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 Bahnhof

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Akay Minoru
Paladin Fairy Tails
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BeitragThema: Bahnhof   Do 30 Okt 2014 - 19:58

Questbeginn: Stellar Expedition

Kerzengerade saß Akay in seinem Bett. So real, wie sich der Traum angefühlt hatte, hatte es sich wohl auch für seinen Körper, denn nicht nur er war klatschnass, nein, auch sein Laken formte die Silhouette des eben aufgewachten Jungen. Aber war es wirklich real, was er gesehen hat? Oder spielte sein Gehirn streiche mit ihm? Früher hätte er dies als eine Emanzipation seiner Fantasie abgestempelt, aber das war, bevor er selbst magisch begabt wurde. Und es war auch nicht der erste Traum dieser Art. Irgendwas oder irgendwer versuchte ihn zu erreichen, etwas zu vermitteln. Aber wer? Vor allem war eine weitere, vielleicht sogar wichtigere Frage: War er der Einzige, der diese „Visionen“ erhielt? Fragen über Fragen, die er nur zu gerne mit einem seiner Stellargeister besprochen hätte. Jedoch merkte Akay erst jetzt, dass es draußen noch stockfinster war, er sich also allem Anschein nach noch mitten in der Nacht befand. Keine gute Idee Lärm zu erzeugen. Erschöpft erfrischte er sich und wechselte die Laken, ehe er ins Bett fiel und wieder einschlief, mit der festen Überzeugung, diesen Turm, welcher am meisten aus dem Traum herausstach, zu finden.

Wie es das Schicksal so oft will, sollte auch Akay nicht lange auf eine Antwort warten müssen. Nur beim Stöbern in einem Kiosk hatte er die Zeitschrift überflogen. Es war ein Reisemagazin. Jedoch hatte diese eine kleine Anzeigenseite für eventuelle, exotische Reiseziele. Anscheinend hatte hier ein archäologisches Institut eine Expedition in die Wüste geplant, um eine verlorene Zivilisation zu suchen. Ungläubig schüttelte er nur den Kopf, aber da er sowie so schon die Hälfte gelesen hatte, konnte er auch den Rest lesen, aber er ahnte schon, wie sie diesen eventuellen Fund als Touristenort ausschlachten wollten. Nach reichlicher Forschung fand eben jenes Institut Beweise für die Existenz einer Kultur in der jetzigen Wüste, die direkten Kontakt mit Stellargeistern zu haben schien, ohne direkt magisch begabt zu sein. Wenn das nicht die Aufmerksamkeit eines Magiers auf sich zog, was dann? Irgendwie musste er sich dieser Expedition anschließen, egal wie. Die Sache war nur: Wie konnte man eine Gruppe finden, die man aus einem Klatschmagazin fand. Vermutlich dort, wo man sonst alles mögliche andere aufspüren konnte: Das Gildenhaus. Wie von der Tarantel gestochen, eilte der junge Magier zum Sitz von Fairy Tail, Vielleicht hatte ja irgendwas seine Gebete erhört und würde ihm nun den nötigen Hinweis geben... Und gelobt sei die Sonne! In einer kleinen Ecke des Questbretts suchte eben jene Expedition magische Hilfe. Bodyguards so, wie es sich anhörte, und wenn möglich noch mit potenziellem Hintergrundwissen. Jackpot dachte sich Akay im Stillen, als er dem etwas kleinerem Magier vor ihm den Zettel vor der Nase wegschnappte und aus der Halle stürmte. Den Rest konnte er ja unterwegs lesen. Das der Junge, dem er gerade die Questinfo wegschnappte, das vielleicht nicht so besonders toll fand, daran dachte Akay gerade nicht. Wichtig für ihn war nur Folgendes: Auch Blue Pegasus wusste von dieser Quest und der Treffpunkt der Expedition war sogar hier in Magnolia am Bahnhof. Es gab also keine Zeit zu verlieren, denn scheinbar war es schon einige Tage ausgeschrieben und heute war bereits der Abreisetag. Er seufzte jetzt schon über die Tatsache, dass er seinen Eltern erneut erklären musste, warum er wieder für eine ganze Weile verschwinden würde. So sehr er sie auch mochte, mussten sie sich doch mit dem Gedanken abfinden, dass er erwachsen wird. Zu seiner Überraschung waren sie nicht daheim, weshalb er ihnen einen kleinen Brief hinterließ, seine Sachen packte und in Richtung Bahnhof ging. Alles Weitere würde er dort erfahren, genau wie die anderen, die sich für diese Quest entschieden hatten. Aber wozu brauchte eine archäologische Expedition Bodyguards? Was auch immer der Grund sein sollte, der Bahnhof kam in Sichtweite und wenn Akay sich sicher war, hatte er die vermeintliche Gruppe bereits ausfindig machen können. Oder warum sollten sonst so viele Leute mit Gepäck hektisch durch die Gegend wuseln? Das konnten nur Akademiker sein.

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Kabuto
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BeitragThema: Re: Bahnhof   Mo 3 Nov 2014 - 19:00

Interesse war eine der Sachen, die Kabuto in letzter Zeit recht selten am Questboard fand. Er sah immer mal wieder darüber, aber nichts sprach ihn so sehr an, dass er seine Atari Portable dafür längere Zeit weglegen würde – mal davon abgesehen, dass einige Sachen wirklich gefährlich klangen. Er wartete teilweise auch darauf, endlich mal wieder Lia oder Sylvana zu begegnen, um mit ihnen zusammen auf eine Quest zu gehen, immerhin hatten die beiden einen sehr besonderen Platz in seinem Herzen. Solange das allerdings nicht geschah, machte er sich einen Spaß darauf, das vierte Spiel, das je für die Atari Portable herausgekommen war, und das dritte, das in seinen Besitz gewandert war, auszuprobieren: Stellar Expedition II. Es war wohl eine weiterentwickelte Form des Spiels Stellar Expedition, von dem es nur noch eine einzige Version in ganz Fiore geben sollte... an die heran zu kommen, war vermutlich ziemlich unmöglich, sie gehörte nämlich einem reichen Typen, der sich in die Kultur der Stellargeister verguckt hatte. Wie sollte Kabuto da herankommen?
Allzu beeindruckend war das Spiel allerdings nicht gestaltet; man bewegte ein Raumschiff auf dem Bildschirm nach oben und nach unten, außerdem konnte man schneller und langsamer fliegen. Langsamer war man auf der sicheren Seite, doch der maximale Score war natürlich nur zu schaffen, wenn man von Anfang an die volle Geschwindigkeit auflegte. Inzwischen war Kabuto wirklich gut; während er so auf den Bänken der Gilde saß, raste sein Finger nur so zwischen der Hoch- und Runtertaste hin und her, hin und wieder klickte ein anderer Finger auf Shoot, um einen Weltraumfels zu sprengen, der ihm im Weg stand. Den Raketen, Weltraumvögeln, Weltraumschleimen und Weltraumsalzgräsern musste man ausweichen, wobei alle unterschiedliche, aber klar definierte Bewegungsabläufe hatten, die den Kyofu längst nicht mehr forderten. Die einzige Herausforderung stellten die Weltraumkäfer – Star Bugs – dar, denn deren Bewegungen schienen undefiniert und willkürlich zu sein. Auf der höchsten Geschwindigkeit schaffte er Level vier nur gerade so und starb wegen diesen Viechern immer gleich am Anfang des letzten Levels. Es war deprimierend.
Es war wohl ein Wink des Schicksals, dass eines Tages dann doch wieder ein interessanter Zettel am Questboard hing; Stellar Expedition? Sofort riss die Notiz Kabutos Interesse auf sich, er las sie sich durch, merkte sich die Daten, um ja nichts zu verpassen. Drei Tage noch, dann ging es los! Den Zettel ließ er erst einmal hängen, in der Hoffnung, noch jemand werde sich melden; im Gegensatz zu Videospielen machten Quests zu zweit einfach mehr Spaß.

Drei Nächte später wurde der Kyofu nachts heimgesucht. Anstatt, wie üblich, einfach abzuschalten, um Energie zu sparen, ließ sein Gehirn ein Intro laufen... Anders gesagt, er träumte. Zuerst begann alles ganz normal, er saß in einem verpixelten Raumschiff und bewegte sich aufwärts und abwärts und sprengte mit seiner Strahlenpistole Felsen. Dann kam ein großer, grüner Schleim, der über allem schwebte und mit grünen Klumpen schoss, doch danach wurde es seltsam. Die Klumpen fielen aus dem All hinab auf eine verpixelte Erde, wo sie sich in Menschen verwandelten, seltsam gekleidete Menschen – das konnte man trotz der Grafik erkennen –, aber Menschen. Was sie taten, konnte der Grünschopf nicht richtig ausmachen, doch bald wurde diese Welt erschüttert, der Boden wechselte von schlecht programmiertem Grau zu schlecht programmiertem Gelb; Sand? Eine Wüste? Mit einem mal stieg etwas aus dem Sand auf, und innerhalb von Sekunden stand dort ein Turm, der entfernt an Jenga erinnerte. Dann wurde der Bildschirm... ähm, der Traum von einem hellen Licht erfüllt, ehe alles in schwarz versank, dann erschienen langsam verpixelte Buchstaben:

GAME OVER
NO TRYS LEFT. SORRY.

Dann verschwand auch diese Schrift, und der Bildschirm blieb dunkel...

Mit einem Mal saß Kabuto aufrecht in seinem Bett, der Schweiß rann ihm von der Stirn, er ergriff die Konsole neben seinem Bett, deren Blitzlachryma noch immer ein schwaches Glühen abgab. Gut... die Energie war noch nicht aus. Dann erst wurde ihm langsam klar, dass das eben kein Spiel, sondern ein einfacher Traum gewesen war... Peinlich berührt blickte er auf die Uhr und stand auf. Nun, wo er schon einmal wach war, konnte er sich auch jetzt schon darum kümmern, dass die Wohnung sauber war. Wenn er später auf Quest gehen wollte, dann sollte er sich noch ein wenig vorbereiten.
Am Bahnhof angekommen, hielt er erst einmal Ausschau nach einem gewissen Jungen mit schwarzem Haar. Das konnte ja wohl nicht sein! Er war zurück ins Gildenhaus gegangen, um zu gucken, ob jemand mit ihm kommen würden, und da keiner da gewesen war, hatte er den Zettel abziehen lassen... und dann kam dieser Kerl und riss ihn ihm einfach vor der Nase weg! Zum Glück hatte der Grünschopf sich Zeit und Ort gemerkt, sonst hätte er jetzt keine Ahnung mehr, wo er hin müsste. Kaum hatte er sein Ziel entdeckt, das gerade eine Gruppe von Leuten mit Gepäck betrachtete, schritt er auch schon auf den Jungen zu. Der würde was erleben! H-Hallo... mein Name ist Kabuto K-Kyofu, u-u-und ich fürchte, du... du hast mir d-die Quest vor... vor der Nase weggeschnappt, hehe. I-ist es okay, wenn... wir das zusammen erledigen? Naja, vielleicht auch nicht...

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Sylvana
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BeitragThema: Re: Bahnhof   Mi 5 Nov 2014 - 19:29

Es war schon ein komisches Gefühl, nach so kurzer Zeit in die Stadt zurückzukehren, die für sie über zwei Jahre ihre Heimat gewesen war. Noch vor zwei Wochen war sie durch die Straßen gegangen, das blaue Emblem der Gilde, die sie in jenen zwei Jahren ihre Familie genannt hatte, auf ihrem Handrücken. Dort, wo jetzt das schwarze Symbol der Gilde ragte, welcher der Dragonslayerin nun angehörte. Ein wenig schlecht fühlte sie sich ja schon, dass sie niemanden Lebewohl gesagt hatte, außer Meisterin Fiona, welche glücklicherweise völliges Verständnis für ihre Entscheidung hatte. Die Nachricht, dass Mitglieder einer dunklen Gilde in den Reihen der eigenen Gilde sein sollten hatte auch sie für einige Augenblicke sprachlos gemacht, dennoch war sich Sylvana sicher, dass die Gildenmeisterin mit dieser Bedrohung klarkommen würde. Sie hatte diesen Posten immerhin nicht geschenkt bekommen!
Dennoch stellte sich natürlich jetzt die Frage, warum Sylvana nach so kurzer Zeit wieder in die Stadt zurückkehrte, in welche sie ihr Vertrauen verloren hatte. Ihre Sachen aus dem Fairy Hills Wohnheim hatte ihr Fiona nach Oshibana schicken lassen und ihren Abschied nachholen wollte die Dragonslayerin auch nicht. Dazu war ihr Vertrauen in die Gilde einfach zu stark geschädigt. Und gleich dieser Tatsache hatte sie sich von Meister Ryce breitschlagen lassen, diese Quest für ihre neue Gilde anzuführen. Eine Quest, in welches sie auf einige ihrer alten Gildenmitglieder stoßen würde. Ein ziemliches Dilemma, wenn man bedachte, dass man den Magiern der anderen Gilde bei einer solchen Allianzquest sein Vertrauen schenken musste. Dennoch konnte sie diesen Auftrag, vom Gildenmeister höchstpersönlich gestellt, nicht ablehnen. Immerhin war sie ihm dankbar, dass er sie so einfach aufgenommen hatte, nachdem sie sich von ihrer alten Gilde getrennt hatte. Selbstverständlich fand Sylvana das durchaus nicht.
Eigentlich war der ausgemachte Treffpunkt ja der Bahnhof in Magnolia, wo sie auch den Magier treffen würde, der mit ihr Blue Pegasus repräsentieren würde. Noch hatte Sylvana immerhin keine Ahnung, wer nun neben ihr diese Mission angenommen hatte. Innerlich hoffte sie ja, das bekannte Gesicht des Metalldragonslayers zu sehen, sobald sie den Bahnhof betreten hatte. Und bloß nicht das Gesicht Kazuyas… Seine Anwesenheit bei dieser Quest würde den Beziehungen zwischen Fairy Tail und Blue Pegassus sicherlich nicht gerade gut tun. Auch wenn sie nur liebend gerne dem Wasserdragonslayer noch gehörig die Hölle heiß machen wollte. Wie auch immer, eine halbe Stunde hatte sie noch Zeit, bis sie wirklich beim Treffpunkt erscheinen musste. Im Moment brauchte sie nur ein klein wenig Zeit für sich, um ein paar Dinge analysieren zu können. Und wo ging dies am Besten, wenn nicht in dem kleinen Café, in welchem sie nur zu gerne nach einer Mission eine heiße Schokolade trank. Ein ruhiger Fleck, inmitten des lauten Stadtlebens in Magnolia Town. Was sie nämlich beschäftigte, neben der Frage, welche Magier ihrer alten Gilde ihr über den Weg laufen würden, war ein Traum. Normalerweise schenkte die Dragonslayerin ihren Träumen keine große Bedeutung, doch... Dieser Traum war anders, als alle anderen zuvor.
Es waren nur kleine Fetzen, die in ihren Erinnerungen hängengeblieben waren. Dennoch wusste Sylvana noch ganz genau, wie real sich alles angefühlt hatte. Es mochte eigenartig klingen, aber in diesem Traum war sie zu einem Drachen geworden. Gigantische Schwingen, messerscharfe Klauen und ein wundervoller, goldener Schuppenpanzer konnte sie ihr Eigen nennen. Eiskalter Wind schoss ihr entgegen, als sie mit zwei kräftigen Schlägen ihrer Flügel in die Luft schoss. Und wie schnell sie gewesen war… Die Landschaften zogen unter ihr vorbei, wechselten von grünen Wäldern zu dicht besiedelten Dörfern und Städten, bis sie schließlich Wüstenland erreichte. Dann verschwomm alles und einzelne Bilder setzten sich vor ihren Augen zusammen, nur um im nächsten Moment zu zerspringen und sich wieder neu zusammenzusetzen. Sie sah Menschen in merkwürdigen Roben und Kleidern, die sie so noch nie gesehen hatte. Wie sie arbeiteten, sich freuten, miteinander aßen. Dann zersprang wieder alles und Sylvana fand sich wieder dort, wo sie vorher war. Sie flog, über die endlosen Weiten aus Sand. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, tauchte vor ihr ein gewaltiger Turm auf, dem sie sich schnell näherte. Sie wollte abbremsen, um nicht mit ihm zu kollidieren, jedoch schien ihr Körper nicht mehr zu reagieren und genau in dem Moment, wo sie gegen den harten Stein knallte, war sie auch wieder plötzlich erwacht.
Je mehr Sylvana über diesen Traum nachdachte, umso verwirrender wurde er für sie. Diese Leute und dieser Turm… Wo bestand der Zusammenhang? Vor allem, wo bestand die Verbindung zwischen ihnen und ihr selbst? Da konnte sie sich einfach keinen Reim drauf machen, es machte einfach keinen Sinn. Seufzend zog sie die Kapuze des Umhanges tief in ihr Gesicht. Warum sie einen Umhang trug? Nun, sie wollte unentdeckt bleiben, bis sie schließlich im Zug saß. Ein wenig übervorsichtig, zugegeben, aber sie wollte eben nichts riskieren. Zumal sie die Gesichter ihrer ehemaligen Gildenkameraden sehen wollte, sobald sie ihr Gesicht preisgab. Das würde sicherlich lustig werden. Mit einem einzigen Zug trank sie den inzwischen lauwarmen Kakao aus, legte die ausstehende Summe mit einem großzügigen Trinkgeld auf den Tisch und verließ das Café. Sie streckte sich einmal vor der Tür, ging noch einmal sicher, dass die Kapuze soweit runtergezogen war, dass man sie nicht sofort erkennen würde und ging weiter. Die Katzenohren würden sicherlich dazu beitragen und waren eigentlich nicht geplant gewesen, aber auf ihrem Weg hierher hatte sie beim Umsteigen den erstbesten Umhang sich gekauft, den sie in die Finger bekommen konnte. Und dieser hatte nun einmal Katzenohren. Nicht, dass es nicht schlecht aussah, es war nur nicht die Art von Kleidung, die die Dragonslayerin in der Öffentlichkeit normalerweise anzog. Es würde bei diesem einen Mal bleiben, danach würde der Umhang in ihrem Kleiderschrank einstauben.
Kaum hatte sie den Bahnhof erreicht, hielt sie ausschau nach ihr bekannten Gesichtern. Es zog sie in die Richtung der Gruppe, die anscheinend das meiste Gepäck mit sich schleppte. Da das eine Expedition war, die sie beschützen mussten, war es offensichtlich, dass die Menschen viele Sachen mitnahmen. Und nicht weit von ihnen standen zwei junge Männer. Einer mit schwarzen Haaren und der andere mit grünen Haaren. Kurz schnupperte Sylvana in der Luft, versuchte den Geruch der zwei Jungs irgendwie zuzuordnen. Und in der Tat, sie kamen ihr doch ziemlich vertraut vor. Besonders der Geruch des grünhaarigen Jungen ließ eine Glocke bei ihr Klingeln. Ohne eine weitere Sekunde zu warten, schritt sie auf die zwei Jungs zu und blieb neben ihnen stehen. Die Dragonslayerin schwieg, schaute kurz auf eine der Uhren, die an den Bahnsteigen hingen. Eine Minute vor der Zeit, pünktlich wie immer. Jetzt war sie gespannt darauf, wer aus Blue Pegasus sie noch begleiten würde.

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Amelia
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BeitragThema: Re: Bahnhof   Mi 5 Nov 2014 - 19:49

Gähnend lehnte Tascha sich gegen die Scheibe des Waggons und blickte auf die vorbeiziehende Landschaft. Wie gerne würde sie schlafen, einfach nur die Augen schließen und sich ins Nichts fallen lassen. Doch seit Tagen war es ihr so gut wie unmöglich. Das Schlafen selbst stellte kein Problem dar, sie konnte schlafen wann und wo sie wollte, aber was dann passierte, das war problematisch. Diese Träume, der pure Horror. Nacht für Nacht hatte sie immer die selben Bilder vor Augen und das Schlimme war ja, dass sie sich sogar nach dem Aufstehen noch daran erinnerte. Doch sie wollte nicht daran denken, es war zu grausam. Schon seit Tagen holte sich die Magierin nur den nötigsten Schlaf und Übermüdung war natürlich die Konsequenz davon gewesen. In einem solchen Zustand auch noch eine Quest anzunehmen, selbst wenn sie vom Gildenmeister persönlich kam, war Selbstmord, aber Tascha hatte ja gesagt und das hatte auch rein gar nichts mit dem Sandwich zu tun gehabt, das Meister Ryce ihr angeboten hatte. Er wusste halt, wie man mit ihr umgehen musste, auch wenn es Tascha wurmte. Doch dieser übermüdete Zustand würde ihrem Urteilsvermögen sicherlich nicht helfen. 'Nur ein kleines Schläfchen, nur bis der Zug in Magnolia ankommt. Das reicht sicher nicht für einen Traum.' Langsam schloss die Magierin die Augen, hob die Beine auf den freien Platz neben sich und kuschelte sich in die Ecke ihrer Bank. Nicht gerade bequem, aber besser als gar nichts. Schnell holte sie der Schlaf, der schon lange überfällig war, ein...

Ein flauschiger, rosafarbener Nebel breitete sich langsam über den Boden aus, nirgends schienen Bäume zu stehen und der Bahnwaggon war schon lange vergessen. Mitten im Nichts, mitten in diesem Nebel stand Tascha. Langsam glitten ihre Finger durch die rosanen Schwaden und merkwürdigerweise blieben sie an den Fingern der Magierin kleben. Fröhlich grinsend leckte sie die Schwaden ab, nur um die Finger wieder in den Nebel zu halten. „Mmh, Zuckerwatte.“ Wirklich, der Nebel war durch und durch Zuckerwatte, süß, klebrig und das Beste, ganz allein für Tascha. Schon nach wenigen Durchgängen war es der Magierin zu wenig, sie tauchte den Kopf in den Nebel und verschlang, was ging, dabei störte sie sich gar nicht daran, dass die Schwaden sich auch in ihren Haaren festsetzten und sie klebrig machten. Sie war glücklich. Plötzlich stob der Nebel jedoch auseinander und präsentierte der silberhaarigen Magierin etwas noch besseres, einen Thron, der nur aus Schokoplätzchen zu bestehen schien. Überglücklich sprang sie auf das neue Objekt zu und wollte sich daraufsetzen, doch dann passierte das, was schon die Nächte zuvor immer passiert war. Ein Wall aus roten Lakritzstangen erhob sich und blockierte den weg. 'Kein Problem, dann ess ich mich halt durch.' Doch kaum hatte sie die Zähne in die erste Stange geschlagen, griff etwas nach ihren Armen und Beinen. Spaghetti. Die in rote Soße getauchten Nudeln zogen das Mädchen immer weiter von den Lakritzstangen weg, bis sie eine Klippe erreichte. Unter ihr ein See aus Schokoladenmilch und direkt vor ihr war plötzlich eine große Gruppe von Nahrungsmittel. Burger, Sandwiches, sogar ein Salat war zu sehen. Noch immer gefesselt von Nudeln, drängten die Nahrungsmittel immer stärker auf die Magierin ein, sie konnte nicht fliehen, wollte lieber die Klippe hinunter springen in die schokoladene Sicherheit des Kakaos, doch das Plätschern war verstummt. Die Schokomilch war erstarrt, kalte, harte Schokolade war an ihren Platz getreten. Ein Fall aus dieser Höhe würde den sicheren Tod bedeuten. Tascha wusste zwar, dass das hier ein Traum war, aber soweit sie wusste bedeutete der Tod in einem Traum auch den Tod im realen Leben. Deswegen ließ sie es zu, wie sich die Nahrungsmittel auf sie stürzten. Nach und nach rissen sie ihr die Gliedmaßen ab, doch merkwürdigerweise spürte die Magierin nichts davon. Zum Schluss war sie nicht mehr, als ein Kopf, der von zwei Kirschen zwischen sich eingeklemmt wurde. Das war normalerweise der Moment, in dem sie immer aufwachte, doch dieses mal geschah es nicht. Was war nur los? Unvorbereitet begann der Kopf der Magierin plötzlich zu fallen, die Kirschen hatten sie frei gegeben und sie fiel die Klippe hinunter. Das war neu. Panisch begann Tascha zu schreien, zu kreischen und mit den nicht vorhandenen Armen zu rudern. Nichts half. Immer schneller kam die Schokolade näher, als plötzlich eine Banane an der Fels?wand hing, die wie ein Lautsprecher geformt war. „Nächster Halt Magnolia, nächster Halt Magnolia. Ausstieg auf der rechten Seite.“...

Schweißgebadet wachte Tascha auf und blinzelte ein paar mal, bevor sie registrierte, wo sie war. Zum Glück hatte sie ein Abteil für sich gehabt, ihren Schrei, da war sie sich sicher, hätte man sonst nicht für normal gehalten. So blieb die Magierin aber unter sich und konnte sich ganz in Ruhe sammeln. Den Traum durfte sie nicht so nah an sie heran kommen lassen, sie hatte eine Aufgabe. Dennoch zitterten ihre Hände, als sie nach ihrer Tasche griff, heute war das Modell deutlich größer ausgefallen, als sonst, genug Essen musste ja dabei sein und auch ein paar andere nützliche Utensilien hatten ihren Weg in den Beutel gefunden. Ächzend hob sie sich die Tasche auf die Schulter und verließ ihr Abteil.
Mit einem Satz war sie die drei Stufen aus dem Zug gesprungen und blickte sich auf dem Bahnsteig um. Hier irgendwo sollten sich sowohl Magier aus ihrer Gilde, als auch aus Fairy Tail befinden. Noch während sie sich umblickte wurde sie unsanft von einer Frau nach vorne geschoben. Sie sah so aus, als würde sie sich für sehr wichtig halten. Die Wahrheit war sicherlich anders, aber das kümmerte Tascha nicht wirklich, sie musste ihre Gruppe finden. Dabei wusste sie nicht einmal, wen sie suchte, nicht einmal das Blue Pegasus Mitglied war ihr bekannt. Der Gildenmeister hatte nur gemeint, dass es sich um ein neues Mitglied der Gilde handelte. 'Wie sie oder er wohl ist? Hoffentlich krieg' ich etwas zu essen geschenkt.' Langsam schob sich die Magierin weiter durch die Menschenmenge, bis sie eine Gruppe von drei Personen erblickte. Zwei Jungen und ein katzenohriges Etwas. Dieses Etwas hatte auf jeden Fall das Emblem des Pegasus in schwarz auf seinem Handrücken, das musste ihre Gruppe sein. Die letzten Leute hinter sich lassend, näherte sie sich den dreien und gesellte sich zu ihnen. „Hi, ich bin Tascha. Wurdet ihr auch entsandt, um so eine Expedition zu bewachen?“ Es kam einem irgendwie merkwürdig vor, aber gerade hatte Tascha in diesem einen Satz eigentlich alle Informationen preisgegeben, die sie zu dieser Quest hatte. Oder besser gesagt, an die sie sich erinnerte, denn als der Gildenmeister näher ins Detail ging war Tascha noch mit dem, bereist erwähnten, Sandwich beschäftigt gewesen. So gut kannte Ryce Tascha wohl doch nicht.

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Akay Minoru
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BeitragThema: Re: Bahnhof   Do 4 Dez 2014 - 10:04

Eigentlich wollte Akay bereits auf die Forscher zu gehen, als er sich in Erinnung rief, dass ja bereits andere aus seiner Gilde oder von Blue Pegasus hier sein könnten, weshalb er in einigem Abstand stehen blieb. Die Bahnhofsuhr war von hier gut zu sehen und erfreulicher Weise schien noch ausreichend Zeit zu sein. Bevor er allerdings seine Wartezeit mit irgendetwas verbringen konnte, hörte er jemanden, der eindeutig mit ihm zu reden wollte. Grüne Haare, die Größe? Oh, Gott wie peinlich, dass war der Junge, dem ich eben noch den Zettel vor der Nase abgerissen habe. Der Magier hatte sein Gegenüber schon ein paar mal in der Gilde gesehen, jedoch hatten die beiden nie ein Wort miteinander gewechselt. Höflich lauschte Akay ihm und musste verlegen grinsen, als die Frage aufkam, ob sie diese Quest zusammen erledigen könnten. Von seiner Ausstrahlung her, machte er sich ein wenig Sorgen, jedoch war es ja im Volksmund bekannt, was der Schein so oft tat. Und war er selbst nicht auch so oder mal gewesen, bevor er mit Lia und den anderen seine ersten Quests erledigt hatte? „Von mir aus gerne, Ich schulde es dir ja eigentlich schon. Aber du musst wissen, bei dieser Quest...“ weiter konnte er den Satz nicht aussprechen, da ein weitere Person zu ihrer Gruppe gestoßen war. Ein Mädchen, eine junge Frau, gehüllt in ein Outfit, dass nicht unbedingt unauffällig war. Diese...Ohren...Kann...Nicht...Weggucken. Akay schüttelte kurz den Kopf, immerhin machte sein Gegenüber auch keine Anstalten etwas zu sagen und erst danach entdeckte er, ganz schwach zu sehen, ein Gildensymbol. Blue Pegasus? Dann sind sie also schon hier. Wenn aber Fairy Tail zu zweit war, musste es die andere Gilde ebenso sein. Die Suche nach dem letzten Mitglied erübrigte sich schnell, als eine weitere Dame sich ihnen zielstrebig nährte. Als diese sich dann noch vorstellte, war die Sache klar: Ihre Gruppe war komplett und zum Aufbruch bereit. Da Akay der Erste am Ort war, entschied er sich dazu, ihr nächstes Vorgehen darzulegen. Viel gab es sowie so nicht, was sie nun hätten tun können. „Ich bin froh, dass wir so zahlreich sind und würde mich auch gerne vorstellen, allerdings drängt die Zeit etwas und wir sollten uns mit dem Expeditionsleiter dort drüben treffen. Da unser Zug auch schon bald abfährt, können wir dort die Zeit nutzen, um uns ausgiebig vorzustellen. Irgendwelche Einwände“? Es kamen keine und damit machte sich die Gruppe zu einem Mann auf, der darauf achtete, welches Gepäckteil wohin gebracht wurde und ob seine Gruppe noch vollständig war. Anhand einer Liste, die er immerwieder abhackte, schien er dies zu überprüfen. Außerdem hatte Akay bereits von ihm einen Artikel gelesen, der nicht unbedingt uninteressant war, aber auch nicht reichlich Diskussionsstoff bot. Während sie auf ihn zu schritten, erhaschte dieser sie aus dem Augenwinkel und ein Lächeln manifestierte sich auf seinem Gesicht. „Sie müssen die Magier sein, die wir angeheuert hatten, sehr schön! Wenn ich mich vorstellen darf: Mein Name ist Professor Dr. Dr. William Cunnington, Leiter der archäologischen Abteilung am Institut in Marokkasu. Wir gehen davon aus, dass diese Reise ohne weitere Vorkommnisse von der Bühne gehen wird, deswegen muss ich sie hier und jetzt über ein paar Regeln informieren. 1.: Sie dürfen keine unserer Instrumente anfassen, ohne ausdrücklich darum gebeten wurden zu sein und entsprechend eingewiesen. 2.: Mit der Annahme dieser Quest verpflichten sie sich, die Expedition in jedweder hisicht zu unterstützen. 3. …“ Der Professor schien gerade richtig in Fahrt zu kommen. Und wenig Regeln hatte er auch nicht, mit denen er die Gruppe weiterhin bombardierte. Bevor Akay und vielleicht auch der Rest der Gruppe das Gefühl hatte, diesen Mann jetzt unterbrechen zu müssen oder sich auf der Stelle zu erschießen, ertönte ein lautes Pfeifen des Zuges. „Letzte Möglichkeit, Einstieg in den Zug nach Dune“. Offensichtlich genervt durch diese Tatsache, drückte der Expeditionsleiter ihnen allen eine Infomappe in die Hand. „Wir haben einen 4er Abteil im vorderen Teil des Zuges für sie reserviert. Für Speisen auf dem Zug müssen sie jedoch selber aufkommen“ und damit verschwand auch er, wie der Rest seiner Gruppe, im Zug. Verdutzt schaute Akay zu seiner Gruppe, ehe sie alle sich in den Zug machten. Das entsprechende Abteil war schnell gefunden und so setzte er sich leicht erschöpft auf seinen Sitz, nachdem er das Gepäck verstaut hatte. Als auch die anderen Platz genommen hatten, der Zug langsam ins Rollen kam, schaute er in die Runde. „Dieser Mann wird uns noch umbringen, bevor wir überhaupt auf eine Gefahr treffen. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir es alle geschafft haben. Meine Name ist Akay Minoru und gehöre der Gilde Fairy Tail an. Meines Zeichens bin ich...“ doch er stockte kurz. In der Beschreibung stand bereits etwas von Stellargeistern, war es so klug rauszuhauen, dass er ein Stellarmagier war? Seine Schlüssel trug er nämlich gerade nicht offen und so konnte dies auch keiner Wissen. Nicht das er ihnen nicht vertraute, aber ein gewisses Maß an vorsicht war dennoch geboten. „...wie ihr ja auch ein Magier. Darf ich Fragen, wie es euch hierher verschlagen hat“?

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