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 Große böse Mietzekatze

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Ciel
Ace of Spades
Ciel

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Do 30 Okt 2014 - 15:39

Immer der Nase nach war vor allem bei Ciel, welcher schließlich bekanntermaßen ein Dragonslayer war, eine recht gute Idee, war sein Geruchsinn doch von Natur aus ausgeprägter als der seiner Teamkameraden und würde die Spuren der mysteriösen Tiere daher vermutlich besser und zielgenauer verfolgen können. Trotzdem kam er auf diese Idee zunächst nicht, denn für einen Augenblick war er stattdessen viel zu fasziniert von Emarus absoluter Gelassenheit, die ihn für einen Moment tatsächlich recht verwirrt aus der Wäsche schauen ließ. Irgendwie war es fast schon unfassbar, wie gelassen dieser mit dem kleinen Vorfall von zuvor umging und als er dann auch noch den Gedanken anspielte, was genau passieren würde, wenn der seltsame Tiervirus nun auch auf Ren übergehen würde, konnte der zartbeseitete Dragonslayer fast schon eine Welle des Unwohlseins über sich hinein brechen fühlen. In seinen Augen war dieser Gedanke nicht einmal im Spaß amüsant, allerdings schien der weißhaarige Finsternismagier damit nur herzlich wenig Probleme zu haben, was Ciel zunächst seinem seltsamen Humor und nicht absoluter Lebensmüdheit zusprechen würde. Diese Idee war nämlich weitaus beruhigender, als die Theorie, dass der Dargin absolut kein Interesse daran haben würde, sein eigenes Leben in irgendeiner Weise näher zu beschützen. Der Blauhaarige schüttelte den Kopf, um die unangenehmen Gedanken loszuwerden und setzte sich stattdessen in Bewegung, dem toten Tier näherkommend. Aus dieser kurzen Entfernung sah es noch übler aus als aus der Ferne und das Gesicht des Valentines verzog sich zu einer Grimasse, als er sich mehr wiederwillig als wirklich angetan zu dem toten Waldbewohner hinunterbeugte und einmal tief einatmete, den Geruch des Tieres in sich aufnehmend. Es roch nicht sonderlich streng, man hätte es beinahe als völlig geruchlos abtun können, wäre da nicht der schwache Geruch von Tod und das metallene Aroma von Blut gewesen, der von dem leblosen Körper ausging.
Der Metallmagier rümpfte die Nase und richtete sich dann eilig wieder auf, um einiges an Abstand zwischen sich und den verendeten Kadaver zu bringen. Er hatte den Geruch und auch wenn er nicht besonders stark war, so würde er dennoch ausreichen, um ein Lebewesen mit ähnlicher Duftmarke auf näherer Entfernung frühzeitig zu erkennen oder kräftigere Duftspuren verfolgen zu können. "Ich finde der Nase nach klingt tatsächlich nicht allzu schlecht.", meinte er dann mit einem schwachen Grinsen, dass mehr schlecht als recht in seinem Gesicht Platz fand und seine Motivation gegenüber der kommenden Aufgabe noch einmal durch ein gewisses Maß an Ironie unterstrich. Irgendwie fielen dem Valentine spontan etwa fünfmillionen Dinge ein, die er gerade lieber tun würde, als den erkalteten Duftspuren eines Zombierehs zu folgen, in der Hoffnung anschließend der riesen Raubkatze zu begegnen, welche das Tier so zugerichtet hatte. Klang dieser Plan etwa nur in seinen Augen in gewisser Weise gefährlich und lebensmüde, oder hatten die anderen einfach ein derartiges Selbstbewusstsein gegenüber ihrer eigenen Fähigkeiten, dass sie sich nicht wirklich etwas bei der potentiellen Gefahr dachten, welche die unbekannte Raubkatze darstellte. "Und sich aufteilen scheint auch nicht sonderlich verkehrt zu sein...", diese Worte klangen nun fast schon gequält und auch die steile Falte zwischen seinen Augenbrauen verriet, dass er dem Vorschlag an sich zwar eine gewisse Logik nicht absprechen konnte, ihm aber gegenüber seiner Ausführung nicht allzu angetan war. "Aber was machen wir, wenn einer von uns die Katze gefunden hat? Im Grunde wissen wir nicht, wie stark das Tier ist und von was genau es besessen ist, daher wäre es vielleicht hilfreich, ein Warnsignal festzulegen, falls einer von uns Hilfe benötigen sollte. Hier lauert es schließlich noch von anderen Tieren und auch wenn das Mutantenreh mehr lethargisch als gefährlich schien, wissen wir nicht, was hier sonst noch auf uns wartet und in wie weit die anderen Geschöpfe zur Gefahr werden könnten.", eine wegwerfende Bewegung in Richtung Reh, welches selbstverständlich noch immer unbeweglich am Boden lag, dann befingerte der Dragonslayer wie zur Beruhigung der eigenen Nerven noch einmal das kühle Metall seiner Waffe und prüfte abschätzend die Luft. Nichts ungewöhnlich, außer man empfand frische Luft und den Geruch von feuchtem Wald als etwas Besonderes. Naja und natürlich die fehlenden Geräusche, die noch immer in unheilbringendem Schweigen über dem Wald schwebten und lediglich den pfeifenden Ton des Windes zu ließ, welcher mit eisiger Kraft über die winterliche Landschaft pfiff.

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Ren
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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mo 17 Nov 2014 - 14:55

Ein wenig neugierig beobachtete Ren das Verhalten seiner Teammitglieder. Während Emaru wirklich gelassen erschien, war Ciel offenbar nach wie vor ein wenig durcheinander. Ob das zu viel Aufregung für den jungen Burschen mit der Sense gewesen war? Der Akuma konnte nicht wirklich einschätzen wie erfahren der junge Mann war, aber bei sich selbst und Emaru konnte er nachvollziehen, dass sie sich nicht sonderlich davor fürchteten. Immerhin war der dunkle Magier noch ein wenig länger der Gilde zugehörig als Ren und dieser war ja definitiv sehr von seinen Fähigkeiten überzeugt. Allerdings war es generell interessant Ciel zu beobachten. Im Moment tat er nämlich etwas, was Ren doch stutzig machte. Nachdem er so zartbesaitet auf den Tod des Rehs reagiert hatte, beugte er sich nun zu diesem herunter und starrte es offenbar an. Als er damit fertig war, erklärte er, dass es eine gute Idee war der Nase zu folgen. Moment… Hatte er gerade an dem toten Tier geschnüffelt? Zum einen irritierte Ren daran, dass andere Menschen offenbar nicht wussten wie der Tod riecht und zum anderen… Nein. Das konnte er nicht gemacht haben, oder? Er hatte sicher nur nach den merkwürdigen Mutationszeichen des Tiers geschaut, richtig? Für Ren war es einfach absurd an einem toten Tier zu riechen. Er wusste ja nicht, was Dragonslayer für einen guten Riecher hatten…
Immerhin konnte der Gute auch so ein wenig mitdenken, denn er machte denselben Gedanken deutlich, den auch Ren gehabt hätte. Wenn sie in eine schwierige Situation kämen oder gar das Ziel gefunden hatten, wie kamen sie dann wieder zueinander? So ein Wald war groß, aber… Irgendwie auch gut nutzbar, nicht? Dadurch, dass viele Bäume hier ihr Blattwerk, was zu neunzig Prozent ohnehin aus Nadeln bestand, ziemlich weit oben hatten, war es weniger geräuschschluckend als normale Laubwälder. Vielleicht konnte man sich verständigen… Aber durch den ganzen Wald zu brüllen, schien auch nicht sonderlich effektiv. Vermutlich scheuchten sie damit noch ein paar wilde Tiere auf! „Wie wäre es mit pfeifen?“, schlug er in einem Geistesblitz vor. „Das könnt ihr doch, oder?“ Nun… Wer konnte das schon nicht? „Wenn irgendetwas Erwähnenswertes passiert, wird laut gepfiffen und wir treffen uns hier am toten Reh wieder. Allerdings sollten wir uns nicht zu weit vom Treffpunkt entfernen, weil die Taktik sonst hinfällig ist. Passiert nichts Relevantes, treffen wir uns in zwanzig Minuten wieder hier und überlegen wie wir dann weitermachen. Bis dahin können wir uns sicher ein Stück weit umsehen und neue Spuren finden oder so…“ Das klang doch nach einem Plan oder? Da niemand eine bessere Idee zu haben schien, erklärte Ren das einfach von sich aus für beschlossene Sache. Der Hüne ging einfach mal davon aus, dass sie in einem bestimmten Radius um das tote Vieh hier herum schon irgendetwas finden würden, was sie eventuell weiterbrachte, nicht? Er wünschte seinen Kameraden viel Glück auf ihrem Weg und verabschiedete sich in der Hoffnung, dass niemand den Kopf verlieren würde. Obwohl es bei Ciel schon reichen würde, wenn etwas auf ihn zukam, was ihn um den Verstand brachte. An Emaru glaubte der Hüne irgendwie. Der war clever, hatte sicher schon so einiges erlebt und wusste, wie er sich zu helfen hatte…
Ren selbst hatte sich für den Weg nach Westen entschieden. Dort wurde der Wald nach einigen Schritten irgendwie dunkler. Die Nadelbäume wurden an ihren Spitzen doch tatsächlich irgendwie dichter. Glücklicherweise hatte Ren ja auch im Dunkeln ein paar recht gute Augen, obwohl das kein übernatürlich geprägter Sinn war. Erstaunlich geduldig suchte er seinen Weg ab… Einige Minuten ging er einfach der Nase nach, merkte sich dabei natürlich den Rückweg, und nahm aufmerksam mit allen Sinnen den Wald wahr… Da hörte er ein dumpfes Geräusch. Immer und immer wieder… in einem monotonen Rhythmus. Es klang wie ein Schlag, aber hölzern… Da hackte jemand Holz! Hastig bewegte Ren sich in die Richtung des Geräusches. Da stand auch schon ein großgewachsener Mann, mit einem Kreuz, welches das von Ren in seiner Breite noch weit übertrumpfte. Der Hüne selbst sprach den Mann an: „Hey, haste Mal nen Augenblick?“ Ruckartig blieb die Axt im Holz stecken und man wandte sich zu ihm um… Was er wohl aus dem Waldarbeiter herauskitzeln konnte?

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Ciel
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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Mo 24 Nov 2014 - 21:35

Ja, pfeifen konnte Ciel, was Akumas Plan schon einmal nicht ganz so verwerflich machte und ihm in gewisser Weise an Substanz und Logik verlieh. Der Valentine bezweifelte zwar, dass man einen Pfiff in dieser windigen Umgebung weit hören würde, aber solange sie sich nicht allzu weit voneinander entfernten sollte es eigentlich kein Problem geben und der Plan praktisch idiotensicher, weshalb sich sein Gemüt auch fast schon automatisch abkühlte und er seinen beiden Kameraden mit einer nicht ganz so großen Unsicherheit hinterher blinzelte. Er würde das schon irgendwie hinbekommen, ohne versehentlich von einer übergroßen Raubkatze gefressen und verdaut zu werden. Nur seine Nerven musste er erst einmal in den Griff kriegen, um anschließend möglichst systematisch und zielsicher vorgehen zu können. Daher zögerte der Valentine auch gar nicht lange und fischte, sobald seine Begleiter außer Sicht waren, nach seiner Zigarettenschachtel, welcher er dann auch schon einen der Glimmstängel entnahm und diesen entzündete. Erst als der fast schon scharfe Zigarettenqualm seine Lunge füllte, konnte der Dragonslayer eine Welle der Ruhe über sich hinweg fahren spüren und auch das Zittern in seinen Händen nahm ab, während er über den festen Boden in eine Richtung durch den Wald stapfte. Die Luft war klar und kalt und der Valentine hatte seine Sense zurück auf seinen Rücken geschnallt, um die Hände möglichst frei und die Waffe lediglich in Griffbereitschaft zu halten. Die Spur des Rehs hatte er nicht wieder gefunden, weshalb er nun recht ahnungs- und ziellos durch das nichts spazierte, die blauen Augen wachsam auf seine Umgebung gerichtet, immer in der Bereitschaft plötzlich von einem Tier attackiert zu werden und ausweichen zu müssen. Er wusste schon, welche anderen Waldwesen die Raubkatze sonst noch infiziert hatte und in wie weit man sich in diesem Abschnitt des Waldes wirklich sicher fühlen konnte?
Und tatsächlich, als hätte das Schicksal die Gedanken des jungen Valentine gelesen, konnte dieser mit einem Mal ein rascheln zu seiner Rechten vernehmen, welches ihn in seiner Bewegung verharren und seine linke Hand automatisch zu dem Griff seiner Sense wandern ließ. Die blauen Augen verengten sich zu angestrengten Schlitzen und die Überreste der Zigarette, welche er noch bis eben in der Hand gehalten hatte, glühte in schwachem Rot am Boden zu seinen Füßen, während er wachsam die Luft prüfte und dann irritiert die Stirn runzelte, als ein unerwartetes Aroma auf seine Geruchszellen traf. Das was er da roch, dass ähnelte weder einem Wald-, noch einem Tiergeruch und erinnerte ihn viel mehr an den Geruch eines...Menschen. Das war nicht nur überaus unerwartet, sondern auch seltsam verwirrend, da sich der Valentine keinerlei Reim darauf machen konnte, was eine einzelne Person hier in der endlosen Wildnis wohl tat? Nun, er war bei weitem zu angespannt und entnervt um lange um den heißen Brei herumzureden, weshalb er dem Versteckenspiel relativ schnell ein Ende bereitete. “Komm raus, ich weiß das du da bist. Es macht keinen Sinn dich noch länger zu verstecken.” Seinen Worte folgte einige Sekunden lang eisernes Schweigen, dann erklang das Rascheln erneut und aus einem Gebüsch ganz in der Nähe stolperte eine junge Frau, welche ihn aus ihren grasgrünen Augen direkt traxierte.
Überrascht nahm der Dragonslayer die Gestalt der jungen Frau auf, ließ seine Augen an ihrem Körper von Kopf bis Fuß wandern, ehe er eine Augenbraue hob und sie mit leicht schief gelegtem Kopf musterte. “Was machst du hier ganz alleine, hast du dich verlaufen?” Das war jedenfalls die einzige Erklärung die in diesem Augenblick wirklich plausibel schien. Immerhin war sie mit Sicherheit nicht aus den selben Gründen wie er hier, denn sie wirkte auf ihn weder wie eine Magierin, noch wie eine Eingeborene und dieser Umstand allein war schon verwirrend genug. “I-ich weiß genau, was du vorhast und ich werde es nicht zulassen! Du wirst nicht an mir vorbeikommen!” Gut, wenn Ciel die Fremde vorher seltsam gefunden hatte, so war er nun völlig verwirrt und blinzelte die junge Frau an, als hätte sie ihm so eben erzählt, ihm würde einen rosa Horn auf der Stirn wachsen und ein Regenbogen aus dem Hintern fliegen. “Entschuldige, wie bitte?” Hier lag doch sicherlich ein Missverständnis vor, für das es eine ganze einfache Erklärung gab, oder? Sicher verwechselte die Fremde ihn gerade oder hatte Angst, dass er ihr etwas tun würde. So unwahrscheinlich war diese Panik in einer solch verlassenen und einsamen Umgebung schließlich nicht. “Tu doch nicht so scheinheilig, du willst die Tiere hier töten, du bist der Sensenmann und ich werde dich aufhalten!” Nun, oder sie war einfach vollkommen verrückt und benötigte dringend Fachmännische Hilfe.

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Emaru
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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 9 Dez 2014 - 19:55

Pfeifen... eine simple Idee, aber eine zeitweise doch recht effektive. Als Kind hatte Emaru es tatsächlich nicht geschafft, das richtig hinzubekommen, obwohl er es mehrfach versucht und die Technik dahinter studiert hatte, aber inzwischen war es keine Unmöglichkeit mehr. Ihm stellte sich nur die Frage, wie effektiv es in einem Waldgebiet sein würde, aber mit dieser Frage kam gleich die danach, ob es einen besseren Weg gab, hier zu kommunizieren, und tatsächlich fiel ihm keiner ein. Also entschied er sich, den Vorschlag abzunicken und zu hoffen, dass es funktionieren würde – schlussendlich konnte Pfeifen auf jedem Gebiet überhört werden, also war es hier wohl nicht anders als überall sonst. Wären sie grundsätzlich unfähig, allein auf sich aufzupassen, wäre sich aufzuteilen ohnehin keine Option.
Während Ren und Ciel also in unterschiedliche Richtungen gingen, nahm Emaru einen dritten, ebenso anderen weg. Wenn man bedachte, dass sie auch aus einer Richtung kamen, konnten sie damit wohl alle Himmelsrichtungen vernünftig abdecken. Das war aber noch kein Grund, sich zu entspannen. In einer Weile, wenn sie ihre Teile des Waldes erkundet und sich wieder getroffen hatten, würden sie vermutlich ein ganzes Stück mehr wissen und konnten vernünftig und gezielt an die Lösung des Problemes herangehen, aber bis dahin konnte alles gefährlich, verdorben oder monströs sein. Bei dem Gedanken daran, dass Ren eventuell bereits infiziert war, knirschten die Zähne des Dargin leicht. Er machte sich selten wirklich Sorgen, aber das konnte eine große Gefahr darstellen. Vor allem, da das Verhalten infizierter Wesen sehr unvorhersehbar erschien, wenn man bedachte, dass eine gewisse Katze offenbar sehr aggressiv war, während ein gewisses Reh einfach nur dastand.
In einem kurzen Moment der gedanklichen Ruhe belächelte Emaru eine Gruppe Eichhörnchen, an denen er vorbei spazierte und die einfach nur süß aussahen, ebenso wie einen Vogel, der auf einem Ast sein Liedchen trällerte. Wenn man nicht wusste, was los war, dann wirkte dieser Wald so ruhig, so friedlich. Selbst die Mäuse, die über das Laub huschten, wirkten nicht beunruhigt, sondern einfach nur etwas hektisch. Kopfschüttelnd rief Emaru sich zur Besinnung – als wüsste er, wie eine ängstliche Maus aussah. Er assoziierte schon wieder seine Stimmung mit den Dingen, die er sah. Selbst das weiße Kaninchen, das in seinem schneebedeckten Bau verschwand, kam ihm ruhig vor. Wenn man so darüber nachdachte, war das eigentlich seltsam. Bisher hatte er allgemein eher ein Gefühl der Unruhe verspürt, oder zumindest eine gewisse Anspannung, aber dieser Teil des Waldes, dieser eine Teil, wirkte absolut ruhig. Ein Hort der Entspannung, wenn man so wollte, und all die kleinen Tierchen hier zeigten das. Selbst einen Wolf glaubte der Weißschopf in einem bisschen Entfernung auszumachen, der einfach nur ruhig durch die Gegend stapfte, vorbei an einem Reh, das nicht so unnatürlich aussah wie das von zuvor, aber ebenso regungslos das graue Raubtier vorbeigehen ließ. Irgendetwas schien in der Luft zu liegen, und ein Teil von Emaru wünschte sich, einfach hier zu bleiben, aber ihm war klar, dass er das nicht tun konnte. Seine Aufgabe war es, an dieser Stelle noch weiter zu gehen, bis er etwas fand, das zu erzählen sich wirklich lohnen würde. Immerhin: Sollte Ren sich aufregen, wusste er ja nun, wo er ihn hinführen musste, damit er sich wieder beruhigte. Das war ein Stück weit eine Erleichterung.

Während er weiter durch den Wald ging, machte sich Emaru noch ein paar weitere Gedanken, darüber, was mit den seltsamen Gefühlen war, die man an manchen Stellen verspürte, oder was für Stoffe eine Erklärung für die Färbung der Tiere darstellen würden. Er versank richtiggehend in seinen Überlegungen, weswegen es ihn recht überraschend traf, als ein Geräusch die Stille durchbrach. Er hatte nicht einmal gemerkt, dass es so ruhig geworden war. Totenstill lag dieser Teil des Waldes, nichts war zu hören von den singenden Vögeln oder rennenden Mäusen, nur ein leiser Wind fuhr durch die Blätter und ein einzelnes Knurren konnte vernommen werden. Der Blick des Dargin fing ein Fell tragendes Wesen ein, einen weiteren Wolf hinter einigem Gesträuch, und ihm war wohl dieser Klang zu verdanken. Bereit, sich zu wehren, näherte sich Emaru dem Tier, bis die Ohren des Wolfes zuckten, er einen Blick zu Emaru warf und im Unterholz verschwand. In dem Moment wurde dem Dargin klar, dass nicht er es war, der bis eben angeknurrt wurde – stattdessen sah er das tatsächliche Ziel des entnervten Wolfes.
„Wie interessant...“

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BeitragThema: Re: Große böse Mietzekatze   Di 23 Dez 2014 - 15:05

Still wartete Ren ab und beobachtete die monotonen Bewegungen des Mannes, während er wieder und wieder auf das Holz einschlug. Hatte er ihn nicht gehört? Sollte er sich wiederholen? Aber nein… Er hatte doch eben kurz aufgehört und ihn angesehen. Wieso machte er weiter? Das reichte schon einmal wieder um Ren aufzuregen. Der Hüne seufzte und ging ein Schritt näher heran. Kaum hatte er einen Schritt weiter gemacht, erregte das knackende Geäst unter seinen Füßen offenbar die Aufmerksamkeit des Mannes. Dieser schlug energisch die Axt in den Baum und wandte sich augenscheinlich genervt um. Er musterte Ren eine ganze Weile mit abschätzendem und nicht gerade freundlichem Blick, doch dann rückte er seine Mütze zurecht und knurrte grimmig: „Was willste? Gehörste auch zu dem Gesindel?“
Sah Ren etwa aus wie Gesindel? Er blickte an sich herunter und konnte nicht anders, als sich einzugestehen, dass seine oft kaputte und nicht gerade sonderlich schicke Kleidung wohl den Eindruck von Gesindel erwecken könnte… Aber welches Gesindel meinte der Typ überhaupt? „Was?“, fragte er daher kurz und knackig und blickte den Mann fragend an. Ren konnte sich natürlich aus seiner egoistischen und eitlen Art heraus nicht verkneifen den Mann ebenfalls abschätzig anzustarren. Selbst wenn er sich bemühte, konnte er seine Kehrseite nicht verbergen… Aber bei dem Holzfäller schien er damit gar nicht mal so daneben zu liegen. Offenbar konnte dieser damit einigermaßen umgehen. „Du siehst nicht aus wie einer von diesen Hippies…“ Öko… Oh Gott. Das konnte doch nicht sein Ernst sein. Wenn diese widerlichen Bastarde sich ihm noch einmal in den Weg stellten, würde er sich nicht noch einmal zurückhalten! … Ja, bisher war er zurückhaltend gewesen. Man konnte seinem Blick anerkennen, dass er das Wort nicht gern hörte. Dem Holzfäller schien das nicht zu entgehen… Er lachte leise über die Fratze des Magiers, trat heran und klopfte ihm auf die Schulter. „Ich seh schon… Du hast sie schon kennengelernt… Seit Jahrzehnten hat sich keine Sau für diesen Wald interessiert, aber auf einmal kommen sie alle an…“
Sie alle? Ren stutzte. Wenn er es so sagte, meinte er da die Ökoaktivisten? Die hatte Ren schon versucht aus dem Weg zu räumen… Beim nächsten Mal würde er effektiver sein. „Was wollen die denn hier? Liegt es an der Wildkatze?“ Der Mann blickte Ren irritiert an. „Die Katze? Ich dachte nicht, dass die für Außenstehende interessant wäre…“ Außenstehende? Nun… Das war eine etwas andere Sicht… Ren erinnerte sich daran, dass die Katze die Leute angreifen soll, aber offenbar hatte sie nichts mit dem Erscheinen der Aktivisten zu tun? „Weshalb sollten sie dann hier sein?“ Der Mann blickte Ren nun völlig irritiert an. Als würde der Hüne absoluten Unsinn erzählen. Da ertönte ein lauter Knall, der durch Mark und Bein ging. Der Duft von Kanonenpulver lag in der Luft. „Jäger…“, stellte er still fest und begann zu verstehen. Die Jäger waren hier unterwegs, was die Ökoaktivsten anlockte, denn diese mochten es nicht sonderlich, wenn Viehzeug aus irgendwelchen Gründen getötet wurden. Ja, nicht mal Mord für Essen akzeptierten diese Spinner. Dabei war es doch absolut menschlich Fleisch zu essen! „Und was willst du hier?“, fragte der Holzfäller, da er offenbar nicht einschätzen konnte was Ren hier zu suchen hatte. „Ah richtig.“, begann Ren und erklärte dem Mann, dass er mit zwei Kollegen hier war und sie von einer Gilde geschickt wurden, weil sie die Katze aus dem Weg räumen sollten. Fragwürdig, wie der Mann sagte, denn er konnte sich nicht vorstellen wer sie beauftragt haben sollte. Die Menschen hier kamen eigentlich in der Regel gut zurecht und holten keine Fremden herein. Schon gar nicht so lange, wie diese Spinner hier waren. Naja, immerhin wusste Ren nun um welche Parteien es sich hier handelte… Die Fragen, die im Raum standen, waren was es mit dem Ganzen auf sich hatte, warum die Tiere so komisch aussahen und was ihre eigentliche Aufgabe nun war? Sie mussten ja nur diese Katze finden… Aber irgendwie hatte der Hüne das Gefühl, dass diese Aufgabe noch mit einigem Ärger zu tun hatte. Ob es legal gewesen wäre sie einzustellen, um Hippies zu vertreiben? Ren konnte sich vorstellen, dass man die genauso wenig hier haben wollte… Der Holzfäller konnte ihm nicht mehr dazu sagen und empfahl Ren Acht zu geben, da ja sicher nicht allzu viele Leute von ihrer Anwesenheit wussten… Nicht, dass am Ende einer von ihnen geschossen wurde… Leider hatte Ren nun mehr Fragen als vorher… Wie und womit sollten sie anfangen zu suchen? Und was war das Ziel?

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