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  Wälder West Fiores

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Sylvana
Rairyū no Isan
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BeitragThema: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 17:47

Tiefe, erschöpfte Atemzüge. Hastige, schnelle Schritte, stets darauf bedacht, nicht über eine Wurzel zu stolpern oder gegen einen Baum zu rennen. Ihr Herz pumpte, schlug im Stakkato. Ihre Sinne waren geschärft vom Adrenalin, welches durch ihre Venen schoss. Augen weit geöffnet, nur eines im Sinn: Die Flucht.
„Ice Make: Snow Tiger!“
„Wind Blades!“
„Water Slicer!“
„Earth Crushing Fist!“
Wieder und wieder hallten die Stimmen durch den Wald, gefolgt von dem Geräusch berstenden Holzes, kleineren Explosionen oder dem stumpfen Aufschrei Sylvanas. Mal um mal flogen Wasser- und Windklingen durch die Luft, gefolgt von Lanzen aus Eis und großen Steinen. Oftmals entkam Sylvana den schnellen Angriffen nur um Haaresbreite. Den Steinfäusten wich sie stets aus, bedeutete doch ein Treffer sicherlich, dass sie das Gleichgewicht verlor und stürzen würde. Damit hätten ihre Verfolger sie dann. Die anderen Angriffe streiften sie doch oftmals, hinterließen tiefe, blutige Kratzer und zerfetzten ihre Kleidung Stück für Stück. Der Dragonslayerin mochte diese Situation nicht gefallen, aber ihr blieb keine andere Option als zu Laufen. Sie wusste nicht genau, wieviele Verfolger ihr auf den Fersen waren, aber ihr war gewiss, dass eine direkte Konfrontation eine herbe Niederlage für sie bedeuten würde. Das Letzte, was sie haben wollte. Deswegen konnte sie nur durch den Wald laufen, Angriffen ausweichen und hoffen, dass sie bald Oshibana erreichen würde. Dort wäre sie erst einmal sicher vor den Magiern der dunklen Gilde. Aber wie es Sylvana überhaupt in diese Situation gekommen? Nun…
Angefangen hatte alles am frühen Morgen in Magnolia. Eigentlich wollte die Dragonslayerin einfach nur eine kleine Quest in der Umgebung von Kunagi erledigen, um ein paar Jewel für neue Sommerklamotten zu erarbeiten. Bis dahin lief alles noch ganz normal. Erst, als sie den Zug in Kunagi schließlich verließ, fiel ihr auf, dass zwei Personen ihr folgten. Zwei Personen, die ihr bereits am Bahnhof in Magnolia aufgefallen waren. Anfangs dachte sie sich nichts dabei, war es doch mehrere Monate her, dass eine Reihe von schwachen Söldnern, die von ihrem Vater mit der Suche nach ihr beauftragt worden waren, sie überwältigen wollte und stets nach wenigen Augenblicken dann regungslos in der Gosse landeten. Dementsprechend verhielt sie sich also ganz routinemäßig. Sie ging zum Ansprechpartner für die Quest in Kunagi, ließ sich einige Details erklären und schlug schließlich den Weg in das Waldstück westlich von Kunagi ein, wo sie einen sogenannten Manneber jagen sollte. Von den merkwürdigen Personen war zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Erst als sie einigen Spuren tiefer in den Wald gefolgt war, bemerkte sie, dass es merkwürdig ruhig geworden war. Keine Vögel waren in der näheren Umgebung zu hören, ein Zeichen für die Dragonslayerin, dass irgendwas nicht stimmte. Erst vermutete sie den Manneber dahinter, bis schließlich der wahre Grund für die Stille sich vor ihr aufbaute. Ein paar Gestalten, eingehüllt in roten Kutten, auf welchen eine schwarze Pantherklaue ragte. Das Symbol war Sylvana nicht fremd, es gehörte der dunklen Gilde Black Panther, welche dafür bekannt waren, für die richtige Bezahlung einfach alles zu machen. Eine reine Söldnergilde, ohne Rücksicht auf die Regeln des Gildenverbandes. Zugegeben, oftmals hielt sich Sylvana auch nicht an die Regeln und zerstörte während des ein oder anderen Kampfes den ein oder anderen Gegenstand. Aber sie würde niemals eine Tötungs- oder Entführungsquest annehmen. Das ging einfach gegen ihre eigene Moral. Wobei das Nebensache in dieser Situation gewesen war, immerhin war es das Ziel dieser Magier, sie zu entführen, für ihren Vater. Dem Mann, der sie nur aus einem Grund wieder zurückhaben wollte: Um den Einfluss der Familie zu vergrößern.
Und hier war sie nun, verfolgt von Magiern einer dunklen Gilde, ohne die Möglichkeit zu besitzen, all ihre Probleme in einer direkten Konfrontation zu beseitigen. Alles, was sie machen konnte, war zu laufen. Hinter einigen Bäumen konnten ihre scharfen Augen schon Licht sehen. Das Ende des Waldes, wie Sylvana vermutete. Hieß, dass sie von dort aus keinen langen Weg mehr hatte, bis sie aus dem Wald raus. Dann nur noch nach Oshibana und…
„Mighty Windbullet!!“ Gerade, als sie den Rand des Waldes erreicht hatte und dachte, sie hätte es geschafft, hörte sie die unheilvollen Worte, die durch die Luft hallten. Der Dragonslayerin blieb nicht einmal Zeit zu reagieren, als das Projektil aus Luft sich in ihren Rücken bohrte und daraufhin explodierte. Begleitet von einem lauten, von Schmerz erfüllten Aufschrei wurde ihr Körper in die Luft gerissen und flog mehrere Meter weit, bis sie sie wieder mit voller Geschwindigkeit auf den Boden aufkam und dort weiterrollte. Der Schlag hatte sie so benommen, dass ihr nicht einmal auffiel, dass sie auf einen sehr steilen Abhang zurollte, welchen sie bei ihrer aktuellen Geschwindigkeit auch mühelos erreichen würde. Und natürlich kam es, wie es kommen musste: Sie erreichte den Abhang und nahm noch einmal an Geschwindigkeit zu, rollte ihn wie ein Fass runter, bis sie am Ende, als ihr Körper über die unten entlangführende Straße ankam, gegen etwas stoß, was ihre Bewegung abstoppte. Was um sie herum geschah merkte die Dragonslayerin schon garnicht mehr.

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Ciel
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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 17:49

Ciel Valentine hatte den Tag so unwissend begonnen, wie es nur möglich war. Im Grunde hatte sogar alles relativ gut und für seine Verhältnisse entspannend gestartet. Um punkt 7:34 Uhr hatte der Junge die Augen aufgeschlagen, sich schläfrig aufgerichtet und nach einer Zigarette auf seinem Nachttisch gelangt. Als er die auf seinem Balkon fertig geraucht und sich anschließend angekleidet hatte, war er sogar halbwegs gut gelaunt und bereit, voller Energie in den Morgen zu starten. Da gab es nur ein einziges Problem, nämlich das der Valentine nicht die leiseste Ahnung hatte, was er mit dem Tag anfangen sollte. Finanziell hatte er erst einmal ausgesorgt, weshalb eine Mission nicht in Frage kam und den Morgen in der Gilde zu verbringen, darauf hatte er auch nicht wirklich Lust, konnte er sich doch deutlich schönere Dinge vorstellen, als sich den Ganzen Tag mit Vorstellungen und unbekannten Leuten herumzuschlagen. So blieben also nur zwei weitere Dinge. Entweder er legte sich wieder ins Bett oder aber er unternahm etwas. Da er sich bereits angezogen hatte, kam ersteres nicht in Frage, weshalb er sich nun überlegen musste, was genau er mit den nächsten sechzehn Stunden anfangen würde. Letztendlich konnte Ciel sich nicht zusammenreimen, wie er auf die seltsame Idee gekommen war, tatsächlich spazieren zu gehen. Es war nicht so, als hätte er etwas gegen die Natur (schließlich hatte er einige Jahre ausschließlich in ihr gelebt) und dennoch traf man ihn eigentlich selten in Wäldern und auf Wiesen an. Einfach, weil er eine so unruhige Natur war, dass er schwer etwas fand, dass ihn lange genug faszinierte, um sich über einen längeren Zeitraum im Freien aufzuhalten. Und dennoch konnte er nicht leugnen, dass ihm der hübsche Wald nicht weit von Oshibana Town außerordentlich gefiel. Er hatte etwas ruhiges an sich, etwas entspannendes. Nichts konnte die angenehme Stille durchbrechen, in welcher man hier und dort ein paar Vöglein zwitschern und das rauschen der Blätter hörte. Nichts, außer...das Geschrei von Magiern? Beinahe Augenblicklich spannten sich die Nerven des Valentine an, während er versuchte auszumachen, aus welcher Richtung genau die Geräusche kamen. Das war schwieriger als erwartet, denn zusammen mit den vielen Geräuschen des Waldes mischte sich ein einziges Sammelsurium aus verschiedenen Lauten, aus denen der Dragonslayer krampfhaft versuchte die Richtigen herauszufiltern. Nun, letztendlich gelang es ihm dennoch eine der Personen zu finden, wenn auch nicht auf die zunächst geplante Art und Weise. Stattdessen war das aufeinander treffen so intensiv, dass es dem Blauhaarigen mit einem Schlag jegliche Luft aus den Lungen presste und ihn vollständig von den Beinen riss. Das hatte weniger mit seiner Überraschung zu tun (wobei die wohl möglich doch einen recht großen Teil spielte), als das ihn mit einem heftigen Ruck ein Körper frontal traf und von den Beinen riss. In seinem Erstaunen schaffte es der Blauhaarige gerade noch seine Arme haltsuchend um die Gestalt zu schlingen, ehe er mit ihr zusammen die Steigung, welche er erst kurz zuvor erklommen hatte, herunter purzelte und schließlich zitternd am Ende zum stehen kam. Das Stoppen fiel überraschend weich aus, denn wie der Zufall es so wollte, landete er direkt auf einem überaus weichen Körper. Es dauerte einige Sekunden, ehe der Valentine wieder vollständig bei Besinnung war und seinen Schwindel überwunden hatte. Als er schließlich blinzelnd die Augen öffnete und vorsichtig auf die Gestalt unter sich blinzelte, war das Erste, das seine Augen erblickten, ein Paar wunderschöner, braungebrannter Brüste. Er blinzelte zweimal, ehe er die prickelnde Hitze der Verlegenheit seinen Nacken hinaufwandern spürte. Vor ihm lag die mit Abstand hübscheste Frau, die der Dragonslayer jemals gesehen hatte und durch seine Casino Erfahrung hatte er massig Vergleiche derer er sich bedienen konnte. Sie war kurvig, mit exotisch dunkler Haut und ebenfalls dunklen Haaren und unwillkürlich fragte sich der Valentine, welche Farbe wohl ihre Augen trugen, hatte sie diese doch geschlossen und verhinderte so jeglichen Einblick. Es dauerte einige Sekunden, ehe sich Ciel wieder soweit unter Kontrolle hatte, dass sein Gehirn wieder vollständig funktionierte und seine schnelle Kombinationsgabe einsetzte. Magie-Geräusche? Eine flüchtende Frau? Es dauerte nur wenige Sekunden, da hatte der Blauhaarige auch schon geschaltet und sich aufgerappelt. Nervös knabberte er auf seiner Unterlippe herum, während er überlegte, ob es ihm gelingen würde die Dunkelhäutige wenigstens in ein nahes Gebüsch zu schleppen und sie so vor unliebsamen Blicken zu schützen. Ihm blieb nicht viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn wieder hörte er die Stimmen der Magier, diesmal näher als zuvor. Also schlang er kurzerhand einen Arm um die Kniekehle der Frau, während er mit der anderen ihre Schulter stützte und sie schließlich, ganz der Gentleman der er war, in eines der nahen Gebüsche schleppte, welche genügend Sichtschutz boten. Erst als er sich sicher war, dass man sie vom Weg aus nicht entdecken konnte, widmete er der Bewusstlosen wieder seine Aufmerksamkeit zu. Ihren Kopf hatte er auf seinen Oberschenken abgelegt und seine beringten Finger hielten zitternd ihre Oberarme umklammert, während er sie mit scharfen Augen musterte. Ihre Kleidung enthüllte mehr, als sie verdeckte und unter normalen Umständen hätte der Valentine das wohl alles andere als gebilligt, doch nun bot sich ihm eine außerordentlich schöne Aussicht, auch wenn er nicht genug Zeit hatte, sich ihr angemessen zu widmen. Stattdessen musste sie erst einmal aus dieser alarmierenden Situation entkommen, in welche ihn die Dunkelhaarige mit ihrem unglücklichen Fall hineingezogen hatte. Dafür musste er sie jedoch erst einmal wecken, was im Angesicht ihrer momentanen Lage gar nicht so einfach war. Seine Hände schüttelten sie vorsichtig, während er behutsam versuchte sie mit Worten zu Bewusstsein zu bringen. "Weißt du, es wäre wirklich hilfreich, wenn du jetzt aufwachen würdest...", murmelte er und erwischte sich kurz darauf, wie er den angenehmen Geruch einzog, der von seiner Begleitung ausging. Sie gefiel ihm, sehr sogar. Es blieb abzuwarten, was die junge Frau denn von ihm halten würde, wenn sie denn endlich die Augen aufschlug.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 17:54

Es dauerte einige Sekunden, in denen die Verfolger ein wenig ratlos nach einer Spur der plötzlich verschwundenen Dragonslayerin suchten, bis Sylvana wieder langsam ihr Bewusstsein wiedererlangte. Obwohl sie die Augen geschlossen und ruhig auf dem Boden lag, hatte sie das Gefühl, dass sich die Welt um sie herum weiterhin drehen würde. Stumpfer Schmerz gesellte sich langsam zu ihrem ohnehin schon vorhandenen Schwindelgefühl dazu, je stärker ihr Bewusstsein zurückkehrte. Ihre Lider zuckten leicht, ihre Hände spannten sich an und ließen wieder locker, im regen Wechsel. Weitere Sekunden verstrichen, in denen die Magier scheinbar eine falsche Fährte gerochen hatten und sich von ihnen entfernten, ehe die Dragonslayerin langsam wieder ein gewisses Gefühl in ihrem Körper erlangte. Schmerz und Schwindel ebbten nur leicht ab, aber so langsam spürte sie andere Dinge immer stärker werden. Wie zum Beispiel die zwei Hände an ihren Oberarmen, die sie scheinbar schüttelten, während eine leise Stimme in ihr Ohr flüsterte. Es dauerte noch einige Augenblicke, ehe ihre Alarmsirenen läuteten, immerhin konnte sie ja nicht wissen, wer sie da schüttelte! Ihr Unterbewusstsein war immerhin noch aufs Flüchten gepolt, weswegen sie plötzlich ihre Augen aufriss und sich ruckartig aufrichtete. Keine gute Idee, wie sich schnell herausstellte, als die Schmerzen plötzlich wieder stärker wurden, durch jede Faser ihres Körpers zuckte und sie direkt wieder nach hinten fallen ließ. Sylvana biss sich auf die Unterlippe, presste ihre Lider zusammen und wartete darauf, dass die Schmerzen wieder abklangen. Déjà-vu… Es war immerhin nicht lange her gewesen, dass sie sich verletzt hatte und einige Zeit nicht alleine in der Lage war zu laufen. Hatte sie jetzt wieder so eine Situation erwischt? Scheinbar schon. Aber warum ausgerechnet jetzt? Jetzt, wo sie verfolgt wurde war es einfach ein riesiges Problem. Nicht nur, dass sie sich nicht gegen die Überzahl der dunklen Magier verteidigen konnte, jetzt war sie auch nicht mehr in der Lage zu fliehen. Wäre sie doch nur nicht auf diese Mission gegangen…
„Verfluchte Scheiße…“, stöhnte Sylvana, ehe sie langsam wieder die Augen aufschlug und in das Gesicht eines jungen Mannes schaute. Fragen über Fragen keimten in Sylvanas Kopf auf. Wer war dieser mysteriöse Kerl? War er Freund oder Feind? Konnte sie ihm trauen? Und überhaupt… Warum fiel es ihr so schwer nicht in seine Augen zu schauen? Kurz schloss Sylvana ihre Augen, atmete einmal tief durch, versuchte langsam ihre Gedanken wieder in geordnete Bahnen zu bringen und das Geschehene mit ihrer aktuellen Situation zu verarbeiten. Sie war vor Magiern der dunklen Gilde Black Panther geflüchtet, wurde von einem starken Zauber getroffen und einen Abhang runtergeschleudert. Und jetzt war sie hier, mit diesem mysteriösen, jungen Mann, in einem Gebüsch, versteckt vor den Augen der Außenwelt. Sie konnte also annehmen, dass er nicht auf der Seite ihrer Feinde stand. Dennoch… wer wusste schon, was seine Intentionen gewesen waren, als er sie in diesem Gebüsch versteckt hatte? //Du hast keine Zeit dir über sowas Gedanken zu machen…//
Seufzend öffnete sie langsam wieder ihre Augen, nur um sich sogleich wieder dabei zu ertappen, wie sich ihr Blick auf seine Augen richteten. Was waren diese hell strahlenden Augen auch faszinierend! Blau? Türkis? Oder beides? Sylvana konnte sich einfach nicht entscheiden, was für eine Farbe sie ihnen zuordnen wollte. Aber dafür hatte sie doch eigentlich auch keine Zeit! Sie musste in Erfahrung bringen, ob sie dem jungen Mann trauen konnte. Gut… Ehrlich gesagt musste sie ihm trauen, denn alleine würde sie hier wie ein Vogel im Käfig sitzen und von den dunklen Magiern gefangen werden. Und wenn er doch etwas krummes mit ihr vorhatte, so würde sie selbst in ihrer jetzigen körperlichen Verfassung in der Lage sein, ihm mit einem Starkstromstoß die Kerzen auszupusten. Auf der anderen Seite aber war sie schon wieder dabei in seinen Augen zu versinken. Was zur Hölle war nur auf einmal mit ihr los?! Es waren doch nur Augen! Augen, die eine solche Tiefe und glaubliche Farbe hatten, dass sie… //Nein, böse! Nicht schon wieder damit anfangen! Konzentrier dich!//
„Ähm… Könntest du schauen, ob die Luft rein ist?“ Sylvana versuchte das Thema zu wechseln, um nicht wieder ihre Aufmerksamkeit für die Augen des blauhaarigen Mannes zu verlieren. Immerhin war sie ja immer noch nicht in Sicherheit, auch wenn ihre Verfolger momentan nicht zu sehen waren. Sie musste es unbedingt nach Oshibana Town schaffen!

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 17:55

Blau. Ihre Augen waren blau. Ein wunderschönes, tiefes meerblau. Ciel penetrierte mit seinen oberen Eckzähnen seine Unterlippe, während er versuchte, sich vorzustellen, welche Augenfarbe er bei der unbekannten Schönheit erwartet hatte. Braun, vielleicht auch grün. Irgendeine Farbe, die sich ihrem Haut- und Haarton anpasste und ganz sicher nicht zwei leuchtende Saphire, die noch immer recht schläfrig zu ihm hinaufblinzelten. Es war, als würden ihre Seelenspiegel wie zwei Leuchtfeuer aus ihrem Gesicht hinaufschimmern und jeglichen Blick von ihren anderen Vorzügen ablenken. Denn das diese ebenfalls vorhanden waren, hatte der Valentine wenige Minuten zuvor am eigenen Leib erfahren müssen. Es dauerte eine Weile, bis sich die Unbekannte wieder so weit orientiert hatte, dass sie sich aufrichten und vernünftige Worte sprechen konnte. Entgegen seiner Erwartung auf ihr Erscheinungsbild waren diese jedoch alles andere als damenhaft und glichen einem Fluch, den der Metall Dragonslayer eher aus dem Munde eines Hafenarbeiters erwartet hätte. Der Valentine konnte sich ein leises, unauffälliges Glucksen nicht verkneifen, ehe er seine stützenden Arme vorsichtig von ihren Schultern fallen ließ. "Wie fühlst du dich?", fragte er möglichst neutral, während er versuchte einen Blick durch das Dickicht zu erhaschen. Es war schwierig irgendetwas von dieser Position aus zu entdecken und dennoch war Ciel sich sicher, dass sie für den Moment ungestört waren. Zu mindestens, wenn er seinem Geruchssinn trauen konnte und dieser ließ ihn als Dragonslayer bekanntlich eher selten im Stich. Nun, dafür war vielleicht jetzt der Augenblick gekommen, um wenigstens eine kurze Vorstellung auszutauschen. Schließlich schuldete sie ihm noch eine Erklärung, hatte er doch wenige Sekunden zuvor ihr Leben gerettet. Und die Idee, sie die nächsten Minuten mit "Mädchen" anzureden, erschien ihm nicht wirklich ansprechend, weshalb sie um den Austausch von Formalitäten wohl nicht herumkommen würden. Nicht, dass ihn das sonderlich störte, sagte ein Name doch recht viel über eine Person aus und der Valentine war erpicht darauf, mehr über seine Gegenüber zu erfahren. "Von hier aus sehe ich nichts, dass auf deine Jäger hinweisen könnte. Allerdings ist die Sicht auch nicht wirklich optimal." Er prüfte ein weiteres Mal die Luft, konnte jedoch auch diesmal nichts Alarmierendes feststellen. "Und riechen tue ich auch nichts Ungewöhnliches..." Das diese Aussage unter Umständen verwirrend für die junge Frau sein konnte, darauf kam der Dragonslayer nicht. Er war viel zu sehr damit beschäftigt, sich auf ihre äußere Erscheinung zu konzentrieren. Wobei es hier weniger um ihre Vorzüge, als um ihren bloßen Gesundheitszustand ging. Ciel hatte nicht viel Ahnung von Medizin, weshalb er ihre Lage nur geringfügig einschätzen konnte und dennoch reichte es, um festzustellen, dass sie alles andere als gesund wirkte. Er war eine logische Person und das durch und durch, weshalb es nicht lange dauerte, bis er einen Entschluss gefasst hatte. Sie mussten hier weg, denn in einem Kampf würden sie mit ziemlich großer Sicherheit meilenweit unterliegen. "Wie ist dein Name?" Seine Stimme behielt ihren ruhigen Klang und verriet nichts von der Aufregung, die in ihm tobte. Er musste sie hier wegbringen und das möglichst schnell und unbemerkt. Denn auch wenn seine Begleitung nicht wie ein hilfloses Lämmchen wirkte, so war er sich dennoch sicher, dass sie in diesem Zustand nicht wirklich hilfreich sein würde und seine eigenen kämpferischen Fähigkeiten waren bekanntlich stark begrenzt. Sie reichten vielleicht, um ihm gegenüber einer Person das Leben zu retten, allerdings würden sie mit großer Sicherheit nicht ausreichen, um ihn und eine weitere Person gegen mehrere Gegner zu beschützen. Nun konnte er auch verstehen, was Seraphim gemeint hatte, als er sagte, dass das Training seiner magischen Fähigkeiten eventuell sinnvoll wäre. Jetzt war es zu spät und er würde mit großer Wahrscheinlichkeit seinen Preis dafür zahlen müssen. Denn das diese trügerische Ruhe nicht mehr lange anhalten würde, da war sich der Blauhaarige ziemlich sicher.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 17:56

Am liebsten hätte sich Sylvana selbst eine Ohrfeige verpasst, als sie sich wieder dabei erwischte, wie sie sich von seinen Augen verzaubern ließ. Sie wurde verfolgt, könnte in jedem Moment eventuell sogar wieder entdeckt werden und hatte nichts anderes zutun als in den Augen dieses fremden Mannes zu versinken?! Scheinbar hatte der Sturz nicht nur ihrem Körper, sondern auch ihrem Verstand zugesetzt. Sowas hatte sie doch vorher noch nie erlebt. Selbst, als sie einst unter dem Einfluss eines Charm gestanden hatte, war sie nicht so heftig durch den Wind gewesen.
„Wie ich mich fühle?“ Fast schon perfekt auf ihre Gedankengänge erkundigt sich der Mann nach ihrem Wohlergehen. Konnte er vielleicht sogar Gedanken lesen? Blödsinn, solch eine Magie war doch schon seit Jahrhunderten ausgestorben…
„Den Umständen entsprechend. Mir tun Knochen weh, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie besitze. Ansonsten ist mir noch leicht schwindelig…“ //Und ich benehme mich wie ein unreifes Bauernmädchen, wenn ich mir deine Augen ansehe… Deine schönen, blauen… Verdammt nochmal!//
Punkt Eins auf der Tagesordnung, wenn sie Oshibana Town erreichen sollte: Einen Arzt aufsuchen und ihren Verstand untersuchen lassen. Der Sturz schien da wirklich irgendwas kaputt gemacht zu haben. Dennoch, von all den Problemen einmal abgesehen, schien sie doch ein klein wenig Glück zu haben. Die dunklen Magier hatten wohl eine falsche Fährte für richtig befunden und ihr nun nachgejagt. Dennoch, für lange Zeit würde es sie garantiert nicht beschäftigen können. Sie mussten also so schnell wie es nur ging hier weg – was wiederum bedeutete, dass es nur langsam vorangehen würde, bis sich ihr Körper wieder einigermaßen erholt hätte. Und wer konnte schon sagen, wieviel Zeit dieser Vorgang in Anspruch nehmen würde. Ein Heil- oder Auramagier war der junge Mann ja garantiert nicht.
"Und riechen tue ich auch nichts Ungewöhnliches..." Für einen kurzen Augenblick setzte ihr Atem aus, als der Satz noch in ihren Gedanken nachhallte. Konnte es sein…? Nein, dass war doch nicht möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei ausgerechnet diesem Mann um einen Dragonslayer handelte war doch genauso groß, wie von einem Blitz getroffen zu werden, wenn man nicht Donnermagier oder eben Dragonslayer des genannten Elements war. Die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden, wenn man eben jene Dragonslayerin wütend auf sich gemacht hatte, wird in dieser Rechnung jedenfalls nicht einberechnet. Aber… Er konnte anhand von Gerüchen feststellen, ob etwas nicht stimmte… Kurz schnupperte Sylvana in der Luft. Tatsächlich, keine fremden Gerüche in der Nähe, die ihr Sorgen bereiten müssten. Also… war er tatsächlich ein Dragonslayer? Zugegeben, wenn er es wirklich wäre, würde es ihn nur noch um einiges interessanter machen. Sie kannte bisher immerhin nur einen einzigen Dragonslayer, den sie am liebsten eigenhändig in die Hölle jagen würde, nachdem, was er sich in Hargeon erlaubt hatte. Ein Glück für ihn, dass sie in der Situation zu geschockt gewesen war, um direkt zu reagieren. Vergessen würde sie diese dreiste Aktion jedoch niemals. Rache war immerhin süß. Süß für sie und grausam für Kazuya, da konnte er sicher sein. Aber sie schweifte wieder ab.
„Mein Name ist Sylvana, Sylvana Rose Fernandez.“ Sie lächelte leicht, richtete ganz langsam ihren Oberkörper wieder auf, damit sie sich gerade hinsetzen und ihm auf Augenhöhe ansehen konnte. Diesmal schaffte sie es glücklicherweise auch, ohne direkt wieder umzukippen.
„Wie lautet deiner? Und eine Sache, die mich noch ein wenig brennender interessiert…“ Sie machte eine kurze Atempause, blickte mit großen Augen und einem Ausdruck purer Neugierde in seine blauen Irden. „…du bist ein Dragonslayer, nicht wahr?“
Ob und wann sie ihm verraten würde, dass sie eine Dragonslayerin war, musste sie sich noch überlegen. Vielleicht, wenn sie in Sicherheit waren oder sich vorher ein passender Zeitpunkt ergeben würde. Wer wusste das schon?

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 18:04

Im ersten Moment hatte Ciel das Gefühl, dass die Dunkelhäutige sich den Kopf doch stärker angehauen hatte, als er zunächst den Verdacht gehabt hatte. So machte es zu mindestens den Eindruck, als sie seine Frage leicht verträumt und abwesend wiederholte und ihn anstarrte, als wäre er eine seltsame Erscheinung. Diese Vermutung sollte sich jedoch nicht bestätigen, denn kurz darauf schien die junge Frau wieder Herrin ihrer Sinne zu sein und in der Lage, ihm wieder vernünftig und in vollständigen Sätzen zu antworten. Ihre Antwort erleichterte Ciel, weniger, weil er um ihr körperliches Wohl besorgt war, als durch die Tatsache, dass ein anderer Sachverhalt ihnen die Flucht wohl erheblich erschwert hätte. So jedoch musste er sich nicht allzu viele Sorgen machen, dass die Unbekannte mit einem Mal aus den Latschen kippte und ihm ihre Rettung alleine überlassen war. Und unbekannt sollte sie auch nicht mehr lange bleiben, denn wenige Sekunden später ergriff sie die Initiative und stellte sich ohne besondere Scheu vor. Doch Ciel hatte gar nicht einmal Zeit, sich genauer auf ihren Namen zu konzentrieren, da hatte seine Gegenüber schon etwas gefragt, dass automatisch die Luft aus den Lungen des Metall Dragonslayers presste und die Alarmglocken in seinem Inneren zum Schwingen brachte. Woher genau wusste Sylvana, dass er ein Dragonslayer war? Konnte es sein, dass er letztendlich doch nur in eine blöde Falle getappt und die Brünette zu Unrecht gerettet hatte? Misstrauisch musterte der Blauhaarige sie und runzelte hart die Stirn, während er versuchte herauszufinden, inwiefern er ihr vertrauen konnte. Objektiv betrachtet natürlich gar nicht, war sie doch eine völlig Fremde und zudem auch noch durch einen seltsamen Zufall direkt in seine Arme gepurzelt? Aber war es wirklich das gewesen, ein Zufall? Oder aber war er leichtgläubig auf einen gemeinem Trick hereingefallen und der hübschen Frau direkt in die Falle gegangen? "Wie kommst du darauf und wieso willst du das wissen?" Die Stimme des Valentines war schlagartig um mehrere Grad abgekühlt und auch seine Augen zeigten das Misstrauen, welches sich mit einem Mal zwischen den Beiden ausbreitete. Vor einigen Wochen hatte Ciel selbst Seraphim seine Magie lediglich anvertraut, weil dieser zu seiner Gilde gehörte und eine solche Information deshalb sicherlich nicht gegen ihn verwenden würde. Zumal er ja selbst auch ein Dragonslayer war, was zwischen den beiden Magiern von vorne herein für eine gewisse Verbundenheit gesorgt hatte. Bei Sylvana war nichts dergleichen der Fall (zu mindestens nicht, soweit der Blauhaarige wusste), weshalb er ihr eindeutig kritischer gegenüberstand. Schließlich war dies auch nicht der ideale Ort, um jemanden wirklich kennenzulernen. Da mochte die Dunkelhäutige noch so hübsch sein, er würde sich mit Sicherheit nicht von ihr täuschen und in die Irre führen lassen, dafür war er bei weitem zu clever. "Sollte das hier ein Versuch sein, mich in die Irre zu führen, dann kann ich dir jetzt schon sagen, dass es nicht funktionieren wird." Denn auch wenn die Fernandez momentan augenscheinlich das perfekte Opfer zu sein schien, so war sich der Valentine dennoch der Tatsache bewusst, dass Frauen im allgemeinen ausgezeichnete Schauspieler waren. Das hatte er als erstes an den vielen Spielerfrauen in Casinos feststellen müssen, welche das Spiel der Körpersprache in den meisten Fällen ausgezeichnet beherrschten. Es wäre für ihn also keinerlei Überraschung, falls Sylvana sich einfach nur als eine ausgezeichnete Schauspielerin herausstellen sollte. Schließlich gab es überall auf der Welt Jäger, die nach seltenen Magien suchten und Ciel wusste, dass seine Dragonslayerkräfte eindeutig zu diesen gehörten. Was er allerdings tun würde, sollte sich seine Theorie bewahrheiten, wusste er selber nicht genau.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 18:24

Eigentlich hatte Sylvana nicht damit gerechnet, dass der junge Mann in dieser Art auf ihre einfache Frage reagieren würde. Sie hatte sein Misstrauen geweckt, was in ihrer Situation doch mehr hinderlich als vorteilhaft für sie war. Immerhin brauchte sie jemanden, dem sie vertrauen konnte. Jemand, von dem sie sich sicher sein konnte, dass er sie nicht verraten würde. Und obwohl sich Sylvana nun durch sein Misstrauen sicher war, dass sie dem vermeintlichen Dragonslayer trauen konnte, musste sie jetzt erst einmal die Wogen glätten und ihm klar machen, dass sein Misstrauen ihr gegenüber unbegründeter Natur war. Zwar würde sie ihm dafür auch preisgeben müssen, dass sie eine Dragonslayerin war und sich dadurch selbst in Gefahr begeben, sollte seine Hilfe doch nur eine Fassade gewesen sein. Immerhin wusste auch sie nichts über den jungen Mann, der sie gerettet hatte.
Seufzend hob sie ihre rechte Hand, drehte sie so, dass er einen Blick auf ihr azurblaues Gildensymbol erhaschen konnte. „Ich bin Magierin der Gilde Fairy Tail. Da werde ich sicherlich nichts tun, um jemanden in die Irre zu führen und damit dem Ruf meiner Gilde Schaden zuzufügen.“ Es war schon immer interessant, wie die Magier der Gilde alles dran taten, den Ruf der Gilde bewahren zu wollen, gleichzeitig aber durch ihr chaotisches Handeln oftmals auf Quests das Gegenteil erreichten. Gut, der Unterschied war einfach, dass sie als Magier der Gilde niemals einem Auftraggeber oder Retter, wie es der Blauhaarige gerade war, in den Rücken fallen würden und alles daran taten, ihre Gildenmitglieder zu beschützen. Immerhin waren sie ja eine große Familie.
„Aber um deine zwei Fragen zu beantworten: Ich bin von Natur aus neugierig und interessiere mich sehr für Magie. Eine gute Nase, die die Gerüche von Feinden wahrnehmen kann, kann eigentlich nur einem Dragonslayer gehören. Wäre peinlich, wenn ich das nicht wissen würde. Da wäre Raiden doch wohl sehr enttäuscht von mir.“ Ihre Lippen verformten sich zu einem breiten Grinsen. Ob er wohl damit gerechnet hatte, dass sie selbst eine Dragonslayerin sei? Wohl kaum, sonst hätte er nicht so misstrauisch reagiert. „Vielleicht hätte ich vorher erwähnen sollen, dass ich selbst eine Dragonslayerin bin, bevor ich so eine Information aus dir rauskitzeln wollte. Verzeih mir bitte.“ Sie wartete seine Reaktion ab, während ihre Gedanken schon überlegten, wie sie nun weiter vorgehen wollte. Wenn es sich bei dem Mann ihr gegenüber wirklich um einen Dragonslayer handelte, war ihre Chance auf ein sicheres Geleit nach Oshibana gerade drastisch gestiegen. Sylvana wusste zwar nicht genau, wie stark er war, jedoch machte er nicht den Eindruck, dass er zu nichts in der Lage war. „Und bevor du jetzt fragst: Ich bin die Donner-Dragonslayerin. Der Donnerdrache Raiden ist mein Vater.“
Innerlich betete Sylvana schon ein wenig, dass es sich bei ihm wirklich um einen Dragonslayer handelte. Immerhin sah er nicht schlecht aus, war wortgewandt und nicht allzuleichtgläubig. Und er hatte so tolle Augen… //Aus! Böse! Hör auf!// Es würde wohl noch dauern, bis sich ihr geschwundener Verstand von diesem Sturz erholt haben würde.
„Jetzt sei aber auch so lieb und verrate mir deinen Namen und, ob ich mit meiner Vermutung recht habe.“ Sie lächelte ihn lieb an, während in ihrem Kopf nur ein Gedanke sich dauernd wiederhole. //Bitte sei ein Dragonslayer…//

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 18:26

Ciel war nicht naiv genug zu glauben, dass jedes Mitglied einer legalen Gilde ihm automatisch wohlgesonnen war. Er wusste, dass es durchaus auch weniger friedliche Magier unter den öffentlichen Gilden gab, als es auf den ersten Blick vielleicht den Anschein machte. Und dennoch hatte Sylvanas Argumentation etwas einleuchtendes, weshalb sich der Pulsschlag des Blauhaarigen langsam wieder beruhigte. Seine Augen hingen kurz auf dem blauen Fairy Tail Symbol, ehe er zum Zeichen des Verstehens nickte und sich mit der zweiten Information beschäftigte, welche ihm die Dunkelhäutige so überraschend vor die Füße geworfen hatte. Sie war also ebenfalls eine Dragonslayerin. Es war seltsam, was für ein übermäßiges Glück der Valentine in diesem Bereich hatte, dass er so kurz nach der Quest Seraphim auf einen weiteren Vertreter seiner Art traf. Und nicht nur das, sie war auch noch die Tochter von Raiden, dem Herren des Donners. Kurz wusste Ciel nicht, wie er mit dieser Information umgehen sollte. Auf der einen Seite freute er sich natürlich, dass er noch jemanden gefunden hatte, der sein Schicksal teilte und dennoch vertraute er der Magierin noch immer nicht vollkommen. Ihr Auftauchen war einfach zu plötzlich und zufällig gewesen, als das nichts Besonderes dahinter stecken konnte. Dennoch hatte sie ihm mit dieser Enthüllung einen Grund gegeben, sich wenigstens angemessen vorzustellen. "Ciel Valentine, Magier der Gilde Blue Pegasus.", meinte er schließlich immer noch leicht angespannt und hielt seiner Gegenüber seinerseits die linke Hand vor das Gesicht, welche vom aschgrauen Gildenzeichen des Magiers geziert wurde. Nun stand er jedoch noch einer weiteren Herausforderung gegenüber. Sollte er Sylvana wirklich verraten, dass er ein Dragonslayer war? Einerseits würde sie mit dieser Information wohl kaum wirklich viel Schaden anrichten können oder sich irgendeiner Weise einem Vorteil ihm gegenüber verschaffen. Und dennoch war ihm nicht ganz wohl bei dem Gedanken, einfach so mit seiner Magie hausieren zu gehen. Nun, sie hatte nichts anderes getan, also wäre es wohl fair, wenn er ihr gegenüber die Wahrheit sagte. "Und ja, ich bin ein Dragonslayer. Der des Metalls, um genauer zu sein. Ich wurde von Metallicana aufgezogen." Und raus war die Wahrheit. Wenn Ciel es sich recht überlegte, dann konnte er jetzt eine Zigarette wirklich gut gebrauchen. Nun ja, die würde warten müssen, denn dem Valentine stieg ein Geruch in die Nase, der vorher ganz sicher nicht da gewesen war. "Wir sollten uns schnellstens einen Plan überlegen, wie wir hier möglichst unbeschadet und rasch wegkommen, denn ich glaube nicht, dass wir noch sonderlich lange alleine bleiben." Eigentlich hatte diese Situation ja relativ wenig mit seiner Person zu tun und dennoch war Ciel sich sicher, dass diese feindlichen Magier ihn nicht verschonen würden, nachdem er in Kontakt mit ihrem eigentlichen Opfer gekommen war. Das bedeutete, dass weglaufen für ihn wohl ziemlich sinnlos wäre. So hieß es nun also, dass die beiden zusammenarbeiten mussten, wenn sie diesem Schlamassel in guter Verfassung entkommen wollten. Das bedeutete wohl zwangsläufig, dass sie kämpfen mussten, eine Beschäftigung, welcher der Valentine eigentlich recht gerne aus dem Weg ging. Nicht nur, dass er körperlich nur mäßig fit war, auch seine magischen Fähigkeiten waren weitaus begrenzter als die anderer Magier. So konnten sie eigentlich nur darauf hoffen, dass Sylvana ihm in diesem Bereich etwas voraus hatte, denn ansonsten würde die Begegnung mit den feindlichen Magiern wohl ein wenig unschön ausfallen.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 21:25

Nicht nur der junge Mann, der sich unter dem Namen Ciel Valentine vorgestellt hatte und sich tatsächlich zu der kleinen Gruppe an Magiern zählen konnten, die die Magie der Drachen beherrschte, war der Geruch in die Nase gestiegen. Ein Geruch, der die Dragonslayerin unruhig stimmte. Er gehörte keinem der Magier, die sie vor nicht allzulanger Zeit durch den ganzen Wald gejagt hatten, da war sich Sylvana ziemlich sicher. Was also bedeutete, dass sich noch mehr Magier in der Umgebung befanden, die es auf sie abgesehen hatte. Sie brauchte einen Plan und dass so schnell wie möglich! Glücklicherweise war Ciel der selben Meinung wie sie. Die große Frage, die sich die Dragonslayerin im Moment stellte, war jedoch… War sie in der Lage zu kämpfen? Immerhin konnte sie nicht wirklich sagen, wie stark der Sturz sie verletzt hatte. Ob es nun nur leichte Prellungen waren oder doch eher irgendein gebrochener Knochen. Letzteres wäre mehr als nur suboptimal.
„Viele Optionen haben wir nicht. Eigentlich können wir nur versuchen ungesehen nach Oshibana zu gelangen.“ Sie hielt ihre Stimme so leise, wie sie nur konnte, damit Ciel sie noch gerade eben hören konnte. Immerhin wäre es töricht, wenn sie ihr jetziges Versteck wegen einiger lauten Worte aufgeben mussten. Besonders, da der Geruch immer intensiver wurde. Jemand kam ihnen immer näher. „Wir wissen weder, welche genaue Anzahl der Gegner verfügt, noch wie stark ihre magischen Fähigkeiten sind. Die Magier, die mich verfolgt haben, beherrschten schon fortgeschrittene Magie. Der direkte Kampf wäre also vermutlich eine direkte Niederlage für uns.“
Sie waren Magier, würden sich aber wie Ninjas bewegen müssen. Nicht gerade eine Eigenschaft, die Sylvana ihr eigen nennen würde. Zumindest nicht in einem Wald, wo jeder Schritt mit nicht allzu geringer Wahrscheinlichkeit einen Ast gerade so laut knacken ließ, dass der ihnen am nächsten gelegende Magier seine Aufmerksamkeit auf sie richtet. Viel wichtiger war jetzt aber für die Dragonslayerin eine andere Frage: Wie sehr war ihr Körper in Mitleidenschaft gezogen worden? Langsam winkelte sie ihre Beine ab, drückte ihren Körper mit ein wenig zitternden Armen vom Boden ab und verlagerte ihr Gewicht auf ihre Beine. Ihr Körper schmerzte ein wenig, für einen kurzen Moment erfasste sie ein kleiner Schwindel, ehe sie sich doch recht sicher in der Hocke halten konnte. Keine Knochenbrüche, nur leichter Schwindel. Laufen war also keine gute Idee, wenn sie nicht wieder mit dem Boden in Bekanntschaft treten wollte. „Ciel, ich überlasse dir die Führung. Bevor ich uns noch irgendwie im Kreis führe…“ Sie lächelte leicht verlegen, kratzte sich den Hinterkopf. Wie genau sie es anstellte, wusste Sylvana nicht, aber jetzt konnten sie es sich einfach nicht leisten, sich unter ihrer Führung zu verlaufen. Wirklich einen anderen Gedanken konnte Sylvana jedoch nicht fassen, als sich zu ihr unbekannten Geruch ein weiterer Geruch mischte, der ihr schon sehr bekannt vorkam.
„Ihr könnt da ruhig aus dem Gebüsch rauskommen. Ich weiß, dass ihr da drin seid.“ Diese Stimme… Sylvana stockte einen kurzen Moment. Es passte perfekt. Der Geruch und die Stimme gehörten Owen, einem Metallmagier aus ihrer Gilde. Aber… was machte er hier in diesem Wald?! Sie zögerte einige Zeit, schaute kurz zu Ciel und entschloss sich daraufhin, ihren Kopf aus dem Gebüsch zu stecken. Es war immerhin Owen, einer der wohl tollpatschigsten Magier ihrer Gilde! Was sollte sie da befürchten?
„Owen? Was machst du hier?“ Dort stand er wirklich, in seinem schmutzigem Leinenhemd, mit der weiten Jeanshose und dem schwarzen Gildenzeichen auf der rechten Seite seines Halses. Keine Illusion, soweit konnte Sylvana das am Geruch sagen.
„Ich erledige eine Aufgabe, die mir der Meister gestellt hat. Nicht mehr und nicht weniger.“
Irgendwas war hier mehr als nur faul. Die Zahnräder in ihrem Kopf finden an sich zu bewegen, suchten nach dem kleinen Detail, welches dieses Puzzel lösen konnte. Es dauerte ein wenig, länger als normal, aber dann leuchtete die kleine Glühbirne über ihren Kopf auf. Sein Verhalten, die Art, in welcher er redete. Da war nichts von dem Tollpatsch der Gilde, der nicht einmal einen Nagel mit seiner Magie formen konnte. Dieser Owen war… anders.
„Das kaufe ich dir nicht ab! Warum sollte dich Meisterin Fiona hierher schicken?!“
Owen legte den Kopf schief, vermittelte für einen kurzen Augenblick wieder den verwirrten Mensch, den Sylvana kannte. Solange, bis sich ein breites, finsteres Grinsen auf seine Lippen legte. „Wer redet denn hier von Meisterin Fiona?“ Seine Hand legte sich auf seinen Hals, wischte einmal über das Gildenzeichen. Wo noch vor wenigen Sekunden das Symbol ihrer Gilde gewesen war, pragte jetzt eine schwarze Pantherklaue. Ihr stockte der Atem. Das… durfte doch nicht wahr sein.
„Schön, dass du scheinbar jetzt verstehst, was hier vor sich geht, Sylvana Rose Fernandez.“ Ein Stück Metall, welches er aus der Tasche seines Leinenhemdes geholt hatte, schien in seinen Händen sich langsam zu verformen, bis es das Aussehen eines scharfen Speers hatte. „Dein Vater möchte dich wiedersehen. Eigentlich sollen wir dich ja unversehrt gefangen nehmen, aber…“ Das Grinsen wurde breiter, teuflischer. „…da du dich gewehrt hast, sah ich mich halt dazu gezwungen Gewalt anwenden.“ Ein dunkles Lachen folgte, ehe er zwei große Sprünge nach hinten tat und den Speer in seiner Hand nach Sylvana warf, die gerade wie zur Salzsäule erstarrt mit weit aufgerissenen Augen zu Owen starrte. Sie konnte einfach nicht glauben, was hier gerade passierte…

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 21:40

Auch noch Stunden später sollte Ciel Valentine nicht genau sagen können, welcher Teufel in zu der nachfolgenden Handlung gezwungen hatte. Es war schließlich nicht so, als würde er seine Schutzamulette und Ringe umsonst tragen, nein, eigentlich erfüllten sie den ganz einfachen Zweck ihn vor jeglichen Dämonen und anderen Kreaturen der Unterwelt zu beschützen. Und normalerweise taten sie das auch, nur dieses eine Mal schien die Magie sie aus irgendeinem seltsamen Grund ganz plötzlich verlassen zu haben. Ja, dass musste es sein. Eine andere Erklärung fand der Dragonslayer einfach nicht für die Tatsache, dass er sich kurzerhand vor seine dunkelhäutige Begleitung geworfen hatte. Nun, im Endeffekt war diese Spontanreaktion nicht einmal besonders schlimm. Der seltsame Magier bediente sich ganz offensichtlich der Metallmagie, weshalb der Angriff ohne Schaden zu hinterlassen ganz einfach an dem Valentine abprallte. Doch das war nicht einmal das Problem, welches dieser in der momentanen Situation sah. Der Knackpunkt lag viel mehr in dem simplen Fakt, dass er sich vor Sylvana geworfen hatte, bevor er wusste welche Magie ihr Angreifer anwandte. Es hatte also keinerlei Versicherung gegeben, dass er aus diesem kleinen Machtkampf gesund und munter hervorgehen würde. Es hätte ihn doch zum Beispiel auch ein Speer aus Eis treffen können und der hätte ihm deutlich mehr Schaden verpasst, als dieser lächerliche Metallzahnstocher, der nun zu seinen Füßen lag. Und trotzdem hatte er nicht gezögert und das Mädchen ganz einfach mit seinem eigenen Körper geschützt. Etwas, dass eigentlich nicht zu dem sonst so kalkulierten und vorausschauendem Magier passte. Generell schienen solche spontanen Reaktionen einfach nicht in sein sonstiges Verhaltensmuster passen zu wollen.
Owen starrte den Dragonslayer unterdessen so an, als wäre er eine gottähnliche Erscheinung. Er schien nicht ganz glauben zu können, dass so eben jemand seinen Angriff ohne mit der Wimper zu zucken abgewehrt hatte. Wobei, abgewehrt wäre wohl zu viel gesagt, hatte der Valentine doch nicht einen Finger gerührt und war dennoch ohne eine einzige Verletzung aus dem einseitigen Schlagabtausch hinausgegangen. Mit einem leichten Stirnrunzeln bückte sich der Blauhaarige und frischte die Waffe vom Boden, ehe er beherzt einen Biss nahm. Wenn einem schon kostenloses Essen geliefert wurde, wer war er dann, dieses Angebot abzulehnen? "Kennst du ihn?", fragte er schließlich an Sylvana gewandt, ohne dem Jungen noch einen weiteren Blick zu zuwerfen. Eine richtige Bedrohung bot er schließlich nicht, würden seine Angriffe den Jungen doch lediglich ein Stück zurückwerfen. Seine Frage stellte sich jedoch im Angesicht ihres Gespräches als ein wenig überflüssig heraus, war doch klar, dass die Beiden eine in ansatzweisen gemeinsame Vergangenheit haben mussten. Es war seltsam, in was für eine Situation der Dragonslayer ohne jede Absicht gestolpert war. Dabei mochte er Überraschungen eigentlich nicht und noch weniger konnte er es leiden, wenn er ohne jeden Grund angegriffen wurde. Nun, in diese Situation hatte er sich ganz alleine gebracht, weshalb er wohl nun auch die Konsequenzen seiner Handlung übernehmen musste. "Sollen wir ihn ausschalten, oder möchtest du dich noch weiter mit ihm unterhalten?", fragte der Valentine schließlich desinteressiert und wirbelte leicht abwesend die Überreste des Speeres in seinen Händen. Auch wenn ihm der Verzehr von Metall einen gewaltigen Manaschub verschaffte, so war er sich seinen mangelnden kämpferischen Fähigkeiten dennoch schmerzlich bewusst. In einem Kampf brachte ihm zwar seine Überlegenheit gegenüber dem Element des Jungen etwas, doch ohne einen Treffer seinerseits zu landen würde dieser Vorteil sich bald in Luft auflösen. Ob Sylvana wohl...? Ciel war nicht stolz genug, um die Hilfe einer Frau im Falle eines Kampfes abzulehnen. Generell hatte Metallicana ihm immer vermittelt, dass Frauen und Männer letztendlich nur wenig voneinander trennte, weshalb sich vielleicht auch Ciels relativ offene sexuelle Orientierung sehr simpel erklären ließ. Daher hatte er auch wirklich nichts dagegen, wenn die Brünette an seiner Seite sich ganz plötzlich als ein kämpferisches Naturtalent herausstellte. Falls dem nicht so sein sollte, würden sie sich entweder etwas sehr Gutes überlegen müssen oder hatten kurzerhand die Beine in die Hände zu nehmen.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 21:44

Sylvana wusste nicht genau, ob sie die Erkenntnis, die sie gemacht hatte, nicht verstehen konnte oder einfach nur nicht verstehen wollte. Wie konnte das nur sein? Owen war doch ein Magier derselben Gilde. Einer Gilde, die sie als ihre Familie sah. Wie konnte es da nur sein, dass er sie jetzt hinterging? Was hatte sie ihm getan, was ihn dazu veranlasst haben könnte? Die Dragonslayerin konnte einfach keine schlüssige Begründung finden. Viel mehr… Sie wollte einfach nicht über den Tellerrand hinaus blicken. Zu bitter war der Gedanke einfach, dass sie von einem Mitglied ihrer eigenen Familie so verraten worden war.
„Er… ist ein Mitglied meiner Gilde… dachte ich zumindest…“ Ihre Stimme war brüchig, zu tief saß der Schock, der ihren ganzen Körper in seinem grausamen Griff hatte. Sie wollte es einfach nicht wahrhaben. Es durfte nicht sein!
„Falsch gedacht, Schätzchen. Du würdest dich auch wundern, wenn du wüsstest, wie weit wir unser Netz bereits gespannt haben.“
„Sei still…“ Sylvana ballte ihre Hand zur Faust. Sie wollte das nicht hören. Warum konnte er nicht einfach still sein?!
„Och, ist die mächtige Dragonslayerin des Donners jetzt verletzt? Kann das junge Fräulein nicht begreifen, wie die Wahrheit aussieht?“
„Sei still…!“ Ihre Stimme bebte, während die Luft um sie herum langsam anfing zu knistern.
„Nehmen wir doch mal deine ach so beste Freundin Farwen. Rate doch mal, wer uns die Informationen über deine Herkunft verraten hat?“
Nein! Unmöglich! Das durfte einfach nicht sein. „Du lügst!“
„Hmm… Möglich. Nur verrate mir dann, wer mir sonst von diesem kleinen… Unfall erzählt haben soll. Mit der Bar in deiner Heimatstadt…“
Augenblicklich schnürte sich ihr Hals zu. Sie wollte es nicht wahr haben, aber… Die Beweise sprachen dafür. Niemand anderem außer Farwen hatte sie von diesem kleinen Ausflug erzählt, wo sie im Alkoholrausch das Mobiliar einer ganzen Bar zu Kleinholz verarbeitet hatte.
„Nein…“ Ihr Körper zitterte, langsam wich sie einen Schritt zurück. Dann einen weiteren. Hatte sie sich wirklich so getäuscht? In Owen… In Farwen… Wer konnte ihr jetzt noch sagen, wen sie in der Gilde vertrauen konnte. Wenn schon ihre angeblich beste Freundin eine falsche Schlange war, war es gut möglich, dass noch andere Gildenmitglieder auf dieser Schiene mitfuhren. Und sie war so naiv gewesen und hatte sich in Sicherheit gewogen…
„Ich könnte noch weitere Namen nennen, wenn du interessiert wärst.“
Je mehr diese Erkenntnis in Sylvanas Unterbewusstsein sickerte und von ihm akzeptiert wurde, umso stärker spürte die Dragonslayerin, wie die Verzweiflung sich langsam in Wut und Zorn wandelte. Gegen sich selbst, gegen Owen, Farwen und all die, die sie wohl möglich verraten hatten.
„Überlass ihn mir, Ciel“, knurrte Sylvana finster. Da war sie also wieder, diese vom Zorn besessene Seite der Dragonslayerin, die das erste Mal vor einigen Monaten beim Aufstand der Puristen zum Vorschein gekommen war. Diesmal war jedoch alles irgendwie anders. Während sie das letzte Mal völlig die Kontrolle in ihrem Rausch über sich verloren hatte, war sie diesmal völlig Herr ihrer Selbst. Alles war klar und nicht hinter einem roten Schleier der Wut versteckt. Und irgendwie… fand die Dragonslayerin Gefallen an diesem Gefühl.
„Da hätten wir zum Beispiel Li…“ Noch bevor Owen aussprechen konnte, war Sylvana mit einem kräftigen Satz nach vorne geprescht und hatte ihre Faust in seinem Magen vergraben. Er mochte zwar inzwischen sicherer mit seiner Zunge sein, aber körperlich war Owen immer noch der Schwächling, den sie aus der Gilde kannte.
„Ich hatte dir gesagt, dass du deine Klappe halten sollst…“, fauchte sie, ein angriffslustiges Grinsen auf ihren Lippen. Sie zog ihre Faust aus seiner Magengrube zurück, nur um im nächsten Moment ihr Knie nach oben schießen zu lassen und Owen anschließend mit einem kräftigen Kick auf der Drehung auf den Boden schickte. „Wer nicht hören kann, muss eben fühlen…“ Verächtlich spuckte sie einmal neben den sich von Schmerzen krümmenden Mann und drehte sich dann zu Ciel. Hoffentlich hatte ihn diese Vorstellung nicht zu sehr abgeschreckt…
"Also? Wie kommen wir schnell nach Oshibana?"

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 21:50

Der Metallmagier aus Sylvanas Gilde war ganz offensichtlich der beste Beweis dafür, das nun einmal nicht alle Magier legaler Gilden friedliche Zeitgenossen waren. Im Gegenteil, Ciel wusste, dass Verrat unter Gilden ein gar nicht einmal so seltenes Phänomen war, auch wenn er es bisher noch nicht am eigenen Leib hatte erfahren müssen. Die Donner Dragonslayerin an seiner Seite schien diese Erfahrung nun ebenfalls das erste Mal zu machen, denn sie wirkte tatsächlich ein wenig schockiert und betroffen. Nun, auf der einen Seite konnte Ciel sie jedoch ziemlich gut nachvollziehen, musste der Vertrauensbruch einer Person wohl ein ziemlich harter Schlag für einen Menschen sein. Nicht, dass er das wirklich beurteilen konnte, hatte er doch keinerlei Menschen, die er wirklich als Freunde bezeichnen würde. Sich an Menschen zu binden war etwas, dass er nie wirklich als erstrebenswert gesehen hatte und durch Sylvanas Situation wurde diese Theorie nur noch einmal bestätigt. Menschen als sein Eigentum zu markieren war etwas anderes, weil man so keinerlei emotionale Bindung mit ihnen einging. Eine Freundschaft machte einen dagegen verletzbar und zu einem guten Ziel für mögliche Feinde. Das war etwas, das Ciel unter Umständen wenn möglich vermeiden wollte.
Und dennoch schaffte es Sylvana den Valentine zu überraschen. Als eine natürliche Reaktion hatte er eigentlich erwartet, dass sie sich in ihrer Trauer und Verbitterung ein wenig wälzen würde, bevor die Enttäuschung so plötzlich in Wut umschlug. Er selber wäre wohl nicht so schnell in der Lage gewesen, über die Enttäuschung für den Moment hinweg zu sehen und die Energie in Zorn umzukanalisieren. Die Fernandez schien da weniger Probleme zu haben, denn kurz darauf konnte Ciel beobachten, wie der nebensächliche Metallmagier den Boden knutschte und sich kurz darauf nicht mehr so recht zu bewegen vermochte. "Damit wäre klar, dass wir nun zu mindestens einen Kämpfer im Team hätten...", meinte der Achtzehnjährige schließlich zögerlich und musterte noch eine Weile das zusammengekrümmte Häufchen Elend. Das hatte Seraphim wohl auch damit gemeint, als er gesagt hatte, dass Dragonslayermagie eine durchaus gefährliche Waffe sein konnte. Wobei in diesem Fall wohl auch Sylvanas bloße Schlagkraft ein wenig mitzureden hatte, denn die Fernandez wirkte so, als könnte sie sich auch mit Fäusten allein ganz gut zur Wehr setzen. Für einen Augenblick wusste Ciel nicht, ob er das eher beeindruckend oder beängstigend finden sollte. Nach kurzer Überlegung entschied er sich ganz einfach für dein Ausdruck "interessant", der in diesem Fall recht passend schien.
"Richtig, Oshibana Town!", erwachte der Junge schließlich aus seinen Überlegungen und konzentrierte sich wieder auf die Aufgabe, die nun vor ihnen lag. Er musste Sylvana und sich selbst heile aus dieser unangenehmen Angelegenheit bringen und dafür mussten sie so schnell wie möglich sicheren Boden unter den Füßen haben. Leider gab es da das klitzekleine Problem, dass er diesen Wald selber das erste Mal besuchte und für ihn daher der kürzeste Weg genau der war, den er auf seinem Hinweg genommen hatte. Ganz einfach, weil er schlichtweg keine Abkürzungen kannte und sich in dieser Angelegenheit wenn möglich nicht auf sein Glück verlassen wollte. "Wir nehmen am besten den Weg, den ich auch hergekommen bin.", meinte er also und steuerte mit schnellen Schritten die genannte Richtung an. Wenn sie ein ganz kleines bisschen Glück hätten, dann würden sie es ja sogar ganz vielleicht schaffen, dass Ganze heil und unbeschadet zu überstehen. Vielleicht würden seine vielen Schutzamulette die Beiden auf ihrer Flucht ja ein wenig unterstützen...?

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 21:52

Es dauerte noch einige Augenblicke, bis Sylvana die in ihr angestaute Wut völlig abgebaut hatte. So konnte sie es sich auch nicht nehmen lassen, Owen noch einen Tritt in die Seite zu verpassen, bevor sie sich wieder dem Metalldragonslayer zuwandte und ihm folgte. Dennoch stellte sich ihr die Frage, wie es weitergehen sollte. Denn auch, wenn ihre Gedanken noch nicht in linear geordneten Bahnen verweilten, wie sie es sonst taten, musste sie sich schon jetzt mit dieser durchaus berechtigten Frage auseinandersetzen. Also, was tun? Zuerst mussten sie natürlich nach Oshibana, ohne von einer Splittergruppe von dunklen Magiern über den Weg zu laufen. Owen würde für einige Zeit handlungsunfähig sein, sodass sie sich keine Sorgen machen müssten, dass man ihnen allzuschnell in den Rücken fallen würde. Nur was sollte sie danach machen? Die Quest, wegen welcher sie überhaupt hierher gefahren war, konnte sie erst einmal vergessen. Und auch so einfach nach Magnolia zurückkehren war in ihrer jetzigen Situation keine gute Idee. Sie würde Gildenmeisterin Fiona noch früh genug von ihren Sorgen berichten, aber als erstes war es vielleicht eine recht gute Idee, einfach für ein paar Wochen unterzutauchen und von der Bildoberfläche zu verschwinden. Vielleicht noch eine Nachricht an die Gildenmeisterin schicken, damit sie nicht irgendwie einen Suchtrupp ihr nachschicken würde. Nur… was sollte sie anschließend machen? Der Gedanke, dass Owen und Farwen nicht die einzigen Verräter sein sollten, ließen sie einfach nicht in Ruhe. Fairy Tail war zurzeit kein sicherer Ort für sie und wer konnte schon sagen, ob er es jemals wieder sein würde? Die Gilde mochte zwar ihre Familie sein, aber eben jene Familie hatte sie nun verraten. Wie sollte sie da wieder das alte Vertrauen aufbauen, welches vor wenigen Augenblicke fast vollständig zerstört worden war. Eine Sache der Unmöglichkeit, wie Sylvana fand. Nur… Was tun?
Seufzend schüttelte Sylvana ihren Kopf. Darüber konnte sie sich auch später ihren Kopf zerbrechen, wenn sie in Sicherheit war. Jetzt war es um einiges wichtiger, erst einmal in Sicherheit zu gelangen. Immerhin war da eine kleine Sache, die Ciel vorhin erwähnt hatte.
„Sag mal… Wie meintest du das vorhin? Einen Kämpfer im Team? Hat Metallicana dir etwa nicht beigebracht, wie man kämpft?“ So richtig konnte sich das Sylvana gar nicht vorstellen. Ein Dragonslayer, der nicht für sich selbst kämpfen konnte? Aber allem Anschein nach schien dies der Fall zu sein, wenn man seinen Worten Glauben schenken mochte. Sein Körperbau unterstrich dies ja auch nur zu gut, auch wenn man ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen sollte. Diese Lektion hatte sie schmerzhaft während dieser verfluchten Rebellion lernen müssen. Diesem jungen Mädchen hätte sie nie im Leben eine solch gewaltige, magische Kraft zugeordnet. Und selbst ihr sah man auf den ersten Blick nicht an, dass sie doch ganz gut auf sich selbst aufpassen konnte – sollte nicht eine größere Anzahl Magier einer dunklen Gilde ihr im Nacken sitzen. Dafür musste sie erst den Umgang mit den Secret Arts ihrer Magie erlernen, welche sie schon seit dem Tag, als Raiden sie verlassen hatte, zu beherrschen versuchte. Aber sie waren einfach viel zu komplex, als die Techniken, die sie bisher erlernt hatte. Nicht zu vergessen das ein oder andere Mal, bei welchem sie ihr Bewusstsein verloren hatte, als sie all ihr Mana aus ihrem Körper geschossen hatte. Es würde noch einige Monate wohl dauern, bis ihr Körper in der Lage war, diese gewaltigen Energien in kontrollierte Bahnen kanalisieren zu können.
Es war ruhig geworden, während Sylvana neben dem Metalldragonslayer herging. Keine Anzeichen von Feinden, aber auch kein Ende dieses Weges war in Sicht. Und seit nun einigen Minuten lag ihr diese Frage auf der Zunge, die sie eigentlich für sich behalten wollte. Dennoch... Ein wenig Smalltalk würde sicherlich nicht schaden.
„Und was mich noch interessieren würde… Unter welchen Umständen hat dich Metallicana aufgenommen?“

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:01

Das Thema Metallicana war seit jeher ein empfindliches Thema in Ciels Leben gewesen. Die meisten Dragonslayer denen Ciel bisher begegnet war (und sein Erfahrungsbereich war stark begrenzt) freuten sich über ihre Magie oder waren zu mindestens stolz von ihr Gebrauch machen zu können. Der Valentine gehörte ganz klar nicht dazu. Natürlich mochte Ciel seine Magie und er fand auch ziemlich interessant, was genau er alles damit anstellen konnte, es ließ sich jedoch dennoch nicht leugnen, dass er im Vergleich zu anderen Dragonslayern weit hinter zurücklag. Das hatte ihm als erstes die Quest mit Seraphim und nun auch die Begegnung mit Sylvana vor Augen geführt. Nun ließen sich mehrere Theorien aufstellen, woran genau das lag, doch eigentlich wusste Ciel, wo der Grund für diese Ursache zu finden war. Es hatte ganz schlicht und ergreifend an seinem mehr als zweifelhaften Verhältnis mit Metallicana gelegen. Der Valentine hatte niemals eine wirklich gute Beziehung mit seinem Ziehvater gepflegt und oft waren die Trainingsstunden angespannt und wenig erfolgreich gewesen. Durch seine Angst vor der mächtigen Kreatur war der kleine Junge um einiges befangener gewesen, als es vielleicht bei anderen Kindern der Fall gewesen wäre, was seine Lust etwas zu lernen stark eingeschränkt hatte. Viele der Übungen hatte Metallicana praktisch in den Bengel hineinprügeln müssen, hatte das Kind doch niemals wirklich die Begeisterung und Energie gezeigt, die für das erfolgreiche Erlernen von vielen Techniken von Nöten war. Ciel hatte niemals ein Magier werden wollen und nun war er beinahe in diese Rolle hineingezwungen geworden. Da war es wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass er dem Erlernen von kämpferischen Fähigkeiten mit einigem an Skepsis gegenüber gestanden hatte.
"Sagen wir er hat es versucht. Ich habe mich damals ein wenig gesträubt...", meinte der Valentine schließlich vage und fuhr sich mit einem leisen Seufzen durch die blaue Haarpracht. Seine Vergangenheit war nichts, mit dem Ciel wirklich gerne hausieren ging. Zumindestens nicht die Zeit, die er bei seinem Ziehvater verbracht hatte. Natürlich boten Dragonslayer wie Sylvana und Seraphim da eine Ausnahme, waren sie es doch, die ihn am ehesten verstehen würden, und dennoch mochte er es nicht, zu viel von sich preiszugeben. Es wiederstrebte ihm auf seltsame Art und Weise, diesen Teil seines Lebens mit anderen Menschen zu teilen. Deshalb war es ihm auch deutlich unangenehm, als Sylvana noch ein wenig tiefer ging. Unter anderen Umständen hätte er die Frage wohl mit einer geschickten Gegenfrage beantwortet oder aber elegant das Thema gewechselt, doch in seinem Hinterkopf spazierte noch immer der Gedanke, dass Sylvana ebenfalls ein Dragonslayer war und seine Situation daher wohl ziemlich gut nachvollziehen konnte. Vielleicht war es sinnvoll diesen kleinen Teil seiner Vergangenheit mit ihr zu teilen, würde sie doch später kaum einen Nutzen daraus ziehen können. "Ich habe ihn getroffen, kurz nachdem ich von Zuhause fortgelaufen bin. Ich war damals zwölf...und...naja, habe mich Metallicana dann mehr oder weniger freiwillig angeschlossen." Hier machte er eine kurze Pause, als versuchte er sich genauer zu erinnern, was genau er ihr nun erzählen wollte. "Wie bist du zu Raiden gekommen?" Schließlich wäre es nur fair, wenn sie ihm nun ebenfalls von ihrer Vergangenheit erzählen würde. Denn ein wenig Information zu Sylvanas Vergangenheit würde es ihm eventuell möglich machen abzuschätzen, in wie weit Drachen einem bestimmten Muster bei der Auswahl ihrer Schüler folgten. Denn die Frage, ob er bloß durch einen unbestimmten Zufall in Metallicanas Klauen gelandet war beschäftigte den Valentine schon sehr, sehr lange.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:02

Aufmerksam lauschte die Dragonslayerin seinen Worten. Es war das erste Mal, dass sie von einem anderen Dragonslayer erfuhr, wie er zu seinem Elterndrachen gekommen war. Mit Kazuya hatte sie nie so ein Gespräch geführt und anderen Dragonslayern war sie auch bisher nicht begegnet. Kein Wunder also, dass sie gebannt an Ciels Lippen hang. Und wenn sie ihm so zuhörte, kamen auch sogleich die ersten Erinnerungen wieder hoch. Wie sie von Zuhause weggerannt war, die erste Begegnung mit Raiden. Sylvana musste schmunzeln. Abgesehen von ihrer unterschiedlichen Motivation hatten sie ihren Drachenvater eigentlich auf demselben Weg kennengelernt. Sie waren von Zuhause fortgelaufen und kreuzten den Weg eines Drachen. Solche Geschichten schrieb wohl anscheinend nur das Leben.
Im Gegensatz zu Ciel hatte Sylvana weniger Probleme, über ihren Ziehvater zu reden. Es erfüllte sie mit Stolz, von Raiden aufgezogen worden zu sein, seine Magie erlernt und sich Dragonslayer nennen zu dürfen. Auch wenn sie sich nicht so recht vorstellen konnte, wie sie einen Drachen mit ihrer Magie töten sollte. Überhaupt… Warum sollte sie ein solch mächtiges und wundervolles Geschöpf töten wollen? Sie hatte noch nie wirklich verstanden, warum man überall darüber redet, wie mächtig die Dragonslayermagie doch war und wie sie doch selbst Drachen vernichten könnte. Warum sollte man ein Wesen töten, von welchem man aufgezogen wurde? Diese Logik der Menschen konnte und wollte sie einfach nicht verstehen. Aber gut, sie waren halt Menschen und hatten nicht das Privileg gehabt, die Nähe eines Drachen genießen zu können. Denn im Vergleich zu ihren wahren Eltern, war Raiden zu jeder Sekunde ein tausendfach besseres Elternteil, als sie es jemals sein könnten.
„Man könnte sagen, dass es auf dem selben Weg geschehen ist, wie bei dir.“ Ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, während sie ihre Arme hinter ihrem Kopf verschränkte. Nur zu gerne würde sie noch einmal wieder ein kleines Kind sein, nur um die Nähe Raidens wieder genießen zu können. Auf seinem Rücken durch Gewitterwolken fliegen, ihm bei der Jagd zusehen. All diese alltäglichen Kleinigkeiten, die sie mit ihm erlebt hatte. „Weißt du… Ich erzähle dir jetzt etwas, was nicht viele Menschen wissen. Der Grund, warum ich überhaupt von diesen Leuten gejagt werde…“ Sie atmete tief ein, hielt einen Moment inne. Ganz sicher, ob sie ihm trauen konnte, war sich Sylvana nicht. Aber die Magier der dunklen Gilde war ihre Herkunft ja bekannt. Und was sollte Ciel damit schon anfangen können?
„Also… Der Mann, den andere Leute meinen Vater nennen, ist Sergio Fernandez. Adliger Kaufmann, der in vielen Handelsunternehmen in Fiore Teilinhaber ist. Mit sieben Jahren, das ist jetzt inzwischen ein gutes Jahrzehnt her, wollte er mich mit irgendeinem Sohn einer anderen einflussreichen Adelsfamilie verloben. Ich bin dann in der Nacht des nächsten Abends von Zuhause weggelaufen.“ Sylvana hielt kurz inne. Holte sie gerade zu weit aus? Interessiere Ciel überhaupt, was genau sie zu ihrer Flucht getrieben hatte? War jetzt sowieso zu spät, da konnte sie direkt weitermachen. „Am Bahnhof in Marokkasu Town habe ich mich dann in irgendeinem Zug versteckt und bin weggefahren – bis man mich erwischt und rausgeworfen hat. Das war am Fuße des Hakobe-Gebirges, wo sich mir unter schwarzen Gewitterwolken dann Raiden gezeigt hat. Eigentlich wollte er mich nur erschrecken und verjagen. Naja, erschreckt hat er mich, das kannst du mir glauben. Mich wundert es, dass ich keinen Herzinfarkt bekommen habe, als Raiden vor mir gelandet war.“ Ein wehmütiges Seufzen entglitt ihrer Kehle, als sie eine weitere kurze Pause einlegte. Sie vermisste Raiden wirklich. Seine ganze Art und Weise, seine Stimme, die in ihrem Kopf dröhnte, seine mächtigen Schwingen, die er in kalten Nächten stets um ihren Körper gelegt hatte, um sie zusätzlich zu wärmen. „Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich in dieser Nacht Raiden begegnet bin. Vermutlich würde ich jetzt eine Eisleiche sein, die irgendwo am Hakobe-Gebirge rumliegen würde. Er hat mir das Leben gerettet und mir eine neue Art zu Leben beigebracht. Eine Art, die tausendmal besser ist, als das Leben als adliges Prinzesschen, dass keine Entscheidungen für ihr Leben treffen darf.“
Langsam drehte sie ihren Kopf zur Seite, schaute Ciel ins Gesicht und ertappte sich wieder dabei, wie sie für einen kurzen Augenblick wieder in seinen Augen versinken wollte.
„Verzeih mir, wenn ich zuviel geredet habe. Vermutlich interessiert dich der größte Teil meiner kleinen Geschichte nicht einmal.“ Leicht verlegen kratzte sie sich am Hinterkopf. Sie war heute aber auch verdammt redselig...

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:05

Wenn Sylvana die Befürchtung hatte, sie könnte Ciel mit ihren Erzählungen langweilen, dann irrte sich die Magierin gewaltig. Tatsächlich wahr eher das exakte Gegenteil der Fall, denn kaum begann sie von ihrer Vergangenheit zu erzählen, da klebte der Blauhaarige auch schon an ihren Lippen und sog jegliche Information begierig in sich auf. Wenn man über ein solch ausgezeichnetes Gedächtnis wie Ciel verfügte, dann versuchte man so viele Informationen wie möglich zu sammeln, damit man sie zu einem späteren Zeitpunkt eventuell wieder aufrufen und weiterverwenden konnte. Wer wusste schon, wann er Sylvana das nächste Mal und unter welchen Umständen wieder traf? Da war es in jedem Fall sehr sinnvoll, wenn man sich vorher eine Informationsbasis geschaffen hatte, auf welcher sich eine Person deutlich leichter einschätzen ließ.
Und dennoch, Sylvanas Vertrauen war nicht nur nützlich für ihn, sondern brachte ihn gleichzeitig auch in eine mehr als unangenehme Situation. Ciel war es nicht gewohnt, dass Menschen ihm derart vertrauten, dass sie auch private und weniger öffentliche Dinge mit ihm teilten. Generell war er ein Mensch, der nun einmal weniger tiefen Kontakt zu anderen Personen hatte und wenn man ganz ehrlich war, dann hatte der Blauhaarige nicht einmal Menschen, die er tatsächlich als Freunde bezeichnen würde. Besitztümer – ja! Aber richtige Freunde? Menschen mit denen man Dinge teilte und die einem in schwierigen Zeiten beistanden? Nicht wirklich. Daher brachte ihn die Enthüllungen der Fernandez auch in eine mehr als ungewohnte Lage. Der Valentine wusste ganz einfach nicht, was er mit dem Vertrauen anfangen sollte, das mit einem Mal in ihn gesetzt wurde. Es war seltsam auf einmal jemanden zu haben, der tatsächlich auch private Dinge mit ihm teilte. Und dennoch, auf eine gewisse Weise war es mit Sicherheit nicht unbedingt unangenehm. Es war schließlich nicht so, als würde er Sylvana nicht möge. Natürlich kannte er die Magierin noch nicht besonders lange, doch er wusste oftmals bereits in den ersten Sekunden, ob ihm eine Person sympathisch war und er gerne seine Zeit mit ihr verbrachte. Bei der Fernandez war dies trotz der momentan etwas prekären Situation eindeutig der Fall und Ciel spielte schon wieder mit dem Gedanken, welches Schmuckstück aus seinem Metall auf ihrer dunklen Haut wohl hübsch anzusehen wäre. Ein Ohrring? Eine Kette? Ein Armband? Zu viele Möglichkeiten und momentan war einfach nicht die Situation, in der er sich nähere Gedanken darüber machen könnte.
Rasch blinzelte der Valentine und versuchte sich wieder auf Sylvanas Worte zu konzentrieren, während die beiden sich in raschem Tempo weiter aus dem Wald entfernten. Noch hatten sie ein gutes Stück zu laufen. "Mach dir keine Gedanken, eigentlich interessiert es mich sogar sehr. Es ist interessant die Geschichte von anderen Dragonslayern zu erfahren, einfach weil man so viel von ihnen lernen kann. Vor allem, wenn man sich wie ich noch nicht wirklich an diesen Lebensstil gewöhnt hat." Das war fast mehr Wahrheit, als er momentan bereit war preiszugeben, schließlich konnte es immer noch sein, dass sie momentan unbemerkt von einem feindlichen Gegner abgehört wurden und da wäre es mehr als unpassend, wenn er zu viele Informationen von sich gab. Er war nun einmal ein wenig vorsichtiger, was sein Privatleben und seine Vergangenheit anging. Und dennoch gingen ihm die Worte der Dragonslayerin nicht mehr aus dem Kopf. Sie war also die Tochter eines reichen Adelsmannes gewesen? Fernandez...Fernandez...den Namen hatte er nie gehört, aber Ciel beschloss, dass er ihn einmal nachschlagen würde, sobald sie zurück in Oshibana waren. Es galt schließlich so viel wie Möglich über dieses Adelsgeschlecht herauszufinden, denn er würde es sich nicht nehmen lassen, die Auftraggeber seiner Verfolger noch ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wo man gerade von Verfolgern sprach...war da nicht ein neuer Geruch in der Luft? Falls dem so wäre, dann wusste er nicht, wie er die nächste Runde ebenfalls so glimpflich überstehen sollte. Bei dem Metallmagier hatte er Glück gehabt, doch wer sagte, dass es nun ebenfalls der Fall sein würde? "Ich hätte doch auf Seraphim hören sollen.", der hatte ihm schließlich geraten, dass er sich an das Training seiner Magie machen sollte. Nun ja, nachher war man schließlich immer klüger.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:14

Ihr ganzer Körper spannte sich wieder an, als auch ihr dieser neue Geruch in die Nase gestiegen war. Die Freude, dass ihre kleine Geschichte dem Dragonslayer nicht langweilig erschienen war, verblasste sofort wieder und wich ganz allein der Konzentration auf den Geruch, der schnell näher kam. Glücklicherweise war es anscheinend nur ein einziger Magier, dennoch wollte Sylvana sich noch keine zu großen Hoffnungen machen, dass es jemand war, der auf dem Niveau Owens war. Immerhin war es ja auch allzugut möglich, dass er viel mächtiger war, womit ihre Überzahl ihnen nichts bringen würde. Wobei man natürlich nicht vergessen durfte, dass Ciel ja selber gesagt hatte, dass er kein großartiger Kämpfer sei. Sollte es also nicht zufällig wieder ein Metallmagier sein, würde alles an ihr hängenbleiben. Ein Glück, dass die Schmerzen in ihrem Körper inzwischen schon weitestgehend verebbt waren und sie nur noch leicht die Schrammen spürte, die geblieben waren. Zudem, sie hatte Ciel in diese Situation reingebracht, also war es auch ihre Aufgabe, für seine Sicherheit zu sorgen. Immerhin hatte er nichts mit den Plänen dieser dunklen Magier zutun. Sie würde es nicht zulassen, dass er wegen ihrer Bürde in einen Kampf geraten würde, bei welchem er womöglich eine Verletzung davontragen würde.
„Seraphim? Ein Bekannter von dir?“ Sie schaute kurz zu ihm und beschleunigte ihren Schritt. Ihre Nase war weiterhin damit beschäftigt, den Geruch zu erschnuppern und versuchte einzuschätzen, wie nahe diese Person ihnen bereits war. Geschätzt würde er vielleicht noch eine Minute brauchen, bis er zu ihnen aufgeschlossen hatte und in Reichweite für einen Zauber war. Eilig versuchte die Dragonslayerin einen Plan zurechtzulegen. Sie brauchte eine Idee, wie sie sich selbst, aber auch Ciel in Sicherheit bringen konnte. Oshibana war ja vielleicht geschätzt nur noch ein paar Minuten von ihrem derzeitigen Standpunkt entfernt. Nur welche? Angestrengt biss sich Sylvana auf ihre Unterlippe, bis sie den metallischen Geschmack ihres Blutes auf ihrer Zunge schmecken konnte. Ein genervtes Stöhnen entwich ihrer Kehle, als sie kurz über ihre blutende Lippe leckte. Warum musste ihr ausgerechnet jetzt nichts einfallen? Jederzeit, doch nicht jetzt! Das war doch…
„Improved Lightning Blast!!“, hallte es durch die Luft und im nächsten Moment schoss ein weißer Blitz durch die Luft, welcher sich direkt in Sylvanas Rücken bohrte. Ein breites Grinsen legte sich auf ihre Lippen. Das war ja sogar tausendfach besser, als ein Metallmagier. Wie konnten diese Amateure nur einen Donnermagier für die Jagd auf die Dragonslayerin eben jenes Elementes schicken? Da war es sogar völlig egal, was für mächtige Zauber er wirken konnte: Sylvana würde ihn in den Boden stampfen.
„Ciel, geh schonmal voran. Ich komme gleich nach.“ Für einige Augenblicke blieb Sylvana noch stehen, tat so, als hätte der Blitz sie wirklich für einige Augenblicke gelähmt. Kurz zwinkerte sie Ciel zu. Sie wollte diesen Kampf genießen, den verdutzten Ausdruck in den Augen dieses Magiers sehen, wenn sie das Ruder unerwartet rumreißen würde. „Jetzt geh schon!! Das ist mein Problem!“ Ihr Grinsen verschwand, ehe sie sich ganz langsam, in leicht abgehackten Bewegungen umdrehte und ihre Arme zu beiden Seiten ausstreckte. Der Magier, der sich vor ihr aufbaute, war ungefähr fast genauso groß, wie sie es war. Schwarze, lange Haare fielen über seine Schultern, zwei eisblaue Augen starrten ihr entgegen und eine lange, nicht schön anzusehende Narbe, welche sich von seinem einen zum anderen Ohr zog. Und Sylvana war sich sicher: Diesem Kerl würde sie gleich noch eine weitere Narbe verpassen!

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:16

Seraphim als einen von Ciels Freunden zu betiteln wäre wohl eindeutig zu viel gewesen, weshalb der Valentine ganz froh war, dass sich Sylvana an dieser Stelle für die Bezeichnung "Bekannter" entschied. Das war es nämlich, was der Weißhaarige für den Metall Dragonslayer war. Eine bisher flüchtige Bekanntschaft, die er auf seiner letzten und damit auch ersten Quest kennen gelernt hatte. Generell würde es dem Achtzehnjährigen auch niemals einfallen Seraphim als einen Vertrauten von sich zu bezeichnen. Das hatte nichts damit zu tun, dass er den Weißhaarigen nicht mochte, sondern viel mehr mit der Tatsache, dass er ihm für eine Freundschaft ganz einfach viel zu unsicher war. Sich mit Seraphim abzugeben bedeute für Ciel ein nervliches Auf und Ab, während sich zu diesem Gefühl der Unsicherheit auch noch eine ordentliche Portion Unentspanntheit mischte. Und in der Gegenwart seiner Freunde sollte man sich doch entspannen können, oder? Nicht, dass er davon sonderlich viel Ahnung hatte, aber Ciel war sich sicher, dass man sich in ihrem Beisein wenigstens bis zu einem gewissen Grad sicher und gut aufgehoben fühlen musste und leider widersprach Seraphim vor allem erstem Kriterium in mehrerlei Hinsicht. "Das könnte man wohl so sagen. Wenn du möchtest, dann erzähle ich dir später von ihm." Denn vielleicht wäre es für Sylvana an sich ja auch ganz interessant Seraphim irgendwann mal kennenzulernen, war sie doch selbst eine Dragonslayerin und ihm damit wohl auch auf gewisse Weise verbunden. Nun, in jedem Fall hatten sie für ein solches Gespräch nun keinerlei Zeit, denn ganz offensichtlich näherte sich ihnen der Feind, was ein ruhiges Gespräch unmöglich machte. Während Sylvana krampfhaft nach einem Plan suchte, hatte auch Ciel seine grauen Zellen in Gang geworfen und suchte nun rasant nach einer Möglichkeit, wie sie dieser unangenehmen Situation am besten entkommen könnten. Spontan fiel ihm nichts ein, was neben Sylvanas auch noch sein eigenes Leben retten würde, denn er war der trainierten Magierin nicht nur in ihren Fähigkeiten sondern auch in ihrer körperlichen Kondition weit unterlegen. Sollten sie also versuchen wegzulaufen, dann würde die Fernandez wohl sogar heile ans Ziel kommen, während der feindliche Magier ihn selbst wohl auf halber Strecke eingeholt und niedergestreckt hätte. Eine ärgerliche Situation, denn genauso schlecht standen momentan die Karten, wenn sie sich ihrem Gegner in einem Kampf stellten. Er selbst wäre kaum eine große Hilfe und seine Begleitung würde ihn nicht auch noch beschützen können, wenn es zu einem Schlagabtausch kommen sollte. Was also tun?
Nun, wirklich viele Gedanken konnte sich der Valentine nicht machen, denn kurz darauf durchquerte ein Zauber zischend die trügerische Stille der Natur und traf Sylvana frontal ins Kreuz. Für einen kurzen Augenblick blieb Ciel das Herz stehen, ehe er bemerkte, dass es sich bei dem Angriff, dem Himmel sei dank, um einen Zauber der Donnermagie handelte, welchen sie als Dragonslayer des selbigen Elementes vollkommen unbeschadet überstand und sich anschließend auch noch über den darauf folgenden Kampf zu freuen schien. Nun, wer konnte es ihr verübeln, es musste für sie einer Einladung zum Bankett gleichen. Ihrer bitte ihr das Schlachtfeld zu überlassen konnte er jedoch dennoch nicht nachgeben, was ganz einfach mit seinem Stolz zusammenhing. Auch wenn Ciel kein Mensch war, der Probleme hatte seine Schwächen zuzugeben (zu mindestens nicht, wenn sie sich auf seine kämpferischen Fähigkeiten bezogen) so war er nach allem dennoch ein Mann und er würde Sylvana mit Sicherheit nicht zurücklassen und sein eigenes Leben retten, nur damit sie ihres dafür gab. Da konnte die Tatsache, dass sie gegen einen Donnermagier kämpfte noch so ausschlaggebend für ihren Sieg sein, wer sagte denn, dass nicht plötzlich noch einer von diesen Magiern auftauchte und sie die Fernandez gemeinsam übertrumpfen würden? Außerdem mochte er Ungewissheit nicht und zudem wäre es sicherlich auch ganz interessant und lehrreich Sylvana bei ihrem Kampf zu beobachten. Deshalb zögerte er mit seiner Antwort auf keine Sekunde. "Das kannst du vergessen. Wenn du schon kämpfen musst, dann lass mich wenigstens zusehen wie du gewinnst.", meinte der Valentine daher, trat einen Schritt zurück und frimelte mit zittrigen Händen nach seiner Zigarettenschachtel. Eigentlich war er ja keine allzu optimistische Person, doch er hatte keinen Zweifel, dass Sylvana dieses Kräftemessen für sich entscheiden würde. Mit den Augen den fremden Magier im Blick fingerte der Valentine nach seinem Feuerzeug, entzündete rasch den Glimmstängel zwischen seinen Lippen und füllte seine Lunge kurz darauf mit dem beruhigenden Rauch. Nun würde er sich in aller Seelenruhe den Kampf vor sich anschauen und vielleicht hier und da ein paar fehlgeleiteten Blitzen ausweichen.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:17

Seufzend rollte sie mit ihren Augen, drehte ihren Kopf nach hinten, um Ciel noch kurz anzusehen. Er wollte ihr also zusehen. Obwohl seine Hände wie Espenlaub zitterten und er anscheinend erst einmal seine Nervosität mit einer Zigarette betäuben musste. Gut, sollte ihr recht sein. Irgendeine großartige Diskussion würde doch ohnehin zu nichts führen.
„Wie du meinst, Ciel. Pass dann aber bitte wenigstens auf, dass du nicht zwischen die Fronten gerätst.“ Verkehrte Welt, so könnte man es nennen. Für viele Menschen war es ja der Brauch, dass der Mann das stärkere Geschlecht war und auf die Frauen acht geben musste. Der größte Teil der bürgerlichen Frauen suchten sich daher auch lieber einen Mann, der Stärke ausstrahlte – aus dem einfachen Grund, weil sie sich bei ihm sicher fühlen konnte. Eine Angewohnheit, die sich seit Jahrhunderten im Bewusstsein der Menschheit eingepflanzt hat. In der Welt der Magie sah es da schon anders aus. Magierinnen konnten sich selbst verteidigen, brauchten keinen starken Mann, der sie beschützen konnte. Einen Schritt weiter ging es da schon bei der Dragonslayerin. Sie hatte es der Erziehung ihres Vaters zu verdanken, dass sie vollkommen unabhängig zu diesem Gedankengut geworden war. Für sie zählte es nicht, ob nun ein Mann oder eine Frau die Rolle des Beschützers einnahm. Es ging einfach nur darum, dass man die Menschen, die einem wichtig erschienen, schützt. Und obwohl sie Ciel nun nicht wirklich lange kannte, er erschien ihr sympathisch. Zum einen hatte er sie, ohne auch nur wirklich irgendeine Kleinigkeit von ihr zu wissen, vor den Augen ihrer Verfolger versteckt und ihr nun auch bei der Flucht geholfen. Ciel hatte also etwas gut bei ihr – und der erste Schritt, um ihre Schuld zu begleichen war es nun, diesen Magier aus dem Weg zu räumen. Alles Weitere konnte dann ja auch später beglichen werden.
„Falsche Richtung, Kleine!“ Der Magier schien nicht wirklich erfreut über die Tatsache zu sein, dass weder Sylvana, noch Ciel ihn ernst zu nehmen schienen. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, während man in seinem Gesicht deutlich die Zornesröte sehen konnte. Ja, der Kerl war wirklich nicht gut gelaunt. „Improved Lightning Blast!“ Wie schon das letzte Mal schoss er einen faustdicken Blitz auf Sylvana, diesmal hatte er aber erneut die Farbe gewechselt, von weiß auf schwarz. Anscheinend wusste er immer noch nicht, dass seine Angriffe ihm keinen Nutzen bringen würden. Grinsend richtete Sylvana ihre Aufmerksamkeit auf den heranfliegenden Angriff, streckte ihre rechte Hand flach vor sich und fing den Blitz scheinbar einfach in der Luft auf. Die schwarze Elektrizität manifestierte sich in ihrer Hand, wickelte sich dann langsam um ihren Unterarm, ehe sie ihre Hand langsam zu ihrem Mund führte, um die gesamte Energie des Zaubers in sich aufzunehmen. Zugegeben, eines musste man diesem Magier lassen: Seine magischen Fähigkeiten übertrumpften die aller Donnermagier, denen sie bisher über den Weg gelaufen war. Kaum verschlungen, verspürte Sylvana einen unglaublichen Kraftschub. Ihre Energiezellen waren wieder vollkommen aufgeladen, immer wieder zuckten einzelne, grelle Blitzfunken um ihren Körper.
„Du benutzt das falsche Element um mich jagen zu können, mein Lieber…“ Voller Entsetzen starrten die eisblauen Augen sie an, mit der Erkenntnis, die ihm jetzt viel zu spät gekommen war. Er wollte umdrehen und weglaufen, doch Sylvana kam ihm zuvor. Mit einem schnellen Sprint war sie auf ihn zugelaufen, ihr ganzer Körper war von einer Aura elektrischer Energie umhüllt, die jederzeit bereit war, entfesselt zu werden. „Lightning Dragon's Burst!“ Kaum hatte sie zu ihm aufgeholt und ihre Arme um seinen Torso geschlungen, entlud sich jegliche Elektrizität, die sie noch eben umgeben hatte, schlagartig auf den Körper des dunklen Magiers, welcher mit weit geöffneten Augen und Mund scheinbar vor Schmerzen schreien wollte, jedoch keinen einzigen Laut aus seiner Kehle bekam. Zwei Sekunden dauerte das Spektakel, ehe Sylvana den Kerl losließ, ihm noch einen schnellen Handkantenschlag in den Nacken verpasst und wieder zurück in Richtung Ciel ging, während der völlig steife Körper des geschockten Magiers wie ein Baum umkippte und zu Boden fiel. Die Dragonslayerin streckte sich ein wenig, ließ ihre Schultern einmal kreisen und blieb dann kurz neben Ciel stehen, schenkte ihm ein leichtes Lächeln. „Die Vorstellung hat dich doch jetzt durch ihre kurze Länge nicht allzu sehr enttäuscht, oder?“

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Sa 15 Nov 2014 - 22:51

Ciel nahm sich Sylvanas Worte zu Herzen und brachte einen vorsorglichen Sicherheitsabstand zwischen sich und die beiden Donnermagier. Er mochte noch so resistent gegenüber hartem Metall sein, ein Blitz würde ihn vermutlich sehr viel schlimmer erwischen und die daraus resultierenden Schmerzen wollte der Magier lieber vermeiden. Ganz besonders, wenn er von einer Dragonslayerin kam. Abgesehen davon sah ihr Gegner auch nicht so aus, als würde er sich mit ein klein wenig Strom begnügen, weshalb der Achtzehnjährige ganz einfach ein paar Schritte zurücktrat und sich dann auf die Fernandez konzentrierte. Er wollte ganz unbedingt wissen, wie die hübsche Dame kämpfte und was sich für Fähigkeiten hinter ihrem Titel als Dragonslayer des Donners verbargen. Und er sollte ganz offensichtlich nicht enttäuscht werden, denn nachdem die Fernandez den schwarzen Blitz ganz einfach aus der Luft abfing um ihn anschließend wortwörtlich zu verspeisen wusste Ciel noch einmal sicher, dass sie mit ihrer Behauptung die Wahrheit gesagt hatte. Sie war tatsächlich die Tochter des Donnerdrachen Raiden und damit eine richtige Dragonslayerin. Nicht, dass er ihr Wort in Frage stellte, aber es war doch tatsächlich noch mal angenehm eine wirklich Bestätigung zu haben. Und nicht nur das, Sylvana konnte neben dem Verspeisen der Blitze auch noch ganz ausgezeichnet mit ihnen angreifen, wie der Metall Dragonslayer einige Sekunden später feststellen durfte.
Die viele Elektrizität brachte die Luft in ihrer Umgebung zum Knistern und zauberte eine Gänsehaut auf seine Arme, als er mit geweiteten Augen beobachtete, wie die Donnermagierin einen Sprint zu ihrem Gegner hinlegte und kurzerhand die Arme um ihn schlang. Die Schreie, die der Schwarzhaarige kurz darauf ausstieß verdeutlichten in etwa die Schmerzen, welche der feindliche Mann bei der Berührung mit der dunkelhäutigen Schönheit erleiden musste. Ein beinahe gemeines Schmunzeln schlich sich auf die Lippen des Blauhaarigen, als er einen letzten Zug von seiner Zigarette nahm und diese anschließend auf den Boden warf, wo er sie mit dem Fuß austrat. "Ich bin beeindruckt.", meinte er schließlich, als die Brünette wieder zu ihm aufgeschlossen hatte. "Das war eine beachtliche Leistung." Eine, die Ciel gezeigt hatte, dass er sich bemühen würde die Fernandez nach Möglichkeit nicht zu reizen und zu verärgern. Und dennoch war es nicht genug um den Jungen zu verängstigen oder abzuschrecken. Stattdessen lockte es ihn eher und machte ihn neugierig. Die Fähigkeiten des Mädchens weckten sein Interesse und damit auch unbewusst den Wunsch mehr über ihn zu erfahren. Was für eine Persönlichkeit versteckte sich wohl hinter diesen blauen Augen? Ob sie wirklich so erfrischend ehrlich war, wie er bisher den Eindruck hatte? Sie wirkte so echt und unverfälscht in ihrer Art. Ihre Gesellschaft war auf gewisse Weise beinahe angenehm, wenn sie auch eine unbestreitbar anstrengende Begleitung war. "Es ist nicht mehr weit bis zur Stadt, wir sollten uns auf den Weg machen.", meinte er dann und vergrub die für den Zeitpunkt beruhigten Hände in den Hosentaschen seiner dunklen Jeans. Er sollte recht behalten, denn die Strecke bis in die Stadt war tatsächlich nur noch wenige Minuten lang und kurz darauf befanden sich die beiden Magier am Rande der belebten Stadt Oshibana. Ein Blick zurück und das kurze Überprüfen der Luft verriet dem Valentine, dass keiner der Magier ihnen gefolgt war und sie sich vorzeitig in Sicherheit befanden. Die Verfolger mussten schon selten dämlich sein um sie Mitten in der Stadt in einer Traube von anderen Menschen anzugreifen.
Schließlich blieb der Valentine stehen und musterte Sylvana aus dem Augenwinkel. "Was hast du nun vor? Wirst du zurück zu deiner Gilde kehren?" Schließlich blieb ja immer noch die Möglichkeit, dass sie ihrer Gildenmeisterin von den Vorkommnissen berichtete und diese die abtrünnigen Magier daraufhin verbannte. Das sollte es der Fernandez doch immerhin erlaubten nach Zuhause zurückzukehren. Natürlich setzte dies voraus, dass sie überhaupt Interesse hatte Magnolia Town alsbald wiederzusehen. Auch wenn Ciel persönlich noch keinerlei Erfahrungen mit vergleichbaren Situationen gemacht hatte, so konnte sich der Valentine dennoch gut vorstellen, dass ein solcher Verrat sehr schwer wog und seine Narben hinterließ. Und trotzdem, letztendlich lag diese Entscheidung ganz allein in Sylvanas Händen und der Achtzehnjährige war erpicht darauf zu erfahren, was genau sie nun vor hatte.

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BeitragThema: Re: Wälder West Fiores   Di 2 Dez 2014 - 20:48

Da waren sie nun also. Oshibana Town, Heimat der Gilde Blue Pegasus. Hier konnte sie sich vorerst vor Übergriffen dunkler Magier sicher sein. Zumal sie sich auch relativ sicher war, dass niemand ihnen gefolgt war. Kein fremder Geruch, der ihre Alarmglocken läuten ließ, hatte sich in der Luft gezeigt, während sie der Stadt nähergekommen waren. Ob ihre Verfolger sie noch weiterhin im Wald vermuteten oder einfach die Suche abgebrochen hatten konnte Sylvana nicht genau sagen, es war ihr aber auch relativ egal. Sie war jetzt in Sicherheit. Und Ciel stellte auch sogleich eine Frage, die sie klären musste: Wollte sie jetzt sofort nach Magnolia zurückkehren? So sehr sie ihrer Gilde vertrauen wollte, der Verrat hatte wirklich eine tiefe Wunde hinterlassen, die nicht von jetzt auf gleich verschlossen werden konnte. Zumal das Risiko zu groß war, jetzt sofort zurückzukehren. Vielleicht überwachten Mitglieder der Gilde den Bahnhof in Magnolia. Erst einmal brauchte sie Abstand, ein wenig Ruhe und Zeit, um zu entscheiden, wie sie weiterhin vorgehen wollte. Immerhin hatte sie Entscheidungen zu treffen, die man nicht von jetzt auf gleich fällen sollte.
„Ich denke, einige Tage in Oshibana untertauchen und ein wenig Gras über die Angelegenheit wachsen lassen.“ Sie nickte, rieb sich ein wenig den Nacken und schaute in den Himmel. Zu allererst musste sie Gildenmeisterin Fiona in Kenntnis setzen, was ihr widerfahren war und in welchen Schwierigkeiten sich ihre Gilde befand. Auch, dass sie für einige Zeit nicht zurückkehren würde und Zeit für sich benötigte sollte die Gildenmeisterin schon erfahren. Alles weitere würde sich dann zeigen. Je nachdem, wozu ihre Überlegungen führen würden.
Langsam wandte sie ihren Blick zu Ciel. Schicksal oder nicht, sie war froh, dass er es gewesen war, der bei ihrer Flucht geholfen hatte. Auch, wenn seine kämpferischen Fähigkeiten ja zu wünschen ließen, er hatte sein Herz eindeutig am rechten Fleck. Zumal er ihr auch zeigte, dass es auch männliche Dragonslayer gab, die sich nicht wie ein totaler Arsch verhielten, wie Kazuya es ja irgendwie tat.
„Also… Du hast was gut bei mir, Ciel.“ Verlegen kratzte sich Sylvana am Hinterkopf. Eigentlich war es gar nicht so ihre Art, ihre von Selbstbewusstsein strotzende Art abzulegen und sich wie ein kleines Mädchen zu verhalten. Aber in diesem Moment konnte sie irgendwie nicht anders. Kurz schloss sie Ciel in die Arme, schenkte ihm noch ein kleines Lächeln, nur im nächsten Moment mit einem „Wir sehen uns garantiert nochmal.“ zwischen einigen Menschen zu verschwinden.

[style=font-size:85%"]Ende des Offs~[/style]

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