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 Tiefer Nadelholzwald

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Valerie
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Valerie

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BeitragThema: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:14

cf: Erdgeschoss des Lamia Scale Gildenhaus

Valerie hatte nicht einmal bemerkt, mit welcher Geschwindigkeit sie sich durch die Straßen bewegt hatte und erst, als sie am Bahnhof angekommen waren und die Sakai feststellen musste, dass ihre Gefährten völlig außer Atem waren, hielt sie überrascht inne. Normalerweise war es gerade ihre Ausdauer, die ihr trotz relativ hoher Geschwindigkeit Probleme bereitete, weshalb es sie nun umso mehr wunderte, dass sie in diesem Bereich offensichtlich noch besser bestückt war, als ihre beiden Kameraden. Nun, es blieb wenig Zeit für Mitleid oder eine kleine Verschnaufspause, denn kaum hatten sie sich durch die Menschenmassen gedrängt, da hatte die Magierin auch schon ihren Zug entdeckt und hatte ihren Kollegen ein Zeichen gegeben, ihr in ein Abteil zu folgen. Dort hatte sich auch relativ schnell ein Platz gefunden und kaum das die Dunkelhaarige sich auf ihren Ledersitz fallen gelassen hatte, konnte sie auch schon wieder entspannt durchatmen und den Faden des Gesprächs neu aufgreifen.
"Also, wie war das nun? Ihr seit also beide noch nicht so wirklich kampferprobt? Das mit den wenigen Zaubern wird kein Problem sein, Kori~chan, wir werden sicher trotzdem einen Weg finden, wie wir uns deine Magie zu Nutze machen können. Und ich bin auch ein wenig darauf vorbereitet, im Notfall den Großteil des Kämpfens zu übernehmen.", das sie davon ausging, mit der Kälte viel eher Schwierigkeiten zu haben, behielt sie hierbei lieber für sich, denn sie wollte die beiden Jungs nicht unnötig beunruhigen. Immerhin war sie sich sicher, dass sie das Ganze schon aushalten und die Quest heil hinter sich bringen würde. "Wir werden im Übrigen nicht lange unterwegs sein, maximal fünfzehn Minuten." Wie auf ein Stichwort setzte sich das mächtige Eisengefährt daraufhin auch schon mit lautem Geratter und Geknatter in Gang und kurz darauf konnte die Sakai die Bäume an dem Fenster vorbeiziehen sehen, während sich ein entspanntes Lächeln auf ihre Lippen legte.
Die Zugfahrt war, wie bereits angekündigt, eine kurzweilige Angelegenheit und es dauerte gar nicht lange, da hatten sie auch schon den Bahnhof von Oak Town erreicht. Ein hohes Pfeifen ertönte und signalisierte den Magiern so, dass sie nun aussteigen konnten. Kurz überlegte die Sakai, wie viel Magie wohl in dem Gefährt stecken musste, dass es in einer derartig kurzen Zeit eine solch lange Strecke bewältigen konnte, dann wurde ihre Aufmerksamkeit auch schon wieder auf die Aufgabe gelenkt, die vor ihnen lag. Jetzt mussten sie also erst einmal vom Bahnsteig aus zu dem Labor kommen, bei welchem sie ihr Auftraggeber erwarten würde. Wie schade, dass Valerie nicht wirklich für ihren ausgezeichneten Orientierungssinn bekannt war...
Draußen angekommen zückte die Sakai als erstes eine Karte des Ortes, welche sie sich extra vom Gildenmeister hatte geben lassen, bevor sie die Quest angenommen hatte. Oak Town mochte nicht die größte Stadt sein, die die Sakai jemals besucht hatte und dennoch war es besser vorbereitet zu sein, als die nächsten Stunden völlig planlos durch die Gassen zu irren und sich durchfragen zu müssen. Auf dem Papier, welches sie langsam ausrollte und anschließend so hielt, dass auch ihre Gefährten einen Blick darauf werfen konnten, war eindeutig ein roter Kreis zu erkennen, mit welchem ihr Meister Gale das Labor von Professor Stine gekennzeichnet hatte. Es lag etwas außerhalb der Stadt und ein wenig tiefer im Wald und schien eines der abgelegeneren Gebäude zu sein.
"Da müssen wir hin.", meinte die Siebzehnjährige und deutete schließlich mit der rechten Hand auf den eingezeichneten Fleck, während sie versuchte die Karte trotz starkem Windes zwischen Knie und Ellbogen zu balancieren. "Das ist das Labor von Professor Stine, unserem Auftraggeber. Der wird uns dann auch sicher erklären, wo genau wir nach den gesuchten Kräutern Ausschau halten müssen." Und vielleicht, wenn sie Glück hatten, dann würden sie doch nicht in die Nähe des Berges müssen, immerhin war es so schon kalt genug.

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Alistair
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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:15

Schon als sie in einem Abteil des Zuges Platz nahmen, fühlte der Weißhaarige sich mulmig. Er wusste, was während dieser Fahrt auf ihn zukommen würde und er hoffte, dass es ihn nicht zu sehr behindern würde.
Noch bewegten sie sich jedoch nicht und so konnte er Kori nochmal anlächeln und zunicken. „Ja, du hast sicher recht. Wenn wir wirklich in die Berge müssen, wird sich sicher eine Gelegenheit dafür ergeben.“ Alistair war schon gespannt darauf, wo und welche Kräuter sie denn nun suchen müssen. Und natürlich war er auch auf die Kreaturen, denen sie begegnen würden, wenn sie wirklich in die Berge müssten, gespannt. Was es da wohl alles gab? Bestimmt gab es viele Kreaturen, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Jedenfalls hoffte er das.
Und noch während er darüber nachdachte, setzte der Zug sich auch schon in Bewegung und der Weißhaarige spürte bereits, wie ihm übel würde. Es war zwar nicht so schlimm, dass er sich jeden Moment übergeben könnte, aber zumindest so störend, dass er nicht mehr wirklich fähig war, sich zu unterhalten und man es ihm wohl auch von seinem Gesicht ablesen konnte, dass etwas nicht stimmte. Ein Glück, dass die Zugfahrt relativ kurz war und er schon bald darauf wieder festen, unbeweglichen Boden unter seinen Füßen hatte. Fortbewegungsmittel waren wohl wirklich die einzigen Dinge, in die der Dragonslayer kein Interesse steckte, aus offensichtlichen Gründen. Aber wenigstens war es jetzt vorbei und nachdem er ein paar Mal die, halbwegs, frische Luft auf dem Bahnsteig eingeatmet hatte, waren auch die letzten Reste der Übelkeit so gut wie weg. Nun konnte er sich auch wieder auf die anderen und auf ihre Mission konzentrieren! „Oh, eine Karte. Wie praktisch. Du hast wirklich mitgedacht Valerie.“ Natürlich warf er ebenfalls einen Blick auf die Karte und versuchte, sie sich so gut er konnte einzuprägen, zum Teil auch um sie später noch mal selbst aufzeichnen zu können. Hauptsächlich aber, damit er, sollte er sich verlaufen, ungefähr wüsste, wo er hin musste... Kurz darauf setzten sich die Drei auch schon in Bewegung, wobei Alistair ein wenig hinter den anderen beiden zurückblieb. Das lag hauptsächlich daran, dass er nebenbei fasziniert die Gebäude und Menschen der Stadt betrachtete. Dies war sein erstes Mal in Oak Town und daher war seine natürliche Neugierde selbstverständlich besonders groß. Und da er dabei natürlich nicht all zu gut auf den Weg achtete, passierte, was passieren musste. Er verpasste eine Abzweigung und lief einfach in die falsche Richtung weiter. Etwa zehn Minuten lang merkte er nichts und ging einfach weiter, aber schließlich merkte er es. Nicht etwa, weil er endlich mal nachsah ob die anderen noch vor ihm waren, sondern weil ihm niemand auf sein „Was meint ihr, wie weit es noch bis zum Labor ist?“ antwortete. Wo sind sie nur hin? Diese Frage ging ihm natürlich als Erstes durch den Kopf, aber da er sie auch nach mehrmaligem Umsehen nicht entdecken konnte, kam er darauf, dass er sich wohl verlaufen haben musste. Er geriet nicht in Panik, das entsprach immerhin nicht seiner Art, aber Sorgen darüber, wie er jetzt zum Labor finden sollte, machte er sich schon irgendwie. Die Karte hatte er sich zwar eingeprägt, aber da er nicht darauf geachtet hatte, wo er lang ging, hatte er nun keine Ahnung. wo er steckte. Ein paar Minuten lang stand er nun da, Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand an sein Kinn gelegt und den Ellbogen auf der Handfläche seiner linken Hand gestützt, darüber nachdenkend, wie er zum Labor finden sollte. Schließlich kam er auf die Idee, jemanden nach dem Weg zu fragen. Allerdings dauerte es eine Weile, bis er das Glück hatte, jemanden zu finden, der wusste, wo das Labor lag und ihm auch noch den Weg beschreiben konnte. Da er diesen nun kannte, machte sich der Weißhaarige auch sogleich auf den Weg und hoffte, die Anderen würden nicht zu lange auf ihn warten müssen oder ihn sogar suchen.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:18

Einen Augenblick lang betrachtete Valerie noch die Karte, welche sie auf ihrem Knie ausgerollt hatte, dann legte sich ein zufriedener Gesichtsausdruck auf ihre Züge und ihre schlanken Finger rollten das Papier in sicheren und entschlossenen Handbewegungen wieder zusammen. Sie wusste nun, wo sie ihr Team hinführen musste und war sich außerdem sicher, dass es nicht so schwierig sein konnte, dass Labor des Professors zu finden. Immerhin schien Oak Town nicht unbedingt der belebteste Ort der Provinz zu sein und nach einer Persönlichkeit wie dem Doktor würde man sich zur Not sicherlich auch noch in irgendeinem der kleinen Lädchen oder bei einem der Passanten erkundigen können. Es dürfte also nicht allzu schwer sein ihr Ziel zu finden.
Die Karte wurde sicher wieder in der Umhängetasche des Mädchens verstaut, ehe sie sich in Bewegung setzte, der Hauptstraße folgend. Wenn sie die Karte richtig verstanden hatte, dann mussten sie nun zuerst der großen Straße entlang bis zur anderen Seite der Stadt und von dort aus einem kleinen Pfad folgen, welcher sie direkt in den Wald und zu dem Labor führen würde. Das dürfte doch nicht allzu schwierig werden. Und tatsächlich war der Weg nicht sonderlich schwer zu finden, wenn es auch einiges an Beobachtungsgabe forderte von diesem aus den passenden Pfad zu entdecken. Besonders, wenn man nebenbei damit beschäftigt war, ein Buch zu lesen. Valerie hatte auf Grund von mangelnder Kommunikation innerhalb ihrer kleine Runde erneut ihr Buch über Finsternisrunen hervor gezogen und blätterte nun, trotz starkem und eisig kaltem Wind tapfer in den dünnen Seiten, während sie versuchte sich auf das Geschriebene zu konzentrieren. Erst als die junge Sakai bemerkte, dass sie mittlerweile von dichten Tannen umgeben war, rutschte ihr Kopf hoch und sie drehte sich um. Ja, da war Kori Ibara, ihr einen Teamkamerad, aber von Alistair fehlte jede Spur. Der Magierin klappte der Mund auf, während ihr Griff um das Buch erschlaffte. Noch kurz zuvor hatte sie gedacht, dass es als ihre Teamleiterin nicht auch noch ihre Pflicht war, ihre Kameraden auf einem Auftrag zu bespaßen oder zu unterhalten, diesen Entschluss bereute sie gerade um so mehr. Während sie so in ihre Lektüre vertieft gewesen war, hatte sie die Aufmerksamkeit gegenüber ihren beiden Begleiterin völlig zurückgeschraubt und dieses Verhalten rächte sich nun. Sie hatten Alistair verloren. Es war kalt, windig, sie befanden sich in einer völlig fremden Stadt und hatten Alistair verloren.
“Kori...hast du gesehen, wo Alistair hingegangen ist?“ Ihre hohe Stimme war von einem Ausdruck der Panik durchzogen und ihre Pupillen schienen geweitet, während sich ihre Schneidezähne nervös in ihre Unterlippe verbohrt hatten. Wenn sie Alistair nicht wiederfinden würden, dann hatte sie als Teamleiterin ein verdammtes Problem, denn sie war auf Quests für die anderen Magier des Teams verantwortlich. Wenn sie den Dragonslayer nun nicht finden würden, dann wäre das eine absolute Katastrophe.
Valerie zwang sich, tief durchzuatmen und schloss für einen Augenblick die Augen, um sich zu sammeln. Sie musste Ruhe bewahren, Panik würde nun niemandem etwas nützen. Rational denken, so lautete die Devise. Okay, Alistair war verschwunden, was tat sie nun als verantwortungsbewusste Teamleiterin? “Also, es bringt nichts, wenn wir jetzt nach ihm suchen, er könnte wer weiß wo stecken. Ich sage, wir gehen erst einmal zum Labor weiter. Ich habe euch schließlich die Karte gezeigt, Alistair müsste also wissen, wo sich unser Ziel befinden.“ Ja, das klang logisch und schien ein guter Plan zu sein. Zufrieden nickte Valerie, zog dann die Seiten ihres Parkers enger um ihren frierenden Körper, ehe sie den Waldpfad betrat, welcher sie direkt zum Labor des Professors führen würde. Sicher würde Alistair wieder auftauchen, er hatte sie bestimmt nur irgendwo kurz aus den Augen verloren. Die einzige Frage war nur, was Valerie tun würde, wenn sie den Finsternismagier nicht mehr finden würden...

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:19

Nach der Ankunft, machte sich die kleine Truppe also auf um das Labor des Doktors zu finden. Valerie wies auf einen Bereich auf der Karte, welche sie den anderen beiden zeigte. Das Labor des Doktors lag etwas außerhalb von Oak Town, tief in einem der Tannenforste die Rund um die Stadt wuchsen. Sie machten sich auf den Weg durch die Stadt. Da sie nun in ein Schweigen verfallen waren, nutzte Kori die Gelegenheit die Umgebung etwas genauer zu betrachten. Alles in allem ist Oak Town doch etwas kleiner als Hosenka Town, doch diese Stadt hatte etwas, was man in Hosenka Town vermisst. Oak Town schien wesentlich rauer zu sein als Hosenka, doch auch wesentlich naturverbundener und der Schein von Kaminfeuern der durch die vereisten Fenster der Häuser schien und der Rauch aus den Schornsteinen ließen vermuten, dass jede dieser Häuser schön warm und geheizt waren. Kori war etwas neidisch auf die Bewohner; die konnten sich drinnen an Wärme, Gemütlich- und Behaglichkeit erfreuen, während er, seine Kumpanen und einige frierende Passanten dem, nicht sonderlich heftigen, jedoch trotzdem sehr kalt-beißendem Wind standhalten mussten. Die Straßen von Oak Town schienen vor etwa einer Stunde frei geschoben worden zu sein, jedoch hat sich bereits wieder eine dünne Schneeschicht auf dem Kopfsteinpflaster gebildet, welche die Schritte der Magier aufzeichnete. Der Blick Koris wurde nun von dem großen See angezogen. Die Ufer des Sees waren zugefroren. Weiter draußen glitzerte das dunkle Nass. Im Hintergrund erhob sich das größte Gebirge Fiores, die Hokabe- Gebirgskette. Als sich Kori von dem wirklich atemberaubenden Panorama lösen konnte bemerkte er, dass sie Oak Town langsam verließen und sich auf einem Pfad befanden, welcher in den Wald führte, wo ihr Klient lebte. Beim betreten des Waldes, schien es fast so, als ob sämtliche Geräusche vom Winter eingefroren worden waren. Lediglich das Knirschen ihrer Schritte war der einzige Störfaktor, welche die reine Stille des Waldes beeinflusste. Selbst der Wind war kaum mehr zu spüren, da die Tannen einen sehr guten Windschutz boten und lediglich die weißen Schneeflocken fielen wie die Boten des Windes in dieses Reich der Geräuschlosigkeit. Nach einigen Minuten, wandte sich die Sakai plötzlich um. Sie machte eine verdutzte Miene und fragte daraufhin Kori, wo Alistair sei. Nicht minder überrascht, musste Kori feststellen, dass sie ihren Teamkollegen verloren hatten. „Du meine Güte! Quelle catastrophe! Entschuldige, aber ich denke mal ich habe genauso wenig wie du auf ihn geachtet, was ja eigentlich auch nicht notwendig sein müsste, er ist ja schließlich kein kleines Kind mehr.“, entgegnete ihr Kori. Auf die Aussage, dass sie besser weitergehen sollten, gab Kori ein Nicken mit dem Kopf von sich und sie setzten ihren Weg fort. Nach etwa zehn Minuten kamen die beiden schließlich zu einem Haus, oder wohl besser Glashaus, denn das Gebilde vor ihnen sah aus wie eine riesige Glaskuppel. Der Pfad endete vor einer großen, schweren Tür aus Eisen. An ihr hing ein Messingschild auf dem „Dr. Cornelius Morgentau, Fachmann für die Botanik Fiores“ stand. Daneben befand sich eine Strippe, welche wohl die Hausglocke war. Kori zog kräftig daran und er konnte aus dem Innern der Kuppel das Läuten einer entfernten Glocke vernehmen. Nach etwa einer Minute kam dann auch schließlich der Hausherr. Dr. Morgentau war ein älterer Mann im Alter von etwa sechzig Jahren. Er war gut 180 Zentimeter groß, hatte eine Halbglatze, graue Haare und trug eine Hornbrille, hinter deren Gläser alte, grüne Augen die Magier beäugten. Seine Kleidung war jedoch für den Winter etwas ungewöhnlich, denn er trug die Kleidung eines Gärtners. Seine Schürze war ebenso dreckig wie seine Hände, und in der rechten Hand hielt er eine kleine, gelbe Beetschaufel. Er sah in der Tat so aus, als ob er bis gerade eben bei der Gartenarbeit gewesen war. Kori räusperte sich: „Verzeihen sie Herr Doktor Morgentau. Wir sind die von Lamia Scale gesandten Magier die sich ihrem Auftrag annehmen wollten. Nun, mein Name ist Kori Ibara und dies hier ist unsere Gruppenleiterin Valerie Sakai. Eigentlich begleitet uns auch noch der Magier Alistair Adams, nur wurden wir getrennt, doch wir sind zuversichtlich, dass er den Weg zu uns finden wird.“, mit dieser kleinen Vorstellung wollte er es erst einmal belassen. Nun war es an der Reihe des Klienten oder der Sakai das Gespräch aufrecht zuhalten.
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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:27

Nicht von der Umgebung ablenken lassen, nicht von der Umgebung ablenken lassen, nicht von der Umgebung ablenken lassen. Diesen Gedanken immer wieder wiederholend eilte der Weißhaarige durch die Straßen von Oak Town. Er wusste endlich, wo er hin musste und um die anderen nicht zu sehr warten zu lassen, musste er sich jetzt wirklich beeilen, weswegen er sich auf gar keinen Fall erneut von seiner Umwelt ablenken lassen durfte. Dabei war es schon schwer genug an diesem kalten Tag jemanden zu finden, der wusste, wie man zum Labor kam. Geschweige denn überhaupt jemanden zu finden. Aber glücklicherweise hatte er es dann doch geschafft, auch wenn es anschließend schwierig für ihn war, nicht noch mehr Fragen zu stellen, die absolut unnötig wären und ihn jetzt nur Zeit kosten würden. Doch er schaffte es, sich selbst davon abzuhalten und lief schließlich in die Richtung, die ihm gezeigt wurde los. Jedoch fand er schon ein paar Straßen weiter doch etwas, das ihn anhalten und gucken ließ. Ein Straßenkünstler! Und tatsächlich, trotz des eisigen Wetters war dort ein älterer Mann am Straßenrand und jonglierte mit mehreren Bällen. Hätte ich doch mehr Zeit... Doch die hatte er nicht und so nahm er sich einfach ein paar Münzen und warf sie in die, ziemlich leere, Schale, die vor dem Mann auf dem Boden lag. Wer bei solch einem Wetter dennoch tapfer seine Tricks aufführt, hat es sich sicher verdient. Mit diesem Gedanken lief er dann schnell weiter durch die Straßen, bog hin und wieder ab und bemühte sich, sich nicht erneut ablenken zu lassen. Das gelang ihm auch, denn schließlich kam er am Waldrand an. Vor sich sah er nun ziemlich dichte Tannen und dazwischen, eigentlich kaum sichtbar, einen Weg der sich durch die Bäume hindurchschlängelte. Fast geschafft. Ich hoffe ich komme nicht allzu spät. Wieder lief er los und folgte dem Weg, der ihn durch den Wald führte. Ein paar Minuten lang bewegte er sich so durch den Wald, bis dieser sich endlich etwas lichtete und zu einer kleinen Lichtung hin öffnete. Auf dieser fand sich ein Haus und vor diesem, den Drachen sei Dank, seine beiden Gildenkameraden. Diese unterhielten sich gerade mit einem älteren Mann, vermutlich ihr Auftraggeber. Etwas außer Atem ging er nun also, in einem normalen Tempo, auf die drei zu und hob leicht seinen Arm, um zu winken. „Yoooooo~ Tut mir leid, dass ich verloren gegangen bin!“ Na hoffentlich machten sie ihm nicht zu viele Vorwürfe, er war ja glücklicherweise doch noch rechtzeitig angekommen...

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:28

Valerie hatte bei Koris Vorstellung kurz das Verlangen, mit der flachen Hand auszuholen und diese dem Blonden von hinten in einer tadelnden Geste an den Kopf zu schlagen. Was dachte sich der Magier nur dabei, ihrem Klienten bereits in seiner Begrüßung zu verraten, was auf ihrer Anreise bisher alles schief gelaufen war? Wie sollte der alte Herr sie denn jetzt noch für ernsthafte und fähige Magier halten? Ein Seufzen verließ die Lippen der Sakai, ehe sie schließlich die Hände aneinanderlegte und eine respektvolle Verbeugung andeutete. Sie hatte sich zuvor gründlich über den Doktor informiert und so erfahren, dass er im Bereich der Botanik und Pflanzenkunde einer der führenden Experten auf seinem Gebiet war, weshalb es angemessen schien, ihm auch wie eine derartige Persönlichkeit und mit dem nötigen Respekt gegenüber zu treten. "Kori hat recht, Herr Professor, wir sind auf Grund ihres Auftrages an Lamia Scale hier. Kori, würdest du ihm bitte dein Gildenzeichen zeigen?" Die Magierin war es mittlerweile gewohnt, dass viele ihrer Auftraggeber einen Beweis für die Mitgliedschaft einer Gilde verlangten und da ihr eigenes Zeichen sich unglücklicherweise an einer wenig erreichbaren Stelle befand, hatte sie die unbestimmte Hoffnung, dass dies bei dem Blonden nicht der Fall war.
Überraschender Weise wank der alte Herr jedoch ab und unterzog die beiden Magier schließlich einer strengen Musterung, bei welcher er leise und undeutlich vor sich hin murmelte. Es dauerte eine Weile, ehe sich sein Blick wieder klärte und sich ein schiefes Grinsen auf seinen Gesichtszügen ausbreitete. "Lass nur Mädchen, ich erkenne mit wem ich es hier zu tun habe.", wank der alte Herr ab, ehe sein Blick sich auf etwas hinter seinem Besuch konzentrierte. Gerade wollte Valerie erneut das Wort erheben, da wurde sie von einer Stimme hinter sich aus dem Konzept gebracht und fuhr herum. Es war Alistair, welcher da gerade den Weg entlanggelaufen kam und beinahe augenblicklich zogen sich die Augenbrauen auf der Stirn der Finsternismagierin gefährlich zusammen. "Alistair, kannst du mir mal verraten, wo genau du gewesen bist?" Die Schuldgefühle von kurz zuvor, welche sich auf Grund ihrer Unachtsamkeit eingeschlichen hatten, waren bereits vergessen und hatten einer gewissen Schnippigkeit weichen müssen. Was glaubte der Adams eigentlich, dass er erst einfach so verschwinden und dann plötzlich ohne ein Wort der Erklärung wieder auftauchen konnte? Mal ganz von der Tatsache abgesehen, dass er es nicht einmal für nötig zu halten schien, zu erwähnen, wo genau er eigentlich gewesen war. Nun, wenigstens war er anständig genug, sich zu entschuldigen, was das Gemüt der jungen Magierin schon wieder ansatzweise beruhigte. Außerdem befanden sie sich direkt vor einem Klienten und da würde es nur unprofessionell wirken, wenn sich das Team vor eben jenem zerstritt oder großartig am rum diskutieren war. Und wenn es eines gab, dass Valerie in ihrer Zeit bei Lamia Scale gelernt hatte, dann war es die Tatsache, dass man von den Magierin ihrer Gilde oftmals Perfektion und Verlässlichkeit erwartete, zwei Eigenschaften, mit denen sie bisher nicht unbedingt geglänzt hatten. Diesen Eindruck galt es jetzt wieder zu beseitigen und das war als Gruppenleiterin in erster Linie ihre Aufgabe. "Möchten Sie uns nicht hinein bitten, Herr Professor? Dann können wir ihr Anliegen weiter besprechen und sie uns eventuell erklären, was es mit diesem Vortrag auf sich hat."
Der alte Herr kratzte sich noch einmal nachdenklich am Kinn, dann nickte er bestätigend und forderte die Magier mit einem winken seiner Hand auf, ihn in sein Anwesen zu begleiten. Valerie zögerte nicht lange und folgte der Bitte, den Blick forschend nach Links und Rechts konzentriert. Das Haus Morgentaus war überall mit deckenhohen Regalen eingerichtet, welche über und über mit Pflanzen bestückt waren, die Valerie noch nie zuvor gesehen hatte. Das Ganze wirkte beinahe gruselig und der stickige Geruch von Kräutern und Pflanzen, welcher schwer und prominent in der Luft lag, ließ die Sakai beinahe erschwindeln. Sie sah sich gezwungen durch den Mund einzuatmen, da ihre Nase von der Kälte außerhalb noch immer lief, weshalb sie den Geruch noch tiefer aufnahm und kurz stehen bleiben musste, um nicht zu taumeln. Kam es ihr nur so vor, oder bekam man hier wirklich schlecht Luft? Oder fiel ihr auch einfach nur das atmen schwer? Valerie vermochte es nicht wirklich zu sagen und konnte sich auch nicht näher damit beschäftigen, da sie in der Wohnstube des Hauses angekommen waren. "Ich würde euch einen Tee anbieten, aber das wäre eine Verschwendung der guten Kräuter, also schlage ich vor, ihr setzt euch erst einmal hin.", meinte der alte Herr, ehe er auf einige alte Sessel deutete und schließlich in geschäftigem Wuseln zu dem Schreibtisch in einer Ecke des Raumes huschte.
Valerie nahm die Aufforderung gerne und dankbar an und ließ sich in einen der staubigen Ohrensessel fallen, ehe sie kurz die Augen schloss. Sie war so unendlich müde und dennoch musste sie sich konzentrieren, wer wusste schon, in welche Schwierigkeiten sich Alistair sonst nur wieder begeben würde.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:33

Kori nickte und wollte dem Auftraggeber gerade sein Gildenzeichen zeigen, doch durch die Einhalt gebietende Geste des Mannes stoppte Kori in seiner Bewegung. Nachdem er die beiden Magier gemustert hatte, stieß endlich Alistair zu den beiden Magiern hinzu. Nachdem Valerie Alistair zusammen gestaucht und sie sich bei ihrem Klienten erkundigt hatte ob sie nicht vielleicht lieber reingehen sollten, betrat Kori mit den anderen das Haus von Doktor Morgentau. Die Luft war warm, feucht und stickig. Morgentau lotste sie durch deckenhohe Regalreihen in denen augenscheinlich die gesamte Flora Fiores vor sich hin vegetierte. Nach dem Durchschreiten einer Tür gelangten sie in eine gemütliche Wohnstube. Hier waren überall Ordner, Bücher, Skizzen, Fotos, etc. vorhanden, die alle nur ein Thema behandelten: Pflanzen. Kori besaß selbst ein Werk von Morgentau und er wusste, dass er weit über die Landesgrenzen hinweg als Ikone für die Erforschung des grünen Lebens bekannt ist. Kori und die anderen ließen sich in der kleinen Sitzecke nieder. Nachdem sie es sich bequem gemacht haben blickte Morgentau sie der Reihe nach an.  "Also ich muss gestehen, dass ihr mir noch zu jung erscheint um euch in die wilde Natur der Berge zu begeben. Ich hätte etwas ältere und erfahrenere Magier erwartet aber wie dem auch sei... man soll sich ja mit dem zufrieden geben, was man kriegen kann, nicht wahr?", Koris anfängliche Sympathie für den Mann bekam einen kleinen Knick. 'Man kann ja wohl auch kaum einen Gildenmeister oder S-Rang-Magier bei einem C-Rang Auftrag erwarten.', dachte Kori, sagte jedoch nichts. Morgentau fuhr fort: "Kommen wir zur Sache: ich benötige eure Hilfe zur Beschaffung diverser Pflanzen, die ausschließlich am Hang des Mount Hokabe zu finden sind. Es handelt sich hierbei um den gemeinen Schneeklöppel, ein ferner Verwandter des Schneeglöckchens, und der Felsenprimel.", Kori seufzte leise. Seine Hoffnung nicht auf diesen Berg rauf zukraxeln, verpuffte wie ein Traum der gänzlich beendet wurde. "Ich benötige diese beiden Pflanzen für einige Experimente. Wichtig ist, dass die Pflanzen unter fast den selben Umständen wie in ihrem natürlichem Biotop ausgesetzt sind, während ihr sie hierhin Transportiert. Dafür habe ich spezielle Konservierungsboxen angefertigt in denen ihr die Pflanzen transportieren müsst. Nun zu den Pflanzen an sich: Der Schneeklöppel sieht aus wie eine sehr große Osterglocke mit weißen Blüten. Der Blütenstempel in ihrem Kelch hat die Form eines Glockenklöppels, welcher sogar, wenn man gut genug hinhört, der Pflanze einen leisen Glockenton entlocken kann, daher rührt auch der Name. Diese Pflanzen wachsen an steileren Hängen des Berges, sind aber nicht allzu schwer zu erreichen. Wenn ihr sie entwurzelt, passt um Himmelswillen auf die Zwiebel der Pflanze auf!", die letzten Worte rief er laut und mit aufgerissenen Augen heraus, was allerdings komisch und nicht wirklich ernstzunehmend erschien, weshalb sich Kori ein Lachen verkneifen musste. "Bei der Bergprimel ist es hingegen schon etwas kniffliger. Sie lebt in Kolonien auf den Berggipfeln. Das Schwierige ist halt der Weg die Pflanzen zu erreichen. Und auf den Gipfeln haben auch einige Wyverne ihre Nester aufgebaut. Daher gebt Acht, dass ihr nicht in Schwierigkeiten geratet.", 'Na der hat ja gut reden. Also ich hoffe, dass die magischen Kräfte der anderen Beiden ausreicht um einen Wyvern kalt zu machen.', dachte Kori. Doch er ahnte ja nicht, dass es schlimmer kommen würde, denn Morgentau setzte nochmals zum Sprechen an. "Ich muss ihnen allerdings noch bedauerlicher Weise mitteilen, dass sie es heute nicht schaffen werden auf den Mount Hokabe zu kommen. Um die Berge weht schon seit circa zwei Stunden ein Blizzard, der den Meteorologen nach nicht bis um drei Uhr am nächsten Morgen abgeklungen sein wird. Dank diesem unerfreulichen Umstand werde ich sie entscheiden lassen: entweder sie warten bis Morgen und übernachten hier in Oak Town oder sie kehren zurück nach Hause. Wenn sie Zweiteres tun, werde ich mich jedoch an eine kompetentere Gilde wie zum Beispiel Fairy Tail wenden müssen. Wenn sie jedoch bleiben wollen, stelle ich ihnen gerne Schlafplätze hier bei mir zur Verfügung, sofern sie kein Problem haben hinten in meinem Tropenhaus zu schlafen." 'Mist!', dachte Kori 'Ich kann unmöglich bis morgen hier bleiben! Dieser verflixte Termin!', Kori war nun wirklich in einer bedenklichen Lage, und dass nicht nur, weil er nicht hier bleiben kann. Er wollte auch nicht seine Kumpanen enttäuschen, ganz zu schweigen von seiner Gilde. Wenn Meister Gale erfahren würde, dass sie einen Auftrag an Fairy Tail verloren hätten. Blue Pegasus oder Mermais Heel wären ja noch akzeptabel gewesen, aber Fairy Tail? Kori würde es doch gewaltig wundern, wenn die Feen auch nur einen Löwenzahn von einer Osterglocke unterscheiden könnten. Und doch, Kori konnte beim besten Willen nicht hier bleiben. Also sagte er schweren Herzens:  "Es tut mir Leid, aber ich kann nicht hier bleiben. In Hosenka erwartet man mich für ein...Experiment. Aber ich bin mir sicher, dass meine Kollegen diese Mission auch ohne mich schaffen, zumal ich eindeutig der Schwächste von uns bin.", er wandte sich an seine Gildenkollegen.  "Es tut mir wirklich Leid, aber es geht wirklich nicht. Ich werde unverzüglich aufbrechen um noch den Zug Nach hause zu zu erwischen. Berichtet mir bitte von eurem Erfolg und passt auf euch auf." Ohne auf weitere Antworten zu warten nahm Kori seine Sachen, verbeugte, entschuldigte und verabschiedete sich nochmals von jedem Einzelnen. Dann drehte sich Kori um und machte sich auf, zurück in seine Heimat.
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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:35

„Ehm, nun, ja... Ich hatte mich wohl ein wenig zu sehr in der Beobachtung der Umgebung verloren und bin irgendwo falsch abgebogen.“ Ein wenig verlegen, legte der Weißhaarige nun seine rechte Hand auf seinen Hinterkopf. Doch glücklicherweise schien Valerie die Sache im Moment nicht weiter ausführen zu wollen, um sich lieber um ihren Auftraggeber zu kümmern. Dieser bat sie schließlich auch herein und kaum, dass Alistair als Letzter durch die Tür trat, taumelte er auch schon leicht und musste sich an dem Türrahmen abstützen. Die Intensität der Gerüche war einfach nur überwältigend! Selbst normale Menschen sollten hier Probleme haben vernünftig Luft zu kriegen, für Dragonslayer mit ihrem überlegenen Geruchssinn ist es fast unmöglich. Wie hielt der Professor das nur jeden Tag aus? Vermutlich war er es einfach gewöhnt. Nach einem kurzen Moment hatte sich der Weißhaarige schließlich wieder halbwegs gefangen und versuchte so vorsichtig wie möglich durch den Mund zu atmen. Dennoch waren seine Sinne noch immer von den Gerüchen überwältigt und so war es ihm kaum möglich das Innere des Hauses und die ganzen Pflanzen, von denen er viele nicht erkannt hätte, zu bestaunen. Seinen ursprünglichen Plan, nach Ende des Auftrags noch zu bleiben um mehr über Pflanzen zu erfahren gab er in diesem Moment auf. Sein Wissensdurst war zwar groß, doch er würde sich nicht freiwillig länger als nötig diesem überwältigenden Geruch aussetzen. Im Wohnzimmer angekommen, ließ er sich schließlich erleichtert in einen der angebotenen Sessel fallen. Den Geruch linderte das zwar nicht, doch immerhin war es einfacher zu sitzen, als dabei auch noch zu stehen oder zu gehen. So aufmerksam wie möglich hörte er dem Professor bei der Erläuterung ihrer Aufgabe zu und er musste sich selbst eingestehen, dass er sich eigentlich freute, dass sie auf den Berg müssten, denn das wäre sicher ein interessantes Abenteuer. Doch als er hörte, dass sie heute Nacht hierbleiben müssten, stöhnte er unbewusst auf. Eine ganze Nacht in diesem Schmelztiegel der Gerüche und dann auch noch im Tropenhaus, wo wer weiß wie viele andere Gerüche zu finden sein werden? Das würde er nicht überleben. Aber er wollte auch auf gar keinen Fall unverrichteter Dinge von seiner Ersten Quest zurückkehren. Was sollte er also tun? In diesem Moment verabschiedete sich Kori überraschend von ihnen und während der Alistair ihm noch ein wenig überrascht nachblickt, kam ihm eine Idee. Erstmal musste er diese jedoch zumindest Valerie mitteilen, bevor er sie laut vorschlug. „Valerie, ich fürchte, ich würde es hier keine Nacht überstehen. Der Geruch ist einfach zu überwältigend für meinen Geruchssinn. Aber ich möchte die Quest auch nicht abbrechen. Wäre es okay, wenn ich für die Nacht in ein Hotel in der Stadt gehe?“

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:35

Es gab gewisse Dinge, die Valerie Sakai ganz einfach nicht sonderlich leiden konnte und die man ihr gegenüber daher besser vermied. Dazu gehörte zum einen, wenn andere Menschen sich tatsächlich erdreisteten, sie zu unterschätzen. Natürlich konnte man von der Magierin nicht unbedingt behaupten, dass sie einen sonderlich mächtigen oder gar furcht einflößenden Eindruck machte und dennoch war sie recht stolz auf ihre Fähigkeiten und die Dinge, die sie mit ihrer Magie anzustellen vermochte. Ihre Runen konnte richtig eingesetzt teuflische kleine Biester sein und auch ihre Finsternismagie an sich war nichts, was man so einfach übergehen sollte, wen einem die eigene Gesundheit wirklich am Herzen lag. Daher verzogen sich die Augenbrauen der Sakai auch in wütender Manier zusammen und sie presste ihre Lippen fest aufeinander, als der werte Herr Auftraggeber da seine Rede schwang, offensichtlich vollkommen uninteressiert daran, wie respektlos und unfreundlich er klang. Er war scheinbar sehr überzeugt von sich selbst und der Wichtigkeit seines Auftrages, wenn er nicht nur maßlose Forderungen stellen, sondern die kleine Gruppe im nächsten Atemzug auch noch indirekt beleidigen konnte. Dennoch zwang sich die Siebzehnjährige zur Ruhe, atmete einmal tief durch und hatte wenige Sekunden später auch schon erneut ein süßliches Lächeln auf den Lippen. Der werte Herr Doktor glaubte also, dass er hier ein Spiel mit ihnen Spielen konnte, in dem er als der Herr den Spielverlauf bestimmte? Nah, wenn er sich mal nicht täuschte...
"Das wird überhaupt kein Problem sein.", zwitscherte sie fröhlich und fuhr anschließend mit den Fingern über die weiche, staubige Lehne des Sessels, als versuche sie sich mit dieser Geste erst einmal selbst zu beruhigen. Nun, in jedem Fall sollte sie sich bei ihrer vorherigen Aussage schon bald getäuscht haben, denn kurz darauf musste sie mit ansehen, wie Kori Ibara ihr recht unansehnlich in die Parade fuhr und verkündete, dass er auf keinen Fall bis zum nächsten Tag bleiben können würde. Womit man auch schon beim einem weiteren Verhalten angekommen wäre, dass die junge Magierin verabscheute. Unzuverlässigkeit. Kori hatte sich für diese Auftrag freiwillig gemeldet, es hatte ihn niemand gezwungen an dieser Expedition teilzunehmen, was genau fiel ihm da bitte ein, nun einfach zu verschwinden? Und das auch noch ohne die Zustimmung der Questleiterin abzuwarten? Die Finger des Mädchens vergruben sich tief in den weichen Armlehnen ihrer Möbelstückes, ihre dunklen Augen waren voller Zorn zu feinen Schlitzen verengt. Der werte Herr hatte also einen Termin? Hätte er sich das nicht früher überlegen können, bevor er ganz einfach so eine Quest annahm. "Ja, ich sehe an was für eine verlässliche Gilde ich mich mit Lamia Scale gewendet habe.", erklang da auch schon die spöttisch ironische Stimme ihres Auftraggebers und für einen Augenblick hatte die Sakai das unbändige verlangen ihm mit ihren bloßen Fingernägeln tiefe Furchen über das Gesicht zu ziehen. Was für ein schrecklich widerlicher Kerl. "Sorgen sie sich nicht, Alistair und ich sind mehr als qualifiziert diese Aufgabe alleine durchzuführen.", flötete sie stattdessen in angenehmer Manier und lauschte kurz darauf den eingeworfenen Worten des Dragonslayers. Er hatte recht, es wäre nicht nur ungünstig mit seiner Nase hier zu übernachten, auch auf sie wirkte der Gedanken an eine Nacht im Hotel Botanik nicht unbedingt reizvoll, weshalb sie beinahe hoheitsvoll nickte und kurz darauf auch schon auf die Füße gesprungen war. "Ich stimme meinem Teamkollegen allerdings zu, es scheint mir nicht das passende...Ambiente zu sein, um hier zu übernachten.", meinte sie kurz darauf süffisant und griff anschließend nach der Liste, welche der Professor von seinem Schreibtisch geholt hatte. "Dies wird alles sein, was wir benötigen, ehe wir uns Morgen früh direkt auf den Weg zum Berg machen." Dann war sie auch schon die wenigen Schritte aus dem Raum und anschließend ohne jede Verabschiedung aus dem Haus geeilt. Es wurde Zeit, dass Alistair und sie ein Quartier für die Nacht fanden, um sich dann am nächsten Morgen in aller früh auf den Weg zum Berg zu machen. Denn wenn sie ehrlich war, dann wollte sie keinen weiteren Tag für diesen Widerling arbeiten. Was für ein geschmackloser und respektloser Kerl dieser Doktor doch war, im Grunde hatte er die Unterstützung von einer solch hervorragenden Gilde wie Lamia Scale überhaupt nicht verdient.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 18:43

Valerie hatte schlechte Laune, das merkte selbst der Weißhaarige sofort. Und er hatte da ja auch mit Schuld dran, immerhin war er verloren gegangen. Der plötzliche Abgang von Kori war allerdings sicher auch nicht ganz unschuldig daran, von dem Verhalten des Professors mal ganz abgesehen. Er selbst war auch nicht sonderlich glücklich darüber, wie der alte Mann sie und ihre Gilde behandelte, doch er konnte nichts dagegen machen und so schluckte er seinen Ärger einfach herunter und hoffte, er müsste nur so wenig Zeit wie nötig mit ihm verbringen. Zum Glück stimmte Valerie ihm zu, dass es nicht gut wäre, hier zu schlafen und so erhob er sich erleichtert. Valerie war auch schnell aus dem Zimmer und dem Haus geeilt, doch Alistair hatte noch etwas zu sagen. „Sollten Sie noch ein paar Reste von den beiden Kräutern, die wir suchen sollen haben, wäre ich ihnen dankbar, wenn sie diese bis morgen bereitlegen könnten. Wenn es mir möglich wäre, eine Geruchsprobe zu nehmen wird es sicher sehr viel einfacher für uns werden, die gesuchten Kräuter zu finden.“ Ohne eine Antwort abzuwarten verabschiedete sich der Weißhaarige nun mit einem Nicken und stürmte regelrecht durch die Tür, sehr viel länger hielt er es in dieser Kaskade der Gerüche nun wirklich nicht aus. Draußen angekommen atmete er erst mal ein paar Mal durch, bis er seine Nase endlich von dem Geruch befreit hatte. Der erdige Geruch des Waldes, vermischt mit dem Hauch der Gerüche der Pflanzen und Tiere in ihrer Umgebung gefiel ihm auch gleich viel besser als dieser geradezu massive Gestank nach allerlei Kräutern. Nachdem seine Nase frei war, lief er nun auch Valerie hinterher und hatte sie schon bald eingeholt. Eine Weile stapfte er wortlos neben ihr her, kurz bevor sie den Stadtrand erreichten, fiel ihm allerdings noch etwas ein. „Weißt du eigentlich, wo wir in der Stadt ein Hotel finden könnten, das nicht zu teuer ist? Ich bin eh ein wenig knapp bei Kasse, und da ich nicht gedacht hätte, dass wir hier übernachten müssten, habe ich auch nicht allzu viel Geld mitgenommen.“ Er wirkte nicht wirklich verlegen darüber, sondern teilte es ihr einfach als ein Fakt mit. Doch nach ein paar weiteren Schritten fiel ihm etwas ein. „Aaaaaaah, vielleicht hat es doch sein Gutes, dass ich vorhin verloren ging. Ich erinnere mich, dass ich vorhin an einem Hotel vorkam, dessen Preis auch ich mir leisten könnte und das von Außen dennoch recht vernünftig aussah. Wollen wir es mal da versuchen?“ Nicht mehr im Geringsten darüber verlegen, dass er ihre Gruppe mit seinem Alleingang vorhin ziemlich in Verlegenheit gebracht hatte, teilte er ihr diese Erinnerung geradezu stolz mit. „Dürfte ich dir heute Abend im Hotel vielleicht noch ein paar Fragen stellen? Über dich und deine Magie zum Beispiel.“ So als wäre es bereits Fakt, dass sie das von ihm vorgeschlagene Hotel benutzen würden, hing er diese Frage noch hinten dran und strahlte die junge Magierin mit seinem neugierigen Lächeln geradezu an.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:07

Alistair hatte also Geldprobleme, weshalb Valerie sich nun mit einer weniger luxuriösen Unterkunft zufrieden geben musste und vermutlich in irgendeinem verdreckten Loch zu übernachte hatte. Das hätte die Sakai unter normalen Umständen vermutlich nicht einmal in solchen Ausmaß gestört, doch gerade jetzt hatte sie mit giftigen Wellen der schlechten Laune zu kämpfen, weshalb sich ihre Mundwinkel bei seinen Worten missmutig nach unten verzogen. Es war nicht die Schuld des Dragonslayers, dass Kori Ibara einfach so abgehauen war und sich ihr Auftraggeber kurz darauf als ein arroganter Windbeutel herausgestellt hatte. Es war auch nicht Alistairs Schuld, dass dies hier vermutlich sein erster richtiger Auftrag war und er daher zuvor einfach nicht die Gelegenheit gehabt hatte, sich irgendwie Geld für eine bessere Unterkunft anzusparen oder anderweitig zu besorgen. Immerhin war diese Quest ein Auftrag, den auch Valerie vor allem auf Grund ihres Jobs als Magierin ausführte und um sich nebenbei natürlich damit ein wenig Geld zum Leben zu verdienen. Die Sakai wusste dies alles und dennoch konnte sie sich nicht davon abhalten, ein wenig Missbilligung zu zeigen, als sie den Ausschweifungen ihres Begleiters lauschte, während sie sich weiter mit zielstrebigen Schritten in Richtung Stadt bewegte. Dennoch schenkte sie seinen Worten Beachtung, lauschte ihm aufmerksam und als ihm schließlich das erwähnte Hotel einfiel, war ihre Laune augenblicklich ein wenig milde gestimmt. Wenn er recht hatte und mit dieser Behausung etwas anzufangen wäre, dann würde sie vielleicht auch in wenigen Minuten wieder lächeln und die Situation würde direkt wieder ganz anders aussehen. "Lass uns erst das Hotel ansehen, dann entscheiden wir, ob es sich lohnt, die nach dort zu verbringen. Dann bin ich natürlich gerne bereit dir bei einem Abendessen mehr über meine Magie zu erzählen.", meinte sie sanft, ehe sie sich anschließend auf die näher kommende Stadt konzentrierte. Oak Town war zu der Abendstunde nicht sonderlich belebt und während sie gemeinsam durch die stille und kalte Dämmerung wanderten, dauerte es auch nicht lange, bis sie das Hotel gefunden hatten, welches Alistair zuvor vorgeschlagen hatte. Ein recht schönes Gebäude aus Holz, welches in grüner Farbe den Namen "Zur schlanken Prinzessin" trug und mehr eine Taverne, als ein richtiges Hotel zu sein schien. In jedem Fall konnte die Finsternismagierin durch die beleuchteten Fenster einige Männer an einer Bar sitzend erspähen und an einigen Tischen wurde offensichtlich warmes Essen serviert. Ein erleichtertes Seufzen entfuhr der Sakai, ehe sie Alistair ein zögerndes Lächeln schenkte und anschließend den Laden betrat.
Eine Welle warmer Luft schlug dem Mädchen entgegen und kurz darauf stieg ihr auch schon ein warmer, köstlicher Geruch in die Nase. Hier wurde ganz offensichtlich gerade gekocht und wie auf Kommando konnte die Siebzehnjährige hören, wie ihr Magen ein verlangendes Knurren von sich gab. Mit eiligen Schritten steuerte Valerie die Theke an, in der Absicht sich zunächst ein Zimmer zu reservieren und anschließend eine warme Mahlzeit zu bekommen. Sie wurde von einer rothaarigen, vollbusigen Frau begrüßt, welche das Mädchen aus warmen braunen Augen anblinzelte und sie über die Holzbar einmal zu mustern schien. "Kinder, ihr seht ja vollkommen erfroren aus. Willkommen im Pub "Zur schlanken Prinzessin", was kann Rosie heute Abend für euch tun?", die Stimme der Frau war angenehm und hatte einen mütterlichen Ton angenommen, welcher Valerie augenblicklich ein Lächeln auf die Lippen zauberte. "Wir suchen zwei Zimmer, um die Nacht hier zu verbringen. Und ein warmes Abendessen wäre vermutlich auch ganz angenehm...", meinte Valerie und wollte auch gerade schon nach einigen Jeweln in ihrer Tasche kramen, da wank die Barfrau auch schon großzügig ab. "Bezahlen könnt ihr Morgen früh, jetzt setzt ihr euch erst einmal dort hinten an den Tisch und wartet darauf, dass ich euch etwas zu essen bringe. Nah los, kommt schon." Eilig hatte die Frau ihren Lappen, mit welchem sie wenige Sekunden zuvor noch gründlich ein Glas poliert hatte, auf die Holzfläche geworfen und war anschließend hinter dem Tresen hervorgewuselt. Ihr Hände wischte sie sich noch einmal an ihrer Schürze ab, dann bedeutete sie den beiden Jugendlichen ihr zu folgen, ehe sie sie auch schon zu einem der mächtigen Eichentische geführt hatte. "Hier setzt ihr euch hin, dann bringe ich euch gerade etwas vernünftiges zu essen. Möchtet ihr außerdem noch etwas trinken?" Valerie strich sich die Jacke von den Armen und nahm auf einer der Holzbänke platz, welche auf beiden Seiten um den Tisch verteilt waren. Ihre Tasche stellte sie sich an die Füße, dann wandte sie sich wieder an Rosie. [color=#B73E9B]"Ein Tee wäre sehr nett. Was möchtest du haben, Alistair?"

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:13

Schon wieder besser gelaunt ging Alistair zusammen mit Valerie durch die abendlichen Straßen von Oak Town. Inzwischen waren noch weniger Leute unterwegs als vorher, was ihn aber auch nicht wirklich störte. Und er sah sich zwar auch immer wieder mal um, aber er verlor sich nicht in seinen Beobachtungen. Zum einen, weil er hier ja bereits entlang gegangen war und zum anderen, weil er nicht erneut verloren gehen und die Sakai wütend machen wollte. Während sie im Haus des Professors waren, war es noch kälter geworden und so fing auch Alistair inzwischen an zu frieren, als sie schließlich bei dem erwähnten Hotel, oder viel mehr Taverne, ankamen. Nur zu erfreut folgte er seiner Teamleiterin also hinein und genoss die warme Luft, die ihm entgegen kam. Und der Duft, der in der Luft lag, ließ ihm geradezu das Wasser im Mund zusammenlaufen. Sehr viel besser als dieser erstickende Gestank im Haus des Professors! Natürlich folgte der Weißhaarige Valerie zur Bar, an der sie auf eine mütterlich wirkende, und auch irgendwie auch so riechende, soweit er das durch die restlichen Gerüche hindurch feststellen konnte, Frau, die sie auch so gleich zu einem Tisch bugsierte und fragte, was sie trinken wollten. Seine Tasche unter der Bank platzierend und das Schwert neben sich an eben diese lehnend, nahm Alistair Platz und hätte zwar, wie Valerie, auch gerne Tee oder etwas anderes, Warmes getrunken, aber er musste ja an die Kosten denken... „Ich nehme einfach nur ein Wasser.“ Rosie sah ihn zweifelnd an, sagte aber nichts weiter und entfernte sich wieder. Doch schon relativ kurze Zeit später kam sie mit zwei Tee in ihren Händen zurück und stellte vor jeden der beiden einen. „So, bitte ihr Süßen. Und keine Sorge, der geht für euch aufs Haus, ihr seht schließlich halb erfroren aus.“ Sie zwinkert Alistair zu, noch bevor dieser irgendwas sagen oder protestieren kann und so bedankt er sich einfach nur, bevor sie wieder zum Tresen zurückgeht. Offenbar hatte sie irgendwie geahnt, dass der Weißhaarige Geldprobleme hatte und deshalb nur Wasser bestellt hatte. Erfreut darüber, dass sie nach dem arroganten Professor auf solch eine angenehme und liebenswürdige Person gestoßen waren, genoss er erst mal den Tee und wie er ihn von innen heraus wärmte. Ihm brannten viele Fragen an Valerie auf den Lippen, doch wollte er sich wenigstens noch zurückhalten, bis sie ihr Essen hatten. Zum Glück konnte er auch schon kurze Zeit später Rosie erspähen, wie sie mit zwei dampfenden Schüsseln auf sie zukam, in denen, dem Geruch der auch im gesamten Wirtsraum hing nach, wohl ein herzhafter Eintopf war. Wieder lief dem Weißhaarigen das Wasser im Mund zusammen und er freute sich schon sehr darauf, zu kosten. Schließlich kam sie auch bei ihnen an, stellte vor jeden der beiden eine, nicht zu knapp gefüllte, Schüssel hin. „So ihr Lieben, dann esst mal schön, lasst es euch schmecken und werdet wieder richtig warm. Ich kümmre mich solange darum, dass eure Zimmer bereitstehen.“ Mit einem weiteren herzlichen Lächeln verschwand sie wieder und Alistair begann auch gleich, nachdem er Valerie einen guten Appetit gewünscht hatte, damit zu essen. Es schmeckte ihm wirklich sehr gut und so aß er ein paar Löffel, ehe er wieder zu Valerie blickte. „Was denkst du, wird unser Auftrag morgen wohl schwer werden? Ich hoffe nur, der Professor kann mir wenigstens ein wenig von den Kräutern zur Verfügung stellen. Das würde es sicher leichter machen.“ Gleich nach diesen Worten nahm er sich einen weiteren Löffel voll Eintopf und steckte ihn sich in den Mund, behielt ihn aber fürs Erste auch dort und versuchte festzustellen, was wohl alles in diesem Eintopf war.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:15

Rosie schien tatsächlich eine gute Seele, wie sie im Buche stand. Nicht nur, dass sie die beiden Lamia Scale Magier von oben bis unten verhätschelte, sie hatte auch Alistair mit Leichtigkeit durchschaut und anschließend beiden Magiern den gewünschten Tee gebracht. Selbst an Honig hatte sie gedacht, welchen die Sakai nun mit einem fröhlichen Lächeln und leuchtenden Augen in ihren Tee träufelte. Es gab wenige Dinge, die der Finsternismagierin so gut schmeckten wie ein anständiger frisch gebrühter Tee und das es sich bei ihrem Getränk um einen eben solchen Schatz handelte konnte sie spätestens dann bemerkten, als sie ihren ersten Schluck aus der Tasse nahm und kurz wohlig die Augen schloss. Ein genießerisches Seufzen verließ ihre Lippen, dann stellte sie die Tasse wieder sicher auf der Holzplatte ab und nahm ihren Eintopf, welchen die Bardame kurz darauf an ihren Tisch gebracht hatte, unter eine genauere Betrachtung. Alistair hatte recht, der roch nicht nur ausgezeichnet, er schmeckte auch noch fantastisch und beinahe hatte die junge Magierin den Stress vergessen, welchem sie eine gute halbe Stunde zuvor im Haus ihres ausgesetzt gewesen war. Leider musste ihre Begleitung das Thema jedoch kurz darauf wieder ansprechen und beinahe automatisch verzog sich Valeries Gesicht, als hätte sie in einen sauren Apfel gebissen. "Mach dir da mal keine allzu großen Hoffnungen, dieser Kerl ist offensichtlich ein Mistkerl und wird nichts tun, um uns die Arbeit irgendwie zu erleichtern. So ein aufgeblasener Windbeutel, dass hat ja die Welt noch nicht erlebt." Ihre Finger verkrampften sich um ihren Löffel und ihre Augen verengten sich, ehe sie rasch den Kopf schüttelte, um sich icht in ihrem Zorn zu verfangen. Ein Themawechsel war angebracht, ansonsten würde sie sich nur wieder in die Situation hineinsteigern und schlechte Laune bekommen, was schade wäre, wo sie nun doch endlich etwas warmes zu Essen und ein sicheres Dach über dem Kopf hatten.
"Du hattest mich gebeten dir etwas über meine Magie zu erzählen. Gibt es etwas bestimmtes, dass du wissen möchtest? Ansonsten könnten wir überlegen, was dich als Finsternisdragonslayer wirklich von mir als Finsternismagierin unterscheidet, das wäre mit Sicherheit auch sehr interessant." Sie gab Rosie ein Zeichen und als diese kurz darauf an ihrem Tisch vorbeikam, bestellte die Sakai zu ihrem Eintopf noch einen Korb mit frischen Brot, welchen sie als Sättigungsbeilage dazu essen können würden. "Ich meine, dass ich einmal gelesen hätte, dass Dragonslayer Magie ihres eigenen Elementes fressen können. Stimmt das?" Im Grunde war sie sich ziemlich sicher, dass diese Information korrekt war und dennoch schadetet es ja nicht, ihre Quellen einmal bestätigen zu lassen. Immerhin wusste sie so mit Sicherheit, in wie weit Alistair mit seiner Magie eine Gefahr für sie werden konnte. Nicht, dass sie das Gefühl hatte jeden Augenblick von dem Weißhaarigen angegriffen werden zu können und dennoch war man als Magier immer ein wenig vorsichtiger, wenn es an Personen ging, die einen so eindeutigen Vorteil gegenüber der eigenen Magie besaßen.
Gerade wollte die Sakai noch etwas ergänzen, da wurde ihre Aufmerksamkeit auf ein Gespräch am Nachbartisch gelenkt, an welchem sich zwei junge Männer unterhielten und offensichtlich tief in einer Diskussion verwickelt waren. "Seit Tagen haben wir nichts von Professor Stine gehört, dabei versorgt er die Apotheke sonst immer regelmäßig mit frischen Kräutern. Ob der Alte sich wohl wieder im Wald herumtreibt und diesmal von nem wilden Tier erwischt wurde? Ist sonst gar nicht seine Art, sich so zu verspäten.", meinte der eine und nahm einen tiefen Schluck aus seinem Bierkrug, ehe er das Tongefäß donnern zurück auf der Holzoberfläche abstellte. "Ist bisher keiner auf die Idee gekommen, einmal bei seiner Hütte vorbeizuschauen? Vielleicht ist ja doch was passiert..." "Vor ein paar Tagen war ich da, da schien niemand zuhause zu sein. Alles verrammelt und in die Hütte kam man auch nicht. War total gruselig, so still wars da."
Ab dieser Stelle hörte Valerie auf zuzuhören und konzentrierte sich stattdessen wieder auf den Jungen, der vor ihr saß. Die Stirn der Sakai war in einer nachdenklichen Miene verzogen, während sie mit ihrem Daumen nachdenkliche Kreise auf ihrer Handinnenfläche malte. Etwas an den Worten der beiden Männern hatte die Magierin stutzig gemacht und Misstrauen in ihr heraufbeschworen. Doktor Stine? Hatte sich der Professor, bei welchem sie zuvor gewesen waren nicht als Professor Morgentau vorgestellt? Und auf dem Schild, da hatte auch Professor Morgentau gestanden...gab es etwa zwei Botanikexperten hier in Oak Town? Oder konnte es wohl möglich sein, dass...die Sakai schüttelte den Kopf und legte sich die Hand an die Schläfe. Sicher steigerte sie sich nur wieder in irgendetwas hinein, für das es am Ende doch eine ganz harmlose Erklärung gab. Es bestand sicher überhaupt kein Grund zur Sorge. Nur, weil sie den irren Professor nicht leiden konnte, hieß das noch lange nicht, dass er auch ein Betrüger und Hochstapler war...oder?

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:20

Nachdenklich ließ Alistair seinen Blick nachdenklich ins Leere wandern, die Spitze des Löffels noch immer so im Mund, dass die Rückseite auf Valerie zeigt und der Stiel fast sein Kinn berührt, ehe er zustimmend nickte. „Mhhhhh, das stimmt wohl. Sehr kooperativ hat er auf mich wirklich nicht gewirkt. Naja, wir werden es ja sehen.“ Den Löffel wieder in der Hand haltend, widmete er sich wieder freudig seinem Eintopf, von dem er zwei Löffel essen konnte, ehe Valerie das Gespräch zu ihrer Magie hin lenkte. Schnell schluckte er noch den Rest des Eintopfs herunter, ehe er anfing zu sprechen. „Ja, vor allem deine Finsternisrunen interessieren mich sehr. Heißt die Magie nur so oder hat sie auch wirklich das Element der Finsternis? Was für Wirkungen können die Zauber haben und wie funktionieren sie im Allgemeinen?“ Gespannt und wissbegierig blickte er sie an, ehe er sich auch ihrer anderen Frage widmete. „Der Unterschied zwischen meiner Dragonslayer- und deiner Finsternismagie? Hm... Ich muss dazu sagen, dass mir Obscurum nicht wirklich viel über die Magie beigebracht hat, sondern nur ein paar Grundlagen. Das meiste weiß ich auch nur aus anderen Quellen, aber ein elementarer Unterschied ist wohl, dass wir Dragonslayer anscheinend Teile unserer Körper für kurze Zeit in die eines Drachen verwandeln und so das entsprechende Element nutzen können.“ Als Rosie das Brot brachte, bedankte der Weißhaarige sich zuerst bei ihr und dann auch noch mal bei Valerie, ehe er sich eines nahm, es leicht in den Eintop tunkte und dann davon abbiss. Kauend griff er nach seinem Tee und trank einen Schluck, nachdem er geschluckt hatte, ehe er sich ihrer Frage widmete. „Ich habe es noch nie selber ausprobiert, aber ja. Theoretisch ist es mir wohl möglich, deine Magie zu essen und so meine Kräfte zu regenerieren. Zu einem gewissen Grad funktioniert das auch, wenn es einfach nur dunkel ist. Das habe ich selber schon erlebt, dass ich mich nachts einfach besser fühle. Allerdings kann ich nur natürliche oder von anderen erschaffene Finsternis verspeisen. Die meiner eigenen Magie, und das habe ich bereits ausprobiert, kann ich dafür leider nicht nutzen. Dafür dürfte ich aber theoretisch auch immun gegen deine Finsternismagie sein. Es ist also gut, dass wir Kollegen und keine Feinde sind, nicht wahr?“ Kurz lachte er, ehe er wieder etwas Brot nahm und es mit dem Eintopf zusammen aß. Das Gespräch der beiden jungen Männer hatte er nur nebenbei mitbekommen, das Wichtigste hatte er aber noch verstanden. „Es gibt noch einen Botaniker in der Gegend? Schade, dass er gerade offenbar nicht da ist. Ansonsten hätten wir ihn vielleicht fragen können, ob er etwas von den gesuchten Kräutern hat, damit ich ihren Geruch kenne.“ Ganz ohne zu bedenken, dass Valerie das Gespräch vielleicht gar nicht gehört hatte und ohne zu bedenken, dass das Thema zurzeit ja mehr oder weniger tabu war, sprach er sie nun darauf an. Dass der Professor, den sie kennengelernt hatten, vielleicht nur ein Hochstapler sein könnte, darauf kam er gar nicht erst. Er hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass ein Mensch sowas tat. Er war eben doch noch ziemlich naiv. „Wollen wir die beiden da vielleicht trotzdem fragen, wo der andere Professor wohnt? Vielleicht ist er ja morgen schon wieder da.“

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:23

Alistairs Interesse an ihrer Runenmagie erfreute die junge Finsternismagierin, denn sie selber verfolgte und untersuchte dieses Thema mit großer Leidenschaft und Begeisterung. Oft konnte man die Dunkelhaarige stundenlang in der Bibliothek sitzen sehen, die Nase in einem der großen, staubigen Wälzer vergraben, auf der Suche nach weiteren Zeichen ihrer Magie, die in der aktuellen Zeitspanne leider Mangelwahre zu sein schienen. Es gab nicht einen Lehrmeister, der diese beinahe vergessene Kunst noch unterrichtete und obwohl sie nicht unbedingt zu eine der aller seltensten Magien gehörte, so hatte Valerie dennoch noch nie einen anderen Magier getroffen, der in der Lage war in dieser alten Sprache zu zaubern. Im Umkehrschluss bedeutete dies natürlich auch, dass sie sich als Interessent alle nötigen Informationen und Hilfen selbst beschaffen und stellen musste, was ab und an schon ganz schön mühsam sein konnte. Nicht, dass es sich im Endeffekt nicht lohnen würde und dennoch hatte man manchmal das Gefühl, dass die Wahl einer anderen Magie unter Umständen einfacher gewesen wäre. Und dennoch konnte sich die Sakai niemals dabei erwischen, wie sie ihr Interesse für die Runen der dunklen Sprache bereute, weshalb sie nun auch mit ähnlich viel Motivation und Begeisterung ihrem Gegenüber davon berichtete. “Gute Frage!“, meinte sie lobend, ehe sie zunächst einen Schluck von ihrem Tee nahm und den Weißhaarigen dann beinahe listig angrinste. “Um ehrlich zu sein, bin ich da auch noch nicht so ganz hinter gekommen. Ich persönlich glaube nicht daran, dass die Runen speziell etwas mit der Elementmagie der Finsternis zu tun haben, aber es wäre andererseits auch nicht ganz undenkbar, dass die Elementarmagie einen direkten Einfluss auf sie genommen hat. Die Runenmagie die ich wirke hat jedoch nicht allzu viel mit meiner Elementarmagie zu tun. Es ist ganz interessant, denn entgegen der meisten Erwartungen bezieht sich die Runenmagie viel mehr auf die Psyche als auf den körperlichen Zustand eines Menschen. Wobei sie viel mehr einem zweischneidigen Schwert gleicht, wenn man denn so möchte.“, an dieser Stelle pausierte sie und musterte leicht nachdenklich einen Punkt hinter Alistairs Kopf, als versuche sie ihre Gedanken erneut zusammenzusammeln. “Einerseits kann man mit der Runenmagie direkt die Gefühle anderer Leute beeinflussen, anders kann man sie aber auch beim Wirken auf den eigenen Körper zu einer Art...Transformation benutzen. Letzteren Teil habe ich allerdings noch nicht wirklich heraus, da es dazu noch weniger Bücher gibt, als zu ersteren Möglichkeiten. Möchtest du, dass ich dir eine Kostprobe geben?“ Ohne eine Antwort oder Erlaubnis abzuwarten hatte Valerie auch schon ihren Löffel sinken lassen und dafür ihre nun freie Hand gehoben, um ihre Finger kurz darauf mit Mana zum leichten zu bringen und sie in einer einfachen Bewegung durch die Luft sausen zu lassen. Wenn es darum ging, ihre Magie aktiv vorzuführen und einzusetzen, zögerte die Magierin nie, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Rune für das Wort Glück leuchtete kurz in der Luft auf, dann war sie auch schon wieder verschwunden, nur um kurz darauf mit sanftem Glühen auf Alistairs Arm aufzuleuchten. Wenn alles wie geplant funktioniert hatte, dann würde der Dragonslayer nun ein starkes Glücksgefühl empfinden und damit die Funktion ihrer Runen am eigenen Leib erfahren. Nach einigen Sekunden der Wartezeit ließ Valerie ihre Hand schließlich erneut durch die Luft fahren und beendete den Zauber. “Das war Glück, wie du sicher bemerkt hast. Natürlich gibt es noch viele andere Gefühle, die unterschiedliche Wirkungen am Körper eines Menschen auslösen, doch die sind nur schwerlich und mit Mühe zu finden. Naja, man arbeitet daran...“ Ein schiefes Grinsen, welches sich jedoch nicht lange hielt, da sie kurz darauf schon wieder über Alistairs Einwand nachdenken musste. Im Grunde sprach nichts dagegen, ihre Tischnachbarn nach ein wenig Auskunft zu fragen, immerhin konnten sie sich so ihrer nächsten Schritte sicherer sein, als wenn sie Morgen ganz einfach ohne jede Vorstellung von der Situation los wandern würden. “In Ordnung, das klingt nach einem sinnvollen Vorschlag. Warte kurz hier, ich schau mal, was ich tun kann...“
Mit diesen Worten hatte sich die Sakai auch schon erhoben und sich auf den Weg zu den beiden Herren gemacht, welche unterdessen von dem verschwundenen Botaniker auf eine hübsche, blonde Kellnerin im Gasthaus zu sprechen gekommen war. Als sie sich in unmittelbarer Nähe des fremden Tisches befand, zwang sich die dunkelhaarige ein Lächeln auf die Lippen, ehe sie sich zögerlich räusperte und dann das Wort ergriff. “Entschuldigen Sie, ich möchte nicht stören, aber durch Zufall habe ich eben Ihr Gespräch mit bekommen. Mein Freund und ich sind auf der Suche nach Professor Stine, wissen Sie zufällig, wo sich seine Hütte befindet?“ Die beiden Kerle fuhren augenblicklich zu ihr um und während der eine sie nur verblüfft und mit großen Augen anstarrte, beeilte sich der andere, ihr eine Antwort zu geben. "Das ist gar nicht weit von hier. Ein bisschen außerhalb der Stadt, es gibt da einen Waldweg, der einen direkt zu der Hütte führt...“ Nah wenn das nicht verdammt nach der Hütte klang, die sie kurz zuvor besucht hatten...
Auf Valeries Stirn legten sich tiefe Falten, während sie versuchte herauszufinden, was genau sie nun mit dieser Information anfangen würde. “Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe...“, meinte sie noch, dann war sie auch schon zu ihrem und Alistairs Tisch zurückgeeilt und hatte auf ihrem Stuhl Platz genommen. “Hast du das gehört? Also wenn das nicht mal verdächtig nach der Hütte klingt, die wir zuvor besucht haben. Was meinst du, was genau ist hier los?“

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:25

Neugierig lauschte Alistair den Erklärungen von Valerie und wie von selbst bewegte sich sein Stift über das Papier des Schreibblocks, den er inzwischen herausgeholt hatte und auf dem er fleißig die wichtigsten Punkte notierte. Das Themengebiet der Dunklen Runen schien wirklich sehr interessant, aber auch komplex zu sein. Und scheinbar auch schwierig zu erlernen, denn so, wie es sich anhörte, konnte sie nur Bücher benutzen, um es zu erlernen. Das weckte im Weißhaarigen aber gleich noch mehr Sympathie für sie, denn auch seine einzigen Möglichkeiten seine Magie zu verbessern sind zur Zeit Bücher und Übungen, auch wenn ihm sein Ziehvater zumindest die Grundlagen beigebracht hatte. Da hatte sie es sicher schwerer gehabt, wenn sie auch die Grundlagen aus den Büchern lernen musste. Während er sich dies dachte, schrieb er mit seinem Stift fast schon automatisch immer mehr Informationen auf und hörte ihren Erklärungen zu. „Hm, das sind ja echt interessante Fähigkeiten, die deine Magie da hat. Ich hätte sehr gerne eine Kostprobe.“ Aber noch bevor er ausgesprochen hatte, hatte sie schon angefangen die Rune zu zeichnen und der Weißhaarige versuchte sie auf seinen Block zu kopieren, bevor sie in der Luft erlosch, doch ging alles zu schnell und so hatte er sie nur teilweise gezeichnet, bevor sie auch schon wieder auf seinem Körper erschien. Das überwältigend starke Glücksgefühl, das seinen Körper anschließend wie eine Welle durchspülte, machte es ihm geradezu unmöglich auf die Rune auf seinem Körper zu achten und sie weiter abzuzeichnen. Als Valerie den Zauber schließlich beendete und das Gefühl langsam nachgelassen hatte musste Alistair erst mal tief durchatmen, ehe er wieder sprechen konnte. „Wow, das war echt überwältigend. Und das war ein gutes Gefühl. Wie ist es wohl erst, wenn du jemanden Trauer, Angst oder Ähnliches empfinden lassen kannst? Damit kann man einen Gegner sicher kampfunfähig machen.“ Mit einem begeisterten Lächeln auf den Lippen blickte er sie nun an und dachte auch nicht mehr daran sie darum zu bitten ihm die Rune vielleicht aufzuzeichnen. Anschließend blickte er ihr dann noch immer lächelnd nach, als sie zu den beiden Männern ging. Doch während er den Worten, die sie wechselten, lauschte runzelte er immer mehr seine Stirn und seine Mundwinkel wanderten nach unten. Was könnte das alles bedeuten? Nickend antwortete er auf die erste Frage von Valerie und legte dann seine rechte Hand an sein Kinn und stütze dabei den Ellbogen des Arms auf der Handfläche seiner linken ab, während er ein nachdenkliches Gesicht machte. „Könnte es vielleicht noch eine Hütte da geben, die wir nur nicht bemerkt haben? Oder meinte er vielleicht einen anderen Waldweg? Warum sollte der Professor uns denn belogen haben? Er hat uns immerhin angeworben. Ich könnte mir nicht vorstellen, warum jemand so was tun sollte.“ Aber noch während er darüber nachdachte spürte er, wie sein Körper endlich die angestaute Müdigkeit verspürte und er anfing zu gähnen. Und wie aufs Stichwort tauchte auch Rosie wieder bei ihnen auf, noch immer warm und liebevoll lächelnd. „Eure Zimmer währen dann bereit und so wie ihr ausseht, solltet ihr sie möglichst bald aufsuchen meine Süßen. Also hopp hopp, trinkt aus und dann geht es ab ins Bett.“ Begleitet wurden diese Worte von einem warmen Blick, der aber auch keinen Widerspruch zuließ und so folgte Alistair ihren Anweisungen und schon wenige Minuten später lag er schlafend in seinem Bett.

Am nächsten Morgen erwachte der Weißhaarige, im Gegensatz zum Vortag, recht früh und rieb sich erst mal noch immer verschlafen und gähnend die Augen, ehe er langsam aus dem Bett stieg, sich anzog und schließlich mit zerzaustem Haar auf den Flur hinaus ging, um zu schauen, ob auch Valerie schon wach war. Noch immer halb schlafend wie er gerade nun mal war dachte er aber an nicht eine Regel des Anstandes und so drückte er, nachdem er zum Zimmer der Finsternismagierin gegangen war, ohne zu klopfen einfach die Türklinke herunter, während er nur leicht gähnend ein paar Worte murmelte: „Valerie? Bist du schon wach?“

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:29

Alistairs Lob und Begeisterung war nicht nur charmant und äußerst willkommen, es versetzte Valerie auch in eine Art Hochgefühl des Wohlseins. Immerhin war es nicht unbedingt ein Geheimnis, dass die Sakai nicht wirklich zu den bescheidensten Personen gehörte und vor allem in Bezug auf ihre Magie immer wieder gerne Bestätigung hörte. Die Runenmagie zu erlernen hatte sie viel Zeit, Arbeit und Wille kostet, da konnte sie es ganz einfach nicht verhindern, dass ihre Brust vor lauter Stolz ein Stück anschwoll, als sie versuchte sich ein Lächeln zu verkneifen und möglichst unbeeindruckt zu wirken. Jetzt bloß nicht die Coolness verlieren und möglichst souverän bleiben, als Teamleiterin wäre es nicht unbedingt professionell, wenn sie nun in eine Schwall der Lobgesänge über ihrer eigenen Magie versank. Dabei war es so schwer gerade das nicht zu tun und die Sakai gehörte ohnehin nicht zu den Menschen, die ihre Meinungen und Ansichten wirklich für sich behielten. “Du hast ja keine Ahnung, wie genial diese Runen sein können. Wenn mal eine Ablenkung oder einen kleinen Trick für zwischendurch braucht sind sie unwahrscheinlich hilfreich und ich hoffe ja, dass ich noch so viel mehr über sie herausfinden kann, damit sie irgendwann einmal auch offensiv im Kampf nutzbar sind. Stell dir vor, wie genial es wäre, deinen Gegner in seiner Gefühlslage so stark beeinflussen zu können, dass es dir einen entscheidenden Vorteil im Kampf bringt? Oder ihn sogar richtig verletzt?“ Allein bei dem Gedanken schienen ihre Augen schon wie zwei dunkle Kristalle in ihrem Gesicht zu leuchten, denn allein die Vorstellung, sich in einem Kampf alleine behaupten zu können, sorgte dafür, dass pure Glücksgefühle durch ihren Körper strömten. Valerie war nicht sonderlich kräftig und ihre Finsternismagie nicht so stark, dass sie gegen die meisten Gegner bestehen oder auch nur entfernt mit Emarus mithalten konnte, daher setzte sie beinahe all ihre Hoffnung auf ihre Runen. Die Magie war unbekannt und nur wenige Menschen machten sich an die große Herausforderung sie zu meistern, was vor allem an dem wenigen Material und den fehlenden Lehrmeistern lag, die diese Aufgabe zu einer echten Schwierigkeit machten.
Ein sehnsüchtiges Seufzen verließ die Lippen der Sakai, dann schüttelte sie entschieden den Kopf, um sich wieder auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Immerhin waren sie eigentlich hier für eine Quest und nicht für gemütliche Plauderei, wenn letztere auch noch so angenehm und interessant war. “Du hast recht, komisch ist es schon, aber mir ist die ganze Situation schon nicht ganz koscher vorgekommen, als wir in seiner Hütte standen. Ist dir nicht aufgefallen, dass die ganze Atmosphäre da irgendwie seltsam war? Mal abgesehen davon, dass der Typ extrem unfreundlich und dreist war, hatte seine Haus auch irgendetwas seltsames an sich. Ich weiß nicht genau wie ich es erklären soll, aber die Gerüche und Eindrücke dort kamen mir beinahe zu intensiv vor. Schon eine komische Sache...“ Valerie hob die Hand zu ihrem Mund und versuchte das Gähnen zu verstecken, welches sich seinen Weg über ihre Lippen bahnen wollte. Es wurde Zeit, dass sie ins Bett kam, über ihren seltsamen Auftraggeber würden sie sich auch noch am nächsten Tag Gedanken machen können.
Rosie kam also praktisch wie gerufen und in ihrer Erleichterung wäre Valerie ihr beinahe um den Hals gefallen. Stattdessen kämpfte sie sich lieber auf die Füße und schenkte Alistair, nachdem sie der Rothaarigen wie ein verlorenes Schäfchen hinterher gelaufen war, vor der Tür noch ein müdes Lächeln. „Gute Nacht, schlaf gut!“

Valerie war normalerweise eine Langschläferin, doch am Abend hatte sie vergessen ihre Vorhänge vor das Fenster zu ziehen, weshalb sie am Morgen bereits sehr früh von den viel zu hellen Sonnenstrahlen geweckt wurde. Missmutig blinzelte die Sakai gegen das gleißende Licht, ehe sie sich mit einem verkniffenen Gesichtsausdruck auf die Füße kämpfte und anschließend Richtung Badezimmer dackelte. Wenn sie schon so früh aufstehen musste, dann würde sie auch noch in aller Ruhe duschen gehen können. Gesagt getan und kurz darauf stand die Dunkelhaarige für die folgenden dreißig Minuten genüsslich unter dem heißen Wasser, alle Sorgen der Welt vergessen und lediglich mit ihrer Entspannung beschäftigt. Als sie sich dann dampfend aus der gläsernen Kabine und schnell nach einem Handtuch griff, um es um ihre nasse Gestalt zu schlingen, war sie auch schon mit einigen Schritten zurück in ihr Hotelzimmer gehuscht, auf der Suche nach einer Haarbürste, um die Massen an lila Strähnen irgendwie zu bändigen.
Ein Fehler, wie sich nur wenige Sekunden herausstellen sollte, denn erneut meinte es das Schicksal mit der Valerie Sakai nicht gut. Gerade als sie sich bückte, um eines ihrer Bücher von ihrer Tasche zu räumen und diese nach dem eigentlich gesuchten Gegenstand zu durchforsten, flug mit einem Mal die Tür auf und im Zimmer stand Alistair, offensichtlich noch nicht ganz wach und auf der Suche nach ihr. Für einen Augenblick konnte die Finsternismagierin den Dragonslayer nur sprachlos anstarren, von seinem unglücklichen Auftauchen ganz einfach völlig überrascht. Dann jedoch holte sie die Realität mit rasender Geschwindigkeit wieder ein und schlug einem Gewitter ähnlich über ihr zusammen. „Schon mal was von klopfen gehört?!“, japste sie voller Entsetzen, während sie spüren konnte, wie die Hitze in ihre Wangen schoss. „Raus hier, SOFORT!“ Die letzten Worte hatte sie fast schon geschrien und in einem Verteidigungsmechanismus hatte sie kurzerhand das Buch von sich geschleudert, welches geradewegs auf den noch immer müden Alistair zuraste, seiner Stirn in alarmierendem Tempo näher kommend.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:29

Ein wenig perplex, und noch immer etwas verschlafend blinzelnd, stand der Weißhaarige nun im Türrahmen der geöffneten Tür und starrte die Lilahaarige einfach nur an. Es dauerte, gerade mit seinem noch völlig verschlafenen Hirn, eine Weile, bis er verstand was er da eigentlich sah, aber dann brannte sich das Bild auch schon in sein Gehirn. „Äh...“ Nur dieses eine Wort kriegte er raus und da knallte auch schon ein Buch mit voller Wucht gegen seine Stirn. Er verlor das Gleichgewicht, taumelte nach hinten, die Türklinke noch immer in seiner Hand, und zog so die Tür fast ganz zu, ehe sich seine Hand doch wieder löste und er zu Boden fiel. Dort lag er eine Weile perplex herum, versuchte seine Gedanken zu ordnen und festzustellen, was da eigentlich passiert war. Nach einer kurzen Weile konnte er sich aber schließlich wieder ein wenig sammeln und erhob sich langsam. Dabei hob er auch gleich das Buch mit auf. „Das sollte ich ihr später wohl zurückgeben. Und mich entschuldigen. Glaub ich...“ Leise murmelte er diese Worte, die mal wieder ein Beweis dafür waren, dass er nicht wirklich wusste, wie man mit anderen Menschen umgeht, und ging nun auch noch mal in sein Zimmer zurück. Dort dachte er sich, dass er wohl auch noch duschen sollte und tat das dann auch gleich. Aber im Gegensatz zu Valerie sprang er nur schnell drunter und wusch sich, ehe er das heiße Wasser wieder verließ, sich abtrocknete und anzog. Anschließend packte er auch wieder seine Tasche zusammen, zog seinen Mantel über und nahm sein Schwert, ehe er sich nach unten in den Schankraum begab. Ein weiteres Mal sollte er wohl nicht zum Zimmer von Valerie gehen, auch wenn das Ereignis vorhin nur ein Versehen war. Doch leider schien es so, als wäre sie noch nicht heruntergekommen, jedenfalls konnte er sie auf den ersten Blick im, nun recht leeren, Schankraum nicht entdecken. So setzte er sich also, mit dem Rücken zu einer Wand, auf eine der Bänke und holte seinen Notizblock heraus. Er wollte nun, während er wartete, erste Zeichnungen von den interessanten Personen, die er gestern kennengelernt hatte, anfertigen. Anfangen wollte er dabei mit Valerie. Ein einfaches, ganz normales Bild wollte er von ihr zeichnen, eine erste Version des Bildes, das er später auf die Karte von ihr zeichnen wollte. Seine Gedanken jedoch wanderten immer wieder zu dem unbeabsichtigten, jedoch nichtsdestotrotz schönen, Anblick von vorhin, der sich in sein Gedächtnis gebrannt hatte. Und so begann er, fast schon automatisch, damit ein Bild von eben jenem Moment zu zeichnen, wie sich die Lilahaarige, nur in ein Handtuch gewickelt, nach einem Buch bückte...
Errötend blickte der Weißhaarige auf das Bild, das da in der Entstehung war, und senkte sowohl seinen Stift als auch seinen Block. Valerie sollte wirklich nicht bemerken was er da gerade tat und so schlug er schnell den Block zu, verstaute ihn zusammen mit dem Stift wieder in seiner Tasche und dachte nun lieber daran, wie und wie viel er gleich wohl bezahlen musste, während er weiter wartete.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:31

Wer Valerie kannte, der wusste, dass sie bei Situationen die ihren Körper in Kombination mit dem männlichen Geschlecht betrafen recht schnell sehr unentspannt und panisch werden konnte. Die Sakai konnte es ganz einfach nicht leiden, wenn man ihr zu nahe kam oder aber sie in einem Aufzug sah, der alles andere als angemessen war. Das lag mitunter daran, dass sie in einem Haushalt aufgewachsen war, in dem das Thema Sexualität sehr lange streng vermieden und der Unterschied zwischen Mann und Frau von vorneherein sehr deutlich gemacht worden war. Valeries Vater war kein Mensch, den man sonderlich tolerant und verständnisvoll nennen würde und hätte er gewusst, in was für Situationen sich seine jüngste Tochter durch ihre Profession als Magierin immer wieder begab, so hätte er dieser Berufung wohl noch abweisender gegenüber gestanden. So jedoch hatte sich der junge Dragonslayer lediglich mit dem Zorn einer Valerie Sakai auseinanderzusetzen, welche keinen Augenblick zögerte, pure Genugtuung zu empfinden, als das schwere Buch mit voller Wucht in direkten Kontakt mit der Stirn des Weißhaarigen kam und dieser durch den Schwung das Gleichgewicht verlor und rückwärst aus dem Raum stolperte, die Tür hinter sich zu ziehend. Genau das hatte sich die Dunkelhaarige mit ihrem Überraschungsangriff erhofft und so passierte lediglich ein erleichtertes Seufzen ihre Lippen, als sie erleichtert die geschlossene Tür musterte, noch immer recht bewegungslos vor Schreck an Ort und Stelle verharrt, dass Handtuch um ihren Körper beinahe verkrampft umklammert.
"Männer...immer nur auf das eine aus...", murmelte sie dann mehr als finster zu sich selbst und stapfte mit verbissener Miene in Richtung Badezimmer, während sie sich im Laufen ihre Tasche griff, in welcher sich ihre Wechselsachen befanden. Im Nachbarraum angekommen ließ sie das Handtuch ganz einfach fallen und schlüfte in ihre frische Kleidung, ehe sie nach einer Bürste griff und anschließend ihr noch immer leicht feuchtes Haar durchkämmte, um es anschließend in einem hohen Zopf auf ihrem Kopf zu drapieren. Ein Blick in den Spiegel, wobei die dunklen Augen der Lamia wie gewohnt für einen kurzen Augenblick auf ihrem vernarbten Ohr verweilten, dann nickte sie, zufrieden mit ihrer Erscheinung und machte sich daran, dass Zimmer zu verlassen. Es wurde Zeit, dass sie Alistair fand und ihm für die vorherige Situation noch einmal gehörig die Ohren lang zog. Natürlich war der Magierin klar, dass es dem Dragonslayer vermutlich leid tat und das Ganze bloß ein Versehen gewesen war, doch ihre Scham und ihr Ärger verdunkelten diese Erkenntnis und verhinderten, dass Valerie in der Lage war, diesen Vorfall so leicht zu verzeihen. Wie gesagt, wenn es um ihren Körper ging, so war sie nun einmal sehr empfindlich und das war auch ganz klar einer der Gründe, warum sie ihrem Teamkameraden diesen Ausrutscher nicht so einfach verzeihen würde.
Es war nicht sonderlich schwer, Alistair zu finden und kaum hatte die Finsternismagierin ihren Gildenkollegen auf einem der Bänke entdeckte, ging sie auch schon entschlossenen Schrittes auf ihn zu, die Augenbrauen in einem fast schon finsteren Stirnrunzeln verzogen und die Arme trotzig vor der Brust verschränkt. "Alistair Adams, ich hoffe du hast eine sehr gute Erklärung, warum du so eben einfach in mein Zimmer geplatzt bist und mich beim Ankleiden gestört hast!" Ihrer Stimme musste man entnehmen können, dass sie noch immer recht wütend war und die Spitze ihres rechten Fußes wippte beinahe ungeduldig auf und ab, während sie mit verfinsterter Mimik auf seine Antwort wartete. Eine Entschuldigung war immerhin das Mindeste, dass sie nach dieser Aktion erwarten konnte! Wenn man da an Kabuto zurückdachte, so hatte es der Dragonslayer mit dieser Erwartungshaltung sogar noch recht gut getroffen, denn er würde nicht eine Woche lang als Valeries Sklave durch die Gegend stolzieren und Aufgaben erledigen müssen. Gerade wollte die Siebzehnjährige erneut loswettern, da erklang plötzlich eine Stimme direkt hinter ihr und die Dunkelhaarige wirbelte erschrocken herum. „Ach du liebe Güte, ihr Kinder seid ja entsetzlich früh auf. Habt ihr nicht gut geschlafen, soll ich euch etwas zum Frühstück machen?" Fast schon augenblicklich besänftigten sich Valeries Gesichtszüge und ihre Lippen verzogen sich in einem sanften Lächeln, während sie eilig in ihrer Tasche nach einigen Jeweln kramte. "Das ist sehr lieb von Ihnen, aber wir werden gleich direkt aufbrechen müssen. Das Zimmer war übrigens ausgezeichnet, danke noch einmal, dass Sie so nett und freundlich zu uns waren." Mit diesen Worten reichte die Sakai ihrer Gegenüber das Beutelchen voller Jewel, als offensichtliche Bezahlung für die beiden Zimmer und das Abendessen, dann wandte sie sich erneut zu dem Dragonslayer um. "Sie zu, dass du auf die Füße kommst, wir können hier nicht den ganzen Tag verplempern." Ja, Valerie war wütend und wenn dies der Fall war, dann machte sie oftmals auch keinerlei Hehl aus ihrem Zorn.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:34

Und da kam sie auch schon auf ihn zu geschritten, ihrem Gesichtsausdruck nach noch immer ziemlich sauer auf ihn, was er auch verstehen konnte. Immerhin hatte er etwas gesehen, was er sicher niemals hätte sehen sollen oder dürfen. Er hörte sich auch ganz artig und mit reumütig gesenktem Kopf ihre Schimpftirade an, konnte dabei sehen, wie sie zornig ihren Fuß auf und ab wippen ließ. Spätestens, nachdem er sie so wütend gesehen hatte, fühlte er sich wirklich schlecht und schuldig wegen dem, was vorhin passierte und so blickte er nun auf, um sich zu entschuldigen. Doch einerseits kam ihm jetzt, wo er sie wieder direkt anblickte, ausgerechnet das Bild wieder in den Kopf und erneut stieg ihm leicht die Röte ins Gesicht, weshalb er seinen Blick schnell wieder senkte. Andererseits tauchte in diesem Moment auch Rosie wieder auf und alleine ihre Anwesenheit schien Valerie ein wenig zu besänftigen. Zum Glück für Alistair, denn so hatte er noch ein wenig mehr Zeit sich zu überlegen, wie er sich entschuldigen könnte. Als die Lilahaarige dann davon sprach, dass sie gehen würden, wollte er schon nach seinem Geld kramen, doch in dem Moment sah er den Beutel den Valerie an Rosie gab und der eindeutig genug Jewel für beide Zimmer enthielt. Einen Moment lang sah er sie verwirrt an, doch dann machte sie ihm auch schon Beine und so stand er schnell auf, schnappte sich seine Tasche und sein Schwert und folgte ihr nach draußen.
Draußen auf der Straße folgte er ihr erst für ein paar Meter, bevor er sie schließlich überholte, vor ihr stehen blieb und sich umdrehte. „Valerie, warte bitte kurz.“ Und gleich, nachdem er das gesagt hatte, beugte er seinen Oberkörper vor ihr tief nach unten. „Es tut mir wirklich leid, was da vorhin geschehen ist. Ich lebe noch nicht lange wieder unter Menschen und weiß auch nicht so richtig, wie ich mit euch umzugehen habe. Ich gebe zu, anfangs wusste ich nicht wirklich ob das, was da passiert ist wirklich schlimm war, aber spätestens, nachdem ich sah, wie wütend du bist wusste ich, ich muss mich entschuldigen. Es tut mir wirklich, wirklich leid, was da passiert ist. Ich weiß das ist keine Entschuldigung, aber ich war noch halb am Schlafen und habe daher einfach nicht klar denken können. Habe nicht daran gedacht, dass das, was ich da tue, unsittlich ist. Es tut mir wirklich leid.“ Kurz legte er eine Pause ein, ehe er weiter sprach. „Und ich danke die vielmals, dass du trotz allem auch mein Zimmer und mein Essen bezahlt hast. Ich werde es dir auf jeden Fall eines Tages zurückzahlen.“

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Di 28 Okt 2014 - 19:34

Wenn Valerie zornig war, dann war mit ihr in den meisten Fällen nicht sonderlich gut Kirschen essen und genau das bekam Alistair nun zu spüren, denn der Dragonslayer hatte sie eindeutig auf dem falschen Fuß erwischt. Dabei konnte er eigentlich sogar recht froh sein, immerhin war ihm die selbe Behandlung erspart worden, die sie Kabuto Kyofu zu Teil hatte werden lassen und dieser hatte unter der eisernen Hand der Finsternismagierin sicherlich mehr als gelitten. Alistair hatte sie immerhin nicht dazu aufgefordert, die nächsten zwei Wochen als ihr Sklave auf ihrem Teppichboden herumzukriechen und diverse Staubmäuse aus dem flauschigen Material zu zupfen. Da war er mit ein wenig Zorn und Unmut eigentlich noch ganz gut davon gekommen und wenn er sie die nächste halbe Stunde in Ruhe lassen würde, so hätte sie sich vielleicht auch wieder soweit beruhigt, dass sie wieder vernünftig mit ihm sprechen konnte, ohne ihn dabei tödlich anzufunkeln. Leider war Mr. Adams offensichtlich nicht unbedingt ein Meister wenn es darum ging, die Gefühle von anderen Menschen zu lesen, denn ansonsten wäre er vielleicht in der Lage gewesen zu erkennen, dass die Sakai in ihrem Zorn lieber in Ruhe gelassen wurde, als direkt mit der Situation konfrontiert zu werden. Das lag zum einen daran, dass sie den peinlichen Augenblick von zuvor lieber vergessen und aus ihrem Gedächtnis streichen wollte, als auch an der Tatsache, dass ihr Gespräche über derartige Themen mehr als unangenehm waren. Es war unschicklich und außerdem zauberte es ihr meistens diese unangenehme Röte ins Gesicht, welche sie aussehen ließen wie ein verschüchtertes Schulmädchen. Vermutlich war sie daher auch für einen Augenblick tatsächlich ganz einfach sprachlos, als sich der Dragonslayer vor ihr mit einem Mal in eine Verbeugung zwang und eine Entschuldigung herausbrachte und dann eine Entschuldigung hinunter ratterte, die ihren Kopf für einen Augenblick zum drehen brachte. "Ich...", ja was sagte man nun? Es tat dem Finsternismagier offensichtlich leid und gerade weil seine Entschuldigung so ehrlich und offen geklungen hatte, konnte es die Sakai kaum über sich bringen, weiterhin zornig auf den Weißhaarigen zu sein. Auf der anderen Seite war da aber auch irgendwie der versteckte Wunsch sich weiter über den Vorfall aufzuregen, denn gerade für Valerie war Zorn schon immer eine bessere Alternative als Scham gewesen und gerade letztere kochte noch immer tief in ihren Venen und war lediglich solange vergessen gewesen, wie die Aufgebrachtheit in ihrem Körper getobt hatte. Jetzt aber war ihr Zorn vergessen und die Verlegenheit gewann die Überhand, ließ das Blut in ihre Wangen schießen und sie selbst verlegen an dem Zirspitzen ihres Oberteils zupfen. "...es ist schon...okay. Ich weiß ja, dass du es nicht mit Absicht getan hast." Ihre Stimme hatte etwas von einem leisen Fiepen, während sie sich bemühte ihrem Gegenüber nicht in die roten Augen zu schauen und stattdessen voller Interesse den Boden zu ihren Füßen zu mustern.
Bevor sie jedoch dazu kam, weitere Worte an ihren Gildenkollegen zu richten, konnte sie plötzlich eilige Schritte hinter sich hören und ihr Kopf schellte alarmiert in die Höhe, als sie plötzlich eine Hand am Arm griff und ihr Handgelenk in einer ruckartigen Bewegung nach hinten zog. Die Finsternismagierin wirbelte alarmbereit um die eigene Achse und sah sich dann plötzlich mit eine hübschen blonden Mädchen konfrontiert, welches atemlos an Ort und Stelle stand, in dem offensichtlichen Versuch zu Wort zu kommen. Ihre blauen Augen waren auf das schwarze Gildenzeichen auf Valeries Handrücken fokussiert und als sie endlich wieder genug Luft in ihrer Lunge hatte, um einige Worte zu sprechen, verharrte die Sakai erschrocken in ihrer Bewegung. "Du bist Magierin...dein Gildenzeichen...ich...Hilfe..." Bei ihren letzten Worten begannen die Alarmglocken in Valeries Kopf zu ringen und ihre dunklen Augen fokussierten sich auf das hübsche Mädchen vor ihr, während sie versuchte den wirren Sätzen einen Sinn zu entnehmen. "Atme erst einmal tief durch und beruhige dich. Was genau ist passiert und wobei brauchst du Hilfe?" Die Fremde nahm sich die Worte der Finsternismagierin zu Herzen und atmete einmal zittrig durch, ehe sie endlich einen vollständigen Satz mit zittriger Stimme hervor brachte. "Mein Name ist Alissa Stine und ich wollte eben meinen Großvater besuchen, in seiner Hütte im Wald. Er ist ein bekannter Forscher, wisst ihr und in letzter Zeit hat er sich so wenig gemeldet. Aber als ich da ankam...das Haus sieht vollkommen verändert aus...und...und durch den Wald...da läuft so ein seltsamer Mann, den ich noch nie zuvor gesehen habe..." Bei den letzten Worten war ihre Stimme leiser geworden, ehe sie plötzlich in einem Flüstern verebbt war. Valerie konnte beobachten, wie sich die Augen der Fremden mit Tränen füllten und diese betroffen die Hände vor dem Mund schlug, offensichtlich um ein Schluchzen zu unterdrücken. Oh nein...

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Fr 28 Nov 2014 - 1:23

Erleichtert, ja fast schon strahlend, blickte der Weißhaarige nun wieder auf und richtete sich auch wieder auf. Sie hatte ihm verziehen, und auch wenn es wohl bei beiden nicht einfach aus dem Bewusstsein verschwinden würde, so würde es vielleicht wenigstens für den Rest der Quest nicht mehr in ihren Weg kommen. Gerade wollte er ihr schon dafür danken, dass sie ihm verziehen hatte, doch da tauchte plötzlich eine junge, blonde Frau auf und schnappte sich die Hand von Valerie. Sie schien geradezu auf das Gildensymbol zu starren, ehe sie außer Atem endlich anfing zu sprechen. „Du bist Magierin...dein Gildenzeichen...ich...Hilfe...“ Verdutzt blickte Alistair die blonde Frau an, und weil sie ihn mehr oder weniger aus dem Konzept geworfen hatte, brauchte er eine Weile um sich wieder zu sammeln und überhaupt fähig zu sein etwas zu erwidern. In der Zwischenzeit hatte Valerie die junge Frau, die sich als eine Alissa Stine vorstellte, etwas beruhigt und hatte sie dazu gebracht zu erklären, was denn los sei. Stine? Der Name sagt mir doch was. War das nicht dieser andere Professor? Noch während er das dachte, hörte er zu, was Alissa zu sagen hatte und das, was der Albino da hörte, ließ sein eh schon blasses Gesicht noch weißer werden. Das kann doch nicht... Wurden wir tatsächlich betrogen? War unser Auftraggeber die ganze Zeit ein Betrüger? Aber wieso? Wieso hat er sich für den örtlichen Kräuterkundigen ausgegeben? Und was ist mit diesem Professor Stine geschehen? Und wollte er uns nach der Quest wirklich belohnen? Oder hatte er vor uns über den Tisch zu ziehen? Oder wollte er uns vielleicht sogar in eine Falle locken und bot deshalb an, dass wir bei ihm schlafen könnten? Fragen über Fragen schwirrten durch seinen verwirrten Geist, aber eine Sache wurde ihm sofort klar. „Wir müssen aufdecken, was hier vor sich geht! Wir können es doch nicht auf uns sitzen lassen so hinters Licht geführt zu werden!“ Zum Glück war heute ein recht bewölkter Tag, er würde also eher keine Pausen machen müssen, um sich erneut mit Sonnenschutzmittel einzucremen und auch Pausen im Schatten sollten nicht nötig sein. „Valerie, lass uns diesen Kerl stellen und herausfinden, was hier los ist!“ Ein wenig grimmig blickte er bei diesen Worten, aber man könnte meinen, dass eine gewisse Aura der Vorfreude von ihm ausging. Vielleicht wehrt sich ja der Kerl. Dann kann ich mal ausprobieren, wie meine Magie wirkt. Oder wie gut ich mit dem Schwert umgehen kann. „Na los! Lasst uns aufbrechen!“ Und ohne auch nur auf eine Erwiderung zu warten oder noch irgendwelche zusätzlichen Fragen zu stellen lief er auch schon los, in Richtung Stadtrand und Wald.
Darauf, dass die anderen ihm folgten, wartete er gar nicht erst und so war er, wenn auch etwas außer Atem, der Erste, der an der Hütte ankam. „Aufmachen Professor! Wir müssen sprechen!“ Immer wieder klopfte er gegen die Tür, hämmerte fast schon. Doch es kam niemand an die Tür, nicht mal eine Antwort kam. Sofort versuchte der Weißhaarige mit seinem Geruchssinn herauszufinden, ob jemand im Haus war, doch selbst hier draußen war der Kräutergeruch aus dem Haus viel zu intensiv, als dass er den Geruch einer Person hätte ausmachen können. Auch am Vortag hatte er dem Geruch des Mannes nicht feststellen können, darum wäre es ihm nun eigentlich auch unmöglich, ihn zu verfolgen. Doch nun, da er sich voll und ganz auf die Gerüche konzentrierte, fielen ihm drei Sachen auf. Eine davon ließ ihn breit grinsen und bei den anderen beiden handelte es sich um Valerie und Alissa, die nach einer kurzen Weile ebenfalls eintrafen. „Der Kerl ist nicht da. Aber... Dieser penetrante Kräutergestank aus dem Haus hängt so sehr an ihm fest, dass ich ihn selbst hier draußen mühelos mit meiner Nase verfolgen kann. Los, lasst uns aufbrechen!“ Wieder ließ er die anderen beiden gar nicht zu Wort kommen, bevor er sprach, wartete dieses Mal aber wenigstens damit loszulaufen, da es wohl besser wäre, wenn Valerie ihn begleiten würde.

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BeitragThema: Re: Tiefer Nadelholzwald   Mo 8 Dez 2014 - 11:41

Valerie teilte Alistairs Einschätzung gegenüber der aktuellen Situation und zögerte daher nicht lange, als der Dragonslayer die Richtung des Waldes ansteuerte, in welcher sie einen Tag zuvor den vermeindlichen Professor besucht hatten. Es dauerte nicht lange, bis sie das Haus erreicht hatten und am Rande bemerkte die Sakai, dass ihnen die Enkelin des Doktors gefolgt war und sich nun vor Angst und Panik zitternd hinter der Magierin befand, ihre Augen in einer fast schon hoffnungsvollen geste auf das Anwesen des Doktors gerichtet. "Deine Nase ist besser als die eines normalen Menschen, oder? Folge dem Geruch und spür ihn auf, dann setzte ihn außer Gefecht. Traust du dir das mit deinen Fähigkeiten zu? Ich werde mich unterdessen mit Alissa ins Haus begeben und nach dem richtigen Professor suchen. Wenn du den Täuscher gefunden hast, dann setze ihn außer Gefecht und bringe ihn hier her. Dann können wir uns um den Rest kümmern." Mit diesen Worten und ohne eine weitere Antwort abzuwarten schritt die Finsternismagierin mit einigen entschlossenen Schritten auf das Haus zu und gab ihrer Begleitung dann ein Handzeichen, ihr zu folgen. Auch innerhalb des Gebäudes herrschte wie am Abend zuvor der intensive Kräutergeruch und die Sakai schritt mit aufmerksamen Augen die Räume ab, ihren Blick auf die hohen Regale gefüllt mit den unterschiedlichsten Büchern und Gegenständen. "Irgendwo hier muss es ein Versteck geben, einen Ort an dem der Fremde deinen Großvater Gefangen gehalten haben kann. Alissa, hast du eine Idee?"Das blonde Mädchen betrachtete unsicher das Gebäude, offensichtlich nicht wirklich erpicht darauf, sich länger als nötig in diesem Haus aufhalten zu müssen, wo die letzten Tagen und Wochen ein fremder gelebt hatte. Dann jedoch erhellten sich ihre Gesichtszüge in plötzlicher Realisation und sie schien eine Idee bekommen zu haben. "Der Dachboden! Wenn man jemanden hier im Haus verstecken will, dann auf dem Dachboden!", japste das Mädchen und Valerie nickte entschlossen. Mit eiligen Schritten durchquerte die Sakai den dämmerlichen Raum, ehe sie im Flur die Vorrichtung für eine Falltür in der Decke entdeckte und sich auf die Zehnspitzen kämpfte, um den kühlen Griff mit ihren schlanken Fingern zu umfassen. Ein kleiner Kraftakt, doch dann hatte sie den sichernden Riegel entfernt und mit einem Ruck das Holz in ihre Richtung gezogen, woraufhin die Vorrichtung nachgab und eine automatische Treppe nach unten ausgefahren wurde. "Warte hier, Alissa, ich werde vorausgehen und gucken ob ich deinen Großvater finde", meinte die Lamia bestimmt und ergriff dann das staubige Holz der Klapptreppe, ehe sie sich geschickt die Stufen hinaufschlich und schließlich in dem dunklen Raum des Dachbodens ankam. Ihre obsidianfarbenden Augen wanderten über das dunkle Ambiente des Ortes, ehe sie die Gestalt sah, die gefesselt in einer Ecke des Raumes saß. "Nah, dass wurde aber auch Zeit, dass hier endlich jemand kommt und mich befreit. Wie konnte niemanden auffallen, dass ich schon seit einigen Wochen wie vom Erdboden verschluckt bin?", wetterte der Professor, nachdem Valerie ihm mit einem Kraftaufwandt den Klebestreife vom Mund gezogen hatte. "Ich gehe davon aus, dass der Mann, der sie gefangen gehalten hat, der Illusionsmagie fähig ist und deshalb in der Lage war die anderen Menschen zu täuschen. Ganz davon abgesehen, dass Sie ohnehin öfter einige Tage zu verschwinden scheinen. Wie geht es Ihnen, Professor?" Der grauhaarige Mann betrachtete sie für einige Minuten eindringlich hinter seiner Brille, dann schnaubte er und schien sie einmal von oben bis unten zu mustern, ehe seine Augen an dem Gildenzeichen auf ihrer Hand hängen blieben.
"Du bist eine Magierin, Lamia Scale? Nun ja, ich schätze ich bin dir und deinem Team zur Dankbarkeit verpflichtet. Wäre es möglich, dass wir nun endlich nach unten gehen könnten? Ich sollte meine Enkeltochter beruhigen", meinte er gelassen und dennoch mit einer gewissen Entschiedenheit in der Stimme, ehe er sich auf die Füße kämpfte und sie gemeinsam den Weg hinunter in den Flur des Hauses bewältigten. Dort wurde der Professor überschwänglich von seiner Enkeltochter empfangen, während Valerie den beiden etwas Privatsphäre gönnte und ihren Weg hinter das Haus fand. Alistair war zurück und im Gepäck hatte er den verbrecherischen Magier, welcher die letzten Monate seine Existenz verfältscht hatte und nun wetternd und gefesselt vor dem Dragonslayer auf dem Boden kniete. "So kurz, ich war so kurz davor dieses verdammte Amulett zu finden und zu ewigem Reichtum zu kommen. Aber ihr verdammten Magier musstet hier ja plötzlich auftauchen und mir in die Parade fahren. Verflucht seit ihr." Valerie grinste als einzige Reaktion auf seinen Zorn und wandte sich stattdessen an Alstair, welchem sie einen triumphierenden Blick schenkte. "Wir haben es geschafft, der Auftrag ist erledigt. Nah, wie fühlt man sich so, mit seiner ersten abgeschlossenen Quest?" Die Lamia streckte die Hände über den Kopf und rekte die Muskeln in ihrem Kreuz, ehe sie sich die Haare aus dem Gesicht schüttelte und in den Himmel blinzelte. "Was hältst du davon: Wir liefern den Herren Morgentau hier ab und gehen dann etwas essen? Es wäre die perfekte Zeit für ein Mittagessen, wenn du mich fragst." Ja, ein erfolgreich erledigter Auftrag sorgte bei der Sakai immer für ausgesprochen gute Laune.

Quest Ende

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