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 Lily "Shae" Eiden

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Shae
Empathic Spider
Shae

Anzahl der Beiträge : 32
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Fairy Hills in Magnolia Town

BeitragThema: Lily "Shae" Eiden   Di 23 Sep 2014 - 19:06



Lily "Shae" Eiden
"Wenn du dem armen Tierchen weh tust, dann können wir keine Freunde mehr sein."


◊ ◊ Persönliches ◊ ◊

NACHNAME: Eiden
VORNAME: Lily Grace
SPITZNAME: Shae ist der Spitzname, welchen ihr der Pan gab und unter dem sie sich seitdem vorstellt.
GEBURTSTAG: 17. Juli
ALTER: 13 Jahre
GRÖSSE: 1,45 Meter
GEWICHT: 36 kg
HAARFARBE: Hellgrün
AUGENFARBE: Rosa
GESCHLECHT: Weiblich
GILDE: Fairy Tail
GILDENZEICHEN: Sie trägt ihr hellgrünes Gildenzeichen auf ihrem linken Oberschenkel.
GEBURTSORT: Sie ist in der Nähe von Magnolia Town geboren.
WOHNORT: Momentan lebt sie in einem Zimmer in Fairy Hills in Magnolia Town.

ERSCHEINUNGSBILD: Sollte man daran interessiert sein, das Aussehen und Erscheinungsbild von Shae näher zu beschreiben, so kann man sich wohl am leichtesten an Begriffen aus der Natur orientieren. Weitestgehend wird zum Beispiel behauptet, das Mädchen habe Haare, die farblich an frisch gemähtes Gras erinnern und Augen, welche den Seerosen auf einem Teich gleichen. Vor allem Ersteres ist nur allzu zutreffend, ist es einem doch kaum möglich, ihre Haare vom Hintergrund zu unterscheiden, wenn sie sich auf einer Wiese ausgebreitet hat oder zwischen einigen Büschen Schutz sucht. Die Strähnen zieren oft leicht unordentlich und manchmal sogar durcheinander ihr Haupt und werden nur hier und da von einem bunten Haarband oder einer ihrer geliebten Blümchenhaarspangen an Ort und Stelle gehalten. Letztere verstärken noch einmal den Eindruck einer Blumenwiese, scheinen die Plastikpflanzen doch auf dem frischen, grünen Untergrund tatsächlich zwischen einigen Grashalmen hervorzublitzen und an so manchem Tag hat sich auch schon der ein oder andere Schmetterling und hier und da eine Biene auf den Kopf der Magierin verirrt. Zudem trägt Shae einen recht unüblichen Haarschnitt, sind die grünen Strähnen am Hinterkopf doch bis auf Nackenlänge gestutzt und nur vorne einige Strähnen lang gelassen, welche das runde Gesicht des Mädchens umrahmen. Die Augen der Dreizehnjährigen sind von einem hellgrünen Wimpernkranz umgeben, was der rosanen Iris noch einmal an Leuchtkraft und farblichem Kontrast verschafft und sie so beinahe zum strahlen bringt. Diese hübschen Seelenspiegel, welche oft von den verschiedensten Emotionen durchzogen sind, machen das Zentrum des noch recht kindlichen Gesichtes aus und ziehen so manches Mal die Aufmerksamkeit eines Beobachters auf sich.
Generell sei gesagt, dass man am ehesten Shaes Augen vertrauen sollte, wenn man daran interessiert ist ihre aktuelle Gemütslage abzuschätzen. Dennoch kann auch der Rest ihres Gesichtes dafür recht interessant sein, ist die Eiden doch ein Mensch, der seine Gefühle absolut offen auf seinen Gesichtszügen trägt. Diese zeichnen sich generell nicht nur für ihre verräterischen Emotionen, sondern auch für die unverfälschte Kindlichkeit aus, welche ihnen inne ruht. Man merkt Shae sofort an, dass sie kaum älter als 12 oder 13 sein kann, weshalb es recht selten zu Verwechslungen bezüglich ihres Alters kommt. Auch der Rest ihres Körper entspricht diesem Bild deutlich, ist das Mädchen für ihre Größe doch weder besonders klein, noch groß und auch vom Gewicht her ein absoluter Durchschnittstyp. Man kann die Magierin nicht als wirklich schmächtig oder zierlich bezeichnen, hat sie von ihren vielen Ausflügen in die Natur doch durchaus einige Muskeln aufgebaut und kann daher durch eine sehr gesunde und vitale Figur überzeugen. Auch ihr Hautton bezeugt ihre Liebe zur Freiheit, ist ihr Teint doch normalerweise leicht gebräunt und selten blass oder kränklich, was verhindert, dass ihre Haafarbe ihrem Gesicht eine gelbliche Färbung verleiht.
Nicht nur die Figur des Mädchens ist durchaus sehr altersentsprechend, auch die Kleidung, die sie trägt, gehört unverkennbar in den Kleiderschrank einer Dreizehnjährigen. Shae liebt bunte Farben, Muster und Schleifen. Sie mag es, sich möglichst auffällig und schrill zu kleiden und nicht selten passiert es, dass sie sich vollkommen in den Farben vergreift und Dinge trägt, die in keinem Fall auch nur ansatzweise zueinander passen. Oft ist wie ein quietschebunter Flummi gekleidet und zieht so die Aufmerksamkeit ihrer Umgebung auf sich, wenn sie wie ein Regenbogen durch die Strassen der Stadt huscht, immer auf der Suche nach jemandem der sich unbedingt mit ihr unterhalten möchte. Neben den bunten Farben ist jedoch auch die eher unterdurchschnittliche Qualität der Kleidung zu verzeichnen. Oft hat der Stoff Löcher oder ist von etwas rauem, kratzigem Material und nicht selten trägt das Mädchen im Winter mehrere Pullover übereinander, ganz einfach weil sie keinerlei Geld hat, um sich einen der teuren Wintermäntel zu kaufen und auch ihre Familie ihr aus finanziellen Gründen und Engpässen keinerlei Jewel zu kommen lassen kann. Daher muss sie sich auch bei ihrer Kleidung mit der eher kostengünstigen Variante zufriedengeben, was jedoch keinerlei Problem darstellt, ist sie doch mit wenig Geld aufgewachsen und kennt es daher nicht anders. Besonders stolz ist Shae auf den gelbbraunen Kaputzenponcho, welcher ihr ein treuer Begleiter ist und sie trotz der vielen Flicken und aufgelösten Nähte immer noch guten Gewissens durch den Winter bringt. Er ist für sie immer ein Stück Zuhause, für den Fall das sie einmal Heimweh bekommt oder sich aus anderen Gründen verlassen fühlt, hat er doch durch die vielen reparierten Stellen, bei welchen ihre Großmutter in mühseliger Handarbeit die Flicken aufgenäht hat, echten Charakter und Einzigartigkeit bekommen und ist daher ein wahres Unikat.

BESONDERE MERKMALE: Das besonderste Merkmal an Shae ist wohl, dass sie über keinerlei offensichtlich besondere Merkmale verfügt. Das Mädchen ist sowohl in Körpergröße, als auch Gewicht und Verfassung ein absoluter Durchschnittsmensch und strahlt weder aus einer Menschenmasse, noch einer Gruppe von wenigen Leuten besonders heraus. Tatsächlich ist sie sogar dermaßen unscheinbar, dass sie für die meisten Leute nicht einmal einen zweiten Blick wert ist, wäre da nicht ihr ausgefallen bunter Kleidungsstil, welcher nicht selten das ein oder andere neugierige Auge auf sich zieht. Die bunten Farben und unterschiedlichen Muster leuchten oftmals aus der Menge heraus und nicht selten fragt man sich, wer das Mädchen denn so fürchterlich unpassend eingekleidet hat. Die Antwort darauf ist ganz simpel und einfach: sie selbst, denn seit Shae in Fairy Hills wohnt, hat sie niemanden mehr, der ihr die Kleidung herauslegt und ist daher auf die fachmännische Einschätzung ihres eigenen Geschmackes angewiesen. Doch nicht nur ihre Bekleidung ist eine Besonderheit, auch die rosafarbenden Augen in Kontrast zu dem grasgrünen Haar bieten einen kleinen Hingucker, welcher einem bei genauerem Betrachten auffällt. Nicht nur, dass ihre Augenfarbe ohnehin kein wirklich alltäglicher Anblick ist, die Seelenspiegel wirken durch die perlmuttfarbenden Pigmente nahe der Iris auch noch wie zwei Perlen im runden Gesicht des Mädchens und gleichen so einem Schatz, welcher nur durch eingehende Betrachtung und aufmerksame Beobachtung entdeckt werden kann. Auch die Haarsträhnen erscheinen durch ihre Farbe auf die meisten Menschen wie eine Besonderheit, sind sie doch ausgefallen grün und erinnern ein wenig an eine frisch gemähte Wiese. Neben diesen Merkmalen muss wohl auch die Holzflöte genannt werden, welche man dauerhaft am Gürtel des Mädchens baumeln sieht, hat sie doch mit ihr direkten Zugriff zu ihrer Magie und fühlt sich ohne ihr Instrument oft schutzlos und ausgeliefert. Daher wird man das Mädchen niemals ohne dieses kleine Accessoire das Haus verlassen sehen und manchmal, da kann man sie dabei erwischen, wie sie ihre Finger vorsichtig über das glatte Holz wandern lässt, als wolle sie sich vergewissern, dass ihr Schatz noch an Ort und Stelle weilt.


◊ ◊ Charakter ◊ ◊

BENEHMEN: Das Verhalten eines Menschen basiert auf seiner Vergangenheit, den Erfahrungen und Eindrücken, die er in seinem Leben gesammelt hat und natürlich seinem inneren Wesen an sich. Viele Menschen sind geprägt, durch frühere Erlebnisse und Vorkommnisse, welche sie bestimmte Dinge gelehrt und damit vorsichtiger gemacht haben. Shae jedoch gehört nicht zu diesen Personen, tatsächlich kann man die kleine Magierin als ein sehr naives und unschuldiges Wesen, beinahe als ein unbeschriebenes Blatt bezeichnen. Fremden Menschen gegenüber verhält sich die Eiden meistens zuvorkommend und höflich, ein Grundsatz, welcher in ihrer Erziehung schon immer eine große Rolle gespielt hat. Von klein auf wurde dem Mädchen vermittelt, dass sie anderen Personen immer genauso gegenüber treten soll, wie sie auch von ihnen selbst behandelt werden möchte und sogar der Pan hat sie in jenem Gedankengang unterstützt und weiter gefördert. Es ist ein simples Konzept, nach welchem sie lebt, das sich jedoch in den meisten Situationen ihres Lebens als umso effektiver und positiver auswirkt. Vor allem als Magierin, die ihre Macht aus Verträgen mit eigenständig denkenden Wesen bezieht, liegt es in ihrer Verantwortung für ein gutes Klima zwischen sich selbst und ihren Geistern zu sorgen.
Daher kann man der Grünhaarigen wohl als ein sehr diplomatisches und friedliches Wesen zu schreiben,welches durch ihre empathische Natur vor allem darauf bedacht ist, es andere Menschen möglichst recht zu machen. Sie hat einen recht schüchternen und zurückhaltenden Kern, welcher sie meist zum Ruhepol einer Gruppe macht und reagiert vor allem auf Streit sehr empfindlich. Durch ihre mitfühlende Ader ist Shae in der Lage Verspannungen und andere emotionale Umschwünge früher als andere Menschen zu erkennen und bemerken, weshalb sie vor allem von Konflikten stärker betroffen ist als andere Personen. Diese Eigenschaft macht das Mädchen neben ihrer emotionalen Ader jedoch auch zu einer sehr guten Zuhörerin und nicht selten ist sie es, die traurigen Menschen die Schulter leiht, welche sie in einer bestimmten Situation vielleicht zum anlehnen brauchen. Sie tastet sich an empfindliche Themen sehr sachte und mit einer beachtlichen Vorsicht heran, weil sie sehr gut einschätzen kann, ob ein Thema sensibel ist und daher mit einer gewissen Behutsamkeit behandelt werden muss. Trotz ihrer sensiblen und mitfühlenden Art muss der kleinen Magierin jedoch ein gewisses Temperament zugesprochen werden, welches sich auch hier und da in ihrem sonst eher passiven Verhalten zeigt. Wenn Shae auch im Grunde ein sehr mitfühlender und empathischer Mensch ist, so sorgen gerade diese Eigenschaften dafür, dass sie sich gegenüber Menschen, die ihr wichtig sind, sehr beschützerisch und mütterlich verhält. Sie kann es nicht leiden, wenn jemand ungerecht behandelt wird und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie sich für ihre Freunde und Vertraute einsetzt.
Sollte man es schaffen, auf die böse Seite des Mädchens zu geraten, so zeigt sie ein erstaunliches Durchhaltevermögen, wenn es darum geht ihre Ansichten und Meinungen zu verteidigen und durchzusetzen. Sie wurde so erzogen, dass Moralvorstellungen bei ihr an oberster Stelle stehen und das Familiengefühl, welches sie bereits Zuhause genoss, wurde seit dem Beitritt zu ihrer Gilde noch einmal verstärkt. Freunde, die sie schon länger kennt und die ihr viel bedeuten, werden für sie relativ schnell zu einer Art Ersatzfamilie, die für sie da ist und sich um sie kümmert, wenn sie Hilfe braucht. Letzteres kommt leider relativ häufig vor, denn auch wenn sie ihrem Alter in manchen Eigenschaften voraus sein möge, so ist die Eiden dennoch alles andere als selbstständig und relativ häufig auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen. In vielen Bereichen fehlt es ihr an Talent und nicht selten machen ihr Situationen Angst, weshalb sie immer wieder auf die helfende Hand einer anderen Person angewiesen ist, wenn sie auch niemals von sich aus darum bitten würde. Es fällt der Magierin generell schwer, andere Menschen um Unterstützung zu fragen, hat sie doch Angst, dass sie ihnen zur Last fällt und sich letztendlich als nutzlos herausstellt. Dabei hilft auch nicht die Tatsache, dass sie meist andere für sich kämpfen lässt, während sie sich selbst eher im Hintergrund aufhält und die nötigen Fäden zieht. Shae ist eine Person, die wenig Selbstvertrauen hat und dies auch in ihrem Verhalten und ihrem Wesen widerspiegelt. Sie ist nun einmal keine Heldin, sondern eher das kleine Mädchen von nebenan, an welches man sich wendet, wenn es einem weniger gut geht und man auf der Suche nach Trost und Verständnis ist.

PERSÖNLICHKEIT: Jegliche Bezeichnungen, die Shaes Innerstes genauer beschreiben sollen, stünden wohl eindeutig unter dem Stichwort "Empath" und knüpfen an eben jenes Verhaltensmuster ziemlich genau und schlüssig an. Um nun zu verstehen, was genau die junge Magierin in ihrem Wesen ausmacht, muss man sich also als allererstes damit beschäftigen, was man unter einer empathischen Veranlagung genau versteht. Menschen, die wie Shae über die Gabe der Empathie verfügen, sind in der Lage sich sehr genau in andere Personen hineinzuversetzen und sie in ihren Gedanken und Gefühlen nachzuempfinden. Dabei handelt es sich jedoch keinesfalls um eine besondere Magieart, sondern um eine lediglich sehr ausgeprägte Sensibilität, die der Grünhaarigen zu eigen ist. Außerdem ist es in keinem Fall so, dass sie in der Lage sind, einen Blick in die Köpfe anderer Personen zu werfen, oder Gefühle wie durch Zauberhand zu spüren und verstehen. Tatsächlich kann man Empathen eher als ein Medium beschreiben, welches sehr sensibel auf Gefühlsumschwünge und andere emotionale Veränderungen reagierte. Shae ist ein Mensch, der unbewusst die emotionale Verfassung von Personen in ihrer Umgebung aufnimmt, und diese auf ihr eigenes Wohl und ihre eigene emotionale Lage überträgt. Geht es einem Menschen in ihrer Umgebung schlecht, dauert es nicht lange, bis auch sie sich weniger gut fühlt und ihr eine bedrückende Schwere auf dem Herzen liegt. Ähnlich liegt es bei anderen, starken emotionalen Zuständen wie beispielsweise Traurigkeit oder Glück. Fühlen sich Personen in ihrer Nähe wohl, so kann das Mädchen nicht anders, als sich mit ihnen gut zu fühlen und ebenfalls fröhlich zu sein, ganz gleich wie ihr vorheriger Gefühlszustand auch ausgesehen haben möge.
Zu ihrer höchst sensiblen Art kommt außerdem hinzu, dass Shae ein sehr selbstloser und aufopfernder Mensch ist. Sie stellt das Wohl und das Glück anderer grundsätzlich an erste Stelle, sorgt sich immer erst um andere Personen, bevor sie sich um sich selbst kümmert und Gedanken macht. Durch ihre mitfühlende Art weiß die Magierin, dass sich das Glück und Wohlbefinden anderer irgendwann einmal auf sie selbst überträgt und auch wenn sie nicht versteht, warum sie so sehr mit anderen Personen mitfühlt, so hat sie dennoch gelernt, sich mit dieser Tatsache abzufinden und auf ihre eigene Art damit zu leben. Auf gewisse Weise kann man sie vielleicht sogar als berechnend oder vorausschauend bezeichnen, wenn man beachtet, dass sich die Freude anderer Menschen auf ihr eigenes Wesen kopiert und sie daher ebenfalls glücklich macht, was bei vielen Menschen in ihrer Lage wohl erklären würde, warum sie sich bemühen erst andere Personen fröhlich zu machen, bevor ihr eigenes Wohlbefinden Erwähnung findet. Shae jedoch tut die meisten Dinge unbewusst und ohne sich genauere Gedanken über ihre Absichten zu machen, ganz einfach weil sie von dem unglaublichen Drang zu Helfen angetrieben wird. Sie ist ein Mensch, der auf ganz besondere Art und Weise gelernt hat, mit seinem Charakter und den damit verbundenen Stärken und Schwächen zu Leben und nicht wenige bezeichnen das Mädchen tatsächlich als herzensgut. Sie tut alles aus den reinsten und unschuldigsten Absichten heraus, sieht die Welt noch immer mit reinen Kinderaugen und glaubt, dass man allen Personen helfen kann und jeder eine zweite Chance verdient hat. Dieser ausgebildete Gerechtigkeitssinn macht es dem Mädchen möglich, auch in schwierigsten Situationen ihrem Gewissen zu folgen und zudem über all die Zeit trotzdem im Reinen mit sich selbst zu bleiben. Sie ist eine ausgeglichene Person, die sich in ihren moralischen Vorstellungen und Grundsätzen trotz ihres Alters nur wenig beeinflussen lässt und ihrer Meinung meist treu bleibt, sind ihre Gerechtigkeitsvorstellungen es doch, die das Mädchen antreiben ihr Bestes zu geben und anderen Menschen auf ihre Art und Weise behilflich zu sein.
Möge Shae gegenüber fremden Personen jedoch auch noch so zugetan und hilfsbereit sein, Familie und Freunde stehen für das kleine Mädchen dennoch immer an allererster Stelle. Als Magierin, die auf Verträge mit anderen Wesen angewiesen ist, fällt es ihr zwar sehr leicht neue Kontakte zu knüpfen, doch dürfen die Beziehungen zu Personen, die ihr wichtig sind, nicht unterschätzt werden. Shae kann einen außergewöhnlichen Beschützerinstinkt ihr Eigen nennen, welcher immer dann in Kraft tritt, wenn sie sieht, dass jemand einen Menschen bedroht, der ihr wichtig ist und eine größere Bedeutung in ihrem Leben besitzt. Ihre Gilde ist für die Magierin das Wichtigste, weshalb sie immer ganz besonders darauf acht gibt, dass sie dem Ruf von Fairy Tail auch auf Aufträgen keinerlei Schaden zufügt und sich ausschließlich angemessen verhält. Sie weiß, dass sie als Gildenmagierin eine große Verantwortung trägt und sie kann sich nichts schlimmeres vorstellen, als die Menschen zu enttäuschen, welche solche Hoffnung in sie gesetzt und sich auf ihre Fähigkeiten verlassen haben.

VORLIEBEN: Wirft man einen Blick auf die kleine Shae, so kommen einem gleich mehrere Gedanken in den Sinn, was das kleine Mädchen in ihrer Freizeit eventuell gerne tut oder womit sie sich öfter beschäftigt. Viele tippen darauf, dass sie gerne liest oder ihre Zeit mit Kindern ihres Alters verbringt, doch nur die wenigsten sind in der Lage, die wahren Vorlieben und Beschäftigungen des Mädchens aus dem Stegreif heraus zu erahnen. Würde man Shae fragen, was sie gerne in ihrer Freizeit tut, so würde das Mädchen wohl als allererstes ihr Musikspiel erwähnen. Shae liebt es, sich näher mit ihrer Flöte und den Tönen zu beschäftigen, welche diese bei korrekter Benutzung von sich gibt. Dabei geht es nicht allerdings nicht nur um die Magie, welche sie mit eben jenem Instrument wirken kann, sondern auch um das bloße Musikspiel an sich, ist sie doch sehr stolz auf ihre Fähigkeiten in diesem Bereich. Vor allem für jemanden wie sie, der unter ärmlicheren Bedingungen aufgewachsen ist, stellt ihr Talent in diesem Feld etwas Besonderes da, was sie wohl ohne die Hilfe des Pans niemals entdeckt hätte. Dieser und alle anderen Naturgeister stellen ein weiteres Interesse und eine Leidenschaft im Leben des Mädchens dar.
Shae hat über die letzten Jahre hinweg eine sehr enge Bindung zu ihrer Magie und dessen Wesen aufgebaut und ein Leben ohne die vielen Geister kann sich die Eiden mittlerweile nicht einmal mehr vorstellen. Immer wieder versucht sie Neues und Unbekanntes über die Wesen, welche für viele Menschen lediglich in Fantasiegeschichten Wirklichkeit sind, herauszufinden und nicht selten kann man die Grünhaarige stundenlang Gespräche mit ihren Geistern führen sehen, welche sie immer weiter und tiefer in diese geheimnisvolle Welt der Natur einweisen und über die Eigenschaften der verschiedenen Wesen lehren. Neben ihrer Faszination bezüglich ihrer Magie und der Musik besitzt Shae jedoch auch noch eine weitere Vorliebe, die sich auf ihre Essgewohnheiten bezieht. Dadurch, dass sie mit den meisten Tieren und Lebewesen so eng in Kontakt steht, isst die Eiden grundsätzlich kein Fleisch und ernährt sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten. Das kleine Mädchen lebt nämlich tatsächlich vollkommen vegan, was ihr in so manchen Lokalen durchaus Probleme bereitet, etwas Essbares zu finden und zu bestellen. Für viele Menschen ist es unvorstellbar, wie man bereits in solch jungem Alter so sicher sein kann, was die eigene Ernährung und Moralvorstellungen angeht, doch Shae hat einen ganz gewissen Lebensstil angenommen, nachdem sie ihre Wurzeln der Magie näher erforscht hat. Es fällt ihr leichter, sich so mit ihrem Gewissen auseinanderzusetzen, als in moralische Konflikte zu kommen und sich anschließend nicht wohl, beziehungsweise schuldig in ihrer Haut zu fühlen. In gewisser Weise spiegelt sich an dieser Stelle auch das Einwirken des Pans in der Erziehung des Mädchens wieder, hat dieser doch das Bewusstsein der Magierin soweit trainiert, dass sie nun trotz ihres jungen Alters in der Lage ist, sich mit schwierigen Fragen und komplizierteren Themen auseinanderzusetzen und sich passend dazu auch eine eigene Meinung zu bilden.
Neben solch komplizierteren Dingen schafft es Shae jedoch auch, sich an kleineren Dingen des Lebens zu erfreuen, weshalb man die Magierin schon glücklich machen kann, in dem man ihr erzählt, dass in einigen Tagen die Sonne scheint. Die Eiden liebt Frühling und das damit verbundene Wetter, bietet es doch die beste Zeit, sich unbekümmert in Wäldern und auf Wiesen herum zu treiben, ohne gleichzeitig um seine Gesundheit fürchten zu müssen. Außerdem gibt es in der Natur so unglaublich viele interessante Dinge zu entdecken, weshalb es keine Seltenheit ist, wenn man Shae über das Wochenende nicht in Fairy Hills oder dem Gildenhaus von Fairy Tail antrifft, ist es doch sehr wahrscheinlich, dass sie wieder einmal ihren Rucksack gepackt und über das Wochenende in die Wälder gezogen ist, natürlich immer ihre liebste Begleiterin Vica im Schlepptau. Für die Eiden bietet die Natur ein wundervoller Ort, an dem es ihr nicht nur möglich ist, eine noch tiefere Bindung zu ihrer Magie herzustellen, sondern sie außerdem auch ohne Bedenken ihre Naturgeister beschwören oder treffen und etwas Zeit mit ihnen verbringen kann. Schließlich gibt es einige Geister, mit denen sie bisher keinen Vertrag abgeschlossen hat und die sie nur bei solchen Gelegenheiten zu Gesicht bekommt. Ähnlich steht es auch um den Pan selbst, welchen sie noch immer recht häufig in den Tiefen der Wälder aufsucht, um sich Rat zu holen oder ihm manchmal auch von dem ein oder anderen Abenteuer zu berichten, welches sie seit ihrem Beitritt in der Gilde erlebt hat.

ABNEIGUNGEN: Shaes Abneigungen sind so leicht und offensichtlich zu finden, dass es keinerlei Meister braucht, um sie nicht bereits nach wenigen Minuten zu entdecken. Tatsächlich reicht es schon, sich näher mit ihren Vorlieben und Interessen auseinander zu setzen, um einen entsprechenden Schluss zu ziehen und anschließend ein Bild davon zu haben, was die grünhaarige Magierin auf den Tod nicht ausstehen kann. Als allererstes wäre da der Lärm, welchem das Mädchen wenn möglich lieber aus dem Weg geht. Auch wenn sie ein Mitglied der Gilde Fairy Tail ist, welche generell eher für ihre laute als dezente Art bekannt sind, so kann die Eiden dennoch nicht lange in zu lauter Umgebung unterwegs sein und Hektik generell nur schwer ertragen. Es macht sie nervös und sorgt für Unbehagen, weshalb sie sich auch meist nicht wirklich lange in der familiären Umgebung des Gildenhauses aufhält. Auch Bahnhöfe und andere belebte Plätze machen das Mädchen nervös und nicht selten hat sie nach einem Bummel über den Marktplatz von Magnolia mit starken Kopfschmerzen und anderen Unannehmlichkeiten zu kämpfen.
Neben dieser Schwäche gegenüber Lärm, besitzt Shae auch einen sehr empfindlichen Magen, der sie in ihrem Privatleben erheblich einschränkt. Nicht nur, dass sie auf Grund ihrer Überzeugungen vollkommen vegan lebt, sie leidet außerdem unter einer Allergie gegen viele Früchte, was sie in ihrer ohnehin geringen Lebensmittelauswahl noch weiter einschränkt. So kommt es, dass das Mädchen oft stundenlang damit verbringt, sich zu überlegen, was sie wann Essen soll und wie sie das Ganze zubereitet, so dass sie trotz der vielen belastenden Lücken in ihrem Speiseplan auch angemessen satt wird. Bekannterweise isst Shae aus moralischen Gründen weder Fleisch noch andere tierische Produkte und auch wenn sie nicht das Selbe von anderen Menschen erwartet, so verfügt sie dennoch über eine große Abneigungen was Menschen angeht, die entsprechende Dinge für selbstverständlich halten und nicht wertzuschätzen wissen. Auch Personen, die Tieren wehtun oder sie anderweitig schlecht behandeln können nicht erwarten, bei der Grünhaarigen besonders beliebt zu werden oder ihre Zuneigung zu gewinnen, werden solche Menschen von ihr doch mit überraschend heftiger und allgegenwärtiger Abneigung gestraft.
Shae vergibt Fehler in dieser Richtung nur selten bis nie und ist sehr nachtragend, wenn es um das Wohl unschuldiger Lebewesen, sei es nun Mensch oder Tier, geht. Neben diesem mehr als ausgeprägten Gerechtigkeitssinn verfügt Shae außerdem über eine unterschwellige Abneigung gegenüber Personen, die viele Stimmungsschwankungen in kurzer Zeit durchmachen. Nicht, dass sie besonders stolz darauf ist, aber für einen empathischen Menschen wie die Eiden ist es sehr schwer, es lange in der Gegenwart von solchen Personen auszuhalten, geschweige denn sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Da die kleine Magierin grundsätzlich die Gefühle anderer auf ihr eigenes Wohl überträgt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich den Launenwechseln dieser Menschen hinzugeben und sie am eigene Leib zu erfahren, was für einen Menschen wie Shae, der im Grunde sehr ausgeglichen und ruhig ist, eine weniger schöne Erfahrung darstellt. Aus ähnlichen Gründen versteht sich die Grünhaarige auch weniger gut mit Menschen, die dauernd deprimiert oder schlecht gelaunt sind. Lily ist ein Mensch, der gerne und oft fröhlich ist, weshalb sie die Nähe von traurigen Personen ausschließlich sucht, wenn sie glaubt, dass ihre Hilfe als einfühlsame Person gefragt ist. Mit einem grundsätzlich depressivem Menschen auf Quest zu gehen ist jedoch eine Aufgabe, welche für das Mädchen eine große Belastung darstellt und grundsätzlich weniger positive Erlebnisse mit sich bringt.
Ähnlich lässt sich auch ihre große Abneigung gegenüber Menschenmassen definieren, fühlt sie sich doch von den vielen Einflüssen und Geräuschen leicht überwältigt und bevorzugt generell lieber die Stille und Einsamkeit der heimischen Wälder, welche für sie immer wieder ein Ruhepohl sind, an den sie zurück kommen kann. Generell meidet Shae auf Grund ihrer wenigen Erfahrungen auch technische Gegenstände, sind diese ihr doch nicht nur durch ihrer Beschaffenheit, sondern auch durch ihren Gestank und den Lärm, den sie häufig produzieren, mehr als unangenehm. So braucht es oft einiges an guten Zuredens, bis man die Magierin in einen Zug oder ein anderes magisches Gefährt bekommt, was nicht nur auf Quests ein schwieriges Hindernis ist, sondern sie auch in anderen Bereichen erheblich einschränkt. Elektronik und Magie, die mit ähnlichen Dingen zu tun hat, machen dem Mädchen Angst und sie vermeidet den Kontakt mit derlei Dingen sehr bewusst, möchte sie doch nicht, das andere Personen von dieser albernen Angst erfahren und sie so zu einer Last wird.

STÄRKEN: Shaes Stärken sind weder besonders schwer zu finden, noch benötigt man einen Experten um sich ihrer genauer bewusst zu werden. Normalerweise reicht eine einzige Begegnung mit dem schüchternen Mädchen, um sagen zu können, worin genau sich ihre Fähigkeiten und Talente definieren. Da wäre natürlich ganz oben und an dominantester Stelle Shaes empathische Ader, welche es ihr möglich macht, das Gefühlsleben der meisten Personen relativ leicht und einfach nachzuvollziehen. Die Eiden verfügt über ein solches Mitgefühl, wie man es nur in einigen Personen unter Hunderten finden kann. Sie ist in der Lage, Situationen auf der Gefühlsebene perfekt nachzuvollziehen und nicht selten passiert es, dass sie den emotionalen Zustand anderer Menschen ganz unbewusst auf sich selbst projiziert und sie für ihre eigenen Empfindungen hält. So fällt es ihr sehr leicht, Streit und andere angespannte Situationen bereits früh zu erahnen und dementsprechend vorbeugende und entschärfende Maßnahmen zu ergreifen, um das Unheil abzuwenden und die Atmosphäre anschließend wieder in eine friedlichere Richtung zu lenken, manchmal auch ohne das die betroffenen Personen es auch wirklich bewusst wahrnehmen. Shae hat eine Art, die auf die meisten Menschen sehr beruhigend und mildernd wirkt, was sie für nicht Wenige zu einer sehr wertvollen und angenehmen Begleitung und Freundin macht. Zu den Stärken der jungen Magierin gehört neben ihr einfühlsamen Art auch ganz ohne Zweifel der Beschützerinstinkt, welchen sie gegenüber Personen hegt, die ihr wichtig sind. Ihre Freunde sind für das Mädchen wie eine Familie und für sie würde sie jederzeit ohne zu zögern durch Feuer und anderes Unheil gehen, bilden sie doch den Mittelpunkt ihres Lebens. Daher teilt das Mädchen auch eine große Abneigung dagegen, andere Menschen für sich kämpfen zu lassen und steht nicht selten in Konflikt mit ihrer eigenen Magie, beruht diese doch darauf, die Naturgeister als eine Art Unterstützung zu beschwören und sich selbst in Kämpfen eher im Hintergrund zu halten.
Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass Shae ihrem Alter in einige Bereichen ein wenig voraus ist, was sich vor allem im Bereich ihrer Moralvorstellungen und auf ihre Auffassungsgabe bezogen erkennen lässt. Sie ist in der Lage, sich relativ schnell eine eigene Meinung zu Themen zu bilden, die für andere Kinder ihres Alter oft schwieriger zu verstehen sind und auch ihre Vorstellung an sich entbehrt nicht einer gewissen Reife, die für ihre Altersgruppe im Grunde ungewöhnlich ist. Es scheint fast so, als würde sich die Eiden tatsächlich tiefere Gedanken über all ihre Taten machen und Verantwortung für die Dinge übernehmen, die sie tut und denkt. So gehört es auch zu ihrem Wesen, sich mit schwierigen Bereichen zu beschäftigen und eine Möglichkeit zu finden, auch aus moralisch komplizierten Situationen einen Ausweg zu finden, mit dem sie leben kann und der für sie selbst zufriedenstellend ist. Neben diesen Eigenschaften verfügt Shae außerdem über ein erstaunliches Vokabular, welches es ihr möglich macht, auch in schwierigen Situationen die richtigen Worte zu finden und entsprechend zu reagieren. Zusätzlich zu all diesen empathischen Eigenschaften verfügt die Eiden außerdem noch über ein Talent, welches ihr vor allem in ihrer Entwicklung bisher sehr dienlich war. Tatsächlich besitzt die Magierin nämlich einen außerordentlichen Lernwillen, mit welchem sie sich immer wieder anspornt ihr Bestes zu geben und nicht aufzuhören, sich neue Dinge anzueignen. Es war dieser Lernwille, welcher ihr damals half, das Lesen und Schreiben von ihrer Großmutter zu erlernen und ihr anschließend auch zur Hilfe eilte, als der Pan sie darin unterrichtete, wie genau sie die Flöte zu spielen hatte, um diese anschließend bei dem Gebrauch ihrer Magie zu verwenden. Immer wieder motiviert sich die Magierin, nicht nachzulassen und aufzugeben, sondern weiterhin am Ball zu bleiben und zu versuchen mehr zu erfahren und lernen. Auch jetzt hat sie diese Eigenschaft nicht verloren und profitiert weiter von ihr, was ihr dabei hilft, sich immer wieder für ungewöhnliche Themen zu begeistern und ihr Wissen zu erweitern. Außerdem lässt sich ganz eindeutig ihre Kontaktfreudigkeit als eine Stärke bezeichnen, macht diese es ihr doch sehr leicht andere Menschen kennen zu lernen und Freunde zu finden. Trotz ihrer leichten Schüchternheit ist es ihr dennoch möglich, gegenüber Fremden offen und zuvorkommend aufzutreten und nicht wenige fühlen sich von der natürlich fröhlichen und leicht zu begeisternden Art angezogen, lässt diese die Magierin doch sehr sympathisch und offen wirken. Beinahe wie eine kleine Blume, welche nur auf einen einzigen Sonnenstrahl wartet, bis sie erblüht und ihre Schönheit der Welt präsentiert.

SCHWÄCHEN: Wenn es um Schwächen geht, hat Shae ein gewaltiges Arsenal vorzuweisen, mit dem sie mehr oder weniger glänzen und überzeugen kann. Wo man zum Beispiel ihre empathische Veranlagung als eine ihrer größten Stärken sehen kann, bildet sie gleichzeitig auch die allergrößte Schwäche des Mädchens. Ihre mitfühlende Ader bringt Shae immer wieder in Interessenkonflikte und auch ihre Angewohnheit, die Gefühle anderer Menschen unbewusst auf sich selbst zu übertragen, ist eine Tatsache, die sie in ihrem Lebensstil stark einschränkt. So hält sie es beispielsweise niemals lang in der Gegenwart von wechselhaften oder stark deprimierten Personen aus, fühlt sie sich anschließend doch selbst sehr unglücklich und ist unter solchen Umständen nicht in der Lage, sich aus ihrer Lethargie zu befreien. Wechselhafte Menschen machen sie unbehaglich und beschwören eine gewisse Unsicherheit hervor, welche wohl in ihrer Gefahr verborgen liegt. Launische Menschen sind für Shae sehr schwierig zu lesen und bleiben niemals lange bei einem emotionalen Zustand, ehe sie auch schon ihre Laune wechseln und zum Nächsten schlüpfen. Das sorgt auch in der Magierin für eine innere Unruhe und macht es ihr schwer, diese Personen korrekt einzuschätzen und ihnen zu helfen. Wobei wir bei ihrer nächsten Schwäche wären, denn Lily ist einer der Menschen, die anderen krampfhaft helfen und beistehen müssen. Sie kann es nicht nachvollziehen, wenn jemand mit seinem Kummer allein gelassen werden möchte und noch schwerer fällt es ihr, zu akzeptieren, wenn sie mit Zurückweisung auf ein Hilfeangebot konfrontiert wird. Es ist ihr unbegreiflich, dass es Personen gibt, die ihre Trauer nicht teilen wollen und lieber selbst mit ihren Gefühlen fertig werden. Hinzu kommt, dass Shae eine unglaublich sensible Person ist. Sie lässt sich sehr leicht durch die Meinungen anderer Menschen beeinflussen und verletzen, während man sie durch unbedachte Aussage auch das ein oder andere Mal zum weinen bringen kann.
Auch auf Streit und andere Konflikte unter Vertrauten reagiert sie empfindlich, da sie es nicht leiden kann, wenn sie mit ansehen muss, wie Beziehungen zerstört werden. Daher sieht sie es als ihre persönliche Aufgabe, in solchen Situationen einzuschreiten und zur Hilfe zu eilen, auch wenn andere ihre manchmal recht heftige Reaktion oftmals nicht nachvollziehen können und genervt reagieren. Zu ihren Schwächen reiht sich außerdem die Tatsache, dass Shae es nicht leiden kann, wenn sie gezwungen ist, andere Leute für sich kämpfen zu lassen. Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, dass sie ausgerechnet in der Magie der Beschwörung unterrichtet wurde, welche sich doch hauptsächlich auf das Kämpfen mit anderen Wesen konzentriert und dennoch löst es in dem Mädchen eine große Portion Unbehagen aus, wenn sie von ihren Kameraden beschützt werden muss. Es vermittelt dem Mädchen meist ein hilfloses Gefühl und weckt in ihr den Anschein, dass sie sich absolut ungeschickt und nutzlos in einem Kampf angestellt hat. Sollte man sich dessen bewusst sein, lässt sich auch die Überfürsorge bezüglich ihrer Geister erklären, welche sie auf Missionen immer wieder begleitet. Die Eiden verfügt über kaum Kampferfahrung und kann daher sehr schlecht einschätzen, wie viel ihre Geister aushalten, bevor sie in einem Kampf überfordert sind. Auch über ihre eigenen Fähigkeiten hat sie einen relativ schlechten Überblick und nicht selten kommt es vor, dass sie sich trotz ihrer sonst so zuversichtlichen Art unter den Scheffel stellt, was ihr eigenes Talent angeht. Sie ist sehr unsicher, wie weit sie ihre geliebte Magie in einem Kampf bringt und ab wann sie lediglich im Weg ist, wobei sie letzteres jedoch niemals als Kritik von einem anderen Magier akzeptieren würde.
Shae liebt ihre Naturgeister über alles und so sehr sie auch an ihren eigenen Fähigkeiten zweifelt, desto zuversichtlicher ist sie, was die Stärke ihrer Begleiter angeht. Sie weiß, das sie unvorstellbar stark werden können, wenn sie sich auch bisher nicht sicher ist, wie weit sie mit ihren eigenen Geistern gehen kann. Neben diesen charakterlichen Fehlern verfügt Shae außerdem über eine Angst, was ungewohnte und neue Situationen angeht. Sie kann sich manchmal relativ schwer anpassen und auch wenn sie sich von übermächtigen Gegnern nur selten Angst einflößen lässt, so kommt es dennoch vor, dass sie von einer gewissen Verzweiflung ergriffen wird, wenn sie bemerkt das ein Kampf aussichtslos ist. Shae ist erst vierzehn, weshalb man es ihr wohl nicht verübeln kann, dass die Angst vor Schmerz, Verlust und Zerstörung allgegenwärtig ist, wenn sie es mit einem Menschen zu tun hat, welcher sie bedroht und sie zudem auch noch in seinen Fähigkeiten deutlich übertrumpft.

ZIEL: Shae hat gleich mehre Ziele, die sie in ihrem Leben unbedingt erreichen will und die sie während ihrer Laufbahn als Magierin recht ehrgeizig und entschlossen verfolgt. Zum einen möchte sie natürlich, wie viele andere, stärker und damit ein besserer Magier werden. Jedoch verfolgt sie diesen Wunsch nicht, weil sie sich selbst profilieren möchte, sondern einfach weil sie so mehr Geld verdient und ihre Eltern besser unterstützen kann. Die gesamte Familie Eiden kann nicht behaupten, einen sonderlichen großen Besitz ihr Eigen nennen zu können, und nicht selten gibt es Winter, an denen an gleich mehreren Stellen gespart werden muss. Daher sendet Shae den Großteil ihres Verdienstes nach Hause und behält nur wenige Jewel für sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse. Wenn sie nun stärker wird und schwierigere Aufgaben erfüllen kann, so verdient sie automatisch mehr Geld und ist so in der Lage, ihren Verwandten und sich selbst einen angenehmeren Lebensstandart zu ermöglichen. Neben diesem Wunsch verfolgt Shae außerdem das Ziel, alle Familien der Naturgeister zu erforschen und ihre Geheimnisse zu ergründen. An ihre Magie wagt sich das Mädchen mit großem Ehrgeiz und gewaltiger Leidenschaft heran, was ihre Begeisterung gegenüber den verschiedenen Eigenarten und Besonderheiten der Naturgeister nur allzu gut erklärt. Das sie außerdem in den Augen des Pans eine würdige Benutzerin dieses ganz bestimmten Magiezweiges werden möchte, ist wohl selbstredend und dennoch eine Erklärung, warum sie sich immer wieder bemüht, ihr Bestes zu geben und ihn zu frieden zu stellen.


◊ ◊ Umfeld und Hintergrund ◊ ◊

FAMILIE:
Janice und Alric Eiden
Janice und Alric sind Shaes Eltern und damit die Menschen, die das Mädchen aufgezogen und für sie gesorgt haben. Während Janice als Floristin arbeitet, geht Alric seiner Beschäftigung als Holzfäller sehr gewissenhaft nach und auch wenn beide nie wirklich viel Zeit für ihre einzige Tochter hatten, so kann man dennoch guten Gewissens behaupten, dass das Verhältnis zwischen Mutter, Vater und Tochter sehr familiär und liebevoll ist. Dementsprechend schwer fiel es den Beiden auch, ihre Tochter ziehen zu lassen, als sie bei ihr die Begabung zur Magie feststellten und ihnen bewusst wurde, dass das seltene Talent des Mädchens auf dem Land bloß verschwendet war und besser genutzt werden konnte. Dennoch entschieden sie sich recht schnell, dass es die richtige Entscheidung sei, dass Mädchen in die Obhut der örtlichen Gilde zu bringen und so sicher zu gehen, dass sie in ihren Fähigkeiten entsprechend unterstützt und gefördert wurde. Auch heute ist das Verhältnis zwischen beiden Parteien sehr gut und nicht selten fährt Shae über das Wochenende oder an Feiertagen auf den Hof, um ihre Familie zu besuchen und anschließend ein paar Tage in ihrer Obhut und der vertrauten Umgebung zu verbringen. Selbst Vica wurde von Beiden, wenn auch noch anfänglichen Schwierigkeiten und einigen weniger angenehmen Besuchen, langsam akzeptiert und mittlerweile ist sie ein gern gesehener Gast im Hause Eiden. Schließlich passt die achtbeinige Spinne nicht nur auf, dass der süßen kleinen Lily auf ihren Abenteuern nichts passiert, sie arbeitet zudem auch erheblich am Selbstbewusstsein des Mädchens und unterstützt sie bei schwierigen Entscheidungen oder hitzigen Diskussionen. Der einzige Streitpunkt zwischen Eltern und Tochter ist der Name Shae, welchen sich beide partout weigern zu benutzen und nicht nachvollziehen können, wie das Mädchen auf die Idee kam, sich eine neue Identität zuzulegen. Für Alric und Janice wird das Mädchen für immer ihre kleine Lily bleiben und nichts wird das jemals ändern können.

FREUNDE:

Vica
Acht lange schwarze Beine, ein kugelförmiger Körper und sechs rabenschwarze Augen, die einen aus jeder Ecke zu beobachten scheinen. Freundet man sich mit Shae an, oder begegnet ihr auch nur einige Male auf der Straße, so kommt man nicht umhin zu bemerken, dass das Mädchen niemals ohne ihre arachnidische Freundin Vica anzutreffen ist. Die kleine Spinne war der erste Naturgeist, mit welchem Shae einen Vertrag abschloss und bildet trotz ihrer mangelnden kämpferischen Fähigkeiten einen nicht wegzudenkenden Teil der Kampfkraft des Mädchens. Denn Vica ist nicht nur ihre Übersetzerin, welche ihr hilft mit den anderen Spinnengeistern zu kommunizieren, sie stellt außerdem auch eine ausgezeichnete Ratgeberin da und unterstützt das Mädchen in Entscheidungs- und Strategiefragen. Die Beiden haben sich über die Jahre hinweg zu einem ausgezeichneten Team entwickelt und scheinen mittlerweile beinahe unzertrennlich zu sein. Wo Vica ihre Herrin vor ungemütlichen Feen beschützt und das ein oder andere ältere Tantchen erschreckt, sorgt Shae dafür, dass ihre Freundin die Welt sieht und mehr vom Leben der Menschen erfährt. Der Pakt, den die beiden damals bei der Vertragsbindung abgeschlossen haben, beinhaltete nämlich, dass Shae dem Naturgeist als Dank für seine Dienste die Welt zeigt und sie auf sämtliche Aufträge mit nimmt, ganz gleich wie gefährlich diese auch sein mögen. Bisher ist die Eiden dieser Aufgabe mehr als gewissenhaft nachgekommen und auch in Zukunft wird sie sich wohl bemühen, die Wünschen ihrer besten Freundin so gut wie eben möglich zu erfüllen. Denn mal ehrlich, wer verärgert schon freiwillig einen seiner Naturgeister und setzt damit sämtliche Kommunikation in Bezug auf die eigene Magie aufs Spiel? Nicht zu vergessen, dass Vica und Shae nicht nur Partner und Kampfgefährten, sondern auch richtige Freunde, ja beinahe schon Familie sind und aufeinander acht geben, als wären sie Schwestern.

FEINDE:

Die Familie der Feen
Tatsächlich mag es für viele unverständlich, ja, beinahe unfassbar wirken, dass ein so niedliches und bezauberndes Mädchen wie Shae sich eines der fröhlichsten Völker der Naturgeister zum Feind gemacht hat und dennoch ist genau das die Wahrheit. Die Feen verachten die grünhaarige Magierin und weigern sich sogar einen Vertrag mit ihr einzugehen, weshalb man auch niemals eines der geflügelten Wesen an der Seite der Dreizehnjährigen kämpfen sehen wird. Nun frage sich der unbeteiligte Beobachter zurecht: wie konnte die Beziehung auf beiden Seiten zu einem solch drastischen Grad abkühlen und nichts als beidseitige Abneigung hinterlassen? Zur Verteidigung von Shae muss man an dieser Stelle sagen, dass das Mädchen im Grunde nichts für den Hass der Feen kann, liegt es doch lediglich an der Wahl ihrer anderen Partner, der sie diese Situation zu verdanken hat. Durch ihre enge Bindung mit der achtbeinigen Seite der Naturgeister wurde sie von den Feen, welche schon lange eine Fehde gegen die Spinnen führen, automatisch zu deren Seite hinzugeordnet und wird seitdem als ein weiterer erbitterter Feind des Volkes angesehen. Mit dieser Tatsache allein hätte sich die Grünhaarige relativ schnell abgefunden, wäre da nicht diese klitze kleine Eigenschaft der geflügelten Waldboten, bei jeder sich bietenden Kleinigkeit zu ihr zu kommen und von all den grausamen Machenschaften der Spinnen zu berichten. So ist es keine seltene Begebenheit, wenn sich hier und da eine Fee in das Haar des Mädchens schleicht, mit voller Kraft an den Strähnen reißt und anschließend lautstark verlangt, Shae möge doch etwas gegen die unzähligen Spinnennetze unternehmen, in welchen sich die kleinen Geister nur allzu leicht verfangen. Welch Glück, dass die Magierin meist ihre achtbeinige Begleiterin Vica dabei hat, welche sich den lästigen Wesen gewissenhaft annimmt.

GILDE:  Für Shae ist Fairy Tail vor allem der Ersatz der Familie, die sie bei Beginn ihres Werdegangs gezwungenermaßen praktisch zurücklassen musste. Gerade für jemanden, der so empathisch veranlagt ist, wie die junge Magierin sind Bezugspersonen sehr wichtig und diese hat sie in ihrer Gilde gefunden. Jedes Mal wenn die junge Magierin das warm wirkende Gildenhaus betritt fühlt sie sich erneut Zuhause angekommen und auch wenn sie die meiste Zeit recht schüchtern und zurückgezogen auf einem Stuhl hockt und eingehend ihre Zehen betrachtet, so lässt sich dennoch nicht abstreiten, dass die Dreizehnjährige sich in ihrer Gilde mehr als wohl fühlt. Daher ist es auch kein Wunder, dass sie unglaublich gerne Aufträge erledigt und so schnell wie möglich stärker und erfolgreicher als Magierin werden möchte, um ihrer Gilde auch ja nicht zur Last zu fallen oder sich als ein überflüssiges Mitglied herausstellen möchte. Fairy Tail ist Familie und die möchte sie unbedingt stolz machen.
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BeitragThema: Re: Lily "Shae" Eiden   Di 23 Sep 2014 - 19:07



◊ ◊ Geschichte ◊ ◊
Geburten sind unangenehm. Sie bereiten Schmerzen, ziehen sich nicht selten über gleich mehrere Stunden hin und können in manchen Fällen sogar durchaus gefährlich für die Mutter und das ungeborene Kind sein. Besonders riskant ist es, wenn sich keinerlei Ärzte oder andere medizinisch informierten Personen in der Nähe befinden und die Prozedur in einer unsterilen Umgebung stattfindet. Vermutlich konnte man es vor allem daher als einen echten Glücksfall bezeichnen, als die kleine Lily Grace Eiden gesund und munter am 17 Juli zur Welt kam. Nicht nur, dass ihre Mutter Janice sieben Stunden im Ehebett der Familie in den Wehen lag und das Mädchen auch anschließend in eben jenem Möbelstück das Licht der Welt erblicken sollte, zudem waren weder ein Arzt noch eine geburtshelfende Hebamme anwesend. Lediglich ihre Mutter stand ihr über die vielen schmerzerfüllten Stunden bei und erst als die kleine Lily unter lautem Geschrei das erste Mal in den Armen ihrer müden Mutter lag, hatte die Eiden das Gefühl, dass es all die Mühen und Schmerzen wert gewesen war und sein würde. Nichts konnte die Freude trüben, welche die erschöpfte Frau erfüllte. Sie hatte ihr erstes Kind geboren. Ein wahres Wunder wenn man bedachte, dass sie zuvor bereits zwei Kinder verloren hatte. Vermutlich war auch das einer der Gründe, warum sie in dem kleinen Mädchen ein Wunder und ein Geschenk der Mutter Erde sah und ihr den Namen Lily, von Elisabeth, gab, was im Grunde nichts anderes als "Die von Gott gesegnete" bedeutet.
Janice jedoch war nicht die Einzige, die sich über die Geburt des kleinen Mädchens freute, denn auch ihr Mann Alric zeigte sich mehr als glücklich. Der Holzarbeiter mochte noch so wenig Geld und Mittel haben um ein Kind vernünftig groß zu ziehen, Nachwuchs war für die kleine Familie dennoch ein Segen, weshalb keinerlei Gedanke an die geldlichen Mittel verschwendet wurden, als er seine wenige Stunden alte Tochter schließlich in den Armen hielt. Ihr Leben lang hatte sich das junge Paar Kinder gewünscht und nun war es endlich so weit, ihr Glück schien vollkommen.
Ihre Eltern konnten sich relativ glücklich schätzen, denn Lily Grace war ein einfaches und anspruchsloses Kind. Sie verlangte nur wenig Aufmerksamkeit und schlief bereits früh die Nächte durch. Meist lag es in den Händen der Großmutter sich um das kleine Kind zu kümmern, mussten doch beide Eltern arbeiten um genug Geld zu verdienen. Das Leben war nicht einfach, doch die Freude und Liebe innerhalb der kleinen Familie sollte nicht nachlassen und ihnen die Tage versüßen. Durch die eher bescheidenden Lebensverhältnisse lernte das Mädchen, die einfachen und weniger speziellen Dinge des Lebens zu schätzen und in einem anderen Licht zu sehen. Lily wuchs in einer behüteten und liebevollen Umgebung auf, was sich auch später noch tief in ihren Charakterzügen wiederspiegeln sollte. Von jeher wurde ihr vermittelt, dass es wichtig sei sich um einander zu sorgen und man nur in einer Gemeinschaft stark sein konnte. Vermutlich ist auch das einer der Gründe, warum das Mädchen seit jeher die Gesellschaft und Nähe anderer Menschen und Lebewesen suchte. Man konnte das Kind nie allein Zuhause lassen und manchmal sträubte sich die Kleine sogar, auch nur in einem leeren Raum zu liegen. Daher konnten sich ihre Eltern sehr glücklich schätzen, die Hilfe der Großmutter zu haben, welche sich zum größten Teil um die Erziehung und Versorgung der jüngsten Eiden kümmerte. Sie vermittelte dem Mädchen die wichtigsten Ideale und Wertvorstellungen, brachte ihr Lesen und Schreiben bei und erzählte ihr des Abends Geschichten zum Einschlafen. Ihre Großmutter war der wichtigste Mensch im Leben des Mädchens, und dennoch sollte sie bald bemerken, dass es noch eine Welt außerhalb des vertrauten Hauses gab, welche sie entdecken wollte. So kam es, dass die kleine Lily ihren Vater bald das erste Mal zum Holzfällen in den Wald begleitete und von der Schönheit und dem Zauber der Natur vollkommen gefesselt war. Wohin die Sechsjährige auch blickte entdeckte sie Rätsel und Geheimnisse, die von ihr entdeckt und aufgeklärt werden wollten, weshalb es bald zu einer regelmäßigen Gewohnheit werden sollte, dass der kleine Grünschopf an der Seite ihres Vaters auf den Wegen in die Wälder spazierte. Bald schon sollte ihr jedoch die Rolle als stille Beobachterin nicht mehr genug sein, weshalb sie sich immer öfter von ihrem Vater absonderte und den Wald auf eigene Faust erkundigte, während er seiner Arbeit nachging.

Anfangs hielt Lily sich zurück, folgte brav den Wegen und beobachtete die wahre Natur lediglich von den Seiten aus, hatte ihr Vater ihr doch das Versprechen abgenommen, sich ja nicht zu weit in die Wälder hineinzuwagen. Er hatte ihr erzählt, dass selbst er sich manchmal in dem Labyrinth aus Geäst und Bäumen verlief und erwartete daher, dass seine Tochter besonders vorsichtig und achtsam war, wenn sie sich auf die Reise in die Natur begab. Und dennoch reichten diese kontrollieren Ausflüge nicht, um den Wissensdurst und die Abenteuerlust des kleinen Mädchens zu befriedigen. Sie wollte mehr sehen, mehr riechen und mehr schmecken. Es reichte ihr nicht, die Wege entlang zu spazieren und ihr und da einen Funken von dem zu entdecken, was sie sehen könnte, wenn sie die altbekannten Wege verließ und sich in die wahre Wildnis aufmachte. So kam es, dass das Mädchen sich an einem warmen Frühlingsmorgen in die Welt hinter den Pfaden aufmachte und die ihr aufgelegten Grenzen überschritt. Eine ganze Weile hatte sie gezögert, ob es wirklich eine gute Idee sei, sich den Befehlen ihres Vaters zu wiedersetzen, doch letztendlich siegte die Neugier über die Angst und Lily Grace wanderte tiefer in den Wald.
Und wie schön es doch war, die vielen Pflanzen und Blumen einmal aus der näheren Perspektive zu sehen und sie berühren zu können. Die Sechsjährige entdeckte Pflanzen, die sie noch niemals zuvor gesehen hatte und Tiere, die niemals nah genug an die Wege oder den Dorfrand gekommen waren, als das die kleine Eiden einen Blick auf sie hätte werfen können. Rehe, Füchse, lauter Käfer die sie noch niemals zuvor erblickt hatte. Es war wie eine andere Welt, in die sie mit einem Mal gefallen war und die ihr nun völlig neue Dinge zeigte. Das Mädchen war so gefesselt von diesem wunderschönen Anblick, dass sie immer tiefer in den Wald hineinirrte und schließlich auf einer hübschen Lichtung ankam. Erschöpft ließ sich das Kind unter dem gewaltigen Baum nieder, welcher das Zentrum des moosbewachsenen Platzes ausmachte. Wie sollte sie nun wieder nach Hause kommen? Hätte sie etwa doch auf ihren Vater hören und auf den Wegen verbleiben sollen? Wie sie da so saß, in ihrer Verzweiflung den Tränen nahe, bemerkte Lily mit einem Mal ein Licht in dem Geäst über ihrem Kopf. Neugierig rappelte sich das Mädchen auf und griff in die Luft. Sie hatte tatsächlich etwas gefangen. Ob es wohl einer dieser Glühkäfer war, die sie eines Abends vom Haus aus beobachtet hatte? Als die Sechsjährige die Hand jedoch öffnete konnte sie eine kleine Figur mit leuchtenden Flügeln ausmachen, die sie empört anstarrte und anschließend verlangte, dass Lily sie gehen ließ. Das kleine Mädchen war für einen Moment wie erstarrt. War das etwa eine dieser Feen, von denen ihr ihre Großmutter in Geschichten erzählt hatte? Kurz musterte die Sechsjährige ihren Fund nur sprachlos, dann bat sie das kleine Wesen, ihr den Weg zurück auf die Wege und damit Nachhause zu zeigen, war sie doch schon viel zu lange fort und wollte ihren Vater nicht weiter ängstigen. Doch die Fee sträubte sich, behauptete sie könnte sich nicht zu weit von dem Erschaffer ihrer Melodie entfernen und hatte zudem überhaupt keinen Grund ihr zu helfen. Die Eiden wusste, dass das Wesen zumindest in seinem letzten Punkt richtig lag. Es hatte keinerlei Grund ihr zu helfen und würde sie hier zurücklassen. Der Gedanke trieb dem Kind Tränen in die Augen und als sie die Fee mit einem todunglücklichen Seufzer schließlich gehen ließ, empfand diese Mitleid mit dem schutzlosen Kind und beschloss, den Pan zu verständigen. Es dauerte gar nicht lange, da kehrte das flatternde Licht mit einem dunklen Schatten zurück, der Lily im ersten Moment zu Tode erschreckte. Hatte sie nun etwa ein Verbrecher gefunden und würde ihr wehtun? Ein Wimmern verließ die Kehle des Mädchens, als der Herr der Naturgeister sich vor ihr aufbaute und erst als sie die Gestalt vor sich genauer betrachtete fielen ihr ein paar Dinge auf, die sie automatisch beruhigten. Der seltsame Herr vor ihr sah gar nicht aus wie ein Mensch. Stattdessen hatte er diese komischen Ziegenbeine und richtige Hörner, die aus dem zotteligen Haar hervorlugten. Für einen Augenblick schwieg die Sechsjährige noch, dann fragte sie in ihrer kindlichen Naivität, wer er denn sei und was er für eine Krankheit habe, dass ihm solch seltsame Beine gewachsen waren. Ob er wohl von einem Fluch getroffen war? Der Pan antwortete mit donnerndem Gelächter und betrachtete das verlorene Mädchen dann mit einem Schmunzeln auf den bärtigen Lippen. Mit den grünen Haaren und den aufmerksamen Augen wirkte das kleine Mädchen beinahe wie eine seiner Feen, die er so gerne mit seiner Panflöte beschwor. Ob sie wohl ein geeignetes Wesen war, um ihr seine Magie beizubringen? Nun, zu allererst würde er sich vorstellen und der Kleinen klar machen, dass er alles andere als ein gewöhnlicher Mensch war und sie den Herren des Waldes persönlich vor sich hatte.
Lily reagierte auf diese Nachricht anders, als der Pan zunächst vermutet hätte. Tatsächlich zeigte sie keinerlei Angst oder Respekt, sondern lediglich ehrliche Begeisterung, als sie ihn aus ihren rosa farbenden Augen anblinzelte und zu erfahren verlangte, ob er diese wundervolle Welt erschaffen hatte. Der Pan, bezirzt von der reizenden Art der Sechsjährigen, verkündete, dass er den Wald nicht erschaffen, sondern selber eine seiner Kreaturen sei und sie immer willkommen war, sich bei ihnen aufzuhalten. Er selbst würde sie einladen an seiner Tafel zu speisen und die anderen Oberhäupter der Naturgeister kennen zu lernen, so verkündete er und befahl dann seiner kleinen Fee, das Mädchen zum Ausgang des Waldes zu geleiten. Die kleine Lily umarmte den Herren der Naturgeister in ihrer Dankbarkeit und versprach ihm anschließend so schnell sie konnte wieder zu kommen und mit ihm zu speisen.

Zurück Zuhause glaubte dem Mädchen selbstverständlich niemand, dass sie im Wald auf eine wirkliche Fee getroffen war und sich anschließend mit dem Pan persönlich unterhalten hatte, geschweige denn von ihm zum Essen eingeladen worden war. Stattdessen zürnte man ihr, dass sie so einfach davongelaufen war und sich dem Willen ihres Vaters wiedersetzt hatte. Lediglich die Großmutter betrachtete die Kleine einen Augenblick länger und intensiver als sonst und glaubte nich recht, dass Lily eine solch lebendige Fantasie besaß um sich eine solche Geschichte ganz einfach auszudenken. Natürlich war es möglich, dass sie lediglich ein Glühwürmchen für eine Fee gehalten hatte, aber wie sollte sie sich den Pan ausgedacht haben, hatte es doch seit jeher Geschichten über ihn gegeben, die mit ihren Erzählungen auf erstaunliche Weise übereinstimmten. Eine ganze Weile war es Lily verboten das Haus zu verlassen und das Mädchen litt sichtlich unter den Einschränkungen ihrer Freiheit. Sie wollte hinaus und die Welt sehen, stattdessen musste sie Bücher lesen und ihrer Oma im Haus helfen um sich die Zeit zu vertreiben. Es dauerte Wochen, ehe das Mädchen ihren Vater wieder begleiten durfte und auch dann war es ihr lediglich gestattet in der Nähe des Holzfällerlagers zu verweilen. Für das Mädchen waren dies die schlimmsten Augenblicke. Sie war dem Wald einerseits so nah und auf der anderen Seite doch so fern. Erst zu ihrem siebten Geburtstag durfte die Lily Grace wieder alleine hinaus und diesmal gestattete ihr Vater sogar, dass sie sich abseits der Wege bewegte, solange sie in der Nähe blieb. Die Eiden, beschützerisch gegenüber dieser neuen Freiheit, beschloss diesmal auf ihren Vater zu hören und strich lediglich nahe der Holzfäller und des Hauses durch die Natur. Und dennoch hielt sie dies nicht davon ab, nach dem Pan ausschau zu halten, welcher ihr noch immer ein Essen versprochen hatte. Sie rief seinen Namen, hielt ausschau nach Feen und anderen Naturgeistern und sollte dennoch nicht erfolgreich sein. Hatte der Herr des Waldes etwa gelogen als er sagte, dass er sie gerne wiedersehen würde? Hatte sie ihn zu lange warten lassen? Oder hatte er auch einfach keine Zeit für sie, weil er mit anderen wichtigen Aufgaben beschäftigt war? Das kannte Lily schließlich gut genug von ihrer Mama und ihrem Papa, die wollten immerhin auch nicht gestört werden, wenn sie am Arbeiten waren. Und dennoch machte sie der Gedanke, dass der Pan sie ganz einfach nicht wiedersehen wollte, auf seltsame Art und Weise traurig. Da dachte sie, sie hätte einen Freund gefunden und wurde dann doch so enttäuscht. Todunglücklich wollte das Mädchen gerade umkehren, da seilte sich mit einem Mal vor ihr eine große Spinne ab und landete auf ihrem nackten Knie. Andere Mädchen wären wohl erschrocken und hätten zu weinen begonnen, doch Lily fürchtete sich nicht vor den fremdlichen Tieren und fand sie viel mehr interessant. Vorsichtig versuchte sie den Waldbewohner zu berühren, welcher jedoch beinahe empört unter ihrer Annäherung zusammenzuckte und anschließend doch tatsächlich zu sprechen begann. Die Spinne stellte sich als Vica, einem niederen Spinnengeist vor und erzählte, dass sie vom Pan geschickt sei die kleine Shae abzuholen. Im ersten Augenblick freute sich Lily, dann jedoch bemerkte sie, dass von einer Shae die Sprache war und das ja gar nicht ihr Name war. Enttäuscht klärte sie das Spinnenweibchen über ihren Irrtum auf, wurde jedoch gleichzeitig von einem klappernden Geräusch unterbrochen. Die Spinne lachte. Lachte sie sie etwa aus? Trotzig und erzürnt funkelte Lily Grace das seltsame Tier an und wollte es gerade von ihrem Schoß schubsen, da erzählte Vica etwas, dass die Eiden zum nachdenken brachte. Der Pan habe die Angewohnheit, seinen Schützlingen neue Namen zu geben, behauptete das Tier und krabbelte dann bestimmt auf die Schulter des Mädchens. Zudem erzählte es, dass man sie gesandt hatte um Lily den Weg zu dem versprochenen Festmahl zu geleiten, weshalb die Siebenjährige nach einem kurzen Augenblick des Zögerns einwilligte und den ihr erläuterten Weg folgte. Es dauerte gar nicht lange, da kam sie an einer Lichtung an, auf welcher sich bereits die seltsamsten Wesen versammelt hatten. In einer Ecke, da entdeckte sie eine Frau, so wunderschön, dass es dem Grünschopf für einen Augenblick den Atem verschlug. Dann waren da dutzende Feen, die mit ihrem hellen Licht durch die Luft flatterten und den Anblick erleuchteten. Eine riesige Spinne nahe der Waldgrenze, welche mit ihren riesigen Kiefern klapperte, sobald man ihr zu nahe kam und natürlich der Pan, welcher bereits an der hölzernen Tafel Platz genommen hatte.
Er begrüßte sie mit ihrem neuen Namen, wies ihr einen Platz zu seiner rechten (wodurch sie genau zwischen ihm und der riesigen Spinne saß) und lud sie herzlich ein, dem Essen beizuwohnen und sich recht schnell den Bauch vollzuschlagen, bevor der Satyr sämtlichen Wein ausgetrunken und alles Essen verspeist habe. Genannter Satyr, welcher Lily gegenüber Platz genommen hatte, empörte sich und stieß dabei seinen Weinkrug um, woraufhin seine Wut in heilloses Gefluche umschlug und sich die Eiden bestürzt die Hände auf die Ohren schlug. Erst ein scharfes Zischen von der Spinne brachte den Ziegenmann zum Verstummen und die Siebenjährige war sich sicher, dass sie Vica, welche sich mittlerweile neben ihrem Teller niedergelassen hatte, beinahe hämisch kichern hörte. Diese bekam daraufhin ein paar gemeine Sprüche von den Feen zu spüren und erst der Pan, welcher das Ganze vom Kopf der Tafel durchaus gut im Blick hatte, konnte schließlich für Ruhe sorgen. Als er sich der Aufmerksamkeit aller Anwesenden sicher war, stellte der Lily als Shae vor, seine neue Schülerin, welche er in der Magie der Naturgeistbeschwörung unterweisen werde und einen Platz in ihren Reihen bekommen solle. Für einen Augenblick war das Mädchen vollkommen erstarrt und wusste nicht, was sie tun oder erwidern sollte. Musste er sie nicht fragen, bevor er dergleichen Dinge einfach beschloss? Nun, offensichtlich nicht, denn mit einem Mal schienen sämtliche Augen des Tisches auf sie gerichtet zu sein. Unruhig rutschte die frisch ernannte Shae auf ihrem Platz hin und her, ehe sie sich schließlich traute zu fragen, was genau denn die Naturgeistbeschwörung überhaupt sein sollte und was sie mit dieser Fähigkeit anfangen sollte.

Es dauerte eine Weile, ehe Shae verstanden hatte, was die Entscheidung des Pans für sie bedeutete. Tatsächlich fiel der Groschen erst, als das Mädchen Zuhause des Nachts in ihrem Bettchen lag und über den ereignisreichen Tag nachdachte. Die Siebenjährige hatte alles soweit verstanden, dass der Pan sie tatsächlich eine seltene Magie lernen würde, mit welcher sie ein Band zu den Kreaturen und Lebewesen des Waldes knüpfen und diese bei Bedarf beschwören konnte. Wie genau das funktionierte hatte er ihr nicht verraten, lediglich ein weiteres Treffen hatten sie vereinbart, bei welchem er ihr alles näher erklären würde. Machte das eigentlich einen richtigen Magier aus ihr? Ihr Vater hatte ihr einmal von diesen Menschen berichtet, welche sich in Gilden zusammenschlossen und gegen eine Bezahlung anderen Personen halfen und Aufträge erledigten. Das klang nach einem Leben, von dem das Mädchen nicht einmal zu träumen wagte. Wäre es nicht wundervoll, sein gesamtes Leben und seinen Alltag alleine und ohne einengende Verpflichtungen führen zu können? Immer hatte sie ihre Eltern bedauert, die jeden Tag hart arbeiten mussten um die Familie zu ernähren, sollte es ihr nun etwa möglich sein, diesem Schicksal zu entkommen? Und wie genau sollte sie das Ganze ihren Eltern erklären? Vermutlich wäre es vorerst klüger zu schweigen und die Grundlagen zu erlernen, welcher der Pan ihr beizubringen gedachte. Dann würde sie ihrer Familie auch beweisen können, dass sie sich das Ganze nicht einbildete und es tatsächlich so passierte, wie es sich vor ihren Augen abspielte.
Täglich wanderte Shae durch den Wald und traf sich mit dem Pan, während sie nach und nach mehr über ihre Magie und der daraus entstehenden Begabung erfuhr. Die Naturgeister beschwor man mit Musik, dass musste die Siebenjährige recht schnell lernen und bald schon wurde ihr bewusst, dass sie keinerlei Instrument zu spielen vermochte. Musikunterricht war teuer und für die obere Schicht gedacht, weshalb ihre Eltern nie mit dem Gedanken gespielt hatten, sie auch nur in die Nähe eines Lehrers oder einer entsprechenden Schule zu lassen. Das Mädchen hatte nicht einmal eine richtige Schule besucht, da war es erst recht nicht notwendig sie in eine Musikschule zu schicken. Doch der Pan beruhigte das Mädchen, versicherte ihr, dass er sie alles notwendige lehren würde und sie anschließend in der Lage sein würde, ihre Zauber zu wirken wie er es seit Jahrhunderten tat. Vorerst jedoch betraute er sie mit anderen Aufgaben. Er verlangte von den Mädchen, dass sie sich mit allen Clanen und Familien der Naturgeister gut genug auskannte und schickte das Mädchen durch den Wald, so dass sie seine Bewohner kennen lernte, wie sie die Menschen kannte, mit denen sie ihr Heim teilte. Shae lernte die Satyre kennen, ein lustiges Volk, welches feierte und die Vorzüge von Speis und Trank zu schätzen wusste. Sie besuchte die Feenlichtungen, badete mit den Nymphen und besuchte anschließend die dunklen Schächte und Netze der Spinnen, welche an ihr einen ganz besonderen Narren gefressen zu haben schienen. Spinnenkönigin Zaida machte aus ihr einen Teil ihres Clans und schenkte ihr ein Armband, geflochten aus gehärteten Spinnenweben, welches sie als Mitglied ihrer Familie auszeichnete und empfohl ihr außerdem, doch unbedingt mit einer Spinne ihren ersten Vertrag einzugehen, sobald sie die Magie gemeistert habe.
Bald schoh musste Shae bemerken, dass die Naturgeister nach einem sehr komplexen System aufgebaut waren. Auch unter ihnen gab es Clans und Wesen, die sich nicht gut verstanden, weshalb sie schon bald keine allzu gute Beziehung zu den Feen hatte, welche sich nur allzu leicht in den Netzen der Spinnen verfingen und anschließend gefressen wurden. Eine ganze Weile versuchte die Grünhaarige dieses Verhältnis zu verbessern, musste sich dann jedoch für eine Seite entscheiden und blieb den Netzspinnern letztendlich treu. Erst vom Pan erfuhr sie die Konsequenzen dieser Entscheidung, schwor sich doch jede Fee niemals einen Vertrag mit der Spinnenanhängerin einzugehen. Erst war die Schülerin des Waldherren betroffen, doch der Pan versicherte ihr, dass es bisher niemandem gelungen sei, nicht wenigstens einen Teil der Naturgeister gegen sich aufzubringen und es eine Besonderheit sei, dass die Spinnen sie in ihren Reihen akzeptierten, schienen diese doch besonders selten Verträge abzuschließen und sehr eigenwillig im Umgang zu sein.


◊ ◊ Schreibprobe ◊ ◊
In einem Moment hatte Shae die Augen noch panisch zusammengekniffen und ließ die Schimpftirade über sich ergehen, da spürte sie im nächsten Moment, wie sich plötzlich eine dritte Person zu der kleinen Runde dazugesellte, ganz offensichtlich mit der Absicht ihr zu helfen und beizustehen. Das war neu, denn eigentlich hatte das Mädchen nicht erwartet, dass jemand in diesem Trubel Zeit finden würde, sich näher mit solch keinen Vorkommnissen zu beschäftigen. Die meisten Menschen waren ohnehin viel zu befangen, um sich in die Streitereien anderer Leute einzumischen, auch wenn die Eiden normalerweise ganz sicher nicht zu diesem Teil der Gesellschaft gehörte. Gerade wenn es um Konflikte ging, war sie unter anderen Umständen eigentlich immer ganz vorne mit dabei, für diese eine Lösung zu finden, solange sie nun einmal nicht ihre eigene Person betrafen. Dies war in diesem Fall jedoch eindeutig der Fall, weshalb die Magierin ein wenig verwirrt auf die ausgestreckte Hand des fremden Jungen starrte, mit sich selbst debattierend, ob sie diese nun ergreifen sollte, oder nicht. Die Entscheidung wurde ihr kurzerhand abgenommen, denn Vica hatte sich ihren Weg aus der schützenden Wärme des Mantels gekämpft und krabbelte nun auf die Schulter des Mädchens, von wo aus sie das Geschehen ganz ausgezeichnet im Blick hatte. Sie war ganz offensichtlich überhaupt nicht zufrieden, dass ihre Herrin bisher nicht einmal daran gedacht hatte den Mund zu öffnen und nahm die Zügel des Gespräches daher kurzerhand selbst in die...Kieferklauen. "Mädchen, wirst du wohl endlich die Hand des armen Jungen greifen und dir aufhelfen lassen? Du bist eine Magierin und kein hilfloses Kind." Betroffen zuckte Shae zusammen und bemerkte, wie sich ihre Wangen mit einer unangenehmen Hitze füllten, ehe sie eilig mit zitternden Fingern nach der ihr dargebotenen Hand griff und sich aufhelfen ließ. "Ich...es tut mir leid, wenn ich dir Umstä-...", wollte sie gerade sagen, wurde jedoch mitten im Satz unterbrochen und starrte mit großen Augen auf den zweiten Mann, der sich ihnen nun näherte, den Kerl, der sie so grob umgestoßen hatte, dabei fest im Griff und einen entschlossenen Ausdruck in der Mimik. Was hatte er denn nun vor, war das Drama doch gerade eigentlich schon beseitigt worden? Es war ihr unangenehm, dass man sich so für sie einsetzte, auch wenn sie die Geste an sich natürlich zu schätzen wusste. Wie oft passierte es schon, dass einem von jemand völlig Fremden geholfen wurde? Nun, sie fand es in jedem Fall sehr freundlich von dem zuvor so unfreundlichen Mann, dass er sich doch noch entschuldigte, auch wenn ihn der andere ganz eindeutig dazu zwang. Außerdem war sie ohnehin von keiner besonders nachtragenden Natur, weshalb es ihr relativ leicht fiel, den Vorfall zu vergeben. Es war schließlich bald Weihnachten, da konnte sie es verstehen, wenn man es unter Umständen manchmal ein wenig eiliger hatte. "A-ach was, das ist schon in Ordnung. I-ich war in Gedanken und hätte ebenfalls besser aufpassen müssen.", meinte sie daher und schenkte dem Herren eines ihrer zögerlichen Lächeln, dabei das missbillige Knacken ihrer Begleiterin ignorierend. Stattdessen drehte sie sich lieber zu ihren beiden Helfern um und verbeugte sich einmal rasch vor ihnen. "Ich danke euch für eure Hilfe, es tut mir wirklich leid, falls ich euch Umstände gemacht habe.", meinte sie, einen bedauernden Ton in der Stimme und strich sich anschließend eine lose Haarsträhne aus ihrem Gesicht. Jetzt musste sie sich nur noch überlegen, wie sie die Kekse ersetzt bekam, die sie in ihrer Unachtsamkeit verloren hatte. Ein wehleidiges Seufzen kam ihr über die Lippen, ehe sie mit der rechten Hand nach dem verlorenen Korb griff und einen letzten Blick auf das Gebäck warf. "Tja, da werden wir nun wohl neue kaufen müssen, wenn wir unseren Auftrag richtig beenden wollen.", stellte Vica fest und Shae nickte zustimmend, während sie versuchte im Kopf auszurechen, wie viel Gewinn sie dann am Ende noch machen würden. Nicht besonders viel, aber es ging hier schließlich auch darum, den Ruf von Fairy Tail zu verteidigen und das würde ihr nur gelingen, wenn sie ihre Aufgabe zufriedenstellend erfüllen würde. Beinahe automatisch huschten die rosafarbenen Augen zu dem grünen Gildenzeichen, welches man blass durch ihre weiße Strumpfhose schimmern sehen konnte. Ja, was man doch alles für die geliebte Gilde und ein wenig Weihnachtsgeld tat.
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BeitragThema: Re: Lily "Shae" Eiden   Di 23 Sep 2014 - 19:08



Statusblatt
Nature Spirit Magic


◊ ◊ Körperliche Attribute ◊ ◊


STÄRKE: 5 Punkte - Level 1

SCHNELLIGKEIT: 40 Punkte - Level 3

GESCHICKLICHKEIT: 20 Punkte - Level 2

WIDERSTAND: 20 Punkte - Level 2

MANAVORRAT: 40 Punkte - Level 3

WILLENSKRAFT: 40 Punkte - Level 3


◊ ◊ Magische Fähigkeiten ◊ ◊

MAGIEART: Nature Spirit Magic - 35 Punkte - Klasse I

AUSLEGERPUNKTE: (7/12)

ZAUBER:

Song of Awakening
TYP: Lost Magic
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 25 Meter
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Geschicklichkeit Level 2
BESCHREIBUNG: Song of Awakening ist das erste Lied, welches ein Nature Spirit Magier lernt und bildet die Grundlage um andere Lieder zu erlernen. Sollte man dieses Lied unter bestimmten Voraussetzungen spielen und dabei an den gewünschten Geist denken, ist es möglich diesen zu rufen, um dann ein packt mit dem Geist einzugehen. Sollte man dieses Lied einfach nur so spielen, erscheint ein kleiner Waldgeist, der an eine blau leuchtende Kugel erinnert und ermöglicht den Beschwörer mit den Tieren zu sprechen. Dabei versteht der Beschwörer nicht wirklich die Sprache der Tiere, sondern der Waldgeist dient als Übersetzer. Diesen Zauber muss man nicht ununterbrochen spielen und der Waldgeist bleibt auch, nachdem man das Lied beendet hat.

“Attribute des Geistes“:
 


Vica Theme
TYP: Lost Magic
ELEMENT: -
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: Persönlicher Zauber von Shae
VORAUSSETZUNGEN: Geschicklichkeit Level 2, Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Mit dieser recht langsamen und dunklen Melodie ruft der Anwender Vica, einen Spinnengeist herbei. Dieser kleine Naturgeist ist von schwarzer Farbe, etwa so groß wie zwei aneinandergelegte Handrücken und trägt eine verschlungene dunkelrote Musterung auf seinem Hinterteil spazieren. Im Kampf ist das Spinnenweibchen von nur mäßiger Hilfe, ist es doch lediglich in der Lage den Feind zu erschrecken und verfügt ansonsten über keinerlei Nutzen. Von Shae wird der sprechende Geist ausschließlich als Gefährtin und Ratschlaggeber gerufen, die für den Fall, dass die Magierin doch einmal in Bedrängnis gerät, ihre scharfen Kieferklauen durch die Haut des Angreifers bohrt und so für Ablenkung sorgt. Sollte die Melodie beendet werden stellt dies kein Problem da, bleibt die Spinne doch auch nach dem Musikspiel beschworen. Ist sie einmal gerufen ist es ihr möglich, volle 24 Stunden an der Seite ihrer Herrin zu verbleiben, ehe sie sich auflöst und neu beschworen werden muss.

“Attribute des Geistes“:
 


Melody of the spying Spiders
TYP: Lost Magic
ELEMENT: -
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: Persönlicher Zauber von Shae
VORAUSSETZUNGEN: Geschicklichkeit Level 2, Willenskraft Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Spielt man diese recht schnelle und relativ einfache Melodie, so ruft man vier etwa handtellergroße Spinnen, welche anschließend loslaufen und einfache Spionageaufträge ausführen. Durch ihre schwarze Farbe und die relativ kleine Gestalt sind sie in der Lage, sich sehr gut zu tarnen und anschließend mit Informationen zu ihrer Beschwörerin zurückzukehren. Die kleinen Tiere eignen sich jedoch lediglich für einfache Informationsbeschaffung, haben sie doch neben ihrer Schnelligkeit keinerlei Fähigkeiten und können daher nur zu leicht ganz einfach zertreten werden. Shizu, Meku, Arie und Filu sind in der Lage nach ihrer Beschwörung dreißig Minuten lang Informationen zu beschaffen, dann lösen sie sich auf und müssen erneut durch ihr Lied beschworen werden.

“Attribute des Geistes“:
 


Ballad of the crawling Darkness
TYP: Lost Magic
ELEMENT: -
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 10 m
SPEZIELLES: Persönlicher Zauber von Shae
VORAUSSETZUNGEN: Geschicklichkeit Level 2, Willenskraft Level 3, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Bei dieser ruhigen und hohen Melodie beschwört der Anwender eine etwa kniehohe, giftgrüne Spinne, welche den Namen Saíz trägt. Das Tier ist in der Lage mit seinem Hinterteil geschwärzte Spinnenweben in das Gesicht des Gegners zu schießen und diesem so die Sicht für einige Sekunden zu verschleiern. Dabei verschwindet das Sehvermögen nicht völlig, ist aber in soweit eingegrenzt, dass das Sichtfeld leicht verschwimmt. Dabei kleben die Fäden jedoch nicht stark genug, als das sie nicht einfach mit den Händen entfernt werden könnten. Neben diesem nützlichen Trick ist natürlich außerdem noch der Ekelfaktor vorhanden, welcher vor allem weibliche Feinde für einige Sekunden schockiert und stoppt. Ansonsten hat Saíz allerdings keinerlei Fähigkeiten und zudem auch noch den Nachteil, dass er nicht nur sehr anfällig für körperliche Angriffe ist, sondern auch noch auf eine konstante Melodie angewiesen ist. So kommt es, dass das Tier sofort verschwindet, sollte der Magier bei seinem Musikspiel unterbrochen werden oder das Lied beendet haben.

“Attribute des Geistes“:
 


Balad of the Roots
TYP: Lost Magic
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 15 Meter
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Geschicklichkeit Level 2, Manavorrat Level 2
BESCHREIBUNG: Beim Spielen dieses Liedes schießen Wurzeln aus dem Boden, die versuchen den Gegner zu fesseln, um ihn so gefangen zu nehmen. Ist der Anwender gezwungen sein Spiel zu unterbrechen, ziehen sich die Wurzeln sofort wieder zurück unter die Erde. Da die Wurzeln aus der Erde kommen, müssen sie sich erst Mühsam am Körper des Gegners Hochschlängeln, sodass es dem Gegner noch gelingen kann sich zu befreien. Jedoch können die Wurzeln auch genutzt werden um andere ins stolpern zu bringen.

“Attribute des Geistes“:
 


Balad of the Pooka
TYP: Lost Magic
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Geschicklichkeit Level 2
BESCHREIBUNG: Der Magier spielt eine Melodie, die er nach ein paar Takten etwas variiert wiederholt. Durch diese Melodie wird ein Phooka, ein Wesen aus der irischen Mythologie, beschworen. Phookas sind sehr intelligente Tiere, die die Gestalt eines kohlschwarzen Lemuren, mit langen hasenartigen Ohren und strahlend-grünen Augen annehmen. Phookas sind nicht zum Kampf geeignet, dafür haben sie aber eine blühende Fantasie und sind wahre Meister der spontanen Poesie. Phookas drücken sich generell immer nur in Reimen oder wirren Rätseln aus, was nicht unbedingt boshaft gemeint ist, sondern eher eine unabtrainierbare Angewohnheit. Der durch den Magier beschworene Phooka kann dem Magier also, falls von Nöten, ganze Dramen in Reimform darbringen. Außerdem ist der Phooka eine Koryphäe in Sachen Natur und kann einem alles mögliche über das Ökosystem Wald erzählen. Er ist sehr bewandert in der Bestimmung von Tieren, Pflanzen, Pilzen und er ist sogar ein recht passabler Geologe und kann fast jeden Stein bestimmen.

“Attribute des Geistes“:
 


Sirens Sonett
TYP: Lost Magic
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2, Geschicklichkeit Level 2
BESCHREIBUNG: Diese Melodie ermöglicht es dem Anwender eine wunderschöne Sirene zu beschwören. Der Naturgeist trägt den Oberkörper einer jungen Frau, hat jedoch an Stelle von Beinen eine hübsche Fischflosse, welche es ihr unmöglich macht, sich an Land fortzubewegen. Aufgabe dieser Kreatur ist es, durch ihren betörenden Gesang Menschen anzulocken und diese mit ihrer Stimme zu bezirzen. Dafür ist sie auf eine konstante Melodie ihres Beschwörers angewiesen und singt zudem nicht in Worten, sondern lediglich in hohen Lauten und Tönen. Angreifen kann die Fischfrau nicht, wird sie doch ausschließlich als Köder genutzt und ist in einem Gefecht völlig schutzlos. Ihr Gesang wirkt nicht wie ein Zauberbann, sondern lediglich wie ein Lockmittel, was es Betroffenen freistellt der überirdisch schönen Stimme zu folgen oder weiter ihrer Wege zu gehen. Wird die Sirene auch bevorzugt in der Nähe von Wasser beschworen, so ist es ihr dennoch möglich auch an Land zu singen und ein Musikspiel lang zu verharren, ehe sie von der Trockenheit betroffen ist und in die Nähe von Wasser muss. Sollte die Melodie beendet werden, gibt es für den Geist keinerlei Grund zu bleiben und sie verschwindet wieder.

“Attribute des Geistes“:
 

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Lily "Shae" Eiden
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