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 Linnéa Metherlance

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AutorNachricht
Linnéa
Dragon of Justice
Linnéa

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 28.07.15
Alter : 24

Magierakte
Besondere Merkmale: Golden Eyes

BeitragThema: Linnéa Metherlance   Sa 8 Aug 2015 - 4:39


LINNÉA METHERLANCE

YOU ARE ONLY AS WEAK OR STRONG AS YOU DECIDE TO BE.
Name
Linnéa Metherlance
Spitzname
Lin, "Miss Metherlance"
Geburtstag
20. September
Alter
18 Jahre
Gilde
Rune Knights
Gildenzeichen
Weiß, etwas links gelegen über ihrer Brust - "Über dem Herzen".
[Sie bemüht sich, die Rune Knights niemals allein betreten zu müssen.]
Geburtsort
Shirotsume
Wohnort
Crocus Town - Persönliches Rune Knight Quartier
Erscheinungsbild

Größe/Gewicht: 1,67 Meter | 54 Kilogramm
Haarfarbe: Schwarz – mit lila/braun Stich
Augenfarbe: Gold
Aussehen: Betrachtet man Linnéa in einer Masse aus Menschen, so gleitet der Blick im ersten Moment nahtlos über sie hinweg – doch ist es nicht selten der Fall, dass er anschließend schnell zurück geführt und das Mädchen näher betrachtet wird. Dies liegt daran, dass es an ihr einfach viel mehr zu entdecken gibt, als man beim ersten Blick erwartet.
Es fällt schnell auf, dass sie viel Wert auf Pflege legt. Sie kann und hat zwar auch schon anders – doch besonders in Bezug auf ihren Posten ist sie der Ansicht, dass gepflegte Menschen eher das Vertrauen einer Person auf sich ziehen, als es anders der Fall wäre. Beginnend mit dem langen Haarschopf, den man nur selten mit einer abstehenden Strähne erspähen kann. Er fällt flüssig an ihrem Körper hinab – ja, scheint ihm sogar regelrecht entlang zu laufen – bis er letztlich im offenen Zustand etwa in Höhe ihrer Taille in einem ordentlichen, wenn auch nicht geradlinigen Schnitt endet.  Sowieso besitzt sie durchaus etwas, das man als eine Frisur bezeichnen kann; auch, wenn eine Titelfindung alles andere als leicht fallen würde. Während der Schopf hinten – mittig - die volle Länge erreicht, wird ihr Gesicht von zwei Strähnen umrandet, welche lediglich den Weg bis zum Brustkorb finden und von dort an stufenweise den Weg nach unten gehen. Sollte einmal der seltene Fall sein, dass Linnéa ihre Haare zusammenbindet [oder dazu gezwungen ist..?], so werden diese Strähnen garantiert den Kontrast zur ordentlichen Frisur bilden und weiterhin ihre Position neben ihren Wangen einnehmen. Zudem ist ihre Stirn von einem Pony geschmückt, welches seinen Scheitel auf der linken Seite [aus Sicht des Betrachters] findet und anschließend mit einer weichen Welle die Stirn bedeckt und in den Rest ihrer Haare einfließt – jedoch ohne ihre Augen zu verdecken.
Wandert man weiter zum Gesicht, so schießt einem sofort der Vergleich zu Porzellan in den Kopf – die Angst, etwas durch eine Berührung zu zerstören oder aus diesem wundervoll stimmigen Anblick zu bringen kommt auf. Ihre Augen, die Spiegel der Seele wie man so schön sagt, scheinen in ihrem goldenen Ton nahezu zu glänzen und ziehen ihr Gegenüber damit recht schnell in den Bann. Nun, auch kein Wunder – immerhin sieht man nicht oft eine solch intensive und ungewöhnliche Farbe, zudem umrundet von einem langen, dunklen Wimpernpaar welches selbst ohne Nachhilfe einiger Utensilien einen wunderschönen, runden Schwung aufweist und ihrer Weiblichkeit einen neuen Level verleiht. Unterstützt wird diese Feststellung noch einmal von der leichten Stupsnase, welche den Blick perfekt weiterleitet zum vollen Lippenpaar. Dieses vermittelt auch schnell den Eindruck einer gewissen Pflege, da es durch seine bestehende Weichheit eine durchaus einladende Wirkung hat. Dennoch findet man es nie von irgendeiner pflegenden Substanz bedeckt, sodass man sich recht sicher sein kann, dass auch der blasse Farbton eines Pfirsichs seinen Weg ohne jede Beihilfe dorthin gefunden hat. Eben dieser Farbton erschließt sich zu einer wunderbaren Synergie mit ihrer von sich aus doch recht blassen Hautfarbe, welcher jedoch eher in Richtung des Gelblichen tendiert als das rosane Bild ihrer Lippen weiter zu ergänzen.
Entfernt man sich dann einige Meter von der Person, um sie im Ganzen betrachten zu können, so lassen sich auch diverse Eigenschaften ihrer Statur feststellen – beginnend mit der alles andere als spektakulären Größe von 1,66 Metern die komplett im Durchschnitt des weiblichen Geschlechts ihren Alters liegt. Ihre Ausbildung zum Rune Knight und das damit verbundene intensive Training ihres Körpers erlauben es Linnéas Gewichtsverteilung gar nicht, in wirkliche Fettpolster überzugehen – im Gegenteil. Ihr Körper ist von einer dünnen, unscheinbaren Muskelschicht durchzogen, welche für das menschliche Auge jedoch kaum zu sehen ist und lediglich durch das Nicht-Vorhandensein von offensichtlichem Fett auf ihre Existenz aufmerksam macht. Wobei dies selbstverständlich nicht die natürlichen, Frau gegebenen Polster mit einbezieht! Diese sind durchaus vorhanden und lassen sich definitiv sehen, da sie sich ihren Proportionen gut anpassen und durch eine schmale Taille nur noch umso besser betont werden.
...Wäre da nicht Linnéas doch sehr eingeschränkter Kleidungsstil. Außerhalb ihrer Wohnung kann man sie nur sehr selten einmal in einer anderen Stoffkombination als ihrer Uniform bewundern, welche ihre Rundungen zwar nicht direkt verbirgt, aber auch sehr darauf bedacht ist, keine Einblicke zu gewähren. Sollte es doch einmal dazu kommen, dass die 18-jährige zu ihrer Freizeitkleidung greift, so endet dies meist mit sehr simplen, aber durchaus femininen Kleidungsstücken, wie beispielsweise eng anliegenden Pullovern, diversen Miniröcken in Kombination mit Overknee Strümpfen oder auch Jeans – letztere oftmals mit Stiefeln. Sie achtet sehr darauf, dass sich ihre Kleidung möglichst an den Körper anschmiegt um sie nicht in der Bewegung und damit vor allem in Kampfverwicklungen zu behindern. Die Farbwahl beschränkt sich dabei auf recht unauffällige Töne, wie Grau-, Braun- oder Lilaabstufungen. Schwarz oder Weiß sind zudem auch Farben, die man nicht gerade selten an ihr bewundern kann, da sie eben leicht zu kombinieren und sehr simpel sind. Im Sommer hingegen wird zu trägerlosen, Kragen- oder Tanktops gegriffen. Ihre Hände hüllt sie zumeist in alle erdenkliche Formen von Handschuhen – egal ob fingerlos, lang, kurz.. alles ist im Sortiment vorhanden.

Besondere Merkmale: Eines der wohl auffälligsten und sogar aus der Ferne offensichtlichen Merkmale ist ihre Uniform, in der man sie wohl mit Abstand am Häufigsten antrifft. Diese zählt bei den Rune Knights nicht zur Standardausrüstung und ist dementsprechend ein Unikat, dessen Grundkonzept Linnéas einst bester Freund für sie hat machen lassen. Sämtliche Feinheiten hat sie dem selbst hinzu gefügt, was im Großen dazu führte, dass sie diese nun mit Stolz trägt.
Die Uniform beginnt in der unteren Schicht mit einem schlichten, weißen Hemd mit dem üblichen seriösen Kragen um den Hals. Die Ärmel dieses Hemds reichen bis etwa zu einem drittel des Handrückens, sind also durchaus recht lang. Der weiße Stoff selbst passt sich der Form ihres Körpers recht gut an und fällt bis über die Hälfte ihres Gesäßes. Im Kragen findet eine ordentlich geknotete, goldgelbe Krawatte ihren Platz, dessen Spitze erst im Bereich der Unterbrust endet. Besagte Spitze ist allerdings erst gar nicht zu sehen, da über Hemd und Krawatte die eigentliche Uniform, bzw dessen Herzstück liegt: eine Art „Dienstjacke“, welche in gewissem Grad einem.. militärischen Kleid ähnelt, da ein Rock welcher nicht ganz bis zur Mitte der Oberschenkel reicht und breite Falten wirft, bereits mit angenäht ist. Diese Jacke ist in einem sehr dunklen Grau gehalten, welches man sofort für Schwarz halten würde – gäbe es da nicht auf beiden Seiten über der Hüfte eine kleine Tasche, dessen Verschluss mit einem schwarzen, eingenähten Rand versehen ist. Zudem verfügt sie ebenfalls über einen Kragen, welcher jedoch nach außen geschlagen wird und einen Einblick bis zur Mitte der Brust erlauben würde. Dieser ist in einem dunklen Violett gehalten und sticht durch goldene Verzierungen am Rand hervor – wie auch dem Zeichen der Rune Knights, welches auf der linken Seite ein gestickt ist. Die rechte Seite [vom Auge des Betrachters] der Jacke liegt hierbei über der rechten Seite, wo sie mit Hilfe von drei goldenen Knöpfen befestigt ist. Die Ärmel reichen bis hin zum Handgelenk und enden in ebenfalls dunkelvioletten Manschetten, dessen Knöpfe den anderen gleichen - wenn sie auch ein wenig kleiner sind. Auch die Verzierungen sind abgesehen des Gildenzeichens mit denen des Kragens identisch. An den Händen selbst werden dazu weiße Handschuhe getragen. Ihre Beine werden zum größten Teil von schwarzen Strümpfen bedeckt, die bis über das Knie reichen und damit noch ein wenig Einsicht auf die bloße Haut zwischen deren Ende und Rockbeginn gewähren. Die Strümpfe selbst sind im oberen Bereich mit etwa Drei Zentimetern zum Ende noch einmal mit einem ähnlich breiten, goldenen Band verziert. Ihre Füße wie auch ihre Unterschenkel werden in weißen Stiefeln versteckt, welche mit einem schwarzen Absatz von etwa 5 Zentimetern den Boden berühren.
Natürlich gibt es noch weitere Merkmale an Linnéas Körper, welche jedoch zu jeder Zeit – gut, vielleicht mit Ausnahme der Körperreinigung oder des Kleidungswechsels – von Stoff bedeckt sind: verschiedene Narben. Etwas, das kaum ein kämpfender Magier vermeiden kann; so auch Linnéa nicht. Die prägendste aller Narben befindet sich auf ihrer Rückseite, einmal quer über ihren Rücken. Diese hat sie einem Schwertschnitt zu verdanken, den sie bei der Rettung ihres Bruders einstecken musste. Die 18-Jährige betrachtet sie als eine Art.. Beweis ihres Lebens und Begründung ihres Lebensziels, allerdings auch als ein Zeichnung ihrer Schwäche.
Neben dieser Narbe befinden sich noch verschiedene weitere Narben in Form von kleinen Schnitten auf ihrem gesamten Körper verteilt. Sie sind nicht wirklich auffallend oder riesig, aber eben das Ergebnis des Trainings mit einem Drachen.


Charakter

Benehmen: Seit Linnéa die Ausbildung zu den Rune Knights angetreten ist, hat sich ihr Benehmen stark in das formale Benehmen verankert, welches man von ihrem Posten mehr oder minder zu erwarten hat. Schon seit ihrer Geburt wurden dem Mädchen sämtliche Floskeln angelernt, welche mit der Zeit bildlich gesprochen bis ins Blut übergingen. Durchaus gab es eine Zeit – die Zeit, in der Luxren sie trainiert hat – in der ihr Benehmen weitaus offener, sogar ziemlich wild von statten ging, doch diese Phase wurde zumindest oberflächlich komplett verdrängt. Heute ist die Schwarzhaarige inzwischen nahezu ein Monster der Formalitäten. Nichts fällt ihr leichter, als jeden Satz in einer Form zu sprechen, als wäre er ihr gerade aus einem Militärsbuch zugeflogen. Es fällt ihr leicht, mit höher Stehenden wie der Obersten Offizierin oder gar Ratsmitgliedern zu kommunizieren. Sie weiß genau, welche Worten oder Gesten sie verwenden muss, um Vertrauen zu erwecken und wie der geborene Soldat rüber zu kommen.
Mit der Zeit ist es allerdings auch der einzige Umgang geworden, den sie beherrscht. Seit Luxren sind all ihre „sozialen Kontakte“ lediglich formelle Kontakte, mit einer einzigen Ausnahme: ihrem kleinen Bruder Shoutaro. Dieser ist so gesehen das Heiligste in ihrem Leben und auch der einzige, der tatsächlich ehrlich gemeinte, sanfte Worte zwischen den Lippen des Mädchens hervorlocken kann. Ihm gegenüber wird das Rune Knight Dasein für einige Momente ignoriert und durch das Bild der liebenden, großen Schwester ersetzt. Ja, er schafft es sogar sie zu der ein oder anderen Stichelei, wie dem kneifen in die – ihrer Ansicht nach viel zu weichen! - Wangen zu verleiten. Der 13 Jährige ist allerdings auch der Einzige, der diese Seite von ihr kennt, da sie auch hauptsächlich zum Einsatz kommt, wenn keiner in der Nähe ist oder das wirklich mitkriegen kann.
Von dieser Ausnahme einmal abgesehen bleibt ihr Verhalten jedoch stets über der formalen Grenze – ebenso ihren Gildenkollegen gegenüber. In ihren Worten herrscht eine gewisse, unterschwellige Distanz, so wie sich die Themenbereiche zumeist ausschließlich auf Missionen oder eben das Allgegenwärtige beziehen. Persönliche Fragen oder Gespräche werden auf ein absolutes Minimum reduziert. Dies liegt jedoch keinesfalls daran, dass ihr die Menschen „egal“ sind, sondern eher an dem Fakt, dass soziale Kontakte aus ihrem Feld des Möglichen ein wenig verschwunden sind und ihre Ausbildung einen zu starken Einfluss auf sie hatte. Dennoch heißt dies bei bestem Willen nicht, dass sie keine eigene Meinung von den Menschen hat. Wenn sie Menschen mag – oder eben nicht – so kommt dies durchaus durch ihre Wortwahl oder Stimmlage durch. Ihr Ton wird schärfer, wenn sie ihrem Gesprächspartner gegenüber negativ steht und heller, wenn sie die Person auf irgendeine Weise mag, bzw. respektiert.
Hingegen den Erwartungen eines Rune Knights zeigt sich jedoch ihr Verhalten den Menschen außerhalb der Gilde gegenüber. Sie verurteilt die Mitglieder anderer Gilden nicht sofort – besonders nicht für Taten, die lange in der Vergangenheit liegen. Nein, für sie sind sie Menschen wie jeder andere auch. Die Distanz in der Kommunikation bleibt bestehen, doch eine Abneigung ihrerseits muss gut begründet sein.
Kommt es einmal zu persönlichen Fragen ihr gegenüber wirft sie so etwas sehr schnell und auch nicht gerade schwach aus der Bahn. Dadurch, dass sie ihre Ausbildung noch nicht sehr lange hinter sich hat kennt sie einen solchen Umgang nicht mehr. In so einem Fall verhaspelt sie sich sehr schnell und braucht erst einmal einige Sekunden [und ein Räuspern], um sich zu fassen. Abgesehen von einigen Punkten in ihrer Vergangenheit, die ihrer Meinung nach niemanden was angehen, ist sie doch sogar relativ offen. Gelingt es einem Menschen wirklich, ihre fest verankerte Rune Knight Fassade zu brechen, so findet er einen komplett anderen Menschen - der sogar Humor aufweist und sehr vielschichtig ist. Ihre wilde Seite lebt noch immer tief in ihr und wird wohl auch eines Tages zum Vorschein kommen.

Persönlichkeit: Persönlichkeit... Hat dieses Mädchen überhaupt so etwas wie eine richtige Persönlichkeit? Eine wirklich sehr gute Frage, da man sie hauptsächlich als einen typischen, distanzierten Rune Knight erlebt. Eine gewisse Strenge im Auftreten, eine militärische Art der Kommunikation reduziert auf das Nötigste.. Doch, dies trifft wirklich auf Linnéa zu und macht momentan auch einen Großteil ihres Verhaltens aus. Allerdings ist Verhalten ja längst nicht gleich Persönlichkeit. Im Gegenteil  - in ihr verbirgt sich mehr als nur der eiserne, elitäre Rune Knight.
In ihrer Vergangenheit hat sie eine ganze Weile – Jahre! - mit einem Drachen in der Wildnis gelebt; an niemandem würde so eine Zeit spurlos vorbei gehen. Luxren hat mit ihr trainiert und sie in dieser Zeit nahezu zu einem kleinen Monster getrimmt. Wenn, WENN es einem Menschen tatsächlich gelingen sollte, Linnéa zu reizen, so kann sie folglich ganz Anders werden. Das Biest in ihr kommt raus und sie versteht bei bestem Willen keinen Spaß mehr. Eine Seite an ihr, die sie wirklich zu verdrängen versucht, da es bei ihr nicht lange beim bloßen „Worte an den Kopf schmeißen“ bleibt, sondern ihre Muskeln nahezu danach schreien, verwendet zu werden. Mit der Zeit ist es ihr jedoch gelungen, diese Eigenschaft ein wenig zu „formen“. Soll heißen: Bevor eine Form der verletzenden Gewalt erreichen kann, wird derjenige mit einem schnellen, bedrohlichen Schwertzug zum freiwilligen Schweigen gebracht – zumindest wenn derjenige ihr offensichtlich unterlegen scheint und es folglich überhaupt möglich ist. Natürlich keine sehr positive Eigenschaft für einen Magier in ihrer Position, allerdings sollte man ja auch nicht seinen Freund und Helfer provozieren, oder?
Natürlich hat sie auch mehr zu bieten als eine kleine, innere Furie. Entgegen der vermeintlichen Erwartungen ist sie ein relativ offener Mensch. Zwar erzählt Linnéa einem nicht von sich aus ihre ganze Lebensgeschichte, doch antwortet sie durchaus auf Fragen oder Gesprächsbeginne – wenn auch ein wenig überfordert, da sie ein solches Interesse nicht einzuordnen weiß. Zwar versucht sie einige Dinge geheim zu halten, doch heißt Offenheit ja auch nicht gleich Bereitschaft zu einer tiefsinnigen Freundschaft. Nein, wenn man dies als Ziel hat, so kommt da ein etwas längerer, vielleicht sogar ein wenig steiniger Weg auf einen zu. Es fällt ihr schwer, sich auf andere einzulassen und eine richtige Bindung aufzubauen. Denn dies würde bedeuten, all seine Facetten zu offenbaren und sich angreifbar zu machen – etwas, vor dem die 18-Jährige eine nicht gerade geringfügige Angst besitzt. Dementsprechend ist sie automatisch versucht – ob sie es will oder nicht – eine gewisse Distanz zwischen sich und ihr Gegenüber zu bringen. Die Erklärung dafür ist auch offensichtlich: sie möchte den Schmerz, den sie beim scheinbaren Verlust ihres ersten und einzigen Freundes erlitten hat, nicht noch einmal spüren müssen.
Aber gut, kommen wir gleich zu zwei weiteren, ach so ähnlich klingenden Wörtchen – die bei ihr tatsächlich nicht allzu weit auseinander liegen! - Scham und Charme. Dadurch, dass ihr einziger Umgang bisher Adelsfamilien und.. ein Drache waren [gut, vielleicht mit geringfügigen Ausnahmen] hatte sie nie die Chance zu lernen, wie man einen „normalen“ Umgang zu Menschen pflegt. Oder viel mehr noch: sie hat es einfach verlernt. Sie gerät leicht aus der Bahn, wenn es um simple Dinge wie Scherze oder Sticheleien geht, da sie einer der wenigen Menschen ist, dem die Erkennung des Wörtchens „Sarkasmus“ alles andere als leicht fällt. Zudem gelingt es ihr einfach nicht, ihre eigenen Witze gut rüber zu bringen, weshalb es oft in weitaus böser klingenden Aussagen endet, als eigentlich gemeint. Gehen die Worte der anderen jedoch in den anzüglichen Bereich über, so ist ihre Reaktion nahezu nicht vorherzusagen – allein schon, weil dieser Fall noch nie eingetreten ist. Ähnlich verhält es sich mit Komplimenten ihres Aussehens betreffend; auf Grund der mangelnden Gewohnheit kommt es garantiert schnell zu erröteten Wangen und.. Gegenwehr! Aber hey, macht das nicht auch gerade ihren Charme aus?
Doch von all diesen Dingen einmal abgesehen verbirgt sich in Linnéa ein gar nicht ganz so ungewöhnliches Mädchen, welches man maximal als ziemlich unerfahren bezeichnen kann. Sie gibt sich Mühe bei allem was sie tut und sorgt in der Regel dafür, nicht allzu schlecht da zu stehen. In diesem Punkt lässt sich auch noch erwähnen, dass sie zwar durchaus eine Menge an Befehlen kommentarlos hinnimmt, doch sollte ihr einmal etwas nicht in den Kram passen, so scheut sie keinen Finger dies auszusprechen oder sich schlichtweg zu weigern. Sie geht in ihrer Rolle als Rune Knight auf, doch würde ihren Willen niemals aufgeben. Abgesehen von ihrer distanzierten Facette handelt sie impulsiv und lässt es sich auch nicht nehmen, laut zu lachen.. sollte der Fall einmal auftreten. So gesehen ist Linnéa trotz ihrer 18 Jahre in gewissen Punkten schlichtweg noch am Anfang ihrer richtigen Persönlichkeitsbildung.

Vorlieben: Nun, wie bereits angemerkt ist Linnéa nicht nur der Rune Knight, den sie nach außen hin gibt. In ihr steckt mehr – wie  auch eine geraume Anzahl an Dingen, Tätigkeiten oder einfachen Begebenheiten, die ihrer Laune automatisch einen leichten Schubs in die richtige Richtung geben.
Angefangen mit einem Punkt in dem sie viel mehr sieht, als die bloße Lebensnotwendigkeit: Essen! Soll nicht heißen, dass sie alles mag, was den Weg in ihren Bauch finden kann, sondern viel mehr hat sie erkannt, dass gewisse Geschmäcker eine glücklich machende Wirkung auf sie haben können. So zählt beispielsweise Pudding mit Vanillegeschmack zu ihren absoluten Favoriten; dicht gefolgt von Erdbeeren in vielen erdenklichen Formen. Außerdem: scharfes Essen! Je schärfer, desto besser – besonders in Form von Curry. Brennen im Mund, das damit verbundene Adrenalin.. und natürlich der Geschmack! Inzwischen ist sie im Stande locker Dinge zu essen, bei denen Andere sich vermutlich nach einer Weile übergeben müssten. Hinzufügend sollte auch noch erwähnt werden, dass sie auch gerne neue, bzw ihr unbekannte Gerichte probiert.
Vom Themengebiet des Essens abgesehen, mag sie es außerdem Listen anzufertigen. Nicht über Personen und schon gar nicht in Gesellschaft, doch für sich selbst in ihrem Quartier schreibt sie häufig allerlei Dinge auf Papier, an welche sie sich erinnern muss bzw. möchte. Eben einfach für die Sicherheit. Vermutlich wäre keine dieser Listen wirklich nötig, da Linnéa selbst ein sehr gutes Gedächtnis hat und die Listen im entscheidenden Moment nicht einmal wirklich beachtet, doch mag sie einfach dieses Gefühl der Sicherheit. Dennoch ist dies irgendwie eine Angewohnheit geworden, die ihr gewisser Maßen am Herzen liegt und sie auch nicht plant, abzulegen.
Als Dragonslayer hat die Schwarzhaarige eine sehr sensible Nase, wodurch sie die Gerüche ihres Umfelds automatisch intensiver wahrnimmt. Es ist also kein großes Wunder, dass sich mit der Zeit ein gewisses Spektrum an Gerüchen gesammelt hat, welches sie durchaus gerne in ihrer Nase wiederfindet. Zum einen wäre da der Geruch von Vanille. Ja, Vanille schmeichelt eben nicht nur ihrem Gaumen sondern auch ihrer Nase. Selbstverständlich ist sie auch den Gerüchen diverser Blumen nicht abgeneigt, da diese Aromen in die Welt setzen, die die Gefühle eines Menschen durchaus beeinflussen können. In dem Fall kennt sie sich jedoch zu wenig mit Blumen aus, als dass sie ihre Favoriten benennen könnte. Doch was Linnéa mit Abstand am liebsten um sich hat, sind Gerüche von gewissen Personen. Es müssen nicht unbedingt Personen sein, die ihr wirklich nahe stehen – mal davon ab, dass es davon ohnehin kaum welche gibt – sondern es reichen schon Menschen, die sich relativ oft in ihrem Umfeld befinden. Denn diese Gerüche sind es, die ihr das Gefühl geben nicht allein zu sein; weder auf der Welt, noch dort wo sie sich eben gerade befindet. Dies findet sich auch in einer weiteren ihrer Vorliebe wieder – Männerkleidung. Während man sie außerhalb ihres Quartiers meist nur uniformiert antrifft und sie auch davon ab ein Fan enganliegender Kleidung ist, gibt es dort eine Ausnahme. So bewahrt sie schon seit Ewigkeiten einen alten Pullover ihren großen Bruders auf, den sie regelmäßig trägt. Ähnlich sieht es mit kuscheligen, einladenden Betten aus, die gerade zu dazu einladen, sich einzunisten. Wer weiß, ob sie nicht einfach das eines Freundes komplett einnehmen würde, wenn sie die Möglichkeit hätte?
Eine weitere Sache, die das Interesse der Schwarzhaarigen in den letzten Jahren auf sich gezogen hat, ist die Existenz von Schwertern. Seit sie sich selbst dem Schwertkampf zugewandt hat, mag sie den Anblick der Klingen in allen erdenklichen Formen. Zwar würde sie ihr eigenes Schwert niemals ersetzen, doch Ausprobieren darf man jawohl.
Zuletzt gibt es noch zwei Dinge, die hier ihre Erwähnung finden sollten. Wie von einem Dragonslayer des Lichts nicht anders zu erwarten, liebt Linnéa es, sich an einem warmen, sonnigen Ort aufzuhalten und einfach eine Weile.. nichts zu tun. Oder aber – der zweite Punkt -  sich mit Katzen zu beschäftigen, die in der Regel derselben Tätigkeit nachgehen. Ja, diese kleinen Geschöpfe erwärmen mehr oder minder ihr Herz. Um es einfach zu sagen: sie findet sie niedlich und verwöhnt sie nur allzu gerne mit Streicheleinheiten.

Abneigungen: Selbstverständlich gibt es auch so einige Dinge, die Linnéa gar nicht passen. Angefangen damit, dass sie es auf den Tod nicht leiden kann, beschützt zu werden. Sie selbst will diejenige sein, die andere beschützt und fühlt sich in ihrer Stärke gekränkt, wenn andere dies bei ihr tun – oder es zumindest zu versuchen. Der Gedanke, schwach zu sein gefällt ihr gar nicht und so versucht sie alles in ihrer Macht stehende, um dies zu vermeiden. Beginnend mit den Jahren des Trainings mit Luxren, hinweg über die Ausbildung zur Rune Knight, permanent unterstützt von ihren eigenen, privaten Übungsstunden. Doch leider Gottes reicht jedes erdenkliche Training, jede Muskelkraft nicht, um innere Schwäche besiegen zu können. Zwar hat die Schwarzhaarige den Großteil ihres Lebens allein verbracht – oder zumindest umgeben von Menschen, die ihr so gut wie nichts bedeuten – doch das heißt noch lange nicht, dass ihr dies gefällt. Im Gegenteil, sie hasst es, allein zu sein. Es gibt ihr das Gefühl, der einzige Mensch auf der Welt zu sein und von niemandem gebraucht zu werden. Zwar gibt es Momente, in denen sie durchaus ihre Ruhe braucht und nichts von Gesellschaft hält, aber in diesem Fall ist es dann ihre eigene Entscheidung und nichts, zudem sie auf irgendeine Weise gezwungen ist.
In Bezug auf ihre Position als Rune Knight an sich, hasst sie es abgrundtief, auf irgendeine Weise zu versagen. Das Schlimmste hier bei wäre es allerdings, wenn sie an der Beschützung einer Person scheitert. Dies kann nur noch durch eine einzige Sache getoppt werden: Folter. Die schlimmste Art, der physischen wie psychischen Qualen, die ihrer Meinung nach Niemand ertragen sollte. Bekommt Linnéa von etwas dergleichen Wind, besonders an ihr nahe stehende Personen gerichtet, so wird es zu ihrer obersten Priorität etwas dagegen zu unternehmen, und zwar so schnell wie möglich.
Doch neben diesen großen, beklemmenden Dingen gibt es auch Triviales, welches sie eben schlichtweg nicht mag. Beispielsweise bedeckte, wolkige Tage, da ihr so jegliche Energiezufuhr verwehrt wird und der graue Himmel ihrer Ansicht nach trostlos wirkt. Die allgemeine Stimmung der Menschen ist getrübt, und das nur durch das Wetter. Außerdem ist sie absolut kein Fan von der Farbe Rosa, egal in welcher Variante sie vorliegt – ob babyrosa oder knalliges Pink. Gleichermaßen verhält es sich mit Rüschen oder langen Röcken. Das Ganze ist ihr zu.. prinzessinenhaft und feminin. Klar, sie ist Frau und trägt auch gerne weibliche Klamotten; doch bei dieser Grenze ist einfach Schluss. Immerhin ist sie eine Magierin und kein kleines Mädchen, welches vom Erscheinen ihres Prinzen träumt. Was ihr allerdings auch ganz und gar nicht gefällt und sich eher in einer Form des Ekels äußert: Insekten. Oder besser noch; alles was mehr als Vier Beine hat. Dies lässt sich zwar nicht als eine Angst oder gar Phobie bezeichnen, da sie die „Viecher“ durchaus berühren oder töten kann.. aber naja, es muss eben nicht gerade sein und kann ihr in plötzlichen Momenten auch durchaus ein kleines Quietschen entlocken.
Zu guter letzt mag sie es gar nicht, als "Miss" angesprochen zu werden. Es erinnert sie an ihre Zeit im Adel und sorgt zumindest außerhalb ihrer .. "höheren Gesellschaft" für einen Schauer, der ihr eiskalt über den Rücken läuft. Je näher ihr die Person steht, desto schlimmer. So gesehen also ein guter Stoff, um das Mädchen zu ärgern. Bei eher fremden Personen ist sie jedoch durchaus im Stande, den Kloß einfach runterzuschlucken und es zu ignorieren.

Ziel: Was wäre ein Leben schon ohne Ziele, die es zu erstreben gibt? Ja, auch Linnéa hat sich verschiedene, größere wie auch kleinere Dinge in den Kopf gesetzt, die sie erreichen will. Zum einen ist es ihr beständiges Ziel, stärker zu werden. Wie bereits erwähnt hasst sie es, Schwäche zu zeigen und möchte diese einfach in ihren Grundzügen dezimieren. Doch das ist noch nicht alles, was hinter diesem Wunsch steckt. Denn Stärke hilft ihr ebenfalls bei dem Erreichen ihrer weiteren Ziele. Zum einen wäre da das Beschützen des Wohles ihres Bruders, wie auch das aller anderen Menschen. Natürlich ist es ein unmögliches Ziel, das Böse von jeder einzelnen Person fern zu halten; doch gibt es zumindest Wege, um es zu erleichtern. Wie beispielsweise das Ausrotten böser Magier und deren finsterer Pläne. Eine dunkle Gilde war es immerhin auch, die ihren Bruder einst entführt hat. Etwas, das Linnéa nicht länger tolerieren und dem Ganzen so gut es geht ein Ende bereiten möchte. Sie ist nicht so naiv zu glauben, dass so etwas wie ein absoluter Frieden auch nur ansatzweise im Bereich des Möglichen existiert, dementsprechend beschränkt sie sich eben auf das, was sie beitragen kann und wofür sie die „Werkzeuge“ hat – ihren Körper und Willen.
Zusätzlich verfolgt Linnéa allerdings noch ein weiteres Ziel; wenn sie dem auch eher nebensächlich nachgeht. Als sie ihren Bruder damals aus den Fängen der dunklen Gilde gerettet hat, war sie nicht allein. Ein Junge, etwas älter als sie, hat sie begleitet und an ihrer Seite gekämpft. Zwar dachte sie damals, ihn verloren zu haben – doch wurde sie schon bald darauf bekehrt, als eben jener ihr den Entwurf ihrer Uniform zukommen ließ. Diesen Menschen, der sich ihr damals simpel als „Rai“ vorstellte und der sie ohne unnötige Worte versteht, möchte sie wiederfinden und sich mindestens bei ihm bedanken können.
Zuletzt könnte man es als eine Art Ziel erachten, sich auf andere Menschen einzulassen. Sie hat den Großteil ihres Lebens in einer Familie verbracht, die sie als „Puppe“ ansah. Als „Werkzeug“ des Adels. Nun hat sie sich mit dem Beitritt der Rune Knights von ihrem Einfluss befreit und möchte ihr eigenes Leben leben. Es fällt ihr nicht leicht, von jetzt auf gleich einfach ein neuer, weltoffener Mensch zu werden  - aber dass es so schnell gehen muss hat ja auch niemand gesagt. Sie möchte die wahre Bedeutung des Wortes „Freundschaft“ kennen lernen; auch, wenn ihr das selbst vielleicht noch nicht so ganz klar ist. Oh, und einmal alle möglichen Gerichte der Welt probieren, das würde sie im Großen und Ganzen eigentlich auch ganz gerne..


Stärken und Schwächen

Stärken: Wahrlich beherrscht jeder Mensch einige Dinge besser, als der eine oder andere es tut – so auch Linnéa. Beginnt man einmal mit dem Schlagwort „Kampf“, so sollte bei ihr definitiv ihre sehr gut trainierte Körperbeherrschung angesprochen werden. Sie hat über viele Jahre mit dem Drachen des Lichts verbracht, der ihr immer wieder geraten hat, ein großes Augenmerk auf eben diese zu legen. Und wenn einem schon ein Drache etwas rät, so sollte man dem wohl auch besser nachgehen. Aus genau diesem Grund hat sie bereits früh begonnen, daran zu arbeiten – mit Erfolg! Inzwischen ist es der 18-jährigen möglich, auf diverse Muskeln ihres Körpers zuzugreifen, die andere Menschen gar nicht aktiv oder gar bewusst nutzen. Dies führt auch dazu, dass sie in der Lage ist, gewisse akrobatische Leistungen an den Tag zu legen. Gepaart mit einer gewissen Geschicklichkeit und Agilität kann dies zahlreiche Vorteile in einem Kampf bringen.
Zudem ist Linnéa einer sehr aufmerksame Beobachterin – zumindest, wenn sie sich nicht gerade ablenken lässt. Dies kann sowohl in Kämpfen als auch im normalen Umfeld durchaus weiterhelfen. So ist es ihr nach einer längeren, direkten Beobachtung ihres Kampfpartners möglich, sich seine Handlungsabläufe einzuprägen und darauf basierend abzuwägen, was er als nächstes tun wird. Selbstverständlich sind dies jedoch bloße Vermutungen, die durch gekonntes Mitdenken ihres Gegenübers oftmals falsch liegen können. Nichts desto trotz bringt es ihr natürlich einen großen Vorteil, wenn sie damit recht hat.
Hinzu kommt, dass die Schwarzhaarige über ein gutes Gedächtnis verfügt – wenn auch mit der geringen Ausnahm von Namen. Diese weigern sich stets, in ihrem Kopf zu bleiben. Wenn es jedoch um Erinnerungen oder Informationen zu einzelnen Personen oder Quests geht, so kann man sich sicher sein, dass diese selbst nach Wochen oder Monaten nicht ganz verdrängt werden. Je mehr die einzelnen Dinge Linnéa interessieren, desto fester verankern sie sich.
Außerdem hat sich in ihrer Vergangenheit oftmals gezeigt, dass sie über einen ausgeprägten Ehrgeiz verfügt denn nicht gerade selten ist sie an diversen Trainingseinheiten gescheitert. Dies hieß jedoch nicht ein einziges Mal, dass sie einfach aufgegeben hat! Im Gegenteil. Manchmal brauchte es länger, doch wenn sie sich vornimmt etwas zu lernen oder gar zu erreichen, dann gibt es auch kein Ende bevor sie eben jenes Ziel erreicht hat. Selbst, wenn dies heißt, ihren gesamten Plan über Bord werfen und neu konstruieren zu müssen. Frust kommt dabei nur in richtig harten Fällen auf. Ansonsten gilt: je misslicher die Lage, desto motivierter ist Linnéa. Schließlich ist es ja nicht immer nur das Ziel das Freude bereitet, sondern auch der Weg selbst. Eine der Weisheiten, die der Drache ihr beibrachte und die sie durchaus verinnerlicht hat. Dennoch kann der Frust – wie bereits erwähnt – durchaus zuschlagen. Und wenn er einmal da ist, dann haut er auch rein. Es passiert nicht selten, dass etwas in ihrer Nähe zerbricht oder sie einfach kein einziges Wort mehr von sich gibt. So lange, bis ein neuer Lösungsansatz gefunden wurde. Was das angeht heißt es bei ihr jedoch: Probieren über studieren. Wozu drei Stunden über etwas nachdenken, wenn es durch eine kurze Aktion einfach in Erfahrung gebracht werden kann?
Schließt man allerdings mit diesen Themenbereichen ab und blickt einmal auf Linnéas „sozialen Fähigkeiten“, welche an sich kaum vorhanden sind, kann man es dennoch als eine Stärke ansehen, dass ihr der formale Umgang mit Personen absolut keine Probleme bereitet. Es tut nichts zu Sache, wer dabei ihr Gegenüber ist. Sei es nun ein hilfesuchender Bürger, Gildenkollegen, die oberste Offizierin oder gar der magische Rat persönlich – sie weiß in jeder Situation, welche Worte die passenden sind. Höfliche Floskeln? Gar kein Problem, da ihr diese allein in den ersten Fünf Jahren ihres Lebens schon nahegelegt wurden, mal ganz zu schweigen von dem gesellschaftlichen Training, welches sie bei der Rückkehr zur Familie schon beinahe in Empfang genommen hat. Ähnlich sieht es mit Kindern aus. Durch ihren Bruder hat sie eine gewisse weiche Seite, die sie jedoch nach Möglichkeit vermeidet, vor ihren Kollegen offen zu zeigen. So überlässt sie den Kontakt zu besagter Zielgruppe lieber der Person, die sie gerade begleitet. Wenn es den Umstand jedoch erleichtert, so macht sie da durchaus einmal eine Ausnahme.

Schwächen: Wie wohl jeder einzelne Mensch besitzt Linnéa nicht nur Stärken, sondern weist auch eine gewisse Sammlung an Schwächen auf – sowohl körperlich, als auch charakterlich. Zunächst wäre da beispielsweise ihre Reisekrankheit. Sie hat einmal gehört, dass ein Großteil der vergangenen Dragonslayer ein gewisses Problem mit der Fortbewegung durch "sich auf irgendeine Weise über den Boden bewegenden" Fahrzeugen gehabt haben sollen. Ob an dem wirklich etwas dran ist, ist zwar unklar – aber bei ihr trifft es definitiv zu. Sobald sie in einen Zug oder ein Auto steigt überkommt sie sofort ein unangenehmes Gefühl, welches sich durch den kompletten Körper arbeitet. Wenn das Gefährt sich dann allerdings in Bewegung setzt, geht es erst richtig los: ihr gesamter Körper spannt sich an, beginnt oftmals sogar - wenn auch nur leicht - zu zittern. Äußerlich lässt sich jedoch meist nur feststellen, dass sie während einer Zugfahrt bemüht ist, bloß kein Wort zu sagen. Es gibt jedoch durchaus das ein oder andere Hilfsmittelchen, welches ihr in einer solchen Situation helfen könnte, beispielsweise Körperkontakt. Es muss nicht gerade ein Aneinanderpressen sein - bloß nicht! - doch einfach eine Hand auf der Schulter oder Ähnliches kann schon Wunder bewirken. Es gibt ihr eben das Gefühl, nicht allein zu sein und eine Art.. "seelische Unterstützung" zu haben.
Zudem kommt Linnéa nicht mit Dunkelheit klar. Soll nicht heißen, dass sie Finsternismagiern ausgeliefert ist, im Gegenteil. Doch sobald man sie in absolute Dunkelheit hüllt ist sie für einen Moment wie gelähmt. Sie hasst den damit verbundenen Orientierungsverlust wie auch das Gefühl, komplett allein zu sein. Zum Glück besitzt sie jedoch die passende Magie, um solche Situationen möglichst schnell aus zu kontern oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Eine weitere Schwäche im Kampf selbst ist ihr recht geringer Körperwiderstand. Es braucht nicht allzu viele, gut getroffene Angriffe, um sie außer Gefecht zu setzen. Luxren brachte ihr damals bei, dass ein weiblicher Körper wohl niemals so viel aushalten könne, wie der eines Mannes. Aus genau diesem Grund solle sie sich darauf spezialisieren, Angriffen gekonnt und zu jeder Zeit auszuweichen – einem Ziel, dem sie nachgeht. Doch letzten Endes ist es niemandem möglich, jeden Angriff auszuweichen, besonders bei höherer Gegnerzahl.
Als eine Art.. Lebensschwäche könnte man betrachten, dass Linnéa absolut nichts ist, was man als eine Hausfrau bezeichnen könnte. Auf Grund ihrer adeligen Abstammung ist sie es nicht gewohnt, selbst in der Küche zu stehen, gerissene Kleidung zu nähen oder gar zu putzen. Bei ihr gab es für jeden dieser Punkte eine eigene Fachkraft, die sich damit bestens auskannte und nicht einmal erlaubte, dass sie selbst sich daran versuchte. Auch die Jahre, die sie in der Wildnis verbracht hat, haben ihr in der Hinsicht keineswegs geholfen. Im Gegenteil, in ihr steckt sogar ein halber Grobmotoriker. Diese mangelnden Fähigkeiten haben auch zur Folge, dass sie sich selbst meist Instant Gerichte kauft und ihr Quartier zwar nicht verdeckt ist, aber auch nicht gerade im Hochglanz erstrahlt. Dennoch gibt sie ihr Bestes, sich solche Fähigkeiten ein wenig anzutrainieren.
Charakterlich ist es ihre größte Schwäche schlichtweg der.. ungezwungene Umgang mit anderen Individuen. Linnéa verfügt nicht über die Fähigkeit, schon mit einem Blick zu erahnen, mit welcher Sorte Mensch man es hier zu tun hat – zumindest nicht charakterlich. Zudem kann sie absolut nicht abwägen, welche Antwort in welcher Situation die richtige ist, um sich irgendwie sympathisch rüber zu bringen oder gar einzubringen. Ihr bleibt nur ein intuitives Handeln, welches ihr allerdings nicht gerade liegt. Wie soll einem ein Drache auch beibringen, wie man Freunde macht? Oder reiche Eltern, die Kindern Geld bezahlen, um Freunde zu spielen.


Offtopic

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Wie hast du uns gefunden? Ich war schon im alten Forum. Aber ganz damals Google, glaub ich. :>
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BeitragThema: Re: Linnéa Metherlance   Sa 8 Aug 2015 - 4:39

Umfeldblatt

FAMILY ARE THE BEINGS INSIDE YOUR HEART, NOT ON THE PAPER.


Schreibprobe: Sommer. Für manch einen der persönliche Untergang, für Linnéa eine Art Höhenflug. Gut, die Hitze und der damit verbundene, nervige Schweißfluss mussten wirklich nicht sein, aber die Sonnenstrahlen hingegen... das Paradies auf Erden! Pure Energie, die so viele Stunden auf einen hinab schien. An solch einem Tag war es wirklich unmöglich, die Zeit lediglich im Quartier oder den Hallen der Rune Knights zu verbringen. Kontakte konnte man auch an einem anderem Tag knüpfen. „Oh, Miss.. Metherlance, richtig? Wohin des Weges?“ Das Mädchen zuckte. Verdammt Linnéa, reiß dich zusammen! Es war der erste Tag, da sollte man nicht gerade die eigene soziale Unfähigkeit raus hängen lassen. Nun gut, in dem Fall hatte sie die Person auch nicht wirklich bemerkt. Überraschung, ja. Durchaus eine gute Ausrede, äh, BegSie ründung, nicht? Die Schwarzhaarige hob also endlich den Kopf zur Person, der die Stimme gehörte. Woher kannte der überhaupt bereits ihren Namen? Waren hier wirklich alle so gut informiert? Sie hätte wohl doch vorher einmal die Mitgliederliste durchgehen sollen.. Nur ein bisschen Sonne tanken, sprach sie und setzte eines ihrer standardisierten, höflichen Lächeln auf. „Bei dem Wetter eine gute Idee. Viel Spaß, genieß den freien Tag!“ Ein kurzes, freundliches Nicken als Antwort, ehe sie endlich aus der Tür treten und einen tiefen Zug der frischen Luft einatmen durfte.
Doch wohin sollte es eigentlich gehen? Tja, keine schwere Frage. Es gab den ein oder anderen Ort, den sie wirklich gerne aufsuchte. Wieso? Einfach weil man dort am ehesten seine Ruhe hatte und einfach entspannen konnte. An sich hätte sie auch gerne Luxren, den Drachen des Lichts besucht, doch heute fiel ihre Wahl einmal auf etwas anderes. So wurden die Füße in Richtung eines kleinen Parks gelenkt, während die Arme den Weg in die Luft fanden um ihre Muskeln durch sorgfältiges Strecken ebenfalls einmal richtig den Tag beginnen zu lassen. Fünf Minuten, länger dauerte es nicht  ehe sie den hübschen, grünen Ort erreichte. Diverse Sträucher und Bäume, in einem Kreis um den ebenfalls runden Springbrunnen angelegt. In regelmäßigen Abständen gab es Bänke, doch Linnéa bevorzugte die kleinen Steinsäulen um sich darauf niederzulassen. Erst einmal ließ sie ihren Blick schweifen, um die Anwesenden zu checken. Herrlich, genau das, worauf sie spekuliert hatte: kein Mensch zu sehen. Klar, Mittags füllte sich auch dieses Örtchen mit alten Ehepaaren oder kleinen Teenagergruppen, doch zu dieser Zeit schien es ganz ihr zu gehörten. Ihr und der kleinen, weißen Katze die sie hier fast regelmäßig traf.
Nun hob sich der Blick erst einmal gen Himmel und die Augen wurden geschlossen. Viel besser ging es eigentlich gar nicht. Sie spürte, wie die Lichtstrahlen angenehm auf ihrer Haut kribbelten. Aber leider auch, wie es warm wurde. So hob sie die Augenlider wieder, um sich misstrauisch umzublicken: erst links, dann rechts. Niemand zu sehen, immer noch. Also konnte man die Gelegenheit auch nutzen, um noch zwei weitere Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen und die goldene Krawatte aus ihrer festen Position zu lösen und einfach.. in der Hand zu halten. Luft am Hals, das tat gut. Sie mochte ihre Uniform, aber bei solchen Temperaturen wurde es echt warm. Nunja, nun konnte sie ja ein bisschen Zeit mit simplen Nichtstun verbringen, ehe sie sich dem richtigen Start in die Gilde stellte. Also wurde sich sogleich zurückgelehnt – wo sich ihr üblicher Baum befand – und die Augen wieder geschlossen. Zumindest so lang, bis sie ein plötzliches, pelziges Gewicht auf ihrem Schoß spürte. Die weiße Katze, die vorhin noch einige Meter von ihr entfernt ihres Weges schritt. Linnéas Mund verformte sich zu einem leichten Lächeln, als sie die Hand durch das weiche Fell gleiten ließ. Das ist also der erste Tag, huh? Wünsch mir Glück, Neko-Chan.


Umfeld und Geschichte


Familie:
Ziehvater, Luxren - Drache des Lichts
Luxren hat für Linnéa gesorgt, als ihre eigene Familie das nicht mehr für nötig gehalten hat. Schon bei ihrer ersten Begegnung war er von ihrem Willen beeindruckt und hat ihr dementsprechend die Magie des Licht Dragonslayers beigebracht. Beide betrachten sich gegenseitig als ihre Familie und hegen einen lockeren Umgang miteinander. Auch heute treffen sie sich noch regelmäßig für Trainingseinheiten. Jedoch haben sich diese Treffen etwas reduziert, seit Linnéa den Rune Knights beigetreten ist. Einerseits, weil sie vermeiden möchte, dass abgesehen von der obersten Offizierin jemand von Luxren erfährt, andererseits, weil sie einfach viel mit den Gildentätigkeiten beschäftigt ist. Ehrlich gesagt ist Linnéa bisher nie wirklich bewusst gewesen, was es für eine Ehre ist, die Zeit mit einem Drachen verbringen zu dürfen und Luxren ist über diese Tatsache auch recht erfreut. Letzten Endes haben schließlich beide davon profitiert - allzu spannend ist das lange Leben eines Drachens schließlich nicht. Besonders, wenn man das Nebeneinanderleben mit Menschen nicht gefährden möchte.
Vater, Koutaro Metherlance [43 Jahre]
Der Mensch, der wohl mit Abstand am wenigsten Bestand in Linnéas Leben hat. Schon immer waren ihm die Geschäfte, der Reichtum und Erfolg seiner Familie am Wichtigsten - wichtiger, als das Sorgen um seine eigenen Kinder. So erachtete er es nicht als notwendig, eine aufwändige Suche für seine Tochter oder gar fähige Magier für seinen jüngsten Sohn einzusetzen. Linnéa empfindet ihm gegenüber nicht einmal mehr ansatzweise Zuneigung. Letzten Endes ist er auch nur im Buche sein Vater, im Herzen wurde er schon längst vom Drachen des Lichts ersetzt. Sie bemüht sich auch nicht darum, ihn irgendwie über ihre Tätigkeiten zu informieren oder gar Kontakt zu halten. Ihr Interesse gilt schlichtweg wichtigeren Dingen, als einer fremden - wenn auch ihrer eigenen - Familie. Auch auf den Reichtum verzichtet sie mit Freuden und sorgt lieber selbst für ihr Wohl. Ein Wunder, dass er ihr überhaupt etwas von seinem kostbaren Geld angeboten hat..
Mutter, Lilian Metherlance [41 Jahre]
Eine Mutter hat es nicht immer leicht, das mag wahr sein. Aber in Lilian's Fall macht sie es sich einfach zu leicht - zumindest in Linnéas Augen. Sie weiß nicht recht, was sie von ihrer Mutter halten soll. Sie steht ihr keines Falls wirklich nahe, dennoch ist sie die Person die ihr das Leben geschenkt und sie mit einem warmen Lächeln begrüßt hat. Es mag sein, dass Lilian in ihrem Leben einfach zu viele Fehler gemacht hat und eben diese dafür sorgen, dass sie kaum mitbekommt, was eigentlich um sie herum geschieht. Dass auch ihre anderen Kinder dieselbe Liebe und Aufmerksamkeit verdient haben, wie Kisho. Im Großen und Ganzen hasst Linnéa sie nicht und hält sie sogar ab und an durch Briefe im Bilde, was in ihrem eigenen Leben so geschieht. Dennoch hat sie keinen festen Platz in ihrem Herzen und wird diesen ohne eine starke Änderung auch niemals erhalten. Trotz allem wünscht sie ihr, dass diese Änderung eines Tages eintreten wird. Schließlich soll sie eine gute Mutter für Shoutaro sein und scheint dabei auch nicht vollends zu versagen.
Großer Bruder, Kisho Metherlance [23 Jahre]
Je mehr Zeit verging, desto weiter haben sich die beiden voneinander entfernt. Linnéa weiß, dass er die Finsternismagie beherrscht und sogar Teil einer dunklen Gilde ist. Sie kennt zwar den Namen der Gilde nicht doch ist sich absolut sicher, dass er mit der damaligen Entführung ihres kleinen Bruders zutun hatte. Letzten Endes hat er sich nicht ausgesucht, die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern zu erhalten und lebt auch mit einer gewissen Bürde, der Träger des Familienerbes zu sein. Dementsprechend schafft Linnéa es erst gar nicht, ihn wirklich zu hassen. Dennoch würde sie ihn gerne mit all diesen Dingen konfrontieren und anhören, was er zu sagen hat. Letzten Endes fehlt ihr dazu jedoch der Mut. Ebenso, wie sie es ihren Eltern nicht sagen will, dass er neben dem stolzen Sohn auch noch eine andere, offensichtlich dunkle Seite hat..
Kleiner Bruder, Shoutaro Metherlance [13 Jahre]
Die einzige Person der Welt, die Linnéas sanfte und liebevolle Seite regelmäßig zu Gesicht bekommt. Der 13-jährige bedeutet ihr Alles auf dieser Welt, und das, obwohl sie die ersten 9 Jahre seines Lebens nicht einmal in Kontakt standen. Dennoch hat sie ihn aus der Ferne aufwachsen sehen und alles dafür aufs Spiel gesetzt, ihn aus seiner Entführung zu befreien. Nur kurz darauf ist Linnéa zu ihrer Familie zurückgekehrt und hat neben Training und Ausbildung alle verfügbare Zeit genutzt, um die verlorenen Jahre wieder aufzubauen. Der Draht zwischen den beiden war schon ab der ersten Sekunde aufgebaut und so dauerte es nicht lang, bis die beiden auch im Herzen das wurden, was man „Geschwister“ nennt.
Auch jetzt wo sie Teil der Rune Knights geworden ist – was Shoutaro übrigens als „ooobercool“ befindet – bemüht sich die 18-jährige, ihren Bruder regelmäßig aufzusuchen und Zeit mit ihm zu verbringen. Bei ihm lässt sie auch ihren gelegentlichen Frust ab und tankt Energie, um jeder Zeit hervorragende Arbeit leisten zu können. Zusammen mit Luxren ist er der einzige Kontakt, den sie aufrecht erhält und auch niemals verlieren möchte.
Freunde:


Gehilfe, erster und einziger Freund, "Rai" [21 Jahre]
Zwar weiß Linnéa nicht, ob Rai wirklich sein Name ist, doch das interessiert sie ohnehin nicht wirklich. So oder so war er der erste Mensch, den die Schwarzhaarige jemals als einen „Freund“ bezeichnen würde. Er half ihr bei der Rettung ihres [und seines eigenen] Bruders und ist seit dem überraschenden Erfolg der Mission beinahe spurlos verschwunden. Die einzige Hinterlassenschaft die sie von ihm hat, ist die Uniform die sie trägt. Diese ist allerdings auch der Beweis, dass er durchaus noch am Leben ist. So hat sie es sich als Ziel gesetzt, den Jungen ausfindig zu machen, um sich einmal wirklich bei ihm zu bedanken. Und, um vielleicht einen verlorenen Freund wieder an ihrer Seite zu wissen. Zu gerne würde sie ihn überreden, ebenfalls den Rune Knights beizutreten.
Feinde: Linnéa hat keine direkten Feinde, die man hier namentlich erwähnen könnte.

Gilde: Die Rune Knights haben Linnéas Leben in den letzten Jahren ziemlich umgekrempelt – im positiven Sinne. Während sie früher nichts als Training und das Fern bleiben von ihrer Familie kannte, war diese Gilde Ziel genug, in ihr wahres Leben zurückzukehren und wieder Linnéa, die Tochter der Metherlance Familie zu werden. Natürlich  ändert dies auch nichts an ihrer Einstellung der Familie gegenüber – aber dafür dies und jenes Anderes. So ist es der 18-jährigen gelungen, sich nach und nach in die Gesellschaft einzugliedern und auch durchaus erwachsener zu werden.
Zudem hat sie in den Rune Knights einen sehr guten und sicheren Weg gefunden, ihre persönlichen Ziele umzusetzen. Sie kann die Welt der Gerechtigkeit einen kleinen Schritt näher bringen und hofft zudem, die zahlreichen Informationen und Möglichkeiten der Gilde nutzen zu können, um ihren damaligen Freund „Rai“ wiederzufinden. Dementsprechend ist es nur logisch, dass ihre Loyalität den Rune Knights gilt und keine Alternative in Frage kommt. Sie nimmt die Aufgaben, die sie von ihnen erhält, sehr ernst und gibt ihr Möglichstes um den Menschen zu helfen. So befindet sie den Aufenthalt und das Wohnen in der Gilde auch als durchaus angenehm – immerhin ist sie von Menschen umgeben, die in etwa dasselbe erreichen wollen. Nichts desto trotz hat Linnéa vor Kurzem erst ihre Ausbildung hinter sich gelassen und hat dementsprechend noch keine Kontakte knüpfen können. Eine Tatsache, die sich hoffentlich mit der Zeit ändern wird – schließlich kann man schwere Missionen nicht allein ausführen.

Geschichte:

Kapitel 1: Die Geburt eines Sprösslings

18 Jahre liegt dieser Moment nun zurück, an einem 20. September etwa zur zweiten Stunde des noch frischen Tages. Die Schreie eines Babys hallten durch die Nacht und verkündeten die Entstehung eines neuen Lebens: Linnéa Metherlance war geboren. Es war keine dieser Geburten mit ach so tragischen Begebenheiten – kein Freitag der Dreizehnte, kein Sturm der über die Stadt tobte, keine kalte Winternacht und schon gar keine Entführer. Nein, im Gegenteil, es war schon eine ganze Weile nichts mehr Spannendes in Shirotsume passiert. Die Menschen lebten zufrieden vor sich hin, gingen ihren Geschäften nach und beauftragten Magier selbst für die kleinsten Aufgaben. Nun, zumindest war die Bewohnerzahl der Stadt so eben um Eins gestiegen.
„Halloooo Neechan! Du darfst mich Aniki nennen!“, waren die ersten, überstolz gesprochenen Worte, die Linnéa jemals hören durfte. Ein liebenswürdiger Empfang in eine neue, riesige Welt, oder? Ihr 5 Jähriger Bruder Kisho musste auch immerhin viele Monate warten, bis er die schon seit geraumer Zeit zusammengelegten Worte endlich aussprechen durfte! Doch nun war es endlich geschehen und er war mit Abstand nicht der einzige im Raum, der sich über diese Begebenheit freute. Lilian und Koutaro Metherlance standen ihm in keinster Weise nach. Sie beide belächelten das Kind in Lilian's Armen. „Willkommen zuhause, Linnéa. Dir wird es hier niemals an irgendetwas mangeln, freu dich auf dein Leben!“ Eine Tatsache. Die Familie gehörte schließlich zum Adel und hatte durch diverse – durchweg legale – Aktivitäten einiges an Reichtum angehäuft. Reichtum, mit dem sie nicht gerade geizten. Klar, Koutaro war kein dummer Mann, er führte die Geschäfte schon seit Jahrzehnten und achtete gekonnt darauf, dass es der Familie niemals an etwas fehlte und bloß immer ein gutes finanzielles Polster ihre Existenz bewahrte. Lilian hingegen sorgte sich eher um die Ausbildung der Kinder. Sie sollten in vielerlei Hinsicht mit ihren Begabungen prahlen können, niemals als unfähig abgestempelt werden – immerhin ging es hier um so etwas wie Familienehre.
Schon in dem Moment, indem Lilian ihrer kleinen Tochter in die goldenen Augen blickte, hatte sie ihren gesamten Werdegang geplant. Was sie einmal für Instrumente lernen würde, welche Sprachen ihren Wortschatz bereichern würden.. alles. Ein Moment in dem sie noch nicht ahnen konnte, wie anders Linnéa das Ganze doch geplant hatte..
Kapitel 2: Aussbrechen aus dem Gefängnis „Familie“

5 Jahre waren inzwischen schon vergangen. 5 Jahre, in denen Linnéa sich nicht als das Wunderkind entpuppte, welches Lilian und Koutaro sich erhofft hatten. Sie brauchte lange, ehe sie beschloss auf den eigenen zwei Beinen zu laufen oder gar sinnvolle Wortaneinanderreihungen zu bilden. Dinge, die Kisho hingegen in Rekordzeit gelernt hatten. Somit war es nicht gerade verwunderlich, dass die Aufmerksamkeit auf dem mittlerweile 10 Jährigen lag. Schließlich konnte er inzwischen so viele Dinge lernen! Selbst mit seinem Unterricht durch einen Privatlehrer war er den anderen Kindern in seinem Alter bereits weit voraus. Ein wissensdurstiger, nahezu ruhiger Junge, der brav den Wünschen seiner Eltern entsprach. Etwas, wo die kleine Linnéa nicht mithalten konnte – nicht einmal durch die Hilfe des Personals. Klar, auch sie lernte. Aber eben nur in der Geschwindigkeit eines stinknormalen Kindes. Was in dieser Zeit jedoch auch niemand mitbekommen hatte, dass sowohl sie als auch Kisho beide noch etwas mehr in sich verbargen als bloß adeliges Blut. Magische Energie tobte in ihnen, mal schwächer und mal stärker, aber definitiv existent. Während die kleine Schwarzhaarige davon gar nichts mitbekam, hatte ihr älterer Bruder dies bei sich durchaus bemerkt und trainierte in der einzigen Zeit, die er einmal Ruhe von Bildung und gesellschaftlichen Training hatte: nachts in seinem Zimmer. Praktischer Weise war dies ohnehin die beste Zeit für ihn, um an seiner Magie zu arbeiten, immerhin konnte er die Dunkelheit in seinem Zimmer kontrollieren, sie vom einen zum anderen Ort bewegen. Faszinierend, wie er fand.
Nur wenige Tage nach dieser Entdeckung sorgte das Ehepaar Metherlance für ein familiäres Essen am großen Tisch. Etwas, das nicht gerade oft passierte – immerhin gab es ja wichtigeres zutun. Doch an diesem Tag versprachen die beiden eine wundervolle Verkündung zu machen, wie sie fanden. So gingen Linnéa und Kisho dem Wunsch ihrer Eltern nach und fanden sich, zusammen mit den engsten Arbeitern des Hauses im großen Saal ein, um an dessen viel zu langen Tisch den richtigen Platz einzunehmen. „Nun, meine Lieben.. wie ihr wisst, haben wir euch eine gewisse Neuigkeit mitzuteilen. Liebling?“, sprach Koutaro in einem recht.. offiziellen Ton, der mit dem letzten Wort jedoch in eine etwas freundlichere Stimmlage wechselte. Lilian, die Angesprochene, strich mit der Hand über ihren Bauch, ehe sie die Worte verkündete, auf die alle warteten: „Wir erwarten ein weiteres Baby. Einen Jungen, Shoutaro.“
Und in diesem Moment zerbrach etwas in der gerade einmal 5 jährigen Linnéa. Die Eindrücke und Gedanken überschlugen sich. Ein kleiner Bruder. Es ist schwer zu sagen, was genau die Beweggründe für ihre Wut waren, zumindest in diesem Moment. Lag es daran, dass er ihr die kaum vorhandene Aufmerksamkeit ihrer Eltern komplett stehlen würde? Dass er vermutlich wieder eines dieser Wunderkinder werden würde, die sich ihre Eltern doch so sehr wünschten? Oder lag es tatsächlich sogar daran, dass sie den Starrsinn ihrer Eltern nicht verstand. Ein weiteres Kind, welches dieselben Strapazen auf sich nehmen muss, wie sie. Welches von Dienstmädchen großgezogen wird, statt von den eigenen Eltern. Was auch immer der Grund war, es passte es ihr einfach so gar nicht in den Kram. Ohne lange zu zögern erhob sich das Mädchen und schlug ihre kleinen Fäustchen auf den Tisch. Die Tränen standen ihr in den Augen, doch sie gab alles in ihre Tapferkeit, um diese so gut es ging zurückzuhalten – erfolgreich. „Ihr seid echt verdammt blöd!!“, schrie sie, so laut es ihr Körper erlaubte, ehe sich ihre Beinchen in Bewegung setzten, um den Raum, nein, das riesige Anwesen so schnell es ging zu verlassen. Sie rannte und rannte, so weit es ihr aus der körperlichen Sicht erlaubt war. Hinweg durch ein kleines, ihr schon lange vertrautes Loch im Zaun, hinein in den Wald. Schließlich versagten ihre Beine jedoch und sie fand sich auf den Knien wieder. Einsam, mit kleinen Kratzern von diversen Ästen, schmutzig vom nassen Boden und.. tatsächlich ohne Tränen. Klar, ihre Augen waren noch immer glasig, doch die Schwarzhaarige biss sich lieber auf die Lippen als zuzulassen, dass auch nur ein Tröpfchen an Flüssigkeit den Weg über ihre Backe fand. So verharrte sie einige Momente auf dem Boden, eh' das Zittern ihres Körpers verging und sie weiter konnte. Erst rennend, doch irgendwann reduzierte es sich auf ein normales Gehen. Sie war schon oft im Wald spielen und sich ziemlich sicher, dass sie hier erst einmal ihre Ruhe haben würde. Bestimmt suchten Elise und Henry, zwei der Angestellten ihrer Eltern, ohnehin schon nach ihr. So entschloss sie sich, ihre Hast erst einmal zu beenden und sich stattdessen an einem Baum niederzulassen. Dort dauerte es tatsächlich nicht lang, bis sie einschlief.. immerhin hatte sie sich in den letzten zwei Stunden für eine 5 jährige ziemlich verausgabt!

Kapitel 3: Drachen gibt es wirklich!

Linnéa rieb sich die Augen. Die fühlten sich wirklich schwer an, so als ob man sie am liebsten gar nicht mehr aufwachen lassen wollte. Aber das war jawohl ihre Entscheidung! So befreite sie ihre Augen von dem hartnäckigen Zeug, welches Elise immer „Schlaf“ genannt hatte. Unpassend, nicht?  Als sie es endlich geschafft hatte, war es an der Zeit diese Dinger auch einmal zu öffnen. Ein riesiges, goldene Augenpaar. Direkt vor ihr. Umgeben von Schuppen, so weiß wie die Reinheit selbst. „Iiiiehks!“, war die doch recht milde Reaktion, die bei dem Mädchen hervorgerufen wurde. Gut, es hatte sie überrascht! Und könnte sie vielleicht sogar auffressen! Aber irgendwie.. fühlte es sich einfach nicht wirklich gefährlich an. „Wer bist du? Was machst du hier? Elise und Henry sind sicher gleich hier, versteck dich besser!“ Kaum waren die Worte gesprochen, sah sich Linnéa hektisch um. Wieso hatten sie sie überhaupt noch nicht gefunden? Vielleicht war sie einfach zu weit raus. Klar, sie war immerhin sehr gut im Verstecken spielen! So musste es sein, richtig..?
„Hier ist niemand im Wald, der dich sucht, Kleines. Zumindest schon seit einigen Stunden nicht mehr.“ Die Stimme des Geschöpfs war mächtig und hallte ihr noch für einige Momente durch den Körper, ehe sie den wirklichen Inhalt der Aussage verstand. „Nein, du lügst!“ Ihre Stimme begann zu zittern. Dieses Wesen musste sich einfach irren. „Steig auf, ich beweise es dir.“
Und tatsächlich. Im Wald gab es keine rufenden Menschen. Nur Bedienstete, die sich um den Garten des riesigen Anwesens sorgten. Was sollte das?  „Soll ich dich heim bringen?“, fragte das Geschöpf unter ihr. Tatsächlich musste Linnéa nicht lange nachdenken, um darauf zu antworten: „Nein.“ Sie hatte schon oft vermutet, dass ihren Eltern an Kisho einfach viel mehr lag. Und an ihren Geschäften. Doch dass es tatsächlich so übel war, versetzte ihrem kleinen Herz einen kräftigen Stoß. „Du kannst nicht allein in der Wildnis überleben.“ - „Ich bin doch nicht allein, ich hab' dich!“ - „Du weißt nicht einmal wer oder was ich bin.“ - „Dann sag es mir!“ - „..Mein Name ist Luxren. Ich bin ein Drache, verstehst du?“ - „Woooow! Davon hat Henry mir schon erzählt! Euch gibt es wirklich!“ Luxren war durchaus überrascht vom festen Willen einer 5 Jährigen. Er hatte nie direkt zwischen den Menschen gelebt, doch er war auch längst nicht auf den Kopf gefallen. Er konnte das Mädchen verstehen und nach einigen Tagen des Hin und Hers zwischen den beiden entschloss er sich tatsächlich, das kleine Ding aufzuziehen. Doch das war noch nicht alles – nur ein Jahr später erzählte er ihr von seiner Magie, die er ihr beibringen könnte. Die Magie, einen Drachen zu töten. Die Magie des Dragonslayers des Licht. Das ganze schien dem Kind so unwirklich, doch es zögerte nicht lange ehe es beschloss, die Magie lernen zu wollen. Linnéa hatte inzwischen gelernt, was man in einem Wald essen durfte und was nicht, wie man mit den anderen Bewohnern umging, wie man sich sauber hielt.. Für Klamotten hatte Luxren immer Mal gesorgt, wenn es nötig war. Sie besaß bei bestem Willen keinen Kleiderschrank, doch irgendwann wurde Kleidung eben schon einmal zu eng oder besser gesagt, zu klein. Die Zeit verging und das kleine Mädchen lernte auch ohne eine richtige Familie groß zu werden. Der Drache war nun erst einmal ihre Familie. Er kümmerte sich zwar durchaus darum, Linnéa auf dem Laufenden zu halten, was ihre eigene Familie anging und beobachtete gelegentlich den Werdegang von Shoutaro – ihrem kleinen Bruder. Sie wusste von ihm und die Nachricht seiner Geburt war es, die sie tatsächlich neugierig gemacht hatte. Ihr Hass beschränkte sich zum größten Teil auf ihre Eltern, also wieso sollte er darunter „leiden“? Dennoch, sie konnte nur deswegen auch nicht einfach so zurück gehen.. Also gab sie sich eben mit den Informationen zufrieden und begleitete Luxren bei seinen Ausflügen, die Familie ein wenig zu beobachten.

Kapitel 4: Wie die Zeit vergeht..

..während man mit einem Drachen trainiert.  Immer mehr Jahre zogen ins Land und Luxren brannte sich einen immer tieferen Fleck in Linnéas Herz ein. Er ersetzte den Vater, der ohnehin niemals für sie Zeit gehabt hätte. Natürlich kann einem ein Drache nicht alles beibringen, dennoch beherrschte dieser hier einige Gepflogenheiten der Menschen, die er an sie weitergeben konnte. Doch das Hauptaugenmerk lag auf den verschiedensten Arten des Kampfes und der perfekten Kontrolle des eigenen Körpers. Letzten Endes konnte selbst Luxren nicht leugnen, dass dieses Menschenmädchen einen wichtigen Punkt in seinem Leben ausgemacht hat – also sollte sie auch definitiv nicht so schnell sterben. Ebenfalls eine Art des Schwertkampfes lehrte er sie. Nicht, dass ein Drache auch nur ansatzweise mit einem Schwert umgehen konnte, nein. Er formte ihr eine Art Holzschwert, mit welchem sie ihren ganz eigenen Stil entwickelte. Lediglich kleine Hilfestellungen zur Haltung oder logische Tipps waren die Dinge, die er dazu beitragen konnte.
Auch die „Beobachtung“ der Familie Metherlance stellten die beiden keineswegs ein. Sie sahen Shoutaro beim Aufwachsen zu, wie er seine ersten Schritte tätigte, vor sich hin plapperte und alles was eben so dazu gehörte. Natürlich trat Linnéas Vermutung ein, dass die größte Aufmerksamkeit noch immer auf ihrem älteren Bruder lag, da dieser sich in allen Eigenschaften eines Adeligen einfach exzellent schlug – aber zumindest kam der Jüngere dabei nicht komplett ohne Liebe und Aufmerksamkeit davon. Wie konnte man ihm so etwas auch verwehren? Diese riesigen Kulleraugen zogen automatisch jeden in seinen Bann! Er brauchte kein wirkliches Talent, denn er war einfach ein herzerwärmendes, neugieriges und absolut süßes Kind, welches einem stets mit seinem Lachen erfreute. Ohja, wie sehr wünschte sich die Schwarzhaarige, ihm einfach einmal „Hallo“ zu sagen. Doch diese Zeit war einfach noch nicht gekommen. Kisho sorgte ebenfalls für einige Verwunderung. Er hatte seine Finsternismagie inzwischen sehr gut unter Kontrolle und schien damit leider Gottes nichts Gutes im Sinn zu haben. Sie beobachteten oft genug, wie er sich an diversen dunklen Orten mit einer Gruppe von anderen Magiern traf. Eine dunkle Gilde – wie Linnéa zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht wissen konnte. Es gab eben gewisse Dinge, die der Lichtdrache ihr noch nicht erklärt hatte – Gilden gehörten dazu. Er wusste, dass der Tag kommen würde, an dem sie sich einer anschließen würde. Doch erst musste er wirklich sicher sein, dass sie im Stande war für ihr eigenes Wohl zu sorgen.
Dass dieser Tag schneller kam, als es Luxren lieb war, hätte er niemals erahnt. Zu dem Zeitpunkt, an den Linnéa inzwischen ein Alter von 14 Jahren erreicht hatte und nun schon insgesamt 9 Jahre ihres Lebens mit dem Drachen verbracht hatte, sollte all dies ein jähes Ende finden. Denn eines Nachts wurde ihr kleiner Bruder entführt. Es geschah zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Beiden vom Anwesen der Metherlance für eine Weile entfernt hatten, um ihr Training etwas spezieller fortzuführen. Als sie zurückkehrten und wieder ihrer Art des täglichen Lebens nachgingen, schlug die Neuigkeit ein wie eine kleine Bombe. Linnéa hatte sich für einen kurzen Moment in die Stadt gewagt, um sich mit der ortsansässigen Zeitung auf den neusten Stand zu bringen. In dem Moment, als sie die Nachricht zu Shoutaro fand, wisch ihr jede Freude aus dem Gesicht. Zudem konnte sie ihren Augen nicht trauen: Lilian und Koutaro war ihr Reichtum tatsächlich zu heilig, als dass sie fähige Magier beauftragten. Nein, sie entschieden sich für simple Fußsoldaten der Stadt, obwohl es sich bei den Entführern offensichtlich um Magier handelten. Shoutaro war nicht einmal das einzige Opfer. Die Bande hatte es auf viele Kinder abgesehen, hauptsächlich um an das große Geld zu kommen.
Es war an der Zeit. Sie musste zu ihren Eltern, sie zur Rede stellen. Jede Art von Verständnis wurde ausradiert. So zögerte sie nicht länger, stampfte an dem total überraschten und überforderten Personal vorbei um das Büro ihres Vaters aufzusuchen. Erklärungen? Frust ausschütten? Nein. Danach war ihr bei bestem Willen nicht. Stattdessen kam sie sofort zum Anliegen, ohne ihren Zorn auch nur ansatzweise zurückzuhalten. Die Meter bis hin zum Schreibtisch wurden in Windeseile überbrückt und Koutaro nicht einmal eine Chance gelassen, seinen Mund zu öffnen. „Verdammte Soldaten? SOLDATEN?! Gegen Magier? Seid ihr noch ganz bei Trost?!“ Die ersten Sekunden wirkte er noch, als hätte er einen Geist gesehen, doch es dauerte nicht lang bis er sich mit einem kurzen Räuspern wieder fing und sein seriöses Gesicht aufsetzte. Jeder Vater erkannte sein Kind, selbst nach 9 Jahren. „Nun, Magier erwarten für einen solchen Auftrag eine ziemlich hohe Bezahlung. Ich bin mir sicher, die Soldaten werden Shoutaro sicher zurückbringen.“ DAS war also seine Verteidigung. Linnéa konnte es schlichtweg nicht fassen. So jemand hatte sie gezeugt? Ohne ein weiteres Wort zu verlieren – oh, Worte waren bei ihrem Blick auch gar nicht nötig – verließ sie den Raum wieder, fest entschlossen, sich der Sache selbst anzunehmen.
Luxren brauchte derweil keinen Kontakt zu seiner menschlichen Tochter. Er wusste genau, was sie tat und vor allem auch, was sie vorhatte. So ist es auch kein Wunder, dass er sie bereits erwartete, als sie zu ihrem derzeitigen Versteck zurückkehrte. In seiner Klaue.. ein Sack Geld. Ein wirklich, wirklich dicker Sack Geld. „Nimm das. Geh zu einem Schmied. Kauf dir sein bestes Schwert und bring es mir.“ Es waren lediglich zwei verdutzte Wimpernschläge nötig, ehe Linnéa das Geld nahm und sich auf den Weg machte, um das Schwert zu besorgen – ein Katana um genau zu sein. Als sie es ihm brachte, schoss er eine Art Lichstrahl aus seinem Mund, welches die Klinge des Schwertes nach und nach aufhellen ließ – bis es schließlich in einem absolut reinen Weiß endete. Dies war die Geburtsstunde von Chūshinbu no Ryuu, der Waffe, die sie von nun an ihr Leben lang begleiten sollte.

Kapitel 5: Die Rettungsaktion

Zwei Wochen waren ins Land gezogen. Zwei Wochen, in denen die Soldaten ihres Vaters nichts und wieder nichts erreicht hatten. Wer hätte damit gerechnet? Nun, Linnéa selbstverständlich. So hat sie diese Zeit genutzt, um so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen. Nach einer kurzen Einweisung von Luxren, wie sie sich den Menschen am besten gegenüber verhalten solle um an ihre Informationen zu gelangen, machte sie sich auf nach Shirotsume – und dank der Hilfe des Drachens auch in einige naheliegende Städte. Sämtliche Zeitungen wurden durchstöbert und die verschiedensten Menschen durchgefragt. Mal sanft, mal etwas weniger sanft. So erfuhr sie nach und nach wichtige Dinge, unter anderem Etwas, das sie wirklich schockierte. Ihr Ziehvater hatte sie inzwischen in die Gilden dieser Welt eingewiesen und so hatte sich herausgestellt, dass die Menschen, mit denen ihr Bruder regelmäßig verkehrte eine dunkle Gilde war. Die dunkle Gilde, die für die Entführung der Kinder verantwortlich war. Kisho wusste also von dem Plan und hat ihnen die Arbeit nur noch erleichtert! Eine erneute Woge des Zorns schlich durch Linnéa doch immer wieder ermahnte sie sich, ruhig zu bleiben. Sie war nicht dumm. Sie wusste, dass eine überstürzte Handlung garantiert zum Versagen führen würde. Sie wusste, dass sie sich nicht durch ihre Gefühle beeinflussen lassen durfte – noch nicht. Und wie sich herausstellte war sie nicht die einzige einsame Seele war, die sich für die Rettung einsetzte. Natürlich beschäftigte sich bestimmt auch die ein oder andere Magiergilde damit, doch die 14 Jährige hatte ihren Glauben in andere für diesen Moment verloren. Wenn etwas richtig erledigt werden soll, so muss man es eben selbst tun! Und sie war nicht der einzige der so dachte. Sie lernte den zwei Jahre älteren Jungen kennen, der sich ihr als „Rai“ vorstellte. Die zweite Woche der Informationsbeschaffung verbrachten sie zusammen. Währenddessen erfuhr sie auch, dass Rai ebenfalls einen Bruder besaß, den die dunkle Gilde entführt hatte. Bloß mit dem Unterschied, dass sie keiner reichen Familie angehörten – im Gegenteil sogar. Er und sein Bruder schlugen sich zusammen als Diebe durch, um ihr überleben zu sichern. Die Gilde musste ihn einfach verwechselt, oder einfach schon gar nicht mehr richtig auf ihre Opfer geachtet haben. Linnéa und Rai waren sehr genau in ihrer Suche nach der dunklen Gilde. Doch letzten Endes mussten sie nur ihren eigenen Bruder beobachten, um das Versteck ausfindig zu machen.
Am nächsten Tag setzten sie ihren Plan dann in die Tat um. Die entführten Kinder waren also in einem abgelegenen Haus versteckt, oder besser gesagt, unter diesem Haus. Der Eingang befand sich seitlich und war gut zwischen diversen Sträuchern versteckt. Es war Nacht – tagsüber wäre es auch viel zu riskant gewesen. Gerade einmal eine einzige Wache bewachte einen Eingang, nahezu perfekt. „Ha, die unterschätzen uns“, gab Linnéa selbstsicher von sich. Klar, die Mission war noch lange nicht beendet, aber irgendwie mussten die beiden doch zu Mut kommen. „Jetzt!“ Die Wache sah weg. Auf einen besseren Moment konnten sie nicht abwarten, also bewegten sie sich so leise es ging zur Eingangstür und.. kamen sogar herein! Doch innen trauten sie ihren Augen nicht. Während sie eigentlich nur einen kleinen, dunklen Raum erwarteten.. handelte es sich um ein großes Kellergewölbe. Gänge, die sich wiederum spalteten um nur noch mehr mögliche Wege zu offenbaren. „Verdammt..“ Rai verließ ein wenig den Mut. Doch hey, das war einer der Momente in denen Linnéa glänzen konnte. „Hast du etwas von deinem Bruder dabei?“ - „Ja, schon. Hier.“ Der Braunhaarige zog ein Tuch dabei – offensichtlich eine Art Bandana – welches tatsächlich einen für sie fremden Geruch in sich gespeichert hatte. Sie schnupperte ein paar Male, ehe sie dasselbe in der Luft und letzten Endes auch am Boden tat. Ganz schwach, aber der Geruch war da! „Komm mit“ Das Ganze geschah natürlich im leisesten aller Flüsterlauten, immerhin waren die beiden nicht gerade erpicht, gerade aus so einem Grund entdeckt zu werden. Einige Stellen waren nicht gerade leicht zu überwinden, da das Gewölbe sich als der Unterschlupf der Gilde raus stellte und an der einen oder anderen Ecke gerade zwei Mitglieder einen kleinen Plausch führten. Doch irgendwie.. gelang es den beiden tatsächlich vor der Tür anzukommen, in die der inzwischen etwas stärkere Geruch führte. Hier erwies sich Rai als der Held der Situation, da er es sogar ziemlich mühelos schaffte, die Tür zu knacken. Eine der drei Grundfähigkeiten eines Profidiebes, hatte er ihr einmal erklärt. .. Dass das Öffnen der Tür auch noch einmal mehr oder weniger gesichert war, damit konnte keiner rechnen. Nun, zumindest das Heldenpaar hier nicht. Irgendwas hatten sie falsch gemacht. Und ab diesem Punkt geschah alles so schnell. Sie stürmten zu den Kindern, Vier an der Zahl, die in der hintersten Ecke des Raumes an verschiedene Gitter gekettet waren. Die Ketten zerstörten sie, irgendwie. Ein kurzes Grinsen, welches Linnéa an ihren Bruder richtete. „Ich bin übrigens deine Schwester. Und du kommst nun endlich wieder nachhause!“ Dann hieß es auch schon: Flucht. Schnell griffen sie die Handgelenke der Kinder, so wie diese ihre untereinander. Fenster schien es nicht zu geben, also musste es wohl oder übel der gleiche Weg werden, den sie schon hinein genommen hatten. Doch selbstverständlich war dieser laute Knall beim Öffnen der Tür genug gewesen, um die Mitglieder der dunklen Gilde aus ihren Räumen zu locken. Okay gut, zumindest zwei von ihnen. „Schnell, rennt!!“, wies Linnéa die Kinder an, als diese nicht mehr allzu weit von der Tür entfernt waren. Sie selbst musste die beiden irgendwie aufhalten. Aber hey, sie war nicht allein. Rai stand neben ihr, mit einem beinahe gruselig entschlossenen Blick im Gesicht. Sie schafften es ein paar Minuten, die Magier aufzuhalten – doch ihnen wurde zweifelsohne zugesetzt. Schließlich schnappte Linnéa die Hand ihres Freundes und setzte direkt auf den Ausgang zu. „Oh Nein ihr verdammten Biester, so nicht!“ Nicht einmal eine Sekunde verging seit diesen Worten, ehe sich ein schneller, brennender Schmerz über ihrem Rücken breit machte. Er hatte ein Schwert, richtig.. Sie sank zu Boden und alles vor ihren Augen wurde Schwarz. Ein paar diverse Gerüche, unter anderem der von Blut wie auch ein seltsamer bekannter waren die letzten Eindrücke die sie noch wahr nahm, ehe das Bild vor Augen ganz verschwand..

Kapitel 6: Ein neues Ziel, für dass es sich zu leben lohnt

„Neechan, Neechan, wach auf!! Du blutest! Wir müssen hier weg! Komm schon!“ Die Worte begannen leise, bis sie schließlich die Form eines lauten Rufens viel zu Nahe an ihrem Ohr wurde. Ihr Schädel dröhnte, sie war nicht gerade sanft aufgeschlagen. Doch viel schlimmer noch war dieser intensive, lähmende Schmerz, der von ihrem Rücken ausging. Vorsichtig hob Linnéa die Hand und musste sie auch nicht gerade weit bewegen, um die Flüssigkeit zu spüren. Blut. Nicht gerade wenig. Etwa ihres?! Es tat weh, so weh. Doch für den Moment blieb ihr einfach nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenbeißen. Sie war noch am Leben und es fühlte sich auch nicht direkt so an, als würde sich diese Tatsache in den nächsten Sekunden ändern. Shoutaro half ihr so gut es ging auf die Beine – so ein tapferer kleiner Bruder, dachte sie sich – ehe sie die letzten Meter aus dem Haus gingen. Zwar konnte sie ihren Kopf nicht sehr gut bewegen, doch ihre Augen suchten sogleich die Umgebung ab. Niemand. Kein Rai, keine anderen Kinder. Sie alle schienen nachhause gerannt zu sein. „Was.. was ist passiert?“ Reden war auch alles andere als angenehm, aber sie musste es einfach wissen. „Ich hab keine Ahnung! Ich habe draußen gewartet und als zu lange nichts passiert war, kam ich rein. Und da lagst du.“ Stimmt, was war eigentlich mit den feindlichen Magiern geschehen? Sie hatte gar nicht mehr daran gedacht, ihnen einen Blick zuzuwerfen. Das Ganze war viel zu mysteriös. Ob es was mit Rai zu tun hatte? War er etwa gestorben?! Wenn er lebte, so hätte er sie garantiert mitgenommen. Oder wenigstens hier auf sie gewartet! Das Gold aus ihren Augen schien zu verschwinden. „Geh bitte nachhause, Shoutaro. Es ist gar nicht so weit.. Geh' in die Richtung und du findest Wachen. Erzähl ihnen dass du dich befreien konntest und du nachhause willst.“ Die Worte kamen längst nicht so flüssig, wie sie es gerne gehabt hätte. „Ich komme gleich nach.“ Natürlich leistete der Junge Widerstand gegen ihre Idee, doch es dauerte nicht lang, ehe sie ihn überzeugt hatte. Für einen Moment brauchte sie Abstand zu den Menschen. Außerdem wusste Linnéa genau, dass Luxren das Haus schon die ganze Zeit beobachtet hatte. In einem Keller konnte er sich kaum einmischen, doch sobald Shoutaro weg war, fing er ihren zusammensackenden Körper – die nächste Ohnmacht – auf, und sorgte dafür, dass ihre Wunde verheilt wurde.
Linnéa wusste nicht wie, doch als sie aufwachte, tat zwar immer noch alles weh aber ihre Wunde war behandelt und sie selbst in einem Bett. Ob Luxren noch Kontakt zu anderen Menschen hatte? Sie wusste es nicht. Der Verlust ihres Freundes tat noch immer weh. Wo war sie überhaupt? Oh, sie war im Stande sich zu bewegen.. doch für den Moment war ihr nicht danach. Ihr Blick glitt aus dem Fenster, es war schon wieder Nacht. So als wäre es ein Zeichen gewesen, erschien der Kopf des weißen Lichtdrachen hinter dem Fenster, welches übrigens eher ein Loch in der Wand war, so ganz ohne Scheibe. „Wie geht es dir?“ - „Naja, ich lebe. Würde ich mal sagen.“ Ihre Antwort war nicht gerade herzlich. Diese Aktion war das intensivste, was sie jemals erlebt hatte und der Ausgang.. sie hatte ihren Bruder und die anderen gerettet, sie sollte froh sein! Doch Rai.. „Wo hast du mich hier hingebracht?“ Für den Moment wollte Linnéa nicht mehr wissen, als das. „Ich war das nicht. Kurz nach eurer Aktion kam eine Welle von Magiern, die wohl ohnehin geplant hatte, die dunkle Gilde hops zu nehmen. Leider sind die meisten entkommen. Ein Typ der aussah wie ein Ritter hat dich aufgefangen und in ein Krankenhaus gebracht. Du hast dich jedoch mit Händen und Füßen gewehrt und wolltest nicht zurück zu deinem „widerlichen Kackhaufen von Eltern“. Sehr amüsant, übrigens! Also hat er dich letztlich hierhin gebracht. Wirklich charmant, dass er deinen Wunsch beherzigt hat.“ Mit solch einer Antwort hatte sie nicht gerechnet. Sie dachte wirklich es wäre Luxren gewesen, der sie aufgefangen hat. „Was waren das für Leute?“, kam es ihr ohne große Umschweife mit einem durchaus neugierigen Ton von den Lippen. „Sie hatten ein Symbol auf ihren Jacken das aussah, wie ein Kreuz. Du solltest nachforschen, wenn es dir besser geht.“ In Linnéa machte sich eine Vielzahl von Gefühlen breit. Wut, Zorn, wie sie es noch nie gespürt hatte. Dass es Menschen gab, die solche Fähigkeiten besaßen und sie für grausame Dinge verwandten. Ihr kamen die zahlreichen Kratzer und Verletzungen in den Sinn, die Shoutaro und die anderen Kinder hatten. Im entscheidenden Moment kam es ihr weniger schlimm vor, als es ihr Gedächtnis nun in ihren Kopf warf. Schmerz, Trauer. Sie hatte ihren einzigen Freund verloren! Aber auch.. eine gewisse Neugierde verknüpft mit Hoffnung. Diese Magier. Wer war das? Würde sie es der dunklen Gilde heimzahlen können? Sie schlummerte wieder ein.
Doch kaum erlaubte es ihre Wunde wieder, sich so gut es ging zu bewegen, forschte sie nach. Sie war 13 Jahre alt und hatte ein Ziel: Rune Knight werden. Sie hatte wirklich viel über die Rune Knights, die Divisionen und ihre Aufnahmekriterien nachgeforscht. Leider war es nichts, was ihr wirklich gefiel. Ihre ganze Vergangenheit würde gecheckt werden. Sie musste den Rittern gefallen. Die Schwarzhaarige hasste es, das zugeben zu müssen, doch das war tatsächlich ein Punkt, in dem ihr der Name „Metherlance“ vielleicht helfen konnte. Zeit, der Familie „Hallo“ zu sagen. Doch wenn sie damit einen Hauch von Gerechtigkeit in ihr Umfeld bringen konnte, dann musste sie da wohl oder übel durch. Gerne hätte sie noch mehr Zeit als nur die vergangenen Sechs Monate verstreichen lassen, allerdings heißt es ja: je früher, desto besser.
Kapitel 7: Das, was sich Familie nennt und einige Jahre

„Linnéa! Wir wussten du kehrst zurück!“ Die letzten Worte, die Linnéa bei ihrer ach so tollen „Rückkehr“ hören wollte. Klar, sie war wieder da. Aber ihre Eltern waren so gesehen die letzten Personen, die sie wirklich um sich haben wollte. Doch leider Gottes.. musste das Ganze ihr möglichst überzeugend über die Bühne gehen. Oder..? „Mach nicht einen auf glücklich. Du hast gehofft, ich wäre längst tot. Oder einfach ganz weit weg.“ Harte Worte. Wahre Worte. Sie schlugen Lilian wie eine Wand gegen den Kopf. Und doch.. schienen sie weniger weh zu tun, als erwartet. Die Mutter war nie ganz einverstanden mit dem, was ihr Mann damals entschlossen hatte. Er war sich sicher, dass das Kind zurückkommen würde. Dem stimmte sie durchaus damals zu. Doch dass dies zwei Tage nicht der Fall war, war jawohl Beweis genug. Doch selbst dann schickte Koutaro nur sehr halbherzig einen Suchtrupp los. Ein paar Tage lang, den umliegenden Wald. Nicht einmal ganz, bloß in einem gewissen Umkreis. Nach etwa einer Woche wurde die Suche wieder eingestellt und das Kind für Verschollen erklärt. Lilian hat sich nicht dagegen gewehrt. Sie hätte selbst Leute beauftragen können, sie hatte sowohl das Geld als auch die Möglichkeiten. Und doch tat sie es nicht. Wie schön, dass nun, nach fast Neun langen Jahren, Linnéas Rückkehr offiziell bekannt gegeben werden konnte. Nicht wahr? Nun, nicht so ganz. Dem Mädchen war nicht danach, ihre Familie als eine solche zu akzeptieren und ihren Eltern irgendwie Liebe entgegen zu bringen. Es war zudem offensichtlich, dass dies mehr oder weniger auf Gegenseitigkeit beruhte. Also beschloss sie sich, das Ganze anders anzugehen. Sie besuchte ihren Vater in seinem Büro und handelte eine Art „Deal“ aus, der das Leben allen erleichtern sollte. Sie berichtete ihm von ihren Absichten, den Rune Knights beizutreten. Und von den Gegebenheiten, die dafür nötig waren. Also kamen sie miteinander überein, dass sie der Presse gegenüber die wundervolle, zusammenhaltende Adelsfamilie geben würden, deren Kind endlich zurückgekehrt war und die nun glücklich in die Zukunft sahen. Dass Linnéa dies und jenes Tat, was der Öffentlichkeit schmeichelte und ihren Geschäften gut tat, ganze drei Jahre lang. Nach dieser Zeit würde sie eine Empfehlung bekommen und sich zur Aufnahme bei den Rune Knights bewerben dürfen. Was die Zeit anging, die sie mit Luxren verbrachte.. nun, die hielt sie selbstverständlich geheim und speiste ihre Eltern wie auch die Presse damit ab, dass sie in der Zeit in einer fremden, entfernten Familie aufgenommen wurde und eine Art Amnesie erlitten hatte, die nun endlich geheilt war. Damit waren alle Punkte zu vollster Zufriedenheit geklärt, und ihr Leben ging weiter. Hinter der Fassade der Öffentlichkeit hatte Linnéa so gut wie keinen Kontakt zu ihren Eltern. Nur eben dann, wenn es wegen irgendwelchen Begebenheiten einmal sein musste. Stattdessen fixierte sie sich auf's Training, welches sie in geheimen Treffen mit Luxren oder alleine fortfuhr. Die Pflichten, die sie dank dem Deal mit ihrem Vater zu erledigen hatte, erledigte sie sogar relativ locker nebenbei. Es zeigte sich, dass der Umgang mit wichtigen, reichen oder gar hoch gestellten Menschen ihr lag. Nach und nach distanzierte sie sich von der Wirklichkeit, bzw. der Option wirklich so etwas wie soziale Bindungen aufzubauen. Der Verlust von Rai hatte geschmerzt und sie wollte so etwas nie wieder erleben. Lediglich ihr Bruder war da eine Ausnahme. Die Zeit, die sie nun hatte, widmete sie neben dem Training so gut es ging ihm. Sie erklärte Shoutaro, dass sie ihn nie ganz aus den Augen gelassen hatte und so entstand ihr einzig wahres Familienband. Ihm gegenüber war sie die herzliche, liebende Schwester. Nicht wirklich aufgesetzt, sondern die beiden hatten ehrlichen Spaß miteinander. So verging die Zeit.

Kapitel 8: Überraschung und der Beginn des Lebensabschnitts „Rune Knights“

Eines Tages erhielt Linnéa einen Brief, der ihrer inneren Gefühlswelt einen wahren Höhenflug bescherte. Vermutlich der einzige ihres Lebens. Zwar fand sich auf dem Briefumschlag selbst kein Absender, doch allein der Geruch verriet es ihr: Rai. Er lebte also doch, tatsächlich!! Zwar konnte sie keinesfalls nachvollziehen, was damals genau passiert war, doch für den Moment interessierte sie das auch nicht. Viel wichtiger war.. der Inhalt des Briefes. Etwas, das sie wirklich überraschte. Es war der Entwurf einer Uniform, die sie tragen sollte, sobald die Rune Knights sie aufgenommen hatten. Wie konnte er von ihren Plänen wissen? Es war zwar beinahe das Ende ihrer zwei Jahre im Käfig ihrer Eltern, doch noch wusste die Öffentlichkeit nichts davon. Ob er sie einfach gut genug kannte, um es zu erahnen? Ja, das musste es wohl sein. „Auf dass du ihnen gehörig in den Arsch trittst! Rai“ lautete die Verabschiedung, die ihr ein breites Grinsen auf die Lippen zauberte. Damit war es beschlossen. Die Rune Knights mussten sie aufnehmen, ob sie es nun wollten oder nicht!
Tatsächlich begann ihre Ausbildung nur wenige Monate darauf und kaum ein Jahr später – lustigerweise zu ihrem Siebzehnten Geburtstag – durfte sie sich  einen Runenritter nennen. Einige Zeit verging in der sie sich zwar nicht direkt in die Menschen einlebte, aber dennoch ihre Arbeit tadellos erledigte. Bis zu dem Tag, als Generia Kastillan vor ihrer Tür stand. Diese erzählte ihr von einer Elitedivision und lud sie persönlich zu dieser ein. Eine gigantische Ehre, die nicht allzu oft vergeben wird, wie sie kurz darauf erfuhr. Doch neben den psychologischen und physischen Eignungstests – die sie tatsächlich bestand! - gab es noch eine größere Herausforderung, die Linnéa überwältigen musste. Ein persönliches Gespräch mit der obersten Offizierin, die sie zuvor in die Division eingeladen hatte. Es stellte sich heraus, dass sie den Informationen über Linnéa, die ihre Abteilung gründlich recherchiert hatte, keinen Glauben schenkte. Dass sie in einer fremden Familie fernab aufgenommen wurde und über simple Lichtmagie verfügte, nein. Das passte nicht. So kam es, dass die Schwarzhaarige das erste Mal eine Person in ihre wahre Vergangenheit einweihte. Sie erzählte ihr sowohl von Luxren, als auch ihrer Magie des Dragonslayers des Lichts. Ebenfalls von der Rettungsaktion gab sie so viel Preis, wie sie wusste – was leider in Anbetracht des Endes nicht allzu viel war. Es verging eine endlose Zeit des Schweigens, die das Mädchen fast zum Ausflippen brachte! Würde sie nun etwa so kurz vor ihrem Ziel scheitern? „Also gut. Willkommen in der Elitedivision der Rune Knights, Linnéa Metherlance.“ Ein endlos schwerer Stein fiel ihr vom Herzen. Dies war also der bisher entscheidendste Tag ihres Lebens. Sie bezog nur wenige Stunden später ein Quartier der Rune Knights und konnte ihre Eltern endlich komplett hinter sich lassen und einen neuen Abschnitt ihres Lebens beginnen.

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Besondere Merkmale: Golden Eyes

BeitragThema: Re: Linnéa Metherlance   Sa 8 Aug 2015 - 4:40

Statusblatt

IN SOME SITUATIONS.. A FIGHT CAN TRULY BE THE SOLUTION.


Attribute



STÄRKE: 5 Punkte - Level 1

SCHNELLIGKEIT: 60 Punkte - Level 2

GESCHICKLICHKEIT: 160 Punkte - Level 3

WIDERSTAND: 5 Punkte - Level 1

MANAVORRAT: 60 Punkte - Level 2

WILLENSKRAFT: 90 Punkte - Level 2


Perks


STÄRKE: 2

SCHNELLIGKEIT: 2

GESCHICKLICHKEIT: 3

WIDERSTAND: 1

MANAVORRAT: 2

WILLENSKRAFT: 2



Magieart 1

MAGIEART: Licht Dragonslayer - 45 Punkte - Klasse II

AUSLEGERPUNKTE: (15/20)

ZAUBER:

White Dragon's Fist
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Licht
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Bei diesem grundlegenden Zauber, fokussiert der Dragonslayer seine Magie in einer oder sogar beiden Händen, wodurch diese etwas mehr Schaden anrichten. Sollte diese Technik für beide Hände benutzt werden, wird doppelt so viel Mana benötigt.

White Dragon's Kick
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Licht
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Hierbei lädt der Anwender seine Füße mit seiner Magie auf, sodass seine Tritte erhöhten Schaden anrichten. Wird diese Technik auf beide Füße angewandt, so entstehen dementsprechend doppelt so hohe Manakosten.

White Dragon's Glow
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Licht
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro 5 Minuten
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Mithilfe dieses simplen Zaubers, ist der Licht Dragonslayer in der Lage, seine Hand gleich einer Taschenlampe in einem angenehmen Licht leuchten zu lassen.

Beherrschung:
 

Magieart 2




Waffen


Klingenwaffen - Grad I

Chūshinbu no Ryuu - Herz des Drachen
GATTUNG: Klingenwaffen
TYP: Katana
BESITZER: Linnéa Metherlance
BESCHREIBUNG: Dieses Katana ist - wie sich vermuten lässt - ein Unikat. Seine Gesamtlänge beträgt etwa 100 Zentimeter, wovon 25 Zentimeter in den Griff und die verbleibenden 75 Zentimeter in die Klinge wandern. Der Griff ist von einem tiefblauen Stoff umzogen, welcher zusätzlich vergoldete, metallene Verzierungen in einem Muster aufweist, das einer abstrakten bzw. kantigen Version von Wellen ähnelt. Vor dem Übergang zur Klinge geht das Material in eine Art Scheibe über, die sie vom Griff trennt. Die Schwertscheide unterliegt demselben Dekorationsmuster: blaues Samt und die metallenen Umhüllungen, die sich nun jedoch in einem weichen Muster und vereinzelter herumschlängeln. Am obersten Ende der Scheide wurde ein blaues Band fest herumgewickelt, an dessen Ende ein kleiner, kugelförmiger Käfig hängt. In diesem befindet sich eine kleine weiße Murmel, welche schon bei geringstem Kontakt mit Licht zu strahlen beginnt - nicht so, dass es als blendender Effekt dienen könnte, sondern viel mehr als modisches Accessoire.
Das Herzstück des Schwertes ist jedoch die Klinge an sich. Diese wurde in der Magie von Luxren, dem Lichtdrachen getränkt, wodurch zwar keine Magie übertragen wurde, sich die Klinge jedoch in ein reines Weiß verfärbt hat, welches seine "Haltbarkeit" steigert -  es also stabiler und rostresitenter macht.



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