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 Canalstreet

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Kuma
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BeitragThema: Canalstreet   Di 14 Jul 2015 - 14:07

Ortsname: Canalstreet
Art: Freiraum
Spezielles: ---
Beschreibung: Die Canalstreet ist eine besondere Straße Magnolias, insofern sie nicht von magischen Vehikeln oder anderen Fahrzeugen befahren werden darf, sondern nur eine reine Fußgängerzone darstellt. In der Mitte fließt der Kanal, der Magnolia durchzieht, ruhig daher und mehrere Boote bieten Transporte oder Übersetzung an. Die Wohnungen und Geschäfte hier an der Canalstreet kosten gut und gerne das dreifache an Miete, wenn man sie mit dem Rest der Stadt vergleicht.

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Sylvana
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BeitragThema: Re: Canalstreet   Di 29 Sep 2015 - 17:31

Offplay: Aufeinandertreffen zweier Naturgewalten
Minato und Sylvana

Magnolia Town, das Herz des Ostens. Die so berühmte Stadt, die ihren Namen in den Analen der Geschichte dieses Landes schon häufig hinterlassen hatte. Neben der Hauptstadt Crocus Town war sie wohl die bekannteste Stadt im ganzen Land, was wohl besonders an der hier ansässigen Gilde lag. Fairy Tail war wohl jeder Person im Land ein Name, bekannt für ihren Hang zur Zerstörungswut und der Tatsache, dass sie Freundschaft über alles stellten. Ehrenhafte Ansichten, die aber teils wirklich sehr naiv wirkten. Zumindest dachte Sylvana so. Aber gut, sie war nicht hier in der Stadt, um über die Gilde und ihre Eigenarten nachzudenken, das hätte sie auch ohne Probleme im kalten Norden des Landes in ihrem Drachenhort machen können. Sie war wegen wichtiger Dinge hier, private Nachforschungen, wenn man es so nennen wollte, welche ihren Ursprung in einer schicksalhaften Begegnung in den heißen Quellen von Crystalline Town hatten. Die Begegnung mit Maeve hatte ihr Interesse geweckt, nach den anderen Drachenkindern im Land Ausschau zu halten. Und ihre Nachforschungen hatten sie hierher gebracht, in das Herz des Ostens, die Heimat der Gilde Fairy Tail, welche mindestens einer dieser Dragonslayerin beherbergen sollte, die sie suchte. Feuriges Temperament sollte ihn begleiten, wenn ihre Informationen sie nicht täuschen sollten. Aussehen, Geschlecht oder Element wollte ihr der Informant aber nicht verraten, was diese Aktion zu einer Suche der Nadel im Heuhaufen machen würde.
Seufzend stieß sich Sylvana von der Außenwand der großen Kardia Kathedrale ab, blickte die Hauptstraße in Richtung des großen Gebäudes am anderen Seite der Stadt hinab, wo ein weiteres, großes Gebäude über die Stadt emporragte. Das Gildenhaus Fairy Tails, wie sie herausgefunden hatte. Ziemlich protzig, wenn man es über längere Zeit begutachtete. Zwar nicht so imposant wie die gewaltige Kathedrale in ihrem Rücken, die mit ihren langen Schatten eine große Fläche der langen Hauptstraße bedeckte, aber trotzdem stach das Gebäude zwischen all den Häusern der Stadt hervor. Am liebsten wäre die einfach die Straße entlanggelaufen, direkt in das Gildenhaus und hätte sich dort erkundigt, aber so eine törichte Vorgehensweise würde sie niemals an den Tag legen. Wer wanderte schon einfach schnurrstrakt durch die Tür einer fremden Gilde, besonders als Mitglieder einer Gilde wie Royal Crusade. Man mochte in der Öffentlichkeit zwar nicht als dunkle Gilde bekannt sein, aber mit dem Ruf, der einen schon verfolgte, war man sicherlich nicht gerne bei Fairy Tail gesehen. Schon alleine aus diesem Grund hatte sie ihr Outfit angepasst, ein paar schwarze, fingerlose Handschuhe angezogen, um ihr Gildenzeichen zu verstecken. Ansonsten hatte sie auch ihre recht streng wirkende Uniform in Crystalline Town zurückgelassen und sich für ein eher lockeres Outfit entschieden, was auch den klimatischen Bedingungen der Stadt eher entsprach. Ein einfaches, schulterfreies, azurblaues Top, kombiniert mit einem ebenfalls einfachem, knielangen Sommerrock, ein paar schwarzen Ballerinas. Die Haare trug sie wie immer offen, ließ sie in hellblauen Kaskaden ihren Rücken herabfallen, während um ihren Hals die Kette aus Silber hang. Ein ziemlicher Kontrast zu den doch sonst recht streng wirkenden Kleidungsstücken, die sie normalerweise auf Missionen oder in der Gilde trug. So wirkte sie fast schon unschuldig, engelsgleich, wenn sie jetzt noch ein zartes Lächeln auf die rosigen Lippen setzen würde. Alles Mittel zum Zweck, wenn man wollte.
„Gut… Wie finde ich nun diesen verfluchten Dragonslayer?“ Ein weiteres Seufzen entwich ihren Lippen, während sie langsam durch einige Nebenstraße wanderte, begutachtete die Stadt auch ein wenig aus anderen Perspektiven. Ja, wo sollte sie nun anfangen? In der Stadt hangen so viele Gerüche, dass ihre Nase sie nicht zu ihrem Ziel führen würde, zumal sie auch keinen Anhaltspunkt hatte, wonach dieser Dragonslayer auch riechen sollte. Nach frischem Wind? Nach Licht? Ja, was für ein Geruch haftete überhaupt dem Kind des Lichtdrachen an? Hätte sie doch nur ein wenig mehr Informationen! Etwas frustriert grummelte sie ein paar unverständliche Flüche in den Worten der alten Drachen, schaute eher abwesend auf die Umgebung und folgte einfach nur dem Straßenverlauf. Ihr Weg führte sie in eine recht belebte Straße, in welcher wohl einige Restaurants und Pubs angesiedelt waren, so wie die Gerüchte sich hier in der Luft vermischten. Alkohol, die verschiedensten Speisen, das feine Aroma eines Feuers zwischen ihnen, was wohl auf eine ältere Art der Speisenzubereitung deutete, vielleicht über offener Flamme. Sie schnupperte kurz, spürte den Geruch immer kräftiger, während sie sich einem Pub am Ende der Straße näherte. Merkwürdig, seit wann wurden in einem Pub denn auf offenem Feuer Speisen zubereitet? Sie wollte gerade zur Tür gehen, als diese förmlich aus ihren Angeln flog – gemeinsam mit einem stark angesengten, jungen Mann, der mit Tür im Rücken einige Meter auf die offene Straße flog. Irritiert folgte der Blick der Dragonslayerin dem Mann, drehte sich dann zurück zum nun offenem Eingang des Pubs. Was war denn hier auf einmal los?!


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Minato
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BeitragThema: Re: Canalstreet   Di 29 Sep 2015 - 21:58

Es war ein schöner und sonniger Tag und so entschloss sich Minato mal eine kleine Auszeit vom Hausbau zu nehmen, um einige Besorgungen zu machen. Der Bau kam gut voran und so hatte er sich mit seinem zukünftigen Mitbewohner darauf geeinigt, dass sie heute mal eine Pause einlegen würden. So hatte der Dragonslayer mal Zeit einige private Dinge zu erledigen. Während er durch das kleine Wäldchen Richtung Stadt spazierte, genoss er wie immer kurz die Ruhe dieses Ortes. Ganz besonders an so sonnigen und wolkenlosen Tagen versprühte dieser Wald eine ganz und gar friedliche Atmosphäre. Diese sog Minato förmlich mit jedem Schritt auf, denn schon bald würde er in der Stadt unterwegs sein und so schön diese auch für einige Leute war, für ihn war es wie immer eine kleine Überwindung. An solchen Tagen wie heute würden sicher wieder viele Leute in den Straßen Magnolias unterwegs sein, um ihren Geschäften nachzugehen. Das hieß für Minato nur eines, große Menschenmassen und diese mochte er gar nicht. Er konnte sich einfach nicht an diese engen Straßen gewöhnen, in denen sich die Leute tummelten und ihm fast die Luft zum Atmen nahmen. Er mochte es schlichtweg einfach nicht, wenn er sich eingeengt fühlte.
Langsam kam die Stadt in Sicht und der Wald wurde lichter. Man konnte die beiden Türme der Kathedrale im Herzen der Stadt schon von Weitem erkennen. Wie Minato aus Büchern und Erzählungen wusste, war diese in der Vergangenheit schon des Öfteren zerstört und wieder neu aufgebaut worden. Leider hatte seine Gilde in den meisten Fällen direkt, oder indirekt damit zu tun. Aber wie sagt man so schön, wo gearbeitet wird fallen auch Späne und immerhin hatte Fairy Tail am Ende diese Stadt immer wieder beschützt und auch gerettet.
Minato beschloss heute die Straße direkt am Kanal zu nehmen, da diese doch schon um einiges Breiter war und so das Gefühl der Enge für ihn nicht so groß war. Die meisten Geschäfte boten ihre Waren in einer Preisklasse an, die sich Minato selten bis gar nicht leisten konnte. Doch über die Jahre hatte er so seine kleinen Läden, in denen er ordentlich Rabatt bekam. Dies hatte meist den Grund das er den Ladenbesitzern in den ein, oder anderen Fällen, mal behilflich gewesen war. Meistens kam es durch Aufträge aus der Gilde dazu, doch auch außerhalb der Gilde half er den Menschen dieser Stadt gerne, wenn es nötig war.
Ganz oben auf seiner Liste, der zu erledigenden Sachen, stand seinen Mantel abzuholen. Dieser war bei den Bauarbeiten am Eigenheim leider beschädigt worden, als der Magier mit dem Saum an einem Nagel hängen blieb. Doch wer sich jetzt denkt, das Minato auf das Geschäft eines Schneiders zusteuerte, der irrte sich. Denn dieser stand nun vor einen Pub über dessen Tür ein Grünes Holzschild, mit der Aufschrift "Liz Trinkecke", befand. Liz war eine langjährige Freundin, seit Minato ihr Mal geholfen hatte, Schutzgelderpresser loszuwerden. Dabei entdeckte er das die toughe, braunhaarige Frau wunderbar mit Nadel und Pfaden umgehen konnte. Und das auch nur, weil sie Minato nach einem Kampf mit dem Boss der Verbrechertruppe angeboten hatte, seine zerrissenen Klamotten zu flicken. Seit dem konnte der junge Dragonslayer seine Sachen, wann immer er wollte, zu ihr bringen und sie reparierte sie dann für ihn.
Trotz der Mittagszeit war das kleine Interblissement schon gut besucht, doch Liz konnte er hinter dem Tresen sofort erkennen. Sie hatte ihre Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden und blickte zu ihm auf, als er die Kneipe betrat. Sofort erhellte sich ihr Gesicht und sie trat auf ihn zu. "Minato, schön dich zu sehen", begrüßte sie ihn und umarmte ihn kurz. Sie war fast einen Kopf kleiner, als er und so sah das meist aus, als würde sie ihrem großen Bruder umarmen. Da Minato sich schon daran gewöhnt hatte von Liz so begrüßt zu werden, stand er nicht wie noch beim ersten Mal stocksteif da, sondern erwiderte die Geste. "Hallo Liz", grüßte er zurück und lächelte. Sie sah zu ihm hoch und zwinkerte kurz. "Du bist bestimmt wegen des Mantels hier, den du mir vor einigen Tagen gebracht hast, richtig?" Er nickte. "Da wir heute eine Pause beim Haus einlegen, dachte ich mir ich komme Mal vorbei." Liz nickte ebenfalls und wandte sich wieder Richtung Tresen:"Warte kurz hier ich hole ihn eben von hinten." Als die Liz am Tresen vorbei nach hinten in den Raum gehen wollte, wurde sie unsanft von einem Gast der dort saß am Handgelenk gepackt und aufgehalten. "Hey!", lallte dieser. "Isch will endlisch mein Bier!" Sie versuchte den Griff zu lockern, doch gelang es ihr nicht. "Las mich los, ich habe gesagt sie bekommen keines mehr, sie haben schon genug getrunken." Der Griff des Mannes wurde stärker. "Isch wiederhol misch nischt noch einmal Süße!", meinte er drohender. Das reichte Minato und er griff nach dem Arm des Mannes und drückte so stark zu, dass dieser, das Handgelenk von Liz mit schmerzverzerrtem Gesicht losließ. Ohne den Mann weiter zu beachten, sah er zu Liz. "Alles Okay?" Sie massierte die Stelle an ihrem Arm. "Ja alles Okay. Ich hol den Mantel." Und daraufhin verschwand sie kurz. Der Typ, dessen Arm Minato mittlerweile wieder losgelassen hatte, stand von seinem Hocker auf und blaffte den Dragonslayer an. "Was mischt du disch ein du Penner!?" Böse sah der Fairy Tail Magier ihn an und einige der Gäste bemerkten schlagartig, dass es wärmer wurde in dem doch überschaubaren Raum. "Wissen sie ich mag es gar nicht, wenn man sich an meine Freunde vergreift, es ist besser für sie, wenn sie jetzt gehen", warnte Arashi ihn und sah wieder in die Richtung in der Liz verschwunden war. Der Mann machte keine Anstalten zu gehen, sondern hob die Fäuste. "Ihr beschissenen Magier von Fairy Tail denkt wohl ihr wert ne große Nummer was? Na dann schau mal her." Seine recht sauste in Richtung des Kopfes des Dragonslayers, doch Minato hatte damit gerechnet und wich aus. "Wird zeit das dir mal jemand Manieren beibringt." Nun holte Minato seinerseits aus und verpasste den Typen eine flammende Rechte direkt in die Magengegend. Eigentlich hatte er gar nicht vor so stark zuzuschlagen, doch wie so häufig ging gerade sein Temperament mit ihm durch. Dadurch war der Schlag so stark das der angetrunkene Mann, mit samt der Eingangstür, draußen auf die Straße flog und dort bewusstlos und leicht angesenkt liegen blieb. Im selben Augenblick betrat Liz den Tresenbereich wieder und seufzte. "Musste es meine Tür sein Minato?", fragte sie ihm und warf ihm seinen Mantel zu. "Tut mir sehr Leid Liz, ist mit mir durchgegangen", entschuldigte er sich, während er den Mantel anzog.[/color] "Passt wie immer", stellte er zufrieden fest. Dann legte er ein paar Scheine auf den Tresen, die er für solche Fälle immer dabei hatte. "Bitte, das ist für die Tür. Und es tut mir wirklich leid Liz", wiederholte er seine Entschuldigung. "Ja ja wie immer", lächelte sie dann und Minato trat auf die Straße hinaus.
Erst jetzt bemerkte er die junge Dame, die genau neben den Typen stand, der immer noch bewusstlos am Boden lag. Minato bemerkte sofort, wie hübsch sie war und das wiederum machte ihn, wie immer verlegen und so musste er sich erst mal kurz fangen. "Ich - ich hoffe, ich habe Sie nicht verletzt?", erkundigte er sich dann gleich mal. Der Duft, der von dieser Frau ausging, war eigenartig, so fremd und doch auf irgendeiner Weise vertraut. Minato konnte es sich nicht erklären, aber etwas faszinierte ihn an ihr, vielleicht würde er es ja noch herausbekommen.

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Zuletzt von Minato am So 11 Okt 2015 - 11:39 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 30 Sep 2015 - 10:22

Nur zur Sicherheit und irgendwie auch aus Eigeninteresse war die Dragonslayerin die kurze Distanz zum bewusstlosen Mann gegangen, hatte kurzzeitig überprüft, ob seine Atmung noch in Ordnung war. Sie wollte sich hier immerhin nicht zuschulden kommen lassen, sie hätte in einer fremden Stadt irgendwelche Hilfe verweigert. Nicht, dass es sie interessierte, was man in anderen Städten über sie dachte, aber sie wollte noch einige Zeit in Magnolia bleiben – zumindest solange, bis sie gefunden hatte, wonach sie ja so eifrig suchte. Zu ihrem Glück war die Atmung des leicht verkohlten Mannes völlig normal, weswegen sie mit einer gewissen inneren Zufriedenheit, die aber zum größten Teil von absoluter Gleichgültigkeit durchtränkt war, durchatmete und wieder aufstand, auf den Mann herabstarrte. Was auch immer in diesem Pub passiert sein mochte, anscheinend hatte sich der Kerl mit der falschen Person angelegt. Oder er hatte einfach einen Moment lang nicht aufgepasst, was ja immerhin auch möglich. In sich eigentlich völlig unwichtig, war da etwas anderes, was sie ein wenig verunsicherte. Der markante Geruch nach Feuer, den sie vorhin wahrgenommen hatte, war plötzlich fast schon allgegenwärtig, schien sie völlig zu umhüllen, als würde sie selbst inmitten von lodernden Flammen stehen. Als sie dann jemand von der Seite ansprach, drehte die Dragonslayerin leicht verwundert ihren Kopf zur Seite. Verletzt? Was dachte dieser Heini überhaupt, wen er hier vor sich hatte? Irgendeine schwächliche junge Frau? Soweit kommt’s noch! Aber sie bewahrte ihre Ruhe, konzentrierte sich auf ihre Fassade, wollte bis sie die Informationen hatte, wegen welcher sie hierher gereist war, zumindest wie eine freundliche Dame wirken, zu der man sie ursprünglich ja in ihrer Kindheit erzogen hatte. Was man einmal mit der Muttermilch aufgenommen hatte, vergaß man so schnell auch nicht wieder.
„Nein, alles in Ordnung. Ich hatte wohl Glück gehabt, dass ich nicht zwei Sekunden früher hier langgegangen bin.“ Ihre Stimme wirkte warm, in Kombination mit dem zarten Lächeln, welches ihre Lippen umspielte, unterstrich sie die fast schon engelsgleiche Ausstrahlung der Dragonslayerin. Nach außen hin unschuldig und sehr freundlich, drehten sich die Rädchen in ihrem Kopf in eine andere Richtung, begannen den jungen Mann ein wenig zu analysieren. Er wirkte verlegen, als er seine Worte an sie gerichtet hatte. Wegen der Situation, dass er sich darum gesorgt hatte, die Tür hätte sie auch erwischt? Oder einfach nur, weil er so in Gegenwart einer ansehnlichen jungen Dame reagierte? Was auch immer der Grund war, es könnte vielleicht wichtig für die Dragonslayerin sein. Jedes kleine Detail könnte in den falschen Händen ein unglaubliches Potenzial entfalten. Was aber viel interessanter war, bemerkte die Dragonslayerin erst, als sie ihre Augen von dem bewusstlosen Mann auf den Körper des jungen Manns richtete. In ihrem Hinterkopf erinnerte sie sich an die Informationen, die man ihr zugespielt hatte. Feuriges Temperament… Feuermagie, das intensive Geruch eines lodernden Feuers… Das Lächeln der Dragonslayerin verschwand für einen Sekundenbruchteil, während ihr nur innerlich förmlich die Kinnlade runterfiel. „Verfluchte Scheiße! Das meinten sie mit feurig!“ Die hatten sich nicht auf seinen Charakter bezogen, sondern auf seine verdammte Magie. Demnach hatte ihr das Schicksal direkt eine Tür geöffnet, im reinsten Sinne des Wortes.
„Ähm… Was soll jetzt überhaupt aus diesem Herren werden? Wir können Ihn ja nicht einfach so auf der Straße liegen lassen, ganz egal, was er getan hat, um in dieser Situation zu landen.“ In ihrer natürlichen, ungespielten Art und Weise wäre ihr das Schicksal dieses Menschen völlig egal, sie hätte ihn einfach liegen lassen und keinen Gedanken mehr darüber verschwendet, was nun aus ihm werden und ob man sich seinen eventuellen Verletzungen angenommen hatte. Das Leben eines einzelnen, gewöhnlichen Menschen hatte für die Dragonslayerin nun einmal nur einen äußerst geringstelligen Wert und war dementsprechend kaum von Interesse für sie. Jetzt, in dieser Situation aber, wo sie schon als recht liebenswürdige Dame ihre Rolle begonnen hatte, musste sie förmlich anders agieren. Zumal sie sich dringend überlegen musste, wie sie nun auf dem besten Wege das Vertrauen des Dragonslayers vor ihr gewinnen konnte. Immerhin war er ja der Dreh- und Angelpunkt ihres Besuchs hier, da würde sie vieles tun müssen, um zu bekommen, was sie wollte. Und ohne ein gewisses Vertrauen und Sympathien würde sie ihn vermutlich nur schwer bis nie um ihre zarten Finger wickeln können.


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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 30 Sep 2015 - 13:04

Das Gefühl hier auf etwas Bekanntes getroffen zu sein nahm nicht ab, sondern wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Es fühlte sich so ähnlich an, als wenn man ein Wort auf der Zunge hatte, man aber einfach nicht drauf kam. Also beschloss er das Gefühl erst einmal auszublenden und sich, um den armen Teufel zu kümmern, der sich soeben die Finger an ihm verbrannt hatte. Auch die junge Frau schien sich um dessen Wohl zu sorgen und so trat Minato auf den, immer noch auf der Tür liegenden Mann und hob ihn am Kragen hoch. "Das haben wir gleich", beantwortete er die Frage, der ihm immer noch unbekannten Frau.
Er zog den Bewusstlosen hinter sich her, bis er vor dem Kanal stand, und tauchte dort dessen Kopf unter Wasser. Es dauerte nicht lange und der Betrunkene kam wieder zu sich. Minato zog seinen Kopf wieder aus dem Wasser heraus und der man prustete laut und sah ihn erschrocken an. "Na, wieder wach?", grinste Minato den Mann an, der gar nicht wusste, wie ihm geschah. Der Dragonslayer ließ von ihm ab und der arme Teufel rutschte auf seinem Hintern einige Meter von ihm weg. "Spinnst du? Willst du mich umbringen!?", schrie er ihn mit großen Augen an. Arashi erhob sich und trat auf ihn zu. "Wer weiß, wenn du noch mal handgreiflich gegenüber meinen Freunden wirst, tue ich das vielleicht", grinste Minato eine Spur diabolisch und entzündete seine rechte Faust. Die Augen des Typen wurden immer größer. "Nein - nein, kommt sicher nicht noch mal vor", wimmerte er dann ängstlich, stand auf und verschwand torkelnd so schnell er konnte.
Zufrieden atmete Minato durch und wandte dich wieder der Lady. "Ich entschuldige mich noch Mals, sollte dieser Auftritt sie erschreckt haben. Aber solchen Typen muss man ab und zu Manieren beibringen", meinte er dann freundlich lächelnd.
Dann kam plötzlich wieder das Gefühl in ihm auf, doch es wollte ihm, auf Teufel komm raus nicht einfallen was dieses verursachte, obwohl er schwören, konnte das er es kannte. Daher entschied er sich, es herauszufinden. "Ich bin übrigens Minato.", stellte er sich kurz vor. "Sind sie neu in der Stadt? Ich habe sie nämlich hier noch nie gesehen?", fragte er mal ganz unschuldig. Natürlich kannte er nicht alle Bewohner der Stadt und er sah jedes Mal wieder fremde Gesichter, seien es Bewohner oder Reisende, doch etwas in ihm sagte, das er sich an diese Frau sicher erinnern würde. Auf jeden Fall wäre sie ihm sicher aufgefallen.
Er trat wieder die Uferböschung hinauf und stemmte die Tür in die Höhe. Dann trug er sie zum Pub zurück und stellte sie neben den Eingang. Seinen Kopf in den Eingang haltend rief er: "Liz ich habe die Tür hier hingestellt und noch mal ganz Großes Sorry! Bis zum nächsten Mal!" Die Barbesitzerin streckte ihm die Zunge raus, lächelte dann aber, da sie das von Fairy Tails Hitzkopf schon kannte. "Bis zum nächsten Mal und mach nicht so viel kaputt hörst du!", rief sie hinter her, während er sich der jungen, langhaarigen Frau zu wandte. "Nun, ich muss jetzt weiter und muss noch ein paar Besorgungen machen. Wollen sie irgendwo Bestimmtes hin?"

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 30 Sep 2015 - 22:03

Mit ruhiger Miene und stillschweigend stand Sylvana mit verschränkten Armen vor ihrer Brust einige Schritte von den beiden Männern entfernt, beobachtete dem Dragonslayer dabei, wie er den bewusstlosen Kerl ohne zu zögern mit seinem Kopf im Wasser versenkte. Leicht schmunzeln musste sie dabei an ihre Gilde denken, war dies doch nur eine von vielen Methoden, mit denen man normalerweise dafür sorgte, dass ein Gefangener zu singen begann. Das gewaltsame Untertauchen des Kopfes für eine längere Zeitspanne, das simulierte Ertränken mithilfe des Waterboardings… Es gab da schon einige Möglichkeiten sich jemanden durch den Einsatz von Wasser gefügig zu machen. Im Fall von Minato war es aber eher eine Weckmethode, wie sich herausstellte. Was hatte sie auch anderes erwartet, der Kerl war ein Magier aus Fairy Tail, die würden doch nie im Leben zu solch radikalen Vorgehensweisen greifen.
Mit einem doch recht amüsiertem Gesichtsausdruck beobachtete sie das Geschehen, wie der Dragonslayerin ihm ein paar direkte Worte in Begleitung mit seiner brennenden Faust entgegenbrachte, die alleine schon genügten, um ihn zum rennen zu bringen – so fern man diese torkelnden Bewegungen als wirkliches Rennen bezeichnen konnte. Schon recht imponierend, wie der junge Mann die Worte des verkokelten Kerls direkt gegen ihn verwendet hatte. An Schlagfertigkeit schien es ihm verbal schon einmal nicht zu mangeln, körperlich vermutlich auch nicht, wenn man sich die Tür so ansah, die noch auf dem Boden lag und als einziges Überbleibsel an das vergangene Ereignis erinnerte. In Sachen Drohungen schien er mindestens die Grundlagen zu verstehen, ob er sie auch so bewusst und geschickt einsetzen konnte wie Sylvana würde sich vielleicht irgendwann zeigen.
„Macht Euch da keine Sorgen. Ich mag zwar vielleicht nicht so wirken, aber ich habe schon durchaus schlimmere Dinge erlebt.“ Ja, so eine fliegende Tür vor ihrer Nase war wirklich nichts, was die Dragonslayerin aus der Fassung bringen und erschrecken würde. Verwundern vielleicht, aber niemals erschrecken. Dazu hatte sie wirklich manch andere Sachen erlebt, da war schon alleine die erste Begegnung mit Raiden durchaus furchteinflößender gewesen. Das konnte man Erschreckend nennen, aber nicht so ein kleiner Zwischenfall. „Was auch immer dieser arme Wicht getan hat, Ihr werdet sicherlich schon Eure Gründe dazu gehabt haben, ihm ein paar Manieren aufzutischen. Ist manchmal auch wirklich von Nöten, damit nicht alles auf dieser Welt aus den Fugen gerät.“ Ordnung musste sein, gewisse Manieren gehörten sich nun einmal in dieser Welt. Sylvana war da die letzte Person, die da widersprechen würde. Gewalt war da auch nur ein Instrument, um sie zu wahren. Wer nicht auch bereit war die Fäuste oder die eigene Magie sprechen zu lassen, der würde niemals seine Ideale durchsetzen können und war damit nicht anders als ein schwächlicher Mensch.
Kurzerhand erwiderte Sylvana sein Lächeln, verneigte sich ganz leicht vor ihm. „Mein Name ist Sylvana“, meinte sie kurz, überlegte einen kurzen Moment, wie sie ihren Besuch in Magnolia am Besten verpacken könnte. Ihre wahren Intentionen sollte sie so gut wie es nur ging verschleiern, aber ein wenig Wahrheit könnte sie ja durchkommen lassen. Natürlich hübsch verpackt und stark verzerrt. „An sich kann man mich eine Reisende nennen. Ich reise derzeit durch die großen Städte des Landes, um die verschiedensten Dinge kennenzulernen. Das Land, die Kultur, die Geschichte… Und ich suche nach bestimmten Personen, von denen ich überaus fasziniert bin, wenn man das so ausdrücken mag.“ Was das nun genau für Personen war ließ Sylvana erst einmal außen vor, wäre es in dieser Situation ja irgendwie ein wenig komisch, wenn sie einfach mit der Tür ins Haus fiel und ohne Nachfrage direkt erwähnte, dass sie auf der Suche nach Dragonslayern war. Das würde im schlimmsten Fall für Misstrauen sorgen, welches sie nicht aufbauen würde. Nicht, wenn sie schon die Fassade der freundlichen, jungen Dame aufgebaut hatte.
„Nun… Ich werde wohl einfach durch die Straßen der Stadt schlendern, ein wenig die Umgebung erkunden und schauen, ob ich eine ortskundige Person finden kann, die mir ein wenig die Stadt und die Landstriche näher zeigen kann.“ Lächelnd verschränkte sie ihre Hände hinter dem Rücken, ließ ihren Blick über den langen Kanal streifen. Hoffentlich würde er sich ihr anbieten, als Stadt- und Landführer, würde ihr das mehr als genug Möglichkeit geben mehr von seinem Vertrauen gewinnen zu können. Bisher schien er ja wirklich keinen Verdacht gegen sie zu erheben, irgendwas Krummes vorzuhaben. Auch wenn man ihre Informationssuche ja auch nicht wirklich als bösartig ansehen konnte.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Do 1 Okt 2015 - 15:20

Minato dachte noch immer darüber nach, was an Sylvana, so stellte sie sich bei ihm immerhin vor, ihm so vertraut vorkam und es regte ihn innerlich auf, dass er einfach nicht drauf kam. Wie er nun erfuhr, war sie wohl nur auf der Durchreise, jedoch vermutete er, dass sie irgendwo in der Stadt ein Zimmer genommen haben musste, denn sie war ohne Reisegepäck unterwegs und sie sah nicht wirklich danach aus, als würde sie unter freiem Himmel campieren. Je mehr er grübelte, desto interessanter wurde diese junge Frau für ihn, und solange er nicht wusste, woran ihn dieser bestimmte Geruch genau erinnerte, würde er gerne in ihrer Nähe bleiben. 'Wer ist sie bloß?'
Da kam ihm doch glatt ein Zufall zur Hilfe, denn Sylvana suchte jemanden, der ihr die Stadt zeigte. Okay er war jetzt nicht der perfekte Reiseführer, dafür hielt er sich zu wenig in der Stadt auf, aber vielleicht könnte sie ihn ja begleiten bei seinen Besorgungen und dabei kann er ihr ja das ein oder andere zeigen. Und wer weiß, vielleicht würde ihm ja auch endlich einfallen, wo er diesen speziellen Duft schon einmal vernommen hatte. Seine Hände hinter dem Kopf verschränkt wandte er sich an die Reisende. "Wenn Sie kein Problem damit haben, können Sie mich ja bei meiner Einkaufstour begleiten. Ich könnte Ihnen unterwegs dann gerne ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen. - Natürlich nur, wenn Sie mögen." Beim letzten Satz wurde er etwas verlegen, hatte er ihn doch noch ganz eilig angefügt. Mit hübschen Frauen umzugehen, war einfach nicht seine Spezialität, selbst solche banalen Unterhaltungen waren ihm oft etwas peinlich und er wirkte dann gleich leicht verlegen. Wie Minato besonders das an sich hasste. 'Kein Wunder, das du noch keine Freundin hast, Idiot', schimpfte er gedanklich sich selbst aus.
Schnell schüttelte er den Gedanken wieder beiseite und sah am Kanal entlang, bis sein Blick an der Kathedrale vorbei auf die Gilde fiel. Als Nächstes müsste er eigentlich zum Eisenwarengeschäft, um noch einige Nägel zu kaufen, die waren ihnen leider ausgegangen. Dieser lag ganz in der Nähe der Gilde, dann konnte der Dragonslayer ihr eventuell die Gilde kurz zeigen, sollte sie sich entschließen sich ihm anzuschließen, um sich von ihm die Stadt etwas näher bringen zu lassen. "Also wenn Sie möchten, können wir aufbrechen", meinte er nochmals freundlich und lächelte etwas.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Fr 2 Okt 2015 - 11:49

Ein Wolf im Schafspelz, der Teufel in Engelsgestalt. Es gab so viele Möglichkeiten, wie man die Dragonslayerin gerade beschreiben könnte. Nach außen hin ohne auch nur einen einzigen, winzigen Hinweis auf ihre Intentionen, scannten ihre blauen Augen Minato auf jegliche Regung hin ab, analysierten seine Worte, die Betonung, seine Gestik. Sie suchte nach Anhaltspunkten, nach welchen sie ihn einordnen konnte, nach Schwachstellen, welche sie ausnutzen könnte. Da kam es ihr natürlich völlig recht, dass der Dragonslayer vor ihren Augen entweder von Natur aus schüchterner Natur war, was sie anhand des kurzen Wortwechsels mit der Dame, dem der Pub anscheinend gehörte, eigentlich schon sofort ausschloss, oder aber einfach nur keine Stärke im Umgang mit hübschen, jungen Frauen hatte, als welche sie sich ja selbst durchaus beschreiben würde. Sollte dem wirklich der Fall sein, so könnte sie dies wirklich perfekt in ihr kleines Schauspiel einbauen, war es doch einfach eine solch großartige Möglichkeit Minato zu Wachs in ihren Händen zu machen. „Seid Ihr denn auch sicher, dass ich nicht bei Eurer Einkaufstour eher störend bin?“ Sylvana legte leicht ihren Kopf schief, klimperte ein, zwei Mal schnell mit ihren Augen, während sie direkt in die Augen des Dragonslayers schaute. Eigentlich war es ihr ja völlig egal, was Minato nun vorhatte oder ihr zeigen wollte, solange sie genügend Informationen über ihn sammeln konnte. „Das ist nämlich das Letzte, was ich sein möchte.“ Ihre Stimme durchzog ein gewisser besorgter Unterton, von dem die Dragonslayerin selbst überrascht war, ihn so perfekt hinzubekommen, dass er echt und überzeugend wirkte. So langsam fand sie immer mehr Spaß an diesem Spielchen, was sie hier begonnen hatte zu spielen. Sie war sich zwar noch nicht ganz sicher, wie weit sie hier bereit war zu gehen, aber zumindest das Netz, in welches sich der Dragonslayer langsam verfing, wurde ganz langsam und unauffällig um ihn gesponnen.
„Im Übrigen würde es mich freuen, wenn wir von den Höflichkeiten absehen könnten. Ich fühle mich so alt, wenn man mich Siezt.“ Eigentlich war das ja eine glatte Lüge, die die Dragonslayerin hier gerade über ihre Lippen gebracht hatte. Normalerweise legte sie ja wirklich einen überaus großen Wert auf diese Formen der Höflichkeit, besonders bei fremden Leuten, wie Minato es ja eigentlich war. Einzig bei Menschen, die ihr irgendwie ans Herz gewachsen sein sollten, von denen es momentan niemanden gab, würde sie es in Betracht ziehen davon abzusehen und eher kausaler in ihrer Umgangsart zu sein. Für den Moment aber sah sie aber einfach davon ab, einfach nur ihrer Rolle wegen. Wenn sie wirklich sein Vertrauen gewinnen wollte, dann waren solche Opfer nötig!
„Aber gut… Du scheinst ja wirklich drauf zu bestehen, dann werde ich dein überaus freundliches Angebot auch gerne annehmen. Ich werde mir auch gerne etwas überlegen, wie ich mich revanchieren kann.“ Was das nun war würde sich noch im Laufe der Zeit zeigen, je nachdem, was sie für Dinge über den Dragonslayer im Laufe des Tages erfahren konnte. Im Endeffekt würde es sein wie alles andere an diesem Tag: Ein Mittel zum Zweck.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Fr 2 Okt 2015 - 13:44

Währe Minato im Umgang mit Frauen nicht ganz so einfältig, so hätte er vielleicht gemerkt, wie sich die Schlinge um seinen Hals immer weiter zu zog. Zumindest hätte er vielleicht einen Verdacht gehegt, doch zum jetzigen Zeitpunkt gab es keinerlei Grund dazu. Vor ihm stand eine hübsche junge Frau, die überaus freundlich zu ihm war und das, obwohl er sie fast mit einer fliegenden Tür erschlagen hätte. Außerdem verstand diese Frau es sehr gut, ihn verlegen zu machen. Es lag an ihrer Art sich zu artikulieren, ihrem Lächeln hätten sicher nur sehr wenige widerstehen können, und als sie ihm dann auch noch direkt in die Augen sah, die in diesem hübschen blau glänzten, konnte er nicht anders als verlegen und leicht errötet, zum Himmel zu schauen. "Ach was, Sie ... eh du störst doch nicht", brachte er dann, sich wieder ein wenig gefangen, heraus.
Ausgerechnet das hatte Timaeus ihn nicht beibringen können, den Umgang mit Frauen. 'Sollte ich dich jemals wieder sehen, gibt's ne Kopfnuss dafür!', schwor er sich und sah wieder zu Sylvana.
Nun da sie sich entschieden hatte ihn zu begleiten, ging er gemütlichen Schrittes voran und hoffte das es nicht zu voll war in der Innenstadt. Sie gingen also die Straße am Kanal entlang, auf dem ihnen immer mal wieder einzelne, kleine Boote entgegen kamen. Manchmal waren es auch nur gemütliche Gondeln, die von Gondoliere mit langen Stäben durch den Kanal gelost wurden. Einige davon kannten Minato und so grüßten sie ihn, wenn sie ihn erkannten. Einer, sein Name war Luigi, pfiff sogar aufgrund seiner Begleitung und zwinkerte ihm respektvoll zu, was ihn gleich wieder etwas verlegen machte. 'Hoffentlich kommen die Leute nicht auf doofe Ideen', hoffte er inständig.
Nachdem sie am Ende der Kanalstraße angelangt waren, schlug der Dragonslayer eine andere Richtung ein und ging in eine Seitenstraße, die nicht, so ganz belebt war. Da fiel ihm plötzlich ein, das seine Begleiterin dies vielleicht fehl interpretieren könnte, von wegen Kerl lockt junge Frau in Seitenstraße. Also wandte er sich an sie um aufkeimende Gedanken dieser Art, gleich im Keim zu ersticken. "Du musst wissen, ich bin kein großer Fan von Städten, einfach zu viele Leute. Aus diesem Grund nehme ich gerne die Seitenstraßen, die sind nicht so belebt und man hat, naja es gibt halt nicht so ein enges Gedränge", erklärte er lächelnd.
Während sie so liefen, meldete sich seine Neugierde abermals zurück und so beschloss er, einfach mal zu fragen. "Übrigens Sylvana, du bist nicht zufällig eine Magierin?" Zugegeben, sie sah auf den ersten Blick vielleicht nicht danach aus, und trotzdem spürte er seit ihrer Begegnung dieses kribbeln in der Luft. Kaum war er die Frage losgeworden, blieb er plötzlich ohne Vorwarnung stehen und starrte vor sich hin. Da war er endlich. Endlich wusste er, woran ihn dieser Duft erinnerte, aber das konnte nicht sein oder? Er schloss kurz die Augen und nahm den Duft noch einmal intensiv auf. Es bestand keinen Zweifel, dieser Duft war dem von Kazuya ähnlich. Deshalb konnte er sich auch nicht sofort daran erinnern, da er diesen Geruch einfach schon lange nicht mehr wahrgenommen hatte. Abschätzend sah er zu Sylvana, während er langsam weiterging. 'Kann das sein?', grübelte er. 'Sie wirkt so gar nicht wie eine von uns', überlegte er weiter und war erst mal gespannt was Sylvana auf seine Frage hin antworten würde.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 7 Okt 2015 - 10:39

Irgendwie machte es Minato ihr fast schon so einfach, dass es langweilig wurde. Ein einfaches Lächeln, ein paar hübsche Worte und ein kurzer, tiefer Blick in seine Augen und schon wurde er verlegen. Teilweise wollte sie gar nicht glauben, dass eine solche Person der Dragonslayer des Feuers sein sollte, hatte sie doch zumindest erwartet, dass er sich nicht so leicht um den Finger wickeln lassen würde. Aber gut, sollte ihr dann eben recht sein. Mit ruhigen Schritten folgte die Dragonslayerin Minato, behielt ihn und die Umgebung dabei genau im Auge, ohne aber den Eindruck zu erwecken, dass sie es einzig auf den Dragonslayer abgesehen hatte. Entsprechend reagierte sie auch nicht auf das plötzliche, recht eindeutige Pfeifen eines Gondoliere, ganz anders als Minato, dessen Körperhaltung sich gleich wieder veränderte. Im Moment war er wirklich ein Buch zu lesen, in welchem die Dragonslayerin mit Freude blätterte. Man kannte ihn in der Stadt, was primär an seiner Tätigkeit als Magier der ansässigen Gilde liegen mochte. Anders als in Crystalline Town, wo alleine der Anblick des Gildenzeichens auf einer Person genügte, um mit gebührendem Respekt behandelt zu werden, schienen sich die Bewohner von Magnolia in einem freundlichen Verhältnis mit den Gildenmagiern zu befinden. Da war kein Respekt aufgrund der Machtstellung, welche ihnen ihre Magie gab, wie Sylvana ihn gewohnt war. Gut, Fairy Tail hatte seine Wurzeln tief in der Geschichte der Stadt verankert und war an sich sogar der Stolz der Stadt, da waren die Wechselbeziehungen zwischen Bürgern und Magiern anders aufgebaut.
An sich war es der Dragonslayerin völlig egal, wo Minato sie durch die Stadt führte und was für Gedanken er dabei hegen mochte. Selbst wenn es sein Ziel gewesen wäre, sie in seine Seitenstraße zu locken, um bei den alten Drachen sonst was mit ihr anstellen zu wollen, hätte er spätestens zu diesem Zeitpunkt erfahren, dass Sylvana auch gut auf sich selbst aufpassen konnte. Teilweise schien es ihr nämlich so, als würde er tatsächlich dem Gedanken folgen, sie sei nur eine schwache, junge Dame. Natürlich griff das ihre Ehre an und nur liebend gerne hätte sie ihn bei der besten Gelegenheit vom Gegenteil überzeugt, aber das würde im Moment nur ihrer Rolle widersprechen, weswegen sie sich noch zusammenriss. Eine Bemerkung konnte sie trotzdem nicht lassen.
„Ach, ist dem so? Ich hatte ja gedacht, du würdest mich jetzt in eine leere, enge Gasse führen, um mich dann zu bedrängen.“ Für diese Worte war sie extra zu ihm aufgeschlossen, lief neben ihm her, um mit leiser Stimme, fast schon flüsternd, zu ihm reden zu können. Einige Sekunden blieb sie ernst, ehe sie sich zu einem kurzen, leisen Lachen zwang. „Keine Sorge, ich halte dich nicht für so eine Person. Es freut mich, dass wir in diesem Punkt allem Anschein nach eine Gemeinsamkeit besitzen. Für mich gibt es nämlich nichts Schlimmeres als große Menschenmassen und unnötiges Gedrängel.“ Und wieder eine dieser geschickt verpackten Lügen, die einzig dem Zweck des Aufbaus von Sympathie und Vertrauen galten. Aber sie passte ins Bild, warum sollte sie also nicht etwas in dieser Art und Weise sagen?
„Ob ich eine Magierin bin?“ Die Frage verwunderte Sylvana im ersten Moment ein wenig. Natürlich war es niemanden verboten zu fragen, ob man in den Wegen der Magie bewandert war oder nicht. Ein, es war eigentlich eine völlig natürliche Frage, die man sich stellte. Nur der Zeitpunkt dafür war der Dragonslayerin ein wenig suspekt. Warum erst jetzt und nicht schon eher? Sie drehte ihren Kopf zur Seite, wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, da bemerkte sie, dass Minato nicht mehr neben ihr lief, warf schnell einen kurzen Blick nach hinten, wo der Dragonslayer wie angewurzelt stehengeblieben war, sich dann aber wieder langsam in Bewegung setzte. Ein unangenehmes Befühl beschlich die Drachentochter, spürte seinen Blick sich fast schon in ihren Rücken bohren, während sie selbst überlegte, was für Intentionen Minato mit dieser Frage hatte und was für Gedanken ihm gerade durch den Kopf gehen mochten.
„Natürlich bin ich eine Magierin. Ist das etwa so abwegig?“ Sie drehte ihren Kopf nach hinten, schaute ihn mit einem leichten Lächeln auf die Lippen entgegen, während in ihrem Inneren die Zahnräder sich zu drehen begonnen. Dieses abrupte Stehenbleiben, der Zeitpunkt der Frage… Hatte er etwa Verdacht geschöpft, dass sie auch eine Dragonslayerin sei? Konnte das sein? Ob nun Fakt oder nur Einbildung, Sylvana entschied sich vorsichtig und bedacht zu bleiben, die Tatsache, dass sie davon wusste, dass er ein Dragonslayer war, in ihrem Schauspiel nicht einzubringen und notfalls völlig überrascht tun, wenn er ihr offenbaren sollte, dass er auch ein Drachenkind war. Es durfte nicht so wirken, als ob sie ihn genau deswegen nun begleitete, würde es doch garantiert weitere Fragen aufwerfen, die ihren Zielen Probleme bereiten würden.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Do 8 Okt 2015 - 13:51

Minato rief sich eine wichtige Regel ins Gedächtnis, die ihm einst sein Drachenvater gepredigt hatte. 'Beurteile andere nie nach dem Äußeren.' War dies so ein Fall? Er dachte darüber nach. Dieser ganz spezielle Duft, den bisher nur Menschen an sich hatten, die lange Zeit mit einem Drachen zusammen waren, war so unverwechselbar wie ein Fingerabdruck. Dieser haftete nicht nur an ihm, sondern auch an Kazuya und natürlich an einem Drachen selbst. Da er diesen bestimmten Geruch nur selten vor die Nase bekam, hatte er sich nicht sofort erinnert. Doch wie er wusste, waren Gerüche starke Mittel, um vergangenen Erinnerungen zu wecken, meist aus der Kindheit und dieser Duft erinnerte ihn immer an seine Zeit mit Timaeus. Und gerade jetzt, wo Sylvana seine Frage positiv beantwortete und sich nun herausstellte, dass sie Magie beherrschte, gab es für Minato kaum einen Zweifel mehr. Sie war wie er ein Dragonslayer.
Aber sollte er sie jetzt darauf ansprechen, oder warten, bis sie sich ihm selber offenbarte? Und wusste sie eventuell, dass er ein Drachenkind war? So viele Fragen, die es zu beantworten galt, aber Minato entschloss dies langsam anzugehen, und es erst mal für sich zu behalten. Lächelnd antwortete er daher: "Nein, gar nicht abwegig. Du wirktest auf mich nur nicht wie eine Magierin, das war alles." Damit sagte er ja die Wahrheit, nie hätte er gedacht, dass sie das ist, was nun war.
Beide verließen die Gasse und kamen zu einer belebteren Straße. Etwas weiter rechts von ihnen befand sich das große Gildengebäude und gleich dahinter hatte man eine wunderschöne Aussicht auf das Meer. Das Wetter schien heute sein bestes zu geben und nur hier und da konnte man kleinere Wolken entdecken. Die Sonne stand schon hoch am Himmel, was ihn daran erinnerte, dass es schon Mittag war und so langsam meldete sich auch sein Magen zu Wort. Das brachte ihn auf eine Idee und er sah zu seiner Begleiterin. "Wie wäre es wenn wir eine Kleinigkeit essen? Du bist natürlich eingeladen. Als Wiedergutmachung für den kleinen Schreck vorhin", grinste er und sah an der Straße, gleich neben dem Eisenwarengeschäft ein kleines Ramen Restaurant. "Gleich da vorne gibt es eine wirklich leckere Nudelsuppe. Danach kann ich immer noch meine Besorgungen machen", grinste er und ging darauf zu.
Abgesehen davon, dass er wirklich Hunger hatte, würde er bei einem ruhigen Gespräch vielleicht ja noch etwas mehr über Sylvana erfahren können. Eine Dragonslayerin war ihm bisher ja noch nie begegnet und wer weiß, eventuell wusste sie ja etwas mehr über das plötzliche Verschwinden der Drachen.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Do 8 Okt 2015 - 16:33

Irgendwie schien es Sylvana fast schon so, als hätte sie von einem Moment zum Nächsten ihr Mitspracherecht verloren. Nicht, dass sie sein doch recht freundliches Angebot einer gratis Mahlzeit nicht angenommen hätte. Es verwunderte sie dennoch, wie unglaublich naiv Minato für einen Dragonslayer zu sein schien. Die Begründung war ihr suspekt, hatte die fliegende Tür sie nur überrascht, nicht erschrocken. Dachte er etwa immer noch, dass sie eine schwächliche, junge Frau war? Selbst, nachdem sie ihm gesagt hatte, dass sie eine Magierin sei? Oder lag es einfach nur daran, dass er wirklich so überhaupt keine Ahnung im Umgang mit Frauen hatte? Seufzend schüttelte sie leicht den Kopf, folgte Minato einfach in Richtung des Nudelsuppengeschäfts. Hoffentlich bildete er sich jetzt nicht ein, dass das schon in Richtung eines Dates gehen würde. Soweit würde es noch kommen, dass sie sich erniedrigte mit einem dieser Fairy Tail Magier auf ein Date zu gehen. Natürlich mochte es eine Option sein, wenn sie keine andere Möglichkeit mehr sieht, an Informationen von einer männlichen Zielperson zu gelangen, aber im Moment schien es ja eher so, dass Minato auch ohne große Mühe sang wie ein junger Vogel. Sie müsste nur weiterhin ihre Rolle spielen, die richtigen Regler drehen und geschickte, unauffällige Fragen stellen, die eine neugierige Dame wie sie so stellen würde. Immerhin hatte sie ja vorhin schon angedeutet, dass sie auf der Suche nach gewissen Personen war. Dass es sich dabei um Dragonslayer handelt würde da sicherlich weniger auffallen, besonders wenn sie selbst sich als Dragonslayerin offenbaren würde. Vielleicht sollte sie da auch eher den ersten Schritt machen, um nicht in eine unangenehme Situation getrieben zu werden, welche ihre Tarnung auffliegen lassen könnte.
Die Nudelsuppen waren schnell bestellt und während die beiden Dragonslayer auf ihr Essen warteten, ergriff Sylvana auch sogleich das Wort. Den Kopf auf ihre linke Hand gelehnt, richtete sie ihre Augen auf das Gildenzeichen auf seinem Unterarm. „Du gehörst also Fairy Tail an, richtig? Auf meinen Reisen habe ich schon so einige Dinge über die Gilde gehört.“ Gut, eher von Informanten und Gildenschriften, in denen die verschiedensten Gilden mit Informationen beschrieben waren. Gildenmeister, geschichtliche Wurzeln, starke Magier der Vergangenheit und die stärksten Magier der Gilden, vor denen man sich besser in Acht nehmen sollte. Chaotische Magier, die Freundschaft und Kameradschaft an oberster Stelle stehen hatten. Naive Tagträumer, die wirklich dachten, dass ihre Prinzipien die Welt im Gleichgewicht halten könnten. Sylvana hielt nicht fiel von dieser Gilde, was wohl primär an ihrer kindlichen Prinzipien lag. Dennoch führte im Moment kein Weg an ihr vorbei. „Da du ihr ja angehörst… Ähm… Ich hatte doch vorhin von bestimmten Personen erzählt, die ich faszinierend finde, erinnerst du dich? Man hat mir erzählt, dass mindestens eine dieser Personen ein Mitglied dieser Gilde sei. Daher… Wollte ich dich fragen, ob du mir vielleicht helfen kannst, dass ich in Kontakt mit ihr treten könnte. Natürlich nur, wenn du auch nichts dagegen hast.“
Es fiel ihr schwer einen Brechreiz zu unterdrücken, nicht sofort auf die Toilette zu stürmen und ihren Mund mit Seife auszuwaschen, nachdem sie diesen gequirlten Mist von sich gegeben hatte. Sie klang ja fast schon so, als würde sie jetzt eine naive Frau auf der Suche nach Dragonslayern sein. Raiden würde sie auslachen, hätte er ihren Worten hier gerade lauschen können, da war sich Sylvana sicher. Aber sie ermahnte sich selbst, ließ immer wieder ein und den selben Gedanken durch ihren Kopf schweifen: Es war alles für die Informationen.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   So 11 Okt 2015 - 0:09

Zufrieden, dass die Einladung angenommen wurde, betrat er zusammen mit Sylvana das Restaurant. Der Innenraum war nicht besonders groß und bestand aus einem etwas längeren Tresen mit einigen Hockern davor. An der gegenüberliegenden Wand standen drei kleine Tische aus schwarzem Holz, mit jeweils zwei Stühlen, von wo aus man, durch die Fenster, hinaus auf die Straße blicken konnte. Minato und die geheimnisvolle Magierin setzten sich gegenüber an einen der Tische und bestellten kurz darauf ihr Essen. Da der Dragonslayer großen Hunger verspürte, bestellte er seine Suppe mit einer extra Portion Fleisch. Kurz aus dem Fenster sehend erblickte Minato den Eingang zur Gilde und sah das sich dort schon wieder einige seiner Kameraden tummelten. Sylvana unterdessen wandte sich mit einer Frage seiner Zugehörigkeit zu Fairy Tail an den Braunhaarigen. Minatos Blick wanderte zu seinem rechten Unterarm, auf dem sich das Gildenzeichen in einem deutlichen Schwarz, von seiner Haut abzeichnete. "Ja, das hast du gut beobachtet. Ich gehöre zu Fairy Tail und bin auch sehr stolz darauf", gab er freudig zu und strich mit der linken Hand über das Symbol. Dass man schon viel über seine Gilde gehört hatte, war für Magier nichts Unbekanntes und so nickte er nur auf diese Bemerkung hin. Nun war es endlich so weit und man brachte ihnen ihr Essen. Sein Gericht sah herrlich aus und ihm lief schon förmlich das Wasser im Mund zusammen. "Itadakimasu", sagte er noch kurz, ehe der erste Bissen auch schon weg war. "Man schmeckt das Lecker", gab er dann mal seinen Kommentar zum Essen ab und sah zu Sylvana, als diese wieder zum Thema zurückkehrte, das sie ja auf der Suche nach jemanden sei. Und natürlich erinnerte sich Minato an ihre Bemerkung von vorhin und nickte daher.
Nun, da er sich sicher war, was für eine Magierin sie war, konnte er sich sehr gut denken, wen sie suchte. Und da der Dragonslayer eher ein Typ der direkten Worte war, als um den heißen Brei herumzureden, beschloss er mal einen Schuss ins Blaue. Nachdem er den nächsten Bissen verdrückt hatte, sah er wieder zu ihr. "Du bist auf der Suche nach Dragonslayern, richtig?", warf er nun einfach mal die Frage in den Raum. Er aß in Ruhe weiter, während er auf die Reaktion seines Gegenübers gespannt war. Sicher würde sie jetzt grübeln, wie er wohl darauf gekommen war. Er hoffte nur, dass er sie jetzt nicht überfiel, aber ihr Geruch hatte sie verraten. Da reichte auch dieses hübsche Parfüm nicht aus, diesen signifikanten Geruch eines Drachens zu übertünchen. Vielleicht hatte sie diesen bei ihn ja auch schon wahrgenommen und wollte einfach noch nichts sagen. Natürlich konnte er hier ja auch ganz falsch liegen und sie sucht jemand ganz anderes. Oder eventuell sucht sie auch einen von ihnen um sich der Gilde anzuschließen. Da fiel ihm auf, dass er gar nicht gefragt hatte, ob sie einer Gilde angehörte. Soweit er sehen konnte, bemerkte er nämlich gar kein Gildenzeichen. Das war ja an sich nichts Merkwürdiges, manche trugen ihr Zeichen ja an Stellen, die nicht sofort einsehbar waren. Aber nun gut, da würde er noch mal nachhaken bei Gelegenheit.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 14 Okt 2015 - 11:24

Für den Moment war Sylvana darauf bedacht nicht zu sehr aufzufallen. Den Drang, die Nudelsuppe vor ihrer Nase zu beschnuppern, wie sie es sonst tun würde, zwang sie nieder. Stattdessen beugte sie sich einfach nach vorne, nahm einen stillen, tiefen Atemzug und ließ die intensiven Aromen auf sich wirken.  Dem Geruch nach zu urteilen war sie sich sicher, dass Minatos fröhlicher Ausruf der Wahrheit entsprach, weswegen sie dann zu ihren Stäbchen griff mit ihnen nach ein paar der Nudeln, welche sie aus der Brühe fischte, vorsichtig pustete und dann in ihren Mund führte. Instinktiv schloss sie die Augen, ließ die Aromen der von der Brühe benetzten Nudeln auf ihrer Zunge zergehen. Die Sojasoße, mit welcher die Brühe gewürzt worden war, dominierte stark zwischen vielen, kleinen anderen Aromen, die sich in ihrem Mund ausbreiten. Alles im Einem sorgte das Geschmackserlebnis für einen zufriedenen Seufzer der Dragonslayerin, welche genüsslich die Nudeln in aller Ruhe zerkaute und dann runterschluckte.
„Nicht schlecht. Wirklich nicht schlecht“, murmelte sie vor sich hin, ehe sie schon die nächsten Nudeln aus der Schüssel fischte, um sie sich in ihren Mund zu führen. Ja, die Nudelsuppe schmeckte wirklich sehr gut, kam aber bei weitem nicht an die Genusssensationen eines frischen Gewitterblitzes heran, soviel stand fest. Genussvoll aß Sylvana Bissen für Bissen, nahm auch regelmäßig etwas von der Brühe zu sich, natürlich ganz im Sinne der guten Manieren mit dem entsprechenden Löffel, anstatt direkt aus der Schüssel zu trinken, wie es viele Menschen sicherlich tun würden. Sie setzte den Löffel an ihre Lippen an, ließ ihren Atem in leichten Stößen über die heiße Brühe streichen, um sie etwas abzukühlen und wollte gerade die köstliche Flüssigkeit in ihren Mund nehmen, da sprach Minato das in diesem Moment recht unerwartete aus. Es kostete Sylvana ihre ganze Willenskraft, dass sie die Brühe in diesem Moment nicht verschluckte vor Überraschung. Eigentlich hätte sie ja damit rechnen sollen, dass er darauf kommen würde, so eindeutig sie es doch gemacht hatte. Aber dass er einfach so mit der Tür ins Haus fallen würde, damit hatte die Dragonslayerin nun so überhaupt nicht gerechnet. Es bestätigte sie aber wiederum in ihrer Vermutung, dass er sie durchschaut hatte. Oder eher, dass er sie durchschaut zu haben dachte, immerhin ging es hier nur um ihren Hintergrund als Dragonslayerin, nicht um ihre Intentionen oder Gildenangehörigkeit. Da würde sie wohl kaum so einfach den Schleier, den sie mit ihrer Maskerade aufgebaut hatte, lüften. Mit aller Ruhe schluckte sie daher die Brühe herunter, genoss das Gefühl der heißen Flüssigkeit, wie sie langsam ihre Kehle herablief, bis hinunter in ihren Magen, ehe sie ein leicht verlegendes Lächeln auf ihre Lippen setzte und Minato anblickte. „Du hast mich völlig durchschaut, Minato“, meinte sie freundlich, während sie ihre Hand auf den Hinterkopf legte, sich dort leichte kratzte, um den Eindruck von Verlegenheit, den sie vermitteln wollte, noch etwas zu unterstreichen.
„Ich muss dir gestehen, dass ich selbst eine Dragonslayerin bin. Weißt du, wenn man fast sein ganzes Leben bei einem Drachen verbracht hat, dann ist die Gesellschaft von normalen Menschen irgendwie... nicht ausreichend. Niemand von ihnen kann immerhin verstehen, was wir Drachenkinder verstehen. Wie es sich anfühlt, auf dem Rücken eines Drachen zu fliegen, in den Genuss seines eigenen Elements zu kommen und noch so vieles mehr. Aber gut, das wirst du vermutlich auch nicht verstehen können, entschuldige also bitte mein Abschweifen... „ Sie räusperte sich kurz, senkte ihren Blick verlegen auf ihre Nudelsuppe. Zugegeben, teilweise fühlte sich Sylvana, als hätte sie gerade ein wenig zu dick aufgetragen, aber an sich war an ihren Ausführungen ja nichts falsch in ihren Augen. Kein Mensch würde jemals den Stolz fühlen können, den sie als Drachentochter fühlte, die Macht der alten Sprache der Drachen spüren, wenn die Worte tief aus der Kehle grummelten. Es waren so viele Dinge, die sich so anders anfühlten, als in ihrer schon recht blassen Erinnerung an das Leben vor Raiden, vor ihrer Widergeburt als Dragonslayerin, wenn man es so ausdrücken wollte. Blieb nur noch zu hoffen, dass er ihre Worte nicht falsch verstand und hoffentlich anbeißen würde, sich selbst als Dragonslayer vorstellte.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Sa 24 Okt 2015 - 12:35

Die Suppe schmeckt heute besonders gut, fand er und es brauchte auch nicht lange, da trank er schon den letzten Rest der Brühe direkt aus der Schüssel. Die Schüssel wieder auf den Tisch abstellend und zufrieden seufzend sah er zu seiner Begleitung, der es auch zu schmecken schien. Einen kleinen Nachtisch würde jetzt gut tun, dachte er während Sylvana ihm gestand, dass Minato richtig lag mit seiner Annahme. Sie gab zu eine Dragonslayerin zu sein und erzählte voller Stolz davon. Der junge Magier konnte das sehr gut nachvollziehen, war er doch auch sehr stolz darauf der Sohn eines Drachens zu sein und deshalb hörten sich ihre Worte auch so vertraut an. Minato schloss kurz die Augen und erinnerte sich daran, wie es war auf Timaeus Rücken durch den Himmel zu fliegen. Die Wolken berühren zu dürfen und diese wunderbare Freiheit zu genießen, als würde niemand einen erreichen können. "Oh doch, ich kann das sogar sehr gut nachvollziehen", sprach er immer noch mit geschlossenen Augen. "Es ist die pure Freiheit auf dem Rücken eines Drachens durch die Luft zu fliegen. Der Wind, der um einen herumsaust, die Schuppen unter deinen Händen zu spüren. Da oben fühlt man sich so unantastbar und unerreichbar." Langsam öffnete er die Augen wieder und schien gerade von ganz weit weg, wieder hier an diesem Tisch zu landen. Dann atmete er einmal tief ein und verschlang dabei die Flamme des kleinen Teelichts, das auf ihrem Tisch stand. "So als Nachtisch gar nicht übel", grinste er dann, auch wenn das gerade nur ein kleiner Happen war. "Sieht so aus als hättest du gerade einen gefunden", fügte er noch an und freute sich jemanden zu treffen der so war wie er, und noch dazu eine junge Frau. Weibliche Drachenkinder hatte er bis jetzt noch nicht getroffen und so war er natürlich mehr als neugierig. "Ich muss zugeben, dass es das erste Mal ist, das ich einen weiblichen Dragonslayer treffe, es ist mir eine Ehre." Bisher kannte er ja nur Kazuya als seinesgleichen, da sie in derselben Gilde waren und auf seinen Reisen und Missionen war es ihm bisher leider vergönnt geblieben, weitere seiner Art zu treffen.
"Würdest du mir verraten welches dein Element ist? Das würde mich sehr interessieren. Natürlich nur, wenn du es mir erzählen magst", fragte er freundlich und lächelte gespannt.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Di 27 Okt 2015 - 18:01

Fast schon augenblicklich rollte Sylvana mit ihren Augen, als Minato den restlichen Inhalt der Schüssel in einem Zug direkt aus der Schüssel austrank. Soviel zu den Manieren. Er saß gegenüber einer jungen Dame und verhielt sich beinahe wie irgendein unzivilisierter Wilder. So etwas gehörte sich einfach nicht! Es waren solche Kleinigkeiten, wegen welcher die Dragonslayerin am liebsten durch die Decke gehen wollte. Aber erneut ermahnte sie sich jetzt, war es doch weder der richtige Ort, noch der richtige Zeitpunkt für einen solchen Ausbruch. Immerhin lief doch alles wie geschmiert, besser hätte sie es sich nicht einmal ausmalen können. Minato hatte ihr anvertraut, was sie sowieso schon gewusst hatte, dass er auch ein Drachenkind war. Sein Element hätte sie auch ohne seine kleine Demonstration gewusst, da hätte er die unschuldige Flamme des Teelichts nicht gleich verschlingen müssen. Der geröstete Kerl von vorhin war da wirklich eindeutig genug gewesen. Aber sollte er ruhig machen, wie er es für richtig hielt, so beeindruckt wie mancher Mensch war sie diesem Schauspiel nicht gegenüber. Für einen Dragonslayer war es normal sein eigenes Element zu verspeisen, wie es normal war zu atmen. Normalsterbliche hingegen sahen dabei immer so überrascht aus, starrten sie mit großen Augen an, während sie Blitze und andere Formen elektrischer Energie durch ihren Mund in sich aufnahm. Wer mochte es ihnen übel nehmen, wenn sie etwas für sie nicht normales sahen?
Auf Sylvanas Lippen formte sich ein breites, glückliches Lächeln, während sich ihre Augen trotzdem überrascht weiteten. Auch wenn sie schon längst gewusst hatte, dass Minato der Dragonslayer des Feuers war, so war dies nicht der Fall für die Sylvana, welche sie hier gerade spielte. Ihr war nicht bewusst, dass er genauso war wie sie. Entsprechend überrascht klang auch ihre Stimme, als sie ihre Lippen öffnete und das Wort erhob. „Waaaas?! Das scheint heute echt mein Glückstag zu sein!“ Sie versuchte euphorisch zu wirken, legte den Löffel und die Schüssel zur Seite, damit sie nicht störend im Weg standen, während sie ihre Arme auf den Tisch legte. Seine nächste Bemerkung sorgte nur dafür, dass sie ein wenig beleidigt ihre Wangen aufplusterte. „Hoffentlich reduzierst du mich nicht auf mein Geschlecht, dass würde ich nur wirklich ungerne sehen, Minato!“ Was war schon groß dabei, ob sie männlich oder weiblich war? Im Moment sollte nur der Fakt zählen, dass sie eine Dragonslayerin war. Nicht mehr und nicht weniger! Nicht, dass er noch auf die Idee kam zu denken, dass er wegen seines Geschlechts stärker war als sie!
„Du willst also wissen, welches Element meine Domäne ist?“ Ein leichtes Grinsen umspielte ihre Lippen, während sie ein Strähne ihres blauen, langen Haares langsam um ihren Finger wickelte. Sollte sie es ihm einfach so zeigen? War das so schlau? Sylvana wog ihre Optionen ab, überlegte, in wie fern es ihr nützen würde, wenn er von ihrem Element wusste. Oder, ob es ihr überhaupt in irgendeinem Sinne von Nutzen sein würde. Schließlich hörte sie aber einfach auf nachzudenken, hob ihre Hand neben ihr Gesicht und ließ ein paar kleine Blitze um sie wirbeln. „In dem Fall wäre ich wohl die Herrin der Blitze.“

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mo 2 Nov 2015 - 13:53

Es war einfach faszinierend, einen weiteren Dragonslayer zu treffen. Immerhin soll es ja nicht so viele von ihnen geben und da war es nicht selbstverständlich einen von ihrer Art zu treffen. Bisher hatte er ja nur die Bekanntschaft des Wasserdragonslayers gemacht und ist nie auf jemand anderes gestoßen der, wie er selbst war, daher freute es ihn sichtlich, auf Sylvana gestoßen zu sein. Ihre nächste Bemerkung ließ ihn aber wild mit den Armen fuchteln und heftig den Kopf schütteln. "Nein, nein, das hat nicht mit männlich oder weiblich zu tun. Es ist halt nur so, dass du der erste Dragonslayer bist, den ich treffe, der kein Mann ist", versuchte er die Situation zu erklären. Der Magier hatte kein Interesse sich einen seiner Art, nur wegen eines Missverständnisses, zum Feind zu machen. Doch zum Glück beruhigte sich Sylvana wieder und zeigt ihm sogar, dass sie Herrscherin über die Blitze war. Minato machte große Augen, als sie ihr Element so um ihre Hand zucken ließ. Diese spiegelten sich in ihren Augen wieder und verliehen ihrem Blick ganz kurz etwas Diabolisches, das so gar nicht zu ihr passte. Oder vielleicht doch? "Wow, das ist wirklich toll.", meinte er dann freudig.
Den Gedanken erst mal beiseiteschiebend, kam auch schon der Kellner und fragte, ob sie noch etwas wollten. Da Minato satt war, und Sylvana auch nicht aussah, als ob sie noch etwas haben wollte, verneinte er dies und zahlte das Essen für beide. "So wir sollten vielleicht weitergehen, sonst schaff ich es heute nicht mehr meine Sachen zu besorgen", lächelte er und erhob sich. Als beide wieder draußen auf der Straße waren, schlug Minato die Richtung zum Eisenwarengeschäft ein. Das Wetter war immer noch prächtig und es waren wie zuvor kaum Wolken am Himmel zu sehen, während die Sonne weiterhin schön auf sie herniederschien. "So, nun da du einen weiteren von uns gefunden hast. Hast du vielleicht irgendwelche Fragen? Ich hätte da nämlich ein Paar, wenn ich ehrlich bin."

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BeitragThema: Re: Canalstreet   So 29 Nov 2015 - 10:23

Fragen? Oh ja, die hatte Sylvana zu genüge. Es gab so viele Dinge, die sie für ihre eigene Neugierde, aber auch für die Gilde in Erfahrung bringen wollte. Stellte sich halt nur die Frage, was sie davon in dieser Situation so einfach aussprechen sollte. Sie durfte hier nicht zu große Schritte machen, war es doch recht wichtig, dass sie den Dragonslayer auch weiterhin um ihren Finger gewickelt ließ. Wer konnte denn schon sagen, wie hilfreich das nicht eines Tages werden könnte? Da waren wirklich einige teuflische Gedanken in ihrem süßen Köpfchen, die sie sich gerade ausmalte und irgendwie ein zufriedenstellendes Gefühl in ihrem Inneren auslösten. Für den Außenstehenden war dies glücklicherweise völlig unvollziehbar, wirkte ihr zufriedenes Lächeln auf den Lippen völlig normal, als ob sie gerade an etwas Normales und Schönes dachte. Gut, für Sylvana waren diese Gedanken normal und schön, von daher wich da nichts von der Schlussfolgerung ab.
„Ähm…“ Für einen kurzen Moment drehte Sylvana ihren Kopf leicht zur Seite, brachte ihn in eine leichte Schieflage, legte anschließend ihren Zeigefinger auf ihre Lippen und schien für einen kurzen Moment zu überlegen. „Spontan würde mich eigentlich interessieren, wie dein Vater so war. Immerhin ist mein alter Herr der einzige Drache, den ich bisher in meinem Leben gesehen habe, da würde ich schon gerne wissen, wie andere Drachen so sind, die sich dazu entscheiden, einen von uns aufzunehmen und zu lehren.“ Da sprach nun wirklich ihre eigene Neugierde. Während sie mit gleichmäßigen Schritten neben Minato herging, ihn von der Seite anblickte und eigentlich nur darauf wartete, dass der Dragonslayer ihr antwortete, ging ihr natürlich auch durch den Kopf, wie ihr Vater denn so gewesen war. Seine Eigenarten, seinen unergründlichen Stolz, der ohne eine Grenze aus seinem Inneren sprudelte und inzwischen auch aus ihr heraus wuchs, diese unglaubliche Führsorge, die er immer auf seine eigene Art ausdrückte… Es waren so viele Kleinigkeiten, die der Dragonslayerin jetzt in den Kopf kamen, wo sie darüber nachdachte. Wie ein Mosaik aus tausenden kleinen Glassplittern, welche sich zu dem Bild eines prachtvollen, goldgelben Drachens zusammensetzten. Da war es doch wohl klar, dass man gerne wissen wollte, wie das vermutlich feurig rot-orangene Mosaik aussah, welches Minato für den Drachen, der ihn aufgezogen hatte, gebaut hatte. „Aber wenn du auch Fragen hast, dann nur raus damit. Vielleicht fallen mir dann auch noch ein paar mehr Fragen ein.“

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BeitragThema: Re: Canalstreet   So 29 Nov 2015 - 22:34

Mintao dachte kurz über ihre Frage nach, während sie nebeneinander durch die Straßen schlenderten. 'Wie war mein Vater?', stellte er sich gedanklich selber die Frage und musste dann lächeln, als ihm die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Timaeus wieder vor Augen kamen. Der Dragonslayer sah zum Himmel, an dem die Sonne schon hoch stand. "Nun er war ein großartiger Dad. Timaeus fand mich, als ich Sterbend neben meinen Eltern lag. An meinem vierten Geburtstag hatten meine Eltern ein Picknick für mich als Überraschung geplant. Leider wurden wir während dessen von Banditen überfallen und meine Eltern wurden vor meinen Augen ermordet. Mir schlitze man den Rücken auf und ließ mich ebenfalls zum Sterben zurück." Bei diesen Worten konnte man kurz den Schmerz in seinem Gesicht ablesen, den er immer noch mit sich herumschleppte.
Doch dann fuhr er fort. "Dort fand mich Timaeus und nahm mich mit. Er träufelte sein Blut in meine Wunde, die daraufhin verheilte. So bekam ich die Fähigkeit seine Magier zu erlernen. Als ich dann wieder ganz gesund war und meine Trauer überwunden hatte, machte er mir das Angebot mich in seiner Kunst zu unterweisen. Jedoch musste ich dazu noch um einiges stärker werden.", grinste er nun und sah sie kurz von der Seite an. "Und aus diesem Grund setzte er mich für ein Jahr auf einer menschenleeren Insel aus. Diese Insel war riesig und man konnte dort alle Klimazonen wiederfinden. Sie war voller gefahren und zuerst fiel es mir schwer, mich dort zurechtzufinden. Ich bin oft nur knapp dem Tod entronnen. Doch irgendwann begann ich das Feuer für mich nutzen zu können und überlebte schließlich." Minato dachte an all diese Monster, die dort lebten und die so einen kleinen Jungen gerne als Vorspeise verschluckt hätten. "Wie versprochen kam Timaues nach genau einem Jahr zurück und nahm mich mit. In den Jahren danach lehrte er mich, seine einzigartige Macht zu nutzen. Es war einfach ein erhabendes Gefühl und auch verdammt schwierig. Aber das war es für dich sicher auch", lächelte er dann. "Dann eines Tages verschwand er einfach, ohne eine Erklärung warum. Aber er war ein toller Dad, freundlich, hilfsbereit und streng. Wir konnten zusammen viel lachen ."
Mittlerweile waren sie vor dem Eisenwarengeschäft angelangt. "Ich hole kurz meine Sachen, danach kannst du mir ja erzählen, wie es bei dir war", grinste er und betrat den Laden. Es dauerte auch nicht lange, bis er, mit einer Tasche bewaffnet, wieder herauskam. "So und jetzt bin ich ganz Ohr. Wie war es bei dir?"

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mo 14 Dez 2015 - 17:18

Während Minato im Eisenwarengeschäft verschwunden war, lehnte sich die Dragonslayerin ruhig und entspannt gegen die Außenwand neben der Eingangstür zum Laden, ließ seine Erzählung noch einmal Revue passieren. Ihre ersten Überlegungen drehten sich dabei natürlich darum, dass sie Informationen und persönliche Noten aus dem Treffen von Timaeus, den Drachen des Feuers, und Minato, sowie seinem Leben unter seinem Drachenvater trennte, um auch wirklich nur die wichtigen Dinge für sich zu behalten. So traurig die Umstände für den Magier gewesen sein musste, so unwichtig war ihr doch der persönliche Schmerz, der damit anheim ging. Die Tatsache, dass man ihm den Rücken aufgeschlitzt hatte, wäre natürlich eine nur zu gute Information und eine hervorragende Schwachstelle gewesen, hätte er nicht im nächsten Moment schon gesagt, dass der Drache sie mit seinem Blut geheilt hatte. Zu schade aber auch. Wirklich großartige Wunden, in die sie ihre Finger bohren konnte, gab es da leider nicht. Den Tod der Eltern könnte man als Illusionist maximal gegen ihn verwenden, aber als Dragonslayer hatte man sich normalerweise ja von der menschlichen Familie abgesagt, immerhin floss das Blut der Drachen in den eigenen Venen. „Stellt sich also die Frage, wie ich an irgendwelche Schwachstellen komme… Oder welche erschaffen kann.“ Seufzend lehnte sie ihren Kopf in den Nacken, starrte ein wenig in den strahlendblauen Himmel. Jetzt für den Moment hatte sie nicht die Zeit sich da etwas zu überlegen, immerhin hatte Minato ja schon angekündigt, dass er auch von ihr hören wollte, wie ihre Zeit bei Raiden gewesen war. Schon jetzt war der Dragonslayerin klar, dass sie wohl kaum die Wahrheit so einfach ans Tageslicht geben und ihn blind von ihrer Zeit in der Sklaverei erzählen würde. Da gab es weitaus bessere, vielleicht sogar grausamere Geschichten, die sie mit voller Überzeugung erzählen könnte.
„Du scheinst ja auch ganz erpicht zu sein, meine Geschichte zu hören, was?“ Lächelnd drehte sie ihren Kopf zur Seite, als Minato durch die Tür neben ihr trat und neben sie stellte. Elegant, in fließender Bewegung, stieß sich Sylvana von der Wand ab, verschränkte ihre Arme vor der Brust, überlegte einen kleinen Moment und legte sich dabei auch schon die ersten Wörter zurecht.
„Raiden war schon ein recht eigener Drache. Immer darauf aus gefürchtet und respektiert zu werden, auf der anderen Seite aber unglaublich führsorglich mir gegenüber, auch wenn er es selbst wohl niemals so zugeben würde.“ Ja, dafür legte er ja wirklich viel zu sehr wert auf sein Auftreten. Merkwürdig, dass einem Drachen so etwas wie Anflüge von Eitelkeit anhaften konnten.
„Unsere Wege haben sich, ganz ähnlich wie bei dir, auf einem tragischen Ereignis basierend getroffen. Man hat mich und meine Eltern in meiner frühen Kindheit, ich war vielleicht fünf Jahre alt, ebenfalls überfallen und dann entführt. Man verschleppte uns in die Berge, um uns an einige Sklavenhändler zu verkaufen, die dort agierten und wohl regelmäßig nach neuem Rohmaterial suchten. Meine Eltern versuchten bei der erstbesten Möglichkeit die Flucht zu ergreifen, wurden aber von den Wachmännern sofort niedergestreckt. Mich wollten sie daraufhin auch töten, nachdem ich einen von ihnen gebissen hatte. Glücklicherweise ist Raiden dann aus dem Himmel herabgefahren, einem Engel gleich, und hat die anderen Menschen verscheucht. Mich hat sein Erscheinen so erschrocken, dass ich fast schon sofort das Bewusstsein verloren habe…“ Verlegen kratzte sich Sylvana an ihrem Hinterkopf, machte eine kurze Pause, um die erzählten Worte ein wenig wirken zu lassen. „Naja, nach überstandener Trauerphase hat sich Raiden dann wohl entschieden mich zu unterweisen und mich als seine Tochter anzunehmen. Da ich ihm mein Leben schuldete, habe ich natürlich nicht abgelehnt und habe alles in meiner Macht stehende getan, um seinen Wünschen und Erwartungen gerecht zu werden. Deswegen reise ich jetzt auch alleine, um auf eigenen Beinen zu stehen, die Welt zu bereisen und meine Fähigkeiten in der Natur zu schärfen – damit ich eines Tages voller Stolz wieder vor ihn treten kann.“  

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 16 Dez 2015 - 12:52

Es war wohl besser, dass Minato nicht über die Kraft des Gedankenlesens verfügte, so konnte er die Gedanken der jungen Frau natürlich nicht wahrnehmen. Für ihn war sie eine nette junge Frau und Dragonslayerin, mit der er also etwas gemeinsam hatte. Der junge Fairy Tail Magier hegte keinerlei Verdacht über ihre wahren Intentionen, wieso sollte er auch? Bisher war nichts vorgefallen, dass solch einen Verdacht hätte hervorrufen können und auch in seinem Denken wahr Minato meist sehr vorurteilsfrei, was neue Leute anging und so auch hier. Er nahm die Menschen so war, wie sie sich ihm gegenüber gaben, ohne dahinter eventuell eine List zu vermuten. Solch ein Verhalten war eventuell nicht immer von Vorteil, aber so war er halt und er hatte nicht vor dies zu ändern. Im Gegenteil vielleicht würde er es durch seine freundliche und zuvorkommende Art ja schaffen, dass sich einige Leute, in Bezug auf ihr Verhalten, infrage stellten und sich vielleicht sogar ändern würden. Natürlich wusste er, dass so etwas sehr schwierig war, aber er ließ sich auf seinen Weg nicht beirren.
Er hörte Sylvanas Geschichte ruhig zu und machte große Augen, als er hörte, dass man sie als Kind versklaven wollte und man ihre Eltern getötet hatte. Bei dem Gedanken kamen ihm seine eigenen Erinnerungen wieder hoch, an den schrecklichen Tot seiner Eltern und ganz kurz konnte man den Anflug inneren Schmerzes auf seinem Gesicht erkennen. Doch dann schüttelte er diesen schnell wieder ab und lauschte weiter ihren Worten, bis diese geendet hatte. Er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und lehnte sich beim Gehen etwas zurück. Sie hatte es wohl auch nicht so einfach gehabt, genau wie er selbst. Dass sie aber seither wohl allein durch die Lande zog, fand er irgendwie traurig. Ihm war es immer wichtig Freund zu haben, sie ihm wohl in irgendeiner Art seine Familie ersetzte und er diese deshalb auch als Familie ansah, auch wenn man nicht blutsverwandt war. "Ich merke schon, du hattest es auch nicht leicht", brach er sein Schweigen und sah zu ihr. Dann fiel ihm etwas ein. "Du sag mal, da du so durch die Lande ziehst, heißt das, dass du keiner Gilde angehörst?" Die Frage musste er einfach stellen und wahr gespannt auf ihre Antwort. Denn bisher war ihm kein Gildenzeichen an der hübschen Frau aufgefallen.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mi 16 Dez 2015 - 14:14

Was auch immer Minato durch den Kopf gegangen war, als Sylvana ihm ihre falsche Geschichte erzählt hatte und für einen kurzen Moment diesen speziellen Ausdruck des Schmerzes in sein Gesicht gezaubert hatte, ihren scharfen Augen entging dies nicht. Das war eine dieser Regungen, die sie sehen wollte, auf die sie eigentlich geduldig gewartet hatte, wie ein Adler, der über einem Feld kreiste und nach seiner Beute Ausschau hielt. Zwar wusste sie bedauerlicherweise nicht, was genau diese Reaktion ausgelöst hatte, aber sie wusste zumindest, dass es da doch irgendwo eine kleine Schwachstelle gab. Eine Wunde, in die sie nur zu gerne eines Tages ihre Finger drücken würde. Aber dafür müsste sie natürlich erst einmal herausfinden, wo diese Stelle nun einmal lag. Nicht jetzt und hier, aber vielleicht irgendwann in der Zukunft, wenn es nicht so auffallen würde, wenn sie ein wenig rumstochert. Also lieber schnell einen Themenwechsel. Ein Glück, dass Minato ihr doch sogleich die perfekte Vorlage dazu lieferte.
„Richtig. Habe bisher irgendwie nicht den Drang dazu verspürt mich einer Gilde anzuschließen, seit sich meine Wege von Raiden getrennt haben.“ Das ihre Worte eine pure Lüge waren, konnte man wohl erst wissen, wenn sie ihre fingerlosen Handschuhe ausziehen und das schwarze Gildenzeichen am Handgelenk ihrer rechten Hand, welches der Stoff momentan noch geschickt verdeckte, das Tageslicht erblicken würde. Sylvana hatte aber genug Gründe, dass sie die gildenlose Magierin spielte. Primär, um Minato vielleicht auf die dämliche Idee zu bringen, sie überreden zu wollen eine Gildenmagierin in seiner Gilde zu werden. Sie würde zwar nie im Leben Annehmen und als Spionin die Gilde von innen heraus beobachten, dafür war ihr die Art und Weise, in welcher in der Gilde miteinander umgegangen wurde, wirklich ein wahrer Graus, aber es würde ihr dennoch genügend Möglichkeiten eröffnen, wie zum Beispiel ohne Probleme in das Gildenhaus gehen zu können – natürlich unter gewissen Vorwänden, wie um nach dem Dragonslayer zu sehen. Wie immer sah Sylvana nach allen Möglichkeiten, die sich ihr boten und diese Idee gefiel ihr von Sekunde zu Sekunde immer besser. Vielleicht sollte sie noch einen weiteren Köder auswerfen, damit Minato auch in ihre nächste Falle blindlinks laufen würde.
„Warum fragst du denn, Minato? Ist die Vorstellung, dass eine Magierin in keiner Gilde ist, etwa so eigenartig?“ Fragend legte Sylvana ihren Kopf schief, schaute Minato mit unschuldig wirkendem Blick direkt ins Gesicht. Innerlich betete sie natürlich, dass der Dragonslayer in die für sie richtige Richtung einlenken würde und ihr alle Türen öffnete, die ihr noch den Weg für den Moment, versperrten.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mo 28 Dez 2015 - 14:26

Sylvana schien wirklich ein nettes Mädchen zu sein, das glaubte der Dragonslayer wirklich. Nichts an ihr verriet auch nur ansatzweise ihre Gedanken, auch wenn Minato manchmal den Eindruck hatte, als wäre da etwas in ihren Augen. So eine Art von Blitzen, dass etwas Böses erahnen lassen, hätte können. Doch der Magier tat dies als unbedeutend ab und nahm es gedanklich nicht wirklich war. Wahrscheinlich, weil ihr Äußeres und die Art, wie sie sich verhielt und wie sie sprach, im starken Gegensatz zu dieser winzigen Auffälligkeit stand. So lauschte er ihren Worten ganz unbekümmert und lief weiter mit ihr durch die Straßen Magnolias, die sich nun zusehends mit immer mehr Leuten füllten. Viele, die kleine oder große Besorgungen machen mussten und daher durch die Gassen und Straßen wuselten. Minato vernahm, dass seine Begleitung anscheinend keiner Gilde angehörte und einfach so durch die Lande zog. Das erinnerte ihn an die frühe Zeit, bevor er Fairy Tail beigetreten war und ihm wurde bewusst, wie einsam er diese Zeit empfunden hatte. Ohne Familie, ohne Timaeus, ohne Freunde, war es nicht leicht gewesen und da freute es ihn um so mehr, eine neue Familie gefunden zu haben.
Bei ihrer Frage schüttelte er leicht den Kopf. "Nein, das ist es nicht. Ich weiß nur, wie es ist, allein umherzuwandern. Nirgends dazuzugehören, allein zu sein und das ist auf Dauer nichts Schönes", meinte er und lächelte dann. "Es ist viel schöner Freunde zu haben, mit denen man lachen und Spaß haben kann. Das Leben bietet so viel Schönes, das man am besten mit Menschen teilt, die einem wichtig sind, die man gern hat. Klar muss man ab und zu auch Zet für sich haben, aber es ist immer gut zu wissen, dass man Freunde hat, die da sind, wenn man sie mal braucht und einen voll unterstützen. Die einen auffangen, wenn man mal fällt." All diese Worte kamen mit so viel Überzeugung von ihm, das er dabei förmlich strahlte. Minato hatte schon früh in seinem Leben die Finsternis gesehen und wusste, wie sie sich anfühlte, diese Kälte und Einsamkeit, die einem den Atem raubte, nur um dir dein Leben auszusaugen. "Wenn du mal keine Lust mehr hast, alleine durch die Welt zu ziehen, dann bist du bei uns sicher herzlichst Willkommen", grinste Minato und sah zu ihr.

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BeitragThema: Re: Canalstreet   So 20 März 2016 - 10:50

Es kostete Sylvana fast schon ihre ganze Konzentration und Überwindung, keinen angewiderten Kommentar von sich zu geben. Freundschaft hier, Freundschaft da. Da war sie, die Macht der Freundschaft, die anscheinend die Grundfeste dieser verfluchten Gilde war. An sich war sie ja kein schlechter Konzept, jemanden zu vertrauen, sich fallen lassen zu können in dem Wissen, dass da jemand hinter einem stand, der bereit war einen aufzufangen. Trotzdem waren da so viele Dinge, für die Freundschaft einfach blind war, so wie Minato im Moment ihr gegenüber. Vorgespieltes Vertrauen, geteilte Geheimnisse… So viele Messer, die einem in die Hände gespielt wurden, jedes einzelne scharf und tödlich. Und Sylvana war eine Person, die mit diesen Messern meisterlich umgehen konnte – so wie wohl der Großteil ihrer Gilde. So mühsam es aber in diesem Moment auch war ihre Fassade aufrecht zu erhalten, umso verlockender wurde der Weg, der ihr hier gerade eröffnet wurde, mit jeder Sekunde. Einen Weg in das Herzen einer Gilde, die dafür bekannt war Ärger zu machen, wenn es um düstere Machenschaften ging. Würde sich die Geschichte widerholen wollen, so wäre diese verfluchte Gilde eine große Gefahr für alles, was Royal Crusade aufbauen wollte. Und Meister Charis würde es sicherlich begrüßen, wenn man eine Person so einfach in das Herz der Gilde einschleusen könnte. Solch eine Möglichkeit bat sich wirklich nicht alle Tage…
„Willst du mich hier gerade etwa dazu verführen, Fairy Tail beizutreten?“ Schmunzelnd schloss Sylvana ihre Augen, um einen Moment in sich zu gehen. Sie durfte es jetzt nicht zu schnell gehen lassen, es wäre zu auffällig einen plötzlichen Sinneswandel bezüglich einer Gilde durchzuführen. Es galten andere Wege zu gehen, subtilere… Sie musste unbedingt dafür Sorgen, dass sie ein Statement absetzte, was zumindest Minato nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen würde. Etwas, woran sie anknüpfen könnte, wenn sie später einmal widerkehren sollte, um ein wenig tiefer in die hier ansässige Gilde eintauchen zu wollen. Schnell kamen ihr einige Ideen, die sie blitzschnell gegeneinander abwog, um auch ja nicht den falschen Schritt zu begehen. Sie musste ihr gesponnenes Netz enger ziehen, ohne, dass der Dragonslayer davon merken und es verbrennen würde. Seine Gedanken mussten um sie herum kreisen, damit die nächste Begegnung vorteilhaft für sie verlaufen würde. Und eigentlich gab es da sogar einen Weg, der sich in der Vergangenheit schon bewährt hatte.
„Ich denke, dass ich mir bis zu meinem nächsten Besuch hier in Magnolia das durch den Kopf gehen lasse. Sollte ich aber einer Gilde beitreten wollen…“ Sylvana öffnete langsam ihre Augen, trat auf Minato zu, um ihm direkt in die Augen schauen zu können. „…dann werde ich mich wohl auch für Fairy Tail entscheiden. Aus… gewissen Gründen.“ Jetzt galt es schnell zu handeln, keine Sekunde durfte verschwendet werden. Während sie noch gesprochen hatte, war sie dem Dragonslayer näher gekommen – so nahe, dass sich ihre Lippen schon fast berührten. So bösartig es doch war, mit den Gefühlen anderer Leute zu spielen, so wusste Sylvana doch auch, dass ein kurzer Lippenkontakt in Form eines Kusses sicher dazu beitragen würde, dass der Dragonslayer sie nicht zu schnell vergessen würde. Entsprechend legte sie dann auch, kaum hatte sie die letzten Worte ausgesprochen, ihren Arm um seinen Körper, zog ihn etwas näher an sich und legte ihre weichen Lippen auf seine, um ihn für einige Momente innig zu küssen.

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Zuletzt von Sylvana am So 1 Mai 2016 - 18:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Canalstreet   Mo 21 März 2016 - 16:21

In Minatos Gedanken und Überlegungen kam nicht eine Sekunde der Verdacht auf, dass Sylvana etwas anderes sein könnte als die junge, freundliche und hübsche Frau, die er hier kennenlernen durfte. Warum auch? Nichts deutete darauf hin, dass es anders sein könnte. Außerdem war der Dragonsalyer niemand, der bei jedem gleich einen Hintergedanken vermutete, oder sich den Kopf zerbrach, ob sein Gegenüber ihm auch die Wahrheit sagte. Zumindest nicht in einer solchen Situation wie diese, wo er einfach zufällig etwas Zeit mit einer jungen Frau verbrachte. Wäre ein sichtbarer und erfassbarer Feind vor ihm, wäre das sicher ganz anders. Jedoch anderen nur Misstrauen entgegen zu bringen und immer auf der Hut zu sein, war einfach nicht sein Ding. So lief er weiterhin neben Sylvana her und schmunzelte aufgrund ihrer Bemerkung ob er sie denn wohl verführen wolle zu Fairy Tail zu kommen. "Wer weiß, wenn es klappt?", grinste er schelmisch und sah die Blauhaarige einen Moment länger an, wie sie da nun so mit geschlossenen Augen neben ihm stand. Anscheinend dachte sie wirklich über sein Angebot nach, was ihn natürlich freute. Neue Mitglieder waren in der Gilde immer gerne gesehen und er musste zugeben, dass es auch ihn persönlich sehr gefallen würde. Doch Minato wusste, dass so was gut überlegt werden musste und er wäre sicher der Letzte, der Druck ausüben würde.
Dann passierte etwas, mit dem Minato überhaupt nicht rechnen konnte. Während Sylvana ihre Augen wieder öffnete und dabei langsam sprach, und meinte, dass wenn sie das nächste Mal Magnolia besuchen würde, eventuell zu Fairy Tail kommen würde, da kam sie ihm auf ein Mal ganz nah. Sie schaut mit ihren hübschen, blauen Augen in seine und ihr Gesicht kam dem seinen immer näher. Minato durchfuhr ein Kribbeln, als er ihren Duft so intensiv wahrnahm und ihre Lippen immer näherkamen. Er war völlig überrascht in diesem Moment und so schaffte er es auch nicht, sich irgendwie zu bewegen. Dann spürte er ihre weichen Lippen auf den seinen und er merkte eine Hitze in sich aufsteigen sie er nie zuvor verspürt hatte. Es war ein inniger und schöner Kuss, den Minato so überrascht er auch war, dann doch gerne erwiderte. Ihre Lippen schmeckten nach mehr, doch trennten sich diese kurz darauf wieder und Minato sah ihr in die Augen. "Wow...", war erst mal alles, was er herausbrachte, viel zu überrascht war der junge Dragonslayer von diesem Moment.

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