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 Cyrus Ikaros Seraphim

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Seraphim

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Anzahl der Beiträge : 196
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BeitragThema: Cyrus Ikaros Seraphim   Di 23 Sep 2014 - 17:51



Cyrus Ikaros Seraphim
Kenne deinen Platz, Mensch. Du bist kein Drache ...


◊ ◊ Persönliches ◊ ◊

NACHNAME: Seraphim
VORNAME: Cyrus Ikaros
SPITZNAME: Seraphim (-sama), Phimchen
GEBURTSTAG: 1. Januar
ALTER: 20 Jahre
GRÖSSE: 186 Zentimeter
GEWICHT: 74 Kilogramm
HAARFARBE: Schneeweiß
AUGENFARBE: Hellviolett
GESCHLECHT: Männlich
GILDE: Blue Pegasus
GILDENZEICHEN: Das blaue Gildenzeichen von Blue Pegasus prangt auf seiner rechten Brust.
GEBURTSORT: Oshibana Town – im Krankenhaus der Stadt.
WOHNORT: Oshibana Town – in einer Wohnung mit Dachterrasse und herrlichem Blick auf die Stadt.

ERSCHEINUNGSBILD: Seraphim sind im Sprachgebrauch von religiösen Menschen oder solchen, die zumindest ansatzweise auf diesem Gebiet bewandert sind, sechsflügelige Engel, die Feurigen. Tatsächlich erinnert das Äußere des jungen Mannes, der diesen klangvollen Namen sein Eigen nennt, stark an eines dieser reinen Wesen, wenn auch eher mit einem kühlen, gelassenen Anklang. In Parallelität zu den hellen Abbildungen der gütigen Himmelsweisen, sprießen weiße Haare aus der Kopfhaut Seraphims, ungezügelte, stets durcheinander scheinende, abstehende Stacheln, die trotz ihres, beinahe der Schwerkraft trotzenden, Verhaltens, beim Anfassen wunderbar flauschig und weich sind. Es ist überdurchschnittlich vielen Wirbel auf seiner Kopfhaut zu verdanken, dass die schneeweißen Strähnen in jede erdenkliche Richtung abstehen und auf ihre eigene Art ein krudes System bilden, das hartnäckig jedem Kontrollversuch widersteht. Es ist eindeutig nicht ordentlich und doch scheint jedes Haar genau dahin zu fallen, wo es hin soll; es wirkt alles gewollt. Geschwungene, weiße Brauen überbrücken zwei ausdrucksvolle, wenn auch katzenartig schmale, helle Augen. Sie sind zwar von durchaus dichten Wimpern eingerahmt, aber aufgrund deren Farblosigkeit werden sie oft kaum wahrgenommen. Die Iriden dahinter sind von einem beinahe etwas unwirklichen Violett – nicht selten hat es den Anschein, als handle es sich um zwei Amethyste, die man ihm in die Augenhöhlen gesetzt hat, um sie dort, wie von einem kalten Schimmer erfüllt, Blicke von ungewöhnlicher Intensität austeilen zu lassen. Meist beobachten sie die Welt mit einem leicht spöttischen, fast herablassenden, Funkeln, einem distanzierten Leuchten, das aber wandelbar wie ein Chamäleon ist und sich stets dem Vorhaben des jungen Mannes anpasst. Selbst verzweifeltste Liebe und heiße Leidenschaft können aus ihnen künden, obwohl ihr Besitzer zu keinem so gearteten Gefühl in der Lage scheint, aber auch eiskalter Hass und tiefste Verachtung können aus ihnen sprechen. Etwas weniger wandelbar und doch oft ebenso ausdrucksvoll, verhält es sich mit seinem Mund, der sich rein optisch harmonisch ins Gesamtbild einfügt. Seine Lippen sind schmal und eher blass, unauffällig gar, wären sie nicht dauerhaft zu einem Lächeln geformt. Normalerweise vermittelt diese Mimik nur Freude und Gefallen, doch im Falle Seraphims kann ein bloßes Kräuseln seiner Mundwinkel viel mehr als das bedeuten. Ob hämisch, schadenfroh, mitleidig, zufrieden, erwartend, fordernd oder verliebt, der Weißhaarige lächelt sogar, wenn er traurig ist. Natürlich variiert die Intensität dabei extrem, aber ihn vollkommen ernst blickend zu erleben, ist nicht vielen beschieden. Seine etwas gewöhnungsbedürftige Mimik trägt deutlich dazu bei, dass es oft schwer fällt, ihn nur an dieser zu durchschauen, manche macht sie nervös, weil sie nicht wissen können, was er denkt, andere fühlen sich unwiderruflich von ihm angezogen. Unter dem linken Auge des Weißhaarigen prangt, ganz im Gegensatz zu seinem sonstigen, fast schon konservativem Aussehen, eine Tätowierung in blauer Tinte mit einer leicht violetten Schattierung. Die Einfachheit des Motivs, das aus drei miteinander verbundenen, nach unten zeigenden Zacken besteht, wird jedoch von der mehr als auffälligen Position wettgemacht. Es ist neben seinem Lächeln das, was den meisten Menschen auf Anhieb am schnellsten im Gedächtnis bleibt – und das ist, neben einer begleitenden, symbolischen Bedeutung, auch der Hauptgrund, warum er es sich hat stechen lassen: Es fällt auf. Die Nase, die zwischen genannten Merkmalen liegt, ist mit ihrem geraden Rücken und der schmalen Spitze kein besonders auffälliges Merkmal, doch insgesamt passend. Ebenso fügen sich zwei Ohren ins Bild, anliegend und vollkommen alltäglich. Die Gesichtsform des jungen Mannes lässt sich am besten mit oval beschreiben, auch wenn sein Kiefer dafür ein wenig zu kantig ist. Da er normalerweise glatt rasiert ist, kommt man nur selten dazu, ihn mit ebenfalls schneeweißen Bartstoppeln zu erwischen. Er hat sogar schon einmal darüber nachgedacht, ob er sich einen Bart stehen lassen sollte, den Gedanken dann aber wieder verworfen, weil die Majorität sich nicht so recht mit Gesichtsbehaarung anfreunden will. Der Teint des jungen Mannes ist von vornehmer Blässe, hell, aber nicht käsig, unterstützt er den feinen Eindruck, den die beinahe malerischen Züge hinterlassen. Die Haut an sich ist nicht nur im Gesicht, sondern auch am Körper so weich und gepflegt wie die eines Mädchens – Ein Mechaniker hält ja auch sein Handwerkszeug perfekt in Schuss. Nur an den Fingern, Knöcheln und Füßen findet sich abgearbeitete Rauheit, doch das stört nur selten. Befand Seraphim sich längere Zeit in wärmeren Gefilden, in denen die Sonne nur so auf ihn hinabbrannte, nimmt seine Haut einen warmen Goldton an, denn zu wirklicher Bräune reicht es nicht, auch wenn sich solche sowieso mit seinen Haaren beißen würde. Seraphims Körper ist am besten als durchtrainiert, aber immer noch schlank zu bezeichnen. Er ist, aufgrund der Tatsache, dass er ein Magier und stolz darauf ist, von seinen körperlichen Fähigkeiten her zwar eher durchschnittlich, hat sich aber dennoch stets darum gekümmert, dass er in Form bleibt, einfach, weil es besser aussieht. Ein schlanker Hals, kräftige Schultern, die zu einer schmalen Hüfte zusammen laufen, mit einer insgesamten Körpergröße, die klein genug ist, um nirgends den Kopf einziehen zu müssen und groß genug, um vielen Leuten auf den Kopf gucken zu können, bilden die Silhouette des Dragonslayers. Er hat verblüffend feingliedrige, lange Finger, wenn man seine relativ breiten Hände betrachtet und eben dazu passende Zehen. Wie zu erwarten gewesen wäre, gehört Seraphim zu den Vertretern des männlichen Geschlechts, die sich die Nägel nicht nur schneiden, sondern auch feilen.
Menschen tragen grundsätzlich Kleidung, weil sie ihren Körper verbergen wollen, sei es aus Scham oder Anstand. Seraphim dagegen benutzt sie als Unterstützung seines sowieso schon überdurchschnittlich guten Aussehens, weswegen sie auch vor allem den Zweck erfüllen soll, gut auszusehen. Natürlich sollte sie ihm passen, aber das trifft sowieso auf das meiste in seiner Größe zu, sowie einigermaßen bequem sein, aber das ist nur zweitrangig. Grundsätzlich trägt er je nach Situation gerade das, was am angemessensten ist. Da seine persönliche Note jedoch nicht fehlen darf, gibt es natürlich einige Gemeinsamkeiten, die immer wieder in seinem Kleiderschrank vertreten sind. So findet man immer recht eng anliegende Sache darin, Kleidung, die seinen Körper nicht in schlabbrigen Tiefen und Falten verschwinden lässt, sondern sich an ihn schmiegt und Akzente setzt. Weiterhin lässt sich eine gewisse Abneigung seinerseits gegen Markenkleidung feststellen, da er bis heute nicht verstanden hat, warum der Name einer berühmten Firma ein Kleidungsstück besser machen sollte. Deswegen zieht er entweder Sachen von der Stange an, die ja nicht unbedingt schlechter sein müssen, wenn man erst einmal gelernt hat, worauf man beim Kauf achten sollte oder er lässt sich gerade Anzüge oder ähnliches gleich komplett maßschneidern. Bei manchen Kleidungsstücken lohnt sich diese Investition nämlich tatsächlich, weil sie gleich hundertmal besser aussehen, wenn sie nicht um die Hüfte herum schlabbern oder an den Schultern spannen. Zudem fällt Seraphim gerne auf und das nicht auf eine alberne Weise, die es Anderen einfach macht, sich über ihn lustig zu machen – er hat Aufmerksamkeit, die sich aus Bewunderung speist, viel lieber. Jacken, sowie andere Kleidungsstücke, deren Kragen man aufstellen kann, sind bei ihm sehr beliebt, ebenso, wie sich öfter Verzierungen in Form von Nieten an ihnen finden lassen, sei es an einem Gürtel, einer Hose oder an Stiefeln, die er übrigens meistens anderem Schuhwerk vorzieht. Ein auffallendes, weil immer präsentes Accessoire ist in jedem Fall der silberne Ring, der stets an seinem rechten Mittelfinger steckt und mit seinen Flügeln einen Hinweis auf seine Herkunft und sein Wesen gibt, da auch er den Vögeln gleich von der Erde abzuheben weiß, um sich nicht unter dem einfachen Volk aufhalten zu müssen.

BESONDERE MERKMALE: Jemanden mit Seraphims Ego und seinem Aussehen nach Besonderheiten zu fragen, würde entweder in einem dummen Spruch oder einem langen Sermon resultieren, der niemanden interessiert, weil er persönlich der Meinung ist, dass allein seine Existenz etwas Besonderes ist. Um den Rahmen also nicht zu sprengen, wird hier nur auf einige wenige Details eingegangen, die besonders ins Auge fallen:
Zum einen stört genau eine Sache die ebenmäßige Symmetrie seines Gesichts, die auch noch gewollt gesetzt wurde: Während sich andere Menschen an den Armen, auf dem Rücken oder an einer anderen verschleierbaren Stelle tätowieren lassen, hat sich Seraphim mit sechzehn Jahren dafür entschlossen, sich ein blaues Zeichen direkt unter das linke Auge stechen zu lassen. Aufgrund der schlichten Einfachheit des Motivs, drei aneinander hängenden, nach unten zeigenden Zacken, fügt es sich recht gut in sein Gesicht ein, versieht es nicht mit extravaganten Schnörkeln, aber reicht dennoch aus, um als Blickfang zu dienen. Es verpasst einem gut gepflegten, zuweilen beinahe gradlinig erscheinenden jungen Mann einen Spritzer Anarchie, setzt einen farbigen Akzent und gibt die Möglichkeit zur Interpretation. Manch einer hat das Motiv schon als Krallen interpretiert, Schuppen oder gar eine umgedrehte Krone waren auch schon in der Debatte. Der Grund für diese Verschönerung bleibt somit weitestgehend unklar, da auch eine jugendliche Laune nicht ganz auszuschließen ist, obwohl Seraphim auf eine direkte Nachfrage verlauten lässt, dies solle auf seinen Status als Dragonslayer hinweisen.
Zum anderen gibt es doch tatsächlich eine Stelle, die er ungerne der Öffentlichkeit präsentiert, weil sie nicht nur die scheinbare Perfektion seines Körpers ins Wanken bringt, sondern auch von Schwäche zeugt. Über seinen Rücken ziehen sich nämlich zwei senkrechte, breite Narben, die scheinbar nur mit jeweils zwei großen Stichen genäht wurden. Inzwischen enden sie dank dem Wachstum seines Körpers immerhin schon über der Hüfte, als ihm die entsprechenden Wunden zugefügt wurden, überspannten sie tatsächlich seinen gesamten Rücken, durchstachen beide Lungenflügel und hätten den damals sechsjährigen Jungen getötet, wenn ihn nicht rein zufällig ein heilbegabter Drache gerettet hätte. Wahrscheinlich hätte Grandine ihn sogar komplett verarzten können, aber aus einem ihm unbekannten Grund ist leicht vorstehendes Narbengewebe übrig geblieben, das ihn zwar zum Glück nicht in seinen Bewegungen einschränkt, aber dafür sorgt, dass er auch körperlich nicht vergessen kann, was damals passiert ist. Er vermutet ja, dass seine Ziehmutter ihm diese Andenken als eine Art Warnung hinterlassen hat, aber da er sich nie getraut hat, sie danach zu fragen, hat er keine Gewissheit darüber.


◊ ◊ Charakter ◊ ◊

BENEHMEN: Selbst wenn böse Zungen behaupten, der Dragonslayer sei indifferent wie ein Stein, weist Seraphims Verhalten eine bemerkenswerte Varianz auf, abhängig davon, wem er sich gegenüber sieht. Dabei unterscheidet er nicht zwischen den Geschlechtern oder den Ständen, sondern nur zwischen solchen, die er als begehrenswert erachtet und solchen, mit denen er in der Hinsicht nichts anfangen kann. Selten nur kommt es vor, dass man von Seraphim in keine dieser Kategorien eingeordnet werden kann. Das Gesicht, das er zur Schau stellt, wenn er sich dem gemeinen Volk zeigt, ist das eines hochmütigen und höhnischen Alphamännchens, das keinen Zweifel daran lässt, dass es der Überlegene ist. Sein Lächeln hat immer etwas Überhebliches und seine Kommentare tragen deutliche Spitzen, die selbst für nicht ganz so sensible Menschen offensichtlich sein können. Von Subtilität kann man nicht mehr uneingeschränkt reden, wenn der Dragonslayer wieder einmal großkotzig wird, aber das ist in dem Moment auch gar nicht erforderlich, schließlich geht es nicht darum, jemanden auf seine Seite zu ziehen, sondern nur um die Markierung seines Reviers. Dabei schafft er es nicht nur, die Menschen um ihn herum schnell ärgerlich, wütend oder neidisch zu machen, sondern auch, sich immer wieder aus Nachteilen herauszureden, die sich ihm in den Weg stellen – solange er sie weg- oder schönreden kann, sind sie für ihn keine. Die Tatsache, dass er inzwischen zum Sephirot aufgestiegen ist, hat dieses Verhalten nur noch zusätzlich beflügelt.
Die Menschenwesen, die die Aufmerksamkeit des Dragonslayers gefesselt haben, weil sie ihm entweder schön genug für seine Zwecke erscheinen oder irgendetwas an ihrer Persönlichkeit Eindruck auf ihn gemacht hat, erleben dagegen ein vollkommen anderes Verhaltensmuster. Der Dragonslayer hat seinen ganz eigenen Charme, wenn er es darauf anlegt, der zwischen Aufdringlichkeit und Sanftheit einzuordnen ist und in dem deutlich fremdartig animalische Züge mitschwingen. Körperliche Nähe wird meist schnell gesucht und auf spielerische Weise nach und nach erweitert, bis man sich in zuvor sicherlich nicht geplanten Situationen wiederfindet. Dennoch wirkt Seraphim zu keiner Zeit primitiv oder gar gewöhnlich – es ist viel mehr diese Mischung aus Körperlichkeit und Kultiviertheit, zur Schau gestelltem Intellekt, welche er an den Tag legt, die die meisten Menschen in seinen Bann schlägt. Galante Komplimente werden hier und dort in den Redefluss eingeflochten, geistige Distanz wird schnell überbrückt, sodass schon bald das oberflächliche Gefühl entsteht, den Weißhaarigen zu kennen – auch wenn nur die wenigsten sich einbilden, ihn tatsächlich zu verstehen. Und dann ist da auch noch das Lächeln des Dragonslayers, das wahrscheinlich noch mehr Rätsel als altertümliche Bilder aufgeben kann und auf eine gewisse Weise unheimlich faszinierend sein kann. Cyrus ist sich seiner Außenwirkung bewusst genug, dass er sie gewissenlos dazu einsetzt, seinen Willen zu bekommen. Eine Abwandlung dieser Art kann man beobachten, wenn er mit Menschen umgeht, bei denen es für ihn von Vorteil sein kann, sie gut zu behandeln. In einem solchen Fall beschränkt er sich allerdings auf seine Schmeicheleien und lehnt sich nicht ganz so sehr aus dem Fenster.
Es ist nicht einfach, den Himmels Dragonslayer wütend zu machen, aber es kommt vor. Besonders angenehm ist es jedenfalls in keinem Falle, da der Weißhaarige im Zorn richtiggehend aus der Haut fährt und seinem eigentlich fast schon gewalttätigen Wesen freien Lauf lässt. So wie eine seichte Brise zum Orkan werden kann, wird die Sanftheit und Beherrschung Seraphims zu einem gnadenlosen Sturm an Magie, Handgreiflichkeiten oder auch nur Worten, die den Grund seiner Aufregung nicht schonen, bis seine Wut verraucht ist. Es ist durchaus möglich, ihn aus einem solchen Zustand zu reißen, aber geraten wird das nur Menschen, die der Dragonslayer wirklich mag. Seinen Freunden – und es sei an dieser Stelle verraten, dass das nicht viele sind – tut der Weißhaarige nämlich nach Möglichkeit nichts. Um noch etwas weiter zu gehen, kann man sogar behaupten, er beschütze sie nach Leibeskräften, ungefähr so, wie ein Drache auf seinem Hort voller Juwelen hockt. Diesen Menschen begegnet er neckend, spielerisch und doch deutlich ernstmeinender als allen anderen. Er spricht sie auf für ihn wichtige Themen an, bringt sie zum Lachen, kuschelt sich an sie, freut sich mit ihnen… was sonst absolut untypische Verhaltensweisen für ihn sind. Ebenso wenig passend ist seine subtile Eifersucht allen gegenüber, mit denen diese Personen ebenfalls befreundet sind. Das ist insofern unterhaltsam, dass sich das nicht auf körperliche Liebeleien erstreckt, sondern nur auf die platonische Ebene… was somit die Umkehrung von der Normalität bedeutet.
Wieder eine vollkommen andere Facette seines Charakters offenbart sich, wenn sich Seraphim jemandem gegenüber sieht, den er zugleich fürchtet, als auch respektiert. Da dieser Status bisher nur von seiner Ziehmutter errungen wurde, war es bisher noch niemandem vergönnt, Seraphim überraschend kleinlaut und unterwürfig zu erleben… und das ist ihm auch sehr recht so.

PERSÖNLICHKEIT: Jeder, der mit Seraphim über kurz oder lang zu tun hatte, der weiß, dass der Dragonslayer niemandem gegenüber treu ist. In zwischenmenschlichen Beziehungen neigt er zu Sprunghaftigkeit und er schert sich auch nicht groß darum, die dadurch entstandenen Schäden zu beheben. Im Gegenteil zu dieser Eigenschaft ist Seraphim allerdings eine sehr loyale Person, wenn es um seine Gilde geht. Diese ist ihm extrem wichtig, weil er tief in seinem Inneren gerührt davon ist, wie sich die Menschen einem Kult der Wesen verschreiben können, die er so sehr verehrt. Dabei betrachtet er Blue Pegasus allerdings losgelöst von den tatsächlichen Mitgliedern, was bedeutet, dass diese für ihn nicht unbedingt einen höheren Stellenwert einnehmen als andere Bekannte. Es heißt nur, dass er Vergehen seiner Kollegen, welche die Ehre der Gilde beschmutzen könnten, ahndet und sie das auch spüren lässt, denn sie haben das Ideal beschmutzt, das sie für ihn darstellt. Niemals würde ihm in den Sinn kommen, Blue Pegasus zu schaden, weswegen er sich auch stets Mühe gibt, seine Quests zu einem gelungenen Abschluss zu bringen.
Seraphim ist im Grunde seines Herzens ziemlich bindungsscheu. Es braucht lange, damit er einen wirklich akzeptiert und es ist einfach, auf dem Weg dahin abzustürzen. Das hängt damit zusammen, dass er Menschen keinen grundlegenden Wert zuspricht und sie sich vor ihm erst beweisen müssen, er sie so lange aber meist spüren lässt, was er von ihnen denkt. Noch seltener trifft er auf jene, die ihn selbst mit seinen vielen Macken akzeptieren, weswegen sich der Freundeskreis des Weißhaarigen doch sehr in Grenzen hält. Er findet schnell auf oberflächlicher Basis Menschen, mit denen er abhängen oder die er verführen kann, aber wirkliche Freundschaften kann er an einer Hand abzählen. Diese jedoch haben für ihn deswegen einen höheren Stellenwert inne und man kann im Umgang mit ihnen beobachten, dass er sich geradezu rührend um sie bemüht. Im Falle Soutas lässt sich sogar behaupten, dass er überfürsorglich und –protektiv ist und seinen Freund am liebsten vor allem Übel der Welt retten würde, in das dieser sich viel zu gerne stürzt. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, denn im Grunde ist Seraphim schrecklich egozentrisch. Die Welt dreht sich für den Himmelsmagier primär um ihn und erst danach um alle anderen und die Sonne, denn die einzigen Wesen, die ihm das Wasser reichen können, sind seines Erachtens die Drachen. Wenn es nach ihm ginge, würden alle anderen nach seiner Pfeife tanzen, weswegen er sich auch sehr schwer dabei tut, Befehlen zu folgen.
Der Himmels Dragonslayer besitzt ein geradezu erdrückendes Selbstvertrauen, welches von einem nicht minder gigantischen Ego gestützt wird. Er vertraut auf sein Einschätzungsvermögen, seine Fähigkeiten und sein Urteil, bevor er jemand anderes Wort glaubt und ist dementsprechend auch kein guter Teamspieler, wenn sein Partner nicht genau das macht, was er ihm gesagt hat. Bevor er wichtige Dinge einem anderen überlässt, übernimmt er sie lieber selber, auch wenn er niedere Arbeiten mehr als gerne abgibt. Trotz allem ist Seraphim keine Person, die lange Pläne schmiedet und jeden kleinen Schritt akribisch plant. Seine Selbstsicherheit macht ihn viel mehr zu einem Improvisationstalent, was solange funktioniert, bis man ihn verunsichert. Das wiederum ist keine einfache Aufgabe und wird ohne das nötige Hintergrundwissen beinahe unmöglich sein. Gerade in Bezug auf Quests mischt sich ein gewisser Perfektionismus in seine Handlungen, weil er nicht riskieren will, dem Ruf von Blue Pegasus zu schaden und meistens wird er diesem auch gerecht – was seinem Selbstbewusstsein nicht gerade schadet. Selbstverständlich schlägt seine hohe Selbstachtung schnell in Überheblichkeit um, was man an seinem Verhalten des Öfteren bemerkt.
In Zusammenhang mit seinem Selbstbewusstsein muss wohl Seraphims geradezu forcierte Dominanz angesprochen werden. Der Dragonslayer muss die Kontrolle über alle Unternehmungen haben, an denen er beteiligt ist und sei es nur die Leitung eines Questteams. Er will sich nicht unterordnen und macht das wenn nötig mit allen Mitteln klar. Es ist meist einfacher, ihm einfach das Kommando zu überlassen, ehe er sich jemandem unterwirft, denn sollte man ihn dazu nötigen, kann er noch unausstehlicher als sonst werden. Andererseits gibt es auch nur wenige Menschen, die seine Vorherrschaft nicht direkt anerkennen, weil seine Körpersprache dazu meist allein ausreicht und die meisten schlau genug sind, ihm diese zu lassen.
Seraphim ist als Himmels Dragonslayer die Person Fiores, die das größte Potenzial hat, ein unglaublicher Heiler zu werden und die Menschheit von vielen ihrer Lasten zu befreien… doch im krassen Gegensatz zu seiner Magie hat der Himmelsmagier leider eine sehr unmoralische Persönlichkeit. Nicht nur schert er sich nicht um die Menschen, er hat sogar noch Spaß daran, sie leiden zu sehen. Tatsächlich kommt dieser Teil seiner Persönlichkeit, ähnlich seinem Zwang nach Kontrolle, von unschönen Erfahrungen, die er in seinem Leben gemacht hat. Er weiß, wie es sich anfühlt, unterlegen zu sein und sich nicht wehren zu können, weder gegen Über-, noch gegen Angriffe und hat dieses Gefühl zu hassen gelernt. Irgendeine verdrehte Logik hat ihn allerdings dazu gebracht, andere Menschen zu quälen, als sie davor zu bewahren…

VORLIEBEN: Eine seiner größten Interessen gilt wohl – und wie hätte es nach allem anderen anders sein können? – sich selbst und seinen Belangen. Egozentrisch, wie er ist, geht ihm nichts über sein eigenes Leben und seine eigene Freude, erst danach stehen die anderen Menschen an. Ansonsten ist er allerdings ein recht kultivierter Mensch, der sich nur ungerne mit „Gesindel“ abgibt und danach auch seine Vorlieben ausgerichtet hat. So ist es für ihn schon beinahe zu einer Angewohnheit geworden, jede Woche ins Theater zu gehen und sich die dort aufgeführten Stücke anzusehen, auch Opern und Konzerte stehen auf seinem Plan. Besonders begeistert ihn das Spiel der Streicher, so wie Violinen, Cellos und Kontrabässe, da ihr Klang ihn irgendwie zuberuhigen scheint. Er achtet immer darauf, ob die Musik für seine Ohren melodisch klingt und hat keinerlei Probleme damit, in gegenteiligem Falle die Veranstaltung früher zu verlassen, selbst wenn das unhöflich erscheinen würde. Wissenslücken auf dem Gebiet der Musik kann man ihm wirklich nicht vorwerfen, da er fast jedes Stück kennt, das jemals in Fiores Großstädten aufgeführt wurde.
Und natürlich liebt Cyrus seine Gilde, er hätte in keiner besseren landen können, da gerade Blue Pegasus die Drachen und auch die von ihnen ausgebildeten Menschen beinahe vergöttert, genau das richtige Umfeld für ihn. Somit hat er Grandine nicht nur seine Fähigkeiten, sondern auch seinen Status in Oshibana Town zu verdanken. Denn trotzdem er manchmal ein richtiges Arsch sein kann, bewundert man ihn aufgrund seiner „Beziehung“ zu dem Drachen des Himmels. Diese ist übrigens eine der wenigen Personen (ist ein Drache überhaupt eine Person?), die Cyrus respektvoll behandelt, ergo: Er fürchtet sie. Sie hat ihn zwar aufgenommen, sich um ihn gekümmert und ihm ihre Magie beigebracht, aber dennoch ist sie auch so ziemlich die einzige, die ihm regelmäßig Angst eingejagt hat, da sie zwar fürsorglich, aber auch sehr aufbrausend sein kann und ihm gut und gerne so oft seine Schwächen vorgehalten hat, bis er heulte. Nun ja, anderes Kapitel.
Cyrus ist ein Fan von hintergründigem Theater, aber auch von sich verstellenden Menschen im wahren Leben, Lug und Trug faszinierte ihn schon immer. Am besten gefallen ihm Intrigen, die einer bestimmten Person schaden sollen. Er findet es falsch, sich von allen in die Karten schauen zu lassen (Zwischenbemerkung: Kartenspiele liebt er ebenfalls, allerdings nicht, wegen des fairen Spiels, sondern weil er über die Jahre gelernt hat, beinahe professionell zu bescheißen.), sondern agiert lieber ohne die anderen über sein Vorgehen aufzuklären, weswegen er auch eher ein Einzelgänger ist. Leute anzustacheln und sie anschließend gegeneinander auszuspielen macht ihm jedoch einfach Spaß.
Des weiteren hat der junge Mann ein unverhohlenes Interesse am anderen Geschlecht und daran, wie er es am besten um den Finger wickeln kann, nur um es dann fallen zu lassen. Allerdings vergreift er sich dabei wirklich nur an denen, die er auch wirklich ansehnlich genug findet, unproportionierte Hackfressen beispielsweise werden einfach gekonnt ignoriert. Dabei geht er auf unterschiedliche Arten und Weisen vor, je nachdem, was er für angemessen hält, kann er entweder sehr subtil und einfühlsam werden oder aber recht direkt und beinahe schon dreist. Sein Verhalten kann sich wie ein Chamäleon wandeln, wenn das Ziel die Gunst oder nur das Verlangen einer Person ist. Interessanterweise geht er manchmal sogar so weit, dass er die Finger auch nicht von seinem eigenen Geschlecht lässt und manchmal selbst bei normalerweise hetero orientierten Jungen Erfolg hat. Eigentlich ist es ihm nämlich relativ egal, welchem Geschlecht eine Person angehört, da er sich sowieso nicht viel aus richtigen Beziehungen macht, sondern nur seinen Spaß haben will.
Etwas weniger brisant sind da wohl seine restlichen Vorlieben: Zum einen mag der junge Mann Regen und kann nicht verstehen, warum er im Volksmund auch als schlechtes Wetter bezeichnet wird. Er tut der Erde gut und ergibt eine tolle Geräuschkulisse, kühlt und sieht wunderschön aus, ihn beruhigt er richtiggehend. Zum anderen sollen hier auch die banalsten Dinge erwähnt werden, nämlich seine Vorliebe für Hähnchenfleisch und Rotwein. Dafür ist er immerhin alt genug, etwas, was er vielen der jüngeren Magiern vorweg hat.

ABNEIGUNGEN:  Passend zu seinen Vorlieben wären da natürlich noch seine Abneigungen, die, zusammen gefasst, alles Hässliche und Unästhetische umfassen. Da er sich anmaßt, sich ein Urteil über so ziemlich alles zu bilden und dieses auch zu verkünden, darf es nicht weiter verblüffen, dass er auch in diesem Punkt genaue Vorstellungen hat.
Zuallererst mag der junge Mann keinen Dreck und achtet penibel darauf, dass seine Kleidung, seine Wohnung und er selbst sauber sind. Eine schmutzige Person erscheint ihm niederen Ursprungs und wird deswegen sofort abfällig beäugt, er selbst möchte sich nicht mit Gesindel in Verbindung bringen lassen und vermeidet deshalb einen solchen Zustand. Auch versucht er deswegen, sich gar nicht erst die Finger schmutzig zu machen und hält sich vor allem bei Kämpfen gerne einmal zurück. Ebenso mag er keine Unordnung, was man beispielsweise an seinen Räumlichkeiten bemerkt – und am liebsten wäre es ihm auch, wenn er dazu in der Lage war, das einzige an ihm, was sich nicht komplett bändigen lässt (Seine Haare), endlich einmal zu ordnen. Unordentliche Menschen werden ähnlich wie diejenigen behandelt, die sich nicht sauber halten können, mit anderen Worten: Einem ungewaschenen, unordentlichen, hässlichen Menschen kann man nur noch die Krone aufsetzen, indem man ihn zu spät kommen lässt, denn diese Angewohnheit hasst er am allermeisten: Die fehlende Fähigkeit, sich an Termine zu halten, um dann verschwitzt zu später hereinzuplatzen und alle zu stören. Er selbst hat so etwas wie eine innere Uhr und kommt generell nie zu spät – denn das würde ihn ja selbst ärgern. Stattdessen achtet er bei anderen genau darauf, wann und wie sie auftauchen, sodass der erste Eindruck einer Person für ihn wirklich der wichtigste ist, weil man es sich bei ihm in der ersten Sekunde schon in dreierlei Hinsicht verscherzen kann.
Ansonsten kann Cyrus vor allem diejenigen Menschen nicht leiden, die in irgendeiner Form besser sind als er. Er sonnt sich gerne in seinem mehr oder weniger verdienten Ruhm und hat es da nicht gerne, wenn jemand zwischen ihn und seine Lichtquelle tritt. Am liebsten hätte er es, wenn ihm alle anderen untergeben wären, sodass er keinerlei Konkurrenz hätte, allerdings ist es bewiesen, dass man ihn auf eine Art und Weise einschüchtern muss, um wirklich Freundschaft mit ihm schließen zu können, sodass man wohl erst gegen ihn arbeiten muss, um dann an seiner Seite zu kämpfen. Eine weitere Gruppe Menschen, die er geradezu hasst, sind kleine Kinder, da diese im Dreck wühlen, sich um nichts kümmern und doch von allen gemocht werden. Vielleicht ist er ein wenig eifersüchtig auf sie, da seine Eltern sich nie so wirklich um ihn gekümmert haben, er selbst behauptet aber steif und fest, sie würden ihn einfach nerven, seien zu laut und generell einfach nur dumm. Hält man ihm dann vor, dass er auch mal so gewesen sei, verneint er nur. Die letzte Gruppe, die er nicht ausstehen kann, sind Windmagiemagier. Magier, die sich damit brüsten, die Kräfte des Windes für sich nutzen zu können, die aber in seinen Augen nur dumme Schmarotzer sind, die irgendwann vor ewigen Zeiten die Magie der Drachen gestohlen haben und zu dumm waren, sie richtig anzuwenden. So ist ein Verschnitt ihrer Fähigkeiten entstanden, den sie Windmagie nennen, obwohl diese doch so viel schwächer als die seine ist. Er hält daher Windmagiemager – auch wenn sie nichts dafür können – allesamt für überhebliche Trottel.
Seraphim besitzt eine tiefe Abneigung gegen zwei Szenarien, die sogar das Potenzial dazu haben können, ihn bis in seine Albträume zu verfolgen. Zum einen hat er Angst vor Feuer. Obgleich er sich bereits von einer Phobie bis hin zu einer Abneigung heruntergearbeitet hat, behagt ihm dieses Element am allerwenigsten. Gegen eine Kerze hat er nichts, auch ein Lagerfeuer macht ihm nichts aus. Solange er das Gefühl hat, dass das Feuer kontrolliert ist, kommt er damit klar, doch sobald es höher zu schlagen beginnt, sich rasend schnell ausbreitet und ihn umzingelt, kann es passieren, dass er durchdreht und zu einem kleinen, zitternden Häufchen Elend wird. Zum anderen wird Seraphim richtig unwohl, wenn er sich jemandem gegenüber unterlegen sieht und diese Person Anstalten macht, diese Tatsache zu missbrauchen. In mancher Hinsicht tut nämlich selbst er das nicht und das will schon etwas heißen…
Außerdem, wenn es auch nur am Rande zu erwähnen ist, mag Cyrus dunkle Orte nicht besonders, sondern hält sich eher im Hellen auf. Seine Lieblingstageszeit ist der Mittag, weil die Temperatur dann schön warm und der Himmel hell ist. Auch mag er kein übermäßig fettiges Essen, aber im Vergleich mit seinen anderen Abneigungen sind das nur Kinkerlitzchen.

STÄRKEN: Man kann Cyrus gut und gerne öfter als ein Arschloch bezeichnen, aber es wäre falsch, ihm alle positiven Charaktereigenschaften abzusprechen. Zwar zeigt er vor allem die schlechten, aber das sollte einen nicht mehr als unbedingt nötig abschrecken. Zum einen wäre da natürlich seine Loyalität, die dermaßen stark ausgeprägt ist, dass er nicht einmal Beleidigungen auf der Gilde sitzen lässt und diese sofort persönlich nimmt. Er würde jeden auf der Stelle herausfordern, der Blue Pegasus zu sehr durch den Dreck zieht. Ebenso verhält es sich auch mit denjenigen, denen er Respekt entgegen bringt, also im Moment nur Grandine, die Drachin, die ihn aufgezogen hat. Würde es jemand anderes schaffen, sich diesen Respekt zu verdienen, dann würde er auch für ihn oder sie kämpfen und niemals davon ablassen. Ihm ist nicht ganz klar, was eigentlich passieren würde, wenn die Gilde ihn verstoßen würde, entweder würde er komplett verzweifeln und sich trotzdem weiterhin an sie klammern oder er würde den Verstand verlieren, aber einen anderen Weg kann man sich bei ihm kaum vorstellen. Über so eine Möglichkeit hat er allerdings noch nicht nachgedacht, da es ihm gar nicht in den Sinn kommen würde, schließlich wird er fast schon privilegiert behandelt.
Weiterhin ist Cyrus ein sehr hartnäckiger Mensch, der eine unglaubliche Ausdauer besitzt, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen. Sei es nur einen Ort zu erreichen oder auch sein Gegenüber herumzukriegen, er gibt nicht besonders schnell auf, wenn er sich erst einmal an etwas festgebissen hat. Diese Fähigkeit bewahrt ihn ebenso davor zu schnell den Schwanz einzuziehen, was sein sowieso schon ausgeprägtes Ego nur noch unterstützt. Besonders auffällig ist das übrigens tatsächlich, wenn er an jemandem dran ist und diese/r ihn abweist. In diesem Falle wird nämlich sein Ehrgeiz geweckt und er wird sich nur noch mehr bemühen, auch wenn das seine Zielperson zu Tode nervt.
Des weiteren ist Cyrus etwas, was man als einen „kalten Hund“ bezeichnen könnte, denn obwohl er schon so vielen – vor allem weiblichen Personen – noch so schöne Worte ins Ohr geflüstert hat, so ist er emotional komplett abgehärtet und fast ein wenig abgestumpft. Drachen haben eine andere Art von Gefühlen, die sie nicht so offen zeigen, außerdem sparen sie gerne mit ihnen. Da Seraphim schon so früh von Grandine aufgesammelt wurde, hat er einfach eine Ladung menschliche Empathie zu wenig abbekommen, sodass er solche auch schlecht weitergeben kann. Allerdings bedeutet das auch, dass er mit auch schwerwiegenden Beleidigungen sehr gut umgehen kann, ebenso wie er allerdings auch keine Kritik an sich heran lässt. Es ist extrem schwer, ihn psychisch zu verletzen und wild ins Blaue drauflos schießend wird das auch niemand schaffen.
Weiterhin ist Seraphim trotz seines Verhaltens wirklich nicht schlecht darin, Menschen zu beeinflussen, sie zu manipulieren und so zu lenken, wie er das gerne hätte. Er ist hinterhältig genug, um diese Gabe gewinnbringend einzusetzen und konnte damit bereits einigen Unannehmlichkeiten aus dem Weg gehen. Sein Selbstvertrauen hilft ihm dabei und sorgt zudem dafür, dass er spontan auf neue Gegebenheiten reagieren kann und diese zu seinem Vorteil auszunutzen weiß. Dies betreffend fällt auf, dass er in Kämpfen stark mit seinem Umfeld interagiert und dieses in seine Überlegungen miteinbezieht. Er ist kreativ genug, um sich auszudenken, wie er jede mögliche Konstellation für sich nutzen kann, mag sie anfangs auch noch so unvorteilhaft aussehen.
Zuletzt sei erwähnt, dass Seraphim dank seiner Ziehmutter eine Magie erlernt hat, die ihn dank rigorosem Training und harter Arbeit, sowie nicht abzusprechendem Talent, zu einem mehr als ernst zu nehmenden Gegner gemacht hat. Inzwischen ist er sogar zum Sephirot ernannt worden, was ihn seine Bemühungen, niemandem zu unterliegen, nur vervielfältigen lässt. Er ist ein starker Magier und sich nicht zu schade, das auch zu zeigen, also sollte man ihn besser nicht wütend machen.

SCHWÄCHEN: Hier wird es schon deutlich leichter, seinen Charakter auseinander zu nehmen und ihn so richtig fertig zu machen. Denn egal, wie man es dreht und wendet, eigentlich ist Cyrus ein ziemliches Arsch. Er interessiert sich nur für sich selbst, sieht toll aus, bricht reihenweise Herzen, aber ist dabei dermaßen geschickt, dass man ihm an Ende kaum etwas anhängen kann. Zudem ist er ein Dragonslayer und deswegen ungerechtfertigterweise in Blue Pegasus privilegiert – wenn das mal nicht eine unfaire Mischung ist. Irgendwie sonnt er sich geradezu in der Abneigung derjenigen, die ihn dafür hassen, er kostet es richtig aus, wie sie gelb vor Neid werden. Es scheint fast so, als habe er Spaß daran, die Menschen um ihn herum auf subtile Art und Weise zu quälen, sie Psychoterror auszusetzen und dann mitanzusehen, wie sie langsam aber sicher zugrunde gehen. Eine kleine sadistische Ader ist ihm also nicht ganz abzusprechen, allerdings muss man schon längere Zeit mit ihm zu tun haben, um diese auch wirklich zu entdecken, da er Wert darauf legt, sie gut unter aufgesetzter Freundlichkeit zu verbergen.
Da er eine Menge von sich selbst hält, schätzt er infolge dessen die meisten anderen Menschen gering, was dazu führt, dass er deren Stärke zu unterschätzen neigt. Es überrascht ihn immer wieder, was unscheinbare Magier so alles drauf haben können, ebenso wie er es fast schon faszinierend findet, was sie sich alles in seiner Gegenwart erlauben. Das Problem dabei, dass Blue Pegasus die Dragonslayer so hoch schätzt, ist natürlich, dass sie irgendwann beginnen, zu glauben, dass sie wirklich etwas Besonderes seien und leider ist Seraphim schon lange in diese Phase geraten. Er selbst ist generell der Beste, der Tollste, der Stärkste… und selbst, wenn dem nicht so ist, dann findet er immer einen plausiblen Grund, warum dem nicht so sein kann. Er redet sich also alle Kritik klein und blendet sie aus, wirklich viel kann man ihm deswegen nicht beibringen, weil er einfach nicht kritikfähig ist. Auch einem guten Rat wird er wohl kaum folgen, wenn er etwas besagt, was dem Sturkopf nicht passt. Insofern muss man sich entweder damit abfinden, dass bei ihm Hopfen und Malz verloren sind oder aber solange auf ihn eindrängen, bis er es akzeptiert – das allerdings scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.
Weiterhin ist Cyrus niemand, den man als mutig beschreiben würde. Zwar ist er keinesfalls feige, aber wenn etwas nicht wenigstens etwas erfolgsversprechend ist, dann wird er es nicht tun. Er sieht es nicht ein, sein Leben für andere aufs Spiel zu setzen, er wird nicht bei einer Erfolgswahrscheinlichkeit unter 60 Prozent aktiv und generell bleibt er bei riskanten Operationen eher passiv. Dazu kommt, dass er alles, was diesen Kriterien nicht entspricht, als Himmelfahrtskommando sieht und unter Umständen sogar Befehle verweigern würde, wenn er für sich der Meinung ist, dass es nicht sicher genug sei. Dies macht es schwerer, vernünftig mit ihm zu arbeiten, ebenso, wie er Anweisungen von Teamleitern schlichtweg immer in Frage stellt, egal ob sie nun grundlegend falsch oder einfach ein wenig falsch formuliert waren. Er hat so einige Probleme mit fremder Autorität, aber wer das nicht inzwischen bemerkt hat, ist wohl blind.

ZIEL: Ziele hat Cyrus einige und wenn es nach seinem Sturkopf ginge, würde er sie auch alle ohne Abstriche erreichen. Dass es sich dabei nicht um ein Haus, eine Ehefrau und Kinder handelt, ist vielleicht auch verständlich, wo er doch so gar keine festen Bindungen einzugehen pflegt. Stattdessen hat er sich einiges andere vorgenommen, Ziele, die teilweise gut zu erfüllen sind, andere jedoch, bei denen er wohl eher nach den Sternen greift.
Das basale und wohl am einfachsten zu erfüllende Ziel ist der Wunsch, einfach am Leben zu bleiben. Auch wenn er versucht, es sich nicht anmerken zu lassen, so ist er in der Wildnis aufgewachsen und hätte er keinen mächtigen Drachen an seiner Seite gehabt, wäre er jämmerlich gestorben. Der Tod war somit allgegenwärtig, da man als Drachenfindelkind viel mehr von der natürlichen Selektion mitbekommt. Auch wenn es nur so etwas Einfaches ist, wie mitzubekommen, wie ein Hase von einem Fuchs gerissen und verspeist wird, so bekommt man als kleines Kind, das sich zuvor noch so gut mit dem putzigen Nager identifizieren konnte, richtig Angst um seine eigene Existenz. Cyrus wiederum sitzt diese noch irgendwo tief in den Knochen, weswegen er erstens keine großen Risiken eingeht und zweitens schon sein Leben als großes Geschenk sieht – allerdings egoistisch auf sich bezogen.
Als nächstes möchte er die Menschen, die die Drachen jagen oder ihnen nicht freundlich gestimmt sind, ausrotten. Als wertender Mensch nehmen Drachen – alle Drachen, egal ob Grandine oder einer der anderen – die Spitze seiner Achtung ein, erst dann kommen die Menschen, unter denjenigen, die wie er selbst das Bindeglied zwischen beiden Populationen darstellen, also Menschen, die von Drachen ausgebildet wurden. Richtig, das bedeutet ebenso, dass es für andere Dragonslayer einfacher ist, seinen Respekt zu gewinnen, weil sie in diesem System auf einer Stufe mit ihm stehen. Er sieht es beinahe als so etwas wie seine Pflicht an, dafür zu sorgen, dass die Drachen den ihnen zustehenden Respekt auch erhalten und wollte man ihn richtig wütend machen, so müsste man nur gegen diese Wesen wettern. Allerdings wäre das nicht zu empfehlen, da man nie mit Sicherheit sagen kann, wie er dann reagieren würde – zum Glück, tut das in Blue Pegasus niemand.
Ein letztes Ziel hat direkt mit einer Person zu tun, die trotz aller Unwahrscheinlichkeit den Weg in sein Herz gefunden hat. Seraphim gibt sich allergrößte Mühe, seinen Freund vor allem zu beschützen, das ihm Böses will. Er möchte, dass Souta lacht, dass es ihm gut geht und dass er bei ihm sein darf, alles Dinge, die er bei anderen wohl eher belächeln würde. Tut sich der Kettenmagier weh, so heilt er sein Wehwehchen, hat er Hunger, dann bekocht er ihn und es freut ihn bereits, wenn er den Tag mit ihm verbringen darf. Zwar braucht er ab und zu doch ein wenig Abstand, aber er möchte sicher sein können, dass es dem Anderen gut geht. Quests stellen daher immer ein Risiko dar, weil sich Souta auf diesen leicht verletzen kann.


◊ ◊ Umfeld und Hintergrund ◊ ◊

FAMILIE:

Orestis Seraphim, Vater (Verstorben): Der Vater von Cyrus war ein Magier von Blue Pegasus und wie der Zufall es wollte, übte er Windmagie aus, war jedoch viel bekannter dafür, dass er beinahe perfekt mit seinem Schwert umgehen konnte. Er war ein sehr pflichtbewusster und strenger Mensch, der sich und anderen keine Fehler erlaubte und sie erst sehr spät zu verzeihen in der Lage war. Ob er dabei jemals ein Ziel gehabt hat, ist fragwürdig, viel eher schien es ihm um die Ehre zu gehen, die Ehre eines Magiers der Gilde. Er wuchs schon in diesem Glauben an Verpflichtungen auf, da sein eigener Vater ebenfalls recht streng mit seinem einzigen Sohn umging und setzte diese Tradition auch fort. Mit zehn Jahren trat er Blue Pegasus aufgrund seiner Verehrung für die Drachen bei und schwor sich, alles für sie zu geben. Zwar wurde er nicht wegen besonderer Stärke bekannt, hielt sich aber wacker und wurde von seinen Kollegen als guter Teamführer und Freund hoch geschätzt. Mit neunzehn Jahren brachte dann allerdings eine Begegnung seine unerschütterliche Treue ins Wanken, als er wegen eines Auftrags ein abgelegenes Kloster besuchte. Eine Nonne, die er nur kurz mit flüchtigem Blick streifen konnte, geisterte von da an durch seine Träume, denn es war wie Liebe auf den ersten (und einzigen) Blick. Ihre ganze Gestalt, die Art, wie sie sich bewegte, wie sie aussah, zogen ihn wie magisch an, aber er wagte es nicht, sie anzusprechen, da sie ja keinerlei Beziehungen zu Männern führen durfte. Erst Jahre später, in denen er das Kloster immer wieder besuchte, in der Hoffnung, sie wieder zu sehen, gab er sich endlich einen Ruck. Das Ende vom Lied war, dass sie das Kloster verließ, um mit ihm in Oshibana Town zu leben, wo sie bald ihr erstes Kind bekamen, einen kleinen Jungen mit ebenso weißem Haar, wie er selbst. Orestis  hatte vorgehabt, den Jungen gut zu erziehen, um ihn dann ebenfalls mit zehn Jahren in die Gilde zu bringen, doch leider wurden er und seine Frau vorher umgebracht. Er wäre sicherlich ein guter Vater gewesen und hätte Cyrus vollkommen anders erzogen, wahrscheinlich zu seinem Vorteil.


Elektra Seraphim, Mutter (Verstorben): Cyrus Mutter wiederum beschloss schon früh in ihrer Kindheit, sich aufs Land in eines der vereinzelten Kloster zurückzuziehen, da sie nicht nur sehr gläubig, sondern auch recht menschenscheu war. Diese waren ihr zu gewalttätig, zu laut und im Allgemeinen viel zu risikofreudig, weswegen sie ein einfaches Leben wie dieses bevorzugte. Natürlich beherrschte sie deswegen keinerlei Magie und hatte auch kaum Erfahrung mit Magiern, bis eines Tages eine Gruppe dieser Menschen von einer Gilde namens Blue Pegasus kamen und einen Mord in dem friedlichen Kloster aufdecken sollten. Sie beobachtete sie heimlich, da ihre Neugierde geweckt worden war und konnte so mitverfolgen, wie sie schließlich die Äbtissin selbst als Mörderin entlarvten. Vor allem der Anführer des Teams, ein Mann mit weißen Haaren, fiel ihr besonders auf, da dieser einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit zu haben schien, ein Charakterzug, der sie ziemlich anzog. Dennoch versuchte sie, ihn einfach auszublenden und sich wieder ihrer meditativen Tätigkeit zu widmen, da sie ja wusste, was ihre Pflichten waren. Das Team ging und sie lebte ihren normalen Alltag wieder, bis der weißhaarige Mann nach kurzer Zeit wiederkam, nur einen Tag, um dann wieder zu verschwinden. Sie beobachtete, wie er nach etwas zu suchen schien, aber hielt sich zurück. Irgendwie mochte sie ihn, obwohl sie noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hatte, auf eine verrückte Art und Weise. Als er sie dann schließlich ansprach und sie sich mit ihm unterhielt, fand sie ihn auf Anhieb mehr als sympathisch und nach etwa einem halben Jahr, das er im Kloster bei ihr verbrachte, beschloss sie, dieses zu verlassen und stattdessen ihr Leben an seiner Seite zu verbringen. Ihr erstes Kind nannten sie Cyrus und sie schloss den Jungen von Anfang an fest in ihr Herz. Leider wurde ihr Familienglück viel zu schnell zerstört.


Grandine, Ziehmutter (Alter unbekannt): Die Drachin fand einen blutüberströmten, kleinen Menschenjungen inmitten einer zerstörten und brennenden Hütte auf einer Lichtung im Wald und erbarmte sich, ihn vor dem sicheren Tode zu bewahren. Nachdem sie ihn von den tödlichen Wunden geheilt hatte, nahm sie ihn mit sich, da es ganz offenbar die verkohlten Leichen seiner Eltern waren, die ebenfalls in der Hütte lagen und sie ihm den Anblick ersparen wollte. Außerdem würde er keinen Platz haben, an den er sich flüchten konnte, er  war geschwächt und weinte sowieso nur die ganze Zeit. Cyrus sträubte sich nicht gegen Grandine und auch, als sie anfing, ihn ihre Magie zu lehren, versuchte er immer aufzupassen, wurde aber mit der Zeit immer vorwitziger, sodass sie begann, härter mit dem Jungen umzuspringen, bis dieser sich ihr fügte. Hätte sie das nicht getan, wäre er wohl noch verzogener geworden, als das ohnehin schon der Fall ist. Für Cyrus ist Grandine wirklich so etwas wie eine Mutter, über die er spottet, die er auslacht, aber die ihn immer wieder daran erinnert, dass er ihr Respekt zu zollen hat. Die ihn das meiste lehrte, was er weiß, die immer mit Rat und Tat zur Seite stand, die die ersten Annäherungsversuche ihres Ziehsohnes an Menschenmädchen mit Argwohn betrachtete, die ihm beibrachte, was Anstand ist, auch wenn er es gerne ausblendet. Ihr Verhältnis ist wohl wirklich am ehesten mit dem einer Mutter zu ihrem Sohn zu vergleichen, obwohl Seraphims Verhalten sich in ihrer Gegenwart auf interessante Weise ändert, denn sobald er das Gefühl hat, sie sei sauer auf ihn, wirkt er ungemein eingeschüchtert. Irgendwo tief in ihm scheint er ein wenig Angst vor ihr zu haben, was bei ihrer Statur und Größe wohl auch verständlich ist.

FREUNDE:

Itasa „Souta-chan“ Soutanobu, Liebessubjekt(19): Es ist schwer zu erklären, was im Herzen eines so mit allen Wassern gewaschenen Menschen wie Cyrus vorgeht, sogar für ihn selbst. Auch wenn er sich immer noch nicht sicher ist, inwiefern er wirklich Gefühle empfindet und ob er sich nicht etwas vormacht, ist eine Sache doch unumstößlich: Er liebt diesen jungen Mann mit den roten Haaren, der Augenklappe und dem draufgängerischen Wesen. Es wäre falsch, zu behaupten, dass er einfach in ihn verliebt sei, es ist vielmehr eine feste Tatsache, dass er sich mehr um den Kettenmagier kümmert, als um den Großteil von Fiore zusammen, seine Launen erträgt und sich allein darüber freut, wenn er bei ihm ist. Der sonst so abgebrühte Dragonslayer wird beinahe kitschig, wenn er mit ihm allein ist und nur die kleinen Stichel, dass der Andere eigentlich gar nichts an Männern findet, versetzen ihm immer wieder Dämpfer. Die Gefühle, die er Souta gegenüber hegt, haben allerdings keinen Einfluss auf seine Promiskuität, denn so sehr Seraphim körperliche und geistige Nähe zu vermengen droht, wenn es um seine Freunde geht, genauso differenziert er dazwischen auch und hat den physischen Teil als Normalität eingestuft. Würde man also fragen, ob sich die beiden in einer Beziehung befinden, so wäre es eine sehr, sehr offene. Seraphim ist nämlich absolut beziehungsuntauglich.


Naomi “Engelchen” Kagekami, Es-ist-kompliziert (16): Naomi ist eine Ausnahme und das macht sie schrecklich kompliziert. Ursprünglich hat Seraphim sie auf einer Quest kennen gelernt, als sie noch klein und unglaublich süß war. Obgleich er eigentlich etwas gegen Kinder hat, fiel sie durch ihr Erwachsensein auf: Sie leitete alle seine Versuche, sie zu vergraulen, ins Nichts um und erschlich sich auf diese Weise einen Platz im Herzen des Dragonslayers, der für sie beinahe so etwas wie brüderliche Gefühle hegte. Damals war es noch einfach mit ihr umzugehen, doch inzwischen ist sie gewachsen und fällt nun leider beinahe gruslig passend in Seraphims Beuteschema. Natürlich hat sie sich innerlich kaum geändert, aber es fällt ihm dennoch schwerer, sie als nichts anderes als eine Freundin zu sehen… Das alberne ist, dass er anfangs sogar vorhatte, Naomi so lange zu behüten, bis sie ihm gefiel, als eine Art Experiment sozusagen – doch inzwischen möchte er ihr eigentlich gar nichts böses mehr. Seraphim mag komplizierte Dinge in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht, aber das hier ist einfach seltsam.


Ciel „Cielll~“ Valentine, knuffiges Dragonslayerchen des Metalls (18): Es gibt wirklich Menschen, die wirken, als habe man sie in Seraphims Beuteschema geboren – und Ciel gehört eindeutig dazu. Der junge Mann hat zwar einen leichten Hygienefimmel und raucht zu Seraphims Bedauern, aber ansonsten ist seine Nervosität um ihn herum wirklich über die Maßen niedlich. Außerdem teilen die beiden Drachensöhne eine Leidenschaft für Kartenspiele, die sie zwar bisher noch nicht gegeneinander gespielt haben, aber immerhin dafür einsetzten, einen Betrüger zu schnappen. Im Laufe ihrer gemeinsamen Quest vertrieb Seraphim die Verspannungen des Blauhaarigen auf seine übliche Art und Weise, womit Ciel der erste Dragonslayer ist, mit dem Seraphim etwas hatte. Aufgrund seines Status als solcher, versucht der Weißhaarige allerdings nicht, ihm dies über die Maßen unter die Nase zu reiben, immerhin mag er ihn doch irgendwie…

BEKANNTE:

Maenor „Chibi-chan/MAENOR-chan!“ Fice, paranoides Schwertkämpferchen (16): Ja, wie sollte man die Beziehung Cyrus‘ zu Maenor beschreiben? Wahrscheinlich am besten mit der Tatsache, dass der Dragonslayer den brünetten Knaben liebend gerne aufzieht und ihm das Leben zur Hölle macht, wenn sie sich begegnen. Das ist auch nicht sonderlich selten, da sie immerhin in derselben Gilde sind. Er machte den Fehler, Cyrus nicht nur seine wahre Identität zu verraten, sondern ihm auch Einblick in seine Vergangenheit zu gewähren, was allerdings nicht zu Verständnis führte, sondern dazu, dass das Weißhaar sich nun einen Spaß daraus macht, ihm damit zu drohen, seinen Clan auf ihn aufmerksam zu machen oder seinen Namen willkürlich herumzuschreien. Wahrscheinlich hasst Maenor ihn inzwischen, aber Cyrus findet ihn eigentlich drollig, wenn auch sicherlich nicht anziehend. Das einzige, was er ihm wirklich übel nimmt, ist sein Versuch, ihm bei Lia die Tour zu versauen – den er glücklicherweise abwenden konnte.


Minato „Minato-chan“ Arashi, donnerndes Hündchen (18): Dieses Mitglied der Gilde Fairy Tail lernte Cyrus auf einer reichlich chaotischen, aber ebenso wichtigen Quest kennen, bei der es darum ging, die Hauptstadt vor Anschlägen bei Protesten zu bewahren. Der junge Mann ist Donnermagier und Seraphims Meinung nach einfach nur pathetisch: Er hält sich nicht nur für stark, sondern scheinbar auch für den Helden des Tages. Ganz bestimmt hat er eine bessere Persönlichkeit als der Himmels Dragonslayer selbst, aber das ändert nichts daran, dass dieser sich liebend gerne über ihn lustig macht. Er bietet ihm einfach viel zu viele Angriffsstellen; irgendwann kam Seraphim sogar auf die Idee, er würde ein tolles Hündchen machen, wenn man ihm nur ein Halsband besorge. Tatsächlich erfüllt Minato einige der Charakteristika, die ein solches braucht: Er kläfft, weil sein Biss nicht stark genug ist und ist sicherlich einer der ganz treuen Sorte.


Kabane „Kabane-san/Yuri-chan“ Yureiko, Leichenbesessene Totenmagierin mit Herkuleskräften (17): Bereits zweimal lief Seraphim dieser Dame über den Weg und jedes Mal überraschte sie ihn aufs Neue, denn Kabane Yureiko ist trotz ihres eher durchschnittlichen Aussehens gruselig. Nicht etwa aufgrund ihres immer ein wenig düsteren Auftretens, sondern vor allem wegen ihrer körperlichen Stärke in Kombination mit einer Magie, die sie mittels Leichenteilen verstärkt. Das erste Mal traf er sie während eines Klavierkonzerts, das zweite Mal inmitten eines Waldes. Bei ihrer ersten Begegnung brach sie ihm fast die Hand und biss schließlich hinein, zwischen den Bäumen warf sie einen gesamten Baumstamm nach ihm, weswegen Seraphim gelernt hat, stets ein wenig Abstand von ihr zu halten. Ihre Art faszinierte ihn, weil sie sich nicht so einfach um den Finger wickeln ließ, wie er das gewohnt ist, aber vielleicht ist es besser, dass er sie schon länger nicht mehr getroffen hat, denn am Ende würde er noch herausfinden, dass sie an Soutas Verzweiflung Schuld ist… und das würde ihr gar nicht gut bekommen.

FEINDE:

??, In jeder Hinsicht heiße Feuer Godslayerin (Ende 20): Dass Seraphim Probleme mit dem Feuer hat, ist ja nichts neues, umso schlimmer war es da, als der Gegner, den er am Ende einer Quest für die Regierung hätte bekämpfen müssen, dieses Element auf grausam ironische Weise in sich vereinte: Die Feuer Godslayerin stellte sich als Frau in der Blüte ihrer Schönheit heraus, die sich dessen wohl bewusst ist und ihre Reize auf phänomenal gruselige Art und Weise gegen den wehrlosen Magier einsetzte. Deswegen ist sich der Weißhaarige nicht sicher, ob er sie wiedersehen will, denn sie faszinierte ihn sehr – indem sie seinen Mund nicht nur vor Verlangen, sondern auch vor Angst trocken werden ließ.


Christophe Loire, sympathietragender Regierungsbeamter und einer der Guten (44): In vielen Geschichten sind die Seiten klar definiert, da gibt es die Bösen und die Guten. Die Guten halten die Bösen davon ab, Böses zu tun und besiegen sie irgendwann, wenn sie sich wieder erdreisten, ihr böses Werk zu veranstalten und es wird auch vollkommen akzeptiert, wenn sie dabei zu drastischen Mitteln greifen, weil sie ja die Guten und nicht die Bösen sind. Das versteht jedes Kind, zumindest solange, bis jemand fragte, wie es den Bösen dabei wohl gehen mag und auch für Seraphim sieht diese Erzählung ein wenig anders aus, weil zumindest Christophe Loire sehr früh für sich beschloss, dass der Himmels Dragonslayer zu den Bösen gehört. Das führte dazu, dass die beiden Männer sich nicht leiden können, sodass der schwarzhaarige Riese als einer seiner Feinde bezeichnet werden muss. Dabei ist er eigentlich sehr rechtschaffen, freundlich und seiner eigenen Familie sowie Fiore gegenüber sehr protektiv eingestellt, sodass es sicherlich normaler wäre, ihn sich als Vorbild zu nehmen. Er arbeitet für die Regierung und war bereits einmal der Auftraggeber des Weißhaarigen, der sich gewünscht hätte, dass er ihn nicht noch einmal sehen müsse.

GILDE: Man könnte den Eindruck bekommen, Cyrus Ikaros Seraphim würde für Blue Pegasus leben, sicher ist jedenfalls, dass er wie geschaffen für sie ist. Er ist ein Dragonslayer, der seine Ziehmutter und ihre Geschwister als gottähnliche Wesen verehrt, also war es keine Überraschung, dass er in Oshibana Town mit offenen Armen empfangen wurde. Er selbst ist begeistert von dem Konzept der Gilde und gibt sich daher größte Mühe, ihr mehr Ansehen und Ruhm einzutragen.
Innerhalb der Gilde genießt er einen zweifelhaften, wenn auch insgesamt positiven Ruf. Als einer der wenigen Sephirot und zudem auch noch Dragonslayer ist es nicht verwunderlich, dass ihn praktisch alle Mitglieder kennen oder zumindest schon einmal von ihm gehört haben. Man schätzt ihn als einen verlässlichen Stützpfeiler der Gilde, weiß um seine Stärke und ist dankbar für seine beinahe makellose Questbilanz, sowie seinen nicht nachlassenden Eifer, sich neue Aufgaben zu sichern. Gleichsam munkelt man jedoch auch, dass der Himmels Dragonslayer ein seltsamer Mensch sei, mit dem der Umgang nicht unbedingt einfach sein soll, sodass besonders unsichere Mitglieder nicht selten einen Bogen um ihn machen. Wer zudem länger in Oshibana Town lebt und ab und an die Gerüchteküche konsultiert, der weiß auch um seinen abendlichen Zeitvertreib… aber genaueres kann einem wohl keiner sagen, weil die meiste Betroffenen schweigen. Mit dem Gildenmeister hat der Dragonslayer allein aufgrund seines Ranges mehr als die meisten anderen zu tun, doch ihre Beziehung hält sich auf einer recht einfachen Basis: Cyrus zieht sein eigenes Ding durch und solange er damit Erfolg hat, drückt Meister Ryce mehr Augen zu, als er eigentlich besitzt, was das Verhalten des jungen Mannes angeht. Im Gegenzug wird man den Weißhaarigen kaum dabei beobachten, wie er den Meister seiner Gilde irgendwie auf die Schippe nimmt oder ihm zu schaden versucht.
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BeitragThema: Re: Cyrus Ikaros Seraphim   Di 23 Sep 2014 - 17:53



◊ ◊ Geschichte ◊ ◊
Cyrus war ein Neujahrskind und nicht nur mit dem Glück gesegnet, an diesem besonderen Tag geboren worden zu sein, sondern auch damit, dass seine Familie den Jungen über alles liebte. Ebenso wie die Begegnung seiner Eltern wohl ein Wunder oder eine Märchengeschichte war, wirkte die kleine Familie, bestehend aus drei Personen, wahrlich perfekt. Und nein, bevor jemand fragt, es gab keinerlei Komplikationen bei seiner Geburt, keine dem Tode nahe Mutter, keine dramatischen Wendungen, die man normalerweise von der Geburt der Romanhelden kennt, die Elektra Seraphim gerne las. Stattdessen ging alles glatt und die ehemalige Nonne lag sogar kürzer in den Wehen, als die Ärzte es vorausgesagt hatten und hielt so schon nach einer Stunde ihr neugeborenes Kind in den Armen. Es hatte ihre Augen geerbt, die wie violette Sterne aus dem verquollenen, rosawangigen Gesicht blickten, aber die Haare seines Vaters, jedenfalls war der noch feuchte Flaum auf seinem Kopf schlohweiß. Aber auch wenn er kackbraune Haare und nur ein Auge gehabt hätte, dann hätte ihn seine Mutter dennoch sofort in ihr Herz geschlossen, das kleine Leben, das aus der Liebe seiner beiden Eltern erwachsen war. Für sie bedeutete dieses Kind ein Geschenk des Himmels, das sie behüten musste und wenn nötig mit ihrem eigenen Leben zu schützen gedachte. Für Orestis war die Geburt seines Sohnes auch ein freudiger Tag, da er zum einen ebenso wie seine Frau das Kind auf Anhieb liebte, zum anderen freudig dessen Entwicklung entgegensah und sich darauf freute, diese zu begleiten. Cyrus selbst ärgerte sich vor allem darüber, dass die Welt auf einmal so kalt geworden war.
Da Orestis in der Gilde Blue Pegasus in der Oshibana Town arbeitete, wohnte seine Familie dort in einer kleinen Dachwohnung, in der es gerade einmal genug Platz für die drei gab. Aber das störte niemanden, das Baby erst recht nicht, da für ihn die Welt erst Sinn zu ergeben begann und in diesen frühen Tagen noch so unendlich groß wirkte. Im Laufe des Erwachsenwerdens schrumpft die Welt immer weiter zusammen und wird entzaubert, da man zu begreifen beginnt… doch für einen neuen Menschen ist sie noch voller Geheimnisse und Besonderheiten, die es zu entdecken gilt. Elektra hatte sich alle Mühe gegeben, die beengten Verhältnisse dennoch so herzurichten, dass man sich dort wohl fühlen konnte – und das war ihr auch gelungen, da es selten eine Wohnung gab, in der man die Liebe, mit der sie eingerichtet und geschmückt wurde, förmlich spüren konnte. Sorgsam hatte sie das kleine Kinderzimmer mit Blumen und Bildern geschmückt und beschäftigte sich den ganzen Tag mit ihrem Sohn, während ihr Mann weiter seiner Tätigkeit als Magier nachging. Noch dachte er lange nicht daran, Cyrus etwas über diese beizubringen, da er es für viel zu früh erachtete, schließlich hatte er selbst auch erst mit zehn Jahren davon Wind bekommen. (Haha, Wortspiel.) Stattdessen las ihm seine Mutter vor oder brachte ihm bei, wie man selbst dazu in der Lage war, die kryptischen Zeichen auf den Buchseiten zu entschlüsseln. Besonders gerne lauschte der kleine weißhaarige Junge, wenn sie ihm etwas vorsang, da er ihre melodische Stimme liebte, oft quengelte er vor dem Einschlafen so lange, bis sie sich zu ihm ans Bett setzte und ein Schlaflied sang. Mit seinem Vater wiederum hatte er nur am Abend zu tun, da dieser den Tag über weg war, wartete aber immer gespannt, bis er wieder von seinen Abenteuern erzählte und von seiner Gilde, Blue Pegasus. Auch Geschichten von Drachen und anderen Fabelwesen taten es dem Kind an und er wünschte sich, dass er einmal dazu kommen würde, diese Wesen mit eigenen Augen zu sehen.
Da seine Eltern (und vor allem sein Vater) viel beschäftigt waren und hart für den Unterhalt der kleinen Familie arbeiten mussten, verließen sie so gut wie nie die Stadt, zumindest nicht, um in den Urlaub zu fahren. Orestis selbst war ja schon viel herum gekommen und da sein Sohn immer öfter den Wunsch äußerte, auch einmal ein großer Magier zu werden, war er der Gewissheit, dass er später selbst viel reisen könnte, also erachtete er es nicht als wichtig, dass die drei zusammen etwas großes unternahmen. Allerdings sah Cyrus selbst das nicht ganz so gelassen, er wollte in einer kindlichen Ungeduld schon immer, dass die drei etwas machten und wenn es nur ein Ausflug in den nahe gelegenen Wald war. Dickköpfig, wie kleine Kinder das oft sind, beharrte er auf diesem Wunsch, sodass die drei sich schließlich vornahmen, im Sommer genau diesen Ausflug zu realisieren und einen Tag auf einer Lichtung im Wald Picknick zu machen. Dort stand eine Holzhütte, die Orestis schon einmal besucht hatte, sie war zwar herrenlos, aber noch in gutem Zustand, außerdem lagerten dort öfter Wanderer, eine Feuerstelle war also auch vorhanden. Es war August, ein warmer, sonniger, aber dennoch nicht drückender Tag, wie dafür geschaffen. Einen schön langen Spaziergang später, der dem Sechsjährigen allerdings nur die Hälfte des Weges Spaß machte, bevor er zu quengeln begann und die drei standen vor genau der Hütte, die der Vater vorgesehen hatte. Prompt war die gute Laune zurückgekehrt.
Allerdings sollte nicht alles so glatt laufen, wie das Entzünden der Kohlen und das Grillen des Essens, da die Hütte zwar verlassen, aber dennoch genutzt war. Sie diente still und heimlich einer Räuberbande als Treffpunkt, eine Tatsache, die natürlich nicht bekannt war, denn ansonsten hätten sie sich wohl einen anderen Punkt aussuchen müssen. Wie der Zufall – oder das Schicksal – es wollte, hatte jene Bande für genau diesen Tag ein Treffen verabredet, bei dem sie die nächsten Ziele ihrer Einbrüche festlegen wollten. Die Männer – denn es waren nun einmal vorwiegend jene – waren in den umliegenden Dörfern für ihre ausgesprochene Brutalität berüchtigt und viele lebten in Angst, als nächstes Opfer auserkoren zu werden, da diejenigen, deren Häuser geplündert wurden, oft nicht einmal mit dem Leben davon kamen. Als sie also an jenem schicksalshaften Tag herangeströmt kamen, fanden sie unerwartet eine Familie bei einem kleinen Lagerfeuer sitzend vor. Ein kleiner, hellhaariger Junge in den Armen einer blonden Frau, die ihm erklärte, warum die Bäume im Winter die Blätter verlieren und ein ebenso weißhaariger Mann, der sofort aufsprang und sich ihnen entgegen zu stellen suchte, als sie auf die drei einzustürmen begannen. Ihr Versteck war aufgeflogen, dachten sie sich, diese drei durften nicht überleben und sie verraten! Am Anfang konnte sich Orestis noch gut gegen die Männer behaupten, da kaum Magier unter ihnen waren, aber ihre schiere Quantität war beinahe erdrückend. Er war der erste, der starb, eine Klinge im Rücken, die Augen weit aufgerissen, als er versuchte, seine Frau zu schützen. Diese wich schreiend zurück, Cyrus im Arm und versuchte zu fliehen, doch ein Pfeil streckte sie nieder, ehe sie auch nur von der Lichtung entkommen konnte.
Als seine Mutter fiel, wurde der Sechsjährige unter ihrem Körper begraben und es dauerte zu lange, um sich von dort unten frei zu strampeln, als dass er sich einen Vorsprung hätte erkämpfen können. Kinder haben kurze Beine und sind dementsprechend langsamer, ebenso wie es ihnen schwerer fällt, in Stresssituationen einen klaren Kopf zu bewahren. Was für ein Stress es ist, dem Tod ins Angesicht zu sehen, während man weiß, dass die eigenen Eltern ermordet wurden, kann man sich ja in etwa denken. Entsprechend panisch war auch Cyrus, seine Umgebung verschwamm vor seinen Augen, versteckte sich hinter einem Schleier aus Tränen, während er vollkommen unwillkürlich zitterte, seinen Körper nicht mehr unter Kontrolle hatte. Gerade, als er seine tote Mutter von sich herunter geschoben hatte und aufspringen wollte, wurde er von einem der Räuber am Schlafittchen gepackt, der Erde entrissen und… Genau kann sich Cyrus nicht mehr an die folgenden Ereignisse erinnern, denn immer, wenn er es versucht, scheinen seine Narben zu schmerzen, wie sein Rücken es an jenem Tag tat. Versucht er zurück zu denken, sieht er die verschleiernden Tränen, die ihm in den Augen standen, hört sein eigenes Gekreisch in seinen Ohren klingeln, spürt, wie die Messerklinge des Räubers zweimal tief seinen Rücken durchfuhr und schmeckt den metallischen Geschmack seines eigenen Blutes auf seiner Zunge. Seine Lunge war beidseitig durchbohrt worden – eine in jedem Falle tödliche Wunde. Offenbar waren sich dessen auch die Räuber bewusst, die ihn zusammen mit den Leichen seiner Eltern zum Sterben in die Holzhütte schmissen und diese in Brand steckten, schließlich würden sie vermisst werden und ein neues Versteck mussten sie sich nach den offensichtlichen Schäden, die der Kampf mit dem Windmagier hinterlassen hatte, sowieso suchen.
Es war ein sehr seltsames Gefühl, zu sterben. Als Sechsjähriger hat man sich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, dass das Leben eines Menschen auf Erden doch eigentlich recht kurz ist und was wohl danach kommt. Auch hatte er noch nie zuvor etwas damit zutun gehabt, dass einer seiner Verwandten das Zeitliche gesegnet habe oder einer seiner Freunde. Nun aber, wo er in der flirrenden Hitze des Feuers lag und seine Brust rasende Schmerzwellen durch seinen Körper sandte, wusste er auf einmal sehr genau, dass er das hier nicht überstehen würde. Er würde sterben. Einfach verschwinden, zu einem Haufen Asche reduziert werden und nichts könnte dies verhindern… Er lag in einer Lache seines eigenen Blutes - so viel Blut, dass ein einzelner Mensch so viel davon in seinem Körper haben könnte, hätte der Junge nie für möglich gehalten. Es war so rot, so schrecklich rot… heiß, als würde ihn mit dem Leben auch die Wärme seiner Glieder verlassen und tatsächlich wurde ihm kalt, obwohl das Holz um ihn herum verkokelte… Aber dann, als er gerade tief in seiner Seele akzeptiert hatte, gleich die Welt zu verlassen und zu erforschen, ob er danach noch da sein würde, konnte er etwas ganz in seiner Nähe hören, so etwas wie Schritte, nur viel massiger. Er war zu schwach, um den Kopf zu drehen, doch es schien ihm, als würde Wind an seiner Nase vorbei streichen, ihn kühlen… und auf einmal war das Feuer weg. Einfach weg. In diesem Moment konnte er sich nicht mehr darüber wundern, da sein unterversorgtes Gehirn gerade am absaufen war. Etwas großes, helles, berührte ihn genau in dem Moment, in dem es schwarz vor seinen Augen wurde und er das Gefühl hatte, sein Geist würde aus seinem zerschundenen Körper herausgerissen, stände neben sich. Mit einer fast regungslosen Gleichgültigkeit blickte er auf sein altes Ich herab… und wurde plötzlich wieder zurückgesogen, als habe jemand einen Staubsauger angemacht, es zog an seiner Seele und mit einem Mal schlug der weißhaarige Junge die violetten Augen auf und schnappte nach Luft. Er lebte. Seine Kopfschmerzen waren wie weggeblasen und sein Rücken… es schien ihm, als blute er nicht einmal mehr. Was war passiert? Wer oder was hatte ihn gerettet?
Es stellte sich heraus, dass das Wesen, welches ihm das Leben ohne Zweifel gerettet hatte, eine Drachin war, die nur durch Zufall in der Gegend gewesen war. Eigentlich hatte sie eine ganz andere Reiseroute geplant gehabt und es war mehr eine Laune gewesen, dass sie sich umentschieden hatte und die Rauchfahne sah, die das Holzhaus hinterließ. Grandine, der Drache des Himmels, schwebte hinab und löschte das Feuer, indem sie ihm einfach den lebensnotendigen Sauerstoff entzog und fand darin, einen kleinen Menschenjungen neben zwei bereits verbrannten Leichen. So blass, wie er war, war auch er schon tot oder aber dem Tode nahe. Vorsichtig hatte sie ihn geheilt und von der Lichtung weggetragen, denn den Anblick der zwei rußgeschwärzten Körper hätte er in seiner sowieso schon traumatisierten Verfassung nicht mehr ausgehalten. Sie beschloss, den Jungen aufzunehmen und, wenn er sich erholt hatte, in ihrer Magie auszubilden. Cyrus wehrte sich erst gar nicht gegen den Drachen, da er erst einmal verdauen musste, was dort im Wald geschehen war. Die ersten zwei Jahre redete er kein Wort, zu sehr nagte dieses Erlebnis an seinem Inneren, erst nach dieser Zeit begann er den Drachen, dem er sein Leben schuldete, kennen zu lernen. Der erste Schock für den Achtjährigen war, als er registrierte, dass es ein Weibchen war, da Grandine irgendwie männlich aussah. Allerdings lernte er schnell, dass das nicht bedeutete, dass sie sich irgendetwas sagen ließ, im Gegensatz zu seinen Eltern war sie recht streng und erwartete von ihm, dass er ihr gehorchte.
Im Gegenzug dafür begann sie ihn allerdings in ihrer Magie zu unterrichten, was ein Geschenk von unschätzbarem Wert für ihn war. Er lernte nicht nur, wie er alleine zurecht kam, da sie ja nicht unter Menschen lebten, sondern auch vieles über die Natur und die Drachen, begann diese Wesen noch mehr zu lieben. Auch brachte sie ihm bei, was Magie eigentlich war (Sein Vater hatte es ihm auch beibringen wollen, aber leider war er ja nicht mehr dazu gekommen) und begann ihm die Grundlagenzauber beizubringen, die ihm helfen sollten, seinen Traum zu verwirklichen, von dem er immer geredet hatte: Er wollte ein Magier von Blue Pegasus werden und damit seinem Vater nachfolgen, auch wenn die Erinnerung an diesen Mann immer mehr zu verblassen begann, bis schließlich nur noch der Wunsch übrig blieb und Orestis aus seinem Kopf verschwand. Auch wenn er manchmal aufmüpfig wurde und von Grandine in die Schranken gewiesen werden musste, so gab er sich doch meistens Mühe und lernte eine Menge fürs Leben, verlernte jedoch im selben Zug einiges, was er einst vermocht hatte: Zum einen verlor er seine Angst, als habe das Feuer der Hütte sie weggebrannt, dabei ist dieses Gefühl in manchen Situationen ein Lebensretter. Zum anderen verkümmerte seine Fähigkeit, mit anderen Wesen empathisch umzugehen, da das einzige sprechende Wesen, mit welchem er aufwuchs, die Drachin war.
Diese bemerkte die negativen Veränderungen ihres Schützlings durchaus und da sie nicht wollte, dass dieser seine Menschlichkeit komplett einbüßte, versuchte sie ihn langsam wieder in die menschliche Gemeinschaft zu integrieren, zuerst, indem sie ihn immer für einen Tag in einem Dorf absetzte und beobachtete, wie er sich schlug. Interessanterweise stießen die Menschen Cyrus irgendwie ab, da er an die Hoheit der Drachin gewöhnt war, sodass er die ersten Besuche immer recht missmutig absaß. Danach jedoch begann er langsam zu bemerken, dass diese Zweibeiner, die ihm so ähnlich sahen, wirklich gute Spielzeuge abgeben konnten, vor allem diejenigen, die irgendwie anders gebaut waren, als er selbst. Vielleicht könnte das jemandem komisch vorkommen, aber er hatte beinahe vergessen, dass es so etwas wie Geschlechter gab, da er nie viel mit Gleichaltrigen zu tun gehabt hatte, als er noch mit seinen Eltern lebte. Aus purer Neugierde begann er also dieser Kuriosität auf den Grund zu gehen, wurde aber von Grandine unterbrochen, die ihn zurückholte und ihm direkt darauf nicht nur eine Standpauke hielt, die sich gewaschen hatte, sondern auch erklärte, was er wissen wollte. Interessant! Wirklich interessant… Womit der junge Mann die nächsten Ausflüge verbrachte, darf man sich denken. Allerdings wurde er allgemein besser darin, mit Menschen zu interagieren und bekam so eines Tages, in seinem siebzehnten Lebensjahr, eine Überraschung von Grandine: Sie würde ihn endgültig zu den Menschen zurückschicken. Erst war er vollkommen überrascht, dann begann er sofort zu widersprechen! Er mochte die Drachin viel lieber als alle Menschen dieser Welt, er wollte nicht zurück, doch Grandine war unerbittlich. Sie würde ihn mal besuchen kommen, hatte sie versprochen, da sie sich in Licht verwandeln konnte und sich so unbemerkter bewegen konnte. Widerwillig, aber sich der nicht vorhandenen Wahl bewusst, verließ Cyrus sie also.
Seit diesem Tag sind zwei weitere Jahre vergangen, in denen der junge Mann sich recht gut in der Menschenwelt eingelebt hat, auch wenn er sich immer noch nicht auf ihre Niveau herabgelassen hat. Er wanderte schnurstracks nach Oshibana Town, da sich dort nach der Drachin die Gilde Blue Pegasus befand und beantragte Mitgliedschaft in dieser, die ihm auch ohne weiteres gewährt wurde, nachdem er seine Geschichte erzählte. Einige der Älteren konnten sich sogar an seinen Vater erinnern, doch er hörte ihnen gar nicht richtig zu – seine Erinnerungen an diese frühen und glücklichen Tage waren schon längst aus seinem Kopf verschwunden und so gesehen wollte er sie auch gar nicht zurück haben. Seine wahre Mutter war die Drachin, die ihn aufgezogen hatte, das war gar keine Frage! Er genoss die Aufmerksamkeit, die die Stadt offenbar Drachen entgegen brachte und schloss sich dieser Welle an, mit dem einen Unterschied, dass er genau wusste, wie Drachen so ticken konnten, da er ja mit einem recht gut befreundet war. Eine Bleibe fand er auch recht schnell – eine kleine Wohnung unterm Dach, die aus Zufall und ohne sein Wissen genau diejenige war, die er einst schon einmal mit seinen Eltern bewohnte. Das weiß er bis heute nicht und der einzige Hinweis darauf war ein Bild, das mit Reißzwecken an einer Wand hing und eine Wachsmalstiftzeichnung dreier Personen darstellen sollte. Von Kinderhand gemalt und nicht seinem Geschmack entsprechend landete es sofort auf dem Müll.


◊ ◊ Schreibprobe ◊ ◊
Im fahlen Licht des Mondes glänzten die Schlüssel in der hellhäutigen Hand nur matt, dennoch reichte das wenige Licht gerade aus, um sich zu orientieren. Wie ein Einbrecher, still und leise, schlich eine hochgewachsene Gestalt den fremden Flur entlang, bis sie an eine Tür kam, die sie erst einmal durchschritten hatte. So eine Holztür war eigentlich viel zu dünn, um tatsächlichen Schutz zu bieten, aber sie markierte den Beginn einer anderen Privatsphäre, symbolisierte Ungestört- und Geborgenheit. Doch der Weißhaarige hielt nichts von solchen Restriktionen, was dafür da war, ihn abzuhalten, war überbewertet. Er schaffte es doch immer wieder, hinein zu kommen - dazu musste er nicht einmal Gewalt anwenden. Ein Grinsen kräuselte seine Lippen, als er den Schlüssel vorsichtig ins Schloss schob und langsam, beinahe sanft herumdrehte. Mit einem leisen Klacken schnappte der Riegel zurück und er schritt gemächlich über die Schwelle. Sofort umfing ihn wieder dieser Geruch, der ihm schon am Vortag beinahe den Atem geraubt hatte. Es war eine recht undefinierbare Zusammensetzung, sodass er die Einzeldüfte nicht auseinander halten konnte, aber eines ließ sich ohne zu Zögern sagen: In den Räumen der kleinen Wohnung hing der Eigenduft einer Person, des jungen Mannes, der der Grund war, dass sich der Dragonslayer aus Oshibana Town noch immer in dieser Stadt befand, obwohl die Theatervorstellung, die er diesen Abend besucht hatte, schon längst aus war. Es war ein schönes Stück gewesen, gut inszeniert und beinahe perfekt besetzt, aber dennoch hatte er Probleme gehabt, der Handlung zu folgen. Seine Gedanken waren immer wieder abgeschweift, hinaus aus dem Zuschauerraum, zurück zu dem Gesicht des Jüngeren, als er diesen um einen halben Keks gebracht hatte. Wie er geguckt hatte... nein, das hatte Cyrus gar nicht gefallen. Dabei hatte er sich doch eigentlich nur einen Spaß erlauben wollen, bisher hatte er doch nicht so pikiert auf solche Dinge reagiert. Er hatte einfach nicht erwartet, dass er allein schon deswegen schmollen würde, aber womit er nun wirklich nicht gerechnet hatte, war seine eigene Reaktion darauf gewesen. Man sollte ihn nicht falsch einschätzen, Cyrus war ein kalter Hund, der normalerweise mit den Gefühlen seiner Mitmenschen, wenn man dieses Wort überhaupt so benutzen durfte, spielte und den es nicht kümmerte, wenn es anderen schlecht ging; aber allein das Schmollen des Anderen hatte ihn irgendwie komplett aus dem Konzept gebracht. Er hatte sich schuldig gefühlt, die ganze Vorstellung über hatten seine Gedanken um wenig anderes gekreist, sodass er sie schon frühzeitig verlassen hatte, um sich in einer stilleren Gegend auf eine Bank zu setzen und mithilfe von Notizblock und Stift darüber zu meditieren, was es war, das ihn so quälte. Nach einigen Stunden war er schließlich darauf gekommen, dass es sich um ein typisch menschliches Phänomen namens "schlechtes Gewissen" handeln musste, zumindest nach den Symptomen zu schließen. Einige weitere Stunden - es war bereits dunkel geworden - wurden darauf verwendet, sich eine Gegenmaßnahme und Abhärtungstherapie zu überlegen, bis er sich schließlich zu der Wohnung aufmachte, die er noch zuvor beinahe fluchtartig über den Balkon verlassen hatte. Nach einem kleinen Abstecher war er also auch hier angekommen, wo er nun fast bedächtig auf Socken durch den kleinen Flur schlich und sich in Richtung des Zimmers vortastete, das er neben dem Badezimmer noch nicht betreten hatte und aus dem ein feines Schnarchen zu hören war. Schmunzelnd schob er langsam die Tür auf und spähte hinein, machte ein paar zögerliche Schritte auf das Bett zu und blieb dann unschlüssig stehen. Kaum zwei Meter von ihm entfernt lag eine schlafende Gestalt, alle Viere von sich gestreckt, auf dem Rücken und mit offenem Mund. Ab und an zuckte er oder drehte sich im Tiefschlaf, aber ansonsten bewegte sich nur das Auge hinter dem Lid und der Sabber, der aus seinem Mundwinkel tropfte. Nichts deutete noch daraufhin, dass er Cyrus böse gewesen war, aber dieser war immer noch der Überzeugung, dass er irgendwie wieder gut machen musste, was er mehr oder weniger verbrochen hatte. Das für ihn so typische Lächeln war von seinen Lippen verschwunden, als er sich vorsichtig auf den Rand des Bettes setzte und den Kopf schief legte. Er fand den jungen Mann vor ihm, der so friedlich schlief, unglaublich niedlich, das stellte er immer wieder fest. Plötzlich wieder lächelnd konnte er es sich nicht verkneifen, ihm mit dem Ärmel den Speichel aus dem Mundwinkel zu wischen und strich danach mit den dünnen Fingern durch das in der Dunkelheit beinahe graue Haar, welches im Sonnenschein jedoch in warmem Orangerot leuchtete. Eigentlich hatte er ja vorgehabt, ihn zu wecken, sowohl, um sich für sein Verhalten zu entschuldigen, als auch, um etwas einzufordern, was er ihm noch schuldete... aber nun... er musste eine ganze Weile da gesessen haben, bis ihm auffiel, dass er sich vielleicht langsam mal entscheiden sollte. Er konnte doch nicht die ganze Zeit hier so untätig herum sitzen und den Anderen beim schlafen beobachten! Immerhin... war er sich nicht sicher, wie der reagieren würde, wenn er aufwachte und ein vollkommen übermüdeter Dragonslayer an seinem Bett sitzen würde. Vielleicht war er ihm ja doch immer noch böse. Unsicher sog er die Unterlippe zwischen seine Zähne und kaute leicht darauf herum, bis er sich vorbeugte und einen Kuss auf die Stirn des Schlafenden hauchte. Sodann erhob er sich wieder und verließ den Raum ebenso lautlos, wie er ihn betreten hatte. Nachdem er ins Wohnzimmer geschlendert war und auf dem Weg die Tasche von der Wohnungstür aufgesammelt hatte, legte er deren Inhalt sorgsam auf den Tisch, knautschte den Beutel zusammen und drapierte die Wohnungsschlüssel samt einem Zettel auf der Spitze des Keksbergs. Wunderte es, dass er die Schlüssel wieder abgab? Er hatte sich natürlich Kopien davon anfertigen lassen, aber es wäre gemein, dem Jungen seine eigenen Wohnungsschlüssel vorzuenthalten, oder etwa nicht? Noch einmal atmete er tief ein, versuchte möglichst viel von dem Duft in sich aufzunehmen, ehe er sich einen Ruck gab und die Wohnung wieder verließ, mit einem ungewissen Gefühl von Unsicherheit im Magen. Hoffentlich hatte er da eben gerade keinen Fehler gemacht, andererseits konnte er sich so nicht mehr schlecht fühlen! Er hatte ungefähr das Hundertfache von dem zurückgegeben, was er ihm geklaut hatte, da durfte man sich schlichtweg nicht mehr beschweren... oder? Noch vor der Haustür blieb er kurz stehen, schüttelte dann heftig den Kopf, sodass die weißen Haare um seine Ohren flogen und fasste sich an die Stirn. Himmel, was tat er hier eigentlich? Mit einem unzufriedenen Gesichtsausdruck folgte er den Treppen nach draußen, wo er erst einmal die Nase in die kühle Luft streckte. Sein Kopf musste unbedingt wieder klar werden, außerdem musste er nach Hause, sonst würde er vor morgen überhaupt keinen Schlaf mehr finden… obwohl er ja bezweifelte, dass er würde schlafen können.
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Seraphim

Seraphim

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Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Re: Cyrus Ikaros Seraphim   Di 23 Sep 2014 - 17:56



Statusblatt
Himmels Dragonslayer


◊ ◊ Körperliche Attribute ◊ ◊


   STÄRKE: 95 Punkte - Level 5

   SCHNELLIGKEIT: 130 Punkte - Level 6

   GESCHICKLICHKEIT: 65 Punkte - Level 4

   WIDERSTAND: 130 Punkte - Level 6

   MANAVORRAT: 300 Punkte - Level 9

   WILLENSKRAFT: 225 Punkte - Level 8


◊ ◊ Magische Fähigkeiten ◊ ◊

   MAGIEART: Himmels Dragonslayer - 200 Punkte - Klasse IV

Himmels Dragonslayer
TYP: Lost Magic
ELEMENT: -
HAUPTATTRIBUT: -
NEBENATTRIBUT: -
BESCHREIBUNG: Der Himmels Dragonslayer unterscheidet sich etwas von den anderen Dragonslayern, zumindest bei den Eigenschaften mit seinem eigenen Element. Er ist immun gegen Windmagie und kann normalen und magischen Wind (wobei dieser um einiges effektiver ist) essen um seine Kräfte aufzufrischen. Die einzige Ausnahme hierbei besteht in seinem eigenen Wind, den er erschafft, dieser lässt sich nicht verspeisen. Weiterhin ist anzufügen, dass je reiner die Luft ist, desto effektiver sind die Zauber des Dragonslayers. Bei unreiner Luft (Höhlen oder Verschmutzung) treten alle Effekte der Zauber dementsprechend abgeschwächt auf. Grandine, der Drache des Himmels, ist die einzige Person, welche diese Magie lehren kann. Zudem verfügen alle Dragonslayer über einen sehr ausgeprägten Geruchssinn.

   AUSLEGERPUNKTE: (12/12)

   ZAUBER:

Sky Dragon's Blast
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 15 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Bei diesem Zauber konzentriert der Himmels Dragonslayer seine Magie in einer Faust, aus welcher er schließlich einen fußballgroßen Ball aus komprimierter Luft auf den Gegner abschießen kann. Die Geschwindigkeit und Wucht dieses Geschosses entspricht der Willenskraft des Magiers minus 1, wobei dieser Wert niemals größer als 5 zu werden vermag.


Sky Dragon's Aid
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Körperkontakt
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Hierbei handelt es sich um den einfachsten Zauber der Heilmagie, welcher ein Himmels Dragonslayer erlernen kann. Auf diesem Level kann man kleine Schnittwunden und leichte Prellungen heilen, wobei man für solche Verletzungen gut und gerne bis zu einer Minute benötigt.

Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 4: Nun hat sich der die Geschwindigkeit des Heilvorgangs erhöht, sodass der Magier solche Wunden in einer halben Minute heilen kann.
Willenskraft Level 6, Manavorrat Level 6: Die höchste Beherrschung dieses Zaubers erlaubt es dem Dragonslayer, kleine Verletzungen in 10 Sekunden vollständig zu heilen.


Sky Dragon's Troia
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Körperkontakt
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Mithilfe dieses einfachen Zaubers lassen sich einfache Krankheiten oder Erkältungen lindern und heilen. Selbst chronische Krankheiten kann man bis zu einem Tag unterdrücken, ehe sie wieder hervorbrechen.


Sky Dragon's Wings
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3
BESCHREIBUNG: Hierbei konzentriert der Magier seine Windmagie im Rücken, sodass ein Paar Flügel aus komprimierter Luft entstehen, mit denen er gleiten und Stürze deutlich verlangsamen kann.


Sky Dragon’s Respiration
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3
BESCHREIBUNG: Der Dragonslayer holt tief Luft und komprimiert die eingeatmete Luft in seinen Lungen, sodass er bis zu einer Viertelstunde nicht mehr zu atmen braucht – eine Dauer, die sich natürlich mit zunehmender körperlicher Anstrengung verkürzt.


Sky Dragon’s Jump
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3
BESCHREIBUNG: Der Anwender konzentriert Mana in seinen Füßen und katapultiert sich während eines normalen Sprunges durch stoßartiges Freisetzen höher in die Luft, als er durch pure Muskelkraft gekommen wäre. Die Sprunghöhe entspricht dabei der Willenskraft des Anwenders in Metern, kann aber nicht über 5 Meter hinauskommen.


Sky Dragon’s Breath
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 15 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Der Anwender holt tief Luft, konzentriert sein Mana in seinem Mund und pustet einen schwache Böe in Richtung Gegner. Geschwindigkeit und Stärke dieses Zaubers entsprechen der Willenskraft des Anwenders -1, mit einem Maximalwert von 5.


Sky Dragon's Crossfire
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro 5 Geschosse
MAX. REICHWEITE: 20 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 5, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber verlässt sich nicht auf ein einziges starkes Windgeschoss, sondern auf eine Vielzahl von kleineren, die erst in ihrer hohen Nummer gefährlich werden. Insofern lernt der Anwender nur, wie er einfache Windkugeln in Handballgröße in sehr schneller Abfolge aus seinen flachen Händen schießen kann, wobei die Geschwindigkeit und Stärke derselben sich aus der Willenskraft -2 mit einem Maximum von 6 berechnen.


Sky Dragon's Wind Blade
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 25 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Zuerst schlägt der Magier mit der flachen Hand in die Luft, als ob er etwas schneiden würde, sodass eine große Luftklinge entsteht, wobei der Handrücken in die Richtung zeigt, in welche die Klinge fliegen soll. Weiterhin ist anzufügen, dass diese Klinge ihrem Original aus Metall in Sachen Schärfe in nichts nachsteht, die Geschwindigkeit der Klinge ist gleich der Willenskraft des Anwenders minus 1, bis zu einem maximalen Wert von 6.

Willenskraft Level 5, Manavorrat Level 4: Nun lassen sich bis zu drei Klingen auf einmal abfeuern.
Willenskraft Level 6, Manavorrat Level 5: Das Maximum, der zu abfeuernden Klingen, beträgt 5 Stück.


Sky Dragon’s Wing Attack
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro Minute
MAX. REICHWEITE: 5 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Der Anwender legt die Handflächen zusammen und zieht sie rasch auseinander, wodurch sich zwei Wirbelwinde bilden, die sich um seine Arme winden und wie Peitschen eingesetzt werden können. Zwar ist die Reichweite recht beschränkt und der Wind verursacht keinen direkten Schaden, dafür schleudert er aber auch alles meterweit mit einer Kraft weg, die er Willenskraft des Anwenders entspricht (maximal 6) weg, was nicht niet- und nagelfest ist, wenn es getroffen wird.


Sky Dragon’s Repulsion
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 15 m Umkreis
VORAUSSETZUNGEN: Manavorrat Level 4, Willenskraft Level 4
BESCHREIBUNG: Der Anwender reißt die Arme auseinander und schickt nach einer Aufladezeit von drei Sekunden eine relativ schwache Druckwelle durch die Luft um ihn herum. Diese breitet sich wie ein Halbkreis aus und ist dadurch zumindest in der Lage, Wurfgeschosse deutlich zu verlangsamen, wenn nicht sogar aufzuhalten, sowie bei entsprechenden Werten auch schwerere Gegenstände zurück zu werfen. Die Stärke des Windes beträgt dabei die Willenskraft des Anwenders -3, die Schnelligkeit entspricht der Willenskraft -2, beides mit einem Maximum von 6.
Willenskraft Level 5: Die Aufladezeit beträgt nur noch zwei Sekunden.
Willenskraft Level 6: Die Aufladezeit beträgt nur noch eine Sekunde.


Sky Dragon’s Air Kiss
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 20 m
VORAUSSETZUNGEN: Manavorrat Level 5, Willenskraft Level 4
BESCHREIBUNG: Der Anwender konzentriert zunächst seine Himmelsmagie in zwei Fingerspitzen einer Hand und erschafft dadurch eine kleine, wirbelnde Sphäre in Form einer Kugel, die er anschließend durch Anheben der Hand zum Mund und einem leichten Hauchen abfeuern kann. Obwohl diese Kugel kaum größer als ein Tennisball ist, erreicht sie ein deutlich größeres Zerstörungspotenzial, da sie bei Aufprall expandiert, bei Abschuss aber aerodynamisch komprimiert ist. Die Stärke und Schnelligkeit des Zaubers entsprechen der Willenskraft des Anwenders -1 mit einem Maximum von 6.


Relax!
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: Berührung
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 4
SPEZIELLES: Persönlicher Zauber Seraphim
BESCHREIBUNG: Ein Zauber der Heilmagie, der durch stetigen Manazufluss Muskeln entspannen kann. Dies kann zunächst nur langsam angewandt werden und dient somit allerhöchstens zu Entspannungs- und Massagezwecken.

“Beherrschung“:
 


Sky Dragon's Roar
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: III
MANAVERBRAUCH: III
MAX. REICHWEITE: 25 m
VORAUSSETZUNGEN: Manavorrat Level 6
BESCHREIBUNG: Hierfür atmet der Dragonslayer tief ein und konzentriert gleichzeitig Windmagie in seinen Lungen. Beim Ausatmen stößt dieser anschließend einen sturmartigen Windatem aus, der selbst über die Distanz nicht schwächer wird. Die Wucht entspricht gleicht der Willenskraft des Magiers und der Durchmesser des Atems beträgt 5 Meter.
Beherrschung:
 


Sky Dragon's Proficient Cure
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: III
MANAVERBRAUCH: III pro Minute
MAX. REICHWEITE: Körperkontakt
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 6, Manavorrat Level 5
BESCHREIBUNG: Mithilfe dieses Zaubers ist der Himmels Dragonslayer in der Lage, selbst zentimetertiefe Wunden zu heilen. Lediglich die schwersten und tiefsten Verwundungen vermögen es ihn noch vor den Kopf zu stoßen. Je nach Tiefe der Wunde kann die Dauer der Behandlung einige Minuten andauern.
Beherrschung:
 


Sky Dragon’s Telekinesis
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: III
MANAVERBRAUCH: III pro 5 Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 6, Manavorrat Level 6
BESCHREIBUNG: Mithilfe dieses Zaubers ist der Dragonslayer dazu in der Lage, vom Boden Abschied zu nehmen und stattdessen in der Luft weiter zu wandeln, der Volksmund würde also sagen: Er fliegt. Die Technik dahinter ist allerdings eine etwas andere, da er sich nicht etwa Flügel wachsen lässt, sondern die Luftströme um sich herum so manipuliert, dass sie ihn schweben lässt. Dabei entspricht seine Fluggeschwindigkeit der Willenskraft und die Tragekraft dem Manavorrat, beides bis zu einem Maximum von 8.


Sky Dragon’s Cyclone
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wind
KLASSE: III
MANAVERBRAUCH: III pro Minute
MAX. REICHWEITE: 5 m
VORAUSSETZUNGEN: Manavorrat Level 7, Willenskraft Level 6
BESCHREIBUNG: Der Anwender beschwört einen Wirbelsturm mit sich selbst im Auge des Sturms. Dieser hat einen Durchmesser von fünf Metern und entwickelt nur schwachen Sog, aber fetzt dafür alles in seinem Weg mit einer Kraft, die der Willenskraft des Anwenders mit einem Maximum von 8 entspricht, weg. Der Zyklon ist zwar mobil – er folgt dem Anwender, sollte dieser sich denn mit einer Schnelligkeit bis einschließlich Level 5 bewegen – aber bietet dafür keinerlei Schutz, da Zauber oder Geschosse durch den leichten Sog eher noch zusätzlich eingesogen werden.


   UMGANG MIT WAFFEN:

Stangenwaffen: Grad I

Skyquake
GATTUNG: Stangenwaffen
BESITZER: Cyrus Ikaros Seraphim
ELEMENT: Wind
KLASSE: III
MANAVERBRAUCH: I - III
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 8, Manavorrat Level 6
BESCHREIBUNG: Skyquake ist ein etwa 95 Zentimeter langer Stab, der unter normalen Bedingungen wohl als ein extravaganter Spazierstock durchgehen würde. Er ist aus schwarzem Ebenholz gefertigt und besitzt einen silbernen Knauf, welcher wie der Kopf eines Drachen geformt ist. In seine Augen sind funkelnde Lachryma eingesetzt und die federartigen Schuppenverzierungen an seinen Rändern können beim Aufprall durchaus Verletzungen hinterlassen. Das untere Ende des Stockes ist ebenfalls mit einer silbernen Kappe versiegelt, welche allerdings schmucklos ist. Tatsächlich ist dieser Spazierstock deutlich härter als man es von einem Holzstock erwarten würde, da er mit durchaus potenter Magie durchsetzt ist. Diese äußert sich allerdings vor allem in einem anderen Effekt, welcher eng mit den Drachenaugen zusammenhängt. Die Waffe speichert nämlich das Mana ihres Anwenders (und nur dessen!) und lässt es auf seinen Befehl hin los, was in einer mehr oder minder großen Druckwelle resultiert. Da dies mit einem treffenden Schlag kombiniert werden muss, hat dies einen verstärkenden Effekt, welcher sich darin äußert, dass der Getroffene meist von den Beinen gefegt wird, selbst wenn die Kraft dahinter dazu nicht ausgereicht hätte. Der Treffer selbst wird dadurch nicht schmerzhafter, aber durch den anschließenden Flug natürlich durchaus gefährlicher. Besonders in Menschenmassen werden gerne auch Umstehende von diesem Effekt betroffen, da die Druckwelle nicht gerade wählerisch ist. Nach einer Entladung muss die Waffe erneut geladen werden. Dies dauert bei einer Willenskraft von 8 pro Kostenlevel 2 Sekunden, ab Level 9 nur noch eine.
Je nach Manaladung variiert der Effekt und Radius der Druckwelle stark:
Manaverbrauch I: Eine leichte Druckwelle löst sich. Diese ist eher mit einer leichten Böe zu vergleichen und kann vielleicht Damen die Röcke hochwehen, in einem Radius von einem Meter.
Manaverbrauch II: Eine Druckwelle mit Stärke Level 5 kann schon etwas mehr anrichten als nur Peinlichkeiten und das in einem Radius von zwei Metern.
Manaverbrauch III: Von dieser Druckwelle, die sich mit insgesamt Stärke Level 8 löst, wird sicherlich der stämmigste Mann meterweit geschleudert. Sie kann einen Radius von drei Metern erreichen, bevor ihre Stärke schnell abfällt.
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Cyrus Ikaros Seraphim
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