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 Kazuya Taizu

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Kazuya
Sohn des Wassers
Kazuya

Anzahl der Beiträge : 221
Anmeldedatum : 23.09.14

Magierakte
Besondere Merkmale: Absolute Wässrigkeit

BeitragThema: Kazuya Taizu   Di 23 Sep 2014 - 18:54



Kazuya Taizu
Das Meer fragt nicht, wen es ertränkt, warum sollte ich das tun?


◊ ◊ Persönliches ◊ ◊

NACHNAME: Taizu
VORNAME: Kazuya
SPITZNAME: Mizu, Kazu
GEBURTSTAG: 22.3.
ALTER: 17 Jahre
GRÖSSE: 1,63 Meter
GEWICHT: 54 kg
HAARFARBE: Rosa
AUGENFARBE: Rosa
GESCHLECHT: Männlich
GILDE: Fairy Tail
GILDENZEICHEN: Sein hellblaues Gildenzeichen befindet sich in der Mitte seiner Brust.
GEBURTSORT: Hargeon
WOHNORT: Magnolia

ERSCHEINUNGSBILD: Um das Aussehen des Dragonslayers zu beschreiben, wäre es am einfachsten, den Begriff 'durchschnittlich' zu benutzen. Zwar kommt es Einem nicht so vor, als wäre dies die erstrebenswerteste Art auf andere zu wirken, aber selbst absolute Durchschnittlichkeit besitzt ihre Vorteile. So wird Kazuyas Anwesenheit gerne vergessen, kurz nachdem er aus dem Blickfeld verschwunden ist, da man sich ja schließlich nicht an jedes Allerweltsgesicht erinnern kann. Daraus ergeben sich einige Möglichkeiten, die der Dragonslayer besonders in der Zeit genutzt hat, kurz nachdem Levia ihn verlassen hatte. Damals hatte er sich des Öfteren sein Essen stehlen müssen und natürlich passte es da hervorragend, dass man ihn schnell wieder vergaß und nicht richtig beschreiben konnte. Dennoch gibt es Auffälligkeiten, die auch den sonst so absolut durchschnittlichen Kazuya markant und leicht zu beschreiben werden lassen. An seinem Gesicht selbst kann es nicht liegen, denn es wirkt absolut normal, durchschnittlich und auch ein wenig langweilig. Seine Nase ist gerade und symmetrisch und seine Augen haben den richtigen Abstand voneinander. Nur die ständige Gelassenheit, die sich in seinem Gesicht widerspiegelt, könnte als besonders auffällig angesehen werden, doch welcher normale Mensch achtet schon darauf? Wenn man zu den Augen des jungen Mannes etwas sagen sollte, wäre das erste, was Erwähnung finden würde, ihre Farbe. Sie sind klar und scheinen in einem Rosaton zu strahlen, der rein und unverfälscht ist, nur das abendliche Licht der Sonne ist in der Lage in ihnen rote Nuancen zu erzeugen Dass eine solche Augenfarbe ungewöhnlich ist, sollte eigentlich jedem bewusst sein, da Blau, Grau, Grün und Braun die vorherrschenden Augenfarben darstellen. Doch trotz dieser wirklich auffälligen Augen, die mit ihrer Reinheit und der ungewöhnlichen Farbe andere Augen verblassen lassen, schafft es Kazuya nicht einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dieser ungewöhnliche Farbton, der Kazuya Augen so herausstechen lässt, findet sich auch in seinen Haaren wieder, denn sie besitzen ebenfalls einen satten Rosaton, der zwar nicht so glänzt, wie die Farbe von Kazuyas Augen, aber dennoch kräftig und einzigartig ist. Daher besitzt Kazuya einen gewissen Stolz auf seine Haare, denn sie sind etwas, das man nicht überall findet und ihn somit zu etwas Besonderem macht. Dadurch wird seine Durchschnittlichkeit, die ihm einige Vorteile einbringt, leider stark geschwächt und falls es doch Beschreibungen von ihm gibt, sind meist auch schon seine Haare das erste Thema. Was seine Frisur angeht, die ja ebenfalls angesprochen werden muss, wenn seine Haare das Thema sind, lässt sich nur sagen, dass die Bezeichnung Frisur völlig fehl am Platz ist. Kazuyas Haare sind ungekämmt, stehen wild in alle möglichen Richtungen ab und es gibt nur wenige Situationen, in denen sie wirklich eine Bürste zu sehen bekommen. Um ehrlich zu sein benutzt Kazuya nur eine Bürste, wenn er gerade aus dem Wasser steigt und seine Haare noch pitschnass sind, da er es wirklich hasst, wenn seine Haare beim Trocknen diese kleinen Knoten bilden. Hat er nicht wunderbare Probleme, unser Dragonslayer? Ansonsten existieren keine weiteren, körperlichen Auffälligkeiten an dem jungen Mann, sein Körperbau kann bestenfalls als durchschnittlich bezeichnet werden und seine Größe ist auch nichts Besonderes, er ist weder sehr groß noch viel zu klein. Zwar besitzt er einige kräftige Muskeln, die vielleicht ein wenig hervor stehen, aber auf der anderen Seite lassen sich auch einige Fettpolster finden, die ihn zwar nicht dick aussehen lassen, aber seine Fitness deutlich herunterspielen.
Neben seinem Aussehen müssen auch einige Worte über die Kleidung des Dragonslayers fallen, denn obwohl er von einem Drachen aufgezogen wurde, besitzt der junge Mann genügend Schamgefühl, seine Blöße zu bedecken, wie es jeder andere Mensch auch tut. Dabei scheint er keinem besonderem Geschmack oder Stil zu folgen, Hauptsache die Kleidung ist bequem und gefällt ihm auf den ersten Blick. Daher ist es nicht ganz einfach zu erklären, welche Kleidung Kazuya oft trägt, aber einige seiner Lieblingsstücke können dennoch beschrieben werden. Das Allererste, was genannt werden müsste, wäre die rote Lieblingsjacke des Dragonslayers. Dabei ist es dem Dragonslayer egal, ob er gerade einen Auftrag ausführt oder nur spazieren geht, seine Jacke ist fast überall dabei. Er trägt sie wirklich sehr oft und auch gerne, da es ein Geschenk Levias an ihren Schüler war. Diese Jacke ist also nicht nur bequem und flauschig, sondern auch eine Erinnerung an seine alte Lehrmeisterin, was könnte diese Jacke noch besonderer machen? Höchstens die Tatsache, dass dies das einzige Kleidungsstück ist, das keine Probleme mit Wasser hat. Es perlt einfach vom Stoff der Jacke ab und sie saugt sich kein bisschen voll. Perfekt für den Wasserdragonslayer und höchstwahrscheinlich auch vom Wasserdrachen beabsichtigt. Neben dieser Jacke trägt Kazuya gerne lockere T-Shirts in allen möglichen Farben und einfache Jeans. Doch auch viele leichte Pullover finden ihren Weg in die Sammlung von Kleidungsstücken, die Kazuya sein Eigen nennt. Nur mit Schuhen hat der Dragonslayer so seine Probleme, da er nämlich nie welche trägt. Lieber läuft er barfuß durch die Gegend, ungeachtet, was sich auf dem Boden befindet, und nur bei wirklich wichtigen Anlässen zwängt er seine Füße in ein Paar Turnschuhe. Diese sehen noch fast neu aus, was daran liegen könnte, dass sie erst wenige Male aus ihrem Karton entfernt wurden und noch seltener an den Füßen des Dragonslayers waren.
Zusätzlich zu seiner normalen Kleidung hat der Dragonslayer an seiner Hose, beinahe wie Gürtel, mindestens zwei Trinkschläuche voller Wasser hängen, die er nicht nur als einfache Getränke nutzt, sondern auch, um im Kampf schnell seine Kräfte etwas aufzufrischen. Leider fassen die Schläuche nicht genügend Wasser, um sich unbegrenzt in einem Kampf zu erneuern, da Kazuya auch ohne Kämpfe einen sehr hohen Verschleiß an Wasser hat. In einen dieser Schläuche passt etwa ein Liter Wasser, was bedeutet, dass Kazuya mit nur zwei weiteren Litern ausgerüstet ist, was gerade einmal für einen schwachen Angriff ausreichen würde.

BESONDERE MERKMALE: Selbst an Kazuyas Körper existieren Dinge, die ihn von anderen unterscheidbar machen. Zum Einen wären da natürlich seine rosafarbenen Haare und auch seine ähnlich gefärbten Augen, denn schon alleine diese Farbe ist ungewöhnlich. Die Tatsache, dass er ein Junge ist, macht die Sache sogar noch merkwürdiger, da Rosa nicht wirklich zum Bild eines Mannes passt. Es ist zwar ein wenig sexistisch, der Farbe Rosa unbedingt Weiblichkeit zuzuordnen, doch kann Kazuya schlecht etwas gegen die landläufige Meinung der Menschen tun. Nicht, dass es ihn interessieren würde, was über ihn gedacht wird. Neben seinen Haaren ist ein weiteres besonderes Merkmal des jungen Dragonslayers die Narbe, die ihm wie ein großes Kreuz von den Schultern über die Brust an die Seiten der Hüfte verläuft. Dabei schneiden sich die beiden diagonalen Narben knapp unter der Brust des Jungen und berühren fast das Gildenzeichen, des Dragonslayers, welches sich in der Mitte seiner Brust befindet. Es hat einen Platz genau über dem Punkt, an dem sich die Narben schneiden, gefunden. Diese Narben erhielt er als Strafe von Levia, da sie sich darüber aufgeregt hat, wie scheinbar uninteressiert ihr junger Schüler die Lektionen über sich ergehen ließ. Neben dieser Narbe existieren noch zwei weitere Merkmale am Körper des Jungen, die ihn unterscheidbar machen. Es sind zwei Tätowierungen, die sich Kazuya stechen ließ, nachdem Levia ihn verlassen hatte. Das eine Tattoo stellt eine Lotusblume dar, die sich über den Rücken des Dragonslayers erstreckt. Dieses Tattoo soll symbolisieren, dass Kazuya über dem Wasser steht, wie es Lotusblüten tun, abhängig, aber nicht unter seinem Druck gefangen. Das andere Tattoo des Jungen befindet sich auf seinem linken Oberarm und stellt mehrere Wassertropfen dar, dazu braucht wohl nicht erwähnt werden, weshalb Kazuya gerade das Wasserthema favorisiert.


◊ ◊ Charakter ◊ ◊

BENEHMEN: Das Benehmen des jungen Dragonslayers wirkt irgendwie unausgegoren, denn er hat kein festes Muster, nach dem er vorgeht, was ihn für andere sehr unberechenbar macht. Die Schuld daran trägt Levia, die ihre Persönlichkeit ihrem Element, dem Wasser, verdankt. Mal ist sie ruhig und friedlich und in anderen Momenten scheint sie wie ein Tsunami herausbrechen zu können. Natürlich musste die Drachin diesen Teil ihrer Persönlichkeit auch ihrem Schüler anerziehen. Genau wie seine Lehrerin, ist auch Kazuya meist ein sehr ruhiger Zeitgenosse, vielleicht etwas zu arrogant und genervt von seinem Umfeld, aber alles in allem still und friedlich. Doch ohne Vorwarnung kommen Momente, in denen der Dragonslayer geradezu wild und unberechenbar wird. Ihm selbst ist es eigentlich nicht einmal bewusst, dass er vielleicht merkwürdig handeln könnte, es ist eben seine Erziehung für fast zehn Jahre gewesen, daher ist es für ihn selbstverständlich so zu handeln.
Wie bereits erwähnt ist Kazuya ein Stückchen arroganter als andere Menschen, er sieht sich und auch die anderen Dragonslayer als etwas besseres, da die mächtigen Drachen sich ihrer angenommen hatten und ihnen ihre Magie beigebracht haben. Dennoch ist er in seinem Inneren ein netter und freundlicher Kerl, der wenigstens versucht mit den anderen auszukommen,auch wenn es nur ein kleines bisschen ist. Normalerweise halten sich bei Kazuya Arroganz und Freundlichkeit die Waage, doch gibt es immer mal wieder Ausrutscher, die ihn eben diese Balance verlieren lassen. Einige solcher Ausrutscher sind Situationen, in denen er fehlendes Interesse oder seine Langeweile ganz offen zeigt. Es macht ihm nichts aus, wenn andere mitbekommen, dass er sich langweilt, er will es sogar so, weil es dann auch das Problem der anderen ist und sie sich eine Lösung ausdenken sollten. Viele Dinge, die für ihn problematisch sind, sieht er als Aufgaben der anderen, zwar kommandiert er andere nicht unbedingt herum, aber es kann schon sein, dass er es einfach so annimmt und dann niemand etwas tut. Dennoch ist er ein netter Junge, selbst wenn er nur höflich ist, wenn es um seinen eigenen Vorteil geht, doch wie soll er sich schon gegen seine eigene Erziehung behaupten. Die meisten seiner Handlungen haben wirklich nur den eigenen Vorteil im Sinn, Kazuya hilft Menschen auch nur dann, wenn er auch etwas von ihnen erwarten kann. Dabei geht es nicht um Geld, davon braucht er nicht mehr als nötig, was er sich eher vorstellt sind Hilfen oder Gefallen in schlechteren Zeiten oder Unterstützung bei einer Quest. Eigentlich ganz alltägliche Dinge, doch wenn sie dem Dragonslayer das Leben einfacher machen, sind sie es für ihn eindeutig wert. Das hat einfach nur den Grund, dass Kazuya recht faul ist und Arbeit wirklich gerne auf andere abwälzt. Zwar gibt es Aufgaben, die er selbst erledigt, das aber auch nur, weil er sonst nicht den Lohn dafür einstreichen könnte. Selbst dabei geht es ihm aber meist nicht um Geld, sondern um Erfahrungen oder Informationen, die er nutzen möchte, um mehr über Magie zu lernen oder um Levia zu finden. Falls er wirklich mal eine Aufgabe anpackt, nörgelt Kazuya gerne über diese und nervt damit wirklich alles und jeden wenn es sein muss, zwar hilft es nicht, wenn er seinem Ärger so Luft macht, aber immerhin zeigt er so seine wahren Gefühle. Darin scheint Kazuya nämlich kein Meister zu sein, seine Gefühle sind recht schwer zu deuten, wenig Mimik und Gestik, die etwas verraten könnten, tun den Rest für diesen Eindruck. Dabei tut er es nicht einmal absichtlich, er kann einfach nicht gut ausdrücken und zeigen, was er fühlt.
Eine letzte Auffälligkeit im Benehmen des jungen Dragonslayers ist die Tatsache, dass er scheinbar immer und überall Durst hat. Nicht nur die Trinkschläuche, die an der Hose des Magiers hängen, weisen darauf hin, denn er sucht sich bei jeder Möglichkeit irgendeine Gelegenheit etwas zu trinken. Immerhin ist er als Wasserdragonslayer abhängiger von dem nassen Element als jeder andere Mensch. Wenn er einen See, das Meer, einen Fluss oder auch nur einen Wasserspender erblickt, scheint er geradezu magisch von ihnen angezogen zu werden. Trotzdem hat er genügend Selbstachtung und Willenskraft, um nicht zum Beispiel aus einer Pfütze zu trinken oder in der Toilettenschüssel zu hängen. Doch steckt er gerne seinen Kopf in Flüsse oder Seen, einfach um sich zu erfrischen und vielleicht seine Kräfte aufzufüllen. So stark ist seine Willenskraft nämlich nicht, dass er sich gegen gewisse Wassermassen wehren könnte. Dabei ist egal, ob es sich um Süß- oder Salzwasser handelt, solange der Großteil aus H2O besteht, ist es für Kazuya genießbar. Dies wäre ein weiterer Vorteil seiner Existenz als Dragonslayer, denn Salzwasser kann ihn nicht austrocknen.

PERSÖNLICHKEIT: Die Persönlichkeit Kazuyas ist eigentlich recht einfach zu erahnen, denn immerhin benimmt er sich fast genau so, wie er auch in seinem Inneren ist. Warum sollte er einen Teil seines Wesens verstecken? Immerhin ist sein Benehmen etwas, das ihn als Person ausmacht. Zum Beispiel die Arroganz, die Kazuya ab und an an den Tag legt, ist vollkommen ehrlich und kein bisschen gekünstelt, er hält sich für besser und zeigt es auch. Dies bezieht er aber nicht nur auf sich, sondern auch auf die anderen Dragonslayer. Das liegt daran, dass er sich und die anderen Dragonslayer für etwas Besseres hält, da sie von Drachen auserwählt wurden und eine Ausbildung bei ihnen genießen durften. Dabei verdrängt er gekonnt die Tatsache, dass Levia auch an vielen Tagen unausstehlich sein konnte und ihr Training hart, unbarmherzig und launenbasiert durchzog. Trotzdem sieht er sich als höher gestellt, als die anderen Menschen, die Magie nur von anderen Menschen gelehrt bekommen haben, ganz zu schweigen von den Menschen, die überhaupt gar keine Magie nutzen können.
Im allgemeinen lassen sich zwei Dinge nennen, die wirklich Kazuyas Interesse wecken und auch einen gewissen Beitrag zu seiner Arroganz leisten. Magier und Drachen. Sein Ziel ist es wirklich alles über Magie zu lernen und das funktioniert nur, indem er viel studiert und eine Menge Magier in Aktion sieht. Zwar ist diese Aufgabe mehr als das, was man in nur einem Menschenleben bewältigen kann, doch stellt dies auch einen Ansporn für den jungen Mann dar. Die Sache mit den Drachen gestaltet sich als weitaus schwieriger, da die meisten Dragonslayer von ihren Drachen verlassen wurden, ohne einen genauen Anhaltspunkt zu haben. Viele sind nun auf der Suche nach ihren Lehrmeistern, genau wie auch Kazuya. Zwar hat der Dragonslayer vor alles über Magie zu lernen, doch gibt es eine Art von Magie, die ihm dennoch nicht passt und auch nicht interessiert. Wassermagie. Für sein Verständnis des Wassers ist es glatt so etwas wie Vergewaltigung, wenn ein solcher Magier stümperhaft mit diesem wunderschönen Element herumfuchtelt. Es nervt ihn wirklich, wenn jemand das Wasser plump kontrolliert und meint, dass er zu einem großen Magier werden könne. Am liebsten würde er solchen Leuten einen Schlag verpassen, der sie ins nächste Krankenhaus befördert oder sogar auf den nächsten Friedhof. Doch natürlich ist Mord keine Lösung. Ungeachtet dessen nutzt Kazuya trotzdem gerne Ausdrücke wie, „Ich töte diese Wassermagier!“ und dabei interessiert es ihn wenig, ob ihn jemand dabei hört und schief ansieht. Was andere denken, ist für den Dragonslayer ungefähr genau so wichtig, wie ein einzelner Grashalm, also fast nichts. Aber nicht nur das Interesse an der Meinung Anderer lässt oft schnell nach, sondern auch sein Interesse an einigen Tätigkeiten schwindet recht schnell. Bei fast jeder Tätigkeit verliert Kazuya das Interesse innerhalb kürzester Zeit, manchmal muss er sogar nur wenige Minuten etwas tun und schon ist er tierisch gelangweilt. In solchen Situationen nörgelt er gerne an allem herum, was aber eigentlich nur Ausdruck seiner schlechten Konzentrationsfähigkeit ist.
Eigentlich kann nur wenig die Aufmerksamkeit des Dragonslayers länger als ein paar Minuten halten, ein paar wenige Tätigkeiten davon langweilen den Dragonslayer jedoch nie. Das Lesen von Büchern, zum Beispiel, ist eine solche Tätigkeit, die er oft stundenlang ausüben kann, ohne auch nur den Hauch von schlechter Laune zu spüren. Zwar ist er dadurch nicht gleich intellektuell, aber immerhin stellt es ihn ruhig und er freut sich darüber. Besonders freut sich Kazuya darüber, wenn er Bücher über Magie lesen kann, denn für ihn ist jedes Fünkchen Wissen über die Magie wertvoll und interessant. Etwas anderes, was Kazuya stundenlang beschäftigen kann, wäre das Schwimmen, denn als Wasserdragonslayer hat er eine gewisse Freude an seinem Element und was passt da besser als zu schwimmen oder zu tauchen, um sich dem Wasser nahe zu fühlen. Doch halt, ist Kazuya nicht eigentlich recht faul und würde eine sportliche Tätigkeit nicht einmal für kurze Zeit ausüben? Das ist schon richtig, doch als Wasserdragonslayer hat er eine gewisse Verpflichtung seinem Element gegenüber und seine Erziehung durch Levia tut den Rest für seine Freude am Schwimmen. Zwar ist er dennoch kein Fan von Krafttraining oder anderen Sportarten, doch schwimmen und tauchen liebt er wirklich innig. Wenn er jedoch mal nicht schwimmt, gibt sich Kazuya wirklich gerne seiner Faulheit hin. Oft liegt er einfach im Schatten von Bäumen oder am Strand und liest ein oder zwei Bücher. Ein kühler Drink und vielleicht der eine oder andere Ausflug ins Wasser würden dies noch abrunden und für den Wasserdragonslayer zu einem perfekten Tag machen.

VORLIEBEN: Wie jeder andere Mensch, sogar jedes andere Geschöpf, hat auch Kazuya gewisse Vorlieben, die ihm Freude bereiten und ausmachen, seien es Umgebungen, Tätigkeiten, Zeitpunkte oder Gefühle. Auch sein Dasein als Dragonslayer, seiner Meinung nach besondere erwählte Menschen, kann daran nichts ändern. Warum auch, selbst seine Ziehmutter Levia besaß gewisse Vorlieben, von denen sie einige ihrem Schüler näher gebracht hat. Eine dieser weitergegebenen Vorlieben, die aber schon von Kindesbeinen an in geringem Maße vorhanden war, wäre das Meer. Es ist nicht so, dass Kazuya nur durch seine Ausbildung zum Dragonslayer des Wassers ein Interesse am Meer gewonnen hätte, dieses Interesse wurde dadurch nur gesteigert, eigentlich besaß er sogar schon sein gesamtes Leben über eine Affinität zu dem Wasserelement. Möglicherweise war dies einer der Gründe, weshalb Levia ihn aufnahm und zum Dragonslayer dieses Elementes ausbildete. Seine natürliche Affinität zeigt sich zum Beispiel darin, dass er gerne an den Strand gegangen ist oder den Hafen besucht hat, selbst als er gerade erst das Laufen gelernt hatte. Zwar liebte er den Strand und das Meer noch nicht so innig, wie er es nun tut, nachdem er gemeinsam mit Levia über die Meere gereist ist, aber schon damals zeigte sich seine Freude am Wasser. Besonders gerne geht Kazuya schwimmen, denn so ist er seinem Element am nächsten und kann sich ganz in ihm verlieren. Solche Momente braucht jeder einmal, einfach um den Geist zu beruhigen und den Alltag etwas zu vergessen. Doch für den Wasserdragonslayer ist es sogar recht einfach sich im Wasser zu verlieren und seine Stärke und gleichzeitige Ruhe zu spüren, es könnte mit einer Art Meditation verglichen werden. Dieses Gefühl steigert Kazuya indem er taucht und für ihn gibt es einfach nichts Schöneres und Beruhigendes.
Als eine weitere Vorliebe Kazuyas ließe sich seine Lesewut einordnen, denn er hat ständig ein oder zwei Bücher bei sich und sammelt die Dinger scheinbar überall in seiner kleinen Wohnung. Dabei ist es nicht nur egal, welcher Autor oder welches Genre diese Bücher haben, es ist sogar egal, wie dick sie sind – für Viele ein entscheidendes Kriterium, da es eine Menge Menschen gibt, die nicht mehr als tausend Seiten lesen wollen und solche Bücher nie anrühren. Für den jungen Dragonslayer ist es unverständlich, dass jemand nicht lesen will, denn er könnte mit genügend Büchern tagelang nur lesen – Essen mal außen vor gelassen – und würde sich nicht langweilen. Besonders Bücher über Magie und Drachen haben es ihm angetan, denn sie passen genau zu dem, was sich Kazuya wünscht. Immerhin hat er sich zum Ziel gesetzt alles über Magie zu lernen und Levia wieder zu finden, zwei Ziele, die er seiner Meinung nach nur mit der Hilfe von Wissen erreichen kann.
Levia wiederzusehen besitzt für Kazuya einen wirklich hohen Stellenwert, daher würde er so gut wie alles tun, um dieses Ziel zu erreichen, möglicherweise würde er sogar über Leichen gehen. Bevor er zu Fairy Tail kam, hatte der junge Mann schon große Teile Fiores nach Hinweisen auf ihren Aufenthaltsort abgesucht, doch da Levia, anders als die anderen Drachen, noch nie einen Dragonslayer ausgebildet hatte, gab es über sie keine Aufzeichnungen. Selbst nach seinem Beitritt bei Fairy Tail gab er dieses Bemühen nicht auf, warum auch? Eine Magiergilde war eigentlich der perfekte Ort für Kazuya, um Informationen zu sammeln und mehr über Levia, aber auch die anderen Dragonslayer und ihre Zieheltern herauszufinden. Dieser Wissensdurst ist für den Dragonslayer etwas Wunderbares und hat ihm auch über die Einsamkeit hinweggeholfen, die er empfunden hatte, nachdem Levia ihn einfach an einen Strand getragen und dort zurückgelassen hatte. Er hat dadurch eine Aufgabe und ein Hobby.
Ein Hobby, über das Levia bestimmt nicht erfreut wäre, wären die Prügeleien, in die sich Kazuya gerne ziehen lässt. Diese Freude an Keilereien hat ihn auch dazu bewogen, sich Fairy Tail als Gilde auszuwählen und nicht Blue Pegasus, trotz des immensen Wissens über Drachen, das dort verborgen liegt. Dass er sich gerne prügelt hat eigentlich einen recht einfachen und banalen Grund. Nur kurze Zeit, nachdem seine Lehrmeisterin ihn ausgesetzt hatte, kam Kazuya in ein Dorf und konnte dort für ein paar Tage unterkommen. Eines Tages zeigte ein Kind seiner Mutter eine Eidechse und sagte: „Guck mal, ein Drache!“ Da Kazuya seine Lehrerin aber so sehr liebte und es nicht aushielt, wie die großen und majestätischen Drachen mit kleinen Eidechsen verglichen wurden, verprügelte er das Kind vor den Augen seiner Mutter und verließ darauf hin den Ort. Dies war jedoch noch nicht der Auslöser für Kazuyas Freude an Prügeleien. Der wirkliche Auslöser waren die drei Männer, die ihm hinterher rannten, um ihn zur Verantwortung zu ziehen. Eine wüste Schlägerei entwickelte sich und irgendwie schaffte der Junge es, sich heraus zu winden, doch hatte er mitten im Getümmel gemerkt, wie spaßig so etwas sein konnte.
Zwei der letzten Vorlieben des Dragonslayers wirken gegen die schon genannten klein und unbedeutend, doch machen auch sie einen Teil von Kazuyas Persönlichkeit aus. Zum Einen mag Kazuya den Frühling, was besonders daran liegt, dass es recht häufig regnet und die Schneeschmelze einsetzt. Für den Wasserdragonslayer ist es sehr schlimm, wenn Wasser gefroren und somit für ihn nicht nutzbar ist. Seine letzte Vorliebe hat entfernt etwas mit seinen Fähigkeiten zu tun, obwohl die Verbindung meist nur auf den zweiten Blick klar wird. Denn Kazuya liebt Suppen jeglicher Art, sie stellen auch einen Großteil seiner Ernährung dar. Der Grund hierfür ist recht einfach, denn immerhin bestehen Suppen zum größten Teil aus Wasser und sind daher ideale Wasserquellen durch die Nahrung für den Wasserdragonslayer. Man muss immer praktisch denken.
Seit neuestem hat Kazuya auch eine Vorliebe für Musik entwickelt, da sich die Töne, die aus seinen neuen Kopfhörer, die natürlich völlig wasserdicht und auch sehr druckbeständig sind, kommen, im Wasser schneller und klarer verbreiten und mit der Umgebung zu einer großartigen Symphonie verschmelzen. Zwar kann der Junge nur maximal eine Viertelstunde der Musik auf seine ganz besondere Weise lauschen, aber selbst wenn er auf dem Trockenen ist, genießt er die Töne, die aus den Kopfhörern dringen. Nicht zuletzt, weil sie eine gute Möglichkeit bieten das Gelaber der anderen Leute nicht anhören zu müssen.

ABNEIGUNGEN: So wie Kazuya gewisse Vorlieben besitzt, so hat er auch Dinge, die er gar nicht mag oder sogar hasst. Bei ihm ist nicht einmal ein roter Faden innerhalb seiner Abneigungen zu erkennen, sie sind so vielseitig, wie vielfältig. Eine seiner am häufigsten zu sehenden Abneigungen wäre seine ablehnende Haltung Bargeld gegenüber. Für den Dragonslayer ist es fast schon eine Qual Geld zu besitzen, wenn es nicht wirklich zum Leben notwendig ist, denn jeder einzige Jewel erinnert ihn an seinen Vater, der sich nicht einmal um seinen eigenen Sohn bemühte. Es schmerzt Kazuya immer, wenn er mit Geld hantiert, da er sich an die drei Jahre der Vernachlässigung erinnert und merkt, dass er kein glückliches Schicksal gehabt hätte, wäre Levia nicht plötzlich aufgetaucht. Doch da Geld in der heutigen Welt leider unabdingbar geworden ist, muss sich Kazuya im Klaren darüber sein, dass man auch selbst etwas Geld besitzen muss, doch mehr als für die Miete und seine alltäglichen Ausgaben verdient der Dragonslayer nicht und will es auch nicht verdienen.
Eine andere Abneigung gegen eine der Errungenschaften des Fortschritts wäre die Ablehnung Kazuyas mit Zügen zu fahren, das macht nicht nur das Reisen langwieriger, nein, auch verkompliziert er dadurch des Öfteren eine Quest, da er sich strikt weigert einzusteigen und lieber nebenher laufen würde, was ja nicht möglich ist. Diese Ablehnung hat eigentlich keinen tieferen Sinn, doch beharrt Kazuya auf seinem Standpunkt, dass er nie einen Zug betreten würde, da es einfach falsch ist. Eine einfache Argumentation, die von fast jedem zunichte gemacht werden kann, doch bei diesem Punkt hört der Dragonslayer nicht einmal auf das logischste Argument. Aber halt, es gibt genau eine Ausnahme von Kazuyas Regel und diese Ausnahme tritt nur in Kraft, wenn er einer noch schlimmeren Abneigung begegnet, nämlich einer Wüste.
Sollte dem Dragonslayer eine Wüste im Weg stehen, wirft er seine Prinzipien, dass er nie in Züge einsteigen würde, über Bord und sucht sich schnellstmöglich den nächsten Bahnhof. Der Grund dafür ist einfach, sobald sich der junge Dragonslayer zu viel Hitze aussetzt, wird er schlapp und sein schon in normalem Zustand enormer Durst steigt ins Unermessliche. Daher würde er dann sogar lieber in einem klimatisierten Zug mit kühlen Getränken reisen, als es zu Fuß zu versuchen. Dieses kleine Hitzeproblem tritt bei Kazuya aber nicht nur in Wüsten auf, sondern auch in Sommern, die heißer als der Durchschnitt sind. Sollte es wirklich einmal so heiß sein, würde man ihn selten woanders sehen, als am Pool der Gilde oder direkt am Meer, welches direkt hinter der Gilde liegt, immerhin muss er seinen Wasserhaushalt immer im Gleichgewicht halten.
Auch die nächste Abneigung Kazuyas hat mit seinem geliebten Element Wasser zu tun. Sie betrifft Magier, die sich diesen Elements bedienen, denn für den Wasserdragonslayer gibt es nichts schlimmeres, als diese Stümper, die meinen, dass sie mit dem Element, welches dem Dragonslayer so sehr am Herzen liegt, machen dürfen, was sie wollen. Dabei kommt es dem Dragonslayer vor wie Vergewaltigung dieses starken und majestätischen Elements, wenn er beobachten muss, wie einer dieser Magier versucht, dem Wasser seinen Willen aufzuzwingen. Sie scheinen einfach nicht zu verstehen, wie man den Strom des Wassers manipuliert und seine Kraft umleitet und nicht blockiert. Wäre es nicht so grausam dem Element gegenüber, welches Kazuya so sehr liebt, würde er jedes Mal lachen, wenn einer dieser Magier versucht wirklich mit dem Wasser umzugehen.
Doch haben nicht alle Abneigungen Kazuyas etwas mit Wasser zu tun, obwohl es noch Eine gibt, die sich teilweise darauf bezieht. Es ist eigentlich recht banal, doch verabscheut Kazuya scharfe Speisen, da das Brennen jedes Mal schlimmer wird, wenn er Wasser zu sich nimmt und das passiert ja nicht selten bei dem Dragonslayer des Wassers.
Um zu den Abneigungen zu gelangen, die nichts mit Wasser zu tun haben, sollte man zuerst einen kleinen Abstecher zu Kazuyas Familie machen, denn um ehrlich zu sein, größer könnte sein Hass kaum sein. Sie haben ihn nicht nur extrem vernachlässigt und allein gelassen, es schien sie nicht einmal zu kümmern, dass ihr einziger Sohn spurlos verschwand. Und die kurze Zeit, an die der nun junge Mann sich erinnert, bestand nur aus Ablehnung und Einsamkeit, die keiner der Diener vertreiben konnte. Kazuyas Hass reicht sogar so weit, dass er seinen Eltern den Tod wünschen würde. Hart, aber seiner Meinung nach durchaus berechtigt und legitim. Zwar hat er selbst nicht vor sich die Hände schmutzig zu machen, sie wären es ihm einfach nicht wert, und ein Verbrechen zu begehen, doch hätte er nichts dagegen, wenn jemand anders dies erledigen würde.
Die nächsten beiden Abneigungen Kazuyas beziehen sich auf Menschengruppen, die ihm gegen den Strich gehen, dabei geht es ihm keinesfalls um Religion, Hautfarbe oder Berufe, sondern einfach nur um die spezielle Denkweise. Zum Einen wären hier die Menschen zu nennen, die Drachen mit Echsen, ihr habt richtig gelesen, Echsen gleichsetzten. Ein schlechter Witz, mehr kann dies doch nicht sein. Was sollen diese mickrigen kleinen Lurche mit den majestätischen Drachen gemeinsam haben, außer den Schuppen natürlich. Leider versteht Kazuya keinen Spaß, wenn es um Levia und ihre majestätischen Artgenossen geht, das musste auch schon ein kleines Kind am eigenen Leib erfahren. Auch andere Beleidigungen gegenüber Drachen kann und will Kazuya nicht hinnehmen und er lässt es die Leute spüren, wenn sie die Drachen beleidigen sollten. Die andere Gruppe Menschen, die Kazuya nicht mag, da sie ihm zu wenig differenzieren und die Welt zu einfach sehen, sind manichäistische Menschen. Falls nicht klar sein sollte, was manichäistische Menschen sind, sollte wohl eine kurze Erläuterung folgen. Solche Menschen teilen die Welt in nur zwei Lager, in Gut und Böse, sie machen keine Abstufungen und sehen nur schwarz und weiß, wenn jemand etwas Böses tut, ist er für sie böse und kann daher nicht gut sein, egal wie viel Gutes er im Anschluss tut. Dass diese Sichtweise völlig überholt ist, hindert dennoch kaum Menschen daran die Welt so stark zu vereinfachen. Für Kazuya sind diese Menschen nur auf der Suche nach Schlechtem, das sie ihm oder auch anderen Leuten anhängen können, damit sie alle in ihre kleinen Schubladen einordnen können. Er selbst sieht sich nämlich in einer gesunden Grauzone, die von so denkenden Menschen niemals anerkannt werden könnte. Soweit wäre es das zu den Abneigungen, die Kazuya zu eigen sind.

STÄRKEN: Auch ein teilweise verkorkstes Wesen wie Kazuya besitzt einige charakterliche, aber auch körperliche Stärken, die hervorgehoben werden sollten. Selbst wenn ihre Zahl nicht sehr hoch zu sein scheint, sind sie es wert erwähnt und niedergeschrieben zu werden. Seine erste Stärke, die auch recht deutlich ausgeprägt ist, ist sein starkes Bedürfnis ein selbst gesetztes Ziel zu erreichen. Sobald er eine Aufgabe gefunden hat, kann fast nichts den Dragonslayer davon abhalten diese Aufgabe auch zu beenden, denn er weiß, was er will und er lässt es nicht los, bevor er es nicht erreicht hat. Dass eine solche Haltung auch Probleme heraufbeschwören und es manchmal besser sein kann, klein bei zu geben, verdrängt Kazuya gekonnt und ständig. Für ihn zählt nur, dass er seinen Weg genau kennt und ihn auch genau so, wie er ihn sieht, gehen will. Ermöglicht wird es ihm auch durch seinen recht starken Willen, das hat hier nichts mit der Willenskraft zu tun, die die Kontrolle über Zauber ermöglicht, sondern eher mit der Tatsache, dass er nur wirklich selten einen Rückzieher machen würde und sogar bei so etwas Banalem wie einem Starrwettbewerb sein Bestes geben würde. Höchstwahrscheinlich würde er diesen Wettbewerb sogar noch gewinnen. Sein starker Wille führt auch zu einer weiteren Stärke, die auch bei seiner Arbeit als Magier eine große Hilfe darstellen kann. Für Kazuyas Selbstverständnis ist es logisch, dass er jede Aufgabe, die ihm gestellt wird und jede Quest, auf die er geht, wirklich beendet. Leider leidet darunter manchmal die Aufgabe selbst, denn er ist faul und steht sich somit selbst im Weg. Zwar erledigt er wirklich jeden Auftrag, solange es ihm möglich ist, doch ob die Ergebnisse wirklich überragend sind, lässt sich bezweifeln. Mehr als das nötigste ist bei Kazuya meist nicht drin.
Eine andere von Kazuyas Stärken ist sein enormer Wissensdurst, der ihn dazu antreibt, immer wieder Informationen zu sammeln. Dieser Teil von ihm stellt auch einen Vorteil auf Missionen dar, denn er hat sicherlich irgendwann, irgendwo mal etwas über fast jeden Ort Fiores gehört und kann dazu etwas sagen. Auch ist er dadurch in der Lage schneller Informationen aus Gesprächen herauszufiltern, immerhin ist er geübter darin als andere. Obwohl er ein nicht unbeträchtliches Wissen angesammelt hat und eine enorme Büchersammlung daheim besitzt, heißt das nicht, dass Kazuya sehr intelligent wäre oder etwas in der Richtung, denn das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Er besitzt zwar viele Informationen, doch Wissen hat er dadurch noch lange nicht erlangt, von seiner Intelligenz her, sollte man ihn im guten Mittelfeld der Magier einen Platz reservieren. Daher sollte man ihn allerhöchstens durchschnittlich intelligent nennen, er ist nicht zu dumm, aber auch kein Genie.
Nun kommen wir zu Kazuyas logischster Stärke, die nur durch seine Ausbildung wirklich zu einer geworden ist, das Wasser. Wieso sollte das Wasser für ihn, den Dragonslayer des Wassers, keine Stärke darstellen? Immerhin ist ein Großteil der Welt mit diesem Element bedeckt und selbst jedes lebende Wesen hat eine gewisse Menge an Flüssigkeit in sich. Zwar ist er nicht in der Lage dieses Wasser zu manipulieren, doch das Argument sollte klar werden. Es gibt überall eine Möglichkeit an Wasser zu kommen und daher hat der Wasserdragonslayer fast an jedem Ort die Möglichkeit, seine Fähigkeiten wieder aufzufrischen. Doch nicht nur das Auffrischen seiner Kräfte mit Wasser machen dieses Element zu seiner Stärke, durch seine Ausbildung bei Levia hat der junge Mann auch gelernt, es meisterlich zu manipulieren und das ist seine wahre Stärke in Bezug auf dieses Element. Seine Fähigkeiten mit Wasser sind denen von Wassermagiern im Allgemeinen nicht unbedingt überlegen, aber er könnte jeden Wassermagier besiegen, der sich auf etwa dem gleichen Level wie er befindet, da er den Vorteil besitzt die Waffe des anderen zu verschlingen. Doch sind seine Stärken in Bezug auf Wasser nicht nur auf die Magie beschränkt. Selbst ohne magische Unterstützung ist er ein großartiger Schwimmer und Taucher, der gut und gerne locker fünf Minuten tauchen kann, ohne hektisch nach der Oberfläche suchen zu müssen. Leider kann auch Kazuya die Luft nicht unbegrenzt anhalten und selbst mit magischer Unterstützung wäre es ihm nicht möglich extrem lange zu tauchen. Genau das macht ihn aber wütend, denn nur Unterwasser spürt er diese besondere Verbindung, die er auch bei Levia gespürt hatte und für ihn ist es eine Art Hinweis auf die große Drachendame.

SCHWÄCHEN: Wo es Stärken gibt, gibt es natürlich auch Schwächen, das ist nur normal und völlig in Ordnung, denn niemand ist perfekt. Der Dragonslayer jedenfalls würde dieses Prädikat nicht für sich verwenden, denn er weiß um einige seiner Schwächen, obwohl einige ihn auch überraschen würden. Persönlich würde er sich vielleicht als besser bezeichnen, aber niemals als perfekt. Dennoch haben wir schon die erste Schwäche des Dragonslayers tangiert, denn ihm haftet eine gewisse Arroganz an, die durch seine Ausbildung zum Dragonslayer entstanden ist. Dadurch, dass Levia ihn für würdig befunden und aufgenommen hat, keimte nämlich in Kazuya das Bild, dass er etwas Besonderes sein musste. Da er weiß, dass seine Lehrmeisterin schon mehrere Ertrinkende gesehen und diese nicht gerettet hatte. Leider hat eben dieses Wissen dazu geführt, dass Kazuya sich und anderen Dragonslayern eine gesellschaftlich höhere Position einräumt und auf normale Menschen herabblickt. Dass dies eindeutig Probleme nach sich ziehen kann, wenn Kazuya anderen Leuten, besonders wirklich höher gestellten, den nötigen Respekt verwehrt, nur weil sei keine Dragonslayer, nicht einmal Magier sind, ist ihm nicht bewusst. Es ist für ihn gar nicht möglich zu erfassen, dass normale Menschen höher gestellt sein könnten, da es seinem Weltbild widerspricht. Oft zeigt er diesen fehlenden Respekt auch in einer deutlichen Geste der Langeweile, denn wenn ihn jemand wirklich langweilt, zeigt er es auch demjenigen, ganz egal, ob er ein wichtiger Politiker oder ein abgewrackter Penner ist. Dies bezieht sich aber nicht nur auf Menschen, denn auch Tätigkeiten, an denen Kazuya kein Interesse hat, werden von ihm einfach zur Seite geschoben und liegen gelassen. Zwar würde er zum Beispiel eine Quest noch beenden, egal wie unmotiviert er wäre, aber er würde sicherlich nicht mehr machen, als gefordert wurde. Eher schlecht als recht, so lautet sein Motto in solchen Situationen. Wenn er wirklich in den Zustand akuter Langeweile gerät, kann es schon mal passieren, dass er sich einfach ins Gras, auf den Fußboden oder in den nächsten Fluss setzt und gar nichts mehr tut. Dieses Verhalten ist weder sehr sozial, noch produktiv, doch wenn jemand an dem Dragonslayer herum meckert kann dieser recht ungemütlich werden. In solche Fällen bekommt man es dann mit der Prügellust oder der großen Klappe des Dragonslayers zu tun, wobei es nicht leicht zu bestimmen ist, was nun die schlimmere Variante wäre. Während die Freude an der Prügelei für körperliche Schmerzen sorgt, ist das Schandmaul des Dragonslayers um einiges ausgiebiger und nervtötender, selbst wenn die einzelnen Aussagen oft gar nicht so schrecklich sind. Das besonders Schlimme an Kazuyas großer Klappe ist eigentlich die Ausdauer, die er beim Nörgeln und Beleidigen an den Tag legt, während normale Menschen aufhören, wenn das Ziel aus dem Blickfeld verschwunden ist oder grob eine halbe Stunde vergangen ist, macht Kazuya munter weiter und kann sogar noch Stunden weiter nörgeln.
Eine weitere Schwäche, die Kazuya sein Eigen nennt, wäre seine Neugier. Obwohl Kazuya ständig das Interesse an allen möglichen Leuten oder Tätigkeiten verliert, besitzt er einen großen Wissensdurst, der es ihm ermöglicht sich ständig neu für das Lesen zu begeistern und es nicht einfach nach fünf Minuten liegen zu lassen. Grund hierfür ist seine Neugier, die sich besonders auf Magie und Informationen über Drachen bezieht. In jeder freien Minute versucht er herauszufinden, wo sich Levia aufhält oder er sammelt Hinweise auf einen anderen Drachen, denn treffen möchte er sie alle. Leider verliert er hierbei alles andere aus den Augen, er vergisst die Menschen um sich herum und sogar zu Essen ist ihm manchmal schon entfallen. Einmal hat er sogar vergessen, dass er keine scharfen Speisen essen kann und hatte sich geistesabwesend einen Löffel Chili in den Mund gesteckt, was ebenfalls eine seiner Schwächen ist, denn wenn er etwas scharfes isst, brennt es in seinem Mund. Ist ja auch normal. Doch da er als Wasserdragonslayer oft und viel trinkt ist es ein entscheidender Nachteil, denn Trinken verschlimmert dieses Brennen noch und vervielfacht es. Hinzu kommt, dass Kazuya selbst dann nichts Scharfes vertragen würde, wenn er kein Dragonslayer geworden wäre, sondern daheim bei seinen nie anwesenden Eltern aufgewachsen wäre. Selbst als er noch in Hargeon gelebt hat, vertrug er nur mild gewürzte Speisen und verschmähte instinktiv alles Schärfere.
Neben den bisher genannten Schwächen besitzt Kazuya noch zwei weitere, nämlich einmal seine Probleme mit Höhen und einmal die Nachteile, die er bei großer Hitze, wie in Wüsten oder im Sommer hat. Beginnen wir doch mit den Höhen, es ist nicht so, dass Kazuya Höhenangst hätte, wenn es darum geht, könnte er auf die höchsten Berge steigen und er hätte dennoch keine Angst, doch leider hatte die Erziehung von Levia den Nachteil, niemand kann es ihr vorwerfen, dass Kazuya nie höher als fünf Meter über dem Boden gewesen war. Dadurch hat sich Kazuya so gesehen antrainiert, dass es besser ist zu tauchen und auf dem Boden zu sein und große Höhen zu meiden. Sollte er dennoch auf einen Berg steigen müssen oder einen Baum erklettern, erzeugt dies eine Übelkeit, die mit einer Reisekrankheit auf einem Schiff gleichzusetzen ist. Ab einer gewissen Höhe, die zum Glück nicht schon bei kleinen Hügeln einsetzt, fällt er einfach um wie ein Baum und kann sich nicht mehr rühren. Mit etwas Glück rollt er zurück ins Tal und steht dann wieder topfit auf, ansonsten bleibt er dort nämlich einfach liegen, wo er umgefallen ist. Diese Schwäche ist ihm selbst zwar bewusst, doch hindert ihn dieses Wissen nicht daran dennoch auf Berge zu steigen oder Bäume zu erklettern. Er sagt sich einfach, dass man seine Schwächen ab trainieren kann, wenn man sich ihr oft genug stellt. Und nun kommen wir zu Kazuyas Schwäche bei hohen Temperaturen. Diese Schwäche äußert sich bei Kazuya dadurch, dass sein Durst unerträglich wird und er schon nach wenigen Minuten zusammenklappt und sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Ähnlich wie bei seinem Problem mit Höhen kommt es immer auf die Situation an, wie lange er braucht sich zu erholen, oder ob er gar die Hilfe einer anderen Person braucht. Durch Wüsten laufen ist daher für Kazuya nicht nur eine Qual, es ist ihm schlicht und einfach unmöglich. Nach nur einer Düne hätte der Dragonslayer keine Kraft mehr und würde im Sand liegen, bis er von der Sonne gebraten worden wäre.

ZIEL: Der Wunsch, der Kazuya antreibt, ist eigentlich der Wunsch fast eines jeden Dragonslayers, der von seinem Drachenvater oder seiner Drachenmutter weggeschickt wurde – er möchte ihn oder sie wiederfinden. In Kazuyas Fall träfe natürlich „sie“ besser zu, denn Levia, der Drache des Wassers, ist weiblich und die Ziehmutter Kazuyas. Doch wenn dies das einzige Ziel des Dragonslayers sein sollte, müsste er sich schon jetzt auf eine Enttäuschung einstellen, denn wenn ein Drache nicht gefunden werden wollte, dann wurde er nicht gefunden. Dies traf besonders auf Levia, den Drachen des Wasser zu, denn Kazuya konnte schlecht den gesamten Meeresgrund absuchen. Dafür reichen weder seine Kräfte, noch seine Lebenspanne.
Aus diesem Grund hat sich Kazuya auch drei leichter erreichbare Ziele gesetzt. Zum Einen wünscht er sich nämlich auch, dass er seine Familie finden kann, denn das letzte Mal sah er sie, bevor er auf das Schiff eines befreundeten Fischers ging und von dort ins Meer fiel und das ist immerhin fast dreizehn Jahre her. Aber er sucht seine Familie nicht, um endlich wieder mit ihr vereint zu werden, er möchte die Vernachlässigung, die er in den drei Jahren, die er dort verbracht hatte, vergelten. Dabei konnte er sich nur an etwas mehr als das letzte Jahr im Schoße seiner Familie erinnern, doch die Erinnerungen daran reichen vollkommen, um den Hass in dem Dragonslayer aufkeimen zu lassen. Immerhin hatte sein Vater sich nie wirklich dafür interessiert, was sein Sohn tat und eine Mutter reiste lieber, als sich liebevoll um den kleinen Jungen zu kümmern. Zum Anderen hat sich der Dragonslayer auch vorgenommen, dass er so viel wie möglich – am Liebsten alles – über Magie lernen möchte, denn es unterstützt seinen, Wunsch seine Lehrmeisterin wieder zu sehen.
Das letzte Ziel Kazuyas ist noch unmöglicher zu erfüllen, als sein Ziel wieder mit Levia vereint zu sein, er möchte alle Dragonslayer finden und auch ihre Drachen kennenlernen. Er hat dies vor, da er neugierig darauf ist, wie das Leben der anderen Dragonslayer bei ihren Drachen verlaufen ist und wie sie zu ihnen gefunden haben. Die Erfüllung dieses Wunsches ist leider so gut, wie unmöglich, denn die Drachen zu finden dauert schon für nur ein Element ein Leben lang, wenn Kazuya es für eine große Anzahl an Dragonslayern tut, würde es Äonen dauern und er würde nicht alle finden und treffen können. Er weiß ja nicht einmal, wie die Dragonslayer heißen und wie viele es neben ihm noch gibt.


◊ ◊ Umfeld und Hintergrund ◊ ◊

FAMILIE:

Ziehmutter Levia, der Drache des Wassers
Dies ist Levia, der Drache des Wassers, sie lebt in den Tiefen der Ozeane und lässt sich eigentlich nie blicken, jedenfalls war es so, bis sie zufälligerweise nahe Hargeons schwamm und mitbekam, wie ein Kleinkind ins Wasser fiel. Eigentlich war es nichts Besonderes, wenn Menschen ins Wasser fielen, egal ob von einem Boot oder einer Klippe. Einen Grund diese Menschen zu retten hatte die große Drachin nie gehabt, doch in diesem Fall war etwas anders. Sie hätte den Jungen einfach ertrinken lassen können und sich nie wieder Gedanken um das Kind machen zu brauchen. Doch gerade zu diesem Zeitpunkt hatte sie ein Treffen mit einigen anderen Drachen im Kopf, ein wirklich seltenes Unterfangen, die von ihren Schülern geschwärmt hatten. Die große Drachin hatte immer die Ansicht vertreten, dass es reine Zeitverschwendung sei, Schüler aufzunehmen und ihnen die heilige Magie der Drachen zu lehren. Dennoch spukte ihr das Gespräch, welches sie mit einigen der Drachen geführt hatte, noch immer im Kopf herum, sie würde es ja einmal ausprobieren können. Daher kam ihr der Junge, der kurz vor dem Ertrinken war, gerade recht, er sollte das Glück haben, der erste Wasserdragonslayer werden zu dürfen. Sicherlich hatte der kleine Junge keine Ahnung, was ein Dragonslayer war, immerhin war er erst kurz vor seinem vierten Geburtstag, doch das kümmerte Levia wenig, sie hatte ihre Wahl getroffen und den kleinen Kazuya auserwählt.
Nachdem sie sich dem Kind angenommen hatte, kümmerte sich Levia liebevoll um den Jungen und zeigte ihm, was wirkliche Liebe war, denn diese Gefühle hegte sie schnell gegenüber ihrem jungen Schüler. Die Mutter, die der kleine Kazuya nie wirklich hatte, sollte somit durch Levia ersetzt werden. Daher war es für den jungen Mann auch ein Schock, als die Drachin meinte, dass er bereit für die Welt der Menschen wäre, als er gerade einmal vierzehn Jahre alt war. Es schmerzte Levia mindestens genau so, doch wusste sie, dass Kazuya selbstständig werden musste, um auch ohne sie überleben zu können. Auch als Drache ist man eben nicht immun gegenüber Gefühlen.


Vater Zaisan Taizu (47 Jahre)
Er war es zwar nie wirklich für Kazuya, doch muss diesem Mann dennoch die Bezeichnung Vater aufgedrückt werden. Eigentlich war sein Stellenwert im Leben des Jungen so gering, wie der jeder anderen fremden Person. Kein Wunder, denn für den reichen Händler, der fast den gesamten Handel in Hargeon überwachte, gab es nur Geld, Geld und nochmals Geld. Seine Frau blieb nur wegen dieses Geldes bei ihm, keine Grundlage für eine glückliche Beziehung. Sein Sohn hatte für den Mann höchstens eine untergeordnete Rolle. Kazuya zweifelt nicht einmal daran, dass sein Vater Tage, wenn nicht sogar Wochen benötigt hatte, um das Verschwinden seines Sohnes zu bemerken. Die Beziehung zu Kazuya ist überhaupt schwer zu definieren, denn eigentlich hat nie so etwas wie Kontakt bestanden, das einmalige gemeinsame Abendessen, an das sich Kazuya erinnern kann, kann schlecht dazu zählen. Der geringe Kontakt hat nicht dazu ausgereicht, um eine glückliche Beziehung zu schaffen, aber um Hass zu erzeugen reichte es allemal.


Mutter Kyohi Taizu (38 Jahre)
Genau genommen ist es hier in etwa genau so, wie mit Kazuyas Vater. Er kennt seine Mutter nicht wirklich und sie hat ihn kaum gesehen. Doch anstelle der ständigen Arbeit, die seinen Vater scheinbar glücklich und reich macht, reist diese Frau lieber durch ganz Fiore und verprasst dabei Unmengen von Geld, die aber von ihrem Mann recht einfach wieder eingenommen werden. Ein völlig anderer Grund, doch das Ergebnis ist identisch, sie ist nie für Kazuya da gewesen und er weiß eigentlich nichts über sie. Gesehen hat sie ihren Sohn nur genau vier Mal, dreimal davon noch zu einer Zeit, an die sich Kazuya nicht einmal erinnern kann, deswegen sollte von diesen drei Momenten auch nur die Geburt des Kindes erwähnt werden. Die einzige bewusste Wahrnehmung seiner Mutter hatte Kazuya kurz bevor er verschwand. An diesem einen Tag war seine Mutter eigentlich nur gekommen, um die unzähligen Kleidungsstücke und andere Souvenirs ab zu laden und danach sofort weiter zu reisen. Für kazuya wirkte es so, als wäre eine fremde Frau in seinem Zuhause gewesen, die mit vielen Dienern und Koffern angereist kam und ohne die Koffer, aber mit den Dienern, wieder abreiste. Erst viel später dachte er über diesen Augenblick nach und erkannte, dass er seine Mutter gesehen hatte.


Schwester Sabishi Taizu (9 Jahre)
Sie erleidet gerade das Schicksal, welches eigentlich Kazuya vorbestimmt war, denn sie ist ebenfalls die Tochter von Zaisan und Kyohi, wenn man diese Beziehung so nennen kann. Zwar kennt ihr Bruder sie nicht, doch wenn er es tun würde, könnte er sicher mit ihr mitfühlen. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen und scheint sich irgendwie mit ihrer Situation arrangiert zu haben, doch wäre ihr Leben sicherlich einfacher, wenn sie in einer normalen Familie oder ebenfalls als Dragonslayer aufgewachsen wäre. Doch das Schicksal hat eben nur ihrem Bruder diese Möglichkeit eingeräumt. Sie ist die einzige Person in seiner Familie, gegen die er keinen Groll hegt, erstens weil er sie nicht kennt und zweitens, selbst wenn er sie kennen würde, würde er mit ihr mitfühlen, da sie das selbe Schicksal teilten.

FREUNDE: Bis auf seine Ausbilderin, Adoptivmutter und große Drachin hatte noch niemand dieses Prädikat verdient.

BEKANNTE:

Lia Valencia ~ Verwöhnte Göre und Feuerdragonslayer?
Schon auf seiner ersten Quest lernte der Dragonslayer des Wassers diese junge Frau kennen und sein erster Eindruck von ihr war der einer verwöhnten göre, die sich nicht die Finger schmutzig machen würde. Zwar hatte er fast die gesamte Quest über kaum Kontakt zu der jungen Frau, was seine erste Meinung deutlich verfestigte, doch eine Sache war an ihr, die Kazuya einfach nicht loslassen wollte, ihre Magie. Obwohl Lia kein bisschen so aussieht und sich selbst auch nicht so genannt hatte, ist sie der Dragonslayer des Feuers, Tochter von Igneel. Sollte diese Tatsache reichen, um Kazuyas Interesse aufrecht zu erhalten oder würde es sogar steigen? Wer weiß, doch eines weiß Kazuya sofort, sie ist keine gewöhnliche Magierin, ungeachtet, ob sie nun von Igneel ausgebildet wurde oder nicht.


Akay Minoru ~ Nutzloser Ballast und Stellarmagier?
Obwohl Akay um einige Zentimeter größer war, als Kazuya, stellte er sich den Stellarmagier immer als kleineren jungen vor. Sein kindliches Aussehen und auch das ab und an nicht ganz erwachsene Verhalten verstärkten diesen Eindruck, so hat er mitten auf einer Quest einfach mit Kindern auf der Straße Ball gespielt, obwohl er Informationen beschaffen sollte. Nach eigener Aussage ist er kein Kämpfer, was ihn für Kazuya schon als nutzlos abstempelte. Was brauchte man einen Magier, der nicht einmal kämpfen konnte? Nun, Kazuya brauchte ihn ganz sicher nicht. Dennoch hatte auch dieser junge Mann seine Qualitäten, auch wenn unser Wasserdragonslayer sie kein bisschen zu würdigen weiß. So ist Akay eigentlich gut vorbereitet gewesen und hatte sich auch eingehend über die bekannten Begebenheiten informiert.


Gale Zecar ~ Stiller Musikfanatiker und Windmagier?
Ein recht schweigsamer Bursche, dieser Gale, laut eigener Aussage sollte er Windmagie beherrschen, doch was er deutlich besser beherrschte, war das wirre Reden über irgendwelche Rhythmen. Was es bedeuten sollte, Kazuya weiß es immer noch nicht wirklich, doch das ist auch recht egal. Als er seinen Mund dann mal aufmachte und nichts von seinen Rhythmen verlauten ließ, merkte Kazuya, dass er wenigstens ein bisschen Männlichkeit besaß. Schon am ersten Tag der Quest widersprach er Lia, die so gesehen diese Quest angeführt hatte, indem er sich einfach nicht an ihre Befehle hielt. Es zeigte Potenzial in dem Jungen, zu was, war eine andere Sache.


Sylvana Rose Fernandez ~ Schicksal und Donnerdragonslayer?
Einige würden es Glück nennen, andere Schicksal, Kazuya jedoch nennt es einen Alptraum. Bereits bei seiner zweiten Quest lernte er seine zweite Dragonslayerin kennen. Doch wirklich freuen konnte er sich darüber zu Beginn nicht, zwar hatte er den Wunsch jeden Dragonslayer einmal persönlich zu treffen, aber auf solche Bekanntschaften, wie Sylvana es war, konnte er getrost verzichten. Bei fast allem, was sie sagte lag ein arroganter Unterton in der Stimme, den der junge Wasser Dragonslayer nicht leiden konnte. Dass er selbst genau diesen Unterton ständig benutzte und sich die beiden scheinbar auch in einigen anderen Punkten ähnelten, änderte nichts an seiner Meinung über Sylvana.
Doch bereits bei ihrem zweiten Treffen änderte sich an Kazuyas Sichtweise etwas deutlich. In neuem Outfit erschien Sylvana zu eine weiteren Quest in Hargeon Town und auch wenn es sehr oberflächlich wirkt, ihr neuer Look schien den Dragonslayer zu beeindrucken. Während während der Quest nichts von ihren Unstimmigkeiten des ersten Treffens zu erkennen war, überkam Kazuya das Gefühl, als sei dies ein besonderes Zeichen. Deswegen war es kein Wunder, dass er es war, der Sylvana zum Ende der Quest ihren ersten Kuss stahl. Auch wenn sie selbst nicht ganz so angetan davon schien und er sich aus Sichterheitsgründen erst einmal von ihr fern hielt.


Minato Arashi ~ Babysitter und Donnermagier?
Viel weiß Kazuya nicht über diesen jungen Mann. Er benutzt Donnermagie und hat ihn auf einer Quest begleitet, obwohl er erst einmal völlig überraschend nach gereist ist. Schon diese ungeplante Kameradschaft und die Verspätung, die damit einherging, verstimmte den Dragonslayer des Wasser aber deutlich, denn auch wenn er nicht immer ganz pünktlich, ordentlich oder bereit war, so verlangte er von anderen stets, dass sie es waren. Hier maß der junge Mann eben mit zweierlei Maß. Der bleibende Eindruck, den Minato bei dem Dragonslayer hinterließ war wirklich gering. Es konnte sogar bezweifelt werden, ob er sich bei einem weiteren Treffen noch an den Donnermagier erinnern würde. Auch während der Quest empfand der Dragonslayer den jungen Magier als nutzlosen Ballast und lehnte fast jeden seiner Vorschläge vehement ab. Daher ist sich Kazuya auch fast sicher, dass es ohne den Magier genau so schnell gegangen wäre.
Auch die zweite Quest mit dem Donnermagier schien Kazuya nicht sonderlich zu beeindrucken, wie auch, Minato verhielt sich mehr wie ein Babysitter, als ein Magier. Seine Aufmerksamkeit galt Miyu, Miyu und nochmals Miyu. Es war ja nicht so, dass sie noch etwas wichtiges zu tun hatten … oh Halt, sie mussten etwas tun. Insgeheim gibt Kazuya Minato die Schuld daran, dass sie die Quest nur unzufriedenstellend beenden konnten. Eine Tote, also wirklich.


Miyu Hasegawa ~ Riesenkleinkind und … Whatever?
Wie man es auch drehte und wendete, für Kazuya stellt Miyu nicht mehr dar, als eine kleine Göre, die mehr Ablenkung als alles andere bescherte. Sie war ängstlich und klammerte sich an Minato wodurch so ziemlich die gesamte Quest gebremst wurde. Um ehrlich zu sein, Kazuya würde sie nicht mehr gerne begleiten, sie erschien ihm inkompetent und was sie für eine Magie beherrschte, tja das wusste er erst gar nicht. Ein nettes Anhängsel stellt sich Kazuya auf jeden Fall deutlich anders vor.

FEINDE: Noch hat es niemand verdient diese Bezeichnung zu bekommen, nun ja, vielleicht abgesehen von seinem Vater.

GILDE: Wie Kazuya zu seiner Gilde steht? Nun dazu hat er sich lang und breit Gedanken gemacht und bis heute ist er noch nicht wirklich auf ein zufriedenstellendes Ergebnis gekommen. Das liegt nicht daran, dass er die Gilde hasst, ganz im Gegenteil, er teilt die Freude am Chaos und den Prügeleien mit vielen der Mitgliedern. Doch es gibt viele Dinge, die Kazuya von einem klaren Urteil abhalten, der größte Grund ist der Dragonslayer selbst. Eine unsoziale Person, wie er es ist, kann sich einfach nicht hundertprozentig in einem solch bunten und familiären Haufen wohlfühlen. Viel mehr fühlt sich der Rosaschopf eher bedrängt und ungewürdigt. Schon lange hat sich Kazuya von dem Gedanken verabschiedet in der Gilde als etwas Besonderes gesehen zu werden, zwar kann er sich nicht mit Mittelmäßigkeit abfinden, aber er arbeitet daran für das, was er tut als wichtiges Gildenmitglied gesehen zu werden. Ob sie es wollen oder nicht.
Trotz alle dem ist Kazuya gerne ein Teil der Gilde und passt auch charakterlich … manchmal jedenfalls, in diese Magiervereinigung, denn Fairy Tail ist schließlich der Ort, an dem jeder, egal wie sehr er sich auch sträubt, zum Teil einer großen Familie wird und genau das ist es, was Kazuya gebrauchen kann.
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BeitragThema: Re: Kazuya Taizu   Di 23 Sep 2014 - 18:55



◊ ◊ Geschichte ◊ ◊
Allein im Paradies

Der Beginn von Kazuyas Geschichte ist auf den Tag seiner Geburt festgelegt. Seine Mutter lag im Kreißsaal des Krankenhauses in Hargeon Town und versuchte den kleinen Jungen herauszupressen, genau wie es die Hebamme von ihr verlangte. Neben der Hebamme und natürlich Kazuyas Mutter befand sich nur noch ein Arzt im Raum. Wo war der Vater des Kindes? Die Frage ließ sich ganz einfach beantwortet, er war arbeiten. Man hatte gerade, nachdem die Fruchtblase von Kyohi geplatzt war, einen Diener mit einer Nachricht an Kazuyas Vater geschickt, dass das Baby kam, doch der Diener kehrte nur mit einem Blatt Papier zurück. Darauf stand: „Ich bin arbeiten, also stört mich nicht mit solchen Lappalien!“ Wirklich sehr freundlich, nicht wahr? Aber er musste ja unbedingt bei der Geburt seines Sohnes arbeiten. Geld verdiente sich nicht von allein und das Wunder der Geburt war ja scheinbar nichts wert. Aus diesem Grund veränderte sich die Anzahl der Personen im Kreißsaal nur einmal, nämlich zu dem Zeitpunkt, in dem Kazuya das Licht der Welt erblickte. Gut, das Licht kam nur von einer OP-Lampe und wirklich schön war es nicht, aber er war geboren worden und gesund. Während die Hebamme ihn gründlich wusch und dann mit dem Arzt auf etwaige Krankheiten untersuchte, machte sich seine Mutter schon bereit das Krankenhaus zu verlassen. Eine Schwester versuchte die Frau noch zurückzuhalten, immerhin hatte sie ihren Sohn gerade erst geboren und dieser konnte noch nicht mitgenommen werden. Doch das einzige, was sie jedoch auf diesen Einwand antwortete, war, dass sie sich gut fühle und der Junge von den Bediensteten abgeholt werden würde, sobald er dafür bereit war. Dass sie um diese Zeit schon längst nicht mehr daheim sein würde, verschwieg die Frau den Schwestern, denn sie hatte schon wieder eine Reise geplant. Wohin? Das war nicht wichtig, für sie war nur das Reisen wichtig, nicht unbedingt das Ziel. Die Liebe, die sie für ihr gerade Neugeborenes empfand war förmlich zu spüren.
Als Kazuya, die Namensgebung war ebenfalls Sache der Bediensteten gewesen, nach wenigen Tagen in der großen Villa ankam, getragen von einem Diener und in Seide gewickelt, war es im Gebäude fast völlig still. Einige Bedienstete putzten, so leise wie möglich, das Haus und in der Küche klapperte es ab und an, doch kein Geräusch, das von wirklichem Leben kündete, war zu hören. Der Diener, der das kleine Bündel mit Kazuya trug, brachte das Baby in einen großen Raum, voller Spielzeug und drei Zofen, die scheinbar für das Wohl des Kindes sorgen sollten. Natürlich würde seine Mutter ihn nicht stillen und ihn eigentlich auch keines wirklichen Besuches würdigen, denn sie befand sich schon in der Nähe von Marokkasu Town und würde lange Zeit erst einmal nicht nach Hause kommen. Die Zofen würden alles sein, was er hatte.
Die Tage vergingen eintönig, doch für das Baby war das nicht wichtig. Er musste nur ab und an gewickelt werden und wenn er schrie bekam er schnell seine Milch, ein recht einfaches Leben, welches man als Baby führte. Was jedoch nicht so einfach ist, aber wichtig für die Entwicklung eines Kindes, ist die Prägung, die durch Aufmerksamkeit der Eltern entsteht. Dadurch wird das Kind erst fähig seine Eltern von den Fremden, denen es in seinem Leben noch begegnen wird, zu unterscheiden. Hierbei stellte sich nur ein kleines Problem ein, Kazuyas Mutter war irgendwo in Fiore, shoppte und erfreute sich am Geld ihres Mannes und sein Vater war oft tagelang im Büro und kam höchstens zum Schlafen aus dem Raum heraus. Daher kam es, dass sich Kazuya nicht wirklich auf jemanden prägte, es war auch gar nicht möglich, denn die Zofen wechselten ständig und manche sah der Junge nur ein einziges Mal. Wie sollte Kazuya so eine Bindung zu irgend jemanden aufbauen und sich zu dem Haus, als sein Haus hingezogen fühlen? Die Antwort, gar nicht. Die Eintönigkeit, die den Tagen anhaftete, wurde nur durch die ständig neuen Gesichter der Zofen aufgelockert. So vergingen die ersten beiden Lebensjahre des zukünftigen Dragonslayers. Ereignislos, eintönig, einsam.

Ein Essen mit einem Fremden

Das langweilige Leben Kazuyas änderte sich ein wenig, nachdem er gelernt hatte zu laufen und wenigstens rudimentär zu sprechen. Er wurde mobil und machte die Villa, die wirklich gigantische Ausmaße hatte, unsicher, dabei entdeckte er Verstecke, die keine der Zofen kannte und Zimmer, die wohl seit Jahren niemand betreten hatte. Das Laufen machte die Welt von Kazuya viel weiter und ereignisreicher, dennoch konnte ihm das Abenteuer, welches in jedem Raum zu lauern schien, kein glückliches Leben schaffen. Er war einsam, denn er spürte, dass die Liebe, die die Zofen ihm entgegenbrachten nur gekauft war und dass die anderen Diener ihn absichtlich ignorierten. Er durfte nicht einmal auf den Spielplatz gehen und Freunde finden, sein Spielzeug, die große Villa und die Zofen, das war sein Alltag. Nichts deutete darauf hin, dass sich so bald etwas ändern würde, daher hatte Kazuya, kaum in der Lage klare Gedanken zu fassen und diese auch mitzuteilen, auch keine Hoffnung auf etwas Neues in seinem Leben.
Es war kurz vor seinem dritten Geburtstag, als sich doch noch etwas ändern sollte im Leben des Jungen. Die Zofen, er kannte ihre Namen noch immer nicht, denn die Intervalle, in denen Neue kamen und Alte gingen waren sehr gering, kamen in das Zimmer des Jungen und zogen ihm formelle Kleidung an. Sonst hatte er nie so etwas tragen müssen, er fühlte sich beengt und unwohl. Um die Verwirrung des Jungen zu komplettieren wurde er in den großen Saal geführt, in dem er noch nie hatte Essen dürfen. Klar, er kannte den Raum, denn er hatte auch hier einige gute Verstecke gefunden und eine Zofe hatte über eine Stunde gebraucht, um ihn in der großen Standuhr zu finden. Natürlich hatte Kazuya die Zofe danach nie wieder gesehen. Doch heute war es anders, er spielte nicht mit einer der vielen Zofen und er war in feine Kleider gehüllt, was würde nur passieren? Als er zum Tisch geführt wurde, konnte Kazuya einen älteren Mann im Anzug sehen, der gerade mit einem Diener sprach und dann grimmig zu dem Kind herüber starrte. Schon vom ersten Sehen wusste Kazuya, dass er vor dem Mann Angst haben musste. Während die Zofen ihn auf dem Stuhl vor einer Suppe drapierten, riss der Blickkontakt des Mannes nicht ein einziges Mal ab, er zeigte keine Reaktion, er starrte nur zu dem Jungen. Als sich alle Diener, bis auf den, der Kazuya beim Essen half, entfernt hatten, begann das Mahl, kein Wort wurde gesprochen. Sie nahmen schweigend die Suppe und dann etwas Braten ein, bis eine große Schüssel Pudding auf den Tisch getragen wurde. Sofort vergaß Kazuya alles andere um sich, er hatte noch nie Pudding essen dürfen, doch sah der goldgelbe Pudding so köstlich aus, dass er sich nicht würde zurückhalten können, wenn es nicht innerhalb von fünf Sekunden weiterging. Gerade als Kazuya von seinem Stuhl aufspringen wollte, wurde er vorsichtig von dem Diener, der ihm beim Essen, besonders der Suppe, unterstützt hatte, zurückgehalten. Er zischte etwas, das klang wie; „Wenn du dich nicht im Angesicht deines Vaters benehmen kannst, wird es sobald kein weiteres Treffen geben.“ Es war merkwürdig, Kazuya wusste natürlich was ein Vater war, denn in den Märchen, die ihm vorgelesen wurden, kamen auch diese Figuren vor, doch er wusste nicht über seinen Vater. Die grimmige Gestalt am anderen Ende des Tisches konnte einfach nicht ein Vater sein. Doch was bedeutete es schon, immerhin hatte er sich nie blicken lassen. Weder seine ersten Schritte hatte er gesehen, noch die Windeln auch nur einmal gewechselt. Selbst Kazuyas erste Worte waren nicht Mama, Papa oder etwas in der Richtung, es war nichts dergleichen, es war Mizu. Schon damals hatte sich also angedeutet, dass er eine Verbindung zum Wasser hatte, oder er hatte einfach gerülpst und einige Silben gebrabbelt. Doch zurück zu der Esstischsituation, der Nachtisch, obwohl in einer großen Schüssel serviert, reichte kaum für zwei kleine Schalen und das Essen neigte sich schnell dem Ende zu. Nach der Mahlzeit wurde er wieder in sein Zimmer begleitet, wo er sich auf dem Bett einen Platz suchte und über die Begegnung mit seinem Vater nachdachte. Eigentlich hatte sich Kazuya immer vorgestellt, dass ein Vater eine nette Person wäre, die sich um seine Probleme kümmerte und ab und an mit ihm spielte. Ihm wäre sogar ein Vater recht gewesen, der ihn ausgesetzt hätte, einfach nur, weil er dann wenigstens etwas Aufmerksamkeit bekommen hätte. Für Kazuya war es eher so, als wäre er eine Waise, okay eine reiche Waise, aber noch eine Waise. Vielleicht war es besser so, dass er seinen Vater nicht mehr wieder sehen würde.

Verlockungen der Freiheit

Kurz nach seinem dritten Geburtstag schien ein weiterer Meilenstein in Kazuyas Leben zu erscheinen, denn nun wurde ihm erlaubt raus zu gehen und in der Stadt herum zu streunen, natürlich nur in Begleitung, aber das war egal, er durfte raus, mit anderen Kindern spielen und die Welt sehen. Das wohlbehütete Leben schien sich dem Ende entgegen zu neigen und Kazuya war wirklich froh darüber, er war zwar erst drei Jahre alt, doch hatte er jetzt schon dieses Leben, alleine in der Villa, satt. In dem folgenden Jahr unternahm er mit seinen Leibwächtern, die scheinbar ebenfalls von seinem Vater engagiert worden waren, extra für seinen ach so geliebten Sohn, immer wieder Ausflüge in die Stadt und den Hafen von Hargeon. Dabei entdeckte er, dass die Welt viel größer war, als nur der Teil, den er durch die Fenster der Villa sehen konnte. Es gab Märkte voller Gerüche und Leute, überall schien Leben zu existieren. Besonders gerne ging Kazuya an den Hafen, dort war er dem Wasser am Nächsten und er lernte dort einige nette Leute kennen. Besonders ein Fischer mit dem Namen Shamal hatte es dem Jungen angetan, er besuchte ihn mindestens einmal pro Woche und fragte den Fischer immer nach allem, was ihm so einfiel. Das Verhältnis der beiden wurde immer inniger und nachdem sich Shamal die Erlaubnis bei Kazuyas Vater eingeholt hatte, nahm er den Jungen sogar auf einige Fischausflüge mit. Diese Zeit war die Schönste Zeit, die Kazuya in seinem alten Leben hatte und es war auch das Ende seine alten Lebens.
Es war Februar, eigentlich noch viel zu kalt, um mit dem Schiff heraus zu fahren, doch wusste Kazuya, dass Shamal auch schon so früh im Jahr, trotz der Winterstürme, herausfuhr, denn er musste seine Familie ernähren. Dennoch konnte Kazuya ihn nicht besuchen, denn die Leibwächter und auch die Zofen meinten, dass er zu kalt wäre, um am Hafen herumzutollen. Natürlich wollte Kazuya nicht auf sie hören und aus einer Art kindlichem Trotz schlich sich Kazuya davon. Niemandem fiel auf, dass der junge Herr verschwunden war. Dieser nutzte seine Verstecke und schlich leise und bedacht durch die Flure und verließ das Haus durch den Dienstboteneingang. Sein Weg zum Hafen wurde von niemandem gestoppt und niemand schenkte ihm Beachtung, perfekte Voraussetzungen, um ungesehen auf Shamals Schiff zu kommen und den ersten Ausflug des neuen Jahres zu machen. Es war erstaunlich einfach für den noch nicht Vierjährigen auf das Schiff zu schleichen und sich hinter einem Stapel von Seilen zu verstecken. Es schien fast so, als wolle das Schicksal ihm helfen diesen Ausflug mitzumachen.
Nach etwa zwanzig Minuten Wartezeit setzte sich das Schiff endlich in Bewegung, gespannt kroch Kazuya zur Reling und spähte unter dem Balken hindurch, der als Griff und Schutz vor dem Herunterfallen diente. Er hatte dieses Bild schon mehrfach gesehen, doch der sich langsam entfernende Hafen wirkte jedes Mal so, als würde eine große Last von Kazuya abfallen. Hier auf dem Wasser fühlte er sich so, als könne er sich entfalten, als würde er wirklich Leben, ganz anders als in der strikten Bewachung daheim. An der Reling ließ es sich gut aushalten und sobald das Schiff weit genug von Hargeon entfernt wäre, würde er sich Shamal zeigen, dann würde er ihn nicht mehr zurückbringen können. Leider sollte es anders kommen. Eine große, dunkle Wolkenwand schob sich auf das Schiff und Hargeon zu. Es sollte ein großer Sturm aufkommen, daher begann plötzlich auf dem Schiff Hektik auszubrechen und Kazuya wurde ebenfalls panisch, was passierte? Bisher hatte er noch keinen Sturm auf Shamals Schiff miterlebt, daher hatte er keine Ahnung was passieren würde und was zu tun war. Er klammerte sich an den Stützbalken der Reling und sah wie eine große Welle auf das Schiff zuraste, kein ganzer Tsunami, aber zu groß, um als normale Welle bezeichnet zu werden. Als das Wasser auf das Schiff traf, konnte sich Kazuya nicht mehr festhalten und er fiel in die Fluten. Von Blasen umgeben sank der Junge einige Meter tief ein und fuchtelte dabei hektisch mit den Armen, er hatte nämlich noch nicht gelernt, wie man schwamm. Hilflos sank er immer tiefer, die Oberfläche war nur noch als schwaches Schimmern zu erkennen. Und plötzlich wurde es schwarz um ihn herum, etwas glänzte und dann verlor er das Bewusstsein.

Die Unterwasserhöhle und ein Drache?

Der kleine Junge erwachte in einer grün schimmernden Höhle, die innen überall nass war und eine Menge Platz bot. Wo war er nur hingeraten? Allein an einem unbekannten Ort, was sollte der Junge nur tun? Verunsichert untersuchte Kazuya die Höhle und erreichte eine bläuliche Wand, die irgendwie schuppig aussah. Sie wirkte anders, als der Rest und Kazuya klopfte sei unruhig zitternd ab, er musste hier irgendwie herauskommen und wieder nach Hause. Dies war das erste Mal, dass er die Villa als sein Zuhause sah und es würde auch das letzte Mal sein. Als Kazuya nun mit der Faust gegen die Wand hämmerte erklang ein Grollen von dieser, welches sich merkwürdigerweise weiblich anhörte. Erschreckt wich der Junge zurück und fiel über einen Stein auf eine Art Koralle, die sehr weich war, fast wie ein Bett. Die Wand bewegte sich und sie hatte einen Kopf. Das Geschöpf, der Junge konnte mit dem Wort Drache nichts anfangen, beugte sich zu dem kleinen Jungen herunter und begrüßte ihn mit den Worten: „Nun bist du ja endlich wach.“ Dass das Wesen sprechen konnte, gab Kazuya den Rest, er zog sich hinter die Koralle zurück und wimmerte leise, während der Drache, in diesem Fall wäre Drachin, denn sie war eindeutig weiblich, angebrachter, leise seufzte. Man konnte ihre Gedanken, dass es noch ein weiter Weg war, fast schon hören, so intensiv musste sie daran denken.
Einige Stunden später sah die Sache schon ganz anders aus, Levia hatte sich vorgestellt und dem Jungen erklärt, dass sie ihn gerettet hatte und ihn ausbilden wollte. Nach einigem Staunen und auch Weinen hatte sich Kazuya recht schnell gefasst und seinem Schicksal gebeugt. Er vermisste die Villa nicht wirklich und seinen Vater hatte er nie gekannt, die Drachin bot eine interessante Ablenkung und versprach eine wirkliche Bindung, etwas, wo nach sich der Junge wirklich sehnte. Natürlich wusste er als noch nicht ganz vierjähriger Junge, welche Einflüsse dies auf sein Leben haben würde, doch der Hauch des Abenteuers schien den Jungen mit sich zu reißen. Eine Zusage später war Kazuya so gesehen in der Höhle Levias eingezogen, ohne zu wissen, dass er sich an einem magisch geschützten Ort befand, der tausende Meter tief am Meeresgrund lag.
Die ersten Tage dienten Kazuya dazu sich einzuleben, denn niemand konnte lernen, wenn man nicht einmal richtig angekommen war. Er erkundete die Höhle, die gewaltige Ausmaße besaß, doch war es auch logisch, denn Levia musste ihren gesamten Körper hier unterbringen und ein wenig Gemütlichkeit hatte sich die Drachin auch gewünscht. Überall gab es kleinere Höhlen oder Gänge, die manchmal ins Wasser führten oder nur zu einem kleinen Tümpel. Fast sah es so aus, als wären die Höhlen wie echte Räume durchorganisiert, in Einem gab es sogar einen kleinen Lavastrom, der tierisch heiß war und möglicherweise als Kochstelle genutzt wurde. Jedenfalls wiesen die gerösteten Fische und Säuger – ein Killerwal war nämlich dabei – darauf hin. Doch nach einigen Tagen des Erkundens und des Untersuchens begann für Kazuya der Unterricht. In seinem Alter wäre magischer Unterricht noch nicht sehr effektiv und daher begann Levia mit den Grundlagen, die fast jeder Mensch beherrschte, Lesen, Schreiben und Rechnen.

Magie und der Beginn einer Reise

Bis zu seinem sechsten Geburtstag hatte Levia noch kein Wort über Magie verlauten lassen, Kazuya sollte erst einmal lernen, was für sein Überleben wichtig war und danach kam erst die Magie. Nun jedoch, wo er schon sechs Jahre alt war, schien er bereit zu sein die Lehren eines Drachen zu empfangen. Er erwies sich als außerordentlich gelehrig und auch wissbegierig, er wollte immer mehr über Magie lernen und machte große Fortschritte. Fast schon zu schnell, Levia hatte nie damit gerechnet, dass ihr Schüler so schnell etwas über Magie lernte, zwar hatten die anderen Drachen gemeint, dass Menschenkinder wirklich schnell mit der Magie der Drachen umgehen lernten, aber dieses schnelle Ergebnis hatte sie sich nicht vorgestellt. Eigentlich hielt die Drachin das Gerede der anderen Drachen für Prahlerei. Um dem entgegen zu wirken, reduzierte sie den Magieunterricht und versuchte den Jungen auf andere Gedanken zu bringen, eine regelrechte psychologische Analyse durch den Drachen begann. Dadurch wurde sich Kazuya erst wirklich bewusst, wie sehr er seinen Vater, aber auch seine Mutter hasste. Früher hatte er es immer verdrängt und sich eingeredet er hätte keine Eltern mehr, da ihn niemand geliebt hat, doch nun wurde es ihm klar, er hasste sie. Doch auch wenn seine Aufmerksamkeit kurzzeitig von der Magie weg gelenkt worden war, war sein Interesse noch lange nicht versiegt. Bald darauf begann es wieder zu entflammen und schien größer den je, er löcherte Levia mit Fragen über alles Mögliche, egal wie banal es auch war, er wollte alles wissen. Dabei bezogen sich nicht alle Fragen auf Magie, auch die Welt an sich interessierte Kazuya nun. Er wollte wissen, wie die Welt funktionierte und sie mit eigenen Augen sehen.
Levia musste einlenken, denn irgendwann musste Kazuya aus der Höhle heraus und die Welt entdecken und es konnte ja nicht schaden, wenn er schon jetzt etwas über die Welt lernte, in der er irgendwann wieder leben würde. Daher brachen Levia und ihr Schüler schon kurz nach Ende des Sommers von Kazuyas sechsten Lebensjahr auf, um die Welt zu bereisen. Es stellte sich schon als schwierig heraus den jungen Dragonslayer aus der Höhle zu schaffen, denn noch war seine magische Energie und seine Beherrschung eben jener nicht in der Lage den Druck auszugleichen, der in der Tiefsee herrschte. Der Beginn der Reise schien schon ihr Ende zu werden, doch hatte Levia die zündende Idee, sie würde ihn in ihrem Maul bis zur Oberfläche bringen und langsam an den Außendruck gewöhnen. Keine leichte Aufgabe, denn sie musste mehrere Tausend Meter lang ihren Schluckreflex unterdrücken, damit sie ihren Schüler nicht aus Versehen verspeiste, diese Probleme legte sie ihrem Schüler natürlich nicht offen. Sie hatte natürlich auch keine Lust bei den anderen Drachen als diejenige verschrien zu sein, die ihren Schüler gefressen hatte. Nach einer anstrengenden Reise nach oben erblickte Kazuya endlich wieder echtes Sonnenlicht und nicht nur die Fluoreszenz der Moose in der magisch bewohnbar gemachten Höhle. Das ungewohnte Sonnenlicht ließ Kazuya erst einige Sekunden erblinden, während Levia sich einen Überblick verschaffte, sie selbst war ebenfalls lange Zeit nicht mehr an der Oberfläche gewesen. Nirgends war etwas Land zu sehen, weder ein Kontinent, noch eine kleine Sandbank, doch wusste Levia, dass hier in der Gegend einige tropische Inseln lagen, die Kazuya sicherlich interessant finden würde und auch als guter Trainingsplatz herhalten konnten. Sie würden die Reise erst einmal auf diese kleinen Inseln und Atolle beschränken bis Kazuya etwas mehr gelernt hatte und etwas älter war.

Einmal Tropen und zurück oder auch: Was macht der Gletscher hier?

Das Training auf dem tropischen Atoll, nur etwa einen halben Tag von der heimischen Höhle entfernt, verlief recht normal. Wenn man es normal nennen konnte, dass ein großer Drache einem kleinen Jungen beibrachte, wie man Wasser manipulierte und auf einer solchen Insel ohne Hilfe überlebte. Kazuya machte schnell Fortschritte und lernte sogar schon, wie man Wasser eine ungefähre Form gab. Auch das Verschlingen von Wasser gelang ihm nun ohne Probleme und somit erschloss sich ihm eine neue Nahrungsquelle, die ihm in schweren Zeiten sicher gute Dienste erweisen würde. Daher war Levia der Meinung, dass Kazuya bereit wäre, um weiter zu reisen und mehr von der Welt zu sehen. Nur wenige Tage nach dem siebten Geburtstag des Jungen verließen die beiden das Atoll und reisten gen Norden. In der Ferne konnten sie Fiore bewundern, doch war der Kontinent, auf dem Kazuya geboren wurde, noch lange nicht ihr Ziel, denn noch war er nicht bereit für sich selbst zu sorgen. Sie reisten weiter in nördlicher Richtung und ließen bald die Landmassen hinter sich und die ersten Eisberge tauchten auf. Bald wichen sie den großen Gletschern des Nordmeeres und dort legte Levia einen weiteren Stopp ein. Hier würde sie Kazuya weiter trainieren, es gab genügend Wasser und Fischen würde er auch können, hier würde das Training erst richtig hart werden. Schnell legte Levia ihre liebevolle Seite während des Trainings ab, sie war hart und fordernd, aber dennoch fair. Einmal während des Trainings hatte der Junge einen kurzen Anflug von Trotz, der in dieser Lebensphase bei Menschen normal war, doch auch Levia war nicht die perfekte und geduldige Lehrerin, daher verpasste sie ihrem Schüler eine Lektion in Form von Schmerzen. Seitdem besitzt Kazuya eine Narbe in Form eines X auf der Brust, die von den großen Krallen der Drachin stammen. Die Aufmüpfigkeit Kazuyas gegenüber seiner Lehrerin hält sich seitdem auch stark in Grenzen, lieber lässt er es an anderen aus.
Nicht nur die Tropen und die eisige See im Norden waren Ziele von Levia und Kazuya, die beiden reisten dauernd an neue Orte und entdeckten neue Meere. So ging das noch ganze sieben Jahre weiter, in denen Kazuya eine Menge über Magie lernte und Levia immer mehr liebte. Doch leider musste auch das einmal enden.

Das Ende der Reise und ein Dieb

Es war kurz nach Kazuyas vierzehntem Geburtstag, als Levia und ihr Schler an einem Strand Fiores Halt machten, nicht weit entfernt von Hargeon. Kazuya kletterte vom Haupt seiner Lehrerin und stellte sich vor die große Drachin in den Sand, innerhalb dieser fast elf Jahre, die er bei seiner Lehrmeisterin gewesen war, hatte er eine große Entwicklung durchgemacht und Levia wusste, dass er nun bereit war, um alleine zurechtzukommen. Die Drachin nahm sich dennoch Zeit ihm alles zu erklären, sie hatte ihren ersten Schüler wirklich lieb gewonnen und wollte auf keinen Fall, dass er es schwer haben würde, nur weil sie etwas vergessen hatte. Um genau zu sein verbrachten sie drei Tage an diesem Strand und redeten über alles, was Kazuya bevorstand. Natürlich wollte der Dragonslayer seine Lehrmeisterin nicht verlassen, doch musste er auf eigenen Füßen stehen und sein eigenes Leben leben. Daher verließ Levia ihn nach diesen drei Tagen ohne ein Wort, während er schlief, denn sie wusste, dass er sonst nur eine Diskussion heraufbeschwören würde, die alles nur noch schlimmer machen würde.
Am nächsten Morgen bemerkte Kazuya, dass er verlassen worden war, Wut staute sich in ihm, Levia hatte ihm zwar alles erklärt, doch wollte er es nicht wahr haben. Er hatte sogar das harte Training gemocht, er wollte zurück zu seiner Meisterin. Doch gab es kein Zurück mehr, Levia, Herrscherin über die Meere – dieser Titel könnte ihr wirklich zustehen – war irgendwo in den tiefen des Meeres verschwunden und ohne einen Hinweis hatte Kazuya keine Chance sie zu finden. Nun war Kazuya alleine auf sich gestellt, keine Nahrung – das war das kleinste Problem – und keine Ortskenntnis. Um wenigstens herauszufinden, wo er sich befand suchte er nach einer Siedlung, einem Dorf oder einer schäbigen Hütte. Dabei half ihm sein durch das Training gereifter, Geruchssinn ungemein, denn so erschnupperte er das Feuer eines Kamins in einiger Entfernung. Als er dem Geruch folgte fand er ein kleines Dorf, welches kaum als solches bezeichnet werden konnte. Schrecklicher Hunger plagte den jungen Mann und er hatte kein Wasser bei sich, denkbar schlechte Voraussetzungen für eine angenehme Reise ohne festes Ziel. In dem Dorf befand sich ein kleiner Laden, der von der Bevölkerung der umliegenden Gegend scheinbar wohl genutzt wurde, jedenfalls entnahm Kazuya dies dem starken Geruch hunderter Menschen direkt vor der Tür des Ladens. Sein Magen knurrte, natürlich hatte er sich am Meer nicht noch einen Schluck genehmigt, er hatte es in seiner Wut vergessen. Daher hatte er mit seinem knurrenden Magen zu kämpfen, doch wie sollte er bezahlen? Bei Levia hatte er kein Geld gebraucht und bei seinem Vater hatte er es im Überfluss, doch nun brauchte er welches und hatte keines. Hatte Kazuya eine andere Wahl? Nein, er musste etwas stehlen, um zu überleben und es war auch recht einfach, in dem Laden beachtete ihn niemand, keiner merkte, wie er sich einige Äpfel und anderes Obst in die Jacke steckte und den Ort schnell verließ. Niemand rannte ihm hinterher. Dennoch hatte diese Tat Folgen für den Dragonslayer, nicht in der Art, dass er verhaftet wurde, sondern persönliche. Er gewann Freude daran zu stehlen, wenn es immer so leicht wäre, hatte er ein leichtes Leben vor sich, in dem er alles bekam was er wollte, ohne jemals dieses verfluchte Geld nutzen zu müssen. Er verabscheute es einfach sich des selben Mittels zu bedienen, wegen dem sein Vater seinen einzigen Sohn so schrecklich vernachlässigt hatte. Natürlich würde er nicht lange an einem Ort bleiben können, doch er war immer gereist, soweit er zurückdenken konnte und daher konnte er dies nur als eine neue Reise sehen, die mit einem großen Adrenalinschub begonnen hatte und mit einer Erkenntnis weiterging.
Fast ein Jahr lang reiste Kazuya so durch Fiore, klaute, was er brauchte und verließ jeden Ort nach spätestens drei Tagen. Nie hatte es jemanden interessiert, was er getan hatte, nie wurde er erwischt. Doch nach diesem Jahr hörte er Geschichten, Geschichten über andere Kinder, die ebenfalls von Drachen ausgebildet worden waren. Gab es neben ihm noch andere? Levia hatte nie von anderen Drachen oder gar Dragonslayern geredet, doch sicherlich konnte es neben Levia, die ja nur das Wasser beherrschte, auch andere geben, die eben für andere Elemente zuständig waren. Endlich hatte Kazuya ein Ziel, er wollte diese Kinder finden, die wie er waren, daher konnte er sein bisheriges Leben, als Dieb nicht mehr beibehalten. Er würde nie an genügend Informationen bekommen, wenn er auf der Flucht war oder irgendwo verhaftet wurde. Doch wie sollte er weiterleben? Auch hierbei halfen ihm Gerüchte, denn es hieß, dass es in den Magiergilden Fiores auch Dragonslayer gab, die ihre Fähigkeiten in den Dienst der Allgemeinheit gaben, zwar nicht gerade Kazuyas Traumjob, aber wenn er so Hinweise auf die Drachenkinder bekam, würde er dies ebenfalls tun.

Haben Feen wirklich einen Schweif?

Auch wenn es einfach klang sich eine Gilde zu suchen und bei ihr Mitglied zu werden, so war Kazuya sehr wählerisch, er wollte nicht in eine 08/15 Gilde eintreten, die niemals einen anderen Dragonslayer außer ihn sehen würde. Daher musste er umfassende Recherchen durchführen, was seine Wahlmöglichkeiten stark beschränkte. Er hatte von Dragonslayern in Fairy Tail, Blue Pegasus und Lamia Scale gehört und musste sich nun für eine dieser Gilden entscheiden. Normalerweise wäre es logisch gewesen zu Blue Pegasus zu gehen, da diese scheinbar Dragonslayer verehrte, zu Recht, wie Kazuya fand, dennoch entschied sich der junge Dragonslayer nicht für diese Gilde. Eine andere Gilde, Fairy Tail, hatte den Ruf, dass sie wild waren und sich oft prügelten und das war genau das Richtige für Kazuya. Daher war es entschieden, Kazuya wollte zu Fairy Tail und man würde so etwas, wie einen Dragonslayer dort sicherlich nicht ablehnen.
Die Reise nach Magnolia dauerte ebenfalls seine Zeit, denn Kazuya war nur zu Fuß unterwegs und ohne Ortskenntnis konnte man sich schon das eine oder andere Mal verlaufen. Anders gesagt, er hat den halben Kontinent abgeklappert, weil er sich geweigert hatte den Zug zu betreten, der eine direkte Verbindung nach Magnolia hatte. Doch irgendwann schaffte es Kazuya endlich nach Magnolia und fand dort die Gilde Fairy Tail, deren Gildenzeichen das Versprechen eines Abenteuers und eine große Frage darstellte.
„Haben Feen wirklich einen Schweif?“
Dies alles passierte noch kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag und nun ist Kazuya ein Mitglied von Fairy Tail.

Erste Quest und erster Dragonslayer?

Nur wenige Tage, nachdem Kazuya der Magiergilde Fairy Tail beigetreten war, ergab sich für den jungen Dragonslayer die Chance seine erste Quest zu absolvieren. Zwar wusste der junge Sohn Levias schon von Beginn an, dass er gezwungen war mit einigen Magiern der Gilde zusammen zu arbeiten, doch dass es so schlimm werden würde, hatte er nicht geahnt. An sich hatte der Auftrag recht einfach geklungen, die Magier, sie waren zu viert aufgebrochen, sollten einer Frau helfen das Geheimnis eines sich ständig wiederholenden Tages zu lüften. Vom Klang her hätte Kazuya gemeint, dass diese Quest schon interessant werden könnte, doch leider stellte sich das als ein Trugschluss heraus, denn die Auftragsgeberin war mehr als nur geistig verwirrt. Auch der Rest der Gruppe hatte diesen Auftrag nicht unbedingt angenehmer gestaltet, der eine, Gale, war ständig in Gedanken versunken und dachte scheinbar in irgendwelchen Rhythmen und Akay, ein Stellarmagier, stellte sich in den Augen des Dragonslayers als nutzlos heraus. Der einzige Lichtblick war die Magierin Lia, die an sich hübsch anzusehen war, doch nicht unbedingt Kazuyas Beuteschema entsprach. Gleich der erste Tag der Quest stellte eine große Enttäuschung dar, denn eigentlich erfuhren die Magier nichts und ihre Auftraggeberin sagte ebenfalls kein Sterbenswörtchen, das die Magier hätte weiterbringen können. Absoluter Tiefpunkt war aber die Beschattungsaktion, die die Magier in der ersten Nacht organisiert hatten. Auch wenn Kazuya sich mehr oder weniger geschickt aus der Affäre gezogen hatte, so blieb auch er diese acht schlaflos.
Erst der nächste Morgen versprach Besserung, denn scheinbar fanden die Magier sofort, was sie suchten, eine Uhr, die eine merkwürdige magische Aura ausströmte und die Magier in ihren Bann zog. Dieses Ding durften sie sogar nach einigem Argumentieren im Vorgarten auseinander nehmen und verbrennen. Das Feuer war Lias Aufgabe gewesen, denn sie hatte sich als Feuermagierin vorgestellt, doch die Art der Anwendung überraschte den Wasser Dragonslayer. Er hätte damit nie gerechnet, besonders nicht auf seiner ersten Quest. Es stellte sich also heraus, dass Lia der Dragonslayer des Feuers war. Von dieser Neuigkeit begeistert versuchte er mit der Magierin zu sprechen, doch bis zum Ende der Quest ergab sich keine weitere Möglichkeit, daher nahm sich der Dragonslayer vor, so schnell wie möglich wieder eine Quest mit der pinkhaarigen Frau zu unternehmen. Doch bis dahin sollte wohl noch erwähnt werden, dass das Auseinandernehmen der Uhr gereicht hatte, um den Fluch der Uhr aufzulösen. Was für eine lahme Auflösung der Ereignisse.

Zirkus in der Heimat: Alles nur Show? Oder auch: Kein Weg führt zur Lösung

Kaum war der junge Dragonslayer von seiner ersten wirklichen Quest zurück gekehrt zog es ihn wieder auf einen Auftrag. Weshalb er sich wieder einer Gruppe anschloss, konnte der Dragonslayer selbst nicht beantworten, vielleicht lag es daran, dass ursprünglich eine einfache Quest für nur zwei Personen geplant war. Die eine Person, die den Jungen dazu bringen konnte mitzukommen, musste etwas ganz besonderes sein, doch dem war nicht so. Es war eine recht normal wirkende Brünette, die sich einfach so einklinken wollte, wobei Kazuya ihr dies verwehren wollte. Nur ihre besondere Magie änderte die Meinung des Magiers, denn sie war, genau wie Lia auf seiner ersten Quest, eine Dragonslayerin. Doch anstelle des heißen Elements Feuer, beherrschte die junge Frau, die sich als Sylvana vorstellte, Kazuya hielt dies für einen wirklich merkwürdigen Namen, die Magie des Donnerdrachens. Aus nur diesem Grund ließ er die Magierin mitkommen, denn eigentlich hatte er geplant etwas mehr über sie zu erfahren und natürlich auch über den Drachen, der sie ausgebildet hatte. Leider erwies sich Sylvana als uninteressanter, als er gehofft hatte und hinzu kam, dass sie eine wahrliche Prüfung für seine Nerven darstellte, denn sie beherrschte die Kunst die Nerven anderer zu strapazieren bis zur Perfektion.
In Hargeon Town, wo die Quest stattfinden sollte gesellte sich schnell noch ein weiterer Magier zu der Gruppe, Minato Arashi, ein Donnermagier, der sich als ein Tollpatsch herausstellte, indem er Sylvana zu Boden riss. Nach dieser einfallsreichen Begrüßung begann das ungewöhnliche Gespann damit Informationen über die Vorfälle im Zirkus Odoketa zusammen zu tragen, da der Zirkus seit tagen keine Besucher mehr hatte und ständig Unfälle auftraten. Doch weder der Zirkusdirektor noch die verschiedenen Artisten konnten eine ausreichend hilfreiche Antwort geben. Eher schienen sie durch ihre ungenauen und teilweise auch unbrauchbaren Aussagen auffallen zu wollen, keine gute Grundlage für eine erfolgreiche Quest. Der Zirkusdirektor der merkwürdigen Bande hatte aber wenigstens versucht den Magiern zu helfen, indem er eine Liste mit möglichen Verdächtigen bereit stellte, was, wie sich herausstelle weniger Hilfe war, als angenommen. Auf dieser Liste standen so gut wie alle Menschen, die irgendwie mit dem Zirkus zu tun hatten, wie sollten drei junge Magier da die richtige Person herausfiltern. Leider hatten sie keine andere Wahl, als sich jedem Verdächtigen einzeln zu nähern und nach Hinweisen zu suchen. Doch weder die einzelnen Artisten, noch ein ehemaliges Mitglied der Zirkustruppe schien etwas zu wissen, weswegen Kazuya kurz davor war alles einfach hinzuschmeißen. Erst der letzte „Verdächtige“ schien sich als richtig zu erweisen. Ein Konkurrenzzirkus hielt sich ebenfalls in der Stadt auf und während die Gäste sich die Vorstellung ansahen schlichen die Magier, die Karten hatte Kazuya drei angetrunkenen Männern gestohlen, in den hinteren Teil des Geländes, um den Direktor belauschen zu können. Ohne Interesse für die Vorstellung schlichen die drei Magier hinter das Zelt, um sich irgendwo verstecken zu können, damit sie den Direktor belauschen konnten, sollte heute wieder etwas passieren. Ein Vorbereitungszelt schien dafür geeignet und nur wenige Sekunden, nachdem die Magier ihr Versteck bezogen hatten, tauchten nacheinander der Zirkusdirektor des Konkurrenzzirkus und eine vermummte Gestalt, der Täter, auf. Da sie sich in Sicherheit wähnten achteten sie nicht darauf leise zu sein oder die Taten nicht nur zu umschreiben, das perfekte Geständnis für die Magier, weswegen sie kurz darauf zuschlugen und versuchten die Männer festzuhalten. Während der Zirkusdirektor ein leichtes Opfer darstellte floh die vermummte Gestalt aus dem Zirkuszelt in Richtung Odoketa, wo Sylvana ihn stellte. Nachdem sie die Person, es war der Dompteur, befragt hatten, kümmerten sie sich darum, dass die Gefangenen den Behörden übergeben wurden und verließen Hargeon Town.
Der einige Lichtblick bei der ganzen Sache war eigentlich die Möglichkeit für den Dragonslayer ein herrliches Bad im Hafenbecken zu unternehmen.

Ein Geist im Wasser und die tiefe See

Auch nach ihrem kleinen Abenteuer in Hargeon Town, schien Kazuya die Lust am Questen nicht vergangen zu sein, warum auch, er hatte Freude daran, auch wenn seine Partner sich bisher als nicht besonders erfreulich erweisen hatten. Dies sollte sich leider auch in dieser Quest fortsetzen, war der junge Dragonslayer doch dazu gezwungen wieder mit Minato seine Zeit zu verbringen. Es gab mindestens hundert Leute, okay so viele kannte Kazuya vielleicht nicht, mit denen er lieber Zeit verbracht hätte. Doch es half nichts, irgendwie war Kazuya wieder mit dem großspurigen Donnermagier zusammen gespannt worden. Auch die Gesellschaft der kleinen Miyu half dabei nicht. Ganz im Gegenteil, sie verschlimmerte die Situation nur, denn aus Minato, dem Langweiler, wurde Minato, der große Bruder. Soviel Fürsorge und Gefühlsduselei schien mehr als nur unprofessionell zu sein. Zum Glück schien die Aufgabe selbst recht kurzfristig gestaltet zu sein, den Hafen eines Fischerdorfes im Auge behalten und ein Monster erlegen oder fangen. Dass alles anders als gedacht laufen sollte, war ein unglückliches Schicksal, das den Dragonslayer befallen hatte. Schon als sie das Dorf erreichten merkte man, dass niemand wirklich Interesse daran hatte mit Fremden zu sprechen. Kein Mensch war auf den Straßen zu sehen und der starke Geruch von gammligen Fischen strömte über all herum. Absolut grässlich.
Wenigstens gab diese Einsamkeit Kazuya einen Grund sich von den beiden Turteltäubchen, oder was auch immer sie darstelle sollten, zu trennen und Informationen zu suchen. Doch leider sollte auch diese kurzweilige Freiheit eher mit Problemen behaftet sein, musste Kazuya sogar ins Rathaus einbrechen, um irgendwie an Informationen zu kommen. Noch zu erwähnen wäre dabei die Notlage des Dragonslayers, die ihn dazu zwang sich auf der Damentoilette des Rathauses zu verstecken. Man musste einfach Pech haben. Mit mehr oder weniger wichtigen Informationen, damit ist gemeint gar keinen, mussten sich die drei Magier dann endlich auf zum Hafen machen. Dort erwartete sie aber bereits das nächste Problem, naja, wenigstens Minato und Miyu, denn sie hatten kein Boot. Während Kazuya sicherlich gerne stunden lang geschwommen wäre, schien es eher unwahrscheinlich, dass Minato oder das kleine Mädchen genügend Ausdauer hatten, um die geheimnisvolle Insel in der Mitte der Bucht zu erreichen. Glücklicherweise bot ein Mädchen in einem kleinen Fischerboot an, die Magier zu überführen. Das Mädchen hieß … ähm …, okay Kazuya hatte es verdrängt, aber sie war ja nicht so wichtig, weswegen das schon einmal passieren konnte. Es war immerhin ein x-beliebiges Mädchen, mehr nicht.
Während der Überfahrt kenterte das Boot leider und während die beiden anderen Magier versuchten sich selbst zu retten, versuchte Kazuya das Mädchen zu suchen, welches leider spurlos verschwunden war. Nach einiger Zeit des Suchens gab der Dragonslayer vorerst auf und musste sich wieder mit seiner Gruppe treffen, die wider Erwarten sogar in der Lage gewesen ist das Mädchen zu finden. Leider nahm die ganze Sache kein gutes Ende, denn als das Mädchen zugab das Monster vorgegaukelt zu haben, stürzte sie sich in die Tiefe und verschwand in den weiten des Meeres.
Achja, Hanna hieß sie.

Der Drache und ein Kuss

Auch wenn Kazuya nach seinen letzten Erlebnissen tunlichst vermied in eine Quest hinein gezogen zu werden, war es irgendwann auch mal wieder fällig, dass er sich nach einem Job umsah. Aber nicht nach irgendwas, es musste etwas Spektakuläres sein, etwas, das genau ihm entsprach. Leider gab das Questboard nicht wirklich her, was Kazuya suchte. Öde Jobs, einfache aufgaben und lieblose Aufträge. Wo war die Spannung, der Nervenkitzel und wo war die Ruhe vor anderen? Ja, Kazuya wollte einen Solojob ergattern, doch sein Glück war ihm nicht hold, nichts, was für Einzelpersonen angeboten wurde, war ach nur im geringsten passend, also musste sich der Dragonslayer wohl oder übel mit jemandem zusammentun.
Und wirklich, kaum hatte sich der Dragonslayer entschlossen bei den Jobs nachzusehen, die für mehr als nur eine Person ausgeschrieben wurden, bemerkte er ein Wort, das ihn neugierig machte. Drache. Das war die Quest für ihn, die musste er machen. Nur fehlte ihm noch ein Partner, aber da war schnell Abhilfe gefunden. In Form von Raviael hatte Kazuya einen Begleiter gefunden, der ihn nach Hargeon begleiten würde. Wie es der Zufall so wollte war auch Raviael ein Donnermagier, gab es in dieser verdammten Gilde nichts anderes, als diese Blitzschwingende Volltrottel. Aprospos Donnertrottel, kaum in Hargeon angekommen, begegnete er einer weiteren Person aus der Gilde. Sylvana. Die zickige und arrogante Dragonslayerin des Donners, die … irgendwie ganz süß aussah. Sicher, sie hatte ein neues Outfit und die Haare sahen auch anders aus, aber irgendwie schien es, als habe sie sich deutlich zum Besseren gewandelt. Vielleicht täuschte sich Kazuya auch nur. Obwohl er sich bei dem Gedanken ertappte, dass es ihn freute, dass Sylvana mithelfen wollte.
Kaum hatten sich die drei an die Arbeit gemacht, versiebte Raviael es völlig. Während der Magier ein Schiff durchsuchte, legte es doch tatsächlich ab und verschleppte ihn somit sonst wo hin. Soviel zu dem Donnermagier Nummer zwei, der sich als größere Niete herausstellte, als es Minato bereits war und das musste etwas heißen. Aber ein gutes hatte die Sache, er war allein mit Sylvana. Es sollte so schön werden und was war, die Zeit gemeinsam wurde abrupt verkürzt, da der „Drache“, nicht mehr als ein rieisger Fisch, auftauchte. Nach einem kurzen Gerangel unter Wasser, hatten die beiden Magier das Tier gefangen und ihre Aufgabe beendet, keine Probleme, keine Verzögerungen. Um die schnelle Lösung des Problems zu feiern fasste sich Kazuya auch ein Herz und wagte einen mutigen Schritt. Einen Schritt, der ihn weit voranbringen konnte oder geradezu schocken könnte. Ohne groß darüber nachzudenken presste er seine Lippen auf Sylvanas Mund und stahl ihr so den ersten Kuss.


◊ ◊ Schreibprobe ◊ ◊
Die morgendliche Sonne beleuchtete die Stadt Magnolias und auch das große Gildengebäude, welches sich im Zentrum der Stadt erhob. Es war das Heim der Magiergilde Fairy Tail, die ständig wegen Zerstörungen und Prügeleien in den Schlagzeilen war. Doch der bisherige Morgen war ruhig und geordnet verlaufen, regelrecht untypisch. Gelangweilt hockte Kazuya im Inneren des Gildengebäudes auf einer Bank und schielte zu dem Glas mit Wasser, welches er eben auf den Tisch gestellt hatte. Ein einzelner Tropfen kondensierte gerade an der kühlen Außenseite des Glases und rutschte langsam die glänzende Oberfläche herab. Mit seiner Zuge fuhr er sich langsam über seine Lippen, eigentlich hatte er das Wasser noch etwas aufheben wollen, doch es wirkte so verlockend. Langsam griff er nach dem kühlen Glas und führte es an seinen Mund. Genau in dem Moment, in dem er ansetzte, ertönte eine Stimme von hinten. „Kazuya, du Nichtsnutz, warum hast du wieder den halben Pool ausgetrunken?“ Durch das plötzliche Geräusch erschreckt, verschüttete er das Wasser und blickte auf die Pfütze zu seinen Füßen. Genervt drehte sich der Dragonslayer des Wasser um und blickte in das Gesicht eines anderen Fairy Tail Magiers. Soweit sich Kazuya richtig erinnerte nutzte dieser Kartenmagie, aber eigentlich war es ihm egal. Betont langsam, wohl bedacht den anderen zu provozieren, erhob sich der Sohn Levias und ging auf den Mann mittleren Alters zu und an ihm vorbei. „Pfft!“ Mehr sagte der Dragonslayer nicht, doch es reichte aus, um den Kartenmagier wütend zu machen und die Langeweile des Vormittags zu brechen. Heute würde es noch eine schöne Prügelei geben, endlich etwas, worauf sich Kazuya freuen konnte.
Nur wenig später saß Kazuya am Pool der Gilde und ließ seine Beine im Wasser baumeln. Was hatte der Typ von eben nur gehabt, das Wasser ist doch wieder aufgefüllt worden. Okay, dies war nur geschehen, weil Kazuya es schon zum Frühstück das halbe Becken geleert hatte, aber warum beschwerten sie sich? Sie hatten die Chance mit dem ersten Wasserdragonslayer in ein und der selben Gilde zu sein. Langsam bewegte Kazuya seine Beine und beobachtete die Wellen, die langsam davonrollten und sich an den Poolwänden brachen. Die Prügelei würde bald beginnen, Kazuya hatte so ein Gefühl, das durfte er sich nicht entgehen lassen. Die fast täglichen Keilereien innerhalb der Gilde haben schon so etwas wie Berühmtheit erlangt, es gibt sogar Touristen, die einen oder zwei tage in der Gilde verbringen, um sich eine solche Prügelei anzusehen. Soviel sei gesagt, niemand, der nur zusehen wollte, kam ohne Schramme davon. Dass es seit drei Tagen keine anständige Keilerei gegeben hatte lag daran, dass viele Gildenmitglieder auf Quests waren, doch heute war für die meisten Deadline. Heute würde es voll und lustig werden. Mit einem freudigen Grinsen, das schon davon kündete, wie sehr Kazuya einige Gesichter umgestalten wollte, machte er sich wieder auf den Weg in den Aufenthaltsraum.
Scheinbar war schon ein Streit entbrannt, der bald eine Prügelei auslösen würde, Kazuya musste sich nur zurücklehnen und abwarten. Bis es soweit war, konnte er sich noch ein Glas Wasser genehmigen und etwas entspannen.
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Kazuya
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Magierakte
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BeitragThema: Re: Kazuya Taizu   Di 23 Sep 2014 - 18:57



Statusblatt
Wasser Dragonslayer


◊ ◊ Körperliche Attribute ◊ ◊


STÄRKE: 20 Punkte - Level 2

SCHNELLIGKEIT: 170 Punkte - Level 7

GESCHICKLICHKEIT: 65 Punkte - Level 4

WIDERSTAND: 20 Punkte - Level 2

MANAVORRAT: 95 Punkte - Level 5

WILLENSKRAFT: 130 Punkte - Level 6


◊ ◊ Magische Fähigkeiten ◊ ◊

MAGIEART: Wasser Dragonslayer - 50 Punkte - Klasse II

Wasser Dragonslayer
TYP: Lost Magic
ELEMENT: ---
HAUPTATTRIBUT: -
NEBENATTRIBUT: -
BESCHREIBUNG: Der Wasser-Dragonslayer ist in der Lage, normales und magisches Wasser zu verspeisen, um seine Kräfte wieder aufzufrischen. Die einzige Ausnahme stellt sein eigenes Wasser dar, welches er nicht verspeisen kann. Weiterhin ist er immun gegen auf Wasser basierende Magie. Diese Magie bekommt man von Levia, der Drachin des Wassers, beigebracht. Zudem verfügen alle Dragonslayer über einen sehr ausgeprägten Geruchsinn.

AUSLEGERPUNKTE: (10/12)

ZAUBER:

Water Dragon's Shot
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Geschoss
MAX. REICHWEITE: 10 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber erlaubt es dem Wasser Dragoslayer eine kleine Kugel aus Wasser von seinen Fingerspitzen abzuschießen. Dabei formt der Magier seine Finger wie eine Pistole und entlässt das Wasser nur durch einen gezielten Manaschub nach vorne. Die Stärke und Geschwindigkeit des Geschosses entspricht der Willenskraft des Anwenders minus Eins und kann nur ein Maximum von Level 5 erreichen.


Water Dragon's Breath
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro fünf Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Wer, wenn nicht der Wasser Dragonslayer, wüsste wie man unter Wasser atmet und genau zu diesem Zweck existiert dieser Zauber. Durch gezielte Manaeinsätze ist es dem Dragonslayer möglich den Sauerstoff aus Wasser herauszufiltern und für seine Atmung zu nutzen. Leider kann kann die Technik nur etwa eine Viertelstunde aufrecht erhalten werden, weshalb sie nicht dazu geeignet ist, um Unterwasser zu leben.


Water Dragon's Drops
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro fünf Tropfen
MAX. REICHWEITE: 10 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3
BESCHREIBUNG: Diese Technik erlaubt es dem Dragonslayer schnell hintereinander mehrere kleine Tropfen als Geschosse auszuspucken. Die Geschwindigkeit und Stärke dieser Tropfen entspricht der Willenskraft des Anwenders minus Eins und kann bis zu einem Maximum von 5 gesteigert werden. Doch müssen alle fünf Tropfen treffen, um den vollen Schaden zu verursachen.


Water Dragon's Walk
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro drei Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3
BESCHREIBUNG: Das Anwenden dieser Technik erlaubt es dem Dragonslayer über Gewässer laufen zu können, als wären sie fester Boden. Selbst Wellen stellen kein Problem dar, sie können einfach als Erhebungen gesehen werden.


Water Dragon's Projectile
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro Geschoss
MAX. REICHWEITE: 15 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 4, Water Dragon's Shot
BESCHREIBUNG: Mit diesem Zauber kann der Wasser Dragonslayer aus seiner Handfläche ein Geschoss aus Wasser von der Größe eines Tennisballes abfeuern. Die Stärke und Geschwindigkeit des Geschosses entspricht der Willenskraft des Anwenders - 1 und kann nur ein Maximum von Level 6 erreichen.


Water Dragon's Splash Fist
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 5 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 5, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Bei der Water Dragon's Splash Fist erzeugt der Magier eine Schicht aus Wasser um seine Faust, die der Anwender bis zu fünf Meter nach vorne verschießen kann. Die Stärke und Geschwindigkeit des Projektils entspricht der Willenskraft des Anwenders -1 bis zu einem Maximum von Level 6.
Beherrschung:
 


Water Dragon's Splash Kick
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 5 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 5, Manavorrat Level 3
BESCHREIBUNG: Bei dem Water Dragon's Splash Kick erzeugt der Magier eine Schicht aus Wasser um seinen Fuß, die der Anwender bis zu fünf Meter nach vorne verschießen kann. Die Stärke und Geschwindigkeit des Projektils entspricht der Willenskraft des Anwenders -1 bis zu einem Maximum von Level 6.
Beherrschung:
 


Water Dragon's Jet
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 4
BESCHREIBUNG: Dieser Zauber erlaubt es dem Anwender durch Wasserdruck an den Fußsohlen sehr schnell durch das Wasser zu schießen. Dabei entspricht die Geschwindigkeit, die erreicht werden kann der Willenskraft -1 bis zu einem Maximum von Level 6. An Land ist diese Technik nutzlos.


Water Dragon's Fountain
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 10 m
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 4, Manavorrat Level 5
BESCHREIBUNG: Für diese Technik wird vom Anwender durch seine Hände Mana in den Boden geleitet, welches bis zum Grundwasser vordringt. Dieses wird durch das Mana nach oben gepresst und kündigt den Ausbruch eines kleinen Geysirs mit einem lauten Grollen an. Der Geysir besitzt eine Durschlagskraft und Geschwindigkeit, die der Willenskraft des Anwenders -1 bis zu einem Maximum von Level 6 entspricht und kann bis zu zwei Meter Höhe erreichen.


Water Dragon's Eyes
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 3, Manavorrat Level 4
BESCHREIBUNG: Dieser einfache Zauber des Wasserdragonslayer ermöglicht es ihm selbst im brackigsten Wasser zu sehen.


Water Dragon's Pillar
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Wasser
KLASSE: II
MANAVERBRAUCH: II
MAX. REICHWEITE: 2 Meter
VORAUSSETZUNGEN: Manavorrat Level 5, Willenskraft Level 4
BESCHREIBUNG: Bei diesem Zauber erzeugt der Dragonslayer eine Säule aus Wasser um sich, die für maximal zehn Sekunden schnell rotiert und Gegner mit einer Stärke weg schleudert, die der Willenskraft des Anwenders -1 entspricht, wobei das Maximum der Stärke bei Level 6 liegt. Dieser Zauber lässt sich nicht defensiv gegen Geschosse und Zauber anwenden, denn diese gelangen einfach durch die Wassersäule aufgrund ihrer Geschwindigkeit oder ihrer magischen Beschaffenheit.


  UMGANG MIT WAFFEN:

Stangenwaffen: Grad I

Kazuyas Perforated Bo
GATTUNG: Stangenwaffen
BESITZER: Kazuya Taizu
ELEMENT: Wasser
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Anwendung / I pro Wasserschub
VORAUSSETZUNGEN: Geschicklichkeit Level 2, Willenskraft Level 3
BESCHREIBUNG: Dieser metallene Bo von 1,75 Meter Länge ist eine magische Sonderanfertigung für Kazuya, denn der Stab ist hohl und komplett wasserabweisend. Beides ist wichtig, wenn man bedenkt, wie Kazuya diese Waffe nutzen kann. Für die Anwendung des Bos muss ein kurzer Manaschub hinein geleitet werden, woraufhin sich unregelmäßig angebrachte Löcher öffnen, die sonst mit Metall verschlossen sind. Nun könnte Kazuya sein Wasser durch eines der Löcher, welches er gerade berührt in die Waffe leiten und an jeder Stelle austreten lassen, die er sich vorstellt. Die Geschwindigkeit und Durchschlagskraft des Wasser entspräche dem jeweiligen Attribut auf Level 3.
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Kazuya Taizu
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