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 Der große Basar

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Kuma
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BeitragThema: Der große Basar   Di 14 Jul 2015 - 14:27

Ortsname: Der große Basar
Art: Freifläche
Spezielles: ---
Beschreibung: Der große Basar ist das Aushängeschild Aloe Towns, finden sich hier doch alle Waren, die man sich vorstellen kann. Von hier gelangen Güter aus dem gesamten Reich in die westlichen Regionen, die nur dünn besiedelt und auch nicht ausreichend mit dem restlichen Königreich verbunden sind. Anders als bei vielen Märkten im gesamten Königreich endet auf dem großen Basar der Markttag nie, selbst mitten in der Nacht haben etwa die Hälfte der Buden geöffnet und bieten ihre Waren an, auch wenn die Anzahl von dubiosen Geschäften gerade bei Dunkelheit ansteigt.

Change Log: ---
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Makani

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BeitragThema: Re: Der große Basar   Sa 15 Aug 2015 - 14:10

Die Sonne machte sich in der staubigen Wüste, im Westen Fiores, hoch am Himmel breit und verteilte ihre warmen Strahlen über ganz Aloe Town. Der große Basar stach mal wieder mit seinen Antiquitäten und anderen Waren hervor und lockte Kaufleute, Kauffreudige und selbst Sammler aus allerlei Städten zu sich. Es war mal wieder ein unerbittlich heißer Tag, an dem Makani sich ausgesucht hatte, ihren Stand zu betreiben und ihre Kreationen zu verkaufen. Der flache, lange Tisch ragte am Rande der Straße unscheinbar hervor und bildete einen Kontrast, zu den anderen Händlern, welche alle dicht aneinander gereiht ihre Stände aufgebaut hatten um ihre Güter zu präsentieren. Ein kleiner, beigefarbener Sonnenschirm ragte über der Rosahaarigen und dem Tisch hervor, welcher ihr, wenn auch nur geringfügig, Schatten spendete. Es wehte leider mal wieder absolut kein Wind, weshalb der Schweiß der Rounx in Strömen über ihren Körper lief und sie sich mit einem Fächer etwas Luft zu wedelte, um sich runter zu kühlen. Der Basar war heute mal wieder voll mit Leuten, sodass sich die schmierigen, verschwitzen Körper aneinander vorbeidrückten und an den Ständen vorbeidrängten. In diesen Momenten war Makani mehr als froh, ihren Stand am Rande der Straße zu haben und nicht mitten in dem Getümmel drin. Sie konnte sich nichts schlimmeres vorstellen, als mit ansehen zu müssen wie ihre Ware, die größtenteils aus selbst konstruierten und zusammengebastelten Vogelskulpturen bestand, mit Schweißtropfen verschandelt und ruiniert wurde. Sie hatte viel Mühe in ihre Modelle gesteckt und wäre unsäglich traurig gewesen, wenn diese nicht geschätzt werden und einfach zunichte gemacht werden würde. Es befanden sich ungefähr 7 Modelle auf dem Verkaufstisch, eines davon mit weißen Hühnerfedern und kleinen schwarzen Knopfaugen und ein anderes aus einfachen grauen Taubenfedern, mit Glasperlen als Augen. Alle Stücke waren aus kleinen Stöcken, Ästen, Federn und anderen Details zusammengeklebt und liebevoll aufeinander abgestimmt. Sie konnte nichts weniger leiden, als Leute, die dies nicht zu schätzen wussten und auch wenn gerade viele Kinder ihre Modelle witzig fanden und als Spielzeug umfunktionieren wollten, so verkaufte sie diese nie an die Eltern oder ihre Sprösslinge. Heute war wieder so ein Tag gewesen und auch jetzt, kam wieder eine Familie mit zwei kleinen Kindern an ihren Stand. Die Geschwister, Makani schätzte sie auf ungefähr 8 Jahre, ein Junge und ein Mädchen, standen vor dem Stand und bewunderten die Modelle. Nur gucken, nicht anfassen, dachte sich die Rosahaarige, als sie die Kinder mit einem distanzierten Lächeln begutachtete und die verschwitzen und mit Schokoladeneiscreme besudelten Hände betrachtete. Sie werden sie ruinieren, dachte sie, behielt aber ihr freundlichstes Verkaufslächeln aufgesetzt. „Wie teuer ist denn dieses Spielzeug?“, fragte die Mutter, eine kleine schwarzhaarige Frau mit grünlichen Augen. „Ich muss sie leider enttäuschen, aber das ist kein Spielzeug“, setzte die Rounx an und versuchte freundlich zu bleiben. Warum erkannte niemand ihre Kunst als solche an? „Was soll das denn sonst sein?“, warf das kleine Mädchen mit einer noch sehr kindlichen, piepsigen Stimme ein. Am liebsten hätte Makani sich bei diesem Klang die Ohren zugehalten. „Das ist Kunst!“, erwiderte sie, mehr an die Mutter als an das Kind gerichtet. „Leider verkaufe ich meine Werke nicht an Kinder“, versuchte sie freundlich klarzumachen, doch die Resonanz war eindeutig. Die Familie zischte mit einem gereizten „Na dann nicht“ ab und hinterließ nur einen Duft nach Schokoladeneis und schwerem Parfüm, welches die Mutter wie eine Fahne hinter sich her zog. Das Mädchen seufzte entnervt. Heute war ohnehin nicht ihr Tag und sie hatte bisher kein einziges ihrer Modelle an einen Kunstkenner verkaufen können. Man konnte nicht leugnen, dass sie enttäuscht war, denn ihr standen die Anstrengung und der Frust ins Gesicht geschrieben, als sie sich schließlich auf den kleinen Klappstuhl, welcher mit einem roten Samtkissen geziert war, fallen ließ. Sie wischte sich den Schweiß mit einem Taschentuch von der Haut und nahm einen Schluck aus der Wasserflasche, ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem regen Treiben auf den Straßen widmete.

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Hel

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BeitragThema: Re: Der große Basar   Sa 15 Aug 2015 - 15:24

Hel bedauerte aus der prallen Sonne heraus die armen Geschöpfe, die sich dort in den Schatten verkrochen und schwitzten wie die Schweine, obwohl sie vermutlich schon seit Jahren hier wohnten. Sie hingegen hatte schon seit ihrer Kindheit keinerlei Probleme damit in der prallen Sonne und der brütenden Hitze umher zu tollen, da die junge Dame einfach nie anfing zu schwitzen. Heute hatte sie sich den Basar als Ziel ausgesucht, da ihr langsam die Farben ausgingen und der Basar immer besondere Schmankerl im Angebot hatte, wenn es um seltene und exotische Farben ging. So schlenderte sie durch den Basar, wich einem besonders fülligen Mann in letzter Sekunde aus, bevor er sie herniederwalzen konnte und rannte dadurch direkt in einen Stand hinein. Leider verfing sie sich beim überspringen der Kisten, die dort gestapelt waren in einem Vorhang und riss so einfach mal gut ein Drittel des Standes mit sich und garnierte ihre grazile Aktion mit einem vornehmen lauten Krachen der Wand, die sie umriss. „DU DUMMES BLAG! BIST DU BESCHEUERT?! MEIN STAND!“ Als Hel sich aus dem Gerümpel gekämpft hatte, merkte sie erst, dass der dickwanstige Basarbesitzer sie meinte. „Wenn du deinen Stand so doof genau an die Straße stellst, kann ich auch nichts für, Dickwanst! Ich bin nur einem anderen ausgewichen und dann war da plötzlich das Gerümpel!“ Der beleibte Mann drohte mittlerweile zu platzen, sein Gesicht puterrot, Dampf aus Ohren und Nase und Schaum vor dem Mund brüllte er sie an: „MACH, DASS DU VON HIER VERSCHWINDEST BEVOR ICH MICH VERGESSE!“  Hel ließ sich das nicht zwei Mal sagen und nahm die Beine in die Hand, hatte sie doch keine Lust, dass der werte Herr sich daran erinnerte, dass sie gerade einen ziemlichen Schaden verursacht und nicht dafür bezahlt hatte. Erst ein paar Kreuzungen weiter hielt sie an, um ein wenig nach Luft zu schnappen und die Lage zu checken. Er folgt mir nicht, ein Glück…
Nach dem aufregenden Start fand sie jedoch kurze Zeit später auch schon den Shop ihrer Begierde, wo sie sogleich einige Schmuckstücke ergatterte. Der Basarbesitzer war zwar anfangs etwas skeptisch, aber als sie anfing die Elektro-Zitronen-Farbe und Abendgras-Farbe in höchsten Tönen zu loben, schien er sich eines Besseren zu besinnen und ließ sogar noch mit sich feilschen, sodass Hel im Endeffekt drei seltene Farben bekam, aber nur für zwei Stück zahlte! Heute schien einfach ihr Glückstag zu sein. Da ihr Geld nun etwas knapper wurde, beschloss sie sich nur noch zu schlendern und ihrem Kaufrausch zu entsagen, bevor sie nachher ihre Miete nicht zahlen konnte, weshalb sie schlussendlich nur noch über die Straßen schlenderte. „Das ist Kunst!“ Diese Worte lockten sie aus ihrem Trott heraus und direkt wieder hinein in das Basargetümmel, auch wenn der Stand von dem diese Worte kamen eher etwas abseits von allem lag und gerade nur eine kleine Familie anwesend war, die sogleich vertrieben wurde. Und dann erblickten Hels Augen die tollsten Figuren, die sie je gesehen hatte. „Wow!“ Sie stürmte wie ein wild gewordenes Kind, welches gerade einen riesigen Haufen Schokaladeneis erblickte zu genau diesem Stand und begutachtete nun die Figuren von nahem. Den Unmut der Verkäuferin konnte sie durchaus verstehen, denn sie waren absolut kein Spielzeug, sie waren… Meisterstücke. „Was für ein unglaubliches Design! Dieses Zusammenspiel!“ Hel wollte am liebsten einen kleinen Luftsprung machen, dass sie so etwas noch gefunden hatte. Heute war tatsächlich ihr Glückstag! Aber sie erkannte auch einen kleinen Makel, den sie natürlich nicht für sich behalten konnte. „Hast du sie gefertigt? Sie sind der Wahnsinn! Aber du musst aufpassen, wenn du Aloe Glue haben bei ihrem Fertigungsprozess nicht daran gedacht, dass es in ihrer Stadt auch warm werden könnte und so wird der Kleber schnell porös, wenn du die Figuren zu lange in der Sonne oder draußen stehen lässt. Siehst du dort?“ An einer der Vogelskulpturen hing einer der Figuren etwas schräger als bei den anderen, was Hel mit ihrem geschulten Kunstauge natürlich sofort sah. „Dort am Flügel ist der Kleber schon ganz staubig.“ Hel wartete, bis sich die rosahaarige Basartante bewegte, um sich ihren Hinweis anzuschauen.

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Makani

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BeitragThema: Re: Der große Basar   So 16 Aug 2015 - 14:12

Die Laune der Rosahaarigen war auf den Nullpunkt gesunken, als sie der Familie hinterher sah, wie sie in dem Meer aus Menschen wieder so schnell verschwand, wie sie gekommen war. Sie lehnte sich in ihrem Klappstuhl zurück und so starrte sie trüb in die Menschenmassen, die langsam vor ihren müden Augen verschwammen. Ihr Blick klärte sich, als ein junges Mädchen an ihren Stand trat und ihre Modelle betrachtete. Sie musterte sie eindringlich und ihr fiel sofort auf, dass sie wohl noch relativ jung war, ungefähr in dem Alter ihrer Schwester, so schätzte sie die Blondhaarige zumindest ein. Ihr Gesicht war von Locken eingerahmt und sie trug orientalisch gehaltene Kleidung. Sie erhob sich von ihrem Stuhl und begrüßte sie freundlich, als sie bemerkte, wie das Mädchen sie ansprach. Sie freute sich über das Kompliment, welches sie eben bekommen hatte, ehe sie zu einer Antwort ansetzte und ein warmes Lächeln ihre Freude wiederspiegelte. „Endlich jemand, der meine Kunst zu schätzen weiß!“, rief sie euphorisch aus und blickte hinab auf die Vogelmodelle. „Ja, ich habe sie selbst gefertigt. Sie sind alle handgemacht und auch die Materialen, bis auf den Kleber, habe ich alle selbst gesammelt. Nur die Perlen sind etwas schwierig hier zu finden“, grinste sie verlegen, „daher kaufe ich diese meistens von anderen Händlern“. Die Rosahaarige runzelte die Stirn, als das Mädchen sie auf den Kleber hinwies. Sie nahm das Vogelmodell vorsichtig in die Hand, es handelte sich hierbei um das mit den grauen Taubenfedern und den Glasperlenaugen. Betrübt stellte sie fest, dass die Blondhaarige recht hatte, und so legte sie die Modelltaube vorsichtig zurück, nachdem sie diese eingehend betrachtet hatte. „Das ist ärgerlich“, murmelte sie, sichtlich enttäuscht von dem Hersteller, denn der Kleber war alles andere als billig. „Kannst du mir vielleicht einen anderen Kleber empfehlen?“, fragte Makani, da dieses Mädchen aussah, als hätte sie Ahnung von dem, was sie sagte. Allgemein sah sie aus wie eine Künstlerin, mit ihrer Kleidung und ihrem allgemeinen Auftreten. „Du sieht mir so aus, als würdest du dich mit Kunst auskennen“, warf die Rounx hinterher und lächelte sanft, bis ihr schließlich die Kopfbedeckung des Mädchens auffiel. Sie trug einen Hut, bestückt mit vielerlei bunten Federn und Makani konnte kaum ihre Augen von ihm lösen. Besonders die roten Federn waren ein Augenschmaus für die Sammlerin und sie hatte schon Visionen davon, wie sie diese in einem Modell unterbringen könnte. Da sie jedoch gerade in einem Verkaufsgespräch steckte und sie ihre potenzielle Kundin nicht gleich wieder verschrecken wollte, hielt sie den Rand und starrte nur mit funkelnden Augen auf den Hut. Eine Frage konnte sie sich jedoch nicht kneifen und so rutschten ihr doch noch ein paar Wörter im Bezug zu dem wundervollen Hut von den Lippen. „Deine Kopfbedeckung ist wunderschön, darf ich fragen, ob die Federn echt sind?“. Makanis Hände bebten vor Erwartung und sie versuchte ihre Aufregung zu überspielen, indem sie ihre Hände verschränkt unter dem Verkaufstisch hielt. Ich brauche definitiv diese roten Federn, war das einzige, an was die Rounx jetzt noch denken konnte und es fiel ihr außerordentlich schwer, der jungen Dame gegenüber von ihr, diese nicht vom Hut zu reißen und schreiend und lachend wegzulaufen, als wäre sie eine Irre. Sie gab demnach alles, um sich zusammenzureißen und nicht vollends durchzudrehen. Es kostete sie zwar viel Anstrengung, doch vielleicht würde sich diese ja bezahlt machen.

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BeitragThema: Re: Der große Basar   So 16 Aug 2015 - 19:27

Ja, Hel hatte sich schon gedacht, dass diese Puppen handgefertigt waren, all die kleinen individuellen Fehler (hier und dort ein paar Millimeter zu weit oben geklebt usw) konnten einfach nicht maschineller Natur sein und machten den Charme dieser Figuren und der Kunst generell erst aus. Hel lauschte gespannt, wie ihr erklärt wurde, wie diese hergestellt wurden und woher die Materialen stammten, die offenbar alle aus eigener Hand hergestellt oder gesammelt wurden. Als dann die Frage kam, ob sie einen anderen Kleber wusste, wandte sie sich von den Püppchen ab und überlegte kurz. „Ich hab heute Morgen am anderen Ende des Basars einen Händler aus Barahma gesehen, die bieten immer recht guten Kleber an, der super Leistung bringt. Kostet aber ein wenig mehr als normaler Kleber.“ Sie drehte sich kurz um und wandte ihrem Gegenüber so den Rücken zu, um zu schauen, ob sie den Mann ausfindig machen konnte. Der Mann aus Barahma war ihr nicht unbekannt, schließlich handelte er mit allerlei Kunstgut und sie konnte schon ein oder zwei ihrer Werke an den Mann verhökern um ihren jämmerlichen Jewelvorrat aufzustocken. Leider konnte sie den alten Mann auf die Schnelle nicht sehen, weshalb sie sich wieder dem Mädchen widmete. „Naja, nicht unbedingt mit Skulpturen, aber ich bin eine leidenschaftliche Malerin.“ Als sie gerade anfangen wollte auszuholen und zu erzählen, was sie malt, wie sie malt und woher sie die Inspiration nimmt, um all dies zu tun, aber brach ab, bevor sie überhaupt ein Wort sagen konnte. Was war denn in die Verrückte gefallen? Stellte ihr Fragen und hörte dann gar nicht zu, sondern schaute irgendwo über ihrem Kopf in die Gegend? Wie unfreundlich. „Hallo? Hel an seltsame Frau?“ Zwecklos… Hel hatte eine bessere Idee, sie bewegte sich so leise und langsam wie möglich auf sie zu, zwickte ihr in die Wangen und zog sie jeweils nach links und rechts auseinander. Mit einem Schmollmund sagte sie dann: „Wenn du jemandem eine Frage stellst, solltest du auch besser zuhören, Doofi!“ Was war das denn für eine? Hatte man sie nicht erzogen? Hel hatte genug gesehen und gehört und drehte sich um, um zu gehen, wobei sie wieder ihren Rücken samt ihrem Gildenlogos offenbarte. Über ihrem Oberteil konnte man zwar auch die Spitzen von vier der Beine der tätowierten Spinne erkennen, fielen diese kaum auf, da einem sofort das Logo ins Auge sprang. Wohin führte ihre Reise wohl nun? Vielleicht stattete sie dem Stand aus Barahma selbst noch einen Besuch ab und ergatterte ein paar seltene Farben?

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Makani

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BeitragThema: Re: Der große Basar   Mo 17 Aug 2015 - 1:14

Makani nahm den Tipp der Blondhaarigen dankbar, jedoch sehr von den Federn auf ihrem Hut abgelenkt, entgegen und beschloss, morgen neuen Kleber kaufen zu gehen. Als das Mädchen ihr schließlich in die Wangen zwickte, röteten sich diese und taten anschließend leicht weh. Die Rosahaarige konnte es nicht wirklich leiden, wenn man ihre ohnehin schon knochigen Wangen auseinanderzog und so wandte sie ihren Blick von den Federn ab und richtete ihn etwas verärgert auf das Mädchen, welches sie so eben als Doofi bezeichnet hatte. Sie überging diese Bemerkung kommentarlos, da sie immerhin noch ein Kind war und es ohnehin nicht ernst nehmen konnte. Die Rounx starrte sie einen kurzen Moment lang aus ihren roten Augen an, ehe diese sich umdrehte und sich zum gehen wandte. Sie hatte trotz der Ablenkung mitbekommen, dass das Mädchen eine Art Malerin war, hatte jedoch nichts dazu gesagt, da sie zu sehr in die Federn vertieft war. Sie schaute dem Mädchen nach und beschloss schließlich, dass sie für heute genug hatte und Feierabend machen würde, als sie plötzlich das Gildenzeichen der Crimson Sphynx rot auf der rechten Schulter der Blonden aufblitzen sah. „Hey, warte mal kurz!“, rief sie ihr hinterher und stand auf, um ihr nach zu laufen, da sie erst wenige Schritte entfernt war. Sie packte sie vorsichtig an der Schulter, um sie am Weitergehen zu hindern und stellte sich schließlich vor sie. „Tut mir leid, dass ich eben so abwesend war“, rechtfertigte sich Makani und kam auch schon gleich zur Sache. „Mir ist dein Gildenzeichen auf der Schulter eben aufgefallen“, merkte sie an und zog den Stoff ihres roten Einteilers beiseite, um ihr das violette Gildensymbol auf ihrem rechten Rippenbogen zu zeigen. Die Gildenzeichen glichen sich und so wusste die Rosahaarige, dass sie auf eine Gleichgesinnte gestoßen war. „Deinen Namen habe ich ja bereits beiläufig erfahren, also lass mir doch bitte die Möglichkeit, mich vorzustellen“. Ein sanftes Lächeln zierte die Lippen der jungen Frau und sie schaute das Mädchen bittend an. Sie hatte wahrscheinlich nicht gerade einen außerordentlich guten Eindruck bei ihr hinterlassen und so hoffte sie, diesen wieder gut machen zu können, wie auch immer sie das anstellen wollte. Sie hatte nicht beabsichtigt, dass ihre erste Gildenbekanntschaft sie für eine Verrückte hielt und so stellte sie sich schließlich freundlich vor. „Ich bin Makani“, sagte sie und fragte sie anschließend, ob sie nicht Lust hätte, ihr den Stand, von dem sie bezüglich des Klebers gesprochen hatte, zu zeigen. Sie würde ihr auch als Zeichen ihrer Dankbarkeit und Wertschätzung eine Farbe ausgeben, denn sie war der Meinung, dass sich Künstler unterstützen sollten. „Ich müsste nur kurz meine Sachen zusammenräumen und wegbringen, wenn das okay ist“, hörte man sie sagen, als sie bereits am Zusammenpacken war.

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BeitragThema: Re: Der große Basar   Mo 17 Aug 2015 - 15:33

Hel hatte gerade ihr nächstes Ziel ausgesucht: ein wunderbarer kleiner Basar mit einer alten Dame, die allein am Straßenrand saß und sich Luft zufächerte und einen Stand voller Pinsel und sonstigem Zubehör betrieb, als es an ihrer Schulter zog und die rosahaarige Dame sich an ihr vorbeikämpfte, um sich vor ihr aufzubauen. Was will die denn noch? Kurz darauf entschuldigte sich das unhöfliche Gör und fing an ihre Kleidung beiseite zu schieben. Versuchte die Vogeltante jetzt ihr zu imponieren und sie zu bezirzen? Hel war sich selbst zwar nicht wirklich sicher, ob sie Mädchen oder Jungs besser fand, aber diese Dame hier war total unfreundlich gewesen und hatte sie von Künstler zu Künstler total ignoriert, was für sie ein absoluter Fauxpas war. Doch bevor Hel die Brüste offenbart bekommen sollte, merkte sie, wieso sie die Kleidung überhaupt wegschob. Makani, so stellte sie sich kurze Zeit später vor, war offensichtlich auch ein Vertreter ihrer Gilde, also musste Hel ihr ja verzeihen, oder? Hel war einfach ein gütiges Mädchen und konnte einem gleichgesinnten Künstler einfach nicht böse sein. „Dir sei verziehen!“, sagte sie und tätschelte ihr so gut es ging die Schulter, was ulkig aussah, da Hel gut zwanzig Zentimeter kleiner war als das rosahaarige Mädchen. Nach der Frage, ob sie zusammen zum Kleberbasar aus Barahma gehen wollten, war der Streit von einem Moment vorher schon wieder komplett vergessen und Hel machte innerlich einen Luftsprung, da sie den alten Mann total gern hatte, so selten er auch hier war. Solange die Vogelfrau sich nicht bei ihm blamierte, würde Hel sie auch gerne vorstellen und würde ihr so sicherlich auch einen kleinen Rabatt heraushandeln können.
Hel beobachtete gekonnt, wie Makani ihre kleinen Püppchen vom Tisch entfernte und in kleine Kästen verstaute. Jeder davon hatte kleine, perfekt auf die Puppen zugeschnittene Abteile und jedes Abteil war mit weichem Stoff ausgepolstert, damit keine Statue zu Schaden kam. Hel war positiv überrascht, dass sie ihrer Kunst so viel Zuwendung schenkte und ebenso überrascht, dass nach gefühlten drei Stunden Makani dann doch schon fertig war.
Als sie endlich den letzten Kasten fertig hatte, packte Hel sie bei der Hand und zog sie ruppig durch die Menschenmenge hinter sich her. Sie hatte nun zu lange gewartet und bevor Xaro Xhoan Daxos verschwand, wollte sie zumindest noch einmal mit ihm geredet haben. „Hel-Schätzchen! Was habe ich dich lange nicht gesehen! ♥“ Er hockte sich auf ein Knie und umarmte Hel einmal herzlich. Hel mochte den gigantisch großen, schwarzen Mann und wusste, dass sie keine Angst vor ihm haben brauchte, da sie einmal gehört hatte, dass er ein warmer Bruder sei. Eigentlich dachte sie, dass dies ein Ausdruck für einen in der Wüste lebenden Mann sei, aber fand später heraus, dass dieser Mann auf andere Männer stand. „Du bist mindestens fünf Zentimeter gewachsen, seit ich das letzte Mal hier war! ♥“ Hel grinste keck, bevor sie antwortete. „Es waren sechs! Das hier ist übrigens Arkani, ich habe sie gerade bei einem Stand getroffen und von deinem Kleber geschwärmt und jetzt will sie den unbedingt testen.“ Xaro Xhoan Daxos fasste sich mit leicht wässrigen Augen an sein Herz und tätschelte Hels Kopf. „Na dann lasst uns zum Geschäftlichen kommen. Ich bin Xaro Xhoan Daxos, Händler aus Barahma und ich handle mit den feinsten Waren aus unserem Paradies! Du kamst her für unseren Kleber? Lass mich ihn dir demonstieren, du süßes Ding! ♥“ Mit diesen Worten fing er seine Präsentation an! „Und da du eine Freundin meines kleinen Zuckerstücks hier bist, mache ich dir sogar einen besonderen Preis! ♥“ Dann ging es los und seine effektreiche Präsentation lockte etliche Besucher des Basars an diesen Stand.

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BeitragThema: Re: Der große Basar   Mo 17 Aug 2015 - 20:26

Makani legte sorgsam alle ihre Sachen zusammen, während Hel ihr dabei zuschaute, wie sie die einzelnen Vogelskulpturen vorsichtig in ihre Kästchen zurücklegte. Sie wusste, dass die Modelle sehr empfindlich waren und gerade jetzt, wo sie das Problem mit dem momentanen Kleber erkannt hatte, der Blondhaarigen sei Dank, fürchtete sie um ihre Kostbarkeiten, weshalb sie diese umso sanfter und vorsichtiger einsortierte. Da sie ohnehin kein Geld eingenommen hatte und nichts außer dem billigen Tisch und dem Stuhl noch übrig geblieben war, nachdem sie aufgeräumt hatte, ging sie schließlich hinüber zu Hel, welche Makani zu ihrem Glück verziehen hatte. Sie hatte nicht vor, sich direkt in den ersten Tagen in der Gilde Feinde zu machen, und so war sie um jede Bekanntschaft, die sie machen konnte froh, vor allem wenn sie auf Gleichgesinnte und andere Künstler wie dieses Mädchen traf. Zugegebenermaßen war sie sehr neugierig, was und wie die Kleine so zeichnete, doch dachte sie sich, dass sie dies schon früh genug herausfinden würde. Nun war ihre erste Priorität erst einmal der neue Klebstoff, denn sie wollte nicht, dass ihre Kunst einfach so in sich zusammenfiel und kaputt ging.  Schreckensvisionen machten sich bereits in ihr breit, als sie einen Blick auf die Kästchen warf, welche sich nun in ihrem Rucksack befanden. Sie schüttelte kaum merkbar den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben und schwang sich den ledernen Rucksack über den Rücken, ehe sie Hel, welche sie bereits an der Hand gepackt hatte und hinter sich her zog, in die Massen folgte und sich von ihr zu dem besagten Basar von Barahma leiten ließ. Eine riesige Erleichterung hatte sich in ihr breit gemacht, als sie hörte, dass das Mädchen ihr ihren Fauxpas verziehen hatte und innerlich ließ die Anspannung etwas von ihr ab. Der Tag heute war nicht einfach für die Rosahaarige gewesen und so war sie froh darüber, nun endlich Feierabend gemacht zu haben und ihre Gedanken und ihre Seele baumeln lassen zu können. Zudem befand sie sich anscheinend auch in guter Gesellschaft, denn Hel schien sich ebenso sehr für Kunst zu interessieren, wie sie. Vielleicht würden die beiden ja sogar Freunde werden? Makani hätte nichts gegen eine Freundschaft mit dem Mädchen gehabt, selbst wenn sie noch sehr viel jünger war als sie. Mit ihrer Schwester verstand sie sich immerhin auch blendend, und diese war auch noch nicht sehr alt. Ein Gefühl von Wärme machte sich in der Rounx breit, was jedoch nicht an der Hitze der Sonne lag, sondern eher an dem Fakt, dass sie gerade tatsächlich jemanden gefunden hatte, den sie als potenziellen Freund sehen konnte. Sie sagte dazu nichts weiter und so ließ sie sich von der Blondhaarigen durch die Menschenmassen ziehen, bis sie schließlich bei dem besagten Stand angekommen waren. Sein Besitzer war ein großer, schwarzer Mann und er umarmte Hel, als wäre sie seine Tochter und ihm der liebste Mensch auf der Welt. Awww, dachte sich Makani und musterte die Waren, welche zum Verkauf auf einem Tisch präsentiert waren. Die Stimme des Mannes, welcher sich mit dem Namen Xaro Xhoan Daxos schließlich vorstellte, klang ziemlich weiblich und hatte einen schwulen Touch, woran die Rosahaarige sich jedoch nicht stören ließ. Sie hatte nichts gegen Homosexuelle und sie selbst wusste auch nicht so recht, für welches Geschlecht sie mehr Anziehung empfand. Im Endeffekt war es ihr auch egal, denn sie ließ alles auf sich zukommen, wie es das Schicksal für sie bestimmte. „Ich heiße Makani“, verbesserte sie die Blondhaarige nebenbei und grinste Hel leicht verschmitzt zu, als sie sich bei dem Händler vorstellte. „Hel hat ihren Kleber in den höchsten Tönen bei mir am Stand gelobt und empfahl ihn mir für die Modelle, die ich herstelle“. Sie kramte eines der Kästchen aus ihrem Rucksack hervor und zeigte ihm die Taube mit den Glasperlenaugen. Sie deutete betrübt auf die Stelle, an der der Kleber porös wurde und fragte ihn, ob sein Kleber denn besser geeignet sei. Er begann eine Präsentation des Klebers und der Stand füllte sich immer mehr mit Menschen, welche kamen um ihm zuzusehen.  Makani fand dies nicht weiter schlimm, so hieß es jedoch, dass es noch wärmer um sie herum werden würde, wenn sich die schwitzenden Körper aneinander vorbeidrängten um die besten Schauplätze zu ergattern. Das Mädchen hatte zwar keine Probleme mit Körperkontakt gehabt, doch mochte sie dieses beengte Stehen nicht unbedingt mehr leiden. Sie freute sich darüber, dass sie dank Hel anscheinend sogar noch einen Sonderpreis für den Kleber ergattern konnte und so bares Geld sparen konnte, schließlich verdiente sie nun auch nicht die Welt. Solange der Kleber hielt, was er versprach, so war es das der Rounx doch wert und sie hätte selbst den normalen Preis bezahlt. Sie konnte sich wirklich glücklich schätzen, Hel dabei zu haben, denn zwischen dem Händler und dem Mädchen schien eine enge Bindung vorhanden zu sein. Makani musst aber auch zugeben, dass Xaro Xhoan Daxos einen gewissen Charme versprühte und einfach eine freundliche Ausstrahlung hatte. Gebannt schaute sie seiner Präsentation zu und beschloss, auf jeden Fall eine Tube seines Klebers zu kaufen.
„Ist er immer so impulsiv wenn es um seine Waren geht?“, fragte Makani schließlich Hel, welche noch immer neben ihr stand. Sie betrachtete die Waren auf dem Tisch. Es befanden sich nicht nur Kleber sondern auch Pinsel, Farben und andere Kunstartikel auf dem Tisch, an denen Makani Gefallen fand und so merkte sie sich diesen Stand für ihre späteren Modelle vor. Gerade die Farben fielen dem Mädchen ins Auge und waren wunderschön, wahrscheinlich kannte Hel den Händler auch dadurch, dass sie ihre Farben für die Malerei immer bei ihm holte. „Wie habt ihr beiden euch denn kennengelernt?“, fragte die Rosahaarige schließlich an Hel gewandt, als Xaro gerade damit beschäftigt war, einen Kunden zu beraten. „Ihr beiden wirkt sehr vertraut, ich nehme an, dass ihr euch schon lange kennt?“. Sie musterte Hel neugierig, denn dafür, dass sie noch ziemlich jung war, schien sie viel herumgekommen zu sein. „Achja, danke außerdem, dass du mir den Stand hier gezeigt hast, er ist wirklich wundervoll. Du hast nicht übertrieben!“. Ein dankbares Lächeln zierte Makanis Gesicht, welches auch ihre Augen erreichte, aus denen sie strahlte.

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BeitragThema: Re: Der große Basar   Di 18 Aug 2015 - 14:54

Xaro Xhoan Daxos übertrieb einmal wieder total, aber das machte einfach seine Geschäftsmasche aus. Hel kannte dies seit sie ihn das erste Mal richtig in Aktion an seinem Stand erleben durfte, aber kannte ihn schon deutlich bevor sie herausfand, was für ein Händler er eigentlich war. Doch Arkani fragte sie in diesem Moment und so wurde sie aus ihren Erinnerungen gerissen und überlegte kurz, was die Vogeltante wollte. Impulsiv? Warum erfand sie Wörter? Wollte sie jetzt einfach nur klüger wirken, weil sie wusste, dass Hel nicht gerade die größte Leuchte von Aloe Town war? „Was ist ein impulsiv? Wenn du ihn beleidigen willst, sag ihm das lieber selbst, denn man lästert nicht! Und ich mag Xaro!“ Als man ihr jedoch schnell erklärte, was impulsiv bedeutete, verstand sie, was Arkani meinte. „Oh… Ähm, natürlich wusste ich das, ich wollte dich nur testen, ob du wirklich weißt, was impulsiv bedeutet!“ Sie murmelte ein leises „Entschuldigung“ nach und wandte ihren Blick wieder von der Präsentation ab. Wie peinlich war das denn gerade? Hel dachte, dass die Vogeltante Xaro beleidigen wollte, weil er offensichtlich anders war als die anderen Menschen, die sich hier so zahlreich versammelt hatten.
Xaros Präsentation fand langsam ein Ende und er wandte sich Kunden zu, die sogleich so begeistert waren, dass sie ihn mit Käufen überhäuften. Trotz all dem Trubel konnte Hel sehen, wie er eine große Flasche des Klebers unter einem Tisch verschwinden ließ, bevor er sich den Massen zuwandte. Lustiger Weise sprach Makani genau das an, worüber Hel vor einer Weile noch in Erinnerungen schwelgte: Ihre Vergangenheit mit Xaro Xhoan Daxos. Sie überlegte kurz, ob sie wirklich solche Details enthüllen sollte, als sich scheinbar der Mann höchstpersönlich hinter ihr stand, ihr eine große Hand auf die Schulter legte und selbst loslegte zu erzählen. „Hel ist gerne bescheiden.“ Hel hasste es, sie kannte Arkani gar nicht und wollte nicht, dass sie schon so viel über sie erfuhr, aber sie wusste ebenfalls, dass man Xaro nicht einfach stoppen konnte, wenn er erst einmal in Redelaune war. „Nicht jeder Mensch akzeptiert Menschen wie mich.“ Er sprach nicht direkt an, was er damit meinte, aber Hel konnte sich denken, was er meinte. Menschen wie er – Händler – waren nicht überall gern gesehen. „Und vor ein paar Jahren trafen wir uns in einer fernen Stadt, wo mich eine Gruppe von Männern angriff, weil sie mich nicht dort wollten und Hel rettete mich. Tja und so kamen wir in Kontakt und wir sehen uns, wann immer ich in der Stadt bin. ♥“ Xaro erzählte zwar nicht die ganze Geschichte und ließ so einige Sachen aus, aber es gab in etwa die Geschehnisse wieder. „Xaro! Ich brauch noch eine Farbe!“ Hel hatte es fast vergessen, ein Glück fiel ihr es noch ein, bevor der große Mann wieder abreiste. „Ich brauche nämlich noch glasierte Anamnese-Farbe!“ Xaro nickte nur und ging zum Stand zurück um die Farbe und auch die große Flasche Kleber zu besorgen.

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Magierakte
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BeitragThema: Re: Der große Basar   Mo 24 Aug 2015 - 0:22

Makani wirkte leicht irritiert, als die Blondhaarige ihr tatsächlich vorzuwerfen versuchte, Xaro Xhoan Daxos beleidigen zu wollen. Wenn die Rounx nämlich mit etwas oder jemanden kein Problem hatte, dann mit Leuten, die sich von den gewöhnlichen Menschen abhoben und hinaus stachen. Man erkannte schon recht deutlich, dass Xaro eine spezielle Person war, doch wäre es der Rosahaarigen nie auch nur im Traum eingefallen, ihn deswegen zu bewerten oder gar abstoßend zu finden. Seine etwas aufgedrehte und sehr verkaufsorientierte Art machte ihn auf eine charmante Weise sympathisch und wahrscheinlich genau deswegen, kamen so viele Menschen zu seinem Stand um seine Kostbarkeiten und kleinen Schätze zu kaufen. Die Rosahaarige würde sicherlich vieles tun, aber Geläster konnte sie auf den Tod nicht ausstehen, weshalb sie nicht einmal daran denken würde, hinter dem Rücken des Händlers schlecht über ihn zu sprechen. Als Hel schließlich erklärt wurde, dass impulsiv keines Wegs eine Beleidigung war, musterte Makani das junge Ding und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Gerade hier konnte man erkennen, dass sie noch ziemlich jung sein musste, und so versuchte sie sich natürlich auch rauszureden und ihren Fehler zu überspielen. Makani fand dies zugegebenermaßen recht süß und verspürte den Drang, ihr freundschaftlich auf die Schulter zu klopfen oder ihr durch die Haare zu wuscheln, wie sie es bei ihrer kleinen Schwester manchmal tat, doch sie tat es nicht, da die beiden sich noch nicht so lange kannten. „Natürlich wolltest du das“, murmelte Makani lachend und schaute sie mit einer hochgezogenen Augenbraue an. „Schon in Ordnung, ich wusste auch lange nicht, was es bedeutet“, versuchte sie die Blondhaarige zu trösten und lächelte sie an. Schließlich trat der Händler zu ihnen und begann, von der Vergangenheit zwischen ihm und Hel zu erzählen, was der Blonden ihrem Gesichtsausdruck nach, nicht sehr zu gefallen schien, und Makani lauschte gespannt der Erzählung des großen Mannes. Sie erfuhr, dass Hel ihn vor einer Gruppe Männer gerettet und beschützt hatte, woraufhin sich ein festes Band zwischen den beiden gebildet hatte und die Rounx freute sich für die Beiden, denn Freundschaften waren dem Mädchen selbst auch immer sehr wichtig gewesen, auch wenn sie nie viele Freunde auf ihren Reisen gehabt hatte. Da es sie immer von Ort zu Ort zog, hatten sich nie Freundschaften gebildet, die von längerem Bestand waren, weshalb sie lange Zeit alleine weiterzog. Vielleicht wäre diese Zeit ja nun vorbei, und sie hätte einen Ort gefunden, nämlich die Gilde, an dem sie bleiben und Beziehungen aufbauen wollte. Als er schließlich mit der Erzählung endete nickte die Rounx und hörte Hel sagen, dass sie noch irgendeine Farbe brauchte. Makani hatte keinen blassen Schimmer, um was für einen Farbton es sich bei dieser komischen glasierten Anamnese-Farbe handelte, doch sagte sie anschließend „die Farbe geht auf mich! Denkst du auch bitte an den Kleber? Deine Präsentation war sehr aufschlussreich!“. Diese Aussage war auch nicht einmal gelogen, der Kleber würde sich perfekt für ihre Modelle eignen und es würde ihr eine Freude sein, das Geschäft des Händlers zu unterstützen. Als Xaro schließlich mit der Farbe und dem Kleber wiederkam, bezahlte die Rosahaarige und drückte Hel die Farbe in die Hand.  Zuvor bedankte sie sich herzlich bei dem Mann für die Beratung und die Präsentation, sowie den Spezialpreis welchen er für sie gemacht hatte. Heute hatte sie wirklich Glück gehabt. „Sieh es als Dankeschön dafür, dass du mir diesen fantastischen Stand gezeigt hast“, lächelte sie das Mädchen an, als sie schließlich den neu erworbenen Kleber in ihrem Rucksack verstaute und ihr die Farbe überreicht hatte. „Mit dem Klebstoff werde ich gleich, wenn ich in der Gilde zurück in meinem Zimmer bin, arbeiten und ihn ausprobieren“, sagte sie und ertappte sich dabei, wie sie ihre Gedanken laut aussprach. „Wo musst du jetzt noch hin?“, fragte sie schließlich ihre neue Bekanntschaft, da es langsam spät wurde und Makani sich etwas ausruhen wollte und die Modelle aus ihrem Rucksack zurückbringen wollte. Falls Hel auch im Gildenpalast wohnen würde, könnten die beiden ja zusammen zurück gehen und sich noch ein wenig unterhalten.

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