StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Bücherei von Oshibana Town

Nach unten 
AutorNachricht
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 16:53



Die Bücherei von Oshibana Town liegt im Zentrum der Stadt und bietet ein Fleckchen für Jung und Alt, die sich an Wissen und Büchern bereichern wollen. In drei Räumen findet man dutzende Bücher aus allen Fach- und Sachbereichen, welche sich auf mehrere Quadratmeter erstrecken und sowohl geliehen als auch käuflich erworben werden können. Auch Sitzgelegenheiten bieten diese einladenen Hallen viele, weshalb nicht wenige Besucher das ein oder andere Stündchen, tief in ihre Bücher versunken, in dem Laden verbringen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 16:54

Ein Treffen zwischen staubigen Schriften
Beginn Offplay

Es war bereits früher Abend, als Ciel Valentine, begleitet von einem leisen Klingeln, die Türen der Bücherei aufstieß. Seine letzte Zigarette hatte der Junge direkt vor dem Laden in einer flüssigen Bewegung mit dem Fuß ausgetreten um kurz darauf das Innere des düsteren, staubigen Gebäudes zu betreten. Die Luft schmeckte hart, gebraucht, als er einen letzten Atemzug nahm und der Frau am Tresen einen vorsichtigen Blick zuwarf. Ihre Augen glitten kurz über seine Erscheinung, ehe sie ihm ein fröhliches Lächeln schenkte und sich schließlich wieder dem Buch in ihren Händen zu wandte. Kurz wunderte sich der Dragonslayer, warum er nicht begrüßt wurde, dann erinnerte er sich wieder an das Schweigegebot, welches in öffentlichen Bibliotheken herrschte. Was hatte noch mal auf dem Flyer gestanden, den er am Morgen in seinem Briefkasten gefunden hatte? Bücher kaufen, Bücher leihen und das alles zu einem unschlagbar günstigen Preis! Ciel war sich sicher, dass das der exakte Wortlaut gewesen war. Nun, in diesem Fall hatte er sich den Abend freigenommen, weil er auf der Suche nach einem bestimmten Buch war, welches er erstehen wollte. Auch wenn Ciel noch nicht lange in Oshibana Town lebte und eine noch kürzere Zeitspanne der Gilde Blue Pegasus angehörig war, so hatte er trotz der letzten aufregenden Tage Zeit gefunden, sich wieder einmal Gedanken über seine geliebten Tarotkarten und die damit verbundene Zukunft zu machen. So kam es, dass der nun vor einem der imposanten Regale stand und nach der okkulten Abteilung Ausschau hielt, denn heute würde ihn nichts davon abbringen, sich ein weiteres Exemplar für seine stätig wachsende Sammlung zu ergattern. Kurz wanderten die blauen Augen des Magiers über die goldenen Schildchen, welche die verschiedenen Abteilungen kennzeichneten, ehe er fand, was er suchte. Wenige Schritte nach links führten den jungen Mann in eine unauffälligere Ecke des Ladens, ehe er sich schließlich einem Regal gegenüber fand, welches genau nach seinem Geschmack zu sein schien. Neben vielen bekannten Klassikern entdeckte er auch in einige Titel, von denen er noch nie etwas gehört hatte, bis jedoch ein ganz bestimmtes Buch seine Aufmerksamkeit fesselte. Die Worte "Drachen, Schöpfer aller Magie und Zauberei" auf dem Buchrücken eines dicken Wälzers weckte das Interesse des Valentines, weshalb seine schlanken Finger keinen Augenblick später den Einband zitternd aus dem Regal zogen. Die Ausgabe wog schwer in den Händen und als er mit dem Daumen über die Seiten strich, wischte er eine gewaltige Staubschicht beiseite. Beinahe hätte er das Buch fallen gelassen, hätte er sich nicht in letzter Sekunde noch beherrschen können. Staub. Dreck. Schmutz. Eine Gänsehaut benetzte die Arme des Magiers, ehe er sich mit einem tiefen Atemzug zur Ruhe zwang und mit seiner linken Hand nach einem Taschentuch in seiner Hosentasche fischte. Als er es endlich in den Fingern hatte, wurde sein Fund damit gründlich gesäubert, ehe er sich, das Buch in den Händen, zu einem schweren Ledersessel nahe des Eingangs bewegte. Er wollte nicht warten bis er zu Hause war, nein, er musste jetzt einen Blick auf den Schatz werfen, den er entdeckt hatte.
Darauf, dass sich vielleicht noch andere Kunden im Laden befanden kam der Dragonslayer nicht, denn wenn dem so gewesen wäre, hätte er sich wohl nicht so (für seine Verhältnisse) gelassen und sorglos niedergelassen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 17:46

Die Bibliothek eine der wenigen Zufluchtsorte, die selbst Onkel Gideon ihr nicht nehmen konnte. Naomi liebte diesen Ort und an den freien Tagen ihres Lehrers kam sie gern hier her, unter dem Vorwand zu lernen. Meist tat sie dies auch, sie las und lernte dabei. War nicht immer dem lehrplangetreu, aber es macht mehr Spaß als zu Hause in ihrem Zimmer zu sitzen und zu hoffen, dass der Tag ohne neuen Horror verstrich. Heute kam sie das erste Mal mit Hauro hier her, weil Masaru gegangen wurde. Hoffentlich ließ ihr der Hütehund ihres Onkels ebenfalls so viel Freiraum wie ihr letzter Bewacher es getan hatte. Nun stand sie in der Eingangstür und sah ihn an: "Kann ich alleine weiter?" Ein wenig schien er zu überlegen, aber nichts Schlechtes daran zu finden, weshalb er nickte. "Aber ich hole dich hier wieder ab, genau hier und du weißt, was es für ein Theater gibt, wenn das nicht klappen sollte", die drohenden Worte ihres Bewachers quittierte sie mit einem Nicken, "Ich hab verstanden." Damit verschwand der orientalische Wächter und ließ das zierliche Mädchen zurück. Sie war Müde wie immer in letzter Zeit aber was erwartete man auch, wenn man keinen Schlaf bekam, sie fühlte sich schwach und so sah sie auch aus, mager und ermattet.
Nun sah sie sich im Vorraum um und schon jetzt fing ihr Auge etwas ein, was immer ihre Neugier regte. Da hatte jemand ein Buch in der Hand, in einer Bibliothek nichts Besonderes, aber es war der Titel des Buchs, der sie neugierig werden ließ. Ein Buch über Drachen und deren Bedeutung für die Magie? Ob es davon noch ein zweites Exemplar gab? Immerhin kannte sie einen Dragonslayer und vielleicht konnte ihr dieses Buch helfen ihn etwas besser zu verstehen und etwas über Magie zu lernen konnte nicht negativ sein, weshalb sie nun recht zielstrebig auf den jungen Mann zu. "Guten Morgen", sie schenkte ihm ein freundliches Lächeln, "Dieses Buch, wissen sie, ob es davon ein zweites Exemplar gibt? Es klingt interessant." Sie wippte auf ihren Füßen hin und her und versuchte ihre Müdigkeit und Kraftlosigkeit zu überspielen, mit einem strahlenden Lächeln, welches sich in den leuchtenden Bernsteinaugen wiederfand.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 18:08

Ciel war vollkommen fasziniert von dem Schatz in seinem Händen. Je weiter seine Hände durch die Seiten blätterten und seine Augen über die dutzend Buchstaben flogen, desto tiefer versank er in der Welt des Buches und nach einigen Minuten nahm er nicht mal mehr sein Umfeld war, so konzentriert war er. So entging ihm auch das blonde Mädchen, welches in Begleitung eines kräftigen Mannes die Bücherei betrat. Erst als sich die Kleine direkt an ihn wandte, zuckte der Dragonslayer heftig zusammen und ließ vor Schreck das Buch fallen, welches er zuvor noch in den Händen gehalten hatte. Mit panisch geweiteten Augen blinzelte der Valentine zu seiner Gegenüber hoch, ehe er sich hastig aufrappelte und nach der Ausgabe griff, welche mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden aufgekommen war. Seine zittrigen Finger umschlossen das glatte Leder, dann richtete er sich wieder auf und atmete tief ein. "Tut mir leid, aber soweit ich weiß, ist dies die einzige Ausgabe.", meinte er schließlich leise, als er sich wieder von seinem Schrecken beruhigt hatte. Dann fiel ihm auf, dass ihn die Blonde gesiezt hatte, weshalb er begann, unruhig einen seiner geliebten Siegelringe zwischen Daumen und Zeigefinger zu rollen, um seine Nerven etwas abzukühlen. Sollte er ihr nun das "Du" anbieten, wo er doch offensichtlich der Ältere von ihnen beiden war? Es behagte ihm aus irgendeinem Grund nicht, dass die Blonde ihm so formell begegnete. Generell war es ihm eher unangenehm, wenn man ihm gegenüber zu respektvoll und höflich auftrat. Selbstverständlich hatte er nichts gegen eine gewisse Höflichkeit, die man in seiner Gegenwart an den Tag legte und dennoch schien es irgendwie unpassend, dass ihn das Mädchen siezte. Er sollte sie wohl darauf ansprechen. "Würde es dir etwas ausmachen, mich nicht zu siezen? Auch falls dieses Gespräch sich nicht allzu lange hinziehen sollte? Es behagt mir nicht wirklich.", in seiner brennenden Verlegenheit bemerkte der Valentine nicht einmal den seltsamen Satzbau und welchen Eindruck dieser wohl bei seiner Gegenüber hinterlassen musste. Stattdessen war sein Blick wieder auf das Buch in seinen Händen gefallen, welches er kurz zuvor noch so intensiv gelesen hatte. "Was das Buch angeht, kannst du diese Ausgabe hier gerne haben. Eigentlich war ich ohnehin auf der Suche nach einem anderen..." Ein vorsichtiges Lächeln schlich sich auf die Lippen des Jungen, während er der Blonden das Buch in einer flüssigen Bewegung entgegen streckte. "Interessierst du dich für Drachen?" Ciel war sich nicht sicher, warum er überhaupt fragte, aber mit einem Mal schien er einem Gespräch und ein wenig Gesellschaft gar nicht einmal mehr so abgeneigt zu sein und das, obwohl er sich noch wenige Minuten zuvor nach stiller Konzentration gesehnt hatte.

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 18:31

Da hatte sie wohl Pech, die einzige Ausgabe, und er hatte sie bereits in seinen Händen. Dann musste sie warten, bis er es ausgelesen hatte. Leicht unzufrieden seufzte sie, als seine Stimme sie wieder aus ihren Gedanken holte. Er bat sie darum, ihn nicht zu siezen. Nun gut, das war so eine Eigenart, die sich inzwischen antrainiert hatte, da sie sonst nur mit Erwachsenen in Kontakt stand. "Entschuldige, natürlich kann ich dich duzen, ich bin es nur so schrecklich gewohnt, nur mit Erwachsenen umgeben zu sein und die bestehen auf so was, ich empfinde es als höflich", erklärte sie und kratzte sich verlegen am Kopf. Seine dunkelblauen Haare erinnerten sie an jemanden, jemanden der ihr Herz leicht schneller schlagen ließ und ihr ein Gefühl von Sicherheit und Liebe gab. Auch wenn er dies immer abstreiten würde. Kurz lächelte sie, als seine Stimme ihn wieder zurückholte. Scheinbar wollte er dieses Buch gar nicht, denn er bot es ihr an. Mit einem strahlenden Gesichtsausdruck nahm sie es entgegen. "Danke dir, oh, ich bin übrigens Naomi", wie unhöflich sich erst jetzt vorzustellen, wo sie doch schon beim Du waren. Schon wieder so eine Peinlichkeit. Wie einen kleinen Schatz, also wahrscheinlich genau so wie er vorher betrachtete sie das Buch in ihre Händen und streichelte dessen Rücken.
Die nächste Frage seinerseits war recht logisch. Ob sie sich für Drachen interessierte. Nun sie war in einer Gilde, die für Drachenfanatismus bekannt war, aber das war es eigentlich nicht. Dennoch ein guter Weg, um noch etwas mehr mit ihm zu reden, er schien zumindest sehr nett. "Nun, ich gehöre zur ansässigen Gilde, gehört quasi zur Grundbildung, etwas für Drachen übrig zu haben, aber eigentlich erhoffe ich mir so, etwas mehr über einen Freund von mir zu erfahren. Er besitzt besondere Magie, ein Dragonslayer", sie rief sich das Gesicht des Dragonslayers in Erinnerung, um zu merken, dass es nicht einmal halb so viel Impact auf sie hatte, wie das Bildnis ihres vorherigen Freundes. Hatte es wirklich geholfen ihn sinnbildlich an Souta zu übergeben und sich somit von dieser schmerzlichen Vergötterung loszueisen. Waren sie nun wirklich nicht mehr als, merkwürdige Freunde? Nun das würde sich zeigen, wenn sie ihn das nächste Mal sah und dann würde sie dieses Buch gelesen haben, da war sie ganz sicher. "Wieso hat dich dieses Buch so fasziniert?" Etwas was sie wirklich interessierte, denn als sie zu ihm gekommen war, hatte er dieses Buch ganz begeistert betrachtet, fast so wie sie, als sie es entdeckt hatte. Außerdem schien dieser Junge selbst etwas sonderlich, sah beinahe etwas aus, als käme er aus Hauros Ecke.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 18:33

Ciel nahm die Erklärung seitens Naomi mit einem leichten Nicken hin, während er das Mädchen genauer musterte. Sie war nicht viel kleiner als er und ihre Kleidung verriet dem Jungen, dass sie wohl aus gutem oder zu mindestens besserem Hause, als er selbst stammen musste. Der Valentine vergrub seine Hände tief in den Hosentaschen, als er bemerkte, dass sie wieder zu zittern begannen. Die Nervosität hatte ihn zurück und gerade jetzt gab es für ihn keine Gelegenheit, auf seine "Medizin" zurückzugreifen. Er musste sich also anderweitig irgendwie zur Konzentration zwingen und da bot Naomi mit ihrer Vorstellung eine ausgezeichnete Möglichkeit. "Naomi...das ist ein schöner Name. Ich bin Ciel. Ciel Valentine.", meinte er mit einem vorsichtigen Lächeln und versuchte so die Tatsache, dass er ihr nicht die Hand gab, zu überspielen. Zum Glück schien Naomi gar nichts Vergleichbares zu erwarten, denn sie zögerte nicht lange und erzählte dem Dragonslayer etwas, dass seine Aufmerksamkeit schlagartig fesselte. Nicht nur, dass seine Gegenüber zu der selben Gilde gehörte, welcher er selbst vor einigen Tagen beigetreten war, nein, sie hatte auch noch einen Dragonslayer zum Freund. Da war er doch tatsächlich über einer durchaus interessante Person gestolpert. "Das ist ein interessanter Zufall, wo ich doch erst vor wenigen Tagen Blue Pegasus beigetreten bin. Das bedeutet wohl, dass wir Gildenpartner sind." Er war gespannt auf ihre Reaktion gegenüber dieser Neuigkeit. Wenn er ehrlich war, dann wirkte die Blonde nicht wie ein wirklicher Magier und machte auch nicht den Eindruck, als könnte sie sich selbst verteidigen, geschweige denn jemanden ernsthaft verletzen. Allerdings wusste der Achtzehnjährige, dass erste Eindrücke öfter trügen konnten und er das Mädchen erst einmal genauer kennen lernen musste, um sie wirklich beurteilen zu können. "Du sagtest, du bist mit einem Dragonslayer befreundet? Das ist interessant..." Kurz zögerte er, ob er ihr wirklich von seiner Magie erzählen sollte, entschied dann jedoch, dass es ihm nicht wirklich schaden würde, diese Kleinigkeit über sich preiszugeben. "Mein Interesse ist deinem nicht allzu verschieden. Ich bin ebenfalls ein Dragonslayer, weshalb ich mich öfter intensiv mit Drachen beschäftige. Der Metalldragonslayer, um genau zu sein." Kurz wanderten die Augen des Magiers einmal zu der Frau an der Rezeption um sicher zu gehen, dass diese das Gespräch der Beiden nicht weiter störte. Zum Glück schien diese den kleinen Plausch nicht wirklich als ein Problem zu sehen, weshalb er sich wieder auf Naomi konzentrierte. "Wo du nun aber über meine Magie bescheid weißt, wäre es doch nur fair, mir deine auch zu verraten, oder?" Denn wenn Ciel ehrlich war, dann fiel ihm spontan nicht wirklich eine Magie ein, die zu der Kleineren passte. Sie wirkte einfach zu zierlich und unschuldig, um eine Magierin zu sein.

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 18:40

Ciel Valentine, wie der heilige Valentin? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall ein harmonischer Name, er wirkte rund und ausgeglichen. Zumindest vom Klang her, der in den Ohren der kleinen Magierin widerhallte. Dass er ihr nicht die Hand reichte, das war für Naomi unwichtig, sie hatte ihm ihre auch nicht angeboten. Immerhin hatten sie Förmlichkeiten bereits hinter sich gelassen. Dann allerdings offenbarte er ihr etwas, was sie zum Grinsen brachte. Ein Neuzugang in der Gilde also, wie wunderbar. Allerdings sah sie den jungen Mann nun in einem anderen Licht. Er verwandelte sich vor ihren Augen in das nächste Opfer von Seraphims Spiellust. Vielleicht sollte sie ihn warnen? Es wäre wahrscheinlich sicherer, wenn sie es tat, aber war es richtig, ihrem Freund so ins Handwerk zu pfuschen? Ren hatte sie auch nicht wirklich gewarnt, aber Ren schien so viel robuster als dieser Junge. Er war ein Riese und Seraphim scheute sich ein wenig vor Männern, die körperlich stärker wirkten als er selbst. Bei Ciel war dies allerdings nicht der Fall. Nun gut musste auch nicht jeder das Kreuz eines Schranks haben. "Es freut mich einen Gildenkollegen kennenzulernen, hast du schon andere Magier kennengelernt?" Vielleicht war sie nicht die Erste, die er traf, immerhin wurde die Gilde langsam aber sicher größer. Etwas worauf sie stolz war.
Dann bekundete er sein Interesse an ihrem Dragonslayer-Freund. Wer würde da nicht neugierig werden, doch wenn er ihn erst einmal kannte, dann würde er sicher sein eigenes Bild von ihm bekommen. Nach kurzem Zögern offenbarte er dann etwas, was sie leicht überraschte. Er selbst war ein Dragonslayer. Metalldragonslayer fügte er selbst hinzu. Interessant, dann arbeitete er also mit Metall, wobei Naomi es fast schon merkwürdig war, dass es eine Metallmagie gab, war er also ein moderner Schmied, der kein Schmiedefeuer mehr brauchte, um seine Metalle zu formen? "Nun, wenn du ihn noch nicht kennst, bin ich sicher, dass du bald von ihm hören wirst. Wenn du jemanden mit kurzen weißen Haaren und violetten Augen siehst, hast du ihn gefunden. Sarkasmus und Ironie sind seine Begleiter und ein geschickter Süßholzraspler ist er ebenfalls. Du könntest ihm gefallen Ciel, doch pass auf es könnte sein, dass er dir jede Unschuld nimmt, die dir noch geblieben ist", leicht schmunzelte sie wegen der Warnung vor ihrem lieben Freund. Leicht seufzte sie, die Männer von Blue Pegasus waren schon eine Sache für sich und es gab dennoch keinen unter ihnen, für den sie genug war, auch bei Ciel konnte sie auf einen Blick sagen, dass er an ihr keinen Reiz sah, nur ein schmächtiges Mädchen.
Die nächste Frage hatten ihr schon viele gestellt und die Antworten hatten sie verwundert und jetzt war sie in der Lage, sogar noch mehr zu verwirren und verwundern. Immerhin hatte sie doch begonnen, eine zweite Magie zu erlernen. Das hatte sich als recht mühselig herausgestellt, wenn man keinen hatte, der einen wirklich lehrte und kaum Zeit, die man dafür nutzen konnte, ohne dass der Onkel es mitbekam. "Ich benutze Schattenmagie und lerne gerade den Take Over Demon Soul, aber das ist gar nicht so einfach, weil ich wenig Freizeit habe, wie jetzt gerade", Sie betrachtete wieder das Buch in ihren Händen. Gut, dass sie ab und an ausgehen durfte.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 19:08

Tatsächlich entging Ciel nicht, dass Naomis Augen kurz über seine Erscheinung zu huschen schienen, weshalb er es sich eine kurze Flucht in seine Gedanken nicht verkneifen konnte. Was sie wohl sah, wenn sie ihn so musterte? Was ihr durch den Kopf ging und was für einen Eindruck er mit seinem Auftreten auf sie machte? Es interessierte ihn, wie er auf andere Personen wirkte und was sie über ihn dachten. Es würde ihm helfen, auf seinem Weg vollkommene Perfektion zu erreichen, denn so konnte er Fehler an sich entdecken, die ihm ansonsten womöglich nicht auffielen, da sie zu tief in seinem Verhaltensmuster verankert waren. Andererseits würde er sie schlecht danach fragen können, weshalb er sich bemühte, sich auf ihre Worte genauer zu konzentrieren. Vielleicht wäre er so in der Lage, sich ein besseres Bild von ihrer Wahrnehmung zu machen.
"Leider nein, du bist die Erste, deren Bekanntschaft ich die Ehre habe zu machen." Das lag wohl vor allem daran, dass Ciel die letzten Tage intensiv mit seiner Wohnungssuche beschäftigt gewesen war und deshalb wenig Zeit gehabt hatte, sich näher mit dem Rest der Gilde zu beschäftigen. Außerdem fiel es ihm ohnehin schwer, sich mit neuen Leuten bekannt zu machen, weshalb er diese unangenehme Aufgabe so lange wie möglich vor sich hergeschoben hatte. Nicht nur, dass er sich in größeren Menschenmassen unwohl fühlte, nein, es waren zudem auch einfach viel zu viele Eindrücke die mit einem Mal auf ihn einprasselten, um sich einen Platz in seinem Gehirn zu erkämpfen. So war es keine Seltenheit, wenn er nach einem seiner geliebten Stadtbesuche mit Kopfschmerzen heimkehrte.
Als sich das Gespräch jedoch auf Naomis erwähnten Freund lenkte, war Ciel mit seiner Aufmerksamkeit sofort wieder bei dem blonden Mädchen vor ihm. Die Bekanntschaft mit einem weiteren Dragonslayer hatte er bisher noch nicht machen können und so war er selbstverständlich durchaus interessiert, die erwähnte Person kennen zu lernen. Nun, dieses Interesse hielt zu mindestens solange an, bis die Magierin etwas erwähnte, was den Jungen beinahe vor Schreck aus dem Stand heraus stolpern ließ. "W-was..." Vor lauter Entsetzen schaffte es der Blauhaarige nicht einmal, einen vernünftigen Satz herauszustammeln. Naomi hatte das Unglaubliche geschafft, sie hatte den Dragonslayer mit einer einzigen Äußerung mundtot gemacht. Der Part mit dem Süßholzraspeln hatte Ciel schon etwas unbehaglich gestimmt, als sie dann jedoch auf seine Unschuld zu sprechen kam, war es um den armen Jungen geschehen. "Ä-ähm...ich bin mir sicher, dass ich dich da gerade falsch verstanden habe, aber du hast..d-da doch nicht impliziert, dass dein Freund mich...also...mir Avancen machen wird...oder?" Das letzte seiner Worte hatte hoffnungsvoll, beinahe wehleidig den Mund des sonst so schlagfertigen Magiers verlassen und Ciel musste zu seinem Unbehagen feststellen, dass sich ein dünner Schweißfilm auf seinen Handinnenflächen gebildet hatte. Wie gut, dass er diese in weiser Voraussicht bereits tief in seinen Hosentaschen verstaut hatte. Denn auch, wenn Ciel gelegentlichen Kuscheleien durchaus nicht gänzlich abgeneigt war, so war es dennoch etwas völlig anderes, mit einem Mal von einem Vertreter des gleichen Geschlechtes...angebaggert zu werden. Vor allem, wo er mit Annäherungsversuchen von Frauen schon so hoffnungslos verloren umging. Wie sollte das dann mit Männern besser klappen?
Der Valentine atmete einmal tief durch, in der Hoffnung, sich so wieder zur Ruhe bringen zu können. Sicher hatte er die kleine Magierin vor ihm nur falsch verstanden. Andererseits...wann irrte er sich schon mal? Verzweifelt versuchte sich der Dragonslayer auf die folgenden Worte seiner Gegenüber zu konzentrieren, doch zu seinem Bedauern drifteten seine Gedanken immer wieder zu dem erwähnten Freund ab. Er würde sich doch keine Sorgen machen müssen, oder? Andererseits war es nicht wirklich fair, Naomi nicht seine volle Aufmerksamkeit zu schenken, wenn diese ihm gerade etwas erzählte, weshalb er sich bemühte, ihren Ausführungen weiter zu folgen und dabei nicht den Eindruck zu machen, als wollte er sich im nächsten Moment hektisch umdrehen und einfach davonlaufen.
Ciel war sich sicher, dass er von einer Schattenmagie schon einmal etwas gelesen hatte, doch was ein Demon Soul Take Over sein sollte, darunter konnte er sich nicht wirklich etwas vorstellen. Da blieb ihm wohl nur eine Möglichkeit, er würde wohl oder übel nachfragen und damit eine Lücke in seinem sonst so umfangreichen Wissen preisgeben müssen. "Das klingt interessant. Was genau ist Take Over Magie und was passiert, wenn du sie einsetzt?" Er hoffte nur, dass er sich mit dieser Wissenslücke keine Blöße gegeben hatte. Andererseits ging es hier um sein Wissen, welches er gerne und oft erweiterte, weshalb ihn ein mögliches Fettnäpfchen eigentlich nicht wirklich interessierte.

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Di 28 Okt 2014 - 19:24

Scheinbar war sie die erste Gildenmagierin, die er traf, das war wahrscheinlich auch gut so. Immerhin war er so zumindest Seraphim noch nicht begegnet. Die Warnung vor diesem schien ihn allerdings doch etwas zu schockieren. Das blonde Mädchen nahm auf der Armlehne des Sessels Platz, auf welchem der Dragonslayer saß. "Nah ja Avancen", sie kicherte leicht, "Er würde dich heftig angraben, dir sicher gerne auf die Pelle rücken und zweideutige Andeutungen machen, nicht zu vergessen, dass er dich sicher nicht von der Bettkante stößt, wenn du den Fehler machst, ihn in dein Bett zu lassen." Liebevoll strich sie ihm kurz über den dunklen Schopf, "Du schaffst das schon, du kannst zu allem Nein sagen, und wenn er dich dennoch einwickelt, gefällt es dir eh." Es gab eine Zeit, da hatte sie sich gewünscht zu erwachsen zu sein, dass er sie begehren würde, wie jedes andere hübsche Wesen dieser Welt. Doch dann hatte sie einen wirklich wundervollen Menschen kennengelernt und dieser war alles, was sie sich je gewünscht hatte. Doch auch der wollte nichts von ihr. Es war eigentlich zu tragisch, um wahr zu sein, aber scheinbar eines ihrer vielen Schicksale. Leicht seufzten lehnte sie sich nach hinten und starrte an die Decke, hoffentlich würde es Ciel da einfacher fallen als ihr.
Da kam auch schon seine nächste Frage, er wusste scheinbar nicht, was es mit Take Over Magien auf sich hatte. Kein Wunder, sie hatte es auch erst vor Kurzem für sich entdeckt. "Bei einer Take Over Magie kann man seinen eigenen Körper verwandeln. In meinem Fall kann ich ihn durch Körperteile von Dämonen ersetzen. Ich versuche mich gerade an Flügeln, sie werden aussehen wie Fledermausflügel, ich freu mich schon drauf zu sehen, wie ich später aussehe, wenn ich mehr davon gelernt habe, auch wenn es mich wahrscheinlich gruseliger macht. Doch was kann ein kleines Mädchen schon gruselig erscheinen lassen", kurz lachte sie und setzte sich wieder auf. Dann fiel ihr auf, dass sie noch nichts zu ihm gefragt hatte. Wie unhöflich, dabei war er ein wirklich interessanter Mensch, allein die Tatsache, dass er ein Dragonsalyer war, machte sie schon neugierig. "Wie ist es eigentlich ein Dragonslayer zu sein? Was macht euch eigentlich so besonders?" Vielleicht war aus ihm ja mehr heraus zu bekommen als aus Seraphim. Der tat immer so geheimnisvoll und verriet auch keinem, dass er heilen konnte. Er hatte ihr sogar schon einen Kuss gegeben, um nicht zu zeigen, dass er ihre blutende Nase heilte.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mi 29 Okt 2014 - 16:51

[quote=Ciel|p46076]Dem Valentine war es alles andere als unangenehm, als Naomi neben ihm auf der Sessellehne Platz nahm. Im Gegenteil, eigentlich begrüßte er die Annäherung sogar, denn sie verhinderte, dass er ganz plötzlich aufsprang und die kurze Distanz zur Ladentür überwand, um den folgenden Informationen zu entkommen. Stattdessen zog der Dragonslayer lieber seine zitternden Hände aus den Taschen, fuhr sich kurz durch das blaue Haar und versuchte sich auf seine reizende Begleitung zu konzentrieren. Das blonde Mädchen erreichte durch ihre erhöhte Position in etwa eine Größe, die sie auf Augenhöhe mit dem Magier brachte und erlaubte Ciel einen Blick in ihr hübsches Gesicht. Ihre Züge trugen eine angenehme Symmetrie n sich und auch die blonden Zöpfe, welches jeweils ihre Gesichtshälften zierten, schienen exakt gleichmäßig gebunden zu sein. Ein sanftes Lächeln legte sich auf seine Lippen. "Ich werde mich daran erinnern, ihn nicht in mein Bett zu lassen, wenn ich ihm das erste Mal begegne." Das er es bezweifelte, eine spezielle Behandlung von dem mysteriösen Dragonslayer wirklich zu genießen, würde fürs erste wohl sein Geheimnis bleiben, denn kurz darauf musste er mit Staunen bemerken, dass Naomi ihre Hand erhoben hatte und ihm beinahe sanft durch die Haare gefahren war. Eine plötzliche Welle der Entspannung und Zufriedenheit erfüllte den Körper des Jungen, ehe er sich sacht in dem Sessel zurückfallen ließ und einmal tief durchatmete. Komischerweise fiel es ihm gar nicht so schwer in Naomis Anwesenheit halbwegs ruhig und entspannt zu bleiben. Es war eher so, als hätte das kleine Mädchen eine seltsam beruhigende Wirkung auf ihn. Natürlich war diese nicht mit einem guten Pokerspiel gleichzusetzen, doch zu verachten war sie selbstverständlich auch nicht, vor allem nicht für eine Person wie ihn. Insgesamt war Naomi eine sehr angenehme Gesprächspartnerin, mit ihrer ruhigen Stimme und dem nicht zu verachtenden blumigen Duft, welcher wie ein Hauch um sie herum in der Luft lag. Dementsprechend überraschte ihn auch die Wahl ihrer Magie. Ein Take Over, dass es ihr möglich machte, bestimmte Körperteile in die eines Dämonen zu verwandeln? Irgendwie wollte das in seinen Augen so gar nicht zu dem engelsgleichen Mädchen vor ihm passen. "Nimm mir die Frage bitte nicht übel, aber wie kommst du auf so eine Magie? Sie ist nichts, was ich allein nach deinem Erscheinungsbild gehend bei dir vermuten würde...", grübelte er und kippte nachdenklich den Kopf zur Seite. Andererseits würde man hinter seinem Gesicht vielleicht auch nicht unbedingt den Metalldragonslayer vermuten, weshalb diese Einschätzung wohl ohnehin nicht unbedingt die sicherste war. Ihre nächste Frage jedoch überraschte ihn. Ja, was genau machte Dragonslayer eigentlich so besonders? Vielleicht, dass sie von einem Drachen aufgezogen wurden? Oder das sie über einen ausgeprägteren Geruchssinn als andere Magier verfügten? Oder etwa, dass sie in der Lage waren ihr zugeteiltes Element zu verspeisen? "Ich bin mir nicht sicher, wie ich das beantworten soll. Ich schätze, für mich ist es nicht anders ein Dragonslayer zu sein, als für dich ein normaler Magier. Tatsächlich unterscheidet sich beides gar nicht mal so sehr, glaube ich. Das auffälligste ist wohl, dass wir in der Lage sind, unser eigenes Element zu verspeisen. Jedenfalls mir der Ausnahme eigens produzierter Stoffe. So kann ich zum beispiel beliebig Metall verspeisen außer das, was ich mit meinem eigenen Mana herstelle.", hier machte er eine kurze Pause, eher er zögerlich fortfuhr. "Außerdem natürlich die Tatsache, dass wir besser riechen als andere Menschen. Hinter andere Besonderheiten bin ich bisher noch nicht gekommen, aber solange kann ich mich auch noch nicht zu den Dragonslayern dazuzählen..." Das stimmte, für einen Dragonslayer hatte er mit seinen zwölf Jahren vermutlich sehr spät angefangen und daher noch nicht alle Geheimnisse und Tricks dieses alten Kultes herausgefunden. Da war er Naomi bei ihren Nachforschungen wohl keine allzu große Hilfe, schließlich versuchte er selber ständig mit Büchern sein Wissen über dieses Fachgebiet zu erweitern. "Aber vielleicht bist du an Drachen selbst interessiert? Was das angeht habe ich wohl interessantere und umfangreichere Dinge zu erzählen."[/quote]

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mi 29 Okt 2014 - 19:45

Naomi sollte wirklich eine Praxis eröffnen, in der man Kuscheltherapie betrieb, denn scheinbar fehlte es jedem, den sie traf an Liebe und Zuneigung, ausgedrückt durch ganz einfache Gesten, wie kraulen oder streicheln. Es mussten dabei nicht einmal Intimitäten gemeint sein, sondern etwas salopp ausgedrückt, das, was man mit einem Haustier machen würde. Kraulen, knuddeln und lieb haben. Sie musste es wissen, immerhin gehörte sie ebenfalls zu den Menschen, die zu wenig liebe bekamen und sich diese deshalb ab und zu bei anderen holten. Ein wenig bestätigt setzte sie also ihre Hand wieder auf seinen Kopf nieder und kraulte liebevoll darüber. Wie sie zu dieser Magie gekommen war, eine gute Frage, die ihm sicher einen tiefen Einblick in ihr Herz geben würde. Doch er hatte ihr schon so viel erzählt, da sollte dieser eine Blick wohl gewährt werden: "Ein guter, mein wahrscheinlich bester Freund. Der Mann, dem ich jederzeit mein Leben anvertrauen würde, weil ich weiß, dass er mich niemals enttäuschen würde", ein wenig verträumt kraulte sie weiter durch das dunkle Haar des jungen Mannes, welches dem seinen so ähnlich war, dass sie sich vorstellen konnte, der Kopf wäre ein anderer, aber er war es nicht. Eigentlich nicht weiter schlimm, doch für ein schwärmendes Herz leicht irritierend. "Es ist gut, wenn man einer Gefahr nicht ansieht, wie schlimm sie ist."
Dann lauschte sie, was er über sich erzählte und das war scheinbar wirklich interessant. Er konnte also sein Element essen, welches wohl Metall war und riechen konnte er scheinbar ebenfalls sehr gut. Stimmt, wenn Seraphim seine Nase in den Wind streckte, kam auch meist mehr dabei raus, als wenn sie das tat. Sie hatte es immer seine Windverbundenheit zugeschrieben, aber das in Kombination mit einer mehr als genialen Nase, war natürlich das Highlight an Geruchssensation. Hoffentlich war sie immer gut geduscht gewesen, bevor sie gemeinsam aufgebrochen waren, genau allerdings erinnerte sie sich nicht mehr. Nun er hätte sicher gemeckert, wenn nicht, immerhin war er der mit der Nase und nicht sie. Dann meinte Ciel er könnte ihr etwas über Drachen erzählen und sofort warten ihre Gedanken wieder bei ihm: "Drachen sind wirklich faszinierende Wesen. Stimmt es, dass sie auch Magie benutzen können? Wo leben sie eigentlich? Bauen sie sich Nester wie Vögel oder schlafen sie in Höhlen? Vielleicht beides? Was fressen sie? Sie greifen doch nicht wirklich einfach aus Jux Menschen an, oder? Sind ihre Schuppen wirklich immun gegen Magie?", diese Fragen blubberten nur so aus ihr heraus, wie Wasser aus einer Gebirgsquelle.
In Märchenbüchern und angeblichen Expertenbüchern hatte sie einiges über Drachen gelesen, dem aber doch recht wenig Gewicht gegeben, weil die meisten dieser Leute, die jene Literatur verfassten, gar keine wirkliche Ahnung von dem Thema hatten, auf welches sie sich eingelassen hatten. Der Dragonslayer mit den weißen Haaren hüllte sich immer so in Schweigen darüber, dass sie gar nicht erst nachfragte. Naomi wusste, wie sehr Seraphim sich als etwas Besseres sah, als die anderen, und deshalb auch sein Geheimnis hütete, wie einen kostbaren Schatz. Umso schöner war es jemanden gefunden zu haben, der sein Wissen scheinbar gerne teilen wollte.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mi 29 Okt 2014 - 20:37

Im Grunde war Ciel ein Mensch, der sich nicht wirklich für die zwischenmenschlichen Beziehungen anderer Leute interessierte. Selbstverständlich liebte er es neue Dinge zu erfahren und zu lernen, jedoch bezog sich sein Wissenshunger meistens auf sachliche Fakten, die ihm eventuell auch später noch einen Nutzen erweisen könnten. Dazu gehörte wohl ganz und gar nicht die mysteriöse Person, die Naomi erwähnte und dennoch erwachte in dem Dragonslayer urplötzlich das Interesse. So wie die Blonde von ihm sprach meinte der Junge einen bestimmten Unterton in ihrer Stimme zu hören. Der Erwähnte schien wohl sehr wichtig für seine Gildenkameradin zu sein. Doch diese Behauptung basierte auf reiner Spekulation und generell war der sachverliebte Magier eher weniger eine Person, die sich auf derartige Dinge verließ. Er würde sich also vorsichtig an das Thema herantasten müssen. "Das hört sich so an, als wäre er dir sehr wichtig...", meinte er vorsichtig und kippte unbewusst den Kopf nach vorne um seiner Begleitung einen besseren Zugang zu seinem empfindlichen Nacken zu erlauben. Eine durchaus vertrauenswürdige Geste, wen man bedachte, wie kurz sich die beiden erst kannten. "Es muss schön jemanden zu haben, auf den man sich so verlassen kann und dem man jederzeit sein Leben anvertrauen würde...", sinnierte er und musste kurz darauf überrascht feststellen, dass er Naomi beinahe beneidete. Durch sein ständiges Reisen und die doch recht kurze Zeit, die er an verschiedenen Orten verbrachte kannte er zwar viele Leute, konnte allerdings nur wenige davon wirklich als seine Freunde bezeichnen. Überhaupt hatte er noch nie eine Person getroffen, der er wirklich vertrauen konnte und deren Gesellschaft er auch über einen längeren Zeitraum genoss. Hatte er überhaupt so etwas wie Freunde? Und noch viel wichtiger: Brauchte man so etwas wie Freunde wirklich unbedingt? Brachten sie nicht viel zu viel Verantwortung und Pflichten mit sich, als dass es die Mühe wert war? Wie traurig das im Hinblick auf sein soziales Leben war, entging dem Dragonslayer bei seinen Überlegungen völlig. Wie immer konnte er auch diesmal nicht anders als sachlich an ein solches Thema herantreten und es analysieren. Andererseits war er allein mit seinem Beitritt in die Gilde schon einer enormen Verantwortung ausgesetzt. Erwartete man jetzt nicht von ihm, dass er sich mit den anderen Mitgliedern gut verstand und Freundschaften schloss? Nun, bei Naomi würde ihm dies mit Sicherheit nicht allzu schwer fallen, denn sie war dem Valentine jetzt schon überaus sympathisch und eine angenehme Gesellschaft. Und darüber hinaus interessierte sie sich auch noch für Dragonslayer und Drachen was ihre Gesellschaft noch einmal doppelt so erträglich machte. Umso eifriger war er, ihr von seinen Erfahrungen mit diesen mächtigen Kreaturen zu erzählen, denn so überraschend es auch für andere Menschen sein möge, seine Magie war etwas, dass der Valentine nicht als eines seiner Geheimnisse behandelte. Genauso stand es um seine Herkunft. In seinen Augen gab es keinerlei Grund Naomi nicht von dem mächtigen Wesen namens Metallicana zu berichten, welches den kleinen Jungen damals so harsch und unter eiserner Hand aufgezogen hatte. "Das sind viele Fragen auf einmal...mhh...wie beginne ich am besten? Als erstes sollte ich vielleicht erzählen, dass Drachen in keinem Fall mit Menschen zu vergleichen sind. Sie sind nicht nur um ein vielfaches Größer und Stärker, sie sind auch um einiges klüger. Das macht es schwierig, sich mit ihnen zu unterhalten...zumindestens für mich. Und auch ihre magischen Fähigkeiten sind um einiges stärker, womit wir bei deiner ersten Frage wären. Drachen können Magie nicht nur anwenden, sie sind dabei auch mächtiger und bedrohlicher, als ein einfacher Mensch es jemals sein könnte.", an dieser Stelle machte er eine Pause, um seine Worte auf das Mädchen wirken zu lassen. Er wollte ihr klar machen, dass Drachen auf keinen Fall zartbeseitete, liebe Wesen sondern gefährliche und wilde Kreaturen waren. "Ich denke ihre Schlafvorlieben variieren wie bei uns Menschen. Metallicana, der Drache der mich aufgezogen hat, schlief beispielsweise mit Vorliebe in riesigen, unterirdischen Höhlen und in anderem Gestein vergraben. In ein Nest hätte er sich niemals gezwängt. Vielleicht ist es auch von ihrem Element abhängig. Da er der Metalldrache ist, hat er vielleicht bevorzugt die Nähe zu seinem Element gesucht und da boten sich Schächte und Höhlen vermutlich an. Ich kann es mir gut vorstellen, dass ein Feuerdrache die Nähe zu Hitze bevorzugen würde." Ja, das klang nach einer Antwort, der wohl auch Metallicana zugestimmt hätte. Bei ihrer nächsten Frage musste er Junge jedoch kurz verdutzt innehalten und Naomi einen überraschten blick zuwerfen. "Glaubst du wirklich, Drachen würden Menschen ihre Magie lehren, wenn sie sie auf der anderen Seite aus Spaß und Freude angreifen?" Klang diese Aussage etwa nur ihren seinen eigenen Ohren absurd? Selbstverständlich waren diese Reptilien nicht die freundlichsten und zuvorkommensten Wesen und dennoch konnte er sich nicht vorstellen, dass selbst der so grobe Metallicana unschuldige Kreaturen anfallen würde. Vor allem, wo Menschen in seinen Augen so weit unter ihm standen und keinerlei Bedrohung und damit auch keinen Spaß versprachen. "Gefressen hat er ohnehin lieber Metall, da boten solch schwächliche Wesen wie Menschen wohl einfach keinen Spaß für ihn. Und immun sind sie gegen Magie im übrigen auch nicht. Die meisten Zauber sind nur einfach zu schwach und prallen wirkungslos an ihren Schuppen ab." Nach diesem Vortrag musste der Dragonslayer erst einmal kurz Luft holen und musterte Naomi dann neugierig von der Seite. "Aber sag mal, warum interessieren dich Drachen eigentlich so?"

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mi 29 Okt 2014 - 21:31

Es hörte sich an als wäre er ihr wichtig. In der Tat gab es wohl kaum einen Menschen, der an die Wichtigkeit von Ren herankam. Der schweigsame Riese, der niemals wirklich zugeben würde, wie sehr sie ihm wirklich am Herzen lag. Dass es so war, das wusste Naomi einfach, woher, nun eigentlich brauchte man da keine großartigen Spekulationen anzustellen. Genau so wenig wie in ihrer Zuneigung zu ihm, die sie selbst noch offenherziger preisgab, als er es sich wahrscheinlich gewünscht hätte. Wahrscheinlich würde er ihr am liebsten den Mund zu halten, wenn er von diesem Gespräch, dessen momentaner Hauptbestandteil er war, wüsste. "Ja, er bedeutet mir sehr viel, er ist die Insel, auf die ich mich retten kann, wenn mein Leben untergeht oder mehr der Rettungsring, der mich zwingt über Wasser zu bleiben, wenn ich ertrinken will", leicht lachte sie und sah dann zu dem Magier, "Du hast ein bisschen was von einer Katze Ciel, lässt du dich gerne kraulen?", was für einer Frage, er hatte sich quasi angeboten. Wie eben eine Katze, wenn man ihr den Kopf streichelte. Nur hielten die einem oft die Kehle hin und nicht den Nacken, aber eine ähnlich vertrauensvolle Geste. Etwas was die Blonde durchaus zu schätzen wusste, denn Vertrauen gab es in ihrem zwar Starkes, aber nicht viel.
Während Ciel nun versuchte all ihre Fragen zu beantworten wanderten Naomis Finger seinen Nacken hoch und runter. Dass man Drachen nicht mit Menschen vergleichen konnte, das hätte ihr wahrscheinlich jedes kulttreue Gildenmitglied sagen können. Immerhin waren sie riesige wie Echsen aussehende Wesen, mit Flügeln, die majestätischer nicht sein konnten. Nun kam allerdings etwas Interessantes. Sie waren stark, etwas was zu erwarten war, aber ihnen war wohl auch Intelligenz zu eigen, mit der sich nur wenige Menschen messen konnten. Das bedeute, sie waren nicht nur physische Gefahr, sie könnten auch mit simplen Kopfspielen einen Menschen an der Nase herumführen. Seine nächste Aussage war auch zu erwarten, es war wahrscheinlich etwas anderes, wenn Seraphim mit seinem Wind durch die Gegend rauschte und dem Drachenvergleich. Metallicana, so hieß also ein Drache, der Drache der Ciel aufgezogen hatte. Schien doch ein netter Zug von ihm zu sein, wobei, wenn der Metalldragonslayer von einem Drachen aufgezogen worden war, musste doch ... "Sag mal Ciel, werden alle Dragonslayer von einem Drachen aufgezogen?", das war nun wirklich etwas, was sie gerne in Erfahrung bringen wollte. Immerhin würde das einiges an Seraphims Verhalten erklärten. Sie konnte es sich gut vorstellen, wenn man sein Leben lang von Menschen getrennt war, dann nahm man sich jetzt nur das Beste von ihnen.
Die Drachen hatten verschiedene Elemente und je nach Element benahmen sie sich auch, was ihre Gewohnheiten anging. Das klang sinnvoll, wer würde schon einen Wasserdrachen in einem Vulkan vermuten und einen Feuerspeier in der Eiswüste. Das war also auch wie bei Menschen, jeder, wie er sich eben wohlfühlte. Dann kam er auf etwas zu sprechen, was sie ein wenig ins Grübeln brachte. Würden Drachen mit uns ihre Magie teilen, wenn sie uns am liebsten tot sehen würden. "Nun deiner Beschreibung nach picken sich Drachen besondere Menschen heraus, die sie scheinbar wie ihre Kinder aufziehen, das heißt nicht, dass sie alle anderen Menschen genau so bevorzugen. Ich würde sogar behaupten es ist das Gegenteil. Einige dieser Drachen könnten in der Tat die Menschen hassen. Immerhin gibt es nicht wenige, die sie suchen und Jagd auf sie machen. Da bin ich mir sicher, denn da wo der Mensch besondere Macht für sich wittert, treibt ihn die Habgier dazu, danach zu jagen und es für sich zu beanspruchen, auch wenn es eigentlich nichts ist, was er sich einfach so aneignen kann. Ich finde das schon verachtungswürdig, und wenn ich ein Drache wäre, der dauernd gesucht und bedrängt wird, dann würde ich die Menschen auch nicht mögen, und wenn sie mir zu sehr zu Leibe rücken ..."
In der Tat hatte sie für ihr Gefühl schon viel zu oft getötet. Menschen lehrten sich auch gegenseitig Dinge und sie töteten sich auch gegenseitig, also konnte es auch Drachen geben, die gerne Menschen töteten, so wie es Menschen gab, die sicher alles für einen echten Drachenkopf an ihrer Wand geben würden. Die Aussage, dass Menschen einfach nicht als Futter taugten, weil diese erhabenen Wesen sich von dem Element ernährten, dass sie ihr Eigen nannten, machte es nicht besser. Immun waren sie scheinbar nicht, nur sehr mächtig und somit eigentlich so gut wie immun, denn wer konnte schon wissen, wann seine Macht mit der eines Drachens gleich ziehen konnte. Nun allerdings stellte er eine Frage, die sie mit einem Grinsen beantworten musste. "Nun, sie sind faszinierend, wir, also du und ich, sind übrigens in einer Gilde, die Drachenanbetung betreibt und nicht zuletzt habe ich einen Dragonslayer Freund und alles was mit ihm zusammenhängen könnte interessiert mich ebenfalls, so kommen die Dinge eben zusammen und ich bin wirklich dankbar, dass du mir das erzählt hast, es ist wirklich nett man etwas Licht ins Dunkel zu bringen", sie war wirklich ganz glücklich darüber, etwas mehr erfahren zu haben.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mi 29 Okt 2014 - 22:46

"Eine Insel, mh...?", murmelte Ciel leicht abwesend während er weiterhin Naomis Finger auf seiner empfindlichen Haut genoss. Er beschloss, dass er Naomi unbedingt ein kleines Geschenk machen musste, bevor sie sich an diesem Tag trennen würden. Die kleine Blonde schaffte es irgendwie ihn mit ihren Worten zum nachdenken zu bringen und das war etwas, das Ciel bei einem Menschen zu schätzen wusste. Mit den meisten Personen beschäftigte er sich oft auf kurze Zeit so intensiv, dass sie ihn bereits nach wenigen Sekunden langweilten, doch bei der Magierin neben ihm war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, je länger er sich mit ihr unterhielt desto neugieriger wurde er. Sie weckte seine altbekannte Gier nach Wissen und parallel dazu auch die Lust, eben jenes um jeden Preis zu erlangen. In diesem Fall war es ganz einfach das Wissen, welches die Blonde persönlich betraf. Er wollte mehr über sie erfahren, um sie besser einschätzen und demnach auch angemessener auf sie reagieren zu können. Es war kein Geheimnis das er kein Freund von Überraschungen war und demnach wollte er alle Möglichkeiten eines Gesprächsverlaufes bei ihr abgedeckt haben. Dafür musste er sie allerdings besser kennen lernen und das erforderte weitere Unterhaltungen bei welchen sich das Risiko erhöhte doch noch ungewollt in ein Fettnäpfchen zu treten. Im Grunde war es nämlich das, was der Dragonslayer um jeden Preis vermeiden wollte. Er mochte Naomi und der Gedanke, sich es mit ihr durch eine unbedachte Äußerung oder Geste zu verscherzen behagte ihm nicht wirklich. Und dennoch musste er ihr nach ihrer Behauptung direkt entschieden widersprechen. "Eine Katze? Ich denke nicht, dass das ein guter Vergleich ist...", meinte er und die Beunruhigen war im Ton seiner Stimme deutlich zu erkennen. "Weißt du, das Katzen die Vorboten von Hexen sind? Und das man von manchen Teufeln sogar behauptet, sie könnten sich in eben jene Vierbeiner verwandeln?" Der Gedanke, dass sie ihn mit einem solchen Ungeheuer verglich gefiel ihm ganz und gar nicht. Auf der anderen Seite konnte er nicht wissen, ob Naomi Katzen vielleicht mochte und ihm somit indirekt ein Kompliment gemacht hatte. Und es gab doch gewiss noch andere Tiere, die Berührungen nicht gänzlich abgeneigt waren, oder? Warum musste sie sich da ausgerechnet diese fellige Kreatur aussuchen? Nun, der Grundgedanke hinter ihrer Äußerung war klar, weshalb der Valentine beschloss es seiner reizenden Begleitung nicht allzu übel zu nehmen. Sie konnte schließlich nichts für ihre durchaus fatalen Wissenslücken in diesem Bereich und wusste folglich nicht, was für einen Fehler sie gemacht hatte. "Sagen wir, das ich Berührungen selten abgeneigt bin..." Das stimmte. So sehr der Magier auch seine Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen hatte, so sehr genoss er jedoch auch die Vorteile, die eben jene mit sich bringen konnten. Berührungen gehörten zum großen Teil dazu, denn diese waren dem Dragonslayer lange Zeit in seinem Leben verwehrt geblieben. Vermutlich war auch das einer der Gründe, warum der Dragonslayer ihm sympathische Menschen grundsätzlich ein wenig von seinem Metall mit auf den Weg gab. Zum einen machte es ihm das Ganze leichter Personen im Ernstfall wiederzufinden und zum anderen war es eine Art Markierung, sein Symbol. Er legte damit fest, welche Menschen zu seinem Freundeskreis gehörten und damit zu ihm. Auf eine gewisse Weise hatte er diese Eigenschaft wohl von seinem Ziehvater übernommen, denn es glich dem Horten von besonders wichtigen Gegenständen, welche Metallicana so gerne in seiner Nähe hatte. Ciel markierte nicht für andere sondern nur für sich selbst und um die unterschwellige Gewissheit zu haben, dass er nicht alleine war. Dementsprechend übel nahm er es Menschen auch, wenn sie sein Geschenk nicht zu würdigen wussten, denn auch wenn es oft den Anschein machte, so verteilte er seine Gaben dennoch niemals leichtfertig und willkürlich. Wer ein Geschenk des Metall Dragonslayers bekam konnte sich seiner Zuneigung bis zu einem bestimmten Grad bewusst sein.
"Soweit ich weiß sind nur Drachen in der Lage unsere Magie zu lehren. Ich selber habe es nie probiert, aber so erfahren bin ich mit meinen Fähigkeiten auch noch nicht. Man müsste wohl einen anderen Dragonslayer fragen um sich sicher zu sein...." Mit ihren folgenden Worten schaffte es Naomi ein weiteres Mal den Blauhaarigen von ihrer Intelligenz zu überzeugen. Denn obwohl Naomis so jung und unschuldig wirkte schien sich hinter ihrem blonden Engelshaar einiges an Wissen und guter Menschenkenntnisse zu verbergen. Er lauschte ihr aufmerksam, saugte jedes Wort aus ihrem Mund aufmerksam auf und spielte währenddessen leicht abwesend mit ein wenig Metall in seiner rechten Hand. "Würdest du mir deine Lieblingsblume verraten, Naomi?", fragte er nach ihrer Ausführung schließlich völlig aus dem Zusammenhang gegriffen und drehte leicht den Kopf um sie wieder ganz in seinem Blickfeld zu haben. Er hatte ihre Fragen bezüglich der Drachen beantwortet so gut er konnte, nun wollte er mehr über sie persönlich erfahren und wie begann man so ein Gespräch besser als mit einer banalen Frage, welche zudem auch noch einen entscheidenden Nutzen für ihn hatten?

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mi 29 Okt 2014 - 22:59

Naomi zu markieren, dass er dabei irgendwie nicht alleine war, das konnte er nicht wissen. Der Metalldragonslayer hatte sich auf sichtbare Markierungen spezialisieren. Sein Kollege war da eher unterschwellig. Dann führte er eine Sache an, die Naomi ein wenig verwirrte, Katzen und Hexen in Verbindung zu bringen und dann auch noch zu glauben, dass es etwas Negatives sein sollte. "Nun bist du aber ein wenig rassistisch Ciel-kun. Was können schon die Katzen dafür, dass sich angeblich der Teufel in sie verwandelt, oder das Hexen sie als Haustiere halten. Menschen haben sie schon seit Jahren als treue Gefährten. Sie haben in der alten Zeit zum Beispiel die Kornspeicher der Menschen von Ratten und Mäusen befreit. Urteile also nicht über sie, aufgrund von merkwürdigen Geschichten, jedes Tier und hat es eine noch so schlechte Vorgeschichte oder Fabelrolle, hat seinen eigenen Platz in der Welt, hat seine eigene Geschichte, und wenn du die nicht kennst, dann darfst du nicht urteilen. Auch wenn es viel zu oft passiert, auch ich spreche mich davon nicht frei, aber ich versuche darauf zu achten", weiterhin fuhr sie liebevoll durch sein Haar und seinen Nacken entlang, er mochte es also berührt zu werden? Interessant. Es gab zwar viele Menschen, die sie das von ihr gefallen ließen, aber er war der Erste, der ihr sagte, dass er es mochte.
Manchmal fühlte sie sich mehr wie ein Spielzeug ihrer Umwelt, dem alles gestattet wurde, so lang es nicht zu nervig blieb und vielleicht ein wenig erheiternd war. Doch damit konnte sie leben. Ein bisschen Zuneigung und Liebe, auch wenn sie vielleicht nicht echt oder nicht so tief war, wie sie es sich gewünscht hätte, war immer noch besser als gar nichts zu haben, ein Leben voller leere und Vergessen. Somit kam sie wieder zu Seraphim. Ihn fragen, ob er bereit war, seine Magie an jemand anderen weiter zu geben. Selbst wenn er könnte, er würde wahrscheinlich einen Teufel tun und jemandem seine höchst wertvollen Fähigkeiten vermitteln, immerhin waren sie besser gehütet als ein Schatz bewacht von einem Drachen, da musste sie wohl auf den nächsten Dragonslayer warten. Das konnte sicher noch ein wenig dauern, aber sie hatte Zeit, zumindest war es das, was sie sich einredete. Zeit war eigentlich etwas, was man im Überfluss hatte und doch niemals genug. Jedem wurde nur eine Lebensspanne gegeben, und wie lang diese war, das konnte sich sicher von Sekunde zu Sekunde ändern. Wie lang ihre wohl noch war, wie sehr war das Leid, welches sie gerade ertrug darin verwoben?
Ihre Lieblingsblume? Sie schreckte aus ihren Gedanken auf und blinzelte Ciel an. "Meine Lieblingsblume?", ihre Gedanken kreisten um die vielen verschiedenen Blumen, die sie kannte, doch welche von ihnen war ihre liebste? Sonnenblumen waren wunderschön und so groß, aber nein sie waren es nicht. Vielleicht Rosen, die mochte doch jeder, oder? Aber was interessierte es sie, was jeder mochte? Rosen waren nicht ihre Liebsten, sie hatte auch nie welche erhalten und das war wohl auch gut so. Doch wie heißen diese kleinen Blumen mit den bläulichen Blüten? "Vergissmeinnicht, das sind meine Lieblingsblumen, denn ich mag sie. Sie haben diese zierlichen kleinen bläulichen Blüten, ich hatte damals welche im Garten, sie haben nicht viel Platz gebraucht und waren dennoch so wunderschön", leicht seufzte sie, "ich werde sie sicher nicht vergessen."

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Do 30 Okt 2014 - 15:41

Naomis Rüge brachte den abergläubischen Dragonslayer tatsächlich für einen Augenblick zum nachdenken. Stimmte es, was sie sagte? Durfte er die Vierbeiner nicht verurteilen, wenn er nicht ihre ganze Geschichte kannte? Auf der anderen Seite hatte er die pelzigen Tiere allerdings nie wirklich als Haustiere gesehen. Katzen durften für ihn auf keinen Fall mit Hunden gleichgesetzt werden, denn im Gegensatz zu diesen folgten sie ihrem Herren nicht blind. Im Gegenteil, Ciel ordnete die eleganten Tiere als stolze, eitle Wesen ein, welche sich ihren Herren aussuchten und sowohl kamen als auch gingen wann es ihnen beliebte. Sie wussten, worauf sie sich mit der Wahl ihres Herren einließen und hatten dementsprechend ihren Ruf mitzuverantworten. Tatsächlich ordnete der Valentine den Vierbeinern deutlich mehr Intelligenz und Verantwortung zu, als man es seinen Worten eventuell entnehmen mochte und ihm war auch klar, dass es nicht fair war alle Katzen nach wenigen einzelnen zu beurteilen und dennoch war Vorsicht nun einmal die Mutter der Porzellankiste. "Ich wollte dich nicht verärgern..." Das stimmte. Vor allem nicht, wo sie so talentierte Finger hatten, die noch immer so unwahrscheinlich angenehm über seine empfindliche Haut glitten. Außerdem mochte er Naomi und es wäre, wie er schon zuvor gegrübelt hatte, wirklich schade es sich mit ihr zu verscherzen. "Ich sehe Katzen nur als eigenständige Tiere, die ihre Herren für sich selber aussuchen und da scheinen sie nun einmal eine Vorliebe für Hexen zu haben. Und es ist auch nicht so, dass ich partout etwas gegen alle Katzen hätte. Ich bin was das angeht nur eine sehr vorsichtige Person." Vor allem, wenn er in die Gefahr verlief im nächsten Moment verflucht oder gefressen zu werden. Außerdem hing er an seiner Seele, aber das musste er dem blonden Mädchen ja nicht unbedingt auf die Nase binden. Sie schien Katzen nämlich zu mögen und wenn er ihr ganz dezent eines seiner Schmuckstücke reichen würde, hatte er eventuell Glück und ein paar seiner eigenen Schutzzauber würden sich auf sie ausdehnen. Ja, das klang nach einem außerordentlich guten Plan. Und noch zufriedener war Ciel, als die Frage nach Naomis Lieblingsblume direkt zu seiner Zufriedenheit beantwortet wurde. Vergissmeinnicht klang nach der perfekten Pflanze und irgendwie schien sie auf gewisse Art und Weise auch wie zugeschnitten auf das zierliche Mädchen. Die zierlichen, kleinen Blüten und der helle Kern...ja, genauso schätzte Ciel seine reizende Begleitung ein und irgendwie würde er das auch mit dem Ring in Verbindung bringen, den er im Sinn hatte. "Hättest du etwas dagegen, wenn ich dir bei unserem nächsten Treffen etwas schenke, Naomi? Nur eine Kleinigkeit..." Er war im Grunde ein sehr höflicher Mensch, weshalb es sich anbot erst zu fragen, bevor er sie einfach zum Weihnachtsbaum degradierte und dementsprechend verzierte. Andererseits war er sich sicher, dass die zierliche Blondine sich mit Sicherheit gut als Schmuckträgerin machen würde. Sie hatte eine besondere Ausstrahlung bei der sich vergleichbare Accessoires anboten. Natürlich hätte er auch rasch nach ihrer Ringgröße fragen und ein entsprechendes Schmuckstück auf die schnelle fertigen können, doch Ciel war sich nicht sicher, ob sie es dann auch wirklich tragen würde und er wollte sicher gehen, dass sie einen Schutz gegen dunkle Dämonen und Geister hatte, wenn sie unterwegs war. Andererseits war das wohl ein wenig ironisch im Angesicht der Tatsache, dass sie sich eben jenem Takeovers bediente. Nun, der gute Wille zählte und immerhin würde sein Geschenk sie vielleicht vor Hexen oder anderen üblen Kreaturen bewahren. Ein wohliges Brummen stieg in seiner Kehle auf und er rutschte ein wenig näher zu der Blonden. Sie schien zu wissen, was sie da mit ihren Fingern tat.

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Do 30 Okt 2014 - 17:53

Ein wenig ungläubig blinzelte sie ihren Schmusedrachen an. Sie verärgern? Weil sie ihm ein klein wenig den Kopf gewaschen hatte? Wegen dieser merkwürdigen Vorurteile gegenüber Katzen? Ach es brauchte viel mehr, um sie wirklich zu verärgern. Da war sie sicher und dennoch war es eigentlich so einfach, wenn man das Innere ihrer Seele wirklich kannte, doch wer kannte das schon wirklich, wenn sie selbst sich damit noch nicht ganz so gut auskannte. "Mach dir da keine Sorgen, es ist wirklich schwer mich zu verärgern, was vielleicht daran liegt, dass ich es aufgegeben habe, mich über Dinge zu ärgern. Es kostet mich zu viel Energie und lässt meine Aktionen unbedacht werden, etwas was ich mir in meiner Lage nicht leisten kann." In ihrer Lage, ja das war so eine Sache, wahrscheinlich würde sie niemals hier herausfinden, die Strohhalme an die sie sich klammerte, würde immer wieder brechen und vom Wind davon getragen werden, an Orte, wo sie diese nicht mehr erreichen konnte, weil alles Gute für sie in dieser Welt, irgendwann zu Ende gehen würde. "Ach Ciel, mach dir keine Sorgen, dann will ich dich lieber mit einem treuen Hund vergleichen, hast du jemals die Geschichte von Hachiko gelesen? Wenn nicht, sie würde dir sicher gefallen, aber bitte, versuch nicht ein Leben lang auf etwas zu warten."
Dann sagte er etwas, was sie nachdenklich stimmte. Er wollte ihr etwas schenken, wenn sie sich erneut begegneten? War es überhaupt vorgesehen, dass sie sich erneut trafen. So wie es sich momentan entwickelte, glaubte Naomi kaum, dass sie oft diese Ausflüge machen konnte, so wie damals mit Masaru. Der Wächter, der ihr so viele Freiheiten gelassen hatte, dass sie sich an manchen Tagen fast frei gefühlt hatte, frei von den Banden, die sie hier an die Erde knüpften. Gefesselt, wie einem Raubvogel, dem man die Flügel gestutzt hatte, damit er nicht davon fliegen konnte. Bestätigend fühlte sie, dass er sich etwas an sie schmiegte und dabei brummte, wahrscheinlich seine Art zu zeigen, dass er sich wohlfühlte, doch mehr wie ein Hund, die brummten doch auch. "Wenn ich wirklich das Glück habe, dich in diesem Leben noch einmal zu sehen, Inu-kun, dann wäre ich wirklich geehrt ein Geschenk von dir zu erhalten, und wenn es noch so klein ist", ein wenig kuschelte sie ihr Gesicht an seinen Kopf in das dunkle Haar. Es roch gut, musste sie dabei bemerken, aber das war wahrscheinlich zu erwarten. Kurz hatte sie so verweilt, als ihre Augen etwas erspähten, was nicht ganz ins Bild passte.
Unter die Besucher der Bibliothek hatte sich ein junger Mann gemischt. Auf den ersten Blick hatte sie ihn nicht erkannt, denn er hatte sich ein wenig verändert. Sah etwas mitgenommen und zerpflückt aus. Sein Gesicht zierten einige recht unfreundlich wirkenden Schnittwunden und die sonst recht ordentliche Kleidung war nicht nur aufgerissen und teils zerfetzt, sondern auch blutig hier und da. Was war ihm nur geschehen, dass er so zugerichtet hier erschien. "Masaru", flüsterte sie überrascht und richtete sich auf. Er schien sie in diesem Moment erkannt zu haben, denn er kam sofort auf sie zu. "Naomi-chan", er drückte seine Stirn an ihre, schien den Jungen, der immer noch von der Liebkosung ihrer Finger profitierte nicht wahrzunehmen, "Es ist gut, dass ich dich endlich finde, ich habe nicht viel Zeit, also hör mir genau zu." Verwirrt blickte sie in sein Gesicht, wollte etwas sagen, fragen, wieso er so schrecklich aussah, wissen, was mit ihm passiert war und wieso er nicht mehr auf sie aufpasste. So viele Fragen geisterten durch ihren Kopf, doch er ließ sie nicht zu Wort kommen. "Dein Vater er lebt", meinte er, kryptisch. "Natürlich lebt Rio noch", bestätigte sie seine Worte.
Energisch schüttelte der junge Mann den Kopf: "Ich meine nicht Rio, sondern deinen echten Vater, es ist", doch scheinbar wollte man Naomi diese Information vorenthalten. Lautlos und ohne Vorwarnung hatte der Pfeil Masarus Kehle durchschlagen und ihm sofort das Sprechen verweigert, der Zweite durchbohrte seine Brust und selbst die Hände des Mädchens konnten ihn nicht mehr bei ihr halten. Ignorierten es die Menschen oder hatten sie zu viel Angst zu helfen? Hauro legte seinen Bogen über die Schulter, an seiner Schulter prangerte das Siegel der Familie de Avillion. "Entschuldigen sie Miss, aber dieser Mann stellt eine Bedrohung für ihr seelisches und leibliches Wohl dar." Schock stand dem Kind ins Gesicht geschrieben, welches sich nun mehr an den Gildenkollegen klammerte, als ihn zu kraulen.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Do 30 Okt 2014 - 18:57

Naomis Worte beruhigten den Schmusedrachen ein wenig. Die Aussicht, dass er es sich so leicht wohl nicht mit seiner blonden Gildenkameradin verscherzen würde hatte etwas seltsam erleichterndes und nahm ihm ein wenig von seiner analysierenden Natur. Und dennoch wunderte es ihn, wie erwachsen seine reizende Begleitung wirkte. Sie schien so anders, als der erste Blick auf sie vermuten ließ. Da wirkte sie so reizend unschuldig und behütet, doch wenn man das Wort an sie richtete entdeckte man viel mehr, als auf den ersten Blick hinter ihrer Fassade zu vermuten war. In einem Moment schien sie so erwachsen und dann kam sie im nächsten Augenblick mit so etwas banalem wie einer Geschichte um die Ecke. Und dennoch war Ciel interessiert, schien an ihren Lippen beinahe zu kleben. Er wollte mehr von ihr erfahren und mehr über sie wissen. Vermutlich fragte er deshalb nach, oder war es, weil er sich tatsächlich dafür interessierte? "Ich erinnere mich nicht an den Titel, daher glaube ich nicht, dass ich schon einmal davon gehört habe." Schließlich erinnerte er sich an so gut wie alle banalen Informationen, die sein Gehirn bisher aufgeschnappt hatte. Ihr nächster Satz stürzte ihn jedoch wieder in tiefes Grübeln. Wie meinte sie das, wenn sie sagte, er solle nicht sein Leben lang auf etwas warten? Hatte das irgendeinen Zusammenhang mit der vorher erwähnten Geschichte? Der Valentine machte sich eine mentale Notiz später noch einmal die Geschichte von Hachiko nachzuschlagen, wollte er sich diese zusätzliche Information doch nicht entgehen lassen. Und auch gegen den Spitznamen, den Naomi ihm gab hatte der Blauhaarige relativ wenig einzuwenden. Dafür war er viel zu zufrieden von ihrer Reaktion auf seine Frage. Sie würde sein Geschenk also annehmen. Vorausgesetzt sie würden sich noch einmal in diesem Leben treffen. Ciel war fest entschlossen dafür zu sorgen, dass es soweit kam. Der Gedanke, dass dies hier eine einmalige Begegnung sein würde gefiel ihm nämlich überhaupt nicht. Dafür war Naomi in den letzten Minuten viel zu interessant für ihn geworden. Er wollte sie näher kennen lernen und das ging nur, wenn sie sich ein weiteres Mal über den Weg laufen würden. Und das Schicksal musste ihm schon übel mitspielen, wenn es das verhindern würde, wo die beiden Magier doch nun die selbe Gilde besuchten.
Als Naomi merklich näher an ihn heran rückte schlang er in einer flüssigen Bewegung einen Arm um ihre Taille und zog sie noch ein Stück näher an seine Seite. Er schien unterbewusst eine Art Beschützerinstinktfür sie zu entwickeln, denn an seiner Seite wirkte sie so zierlich und klein, beinahe verletzlich. Dabei war er gar nicht einmal so viel größer als sie. Und ihre Finger waren so entsetzlich entspannend, wie sie da so ihre Arbeit auf der glatten Haut an seinem Nacken verrichteten. Dafür, dass er bei ihr jedoch beinahe seine Deckung fallen ließ, rutschten seine Nerven automatisch auf Alarm, als er Naomi diesen seltsamen Name flüstern hörte. Der Kopf des Blauhaarigen hob sich ein Stück, damit er die Entdeckung der Blonden besser im Blick hatte und kurz darauf fanden seine Augen einen zerschlissen bekleideten Mann, der sich auf seine Sitznachbarin zubewegte und dann kurz vor ihnen zum stehen kam. Er schien Naomi vertraut, denn ansonsten würde er sich ihr gegenüber wohl kaum so zutraulich verhalten. Aufmerksam verfolgte Ciel die wenigen Worte, die der Fremde sprach und zuckte dann erschrocken zusammen, als der Pfeil seine Kehle in einem sauberen Treffer durchtrennte. Den zweiten hörte der Valentine surren und er zog Naomi in einer beschützerischen Geste noch ein Stück näher zu sich. Anstalten zu helfen machte er keine. Diesen armen Kerl würde ohnehin nichts mehr retten können, da konzentrierte er sich lieber darauf seine Begleitung im Notfall zu verteidigen. Er schien nicht der einzige zu sein, der so dachte, denn kurz darauf baute sich ein massiver Kerl vor dem Zweiergespann auf. Mit einem kleinen Unterschied, denn wenn man einen Blick auf den Bogen in dessen Händen warf, dann konnte man eins und eins zusammenzählen und kam zu den Schluss, dass wohl er für diesen unerfreulichen Zusammenstoß verantwortlich war. Wieder verließ ein dunkles Brummen Ciels Kehle, doch diesmal glich es mehr einem Knurren und hatte wenig mit der vorherigen Zufriedenheit zu tun. "Fürsorge in allen Ehren, aber war es gleich notwendig den Mann umzubringen? Er schien mir nicht wie eine Bedrohung..." Denn wenn er es gewesen wäre, dann hätte der Valentine ihn sicherlich nicht so nah an die Blonde heran gelassen. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht und er war erpicht herauszufinden, was genau das war.

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme


Zuletzt von Ciel am Mo 3 Nov 2014 - 16:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Naomi

avatar

Anzahl der Beiträge : 58
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mo 3 Nov 2014 - 16:27

Er hatte seinen Arm um sie gelegt. Etwas was Naomi nichts ausmachte. Die Nähe anderer war wirklich Balsam für ihr eigentlich sehr geschundenes Seelchen. Ein wenig kuscheln war wirklich etwas, was sie sonst nur auf Quests bekam, wenn sie mit Seraphim oder Ren unterwegs war. Doch Masarus Auftauchen und seine Ermordung durch Hauro ließen sie diese Situation allerdings wenig genießen. Anspannung machte sich in ihr breit, als sie die fadenscheinige Erklärung für dieses Attentat hörte. "Eine Bedrohung für mein Wohl!", blaffte sie den Mann an, der vor ihr stand und schon etwas überrascht schien. Sie hatte bisher nie Widerworte gegeben, war nicht laut gewesen und damit war jetzt Schluss. Dieser Mensch hatte ihr sein Leben gewidmet, hatte versucht es ihr in der Hölle so gut wie möglich zu gestalten und nun war er tot, weil er ihr etwas hatte sagen wollen, etwas über ihren Vater. Sie besaß also noch einen Vater, und wenn er es wusste, wusste auch Gideon etwas darüber. Der absolut liebenswerte Onkel, der sowieso alles verschwieg, was seiner bedauernswerten Nichte auch nur ansatzweise ein Ausweg aus der Hölle hätte sein können. Ihr blickt wanderte zu Boden wo Masaru leblos lag und mit seinem Blut ein wenig den Teppichboden verunreinigte. Erneut wandte sie den Blick zu Hauro, der immer noch wie der Held da stand, der er vorgab zu sein.
Klick, da war es, das Schloss, tief in ihrem Herzen, was die dunklen Dinge die sie bedrückten zurückhielt, öffnete sich, ließ einen Schwall von Trauer und Hass herausbrechen, der sich über die Jahre angesammelt hatte und dann geschah es, sie entfesselte die Magie, welche sie gelernt hatte. Take Over - Crazy Haircut: Medusas Soul! Die Haare des Mädchens wurden sprichwörtlich lebendig. Statt der Strähnen blonden Haares wanden sich nun gelbliche Schlangen die sich gegen Hauro richteten, ihm fauchend ihre Zähne zeigten. Vorsichtig löste sie sich aus Ciels Armen und erhob sich. "Wie einen Bruder habe ich diesen Menschen geliebt, weil er mir die Hölle die das Haus de Avillion darstellt, so angenehm wie möglich gemacht hat und jetzt wollte er mir etwas über meinen Vater sagen! Gideon hat dich geschickt, dass du es verhinderst nicht wahr? Musste er mich deshalb so plötzlich verlassen! Wenn Rio wieder aufwacht, dann wird, dass alles ein jähes Ende nehmen wird!" Take Over - Dark Sky: Satan Soul! Nun erschienen auch die Flügel und mit ein paar kräftigen Schlägen konnte sie sich nun auf Gesichtshöhe mit ihm erheben. Das war vorher nicht möglich gewesen, sie hatte sich so klein gefühlt und nun fühlte sie sich so riesig.
Doch da war es auch schon vorbei, wie eine kleine Fliege holte er sie mit einem Schlag aus der Luft und unsanft schlug sie auf dem Boden auf. Von dem Aufschlag war sie irgendwie benebelt. Neben ihr lag Masaru und sie konnte auf seinen dunklen Hinterkopf sehen, von da aus schwenkten ihre braunen Augen zu Ciel, der auch noch da war. "Inu-kun", sie wollte nicht seinen Namen sagen, vielleicht würden sie ihn sonst suchen und ebenfalls vernichten. Die Zauber hatten sich wieder verflüchtigt und auf dem Boden lag wieder das kleine Mädchen. Das ihren Gildenkollegen schon gar nicht mehr so klar sah. Dies alles war, obwohl sie die Stimme erhoben hatte, scheinbar so leise gewesen, dass es keiner in der Bibliothek mitbekommen hatte, außer direkt Umstehende. Doch die hielten sich fein raus, es war ja nicht ihre Sache, deshalb hielten sie sich raus. "Ich schaff das schon", sie musste es schaffen da führte kein Weg dran vorbei. Dann verlor sie das Bewusstsein. Es wurde schwarz um sie herum. Hauro hatte seinen Job gut erledigt. Locker hob der junge Mann seinen ehemaligen Kollegen über seine Schulter und mit seiner Schutzbefohlenen machte er dasselbe. Bald würde sie dies nicht mehr sein, eine andere Stellung einnehmen. "Ich wünsche dir noch einen schönen Tag", sagte er dem Jungen zugewandt, als hätte er ihm gerade ein Päckchen überbracht und dann machte er kehrt und ging, ohne sich noch einmal umzudrehen. Das Buch, welches sie hatte lesen wollen, blieb auf dem Boden zurück.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ciel
Ace of Spades
avatar

Anzahl der Beiträge : 75
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Oshibana Town

BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   Mo 3 Nov 2014 - 16:54

Ciels Augen verfingen sich in Naomis Haaren und ein Schauder ergriff ihn, als er die Schlangen erkannte, die nun das Haupt des Mädchens schmückten. Wenn das die Kräfte ihres dämonischen Take Overs waren, dann war der Valentine froh, dass er nicht das Ziel ihrer Wut war. Doch nicht nur der Anblick ihrer Magie war furchteinflößend, auch der Ton in dem die Blonde sprach zauberte eine Gänsehaut auf die Arme des Jungen. Zu gerne hätte er ihr nun ins Gesicht gesehen, um wenigstens ein wenig in ihm lesen zu können und ihre momentane Situation einzuschätzen. So aber konnte er nur mit großen Augen und steigender Panik bemerken, wie Naomi sich beinahe vorsichtig aus seinem beschützerischen Griff wandte und ihren gegenüber mit eisiger Stimme konfrontierte. Was sie da sagte ergab für den Valentine nicht wirklich einen Sinn und dennoch interessierte es ihn. Er wollte wissen wer Rio und Gideon waren und wieso der zerschlissen bekleidete Mann für seine Information hatte sterben müssen. Natürlich war Ciel bewusst, dass dieses Wissen ganz offensichtlich mit einem maßgeblichen Risiko verbunden war (man beachtete den toten Mann zu seinen Füßen) und dennoch interessierte es ihn nicht wirklich. Seine Neugier und sein Wissensdurst nahmen überhand und als er bemerkte, wie Naomi einen weiteren Zauber anwendete verfolgte er ganz genau das Geschehen, immer mit der Bereitschaft im Notfall einzugreifen und seine neu gefundene Freundin zu beschützen. Leider reagierte er zu spät und einfach zu langsam, denn noch bevor er die Blonde warnen konnte hatte ihr offensichtlicher Beschützer sie bereits mit einem einzigen Schlag aus der Luft geholt und Naomi purzelte mehr oder weniger Sanft auf den Fußboden. Es dauerte nur wenige Sekunden, da war der Blauhaarige auf den Beinen und bereit seiner Gildenkameradin zu helfen. Natürlich wusste er, dass rein körperlich wenig Chance bestand gegen den massigen Koloss anzukommen, weshalb er es dabei beließ ihn sehr scharf im Auge zu behalten und bei Gelegenheit schon einmal ein wenig Mana in seiner rechten Hand zu sammeln. Lediglich Naomis schwaches Stimmchen hielten ihn davon ab sich mit dem deutlich größer und breiteren Mann an zulegen. Sie schien genau zu wissen was vor sich ging und was genau sie zu erwarten hatte und Ciel vertraute ihr. Generell wusste er auch viel zu wenig, um sich in diese Situation einzumischen, weshalb er dem stämmigen Mann auf seine Verabschiedung hin lediglich mit einem verbissenen Gesichtsausdruck zu nickte und die beiden ziehen ließ. Was sollte er auch anderes tun, war er doch offensichtlich kein Fremder und schien zu mindestens für Naomi keine wirkliche Gefahr darzustellen. Und trotzdem hinterließ das Treffen einen seltsam fahlen Beigeschmack in seinem Mund, welches ihn seiner Hilflosigkeit nur noch deutlicher bewusst werden ließ. Der Tag war wirklich überraschend, wenn auch nicht unbedingt erfreulich ausgegangen. Nun, in jedem Fall hatte er Ciel eine Menge an Stoff zum Nachdenken gegeben. "Du meine Güte, was ist denn hier passiert?" Richtig. Er hatte die Bibliothekarin vergessen, welche das Geschehen ganz offensichtlich mit großen Augen und einiges an Panik verfolgt hatte. Ihr Blick war auf den nicht gerade dezenten Blutfleck gerichtet, der sich seinen Weg in den staubigen Teppich gegraben hatte und wohl nicht so ohne weiteres zu entfernen war. Bei ihrem verzweifelten Blick konnte sie einem beinahe Leid tun. "Ein Unfall. Das Ganze ist nun geklärt." Ciel hatte keine Lust sich noch weiter mit der Frau zu unterhalten, weshalb er mit nachdenklicher Miene nach dem Buch am Boden griff und es auf dem Beistelltisch neben dem Sessel ablegte. "Tut mir leid, aber ich fürchte ich muss jetzt gehen." Allerdings würde er vorher ganz sicher noch einmal nach von Hachiko nachschlagen. Naomi hatte ihm erst einmal genug Stoff zum nachdenken gegeben. Und dann musste er sich natürlich auch noch überlegen, wie genau er es schaffte die reizende Blondine wiederzusehen. Denn das es zu einem weiteren Treffen kommen würde, dafür würde der Dragonslayer ganz sicher sorgen.

~ Ende des Offs ~

_________________
|| Reden | Magie | NPC ||

If you can't endure me at my worst, you sure as hell don't deserve me at my best.
Main Theme | Battle Theme | Stimme
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Bücherei von Oshibana Town   

Nach oben Nach unten
 
Bücherei von Oshibana Town
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Umland von Magnolia und Hargeon Town
» Über den Dächern Oshibana Towns - Drachenhort
» Geschäftsstraße von Crocus Town
» Bahnhof von Crystalline Town

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Fairy Tail RPG Forum :: Playkühlschrank :: Oshibana Town-
Gehe zu: