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 Große böse Mietzekatze

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Ren
Black Knight
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BeitragThema: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 11:05

Auf den Spuren einer Raubkatze
Quest: Revenge!

Cf: Gildenhaus Haupthalle

Auf, auf zum Zug! Und Ren fiel ein riesiger Stein vom Herzen, als er und seine Kollegen das Gildenhaus verlassen hatten. Er war weder auf einen bösartigen Mann mit weißem Schopf gestoßen, noch auf seinen nervig penetranten Bruder und schon gar nicht auf das blöde Kind, dem er gerade nichts zu sagen hatte. Noch dazu schien er zwei angenehme junge Herren bei sich zu haben, die ihm auf einem Auftrag begleiten würden. All das würde den Tag einfach und entspannt werden lassen. Der sonst so grimmige Hüne hatte gerade erstaunlich gute Laune. Die beiden Gildenkollegen quatschten auch wesentlich weniger Unsinn als die meisten, alberten nicht ständig herum und waren in der Regel angenehm schweigsam und unpersönlich. Hah, das konnte doch nur toll werden, nicht?
Dann kam jedoch ein lästiges Thema auf. Jedes Mal wenn man sich auf eine Quest begab, musste man sich damit herumärgern. Da gab Ren sich schon den Namen Akuma und es half trotzdem nicht darüber hinweg erklären zu müssen was für eine Art Magie er hatte. Der Name sprach doch für sich! Wenn man nicht unbedingt darauf kam, dass es Dämonenmagie war, dann konnte man sich doch wenigstens denken, dass seine Magie eine düstere, böse Quelle hatte. Reichte doch, oder? Offenbar nicht… Er hatte an sich kein Problem damit zu sagen was für eine Magie er beherrschte… Es war viel mehr so, dass man das jedes Mal wieder machen musste und das nervte ihn. Aber das würde er die beiden bisher so angenehmen Kollegen nicht spüren lassen. Sicher hörten die das auch schon zum hundertsten Mal. Sehr mysteriös war, dass er die Frage in den Raum warf, aber sich dazu zunächst gar nicht äußerste. Er hielt es also für sinnvoll, machte aber nicht den Anfang… Ren sah den Sinn dahinter nicht. Vielleicht interpretierte er auch zu viel in einen möglicherweise zufälligen Ablauf hinein. Der Weißhaarige schien auch nicht ein allzu großes Geheimnis daraus zu machen. Anstatt es bei der Erklärung mit der Finsternis zu lassen, ließ er sogar noch eine kleine Show ablaufen, indem die Finsternis sich um seine Hand hüllte. Völlig unbeeindruckt ließ er dies auch schnell wieder verschwinden und war mit seinen Erklärungen am Ende. Nun, man könnte nun glauben, dass er nicht viel drauf hatte, wenn er nicht mehr als das konnte. Ren wusste jedoch, dass Magier meist nur entweder eine Magie oder ihren Körper trainierten… Es gab immer etwas, was einem weniger gut lag, doch meist mehr, was sie besonders gut konnten. Auch Emaru schätzte er als die Art Mensch ein, welche die eigene Magie bis zum Erbrechen trainierte. Er wirkte nicht träge oder unmotiviert und war schon lang in der Gilde. Es kam nicht allzu oft vor, dass Ren vor jemandem Respekt hatte, aber er würde sich hüten, sich mit Emaru anzulegen. Vielleicht waren es auch die weißen Haare, auf die er mittlerweile mit Zurückhaltung reagierte…
Ein wenig irritiert zog Ren die Augenbraue nach oben, als Emaru ihn direkt nach seiner Magie fragte. Er hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass ihn nochmal jemand genauer darauf ansprechen würde, wo die Frage doch ohnehin im Raum stand. Sicher hing dieses Nachhaken damit zusammen, dass er ihn ja noch für einen anderen Zweck gebrauchen würde. Die silbernen Augen wanderten zu dem Finsternismagier hinüber, während sich der Hüne recht gemütlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht wischte. „Take Over. Rate welche.“, sagte er trocken. Also wenn sie nun nicht darauf kamen, dann konnte er auch nicht mehr weiterhelfen! Direkter konnte man es wohl kaum formulieren. Im Gegensatz zu Emaru sah er jedoch von einer Vorführung ab. Er hatte weder Lust seine Jacke auszuziehen, noch sie kaputt zu machen… Apropos Zerstörung. „Ich benutze aber eher selten meine Magie und kämpfe eher mit Körperkraft.“ Auch das hatte man sicher erahnen können. Naja. Es lag mit unter daran, dass Ren seine Magie noch nicht allzu gut beherrschte. Ihm fehlte etwas… Take Over war weniger einfach, als er gedacht hatte. Nur was war es, was ihn endlich dazu befähigen würde voranzukommen? Das wusste er eben nicht.
Emarus unbegreifliche Fähigkeit den Fahrplan auswendig aufsagen zu können, war schon ein wenig suspekt, aber deshalb nicht weniger glücklich. Durch den Weißhaarigen schafften sie es den nächsten Schnellzug zu erwischen. Kaum hatten sie die Tickets ergattert, bestiegen sie ein neueres Modell, welches nur wenige Minuten auf dem Gleis halten würde. Es war so ruhig in diesem Zug… Ren erinnerte sich an die überfüllten Fahrzeuge, in die er sonst hatte steigen müssen. Ja sogar daran, dass sich jemand auf seinen Schoß setzen wollte, um einen Sitzplatz zu ergattern. Viele Leute, die er gedrängt und geschubst hatte und genauso gut, wie er sich darüber aufgeregt hatte… Der Hüne hatte schon so viel erlebt, dass es ihn ein wenig erschrak, dass dieser Zug so unfassbar leer war, dass die drei Blue Pegasus Magier ein Abteil für sich hatten. Ren setzte sich zuerst an einen Vierertisch, blickte zu den Türen und dann zu den Fenstern… Kein Anzeichen dafür, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Der Zug fuhr in Richtung Norden… Zunehmend bekam man das Gefühl, dass kein Mensch in diesem Fahrzeug war. Ob Ren paranoid war? Mit Sicherheit, aber das hieß noch lang nicht, dass das hier nicht irgendwie sonderbar wirkte. Nicht einmal ein Schaffner ließ sich blicken, nachdem der Zug bereits losgefahren war… Da hätten sie sich die Tickets fast sparen können, oder?

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 11:16

Zu Ciels maßloser Zufriedenheit zögerten weder Emaru noch Akuma damit, ihre Fähigkeiten zu verkünden und Ersterer ließ es sich sogar nicht nehmen, eine kleine Kostprobe seines magischen Talentes zu geben. Die dunkle Finsternismagie war hübsch, jedoch nichts, was den Achtzehnjährigen übermäßig verängstigte oder beeindruckte. Dagegen schien Rens Take Over Magie in Zusammenhang mit seiner doch recht stattlichen Figur eindeutig bedrohlicher und sie reichte, um für den Valentine kurzerhand zu entscheiden, nach Möglichkeit niemals auf die unangenehme und weniger freundliche Seite des Magiers zu stoßen. Immerhin hing er an seiner Gesundheiten und seinem bisher recht fitten und vitalen Körper. Dennoch gaben beide Enthüllungen dem Blauhaarigen für einen Augenblick Stoff zum Nachdenken, denn im Gegensatz zu Ren und Emaru zierte sich Ciel ein wenig, wenn es um das Verraten seiner Magie ging. Die Macht der Dragonslayer war kein Geheimnis und es kam nicht selten vor, dass ihn Menschen entweder wegen seinem Titel als Sohn eines Drachen respektierten und unglaublich hohe Erwartungen an seine Fähigkeiten setzten, oder sie ihn aber verachteten und beneideten, was ebenfalls keine allzu angenehme Kombination war.
In jedem Fall handelte es sich bei seinen beiden Kollegen dieses mal aber nun einmal um Gildenkameraden, welche ihm zudem noch bereitwillig von ihren eigenen Fähigkeiten erzählt hatten, weshalb es vielleicht nur fair wäre, wenn er ihnen im Gegenzug auch von seiner eigenen Magie berichtete. Denn einfach zu sagen, dass er Metallmagier war, kam für den Blauhaarigen ganz einfach nicht in Frage, da war er dann doch ein wenig zu stolz auf seine Herkunft. So wartete er also, bis sich die kleine Gruppe im Zug und anschließend in ihrem Abteil eingefunden hatte, zupfte die Sense aus ihrem Haltegurt und ließ sich anschließend mit einem leisen Seufzen auf den gepolsterten Sitz fallen, ehe er seine Kameraden kurz musterte. Irgendwie seltsam, das Thema jetzt einfach so wieder aufzugreifen und dennoch war es seine Pflicht, die Quest durch eventuelle Verschwiegenheit nicht zu gefährden. "Wo wir eben von Magie gesprochen haben, ich bin Metallmagier. Genauer gesagt, der Dragonslayer des Metalls, falls euch das etwas sagt.", denn auch wenn sein Status mittlerweile in der Gilde die Runde gemacht hatte, so schienen seine beiden Partner dennoch nicht wirklich über ihn informiert zu sein, was ihm Anlass zu der Annahme gab, dass sie sich vielleicht noch überhaupt nicht mit der Thematik der Dragonslayer auseinandergesetzt hatten. Das war bei ihrer Gilde zwar recht unwahrscheinlich, sollte jedoch auch schon vorgekommen sein.
Mit dieser Aussage war das Thema für Ciel in jedem Fall beendet und er konnte sich in aller Ruhe Gedanken darüber machen, wann und wo er seine nächste Zigarette rauchen konnte und wie lange es bis dahin wohl noch dauern würde. Nicht, dass er sie so sehr nötig hatte, doch er konnte merken, wie seine Hände bereits wieder zu zittern begannen und vor allem der Ring an seinem Daumen in regelmäßigen Abständen mit einem leisen metallenen Geräusch immer wieder auf den Griff seiner Waffe tippte. Nervtötend, doch es reichte um dem Valentine die allgegenwärtige Stille und Leere bewusst zu machen, in welcher er sich befand.
Das Abteil war, bis auf Emaru, Ren und ihn tatsächlich vollkommen leer und bis auf das leise Rattern des Zuges konnte er auch keine anderen Geräusche hören. Seltsam, denn normalerweise waren vor allem Schnellzüge immer recht gut gefüllt. Nur jetzt, konnte er nicht einmal mit seiner sonst so ausgezeichneten Nase noch andere Menschen erspähen und dieser Gedanke machte ihn seltsam unruhig. "Sagt mal, findet ihr es nicht komisch, dass wir bisher niemandem begegnet sind und uns auch niemand nach unseren Tickets gefragt hat?", denn vielleicht bildete er sich das Ganze ja auch nur ein und seine Unbehaglichkeit war vollkommen unbegründet. Immerhin war es kein Geheimnis, dass er einen leichten Hang zur Paranoia hatte und hinter vielen harmlosen Dingen etwas Gefährliches oder Böses vermutete. Und dennoch machte ihn die Leere und Einsamkeit noch ein wenig unruhiger und das leise metallene Klicken schien sich noch einmal zu beschleunigen. Gespenstisch, das Ganze und Ciel war beinahe versucht, mit der linken Hand nach einem der Schutzamulette um seinen Hals zu greifen, um sich zu vergewissern, dass sie noch immer an Ort und Stelle weilten. "Außerdem fühle ich mich irgendwie beobachtet." Bravo, denn das klang schließlich nicht einmal im entferntesten paranoid.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 21:16

Finsternis konnte wirklich beeindruckend sein, aber der Dargin hatte nun wirklich keine Lust, sich und zwei andere Personen in für die Augen undurchdringbare Finsternis zu stecken und das mitten in Oshibana Town. Er wollte auch niemanden erblinden lassen oder etwas in der Art. Und selbstverständlich hielt er es nicht für notwendig, eine kurze Vorführung seiner Magie zu irgendeiner Form von Angeberei zu machen. Sie wollten wissen was er konnte, er hatte ihnen gezeigt, welches Element er kontrollierte. Niemand hatte ihn gebeten, zu zeigen, wie gut er sich seinen Feinden erwehren konnte...
Natürlich dachte er darüber nicht nach. Eher interessierte ihn die Magie Akumas, und mit den Hinweisen auf Take Over und darauf, dass man ihn sich denken konnte, also dass es etwas Einleuchtendes, Passendes war, konnte man recht einfach zum Schluss des Dämonen-Take Over kommen, besonders, wenn man den Namen Akuma mit in Betracht zog. Darauf spielte er vermutlich an. Dass Ciel von seiner Magie nichts berichtet hatte, fiel ihm kaum auf... bis er es doch tat.
„Ein Dragonslayer also...“, dachte der Dargin bei sich. Ein Metalldragonslayer sogar. Ihm war klar, was das bedeutete, und es bedeutete nicht wirklich viel. Entgegen der Überzeugung eines großen Teils von Blue Pegasus sah er die Magie der Dragonslayer normaler Elementarmagie nur bedingt überlegen – abhängig vom Element eben. Traf das Element des Dragonslayers auf ihn, dann hatte er den Vorsprung. Wenn nicht, hing es davon ab, wie gut man mit seinen Fähigkeiten umging. War der Drachenjunge besser als sein Gegner, hatte er den Sieg verdient, unabhängig davon, wer ihn aufgezogen hatte. Wenn nicht, dann nicht. Es war wirklich simpel. Wenngleich Emaru sich hüten würde, diese Meinung in seiner Gilde zu teilen – er ging unnötigen Konfrontationen gern aus dem Weg, wenn es nicht um etwas ging, das ihm wichtig war –, konnte er sich beim besten Willen nicht damit anfreunden, dass Dragonslayer irgendwie besser sein sollten. Ihre Fähigkeiten waren menschlich, wenngleich großartige Wesen wie Drachen ihnen dabei geholfen hatten, ein paar Bonuseffekte einbauen zu können... Es lag simpel daran, dass ein menschlicher Körper nicht die notwendigen Kapazitäten besaß, um als vernünftiger Katalysator für die Macht eines Drachen zu dienen. Vermutlich konnte man das sogar wissenschaftlich beweisen, aber der wichtige Inhalt dieses Wissens war recht simpel: Emaru war nicht besonders beeindruckt davon, dass jemand ein Dragonslayer war. Nicht, bevor er gezeigt hatte, dass er seinen Titel wert war.
Er spürte zwar eine Regung in seinem Inneren, doch Shis neidgetränkter Hass gegenüber den Drachenkindern interessierte ihn gerade herzlich wenig. Stattdessen ging er weiter auf die Informationen ein, die man ihm überlassen hatte. „Hm... wenn du der Metall Dragonslayer bist... würde ich dich gern etwas fragen“, meinte er also und wartete trotz seiner Formulierung nicht auf eine Erlaubnis. „Wofür hast du die Sense? Ist die nur ein Snack, oder kannst du damit tatsächlich kämpfen? Nicht, dass es wichtig wäre, aber es interessiert mich durchaus...“ Interessiert mochte er nicht wirklich wirken, aber er rechnete bereits damit, dass einer seiner Missionspartner eine große, schwere, unhandliche Waffe mit sich herumschleppte, mit der er so gut wie gar nicht umzugehen wusste. Das wäre... ineffizient. Wenn Ciel nur Metall gewollt hätte, hätte er das doch auch mit Arm- und Halsbändern machen können, oder vielleicht schützende Ausrüstung tragen, die er im Fall der Fälle essen könnte. Es gab auf jeden Fall elegantere Wege. Ciel sah nicht wie jemand aus, der große Waffen herumschwang und das mit viel Erfolg, aber man konnte ja nie wissen... vielleicht, nur vielleicht, würde er Emaru positiv überraschen.

Es mochte sein, dass er der einzige war, aber Emaru wusste die Ruhe um sie herum zu genießen, anstatt in ihrer direkten Folge einen Sturm zu erwarten. Er hatte schon seltsame Situationen erlebt, ohne dass gleich die ganze Welt um ihn herum zusammengebrochen war, und die ewige Stille fiel ihm so kaum auf. Erst, als Ciel sie in Worten ausdrückte, lauschte er einmal in den Raum hinein und realisierte: Ja, es war wirklich sehr ruhig. Und? Der Dargin schloss instinktiv die Augen und gähnte ausgiebig, natürlich mit der Hand vor dem Mund, denn Stille bedeutete für ihn für gewöhnlich Schlaf. Wenn es ruhig war, schlief er ein – so lief das eben. Er bekam sich dann aber doch noch in den Griff. „Ich bezweifle, dass wir beobachtet werden, Ciel...“, meinte er wenig enthusiastisch und lehnte sich in seinem Sitz zurück. Seine Augen waren noch immer geschlossen. „Ruhe kann Gefahr bedeuten, ebenso wie Sicherheit. Ich persönlich bin der Meinung, dass wir drei, als gewissermaßen erfahrene Magier, die Fähigkeit haben sollten, zu evaluieren, wie gefährlich eine Situation ist, ohne den Kopf zu verlieren, nicht wahr? Wir werden schon merken, wenn etwas geschehen sollte...“ Nach diesen Worten stahl sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen, seine Augen öffneten sich ein Stück weit und schielten zu dem Dragonslayer hinüber. Er konnte einfach nicht anders, als den nächsten Satz amüsant zu finden. „Natürlich steht es dir frei, die Flure zu patrollieren, wenn du der Meinung sein solltest, dass wir uns in großer Gefahr befinden sollten... wer weiß, vielleicht findest du dabei sogar den Schaffner.“

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Ren
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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 21:39

Also tatsächlich eine Art Taktik, oder bildete Ren sich das nur ein? Es würde zumindest passen, denn das was der Magier über sich preisgab, war nicht etwas, was man jedem direkt aufs Brot schmieren würde. Okay, vielleicht taten das die wenigen Exemplare seiner Magieart in Blue Pegasus, weil  viele der dort arbeitenden Magier einem dafür in den Arsch kriechen würden, aber dennoch fand Ren es immer wieder gewagt mit einer begehrten Magie wie die, welche die Dragonslayer beherrschten, so herauszuplatzen. Vielleicht hatte er die beiden erst einmal abgecheckt, bevor er darüber berichtete oder Ren interpretierte tatsächlich zu viel dort herein. Dragonslayer waren Ren in der Regel ziemlich unsympathisch… Sie bekamen einen Sonderstatus allein dafür, dass ein Drache in ihnen genug Potential sah ihnen seine vernichtenden Fähigkeiten beizubringen. Sicher gab es noch unzählige andere Menschen, die dazu in der Lage wären diese Fähigkeiten zu erlernen, aber die Drachen konnten ihre Augen nicht überall haben. Vermutlich war es eine Art Neid, denn so wie Ren das mitbekommen hatte, halfen die Drachen ihren „Kindern“ meist dabei ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Und wo war sein Drache gewesen? Ach, das hatte er ohnehin nicht nötig. Er würde auch ohne Hilfe seine Magie irgendwann meistern und dazu musste er sich nicht auf diese unzuverlässigen Wesen verlassen…
Erstaunlicherweise änderte dies recht wenig an dem Bild, was er von dem Magier gehabt hatte. Normalerweise wäre er vermutlich in der Sympathie weit gesunken nach dieser Aussage, doch Ciel war bisher ziemlich in Ordnung gewesen, weshalb Ren es dieses Mal akzeptierte. Metall also… Vielleicht war es auch das Element, das ihn interessant machte. Es war weniger elementar als die meisten und sicher nützlich. Schweigsam schnappte er das Gespräch zwischen Emaru und Ciel auf, in dem es um die Waffe des Magiers ging. Eine Sense hatte schon irgendwie Stil, obwohl der Dragonslayer dafür fast zu schmächtig wirkte. Es machte Emaru irgendwie interessanter, dass er kein Blatt vor den Mund nahm und trotzdem stets höflich wirkte. Mit Worten umzugehen, lag Ren nicht besonders… Vielleicht sollte er sich da ein paar Tipps bei dem Magier holen…
Die folgende Äußerung des Dragonslayers war ein wenig merkwürdig. Sicher hatte Ren in seiner Paranoia auch einen Moment lang darüber nachgedacht, dass das Ganze hier komisch war, doch so weit wie Ciel würde er nicht gehen. Er fühlte sich noch nicht beobachtet, aber es war schon ungewöhnlich für den Hünen in einem so geisterhaft leergefegten Zug zu sitzen. Die Anspannung des jungen Mannes war doch ein wenig beunruhigend… Da war der zynische Kommentar von Emaru sicherlich nicht sonderlich hilfreich. Ren war kein besonders empathischer Mensch, aber dass man mit diesen Worten jemandem auf die Füße treten konnte, bemerkte selbst er. Ren sagte gar nichts dazu und zuckte nur mit den Schultern. So lang nichts passierte, würde er diese Situation einfach so hinnehmen und wachsam sein… Vielleicht sollte er das ausdrücken? Doch bevor es zu einem weiteren Gespräch kam, wurde der Zug langsamer und geriet ruckartig ins Stocken. Der Kopf des Magiers wurde leicht in das Kissen an der Stuhllehne gedrückt und ein entnervter Blick folgte darauf. Das war nun wirklich nicht sonderlich angenehm… „E-Entschuldigen Sie bitte diese Maßnahme. Wegen einer technischen Störung wird es nun einen unangekündigten Zwischenstopp geben.“ Rens Stirn legte sich in Falten. Scheißegal wie groß die Probleme waren… Dieser Penner konnte doch wohl ordentlich einen Zug anhalten! Man konnte ihm ansehen, dass er kurz davor war sich aus seinem Sitz zu erheben und den Fahrer wie einen Klappstuhl zusammenzufalten. Entnervt rieb er sich die Schläfen und murmelte: „Was für eine beschissene Organisation…“ Und was machten sie nun?

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 21:59

Wenn man den Umgang mit Ciel Valentine regelmäßig pflegte, dann gab es gewisse Regeln und Eigenheiten, die man recht schnell feststellen und bemerken sollte. Da gehörte zum einen natürlich seine unglaubliche Abergläubigkeit und Paranoia dazu, zum anderen allerdings auch seine Leidenschaft zur Symmetrie und der Wunsch, seinen Wissenstand so weit und großflächig wie möglich zu verbessern. Genauso konnte man von dem Dragonslayer jedoch auch behaupten, dass er sich relativ gut selbst einzuschätzen wusste und sich seiner Fehler nur allzu im Klaren war. Er wusste beispielsweise, tief in seinem Bewusstsein versteckt, dass seine Leidenschaft zum Glücksspiel mittlerweile mehr einer Sucht als einer einfachen Begeisterung glich und auch wenn er große Schwierigkeiten hatte, sich seine Fehler selber einzugestehen, so besaß er dennoch die Kenntnis, dass sie denn tatsächlich vorhanden waren. Er wusste, dass er nicht perfekt und vollkommen war, so sehr er sich diesen Umstand auch herbeiwünschen mochte, und dennoch gab es eine klitzekleine Sache, die der Blauharige weder besonders gut leiden, noch sonderlich tolerieren konnte und das waren Menschen, die ihn auf sein Unvermögen aufmerksam machten.
Nun war natürlich klar, dass Ciel mit seiner Beunruhigung des öfteren übertrieb und dies mochte auch durchaus in diesem Augenblick der Fall gewesen sein, doch gab das Emaru noch lange nicht das recht, ihn zu verspotten. Kaum hatte dieser nämlich seine letzten Worte gesprochen, festigte sich der Handgriff des Dragonslayers um seine Waffe abrupt und sein Oberkörper fuhr zu dem Weißhaarigen herum, die hellblauen Augen plötzlich zu Schlitzen verzogen.
Der Finsternismagier hatte seine gerade erst erworbene Position in Ciels Ranking der Sympathie mit einem Schlag wieder verloren, während dieser beinahe zischend die Luft ausstieß. "Machst du dich über mich lustig?", keifte er, nicht im entferntesten der Meinung, dass er den harmlosen Scherz eventuell etwas zu persönlich nahm. Wenn es um seine eigene Person und die damit verbundenen Fehler ging, dann war der Valentine nun einmal etwas empfindlich und Emaru war es gelungen, ihm mit einem einzigen Satz eines seiner oft sehr stark ausgeprägten Probleme vor Augen zu führen, was ihn noch einmal eine gehörige Portion kratzbürstiger machte. Dann war er halt etwas paranoid und vermutete auch hinter dem hellsten Schatten gleich eine bösartige Kreatur, das gab Emaru noch lange nicht das Recht, ihn damit aufzuziehen. Schließlich kannten sich die Beiden noch nicht einmal sonderlich lange, was glaubte er also, wer genau er war?
Und dennoch, dass hier war eine Quest, die sie gemeinsam würden bestreiten müssen, weshalb sich der Blauhaarige zur Ruhe zwang und erst einmal tief durchatmete. Dann löste er den Griff um seine Sense und kramte nach der Zigarettenschachtel in seiner Jackentasche, welche er kurz darauf gefunden hatte und fest in der Hand hielt. Sobald sie aus diesem scheiß Zug heraus waren, würde er erst einmal eine Rauchen und dann vielleicht auch nicht mehr so gereizt sein. Ja, das hing sicher nur mit seinen zitternden Händen und den ohnehin schon angespannten Nerven zusammen. Entschuldigen würde er sich trotzdem nicht, der Weißhaarige hatte es sich immerhin selbst zuzuschreiben, dass er ihn so angefahren hatte. Was hatte dieser davor noch einmal gefragt? Ach ja, nach seiner Sense. "Die ist ein bisschen unhandlich, um sie nur zum Verzehr mitzunehmen.", meinte er schließlich, nach einer kurzen Pause und meinte es als eine Art Friedensangebot und vielleicht sogar als Entschuldigung dafür, dass er ihn zuvor so angefahren hatte. Nicht, dass es ungerechtfertigt gewesen wäre, aber normalerweise hatte er sich einfach deutlich besser im Griff und gerade diese Beherrschung vermisste gerade.
Als der Zug mit einem Mal ganz plötzlich stoppte, zuckte der Blauhaarige beinahe erschrocken zusammen und seine Augen weiteten sich alarmiert. Hatte er etwa doch recht gehabt? Hier stimmte doch verdammt noch mal etwas nicht, oder war er der Einzige, der das so sah? "Hier kann doch irgendetwas nicht stimmen. Erst ist der Zug wie ausgestorben und jetzt halten wir auch noch auf halber Strecke? Ich sage euch, irgendetwas ist hier nicht in Ordnung...", murmelte er mehr zu sich selbst, als zu seinen Teamkollegen, während er beinahe irritiert mit seinen zitternden Fingern an einem der Schutzamulette um seinen Hals herumfriemelte. Hier war etwas eindeutig nicht in Ordnung und Ciel war sich nicht sicher, ob er auch wirklich herausfinden wollte, was genau das war. Daher wunderte er sich auch, woher genau seine nächste Idee kam. "Meint ihr, wir sollten mal nach dem Schaffner gucken und schauen, ob wir helfen können?" Normalerweise war er ja nicht der hilfsbereiteste Mensch, aber er wollte endlich weiterkommen, die Stille des Zuges behagte ihm nicht und der Gedanke an einen technischen Fehler erst recht nicht.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 22:05

Wow... Ciel schien ja ganz schön gereizt ob einer nicht unbedingt großen Anspielung. Aber immerhin spielte er nicht einfach den Beleidigten und ignorierte ihn, sondern fragte offen, ob Emaru sich über ihn lustig machte. Der Dragonslayer hatte offenbar Mumm. „Ich nehme an, das tue ich“, meinte Emaru ruhig und lächelte entschuldigend. „Ich hoffe, du nimmst mir diesen kleinen Scherz nicht übel. Das Letzte, was ich will, ist einem von euch zu nahe zu treten.“ Wie ernst man diese Aussage nehmen wollte, ließ Emaru mal jeden für sich selbst zu entscheiden. Seine Tonlage hatte sich kaum verändert im Vergleich zu dem Satz, in dem er den Scherz tatsächlich ausgesprochen hatte, also klang es nicht unbedingt vollkommen ehrlich, es klang aber auch nicht wirklich wie etwas, das man nicht meinte, wie man es sagte. Was seine Begleiter darin sehen würden, hing wohl am ehesten davon ab, was sie in ihm sehen wollten.
Trotz kleinerer Konflikte war Emaru die Atmosphäre zurzeit sehr Recht. Solange es ruhig war und niemand wirklich aggressiv wurde, war alles in Ordnung für ihn. Es war ja nicht so, als würde es sie beim Erledigen ihrer Aufgabe aufhalten. Dann ging jedoch ein Ruck durch den Zug, und mit einem Mal stoppte die Bewegung, und die Ruhe wurde vollkommen. Allerdings nicht im positiven Sinne. So langsam begann auch Emaru, sich leichte Sorgen zu machen... warum blieben sie stehen? Er malte sich nicht gleich das schlimmste Ereignis aus, aber wenn ein Zug plötzlich anhielt, bedeutete das nichts Gutes. Dass das Zugpersonal sie dann auch noch beruhigen wollte, war nicht gerade... naja. Beruhigend. Man konnte Ciel nicht übel nehmen, dass er sich umgucken wollte...
„... In Ordnung. Sehen wir nach, was los ist“, meinte Emaru also und erhob sich noch im Satz. Sein plötzliches Aufstehen kam vermutlich überraschend, aber das war nicht so wichtig. Oder eher, es war wichtig, weil er seiner Schätzung nach mit zwei wirklich stolzen Leuten unterwegs war. Nur so konnte er als erster an der Tür sein und diese selbst öffnen. „Ich bezweifle, dass etwas Gefährliches los ist, aber nur für den Fall... wenn ihr mitkommen wollt, bleibt hinter mir.“ Mit diesen Worten verließ er das Abteil und ging den Gang entlang, in Richtung Zugspitze. Er war sich ziemlich sicher, dass die Mitarbeiterin von zuvor in die andere Richtung gegangen war, ihre Schritte waren recht deutlich und sie wollte vermutlich die paar anderen Reisenden ebenfalls besuchen, die weiter hinten im Zug waren. Dementsprechend kam sie von vorne, und wenn sie wusste, was los war, dann bedeutete das, dass es vermutlich in dieser Richtung stattfand. Das Gute war, dass es nicht nach Rauch roch und man auch keine Konfrontationen hören konnte, also schien zumindest alles in Ordnung zu sein. Vielleicht waren es wirklich nur einfache technische Störungen und es ging gleich wieder weiter...

So dachte der Dargin jedenfalls, bis er im vordersten Abteil ankam und durch die, seltsamerweise offen stehenden, Zugtüren Stimmen hörte. Laute, zornige Stimmen. Wenig gerührt trat er heraus und betrachtete die Szene, und eines musste er zugeben: Das hier hatte er nicht erwartet.
Das erste was auffiel war ein Mann, der seiner Kleidung nach zu urteilen wohl der Schaffner des Zuges war... oder vielleicht der Zugführer? So genau konnte Emaru es nicht sagen. Warum er so auffiel wurde aber schnell klar: Er zetterte laut und unüberherbar und sein Körper schüttelte sich dabei so sehr, dass man Angst hatte, er könne sich dabei etwas brechen. Was der Dargin zuvor noch für mehrere Stimmen gehalten hatte, war tatsächlich nur diese eine, die bloß vor Entrüstung in höchste höhen stieg und dann abrupt wieder fiel. Neben ihm stand eine etwas unbeteiligte Frau, die eigentlich viel auffälliger sein sollte, wenn man bedachte, dass ihre Klamotten aus irgendeinem Grund glitzerten, aber ihr schieres Desinteresse und der Fakt, dass sie neben ihm vollkommen unbewegt aussah, ließen sie fast im Nichts verschwinden. Was den Zug an sich aufhielt, schienen aber nicht die zwei zu sein, sondern eine Gruppe jüngerer Menschen, die auf den Gleisen herumsaßen und demonstrativ nicht weggehen wollten – kein Wunder, dass der Schaffner – Zugführer? – sich so aufregte. Zwischen ihnen und dem Gefährt selbst befanden sich nur einige größere Steine, die sie wohl zuvor dort abgelegt hatten, um den Zug davon abzuhalten, einfach durch sie durchzufahren, weil das vermutlich nicht so gut gewesen wäre. Ob sie ihn aufgehalten hätten, wäre er durchgebrettert, das wusste Emaru nicht, auch wenn es die Frage war, die sich als erstes in ihm ausbreitete. Die zweite war, was das für Leute waren. Vermutlich irgendwelche Umweltaktivisten, schließlich machten die doch sowas... ketteten sich an Bäume, setzten sich auf Gleise... oder?

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   So 26 Okt 2014 - 23:59

Niemand war aggressiv? Das war eine ungesunde Fehleinschätzung von Emarus Seite. Jemandes Nerven in diesem Zug waren zum Zerreißen gespannt und damit waren nicht die des Zugpersonals gemeint. Aber bevor Ren sich dieser Sache widmen konnte, trat etwas anderes zwischen das Dreiergespann, was die Aufmerksamkeit des Hünen verlangte. Obwohl er sich nicht so fühlte, war das hier vermutlich seine Quest, bei der er die Zügel in der Hand hielt, oder? Immerhin waren diese beiden Herren zu ihm gestoßen, also hatte er die Verantwortung, wenn er das rückblickend auf andere Aufgaben betrachtete… Er hatte keine Ahnung davon wie man ein Team leitete, da der einzige Mensch, den er verstehen und zurechtweisen konnte er selbst war. Dennoch war diese Situation wohl nicht die, die man in der Musteranleitung für eine erfolgreiche Quest mit einem guten Start sehen konnte. Kaum hatte Ren sich einigermaßen mittels Selbstberuhigung wieder gefangen, war ein anderer Kamerad schlagartig auf 180. Obwohl der Akuma nicht sonderlich empathisch war, konnte selbst er dem entnervten Zischen des Jungen eine Anspannung entnehmen. Wo selbst Ren sagte, dass er sich mit Emaru nicht anlegen wollte, konnte man dem Dragonslayer wohl tatsächlich etwas Mut nachsagen. Vielleicht auch jugendliche Naivität, denn unter den drei Magiern war er der Jüngste und vermutlich noch etwas grüner hinter den Ohren. Emarus Reaktion darauf war jedoch umso überraschender. Irgendwie entspannt aber gleichzeitig weiterhin provozierend. Wäre Ren in Ciels Position und dessen Alter, hätte eine solche Antwort schon den Trigger gedrückt und er wäre auf den Weißhaarigen wutentbrannt losgegangen. Doch soweit konnte man es nicht kommen lassen… Wie er das Verhalten des Magiers einschätzen sollte, wusste Ren nicht wirklich. Emaru bewegte sich in einer ähnlich dunklen Aura wie Ren, aber ein wenig schwerer einzuschätzen, da der Hüne selbst emotional ein offenes Buch war. Er schien jedoch zu versuchen den anderen zu beschwichtigen, weshalb der Akuma dem Jungen keine Zeit zum Antworten gab. „In der Regel ist es mir ja scheißegal ob ihr euch vertragt oder nicht, aber sobald das in ner Schlägerei ausartet, bin ich nicht begeistert.“ Mit der Anspannung im Gesicht des muskulösen Hünen wurde deutlich, dass er definitiv nicht auf die Seite eines Angreifers stellen würde…
Doch bevor dieses Gespräch lang weitergeführt werden konnte, kam der Zug zum Stehen und die Drei standen einer neuen Situation bevor. Der Hüne, mit Nerven gespannt wie Drahtseilen, beobachtete wie Ciel eine Packung Zigaretten hervorzog. Etwas, was der Akuma absolut nicht schätzte. Er verabscheute die Dinge, die den Körper zerstörten und Sucht war ein Zeichen von jämmerlicher Schwäche. Außerdem erinnerten ihn der Geruch von Zigarettenqualm und Alkohol stets an seinen Vater, was nicht unbedingt positiv zu seiner Laune beitrug. Dennoch zeigte sich nun ein Verhalten, das deutlich mehr Empathie zeigte, als man von dem Hünen wohl gewohnt war. Während die beiden anderen sich darüber einig wurden, dass sie nach dem Zug sehen wollten und Emaru heroisch nach vorn preschte, um die Führungsposition einzunehmen, zuckte der Akuma genervt mit den Schultern. „Eigentlich kann man in dem Drecksloch doch ohnehin machen, was man will… Chaotischer Scheißverein…“, grummelte er genervt und sein Blick glitt hinüber zu Ciel. „Ich wette man könnte sogar ein offenes Feuer im Klo anzünden und es würde niemanden interessieren.“ Hah, was für ein unfassbar indirekter Wink mit dem Zaunpfahl. Wenn man es aus der stolzen Sprache des Hünen übersetzen musste, bedeutete das so viel wie: Komm klar und wenn nicht, dann geh aufs Klo und zünd dir ne Kippe an, falls es hilft.
Aber nun ließ Ren nicht mehr lang auf sich warten. Ohne eine Reaktion abzuwarten, folgte er Emaru nach vorn. Zugegebenermaßen war er sehr froh darüber, dass der Weißhaarige das Kommando übernahm in diesem Moment, denn Ren war kein guter Diplomat, schon gar nicht, wenn er so angespannt und genervt war wie in diesem Moment. Die Szene, die sich ihnen bot, war jedoch genug, um ihn wieder hervorzulocken. Eigentlich bemühte er sich nun stets die Nerven zu behalten, aber seitdem er etwas emotionalen Stress auf seiner letzten Quest gehabt hatte, fiel er öfter in Verhalten zurück, dass er eigentlich mittlerweile besser im Griff hatte… Genau das zeigte sich nun, als er den keifenden Schaffner oder Zugführer oder was auch immer sah… Ren zog seine Jacke aus und wandte sich an Emaru. Er zog es vor diese geladene Person nicht direkt anzusprechen, da er die Nerven nicht vor unschuldigen Menschen verlieren wollte. „Bring den Penner dazu sich wieder einzukriegen und seinen verdammten Job zu machen…“, sagte er nur knapp, als er einen anderen Bediensteten ansprach. „Tür auf.“ Dieser blickte ihn entrüstet an. „Entschuldigen Sie Sir. Wir kümmern uns um das Problem und Sie können bald weiterreisen. Bitte nehmen Sie Platz.“ Da konnte er so einfühlsam und freundlich sein wie er wollte. Ren legte die Hände an die Ränder der Türen, um anzudrohen sie mit Gewalt aufzuschieben. „Tür auf oder ich mach sie auf!“ Der hilflose Angestellte blickte zu seinem Vorgesetzten, der immer noch zu beschäftigt war um das überhaupt richtig wahrzunehmen. Dann öffnete er Ren widerwillig die Tür und dieser ging schnurstracks auf die Gleise. Und nun lernte man den Shikkari erst richtig von seiner charmanten Seite kennen: „Verpisst euch von den Gleisen ihr verdammten Hippies oder ICH mach euch Beine!“, brüllte er laut genug um den ganzen Zug zu unterhalten und verlieh seiner Aussage mit der Predetor‘s Prank etwas mehr Ausdruck. So ein Dämonenarm schien viel Eindruck zu machen. Zwar wichen sie nicht von den Gleisen, doch ein ganzes Stück von dem Stein zurück, den der Hüne nun anpackte und hoch hob… Wohin damit eigentlich? Und ob nicht einer von den Hippies seinen Mut zusammennahm und versuchte Ren zu attackieren? Ein interessantes Schauspiel… Auch wenn es für die Magier sicher belastend und nervig war, war es sicherlich für alle Zuschauer eine sehenswerte Show.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mo 27 Okt 2014 - 14:10

Ciel Valentine war angespannt, wütend, genervt und seine Nerven liefen auf Hochtouren, als er zuerst Emarus und dann Akumas Worten aufmerksam und mit zusammengebissenen Zähnen lauschte. Der Hüne hatte recht, er würde sich beruhigen müssen und dafür brauchte er eine Zigarettenlänge Zeit und ein wenig Abstand zu dem weißhaarigen Finsternismagier, welcher eine unglaublich provokante Art hatte, mit seinen Mitmenschen umzugehen. Nicht, dass Ciel das nicht schon von Seraphim kannte, doch dieser war dabei wenigstens noch ansatzweise charmant, was man von seinem anderen Kollegen hier nicht sonderlich behaupten konnte. Daher beschloss der Dragonslayer der nicht sehr indirekten Aufforderung des deutlich größeren Take Over Magiers ganz einfach zu folgen und trennte sich kurzerhand im Gang von seinen beiden Begleitern, auf der Suche nach einem Waschraum, wo er erst einmal in Ruhe seine gesuchte Entspannung würde finden können. Nicht, dass er noch die Nerven verlor und diese Quest damit noch ungemütlicher machte, als sie ohnehin schon war.
Es dauerte nicht lange, da hatte der Blauhaarige den gesuchten Ort gefunden und da er keinerlei Lust verspürte, sich in die enge Kabine zu quetschen, wanderten seine hellblauen Augen noch einmal prüfend den Gang auf und ab, ehe er sein Feuerzeug aus der Tasche gefischt und den Glimmstängel kurzerhand angezündet hatte. Der Zug schien ohnehin wie ausgestorben und sollte doch ein vorwitziger Mitarbeiter vorbeikommen und versuchen ihn zurechtzuweisen, so würde er diesen ganz einfach freundlich daraufhinweisen, dass er doch erheblich zu der Unentspanntheit des Valentines beigetragen hatte und daher nicht einmal auf die Idee kommen sollte, sich jetzt über die Folgen zu beschweren. Mit einem zufriedenen Seufzen inhalierte der Achtzehnjährige den Rauch, dann glitten seine Finger zu einem Fenster im Gang und kurzerhand wurde dieses aufgestoßen, um die Luft mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck ins Freie zu pusten.
Was für eine nervige Situation und noch immer wusste der Valentine nicht, warum der verdammte Zug noch immer an Ort und Stelle verharrte, ohne auch nur die geringsten Anzeichen zu machen, sich in nächster Zeit von der Stelle zu bewegen. Was sollte das Ganze? Ob wohl doch etwas passiert war? Augenblicklich legte sich eine Gänsehaut auf seine Arme, ehe er sich mit seiner freien Hand beinahe müde über das Gesicht fuhr, in einem Versuch seine Nerven zu beruhigen. Seine Finger zitterten schon wieder, die Zigarette half nur mäßig. Am liebsten hätte er auf der Stelle umgekehrt und wäre zu Fuß nach Hause zurück gelaufen. Nun, dafür war es jetzt zu spät, nun war er schon hier, jetzt würde er das Ganze auch durchziehen. Und sollte der bescheuerte Finsternismagier ihm noch einmal auf die Nerven gehen, so würde er einfach sein hübsches Köpfchen benutzen und ihm eine passende Erwiderung um die Ohren schleudern. Über den Kerl musste er sich später ohnehin noch einmal genauer informieren, so richtig geheuer war er ihm nicht.
Mit einem weiteren Seufzen drückte der Valentine die Zigarette im Türrahmen des Waschraums aus und warf sie anschließend in die Toilette, ehe er sich in die Richtung bewegte, aus welche er zuvor gekommen war. Nun hieß es erst einmal nach seinen beiden Kollegen zu sehen, immerhin waren die ohne ihn vorgegangen und auch wenn er sich sicher war, dass die Beiden auch zu zweit ganz ausgezeichnet zurecht kommen würden, so wollte er dennoch seine Pflicht als Mitglied des Teams nicht vernachlässigen. Es dauerte nicht sonderlich lange, da hatte er den Ausgang aus dem Zug gefunden und als er sich schließlich dem Spektakel genähert hatte, klappte ihm schlichtweg ganz einfach der Mond auf. "Ich irre mich vermutlich, aber trägt Akuma da einen Felsen?", fragte er schließlich tonlos, als er in die Richtung des Dramas blinzelte, den unglaublich schockierten Zugführer direkt neben sich. Er träumte sicherlich. Anders konnte er sich ganz einfach nicht erklären, dass da ein Kerl stand, der einen riesigen Stein in den Händen trug, als hätte dieser gerade einmal das Gewicht eines einfachen Apfels.
Die zuvor so fest entschlossenen Menschen auf den Gleisen schienen ähnliche Gedanken zu haben, denn ganz in Ciels Nähe begann eine Frau wie vom Blitz getroffen zu kreischen, ehe sie wie wild mit den Armen fuchtelte und dabei mit entsetzter Miene in Richtung Ren gestikulierte. "Seht nur! Nun schicken sie schon Monster um unsere Kunde der Wahrheit verstummen zu lassen. Doch nicht mit uns, wir werden nicht aufgeben und uns mutig dem Teufel schicken, welcher Satanskinder nun schon mit uns auf einem Boden wandeln lässt! In was für einer verdorbenen Welt leben wir nur, in der es solchen Bestien erlaubt ist, die gleiche Luft wie wir zu atmen?", kreischte sie, wobei ihr Gesicht eine ungesund rote Farbe annahm und ihre Wangen sich noch weiter aufzublasen schienen. Und tatsächlich schien sie einigen der Hippies damit die Angst ein wenig zu nehmen, während der Rest weiterhin mit schreckens verzerrter Miene in Richtung Akuma starrte, die Augen in purer Panik weit aufgerissen. Nun, eines konnte man dem Dämonenmagier nicht abstreiten, er wusste in jedem Fall wie man einen gelungenen Auftritt hinlegte.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mo 27 Okt 2014 - 14:19

Akuma war, und das kam wirklich nicht als große Überraschung, alles andere als begeistert von dem Grund für den Stillstand des Zuges, und Emaru war sich nicht ganz sicher, ob er dasselbe fühlte. Klar, er freute sich auch nicht gerade darüber, dass sie hier feststeckten, aber so etwas wie Zorn verspürte er nicht, nicht einmal eine große Gespanntheit. Er sah sich einfach desinteressiert das Schauspiel an mit ihn selbst überraschender Gelassenheit und wartete. Was sollte er als Magier hier tun? Es war schwerlich seine Aufgabe, Leute von Gleisen zu entfernen, insbesondere wenn sie dabei verletzt werden könnten, und einen Weg um sie herum zu erschaffen, den der Zug nehmen konnte, lag deutlich außerhalb seiner Fähigkeiten. Man konnte gegen mehr oder weniger unschuldige Zivilisten keine Gewalt anwenden, und ganz ehrlich, Emaru wollte das auch nicht; dementsprechend war seine Anwesenheit in dieser Situation eher nicht notwendig.
Glücklicherweise fand sein blauhaariger Begleiter schnell, wenn auch etwas harsch, eine Aufgabe für ihn, nämlich den Zugführer dazu zu bringen, weiterhin seinen Job zu machen, und das auf diplomatischem Wege. Was den Hünen selbst anging, so hielt der wohl eher wenig von Diplomatie und entschied sich stattdessen für seine übliche Taktik, die Anwendung der rohen Gewalt, wegen der er für den Dargin Bedeutung hatte. Nun, jeder das, was für ihn am besten funktionierte. Emaru jedenfalls würde sich nun um seine Angelegenheiten kümmern... ja, er würde es tun, wäre nicht plötzlich Ciel wieder aufgetaucht und hätte ihn nach dem Felsen in der Hand Akumas gefragt. „Ja... ja, Ciel, das was er da hält, ist tatsächlich ein Felsen“, meinte das Weißhaar ruhig wie eh und je und lächelte leicht. „Genau die Art Arbeit, für die auch ich ihn benötige. Diese Art von Kräften wird häufiger gebraucht als man meinen sollte, und genau deswegen ist Akuma hier ein eher unverzichtbares Mitglied unserer Gesellschaft, so, wie sie derzeit steht. Wenn es keine Leute gäbe, die so etwas können, wäre die Menschheit gezwungen, sich technisch weiter auszubauen... Kein Fehler, wenn du mich fragst, aber für die meisten eher gemütlichen Menschen heutzutage vermutlich nicht die Mühe wert.“ Erst, als er fertig war, bemerkte der Dargin, dass er wieder einmal abgeschweift war. Dabei arbeitete er doch daran, das zu vermeiden... Naja, aber er arbeitete auch dabei, neue, kraftvolle und innovative Zaubersprüche zu erfinden, die einem großen Teil der Magierwelt wohl zu hoch wären, da konnte man sicher etwas Verständnis aufbringen, wenn sein Nebenprojekt nicht ganz so gut lief. Dennoch war es immer wieder unangenehm, so den Faden zu verlieren...
„Entschuldige bitte, Ciel, ich schwafele wieder“, meinte Emaru also und deutete in Richtung des Zugführers. „Unser freundlicher Begleiter hat mich darum gebeten, ihn hier wieder dazu zu bewegen, seine Pflichten zu erfüllen, anstatt hier draußen herumzubrüllen, daher werde ich dich kurz allein lassen müssen. Aber keine Sorge, das dauert nicht lange.“ Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging hinüber zu der Person in der Uniform, der immer noch ungestört vor sich hinzeterte, während die Frau daneben ungestört ihre Nägel machte. Die schien mit der ganzen Situation gar keine Probleme zu haben... „Verzeihung, guter Herr?“, machte Emaru sich bemerkbar und schaffte es so tatsächlich kurz, den Mann von seinem Geschrei abzulenken – die Frau allerdings nicht von ihren Nägeln. „Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie der Führer dieses Zuges sind?“ Der Mann bestätigte, ja, das sei er, und er setzte an, zu erklären, dass sein Zug nie Verspätung hätte und diese verkommenen Hippies – so zumindest eine zensierte Version seiner Wortwahl – sollen sich von der Strecke verziehen – erneut eine leichte Zensur –, da er ansonsten...
An dieser Stelle stoppte er, weil weitere Worte von Emaru mit einer deutlichen Geste unterbunden wurden. „Keine Sorge, mein Verständnis der Situation ist mehr als ausreichend“, meinte er, noch immer mit diesem ausdruckslosen Lächeln auf den Lippen. „Ich kann Ihnen versichern, dass hier alles unter Kontrolle ist. Meine Begleiter und ich, wir sind Magier aus Blue Pegasus und werden dieses Problem schnellstmöglich lösen, um Ihre Pünktlichkeit nicht weiter zu gefährden.“ Der Zugführer versuchte auch weiterhin, sich aufzuregen, doch häufige Unterbrechungen, ohne unhöflich zu werden – abgesehen von dieser einen Unterbrechung, die nicht von Emaru kam, sondern von weiter hinten kam und eher weiblich war und so gar nicht gut klang –, ließen nach kurzer Zeit die Luft aus der Verärgerung des Mannes heraus, der resignierte und nickte; ja, er würde an seinen Posten zurückgehen. „Sehr gut, vielen Dank“, meinte Emaru und nickte kurz. „Machen Sie sich schon einmal bereit... wir sollten hier draußen bald fertig sein, also können Sie bald wieder losfahren.“ Hoffentlich stimmte das auch... Er sagte es voll Sicherheit, aber nach dem Kreischen von zuvor zu urteilen gaben diese Hippies nicht so schnell nach, wie der Dargin es gerne hätte. Es graute ihm schon fast davor, was er sehen würde, wenn er sich wieder zu den anderen umdrehte...

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mo 27 Okt 2014 - 18:12

Der riesige Fels lag in der Hand des Hünen, während er mit grimmig angespannter Miene - und das ist definitiv eine Untertreibung für diesen Ausdruck - in die Richtung der Protestierenden blickte. Sein Arm zitterte. Nicht etwa, weil der Stein in irgendeiner Art und Weise zu schwer war, sondern weil er so dermaßen wütend über diese Situation war. Ren war lang nicht mehr ausgetickt und meist war jemand in seiner Nähe, der die Fähigkeit besaß ihn abzulenken oder aufzumuntern, doch in dieser Situation schien gar nichts zu helfen. Während er noch versuchte mit Drohgebärden die Hippies zu verjagen, schienen diese jedoch noch nicht ganz zufrieden damit zu sein. Stattdessen wurden sie zunehmend zorniger und eine wagte es tatsächlich ihm etwas entgegenzubringen, wobei sie jedoch nicht nur endlos wütend, sondern auch ziemlich panisch wirkte. Feiglinge… Ren konnte es nicht leiden, wenn man auf dicke Hose machte und dann nichts zu bieten hatte. Es war löblich für seine Ideale einzustehen, doch dann sollte man genug dafür tun sie wirklich durchsetzen zu können. Der Hüne selbst hatte keine großen Ziele im Leben, außer den Kopf seines Vaters in Händen zu halten und dafür eignete er sich alle nötige Macht an, die er haben konnte und damit war er wohl recht gut dabei, denn den Menschen hier machte er mit einer Demonstration seiner Fähigkeiten ja schon mal ordentlich Angst…
Satanskind… Ein Wort, welches dem Hünen ein gruseliges Lächeln auf die Lippen zauberte. Es wirkte fast so, als wäre in dem Moment eine gesunde Sicherung herausgeflogen… Er fühlte sich nahezu geschmeichelt, wenn man ihn als Boten Satans betrachtete, immerhin war jeder Dämon für ihn mehr Familie als ein Mensch. Und diese widerwertigen Lebewesen, die sich hier für stupide Ziele in ihrem verbesserungswilligem Bestreben hingaben, ekelten ihn wirklich mehr an, als es jedes dieser düsteren Wesen hätte tun können. Dämonen machen es richtig. Er konnte sie verstehen… Doch das hier… Er hatte Hippies nie verstanden. Sie versuchten diese verkommene Welt zu einem besseren Ort zu machen und kannten nicht einmal die Ausmaße des Schreckens, der auf dieser Erde jeden Tag stattfand. Stattdessen befassten sie sich mit „globalen Problemen“ deren Lösung nahezu unmöglich und sinnlos war. Diese Welt würde untergehen… und das hoffentlich in einem großen Chaos.
Und all diese Gedanken waren verantwortlich für dieses gruselige Lächeln auf den Lippen des Magiers. Er genoss den Gedanken, dass man ihn als Sohn einer wirklich wichtigen Persönlichkeit anerkannte. Das schüchterte ihn keineswegs ein… In seiner riesigen Pranke zerdrückte er den Stein und warf ihn hinter die Schienen in den Dreck. „Es ist mutig zu behaupten, sich Satan selbst stellen zu können…“, brüllte er ihr unbeeindruckt und amüsiert entgegen. Einen Moment lang lachte er sogar. Seine Augen färbten sich jedoch daraufhin in einem pechschwarzen Ton, während sie leuchtend grüne Pupillen anstierten. „EURE Luft? Dass ich nicht lache! IHR seid der widerliche Abschaum, der sich hier über seinem Wert darstellt!“ Mit diesen Worten ging er mit langsamen Schritten auf sie zu. Wieder wichen sie zurück und schienen doch seine Anwesenheit und Macht zu fürchten. Dabei wussten sie lange nicht, dass Ren überhaupt noch kein starker Magier  war. Er war lediglich körperlich stark und ziemlich eindrucksvoll… Die gute Frau, die ihn eben angebrüllt hatte, hockte noch immer auf den Gleisen. Im Gegensatz zu ihren Freunden hatte sie sich nicht bewegt und saß angespannt und zitternd verharrend an ihrem Platz. Ren ging auf sie zu und kniete sich vor sie. „So lange du unterlegen bist, ist das meine Welt.“, zischte er sie leise an und starrte ihr ernst ins Gesicht. Man konnte sehen, dass sie kurz davor war einzuknicken oder ohnmächtig zu werden. Sie bekam Schweißausbrüche, Panik und zitterte wie verrückt. Doch als sie sich noch immer nicht beeindrucken ließ, seufzte Ren und drückte ihr seine Hand ins Gesicht. Er war nicht unnötig gewalttätig, aber angenehm war wohl auch etwas anderes. Kurzerhand richtete er sich auf und hielt ihren Körper vor sich, bevor er sagte: „Kommt mir nicht noch einmal in die Quere…“ Er fügte nichts hinzu und warf sie unsanft neben die Gleise. Ihre Kollegen folgten ihr panisch. Ob sie eine Art Anführerin war? Völlig irrelevant. Kaum waren sie von den Gleisen verschwunden und kümmerten sich um ihre Gleichgesinnte, betrat der Hüne den Zug wieder hastig und ging zurück an seinen Platz… Sicher würde er sich gleich wieder in Bewegung setzen… Und was war wieder einmal die große Lehre, die er daraus zog? Menschen. Sind. Widerlich.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mo 27 Okt 2014 - 18:56

Ciel hatte nach den ersten Worten Emarus bereits wieder abgeschaltet, die Augen weiter unentwegt auf den riesigen Felsen in den Händen des anderen Magiers gerichtet. Es war seltsam, denn normalerweise sah er sich selber nicht unbedingt als eine Person, die schnell schreckhaft oder ängstlich war. Eigentlich gab es sogar recht wenige Dinge, die ihn aus der Ruhe bringen konnten, schließlich war er sich durchaus der Tatsache bewusst, dass es Magier gab, die stärker und weitaus erfahrener als er selbst waren. Und dennoch blieb dem Blauhaarigen im Angesicht dieser brutalen und nackten Stärke für einen Augenblick der Atem weg, ehe er sich dann doch wieder fing und auf den anderen Magier neben sich konzentrierte. Emaru schien einen genaueren Plan von der Situation zu haben, als man es von Ciel selbst behaupten konnte und dennoch ließ sich der Dragonslayer diesen Umstand nicht weiter anmerken und beobachtete stattdessen weiter aufmerksam das Geschehen. Sowohl Emaru als auch Akuma hatten die Situation durchaus im Griff und der Metallmagier trat in weiser Voraussicht einen Schritt zur Seite, als Letzterer schließlich noch immer reichlich zornig an ihm vorbei zurück in den Zug rauschte. Nun, damit hatte man eine weitere Kleinigkeit über den Take Over Magier herausgefunden: er war nicht nur unglaublich stark, sondern besaß auch noch ein gewaltiges Temperament und schien nicht unbedingt der geduldigste, geschweige denn feinfühligste Mensch zu sein. Das machte ihn vermutlich nicht unbedingt zu dem einfachsten Gefährten, doch wer war Ciel schon, dass er sich über einen solchen Punkt sonderlich beschweren durfte? Immerhin konnte man ihn selber nicht unbedingt als den angenehmsten Reisekumpanen bezeichnen.
Mit einem stummen Seufzen auf den Lippen drehte sich der Blauhaarige um und wollte gerade die letzten Schritte in Richtung des Zuges hinter sich bringen, da hörte er mit einem Mal ein abnormal lautes Kreischen hinter sich und gerade wollte der Dragonslayer alamiert umkehren, da spürte er auch schon, wie sich zwei paar kräftiger Hände in seinen Haaren verharkten, etwas mit Schwung auf seinem Rücken landete und ihm kurz darauf jegliche Luft aus den Lungen gepresst wurde. Für einen Augenblick taumelte der Magier, dann verlor er das Gleichgewicht, stolperte nach vorne und landete geradewegs mit dem Gesicht frontal im Dreck. Die Frau, welche sich noch kurz zuvor mit dreisten Worten Akuma entgegen gestellt hatte und dann im Angesicht seines weniger angenehmen Zornes wie ein Häufchen Elend in sich zusammengesunken war, schien sich den jungen Dragonslayer, welcher nicht nur kleiner, sondern auch deutlich schmaler als sein Kollege war, als ein angemessenes alternatives Zielobjekt ausgesucht zu haben und saß nun auf dem Rücken des Achtzehnjährigen, die Finger in seinen Haaren vergraben und eifrig an den weichen Strähnen reißend. Ciel entwich ein Laut des Schmerzes, ehe er die Kraft in seinen Armen sammelte und sich herumwarf, um kurz darauf über der verrückten Irren zu tronen.
Dreck. Ciel hasste Dreck. Er hasste Dreck, Schmutz, Bakterien und Gestank und diese verdammte Ökö-Tante hatte ihn doch tatsächlich frontal in eine tödliche Mischung aus all diesen Grausamkeiten geschmissen. Es interessierte den Valentine in diesem Augenblick nicht einmal besonders, für was genau sich diese irren Naturschützer einsetzten, gerade jetzt wollte er der Bekloppten einfach nur zeigen, warum man es sich nicht mit einem Ciel Valentine verscherzte. Seine blauen Augen verengten sich zu Schlitzen, als er sich ein Stück zu der Frau vorbeugte und sie geradeheraus bitterböse anstarrte, in der Absicht ihr wenigstens einen Hauch von Angst einzujagen. "Wenn ich du wäre, dann würde ich das nicht noch einmal machen.", keine Drohung, nicht einmal besondere Brutalität in der Stimme und dennoch schien die Irre mit einem mal verstummt und starrte den Blauhaarigen aus beinahe großen Augen an. Ciel war zufrieden, offensichtlich hatte der Frost in seiner Stimme gereicht, um der Frau ein wenig Respekt einzublößen. Und er hatte dafür nicht einmal mit einem übergroßen Stein wedeln müssen. "KYAAAA, dir sitzt eine Spinne in den Haaren!" Und zack, da hatte sie auch schon ausgeholt und das Insekt mit der flachen Hand auf der Stirn des Dragonslayers erschlagen. So viel zu einer entspannten Quest und angenehmer Gesellschaft. Ciel Valentine wollte nach Hause.
Mit einem beinahe müden Ausdruck auf dem Gesicht rappelte sich der Valentine auf, wischte sich ergeben die Überreste der Spinne von der Stirn und schlurfte dann, ein beruhigendes Mantra auf den Lippen und die Augen in einem müden Ausdruck geschlossen zurück in den Zug, an dem Abteil vorbei zu den Waschräumen, aus denen er erst kurz zuvor gekommen war. Sie würden sicher bald angekommen sein, wenn sich der Zug denn erst wieder in Bewegung gesetzt hatte und vielleicht, ganz vielleicht, würde er bis dahin auch die Erde und den Dreck aus seinen Haaren und von seiner Kleidung herunterbekommen haben.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 13:23

Herrje... Akuma musste wirklich an seinem Temperament arbeiten. Zwar konnte man ihm schwerlich einen Vorwurf dafür machen, dass er auf diese Frau sauer war, denn ihre Anwesenheit hier war nicht nur unnötig nervend und kostete Zeit, sie weigerte sich auch noch vehement, den Weg freizugeben. An dieser Stelle konnte man, wenn man wollte, ihren Mut loben oder ihre Entschlossenheit, vielleicht auch ihr Engagement für ihre Sache, aber in Emarus Augen war es reine Dummheit, sich jemandem in den Weg zu stellen, der Felsen mit der bloßen Hand zertrümmerte, wenn man nicht wenigstens selbst in der Lage war, mit einem Felsen beworfen zu werden, ohne daran zu Grunde zu gehen. Emaru sah fast schon vor sich, wie der Hüne den Kopf der Frau zerdrückte, während er sie so hielt, und hoffte stark, dass er sich genug unter Kontrolle hatte, das zu lassen, denn von Emarus Standpunkt aus gab es keinen Weg, ihn daran jetzt noch zu hindern. Glücklicherweise entließ er die Dame jedoch aus dem Todesgriff, und wenngleich das vermutlich ziemlich geschmerzt hatte – Emaru war noch nie an seinem Kopf hochgehoben worden, aber er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass das nicht wehtat – war sie doch noch am Leben und überraschend intakt angesichts der Rage, in der sich der Dämonenmagier befunden hatte. Dass sie danach tatsächlich noch den Mut aufbrachte, auf Ciel zu hüpfen und sich an seinen Haaren zu vergreifen war ebenfalls überraschend, aber im Vergleich zum Ärgern eines gewissen Ren nicht annähernd so dumm, wenn auch ziemlich kindisch. Was glaubte sie denn, damit ausrichten zu können? Dass sie ihm, als sie am Boden lag, auch noch eine Spinne am Kopf zerschlug, deutete endgültig darauf hin, dass es mit ihrem gesunden Menschenverstand vorbei war, und mit einem Seufzen blickte Emaru seinem Kollegen hinterher, wie er in den Zug eintrat, und begab sich zu der Frau. „Lassen Sie mich Ihnen einen Rat geben, werte Dame“, meinte er höflich, ohne ihr allerdings anzubieten, ihr beim Aufstehen zu helfen, oder sich auch nur dafür zu interessieren, ob sie von selbst wieder hoch kam. Momentan saß sie jedenfalls noch im Dreck. „Es ist eine Sache, wie man für seine Überzeugungen einsteht, und wenn Sie die Natur und die Tiere schützen wollen, ist das ihre Sache. Ebenso, ob sie ihr Leben dafür einzusetzen bereit sind. Allerdings...“ Und an dieser Stelle hörte er auf zu lächeln und blickte offen auf sie herab – in mehr als einem Sinne. „Wenn Sie sich als Tierschützerin ausgeben, dann ist es eine eher inakzeptable Handlung, ohne zu überlegen ein Tier zu töten. Spinnen eingeschlossen. Wenn Sie schon die Leben anderer Menschen beeinträchtigen, weil sie angeblich ihren Überzeugungen folgen, dann folgen Sie ihren Überzeugungen bitte auch. Ansonsten wirken sie mehr als heuchlerisch.“ Mit diesen Worten wandte er sich ab und trat auf den Zug zu – hier zurückgelassen zu werden, war nun wirklich nicht seine Absicht. Kaum war er durch die Tür gekommen, gab der Schaffner auch schon das Signal, dass alle Passagiere wieder an Bord waren, der Eingang schloss sich und der Zug nahm wieder Fahrt auf. Durch die Beschleunigung nahezu unberührt, machte der Dargin seinen Weg zurück zu ihrem Abteil – hoffentlich kamen sie bald an ihrem Zielort an. Das war wirklich eine unnötige Menge an Mühe für ein simples Kätzchen...

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 15:03

Noch immer schlug Rens Herz so sehr, dass er es in allen Regionen seines Körpers hatte spüren können. Wenn man ihn in Rage brachte, wobei dies hier noch ein recht schwacher Fall war, fiel es dem Hünen schwer sich zurückzuhalten und sein Blut kochte richtig. Wüsste er es nicht besser, würde er wohl glauben, dass sein Blut vor lauter negativen Emotionen, die er innehielt schon pechschwarz gefärbt sein musste. Aber wenn er blutete, dann war es genauso tiefrot wie bei jedem anderen Menschen… Ob sich das ändern würde, wenn er den Dämon endlich richtig führen konnte? Ren war quasi besessen von dem Gedanken irgendwann nicht mehr eine solch niedere und erbärmliche Kreatur zu sein…
Auf dem Weg in das Abteil zurück, wo er sich seinen Platz schon so schön eingesessen hatte, schmierte er den Schlamm an seinen Schuhen auf den feinen Teppichboden unter seinen Füßen. Wieder eine Attitüde des Magiers, welche die Menschheit nicht allzu sehr guthieß. Er wusste die Güter dieser Welt kaum zu schätzen, wenn sie nicht lebensnotwendig war. Niemals würde er es übers Herz bringen Nahrung zu verschwenden, aber ob dieser Teppich nun da war oder nicht, selbst wenn er in Flammen stand, das war ihm völlig egal, so lang es nicht sein eigenes Leib und Wohl bedrohte. Aber hey, ein wenig kümmerte er sich gerade sogar gedanklich um die Köpfe seiner Kollegen, da er schon vorhatte diese lebendig wieder zurückzubringen. Von dem was Emaru und Ciel da mit der Irren veranstalteten, bekam er nichts mit. Für ihn war die Sache gegessen, nachdem er alle vom Gleis vertrieben und die Frau unter vier Augen gewarnt hatte. Alles was nun geschah, lag quasi in ihrer Hand…
Als der Zug also begann sich wieder in Bewegung zu setzen, war der Hüne bereit ihr ihre Dummheit zu verzeihen. Es sollte sie nicht ihr Leben kosten. Glück gehabt, nicht? Seufzend warf er sich zurück in seinen Sitz, überschlug die Beine und lehnte sich wieder an. Viel besser… Ren mochte Zugfahren wirklich. Sein Puls senkte sich zunehmend und er schaffte es durchzuatmen. Einen Moment lang schloss er sogar die Augen, jedoch nur ein Stück weit. So richtig entspannte Ren selbst im Schlaf nie. Jemand der so lange Zeit Angst um sein Leben haben musste, wurde bei jedem noch so kleinen Geräusch aufmerksam. Doch nun öffneten sich die Augen bei einer Ansage des Zugfahrers. Tatsächlich wurde nur wenige Minuten nach dieser Eskalation die Zielhaltestelle der drei Magier durchgesagt. Im Ernst? Das brachte Ren doch fast wieder ein wenig hoch. All dieser Ärger so kurz vor ihrem Ziel? Doch er beruhigte sich schnell wieder. Das hatten sie hinter sich gelassen. Der Rest der Quest war bestimmt ein Kinderspiel… So ein Kätzchen. Also bitte. Das würde doch die drei überaus männlichen und fähigen Magier nicht aufhalten können, oder?

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 15:17

Was für ein beschissener Scheißtag.
Normalerweise war Ciel kein Mensch, der sich Fluchen und anderer Methoden bediente, um seinen Ärger zu verdauen, doch als sich der Dragonslayer auf dem Klo gezwungen sah, die Reste der Spinne mit einem Tuch von seiner Stirn und seinen Händen zu wischen, machte sich ein gewisser Unmut in dem ohnehin schon unentspannten Magier breit. Was hatte sich diese dämliche Ökotante dabei gedacht, ihn auf den Boden in den Dreck zu schubsen und anschließend auch noch Viehzeug in seinem Gesicht zu zerquetschen? Für jemanden, der so auf Hygiene bedacht war, wie der Valentine, ein beinahe unfassbarer Umstand und dementsprechend klein war auch das Verständnis für die momentane Situation. Mittlerweile hatten sich die Rauchschwaden der beiden Zigaretten, welche er in den letzten zehn Minuten geraucht hatte, in der Luft des kleinen WCs festgesetzt und auch die Zugbegleiterin, welche einige Augenblicke zuvor wütend und erbost an die Tür gehämmert hatte, um ihn zu informieren, dass in öffentlichen Zügen unter gar keinen Umständen geraucht werden dürfte, hatte im Angesicht des zornigen Magiers rasch das Weite gesucht, weshalb der Blauhaarige gerade in aller Seelenruhe dabei war, sich mit den Händen die verbleibenden Drecksklümpchen von der Kleidung zu klopfen. Kurz zuvor hatte er seinen Kopf unter den Wasserhahn im Waschbecken gehalten, weshalb sie dunkelblauen Strähnen ihm nun feucht an der Stirn und im Nacken klebten, während sie teilweise in beinahe skurrilen Formen von seinem Kopf abstanden, doch der Valentine war emotional zu aufgewühlt und erschöpft um sich um diese Tatsache weiter Gedanken zu machen oder ihr irgendwelche Wichtigkeit beizumessen. Für ihn zählte nur, dass der Dreck wenigstens aus seinen Haaren vollständig entfernt war. Das er insgesamt nicht mehr unbedingt vorzeige tauglich war, mit den Drecksflecken auf Hose und Shirt, bereitete ihm dagegen schon weitaus mehr Probleme, wenn dies auch eher mit dem hygienischen Faktor als irgendetwas anderem zusammenhing. Nun, wenigstens fuhr der Zug mittlerweile wieder, was dem Magier stätig die Gewissheit brachte, dass sie sich mit konstanter Geschwindigkeit ihrem Ziel näherten, wo sie hoffentlich schnell die Quest hinter sich bringen würden, damit er so bald wie möglich wieder nach Hause konnte. Denn das sich seine Motivation und Laune bezüglich diesen Auftrags mittlerweile im Minusbereich befanden dürfte auch niemanden mehr sonderlich verwundern.
Er seufzte einmal tief, griff dann nach der Zigarettenschachtel und seinem Hausschlüssel, welche beide auf dem Waschbäckenrand lagen und anschließend wieder in seiner Manteltasche verstaut wurden. Dann wurde die Sense, welche er an die Wand neben den Spiegel gelehnt hatte, bei dem Versuch seine Kleidung in einen wieder halbwegs ordentlichen Zustand zu bringen, wieder sicher auf seinem Rücken befestigt, ehe er sich noch einmal durch das feuchte Haar fuhr. Der Zug war langsamer geworden, was allen Grund zur Annahme gab, dass sie bald da sein würden. Unbewusst stellte sich bei dem Valentine die Frage ein, ob Emaru gleich noch etwas sagen würde. Immerhin hatte der das Ganze Fiasko kurz zuvor durchaus mitbekommen und schien (wie Ciel selbst) eine Vorliebe dafür zu haben, die Schwäche anderer Menschen herauszufinden und sie zu seinem Vorteil zu nutzen. Zumindest hatte er bisher einen ähnlichen Eindruck von ihm gewonnen. Und dann war da natürlich noch Akuma, welcher allein schon durch seine bloße körperliche Gefahr eine Kraft darstellte. Ciel hatte sich vorgenommen, sich diesen Dämon niemals zum Feind zu machen, empfand er es doch nicht unbedingt als ein Vergnügen, mit einem Stein ganz einfach zerquetscht zu werden. Kluge Menschen wussten nun einmal, wie weit man mit seinen Fähigkeiten kam und um welche Gegner man nach Möglichkeit lieber einen Bogen machte.
Der Zug war mittlerweile so langsam geworden, dass der Dragonslayer einen prüfenden Blick aus dem Fenster warf und als er dort den Bahnsteig sehen konnte, welcher wohl ihr Endziel darstellen sollte, zögerte er nicht lange und bewegte sich mit einigen Schritten zurück zu dem Abteil, in welchem er kurz zuvor noch mit seinen beiden Begleiterin gesessen hatte. Mit einem Handgriff ließ er die Tür aufschnappen, ehe er den Kopf reinstreckte und der Zug beinahe zeitgleich zum stehen kam. "Sieht so aus, als wären wir da." Diese Aussage diente weniger dazu, Emaru und Akuma über diesen Umstand zu informieren, als seine Anwesenheit zu bestätigen, weshalb er sich dann auch schon wieder umdrehte und auf eine der Türen zusteuerte, welche aus dem Zug herausführten. Endlich da, dann konnte man die Quest ja nun auch richtig anpacken und hoffentlich ohne weitere unangenehme Zwischenfälle zu Ende bringen.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 16:16

Hach ja, war es nicht wundervoll, wenn ein Team so emotional ausgeglichen und gelassen war? Nun gut... dieses Team mochte vieles sein, beispielsweise mächtig, wenn man bedachte, dass ein großartiger Magier dabei war, ein junger Mann, der Felsen mit bloßen Händen zertrümmerte und natürlich noch jemand, der immerhin vom Titel her ein richtiger Dragonslayer war, aber emotional ausgeglichen war es definitiv nicht. Ren war dafür ohne Frage das beste Beispiel, war er doch so schnell hochgekocht wie Wasser in einem heißen Topf, aber auch Ciel stellte gutes Anschauungsmaterial dar, der sich gerade im Bad einschloss, um sich mithilfe seiner Nikotinsucht abregen zu können. Für Emaru war das selbstverständlich nur eine Abwesenheit; er wusste nicht genau, wo der Blauschopf war, und es interessierte ihn auch nicht. Wenn man es oberflächlich betrachtete, dann war der Dargin wohl eindeutig der Ruhigste der drei, und er sah nun wirklich keinen Anlass dazu, zu zeigen, dass dem nicht unbedingt so war...
„Da wären wir also...“, murmelte Emaru leise zu sich selbst, als er die Ansage vernahm, dass sie ihr Ziel erreicht hätten; das hatte jetzt gar nicht mal mehr so lange gedauert. Zufrieden lächelte er, während er die letzten Momente genoss, die er noch aus dem Fenster gucken konnte. Und gerade, während er damit beschäftigt war, ein paar Tannen dabei zuzusehen, wie sie langsam neben dem Zug zum Stehen kamen, öffnete sich die Tür zu ihrem Abteil und die Stimme eines gewissen Dragonslayers erklärte das Offensichtliche. Seufzend stand Emaru auf. „Nun, dann sollten wir wohl gehen“, meinte er, während Ciel bereits auf dem Weg aus dem Zug war, und folgte dann stumm. Sein nichtssagendes Lächeln hing noch immer auf seinem bleichen Gesicht herum.
Der kleine Bahnhof, auf den der Dargin trat, war ihm bekannt, aber selbst, wenn er diese Gegend noch nie besucht hätte, würde es sich nicht fremd anfühlen. Er wies alle nötigen Merkmale auf, die man an einem Bahnhof im Norden Fiores erwartete: Kühle Temperaturen, unter denen unvorbereitete Leute zum Zittern gebracht werden konnten, zumindest leichten Schneefall – sehr leicht in diesem Gebiet, wie dem Weißschopf auffiel – eine verstreute Ansammlung verschiedener Nadelbäume und ganz besonders wichtig: Kein direkter Anschluss an ein Dorf oder eine Stadt. Es kam hier oben sehr oft vor, dass die Haltestellen ein Stück weit im Nichts standen, einfach weil die Gegebenheiten nicht gestatteten, den Bahnverkehr näher herankommen zu lassen – steiniges Terrain, häufige Kälteeinbrüche, solche Gründe. In diesem Fall konnte man allerdings das Dorf immerhin noch erkennen, wenn man aufmerksam in die richtige Richtung sah; so groß war der Abstand also nicht. Da gab es schlimmeres; Emaru erinnerte sich nur zu gut an den Weg von einer Haltestelle in eine kleine Stadt, bei der man eine kleine Brücke finden musste, wenn man es rechtzeitig schaffte, die Klippe dazwischen zu bemerken...
Der Waldrand war von hier aus ebenfalls gut zu erkennen, und er war wesentlich näher. Auf den ersten Blick wirkte die geographische Beschaffenheit dieser Gegend zwar simpel, war aber nicht so gut zu überblicken, wie sie schien. Ein leichter Hauch von Schalk stahl sich in die Augen Emarus, der, um ihn zu verschleiern, leicht hinabblickte und sich gegen den leichten Wind zu wappnen schien, der den drei entgegen wehten. Ciel und Ren würden schon noch sehen, wie es war, hier zu sein...

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 16:19

An sich war Ren kein Mensch, der dauerhaft grimmig war. Der recht aufbrausende Hüne war schon hin und wieder mal besonders gut oder schlecht drauf, aber es war nie so, dass sich diese Laune sonderlich lang hielt, da er tatsächlich dahingehend noch eine wirklich kindliche Aufmerksamkeitsspanne hatte. Irgendwann kühlte das hitzige Gemüt wieder ab und alles war erst einmal wieder in Butter. Dann war Ren wieder der typisch zynische und egozentrische Wüstenjunge, der sich nichts daraus machte jemandem auf die Füße zu treten, so lang es keine Folgen für ihn hatte. Und da er da nun so in seinen Sitz gedrückt saß und stur aus dem Fenster starrte, hob sich die negative Stimmung langsam und stetig wieder in den positiven Bereich, bis er sich fast schon wieder ein wenig auf die Quest freuen konnte. Immerhin war er sich ziemlich sicher, dass er mit Emaru zumindest einen guten Teamkollegen hatte, denn wie es um Ciel stand, wusste er leider nicht, aber auch da war er noch guter Dinge. Was konnte da schon schief gehen? Vor allem bei einem denkbar einfachen Auftrag wie ein Kätzchen beseitigen. Hach, das würde doch ein Spaziergang werden… Wer weiß, ob die Ökoaktivisten nicht das Schwierigste an der Aufgabe gewesen waren?
Als man im Zug eine Ansage vernahm, bemerkte Ren erst gar nicht, dass sie fast da waren. Die Aussage der Zugbegleiterin hatte er völlig überhört und sah erst als der Wagen bereits auf den Gleisen quietschte beim Bremsen, dass sie offensichtlich ihr Ziel erreicht hatten. Ciel und Emaru machten schnell deutlich, dass er mit dieser Vermutung richtig gelegen hatte und auch der Hüne hob sich aus dem Stuhl, packte seine Sachen zusammen und folgte den beiden Magiern aus dem Zug heraus. Der Hüne war ein wenig irritiert darüber, dass die beiden es so eilig hatten, verließ aber dann auch schweigsam das Abteil und setzte die ersten Füße auf den Boden, wo er sich neugierig umsah…
Jap, da kam einmal mehr das unerfahrene, weltfremde Kind in Ren heraus. Schon allein die kalte, frische Luft dieses Landes, die ein völlig ungewöhnliches Gefühl in der Lunge des Hünen auslöste, hob seine Laune ungemein. Eis und Schnee waren für Ren nicht unbedingt das absolute Lieblingswetterphänomen, aber Besonderheiten wusste der junge Mann schon zu schätzen, weshalb er sich auch gleich ein wenig vorfreudiger umsah. Zwar war dies hier noch nicht die typisch nordische Gegend, doch man konnte schon ein wenig erkennen, dass sie sich hier in der Nähe der Berge befanden. Ein leichtes Schmunzeln huschte über seine Lippen, bevor er sich nach dem Dorf und dem Wald umsah. Es schien nicht weit zu sein, also umso besser! Sofort machte er seine Kollegen mit wenigen Worten darauf aufmerksam, dass sie nahe am Wald waren und setzte sich in Bewegung… Das konnte ein interessanter Marsch werden… Was sie wohl erwarten würde? Ren hatte jedenfalls keinerlei Angst vor der Mietzekatze. Was sollte schon passieren?

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 16:20

Als Ciel aus dem Zug auf den Bahnhof und damit ins Freie trat, wurde er direkt von einem scharfen Wind und der damit verbundenen eisigen Kälte empfangen und zog augenblicklich den Stoff seines Mantels enger um seine doch nicht unbedingt stämmige und robuste Gestalt. Normalerweise war der Valentine kein Mensch, den man als sonderlich empfindlich bezeichnen konnte. Natürlich hatte er charakterliche Eigenheiten und unbedingt schmerz resistent war er auch nicht, aber er war immerhin einige Jahre durch verschiedene Gebiete Fiores gereist und hatte dort mit den unterschiedlichsten Wetterbedingungen zu kämpfen gehabt. Dennoch ließ sich nicht leugnen, dass das Ertragen von Kälte nicht unbedingt zu seinen Stärken gehörte und er sich dementsprechend auch ein wenig zierte, als der kalte Wind durch seine noch immer feuchten Haare wirbelte und für eine Gänsehaut in seinem Nacken sorgte. Nicht unbedingt die idealen Bedingungen um diese ohnehin schon wenig angenehme Quest zu beginnen. Der Boden knirschte unter seinen Schuhen, als der Magier nicht länger zögerte und Akuma in die Richtung des Waldes folgte, dabei nicht unbedingt ein sonderlich gutes Gefühl. Sie waren also hier, um einer magisch korrupten Riesenkatze das Handwerk zu legen. Soweit so gut, wenn da nicht seine recht irrationale Scheu vor allen Vertretern der Katzenrasse wäre, die es ihm unmöglich machte, mit den Vierbeinern in irgendeiner Weise professionell zu verkehren.
Ein leises Seufzen verließ die Lippen des Blauhaarigen, als er aus scharfen Augen den näher kommenden Wald betrachte und gleichzeitig versuchte, sich in Erinnerung zu rufen, was genau er über diesen Teil Fiores wusste. Im Grunde nichts, denn die kälteren Gegenden des Landes hatten den Dragonslayer aus genannten Gründen nie sonderlich gereizt, weshalb es ihn auf seinen Reisen auch nie besonders in diese Richtung gezogen hatte. Nun, einmal war immer das erste Mal und wenn dieser Besuch bisher auch nicht sonderlich angenehm gewesen war, so würde er dennoch für eine Erfahrungsbasis sorgen, sollte es ein zweites Mal geben. Die Nadelwälder des Nordens waren wie zu erwarten dicht angesiedelt und dennoch nicht luftschützend genug, um dem eisigen Wind ein wenig an Kraft und Kälte zu nehmen. Der Boden war hartgefroren und Ciel meinte sich einzubilden, dass seine Schritte in der Stille, welche nur von den pfeifenden Windböen durchdrungen wurde, beinahe gespenstig laute Geräusche erzeugten. Alles Unsinn natürlich und dennoch ein wenig beunruhigend, wenn man unter der Eigenschaft dezent paranoid zu sein litt, wie es bei dem Valentine leider der Fall war. Daher konnte der Blauhaarige bemerken, wie seine Finger zu ihrem unruhigen Zittern zurückfinden, welches nicht abnehmen wollte, je tiefer sie in den beinahe gespenstigen Wald eindrangen. Dabei gab es im Grunde nicht einmal einen Grund, der diese innere Unruhe erklärt oder gar gerechtfertigt hätte. Sie befanden sich in einem ganz normalen Wald und so gründlich sich Ciel auch umsah, ihm wollte ganz einfach nichts ins Auge fallen, dass irgendwie fehl am Platz oder außergewöhnlich wirkte. Es war still, von nirgendswo lauerte Gefahr und soweit er den Boden zu seinen Füßen einschätzen konnte, gab es auch keinerlei gefährliche Spuren auf die man sonderlich achten müsse. Wobei...vielleicht war es gerade dass, was den Achtzehnjährigen so unruhig machte. Im gesamten Wald war es beinahe gespenstig still, kein Vogel sang, nirgendswo konnte man ein Geräusch ausmachen, dass entfernt von Leben zeugte. Da war lediglich der pfeifende Wind und die Schritte der kleinen Gruppe auf dem kalten, harten Boden. Natürlich konnte man dies auch auf die recht karge und kalte Umgebung beziehen und dennoch reichte dem Metallmagier diese Erklärung nicht. Irgendetwas stimmte hier nicht, auch wenn er es bisher nur auf eine Ahnung zurückverfolgen konnte, welche sich ja bereits im Zug als nicht unbedingt akkurat herausgestellt hatte.
Es war etwas in der Luft, wie seltsame Magieschwingungen, die aus allen Richtung auf seine Haut in sanften Wellen einzuklingen schienen und dennoch nicht stark genug waren, um sicher zu sein, dass sie auch tatsächlich existierten und nicht nur eine Einbildung seiner Fantasie waren, welche den Wind wohl möglich fälschlicherweise für mehr hielt, als er tatsächlich war. Ciels Mundwinkel verzogen sich missmutig nach unten, dann wanderte seine rechte Hand aus reinem Reflex zu dem Griff seiner Sense. "Haltet mich für verrückt, aber diesmal stimmt hier etwas ganz gewaltig nicht." Und das hatte hier nichts mehr mit seiner dauerhaft alarmierten Person an sich zu tun, dass mussten doch auch seine beiden Begleiter einsehen, oder? In diesem Wald war eindeutig etwas nicht richtig, obgleich der junge Valentine nicht sagen konnte, was genau das war und ob es tatsächlich etwas mit ihrem Auftrag zu tun hatte. Wer wusste es schon genau, es konnte immerhin gut sein, dass sich dieses Stückchen Land schon vor der bezauberten Riesenkatze so verhalten hatte...

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 16:36

"Haltet mich für verrückt, aber diesmal stimmt hier etwas ganz gewaltig nicht."
Was sich Ciel wohl dachte, als er diese Worte aussprach? Als er das letzte Mal etwas derartiges gesagt hatte, war es ja nicht so gut für ihn ausgegangen, schlussendlich hatte er sich einfach nur angegriffen gefühlt ob der Offenlegung seiner paranoiden Neigungen. Was ging ihm also durch den Kopf, dass er sich dieser Scham erneut auszusetzen bereit war? Emaru holte kurz Luft, dann öffneten sich seine Lippen, um seine nächsten Worte herauszulassen: „Du hast Recht. Etwas ist komisch.“ Ruhig sprach der Dargin diese Worte, während er die Gegend observierte. Er hatte schon kurz nach dem Betreten des Waldes das Gefühl gehabt, dass etwas anders war, aber das hatte nichts zu bedeuten. Wenn man den Dingen Zeit gab, veränderten sie sich. Außerdem war es gut möglich, dass Menschen sich hier zu schaffen gemacht hatten. Was ihm ein seltsames Gefühl gab, war wesentlich simpler: „Es ist extrem ruhig. Das ist an sich schon seltsam, aber wenn hier eine mörderische korrupte Katze herumtigert, die Jagd auf Menschen macht, dann sollte es nicht so leise sein. Dieser Ort macht einen sehr verlassenen Eindruck... obwohl es deutliche Zeichen gibt, die darauf hindeuten, dass es in der Umgebung Lebewesen gibt.“ Es waren kleine Dinge, kaum sichtbare Spuren im Schnee, hier und da ein abgebrochener Ast, das übliche, das sicher auch ein einfacher Junior-Pfadfinder entdeckt hätte – dafür musste man keine Person wie Emaru sein, die in ihrem Leben mit mehr Büchern als Menschen interagiert hatte und großes Interesse daran hatte, die Umwelt genau zu erforschen. Ciel merkte es vermutlich auch, auch wenn er nicht unbedingt über die Zusammenhänge nachdachte, weil er damit beschäftigt war, auf rationale Art paranoid zu sein. Bei Ren war es gut vorstellbar, dass er gar nicht darauf achtete. Ob einer von beiden mit der nötigen Vorsicht an die Sache heranging, konnte der Dargin nicht sagen, aber schlussendlich sollten sie eigentlich alle mit den Dingen umgehen können, die hier eventuell auf sie warteten. Emaru selbst wusste jedenfalls, dass er gerade nicht vorsichtig genug agierte. Sein Verstand beschäftigte sich gerade mit etwas ganz anderem...
Zwar hatte das Weißhaar seinen Blick auf der Umgebung, sein Fokus lag aber eher in seinem eigenen Inneren. Wenn es so etwas wie eine magische Strahlung gab, die aus einem Kätzchen ein Monster machen konnte, dann musste es doch einen Weg geben, diese Strahlung festzustellen. Wenn ein Mensch eine hohe Menge an Mana besaß, konnte man das meist spüren, wenn er sich nicht unter Kontrolle hatte. Je bewanderter man in Magie war, desto einfacher ging das. Abgesehen davon war es möglich, mithilfe gewisser Lachryma andere Lachryma aufzuspüren; sie reagierten dann auf die von ihnen ausgehende magische Energie und konnten nahezu perfekt ihren Standort auffinden. Wenn magische Energie auf magische Energie reagierte, dann sollte es nicht unmöglich sein, starke magische Strahlung festzustellen, soweit zumindest Emarus Vermutung. Er konzentrierte sich also gerade darauf, die Bewegung seines eigenen Mana innerhalb seines eigenen Körpers zu verfolgen. Eine Diskrepanz würde bedeuten, dass irgendwoher Magie auf ihn wirkte; theoretisch jedenfalls. Momentan spürte er rein gar nichts. Er hatte das allerdings auch noch nie versucht, also konnte es gut sein, dass er sich an irgendeinem Punkt in seinen Erwartungen vollkommen verrannte und gerade einfach nur auf vollkommen idiotische Art in sich selbst versank. Die Chance bestand immer...
Nichts. Nichts. Immer noch nichts. Es gab kein Anzeichen dafür, dass irgendetwas Magisches diesen Ort heimsuchte. Dennoch wollte Emaru einfach nicht aufgeben. Wenn es hier etwas gab, irgendwas... Mit einem Mal zuckte seine rechte Hand leicht, und seine Augen wurden weit aufgerissen. Da! Da war etwas gewesen! Nur ganz leicht, nur in einem Finger, aber da war etwas! „E-einen Moment!“, meinte er und wandte sich nach rechts, lief ein paar Meter in die Richtung, dann stierte er durch den sanften Schneefall. Seine Augen durchdrangen das gräuliche Wetter, auf der Suche nach etwas, doch er konnte nichts erkennen. Unzufrieden biss er die Zähne zusammen, streckte dann eine Hand vor. War da etwas? Irgendwas? Ein kleines Zeichen...?
Seufzend musste er aufgeben. Nein. Nichts. Mit leicht eingezogenem Kopf trottete er zu den beiden anderen zurück. „Entschuldigt bitte...“, meinte er missmutig. „Ich dachte, ich hätte da etwas bemerkt...“ Das bedeutete dann vermutlich, dass das Experiment ein Fehlschlag war... oder?

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 28 Okt 2014 - 22:03

Ein Wald… Das war nicht unbedingt das Gebiet, in dem der Hüne sich gut zurechtfand. Es war für ihn zwar sehr spannend die grünen Flächen zu durchforsten, aber so richtig orientieren konnte er sich darin nicht. Generell war es immer wieder ein komisches Gefühl sich auf dem weichen Waldboden zu bewegen, der unter der dünnen Schneedecke sogar noch tückischer war. Immer mal wieder rutschte er über irgendwelche Wurzeln oder Äste, konnte aber sein Gleichgewicht noch halten. Sonderlich geschickt war er zwar nicht, aber dafür reichte es alle male. Er war so konzentriert auf den Wald, die Bäume und alles drum herum, was er so gar nicht kannte bisher. Zwar war er schon wenige Meter in einem Wald gewesen, aber er hatte sich dort nie so konzentrieren können… Die Ruhe hier war… Extrem?
Ren blickte seine beiden Kollegen ein wenig perplex an. Dass Ciel sagte, dass hier etwas nicht stimmte, war für Ren erst einmal nebensächlich. Er wurde zwar aufmerksamer, doch hatte er den Magier bisher schon als paranoid genug erlebt, als dass er sich das nur einbilden könnte. Dem folgte jedoch eine Einschätzung Emarus, welche den Hünen wachrüttelte. Ein wenig irritiert sah der Hüne sich um. Nun… Immer wieder konnte man einige Spuren und abgeknickte Äste erkennen, was schon darauf schließen ließ, dass sie nicht die ersten Lebewesen in letzter Zeit waren, die sich hier bewegten. Dass es sehr ruhig war, stimmte, aber war das wirklich so ungewöhnlich? Der Hüne spitzte die Ohren und versuchte irgendetwas zu hören. In einem Buch hatte er gelesen, dass eine dichte Schneedecke Geräusche schluckte, doch hier war der Schnee nicht so dicht, dass man daran glauben könnte. Nachdenklich blickte er sich um, wobei er überlegte, was er über den Wald gelesen hatte. Vogelzwitschern, Rascheln der Blätter und Bäume im Wind, fallende Zweige oder andere Pflanzenteile, Tiere… Nein. Gar nichts. Wie sah es mit den anderen Sinnen aus? Es roch zumindest nach frischem Wald, würde Ren schätzen… Es sah auch so aus. Aber man hörte wirklich keinen Ton. Wenn sie nur einem Tier begegnen würden, dann könnte Ren mit dem kommunizieren… Oder lieber nicht. Er müsste Ciel und Emaru wohl die Augen auskratzen, wenn sie ihn in dieser albernen Form sahen.
Langsam wurde das Ganze bedenklich… In dem Augenblick, in dem Emaru begann eine Art paranoides Verhalten zu zeigen und fast ein wenig aufgeschreckt wirkte, machte sich Ren wirklich Gedanken. Als mehr oder minder freiwillige Anführer der Truppe sollte er wohl versuchen etwas Ruhe in das Team zu bringen, oder? „Ach was…“, begann er und gab sich lässig und überheblich wie eh und je. „Vielleicht liegt das auch nur an dieser schrulligen Umgebung.“ Andere hätten es malerisch und traumhaft bezeichnet. Für einen echten Kerl wie Ren war das passende Wort wohl schrullig, hm? Nun war die Frage wem er das einredete. Die beiden anderen Herren konnten deutlich den Unterschied ausmachen und erkennen was hier nicht stimmte, der Hüne konnte dies nicht und das machte ihn vermutlich noch ein ganzes Stück nervöser als man sich vorstellen konnte. „Wir bleiben einfach aufmerksam und suchen nach irgendwelchen Spuren der Katze. Das wird wohl kaum schwer sein, wenn die hier wütet, nicht wahr?“ Kaum hatte er das gesagt, blickte er auf den Boden und sah irgendwie… nichts? Das Viech musste doch irgendwelche Spuren hinterlassen. Eine Katze zu fangen, hatte Ren sich irgendwie leichter vorgestellt. Wo sollten sie also anfangen? Da seine Kollegen mit der merkwürdigen Umgebung zu kämpfen hatten, folgte bei Ren auf die Ratlosigkeit eine Kurzschlussreaktion. Ohne weiter zu analysieren oder zu denken, lief er stur immer weiter in den Wald hinein, weiter weg vom Ausgang und wenn ihn niemand davon abhielt, würde der ratlose Hüne nun so lange stur durch den Wald heizen, bis er die Katze gefunden und erledigt hatte!

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mi 29 Okt 2014 - 16:50

Wo Emarus plötzlich gar nicht mehr so rationale und gelassene Art Ciel augenblicklich verunsicherte und weiter beunruhigte, ließ ihn Akumas ungebrochene Arroganz für einen Augenblick perplex in seiner Bewegung verharren. Es gab mehrere Möglichkeiten, die das Verhalten des Blauhaarigen erklären würden und dennoch konnte der Valentine spontan nur an zwei realistische Erklärungen denken: Entweder der Hüne war derart von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt, dass er die besessene Raubkatze nicht als eine wirkliche Bedrohung sah, oder aber er war so wenig an seiner eigenen Gesundheit und seinem Wohlbefinden interessiert, dass ihn der Gedanke an einige tiefe Bissspuren nicht weiter beunruhigte. Dann musste der Metallmagier daran denken, wie der riesige Kerl noch wenige Minuten zuvor einen mächtigen Stein ohne große Mühe in die Luft gehoben hatte und tendierte augenblicklich in Richtung seiner ersten Vermutung. Es musste toll sein, über so viel Magie und Selbstbewusstsein zu verfügen, dass man sich selbst im Angesicht unmittelbarer Gefahr derart entspannt geben konnte. Nicht, dass es dem Dragonslayer an letzterem gemangelt hätte, nur was seine Magie anbelangte, da konnte eventuell noch ein wenig Fortschritt gemacht werden. Vermutlich behagte es ihm gerade deshalb nicht, mit welcher Selbstverständlichkeit der Hühne in die Einöde des Waldes davonstapfte und dabei völlig uninteressiert an der Tatsache schien, dass sie sich so immer weiter in unmittelbare Gefahr begaben. Im Grunde war es ihm ja egal, ob Emaru und Akuma sich gerne in Gefahr begaben und dabei ihr Leben riskierten, aber hier ging es immerhin auch um seine eigene Sicherheit und um die war er tatsächlich ein wenig besorgt.
Daher folgte er seinen beiden Kameraden auch nur mit äußerstem Widerwillen tiefer in den Wald, die hellblauen Augen unentwegt auf das Geäst und die Bäume in seiner Umgebung gerichtet, ganz offensichtlich in der unterschwelligen Panik, jeden Augenblick von einem übergroßen Berglöwen angefallen zu werden. Daher war es auch seiner Alarmbereitschaft (er weigerte sich schlichtweg an dieser Stelle das Wort Angst in den Mund zu nehmen) zu verdanken, dass er das seltsame Tier zuerst entdeckte. Nein, nicht die Raubkatze, auf dessen Fährte sie eigentlich wahren und die sie auf Grund ihres Auftrags zur Strecke bringen wollten, tatsächlich entdeckte Ciel Valentine ein anderes Tier in nur wenigen Metern Entfernung im Unterholz, welches sein Herz für einen Augenblick aussetzen ließ. "Scheiße", entwich es ihm recht unfein, als sein Blick das Reh erfasste, welches ihn aus stechend blutroten Augen zu beobachten schien. Auch wenn der Dragonslayer auf seinen Reisen bisher nur wenig Kontakt mit dem Bewohnern des Waldes gemacht hatte, so wusste er dennoch, wie ein ganz normales Reh auszusehen hatte. Das waren hell bis mittelbraune Tierchen, mit friedfertigen braunen Augen, welche normalerweise bei den leisesten Anzeichen von Gefahr ihr Heil in der Flucht suchten und dabei geschwind und leise im Unterholz verschwanden. Das Tier, welches Ciel in gut zehn Metern Entfernung im Gebüsch sehen konnte, entsprach dieser Beschreibung nur entfernt, wenn nicht sogar überhaupt nicht. Vom Körperbau her mochte das Tier wohl durchaus einem Reh gleichen, doch an dieser Stelle hörte die Ähnlichkeit dann auch schon auf. Stattdessen hatte es einen rabenschwarzen Pelz und auch von warmen, braunen Augen konnte nicht die Rede sein, als sich Ciel mit den roten Seelenspiegeln des Waldbewohners konfrontiert sah. Bei genauerer Betrachtung konnte der Dragonslayer außerdem entdecken, dass die linke Flanke des Rehs von großen Zähnen oder Klauen zerfetzt worden war, weshalb Blut in langsam Tropfen auf den Boden zu den Hinterbeinen des Tieres glitt. Alles in allem ein ziemlich gespenstiger Anblick, was nicht zuletzt an der Tatsache lag, dass sich der Vierbeiner bisher keinen einzigen Zentimeter bewegt hatte. "Ich frage einfach mal...kennt sich einer von euch zufällig mit den hier heimischen Tierarten aus? Vielleicht...ähm...sehen Rehe hier ja immer so aus..." Nicht einmal beim Klang seiner Stimme zuckte das Tier zusammen, stattdessen starrte es die kleine Gruppe immer noch unbeweglich an, als erwartete es ein bestimmtes Verhalten von den Magierin. "Alternativ wäre mein Vorschlag, dass das, was unser Kätzchen verzaubert hat, eventuell ansteckend ist." Sollte das der Fall sein, dann steckten sie wohl möglich ziemlich in der scheiße, denn Ciel konnte sich bei weitem schönere Dinge vorstellen, als von einer Horde besessener Waldtiere durchs nichts gejagt zu werden. "Naja, oder es gibt einen bestimmten Auslöser für das Verhalten der.....Tiere. Hier im Wald könnte sich ja eine Art...verzaubertes Artefakt befinden...", sprachs und hatte dann auch schon seine Sense vorsichtig neben sich auf dem Boden abgestellt. Sollte das Reh plötzlich zum Angriff übergehen, konnte er so wenigstens versuchen das Tier im Notfall zu zerteilen und so seine eigene Haut zu retten.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mi 29 Okt 2014 - 17:30

Es war fast schon peinlich, dass nicht Emaru der Ruhigste in dieser kleinen Gruppe war in diesem Moment. Weniger wie der gelassene Akuma, schien er eher auf die übervorsichtige Seite Ciels gerutscht zu sein. Natürlich war ihm bewusst, dass er noch immer klar und rational dachte, auch wenn er ein wenig aufgeregt war, aber nach außen hin musste es wirklich übel aussehen. Der Dämon zeigte sich kein bisschen berührt gegenüber der unangenehmen Seiten ihrer Mission, führte sie weiter voran und vermutlich war genau das auch, was der Leiter einer Quest tun sollte, aber der Weißschopf wurde trotzdem das Gefühl nicht los, dass das so falsch war. Dass irgendetwas an der ganzen Situation nicht stimmte. Aber was das war... nein, das konnte er nicht sagen. Es würde sich schon noch zeigen.
Nun... etwas zeigte sich. Etwas, das der Dargin so noch nicht gesehen hatte, und seine Begleiter wohl auch nicht... Ciels Frage zeigte das Recht deutlich. „Nein, normale Rehe sehen hier... normaler aus“, meinte Emaru, obwohl die Frage vermutlich rhetorischer Natur gewesen war, und fixierte das Tier. Die Färbung war sehr beunruhigend, und wenn man an das Bild einer 'korrupierten' Katze dachte, dann sähe das wohl etwa so aus... bloß eben in Form einer großen Katze, anstelle eines Rehs. Das Bild des schrecklichen Killer-Rehs war eher amüsierend... Nicht, dass Emaru gerade viel für Witze übrig hatte. „Es gibt definitiv einen Auslöser, sonst wäre das... Kätzchen gar nicht erst betroffen gewesen. Die Frage ist, ob er sich nur über Wunden verbreitet, oder ob die Verletzungen nichts damit zu tun haben. Ein magisches Artefakt, das willkürlich Lebewesen in Monster verwandelt, wäre so ziemlich der schlimmste Fall.“ Das einzige, was noch schlimmer wäre, wäre die Korruption als Folge einer natürlichen Entwicklung. Wenn es irgendwelche Pollen wären oder einfach eine andere Form der Evolution, dann dürfte es herzlich wenig geben, das die Menschheit dagegen tun konnte. Ein magisches Artefakt konnte man immerhin noch zerstören... wenn man es fand. Das war das Problem: Ein magisches Artefakt konnte jede beliebige Form besitzen. Es könnte eine alte Münze sein, die irgendwo im Wald unter Laub und Schnee versteckt lag und somit praktisch unauffindbar war, während sie nach Belieben alles, was in ihre Nähe kam, korrupierte. Dann bestand problemlos die Möglichkeit, dass die drei Magier zufällig vorbeikamen, vielleicht bereits vorbeigekommen waren, und sich Stück für Stück selbst verwandelten... Die Hoffnung, so etwas aus dem Verkehr ziehen zu können, wäre lächerlich. Emaru glaubte immer noch daran, und hoffte auch, dass das hier die Folge menschlichen Einflusses war. Vielleicht beabsichtigt, vielleicht auch nur zufällig. Solange es nicht natürlich war, war alles in Ordnung.
„Die Wunden implizieren, dass sich der Einfluss über Kontakt verbreitet, aber davon können wir nicht ausgehen. Trotzdem sollten wir natürlich nicht zulassen, gebissen zu werden.“ Emaru starrte weiterhin das Reh an. Es starrte zurück. Wie konnte ein Tier bloß so reglos verweilen, wenn es nicht gerade versuchte, sich tot zu stellen? Das war entnervend... Das Weißhaar wandte sich an den Leiter. „Sollen wir immer noch einfach weiter, Akuma? Oder willst du vorher noch versuchen, das Reh zu streicheln?“ Dass das ein Scherz war, dürfte klar sein, auch wenn Emaru keine große Betonung in den Satz legte. Stattdessen blickte er nur kurz nachdenklich. „Es wäre sicher interessant zu sehen, wie es reagiert, wenn ein Mensch in seine Nähe kommt...“

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mi 29 Okt 2014 - 20:21

Dass Rens prinzipiell übertriebene Selbstüberschätzung nicht selten gefährlich war, stand wohl außer Frage. Der Hüne wusste über seine eigenen Fähigkeiten sehr genau Bescheid und ließ sich gerade deshalb nur von sehr wenigen Dingen einschüchtern. So ein popliger und unbedeutsamer Wald jagte ihm noch lange keine Angst ein. Schon gar nicht, wenn es bei der Sache nur um ein verzaubertes Kätzchen ging. Er war ein Mensch und so sehr er diese Lebewesen auch verabscheute, wusste er durchaus, dass er somit den normalen Tieren einiges voraus hatte. Dass er also wieder ein wenig weit ausholte und bei den anderen Bedenken auslöste, weil er wohl etwas zu locker war, bemerkte er nicht wirklich. Er glaubte eher, dass Ciel mit seiner übervorsichtigen Angst ein wenig dramatische Stimmung verbreitete, aber so lang das nicht in Hysterie, Geschrei und wedelnden Armen ausartete, war alles in Ordnung…
Aber da meldete sich die gute Dramaqueen auch schon wieder zu Wort. Worauf er dann aufmerksam machte, verwunderte Ren von allen hier wohl am wenigsten. Neugierig blickte er in die roten Augen des stillstehenden Geschöpfs, bis er die Wunde an seinem Bein ausmachte. Das sah nicht unbedingt nach einer rosigen Zukunft für das merkwürdige Tier aus. Vermutlich hatte es schon Bekanntschaft mit der gesuchten Katze gemacht und war dabei nicht gut weggekommen. Dass es überhaupt lebte, sprach für sich, aber Blut war für eine Raubkatze eine besonders schmackhafte Fährte. Ren seufzte… Ob so ein normales Reh aussah? Woher sollte er das wissen? Er hatte Rehe bisher nur in Büchern gesehen und vielleicht war es eine abartige Unterart. So wie Eisbären auch irgendwie Bären waren, nur ein wenig anders eben… Mit den Tierarten die hier vertreten waren, kannte sich Ren natürlich umso weniger aus. Er hatte sich ja auch kaum belesen, da für ihn eigentlich nur die Katze im Mittelpunkt gestanden hatte. Diese war offenbar nicht wirklich klein, wenn man die Wunden betrachtete. Emaru schien zu wissen wie die Tiere hier auszusehen hatten, aber Ren glaubte immer noch nicht fest an irgendwelche Magiemutanten… Zumindest nicht, bis er die Katze nicht gesehen hatte… Und selbst wenn konnten die ihm sicher ohnehin nichts. „Ich weiß ja nicht… Mal davon abgesehen, dass das Ding uns zu Tode starren will, wirkt es nicht besonders aggressiv durch den Zauber…“ Während Emaru noch irgendwas brabbelte und dabei darüber scherzte, dass Ren es ja noch streicheln könnte, bewegte der Hüne sich schon tatsächlich auf das Reh zu und hörte auf den Worten des Dargin zu lauschen. Oder naja, er hörte nur noch nebensächlich zu. Man sollte Ren wirklich nicht herausfordern, denn das stachelte ihn nur dazu an unüberlegte Dinge zu tun. Erstaunlich war erneut, dass sich bei dem Reh so gar nichts regte, während der Hüne darauf zu ging. Das Ohr zuckte einige Male und es starrte ihn die ganze Zeit über an, schien jedoch keine Frucht vor Ren zu haben, der sich langsam und vorsichtig auf das Tier zubewegte. War er nicht süß? So ein goldiger Riese mit großem Herz, der vielleicht nun sogar die Wunden des armen Waldtiers linderte? … Wer glaubt denn bitte den Bullshit?
Kaum war Ren nahe genug dran, packte er das Vieh mit beiden Händen am Kopf und erlöste es von seinen Qualen. Mal ganz davon abgesehen, dass seine Chancen mit blutendem und definitiv hinkendem, zerfetzten Bein nicht sonderlich groß waren, galt auch im Wald das Gesetz des Stärkeren und ein Reh hatte gegenüber Ren nun wirklich gar nichts zu melden. Nach einem lauten Knacken sackte das Tier zusammen und der Akuma ließ den Kopf los, bevor er sich mit einem Moment der Beobachtung mit zuckenden Schultern in Richtung der anderen beiden Magier drehte. „Meint ihr ein Zauber würde weiterhin anhalten, wenn es tot ist?“ Er legte den Kopf ein wenig nachdenklich schief… Was wohl die Baumkuschler von vorhin dazu gesagt hätten, wenn sie diese wenig herzliche Handlung beobachtet hätten? So oder so hatte Ren nicht viel für Schwächlinge übrig und im Tierreich waren Rehe genauso relevant wie Babys in der Menschenwelt…  Unfähiges Gesindel… Aber egal. Das Reh war immer noch so merkwürdig gefärbt und das  rote Auge blickte ihn quasi sogar noch an. Vielleicht sollten sie einfach weitersuchen. Ob sie auf noch ein Monstertier trafen? Ren konnte es kaum erwarten die Katze zu killen und dafür Geld zu kassieren!

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mi 29 Okt 2014 - 20:37

Wer mit Ciel auf Quest gewesen war, der durfte recht früh feststellen, dass er nicht unbedingte der entspannteste Kamerad war. Das lag in gewisser Hinsicht natürlich daran, dass er hinter jeder Ecke Gefahr und einen finsteren Zauber (oder aber auch die dazu passende Hexe vermutete), hing aber irgendwo auch mit seiner angeborenen Nervosität zu tun, die ihn bis in seinen Alltag hinein verfolgte. Dabei war es nicht so, als wäre er wirklich aufgeregt oder von der Angst verfolgt, einen Fehler zu machen und damit den Verlauf einer Quest zu gefährden. Nein, wenn der Blauhaarige ehrlich zu sich selbst war, dann konnte er selber nicht so richtig benennen, was genau die Schuld an seinen zitternden Händen und seiner natürlichen Unruhe trug. Sie war einfach ein Teil von ihm, eine Bürde die er schon sein ganzes Leben mit sich trug und auch in den letzten Jahren nur durch sein exzessives Rauchen in den Griff bekommen hatte. Nun würde ein Psychologe vermutlich damit beginnen, das Innere des Dragonslayers zu durchforsten und irgendwann auf den frühen Tod seiner Mutter und den daraus resultierenden Hass auf seine Schwester zu sprechen kommen, doch Ciel war kein Mensch, der sich mit seinen Problem unbedingt näher befassen wollte, war es doch schon schwer genug für ihn, überhaupt zu akzeptieren, dass es denn Schwierigkeiten gab, die ihn in seiner Perfektion durcheinander brachten. Wahrscheinlich ärgerte er sich deshalb auch so entsetzlich über sich selbst, als er bei dem Anblick des Rehs eine Welle der Panik nicht unterdrücken konnte, die wie Feuer durch seinen Körper zu schießen schien. Noch schlimmer wurde es allerdings, als Akuma sich kurzerhand auf das unheimliches Vieh zubewegte, damit Emarus eher spaßhaftem Vorschlag folgend, und dem komischen Tier kurzerhand das Genick brach. Ciel schluckte, dann konnte er sich ein schwaches “Scheiße“ nicht länger verkneifen. Irgendwie schien sich die Welt mit einmal langsamer zu drehen, die Zeit nur noch zehflüssig wie Kuchenteig zu fließen und sein Atem rasselte in seinen Ohren, als er den dunklen Körper des Rehs am Boden betrachtete. “Ach du scheiße, hast du dem Vieh gerade das Genick gebrochen?“ Natürlich, es handelte sich hier bloß um ein Tier, aber verdammt, Ciel konnte einfach nicht anders, als sich vorzustellen, dass auch er an der Stelle des armen Viehs hätte stehen können. Woher nahm dieser Kerl nur die Kraft und vor allem die Kaltblütigkeit, einem anderen Lebewesen einfach so die Knochen zu brechen. Klar, der Valentine selbst war bei einem Drachen aufgewachsen und vor allem Metallicana war nicht sonderlich zimperlich im Umgang mit Menschen und Tieren gewesen, aber irgendwie war es doch noch einmal etwas anderes, wenn man mit ansehen musste, wie ein riesiger Kerl einfach so auf ein Tier zu marschierte und diesem kurzerhand mit bloßen Händen den Garaus machte.
Ein zittriges Seufzen entfuhr den Blauhaarigen, dann fuhr er sich mit der bloßen Hand über die Augen, in dem offensichtlichen Versuch sich zu beruhigen. Keine große Sache, er würde jetzt einfach tief durchatmen und versuchen die Panik abzuschütteln, die ihn gerade gepackt hatte. Immerhin wusste Ciel, dass seine Nerven schon seit Beginn der Quest auf Hochspannung lagen, sicherlich hätte er das Ganze nicht so grausam gefunden, wenn er nicht ohnehin schon mit unterschwelliger Panik durch diesen Wald stapfen würde.
“Okay, also...ähm der Zauber oder was auch immer das ist verschwindet offensichtlich nicht, wenn man ihnen...naja...wenn man sie beseitigt. Wir sollten uns also weiter nach der Quelle umsehen? Macht es Sinn, wenn wir den Spuren des Tiers folgen? Vielleicht führt es uns ja weiter dorthin, wo wir die Ursache dieses ganzen hier finden.“ Besser nachfragen, denn so ganz hatte er sich von seinem Schock und Entsetzen noch nicht erholt, was rationales Denken und Kombinieren erschwerte. Irgendwie hatte es Akuma geschafft, Seraphim an Respekt und Angstlevel in Ciels Augen zu überbieten und darauf konnte er sich tatsächlich etwas einbilden, denn der Weißhaarige hatte in dem Valentine bei ihrer Quest für den ein oder anderen nervlichen Zusammenbruch gesorgt. Wenn er da nur so an den kurzen Flug über Oshibana dachte, wurde ihm direkt wieder schwindelig, doch das war eindeutig wenig, im Vergleich zu dem Respekt und der Angst, die der Valentine bei der beinahe brutalen und blanken Stärke seines Kameraden empfand.

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mi 29 Okt 2014 - 22:31

Emaru hatte nicht wirklich eine tierliebe Ader in Ren erwartet, weshalb es ihn doch überraschte, dass dieser, scheinbar seinem Vorschlag folgend, zu dem Tier hinüberging. Für einige kurze Augenblicke war der Dargin nicht ganz sicher, ob er sich in Akuma verschätzt hatte oder ob er einfach nur falsch interpretierte, was dieser gerade tat, aber je mehr er sich dem Reh näherte, das keinerlei Zeichen von Angst erblicken ließ, desto mehr bekam das Weißhaar das Gefühl, dass er einen Fehler gemacht hatte.
Dann erreichte der Kraftprotz sein Ziel. Es gab ein klares, knackendes Geräusch... nein, nicht nur ein Knacken. Es krachte richtig.
Und für Emaru war die Welt wieder in Ordnung.
Nein, er befürwortete es nicht, wenn Tiere getötet wurden. Er mochte es allerdings auch nicht, der Erkenntnis erliegen zu müssen, dass seine Wahrnehmung und seine Logik ihn betrogen hatten. Eine recht gute Menschenkenntnis schrieb er sich selbst gern zu, und wenn jemand etwas tat, das so unerwartet kam wie ein Tiere streichelnder Ren, dann irritierte ihn das doch. Ein Ren, der Rehen das Genick brach, passte allerdings durchaus in sein Bild, und so lächelte er leicht, während Ciel neben ihm zu fluchen begann. Selbst seine Fassung zu verlieren, kam ihm nicht in den Sinn. Er hatte schon Lebewesen sterben sehen, die ihm ein ganzes Stück näher gestanden hatten. Er war zufrieden, solange er Menschen retten konnte...

„Nun... sollte man diese Seuche über Bisse übertragen, hast du diesen Wald gerade ein Stück sicherer gemacht, Akuma“, meinte das Weißhaar mit einem freundlichen Lächeln und zog dann die Augen etwas zusammen. „Sollte es sich über physischen Kontakt verbreiten, hoffe ich sehr, dass du nicht bald Amok läufst...“ Diese Worte anzuhängen war an dieser Stelle wichtig... zumindest aus seiner Sicht. Es war eine Möglichkeit, und wenn Ciel oder Ren den Ernst der Situation unterschätzten, dann konnte das Ärger geben. Tatsächlich war sich der Dargin nicht komplett sicher, ob er seinen größeren Partner aufhalten konnte, wenn er ausrasten sollte... vermutlich wäre es unmöglich, ihn sowohl im Zaum als auch am Leben zu halten, was den Dargin vor eine sehr schwierige Entscheidung stellen würde – vorausgesetzt, er starb nicht, bevor er diese Entscheidung treffen konnte. Aber Ciel, der große Dragonslayer mit der Sense, war ja auch noch da...
Apropos Ciel... „Der Vorschlag unseres Dragonslayers ist allerdings wirklich gut. Den Spuren dieses Wesens zu folgen, dürfte uns zu den Spuren des Wesens bringen, das ihm dieses Leid angetan hat. Und ich nehme an, dass es sich dabei um das Ziel unseres Auftrages handelt.“ Er blickte hinüber zu dem gefallenen Reh. Eine gewisse Nervosität konnte er, zumindest sich selbst gegenüber, nicht abstreiten. Bis jetzt konnten sie weder sagen, was diese Mutation eigentlich bewirkte, außer komisch gefärbtem Fell und seltsamen Verhalten, und auch nicht, wie es sich eigentlich übertrug. Was, wenn es reichte, ihm zu nahe zu kommen? Andererseits, schloss der Dargin, würde das bedeuten, dass Ren sich angesteckt hatte und ebenso ansteckend war, oder es zumindest noch werden würde. Sie waren ihm viel zu nah, um jetzt noch Angst davor zu haben, was dieses Tier bei ihnen bewirken konnte, also gab es keinen Grund dafür, sich zurückzuhalten. Entsprechend machte er ein paar Schritte in die entsprechende Richtung und betrachtete den Schnee um es herum. Ein nachdenkliches „Hmm...“ verließ ihn. „Man kann ein Stück weit Abdrücke erkennen, aber...“ Wenn die beiden selbst einen Blick dorthin warfen, würden sie es schon erkennen. Der Schnee lag offenbar schon eine ganze Weile, und an manchen Stellen war er nicht ganz so konsistent wie an anderen. Wenn man versuchte, die Fährte zu verfolgen, dann war es gut möglich, dass man irgendwann nicht mehr weiterkam, denn schon hier waren ein paar Stellen etwas zu matschig, um wirklich etwas zu erkennen. Teilweise schon sehr gräulich, an anderer Stelle mit dunkelgrünen Tannennadeln bedeckt, war die einst so weiße Decke eine unzuverlässige Leinwand geworden, beschmutzt von Dingen, deren Nutzen nicht einmal zweifelhaft war. Vermutlich wäre das kein Problem gewesen, wenn sie einen Pfadfinder dabei hätten, aber Emaru wusste, dass er selbst keiner war, und irgendwie konnte er dem Gefühl nicht helfen, dass auch Akuma nie zu diesen kleinen Keksverkäufern gehört hatte...

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Do 30 Okt 2014 - 13:44

Um ehrlich zu sein, war Ren die Art Mensch, die sich selbst für jeden unnötig irrationalen und emotional gesteuerten Gedanken selbst hasste. Natürlich wusste er ganz genau, dass er sich mit genau solchen Aktionen nur noch unbeliebter machte, doch das bedeutete nicht viel, wenn er daran dachte, dass er sich selbst verraten müsste, um anders zu handeln. Der Hüne machte kaum Unterschiede zwischen Mensch und Tier, wobei man fast sagen könnte, dass ihm jedes Lebewesen lieber war als ein unwürdiger, widerlicher Mensch, aber das änderte nicht viel am Prinzip. Jemand der zum Tode verurteil war, sollte zwar die Chance bekommen sich selbst zu retten, doch wer im Angesicht seines Untergangs erstarrt und auf das Ende wartet, den kann man doch wohl erlösen, oder? Hätte dieses Lebewesen noch einen Lebenswillen gehabt, wäre es davongerannt, als der Akuma sich näherte, doch das Bedürfnis hatte es nicht gezeigt. Was bedeutete da schon ein lautes Knacken und ein wenig Blut an seinen Händen?
Während er diesen Dreck mit einem Tuch aus seiner Tasche von seinen Händen befreite, erblickte er das entsetzte Gesicht von Ciel und nahm dessen Worte wahr. Das war ganz sicher eine rhetorische Frage und bedurfte keiner Antwort. Dennoch ließ es sich der Hüne mit dem makaberen Humor nicht nehmen dies trotzdem zu tun. Seine silberfarbenen Augen wechselten noch einmal den Blick zum Tier und wieder zu Ciel, als müsse er sichergehen, dass er nichts Falsches behauptete. „Ich gehe doch stark davon aus.“ Ansonsten hätte er sein Griff ja seine Wirkung verfehlt, oder? Obwohl er zugeben musste, dass das gar nicht mal so einfach gewesen und sogar ein kleiner Kraftakt gewesen war. Menschen gingen leichter kaputt… Wenn man den entsetzten Jüngling so betrachtete, konnte man fast sagen, dass er einen ähnlich harmlosen Blick hatte wie das Reh. Aber er musste eigentlich keine Angst vor Ren haben, wenn er es nicht darauf anlegte ihn zu reizen. Da Ren nicht wollte, dass der Typ noch aus den Latschen kippte, denn sein Seufzen war ihm nicht entgangen, hörte er lieber auf damit zu sticheln und beließ es dabei, dass das verzauberte Mutantenreh tot war. Immerhin bemühte er sich ja bei der Sache zu bleiben. Ren nickte also, als der junge Mann sagte, dass es angebracht wäre der Fährte dieses Tieres auf die Spur zu gehen.
Aber uiuiui! Da war doch noch jemand anwesend, der offenbar noch einen Zacken geschmackloser sein konnte als Ren. Im Gegensatz zu dem Riesen, der sich vorgenommen hatte nicht weiter darüber zu reden, bevor Ciel auf den gefrorenen Waldboden bricht, war Emaru offensichtlich noch nicht mit seinen Späßchen fertig. Entweder er war ein kleiner Scherzkeks oder der Weißhaarige war tatsächlich so ein zynischer Zeitgenosse. Ob das die Stimmung auflockern würde, war wohl fragwürdig. Allerdings wäre Ren nicht er selbst, wenn er auf ein solches Späßchen nicht eingehen würde… „Das hoffe ich doch… für alle noch lebendigen Lebewesen in diesem Wald.“ Ein schäbiges Grinsen zeichnete sich auf seinen Lippen ab, während er darüber nachdachte, was wohl geschehen würde, wenn er in einem Wald Amok lief. Aber nicht mal dieser Ort hier war so gesetzlos, wie der, aus dem er stammte. Vermutlich würde ihn hier irgendwann das Gesetz einholen und jemand erlöste ihn. Und dazu lebte er doch wirklich zuuuu gern…
Was die Spuren anging, schienen sie jedoch ein mittelschweres Problem zu haben. Diese ließen sich nicht allzu gut verfolgen, da der Boden in Kombination mit der Wetterlage nicht unbedingt dafür beschaffen war. Ren kratzte sich nachdenklich am Kopf. Ja, er hätte sicher eine Lösung, die sie ganz leicht ans Ziel führen könnte und der Langhaarige war ein schlauer Kopf, weshalb ihm dies nicht entging. Aber ehrlich gesagt, war er einfach zu eitel, um diese Möglichkeit auszuschöpfen. Sich vor zwei männlichen Magiern aus seiner Gilde in einen hässlichen, kleinen Fengg zu verwandeln… Da suchte er doch lieber, wenn es sein musste, eine ganze Woche lang den Wald nach der Ursache ab, als hier mit irgendwelchen beknackten Eichhörnchen Freundschaft zu schließen und sich das Gelächter aller Gildenmitglieder aufzuhalsen! „Dann wohl erstmal der Nase nach, hm?“ Es war wirklich nicht zu erkennen woran sie ihren Weg nun festmachen sollten und wenn er sich nicht irrte, musste der Schneefall gerade etwas zunehmen, weil doch ein klein wenig mehr durch die Bäume seinen Weg hinunterfand. „Oder hat wer eine andere Idee?“ Man konnte nichts großartig riechen, der Wald war still, was vermutlich durch den geräuschschluckenden Schnee nur noch verstärkt wurde und sie könnten hier ewig suchen, weil das ja auch nicht gerade nur drei Bäume waren, um die man im Kreis laufen konnte. „Was meint ihr… Es bestünde die Möglichkeit sich aufzuteilen, um das Gebiet schneller abzusuchen… Oder glaubt ihr die Mutanten könnten zum Problem werden?“ Schwierige Frage… Ren hatte nicht wirklich Angst, wusste aber auch nicht so recht, wie man sich dann wiederfinden sollte. Was für eine verzwickte Situation…

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