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 Kabuto Kyofu

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Kabuto
Gameboy
Kabuto

Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 23.09.14

BeitragThema: Kabuto Kyofu   Di 23 Sep 2014 - 18:33



Kabuto Kyofu
Ich... Ich werde euch stolz machen! Ich verspreche es!


◊ ◊ Persönliches ◊ ◊

NACHNAME: Kyofu
VORNAME: Kabuto
SPITZNAME: Manch einer nennt Kabuto einen Angsthasen, andere bezeichnen ihn als Käferfreak, während es auch den ein oder anderen gibt, der den Käfer aus diesem Spitznamen lässt. Einen einheitlichen oder nicht beleidigend gemeinten Spitznamen hat er allerdings noch nicht.
GEBURTSTAG: 5. November
ALTER: 16 Jahre
GRÖSSE: 1,65 m
GEWICHT: 61 kg
HAARFARBE: Grün
AUGENFARBE: Blau
GESCHLECHT: Männlich
GILDE: Fairy Tail
GILDENZEICHEN: Das Gildenzeichen trägt der Kyofu über seinem Herzen, in der Hoffnung, es verleihe ihm Mut.
GEBURTSORT: In einer kleinen Stadt nahe des großen Waldes, in dem er als Kind leben sollte
WOHNORT: Am Rand von Magnolia Town, in der entgegengesetzten Richtung des Waldes, in dem er als Kind gelebt hatte

ERSCHEINUNGSBILD: Kabutos Haare sind seit jeher ebenso grün wie die Blätter des Waldes, der jahrelang seine Heimat darstellte, und das hatte für ihn schon seit dem Tag seiner Geburt gewisse Nachteile. Insbesondere den, dass die Käfer, vor denen er solche Angst hatte, sich gerne ab und an in ihnen niederließen, was ihn stets aufs Neue in den Wahnsinn trieb und den ach so bekannten Fluchtmechanismus seinerseits in Gang setzte. Seine großen, blauen Augen werden häufig geziert von einem angsterfüllten Ausdruck, einem verlegenen Ausdruck oder einem Ausdruck der absoluten Hilflosigkeit. Seine überhasteten Reaktionen und die Ungeschicklichkeit, die er zeigt, wenn er sich auf der Flucht befindet, sorgen dafür, dass sich nicht selten die ein oder andere Schramme auf seiner Haut zeigt, häufig auch im Gesicht. Nur selten sieht man ein scheues Lächeln auf seinen dünnen Lippen erscheinen, dabei steigt meistens eine gewisse rötliche Färbung auf seinen Wangen auf, weshalb er meist wegblickt, wenn er lächelt. Obwohl sich in seinem Gesicht auch bei diversen anderen Gelegenheiten eine rote Verfärbung einstellt und es deswegen recht schwer ist, überhaupt mal einen erkennbaren Blick von ihm zu erhaschen, geschweige denn direkt in seine Augen zu sehen. Tatsächlich sorgt Augenkontakt sofort dafür, dass sein gesamtes Gesicht zu glühen beginnt, er den Kopf senkt und sich meist sogar umdreht, und dieser Zustand endet erst nach einigen Sekunden, meist ist er von einem verlegenen Gelächter begleitet. Die Gestalt Kabutos war bisher als hager und nicht gerade beeindruckend zu beschreiben, doch inzwischen hat sich das geändert: Ohne, dass er es selbst merkte, wurde aus ihm ein kräftiger junger Mann. Seine Arme und Beine sind muskulös, und auch seine Bauchmuskeln zeigen sich inzwischen immer deutlicher, sodass man ihn mit etwas Wohlwollen als durchaus attraktiv bezeichnen kann. Das untergräbt er aber hin und wieder, besonders wegen seiner meist leicht gebeugten Haltung und der ängstlichen Aura, die bei seiner Körpersprache recht deutlich spürbar ist. Seine möglichst schlicht gestaltete Zusammenstellung der Klamotten gilt dem Ziel, nicht zu oft gesehen zu werden und entsprechend seltener in peinliche Situationen gezogen zu werden. Dabei bevorzugt er seiner Magie wegen nur kurzärmlige Hemden, trägt allerdings immer auch einen Umhang zum Überwerfen mit sich herum für den Fall, dass er sich in einen Wald begeben müsste. Außerdem achtet er darauf, dass seine Oberteile stets eine kleine Tasche haben, die beim Anlegen über seinem Herzen liegt, denn in dieser trägt er zu jeder Zeit seinen Talisman mit sich: Eine lederne, dünne Halskette, an der eine 3 cm lange Nachbildung eines gewellten Schwertes befestigt ist. Nur selten legt er diese an, nur dann, wenn er dringend Mut zu brauchen glaubt und schwere Aufgaben zu bewältigen hat. Seine Hosen bevorzugt er in unauffällig-dunklen Farben, ironischerweise sind es meist Farben, die sich gut für einen Waldbesucher eignen; dunkles grün, braun, schwarz. Mit seinem meist gesenkten Kopf und dem Nacken, an dem nicht selten eine seiner Hände kratzt, erkennt man in den meisten Fällen sofort, dass man es hier mit einem recht unsicheren Menschen zu tun hat, nur in Momenten des Schreckens richtet sich sein Körper gerade auf, ansonsten erkennt man die inzwischen leicht gekrümmte Wirbelsäule immer.

BESONDERE MERKMALE: Der junge Kyofu würde sich selbst immer als eine sehr unauffällige Person beschreiben, bei der kein Merkmal hervorsticht. Das ist so allerdings nicht ganz richtig, auch wenn sein Körper bis auf die recht seltenen grünen Haare tatsächlich ziemlich in der Menge untergeht, selbst wenn diese nur sehr klein ist. Allerdings wird seine Auffälligkeit dadurch gesteigert, dass er eigentlich immer recht gehetzt und ängstlich wirkt, seine Gestalt ist häufig gekrümmt und er beeilt sich eigentlich immer, seine Aufgaben zu erledigen und seine Ziele zu erreichen. Der Tag, an dem jemand einen ruhigen, relaxten Kabuto trifft wird wahrscheinlich niemals eintreten, dafür ist die Persönlichkeit dieses Feiglings einfach nicht geschaffen. Auch in einem Gespräch kann man ihn sehr leicht heraushören, er spricht immer ziemlich laut und trotzdem unsicher und gebrochen, außerdem lässt sich immer die Überraschung aus seiner Stimme heraushören, ebenso wie Irritation und nicht selten Unmut. Selbst wenn man ihm schmeichelt wird er verunsichert bleiben, wenn es sich nicht sogar verschlimmert, und wenn er sich über etwas freut, wird er nur noch schüchterner. Auch wegen seiner durch die Eile erzeugte Ungeschicklichkeit fällt er etwas aus der Menge, manchmal sogar wortwörtlich. Seine absolute Unsicherheit ist also sein auffälligstes Merkmal.
Außerdem ist es für ein Mitglied der Gilde Fairy Tail doch recht auffällig, so unauffällig zu sein. Er ist für einen Streit nicht zu haben, ebenso wenig für eine Diskussion oder auch eine Siegesfeier. Unter einer Gruppe lauter Gildenmitglieder steht er also vollkommen ruhig und gleichzeitig absolut angespannt, manchmal sogar gelähmt, und eben diese Art ist es, wegen der er hervorsticht. Als auffällig eiliger Junge zu versuchen, unauffällig zu sein, ist nicht nur recht schwierig, sondern mutet auch nicht selten ziemlich seltsam an. Es kommt auch gerne Mal vor, dass er ein Stück abseits der Gruppe steht oder läuft, zu der er eigentlich gehört, weil er sich manchmal einfach nicht unter Kontrolle halten konnte und dann während des Laufens erstarrte und so zurückfiel. Auch wenn er solche Gefühle ständig zu unterdrücken versucht und glaubt, dass ihm das auch gut gelingt, so bricht es nicht nur ab und an hervor, sondern ist tatsächlich ständig zu erkennen. Das ständige rote Glühen in seinem Gesicht nämlich, das ihn ebenfalls gerne von anderen unterscheidet, zeigt eigentlich immer seine Gefühlslage an, was ab und an wirklich zu Problemen führen kann, was das Schließen von Freundschaften angeht.
Eine Ausnahe stellt allerdings seine rechte Schulter dar, denn dort sollte tatsächlich etwas auffallen: eine lange und dicke Narbe, die leicht gerötet ist und für jeden ersichtlich macht, dass er einmal kurz davor gestanden hat, seinen Arm zu verlieren. Da dieser noch komplett dran und beweglich ist, mag man das Mal als einen Glücksfall ansehen, allerdings war es ein im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendes Erlebnis für den Jungen, das ein Trauma hinterlassen hat – die Angst vor maskierten Menschen und vor allem einem gewissen Chibi ist immer noch sehr präsent.


◊ ◊ Charakter ◊ ◊

BENEHMEN: Kabuto ist deutlich als schüchterner Junge zu erkennen, angefüllt mit diversen Ängsten, darunter die Angst davor, andere Menschen zu verschrecken und ihre Zuneigung zu verlieren. Das äußert sich vor allem, wenn man direkt mit ihm spricht, aber man kann es auch sonst sehen: Sein Kopf ist fast immer leicht gesenkt, und seine Wangen werden oft von einem sanften Rot geziert, während er sich selten traut, nahe an andere Leute heran zu treten. So sehr er körperlichen Kontakt auch genießt, so wenig möchte er aufdringlich erscheinen, einzig bei ein paar Leuten, die er gut trennt, schafft er es, den Mut dazu aufzubringen. Spricht man mit ihm, so wird es noch deutlicher, als allererstes dadurch, dass er so gut wie immer stottert. Auch, wenn er es inzwischen schafft, seiner eigenen Stimme genug Gewicht beizumessen, auch mal seine eigenen Ideen und Bedenken vorzubringen, sagt er noch lange nicht alles, was ihm durch den Kopf geht, und traut sich ganz besonders bei Kritik nicht, sie loszuwerden; dafür geht es ihm allerdings überraschend leicht über die Lippen, etwas Nettes zu sagen, solange er es als wahr ansieht. Einige Dinge, die andere sich nicht auszusprechen wagen würden, kann er ganz locker und natürlich sagen, ohne es überhaupt zu merken... danach wird er allerdings meist knallrot und noch unsicherer als zuvor. Außerdem hat er etwas, das man wohl nicht als sein Lieblingswort bezeichnen könnte, aber durchaus als jenes, das er am häufigsten ausspricht: 'Entschuldigung'. Man kann keine zehn Minuten mit dem Jungen verbringen, ohne dass er sich wenigstens einmal für etwas entschuldigt, selbst, wenn er gar keinen Fehler gemacht hat, ja, sogar dann, wenn überhaupt nichts passiert ist. Das ist eben Teil seines Unwillens, andere Leute unzufrieden sein zu lassen...
Allerdings muss man dem Jungen eines lassen: Dafür, dass er so unsicher ist und sich um sich selbst eigentlich nicht kümmert, sondern sein Leben lieber allen anderen Menschen widmet, ist er überraschend gut gelaunt. Man sieht fast immer ein Lächeln auf seinen Lippen, auch wenn es meist etwas schüchtern ist, und negative Emotionen scheint er gar nicht zu kennen, wird niemals wütend, nimmt niemandem etwas übel. Hin und wieder wird er etwas melancholisch oder traurig, von sich selbst enttäuscht, wenn er sich mal wieder selbst niedermacht, allerdings hält selbst das nicht lange. Überhaupt ist er längst nicht mehr dieses kleine, schwächliche etwas, das keine eigene Meinung und keinerlei Selbstsicherheit besitzt, nein, die Zeiten hat er hinter sich gelassen, um zu einer etwas besseren Version seiner Selbst zu werden. Auch, wenn ihm kaum bewusst ist, wie kraftvoll und schnell er doch geworden ist, schafft er es inzwischen zumindest, sich selbst nicht als das Ende der Nahrungskette wahrzunehmen und daran zu glauben, dass er andere nicht nur beschützen will, sondern es auch kann. Eine gewisse Ausstrahlung besitzt er und auch den Mut, für andere eine schwierige, wenn nicht sogar gefährliche Aufgabe zu übernehmen, um ihnen eine Hilfe zu sein. Ganz damit aufgehört, sich als unnütz anzusehen, hat er noch nicht, aber so schnell geht das ja auch nicht...
Seit einer Quest in einem etwas abgelegenen Dorf ist Kabuto stolzer Besitzer eines kleinen Gerätes, dass vom ehemaligen Nutzer als 'Atari Porable' bezeichnet wurde. Woher der Name stammt, weiß der Junge nicht, aber in die Funktionsweise wurde er laienmäßig eingeführt: Die Hülle sowie die Knöpfe bestehen aus einem leichten, robusten Material ohne besondere Eigenschaften, während der Bildschirm aus einem Lichtlachryma hergestellt wurde. Die Energie eines Lachryma selbiger Art erlaubt es der Konsole, einfache Strukturen abzubilden. Der Sinn ist nichts weiter als Zeitvertreib. In den sogenannten Atari-Karten sind per Magie Spiele gespeichert, die man nur mithilfe dieses Gerätes abspielen kann. Ein großer Erfolg war das System nicht, daher gibt es nur eine sehr überschaubare Menge unterschiedlicher Atari-Karten, die auch schwer zu erstehen und teilweise sehr teuer sind.
Seit er Besitzer dieser kleinen Errungenschaft ist, sieht man Kabuto sehr häufig, wie er herumsitzt und eifrig auf den kleinen Tasten herumdrückt. Weiterhin sind diese sogenannten Videospiele inzwischen ein essenzieller Bestandteil seiner bevorzugten Gesprächsthemen. Zwar lässt er seine Atari immer liegen, wenn es um einen guten Freund geht, aber ansonsten hat er sie eigentlich immer in der Hand und seiner Entwicklung nach scheint er nicht etwa offener zu werden, sondern viel eher in seiner eigenen, kleinen Welt zu verschwinden – der Welt hinter dem Bildschirm.

PERSÖNLICHKEIT: Kabutos Persönlichkeit ist relativ offen sichtbar, er versucht nicht einmal, sie zu verschleiern. Da er ein offener und auch freundlicher Mensch ist, der immer möglichst höflich sein will, ist das zum Teil auch wirklich gut, allerdings gibt es da immer noch die unsichere, ängstliche Seite, die ebenfalls absolut offensichtlich ist. Schon von klein auf war das so, seit ein grüner Käfer mit violettem Muster auf dem Rücken in seine Wiege krabbelte. Von diesem Tag an hatte er Angst vor diesen Tieren, in einem Wald wirklich unangebracht, vor allem, da die vorherrschenden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit es zu einem richtigen Käferreservoir machten. Bald war er ständig erfüllt von seiner Angst, umschwirrt von dem, was er für seine natürlichen Feinde hielt, war die Furcht allgegenwärtig, und schon bald nahm sein Geist mehr die Allgegenwärtigkeit der Angst auf, als den tatsächlichen Grund für diese. Deswegen assoziiert er seine gesamte Umgebung mit Furchteinflößendem, anstatt einfach vor dem Angst zu haben, das ihm wirklich Angst macht. Allerdings ist er inzwischen so sehr an die allgegenwärtige „Gefahr“ gewohnt, dass er deswegen nicht mehr ständig schlottert und tatsächlich gibt es auch Momente, in denen er sie vollkommen verdrängen kann. Vor Kameraden, die er sehr wertschätzt, und auch vor kleinen Kindern, da er für diese ein Vorbild darstellen möchte, so gut er es eben kann. Deswegen will er zeigen, dass es nicht schlimm ist, Angst zu haben, solange man sich nicht unterkriegen lässt von ihr und immer weiter macht, bis man über sie triumphieren kann. Auch wenn es in seinem alltäglichen Verhalten nicht unbedingt aussieht, als hätte er in diesem Kampf bereits die Überhand gewonnen, so sollte es doch einiges bedeuten, dass er die Käfer, die er so fürchtet, teilweise auf seiner eigenen Haut beschwört und abgesehen davon noch als Gildenmagier tätig ist. Doch auch, wenn er das für einen unglaublichen Erfolg hält würde er niemals damit prahlen, denn noch hat er einen langen Weg vor sich und außerdem Angst davor, so potenzielle Freunde zu vergraulen.
Allerdings besteht selbst der junge Kyofu natürlich nicht bloß aus Angst, auch wenn man ihn nur sehr selten ohne diese antrifft. Wie jeder Mensch hat er auch andere Emotionen und Gefühle, es ist nur eben diese, die bei ihm dominant auftritt. Es kommt durchaus ab und an vor, dass er seine gesamte Eile ablegt und nur betrübt und langsam durch die Gegend zieht, denn an manchen Tagen tritt die unglückliche Seite seiner Persönlichkeit in den Vordergrund. Diese ist eigentlich nicht besonders stark, denn eigentlich ist Kabuto ein sehr optimistischer Junge. Es kommt nur leider durch seine Ansicht von sich selbst als unwichtig und unnütz hin und wieder dazu, dass er in eine etwas melancholische Phase verfällt. Auch hier ist wieder die enorme Unsicherheit zu spüren, er weiß nie genau, ob er sich über etwas freuen oder eher traurig sein soll. Zornig wird er aber eigentlich nie, nicht innerlich und nach Außen hin erst recht nicht. Es ist einfach nicht seine Art, sich über Dinge aufzuregen, denn immer schon war er von friedliebender Natur und hat das Streiten verabscheut. Er will die Menschen um ihn herum glücklich machen, es macht ihn nervös, wenn die Stimmung angespannt ist und es kostet ihn sehr viel Selbstbeherrschung, sich dann nicht einfach aus dem Staub zu machen. Glücklicherweise hat er sich diese Selbstbeherrschung inzwischen antrainiert, der ewige Fluchttrieb zwang ihn quasi dazu, und ohne sie wäre er wohl die größte Niete, die je in einer Gilde gearbeitet hatte. Er selbst weiß nämlich sehr genau um seine Schwächen und würde alles tun, um diese auszumerzen, da es ihn unglücklich macht, wenn er anderen nicht helfen kann. Und wenn man nicht einmal mit sich selbst klarkommt, wer kann einen dann noch gebrauchen? Zumindest lebt Kabuto nach diesem Grundsatz, um irgendwann einmal ein wirklich guter und ehrbarer Magier werden zu können.

VORLIEBEN:  Wenn es etwas gibt, das Kabuto Kyofu aus den Höllenschlünden seiner unendlichen Ängste befreien kann, dann ist das das, was er am liebsten hat: Süßigkeiten aller Art! Egal ob groß, klein, fest, flüssig oder als Pulver, wenn etwas sehr zuckrig und ungesund ist, dann kann man dem Jungen damit eine Freude bereiten. Er liebt es, sich damit vollzustopfen und genießt sie sehr, sollte sich eine Gelegenheit dazu bieten, so selten das auch der Fall ist. Denn trotz seiner geradezu abartigen Liebe zu Süßigkeiten kommt er eigentlich nie dazu, sie zu essen, da seine Familie es nicht gern hat, wenn er das tut, und er sein Geld nicht dafür ausgeben will, weil ihm sein Onkel immer wieder vorhält, wie wichtig es doch ist, gut darauf zu achten, was man sich kauft. Entsprechend achtet Besagter auch gut darauf, was sein Neffe sich kauft, weshalb Süßigkeiten ein absolutes Tabu darstellen. Sehr zum Leidwesen des angehenden Magiers, denn dieser kann nun keine seiner geliebten Leckereien erhalten, wie es jeder andere tut, er ist stets angewiesen auf ein kleines Geschenk, wenn er etwas Süßes haben möchte. Natürlich kommt das nicht allzu oft vor, weswegen er seinen Hunger danach immer möglichst zügeln muss, doch es ist und bleibt das, was er am liebsten mag. Ganz auf Naschereien in seinem Leben zu verzichten, so wie es seine Familie will, käme für ihn niemals in Frage, dafür schmecken sie ihm einfach zu sehr. Das ist auch der Hauptgrund, aus dem ihm Kureiji so sympathisch ist, denn der eigentlich so seltsame Junge hat nicht selten etwas Süßes für seinen Freund übrig.
Ebenfalls sehr wichtig ist Kabuto Frieden, oder wenigstens eine friedliche Stimmung. In einer streitlosen Umgebung zu sein macht ihn glücklich und auch, wenn das soweit nichts Besonderes ist, so hat es für ihn doch einen außergewöhnlich hohen Stellenwert, dass die Leute um ihn herum möglichst harmonisch miteinander auskommen und die gesamte Atmosphäre entspannt ist. Er bekommt nämlich Angst, wenn sich ein Streit anbahnt, schon allein die Spannungen zwischen zwei gereizten Leuten sorgen dafür, dass er eine Gänsehaut bekommt, und er hofft immer, dass bloß nichts eskaliert. Am stärksten spürt er seine so ersehnte friedvolle Umgebung an sonnigen Tagen, wenn er auf käferfreien Wiesen abseits aller Wälder liegt und die Wolken im Himmel beobachtet, die groß über ihm thronen und langsam vorbeiziehen. In dieser Situation vergisst er einmal seine Probleme und Ängste, und auch seine ständige Eile kommt mal zur Ruhe, ohne dass er irgendwie traurig wird. Der tägliche Himmel ist für ihn das Schönste auf der Welt und wenn er genügend Zeit dafür hat, dann lässt er sich von ihm gerne entspannen, doch auch das ist ihm nur selten vergönnt. Allerdings weiß er ihn gerade deswegen so sehr zu schätzen, denn nur das Rare kann lang von Interesse sein. Zumindest für ihn.
Zu guter Letzt hat Kabuto auch eine recht große Schwäche für Mädchen und Frauen, welche außergewöhnliche Haarfarben tragen. Blond, Braun, Schwarz und auch Rot sind ihm zu gewöhnlich, weiße Haare kommen seinem Ideal schon näher, allerdings gilt bei ihm: Je ausgefallener die Haarfarbe, desto mehr gefällt ihm die Person. Das war bei ihm schon immer so gewesen, deswegen hatte er als kleinerer Junge stets auf scheue Art körperlichen Kontakt gesucht zu seinem Kindermädchen mit den pinken Haaren. Knallbunt, also mit mehreren verschiedenen Farben, wird es ihm dann aber doch zu viel des Guten, das ist für ihn eher abschreckend. Tatsächlich hat das Mädchen, dem er verfallen ist, eisblau als Krönung ihres hübschen Kopfes, was für ihn wie eine Kirsche auf dem Eisbecher ist, als der sie sein Leben erfüllt. Mit Leuten, die eine dieser Haarfarben tragen und nicht mit ihm zusammen sein wollen, geht er anfangs zwar noch etwas schüchterner um, dafür öffnet er sich aber auch wesentlich schneller und hofft stets, gut mit ihnen auszukommen. Diese doch etwas seltsame Vorliebe gilt aber nur für das schöne Geschlecht, die Haare männlicher Gesellschaft könnten ihm nicht egaler sein, auch wenn er stets Interesse heuchelt, sollte jemand von ihnen erzählen. Aus Angst, er könnte ihn verletzen.

ABNEIGUNGEN: Die wohl bekannteste und ausgeprägteste unter den Abneigungen Kabutos ist eindeutig die gegenüber Käfern, die sich bis zu einer Phobie gesteigert hat. Sie war der grundlegende Stein, der dem Siegel zu seinem Mut eine Grundlage geschaffen und dessen Aufbau erst möglich gemacht hatte. Auf diesem Siegel basiert alles, seine Trauer und seine ewige Angst, und es konnte nur entstehen durch die Furcht, die er seit jeher vor Käfern empfindet. Er arbeitet darauf hin, die kleinen Krabbeltiere nicht mehr zu fürchten, doch selbst wenn er das schaffen sollte, so ist er sich sicher, dass er sie niemals mögen können wird. Ironischerweise empfindet er nicht wie viele Leute Ekel vor Insekten, er fürchtet sich, ekelt sich aber nicht vor ihnen. Er sieht in ihnen einfach nichts Ekelhaftes, allerdings gibt es auch eigentlich nichts, das ihm so erscheint; er hat einfach keinen Maßstab für Ekel und von Natur aus verspürt er solchen einfach nicht. Es gibt genügend andere Gefühle in ihm, mit denen er sich auseinandersetzen muss.
Eigentlich interessiert sich Kabuto nicht sonderlich für das Wetter, und auch Lichtverhältnisse sind ihm ziemlich egal. Wenn er sich an einem stockfinsteren Ort befindet, so wird ihm das zwar Angst machen, aber an einem hell erleuchteten ist das ja nicht anders. Und ob es regnet, neblig ist, schneit oder die Sonne scheint, verändert während seiner üblichen Aktivitäten rein gar nichts. Allerdings kann er eine Kombination aus Finsternis und Regen nicht leiden, zumindest nicht, wenn er sich während dieser nicht innerhalb eines Hauses befindet. Es macht ihn immer unglücklich, wenn sich diese beiden ihm sonst so unwichtigen Faktoren zusammenfügen, eine Reaktion, die ihm schon immer innewohnte und die er nicht kontrollieren kann. Deswegen verzieht er sich bei einer derartigen Wetterlage immer schnellstmöglich in das nächstbeste Haus, wobei er natürlich niemals in eines einbrechen würde. Nur wenn gerade ein Geschäft, Café, das Gildenhaus oder das eines seiner Freunde in der Nähe ist, stürmt er nicht gleich heim, sondern versucht es erst dort. Natürlich vermeidet er es nach Möglichkeit, überhaupt erst in so eine Situation zu kommen, mal ganz davon abgesehen, dass er nachts eh nicht aus dem Haus geht, wenn er nicht muss. Allerdings kommt es vor, und er kann es absolut nicht leiden, wenn so etwas passiert.
Außerdem gibt es auch noch eine bestimmte Art Menschen, die Kabuto wirklich nicht leiden kann, auch wenn er das ihnen gegenüber niemals zeigen würde. Die Rede ist hierbei von treulosen Menschen, die entweder nicht fähig sind, zu einem anderen zu stehen, oder das ganz einfach nicht wollen. Dabei bezieht sich diese Auffassung nicht auf Liebesbeziehungen, sondern auf den alltäglichen, zwischenmenschlichen Bereich. Schon lange vor seinem Beitritt in Fairy Tail war er der Meinung, dass man seine Freunde und Kameraden ehren und zu den Leuten in seiner Umgebung nett sein sollte. Besonders wenn jemand einem vertraute, war es wichtig, nett zu ihm zu sein; so einen Menschen zu ignorieren, beleidigen oder gar zu verraten, würde dem jungen Kyofu gar nicht in den Sinn kommen, und auch bei anderen Menschen kann er dieses Verhalten nicht ausstehen. Auch das Ausnutzen anderer Leute missbilligt er, und dass es tatsächlich Leute geben soll, deren Leben quasi daraus besteht, andere Menschen auszunutzen, fällt ihm schwer zu glauben. Nie könnte er jemanden mögen, der so etwas tut, und nie könnte er sich vorstellen, je selbst so zu werden. Allerdings ist es nicht seine Art, andere mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, dafür fürchtet er Streits zu sehr und außerdem glaubt er, dass ihn dann nicht nur die Person, sondern auch die anderen Anwesenden nicht mehr mögen würden, und das will er wirklich nicht. Er ist eher ein stummer Missbilliger, seine Angst erlaubt es ihm einfach nicht, mehr zu sein als das. Allerdings arbeitet er daran.

STÄRKEN: Die größte Stärke Kabutos ist eindeutig seine Einstellung anderen Menschen gegenüber. Er versucht immer, möglichst höflich zu sein und sich mit den Menschen um ihn herum gut zu arrangieren, möglichst sogar mit ihnen anzufreunden. Das hat natürlich nicht nur Vorteile, allerdings ist es sehr hilfreich für ein soziales Miteinander und abgesehen davon wirkt es sich positiv auf seinen Mut aus. Gute Freunde, sympathische Menschen oder Leute, die er einfach beeindrucken möchte, spornen ihn immer dazu an, bestmögliche Leistung zu bringen, für sie ist er bereit, über sich selbst hinauszuwachsen, und wenn er jemanden sehr mag, dann würde er praktisch alles tun, um diese Person glücklich zu machen. Und auch, wenn er jemanden nicht mag, wird er nach Möglichkeit vermeiden, eine schlechte Stimmung zu schaffen oder gar Konflikte zwischen ihnen zu schüren. Er bemerkt so etwas ziemlich schnell, eine weitere seiner Stärken, wenn jemand wütend oder genervt ist, dann spürt Kabuto das geradezu. Da es sich allerdings mit einem Gefühl in ihm breit macht, das nur zu einem kleinen Teil von seiner üblichen Angst abweicht, schafft er es nicht immer, den Unterschied festzustellen, doch wenn er es bemerkt, dann weiß er, dass sich ein Streit bildet. Deswegen kann er versuchen, zu schlichten, noch ehe es zu richtigen Problemen kommt, manchmal sogar noch bevor die schlechte Stimmung auch nur richtig angedeutet wird. So hat er schon ab und an schlimmere Konflikte verhindern können.
Die stetige Angst hat für Kabuto wenigstens einen Vorteil: Er ist sehr vorsichtig und bringt sich entsprechend selten in gefährliche Situationen. Natürlich könnte man ihn ebenso gut als übervorsichtig und irrational bezeichnen, wenn man bedenkt, dass er häufig seine gesamte Umgebung mit seinen Ängsten asoziiert, allerdings ist er inzwischen überwindungsfähig genug, um sich davon nicht zu sehr aufhalten zu lassen. Eigentlich könnte man auch das in seine Stärken aufnehmen, über die Jahre ist seine Überwindungsfähigkeit in Proportion zu seiner Angst sehr stark angewachsen und überschreitet die eines Durchschnittsmagiers um ein ganzes Stück. Allerdings ist auch seine Furcht wesentlich größer als die normaler Menschen, weswegen er insgesamt doch schreckhafter und ängstlicher ist als andere… wesentlich ängstlicher. Inzwischen hat er sich mit seinen Ängsten jedoch noch weiter arrangieren können und kommt über einige von ihnen ziemlich leicht hinweg, außerdem ruft er sich inzwischen wieder die Bilder einiger Leute in den Kopf, für die er stark sein muss; insbesondere Akaroshi, Anihito, Sylvana und Kohana. Durch das Überwinden seiner Ängste hat er eine beeindruckende Willensstärke entwickelt, die er dank seinem Wunsch, verlässlich zu werden, für kurze Zeit nochmal extrem steigern kann. Zusammen mit dem Boost, den diese mentale Kraft durch die Anwesenheit von Vertrauten erhält, hat er ab und an sogar Momente, in denen ihn ein Wildfremder glatt für mutig halten können. Nach solchen zittert er zwar meist eine Weile am ganzen Körper, doch schon allein dass er es gelegentlich schafft, so über sich hinauszuwachsen, macht ihn stolz.

SCHWÄCHEN: An Schwächen mangelt es dem jungen Kyofu nicht, seine offensichtlichste, die ewige Angst, braucht hier kaum ausgeschildert zu werden. Sie ist einfach zu ersichtlich und abgesehen davon nicht einfach ein, sondern der größte Teil seines Lebens, man kann sie eher als seine Persönlichkeit beschreiben als als Teil dieser. Dennoch muss wenigstens ein Stück von ihr hier erwähnt werden, die grundlegendste, für ihn selbst wichtigste unter seinen Ängsten: Die Entomophobie. Mal ganz davon abgesehen, dass sie der Grund für die Wahl seiner Magie war, ist es auch sie, die es für ihn so schwierig macht, diese zu benutzen. Immerhin kostet es einiges an Überwindung, das, was man fürchtet, wissentlich und in Vollbesitz seiner geistigen Kräfte auf der eigenen Haut zu beschwören. Ja, es ist erstaunlich, dass gerade er sich zum Käfermagier hat mausern können, doch das sorgt immer wieder dafür, dass er zögert, wenn es um die Beschwörung seiner Tierchen geht. Im Kampf kann das zu einem großen Nachteil werden, ein einzelner Moment des Zögerns reicht oftmals, um dem Gegner eine große Chance für einen guten Angriff zu bieten. Mal ganz davon abgesehen, dass die Magie selbst nicht die stärkste ist, wird ihm durch diese Schwäche wirklich kein Gefallen getan, weswegen er sich bei Kämpfen auf’s Höchste konzentrieren muss, um sie ausgleichen zu können.
Auch seine eilige Ader ist eindeutig unter den negativen Eigenschaften des Kyofus einzuordnen, immerhin hat Eile noch nie jemandem geholfen. Sie führt dazu, dass er Dinge übersieht, mit seinem Kopf häufig schon bei seinem nächsten Vorhaben ist und ab und an sorgt sie auch für etwas Verwirrung, weil er über all das vergisst, was er gerade tun wollte. Auch wenn er seine Aufgaben gewissenhaft erledigt und sich dabei möglichst nicht so sehr hetzen lässt, dass es in schlechter Arbeit endet, macht es ihm in seinem alltäglichen Leben ganz schön zu schaffen, immer so eilig und aufgekratzt zu sein. So gern er auch einmal einfach entspannen und loslassen würde, ist ihm das einfach nicht vergönnt, weil es nicht zu seiner Persönlichkeit passt, das tatsächlich zu tun. Dasselbe gilt auch für seine Nervosität und seine Schüchternheit, Eigenschaften, die er am Liebsten ablegen würde, die aber derzeit einfach ein Teil von ihm sind. Er kann sie so schon kaum unterdrücken, sie loszuwerden liegt einfach weit außerhalb seiner Fähigkeiten, aber inzwischen kann er sich immerhin vorstellen, irgendwann eine mutige Person zu sein. Ein Bild dessen, was man mal sein möchte, ist durchaus eine große Hilfe...
Zu schlechter Letzt muss hier noch seine absolute Unfähigkeit genannt werden, Süßigkeiten aller Art zu widerstehen. Es ist ihm praktisch unmöglich, Süßkram nicht einfach zu nehmen und zu essen, das gilt nicht nur für Süßigkeiten an sich, sondern an praktisch allem wirklich süßen, selbst Lebensmittel wie Honig haben diese Wirkung auf ihn. Das ist nicht nur einer natürlichen Vorliebe, sondern auch dem Druck seiner Familie zu verdanken, die ihn immer von dem, was er so liebte, fernzuhalten versuchte. Entsprechend bekam er immer mehr und mehr Lust darauf, so viel, dass er diesen wundervollen Köstlichkeiten kaum mehr widerstehen kann, wenn niemand da ist, der ihn davon abhält. Das macht ihn zuerst einmal sehr vertrauensselig Leuten gegenüber, die ihn mit derartigen Lebensmitteln versorgen, zum anderen kann es sehr ablenkend sein, insbesondere beim Erledigen von Aufgaben, manchmal sogar während Kämpfen. Ja, diese Sucht ist ebenso negativ wie jede andere auch, und sie würde mit Sicherheit in einer recht starken Gewichtszunahme enden, ließe man ihn sie ausleben.

ZIEL: Das höchste aller Ziele für Kabuto ist es, endlich seine Ängste zu besiegen, zu überwinden und zu einem mutigen Menschen zu werden. Inzwischen ist er sogar fähig, sich zumindest wirklich vorzustellen, dass er einmal mutig sein könnte, deswegen fällt es ihm nicht mehr ganz so schwer, dieses Ziel zu erreichen. Außerdem hat er den Wunsch, von den Leuten um ihn herum akzeptiert und gemocht zu werden, insbesondere von seiner Familie und den Personen, die er sehr mag. Ein möglichst harmonisches Verhältnis, das ist es, was er sich wünscht, auch wenn er „möglichst harmonisch“ von Person zu Person anders definiert. So wird er mit einem guten Freund immer möglichst viel schöne Zeit verbringen, bei jemandem, den er gar nicht leiden kann, will er einfach nur, dass sie sich gegenseitig etwas in Ruhe lassen, anstatt sich zu streiten oder gar zu kämpfen. Solange das gegeben ist, ist er ziemlich zufrieden. Es gibt inzwischen sogar noch eine weitere Person, die einen außergewöhnlichen Status einnimmt: Kabutos 'feste Freundin'. Sie glücklich zu machen und möglichst viel Zeit mit ihr zu verbringen ist eines der höchsten Ziele für den Jungen, denn als nicht nur erste Freundin, sondern auch eine wunderschöne und liebe Person ist sie ihm sehr wichtig... wenngleich er kaum glauben kann, sie verdient zu haben.
Was ihm außerdem noch wichtig ist, ist der Stolz seines ehemaligen Senseis, auch wenn dieser nun leider nicht mehr unter den Lebenden weilt. Das ist ein großer Ansporn für ihn, seine Fähigkeiten auch weiterhin zu verbessern, besonders wenn seine Angst einmal überwiegt. Der Wunsch, Akaroshi noch im Tod stolz zu machen, ist sehr stark ausgeprägt bei dem jungen Kyofu. Und weniger aus Stolz, als vielmehr aus reiner Faszination heraus hat sich Kabuto noch ein weiteres Ziel gesetzt: Er möchte alle 27 Spiele besitzen, die für die Atari Portable erstellt wurden. Durch den geringen Erfolg gibt es von all diesen Spielen nur noch wenige Exemplare, und kein einziges davon lässt sich in den Läden Magnolia Towns auffinden, stattdessen sind sie über ganz Fiore verteilt. Derzeit hat er drei Stück.


◊ ◊ Umfeld und Hintergrund ◊ ◊

FAMILIE:
Vater: Hitosuke Kyofu, 36 Jahre
Kabutos Vater Hitosuke war von klein auf immer ein etwas zurückgezogenerer Junge. Wie auch sein Sohn hatte er von Geburt an grünes Haar, außerdem war er recht groß und schlaksig mit kaum Muskeln. Die Brille, die er immer auf der Nase hatte, sowie seine Art, immer alles besser wissen zu wollen, machten ihn auch nicht unbedingt zum beliebtesten aller Kinder, im Gegenteil, er war immer der Erste, den die Rowdys der Nachbarschaft quälten. Das führte dazu, dass er sich lieber daheim verschanzte und sich mit Büchern oder anderen Wegen, sein Wissen zu mehren, beschäftigte. Entsprechend wurde er noch ein größerer Außenseiter als er es eh schon war, und eines Tages begann er sogar damit, immer einen der typischen weißen Kittel zu tragen, die man bei Forschern so oft sah. Seine stets optimistische Art allerdings ermöglichte es dem jungen Kyofu eines Tages tatsächlich eine Freundin zu finden, trotz seiner recht seltsamen Persönlichkeit, und aufgrund von Verlustängsten heiratete er sie an dem Tag, an dem er 18 wurde. Später im selben Jahr zog er mit ihr zusammen aus der Stadt heraus, nicht allzu weit weg, nur in eine kleine Hütte in einem nahe gelegenen Wald, um dort seine Studien an Käfern fortzuführen. Er arbeitete als Kurier, war aber überzeugt davon, dass er als Käferforscher irgendwann den großen Durchbruch erzielen würde. Die Beziehung zu dem im nächsten Jahr geborenen Kabuto wurde entsprechend nicht gerade perfekt, als dieser seine riesige Angst vor den Wesen entwickelte, die sein Vater immer nach Hause schleppte und studierte. Wegen dieser zog der Junge schon in seinem achten Lebensjahr zu seinem Onkel nach Magnolia Town, und seitdem hat er den Möchtegern-Wissenschaftler nicht mehr gesehen.

Mutter: Mirana Kyofu, 38 Jahre
Kabutos Mutter, eine hübsche Frau, die schon ihr ganzes Leben lang stolz auf ihr rotes Haar war, ist keine wirklich sanftmütige Person und reagiert schnell genervt. Man hört von ihr immer wieder, dass es der größte Fehler ihres Lebens war, Hitosuke zu heiraten, und sie verbringt auch wesentlich mehr Zeit in der nahe gelegenen Stadt als in dem Häuschen im Wald. Wieso sie es überhaupt soweit hat kommen lassen, den grünhaarigen Kurier zu heiraten, kann keiner sagen, und wie er sie dazu gebracht hat, ein Kind von ihm in die Welt zusetzen, ist ebenfalls unbekannt. Sie hat sich nie wirklich um auch nur einen der beiden Kyofus gekümmert und irgendwann auch noch damit begonnen, zu trinken, soviel sie konnte. Kabuto selbst erinnert sich kaum an den Namen seiner Mutter, und das, was er noch von ihr in Erinnerung hat, sind meist Bilder von ihr beim Trinken oder Schreien. Als er ein Kind war hat sie, während sein Vater arbeiten war oder Käfer gesucht hat, sich stets in die Stadt begeben und ein Kindermädchen mit pinken Haaren auf ihn aufpassen lassen, dessen Namen sie nicht einmal kannte. Im Gegensatz zu ihr war diese immer sehr fürsorglich gewesen, weshalb der junge Kyofu dem älteren nie davon erzählte.

Onkel: Anihiro Kyofu, 41 Jahre
Hitosukes großer Bruder war schon seit dem Tag der Geburt des jüngeren nicht besonders angetan von diesem. Die beiden hatten herzlich wenig Gemeinsamkeiten, während Hito der unbeliebte Streber und Besserwisser war, den keiner leiden konnte, war Anihiro der coole Typ mit viel Autorität, auf den man hörte und der scheinbar für jedes Problem eine Lösung kannte. Zu der Zeit trug er stets eine schwarze Lederjacke und wurde auch nicht ohne Sonnenbrille gesehen, und es gab niemanden, der ihm zu widersprechen wagte. Ohne je Gewalt anzuwenden setzte er seinen Willen durch, zumindest so lange, bis seine Verwandtschaft mit dem Grünschopf bekannt wurde. Sein eigenes Haar hielt er immer kurz geschnitten und das bis heute, auch die braun-schwarze Färbung hat sich nicht verändert. Er hat keinerlei Kontakt zu dem Möchtegern-Forscher, das letzte Mal war der Tag gewesen, an dem er Kabuto aufgenommen hatte. Inzwischen ist er ein sehr strenger und auch recht kaltherziger Mann, der die schwarze Jacke durch einen Anzug ersetzt hat, was für den Job als Manager sicherlich vorteilhafter ist. Trotzdem trifft man ihn noch immer nur mit Sonnenbrille an, und wenn er kann, dann hält er sich möglichst oft bei den beiden Kindern auf, die bei ihm leben, ohne dass er eines davon gezeugt hat. Allerdings macht er das nicht etwa aus Liebe, sondern aus der Sucht nach Kontrolle, die ihm schon von klein auf innewohnte. So stellt er sicher, dass die beiden möglichst keine Süßigkeiten essen, sich nicht mit anderen anlegen oder gar auf dumme Ideen kommen, wie ein Forscher werden zu wollen. Seine Beziehung zu beiden Kindern ist eigentlich nur rein oberflächlich, er will sie dazu bringen, das zu tun, was er will, und bei dem ängstlichen Kabuto funktioniert das auch, tatsächlich hat dieser seinen Onkel sogar sehr gern und ist sicher, dass dieser nur das Beste für ihn will. Seine Stieftochter allerdings ist wesentlich rebellischer und tut alles Mögliche, um dem alten Kyofu das Leben schwer zu machen.

Tante: Fuyuri Kyofu, 43 Jahre
Fuyuri ist die perfekte Frau für Anihito, ihm gegenüber gibt sie sich demütig und höflich, bei allen anderen Leuten tritt sie allerdings dominant und unnachgiebig auf. Wenn seine Meinung der ihren nicht widerspricht, wird sie stets mit allen Mitteln versuchen, die eigene durchzusetzen, und natürlich scheint sie auch keine einzige Schwäche zu haben. Tatsächlich hat sie jedoch eine: Kleine Kinder weichen ihr Herz absolut auf, nicht einmal diese Furie kann ihren Eispanzer aufrecht erhalten, wenn es um die kleinen Energiebündel geht. Allein ihr ist es zu verdanken, dass Anihito ihre Tochter noch nicht vor die Tür gesetzt hat, trotz allem, was diese mit ihrer rebellischen Art alles angestellt hatte. Kabuto dagegen stand immer schon auf ihrer Abschussliste, sie hat ihn nie im Haus haben wollen und schreit ihn nur deswegen nicht ständig an, weil er sich so oft um ihre Enkel kümmert. Im Allgemeinen sieht man sie aber ständig schreiend, kreischend, keifend, sie ist wahrlich nicht der sympathischste Mensch, doch zu ihrem Ehemann passt sie wie die Faust aufs Auge.

Shiro (5 Jahre), Kasumi (2 Jahre) & Leiko (bald 1 Monat) Akagawa
Auch wenn er eigentlich nicht mit ihnen verwandt ist, gehören die Kinder seiner Stiefcousine für Kabuto zur Familie. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es eigentlich hauptsächlich er ist, der sich um sie kümmert. Trotz seiner jetzt schon eingeschränkten Zeit muss er immer wieder ein wenig Freiraum einplanen, in welchem er für die drei die Mutterrolle übernimmt. Man kann nicht sagen, dass ihm die Zeit mit ihnen nicht auch gefällt, immerhin sind sie die einzigen aus seiner ganzen Familie, die nicht versuchen, ihn zu kontrollieren, auf ihm herumzuhacken oder ihn mit Käfern in Berührung zu bringen. Außerdem schreit ihn Fuyuri nicht an, wenn eins der beiden Mädchen, Kasumi oder Leiko, dabei ist, also hat es für ihn eigentlich nur gute Seiten, bei ihnen zu sein. So will er es jedenfalls sehen, das ist seine Art und es macht die Arbeit mit und für die Kinder wesentlich angenehmer.
Während Kasumi und die Neugeborene Leiko noch relativ leicht sind, befindet sich Shiro derzeit in einer etwas schwierigen Phase. Kabuto nutzt allerdings dessen Interesse an Geschichten über die Arbeit als Gildenmagier dazu, ihn etwas zu beruhigen, wenn er launisch wird oder einfach zu viel Energie besitzt.

FREUNDE:
Sensei: Akaroshi Aikami, verstorben mit 29 Jahren
Dieser Mann, ein ehemaliger S-Rang Magier Fairy Tails und Nutzer dreier Arten Magie, war es, der Kabuto gelehrt hat, wie man die Zauberei anwendet. Sein Training baute auf einem Grundprinzip auf, mit dem er glaubte, jedem halbwegs begabten Menschen die Art Magie beizubringen, die dieser sich am meisten wünschte; dass er bereits drei davon beherrschte, sprach auf jeden Fall für seine Fähigkeiten. Tatsächlich schaffte es Kabuto dank ihm, die Käfermagie zu erlernen und diese Wesen sogar auf seiner eigenen Haut zu beschwören, obwohl er eine unglaubliche Angst vor ihnen hatte. Er war sehr warmherzig und geduldig und immer der Meinung, dass man niemals aufgeben sollte, und tatsächlich schaffte er es mit seiner humorvollen Art, seinem Schützling einen Teil seiner Angst zu nehmen. Eines Tages starb Akaroshi während einer schwierigen Quest, in Kabutos Herzen wird er allerdings für immer weiterleben.

Bester Freund: Kureiji, ??? Jahre
Wie dieser Junge tatsächlich heißt, weiß Kabuto nicht, ebenso wenig woher er kommt oder wie alt er ist. Mit seinen großen, roten Augen, dem vollkommen verständnislosen, fast schon psychopathischen Blick und dem halblangen, hellbraunen Haar, das niemals ordentlich ist, macht er nicht unbedingt den Eindruck, als wäre es clever, Zeit mit ihm zu verbringen. Schon seit einigen Jahren zieht er durch die Straßen Magnolia Towns, scheinbar immer auf der Suche nach etwas, doch da alles, was er sagt, wirr und unzusammenhängend ist, weiß niemand, wonach er suchen könnte. Wegen dieser seltsamen, geradezu verrückten Art, die er an den Tag legt, wirkt er auf eigentlich jeden abschreckend und hat außer dem jungen Kyofu keine Freunde, was ihm allerdings gar nicht aufzufallen scheint. Was allerdings zu der Frage führt, wie ausgerechnet der ängstliche Kabuto sich mit so einer zwielichtigen Person anfreunden konnte. Die Antwort ist relativ einfach: Nach einem recht erbärmlichen Fluchtversuch vor dem seltsamen Jungen landete er in einer Sackgasse, und an diesem Tag erfuhr er zwei Dinge, nämlich dass er tatsächlich recht harmlos war, und dass er eigentlich immer Naschkram mit sich führte. Woher er diesen bekommt ist eines der Mysterien, die den besten Freund Kabutos umgeben, doch allein der Fakt, dass er ihn stets damit versorgen kann, macht ihn für den Grünschopf sympathisch. Außerdem hat er inzwischen keine Angst mehr vor dem Jungen, den er Kureiji getauft hat, und dieser bringt ihn auch immer wieder zum Lachen, weshalb es doch eine sehr schöne Freundschaft ist, auch wenn man nie genau weiß, wann und wo der Verrückte auftaucht.

Der Baidori-Käfer
Die Baidori-Käfer gehören zu einer Jahrhunderte alten Käferart, die nur in Fiore gefunden werden kann. Oder eher, gefunden werden konnte, denn bis auf wenige Exemplare sind diese Tiere schon vollkommen ausgestorben. Sie weisen einige außergewöhnliche Eigenschaften auf, so steht bei ihnen beispielsweise keine Größe fest, die man durchschnittlich nennen könnte; manch ein Exemplar wird nur fünfzehn Zentimeter groß, andere erreichen eine Maximalgröße von einem knappen Meter. Außerdem sind sie nicht anfällig für Manaeinfluss, sie können nicht von Käfermagiern beschworen oder kontrolliert werden und gegen magische Angriffe sind sie sehr resistent. Sie sind vollkommen ungiftig, allerdings lässt ihre Färbung – grüne Flügel mit violettem Muster – darauf schließen, dass sie genau das sehr wohl seien.
Dieses eine, spezielle Exemplar war der Käfer, der zu Kabuto in die Wiege gekrabbelt kam, als er noch ein kleines Kind war, und der dessen große Angst vor Käfern geprägt hat. Dieser bedrohte Käfer scheint ein außergewöhnlich großes Interesse an dem jüngsten Kyofu zu haben, aus welchem Grund auch immer, da er sich seit diesem Tag nie lange von ihm fern gehalten hat. Während die beiden noch im Wald lebten, nistete er sich gern ab und an für kurze Zeit in den grünen Haaren ein, was meist zu heftigem Geschrei und Herumgerenne des Jungen geführt hatte, und tatsächlich folgte der Baidori sogar bei dem Umzug nach Magnolia Town. Trotz vieler Versuche hat Kabuto es nie geschafft, ihn loszuwerden, zu kontrollieren oder gar zu töten, und wann immer er dachte, dass er dieses Wesen endlich los war, handelte es sich nur noch um wenige Tage, bis es wieder auftauchte. Dieses Exemplar hat derzeit eine Körpergröße von dreißig Zentimetern, ist allerdings noch nicht ausgewachsen.

Erste feste Freundin: Kohana Yuki
Dieses Mädchen als jemanden zu beschreiben, der Kabuto wichtig ist, wäre noch eine gigantische Untertreibung. Der Grünschopf hängt bereits richtig an dem Mädchen, und das liegt nicht nur daran, dass sie eine Dragonslayerin ist, oder daran, dass sie nicht nur eine absolut niedliche Schönheit, sondern mit ihren eisblauen Haaren, die in der Sonne zu glitzern scheinen, und ihrer grazilen Statur genau sein Typ ist. Nein, der Hauptgrund ist ein wesentlich simplerer: Er fühlt sich wohl bei und mit ihr. Er genießt es, mit ihr zusammen zu sein, spürt gern ihre kühle Haut und vor allem schafft sie es doch tatsächlich, mit einfachen und wenigen Worten sein Selbstbewusstsein zumindest kurzzeitig ansteigen zu lassen. Nein, all das ist es nicht einmal... Es ist sogar noch einfacher: Sie ist der erste Mensch, der dem Kyofu das Gefühl gibt, wichtig zu sein. Das erste Mal fühlt er sich nicht nutzlos, schwach und unfähig, nicht wie jemand, der nur im Weg ist und sich anstrengen muss, um wenigstens ansatzweise den Erwartungen gerecht zu werden. Er wird erstmals von einer Person als das akzeptiert, was er ist, wird dafür gemocht und hat einen richtigen Stellenwert. Sie stärkt ihn in dem, was er ist, und gibt ihm das Gefühl, dass er nicht extra besser werden muss, nur um jemand zu sein. Natürlich will er trotzdem besser werden... Kohana hat den tollsten Freund der Welt verdient, und wenn er es ist, den sie will, dann wird er das definitiv werden!

Wundervollste Person aller Zeiten: Lia Valencia
Die feurigen Fähigkeiten eines Drachen, die Persönlichkeit einer Samariterin und der schönste pinke Haarschopf, den man sich nur vorstellen kann – so sieht Kabuto die Valencia. Von Anfang an war dieses wunderschöne Mädchen sehr nett zu ihm gewesen, hatte ihn gleich akzeptiert und auch respektiert und sich so natürlich auch seine Achtung und seinen Respekt verdient – und vielleicht sogar noch mehr. Der Kyofu idealisiert sie, himmelt sie geradezu an, und bei ihr versucht er immer ganz besonders, ihr alles Recht zu machen. So etwas wie eine Vorbildfunktion nimmt dieses Mädchen auch schon für ihn ein, weil sie körperlich wie geistig unglaublich stark ist und sogar bereit war, den Sieg, der ihr so wichtig war, aufzugeben, nur um das moralisch Richtige zu tun. Außerdem ist es durchaus möglich, dass der Grünschopf ein bisschen für Lia schwärmt... Allerdings ist es ein sehr unglücklicher Fall für ihn, dass beide sich schon lange nicht mehr wiedersehen konnten.

Göttliche Dragonslayerin: Sylvana Fernandez
Dass sich diese beiden gefunden haben, muss Schicksal gewesen sein. Zufällig in der Nähe von Fairy Hills, wurde Kabuto durch einen anderen Zufall niedergeschlagen von herabfallenden Lamia Scale-Magiern, und der Schutzengel, der ihm dieses Mal zur Rettung eilte, war Sylvana Rose Fernandez. Und nicht nur das: Zum ersten Mal in seinem Leben hörte Kabuto die Frage, ob es ihm gut ginge, und sie kam von dieser Person! Sie stellte sich heraus als freundlich und als Dragonslayerin des Donners, und ähnlich Lia kategorisierte sie der Kyofu als starken und sehr hübschen Menschen, der als Vorbild zu dienen vermochte. Für ihn hat die Erkundigung nach seinem Wohlbefinden allerdings eine weit größere Bedeutung als für jeden gewöhnlichen Menschen, da es etwas ist, das er zuvor nie erlebt hatte, und so kam es, dass er Sylvana mit einer Göttin gleichsetzte. Ein weiteres idealisiertes Mädchen in seinem Leben... und ein weiteres, das er verloren hat. Sylvana hat Fairy Tail inzwischen verlassen, was Kabuto nicht etwa direkt von ihr, sondern zufällig während ihrer nächsten Begegnung erfuhr. Er klammert sich noch immer an die Hoffnung, dass sie zurückkehren wird, wenn er erst einmal stark genug ist, sie zu beschützen. Damit, sie endgültig verloren zu haben, könnte er einfach nicht leben...

Unscheinbare Herrin: Valerie Sakai
Dieses kleine Mädchen war einst eine Gegnerin in einem Trainingskampf, zu dem Kabuto sich freiwillig gemeldet hatte. Weder er, noch sie waren allzu geschickte Kämpfer gewesen und keiner von beiden hatte den anderen verletzen wollen, weswegen das Training sich etwas lächerlicher gestaltete, als es vielleicht hätte tun sollen. Am Ende hatte keiner wirklich Schaden genommen... oder doch, Kabuto hatte durch eine unglückliche Aktion eine nicht viel angenehmere Gegenreaktion bewirkt, die ihn am Ende doch schmerzerfüllt hatte zu Boden sinken lassen. Dennoch war schlussendlich er es, der etwas bei der Sakai wieder gutzumachen hatte, weswegen diese spontan beschloss, ihn zu ihrem persönlichen Sklaven zu machen.
Mag sein, dass der Kyofu seine Schuldigkeit abgearbeitet hat, das bedeutet allerdings nicht, dass er sich wieder auf Augenhöhe mit ihr sieht. Er wird wohl nie vergessen, was er – so unabsichtlich es auch gewesen sein mochte – getan hat, und die Erfahrung, ein Sklave gewesen zu sein, hat bei ihm auch eine gewisse Unterwürfigkeit dem Mädchen gegenüber hinterlassen... sogar noch etwas stärker als bei allen anderen Menschen.

FEINDE:
Hinamori Akagawa, 22 Jahre
Als ihre Mutter Anihito Kyofu heiratete, weigerte sich die damals fünfzehnjährige Hinamori, den Nachnamen ihres neuen Stiefvaters anzunehmen. Zu der Zeit lebte auch Kabuto bereits bei seinem Onkel, und für den Anfang genügte es dem Mädchen, ihren jüngeren Stiefcousin zu quälen, um den Frust über die neue Situation abzulassen. Das dominante, rothaarige Mädchen konnte dem Jungen, der so ziemlich ihr genaues Gegenteil war, schön auf der Nase rumtanzen, ihn für sich einspannen und ärgern soviel sie wollte. Es dauerte allerdings keine zwei Jahre, bis sie das allein langweilte, und ohne damit aufzuhören konzentrierte sie sich von nun an darauf, ihrem neuen Möchtegern-Vater Probleme zu bereiten. Daher achtete sie darauf, genau die Dinge zu tun, die er von seinen „Kindern“ nie hätte sehen wollen, und so entstanden Shiro und Kasumi. Allerdings tut sie bei ihm wenigstens ansatzweise so, als hätte sie Respekt, Kabuto putzt sie immer nur herunter und zwingt ihn dazu, ihre Aufgaben zu übernehmen. Deswegen sieht er sie bereits als eine Feindin seiner selbst an, und mit Sicherheit würde das sie erfreuen, wenn sie es wüsste. Außerdem besitzt Hinamori von Geburt an eine außergewöhnliche Menge an Mana und man glaubt, sie habe großes magisches Potenzial, allerdings hat sie sich, soweit man weiß, nie für Magie interessiert.

Gruseliger Schwertkämpfer: Chibi
Es war auf seiner zweiten Quest als Mitglied von Fairy Tail, da traf Kabuto auf seinen schlimmsten und bisher stärksten Gegner! Schon in dem Moment, in dem er die vermummte Gestalt aus Blue Pegasus zum ersten Mal gesehen hatte, erwachte die Furcht in dem Jungen vor vermummten Gestalten, die an Turnieren teilnahmen, nur um Spaß daran zu haben ihre Gegner zu verkrüppeln oder gar zu töten. Natürlich war Chibi nicht so jemand, doch in seinem Kampf gegen den Kyofu zielte er sofort auf die bereits verletzte Schulter und setzte ihn außer Gefecht, ehe er überhaupt richtig reagieren konnte; eine Niederlage, die Kabuto füllte mit der Gram, sein Team und seine Gilde enttäuscht zu haben. Außerdem ist er, zumindest in Kabutos Augen, der Schuldige daran, dass Lia ihren Wunsch, das Turnier zu gewinnen, aufgeben musste. Und gruselig natürlich auch.

GILDE: Kabuto hatte nie wirklich eine Wahl, was seine Gilde anging. Nicht nur lebt der Teil der Familie, zu dem er inzwischen gehört, in Magnolia Town, auch der Mann, der ihn die Kunst der Magie gelehrt hat, war Mitglied Fairy Tails und als sein Schüler und Nachfolger war es dem Kyofu schon immer vorgestimmt, ebenfalls hinein zu folgen. Als Sensei Akaroshi dann kurz vor Kabutos Eintritt verstarb, wurde es für ihn noch verbindlicher: Jetzt, wo er als einziger Schüler seinen Meister überlebt hatte, war es seine Aufgabe, seinen Platz einzunehmen, was bedeutete, dass er zu einem großen S-Rang-Magier würde werden müssen, der diesen Titel mehr als nur wert war...
Mit seiner Gilde ist der Grünschopf aber sehr glücklich. Er mag das Familienbild von Fairy Tail und sieht sich selbst als Mitglied dieser großen Familie, obwohl er so schüchtern ist. Vom Status her ist er ein Gildenmagier – nicht mehr, nicht weniger. Er wird akzeptiert und teilt nicht selten seinen Spaß mit dem Rest der Gilde, ist aber wirklich keine besondere Persönlichkeit. Aber das muss man ja auch gar nicht sein, solange man Leute um sich hat, die man liebt, nicht wahr? Den Geist Fairy Tails trägt der kleine Käfermagier auf jeden Fall in sich.
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BeitragThema: Re: Kabuto Kyofu   Di 23 Sep 2014 - 18:33



◊ ◊ Geschichte ◊ ◊
Der Tag, an dem Kabuto Kyofu das Licht der Welt erblickte, war ein grauer und kalter Novembertag. Bisher war noch kein Schnee gefallen, doch in dieser Gegend Fiores kam das sowieso nicht oft vor. Der nahe der kleinen Stadt, welche seinen Geburtsort darstellen sollte, gelegene Wald war am Boden vollständig mit Laub bedeckt, während kaum einer der vielen Bäume auch nur noch ein Blatt trug. Wie jedes Jahr hielt selbst der auch als Käferreservoir betitelte Wohnort der Kyofu zwischen Anfang November und Mitte Februar nur sehr wenige Insekten, ein paar Arten, die eine besondere Resistenz gegenüber Kälte entwickelt hatten und besonders im kalten Norden häufig vorkamen. Sie tauchten nur in der Zeit dort auf, in der alle anderen verschwanden, da die klimatischen Bedingungen ansonsten nicht für sie geeignet waren, doch grundsätzlich war der Wald für alle Arten von Insekten gut geeignet, was der Grund für ihre alljährliche, vorübergehende Ansiedlung war. Natürlich kamen nicht alle Arten, diejenigen, die auch im Winter die Kälte des hohen Nordens aushielten, blieben dort, doch für Hitosuke war das schon mehr als genug Grund dafür, die Geburt seines Sohnes zu verpassen. Er wollte unbedingt die ersten Ankömmlinge der nordischen Insekten einfangen und für seine Forschungen nutzbar machen, immerhin hatten besonders resistente Käferarten doch großes Potenzial, und fand man mehrere davon, konnte man sie ja möglicherweise kreuzen. Ein Insekt, das größte Hitze, eisigste Kälte und selbst elektrische Schläge aushalten konnte, ohne Wasser zu benötigen und vielleicht sogar mit den nötigen Abwehrfähigkeiten, Giftstacheln oder einer besonders ätzenden Säure. Mit solchen Züchtungen würde er mit Sicherheit berühmt werden, und von diesem Gedanken war er besessen, nicht nur am Tag der Geburt seines Sohnes, sondern schon Jahre davor und so würde das auch noch viele weitere Jahre bleiben. So kam es, dass sich im Frühjahr sieben neue Käfer in den Behältnissen des jungen Kuriers finden ließen, in speziellen, durch Eislachryma gekühlten Terrarien. Diese waren alles andere als günstig, aber wen störte es schon, wenn ein paar Monate lang auf das Essen geachtet wurde und man auf Luxus wie Heizungen oder fließendes Wasser verzichten musste? Klar, ein Kind war auch noch da, aber das würde sicherlich Verständnis für die Forschungen haben, die seinem Vater mit Sicherheit irgendwann den großen Ruhm bescheren würden, und so eine Erkältung sorgte dafür, dass sich sein Immunsystem schneller entwickelte als das anderer Kinder. Gestillt wurde Kabuto übrigens auch nicht, da seine Mutter es nicht als ihre Pflicht ansah, diese Familie durchzufüttern, immerhin hatte sein Vater sie zur Hochzeit überredet mit den Worten, dass sie sich nie wieder Sorgen zu machen brauchte und er sich in Zukunft um alles kümmern würde. Außerdem war eine zu starke Mutterbindung im Alter von fünf Monaten sicherlich nichts Gutes, das würde ihn doch nur zu einem dieser verzogenen Bengel machen, die immer am Rockzipfel eines Elternteils hingen. Ja, der junge Kyofu hatte wirklich die fürsorglichsten Eltern, die man sich nur vorstellen konnte. Wirklich störend wurde die Situation für ihn erst, als sein Vater eines Tages laut jubelnd mit einem Exemplar einer fast ausgestorbenen Käferart heimkam, einem Baidori-Käfer mit einer Körpergröße von gerade mal zehn Zentimetern. Schon als die beiden sich erstmals zusammen in einem Haus befanden, begann der Junge zu heulen, was allerdings wahrscheinlich an dem mit Glück gefüllten Gebrülle seines Vaters lag und noch nicht an dem Tier selbst. Das sollte erst noch kommen, denn wenige Tage darauf befreite sich das Insekt aus dem speziell für es ausgewählten Behälter; wie es durch das kugelsichere Glas gekommen war, wird wohl immer ein Rätsel bleiben, auf jeden Fall war es danach nicht mehr zu gebrauchen. Das geschah mitten in der Nacht und noch dazu erstaunlich lautlos, weshalb es für den kleinen Kabuto sehr überraschend war, als er plötzlich aufwachte und sich ein undefinierbares Etwas auf seinem Gesicht festklammerte. Augenblicklich wurde die Aktion des Käfers wesentlich weniger lautlos, im Gegenteil, das Geschrei des Jungen weckte seine Eltern auf und hätte es hier im Wald Nachbarn gegeben, so wären mit Sicherheit auch diese erwacht. Bald darauf ging das Licht in dem Raum an und so wurde sichtbar, was es war, das ihm solche Angst gemacht hatte, ein Bild, das er niemals wieder vergessen sollte. Das ist die erste dauerhafte Erinnerung Kabutos und auch die einzige, die ihm aus dieser Zeit noch geblieben ist, außerdem legte dieses Ereignis den Grundstein für die zukünftigen Aktionen Hitosukes. Es zeigte ihm nämlich, dass dieser seltene und auch seltsame Käfer eine nicht zu verachtende Anziehung gegenüber seines Sohnes spürte, welche er in den nächsten paar Wochen auch noch schön austestete. Dass er damit dem jüngsten Kyofu schon wenige Monate nach dessen Geburt die schlimmste Zeit seines Lebens bescherte, fiel ihm gar nicht auf, aber er stellte fest, dass er nicht gefährdet war, den Baidori zu verlieren. Dieser schien die Nähe des grünhaarigen Kindes sehr zu genießen, so sehr, dass er kaum mehr weg wollte von ihm. Stets kehrte er zurück, das funktionierte so gut, dass Hitosuke ihm sogar irgendwann aus dem Haus ließ – den Käfer, nicht seinen Sohn –, und tatsächlich kehrte er innerhalb der nächsten Tage zurück. Was es war, das das Tier zu Kabuto hinzog, wusste er nicht, allerdings war das die perfekte Situation, um etwas über diese mehr als seltenen Tiere in Erfahrung zu bringen. Und so wurde Kabuto Kyofu in seinem ersten Lebensjahr zu einem Lockvogel für einen Käfer befördert.
Im Herbst des Jahres nach der Geburt ihres Sohnes begann Mirana damit, zu trinken. Anfangs nur wenig, immer mal ein wenig Alkohol, um sich besser zu fühlen in dem Leben, mit dem sie nicht glücklich war, doch mit der Zeit wurde es mehr und mehr. Silvester feierte sie, indem sie volle 37 Stunden in einer Bar der kleinen Stadt nahe des Waldes zubrachte, insgesamt blieb sie sogar ein paar Tage lang weg, was im kleinen Kyofuanwesen allerdings nicht wirklich auffiel. Kabuto war noch zu jung, um einen Unterschied in An- und Abwesenheit dieser Frau zu erkennen, und Hitosuke war so sehr in seine Experimente vertieft, die bald drei Käfer das Leben kosten sollten, dass er nichts von alledem bemerkte. Natürlich senkte der Konsum wieder die finanziellen Mittel, die der kleinen Familie zur Verfügung standen, doch Mirana war das inzwischen egal und ihr Ehemann war eh der Meinung, dass sie nicht so viel Luxus brauchte. Geöffnete Fenster waren die beste Klimaanlage, brachten automatisch auch Insekten herein und außerdem brauchte man nicht viel Geld, um gutes Essen zu haben… oder wenigstens Essen. Das ließ die Zukunft, auf die er hinarbeitete, nur noch strahlender wirken, und wie sehr sich die beiden anderen Kyofu dann freuen würden, wenn so eine traurige Phase so glücklich endete, wie er sicher war, dass sie es tun würde. Danach gab es erst einmal keine großen Veränderungen, das Leben lief erst einmal so weiter, Kabuto lernte Krabbeln, gehen und dann irgendwann sprechen; sein erstes Wort war übrigens „Käwer“. Wobei seine Mutter schwören könnte, dass es nicht mehr als ein verheultes „Bawäääh“ gewesen war. Was auch immer es war, wirklich interessiert war keiner daran, was viel stärker auffiel war Kabutos neu erlangte Fähigkeit, sich gegen die Krabbelviecher zu wehren, mit denen ihn sein Vater in Verbindung brachte. So verloren einige von ihnen ihr Leben, glücklicherweise keine unersetzlichen, darauf hatte der junge Kurier bei der Wahl der Versuchskäfer geachtet, einzig und allein der Baidori gehörte zu den unersetzlichen, an die der Junge herandurfte. Dieser ließ sich ja auch nicht davon abhalten, und er hielt wirklich viel aus… die Resistenz dieses Tieres war erstaunlich. Seine stetigen Abwehrreaktionen machten Kabuto allerdings zu einem schlechten Teilnehmer für die Experimente Hitosukes, weswegen er bald während diesen draußen im Wald spielen „durfte“. Unnötig zu erwähnen, wie schön er das fand. Da er mit fünf Jahren alt genug dafür war, begleitete er von da an einfach seine Mutter in die Stadt, was dieser wiederum nicht gefiel. Also bekam er ein wenig Geld in die Hand gedrückt und durfte ein bisschen shoppen gehen, während sie sich ihre Zeit in einer Bar nahm – das Ergebnis waren zwei Fliegenklatschen und eine große Dose Insektenspray. Damit sie sich diese Mühe nicht nochmal machen musste, bat Mirana darum, dass ihr Mann seine Versuche irgendwo anders hin verlagern solle, eine Bitte, der er tatsächlich nachging. Sie passte dann währenddessen im Haus auf den Jungen auf, soll heißen: Sie bestellte dann ohne das Wissen ihres Mannes eine Babysitterin und Haushälterin für Kabuto, während sie in der Bar war. Dadurch hatte Kabuto immerhin endlich eine Bezugsperson; eine junge, hübsche Frau mit pinken Haar, nicht unbedingt schlank, aber dafür freundlich und fürsorglich. Vielleicht war es das, was seine Vorliebe für ausgefallene Haarfarben prägte, auf jeden Fall war es hauptsächlich sie, die ihn großzog bis wenige Monate vor seinem achten Lebensjahr. Dann allerdings zog sie weg, was für Kabuto bedeutete: Von nun an übernahmen seine Eltern wieder seine Erziehung. Und da er inzwischen auch wesentlich gehorsamer geworden war, konnte er jetzt mit den Käfern helfen, auch wenn es ihm sehr widerstrebte… Er hatte keine Wahl. Lange ließ er sich das allerdings nicht bieten.
Kabuto war acht Jahre alt, achteinhalb, um genau zu sein, als er seinen Onkel Anihiro anrief und ihn darum bat, bei ihm leben zu müssen. Es war eine Entscheidung gewesen, die seinen Vater sehr überrascht hatte, aber nicht wirklich mitgenommen… sollte es nicht eigentlich anders herum sein? Wahrscheinlich, aber so war es nun einmal. Für Kabuto war einfach nur wichtig, hier endlich weg zu kommen, und auch, wenn er seine Eltern nur ungern verletzte – nicht, dass einer von ihnen sich wirklich einen Kopf darum machte -, konnte und wollte er einfach nicht länger dort bleiben. Anihiro erklärte sich auch schnell bereit, er hatte seinem Bruder sowieso nie zugetraut, ein Kind großzuziehen, und seiner Meinung nach war es auch besser, wenn der junge Kabuto in einer größeren Stadt wie Magnolia Town aufwuchs anstelle eines blöden Waldes in der Nähe von nichts als einem kleinen Dorf. Deswegen brachte Hitosuke seinen Sohn wenige Tage später dorthin, der erste Kontakt zwischen ihm und seinem Bruder seit Jahren und es sollte auch für die nächsten Jahre der letzte sein. Das Geschenk, welches sein Vater ihm mitgegeben hatte, packte Kabuto übrigens nicht einmal aus. In dieser Stadt erfuhr Kabuto auch erstmals von der Existenz von Magiern, als er zufälligerweise zwei von ihnen kämpfend antraf – mitten auf dem Marktplatz der Stadt. Einer der Umstehenden erklärte ihm, dass es Magier aus Fairy Tail seien, Leute, die gelernt hatten, sich die Kunst der Zauberei anzueignen. Zu sehen, wie ein Feuerball geworfen und mithilfe von Windmagie abgewehrt wurde, faszinierte den Jungen enorm, die Angst, die er eigentlich bei so etwas hätte empfinden müssen, war nicht da, einzig und allein Faszination konnte man erkennen. Und als er erfuhr, dass es eine Gilde gab, in der ganz viele solcher Leute zusammenkamen und anderen Menschen halfen, war er bereits Feuer und Flamme dafür. Wenn er abends allein in seinem Zimmer lag und an die Decke starrte, dachte er häufig darüber nach, selbst Magier zu werden, doch er war davon überzeugt, dass er das eh nicht konnte. Natürlich, er war ja nur ein armer, kleiner Junge mit grünen Haaren, der aus irgendeinem blöden Wald kam und vor allem Schiss hatte. Welche Chance hatte jemand wie er denn schon, die Zauberei zu meistern, wenn es so viele bessere Leute gab, die das nicht konnten? Nein, Kabuto Kyofu war eindeutig dafür bestimmt, nie im Leben irgendetwas Tolles zu schaffen, er sollte ein ruhiges Leben führen und am Ende einer unter hunderten gesichtslosen Niemanden sein, ohne irgendetwas, das ihn zu etwas Besonderem machte. Und selbst zu denen würde er nicht wirklich passen, weil seine Haare so dämlich waren, und keiner würde ihn leiden können, er wäre immer alleine… Glücklicherweise gab es dann ja immer noch den nächsten Morgen, an dem ihn sein Onkel um Punkt halb fünf weckte, um ihn zum Frühsport zu bewegen und ihm Lerneinheiten aufzuerlegen, damit auch ja etwas aus dem Kind wurde, ehe er dann das Haus verließ – was genau er in dieser Zeit machte, wusste Kabuto nicht, er sagte dann immer, Anihiro sei bei der Arbeit. Den angefangenen Tag nutzte der Grünschopf dann erst einmal, um die Aufgaben zu erledigen, die ihm der Hausbesitzer gestellt hatte, danach kümmerte er sich darum, das Haus wieder auf Vordermann zu bringen – nicht viel Arbeit, wenn es jeden Tag gemacht wurde -, und ging dann hinaus, um die Stadt zu erkunden und mit etwas Glück Freunde zu finden. Dass er sich immer, wenn er jemanden sah, an den Arm griff, eine Begrüßung stammelte, ohne in Hörweite zu sein, und dann versteckte, weil er Angst hatte, dass die Person gemein zu ihm wäre, half ihm nicht dabei, Freunde zu finden, doch in Magnolia kannte er sich nach ein paar Wochen schon recht gut aus. Es gab ein paar Stadtteile, in die er sich nicht traute, weil die Gebäude seltsam wirkten, es sehr dunkel war oder die Jugendlichen in der Gegend sagten, da sei es gefährlich. Letzteres galt für ein Viertel, in dem sich hauptsächlich Fabriken und nur wenige bewohnte Häuser befanden, dort sollte angeblich ein absolut seltsamer Junge sein Unwesen treiben. Einmal, als er sich mit ein paar anderen Leuten in der Nähe aufhielt bei dem Versuch, sie zu Freunden zu machen, erblickte er ihn sogar, ein sehr seltsamer, roter Blick stierte ihm aus einem kalten Gesicht mit breitem Grinsen entgegen. Die Art, auf die er ging, oder eher schwankte, war gruselig, und als er dann auch noch zusammenhanglose Sätze mit einer vollkommen verrückten Stimme aussprach, rannte Kabuto auch schon, wie er nur konnte. Bis auf solche prägenden Momente war das Leben des jüngsten Kyofu in den ersten Monaten in seiner neuen Heimat eigentlich gar nicht mal schlecht, auch wenn seine Erziehung streng war, so erkannte man doch, dass Anihiro nur sein Bestes wollte, und in der Stadt fühlte er sich auch wohl; besonders, wenn er ein paar Gildenmagier beim Zaubern beobachten konnte. Und dann kam Hinamori.
Schon seit einiger Zeit war Anihiro in einer festen Beziehung, auch wenn Kabuto nichts davon gewusst hatte, aber er sah ihn ja auch nur jeden Morgen und jeden Abend für nie mehr als zwei Stunden. Das sollte sich allerdings ändern, als die für den Jungen sehr plötzliche, aber tatsächlich lang geplante Hochzeit seines Onkels mit Fuyuri Akagawa, bald Fuyuri Kyofu, stattfand, begleitet von einem ebenfalls lang geplanten Einzug ihrerseits. Und sie war nicht allein. Ihre Tochter, von nun an Kabutos Cousine, kam gleich mit, eine störrische 15-jährige mit einer Art, die seinem Onkel ganz schön auf die Nerven gehen sollte und ihn sehr einschüchterte. Das war es wohl auch, was ihr Interesse auf ihn zog, als furchtsamer Junge ohne Gegenwehr stellte er das perfekte Opfer für ihre Attacken der Genervtheit dar, was sie auch immer schön ausnutzte. In der nächsten Zeit wurde er zu einer Art Sklave für die beiden Frauen des Haushalts degradiert, was ihn natürlich veranlasste, möglichst wenig Zeit in ebenjenem Haushalt zu verbringen. Dafür zog er öfter durch die Straßen dieses Ortes, der für ihn jetzt schon heimeliger war als der Wald, aus dem er kam. Eines Tages passierte auf einem seiner Ausflüge allerdings etwas, das ihm nun so gar nicht passte: Von einem Moment auf den nächsten, völlig unerwartet, spürte er einen Druck auf seinem Kopf, begleitet von einem komischen Gekrabbel sechser kleiner Beinchen. Langsam hob er die Hände an, umfasste den Körper, der sich dort oben niedergelassen hatte, und hielt ihn vor sich, um sehen zu können, was ihn da erwischt hatte… Und siehe da, es war tatsächlich der Käfer mit dem grün-violetten Muster, der ihn schon in seinem ehemaligen Heim so genervt hatte. Der Baidori-Käfer, der seit ihrem letzten Treffen ein unschönes Stück gewachsen war. Wie und wieso er hierher gekommen war, wusste der Grünschopf nicht, allerdings dachte er auch nicht viel darüber nach, sondern pfefferte ihn gen Boden und rannte, was das Zeug hielt, ohne darauf zu achten, wohin. Erst, als er erschöpft angehalten hatte und sich ächzend auf seinen Knien abstützte, um ein wenig verschnaufen zu können, bemerkte er, dass er sich in einem Teil Magnolia Towns befand, der ihm nicht bekannt war. Leise nörgelnd machte er sich auf, einen Weg aus diesem Gebäudelabyrinth zu finden, und trat dabei zornig eine Dose weg. Zorn, eine Emotion, die er nur selten verspürte, meist wurde er durch Angst oder Panik ersetzt. Doch in diesem Augenblick erinnerte er sich daran, wie dieser Magier damals einen Feuerball auf seinen Gegner geworfen hatte, und ihm wurde eines klar: Wenn er sich selbst verteidigen könnte, ein starker Magier werden würde, dann könnten ihn all diese Leute, die ihm so viele Probleme bereiteten, nicht länger unterdrücken! Dieser Moment änderte sein Leben, denn er schwor sich, selbst ein Magier zu werden, ein Mitglied von Fairy Tail, und sich nie wieder unterdrücken zu lassen von irgendwelchen dominanten, rechthaberischen Weibern oder bescheuerten Käfern, die seine Haare bewohnen wollten! Wenige Minuten später rannte er allerdings mal wieder vor etwas davon, unglücklicherweise hatte er sich nämlich in das Territorium des verrückten Unbekannten begeben und war diesem in seiner Unachtsamkeit direkt in die Arme gelaufen, und in seiner Hast war sein nächstes Ziel eine Sackgasse. Zusammengekauert wartete er dort auf seinen Tod, zwei, fünf, zehn Minuten lang, doch als er dann immer noch lebte, öffnete er vorsichtig ein Auge und sah… eine Hand vor seinem Gesicht, angefüllt mit bunt eingewickelten Bonbons, und dahinter ein sehr schiefes Grinsen. Noch immer vorsichtig stand er auf, nicht sicher, ob er diesem Jungen trauen konnte, doch für einen Kabuto Kyofu waren Süßigkeiten einfach zu verlockend, also griff er zu, wickelte sie aus und stopfte sie sich in den Mund. Schüchtern bedankte er sich bei dem Fremden, der nicht wirklich so wirkte, als hätte er vor, ihm etwas anzutun, und da er sich verlaufen hatte und dieser sich doch auskennen musste, wo er doch dauernd hier herumstromerte, entschied Kabuto sich, ihm zu folgen. Dabei versuchte er, ein Gespräch zu beginnen, was ihm allerdings nicht sonderlich gut gelang, da die Antworten seines Gegenübers nicht gerade informativ waren, soll heißen: Nichts mit dem zu tun hatten, was er zuvor gesagt hatte. Auch seinen Namen bekam er nicht mitgeteilt, weshalb er sich entschloss, den Verrückten einfach als „Kureiji“ zu betiteln; Widerspruch bekam er keinen. Dass dieser Junge allerdings sehr nett war und scheinbar gruselig genug, eventuelle Feinde fern zu halten, und außerdem einen recht großen Vorrat an Süßigkeiten zu besitzen schien, machte ihn irgendwie ziemlich sympathisch für den jungen Kyofu, außerdem konnte er endlich mal jemandem von seinen Problemen erzählen, auch wenn dieser nicht darauf einging. Und als Kureiji ihn dann aus seinem Viertel heraus bugsiert hatte, blieb er stehen, winkte kurz und ging dann wieder. Scheinbar hatte er Kabuto tatsächlich helfen wollen, weswegen dieser ihm hinterherrief, dass er bald wiederkäme; ein Versprechen, das er tatsächlich einhielt.
Es war auch dieser Tag, an dem er sich entschied, welche Magie er erlernen wollte. Zuhause angekommen machte er sich, während er für die Frauen kochte, wusch und putzte, Gedanken darüber, was er nun werden sollte. Feuermagie hatte ihn am Meisten fasziniert bisher, doch eine elementare Magie ohne einen Lehrmeister zu erlernen, dürfte praktisch unmöglich sein, und auch mit ziemlich schwierig. Vor Take Overn oder Transformation hatte er ziemliche Angst, immerhin musste es doch ziemlich wehtun, seinen eigenen Körper zu verwandeln, also blieb ihm nur noch eine elementlose Magie, bloß welche? Er kannte sich ja kaum aus mit diesem Thema, hatte zwar ein paar Bücher über Magie gelesen, weil ihn das Thema sehr interessierte, aber wirkliche Kenntnisse fehlten ihm. Er durchstöberte am Abend die kleine Kiste in seinem Zimmer, in welcher all seine Bücher ungeordnet herumlagen, nach einem Buch, das ihm vielleicht helfen konnte, als ihm das kleinen buchförmige Paket auffiel. Er nahm es hervor und erinnerte sich, das hatte ihm ja sein Vater geschenkt. Das natürlich grüne Papier machte er ab und hervor kam eine Auflistung bekannter Käferarten Fiores, bestehend aus über 500 Seiten. Zu jedem Käfer gab es eine Beschreibung, die recht detailliert war, dank der doch ziemlich kleinen Schrift aber nicht einmal die halbe Seite einnahm. Das Lesen war zwar anstrengend, aber es war doch beeindruckend, wie viele dieser grauenvollen Wesen es doch gab. Wie viele von ihnen ihm das Leben erschweren konnten. Wie viele von ihnen ihm Angst machen konnten… Nein! Es konnte doch nicht sein, dass er sich sein Leben lang verkroch vor Käfern, dass er sich sein Leben lang fürchtete vor ihnen! Dieser Moment war es, der seine Zukunft bestimmen sollte: Er entschied sich dafür, sollte das denn möglich sein, zu erlernen, wie man sich mithilfe der Magie die Käfer zum Untertan machen konnte! Am nächsten Tag verließ er das Haus so früh es ging, noch ehe sein Onkel wach war, und ging zu der Bibliothek Magnolia Towns, um zu warten, bis diese öffnete. Dann schnappte er sich möglichst viele Bücher aus den Bereichen Magie und Käfer und fand nach etwa zwei Stunden heraus, dass es tatsächlich eine Art der Magie zu geben schien, mit der man Käfer kontrollieren und beschwören konnte, auch wenn bisher nur sehr wenige Nutzer bekannt waren. Der Teil mit der Beschwörung gefiel ihm gar nicht, eine große Wahl hatte er allerdings nicht, entweder er wählte diese Magie oder er ließ es, und da das sein neuer Traum war, wollte er nicht wegen einer solchen Kleinigkeit aufgeben. Ein Problem würde er allerdings beim Lernen bekommen, denn wie lernte man, Magie zu beherrschen? Er wollte es mit ein paar der Bücher versuchen, weshalb er sich noch ein paar Stunden in der Bibliothek verkroch, bis jemand ihm plötzlich die Hand auf die Schulter legte. Erstaunt sah er hoch und erkannte das Gesicht eines jungen Mannes, der ihn anlächelte und bereits zum Sprechen ansetzte. Er begrüßte ihn, stellte sich als Akaroshi vor und fragte ihn, ob er die Magie erlernen wollte, weil es nämlich stark danach aussah. Dann überblickte er die gerade aufgeschlagenen Seiten, bemerkte, dass er noch nie von Käfermagie gehört habe, und erklärte dem Jungen, dass dieser der perfekte Kandidat für einen Lehrplatz beim zukünftig weltberühmten Sensei Akaroshi, der aus einem zumindest halbwegs begabten Kind einen großen Magier einer Magie, die er selbst nicht beherrschte, machen wollte. Damit, dass er angeblich selbst die Zauberei erlernt haben sollte, köderte er Kabuto, und als dieser erfuhr, dass er sogar drei Arten der Magie beherrschte, war er schon wie aus allen Wolken gefallen. Dieser Mann war für ihn die beeindruckendste Person, die er je gesehen hatte, auch wenn er wohl nicht ein einziges Element beherrschte… Zwei elementlose Magien sowie einen Take Over beherrschte er, führte dem Jungen sogar vor, wie er Schatten beeinflusste und Bilder zum Leben erweckte und seinen Körper verwandeln konnte. Letzteres sah immer noch ziemlich schmerzhaft aus. Auf jeden Fall vereinbarten die beiden eine tägliche Trainingssession, immer gegen Mittag, solange der Mann nicht auf Quests war, so konnte Kabuto morgens noch die häuslichen Pflichten für die kleine Familie erledigen und hatte nach dem Training genügend Zeit, im Gewerbeviertel nach Kureiji zu suchen und eventuell mit ihm zu plaudern, wenn er ihn fand. So konnte er einerseits stärker werden und andererseits mit jemandem über all das reden, auch wenn diese Gespräche recht einseitig waren, und er bekam immer mal wieder etwas Süßes, da sein einziger und somit bester Freund irgendwie immer etwas dabei hatte. Tatsächlich schaffte er es nach Monaten, sich magische Fähigkeiten anzueignen, zumindest konnte er sein Mana erspüren und irgendwann sogar innerhalb seines Körpers kontrolliert bewegen. Anstellen konnte er damit noch nichts, er hatte noch keinen Weg gefunden, es aus seinem Körper herauszulassen, und eine Form konnte er ihm auch nicht geben, aber er spürte so, dass er durchaus die Möglichkeit hatte, ein Magier zu werden. Der nächste Schritt des Trainings sollte für ihn allerdings ein ganzes Stück schwieriger werden.
Der erste Schritt war getan, eine gewisse Kontrolle seiner magischen Fähigkeiten hatte er erlangt, bloß hatte er noch keine magischen Fähigkeiten, die er kontrollieren konnte. Daher galt es als nächstes, ihn mit dem Ziel seiner Magie in Kontakt zu bringen und daran zu üben, in Kabutos Fall also Käfer. Es war die Hölle für ihn. Sie führten das Training weiterhin in der Stadt fort, um den Jungen nicht zu überfordern, und jeweils nur mit einem einzigen Käfer, und dennoch fiel es ihm wirklich schwer. Besonders, da er sein Mana noch nicht herauslassen konnte und sein Medium sich somit direkt auf seiner Haut befinden musste. Als er es tatsächlich schaffte, hatte er zwar keine Kontrolle über das Tier, aber immerhin konnte er spüren, wie das Mana zwischen seinem Körper und dem des Käfers zirkulierte; laut dem Buch ein essenzieller Bestandteil der Käfermagie, also ein Erfolg. Wie viel Zeit er dafür gebraucht hatte, wusste er nicht genau, doch seit dem Einzug seiner Cousine waren bereits mehr als zwei Jahre vergangen. Seine stete Abwesenheit machte es ihr etwas schwer, ihn zu quälen, weshalb sie sich vor zehn Monaten entschlossen hatte, ihren eigentlich unantastbaren Onkel zu nerven, indem sie ein Kind auf die Welt brachte. Zugegeben, kein sehr intelligenter Plan, doch mit Intelligenz hatte sie nie auftrumpfen können, nur mit möglichst sadistischem Verhalten. Um es den Leuten, wegen denen sie so genervt war, möglichst schwer zu machen, und dafür war sie zu allem bereit. Und zehn Monate nach dieser Entscheidung war es bereits soweit, ohne dass der junge Kyofu irgendetwas bemerkt hätte, gab es plötzlich ein Baby im Haus. Und natürlich war es keine Frau und kein viel beschäftigter Manager, der sich um es kümmern sollte, sondern ein Elfjähriger mit grünem Haar. Das schränkte einerseits seine Trainingszeit ein, so kam er höchstens zweimal die Woche dazu, zum anderen die Zeit mit seinem einen Freund, es machte es schwieriger, dem Baidori aus dem Weg zu gehen, und zur Krönung all dessen musste er auch noch lernen, wie man sich um ein Kind kümmerte. Anfangs war das für ihn gar nicht schön, allerdings nutzte er irgendwann das Baby als Person, mit der er reden konnte. Einen großen Unterschied zu seinen Gesprächen mit Kureiji machte es nicht, auch wenn Shiro natürlich nicht als Freund gezählt werden konnte. Außerdem war es nicht so, dass er gar keinen Fortschritt mehr machte, wegen der eingeschränkten Trainingszeit entschied sich Akaroshi einfach, eine etwas schnellere Methode zu wählen. Eine, die mit mehr Käfern, mehr Angstvertreibung und mehr Manazirkulation zu tun hatte. Ein paar Monate, und er schaffte es tatsächlich, Käfer zu kontrollieren – drei Stück gleichzeitig sogar. Ein Jahr, und er konnte das sogar, ohne sie direkt an seinem Körper zu halten, in einem Abstand von einem knappen Meter, ehe sie wieder eigenständig wurden. Allerdings gab es dabei immer noch das Problem, dass man ihn festschnallen musste, wenn man Insekten auf ihm entließ, da er sonst entweder rannte, sie erschlug oder sich so sehr darauf konzentrierte, die oberen beiden zu unterlassen, dass er seinen Manafluss nicht kontrollieren konnte. Wenn man ihm die Bewegungsmöglichkeiten nahm, verschloss er die Augen und konzentrierte sich darauf, die Tiere von sich fernzuhalten, so funktionierte es auch mit der Kontrolle, doch das war ja nicht wirklich das Ziel gewesen, bloß ein Grundstein, eine grundlegende Kontrolle. Wenn er das konnte, musste er auch mehr können, das Problem war nur, wie man ihn soweit bekam. Der Versuch, ihn zu desensibilisieren mithilfe zu großer Käfergruppen endete gar nicht gut und hatte im Endeffekt auch keine positiven Auswirkungen, also entschied sich Kabutos Sensei zu etwas stärkeren Methoden. Der eigentliche Teil der Käfermagie war ja nicht die Kontrolle, sondern die Beschwörung der Tiere. Und wenn etwas Kabuto davon abhalten konnte, bei einer Käferberührung gleich auszuticken, dann war das ja wohl das Beschwören dieser Wesen auf der eigenen Haut. Begeistert war dieser davon natürlich nicht, allerdings hatte er von Anfang an gewusst, dass es irgendwann soweit kommen musste. Anfangen sollte er mit der angeblich einfachsten aller Beschwörungen, den sogenannten Acida; eine Sorte, die wohl so schwächlich war, dass sein Vater ihnen niemals den Rang echter Käfer zugestanden, sich immer negativ und abwertend über sie geäußert hatte. Vielleicht war es deswegen, dass es dem Jungen einfacher fiel, sich darauf einzulassen als auf andere Arten, auf jeden Fall stimmte er zu. Die nächste Zeit brauchte Akaroshi allerdings, um doch ein wenig Recherche zu betreiben, und Kabutos Neffe war nun auch schon fast zwei und haschte inzwischen stark nach Aufmerksamkeit, weshalb die beiden sich eine Weile nicht wieder trafen. Erst als Hinamori zum zweiten Mal schwanger wurde, machten sie wieder feste Trainingstage und -zeiten aus. Fast ein halbes Jahr später hatte Kabuto Erfolg, und von da an lief es in kurzer Zeit immer besser. Laut Akaroshi würde er irgendwann mal ein großer Magier sein können, wenn er sich Mühe gab und seine Angst überwinden lernte, und dass er weitertrainieren sollte, während er auf seiner nächsten Quest war, danach sollte sich der Kyofu bei Fairy Tail bewerben. Unglücklicherweise kehrte er von dieser niemals zurück…
Einen Tag nach der Trauerzeremonie des Aikami stand Kabuto im Gildenhaus Fairy Tails und ließ sich dort einschreiben. Holte sich das Gildenzeichen und schwor sich, eines Tages gut genug sein um dem Platz seines Senseis, welchen er somit eingenommen hatte, Ehre zu machen. Auch wenn er nun niemanden hier kannte, doch die Zukunft würde das sicherlich ändern. Sie musste es tun…
Der am härtesten arbeitende Magier wurde Kabuto nicht so schnell, und auch das Kennenlernen anderer Leute fiel ihm bei seiner Schüchternheit nicht so leicht. Aber irgendwie schaffte er es dann doch irgendwie, in eine Quest einzutauchen, die ihn in abgelegene Berge führte und ihm sogar die einzigartige Gelegenheit darbot, einem Werwolf bei der Verwandlung zuzusehen. Zum Glück konnte er ohne irgendwelche Handgreiflichkeiten durch diese Aufgabe kommen... ganz im Gegensatz zu seiner nächsten. Es war ein wirklich furchterregendes Erlebnis, und ganz besonders ein schmerzhaftes, obwohl es wirklich gut begonnen hatte, war der Kyofu doch auf die große Dragonslayerin Lia Valencia getroffen! Er war ihr gefolgt bis hin zu einem großen Turnier mitten in Oshibana Town, auf dem seine rechte Schulter gleich zweimal komplett zerfetzt wurde und sich seine Klientin als skrupellose Betrügerin entpuppte – um gar nicht den vermummten Schwertkämpfer zu erwähnen, der von Anfang an eine einschüchternde Aura ausstieß. Und gewinnen konnte sein Team auch nicht, aufgrund unerwarteter Umstände. Auf dem Rückweg war wohl niemand besonders glücklich gewesen, doch wie Kabuto nun einmal ist, hielt sich diese Stimmung nicht lange. Dafür kam bald wieder der Versuch, Lia zu sehen, indem er sich dem Mädchenwohnheim Fairy Tails annäherte. Seine Gesuchte traf er dabei zwar nicht, jedoch erwischte er einen Jungen - den er im ersten Moment glatt für einen Spanner hielt – dabei, wie dieser an der Fassade des Hauses entlang an ein Fenster kletterte. Zusammen mit der Dragonslayerin Sylvana fand er jedoch heraus, dass der arme Katsu nur ein freundlicher Magier aus Lamia Scale war, der wegen eines Auftrages und nicht etwa aufgrund perverser Absichten dieses suspekte Verhalten an den Tag gelegt hatte. Wie es dazu kam, dass sie dann zu dritt einen Tag am Strand verbrachten, findet der Kyofu bis heute noch seltsam...
Doch wie Kontakte geknüpft werden, so verlieren sie sich auch wieder... Leute, die Kabuto für Freunde gehalten, verschwanden einfach aus seinem Leben, ohne ihm auch nur eine Nachricht zu hinterlassen. Besonders schlimm war für ihn dabei der Verlust Sylvanas, von der er nach wochenlangem Schweigen erfahren musste, dass sie nun Mitglied bei Blue Pegasus war und nicht länger mit ihm bei Fairy Tail. Überhaupt schienen die Leute, denen Kabuto sich angenähert hatte, Stück für Stück aus seinem Blickfeld zu entschwinden. Es war ein trauriges Gefühl... aber natürlich war nicht alles schlecht. Während er einerseits Leute zu verlieren schien, traf Kabuto natürlich auch auf Personen, die er zuvor noch nicht gekannt hatte. So lernte er zum Beispiel die niedliche, aber doch recht beharrliche und definitiv einzigartige Valerie kennen, mit der er zwar einen etwas holprigen Einstieg hatte, die aber eben doch ein guter Mensch war. Oder Kohana, diese wunderschöne Eisblume, die sein Leben verzaubert und sein Herz erwärmt hat mit ihrer kühlen Berührung. Außerdem ist da noch Minato, ein Gildenkollege, mit dem sich gut trainieren ließ und der dem Jungen durchaus sympathisch ist. Und während sich langsam seine Kontakte erneut ausbilden, steigt auch das Selbstbewusstsein Kabutos stetig an. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er aus sich heraus kommt...


◊ ◊ Schreibprobe ◊ ◊
Dass Kohana diese Nähe, diese fast schon intime Berührung, mit der er tief in ihre Privatsphäre eindrang, vermutlich unangenehm sein würde, damit hatte Kabuto durchaus gerechnet, und dennoch hatte er sie umarmt. Er, der Junge, der so panisch darauf achtete, niemandem je auf die Füße zu treten. Es war simpel das Gefühl, nein, die Gewissheit gewesen, dass sie genau das nun brauchen würde, diese Nähe, dieses Zeichen der Zuneigung, um sich wieder wenigstens etwas besser zu fühlen... und er selbst hatte es auch gebraucht. Wenn er jemandem wie Kohana keinen Halt gab, wie konnte er dann behaupten, ein guter Mensch zu sein? Wie hätte er erwarten können, je den Platz einzunehmen, den sein Sensei in Fairy Tail leer gelassen hatte? Es war egal, ob man nun lieb oder unhöflich war, alt oder jung, unansehnlich oder so unendlich süß und hübsch wie diese Dragonslayerin, jemand, der gerade zu leiden hatte und sich von selbst nicht davon befreien konnte, brauchte immer Hilfe, auch, wenn es ihm unangenehm sein mochte, und so jemanden konnte Kabuto niemals im Stich lassen. Ganz besonders dann, wenn er selbst daran Schuld war. Und noch mehr, wenn es sich dann doch um jemanden wie Kohana handelte, jemand, den er so mochte... da war es irgendwie besonders schön, dass er ihr durch Berührung helfen konnte...
Auch seine Wangen waren nicht nur von Tränen gerötet, als sie sich langsam aus seiner Umarmung wandte, doch zum Glück fühlte es sich nicht so an, als würde sie ihn loswerden, als würde sie sich gegen ihn wehren... Es war viel eher, als würde es ihr doch irgendwie widerstreben, sich nun von ihm zu lösen, langsam und zögerlich, und das gefiel ihm. Es bewies, dass er das Richtige getan hatte... und vor allem, dass sie ihm nicht den Rücken zuwenden würde. Das nahm eine riesige Last von seinem drückenden Herzen, hatte er doch Angst gehabt, sie gleich wieder zu verlieren, nachdem er die Chance gehabt hatte, Kohana kennen zu lernen und so einen Blick in den Himmel hatte werfen dürfen. Das wieder entrissen zu bekommen... Nein. Daran wollte er nicht einmal denken. Sie mochte ihn. Sie mochte ihn! Jedes Mal, wenn er sich das selbst sagte, fühlte er sich etwas besser, das Gewicht auf seinem Herzen wurde immer schwächer, und es verschwand vollkommen, als das Mädchen ihm in die Augen sah und ihre Worte sprach: „Wu-Wunderbar?“

Sie freute sich... Sie freute sich! Sein Kompliment, es hatte sie glücklich gemacht! Die Trauer mochte nicht völlig verschwunden sein, doch Kabuto war nicht so überheblich, zu erwarten, dass er ihr diese ganze Last einfach so von den Schultern nehmen konnte. Sie war etwas glücklicher, und das reichte völlig.
Nun sei dies aber ein guter Moment, eines zu erwähnen: Für den Grünschopf gab es gerade wenig mehr als ihn selbst und das Mädchen vor seiner Nase. Er dachte nicht daran, dass sich wohl gleich ein Kellner fragen würde, wo die Gäste waren, oder daran, dass sein Rucksack noch bei dem Tisch lag, nicht einmal an die Toilette hinter ihm, auf der er vorhin kurz gesessen hatte. Deswegen war es für ihn doch ein recht großer Schock, als er plötzlich das Geräusch einer Tür hörte und sich mit einem Schlag bewusst wurde, dass er sich gerade auf der Damentoilette befand! Mit einem Mädchen, in einer engen Kabine! Das sah gar nicht gut aus! Mit einem Schlag begann sein Gesicht, der kühlen Atmosphäre seiner Begleiterin eiskalt entgegen zu wirken, indem es sich nämlich dramatisch aufheizte, und vermutlich war es ganz gut, dass Kohana ihm den Mund zu hielt, denn ansonsten hätte er sicher ein Geräusch der Überraschung losgelassen. Er war noch gar nicht dazu gekommen, ihr zu sagen, wie angenehm er ihre Haut wirklich fand, doch es war vermutlich sein Pech, dass gerade jetzt eine Frau hier herein kommen musste... Der Junge sah, wie Kohana den Finger an die Lippen legte, nickte, um zu zeigen, dass er verstand, und trat vorsichtig – und vor allem still – leicht zurück, sodass er noch knapper vor der Schüssel stand; sie befanden sich einfach auf so engem Raum, so kurz nach einer Umarmung, und konnten nicht einmal heraus. Kohana brauchte sicher etwas Platz, und auch dem Grünschopf war die Situation nun etwas unangenehm geworden. Seine Lippen bildeten ein kurzes Entschuldigung, um die Peinlichkeit des Moments ein wenig aufzulösen, während die Schritte, die die andere Frau in den Raum hinein gemacht hatte, verstummten. Einige Momente später ertönte leises Plätschern, und Kabutos Gesicht passte nun auch die Farbe der Temperatur an, er wurde wirklich knallrot... hätte man ihn angemalt, hätte das genau so ausgesehen. Der Grünschopf kniff die Augen zusammen und biss sich leicht auf die Zunge, dieser gesamte Moment war einfach so furchtbar unangenehm, und das einzige, was ihn davon abhielt, im Boden zu versinken, war vermutlich, dass er das Mädchen nicht allein lassen wollte – und vielleicht auch die Kacheln am Boden, durch die kam man schwerlich durch. Die ganze Situation war für ihn jedenfalls innerhalb weniger Sekunden von einer himmlischen umgeschwungen zu einer, die man eher nicht miterleben wollte...
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BeitragThema: Re: Kabuto Kyofu   Di 23 Sep 2014 - 18:36



Statusblatt
Käfermagie


◊ ◊ Körperliche Attribute ◊ ◊


STÄRKE: 95 Punkte - Level 5

SCHNELLIGKEIT: 130 Punkte - Level 6

GESCHICKLICHKEIT: 65 Punkte - Level 4

WIDERSTAND: 95 Punkte - Level 5

MANAVORRAT: 95 Punkte - Level 5

WILLENSKRAFT: 65 Punkte - Level 4


◊ ◊ Magische Fähigkeiten ◊ ◊

MAGIEART: Käfermagie - 50 Punkte - Klasse II

Käfermagie
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: -
HAUPTATTRIBUT: -
NEBENATTRIBUT: -
BESCHREIBUNG: Bei dieser Magie beschwört der Magier diverse Arten von Käfern. Die Insekten, die er beschwört, sind meist besonders gegen magische oder physische Angriffe gewappnet, außerdem können sie gewisse Elementaffinitäten und -resistenzen besitzen, wobei Eis, Feuer und Elektrizität bei den meisten Arten besonders effektiv sind. Außerdem hat die Käfermagie den Effekt, dass man die Käfer schneller wachsen lassen kann. Nach der Beschwörung der Käfer schließen diese sich stets zu Schwärmen zusammen, die aus zehn Käfern bestehen und fast immer fest zusammenbleiben.

AUSLEGERPUNKTE: (5/12)

ZAUBER:

Insect Incantation
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I je 5 Minuten
MAX. REICHWEITE: Am Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Bei diesem Spruch beschwört der Anwender einen fliegenden Insektenschwarm, bestehend aus bis zu 20 Exemplaren, die direkt auf seiner Haut entstehen. Die Tiere sind klein und schwarz mit durchsichtigen Flügeln und werden Acida genannt. In einem Kampf gegen einen gewöhnlichen Menschen können sie nicht viel mehr, als den Gegner abzulenken, gegen Magier sind sie noch unnützer. Abgesehen davon ist es sehr leicht, sie zu verbrennen, ertränken, vereisen oder elektrokutieren.


Insect Control
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I je 2 Minuten
MAX. REICHWEITE: 5 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber erlaubt es dem Anwender, bis zu zehn Insekten aus seiner Umgebung unter seine Kontrolle zu bringen. Das können sowohl auf magische Art beschworene, als auch frei lebende Insekten sein. Dabei behalten die Insekten ihre natürlichen Kräfte und Fähigkeiten, sie werden weder stärker, noch schwächer, und auch ihre Geschwindigkeit bleibt gleich.
Beherrschung:
 


Fly Eggs
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I je 20 Eier
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Bei diesem Zauber erschafft der Anwender in seiner Hand bis zu dreißig magische Fliegeneier, aus welchen zu einem zufälligen Zeitpunkt innerhalb der nächsten zehn Minuten voll ausgewachsene Fliegen schlüpfen werden. Dieser Spruch wird vorzugsweise dazu eingesetzt, die Eier unter den Klamotten des Gegners zu deponieren, da das neben einer beinahe ausweglosen Situation der Fliegen auch zu einem unangenehmen Gefühl und einer Ablenkung für den Gegner führen wird. Bloß das Timing ist problematisch, da die Tiere wirklich absolut zufällig schlüpfen.
Beherrschung:
 


Fireflies
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I je 2 Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber erlaubt es dem Magier, auf seiner Haut einen Schwarm Glühwürmchen von bis zu 20 Exemplaren zu beschwören. Diese leuchten heller als gewöhnliche Glühwürmchen und sind dafür da, sich in der Nacht orientieren zu können. Außerdem können sie wie Irrlichter verwendet werden, um Leute nachts an besimmte Plätze zu locken. Tagsüber sind sie jedoch ziemlich nutzlos.


Ticks
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber beschwört bis zu 30 Zecken auf der Haut des Nutzers. Diese können mit einer Geschwindigkeit des Levels 4 durch die Gegend hüpfen und schmerzhafte Bisse verteilen. Sie haben eine höhere Resistenz gegen alle Elemente als Acida, wodurch sie auch die Resistenz gewöhnlicher Wildkäfer überschreiten, die eines Menschen jedoch nicht ganz erreichen.


Cat Bugs
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Die sogenannten Katzenkäfer verdanken ihren Namen dem für sie typischen Miau-Geräusch sowie der Form und Musterung ihrer meist hellbraun-schwarzen und haarigen Panzerung, die an den Kopf einer jungen Katze erinnert. Der Käfermagier beschwört bis zu 20 dieser Tiere auf seiner eigenen Haut. Sie verfügen über sechs kräftige Beine, mit denen sie weite Sprünge machen können und deren Enden spitz und hart sind, sodass sie sich gut an Dingen oder Leuten festkrallen und schwere Kratzer hinterlassen können. Ihre Sprünge gehen über mehrere Meter hinweg und können problemlos Geschwindigkeiten der Stufe 4 erreichen.


Cockroaches
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: 1 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber dient der Beschwörung von bis zu 30 Kakerlaken. Diese sind eine der drei Käferarten, die der Magier nicht direkt auf seiner Haut, sondern auf dem Boden um ihn herum beschwört. Bekanntlich würden Kakerlaken jeden Krieg überleben, da sie, wenn sie zerquetscht werden oder in die Luft fliegen, viele Eier freisetzen, aus denen dann neue Kakerlaken schlüpfen. Dieser Vorgang wird durch die Fähigkeiten des Käfermagiers noch beschleunigt, nach drei Minuten können sie bereits ausgewachsen sein, weshalb Gegner, die sie nicht verbrennen oder einfrieren können, ziemlich aufgeschmissen sind. Außerdem sind sie insgesamt etwas resistenter als die Acida. Allerdings haben die Kakerlaken außer ihrer Überlebenstaktik und einem hohen Ekelfaktor kaum Fertigkeiten, weswegen sie im Endeffekt nicht viel mehr sind als eine gute Ablenkung.


Fire Bugs
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: Feuer
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II je 2 Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Bei diesem Spruch beschwört der Zauberer auf seiner Haut bis zu 30 rote Käfer, deren Form und Größe ungefähr denen eines in der Mitte durchgeschnittenen Golfballes entsprechen. Sie können fliegen und haben eine erhöhte Feuerresistenz, außerdem verpassen sie Gegnern bei Berührung kleinere Verbrennungen. Dafür sind sie gegenüber anderer Elemente ebenso anfällig wie Acida, und Wasser ist bei ihnen besonders effektiv. In den ersten paar Sekunden nach der Beschwörung sind ihre elementaren Fähigkeiten allerdings nicht aktiv, um den Magier davor zu schützen, sich selbst zu verbrennen.


Electric Bugs
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II je 2 Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Auf der Haut des Anwenders werden bei diesem Spruch bis zu 30 gelbe Käfer beschworen, die stark halbierten Golfbällen ähneln. Diese weisen eine erhöhte Resistenz gegenüber Elektrizität auf und teilen bei Berührung kleine Elektroschocks aus, sind für andere Elemente aber so anfällig wie Acida und für Erdmagie sogar noch anfälliger. Außerdem können sie fliegen. Ihre elementaren Fähigkeiten sind nicht aktiv in den ersten Sekunden nach der Beschwörung, damit sie nicht den Zauberer verletzen.


Parasitic Wasps
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 4
BESCHREIBUNG: Bei diesem Spruch beschwört der Zauberer bis zu dreißig kleine Wespen auf seiner Haut, die einen besonders langen Stachel und eine Schnelligkeit von 5 besitzen. Diese Tierchen haben die Angewohnheit, wenn sie ein Opfer stechen, unter dessen Haut zu kriechen. Abgesehen davon, dass es nicht hübsch anzusehen ist, ist es auch noch ein sehr schmerzhaftes Gefühl, wenn diese Wespen unter der eigenen Haut durch den Körper klettern, ab einem Widerstand von 6 schaffen sie es aber nicht hinein, außerdem kann man sie auch unter der Haut noch totschlagen. Lässt man ihnen hingegen ein paar Minuten Zeit, sich einzunisten, beginnen sie, sich mit ihren kleinen Beißwerkzeugen langsam am Inneren des Körpers zu laben. Sie sind in allem etwas resistenter als die Acida.


   UMGANG MIT WAFFEN:

Klingenwaffen: Grad I

Dancing Blade
GATTUNG: Klingenwaffen
BESITZER: Kabuto Kyofu
BESCHREIBUNG: Die Dancing Blade ist dem gleichnamigen Anhänger von Kabuto Kyofu nachempfunden. Es ist eine dunkelgraue, schlangenlinienförmige Klinge, die absichtlich nur halbwegs scharf gehalten wird, sodass man damit zwar schneiden kann, wenn man genügend Kraft ausübt, aber niemanden versehentlich verletzt. Der Griff ist aus stabilem Eichenholz und hat das Zeichen Fairy Tails eingraviert. Das Schwert besteht aus leichtem Material und ist mit einer Klingenlänge von einem halben Meter recht kurz gehalten, sodass es leicht zu transportieren ist und wenig Aufsehen erregt.


Spezielle/ungewöhnliche Waffen: Grad II

Fliegenpapier
GATTUNG: Spezielle/Ungewöhnliche Waffen
BESITZER: Kabuto Kyofu
BESCHREIBUNG: Fliegenpapier findet sich in vielen Haushalten und wird eher als Waffe gegen Insekten als gegen Menschen angesehen. Dabei handelt es sich um beidseitiges Klebepapier, das mit einem süßen Duft Insekten anlockt und diese auf sich selbst festklebt, wo sie unehrenhaft den Tod finden sollen. In den Händen eines fähigen Käfermagiers dagegen kann es als Erweiterung seiner Kontrollreichweite wirken, vor allem dieses ganz spezielle Fliegenpapier, in welches extra viele Duftstoffe eingesetzt wurden. Schafft der Magier es, ein solches Papier an seinem Ziel anzubringen, so werden Insekten, die er gerade nicht kontrolliert, selbst aus relativ großen Entfernungen auf die Jagd nach eben jenem Ziel gehen. Es lässt sich simpel mit heißem Wasser entfernen, klebt ansonsten jedoch bombenfest.
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Kabuto Kyofu
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