. Dafür war es unglaublich unterhaltsam, mit ihr zu sprechen. Dass sie mit dem Namen James Dargin nicht viel anfangen konnte wurde schnell klar, und dann begann sie, ziemlich wirres Zeug zu erzählen. Wirres Zeug, das Emaru recht schnell erkannte, denn Alice im Wunderland war ein recht zeitloser Klassiker, der einem Bücherkenner wie ihm natürlich nicht fremd war. Ihre Affinität für befellte Wesen wie weiße Häschen und Kätzchen entging ihm zwar, aber dass sie die Grinsekatze mochte, das wurde sehr bald sehr deutlich – und es war wenig überraschend. So ein kuschliges und witziges Tier mussten Mädchen in dem Alter einfach lieben. Und zugegeben, Emaru gefiel das Tier auch ganz gut, er erinnerte sich sogar noch an einige Aussagen, die es in dem Buch gemacht hatte. „Wir sind hier alle verrückt. Ich bin verrückt. Du bist verrückt“, flötete er ruhig, als sie mitten im Satz abgebrochen hatte, das Zitat der bereits erwähnten Katze, und lachte dann leise. Dieses Mädchen war wirklich sympathisch, und irgendwie vollkommen verpeilt – auf eine niedliche Art. Auf eine Art, die ein bisschen den Vaterinstinkt des Magiers anzusprechen vermochte. So lieb, klein und schutzlos... „Haha... Nein, James ist nicht mein Kater. Er ist mein Bruder, und er war vor Kurzem hier.“ Seine Worte waren warm und freundlich, genauso der Blick, den er dem Mädchen schenkte. Einen Moment lang dachte er darüber nach, was er über sie wusste – eigentlich nichts, außer dass sie Alice im Wunderland mochte. Er kannte ja noch nicht einmal ihren Namen... Vielleicht, nur vielleicht, sollte er mal danach fragen. Er ging ein bisschen in die Hocke und streichelte ihr einmal über den dunklen Schopf, dann fuhr er fort: „Und, wie heißt du, meine Kleine?“ So, wie er gerade vor ihr stand, hätte er genauso gut fragen können „Und, wo ist deine Mami, meine Kleine?“ oder „Und, soll ich dir einen Hasen zeigen, meine Kleine?“ Zum Glück schienen sich die Passanten jedoch nicht so viele Gedanken um die beiden zu machen, einige waren ziemlich hastig, andere in Gespräche versunken, wieder andere guckten nur kurz oder gingen einfach unberührt an den beiden vorbei. Wahrscheinlich hätte er sie auch auf offener Straße entführen können, ohne das jemand groß reagiert hätte, doch zum Glück war das nicht Teil der Intentionen des Dargin; jetzt gerade wollte er eigentlich nur ihren Namen erfahren. Und auch danach kam eine Entführung für ihn eher nicht in Frage...

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Valerie
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 18:06

Allein die Tatsache, das der Mann, der sich ihr zuvor als Emaru vorgestellt hatte, tatsächlich eine Stelle aus ihrem Lieblingsbuch zitieren konnte, ließ das Herz der kleinen Valerie beträchtlich höher schlagen und jegliche, ohnehin nicht vorhandenen, Bedenken innerhalb eines einzigen Wimpernschlages verschwinden. In ihren Augen, war der Weißhaarige so eben zu einem Heldensinnbild geworden. "Hoppelhäschen, lauf nicht fort, ich komm mit Dir an Deinen Ort!", wisperte sie, vollkommen in ihrem Element gefangen. Wie schön es doch war, endlich einmal Jemanden zu treffen, der ihre Leidenschaft ansatzweise nachvollziehen konnte. Als das Thema jedoch zurück auf diesen sogenannten James kam, hielt Valerie verwirrt inne. "Wenn er doch aber dein Bruder ist, warum suchst du dann nach ihm?  Warst du böse zu ihm? ~Nya. Emaru-chan, du darfst nicht böse zu deiner Familie sein. Irgendwann rächen sie sich sonst.", bei ihren letzten Worten, hatten sich die Gesichtszüge des Mädchens kurzzeitig schlagartig verfinstert, waren jedoch kurz darauf wieder so aufgeweckt und strahlend wie eh und jeh. "Und wo du schon so lieb fragst: ich heiße Valerie.", die helle Kinderstimme betonte den so ungewöhnlichen Namen ohne jede Schwierigkeit und auch das gerollte "r" ging ihr erstaunlich mühelos über die Lippen, als hätte sie es schon von Kindesbeinen an stundenlang geübt.
"Und soll ich dir noch etwas verraten? Aber du darfst es wirklich keinem weiter sagen!", verschwörerisch wackelte die kleine mit den dunklen Augenbrauen und beugte sich dann betont geheimnisvoll vor, als wolle sie auch sicher gehen, dass ihr ja niemand anderes zuhörte. "Ich...bin eine Magierin!" Erwartungsvoll starrte sie ihren Gegenüber an. Mit Sicherheit würde er vollkommen begeistert und beeindruckt sein. Das waren schließlich die meisten Leute, sobald sie ihnen von ihrem Geheimnis erzählte. Die Finger der Fünfzehnjährigen spielten abwartend mit ihrem silbernen Gildenzeichen, ehe sie ihren Arm hervorschellen und die Kette vor den Augen Emarus in der Luft baumeln ließ. "Du glaubst mir nicht? Schau hier!", stolz betrachtete sie das silberne Metall. "Ich bin ein Mitglied von Lamia Scale, der besten Gilde überhaupt! Und was ist, bist du nun beeindruckt?" Das strahlende Lächeln auf den Lippen des Mädchens schien sich während ihres Vortrags verdoppelt zu haben, wie immer wenn sie von ihrer neuen Familie sprach. Lamia Scale hatte ihr eine neue Heimat, ein neues Zuhause gegeben. Niemals würde es dem Mädchen einfallen, etwas schlechtes über ihre Gilde zu sagen. Mit einem verträumten Ausdruck dachte sie an ihre Ankunft in der Gilde und wie freundlich alle zu ihr gewesen waren. Valerie, die aus reichem Hause kam und bei der zuvor immer eine gewisse Distanziertheit zu ihrer Familie geherrscht hatte, hatte eine vollkommen neue Erfahrung machen dürfen. Das Leben in einer Gilde unterschied sich um so vieles zu ihrem Leben auf dem Herrsitz der Familie Sakai und auch wenn es so vollkommen anders war, hatte sie gerade das um so mehr schätzen gelernt. Valerie wusste, dass sie ihr jetziges Leben niemals freiwillig gegen ihr Altes tauschen würde. Dafür genoss sie es bei weitem zu sehr.

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Emaru
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 18:08

Das Mädchen hatte das Zitat erkannt, antwortete wispernd mit einem weiteren. Eigentlich wäre das ein ganz nettes Spiel, das Emaru gerne weitergeführt hätte, doch hier und jetzt waren weder Zeit, noch Ort dafür. Schließlich befanden sich die beiden trotz allem noch immer auf einem Gehweg Hosenka Towns, den auch andere Leute nutzten, und den beiden hatten bestimmt schon einige Passanten ausweichen müssen; wahrscheinlich die zwei, drei Male, die Emaru leises Fluchen wahrgenommen hatte. Es war schon eine ganze Weile her, dass er Alice im Wunderland zuletzt gelesen hatte, doch im Gegensatz zu Namen, Terminen oder dem, was andere Leute ihm sagten, blieben gelesene Texte meistens in seinem Gedächtnis, besonders wenn sie so gut waren. Sich darüber zu unterhalten mit dieser kleinen Bücherkennerin wäre bestimmt schön, und ihr würde es sicher ebenfalls Freude bereiten, also konnte man dieses Vorhaben schon einmal fest einplanen. Mit James konnte sie offensichtlich nicht so viel anfangen...
Böse? Emaru? Nein, niemals wäre er böse gewesen zu seinem geliebten großen Bruder, und wahrscheinlich hätte er das sogar in Worte gefasst, wenn nicht so kurz nach ihrer Aussage auch die Antwort auf seine Frage gekommen wäre. Sie hieß also Valerie. Valerie, mit gerolltem R. Betontes A, gerolltes R. Das klang zweifellos sehr schön, einzig bezüglich der Zeitspanne, in der sich der Dargin daran würde erinnern konnte, war er sich unsicher, aber er würde sein Bestes geben, ihn zu behalten. Valerie, Valerie, Valerie..., wiederholte er den Namen innerlich, wieder und wieder, versuchte, ihn sich einzuprägen, während sie auch schon damit begann, das nächste Thema anzusprechen. Wow, sie war wirklich redselig. So offenherzig und unschuldig, scheinbar von der ganzen Welt erwartend, dass man jedem Vertrauen konnte und dass jeder Mensch ein guter Mensch war, sodass sie sich einfach so einem fast völlig Fremden öffnen konnte. Andere Fremde hätten wirklich gefährlich werden können, sie hatte absolutes Glück, dass ihr Gegenüber der ehrenvolle Magier von Blue Pegasus Emaru Dargin war, wahrscheinlich sogar das zukünftige Aushängeschild seiner geliebten Gilde, und in dieser Rolle könnte er sich einen solch herben Patzer nicht einmal leisten, wenn er denn wollte. Er wollte aber auch nicht, er war nett und glücklich und genoss die Gesellschaft des Kindes, mit dem er sich gerade beschäftigte. Außerdem war das, was Valerie ihm erzählte, ganz und gar nicht uninteressant... Magierin war sie also, in etwa dem Alter, in dem auch er begonnen hatte, und ein Mitglied einer Gilde, die er durchaus wertzuschätzen wusste. „Aber natürlich glaube ich dir“, antwortete er, fügte gedanklich noch hinzu: Auch wenn Lamia Scale nicht die beste Gilde ist... Aber er würde sich hüten, so etwas laut auszusprechen. „Magier sind ziemlich cool, und ich bin beeindruckt, dass du schon so früh eine geworden bist. Weißt du... ich bin auch einer.“ Zwinkernd zog er sein Hemd an der rechten Schulter ein Stück weit hinunter, sodass man das blaue Zeichen erkennen konnte, dass darauf zu finden war, dann ließ er los und sofort glitt seine Kleidung zurück in ihre Ausgangsposition. Am liebsten würde er ihr jetzt sogar etwas Kleines vorführen, aber was? Sein Markenzeichen war die Finsternismagie, doch diese Zauber würden sicher keine Begeisterung aus einem Kind holen, stattdessen entschied er sich für etwas Kristallmagie. „Pass mal auf!“, sagte er munter, dann strich er kurz über den Fußweg, legte seine Hand auf. Langsam bildete sich ein kleiner Kristall, auf den sich der Dargin konzentrierte, ihn formte, sodass er eine dünne, sechseckige Platte bekam von etwa sechs Zentimetern Durchmesser. Zu guter Letzt ließ er sein Mana noch über die Oberfläche streifen, gravierte ein großes V mitten auf den Kristall, ehe er diesen von der Erde brach und ihn dem Mädchen übergab. „Das schenke ich dir“, fügte er bei, und dann noch: „Wenn du möchtest, lade ich dich auf ein Eis ein. Du kennst hier bestimmt ein gutes Eiscafé, und im Sitzen lässt es sich auch viel besser reden als hier, meinst du nicht auch?“ Mit dieser Geste würde er nicht nur seinem Rücken, den das Hocken so langsam wirklich anstrengte, sondern auch den vorbeilaufenden Passanten einen großen Gefallen tun, indem er endlich die Straße räumte. Und Valerie würde ein Eis bekommen, bei dem sie mit einem Alice-Kenner und Mitmagier reden konnte... schöner konnte es für sie doch gar nicht sein.

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 18:11

Er glaubte ihr, Valerie war zufrieden. Und noch zufriedener wurde sie, als sie bemerkte, dass sie scheinbar genau die Erwartungen des älteren Magiers erfüllte. Er schien glücklich, etwas das Valerie mehr erfüllte, als es jeder Schatz dieser Welt gekonnt hätte. Und als er ihr dann auch noch einen Teil seiner Magie zeigte, was das Mädchen vollkommen verzaubert. Fasziniert beobachtete sie, wie er aus dem Nichts einen wundervoll glitzernden Kristall erschuf und ihr schließlich entgegen hielt. Vorsichtig griff Valerie nach ihrem neuen Schatz und beobachtete, wie die helle Sonne sich auf der glatten Oberfläche spiegelte und ein kleines "V" zu erkennen gab. Das Material fühlte sich kühl auf ihrer Haut an und beinahe meinte sie die Magie zwischen ihren Fingern spüren zu können. Es kribbelte in ihren Fingerspitzen, schoss ihren Arm hinauf und hinterließ nicht als pure Bewunderung bei Valerie für ihr neues Schmuckstück. "Wow...", wisperte sie vollkommen gefangen. "Meinst du ich kann mir den an eine Kette hängen? Denn dann könnte ich ihn immer mit mir rumtragen und ihn auch den anderen zeigen. Wenn ich ihn nämlich immer so dabei habe, verliere ich ihn vielleicht noch." Mit großen, treuen Augen starrte sie zu ihrem Begleiter hoch und bemerkte so gerade noch, dass eben jener sie zu einem Cafébesuch eingeladen hatte. "Ein Eis?", der Kristall wurde sicher in einer Tasche an ihrer Jacke untergebracht, "Natürlich kenne ich einen Ort, an dem man gut Eis essen kann, ~Nya." Mit leuchtenden Augen griff die Sakai nach der Hand des Älteren und zog ihn hinter sich her durch das Gedrängel der vielen Menschen. Erst als sie sicher sein konnte, dass er ihr auch wirklich folgte, ließ sie seine Hand wieder los.
"Weißt du was das beste an Eis ist? Das, wenn man es lange genug stehen lässt, man es trinken kann. Das ist dann wie...naja wie ein...du weißt was ich meine, oder? Es schmeckt dann einfach unglaublich gut. Vor allem weil es dann immer noch kalt ist und...oh wir sind gleich da. Siehst du das da hinten? Dort kann man wirklich gut Eis essen. Das letzte Mal war ich mit meinen Schwestern da und denen hat es sehr gut gefallen. Vor allem Hitomi hat-...ich erzähle schon wieder zu viel, oder?", kichernd drehte sie sich einmal um die eigene Achse und lief dann voraus zu dem Gebäude, welches etwas abgelegen von der Hauptstraße lag. Es sah gemütlich aus, mit der braunen Farbe und den etwas alt wirkenden Fensterläden und auch die Blumen, welche neben der Tür und auf den Fensterbänken positioniert wahren, verliehen dem Gebäude eine warme, angenehme Atmosphäre. "Du sagst, du lädst mich ein?" Das Mädchen gluckste vergnügt. "Du gefällst mir, Emaru~chan! Und weißt du was? Wenn du möchtest, kann ich dir nach unserem Eis gerne helfen deinen Bruder zu suchen. Es wäre doch schade, wenn du ihn nicht mehr finden würdest, oder?", ihre letzten Worte waren von einem verspielten Zwinkern begleitet, ehe sie sich umdrehte und auf das Café zu lief. Man könnte beinahe denken ich wäre Alice und hätte das weiße Kaninchen gesehen, dachte sie noch vergnügt, ehe sie die Tür mit eine Klingeln aufstieß und hineintrat.

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Emaru
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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 18:13

Kristalle gaben zu jeder Zeit ein gutes Geschenk ab, vor allem, wenn man sie so einfach erschaffen konnte. Großartige Formen bekam Emaru mit seinem einfachen Grundzauber natürlich nicht hin, aber das war auch nicht wichtig; Frauen wie Mädchen reichte eine kleine Kristallplatte mit dem Anfangsbuchstaben ihres Namens darauf meistens. Was nicht heißen sollte, dass er solch ein Geschenk jeder Frau und jedem Mädchen machte, doch zumindest Valerie hatte es wirklich verdient, diese kleine Aufmerksamkeit von ihm zu erhalten. Und wie schön sie sich darüber freute! Sie war richtig fasziniert von dem magischen Kristall, der nur für sie entstanden war, sie wollte ihn sogar an einer Kette tragen, was dem Dargin natürlich enorm schmeichelte. Sie wollte sein Geschenk immer bei sich tragen, um ihren Hals, ganz in der Nähe ihres Herzens... Da, wo das Geschenk eines Emaru Dargin eben hingehörte. „Du kannst damit machen, was du möchtest... es gehört voll und ganz dir. Aber mir wäre es eine Freude, wenn du mein Geschenk als Kette tragen würdest.“ Der Blick, dem ihm das Mädchen schenkte... er war einfach wundervoll. Als würde sie ihm sagen wollen: Ich werde für immer an deiner Seite bleiben. Dankbarkeit und Treue lagen darin, eine Kombination, die einfach jedes Herz erweichen konnte... Aber das war noch immer nicht alles. Auf seinen Vorschlag, mit ihr ein Eis zu essen, reagierte sie ganz besonders erfreut. Ihre Augen leuchteten richtig, und sofort schien Valerie zu wissen, wo sie hin wollte, ergriff seine Hand und zerrte ihn mit sich – obwohl er eher mitlief als tatsächlich gezogen zu werden, so stark war das Mädchen dann doch nicht. Er versuchte ja gar nicht, von ihr loszukommen, folgte ihr einfach munter und hielt dabei ihre zarte, kleine Hand, sah ihrem langen Haarschopf zu, wie er immer leicht zur Seite schwang, während sie vor ihm herlief. Und natürlich hörte er ihr zu. Ja, auch wenn ihre Worte zahlreich und gewissermaßen unzusammenhängend waren, hieß das für den Dargin noch lange nicht, dass er nicht darauf achtete, was sie sagte. Sie schien Eis im Allgemeinen sehr zu mögen, und ein wirklich gutes Exemplar durchaus schätzen zu können, ein Attribut, das sie mit dem Dargin teilte. Immer wieder ließ er sich in einem Eiscafé nieder, kannte in Oshibana Town die besten und war inzwischen auch an einigen anderen Orten ziemlich bewandert – und heute würde er vielleicht auch ein in Hosenka ansässiges auf seine Liste setzen können. Selbst als Gildenmagier verbrachte er eigentlich gar keine Zeit hier, daher hatte er auch noch keines finden können, besser gesagt noch nicht einmal eines ausprobieren können; das hier war die letzte der großen Städte Fiores, in der er noch kein Eis gegessen hatte. Und heute würde er diesen Umstand verändern, wie es sich für einen richtigen Dargin gehörte: In Gegenwart eines hübschen Mädchens. „Ach was, du redest nicht zu viel“, versicherte er Valerie höflich. „Ich höre dir gerne zu... du bist so ein interessanter Mensch.“ Erst dann wandte er seinen Blick von ihr ab, sah sich das Gebäude an, vor dem sie standen. Es sah alt aus, aber nicht auf eine schlechte Weise wie das Haus in Mirobi, das kurz vor dem Zusammenbruch gestanden zu haben schien, eher wirkte es wie ein Haus, das schon viel erlebt hatte und vielen Leuten ein warmes, glückliches Heim zu spenden wusste... ein Ort, an dem man sich gern für eine Weile nieder ließ. Also, wenn das Eis hier so einen guten Eindruck machte wie das Haus selbst, dann würde er es auf jeden Fall zu den Top-Eislokalitäten Fiores zählen. Hinter ihr trat er in das Café hinein, begab sich sogleich zu einem Tisch und zog einen Stuhl hervor, auf den sie sich setzen konnte. Kaum hatte sie Platz genommen, ließ er sich dem Mädchen gegenüber nieder und lächelte ihr zu. Jetzt war ein guter Moment, das Thema Bruder wieder aufzunehmen: „Weißt du, James hat Hosenka Town wohl schon gestern verlassen, vielleicht vorgestern... ich habe ihn verpasst. Aber er ist nicht weggegangen, weil er verärgert ist oder so, er reist durch ganz Fiore... James ist nämlich einer der größten Magier aus Hargeon! Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, deshalb habe ich mich sehr darauf gefreut, ihn mal wieder zu treffen...“ Gegen Ende wurde seine Stimme etwas nachdenklich, doch dann erinnerte er sich daran, wo er gerade war und mit wem er sprach, und schon verflog alles Trübsal aus seinem Gesicht. „Aber naja, das ist wohl nicht so wichtig. Du bist also auch Magierin. Was für eine Magie beherrschst du denn?“ Man merkte kaum noch, dass er einen Moment zuvor gar nicht so glücklich gewesen war... aber natürlich würde sie das wissen.

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:09

Valerie liebte diesen Laden. Sie liebe wie er roch, eine Mischung aus Zimt und verschiedenen Kräutern, sie liebte die warme Atmosphäre die er ausstrahlte und am allermeisten liebte sie die Leute hier. Die Bedienung war höflich und wusste immer genau, was sie bei ihrem letzten Besuch bestellt hatte. Es war beinahe, als würde sie nur darauf warten, dass das Mädchen wieder einmal hineinschaute. Diesmal jedoch war sie mit Emaru hier, was sogleich einiges veränderte. Die anderen Gäste schienen sich auf einmal zu ihnen umzudrehen um einen Blick auf die ungleichen zwei zu werfen, etwas das Valerie im allgemeinen nie passierte, da sie gerne mal von den Leuten durch ihre Größe übersehen wurde und auch die rot gelockte "Eisfrau" blinzelte verwirrt zu dem Magier hinüber. War es Valeries Einbildung, oder war die Bedienung gerade tatsächlich errötet? Kichernd nahm das Mädchen auf dem Stuhl platz, den ihre Begleitung ihr zurecht geschoben hatte und legte die kleinen Hände auf dem dunklen Holz ab, welches glatt poliert unter ihren Fingern ruhte. "Dein Bruder scheint ein großer Magier zu sein..." Das Mädchen legte den Kopf schief und musterte Emaru beinahe prüfend. "Du musst ihn wirklich gern haben. Ich kann es an der Art, wie du über ihn redest erkennen. Es ist gut, eine enge Beziehung zu seinen Geschwistern zu haben!" Mit einem Mal schien ihr Lächeln beinahe mühevoll, doch dieser Augenblick verschwand genauso schnell wieder wie er gekommen war. Hitomi und Haruka ging es zu Hause schließlich gut, dass hatten sie ihr mehrmals versichert. Sie vermissten die Freiheit nicht, lebten gerne nach den strengen Regeln der Sakai, auch wenn Valerie nicht in der Lage war, dies nachzuvollziehen. Wie konnte man ein Leben in Reichtum einem Leben in Selbstständigkeit vorziehen? Blinzelnd riss sich Valerie aus ihren Gedanken los und versuchte sich auf ihren Tischgenossen zu konzentrieren. "Meine Magie? Finsternismagie. Ich kämpfe mit Finsternismagie und ich schwöre dir, wenn du sie einmal gesehen hast, kommst du nicht mehr von ihr los!" Die dunklen Augen des Mädchens hatten einen schwärmerischen Ausdruck angenommen, als sie ihren Vortrag begeistert fortsetzte. "Ich meine, ich finde Magie sowieso faszinierend, aber bei meiner eigenen ist es noch einmal ein ganz anderes Gefühl. Allein wie es mich in den Fingern kribbelt, wenn ich sie benutze. Magie schenkt einem so vieles. Sie verleiht einem Unabhängigkeit, Selbstständigkeit. Ich finde es erstaunlich, wie sehr sie unser Umfeld beeinflusst. Stell dir doch einmal eine Welt ohne Magie vor...undenkbar! Und außerde-...", ihr Vortrag stoppte, als sie bemerkte das sich die Bedienung ihrem Tisch näherte. "Hallo ihr zwei Hübschen, ich bin Natalie und für Heute eure Bedienung. Kann ich euch schon etwas bringen?", ihre Anfrage wurde mit einem koketten, und in Valeries Augen verwirrenden, Augenaufschlag in Emarus Richtung begleitet, ehe sie sich ihre rote Lockenmähne über die Schulter warf und nach ihrem Servierblock griff. Dabei kam die Fünfzehnjährige nicht darum herum zu bemerken, dass ihre langen Fingernägel heute in einem Magenta rot lackiert waren, was sich sehr lustig mit ihrer Haarfarbe biss. "Ähm....ich möchte gerne...etwas mit Joghurteis. Und vielleicht...Früchten. Ich mag Himbeeren und Erdbeeren sehr gerne. Haben Sie so etwas?" Die Bedienung kritzelte eilig ein paar Zeichen auf ihren Block und lächelte Valerie schließlich strahlend an. "Aber natürlich haben wir so etwas, Süße.", sie drehte sich zu Emaru herum, "Und was darf es für dich sein, mein Lieber?" Valerie war sich nicht sicher wie sie auf diesen Gedanken kam, doch mit einem Mal beschlich sie die Ahnung, dass Natalie Emaru gern hatte. Vielleicht kannten die zwei sich ja schon und Emaru hatte ihr nur nichts erzählt? Denn ansonsten würde ihr weiß Gott kein anderer Grund einfallen, warum die Bedienung plötzlich so seltsam freundlich zu ihm war.

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:11

Es war tatsächlich interessant, Valerie zuzuhören. Und sie schien ebenso aufmerksam zu lauschen wie ihr weißhaariger Begleiter, hörte nicht nur die Worte, die er sagte, sondern auch die Art, wie er sie erzählte. Als Kind hatte Emaru seinen großen Bruder immer als eine Art Held gesehen, und als Vertrauten, die einzige Person, mit der er sich unterhalten konnte und die sich um ihn kümmerte. Und natürlich als großartigen Magier. James war einfach der Größte für ihn gewesen, und irgendwie war er das noch immer, jetzt aber auf eine andere Art. Emaru wollte zu mehr werden als sein Bruder, ein stärkerer Magier mit großem Ruhm, dessen Namen man überall in Fiore kannte und nicht nur in einer der sechs großen Städte! Er wollte zu jemandem werden, über den Leute wie Valerie später mal voller Stolz sagen konnten: Den kenne ich schon lange, das ist ein Freund von mir. Jemand, der gefeiert wurde von seiner Familie, seiner Gilde und jedem anderen Menschen, der ihn irgendwie kannte. Und natürlich jemand, der dazu fähig war, James Dargin in einem fairen Kampf unter Magiern zu besiegen. Die Sakai hatte also vollkommen Recht, Emaru mochte seinen Bruder immer noch sehr, obwohl er ihn jetzt schon seit Monaten nicht mehr gesehen hatte. Aber mehr wollte er eigentlich wirklich nicht zu dem Thema sagen, er hatte schon viel mehr über seine Familie geredet, als es für ihn üblich war. Viel lieber wollte er jetzt etwas über sein Gegenüber erfahren, zuerst einmal über ihre Magie.
Und schon wieder schaffte es der heutige Tag, dem Weißhaar den Fußboden vor das hübsche Gesicht zu knallen – dieses Mal aber zum Glück nur im metaphorischen Sinne. Valerie, dieses süße, kleine Mädchen, das keiner Fliege etwas zu Leide tun zu können schien, beherrschte doch tatsächlich die Magie, die auch dem weißhaarigsten Magier in ganz Fiore im Mana lag. Und sie beherrschte sie nicht einfach nur, sie schien sie richtig zu lieben, so, wie sie davon schwärmte! Zugegeben, Magie war tatsächlich etwas Faszinierendes, das war ja auch der Grund, aus dem der Dargin sich mit allen möglichen magiewissenschaftlichen Büchern beschäftigt hatte, bis er ein Experte auf dem Gebiet zu sein glaubte, und dennoch hörte er damit nicht auf, las immer weiter, was zu dem Thema so veröffentlicht wurde. Man konnte es einfach nicht leugnen, Magie faszinierte die Menschen wirklich, und das schloss den Dargin eben mit ein. Auch für ihn wäre eine Welt ohne die Zauberei unvorstellbar; er war einfach zu sehr daran gewöhnt. Bevor er seine Meinung dazu allerdings äußern konnte, stand auch schon eine Person neben ihrem Tisch. Valerie bemerkte sie auch, stoppte mitten im Satz, wandte sich der Bedienung zu, die sich als Natalie vorstellte – und das auf eine sehr eindrucksvolle Art. Ihr Augenaufschlag sprach Bände, und er animierte Emaru dazu, ihr ein Lächeln zu schenken, das Vieles sagte, aber definitiv nicht Nein. Professionell, wie beide waren, ließen sie aber zuerst Valerie ihren Wunsch aussprechen, der sogleich notiert wurde. Der Dargin lehnte sich indes ein wenig zurück, bis sich die Bedienung an 'ihren Lieben' wandte und fragte, was er denn nehmen wolle. „Hallo, Natalie“, sagte er erst einmal, während er ihr in die Augen blickte, wieder mit seinem Lächeln, wobei er ihren Namen einmal ganz bewusst aussprach, jede einzelne Silbe beim Sprechen erfühlte. Natalie. „Ich nehme einmal das gleiche wie meine Begleitung, bitte.“ Mit einem Nicken nahm die Bedienung die Bestellung auf, schrieb sie nieder, ließ dabei jedoch nicht ihren Blick von ihm ab. Genauso wenig sah er weg, ließ weiterhin seine Augen auf ihre treffen, bis sie fertig war und den Block senkte. „In Ordnung, ihr Hübschen. Ich bin gleich wieder bei euch“, sagte sie, wobei der letzte Satz irgendwie mehr in Emarus Richtung zu gehen schien. Dann drehte sie sich weg und ging, überließ den Weißschopf seinen eigenen Gedanken: Rote Haare... Unausstehlich. Lieber kümmerte er sich um das Mädchen, um das es ihm gerade wirklich ging, das, dem er gegenüber saß. „Wo waren wir stehen geblieben...? Ach ja, Magie.“ Er lachte leise auf, dann sah er Valerie wieder so warmherzig an wie zuvor. Ach, dieses Thema mochte er sehr. „Ich glaube, du hast Recht, Valerie... ich werde von Finstermagie wohl nie wieder loskommen.“ Mit diesen Worten hob er seine Hand an, ließ eine Schicht aus Finsternis um sie herum wachsen. Claws of Darkness war sein liebster Zauber, und er war auch der einzige, der sich für Vorführungen eignete, also nutzte er diesen, hüllte seine Hand in die Finsternis, die er so gewohnt war. Dann ließ er den Handschuh einfach verpuffen. Jetzt lag es an dem Mädchen, zu reagieren...

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:13

Valeries Augen schienen an dem Arm ihres Gegenübers zu kleben, als die helle Haut von einem Schleier aus Finsternismagie umhüllt wurde. Es war eine plötzliche Aufregung, beinahe Nervosität, die ihren Körper ergriff und ihn nicht mehr los ließ. Magie faszinierte sie, fesselte sie. Zauberei zog sie in einen Bann, dem sie nicht zu entkommen vermochte, eine Eigenschaft, die ihr nicht all zu selten zum Verhängnis wurde. Doch gerade jetzt, kümmerte sie diese Tatsache herzlich wenig. Es sah einfach zu schön aus, wie die dunkle Materie um seinen Arm waberte und immer wieder leicht lila funkelte, wenn Valerie schon fast versucht war, ihren Blick wieder abzuwenden. Das dunkle Farbenspiel ließ sie schwindeln und kurze verschwamm das Bild vor ihren Augen. Als sich die Sicht des Mädchens wieder klärte, war von dem vorherigen Zauber nichts weiter als kalte, schneidende Luft übrig geblieben, welche sich ebenfalls nach einigen Minuten verzog. "Das...", schnappte sie atemlos, "war unglaublich schön!" Leicht verträumt starrte Valerie noch kurz verzückt in die Luft, ehe ihre Aufmerksamkeit von der sich nähenden Kellnerin auf sich gezogen wurde. Diese trug, in einem unglaublichen Balanceakt, ein Tablett mit zwei großen Eisbechern auf ihren Händen und lächelte den Beiden strahlend entgegen. "So, hier hätten wir nun zweimal unseren Joghurtfrüchtetraum, für meine beiden Hübschen!", elegant drapierte sie die beiden Glasbecher auf dem etwas wackeligen Tisch und verschwand dann mit einem betont sinnlichen Hüftschwung wieder aus dem Blickfeld der Beiden. "Sie mag dich!", kicherte Valerie unschuldig und griff nach dem silbernen Löffel, welcher der Süßspeise beigelegt war. "Du solltest sie zum Essen einladen. Ihr könntet Freunde werden!" Verspielt kichernd pickte sie sich eine der Erdbeeren von dem Berg aus Sahne, welcher das Eis krönte und schob sie sich genussvoll in den Mund. "Lecker...genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Perfekte Harmonie zwischen der weichen Sahne und der fruchtigen Erdbeere. Du musst das unbedingt probieren, Emaru-chan ~Nya." Begeistert betrachtete Valerie ihren gegenüber aus leuchtenden grauen Augen, als ihr plötzlich etwas auffiel. Wie sie ihn so betrachtete, in dem leicht gedämmten Licht des Cafés, fiel ihr etwas eigenartiges auf. Mit seinen goldenen Augen und dem weißen Haar...ja..tatsächlich, sah er fast wie eine...
Von ihrem plötzlichen Einfall begeistert sprang die Sakai auf und starrte den Finsternismagier wie gebannt an. "Du-...du siehst aus wie eine Katze! Emaru-Neko!" Und keine Sekunde später waren die Gedanken der 15-Jährigen dominiert von einem Katzentraum in dem niemand anderes als Emaru Dargin die Hauptrolle spielte. Wie wunderbar er sich doch als Katze machen würde...mit weichen, flauschigen Ohren, die zwischen dem hellen Haar hervorlugten. Und dazu diese helle Haut...ein Bild für die Götter! Vielleicht würde er, wenn ich ihn frage...warum eigentlich nicht? "Emaru-chan? Würdest du einmal Katzenohren für mich tragen? So wie die Grinsekatze?" Erwartungsvoll blickte Valerie ihre Begleitung an. Er würde ihr diesen Wunsch doch sicherlich nicht abschlagen, oder?

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:14

Wie nicht anders zu erwarten, war Valerie sofort gebannt und begeistert. Eigentlich sollte man doch erwarten, dass eine Adeptin der Finsternismagie von eben jener Magie nicht sehr beeindruckt werden könne, vor allem nicht von einem Zauber der niedersten Klasse, doch bei dem kleinen Mädchen funktionierte es einfach wunderbar. Die Verzückung in ihren Augen, ihr gebannter Blick und die Freude und Begeisterung, die aus ihr heraus strömten, erfreuten das Weißhaar umso mehr. Unglaublich schön war es wirklich, das war nun einmal das Geheimnis der mysteriösen, ominösen Finsternis: Wie etwas, das ohne alles Licht und somit eigentlich unsichtbar arbeitete, den Blick immer wieder in seinen Bann ziehen und auf die Menschen einen schönen Eindruck machen konnte. Diese Magie war einfach faszinierend, genauso wie ihre beiden Nutzer...
Bevor Emaru aber mehr als ein Lächeln als Antwort abgeben konnte, veränderte sich das Ziel von Valeries Interesse, und als der Dargin ihrem Blick folgte, entdeckte er auch schon die wohl bekannte Bedienung, in Begleitung von zwei wundervollen Eisbechern. Wenn das wirklich ihre waren, dann war der Service in diesem Laden beeindruckend schnell... und passte genau zu dem Ruf, den Hosenka Town, Heimat von Lamia Scale, repräsentierte. Vielleicht war es aber auch eine bevorzugte Behandlung, das wäre nicht das erste Mal, dass dem Weißschopf eine solche zu Teil wurde. Im Endeffekt war das aber auch nicht wirklich wichtig, das Eis kam schnell und dieser Joghurtfrüchtetraum würde hoffentlich schmecken, Begründungen dafür waren unerheblich. Unerheblich, aber dennoch möglich; der Hüftschwung, der ihm ein verschmitztes Lächeln abzuringen vermochte, bewies das. Es war so offensichtlich, dass es selbst Valerie bemerkte, aber die war wohl noch ein bisschen zu jung, um es so richtig zu verstehen... Emaru musste wieder leise lachen. „Weißt du, ich glaube nicht, dass wir besonders gut zusammen passen. Aber vielleicht treffe ich mich doch mal mit ihr, ein paar Mal, um mit ihr... etwas zu unternehmen.“ Auch das würde sie mit ihren dreizehn, vierzehn Jahren wohl nicht wirklich verstehen, daher konnte er sich diese kleine Anspielung auf das gedachte 'Etwas' einfach nicht verkneifen. Aber trotzdem war es nur fair, die Meinung seiner kleinen Kupplerin einzuholen: „Was hältst du von der Idee, Valerie?“ Inzwischen war das Lächeln auf seinem Gesicht wirklich breit geworden, dank diesem unterhaltsamen Thema und der nicht minder unterhaltsamen Gesprächspartnerin. Langsam ergriff seine rechte Hand den Löffel, der mit dem Eisbecher gekommen war, er führte sich ein bisschen der eisigen Köstlichkeit zu und stellte zufrieden fest, dass es tatsächlich eine eisige Köstlichkeit war und kein lauwarmes Möchtegern-Eis; diesbezüglich hatte er schon einiges erlebt. Auf den Rat der Lamia war offensichtlich Verlass... Nicht, dass er daran gezweifelt hätte.
Als nächstes griff er, auf Geheiß seiner hübschen Begleitung, nach der Erdbeere auf seinem Becher, nahm sie mit zwei Fingern auf und biss ab. Wie auch ihre war sie mit Sahne bedeckt, und sie hatte Recht, es schmeckte wirklich gut. Natürlich war es nicht das erste Mal, dass der Dargin eine Erdbeere mit Sahne von einem Eisbecher aß... dennoch, es war etwas Leckeres und Val verdiente ihr Lob: „Du hast Recht, Valerie. Das schmeckt wirk-“ "Du-...du siehst aus wie eine Katze! Emaru-Neko!" Verdattert blickte er in das Gesicht des Mädchens, das aufgesprungen war, musste ausnahmsweise nach oben sehen, um ihr in die Augen blicken zu können – er saß ja noch immer. Katze...? Zugegeben, Emaru mochte Katzen, aber bisher hatte ihn noch niemand mit einer verglichen. Träge drehte sich sein Kopf zur Seite, bis er genau in die Fensterscheibe sehen, sein Spiegelbild betrachten konnte. Er kniff ein bisschen die Augen zusammen, fixierte sich selbst. Sah das nach einer Katze aus? Hm... er musste genau danach suchen und auch so brauchte es etwas Fantasie, aber er schaffte es, die Vorstellung der Sakai nachzuvollziehen. Grinsend blickte er sie wieder an. „Du hast Recht, ich ähnele wirklich einer Katze.“ Eine Katze mit strahlenden Augen und weißem Fell... „Shiro-Neko“, kicherte er und lehnte sich in seinem Stuhl zurück, bis ihm auffiel, dass Valerie ja noch etwas gesagt hatte. Was war es noch gleich gewesen...? Katzenohren hatte er gehört, Grinsekatze, tragen, für mich, würdest, wie, einmal, Emaru-chan... Ah, okay, daraus ließ sich doch ein Zusammenhang erschließen. Wahrscheinlich hatte sie gefragt, ob er ein paar Katzenohren für sie tragen würde. Er begann zu lachen, diesmal nicht ganz so leise wie sonst, aber noch immer in kontrollierter Lautstärke, damit sich nicht gleich alle anderen Gäste zu ihnen herumdrehten. Seine Linke schob kurz den Eisbecher zur Seite, während er sich wieder aufsetzte: „Na, so eine nette Anfrage kann ich dir doch nicht ausschlagen, Valerie. Wenn du möchtest, setze ich dir zuliebe auch Katzenohren auf.“ Fröhlich zwinkerte er ihr zu, legte seine Arme verschränkt auf den Tisch, die nun leere Stelle, an der zuvor das Eis gestanden hatte, und stützte seinen Kopf darauf, sah nach oben in das Gesicht seiner Begleiterin und lächelte ihr zu. „Ich habe allerdings keine Katzenohren dabei, und du wahrscheinlich auch nicht. Aber... wenn du möchtest, darfst du mich hinter meinen echten Ohren kraulen. Ein bisschen.“ Jetzt grinste er wieder. Irgendwie war es schön, mit einem eleganten Wesen wie einer Katze verglichen zu werden...

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:15

Valerie mochte Emaru. Sie mochte es, dass er aussah wie eine Katze, sie mochte es, dass seine Augen im Licht so glänzten wie den Honig den sie so gerne auf ihrem Brötchen verteile und am allerliebsten mochte sie die Tatsache, dass er sich nach ihrer Meinung erkundigte. Obwohl, nein am allerliebsten mochte sie es, dass er Alice im Wunderland kannte, aber die Sache mit ihrer Meinung kam sicherlich gleich danach. Das Mädchen legte also, um einen möglichst seriösen Eindruck bemüht, ihren Kopf prüfend zur Seite, wobei die grauen Kopfhörer bedenklich auf ihrem glatten Haar verrutschten, und beschloss einen genaueren Blick auf die Bedienung zu werfen. Sie war wohl hübsch, ohne Frage, mit ihrem feuerroten Haar und den dunkelgrünen Katzenaugen und doch gefiel sie Valerie nicht. Ihr Gang wirkte zu aufgesetzt, ihre Haltung zu gestellt und in ihren Gesichtszügen lag etwas verborgen, dass der Sakai gar nicht behagte. Diese Frau war eine Person die nicht gerne teilte und in dem sie ihr Emaru überließ, lieferte sie ihn geradewegs ans Messer. "Vergiss, was ich gesagte habe, Emaru~chan. Sie ist eine Katze, wie du, und Katzen vertragen sich untereinander nicht. Du brauchst...einen Hund...oder noch besser, einen Waschbär. Ja, ein Waschbär wäre gut..." Valerie kicherte leise, bei der Vorstellung und konzentrierte sich dann wieder auf ihren Gegenüber. Was sagte er gerade? Ihn hinter seinen richtigen Ohren kraulen. Das Mädchen runzelte verwirrt die Stirn und versuchte sich vorzustellen wo denn der Spaß dabei lag. Menschenohren waren schließlich nicht einmal halb so weich und plüschig wie die der vierbeinigen Schmusetiere. Dennoch...wenn es ein Vorschlag von Emaru-chan war, dann konnte er doch nur gut sein, auch wenn sie etwas umdenken musste um ihn zu ihrer eigenen vollen Zufriedenheit ausführen zu können. So sprang die Fünfzehnjährige also glücklich von ihrem Stuhl, trabte motiviert auf ihre Begleitung zu und langte diesem schließlich mit Schwung in die weiße Haarpracht. Ihrer blassen Finger glitten mit Leichtigkeit durch die weichen, seidigen Strähnen und als sie den Weg zu seinen Ohren aufnahmen, bildete Valerie sich beinahe ein ihn Schnurren zu hören. Ein lustiger Gedanke, doch so sehr schien er einer Katze dann doch noch nicht zu ähneln. Als sie schließlich an der Ohrmuschel des Magiers angekommen war, fanden ihre kleinen Fingerspitzen belustigt die dünne Haut und zupften einmal an ihr. "Wie ich es mir gedachte habe. Das Ganze ist nicht halb so lustig, weil du keine richtige Katze bist." In einem trotzigen Ausdruck schob das Mädchen die Unterlippe leicht vor und zog ihre Hand wieder zurück. "Aber deine Haare, die ähneln Katzenfell. Sie sind genauso weich und glatt. Mama würden sie sicherlich gefallen. Die sagt nämlich immer, dass Haare sehr wichtig bei einem ersten Eindruck sind. Sie verleihen dem Gesicht einen völlig anderen Ausdruck, sagt sie immer."
Aus dem Augenwinkel bemerkte das Mädchen mit einem Mal, dass nicht wenige Besucher das Cafés das ungleiche Paar unverhohlen musterte, weshalb sie verwirrt die Augenbrauen zusammen zog. "Meinst du nicht, wir sollten langsam bezahlen? Die schauen schon alle so seltsam. Bestimmt denken sie, wir wollen einfach so verschwinden. Manchmal frage ich mich, warum die Leute immer das schlechteste von mir denken. Irgendwie scheine ich eine dunkle Aura mit mir herum zu tragen. Was meinst du, Emaru~chan, sehe ich wie jemand aus, der etwas Böses tun will?" In einer fließenden Bewegung drehte Valerie sich zu dem Dargin um und schenkte ihm den unschuldigsten Augenaufschlag, der ihr aus ihren dunklen Augen gelang. "Nya?"

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:18

Emaru brauchte also... Was bitte? Einen Hund? Seine Augenbraue wanderte kurz in die Höhe; Emaru Dargin war kein Hundemensch. Er war auch niemand, der sich in der Nähe von Hunden nicht wohl fühlte, so war es nicht, aber hin und weg wie manch anderen konnte man ihn in der Nähe dieser Tiere sicher nicht erleben. Da passten ihm Waschbären doch lieber. Was Valerie wohl war? Ein Waschbär? Nein, als so etwas sah das Weißhaar sie nicht. Vielleicht ein niedliches, kleines Mäuschen, oder ein Häschen... nein, das war es auch nicht. Verträumt sah er sie an, versunken in diesen Gedanken. Ein Vögelchen, ein Panda...? Das war es auch nicht. Sie wirkte viel eher wie ein... Ein Schäfchen! Nein, kein Schaf... ein kleines Lämmchen, genau. Lächelnd wachte er wieder auf aus seiner kleinen Traumwelt, in der er sie mit allen möglichen Tierchen verglich, und schon merkte er, dass sie gar nicht mehr da saß. Plötzlich spürte er sie, ihre Hand, wie sie durch sein Haar glitt, auf der Suche nach seinen Ohren, schon kurz davor, sie zu finden. Eigentlich hatte er einen Scherz gemacht, als er ihr das Kraulen angeboten hatte – er mochte es bekanntlich nicht, wenn man sein Haar berührte. Auch, wenn er es immer schön pflege, weich, sanft und glänzend hielt, so war es ihm doch lieber, wenn man nur schaute und die Finger davon ließ. Er spürte einen eiskalten Schauer über seinen Rücken laufen... seltsam. Eigentlich fühlte sich die Berührung des Mädchens wirklich gut an. Es war wohl der Schock davon, dass seine Haare plötzlich angefasst wurden, das geschah ihm eigentlich immer wieder, wenn es jemand schaffte, an seinem wenig aufmerksamen Selbst vorbeizukommen und seine – zweifellos unendlich anziehenden – Haare zu berühren. Es fühlte sich aber nicht schlecht an, heute... Oder bei ihr? Ihre Haut war so hell, vermutlich war sie auch sehr zart, und sie war jung, sah jung aus, vermutlich hatte sie Finger, die gleichzeitig sanft und kräftig waren... junge Finger eben. Es könnte daran liegen, wer es war, der sein Haar berührte, dass es sich anders, besser anfühlte als sonst... Eine andere Erklärung gab es nicht. Valerie war einfach körperlich am meisten dafür geeignet, ihre Finger durch sein Haar an seine Kopfhaut zu legen.
Allerdings verlor sie relativ schnell wieder das Interesse, und ehrlich gesagt wusste Emaru nicht, ob er sich nun darüber freute, dass sie von seinem Haar abließ, oder wollte, dass sie fortfuhr – irgendwo tief in seinem Inneren zumindest. Er entschied sich für Freude und drehte seinen Kopf in ihre Richtung, während sie schon wieder etwas erzählte. Oh, er war schon wieder müde... das Bild vor seinen Augen verschwamm schon leicht, während er sich zwang, sie offen zu halten. Erst bei „... immer das schlechteste von mir denken“ schaffte er es wieder, seine Konzentration in ausreichendem Maße herzustellen. „Etwas Böses...?“, murmelte er verwirrt, dann schüttelte er leicht den Kopf. „Ach, mach dir darüber keine Gedanken. Du siehst unschuldig aus wie ein süßes, kleines, weiches, liebenswertes, wolliges, nied-... ähm, unschuldig aus wie ein Lämmchen.“ Schon wieder musste er lachen, dann blickte er hinüber zu ihrem Eis. Oh, war sie etwa schon fertig? Flink schob er seine eigene Schale wieder vor sich selbst. Er hatte erst ein paar Löffel gegessen, aber er hatte wohl zu lange geträumt, sein Eis war jetzt nur noch eine kleine Kugel in einer großen Menge Flüssigkeit, mit ein paar Fruchtstückchen und etwas Sahne dazu. Nachdenklich rückte er seinen Stuhl etwas zurück und lächelte Valerie zu, klopfte sich auf den Schoß. „Na komm, Valerie, setz dich. Wir können uns den Rest von meinem Eis teilen und dann gehen, wenn du möchtest.“ Man wollte das arme Mädchen ja nicht langweilen. Wenn sie kein Eis mehr hatte, hätte sie hier wohl nichts mehr zu tun, und so etwas konnte ein wahrer Gentleman doch keiner Lady antun. Auch nicht einer so jungen.

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 19:21

Eis? Teilen? Begeistert klatschte Valerie in die Hände und ließ sich übermütig auf Emarus Schoß fallen. Sie griff grinsend über den Tisch nach ihrem eigenen Löffel und kurz darauf landete selig lächelnd eine der Erdbeeren in ihrem Mund. "Das Eis hier ist wirklich das Allerbeste!", lächelte sie und der Schalk glitzerte in ihren Augen, als sie zu dem Magier hochblinzelte. Dieser schien etwas überrumpelt, das Mädchen plötzlich auf seinen Knien wieder zu finden, erwiderte dann jedoch ihren Blick. "Emu~chan? Was würdest du sagen, wenn ich versuchen würde einen Waschbären für dich zu finden? Ich bin mir sicher, dass du jemanden verdient hättest, der dich lieb hat!" In ihren Gedanken malte sich das Mädchen bereits die schönsten Geschichten aus. Wie toll es doch wäre, wenn sie den Magier glücklich machen könnte. Die Sakai liebte den Gedanken, anderen Menschen nützlich sein zu können, einfach. Sie mochte es, gebraucht zu werden.
Der Blick der Fünfzehnjährigen wanderte zurück zu dem mittlerweile leeren Eisbecher und urplötzlich sprang sie auf. "Ich möchte dir etwas zeigen Emaru~chan. Komm schnell, wir bezahlen." Eilig zerrte das Mädchen den Magier zu der überraschten Bedienung und wartete ungeduldig darauf, dass dieser bezahlte. Als auch das geschafft war stürmte sie eilig an ihm vorbei aus dem Laden auf die Straßen Hosenka Towns zurück. "Ich zeige dir mein Zuhause, komm schon! Das wird lustig! Ich habe ganz viele tolle Dinge zu Hause, die ich dir zeigen kann. Und dann kann ich dir auch noch zeigen wo Chiha schlafen wird. Möchtest du wissen, wer Chiha ist? Mein Frettchen! Ich meine, ich habe es noch nicht, aber ich werde es sicher bald geschenkt bekommen. Ganz sicher sogar. Denn ich passe immer gut auf Tiere auf, deshalb wird mir bestimmt jemand eines geben...oder was meinst du, Emaru~chan?" Die Sakai, welche im erheiterten Lauf nach der Hand des Dargins gegriffen hatte, drehte sich in einem Schritt um und blinzelte ihn erwartungsvoll an. "Ich denke, ich wäre ein sehr gute Frettchenmama...!" Eine unglaubliche Überzeugung sprach aus ihren Worten und ihre Gesichtszüge schienen bei dem Gedanken an das Haustier zu strahlen. "Meine Mama hat mir gezeigt, wie man auf ein Haustier achtet und Erfahrung habe ich auch schon. Ich hatte mal ein Pony, musst du wissen. Daher bin ich mir auch ganz sicher, am zwölften Dezember ein Frettchen geschenkt zu bekommen. Da habe ich nämlich Geburtstag. Und es wird doch mit Sicherheit jemand an mich denken!" Mit einem glücklichen Glucksen zog die Lamia geschickt ihren frischen Bekannten weiter durch die Massen der Menschen, immer darauf bedacht ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Ihr noch einmal links, dann wieder rechts und...da waren sie auch schon. Hoch ragte die Fassade des Altbaus vor ihnen auf und Valerie musste nur einmal hochschauen um zu bemerken, dass sie das Fenster ihrer Küche offen stehen hatte lassen. "Was meinst du, wollen wir reingehen?", fragte sie lächelnd und zog den metallenden Schlüssel aus ihrer Jackentasche um ihn kurz darauf vor seiner Nase hin und her baumeln zu lassen. "Ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen. Ich habe ein tolles Zuhause!"

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:28

Valerie wirkte ziemlich übermütig, als sie sich geradezu auf Emarus Schoß stürzte. Der Magier konnte darüber nur grinsen, während er ihr einen Arm um den Bauch legte und sie leicht an sich drückte, damit sie nicht plötzlich herunterfiel. Aufgedreht, wie sie gerade war, schien das eine wirklich rationale Sorge zu sein, und abgesehen davon war die Nähe auch irgendwie schön. Das schmackhafte Eis überließ er jetzt einfach dem Mädchen, wollte ihrem Löffel nicht mit seinem in die Quere kommen, außerdem hatte er es ja nur ihr zu verdanken, dass er diesen Ort überhaupt kannte. „Ich bin sicher, wenn du mir einen Waschbären aussuchst, wird es ein besonders toller sein“, antwortete er ihr amüsiert. „Aber es gibt bestimmt jemanden, der mich lieb hat... was ist denn mit dir, Valerie?“ Grinsend sah er sie an, glücklich und gleichzeitig ein bisschen herausfordernd. Sie würde mit Sicherheit ja sagen, vor allem jetzt, wo sie dabei war, sein Eis aufzufuttern.
Im Nachhinein gesehen war er sich jedoch nicht ganz sicher, ob der ganze Zucker ihr gut tat, denn sie machte einen wirklich überdrehten Eindruck, als sie geendet hatte und ihn zu der Bedienung zerrte, damit er ganz schnell bezahlen konnte. Wie versprochen übernahm er auch ihr Eis, und nachdem er sich einem Teil seines Geldes entledigt hatte, folgte er seiner jungen Begleitung nach draußen, ohne der Kellnerin noch einen Blick zu schenken. Sie war nicht wichtig; einerseits gefiel sie ihm nicht wirklich, andererseits hatte er nach Vals Meinung zu ihr gefragt, und sie hatte nein gesagt. Wenn man nach der Meinung einer Person fragte, war es nur höflich, sie auch zu berücksichtigen, in diesem Fall also: Sich von der Rothaarigen fernzuhalten. Wesentlich weniger hektisch, aber zweifellos amüsiert folgte der Dargin der Magierin, lauschte ihren zahlreichen Worten. Jetzt wurde er also von ihr nach Hause eingeladen, hm? Das war doch ein gutes Zeichen. Außerdem mochte er sie so sehr, dass er sicher nichts ungefragt mitnehmen würde, also war es auch ungefährlich, ihn einzuladen. Die perfekte Ausgangssituation. Wenn Valerie nur nicht so viel und so schnell reden würde... Jetzt gerade redete sie über ihr zukünftiges Frettchen, Chiha. Sie erzählte sehr viel, und für Emaru war es schwierig, alles mitzubekommen, aber er versuchte es. Versuchte es von ganzem Herzen, mit ganzer Macht, und dachte über alles nach, was sie sagte. So war er schon wieder ein bisschen in seiner Gedankenwelt gefangen, während er einfach der ihn führenden Hand folgte, bis Valerie stehen blieb. Jeder andere hätte das wohl jetzt realisiert und angehalten, doch Emaru Dargin war, wie immer, unaufmerksam und müde, weshalb es sich einfach nicht vermeiden ließ, dass er leicht gegen seine Führerin stieß. Bei Weitem nicht fest genug, um sie umzustoßen, aber es reichte, um ihn aus seinen Gedanken zu reißen und ihm einen ziemlich verdutzten Gesichtsausdruck unterzujubeln. Verwirrt sah er nach unten auf Valerie, die gerade sehr dicht an ihm stand – ihm war nicht klar, dass er es gewesen war, der sich so weit genähert hatte – und trat einen Schritt zurück. „Hm...? Oh, ja“, murmelte er, als er merkte, dass sie das Haus inzwischen erreicht hatten, und nickte lethargisch. „Ja, lass uns reingehen.“
Noch immer nachdenklich, blieb er hinter Valerie stehen, als sie ihre Schlüssel zum Einsatz bringen wollte, dann redete er weiter: „Sag mal... würde es dich freuen, wenn ich am Zwölften noch einmal herkomme?“ Kurz darauf musste er auch schon wieder lachen. „Ach was, ein älterer Typ wie ich würde auf deinem Geburtstag sicher nur stören, nicht wahr? Tut mir leid, das war dumm von mir.“ Er grinste wieder, dieses Mal etwas verlegen. Manchmal verstand er selbst nicht, was er sich so dachte... vermutlich lag das an der Übermüdung. Er musste wohl so langsam an seinen Schlafgewohnheiten arbeiten...

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:30

Er wollte kommen? Wirklich? Und was redete er da vom Zwölften? Moment, was hatte sie denn überhaupt zuvor vom Zwölften erzählt? Sie hatte doch... Verwirrt hielt Valerie in ihrer Bewegung inne und starrte kurz abwesend in die Luft, bis ihr ganz plötzlich klar wurde, was sie da denn überhaupt angerichtet hatte. "NEIN! Du kannst nicht am Zwölften kommen! Nein! Ich meine...also...das wäre doof, denn eigentlich habe ich am Ersten Geburtstag. Du musst am Ersten kommen! Und du würdest auch ganz bestimmt nicht stören, denn eigentlich kommt nie jemand zu meinen Geburtstag..." Nachdenklich legte das Mädchen den Kopf zur Seite und schien kurz in ihrer eigenen kleinen Welt versunken, ehe sie wieder aufschreckte. Begeistert griff sie wieder nach seiner Hand und zerrte ihn die letzten Meter zu ihrem kleinen Reich hinauf. Die hübsche, weiße Holztür öffnete sich mit einem leisen Klicken und bot schließlich Ausblick auf das Heim der Valerie Sakai. Der Flur, welcher direkt an die Tür anschloss, war mit hellem Parkett ausgelegt und die Wände, von denen eine weiß und die gegenüberliegende in einem hellen rosa strahlten, luden zum Eintreten ein. Direkt neben dem Eingangsbereich fand ein kleiner Beistelltisch seinen Platz, auf dem Valerie etwas übermütig ihren Schlüsselbund drapierte. "Wenn du zu meinem Geburtstag kommst, wird das sicher gaaanz lustig! Dann backe ich uns einen Kuchen. Mama hat mir gezeigt wie das geht und ich brauche nicht einmal ein Messer dafür benutzen. Nur schneiden musst du ihn dann. Aber das machst du doch bestimmt, oder?" Kichernd schlüpfte sie aus ihren Schuhen, wartete darauf, dass Emaru es ihr gleichgetan hatte und lief dann die wenigen Schritte bis in ihr ebenfalls quietsche buntes und mit Kuscheltieren vollgestopftes Wohnzimmer. Ungeduldig räumte sie ein paar Kissen von dem kirschroten Sofa und wartete dann lächelnd darauf, dass der Dargin Platz genommen hatte. "Eben, da hattest du mich doch noch etwas gefragt, oder? Ob mich niemand lief hätte. Nun...der Papa hat mich bestimmt nicht mehr lieb. Und die Mama mag mich auch nicht wirklich...aber Hitomi und Haruka, die haben mich bestimmt lieb. Denke ich..." Grübelnd legte das kleine Mädchen den Kopf schief, nicht sicher wie sie fortfahren sollte. Eigentlich konnte sie nicht einfach behaupten, dass ihre Schwestern sie lieb hatten. Das war anmaßend und ungerecht ihnen gegenüber. Sie sollte ihre Aussage schnell zurück ziehen, nicht das die Beiden im Nachhinein noch böse auf sie wahren. "Vergiss, was ich gesagt habe. Ich denke nicht, dass mich jemand lieb hat. Aber das macht nichts, denn solange ich andere zufrieden machen kann, macht mich das auch glücklich und ich brauche niemanden der mich gern hat! Außerdem bekomme ich ja bald Chiha und dann habe ich immer jemanden in meiner Nähe!" Kurz schien über ihr Gesicht ein Schatten zu wandern, doch dieser war so schnell wieder verschwunden, dass er für eine andere Person kaum zu sehen war. Mit einem letzten, verwirrten Zupfen an ihrem Rock hob die Fünfzehnjährige schließlich wieder den Blick und schenkte dem Magier eines ihrer üblichen, strahlenden Lächeln. "Möchtest du vielleicht etwas trinken? Ich meine, wir haben gerade eben erst ein Eis gegessen, aber ich habe erst vor kurzem unglaublich guten Früchtetee aus meiner Heimat geschickt bekommen, der dir bestimmt auch schmecken würde!"

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:35

Im ersten Moment klang es, als wäre Emarus Anwesenheit auf dem Geburtstag des Mädchens mehr als unerwünscht – und das war ja auch nachvollziehbar. Er war wesentlich älter als sie, kannte sie kaum, nahm mit seiner Größe einiges an Platz weg, so jemand würde natürlich nur stören. Dann änderte Valerie jedoch ihre Aussage und sagte, er solle stattdessen am Ersten kommen, da sie da Geburtstag habe... oh, hatte er sich etwa verhört? Er würde wohl besser zuhören müssen, ohne jeden Zweifel musste er das, nicht, dass er das arme Mädchen noch einmal so erschreckte. Was aber irgendwie erschreckend klang, war, wie sie davon sprach, wer sonst alles zu ihrem Geburtstag kommen wollte – niemand? „Valerie...“, murmelte der Dargin leicht geschockt, hätte er doch nie erwartet, dass dieses Herz erwärmende Mädchen so allein war. Und sie war so offen und einladend... Und schon wieder so anhänglich, dass sie ihn mit sich zog. Ihr Heim wurde dominiert von pink und weiß, nicht unbedingt seine Farben, aber durchaus eine schicke und stilvolle Zusammenstellung. Fehlte vielleicht noch ein wenig Blau, aber ansonsten passte das wirklich gut. „Klar, ich schneide gerne den Kuchen an... Du hast eine hübsche Wohnung, wirklich. Sag bloß, du lebst hier ganz allein...“ Nachdenklich sah er sich um in dem Gang, während er geübt aus seinen Schuhen schlüpfte, um seiner Gastgeberin ins Wohnzimmer zu folgen. Dieser Ort sah sehr farbig aus, farbig und einladend, genau wie die Bewohnerin. Auch wenn es in ihr wohl dunkler aussah...
Sie fühlte sich ungeliebt, allein. Und sie sagte es ihm auch. Dass sie damit nicht glücklich war, das sah man ihr deutlich an, zumindest vorübergehend, doch dann setzte sie wieder ihr altes Lächeln auf. Wie es wohl sein musste, Tag für Tag so zu tun, als wäre man unglaublich glücklich, wenn man sich eigentlich ganz anders fühlte, einsam und ungeliebt... Nun gut, wenn Emaru sich so erinnerte an die Zeit, bevor er in der Gilde aufgeschlagen war, hatte er es ja nicht anders gemacht. Vor dem Ausbruch seiner zweiten Persönlichkeit, bevor er ein Magier geworden und in Blue Pegasus eingetreten war, als es nur ihn gegeben hatte und seine Familie. James war weg, den Eltern ging es hauptsächlich um Jin und auch Jin ging es hauptsächlich um Jin... Um Emaru hatte sich ja nicht einmal er selbst gekümmert. Er hatte auch nicht unglücklich gewirkt, aber ein so lebensfrohes Bild wie Valerie hatte er nicht abgegeben, so gut waren seine Künste beim Verstellen nie gewesen. Ob sie wirklich nur so tat? Oder fühlte sie sich wirklich glücklich, solange sie nicht an ihre Einsamkeit dachte? Der Dargin wusste es natürlich nicht; er kannte sie ja kaum, und selbst wenn, waren Gefühle nicht seine starke Seite. Da hatte Shi sein Monopol errichtet, und selbst der verstand andere nicht wirklich. Als die Sakai ihm einen Früchtetee anbot, schenkte er ihr einen unentschlossenen Blick und erhob sich träge von dem Sofa, trat zu ihr hinüber, beugte sich vor zu ihr... und schloss sie in seine Arme. Drückte sie an sich. Das arme Kind... „Du hast mich falsch verstanden... ich wollte dich fragen, ob du mich lieb hast. Denn dass es jemanden gibt, der dich lieb hat, weiß ich genau...“, sagte er leise zu ihr, mit geschlossenen Augen, sein Kopf seitlich an ihrem. „Außer natürlich, ich zähle nicht.“ Ein Lächeln zog sich auf seine Lippen, in der Hoffnung, dass es ihr damit besser ging. Dass sie sich freute. Vielleicht war es wirklich sein Vaterinstinkt, aber er hatte das Mädchen liebgewonnen und wünschte sich, dass sie sich wohl fühlte, auch wenn das hieß, selbst etwas dafür tun zu müssen. Noch einmal drückte er etwas fester, ehe er ihr ins Ohr flüsterte: „Oh, und so einen Tee hätte ich unsagbar gerne. Vielen Dank.“ Dann ließ er los, lächelte sie an, während er sich wieder setzte – diesmal direkt neben sie. Auch, wenn sie gleich aufstehen würde... er war da für sie. Und er zeigte es ihr auch. Zeigte es ihr gern.
Wollte, dass sie es sah...

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:37

Valerie mochte Emaru. Sie genoss seine Gesellschaft und noch viel mehr gefiel ihr, dass er sich wirklich für sie zu interessieren schien. Das allein bewies schon die Tatsache, dass er tatsächlich zu ihrem Geburtstag kommen wollte. Die Sakai konnte sich an das letzte Mal, dass sie diesen Tag mit jemand anderem verbracht hatte, nicht einmal erinnern. Als er sich jedoch nach den fehlenden Mitbewohnern erkundigte hielt das Mädchen verwirrt inne. Wie er es so sagte, klang es beinahe, als wäre es etwas schlimmes alleine zu wohnen. War es das denn? Valerie hatte sich nie darüber Gedanken gemacht, wie es denn wohl wäre, wieder mit jemandem ein Zuhause zu teilen. Allein die Vorstellung verwirrte sie. Wie wäre es wohl, wenn jemand zuhause wäre, wenn sie Abends von einem Auftrag nach Hause käme? Bestimmt seltsam, oder? Mit einem Kopfschütteln tat das Mädchen den Gedanken ab und antwortete dann mit einem Lächeln: "Ja, ich wohne hier alleine. Ich mag meine Wohnung, sie erinnert mich ein bisschen an das Zimmer, welches ich damals zuhause bei Mama und Papa hatte. Weißt du, die Farben sind beinahe identisch, nur die Möbel sind ein wenig anders. Hier habe ich einfach viel mehr Platz und daher auch viel mehr Möglichkeiten." Der heitere Gesichtsausdruck hielt, wie sie erleichtert bemerkte. Sie mochte es nicht, ihre Fassade zu verlieren. Es gab ihr ein Gefühl von Schwäche und war zudem noch unangebracht. Die Menschen wollten andere glückliche Menschen sehen, Valerie wusste das. Sie wusste, dass das Glück anderer abhängig davon war, dass ihre Umgebung Zufriedenheit ausstrahlte und deshalb war es ihr wichtig, sich ihre weniger glücklichen Zeiten niemals anmerken zu lassen. Es stand ihr nicht zu, dadurch ihr Umfeld negativ zu beeinflussen.
So tief in ihren Gedanken versunken reagierte das Mädchen umso erschrockener, als sie plötzlich spürte, wie sich zwei Arme um ihre zierliche Gestalt legten. Er umarmte sie. Das Gehirn der Fünfzehnjährigen schien einen Kurzschluss zu erleiden. Warum umarmte er sie? Wann hatte sie das letzte Mal jemand umarmt? Warum schien sie mit einem Mal keine Luft mehr zu bekommen? Die Sakai versuchte Krampfhaft ihren Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bekommen, doch die Worte, die er ihr mit einem Mal sanft in das eine Ohr flüsterte, vereinfachten diesen Versuch nicht gerade. "I-ich..." Egal welche Worte ihr mit einem Mal in den Sinn kamen, sie schienen keinerlei vernünftigen Satz zu bilden wollen. Es war, als wäre ihre gesamte Geisteskraft mit einem einzigen Mal zu einer weichen, warmen Puddingmasse zerflossen. Schließlich gelang es ihr allerdings doch, wenn auch in viel zu hoher und schriller Tonlage, einen halbwechs vernünftigen Satz hervorzubringen. "N-natürlich habe ich dich lieb...!" Als der Dargin auf einmal wieder von ihr abließ, war Valerie froh auf dem Sofa gesessen zu haben, denn andernfalls hätte sie sicherlich den Boden unter den Füßen verloren. So jedoch gelang es ihr, in einer halbwegs eleganten Bewegung, sich von der Couch zu erheben und mit einem hastig gestotterten: "Dann werde ich uns mal den Tee aufkochen..." in der Küche der Wohnung zu verschwinden. Dort musste sie sich erst einmal an einem der weißen Landthresen abstellen um ihren inneren Frieden wiederzufinden. Wie konnte es sein, dass eine einzelne Berührung sie dermaßen aufwühlte? Mit immer noch leicht zitternden Händen griff das Mädchen nach einer Holzschachtel in einem der Wandschränke und setzte Wasser in einem Kessel auf dem Herd auf. Sie musste sich beruhigen und da half es immer, wenn sie ihre Hände mit etwas beschäftigte und sich konzentrierte. "Trinkst du Zucker in deinem Tee?" Als die Worte ihre Lippen wieder mit der gewohnten Leichtfertigkeit verließen, fühlte sie sich bereit, Emaru wieder gegenüber zu treten. Mit einigen Hopsern wollte sie aus der Küche springen, übersah dabei den Ärmel, welcher sich an dem Kessel verharkt hatte und zog mit einem metallischen Kreischen den Teekessel mit dem kochenden Wasser vom Herd. Die Sakai konnte nicht einmal blinzeln, ehe sie auch schon den stechenden Schmerz auf ihrem rechten Arm spürte und mit einem lauten Schrei zu Boden ging. "Verfluchte Scheiße!" Eine Valerie Sakai flucht nicht. Eine Valerie Sakai lächelt, kichert, errötet und verzaubert die Menschen, aber fluchen tat sie ganz bestimmt nicht. Nun, vielleicht bot die Tatsache, dass sich soeben beinahe kochendes Wasser über ihrer Haut ergossen hatte eine Ausnahmesituation, aber das wollte die Magierin nicht gelten lassen. Den Schmerz ignorierend und rasend vor Zorn packte das Mädchen den immer noch heißen Griff der Teekanne, holte aus und pfefferte den Metallbehälter in die Spüle. Die Sakai war sich sicher, dass das Krachen im gesamten Haus zu hören war.
So schnell die plötzliche Kraft gekommen war, verschwand sie allerdings auch wieder und Valerie musste sich zwangsläufig mit den Folgen, die das heiße Wasser auf ihrem Arm hinterlassen hatte, auseinandersetzen. Die Magierin spürte noch, wie ihr Tränen in die Augen schossen, ehe sie mit einem Schluchzen zu Boden ging und den Kopf benommen an die Küchenzeile anlehnte. Jetzt blieb ihr nur noch die Hoffnung, dass Emaru halb taub war und von dem ganzen Chaos in der Küche nichts mitbekommen hatte.

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:37

Ein Schmunzeln breitete sich auf Emarus Lippen aus, als er merkte, wie stark das Mädchen auf seine Umarmung reagierte. Entweder wurde sie nicht besonders oft berührt, oder er war für sie ein besonderer Fall, ansonsten wäre es wohl eher unwahrscheinlich, dass sich ihr Herzschlag so beschleunigte und ihre Atmung wäre auch normal geblieben. Und selbst ohne diese Anzeichen hätte man spätestens bei ihrem nächsten Versuch zu reden gemerkt, dass sie gerade ordentlich aus dem Konzept gekommen war. So sollte es auch sein, das war seine Absicht gewesen: Sie von dem Gedanken abzubringen, sie sei auf sich allein gestellt und niemand würde sich für sie interessieren. Lächelnd lehnte er sich zurück, während sie zur Küche lief, lauschte darauf, was sie in der Küche tat. Das laufende Wasser hörend, versuchte er, sich vorzustellen, wie das Zimmer wohl gestaltet war; wenn die ganze Wohnung an ihr altes Zimmer erinnerte, dürften die Farben so ziemlich die gleichen sein wie im Wohnzimmer, und in allen anderen Räumen dürfte es ähnlich gehalten sein. Die Einrichtung war schon schwieriger: Da sie allein lebte, wäre es logischer, von einer eher spärlichen Kücheneinrichtung auszugehen, andererseits schien es ihr hier wirklich an nichts zu fehlen, und leer wirkte es nicht gerade...
Als ihn ihre Stimme aus seinen Gedanken riss, antwortete er: „Ein bisschen Zucker, ja. Ein, zwei Würfel, mehr nicht.“ Sie klang wieder so glücklich und zufrieden, so, wie er sie kennen gelernt hatte, als dieses süße, kleine Mädchen, dessen Gedanken auf gleichzeitig wirre und unbeschwerte Art durch ihre Welt schwebten, als wären es Marshmallowwolken... Der Dargin musste ein leises Lachen unterdrücken, als er sich das vorstellte. Das blieb ihm dann aber komplett im Hals stecken, als Valeries Stimme erneut ertönte, diesmal lauter, schriller, erfüllt mit Schmerzen. Das Weißhaar erstarrte, hörte ein lautes Scheppern, konnte erst einmal ein paar Sekunden lang gar nicht darauf reagieren. Was konnte da geschehen sein? Hoffentlich war der Sakai nichts passiert! Kaum schaffte er es, aufzuspringen, hechtete er auch schon in Richtung der Küche, gelangte dort an und fand seine Gastgeberin auf dem Boden kniend. Und es kam noch schlimmer: Sie weinte. Schnell war er an ihrer Seite, flüsterte ihr zu: „Ganz ruhig, das ist nicht so schlimm.“ Er ergriff den verbrannten Arm, darauf achtend, keine schmerzhafte Stelle zu berühren, und half ihr mit der anderen Hand dabei, aufzustehen, dann ging er mit ihr näher an die Spüle heran und nahm erst einmal die Kanne heraus – wobei es ihn schockierte, wie heiß sie sich in seiner Hand anfühlte, aber das musste er erst einmal ertragen – und kaum hatte er sie abgestellt, drehte er das kalte Wasser auf, hielt die Hand darunter, bis es wirklich kühl war, und hielt dann den Arm des Mädchens darunter. Dabei strich er ihr sanft über die Haare, damit sie sich ein wenig entspannen konnte und von den Schmerzen abgelenkt wurde. Er selbst hatte sich natürlich auch schon verbrannt, wusste, wie es sich anfühlte, und da war es gut, jemanden zu haben, der sich um einen kümmerte. „Siehst du, es ist gar nicht so schlimm“, fuhr er mit ruhiger Stimme fort, streichelte sie weiterhin. „Du gehst gut mit dem Schmerz um... du bist wirklich ein starkes Mädchen, Valerie, ich bin richtig beeindruckt. Lamia Scale kann froh sein, jemanden wie dich zu haben!“ Darauf, dass sie seine Hilfe nicht wollen könnte, kam der Dargin gar nicht; wer käme denn auch auf so einen Gedanken? Es war doch nett, anderen zu helfen, und sie litt ganz eindeutig unter dem, was passiert war... er war einfach nur für sie da...

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:38

Selbst der stechende Schmerz, der wie ein Leuchtfeuer durch ihren rechten Arm zu schießen schien und ihre Sinne auf eine mehr als unangenehme Art betäubte, schaffte es nicht, das stechende Gefühl der Scham in ihr zu vertreiben. Er hatte es doch gehört. Natürlich hatte er das. Vermutlich genauso, wie neunzig Prozent der restlichen Bewohner des Hauses. Und dennoch...irgendwie hatte Valerie es sich gewünscht, er hätte sie nicht in einem ihrer schwachen Momente erleben müssen. Es war unangenehm, so von anderen Personen gesehen zu werden. Wie hatte es passieren können, dass sie sich ausgerechnet jetzt, wo sie seit langem mal wieder Besuch hatte, so blamierte? Die Tränen, welche mittlerweile ungehindert über ihre Wangen rollen, schienen brennende Spuren hinter sich herzuziehen. Spuren, die der Sakai nur noch deutlicher machten, wie sehr sie versagt hatte. Was würde Papa wohl sagen, wenn er dich jetzt so sehen könnte? Auslachen, dass würde er dich. Weil du es ein weiteres Mal geschafft hast, jemanden zu enttäuschen, obwohl du dir selbst versprochen hast, das nicht mehr zu tun. Erst das kalte Wasser, welches plötzlich den Weg über ihren verbrannten Arm fand, schaffte es, dass Mädchen wieder aus ihren mehr als deprimierenden Gedanken zu reißen. Die sanfte Hand, welche immer wieder ihre Bahnen über das dunkle Haar der Fünfzehnjährigen strich, hatte eine beruhigende Wirkung auf die Kleine und bald versiegten die Tränen. Wieso half Emaru ihr, obwohl sie sich ein weiteres Mal als völlig nutzlos erwiesen hatte? Wieso hatte er eine solche Geduld mit ihr? Er sagte, er sei beeindruckt von ihr. Weil sie so gut mit Schmerz umgehen könne. Er sagte, Lamia Scale könne stolz sein, eine solche Magierin wie sie zu haben. Wieso war er so? Wie konnte er so völlig anders sein, als all die Menschen, mit denen sie sonst zu tun hatte. Emaru wirkte...beinahe...echt. Etwas, dass Valerie noch nie zuvor bei einer Person hatte feststellen können. Alle Menschen die sie kannte, verstellten sich in irgendeiner Weise, aber bei Emaru überkam sie dieser Verdacht nie. Es war beinahe so, als bestünde für sie überhaupt keine Notwendigkeit, sich zu verstellen. Als könnte sie einfach sein, wie sie wollte und es würde den Magier trotzdem nicht verschrecken. Doch Valerie wollte ihr neu erprobtes Glück nicht direkt wieder aufs Spiel setzen und beschloss auf Nummer Sicher zu gehen. "Mach dir keine Sorgen, Emaru-chan. Es ist nicht das erste Mal, dass mir so etwas passiert." Ein bemüht tapferes Lächeln hatte sich auf die blassen Lippen des Mädchens geschlichen, während sie krampfhaft versuchte den Schmerz abzuschütteln. "Du siehst ja, ich lebe allein und kochen ist leider nicht eine meiner Stärken. Egal ob es nun um Essen oder aber auch nur um Wasser geht..." Ihr schwächlicher Versuch einen Witz zu machen endete in einer etwas angespannten Pause, in der die Energie, welche sie in ihrem kläglichen Versuch die Normalität wiederherzustellen zusammengekratzt hatte, sie mit einem Mal wieder zu verlassen schien. Das Mädchen verlor den Halt unter den Füßen und schaffte es gerade noch, sich im Oberteil ihres Gegenübers festzuhalten und an seine Brust fallen zu lassen. "Emaru? Ich bin müde...wirklich müde...aber ich möchte nicht, dass du gehst und mich alleine lässt..." Mit geschlossenen Augen und mehr ermattet als wirklich wach, wartete sie auf seine Antwort.

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BeitragThema: Re: Straßen von Hosenka Town   Sa 25 Okt 2014 - 20:40

Davon, wie berührt sich die Sakai fühlte von den simplen Worten Emarus und der Art, wie er sich um sie kümmerte, die für ihn so selbstverständlich war, bekam das Weißhaar natürlich wenig mit, eigentlich nichts. Aber was ihm auffiel war, dass sie sich entspannte, wohler fühlte, dass der Schmerz unter seinem Halt und seinen Streicheleinheiten wegzuschmelzen schien. Natürlich tat auch das kühle Wasser seinen Beitrag, vermutlich sogar den größten, aber der Dargin spürte, dass sie sich auch durch seine Nähe besser, gestärkt fühlte. Vielleicht lag das ja auch einfach daran, dass er das glauben wollte, dass ihm das Gefühl wichtig war, etwas Besonderes zu sein und diesem süßen Mädchen zu helfen, aber das konnte einfach nicht sein, diese Möglichkeit war für ihn absolut undenkbar. Er wollte ihr nur helfen, wollte für sie da sein, solange sie ihn brauchte, nichts weiter. Außerdem hatte sie sich dabei verbrannt, seinen Tee zu machen, also war er verantwortlich dafür.
Als er sie so betrachtete und sie begann zu reden, konnte er sie nur anlächeln; sie gab sich wirklich Mühe, um nicht schwach zu wirken, umso mehr jetzt, wo er sie darin bestärkt hatte, dass sie ein starkes Mädchen war. Wirklich süß, dieses Verhalten, und gleichzeitig bewies es, wie wichtig ihr die Fähigkeit war, allein klarzukommen. Umso überraschender kam der plötzliche Schwächeanfall, den Valerie erlitt, sie verlor den Boden unter den Füßen und musste sein Hemd ergreifen, um nicht zu fallen. Er reagierte für seine Verhältnisse sehr schnell, legte seinen Arm um ihre Schultern und drückte sie dann an sich. Eigentlich machte man das mit der Hüfte der anderen Person, doch bei den Größenverhältnissen kam man an diese Stelle einfach nicht so schnell heran.
Ihre nächsten Worte berührten ihn sehr. Sie sprach nur leise und man hörte, dass der Schock ihr viel Kraft geraubt hatte, dennoch wollte sie nicht, dass er ging, im Gegenteil, sie bat ihn darum, bei ihr zu bleiben, an ihrer Seite, für sie da zu sein. Er ging in die Hocke, ließ dabei seinen Arm an ihre Hüfte gleiten. „Keine Sorge“, versicherte er ihr mit ruhiger Stimme. „Ich werde dich nicht allein lassen, das verspreche ich. Ich bleibe so lange bei dir, wie du es möchtest.“ Dann legte er seinen linken Arm in ihre Kniekehlen und hob sie an, brachte sie in horizontale Position, um wieder aufzustehen. So lag sie nun auf seinen beiden Armen, ruhig und sicher, fast wie eine sehr kleine Braut. Er ging aus der Küche heraus, achtete darauf, dass sie gegen nichts stieß, und als er dann wieder im Wohnzimmer stand, sprach er sie noch einmal leise an, fragte, wo ihr Schlafzimmer sei. Wenn sie müde war, war das wohl der beste Ort, um sie ausruhen zu lassen, also ließ er sich den Weg zeigen und legte sie dann auf das überraschend große Bett. Das letzte, was er erwartet hätte, wäre ein Bett in Kingsize für so ein kleines – und vor Allem unschuldiges – Mädchen. Hmm... sie will ohnehin, dass ich bei ihr bleibe... und ich bin müde..., überlegte er kurz, überredete sich mehr oder weniger selbst, sich an ihre Seite zu setzen, ein wenig zurückzulehnen... und das tat er dann auch. Der Dargin platzierte sich neben ihr, strich ihr noch einmal über das dunkle Haar und flüsterte: „Ich bleibe hier... Du kannst ruhig schlafen, ich bin da, wenn du aufwachst.“ Dann beobachtete er sie im Profil, dachte darüber nach, dass in nur wenigen Jahren bestimmt eine unglaublich hübsche junge Frau aus ihr werden würde, eine, um die sich die meisten Männer streiten würden. Wie es ihm dann wohl ging? Ob er in einer Beziehung wäre, oder gar verheiratet? Ob er immer noch Kontakt mit ihr hätte...?
Mit diesen Gedanken fielen ihm die Augen zu... er musste nicht wach bleiben, solange sie es nicht war. Sie konnte ihn ja wecken...

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