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 Bahnhof von Aloe Town

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Kuma
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BeitragThema: Bahnhof von Aloe Town   Di 14 Jul 2015 - 14:41

Ortsname: Bahnhof von Aloe
Art: Gebäude
Spezielles: ---
Beschreibung: Am Rande von Aloe Town treffen mehrere Gleise aufeinander und bilden einen Bahnhof, der nichts mit einem Großstadtbahnhof gemein hat. Ein paar Lehmhügel, die abgeflacht wurden stellen die Bahnsteige dar und die einzige Überdachung des Bahnhofes sind einige Palmen zwischen denen geflochtene Palmenwedel eine Art Dach bilden sollen. Dass man dann vom Bahnhof auch noch einen Fußmarsch zur Stadt vor sich hat, bekommt nicht vielen Touristen, doch die Einheimischen bieten gegen einen kleinen Obulus einen Taxiservice an, der gerne genutzt wird. Man muss nur vor Scharlatanen und Betrügern Acht geben.

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Makani

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BeitragThema: Re: Bahnhof von Aloe Town   So 23 Aug 2015 - 0:08

Makani war noch in ihrem Zimmer gewesen und machte sich frisch, da sie und ihre Schwester Valyria gestern eine Quest angenommen hatten und dafür zuständig waren, den Zirkus in Hargeon Town zu beaufsichtigen. Sie hatte noch einen kurzen Blick in den Spiegel geworfen, ihr Haar gebürstet und sich das Gesicht gewaschen, ehe sie in frische Kleidung, in diesem Falle ihren roten Einteiler welcher frisch gewaschen war und nach Waschmittel roch, schlüpfte. Sie hatte zuvor noch kurz ihren Stand am Basar gehabt und tatsächlich einmal erfolgreich eines ihrer Vogelmodelle verkauft, an einen älteren Herren welcher wohl mehr Mitleid mit dem Mädchen gehabt hatte, als alles andere. Sie musste wohl ziemlich hilflos gewirkt haben, wie sie so in der Sonne unter ihrem mickrigen Sonnenschirmchen gestanden hatte und auf ihrem Tischlein die einzelnen Kunstwerke platziert hatte, weshalb der Mann wohl dachte, dass sie es nötig hätte. Wer würde sich denn sonst freiwillig, bei der Hitze, mit einem eigenen Stand auf den Basar wagen? Da es wie immer sehr heiß war, dachte sich die Rounx, dass es angebrachter wäre, frisch zur Tat zu schreiten, weshalb sie beschlossen hatte noch einmal schnell unter die Dusche zu springen und sich anschließend ein wenig zurecht zu machen, immerhin wollte sie bei den Zirkusleuten einen guten Eindruck hinterlassen und ihre Quest lobenswert ausführen. Dass Valyria vielleicht längt schon unten in der Eingangshalle auf sie warten könnte, kam ihr gar nicht in den Sinn, immerhin war Makani doch immer pünktlich… meistens zumindest. Sie band sich die Haare zu zwei Zöpfen zusammen, wie sie es immer tat und packte ihren Rucksack, welchen sie überall mit hin nahm, mit einer Flasche Wasser, Erfrischungstüchern für zwischendurch, zwei belegten Brötchen, eines für sie und eines für ihre kleine Schwester und schließlich alle möglichen restlichen Informationen, welche sie auf einem Zettel zusammengefasst hatte und in einer Seitentasche verstaute. Sie dachte immer zuerst an ihre Mitmenschen, weshalb sie auch überhaupt auf die Idee gekommen war, die Brötchen überhaupt zu machen. Ihre Schwester würde bestimmt irgendwann hungrig werden, immerhin war sie mit ihren 14 Jahren noch im Wachstum. Zwei Spritzer nach Kräuter riechendem Parfum, welches sie an ihre Mutter erinnerte, rundeten schließlich ihre Erscheinung ab und sie trat aus dem Zimmer, um sich hinunter in die Eingangshalle zu begeben. Im gesamten Palast von Crimson Sphynx war es angenehmen kühl, ganz im Kontrast zu der sengenden Hitze dort draußen in der Wüste und vor allem auf dem Basar. Makani graute es jetzt schon ein wenig davor, mit dem Zug, welcher sicherlich nicht gerade angenehm klimatisiert war, bis nach Hargeon Town zu fahren und sich während der Fahrt in ihrem eigenen Schweiß baden zu können. Gott sei Dank hatte sie an die Erfrischungstüchlein gedacht und seufzte innerlich leicht auf. Immerhin musste sie dann nicht vor sich hin müffeln. Sie nahm die Treppen hinunter zur Eingangshalle, hinaus zum Eingang der Gilde und sah auch schon, wie ihre kleine Schwester, welche unverkennbar mit den weißen Haaren hervorstach, von einem großen Mann angerempelt geworden wurde. Er sagte, dass er sie übersehen habe und einen kleinen Moment lang fragte sich die Rosahaarige, wie man denn so einen weißen Haarschopf nur übersehen konnte, ehe ihr auffiel, dass der Mann mindestens 2 Meter groß war. Wahrscheinlich sah er nur selten nach unten oder gar auf den Boden, sodass sich ihre Frage auch eigentlich schon von selbst beantwortete. Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie sah, wie ihre trotzige Schwester ihre Pausbäckchen aufblies und ihre Augen vor Wut glühten. Sie wusste genau, dass die Blutmagierin nichts weniger wahr haben mochte, als den Fakt, dass sie tatsächlich noch ziemlich klein war und wenn dies jemand auch noch bei ihr ansprach, erwischte man bei dem Mädchen einen wunden Punkt. Die Rounx kicherte leise in sich hinein und hielt noch einen Moment lang inne, um den Augenblick einzufangen, ehe sie auf ihre Schwester zutrat und sie nur noch meckern hörte. „Ganz ruhig du Wirbelwind“, beschwichtigte sie die Weißhaarige lachend und zog die Kleine an sich, ehe sie dem Mann noch folgen und ihm ihre Meinung geigen oder ein Messer in den Rücken rammen würde. Sie hatte keine Lust auf Stress mit anderen Leuten, denn der Tag im Zirkus würde heute wohl schon anstrengend genug werden, wenn die beiden Schwestern versuchen mussten, die Menschenmassen im Auge zu behalten und für Recht und Ordnung zu sorgen.  Sie nahm ihre kleine Schwester an der Hand, um sie in den Menschenmassen nicht zu verlieren und zog sie schließlich vorsichtig durch die Menschenmassen, zu den Taxis, welche einen für einen günstigen Preis zum Bahnhof brachten. "Einmal zum Bahnhof bitte", bat sie den Fahrer, welcher sofort losfuhr und sie innerhalb weniger Minuten zum gewünschten Ort brachte, nachdem die Schwestern eingestiegen waren.  „Tut mir leid, dass ich mich verspätet habe, aber ich dachte es würde einen besseren Eindruck machen, wenn ich mich vorher noch einmal frisch machen würde“, rief sie nach hinten, als sie schließlich ausgestiegen waren und die letzten paar Schritte bis zum Bahnhof gingen. Makani wartete keine Antwort ab. „Wir sollten uns beeilen, sonst verpassen wir noch unseren Zug und kommen zu unserem Auftrag zu spät“. Sie sah ihrer Schwester an, dass ihr ziemlich warm war und so griff sie in ihren Rucksack, um ihr ein Erfrischungstuch zu reichen, damit sie sich den Schweiß von der Haut wischen konnte, als sie schließlich am Bahnhof angekommen waren und am entsprechenden Gleis standen. Der Zug würde in wenigen Minuten eintreffen und sie hatten Glück, dass sie ihn noch rechtzeitig erwischt hatten. Es würde eine Herausforderung werden, in dem Zirkus mit 2 Mann, beziehungsweise besser gesagt 2 Frauen, den Überblick zu behalten und so hoffte Makani inständig, dass nichts schlimmes passieren würde und sie einen ruhigen Tag verbringen könnten, doch begleitete sie das ungute Gefühl, dass dies nicht einer dieser entspannten Tage werden würde. Nachdenklich schaute sie auf die Gleise und hörte auch schon den näherkommenden Zug, welcher sich jedoch nicht als derjenige entpuppte, welchen sie nehmen mussten. Sie würden erst den nächsten nehmen müssen und Makani war froh, noch einen Moment lang frische Luft schnappen zu können, ehe sie in die stickige, noch viel heißere Bahn einsteigen würden. Wahrscheinlich war ihre kleine Schwester genauso begeistert von der Zugfahrt wie sie, doch ließ sie sich nichts anmerken. „Ich hoffe du bist ausgeschlafen?“, fragte sie die Weißhaarige schließlich, da sie sich Sorgen machte, dass sie eventuell etwas übermüdet sein könnte. Sie wollte sich vollends auf ihre Questbegleitung verlassen können und bisher konnte sie auf Valyria immer zählen. Die beiden waren ein super Team, dennoch wollte sie sicher gehen. Ein fürsorgliches Lächeln zierte die Lippen der Himmels Dragonslayerin, als sie ihre Schwester mit einem warmen, liebevollen Blick bedachte.

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Valyria

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BeitragThema: Re: Bahnhof von Aloe Town   So 23 Aug 2015 - 21:18

Valyria war mehr als erleichtert, das ihre Schwester noch aufgetaucht war. Sie hatte sich schon Sorgen gemacht, doch wusste sie, dass ihre Schwester gut auf sich alleine aufpassen konnte. Das weißhaarige Mädchen entspannte sich beim Anblick Makanis sofort und vergaß ihre Aufregung über den kleinen Rempel-Vorfall sofort. Sie lächelte ihre Schwester von unten herauf an und dachte sich einmal mehr, wie viel Glück sie doch hatte, mit so einer tollen großen Schwester gesegnet zu sein. Ihre Blutsverwandte bestellte ein Taxi und in windeseile waren sie am Bahnhof von Aloe Town angekommen. Valyria mochte es mit Autos, Kutschen oder Zügen zu reisen, so waren die Strapazen doch nicht so groß, als wenn sie zu Fuß gehen müssten. Und außerdem ging es so viel schneller, ein Luxus den sich das junge Mädchen früher nur selten leisten konnte. Doch ihre Vorfreude auf die Fahrt wurde von dem Fakt beschattet, dass die Bahn nurn schlecht klimatisiert war und es so sicherlich noch heißer als draußen war. Sie konnte sich schon bildlich vorstellen, wie jeder einzelne Fahrgast versuchte sich abzukühlen, sie konnte schon in ihren Gedanken ihre lauten Atemzüge hören, das wilde Luftzufächern sehen und den miefigen Schweißgeruch riechen. Sie wusste, dass sie mittlerweile auch nicht mehr frisch roch, doch war ihr trotzdem unwohl bei dem Gedanken, die Ausdünstungen fremder Menschen zu riechen. Doch wenn sie pünktlich zu ihrem Queststart in Hargeon sein wollten, mussten die beiden Geschwister die Augen zukneifen und es ertragen. "Ich habe zwar versucht zu schlafen, doch irgendwie ist daraus heute Nacht nichts geworden"! erwiederte Valyria auf die Frage ihrer großen Schwester und gähnte, um das gesagte zu unterstreichen. Sie war zu aufgeregt und nervös gewesen, als das sie länger als ein paar Stunden geschlafen hätte. Sie hoffte, während der Zugfahrt ihre Augen für ein Weilchen schließen zu können, doch war sie sich bei weitem nicht sicher, ob dies zu schaffen war. Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn und hörte das Läuten, das ihren Zug ankündigte in weiter Ferne. "Da kommt unser Zug Makani! Los mach dich fertig, wir dürfen ihn unter keinen Umständen verpassen"! Vor Vorfreude hüpfend packte Valyria ihre Schwester am Arm und zog sie nach vorne, kurz vor das Ende des Bahnsteiges. Sie hatte Angst wegen der Menschenmenge, die sich um sie herum versammelt hatte, den Einstieg zu verpassen und somit in ihrer Aufgabe zu versagen. Doch natürlich, Valyria war vor nervosität noch mehr ins Schwitzen gekommen, klappte alles und schon bald hatten sie sich zwei Sitzplätze ergattert. Die beiden Schwestern saßen sich gegenüber und konnten, durch den Fensterplatz, beide die Aussicht genießen. Wie zu erwarten wurden sie schnell von der stehenden Luft erschlagen, an den Geruch von Schweiß und Parfüm gewöhnte sich das kleine Rounx Mädchen schnell. Sie starrte eine Weile gedankenverloren aus dem Fenster, bis der Zug sich in bewegung setzte und es anfing zu ruckeln. So wurde Valyria aus ihren Gedanken gerissen und betrachtete ihre bildschöne Schwester. Und wieder einmal hoffte sie inbrünnstig, dass sie einmal so groß und schön werden würde wie sie. Ihr roter Einteiler passt so gut zu ihren Haaren! dachte sie bei sich und war stolz darauf, sich ihre Schwester nenen zu können. "Was denkst du? Wie lange werden wir bis Hargeon brauchen? Ist es ein großer Zirkus der dort aufgebaut wurde? Ich halte eigentlich nichts von solchen Veranstaltungen aber interessant wird es bestimmt. Denke ich... Und wenn nicht ist das auch nicht so schlimm, da wir ja einfach nur unseren Quest erfüllen sollen und nicht zum Spaß da sind"! plapperte die Vierzehnjährige vor sich hin und wartete garnicht auf die Antwort ihrer Schwester. Die karge Landschaft der Wüste zog an ihnen vorbei, die Sonne strahlte unbarmherzig durch das Fenster zu ihnen herein und Valyria dachte bei sich, dass sie sich doch lieber einen Platz außerhalb der Sonne gesucht hätten. Doch der Umstand, dass es so voll war, ließ sie schon darüber froh sein, dass sie überhaupt eine Sitzmöglichkeit ergattert hatten. Hoffentlich kommt jetzt nicht eine alte Dame herein und ich muss ihr aus Höflichkeit meinen Platz anbieten! Valyria war zwar höflich und zuvorkommen, doch das hieß nicht, dass sie Stundenlang stehen wollte. Der Zug hielt ratternd an und die Türen öffneten sich, Reisende traten herein und nur wenige verließen den Zug. Zu Valyrias genugtuung betrat keine gebrechliche alte Frau, oder wahlweise auch Mann, den Wagon, und sie konnte sich ihres Platzes sicher sein. Ihre Laune verfinsterte sich schlagartig, als sich ein gutaussehender junger Mann sich neben sie setzte und ihre Schwester und sie musterte. Es war alles andere als eine Lieblingsbeschäftigung von ihr, sich mit einem Fremden zu unterhalten, vorallem wenn es ein Mann war, der sie so eingehend musterte. Sie mochte voreilig Urteilen und ihn in eine Schublade mit den anderen Männern stecken, die sie auf ihren Reisen schon kennengelernt hatte, doch schaffte sie es nur selten, Smyphatie für männliche Wesen an den Tag zu legen. Zu viele schlechte Erfahrungen, dachte sich Valyria immer bei sich. Der Mann breitete sich aus, streckte seine Füße und versperrte den Weg für eine Frau, die sich gerade neben Makani setzen wollte. Und dann auch noch so unverschämt! schrie sie Innerlich und sah Makani mit hochgezogenen Augenbrauen zweifelnd an. Das konnte ja noch heiter werden!

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Menschen die oft verletzt wurden, sind gefährlich, weil sie wissen, wie man überlebt.
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BeitragThema: Re: Bahnhof von Aloe Town   Mo 24 Aug 2015 - 15:40

Makani schüttelte besorgt den Kopf, als sie hörte, dass ihre Schwester nicht gänzlich ausgeschlafen war. Hoffentlich würde sich dies nicht in ihrer Leistungsfähigkeit bemerkbar machen, immerhin war es schwierig den ganzen Tag auf den Beinen zu stehen und unterwegs zu sein, wenn man noch von der kurzen Nacht die Müdigkeit in den Knochen stecken hatte. Zugegebenermaßen war Makani auch noch ein wenig müde von dem Morgen und erschöpft von der Hitze, doch fühlte sie sich nicht vollkommen ausgelaugt und im Zug würde sie sich einfach hinsetzen und aus dem Fenster sehen können, ohne großartig nachdenken zu müssen. Sie konnte einfach ihre Gedanken baumeln lassen und den Kopf abschalten, zumindest für eine kurze Zeit. Sie würden nicht allzu lange bis nach Hargeon Town fahren, aber die Zeit würde wohl für ein kurzes Nickerchen reichen, sofern sich nicht irgendwelche unangenehmen Menschen zu ihnen ins Abteil gesellen würden. Als schließlich der Zug im Bahnhof eintraf, bemerkte die Achtzehnjährige erst, wie aufgeregt und voller Vorfreude ihr kleineres Gegenstück war und dass sie sich anscheinend schon sehr auf die Quest freute. „Es ist deine erste Quest, oder?“, fragte sie diese schließlich mit einem Schmunzeln im Gesicht und kicherte heiser. Eigentlich war es mehr eine rhetorische Frage gewesen, da man ihrer Aufregung ansah, dass sie noch nicht sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet mitbrachte. Es war auch für sie das erste Mal, dass sie einen Auftrag ausführte, vor allem mit ihrer Schwester an ihrer Seite. Diese zog sie aber auch bereits in den Zug hinein, aus Angst, dass sie ihn noch verpassen könnten, obwohl sie schon direkt vor ihm standen. Lachend schüttelte das Mädchen den Kopf und folgte Valyria in das entsprechende Abteil. Es war wirklich sehr warm und die Luft war stickig, weshalb Makanis erste Amtshandlung war, das Fenster zu öffnen und frische, dennoch jedoch leider warme Luft, hineinzulassen, bevor sie sich auf ihre vier Buchstaben setzte und zurücklehnte. Gegenüber von ihr saß ihre weißhaarige Schwester und so konnten beide den Ausblick aus dem Fenster genießen, als sich der Zug schließlich ruckelnd in Bewegung setzte und abfuhr. Sie bemerkte, wie die Kleine sie musterte und die große Schwester betrachtete sie kurz eingehend. Sie hatte unglaublich viel Ähnlichkeit mit ihrer Mutter Malea gehabt, beinahe noch mehr als Makani selbst, welche die rosafarbenen Haare von ihrem Vater Nael geerbt hatte. Immer wenn sie das weiße Haar ihrer Schwester sah, füllte sich ihr Bauch mit einem warmen Gefühl, welches jedoch auch je nach Situation und Laune der Rounx, in ein unwohles Gefühl überschlug. Jetzt gerade konnte sich die Rosahaarige ein warmes Lächeln nicht verkneifen, als sie an ihre tote Mutter erinnert wurde und so wandte sie den Blick schließlich von ihrer Schwester ab, ehe sie sich weitere Gedanken machen konnte, da plapperte Valyria auch schon los und überhäufte ihre bessere Hälfte mit Fragen. „Ich habe gelesen, dass wir ungefähr drei ein halb Stunden fahren werden, sofern der Zug keine Verspätungen hat oder es irgendwelche Störungen gibt“, begann die Rounx die Fragen ihrer wissbegierigen Schwester zu beantworten, welche beinahe vor Neugier übersprudelte. „Naja, da wir nur zu zweit sind um dort für Ordnung zu sorgen, hoffe ich mal, dass der Zirkus nicht all zu groß sein wird. Aber ich schätze, wenn 2 Personen reichen, um für Ordnung zu sorgen, kann er nicht soooo groß sein“. Die Himmels Dragonslayerin hoffte, dass sie mit der Vermutung richtig lag. „Ich denke auch, dass es interessant werden wird“, erwiderte sie schließlich trocken, fügte jedoch in Gedanken hinzu: Hoffentlich interessant auf eine angenehme Weise. Sie hatte um ehrlich zu sein heute keine Lust, Privatdetektivin zu spielen und irgendwelchen Verbrechen auf den Grund zu gehen, auch wenn sie dies wahrscheinlich sehr gut könnte, da ihre Beobachtungsgabe und ihr fotografisches Gedächtnis dabei sehr behilflich sein würden. Bei diesem Gedanken kam in ihr ein mulmiges Gefühl auf, denn der Tag würde bestimmt noch die eine oder andere Überraschung mit sich bringen. Sie schaute aus dem Fenster und schloss für ein paar Minuten die Augen, versuchte den Geruch von Schweiß und schwerem Parfum auszublenden, während die karge Wüstenlandschaft an ihnen vorbeizog. Wenigstens kam ein laues Lüftchen durch den Fensterspalt hinein, der angenehm durch die Haare der Geschwister blies und so ließ sich die Fahrt zumindest ertragen. Als der Zug schließlich nach ungefähr zwanzig Minuten die erste Haltestelle anfuhr und mit einem Ruck stehen blieb, füllten sich die Wagons und der Flur immer mehr, als dass es leerer wurde. Immer mehr Leute stiegen mit ein und vermutlich machten sich auch einige von ihnen auf den Weg zum Zirkus, um die Attraktionen mit Staunen zu bewundern. Anderen fuhren wohlmöglich nach Hause oder machten Ausflüge. Eigentlich war es der Rounx auch ziemlich egal, solange diese sie in Ruhe ließen. Sie öffnete die Augen und widmete ihre Aufmerksamkeit einem hübschen, jungen Mann, welcher sich neben ihre Schwester setzte und sie und Makani beobachtete. Er hatte schwarze, kurze Haare und dunkle braune Augen. Seine Haut war gebräunt und glänzte ölig von dem Schweiß, welcher seine Brustmuskeln hinunterlief. Er trug eine weiße Weste, welche den Blick auf seinen restlichen Oberkörper nur wenig bedeckte, sodass die Bauchmuskeln einen förmlich ansprangen. Valyria wirkte alles andere als begeistert, als Makani ihr einen Blick aus den Augenwinkeln zuwarf und die Rosahaarige betrachtete den Mann eingehender. Er breitete sich neben ihrer Schwester ziemlich aus und sie konnte sich einen bissigen Gedankengang nicht verkneifen. Andere Menschen wollen hier auch noch atmen, dachte sie, als sie sah, wie Valyria kleiner wurde und leicht eingeengt wurde. Da Makani jedoch keine Lust hatte, sich mit diesem männlichen Geschöpf auseinanderzusetzen, blieb sie noch ruhig. Als er schließlich dann auch noch einer Dame mit seinen ausgestreckten Beinen den Weg versperrte, platzte der Rounx der Kragen und sie versuchte, gefasst zu bleiben. „Könnten sie die Dame vielleicht bitte durchlassen?“, sagte sie mit einer übertriebenen Höflichkeit und schaute ihn bittersüß an. Er bewegte sich kein Stück weiter und starrte die Schwestern herausfordernd und anzüglich an. Sein Grinsen war dreckig und ließ auf nichts Gutes deuten.

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Valyria

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BeitragThema: Re: Bahnhof von Aloe Town   Di 25 Aug 2015 - 16:40

Valyria musste sich mittlerweile an die Scheibe drücken, um nicht mit dem Fremden in Berührung zu kommen. Seine weiße Weste war ihrer Meinung nach garkein Kleidungsstück, sondern nur Dekoration, sah man doch eh nur seine gebräunte Haut. Das junge Mädchen konnte nicht behaupten dass er, mit seinen schwarzen Haaren und dunkelbraunen großen Augen unattraktiv war, doch die Art und Weise wie er sich verhielt, gefiel ihr garnicht. Die Weißhaarige roch intensiv seinen Schweißgeruch, der mit einem billigen Parfüm vermischt war und die Sache nur noch undankbarer machte. Makani, höflich wie eh und je, Valyria bewunderte sie um ihre Ruhe, bat den jungen mann die Dame durchzulassen, die versuchte sich einen Sitzplatz zu beschaffen. "Sehe ich so aus als wäre ich in der Verfassung mich noch einen Zentimeter zu bewegen"? fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen und sah ihre Schwester an, als wenn sie Geistesgestört wäre und von ihm verlangt hätte, bei dieser Hitze einen Marathon zu laufen. Valyria wusste: Wenn er nicht schleunigst seine Gliedmaßen aus dem Weg befördern würde, würde sie richtig sauer werden. Und mit richtig, meinte sie wirklich richtig sauer. "In der Tat siehst du nicht so aus, als wenn du dich noch bewegen könntest. Sowas kann man von ihnen wahrscheinlich wirklich nicht erwarten. Das wäre ja ein Unding! Am besten wäre es, wenn man sie einfach einen Kopf kleiner machen würde, sodass die Frau platz hat"! Valyria spürte das brausen in ihr, dass sie immer verspürte wenn sie jemand auf die Palme brachte. Um Ihretwillen, und auch dem der anderen, beherrschte sie sich und lächelte den Mann freundlich an, so wie es ihre Schwester zuvor getan hatte. Trotz allem war der triefende Sarkasmus in ihrer Stimme nicht zu überhören. Mit den Fingern spielte sie an ihrem roten Armband herum, dass ihr beim Blutbändigen half, da sie sich mit diesem die Haut aufritzen und so schneller an ihr Blut kommen konnte. Sie drehte es mit ihren dünnen Fingern herum, zog leicht an dem kleinen Hebel der die spitzen Dornen ausfuhr und grinste den Mann weiter an. Es bringt nichts jetzt auszuflippen, sagte sie sich du schadest damit nur dir selbst und auch deiner Schwester. Und außerdem währe der Quest dann vorrüber... Ich denke nicht das die Zugschaffner so etwas dulden. Und außerdem weiß ich auch garnicht ob er eine Magie beherrscht und wenn ja, wie stark er ist. Ich würde mir vielleicht mein eigenes Grab schaufeln. Mit diesen Gedanken im Kopf herumschwirrend, beruhigte sie sich so weit es ging. Sie würde nicht die Fassung verlieren, nicht hier, nicht jetzt. Sie war kurz davor ihre Meinung wieder zu ändern, als ihr Sitznachbar sie dreckig angrinste und mit seinem Gesicht näher an sie heranrückte. "Es hört sich so an als wenn du mir Drohen wollen würdest", zischte er sie an, er war inzwischen so nahe gekommen, dass sie seinen Atem in ihem Gesicht spüren und seinen Schweiß noch deutlicher riechen konnte. Er hob einen Arm und fast dachte Valyria, er würde sie schlagen, doch er stütze sich nur neben ihrem Kopf am Fenster ab und versperrte ihr so die Sicht zu ihrer Schwester. "Du hast anscheinend nicht gelernt wie man mit Älteren umgeht. Es wird wohl Zeit, dass dir das jemand beibringt kleine Göre". Sein Grinsen machte sie wahnissing, sein Geruch und seine wiederlichen schwarzen Haare machten sie rasend. Sie schlug seinen Arm mit voller Wucht weg und überschlug ihre Beine, sah aus dem Fenster und versuchte den Strom in ihr zu ignorieren, der durch ihre Adern raste und ihr befohl, ihn auf der Stelle anzugreifen. Nein, das darfst du nicht. Nein, tu das nicht. Nein, nein, nein. wiederholte sie immer wieder in ihrem Kopf, wie ein Mantra. Solange er Makani in ruhe ließ würde sie sich beherrschen können, sollte er allerdings versuchen das ganze auch noch bei ihr zu probieren, dann würde er etwas erleben, auch wenn sie sich damit selbst Schaden würde. Valyria war es egal wenn jemand stärker und mächtiger war als sie, wenn jemand ihrer Schwester schaden wollte, oder wahlweise auch einem Kameraden, dann konnte nichts und niemand sie mehr bremsen. Das junge Mädchen hatte schon genug Verluste erlebt und hatte sich geschworen, nie wieder jemandem der ihr wichtig war dabei zuzusehen, wie dieser verletzt wurde, starb oder verschwand. Sie würde jederzeit alles für ihre Schwester und ihre Kameraden geben, auch wenn ihr das selber zum Verhängnis werden würde.
Die Dame, die bei den beiden Geschwistern einen Platz zum sitzen gesucht hatte, hatte dieses Unterfangen mittlerweile aufgegeben und hielt sich an einer Stange fest, die neben ihren Sitzen angebracht war. Sie sah nicht wütend oder verletzt aus, einfach nur müde und durchgeschwitzt. Valyria wollte nicht wissen, was sie Heute schon alles erledigt und geleistet hatte, sie konnte sich gut vorstellen das ihre Beine schmerzten, sowie ihr Rücken und ihr Geist. Das Mädchen entschied sich aufzustehen und absichtlich auf die langen Beine des Mannes zu treten, bat ihn danach doch einen Sitz nach innen zu rutschen. Sein grinsen verwandelte sich in eine verzogene Fratze und er lachte. "Tut mir leid Kleine, aber ich brauche meinen Platz. Und nun hab ich sogar noch mehr"! rief er lachend und legte sich quer über die Sitzbank, auf der Valyria vor kurzem noch so bequem gesessen hatte. Sie knirschte mit den Zähnen und bot der Frau den Platz an, der nun erreichbar geworden war, gleich neben ihrer düster dreinblickenden Schwester. Sie griff nach der Stange, an der sich zuvor die Frau festgehalten hatte, und wäre beinahe zurückgezuckt, so schmierig und voller Schweiß war diese. Angewiedert unterdrückte sie diesen Drang und fing an, zur Ablenkung ein Lied zu summen, dass sie in letzter Zeit gerne gehört hatte. Der Zug wackelte unablässig, die Hitze machte das stehen nur umso anstrengender und die Vorfreude auf den Quest war vollends versiegt. Sie wurde nachlässig, behielt den wiederwärtigen jungen Mann nicht mehr im Auge, und bezahlte sogleich dafür. In einer unaufmerksamen Sekunde, in der sie aus dem Fenster gesehen hatte, beugte er sich ein Stück nach vorne, ließ sein Bein vorschnellen und fegte sie mit einer ungeheuren Kraft von den Füßen. Ich hätte keine Chance wenn ich gegen ihn kämpfen müsste. Alleine die Kraft in seinem Bein ist so groß das er mich zu Fall bringen kann. Das wird jetzt weh tun. Das alles ging ihr durch den Kopf als sie den Halt verlor und mit einem gewaltigen Rumser auf den Boden knallte. Natürlich stieß sie sich heftig an der eisernen Stange, doch stand das junge Mädchen sofort wieder auf und ließ sich nichts anmerken. "Schätzchen, ist etwas passiert"? Die Dame, der sie den Platz verschafft hatte, fasste sie sanft am Arm und sah ihr besorgt in die Augen. "Alles okay. Es ist nichts passier keine Sorge, vielen Dank", beschwichtigte die kleine Rounx sie und wandte sich dann mit rot glühenden Augen ihrem Peiniger zu. Ihre Stimme war leise und bedrohlich, sie drückte die Worte förmlich zwischen ihren Lippen hervor, ihre Augen schienen Funken zu sprühen. "Du verpisst dich jetzt ganz schleunigst von hier, sonst kann ich für nichts garantieren". Natürlich dachte sie nicht mehr an die Gedanken, die ihr vorhin beim Fall druch den Kopf gegangen waren: höchst wahrscheinlich hatte sie eh keine Chance gegen ihn. War er doch viel größer und schwerer, schien zudem eine menge Kraft zu besitzen. Eine gewaltbereite Auseinandersetzung lag in der Luft, während Valyria und der Schwarzhaarige sich giftig anstarrten.

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BeitragThema: Re: Bahnhof von Aloe Town   Do 27 Aug 2015 - 21:42

Makani blickte fassungslos auf den jungen Mann, welcher nur eine billige Bemerkung auf ihre Bitte erwidern konnte. Es war unbeschreiblich, wie sehr das Mädchen solche Menschen verabscheute und eine Menge Hass und Unmut machten sich in ihr breit, genauso wie bei ihrer Schwester, was man dieser mehr als deutlich ansehen konnte. Die Rounx versuche gefasst zu bleiben, was ihr jedoch ziemlich schwer fiel, weshalb sie ihm nur einen eiskalten, mit Hass erfüllten Blick, aus ihren dunkelroten Augen zuwarf und dann sturköpfig aus dem Fenster sah. Ihre kleine Schwester tat sich ziemlich schwer, gefasst zu bleiben, was man daran erkannte, dass sie spöttisch und provokant auf die Aussage des Mannes reagierte. Bei dem Geruch nach Schweiß und billigem Parfum wurde der Rounx ganz übel, weshalb sie nur noch flach atmete und ihrer Schwester versuchte, einen beschwichtigenden Blick zuzuwerfen. Dieser zeigte jedoch leider keine Wirkung. Makani beobachtete, wie Valyria mit ihrem Armband herumspielte und dies gefiel der großen Schwester ganz und garnicht. Sie hatte keine Lust auf eine Auseinandersetzung mit diesem Mann und außerdem hatte sie wenig Motivation dazu, ihre kleine Schwester zügeln zu müssen, damit sie sich im Zug nicht gegenseitig bekriegten. Diese Situation schien jedoch, ganz zum Missfallen der Rosahaarigen, unausweichlich. Das Mädchen sah, wie der Mann ihre kleine Schwester immer mehr bedrängte und in die Ecke zwang, was er damit toppte, dass er sich am Fenster mit seiner Hand abstützte und ihr so den Ausblick nach draußen raubte. Makani biss die Zähne zusammen und war bereits kurz davor, einzugreifen und den schmierigen Kerl in seine Schranken zu weisen, insbesondere als er der Kleinen androhte, ihr Respekt beizubringen. Die Rosahaarige erhob sich wie ein Bollwerk und beugte sich mit vor Wut funkelnden, roten Augen zu dem Mann hinunter. „Du wirst meiner Schwester nichts beibringen“, zischte sie ihn drohend an und betonte jedes einzelne Wort scharf wie eine frisch gewetzte Schwertklinge. „Such dir lieber jemanden in deiner Größe“, knurrte sie hinterher und ließ sich auf ihren Platz zurücksinken. Einen Moment lang herrschte Stille und der Mann schien etwas eingeschüchtert, leider legte sich die Anspannung jedoch nicht im Geringsten und der Sturm war erst kurz vor seinem Höhepunkt. „Wenn ich mir jemanden in meiner Größe suchen soll, sollte ich vielleicht mit dir Vorlieb nehmen“, gurrte er mit seiner ekligen, tiefen Stimme und setzte sich hinüber zu der Rosahaarigen und legte ihr seinen muskelbepackten Arm um die Schulter. Makani bekam eine ekelerregende Gänsehaut und alles in ihr sträubte sich, den Mann auch nur anzusehen. Als er dann schließlich auch noch seinen warmen, vom Schweiß benetzten Arm um sie legte, bekam sie beinahe das Würgen. Sie packte unsanft seinen Arm, rammte ihre Fingernägel tief in seine Haut, von der sie vor lauter Schweiß fast abgerutscht war, und presste seinen Arm von ihrem Körper weg. Dieser nutzte die Gelegenheit, sich wieder ihrer kleinen Schwester zu widmen, indem er sich zurück zu ihr setzte und sich extra breit machte. Als Valyria schließlich die Frau betrachtete, welche im Übrigen ziemlich kaputt und müde aussah, stand sie auf um ihr den Platz anzubieten, was der Schwarzhaarige auch gleich als Anlass sah, sich quer über die Sitzbank zu legen. Die große Rounx konnte es nicht fassen und blickte entsetzt vom Schwarzhaarigen, hinüber zu ihrer Schwester, und dann zu der Frau, welche sich mühselig auf den Beinen hielt. Als Valyria nun auch noch stand und der Mann halb über der Sitzbank war, konnte Makani nicht an sich halten. „Schämen Sie sich gar nicht?“, fragte die Rosahaarige mit düsterer, bebender Stimme und bedachte den Mann mit einem finsteren Blick. Dieser reagierte jedoch nicht auf sie und ignorierte das Mädchen beflissen, als ihm plötzlich das Bein ausrutschte und er Valyria von den Füßen fegte. Diese prallte unsanft auf den Boden und konnte sich gerade noch so mit dem Armen abfangen, sodass sie nicht auf ihren Kopf landete. Makani sprang auch schon direkt von dem Sitz auf und eilte ihrer Schwester zur Hilfe, bot ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen, doch diese stand aus eigener Kraft wieder auf und schien alles andere als erfreut. Eine dunkle Anspannung und Kampfeslust ging von der Kleinen aus, welche die große Rounx bei ihrer Schwester nie zuvor entdeckt hatte. Es war, als stünde ein ganz anderes Mädchen vor ihr, ein Mädchen, vor dem man sich besser in Acht nehmen sollte und welches man nicht wütend und vor Hass rasend erleben wollte. Beschwichtigend legte Makani ihrer kleinen Schwester die Hand auf das Schulterblatt und stützte sie, da sie von dem Fall noch etwas wackelig auf den Beinen war. Der Mann schien außerordentlich viel Kraft in den Beinen gehabt zu haben, was für die Rosahaarige durchaus ein Grund zur Sorge war. Sie hätte gerne den letzten Funken Leben aus seinen Augen erlöschen sehen, doch hatte sie nicht vor, hier im Zug zu kämpfen und sich und ihre Mitmenschen in Gefahr zu bringen. Sie hatte von Anfang an gewusst, dass dieser Mann keiner der netten Fahrgäste und Reisemenschen war, und sie wusste auch genauso gut, dass die Fahrt alles andere als entspannt werden würde. Die Eingebung kam ihr bereits 3 Sekunden, nachdem sie den Mann auch nur betrachtet hatte. Er strömte nahezu etwas Bedrohliches und angsteinflößendes aus, doch die Schwestern würden sie hier von nicht aus der Reserve locken lassen. Zumindest die größere der beiden nicht. Auch wenn sich in der Rosahaarigen ein riesiges Gefühl von unterdrückter Wut und Angriffslust wiederspiegelten, so zog sie es doch vor, die restliche Zugfahrt lieber Abstand von dieser Szenerie zu nehmen und angenehmerweise das Zugabteil zu wechseln. Sie nahm ihre Schwester an der Hand, kurz nachdem sie diese sagen hörte, dass der Mann sich doch lieber sofort verpissen sollte, da sie sonst ausrasten würde, und drückte sie sanft, um sie etwas zu beruhigen. „Ich will mich aber nicht verpissen!“, spuckte dieser jedoch auch schon direkt hervor und setzte an, aufzustehen, höchstwahrscheinlich um gleich beide Schwestern von den Füßen zu fegen und krumm und blau zu schlagen. Die Rosahaarige ließ es jedoch provisorisch gar nicht erst dazu kommen, weshalb sie ihre Schwester fester bei der Hand nahm und diese hinaus auf den Flur zog, sichtlich bemüht, durch das Ruckeln des Zuges nicht von den Beinen gehauen zu werden. Währenddessen zischte sie lediglich „Er wird nicht gehen, also mach dir gar nicht erst Hoffnungen. Es ist nicht mehr weit, und die nächsten Stationen stehen wir auch im Stehen durch, falls wir kein anderes, abschaumfreies Abteil finden sollten.“ Den letzten Teil des Satzes betonte sie gekonnt laut, sodass der Mann diesen noch klar und deutlich verstehen konnte und schließlich puterrot vor Wut wurde. Die Rounx konnte sich diesen kleinen, schnippischen und provokanten Kommentar einfach nicht verkneifen, weshalb sie ihre Schwester auch gleich schneller hinter sich, durch den Flug zog, damit sie in den Menschenmassen untergehen konnten und der Schwarzhaarige ihnen nicht so einfach folgen konnte. Makani seufzte. „Na hoffentlich muss dieses Arschloch nicht auch in Hargeon Town raus oder geht dort in den Zirkus“. Bei dem Gedanken wurde dem Mädchen unwohl im Magen und sie malte sich bereits aus, wie sie diesen Abschaum auch noch im stickigen Zirkuszelt ertragen mussten und ihn wohlmöglich noch wegen Diebstahls verfolgen mussten. Die Rounx hätte sich deutlich schöneres vorstellen konnte und schließlich bedachte sie ihre kleine Schwester mit einem sorgenvollen Blick auf ihre Beine und ihren Arm. „Hast du dir sehr wehgetan? Bist du verletzt?“, fragte sie diese schließlich, als sie an den unsanften, harten Aufprall auf dem Zugboden dachte. Gerne hätte sie ihrer Schwester einen kalten, nassen Lappen auf die roten Stellen gedrückt, um diese zu kühlen, doch dies war leider auf Reisen keine Option. Würde sie den Schwarzhaarigen Mistkerl noch einmal sehen, würde sie ihm zeigen, wie sehr der Sturm wüten konnte und er würde beten, dass sie Gnade mit ihm hatten. Niemand würde jemals wieder ihrer Schwester etwas antun, oder überhaupt jemanden, dem das Mädchen nahestand oder der unschuldig war. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, blickte sie Valyria in ihre roten Augen und nahm sie schließlich liebevoll in den Arm. Nichts würde die beiden mehr trennen.

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