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 Rubbeldendschinn

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Souta
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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:03

Woah, woah, woah. Souta nutzte Seraphim aus? Seit wann genau tat er denn das? Bedeutete jemanden auszunutzen nicht, dass man zwar viel nahm, aber rein gar nichts gab?! Das war nicht der Fall. Vielleicht war er nicht der großzügigste Typ aller Zeiten, wenn es darum ging, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten und sich zu küssen und es mochte sein, dass er seinen Kühlschrank leerfraß und sich auf seinen Möbeln ausbreitete, aber all das tat er doch nur, weil er anders seine Zuneigung nun einmal nicht ausdrücken konnte. Er trug ihm also die ganze Zeit den Hintern nach? Ja, wirklich, das war eine brilliante Neuigkeit, der Weißhaarige tat ihm ja so Leid, es war sicherlich schrecklich, ihm Essen und emotionalen Austausch zu geben, wo er doch dafür nur seinen Körper bekam. Souta atmete tief ein und starrte fest in violette Augen, die sich nun wieder schön auf einem Level zu ihm befanden, wollte in einem Moment so viel sagen, dass er einfach nicht wusste, wie er anfangen sollte. Zumal er etwa 90% davon sowieso niemals sagen würde, weil sie lächerlich waren und der Andere ihn wahrscheinlich dafür auslachen würde. Natürlich war er gerade wütend und hatte alle Lust, Seraphim an den Kopf zu werfen, was ihm gerade durch den Kopf ging, aber das konnte er nicht, weil es manchmal nun einmal Dinge gab, die besser unausgesprochen blieben. Souta sollte ihm also nichts gegeben haben und ihn ausnutzen? Konnte es nicht vielleicht sein, dass der Himmelsmagier schon seit längerer Zeit etwas besaß, aber einfach nur zu egozentrisch war, um es zu bemerken? Souta würde ihn sicherlich nicht darauf hinweisen, es war nämlich nicht sein Job, sich damit zu beschäftigen. Er konnte kaum fassen, dass sein bester Freund gerade dermaßen ignorant war und machte einen halben Schritt in seine Richtung, wie um ihn am Kragen zu packen, als er auch noch anfing, über seine Gefühle zu reden und ihm ins Gesicht zu reiben, dass er ihm ach so wichtig war. Diese ganze Situation war eine verdammte Zwickmühle. Normalerweise würde er eine solche Auseinandersetzung Fäuste schwingend auf dem Boden führen, aber Seraphim war kein Kämpfer, den konnte man die freche Tonlage nicht von der Lippe schlagen. Und das wollte er auch nicht. Seine Worte taten zwar weh, als hätte er ihn geschlagen, hinterließen aber keine physischen Wunden. „Ich habe kein Problem damit, dass ich dir wichtig bin, Seraphim“, meinte er, und weil er sich nicht beherrschen konnte, schubste er den anderen mit der flachen Hand auf der Brust ein kleines Stück zurück, um zu zeigen, dass er kein schmaler Schwächling war, sondern einiges an Wumms aufbringen konnte, wenn er denn wollte. „Du bringst dich meinetwegen in Gefahr, und es bringt mich nun einmal aus dem Konzept, wenn man dir an den Kragen will, 'tschuldige! Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, warum ich nicht will, dass man uns öffentlich zusammen sieht, oh, ich gebe dir sogar einen Tipp: Die letzte Quest!“ Er verschränkte die Arme wieder und drehte sich von ihm weg, umrundete die Couch in Richtung Badezimmertür, vor der er nachdenklich stehen blieb. „Aber ja, du hast Recht. Es interessiert mich nicht mit wem du schläfst, aber ich weiß ziemlich genau, dass du von mir heute nichts kriegst. Viel Spaß auf dem Sofa. Ich gehe duschen!“ Was war so ein Streit schon ohne das unverwechselbar laute Knallen einer Badezimmertür?

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:09

Mit leicht offen stehendem Mund stand der Dragonslayer da und starrte auf die nun geschlossene Badezimmertür, hinter der sich nun der junge Mann verbarg, auf dessen Offenheit er sich zumindest die letzten Stunden dauerhaft gefreut hatte. Man sagte zwar, Vorfreude sei die schönste Freude, aber wenn diese dann enttäuscht wurde, fühlte man sich extrem schlecht... oder zumindest ging es Seraphim so. Es konnte doch nicht angehen, dass sie sich so hochgeschaukelt hatten, von einer einfachen, scherzhaft gemeinten Anmerkung, die offenbar ein ganzes Nervenbündel getroffen hatte und nun darin gipfelte, dass er in den Zölibat versetzt wurde! Was sollte das denn, das war weder nett, noch lustig und im Allgemeinen einfach total gemein! Das ging ganz eindeutig unter die Gürtellinie! Im wahrsten Sinne des Wortes sogar, wenn er so darüber nachdachte, aber das wollte er eigentlich gar nicht, weil er nicht akzeptieren konnte, dass man so mit ihm umging! Er konnte ihn meinetwegen schlagen, ihm böse Dinge ins Gesicht schreien, ihn beleidigen, aber ihn so abzufertigen war eindeutig über das Ziel hinausgeschossen und bediente sich unfairer Mittel... das war Ausnutzung seiner persönlichen Schwachstellen und somit einem Tritt in die Weichteile gleich. Es dauerte daher nur eine knappe halbe Minute, in der er geschluckt und das Gesagte verdaut hatte (vor allem den letzten Teil, versteht sich), bis er schon vor der Badezimmertür stand und die Hand auf die Klinke legte. Er war niemand, der schnell aufgab, vor allem nicht bei so relevanten Dingen, also musste er wenigstens versuchen, ihn noch umzustimmen. Eigentlich hatte er die Übernachtung nämlich nicht vorgeschlagen, weil er nicht der Meinung war, man könne die Quest auch an diesem Tag noch zu Ende führen - immerhin hatte er die Zeit, die der Einäugige mit der dummen Göre verdaddelt hatte, nicht eingerechnet - sondern, weil er sich auf die Nacht selbst gefreut hatte und nun sollte er die auf einem gammeligen, viel zu kleinen Sofa ganz ohne persönliche Heizung verbringen? Wer war es gleich, der diese Unterkunft bezahlte, mochte sie noch so schäbig sein? Mit einer entschlossenen Handbewegung öffnete er die Tür und blieb wie angewurzelt im Rahmen stehen.
Souta war ja generell ein schneller Mensch und zudem auch noch ziemlich ärgerlich, sodass er wahrscheinlich alles recht abgehackt und aggressiv tat... und dadurch noch ein wenig schneller wurde. Das hatte zur Folge, dass er, als der Dragonslayer ihm nachlief, bereits unter der Dusche stand, auch wenn der Weißhaarige zuerst die auf dem Boden liegende Kleidung bemerkte, ehe sein Blick sich hob und beinahe automatisch zu dem winzigen Spalt huschte, den der hässlich grüne Duschvorhang nicht bedeckte. Natürlich wollte ihn das Schicksal ärgern, sodass er einen kurzen Blick auf das komplette Profil des Einäugigen erhaschen konnte, ehe er sich aus seinem Sichtfeld schob. Ihm wurde kurz leicht schwindelig, sodass er sich an den Rahmen lehnte und die Arme verschränkte, weil ihm leicht flau im Magen war - es war nur ein Nebeneffekt, dass diese Pose wahrscheinlich ziemlich lässig aussah. Weniger cool waren allerdings die Worte, die sich kurze Zeit später von seinen Lippen stahlen und denen er zwanghaft die Eindringlichkeit zu rauben versuchte: "Meintest du das gerade ernst? Ich will nicht auf dem Sofa schlafen." Nein, das war ganz eindeutig eher weniger cool, aber dafür absolut wahr.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:22

Bevor man Seraphim nun direkt wieder die mannigfaltigsten Vorwürfe machte – und dies würde geschehen, darauf konnte man Gift nehmen, musste man wohl eine Minute ausharren und ihm zu Gute halten, dass er tatsächlich hinter Souta hergekommen war. Unter Umständen hätte dies nun der Beginn einer wundervollen Versöhnung werden können. Der Himmelsmagier hätte sich entschuldigt, der Kettenmagier hätte sich entschuldigt, weil er überreagiert hatte und vielleicht, ganz vielleicht, hätte er sogar, weil er ohnehin schon hier war und sich wirklich gerne duschen wollte, entweder auf den Vorhang verzichtet oder ihn sogar in die Gefilde der Träume dahinter eingeladen, Prinzipien hin oder her. Leider war Seraphim der Elefant im Prozellanladen, der er nun einmal war. Und somit war es vorbei mit positiven Dingen. Zum Einen war er ins Badezimmer geplatzt, während Souta duschte. Das war theoretisch keine große Sache, das passierte öfter, weil der Rotschopf aufgrund einer gewissen Angst vor Beengungen Türen generell nie abschloss und man ja wusste, wie der Ältere so tickte. Das Problem war, dass er gekommen war, nachdem er wütend weggestürmt war und somit seine Stimme so ziemlich das Letzte war, was er hören wollte, während er wütend am Duschknauf drehte, allerdings innehielt und zusammenzuckte, als er bemerkte, dass er Gesellschaft hatte. Das war Strike Nummer Eins. Was war wohl der Grund für seinen spontanen Besuch? Unbändige Reue und Schuld? Oh nein. Souta brauchte ungefähr fünf Sekunden, um aus der Stimme die Motive seines besten Freundes herauszuhören und er überlegte, ob er ihm vielleicht etwas an den Kopf werfen sollte, damit er einfach umfiel und ihn nicht mehr nervte. Da hatte er deutlich gemacht, dass heute nichts lief, und was war die Reaktion? Er bespannte ihn. Natürlich. Man mochte ja noch argumentieren, dass er gekommen war, um sich auszusprechen, aber stattdessen hatte er die unglaubige Dreistigkeit ihn dabei zu beobachten, wie er ärgerlich ins Bad verschwand und ihn dann auch noch zu fragen, ob er es denn ernst meinte. Souta achtete penibel darauf, vom Vorhang bedeckt zu werden und schnaubte, auch wenn das nicht allzu bedrohlich klang, wo er doch nackt war und alles. Strike Nummer Zwei waren also die Motive. Und das, was dem Fass absolut den Boden ausschlug, war, dass er nicht auf dem Sofa schlafen wollte. Ernsthaft? Er hatte das nicht als Belohnung gemeint, falls er das falsch aufgenommen hatte, tat ihm das Leid, und er hätte sich jetzt gerne mit stolz erhobenem Haupte aus der Dusche in sein Bett begeben und einfach geschlafen, wenn da nicht gewisse Dinge gewesen wäre, die ihm davon abrieten. Selbst wenn es witzig wäre, ihn ein wenig zu quälen. Hm. Mit Schmackes riss er den Duschvorhang zurück, wickelte ihn wie eine Toga etwas unterhalb seiner Hüftknochen um seinen Körper und starrte ihn an, während er sich das verletzte Auge zuhielt. „Ja, ich hab das ernst gemeint. Es ist mir scheißegal, was du willst, ich bin sauer auf dich!“ Energisch schloss er den Sichtschutz wieder und drehte prüfend das Wasser auf, hielt kurz den Kopf darunter, ehe er ihn noch einmal kurz hinausstreckte und die Stirn runzelte. „Raus hier!“

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:34

Hatte er seine letzte Chance so leichtfertig vergeben? Seraphims Gesicht ähnelte stark dem Blick eines geschlagenen Hundewelpen, als Souta ihm mit ärgerlicher Stimme bestätigte, dass er sich nicht verhört hatte und dass er nun gerade offenbar wirklich in einem Zimmer, dass zumindest für diese Nacht praktisch ihm gehörte, auf das Sofa verbannt worden war. Das war ihm noch nie passiert und somit vollkommenes Neuland für ihn - und obwohl er ja generell nichts gegen neue Erfahrungen einzuwenden hatte, war er sich sicher, dass er auf diese verzichten konnte. Kurz überlegte er, ob er mit noch ein wenig mehr Dreistigkeit vielleicht doch noch punkten könnte, aber er war sich nicht sicher, ob er sich damit nicht vielleicht dem Risiko aussetzte, auch noch die nächste Nacht alleine verbringen zu müssen. Oder der Kettenmagier erdreistete sich noch und lief unbedeckt durch das Zimmer bis zum Bett, um ihm dann eine noch qualvollere Nacht zu bereiten... auch wenn er sich nicht sicher war, ob es das signifikant verändern würde. Ohne ein weiteres Wort machte er die Tür hinter sich zu - ganz sachte - und ließ den Blick über das Zimmer schweifen. Er hatte wirklich keine Lust, auf diesem Sitzmöbel zu schlafen, sodass sein erster Gedanken war, ob er nicht einfach auswärts schlafen sollte. Wie schon erwähnt, kannte er ein paar Leute in dieser Stadt, bei denen er bestimmt Zuflucht finden würde. Diese Leute würden ihn nicht einfach so ins kalte Wohnzimmer schicken, ihn ganz allein lassen... aber er hatte irgendwie im Gefühl, dass Souta das nicht ansatzweise gut aufnehmen würde. Diese ganze Sofaaktion stellte sich ja beinahe schon als Strafe dar, auch wenn er nicht so recht verstand, wie er sich überhaupt dazu erdreisten konnte; welche Macht er besaß, die ihn dazu befähigte, ihm zu verbieten, mit ihm in einem Bett zu schlafen. Wenn er nun das Weite suchen würde, um sich mit jemand anderem zu vergnügen, würde das dann nicht genau die These untermauern, die er ihm nun schon zum zweiten Mal an den Kopf geworfen hatte, dass er ihm in gewisser Weise egal war? Natürlich stimmte das nicht, aber das bezog sich eben nicht komplett auf gewisse Aspekte seines Lebens, die dem Dragonslayer ziemlich wichtig waren. Selbstverständlich war er in dieser Hinsicht absolut hoffnungslos, aber das war wohl ein Teil seines Wesens, den er nicht so einfach loswerden würde. Und es auch gar nicht wollte, nebenbei bemerkt.
"Dann eben das Sofa.", murmelte er schlecht gelaunt und betrachtete das moosfarbene Möbelstück mit kritischem Blick. Das lebte doch bestimmt schon fast wieder... aber er konnte ja doch nichts dran ändern und hatte schon auf wirklich schlimmerem geschlafen, darunter Tische, Böden, Äste und Steine, sodass das hier doch fast schon luxuriös war. Das einzige, was fehlte, war eine Decke und da er sich weigerte, herauszufinden, was unter dem Überwurf steckte, deckte er sich schließlich mit seinem Mantel zu, was allerdings dazu führte, dass er mehr schlecht als recht bedeckt war und wahrscheinlich sehr schnell kalte Füße bekommen würde. Aber da musste er wohl durch. Mit einem erneuten Grummeln wälzte er sich auf die Seite und schloss die Augen. Hoffentlich würde Souta morgen nicht mehr sauer auf ihn sein... das wäre unschön. Und noch eine Nacht auf einem kalten Sofa wollte er eigentlich nicht verbringen.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:35

Souta schlief alleine nicht sonderlich gut. Das lag nicht daran, dass er ein komplizierter Schläfer wäre, einschlafen konnte er nämlich auf so ziemlich jeder Unterlage, egal ob hart oder weich oder gar lebendig. Das Problem ergab sich erst, wenn man bereits in die Welt der Träume abgedriftet war und von eben jenen verfolgt wurde. Durchzuschlafen war so eine Sache, die Souta als Baby gar nicht beherrscht hatte. Später, als seine Schwester ein Baby war, hatte er es sich abgewöhnt, dann kurzzeitig wieder angewöhnt und seit ihrem Tod generell verloren. Wenn ihn der Hunger nicht aus irgendeinem Grund mitten in der Nacht in einen bis in die Puppen geöffneten Lebensmittelladen trieb, rissen ihn üble Alpträume aus der wohlverdienten Entspannung und brachten ihn allgemein dazu, sich ständig herumzuwerfen und manchmal sogar im Schlaf zu schreien. Da war es natürlich nützlich, wenn man jemanden kannte, der einen äußerst leichten Schlaf hatte, denn meist musste man einfach nur ein wenig fester zudrücken oder irgendwelche beruhigenden Worte murmeln, selbst wenn es nur ein „Halt still“ war. Sobald er wusste, dass jemand neben ihm lag, wusste er, dass er nicht in einem unendlichen Ozean ertrank. Traurigerweise war das wohl auch der Grund, warum er es kaum aushielt, eine Nacht allein zu verbringen und sich immer wieder einen neuen Bettpartner geholt hatte, denn er gelegentlich nachts berühren konnte. Ohne Begleitung schlief er einfach schlecht. Was er schon fast wieder vergessen hatte, wäre diese wundervolle Nacht nicht gewesen und hätte ihn daran erinnert, dass er den Stoffwechsel eines Babies hatte. Alle zwei Stunden hatte er das Auge aufgemacht und sehnsüchtig zum Sofa geblickt, in der Dunkelheit erkannte er zwar nichts, aber er hatte doch gehofft, dass sich der Andere vielleicht doch noch entschuldigen würde. Da das nicht passiert war, war Souta knautschig und müde, als die ersten Sonnenstrahlen des Morgens in das Zimmer fielen, sowie wie immer eigentlich erst einmal komplett orientierungslos, was postwendend darin resultierte, dass er erst einmal aus dem Bett auf dem Boden krachte, fluchte und sich dann aufrappelte. Es war irgendwie ungewohnt, dass er tatsächlich noch seine Jogginghose trug, daher hakte er einen Daumen in den Bund und ließ ihn leicht zurückschnappen, ehe er sich oberhalb des Nabels kratzte und ausgiebig gähnte. Da er mitten im Raum stand, konnte er dabei die Arme heben und sich mit einem gesunden Knacken strecken, das irgendwo aus den Tiefen seines Genickes kam. Mit rollenden Schultern wandte sich der Kettenmagier zu Seraphim um … und erstarrte. Verwirrt schaute er über die Schulter zur Badezimmertür, doch diese stand offen und verbarg keine Menschenseele. Sein Kopf ruckte zurück. Da lag jemand auf dem Sofa, der sogar recht weiße Haare hatte, aber definitiv nicht Seraphim war, wenn man nach dem Busen urteilen mochte, den man unter dem Hemd erahnen konnte. Und der kurvigen Hüfte, die aus Boxershorts hervorragte. Seraphims Mantel war dieser Person abgerutscht, deshalb konnte Souta einen vielleicht etwas zu engagierten Blick auf sehr hübsche Beine werfen – bloß – wieso trug diese Frau Seraphims Unterwäsche? Hatte er sich etwa tatsächlich mit jemand anderen vergnügt, während er im Bett nebenan geschlafen hatte?! Konnte man noch dreister sein? Da wollte er ihm vergeben, und er hatte einfach … Bestimmt war er gerade Frühstück holen oder so. Recht ärgerlich, aber mit der freundlichen Höflichkeit, die ihm nun einmal innewohnte, stupste er der Person sanft gegen die Schulter, um sie aus ihrem Traumland zu befreien und eine Erklärung zu fordern. Wenn sie ihm sagte, wo sie herkam, würde er sie einfach wieder dort abliefern, um seinem besten Freund dann eine saftige Standpauke zu halten. „Hey, 'tschuldige bitte …“

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:41

Im Gegensatz zu Souta hatte Seraphim durchaus gut geschlafen. Es war zwar eisig kalt auf dem Sofa gewesen, aber das war nichts, was ihn allzu schnell aus der Fassung bringen konnte, denn er war ja nicht aus Zucker und konnte generell überall schlafen, wenn auch nicht besonders tief. Es kam selten vor, dass der Dragonslayer so weit in die Arme des Morpheus abdriftete, dass er es verschlief, wenn man sich ihm näherte, aber offenbar war heute so ein Tag. Woran das liegen konnte, wusste er selbst nicht, schließlich war die Umgebung nicht unbedingt das, was man kuschelig nennen würde, aber es hatte offenbar ausgereicht, damit er wegpennte... und erst aufwachte, als ihn jemand anstupste. Schlaftrunkenem bewegte er die Beine, stellte fest, dass er seinen Mantel offenbar von sich herunter befördert hatte und blinzelte schließlich müde in das Licht der Sonne, das viel zu hell durch die Scheiben des Fensters fiel. Müde drehte er sich auf den Bauch und fragte sich, ob er ein Kissen gehabt hatte, dass ihm offenbar nun unter dem Oberkörper gerutscht war, kam aber nicht darauf, dass er ja noch nicht einmal eine Decke gehabt hatte, weil er einfach noch zu müde war. Seine Gedanken folgten seicht einem schlängelnden Pfad, der eine noch zusätzlich einschläfernde Wirkung hatte und dafür sorgte, dass er sich nicht wunderte, als er sich am Kopf kratzte und keine Haarspitzen gegen seine Hand rieben. Es war Soutas Stimme, die ihn geweckt hatte und wenn er alles richtig mitbekommen hatte, dann hatte er sich entschuldigt... wurde aber auch Zeit! Er hatte zwar eine seltsam gute Nacht hinter sich, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass ihm kalt gewesen war und er es begrüßt hätte, wenn er mit ihm zusammen auf dem Bett unter der warmen Decke hätte schlafen können, weil das sicherlich viel kuschliger gewesen wäre! Und schön weiches Kissen hin oder her, es ging doch nichts über den warmen Körper des jungen Mannes, der so praktisch neben ihm stand und auf ihn herabsah. "Wurde aber auch Zeit...", nuschelte er und streckte eine Hand aus, um das Handgelenk des Einäugigen zu umfassen, noch immer im Halbschlaf. Seine Stimme klang irgendwie komisch, höher als sonst, fiel ihm auf, hatte er sich am Ende auch noch erkältet? Das wäre ja so typisch und allein Soutas Schuld - aber er hatte sich ja gerade entschuldigt, also konnten sie ja vielleicht eine frühmorgendliche Kuschelstunde einlegen, ehe sie zu ihrer Quest aufbrachen. Das wäre schön... Mit geschlossenen Augen rieb er seine Wange an dem Handrücken des Kettenmagiers, beinahe wie eine verschmuste Katze, denn er wollte im Moment wirklich wenig mehr, als dass er ihm durchs Haar kraulte und ihn berührte, ihm seine Wärme schenkte, die er schon die ganze Nacht hatte missen müssen. Sein Rücken drückte sich etwas durch, seine Beine schlugen sich übereinander und er öffnete wunderschöne, von dichten, weißen Wimpern umrandete hellviolette Augen, die immer noch leicht verschlafen, wenn auch leicht erwartungsvoll, zu Souta hoch blickten. Der sollte doch nun wohl verstehen, dass sein bester Freund gerne gestreichelt werden wollte, oder?

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 13:58

Ha ha ha … ?
Irgendein Komiker hatte die Welt wohl über Nacht in ihren Grundfesten erschüttert, aber vielleicht war auch nur ein Loch erschienen, das ihn in eine fremde Paralleldimension befördert hatte, das war zwar unwahrscheinlich, aber man wollte ja nicht gleich alle Optionen ausschließen. Nicht, dass er momentan nicht so ziemlich alles glauben würde, was man ihm erzählte. Wenn der Nikolaus und der Osterhase knutschend durch die Tür marschieren würden, er hätte im Moment kein Problem damit, an ihrer Existenz festzuhalten. Wie vom Donner gerührt stand er da, die Hand ausgestreckt und … Ja, das war eigentlich auch schon alles, was er momentan an Aktion hinbekam. Eine junge Frau war des Morgens in seinem Hotelzimmer aufgetaucht, hatte aller Wahrscheinlichkeit Dinge mit seinem besten Freund getan, die das Umstrukturieren von Kleidung erfordert hatten und rieb jetzt, nach einem kryptischem Satz, die Wange an seiner Hand. An sich kein Problem. Frauen durften jederzeit alles an Souta reiben, wenn sie verschlafen waren, war das absolut legitim und sorgte für gewöhnlich eher für ein Lächeln. Allerdings … Nein. Gerade war ihm nicht nach Lächeln zumute. Erstens gab es keinen Kleidungsstapel, der von einer Frau stammen könnte. Zweitens trug man selbst dann keine Unterwäsche von jemand anderem. Und drittens: Wieso in aller Welt hatte dieses Weibsbild dasselbe Tattoo wie Seraphim im Gesicht? Soutas Unterlippe zuckte verdächtig, so als könne er sich nicht entscheiden, ob er heulen oder lachen sollte, doch er entschied sich schließlich dafür, einfach den Mund aufzuklappen und entsetzt auf die Person zu starren, die ihm entgegenblickte wie ein winziger Hundewelpe, der geknuddelt werden wollte. Ihr Blick sah aus, als würde sie ihn erkennen. Wenn er es nicht besser wüsste, würde er sagen, ihr Blick sah eindeutig so aus, wie es eigentlich nur eine Person in Fiore gab, die ihn so anguckte. Ihre Augen waren violett, groß, sehr hübsch. Das Gesicht auch. Der Hals. Darunter … Souta blinzelte leicht, schluckte, sein Adamsapfel hüpfte. Gebannt starrte er für ein paar Sekunden dorthin, wo der Kragen des Hemdes sein sollte. Seraphim ließ immer den obersten Knopf frei … Und das zeigte sich gerade extrem vorteilhaft. Seine Augenbrauen zogen sich immer weiter zusammen, während er weiter nach unten schaute, ihre glatten Oberschenkel entlang bis hin zu kleinen Frauenfüßen. Eine zierliche Hand umklammerte sein Handgelenk und da war immernoch die Tatsache, dass sich diese Frau an ihm rieb. Aber … das war nicht möglich. Das konnte nicht sein. Es durfte nicht … „Eh.“ Nur sehr, sehr langsam schaffte er es, Blickkontakt herzustellen, schluckte noch einmal und blickte diese Fremde mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Todesangst an. „K-kennen wir uns?“ Nein, das war unmöglich. Vielleicht hatte Seraphim ja zufällig eine Zwillingsschwester oder so, auch wenn das unwahrscheinlich war, wenn er von einem Drachen aufgezogen worden war. Und wieso sollte diese seine Kleidung tragen? Es gab nur eine Erklärung für diese Sache, die halbwegs plausibel war, wenngleich es wahrscheinlich nichts gäbe, was weniger plausibel erscheinen mochte. Da war eindeutig etwas schief gegangen. Und er hatte das nicht gerade unerheblich beklemmende Gefühl, Schuld daran zu sein ... Vielleicht sollte er in Deckung gehen, aber er wusste nicht, wie er ihn jetzt alleine lassen konnte. Sie. Wie auch immer. Was zur Hölle war das hier denn schon wieder für eine kranke Sch&%/)?!

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 14:09

Irgendwie reagierte Souta etwas anders, als Seraphim erwartet hatte. Es war nämlich eigentlich nichts Neues, dass der Dragonslayer ein verkuschelter Mensch war, ebenso wenig wie seine nicht vorhandenen Berührungsängste. Wie oft hatte er den Rothaarigen schon spontan umarmt, ihn gekuschelt oder sonst etwas getan, was andere Leute vielleicht als aufdringlich bezeichnen würden? Auch jetzt tat er nichts anderes und doch sah Souta ihm nicht mit der typischen Mischung aus Genervtheit und Humor an, sondern wirkte eher geschockt, zumindest, wenn man seinem offen stehendem Mund und dem geweiteten Auge Glauben schenken wollte. Die weißen Augenbrauen zogen sich irritiert zusammen und er richtete sich schlaftrunken auf, rieb sich die Augen, wobei lange, wellige Haare unordentlich auf seinen Rücken hinab fielen und das Hemd, das auf einmal um schmale Schultern schlabberte, an der Brust zu spannen begann. Doch der noch leicht bedröppelte Dragonslayer bemerkte nichts davon, auch wenn ein engelsgleiches Gesicht plötzlich höchst verdattert zu Souta blickte, als der ihn fragte, ob er ihn kenne… was spielte er hier für ein seltsames Spiel mit ihm am frühen Morgen? „Hast du was genommen oder so, Souta-chan?“, fragte er mit ärgerlichem Unterton und bemerkte erneut, dass seine Stimme merkwürdig hoch in seinen Ohren widerhallte, „Warum solltest du mich nicht kennen? Ist doch nicht so, als habe ich spontan Brü-“ Um zu beweisen, dass er wie immer ganz er selbst war, waren seine Hände in einer geradezu spöttischen Anwandlung zu seinem Brustkorb gewandert, wo sie allerdings absolut unerwarteterweise auf etwas Weiches stießen. Mit auf einmal kreisrunden Augen kippte sein Kopf nach unten, während seine Hände dieses Etwas näher betasteten und recht schnell darauf kamen, dass es sich dabei tatsächlich um das handelte, was er zuvor scherzhaft erwähnt hatte. An sich fühlten sie sich ja wirklich gut an, so schön nachgiebig und weich, aber dennoch fest, nicht unbedingt klein, aber auch nicht unnatürlich riesig; sie sahen auch recht gut aus, soweit er das objektiv von dieser Perspektive aus beurteilen konnte… aber was zur Hölle machten sie an seiner Brust?! „Wa…“, stammelte er, ehe eine Hand an seine Kehle glitt und feststellte, dass seine Haut ungewöhnlich weich war. Selbst wenn er sich penibel rasierte, blieb doch meistens eine leichte Rauigkeit seiner Haut zurück, da darunter nun einmal Haare sprossen, die bei weniger sorgfältiger Pflege für einen schneeweißen Bart sorgen würden. Nun aber fühlte sich sein Hals nicht nur ungewöhnlich flach an, obwohl sein Adamsapfel normalerweise deutlich hervorstand, sein Kiefer war auch irgendwie weit weniger massiv, seine Schwingung weicher, als seine Finger darüber glitten. Ein Griff in seine Haare bestätigte, dass sie auf einmal gewachsen waren, bis über seine Schultern reichten, die übrigens seltsam schmal waren. Mit immer größer werdenden Augen, nach wie vor aber ausgesprochen ruhig, inspizierte er die ungewohnt haarlosen Beine, wackelte mit niedlich kleinen Zehen und stellte fest, dass die fehlende Substanz um seine Schultern offenbar zu seiner Hüfte gewandert war.
Also gut. Nochmal von vorne bitte… Souta hatte ihn am letzten Abend aufgrund eines Streites aufs Sofa verbannt, wo er eine kalte, wenn auch angenehm ruhige, Nacht verbracht hatte und am nächsten Morgen war er scheinbar im Körper einer Frau aufgewacht, auch wenn er sicher blendend aussah, so wie er seine Gene kannte… *Moment!* Mit nun ganz offensichtlich panischen, abgehackten Bewegungen, überprüfte er den Zustand einer anderen, bisher nicht betrachteten Stelle, weil diese irgendwie schrecklich leer wirkte, vor allem nachdem dort eigentlich etwas sein sollte, das dies kompensierte. Aber er konnte nichts dergleichen ertasten. Mit einem kreischenden Aufschrei rückte er hektisch zurück, bis seine Hände in Luft griffen und er rücklings vom Sofa auf den Boden stürzte, von wo er sich panisch aufrappelte und an sich herab blickte. „E-E-Er… er ist weg!“, keuchte er mit dieser furchtbar weiblichen Stimme, blieb einen Moment stehen, ehe er mit wehenden, nervig langen Haaren ins Bad rauschte und vor dem Spiegel stehen blieb.
Mit vor Schrecken bleichem Gesicht blickte ihn eine junge Frau mit unordentlichen, leicht gewellten, weißen Haaren an, deren Körper in dem zu weiten Hemd, das sie trug, nur zu erahnen war. Sie hatte ein hübsches, ovales Gesicht, eine gerade Nase, große violette Augen, die momentan recht verzweifelt blickten, volle Lippen und darunter… hatte sie Brüste. Und eine durchaus kurvige Figur samt langen Beinen. Und… der Blick der jungen Frau richtete sich ganz eindeutig auf ihren Schritt. „Oh Gott… er ist weg…“ Im Grunde genommen störte es ihn offenbar nur marginal, dass er auf einmal weibliche, sekundäre Geschlechtsmerkmale besaß, aber der Verlust der primären männlichen schien ihn eindeutig tiefer zu treffen. Eine geschlagene halbe Minute stand er einfach nur da und betrachtete sein neues Aussehen im Spiegel, ehe er die Augenbrauen hochzog und mit neugierigem Gesichtsausdruck langsam die Knöpfe seines Hemdes öffnete. Hey, man durfte ihm sicherlich einiges vorhalten, wenn er fremde Damen bespannte, aber bei ihm selbst sollte das ja wohl vollkommen in Ordnung sein, oder? Schließlich fielen zwei Kleidungsstücke auf den Boden des Zimmers und er drehte sich leicht, um wenigstens festzustellen, mit was er nun – natürlich kurzfristig!!! – leben musste. Das Fazit war relativ eindeutig. „Ich habe ja keine Ahnung, was das hier soll… und ich finde es auch nicht lustig...“, meinte er mit hohler Stimme und drehte eine Strähne samtig weichen Haars um seinen Finger, „Aber ich glaub‘ ich würd‘ mich…

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 14:52

Während Seraphim gerade seine Brüste betatschte (merkwürdigster Satz aller Zeiten) und offenbar den Schock seines Lebens erhielt, ging es Souta ganz ähnlich. Kaum hatte man ihn losgelassen, bewegte er sich ein paar Schritte von der hübschen Frau weg und verspürte ein unangenehmes Kribbelgefühl in der Magengegend, wie er sie so dabei beobachtete, wie sie sich überall berührte und ganz besonders eine scheinbar wichtige Sache abcheckte, die dem Kettenmagier mittlerweile auch schon aufgefallen war. Er machte eine Bewegung in seine Richtung, als er vom Sofa stürzte, doch da rappelte er sich schon wieder auf. Irgendwie konnte er gerade nur sehr langsam reagieren, weil sein Hirn eine Sperre aufgebaut hatte. Es war nicht möglich, dass dieses Mädchen da Seraphim war, oder? Er beherrschte soweit er wusste keine Transformationsmagie und war zudem recht sicher männlich. Man wechselte nicht einfach so zufällig über Nacht das Geschlecht, wenn man nicht gerade davon ausging, dass keine übermächtige magische Energie im Spiel war. Ziemlich sicher hatte das etwas mit der Zeitstörung in der Stadt zu tun, was wunderbar war, schließlich wussten sie ja schon so viel darüber und konnten das schleunigst umkehren … Nicht. Wobei sich wohl auch die Frage stellte, ob man es denn eigentlich sofort stoppen wollte, was da mit seinem besten Freund passiert zu sein schien, denn schlecht sah er ja eindeutig nicht aus, wenn auch panisch und hektisch. Die hohe Stimme war etwas hysterisch, wie sie den Verlust einer Offensichtlichkeit betrauerte, doch Souta sagte dazu nichts und stand einfach nur da, überrascht und definitiv auf dem falschen Fuß erwischt. Wie war das passiert? Hatte sich Seraphim etwa beim Wunschbrunnen eine Geschlechtsumwandlung gewunschen? Und wieso sah er so lächerlich gut aus, dass er gerade sprachlos war und nicht so recht wusste, wo er zuerst hingucken sollte? Nein, er hatte gerade Angst und war verwirrt, eigentlich sollte er für ihn da sein und ihn trösten, ihn knuddeln oder so. Stattdessen starrte er sich schon zum dritten Mal an seinem Hemd fest und konnte sich nur mit mentaler Gewalt losreißen. Gerade, als er den Mund aufmachte, um doch noch etwas loszuwerden, was man als aufbauend empfinden könnte, zischte Seraphim allerdings an ihm vorbei ins Badezimmer ab und hinterließ den Rotschopf mit der Wahl, ihm zu folgen oder einfach stehen zu bleiben und die Schlabberigkeit seiner Jogginghose als sehr vorteilhaft zu empfinden. Letztendlich kam er auf den Gedanken, dass er wahrscheinlich, egal wie gestört er momentan war, sich sicher nicht einmal ansatzweise so schlimm wie der Andere fühlte. Und was, wenn dieser nun in Tränen ausgebrochen war? Souta konnte ihn nicht einfach alleine lassen, also drehte er sich um, atmete tief durch und öffnete die Tür zum Badezimmer, auf den Lippen bereits ein sanftes „Das wird schon wieder ...“, das allerdings binnen Sekunden in einem „Oh Gott“ endete und darin resultierte, dass er sich eilig mit dem Rücken zu ihm drehte und erst einmal hochrot anlief. Es war schon eine ganze Weile her, dass er einen solchen Anblick vorgesetzt bekommen hatte, aber es hatte sich ganz offenbar nichts daran geändert. Das war wohl wie Radfahren, sein Körper kannte ihn zu gut und so war er kurz davor, auf die Knie zu fallen und ein Dankgebet gen Himmel zu schicken. Mit der seltsam hohen Frauenstimme verkündete Seraphim postwendend den Gedanken, der Souta eigentlich schon seit dem Aufstehen durch den Kopf gegeistert war und nun mit deutlich größer Intensität an verschiedenen Stellen drückte. Wie in aller Welt konnte das passieren? Irgendwie hatte er das Verlangen, über die Schulter zu gucken, doch das würde seinen Morgen wahrscheinlich extrem versauen, also versuchte er seine etwas schnappartige Atmung zu beruhigen und sich auf das Problem zu konzentrieren. Auch wenn sein Hirn gerade die innere Klospülung hinuntersauste. „Kannst du … Kannst du dich wieder anziehen?“

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 14:59

Seraphim wäre nicht Seraphim, wenn er sich bewusst geworden wäre, dass ihm jemand bei der Erkundung seines neuen und hoffentlich nur vorübergehenden Körpers zusah, um daraufhin die Arme um die Brust zu schlingen und alles daran zu setzen, sich zu bedecken. Stattdessen drehte er sich zu Souta um, der ihm den Rücken zukehrte und stützte sich mit einer schlanken Hand am Waschbecken ab, während er ihn betrachtete. Diese Reaktion konnte nur eines bedeuten: Er war wohl nicht der einzige, der sich in weiblich absolut scharf fand. Wäre dem nicht so, würde der Kettenmagier sicherlich gucken, immerhin war er sich sicher, dass er zu den Herren gehörte, die keine Gelegenheit ausließen, nackte Haut zu sehen, wenn sie sich ihnen bot. Statt sich allerdings darüber zu freuen, dass er endlich eine Reaktion wie diese aus dem Kettenmagier bekam, brachte es ihn dazu, das hübsche Gesicht zu verziehen und die Hand ein wenig fester zusammen zu ballen. Das war so typisch Souta! Solange er in seinem eigentlichen Körper steckte, war es ihm unmöglich, auf bloßen Sichtkontakt mehr als ein Lächeln zu reißen, doch kaum hatte er Brüste, brachte er ihn wahrscheinlich halb um den Verstand. Natürlich sah er momentan toll aus, aber das tat er sonst auch, wenn auch auf eine vollkommen andere Weise! Es war nicht angemessen, dass er ihn sonst einfach so abtun konnte und ihm nun den Rücken zuwandte, weil er ansonsten wahrscheinlich zu offensichtlich verraten würde, wie gut ihm der Körper des Dragonslayers gefiel… pah. Tatsächlich hob er seine Boxershorts wieder auf und stieg hinein, auch wenn er festgestellt hatte, warum Frauen im Allgemeinen andere Unterwäsche trugen (Die Passform war absolut grauenhaft), ehe er sich sein Hemd überstreifte, es aber nicht schloss. Kein einziger Knopf wurde zugemacht und er konnte es nicht sein lassen, noch einmal im Spiegel zu checken, ob das auch schön wirkte, bevor er sich an Souta heranschlich. „Aw… findest du mich etwa abstoßend?~“, säuselte er und schlang seine Arme um die Mitte des Kettenmagiers, wobei ihm auffiel, dass er scheinbar auch um gut zehn Zentimeter geschrumpft war. Im Grunde genommen ärgerte es ihn, weil er es nicht unbedingt mochte, wenn die Leute ihn überragten, aber im Moment war es sogar recht praktisch, weil er wusste, dass die meisten Männer wiederum auf Frauen standen, die kleiner als sie waren. Für die Durchführung seines Plans war es also von Vorteil, dass Souta nun wahrscheinlich auf ihn herabgucken konnte, auch wenn er das sicherlich noch bereuen würde.
Denn Seraphim hatte nicht vor, sich in dieser Form an den Rothaarigen heranzuschmeißen. Das würde ihm niemals in den Sinn kommen, weil er nun einmal keine Frau war und erst gar nicht auf die Idee kommen würde, sich wie eine zu verhalten. Er hatte nur vor, den Kettenmagier ein wenig dafür leiden zu lassen, dass er ihn am Abend zuvor abserviert hatte, weil er nun nicht mehr in der Lage dazu war, die Spannung, die sich an eben diesem in seinem Körper aufgebaut hatte und auch bis zum Einschlafen nicht verschwunden war, abzureagieren, weil das Etwas, das dazu nötig gewesen wäre, ja irgendwie verschwunden war. Das bedeutete, dass er dieses Gefühl wahrscheinlich nicht so schnell loswerden würde, was ihn dazu reizte, Souta genau dasselbe zu geben, damit sie wenigstens quitt waren. Sicherlich war das gemein ohne Ende, aber vielleicht lernte er dann ja, dass man solche Dinge nicht tat und schon gar nicht mit ihm. Es war nämlich gemein, erst dafür zu sorgen, dass man gewisse Sachen einfach tun wollte und dann genau diese nicht zuzulassen… aber scheinbar hatte ihm das noch niemand gesagt. Zeit für eine kleine Lektion.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 15:25

Seraphim war nicht abstoßend. Das war ja momentan das Problem. Souta konnte sich kaum zusammenreißen, weil er ihn nur gesehen hatte, da brachte es natürlich keinerlei Erleichterung, dass sich sein bester Freund postwendend zusammen mit etwas Weichem gegen seinen Rücken drückte. Es irritierte ihn zu Beginn, dass er die Wange des Älteren in der Nackengegend spürte, doch da das bei Weitem nicht das Ablenkendste an dieser Position war, überging er dies. Scharf wurde die Luft zwischen seinen Zähnen eingezogen und er schaute zur Decke hoch, als würde er irgendeine unsichtbare Gottheit um Gnade anflehen. Gerne hätte er sich jetzt umgedreht und irgendeinen schlauen Spruch losgelassen, doch das war gerade eher weniger ratsam, weil er den Körper, der zu dieser Ansammlung von Schönheit und Versuchung gehörte, die er auf seiner Hinterseite erspürte, gar nicht erst sehen musste, um sich bereits atemlos zu fühlen. Er hatte ganz vergessen gehabt, wie wundervoll Frauen eigentlich waren. Nach dieser Quest musste er eindeutig seiner Monogamie abschwören und sich einmal durch Oshibana Town arbeiten, wie er es schon vor Monaten hätte tun sollen. Da ihm da oben keine Hilfe versprochen wurde, senkte er schließlich den Blick und starrte die schlanken Hände an, die so gar nicht zu dem Bild passen wollten, das er von Seraphim hatte. Wie wenig Platz sie plötzlich ausfüllten und wie hübsch die Fingernägel waren. Wie es sich wohl anfühlen würde, wenn sie … Er seufzte und legte die eigenen, warmen Handflächen darauf, um sie aus den Augen zu verbannen und prüfend über die lächerlich weiche Haut zu tasten, die er auch im Rücken spüren konnte. Warum sollte er nicht …? Konnte er nicht einfach das tun, was er tun wollte? Wenn Seraphim sich ihm schon dermaßen aufdrängte, durfte man da nicht davon ausgehen, dass er mit der Situation einigermaßen gut klarkam – vielleicht etwas zu gut – und dies nun ausnutzen wollte? Es war schön, sich die Tatsachen so zu verdrehen, weil man sich dann nicht so dumm vorkam, so leicht zu manipulieren. „Seraphim … Nein. Du bist nicht abstoßend.“ Er keuchte ein wenig und war immernoch rot im Gesicht, als er sich etwas zur Seite bewegte und von dieser recht sicheren Position aus einen Blick nach unten erhaschte. Er konnte sein Hemd aber auch nicht zuknöpfen, oder? Also wirklich … Souta starrte sich mal wieder fest, schaffte es aber, sich selbst aus der Trance zu erwecken und stellte Blickkontakt her, während er versuchte, seinen Arm ein wenig ungewohnt irgendwo an die plötzlich deutlich vorhandene Hüfte des Himmelsmagiers zu legen. „Du bist sehr anziehend und ich würde dich gerne küssen – und mir fallen spontan noch fünfzig Dinge ein, die ich gerne machen würde – aber wir sollten uns dieser Veränderung mit dem Hirn nähern, findest du nicht?" Ja, das war der verzweifelte Versuch, seine Fassung zu bewahren, der so gar nicht zu seinem tatsächlichen Willen passte, aber was wollte man machen … Das hier war schließlich keine Alltagssituation.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 15:29

Souta hatte ein kleines Problem, dessen er sich vielleicht in der Hektik des Moments noch nicht bewusst geworden war: Seraphim war ein Mann. Und Seraphim wusste daher auch, was Mitglieder dieser Spezies taten, wenn sie gewisse Dinge verbergen wollten, was für ein Sinn hinter ihren Worten steckte und was sie weswegen taten. Auch wenn er momentan im Körper einer attraktiven jungen Dame steckte, bedeutete das nicht, dass er die Bewegungen des Augenklappenträgers nicht nachvollziehen konnte und deswegen als Reaktion auf seine Hand einen halben Schritt zur Seite machte und sich leicht drehte, sodass er ihm nun von Angesicht zu Angesicht gegenüber stand, auch wenn er den Kopf dazu ein wenig in den Nacken legen musste. Die Frage, wo der erste Berührungspunkt auftreten würde, war vielleicht berechtigt, jedenfalls kam es zu keinem, weil er penibel darauf achtete, dass er ihn nicht streifte, selbst wenn er sich dazu konzentrieren musste, immerhin war er es nicht gewohnt, dass er nach vorne hin mehr Raum einnahm. Mit einem breiten Lächeln, das so typisch Seraphim war, dass es sein Tattoo wohlmöglich gar nicht gebraucht hätte, um ihn einwandfrei zu identifizieren, streckte er die Arme aus und legte sie um Soutas Nacken, um ihm in das verbleibende Auge zu blicken und langsam mit den Wimpern zu klimpern, die seiner Musterung im Spiegel nach noch ein ganzes Stück länger geworden waren, obwohl er normalerweise nicht gerade kahl um die Augen war. Souta legte es also darauf an, sich schön seitlich von ihm zu positionieren und erklärte, er wolle sich diesem seltsamen Zustand mit dem Hirn nähern? Seine Denkmasse war es jedenfalls nicht, die an dieser Position schuld war... insofern war er sich recht sicher, dass sich sein Kopfinhalt eigentlich schon im Ruhezustand befand, weswegen er eine Hand langsam an den Hinterkopf des Kettenmmagiers gleiten ließ und dort durch die roten Haare streichelte. Schwitzte er etwa? Auch wenn es ich amüsierte, wie spielend leicht er ihn gerade offenbar um den Finger wickeln konnte, war es ärgerlich, dass dazu so ein Unfall passieren musste, denn ein Unfall war es eindeutig: Was hatte er denn davon, dass ihm auf einmal diese Dinger gewachsen waren? Er konnte den Rothaarigen dazu bringen, seinen Hautton der Farbe seiner Mähne anzupassen, aber er konnte es nicht ausnutzen... "Seit wann gehst du an solche Dinge mit deinem Kopf heran?~", säuselte er und kam seinen Lippen mit den vollen seines neuen Körpers immer näher, auch wenn er kurz vor ihnen stoppte und der Kettenmagier nur seinen warmen Atme würde spüren können. "Ich finde diese Verwandlung wirklich unangenehm, aber..." Noch ein Stückchen kam er näher, ehe er ihn abrupt losließ, sich umdrehte und das zu große Hemd zuknöpfte. "Du hast Recht, wir sollten uns um unsere Quest kümmern." Und mit diesen Worten verließ er das Badezimmer, um vor dem Sofa stehen zu bleiben und bereits das nächste Problem zu erkennen. Er passte nicht in seine Sachen rein. Das Hemd sah ja sogar auf ganz eigene Weise noch scharf aus, aber die Hose schlabberte nun einmal wirklich extrem. "Soutaaaa~", verkündete er deswegen, nachdem er sich im Schneidersitz auf das Bett gepflanzt hatte, "Was soll ich eigentlich anziehen?" So setzten sich Frauen mit Boxershorts als Unterwäsche nicht hin? Wusste er doch nicht...

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 15:49

Soutas Hand machte eine undefinierbare Grabschgeste, als sich Seraphim wieder von ihm abwandte und den Raum durchquerte. Sie verlief sich ins Nichts, weil er momentan nicht gut zielen konnte und sich zudem im letzten Moment daran erinnerte, dass er die missliche Lage seines besten Freundes nicht ausnutzen durfte, ganz egal, wie viel Sympathie er der Idee entgegenbringen konnte, ihn für seinen miesen Opportunismus an den lächerlich ausladenden Hüften zu packen und gegen die Wand zu rammen. Souta litt. Er hatte innerhalb von Minuten etwa die Hälfte seines Hirnvolumens verloren und diese Tendenz hörte nicht unbedingt auf, als sich die Weißhaarige von ihm wegrdrehte und er die Bewegung ihrer knackigen Pobacken unter dem dünnen Stoff der Boxershorts ziemlich genau begutachten konnte, auf dem ganzen Weg hin bis zum Bett. Dann musste er seinen Blick heben, allein schon um sein Überleben wegen, denn sonst wäre er vermutlich einfach geplatzt, in allen Variationen und Ebenen, die ihm dafür zur Verfügung standen. Seraphim konnte ihn nicht einfach derart provozieren und dann so tun, als wäre nichts gewesen, das ließ er dem Rotschopf nämlich für gewöhnlich auch nicht durchgehen. Der Unterschied zwischen ihnen war allerdings, dass der liebe Himmelsmagier Souta einfach zu nichts zwingen konnte. Das lag gar nicht so sehr an ihm. Der Großteil aller Menschen konnte das nicht, wenn man nicht gerade ein psychopathischer Illusionsmagier war. Souta wiederum hatte durchaus sämtliche physische Voraussetzungen, um seinen besten Freund von seiner Meinung zu überzeugen. Im Moment wollte diese eben zufällig das Bett und die neu gewonnene Erscheinung des Dragonslayers auf möglichst ansprechende Weise kombinieren, weswegen auf die Kleidungsfrage auch erst einmal nichts kam und er stattdessen die Gelegenheit nutzte, den weiblichen Körper noch einmal eingehend zu betrachten, selbst wenn dies in etwa einer Streckbank gleichkam, auf der eher etwas Anderes als seine Gliedmaßen geschnallt waren. Nach eingehender Studie setzte sich Souta neben Seraphim auf das Bett – denn ehrlich, geringer Abstand machte es jetzt auch nicht mehr schlimmer – außerdem musste er da nicht sehen, wie die Boxershorts herumschlabberten. Auch wenn er dies gerne genauer betrachtet hätte ... Nein. Mit einem ein wenig gequältem Blick streckte er die Hand aus und streichelte sanft durch die länger gewordenen Haare, nahm eine Spitze zwischen zwei Fingern und versuchte sich vorzustellen, ob diese vielleicht auch senkrecht abstehen würden, wenn sie nach dem Duschen trocken gerubbelt wurden, nur um bei der Vorstellung einer duschenden Seraphima (?) hängen zu bleiben. Da musste er erst einmal aus den Untiefen der nicht existenten Hirnmasse hervorkrabbeln, bevor er eine recht diplomatische Antwort geben konnte. “Vorerst kannst du ja mein Top anziehen. Es ist vielleicht ein bisschen lang, aber du müsstest es ausfüllen können.” Sein Auge strich kurz über Seraphims Oberkörper und er zog ein Bein an, weil er sich sehr unkomfortabel fühlte. “Ich zieh einfach deine Sachen an, dann gehen wir einkaufen. Aber zuerst ...” Er ließ die Hand über seinen Rücken zu seinem Kreuz wandern und neigte sich ihm grinsend entgegen, wobei er mit dem Arm etwas nachhalf, damit Seraphim nicht einfach abhauen konnte, bevor er ihm einen Kuss gab, der wahrscheinlich mehr als atemberaubend war. “Wollen wir nicht noch eine Stunde hierbleiben oder so?” Ein etwas verlegenes Grinsen schlich sich auf seine Züge und er wischte sich mit dem Daumen über den Mundwinkel, ehe er auf den zugehörigen Nagel biss und ihn erwartungsvoll anschaute. Bitte?

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 16:00

Es gab einen kleinen Interessenskonflikt an dieser Stelle, denn selbst wenn Seraphim Soutas Kuss sicherlich sehr genoss, gab es eine wahrscheinlich unüberbrückbare Differenz zwischen ihnen beiden: Der Dragonslayer hatte grundsätzlich nichts dagegen, ein Bett seinen Interessen nach zu benutzen, aber für gewöhnlich tat er dies, um den Rothaarigen sich windend auf diesem zu beobachten, weil es seiner Meinung nach wenig ansprechenderes gab. Alles andere hatte für ihn einfach keinen Reiz. Wenn er den schmalen Körper betrachtete, der sich neben ihn aufs Bett setzte und kläglich scheiternd versuchte, gewisse Veränderungen zu kaschieren, wenn eben dieser sich ihm entgegen lehnte und seinen Herzschlag mit einem Kuss beschleunigte, wollte er ihn packen, auf die Laken drücken und die ihm angebotene Stunde dazu nutzen, seine warme Stimme in allen möglichen Oktaven ertönen zu hören - aber er wusste, dass er das nicht konnte. "Das würde ich zu gerne tun, Souta-chan~", murmelte er deswegen, aber machte dann ein Gesicht, als habe er in eine Zitrone gebissen. "Aber mir fehlt da was Essenzielles für." Sicherlich konnte er sich vorstellen, an was der Kettenmagier gedacht hatte, aber glaubte dieser ernsthaft, dass er mit der seltsamen Verwandlung, die er wahrscheinlich dank den seltsamen Zeitfluktuationen in dieser Stadt erlitten hatte, so gut zurecht kam, dass er ernsthaft für ihn die Frau spielte? Wobei es hier nicht um den körperlichen Aspekt ging, immerhin hatte er momentan einen ziemlich weiblichen, sondern eher darum, dass er trotz seiner ausladenden Oberweite nicht bereit war, solche Dinge zu tun. Die Vorstellung gefiel ihm einfach nicht, weil sie ziemlich das Gegenteil aler Fantasien war, die sich so in seinem Kopf stapelten. Davon gab es wirklich einige, aber die, die für solch eine Aktion vorhanden sein müsste, fehlte.
Deswegen blickte er sich auch nach Soutas Top um, das dieser ihm so großzügig angeboten hatte und fragte sich, wie das wohl aussehen würde, wo er doch nicht einmal ansatzweise etwas zum Bändigen gewisser Fettpolster besaß. Wahrscheinlich würde das der Hingucker schlechthin werden... Zumal es sicherlich seltsam sein würde, für sich selbst Frauenklamotten einzukaufen. Was würde er denn so nehmen? Wahrscheinlich eher keine Röcke, Kleider oder sonst etwas, das unten offen war, denn auch wenn er ja eine leichte exhibitionistische Ader besaß, war ihm so viel frische Luft unten herum doch nicht so lieb. Davon abgesehen hatte er mit so twsa keine Erfahrung und wusste nicht, wie er sich damit bewege oder sich hinsetzen sollte und wenn er nicht jedem seine Unterwäsche präsentieren wollte, sollte er das vielleicht können. Zudem gab es ja immer noch das Problem mit eben dieser... das hier war eindeutig zu krank für ihn. "Hoffentlich ist diese Verwandlung nicht von Dauer.", stellte er sinnierend fest und lehnte sich zur Seite, streckte sich und ertastete mit den Fingerspitzen das Top des Rothaarigen, wobei er einmal quer über das Bett reichen musste, weil seine Arme kürzer als erwartet waren.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:05

Ja, es wäre wirklich der Witz des Jahrhunderts, wenn diese Verwandlung von Dauer sein würde, denn das würde bedeuten, dass er Seraphim von seiner Bekanntenliste streichen musste, wenn er nicht in immerwährender Agonie leben wollte, die einzig und allein dadurch bedingt war, dass der Andere so idiotisch auf Prinzipien beharrte. Etwas Essenzielles … War in dieser Konstellation denn nicht genau eine Sache essenziell und auch noch absolut vorhanden? Souta imitierte das Gesicht, doch weil diese Absage für ihn noch einem Schlag in die Weichteile gleichkam, zog er eine Grimasse, die in etwa mit dem Genuss verdorbener Süßigkeiten zu vergleichen war und meist der Vorläufer einer bewegenden Rede über die Ungerechtigkeit des Lebens war. Dieses Wehwehchen konnte man nicht wegküssen, denn es saß tiefer und war zudem auch noch größtenteils mentaler Natur. Außerdem blieb zu bezweifeln, ob sich Seraphim in seiner derzeitigen Verfassung überhaupt noch dazu berufen fühlte, ihn nicht links liegen zu lassen, das tat er nämlich gerade, nach einer lächerlichen Abweisung. Wenn man Souta keine Aufmerksamkeit schenkte, wurde er knatschig und es konnte auch schon einmal vorkommen, dass er laut nach Beachtung plärrte. Zum Glück war so ein Trick nur einmal lustig und wurde deshalb nicht benutzt, stattdessen verlagerte der Rothaarige seinen ein wenig abwesenden Blick auf den sich zur Seite neigenden Körper vor ihm. Er musste sich daran erinnern, dass das Seraphim war und dieser eigentlich ein Mann war. Wenn das hier nicht temporär war, würde er sich wahrscheinlich auf grausame Weise an ihm rächen, aber wann hatte er schon jemals soetwas wie Weitblick gehabt oder sich über Konsequenzen Gedanken gemacht? Ohne groß zu zögern, unterbrach er die Topfischaktion des Älteren, indem er sich ein wenig rabiat mit seinem Körper dazwischen warf und nach einer Sekunde dafür sorgte, dass sich der momentan etwas unsicher platzierte Dragonslayer auf dem Rücken wiederfand (natürlich passte er auf, dass er nicht gegen das Bett stieß) und er kurz darauf folgte. Es war für jemanden wie ihn keine allzu große Schwierigkeit, übermenschlich schnell nach den Handgelenken zu greifen und sie neben seinem Kopf auf die Matratze zu pinnen, um dann leicht lächelnd in die violetten Augen zu schauen, auf der Suche nach dem Schimmer einer Chance. Gegen seinen Willen würde er das natürlich nicht tun, soweit ging er sicherlich nicht, aber er würde auch nicht einfach so aufgeben. Nur weil Seraphim normalerweise derjenige war, der mit Penetranz glänzte, bedeutete das ja nicht, dass er das selbst nicht auch ausgezeichnet konnte. Souta versuchte weniger nach Vergewaltiger und mehr nach verspieltem Jungen auszusehen, auch wenn die leichte Röte seines Gesichtes ein wenig gegen die Freundschaftlichkeit der Situation sprach. Normalerweise hatte er ja etwas dagegen, seine Kraft gegen Seraphim einzusetzen, weil das einfach nicht angemessen erschien, aber gerade konnte man ja vielleicht eine Ausnahme machen. „Wieso magst du das denn nicht? Ich kann das wirklich, das wird nicht schlimm ...“ Vertraute der Andere ihm etwa nicht? Souta würde ihn doch niemals verletzen und traurigerweise konnte er das hier tatsächlich ziemlich gut, er hatte nur schon seit Monaten keine Gelegenheit mehr gehabt, sich dieser Sache zu widmen. Nun lag eine unglaublich attraktive Frau unter ihm, deren Geist für ihn noch deutlich ansprechender war – und sie wollte nicht. Das war so unfair! Er musste sie unbedingt umstimmen, sonst würde er heute wahrscheinlich keinen Schritt vor die Tür machen können, dabei mussten sie das doch, wenn sie nicht wollten, dass ihre Quest ewig weiterging. Das würde nämlich vielleicht bedeuten, dass sein bester Freund auf ewig eine Frau sein würde und selbst, wenn er das persönlich begrüßen würde … Wahrscheinlich hatte er damit so seine Probleme.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:11

"Wieso ich das nicht möchte? Bimmelt's bei dir?!" Zu behaupten, die weißhaarige Dame würde verdattert gucken, wäre untertrieben, denn die violetten Augen waren noch weit aufgerissen von der plötzlichen Verlagerung auf den Rücken und aufgrund der abrupten Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. Seraphim wusste ja, dass er Souta mit dieser ganzen Aktion provozierte, aber er hatte nicht erwartet, dass dieser so dermaßen schnell übergriffig werden würde. Irgendwie frustrierte es ihn mehr, als dass es ihn ärgerte oder gar erschreckte, denn egal, wie überlegen sich Souta im Moment fühlte, er hätte kein Problem damit, ihn von sich runter zu bekommen. Ein Spitzen seiner Lippen und er würde an der Decke kleben, was er ihm aber nicht antun wollte. Generell war er dem Augenklappenträger ja absolut wohlgesonnen, aber hier musste er sich wohl quer stellen. Natürlich würde er ihn nicht angreifen, weil er ihn dabei schwer verletzen könnte, aber er fand es auch nicht okay, was hier gerade passierte. Dabei ging es vor allem um drei Dinge: Erstens war er ein Mann im Körper einer Frau und versuchte daher gerade, diesen nicht allzu sehr zu adaptieren. Er kam sich fremd in sich selbst vor, fühlte sich entsprechend unwohl und hatte daher nicht vor, seine neue Haut einzuweihen, indem er sie gleich jemand anderem schenkte. Allein die Vorstellung war seltsam. Zweitens hatte er ein Problem mit solchen Situationen, was auch der Grund für seine eigentlich recht dogmatische Weigerung war, sich an größere und stärkere Männer heranzumachen. Jemand wie er, der zwischenmenschliche Kontakte intimer Natur mit recht vielen Menschen nacheinander oder auch gerne gleichzeitig unterhielt, musste eben auf gewisse Dinge achten, wenn er bestimmte Grenzen nicht übertreten wollte; waren sie dann aber schon einmal ignoriert worden, achtete man mit noch mehr Elan darauf. Es gefiel ihm nicht, sich der dominanten Ader anderer ergeben zu müssen und das hatte sich nicht einfach so geändert, nur weil er auf einmal Brüste hatte. Hätte er diese Geschichte als außenstehende, dritte Person beobachtet, hätte er nun sicher einen nicht ganz sauberen Kommentar fallen gelassen, aber als Beteiligter empfand er es als nicht ganz so unterhaltsam. Drittens regte es ihn auf, wie Souta gerade abging. Normalerweise war er es, der sich wie der Kettenmagier verhielt, während dieser weitaus weniger auf ihn reagierte. Jetzt aber... Die bisher erschrockene Frau zog ärgerlich die Augenbrauen zusammen und blickte dann mit einem Mal bitter, fast ein wenig traurig. "Du bist gemein, Souta...", nuschelte er und fixierte einen Punkt irgendwo hinter den roten Haaren.
Souta war so hübsch. Das smaragdene Auge, die geröteten Wangen, die sich auf niedliche Weise mit seinem orangeroten Haar bissen, das schmale Gesicht, der schlanke Körper, der momentan über ihm hockte. Er würde gerne die Hand ausstrecken und durch die herabbaumelnden Strähnen fahren, ihn an sich ziehen. Er verzehrte sich danach, ihn zu berühren, aber das hier war so falsch... auch wenn er auf eine Weise blickte, die ihn erschaudern ließ. "Normalerweise bist du nie so. Da ist es dir vollkommen egal, ob ich unbekleidet durch die Gegend spaziere... und kaum habe ich diese Dinger-", er nickte zu seiner sich hebenden und senkenden Brust, "kommst du auf solche Ideen?" Wie ein trauriger Hundewelpe blickte sie ihn an und sog die Unterlippe ganz leicht zwischen die Zähne. Heiß war er ja schon, wenn er so war... allerdings auf eine unbekannte Art. Normalerweise zeigte er sich in seiner Gegenwart ja eher von einer weicheren, nachgiebigeren Seite, auch wenn er auf ihrer letzten Quest gelernt hatte, dass er keinesfalls so schwach war, wie man ihn einschätzen könnte. Körperlich war er ihm nämlich ziemlich überlegen, das hatte er lernen müssen, als ein Illusionsmagier ihn auf ähnliche Weise dazu benutzte, den Dragonslayer aus dem Verkehr zu ziehen. Damals hatte er ihm allerdings fast die Handgelenke gebrochen und ihm den Mund zu gehalten, während das ganze jetzt weitaus weniger gewalttätig war - und dafür einen etwas anderen Beigeschmack erhielt. Seraphim war sich nur nicht sicher, wie er das finden sollte. Generell war er neuen Erfahrungen ja nie abgeneigt, aber das hier war wirklich seltsam. Und auch irgendwie spannend.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:12

Tatsächlich konnte Seraphim in seiner männlichen Gestalt nackt und Salsa tanzend um Souta herumspringen, ohne, dass es ihn allzu sehr störte. Das lag einfach daran, dass der Kettenmagier nicht auf Männer stand. Er schlief mit einem von ihnen, klar, das machte diese ganze Sache ein wenig paradox, aber das tat er ja bekanntlich nur zum eigenen Vergnügen, nicht, weil er seinen Partner so unglaublich anziehend fand. Das, was den Rotschopf an den Himmelsmagier fesselte, war eine Mischung aus Dankbarkeit, Freundschaft und familiärer Liebe. Er fand ihn einfach nicht heiß. An einem männlichen Körper gab es nichts, was auch nur im Ansatz für rote Ohren und Nasenbluten sorgen könnte, dazu war er viel zu sehr auf gewisse Dinge fixiert, die er einfach nicht besaß. Das war sicherlich traurig, wo er doch rein geistig einfach perfekt für ihn wäre, aber das Schicksal war nun einmal ein Miststück und hatte sie in daselbe Geschlecht gesteckt. Da kam es Souta eher als ein „Sorry, ich mach das wieder gut“ Gottes vor, dass sein bester Freund plötzlich im Körper einer jungen Frau steckte, die zu ihm aufblickte, mit den Armen zuckte und sich auf die volle Unterlippe biss. Der Rothaarige blickte mit einem Ausdruck auf den weiblichen Seraphim hinab, der einen Großteil der blinden Lust verloren hatte und einfach nur noch tiefe Faszination zeigte. Die weißen Haare, die lang und dennoch fluffig um seinen Kopf lagen, sahen aus wie ein Heiligenschein, die rundere Gesichtsform und die großen, violetten Augen mit den dichten Wimpern, die seinen Blick vermieden. Für einen längeren Moment hatte er vergessen, was er eigentlich tun wollte, das Einzige, was in seinem Kopf verarbeitet werden konnte, war der Anblick unter ihm, der so lächerlich perfekt war. Das war, wie es eigentlich sein sollte. Wie es sein könnte, wenn die Realität ein wenig anders verlaufen würde. Es versetzte Souta einen Stich, das er hier nur einen Wunschtraum lebte, zu Kosten Seraphims, der sicherlich in einer sehr unangenehmen Lage steckte. Es musste schrecklich für ihn, der Souta hübsch fand, sein, wenn dieser erst eine komplette Umwandelung brauchte, um auf ihn abzufahren, aber wie konnte er auch nicht? Seraphim war gerade so unglaublich schön, dass er das Gefühl hatte, die Welt wäre stehen geblieben und würde darauf warten, dass er eine positive Antwort auf seine Frage bekam. War es nicht klar, dass er sie bespringen würde, sobald sie sich in einer günstigen Position befand? So war er nun einmal. Und dennoch hatte er Gewissensbisse … Er konnte das nicht so einfach tun. Wenn dieser Zustand nicht temporär war, wäre er der Erste, der sie … Das wollte er nicht. Er hatte das Gefühl, sie zu benutzen, Seraphim auszunutzen – und genau das war ihm doch vorgeworfen worden, oder? Mit einem leichten Lächeln beugte er sich zu ihr hinab und küsste eine sanfte Linie von ihren Lippen bis zu ihren Unterkiefer über ihren Hals hinab, bis er knapp über ihrer Brust schwebte und innehielt, überlegte, was er tun sollte. Es wäre ein Leichtes, diese Knöpfe zu öffnen, seinetwegen sogar mit den Zähnen, und einfach weiterzumachen. Sie mussten es ja gar nicht gleich durchspielen, sie könnten ja schon nach dem zweiten Akt dieses speziellen Stückes aufhören … Aber nein. Souta wusste, dass er das nicht konnte, also fing er am besten gar nicht erst damit an. Mit einem Gesicht, als hätte er nach einer seiner berüchtigten Chili-Nächte das Badezimmer verlassen, rollte er sich von Seraphim hinunter und blieb ein paar Sekunden trauernd und reumütig liegen, ehe er sich erhob, das Top vom Rand fischte und es ihr an den Kopf warf, als wäre nichts passiert. „Tut mir Leid", murmelte er, ein wenig knatschig, ehe er sich von ihr abwandte und in Richtung Bad davonschlurfte. „Zieh dich schonmal an, ja? Ich gehe duschen … könnte eine Weile dauern.“ Verdammt ... wieso war er nur so nett ...

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:17

Da waren die beiden Herren wohl in eine blöde Situation geraten, was? Seraphim sah auf einmal so aus, dass Souta den Seraphim spielte und Souta sah einfach aus wie immer, sodass Seraphim in am liebsten nie wieder loslassen wollte, was Souta aber auf andere Weise wollte, sodass Seraphim zu Abstand tendierte. Verwirrend und gleichzeitig so natürlich, was? Da hatten sie die Möglichkeit, ihre verkorkste Beziehung oder wie auch immer man sie nennen wollte einmal etwas weniger unnatürlich zu machen und es stand ihnen im Wege, dass der Dragonslayer nicht bereit schien, diesen Schritt zu gehen. Konnte man es ihm denn verübeln? Er war nun einmal keine Frau und das mit solch einer Vehemenz, dass es ihm auch nicht in den Sinn kam, sie zu spielen, damit Souta bekam, was er wollte. Nur, weil er auf einmal Brüste hatte... das war schon ziemlich oberflächlich vom Kettenmagier! Nur, dass er eben normalerweise ebenso dachte, fiel ihm ein, dass er eine Person auch vor allem nach ihrem Körper beurteilte. Wenn eine Frau schön war, konnte er zumindest für einen Abend ignorieren, dass sie dumm wie Bohnenstroh war, war sie dagegen hässlich wie die Nacht, hatte er Probleme damit, ein noch so intellektuelles Gespräch mit ihr zu führen. Bedeutete es da nicht, dass Souta ihn irgendwie schätzen musste, weil er sich auch ohne Brüste immerhin mit ihm abgab? Es war ja nicht so, als würde er ihn sonst vollkommen ablehnen, das einzige, was ihm momentan zu denken gab, war die plötzliche Vehemenz des Kettenmagiers. Als dieser weg war, blickte er noch eine Weile an die Decke und versuchte sich vorzustellen, wie es denn normalerweise für den Einäugigen sein musste, von jemandem begehrt zu werden dem er nichts abgewinnen konnte. Aus irgendeinem Grund ließ er ihn ja doch an sich heran, obwohl er ihn nicht schön fand, womit er ihm ja wirklich eine Freude machte... und nun sah er einmal so aus, wie Souta sich das wahrscheinlich wünschte und er hatte nichts Besseres zu tun, als ihm ein schlechtes Gewissen zu machen - ganz großes Kino, Herr Dragonslayer. Natürlich war das seine ernste Meinung gewesen, er fühlte sich ein wenig verarscht, aber das war ja auch nichts Neues, das dachte er öfter, wenn er mit Souta zusammen war. Daran musste er sich doch inzwischen gewöhnt haben, also sollte er vielleicht damit anfangen, nicht mehr das weiche zu spielen.
Obwohl Souta sicherlich verdient hätte, was er vorhatte - immerhin hatte er ihn gestern Abend ähnlich lieblos entlassen - tat er ihm irgendwie Leid. Vielleicht auch gerade deswegen, weil er aus nächster Vergangenheit wusste, wie nervig das war, aber wahrscheinlich vor allem , weil er ihn viel zu gerne hatte. Mit einem Seufzen wartete er, bis der Kettenmagier ins Badezimmer verschwunden war, bevor er dessen Top anprobierte und feststellte, dass es passte. Nun, zumindest besser als sein Hemd jedenfalls - aber dafür sah es auch absolut verrucht aus, immerhin beulte es sich dank schmalerer Passform deutlicher aus als das weiße Kleidungsstück. Mit abschätzigem Blick musterte er sich soweit er eben ohne Spiegel konnte und schlenderte dann ohne weiteres Nachdenken in Richtung des Badezimmers, um die Tür leise zu öffnen. Souta machte diese irgendwie nie zu, auch wenn man sie abschließen konnte. Damals, als Souta mit einem Baby bei ihm angetanzt war, hatte er diese Möglichkeit ja gar nicht besessen, immerhin konnte man sein Badezimmer aus kluger Voraussicht nicht abschließen, doch dieses hatte natürlich einen Schlüssel. Souta hatte ihn aber offenbar nicht benutzt, weswegen die Weißhaarige stumm wie ein Fisch an der Innenseite der Tür lehnen und zugucken konnte... auch wenn es da nicht viel zu sehen gab. Er selbst hatte ja eine Duschwand aus Milchglas, auch wenn er irgendwann wohl auf durchsichtiges Glas umsatteln würde, aber diese Absteige verließ sich lieber auf Vorhänge. Das bedeutete, dass er den wahnsinnig aufregenden Anblick eines geschlossenen, dunkelgrünen Vorhangs hatte, hinter dem Wasser rauschte. Das allein war eher langweilig, hätte es da nicht noch etwas gegeben, was man vernehmen konnte, wenn man ganz leise war und die Ohren spitzte - und das tat Seraphim gerade. Ein Schmunzeln schlich sich auf ihre Lippen und die junge Frau tat ein paar Schritte auf den Vorhang zu, ehe sie es sich anders überlegte, kurz zu dem Spiegel hinüber sah - ach du je, wenn sie so rausgingen, würden die Leute sie doch anstarren wie sonst etwas... - und dann dafür sorgte, dass auch keine Kleidung nass werden konnte. Kurz darauf strich eine schlanke Hand Kunststoff zur Seite, kleine Füße machten ein paar Schritte in nasses Terrain und ein Daumennagel kratzte leicht über etwas Warmes. "Dafür habe ich etwas gut bei dir~", flüsterte eine Stimme in eine leicht rote Ohrmuschel, ehe er dem Kettenmagier einen Kuss auf eben diese gab und fester zugriff. "Ich erinnere dich dann beizeiten dran."

"Mal im Ernst. So kann ich doch nicht rausgehen..." Seraphim drehte sich ein wenig unschlüssig und blickte den Kettenmagier danach kritisch an. Man musste sich wirklich fragen, ob es eine so gute Idee war, dieses Top anstelle seines Hemdes zu tragen, denn er konnte ja wirklich schon beinahe nackt herumlaufen, so eng war das um gewisse Stellen. An sich störte es ihn ja nicht, aber wirklich seriös konnte er in einem solchen Aufzug beim besten Willen nicht wirken und vielleicht sollte er das, wenn er nicht vorhatte, in dieser Quest zu versagen. Er hatte ja keine Ahnung, inwiefern sie noch mit Menschen zu tun haben würden, aber die wenigstens kamen doch damit zu Recht, wenn man sich als weibliche Person nicht ansatzweise dezent anziehen konnte. "Oder findest du, dass das geht?"

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:18

Seraphim war mit wichtigen Modefragen beschäftigt, doch auch Souta hatte mittlerweile den Haken an seinem Vorschlag bemerkt, spätestens, als er die dunkelgraue Jeans des Kettenmagiers zugeknöpft hatte und feststellen musste, dass diese beinahe augenblicklich ziemlich niedrig auf seinen Hüften hing und sich trotz seines momentan zugelegten Gewichtes am Bauch und am Kreuz recht weit anfühlte. Zum Glück war ein Gürtel dabei, sonst hätte er wahrscheinlich alle paar Minuten die Hosen verloren, statt sie einfach nur ein wenig niedriger zu tragen, als man das von ihm gewohnt war, damit wenigstens die leicht hervorstechenden Hüftknochen Halt geben konnten. Na ja, wenigstens war sie untenrum nicht zu kurz, das war also schon in Ordnung, selbst wenn sie nicht ganz seinem Stil entsprach. Prüfend schob er die Handfläche zwischen den Hosenbund und runzelte leicht die Stirn, weil es trotz engem Gürtel immernoch Luft gab, doch dann fing er den Blick der momentanen Frau ein und lächelte leicht. Eigentlich war er ja zu fröhlich, um sich durch irgendetwas aus der Ruhe bringen zu lassen. Wenn das Hemd behindert an ihm aussehen würde, dann ging er eben oben ohne – sie würden sich sowieso erst einmal einen Klamottenladen suchen und dann in der Umkleidekabine zurücktauschen, oder? Jedenfalls hoffte er das. Souta betrachtete seinen besten Freund mit nachdenklichem Blick und versuchte abzuschätzen, ob man ihn so auf die Straße lassen würde. Hm. Wenn er lief, würde wahrscheinlich einfach alles rausfallen, was es da so gab, das war wahrscheinlich kontraproduktiv, aber er wäre nicht der großartigste Mensch Fiores, wenn er dafür keine Lösung hätte, oder? Er war noch immer aufgedreht und fröhlich ob er verganenen Ereignisse und hatte daher keinerlei Probleme, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, was im Moment ihre Quest war. Wenn sie den Unhold fanden, der ihnen dieses Fiasko angetan hatte, lösten sich auch ihre restlichen Probleme, aber dazu musste man natürlich erst einmal auf die Straße gehen. „Hm … Lass mich mal machen.“ Mit schwungvollen, federnden Schritten klaubte Souta das Hemd auf, was er tags zuvor dazu benutzt hatte, seinen Bauch zu verdecken, und näherte sich damit dem Himmelsmagier. Mit ein wenig sanfter Gewalt lotste er seine Arme hinein und schnappte sich dann, eine fachmännische Miene aufgesetzt, die Enden des Hemdes, um sie zu verzwirbeln und knapp unter dem Brustbein des Magiers zu verknoten. Ein wenig Zupfen, und schon war eine Stoffschicht mehr über der verräterischen Brust, die auch noch ein wenig Halt geben sollte, bis sie das richtige Zeug besorgt hatten. Natürlich konnte er sich an dieser Stelle nicht verkneifen,eben dies kurz zu testen, indem das anziehende Gebilde ein bisschen nach oben drückte und die Schwerkraft den Rest erledigen ließ. Und da er Souta war, kicherte er dabei wie ein kleiner Junge. Es war aber auch zu lustig … Und sehr, sehr schön. „Ist doch viel besser, oder? Außerdem kann es dir ja egal sein, ob dich jemand sieht, ich finde dich sehr hübsch.“ Wieder dehnten sich seine Mundwinkel zu einem Lächeln und er hauchte Seraphim einen Kuss auf die Lippen, indem er einen Finger in den Knoten hakte und ihn zu sich herzog – sehr praktisch, dieses Teil, wirklich. Er war schon genial. „Schau, wir müssen ja nur bis zum nächsten Laden aushalten, da kaufen wir dir … Etwas, was das Ganze hier festhält … Und dann erledigen wir die Quest einfach wie bisher. Wir finden den, der dir das angetan hat und lassen ihn dafür büßen.“ Allerdings war es vermutlich eine schlechte Idee zu erwähnen, dass er es gar nicht so schlecht fände, wenn sie sich damit ein wenig Zeit lassen würden, oder?

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:20

Es war so lächerlich einfach, Souta dazu zu bringen, dass er scheinbar auf Wolken ging und über das ganze, geliebte Gesicht strahlte… und das hatte nicht einmal etwas mit seiner neuen, weiblichen Form zu tun. Um genau zu sein hatte er ihn nämlich schon einmal sehr ähnlich erlebt, als sie sich in einem Museum befanden und er zuvor etwas recht ähnliches mit ihm getan hatte. Man durfte sich nun natürlich fragen, was der Kettenmagier mehr genossen hatte, aber wahrscheinlich reichte der Grund seines momentanen Kicherns vollkommen aus, um jedwede Kunstfertigkeit in den Schatten zu stellen. Der Kettenmagier hatte nämlich beschlossen, dass eine Art Exoskelett dazu taugen würde, seinen momentan reichlich flexiblen, vordersten Punkt zu stabilisieren, was dem Dragonslayer ganz recht war, weil er festgestellt hatte, dass es ganz schön nervte, wie die herum sprangen. Hoffentlich würde er nicht rennen müssen, denn er konnte sich fast vorstellen, dass er die Dinger dann im Gesicht hatte und selbst wenn er selbstverständlich nichts gegen Brüste an dieser Stelle hatte, war es nicht halb so witzig, wenn es die eigenen waren. Hoffentlich würden sie denjenigen, der für diese Sache verantwortlich war, wirklich bald aufspüren und ihn dazu zwingen, das ganze rückgängig zu machen, denn es war nicht lustig. Sicher, es war unterhaltsam, Souta darüber sabbern zu sehen und es tat auf ganz eigene Weise fast schon weh, dass er behauptete, er fände ihn hübsch – das hatte er noch nie getan… - aber es war ihm doch deutlich lieber, ein Mann zu sein. Also würden sie ihm passende Klamotten kaufen und dann versuchen, etwas gegen diese Zeitschleife zu machen? Was passierte eigentlich, wenn sie es zwar schafften, diese Zeitgeschichte wieder in Ordnung zu bringen, aber irgendein grausamer Wink des Schicksals ihn nicht wieder zurückverwandelte? Er konnte doch so nicht nach Oshibana Town zurückgehen, dann wäre sein Leben vorbei… er hatte sich zu viel dort aufgebaut, um als vollbusiges Weibsbild von einer Quest zurückzukehren, selbst wenn er bestimmt absolut attraktiv aussah. Es passte nicht zu seinem Image und auch nicht zu dem, was er sein wollte – es wäre die absolute Katastrophe, wenn er diese Dinger nicht wieder loswurde. Einen Moment wurde ihm schlecht und sein hübsches Gesicht verzog sich, dann nickte die Weißhaarige und zog den Knoten des Hemdes noch ein wenig enger, weil sie fand, dass es immer noch zu lose war. Am liebsten – und Seraphim konnte kaum glauben, dass er das dachte – hätte er sich irgendetwas darum geschnallt, das die Dinger von jeglicher Bewegung abhielt, denn das war so ungewohnt, dass es ihn nervte. In wohlweißlicher Voraussicht verzichtete Seraphim darauf, anzusprechen, dass sie diesen Besuch im Klamottenladen vor einem Frühstück unternehmen sollten und ging einfach als Erste aus der Tür heraus. An der Rezeption gab er ihren Zimmerschlüssel ab und bekam neben einem sehr freundlichen Morgengruß vom Rezeptionist keinen Kommentar zu seinem neuartigen Aussehen, woraus er schlussfolgerte, dass diese Leute alle nicht wussten, dass er eigentlich größer, breiter und flacher war. Es war ihm so ganz lieb, denn ansonsten hätte er noch dumme Fragen beantworten müssen. Das wiederum hätte ihm nicht allzu gut gefallen, denn was sagte man schon auf die Frage „Seit wann bist du eine Frau?“ außer „Seit wann ist deine Mama eine?“ und auf derartige Diskussionen konnte er wirklich verzichten. Sie waren unter seinem Niveau und seiner Meinung nach zudem absolut überflüssig. Die Sonne schien angenehm – wenn er es nicht besser wüsste, würde er überrascht behaupten, dass ihn das sehr an gestern erinnerte – und ein leichter Wind wehte durch ihre Haare. Es war ein beinahe stereotypisch schöner Tag und mit einem tiefen Einatmen trat Seraphim auf die Straße, breitete die Arme aus und drehte sich einmal im Kreis. Nun mussten sie nur noch ein Geschäft finden, das seine neue Form ausstatten konnte und danach konnten sie sich daran machen, diese wieder zu vernichten.

Es dauerte nicht allzu lange, bis er einen Laden erspäht hatte, der passend aussah und ihn betreten hatte. Sie waren scheinbar nicht die einzigen, die an diesem schönen Tag auf die Idee gekommen waren, shoppen zu gehen, was sich darin äußerte, dass eine Gruppe junger Frauen zwischen den Ständern herumwuselten und ihnen beim Eintritt einen schnellen Blick zuwarfen. Dieser fiel jedoch etwas anders aus, als er erwartet hatte, denn normalerweise bekam er von solchen Frauen eher interessierte oder schmachtende Blicke, diese waren aber eindeutig neidisch… woran das liegen mochte? Hinter ihm war gerade Souta durch die Tür getreten und irgendwie hatte er das Bedürfnis, seine Hand in die seine zu legen und sich an seine Seite zu drücken. Wenn sie Zicken spielen wollten, sollten sie das doch auch zurückbekommen.

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:21

Da sie sich unter dem beurteilenden Blick der Öffentlichkeit befanden, war Soutas erster Impuls, der Berührung auszuweichen und Seraphim zurechtzuweisen, dass er doch wisse, was er davon hielt, wenn er versuchte, sich an ihn zu klammern. Ungefähr eine halbe Sekunde später fiel ihm allerdings ein, dass diese Regel momentan nicht galt. Es war absolut okay, wenn die Leute dachten, dass er mit einer Frau liiert war, weil das ja bekanntermaßen von allen akzeptiert wurde. Er war dennoch ein wenig irritiert, als sich der Ältere plötzlich gegen ihn presste, auch wenn er seine Hand reflexartig ergriff und der hübschen jungen Frau einen Kuss auf die Schläfe drückte, bevor er realisiert hatte, worum es eigentlich ging. Da hinten standen ein paar Damen, die sie anstarrten, was Zufall sein mochte, doch der Rotschopf ignorierte das und war froh, dass er sich letztendlich doch für das Hemd entschieden hatte, auch wenn es ein wenig um seine schmale Form flatterte. Wenn man es nach oben krempelte und die obersten Knöpfe öffnete, sah es gar nicht mehr so verkehrt an ihm aus und hob sich recht schön von der dunklen Haut ab. Man stelle sich einmal das Chaos vor, wenn er hier oben ohne hereinspaziert wäre, selbst wenn es ja warm genug dafür wäre, wahrscheinlich würde sich die ohnehin schon hohe Umgebungstemperatur spontan noch ein paar Grad nach oben bewegen und die Luftfeuchtigkeit steigen, weil die Ladies da hinten sich zu Tode schwitzen würden … Na ja. Sie interessierten ihn nur oberflächlich, weil er ja im Prinzip schon eine recht hübsche Frau dabeihatte, also hatte er keinen Grund, die auch noch großartig anzugraben. Abgesehen davon waren sie auf einer Quest und hatten zudem noch das Frühstück ausgelassen, was sein Magen bereits mit mieslaunig klingenden Grummlern bestätigte. Um so schnell wie möglich etwas zwischen die Beißer zu bekommen, mussten sie aber wohl in den sauren Apfel beißen und sich durch die Damenkollektion schlagen, ein Abschnitt von Boutiquen, den er normalerweise nicht betrat. Unterwäsche war wohl erst einmal das wichtigste, man konnte sich schließlich dann einfach irgendetwas von der Stange holen, womit man diese bedecken konnte, aber das hier hatte erst einmal Vorrang. Souta deutete mit der freien Hand in den hinteren Bereich des Ladens. „Lass uns erst einmal nach Unterwäsche suchen, ich glaube die gibt es da hinten.“ Der Kettenmagier hatte nicht vor, Seraphim allzu sehr loszulassen, doch spätestens, als sie vor Regalen an Damenbekleidung standen, musste er dies tun, um ein paar Kleiderbügel herumzuschieben und sich interessante Büstenhalter mit Schleifchen und Rüschchen anzugucken. Kurz blieb er an einem recht modischem Modell mit Leopardenmuster und mikroskopisch bemessenem Höschen stecken, doch er entschied sich, dass dies nicht das Wahre war und man wohl eher auf Komfort achten sollte. Abgesehen davon waren die Preise dafür sowieso extraorbitant hoch angesetzt … Er könnte sich niemals leisten, eine Frau zu sein, soviel war klar. „Ich nehme an, du hast soetwas bisher eher aus – als angezogen?“, fragte er, um ein wenig Smalltalk zu betreiben und hielt ein violettes Exemplar mit weißer Spitze vor sich hin, der ihn spontan auf rein ästethischer Ebene ansprach. Musste es nicht unglaublich unbequem sein, soetwas zu tragen?

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:25

Nein, Seraphim gehörte nicht zu der Sorte Mann, die ihr Geschlecht nicht akzeptieren konnten und es zu wechseln hofften, indem sie Frauenkleidung anzogen. Wirklich verstanden hatte der Weißhaarige das nie und auch wenn ein paar Kleidungsstücke sicherlich auch an den richtigen männlichen Körpern irgendwie heiß aussahen, gehörte das, was er gerade in Händen hielt, nicht dazu. Natürlich war es nichts Neues für ihn, solche Teile in Händen zu halten, aber wie Souta das richtig ausdrückte, war das meist nur der Fall, weil er sie von bebenden Körpern abstreifte. "Natürlich. Oder glaubst du, ich würde solche Dinger insgeheim tragen, wenn die Besitzerinnen erschöpft in meinem Bett schlafen?~", murmelte die Weißhaarige und studierte die ungefähre Füllmenge des von Souta gehaltenen Exemplars, das ihm tatsächlich auch recht gut gefiel. Zumindest versuchte er sich vorzustellen, wie es an dem Körper der Frau aussehen würde, die er noch vor kurzem im Spiegel gesehen hatte. Sicherlich passte das ganz vorzüglich zu seinen Augen und diese Spitze setzte sehr interessante Akzente, aber die eigentliche Frage war doch, ob es denn auch passen würde. An sich konnte der Dragonslayer geradezu lächerlich gut einschätzen, welche Körbchengröße eine Frau besaß, aber da er das normalerweise aus einer ganz andere Perspektive betrachtete, war er sich jetzt nicht so sicher. Mit einem kurzen Blick auf das Etikett des Büstenhalters verlagerte er den Schwerpunkt seines Sichtfeldes nach unten, bis er ganz eindeutig auf seine eigene Oberweite starrte. Hm... daraus konnte man doch fast schon ein Spiel machen, oder? Nicht, dass er so unglaublich wild auf ein solches war, aber es wäre sicherlich interessant, festzustellen, wie präzise Souta bei solchen Schätzaktionen war. Mit einem nebensächlichen Seitenblick auf das weibliche Publikum, das ab und an giftige Blicke hinüberschoss, schlang er die Arme um Soutas Hals und zog seinen Kopf ein wenig zu sich herunter, damit er ihm ins Ohr flüstern konnte: "Spielen wir ein kleines Spielchen, Souta-chan? Wer von uns kann meine Körbchengröße besser schätzen, hm?" Mit einem kritischen Blick auf ein Modell in seiner Nähe, entknotete er das Hemd, welches eine zusätzliche Stabilisierung des Ganzen darstellen sollte und betrachtete sich anschließend in einem Spiegel ganz in der Nähe. Sicherlich musste das recht seltsam aussehen, denn im Allgemeinen wusste man als Frau doch, welche Größe man kaufen musste, zumal sie ja nun nicht aussah, als habe sie noch nie Unterwäsche kaufen müssen. Das glaubte man vielleicht einem flachbrüstigen jungen Mädchen, aber nicht einer kurvigen Frau, die gerade darüber nachdachte, ob C nicht ein wenig eng werden könnte. Mit nachdenklichem Blick wog er das Objekt des Interesses in einer Hand und machte dann ein undefinierbares Geräusch, ehe er eine Reihe von Kleidungsstücken durchging und schließlich eines in Händen behielt, dabei aber darauf achtete, die angegebene Größe zu verbergen. Hoffentlich war er näher dran als Souta, denn das war ja schon irgendwie ein Sport, den die beiden eindeutig praktizierten, sodass man dabei auch eine gewisse Rivalität entwickeln konnte. An sich war er nämlich recht gut darin, auch wenn er sich beinahe sicher war, dass es dem Kettenmagier wohl auch nicht sonderlich schwer fallen würde. Immerhin hatte er daran gedacht, keinen Preis für den Sieger festzusetzen, denn solche Dinge ging er nur dann ein, wenn er auch sicher war, zu gewinnen. Das hier war aber eindeutig nicht sicher…

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:26

Auch wenn die Vorstellung eines crossdressenden Seraphims sicherlich erheiternd war und Souta sich sicherlich noch stundenlang mit der Kollektion hier beschäftigen und sich jedes einzelne Stück an dem Himmelsmagier vorstellen könnte, war nun wohl sein recht fachmännischer Rat gefragt. Dieses Spiel gefiel Souta ja aus mehreren Gründen: Zum Einen hatte er die Generalerlaubnis, Seraphim auf die Brüste zu starren, eine Sache, die er sich sowieso schon die ganze Zeit kaum verkneifen konnte, auf der anderen Seite war er generell sehr wettkampffreudig und freute sich immer wieder, wenn ihm die Gelegenheit gebeten wurde, sich in einer Meisterschaft zu messen, die er gut beherrschte. Zwar war es keine Frage, dass auch der Ältere gewissen Referenzen vorweisen konnte, aber war der Rothaarige ihm nicht generell in solchen Dingen überlegen? Wenn man bedachte, dass er mit diesem Hobby schon als Vierzehnjähriger angefangen hatte und sich sein Fokus ausschließlich auf dieses Geschlecht und die Studie eben dieser Dinge gerichtet hatte, musste er ihm doch theoretisch etwas vorraushaben. Souta hatte beispielsweise schon als Kind in den schmutzigen Zeitschriften seines Vaters geschmökert, während Seraphim wohl damals noch auf Moos geschlafen und mit seiner Drachenmama geknuddelt hatte. Abgesehen davon war er was reine Praxis anging auch nicht unbedingt schlecht gestellt: Er wusste, wie man Möbel baute, Beete anlegte und hatte seine eigene Waffe gebaut – gerade für die friemeligen Kettenglieder musste man ein gewisses Auge für's Detail haben. Egal ob mit Handicap auf diesem Gebiet oder nicht, er würde ihn wahrscheinlich spielend leicht ausstechen und es hätte auch sicherlich keiner Tuchfühlung bedurft, um zu schätzen, aber Menschen taten viele Dinge, die nicht unbedingt nötig waren, nicht wahr? Souta wartete also brav, bis sein lieber bester Freund seine Schätzung beendet hatte und tauchte dann mit den Armen unter seinen Achseln hindurch, um das etwas raue Kinn an ihrem Nacken zu reiben und dabei eine Griffprüfung abzulegen, die von den Damen am anderen Ende des Ladens mit pikierten Blicken quittiert wurde, doch das interessierte ihn nicht im Geringsten. Mit nachdenklich gerunzelter Stirn ging er durch die Regale und schob verschiedene Nummern und Größen durcheinander. Der Buchstabe an sich war natürlich nicht schwer zu ermitteln, doch darum ging es auch nicht zwingend. Wie jeder wusste, der sich damit einigermaßen auskannte, musste man nämlich die Differenz aus Unterbrustumfang und Brustumfang berechnen und diese Differenz dann im Kopf einer Nummer zuteilen. Ein höchst wissenschaftliches Unterfangen, das man nicht unterschätzen durfte, deshalb ließ sich der Rothaarige auch ein wenig Zeit damit, wirklich jeden Zentimeter des Objektes genau zu betrachten, man wollte da schließlich nicht leichtfertig herangehen. Natürlich musste er sich dennoch beeilen und konnte leider nicht noch ein oder zwei Kontrollgriffe machen, um wirklich keine Fehler zuzulassen. Eigentlich stand Seraphims Komfort im Vordergrund, weshalb man definitiv die richtige Größe finden sollte, doch wenn es erst einmal nur darum ging, zu schätzen, ging das wohl in Ordnung. Letztendlich kam Souta mit einem recht hübschem Modell zurück, hoffend, sich nicht allzu sehr verschätzt zu haben, und präsentierte dies der momentanen Frau mit stolzem Gesichtsausdruck. Eigentlich war das hier ja ganz lustig, auch wenn shoppen eher nicht so sein Ding war, aber es war eben erstaunlich leicht, sein Interesse zu wecken. Man musste nur zwei weiche Fettpolster hinzufügen und er konnte in wirklich allem eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung finden, wenn das nicht genügsam war, dann wusste er es auch nicht. "Jetzt kannst du sie ja anprobieren ... Soll ich dir helfen?~"

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:28

Tatsächlich waren Seraphims erste Begegnungen mit Mädchen ebenfalls mit vierzehn Jahren erfolgt, aber diese hatten weitaus unschuldiger begonnen. Es hatte ihn ja anfangs vor allem interessiert, was diese seltsamen Wesen waren, die sich zierten, ohne oben rum zu laufen und auch nicht ganz so schmerzhaft darauf reagierten, wenn man sie zwischen die Beine trat... ja, Souta hätte sich damals sicherlich ziemlich über Kleincyrus lustig gemacht, weil der nämlich schon einmal so richtig unschuldig gewesen war, was nun ganz offensichtlich nicht mehr der Fall war, wenn man das Grinsen betrachtete, das sich auf den vollen Lippen breit gemacht hatte. Da fragte der Kettenmagier ganz freundlich und mit unschuldiger Miene, ob er ihm helfen solle, was ja an sich nett und vollkommen in Ordnung war - aber hierbei ging es nicht darum, ein kompliziertes Kostüm oder eine Ritterrüstung anzuziehen, was ja bekanntlich ein Prozess war, der Stunden in Anspruch nehmen konnte, sondern um Unterwäsche... und das konnte er an sich ziemlich gut alleine. Natürlich hatte er noch nie so etwas anziehen müssen - nicht einmal für einen Jux oder ähnliches hätte er das getan - aber er konnte diese Verschlüsse dennoch mit einer Hand im Koma lösen, was deutlich schwerer war, als sie zu schließen, immerhin handelte es sich dabei ja nur um kleine Häkchen. Objektiv betrachtet brauchte er also keine Hilfe, zumal er auch eigentlich niemand war, der nach solcher fragte, wenn sie nicht unbedingt erforderlich war, immerhin hatte er seinen Stolz. Frauen durften wegen jedem Kleinscheiß nach Hilfe schreien, aber Männer hatten das gefälligst zuerst ganz allein zu versuchen, ehe sie um Beistand baten. Darum ging es in diesem Falle aber nicht. Es war klar, dass er das konnte, worum es ging und dennoch hatte der Einäugige gefragt, ob er Hilfe brauchte. Er hatte nicht gefragt, weil er helfen konnte, sondern weil er wollte und das erhob diese ganze Geschichte von einem Angebot zu einer Bitte und ließ ihn schmunzeln. Seit wann war Souta nur so masochistisch? Er musste doch wissen, dass es ihm nicht gut tun würde, ihm beim Ankleiden zuzusehen, wo sie doch nun ihre Quest zu erledigen hatten und er nicht noch einmal die Möglichkeit haben würde, ein Bett und seine überlegene Körperkraft zu kombinieren... Das bedeutete, dass er den ganzen Tag mit dem aushalten musste, was er sich mit ein wenig Pech einhandelte. Wenn er nett gewesen wäre, hätte er nun also dankend abgelehnt, aber Seraphim war bekanntlich ein Sadist, weswegen er "Aber gerne doch~" in seine Richtung hauchte und sich zur nächsten Umkleidekabine bewegte. Diese war einigermaßen geräumig und abgetrennt mit einem schweren, grauen Vorhang, den er vorsorglich genau schloss, ehe er sich Soutas Kleidungsstücke entledigte und die Hand in Richtung des Rothaarigen streckte, der die Teile hielt, die er hier anprobieren sollte. Das einzig Gute an der Sache war, dass er Souta damit würde ärgern können, so sehr wahrscheinlich, dass er später nicht auf die Idee kommen würde, ihn auf seine spontane Geschlechtsumwandlung anzusprechen, wenn er seine normale Gestalt wieder zurück bekommen hatte. Ansonsten würde er sich noch über ihn lustig machen... aber er glaubte eigentlich nicht, dass das passieren würde, denn dazu fand der Kettenmagier diese kleine Nebenwirkung des Zeitparadoxons sicherlich viel zu spannend. Der Dragonslayer fragte sich übrigens noch immer, wie Zeitunterbrechungen und Geschlechtsumwandlungen zusammen passten - aber darüber würden sie zu einem späteren Zeitpunkt nachdenken. "Würdest du mir einen geben?~", fragte die weibliche Stimme liebenswürdig, während zwei große, violette Augen zu dem Kettenmagier aufsahen. Dieser Größenunterschied war nervig...

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BeitragThema: Re: Rubbeldendschinn   So 26 Okt 2014 - 22:28

Nachdem man alle Bekleidungsfragen geklärt hatte und Souta endlich wieder seine eigenen, passenden Klamotten am Körper hatte, war das Magengrummeln des Kettenmagiers so penetrant laut geworden, dass man die Quest unmöglich fortsetzen konnte, ohne von einem sich krümmenden Rothaarigen unterbrochen zu werden, weswegen man sich recht bald in ein nahegelegenes Café begeben hatte, beziehungsweise auf einen der Tische draußen, schließlich liebte der Himmelsmagier die Frischluft und auch Souta ging, wenn er schon die Wahl hatte, lieber nach draußen. Es dauerte eine Weile, bis er sich entschieden hatte, sich ein Frühstück für zwei Personen alleine zu bestellen, aber er war schließlich auch heute besonders aktiv gewesen, da durfte man sich schon einmal etwas gönnen. Außerdem würde er Seraphim einladen, egal, was dieser sich kaufte, weil es ihm nicht passte, dass er das Zimmer und die Kleidung bezahlt hatte, während er danebenstand. Natürlich konnte er sich das eigentlich nicht leisten, doch einmal durfte man wohl eine Ausnahme machen und es war ja nicht so, als würde es für A-Rang-Quests nicht ordentlichen Schotter geben, so dass dieses Defizit eigentlich bald wieder ausgeglichen sein sollte. Kein Problem für ihn … Außerdem machte er sich ein wenig Sorgen um den geistigen Zustand der Weißhaarigen ihm gegenüber, doch das würde er nicht ansprechen, jedenfalls nicht unter all den Leuten, die es ebenso wie sie für eine gute Idee gehalten hatten, einen Stadtbummel zu unternehmen. Stattdessen tunkte er einen Pfannkuchen in einen Sirupsee und zerschmolz ein wenig ob in seinen Geschmacksknospen explodierenden Süße. Oh Mann, er würde sich definitiv vollschlagen, da konnte Seraphim diesmal keinen Einwand erheben, wenn sich irgendjemand ein ordentliches Mahl verdient hatte, war das ja wohl Souta. Schließlich hatte er auf der letzten Quest ebenso mit emotionaler Vernarbung zu tun gehabt und gestern den ganzen Tag gefastet, das ging nicht in Ordnung und hatte schon richtig wehgetan, jetzt, wo er endlich auf sein überflüssiges Körperfett pfiff. So war das immer: Er regte sich über etwas auf und am nächsten Tag hatte er es schon wieder in den Wind geschlagen … War ja auch nicht so, als würde er nicht direkt wieder seine perfekte Form erhalten, wenn er ein wenig durch die Gegend rannte und sein Training wieder aufnahm, oder?

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