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 Itasa Soutanobu

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Souta
Mr. Perfect
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Anzahl der Beiträge : 312
Anmeldedatum : 23.09.14

Magierakte
Besondere Merkmale: Rote Haare, Augenklappe, Wunderschön

BeitragThema: Itasa Soutanobu   Sa 8 Aug 2015 - 12:10

Itasa Soutanobu

YOU ARE THE SAME AS ME - BUT ON YOUR KNEES.
Name
Itasa
Spitzname
Souta
Geburtstag
10. August
Alter
19 Jahre alt
Gilde
Crimson Sphynx
Gildenzeichen
Auf der unteren Hälfte des Bauches, vom Nabel bis zum Beginn des Unterleibs.
Geburtsort
Hargeon Town
Wohnort
In einer kleinen Wohnung bei Aloe Town.
Erscheinungsbild

Größe/Gewicht: 187 cm/ 69 Kilogramm
Haarfarbe: Orangerot
Augenfarbe: Grün
Aussehen: „Souta“ ist ein Name, den verschiedene Personen mit verschiedenen Dingen in Verbindung bringen. Manche dieser Dinge sind positiv, andere weniger schmeichelhaft, allerdings treffen sich beinahe alle Aussagen in dem Punkt, dass das Magierdasein dem Rotschopf nicht nur durch die Adern fließt, sondern auch sehr offensichtlich auf die Stirn geschrieben steht. Heute kann man fast nicht glauben, dass der trainierte Krieger, der vor einem steht, einmal ein schlaksiges Kind gewesen sein soll, das mit abgerissener Kleidung und einem schmutzigem Tuch über dem kaputten Auge an der Tür des Crimson Sphynx-Gildenhauses klopfte ... Dafür hat er sich rein äußerlich zu sehr verändert. Das Letzte, was einem beim Anblick des Rothaares durch den Kopf schießen würde, ist das Bild eines pickeligen Teenagers mit überlangen Gliedmaßen – denn wer würde auch an soetwas denken, wenn man Adonis höchstpersönlich vor sich hat? Na ja, für einen griechischen Gott reicht es vielleicht nicht ganz, aber es wäre sicherlich gelogen, würde man Souta keine überdurchschnittliche Attraktivität zugestehen. Sein gutes Aussehen macht ihn nicht nur einen Schritt weit aus, sondern öffnet auch einige Türen, die sonst verschlossen bleiben würden und spielt ihm deshalb bei seinen liebsten Hobbies häufig in die Hände. Es ist aber auch schwer, den Blick von diesem smaragdgrünem Auge abzuwenden, das seinen Gesprächspartner wie eine eigene kleine Sonne hinter dichten Wimpern anzustrahlen scheint ... Wer wäre außerdem nicht am Mysterium der Augenklappe interessiert, die sich zwischen der perfekt geraden Nase und dem Vorhang an leuchtend roten Haaren kuschelt und irgendwie gar nicht mehr wegzudenken ist, nicht einmal während er schläft? Souta denkt sich gerne abenteuerliche Geschichten aus, um den teilweisen Verlust seiner Sicht zu erklären, weil er das schwarze Lederstück nur zu ganz besonderen Anlässen abnimmt und fast schon pedantisch darauf achtet, bloß keinem zu zeigen, was sich dahinter befindet. Diese Hemmungen hat der Rotschopf allerdings bei Weitem nicht überall, denn während er diesen kleinen Makel nie spazieren tragen würde, hat er eher keine Probleme damit, die übrigen Hüllen fallen zu lassen, sofern die Temperatur es erlaubt. Souta ist keiner derer, die am Strand herumliegen und dabei eher das Augenlicht anderer mit ihrer Hässlichkeit oder Fettleibigkeit belasten – wäre das nicht furchtbar lächerlich, so könnte man sich wohl eher vorstellen, dass er in Slowmotion durch den Sand rennt und dabei rote Bademeistershorts trägt – falls er sich denn in der Nähe des Meeres aufhalten würde. Zwar wirkt der Magier aufgrund seiner Schlaksigkeit voll bekleidet eher zierlich und dürr, doch wenn er zum Beispiel in Unterwäsche vor einem steht, was ja durchaus vorkommen soll, sieht man recht schnell, dass das ein Irrtum ist. Beinahe alles neben Haut und Knochen besteht an dem Rothaarigen aus Muskelmasse, weswegen seine Beine, Arme und sein Torso extrem sehnig und gestählt sind, wenn auch schmal und feingliedrig wie Oberon, König der Elfen. Es ist sehr schwer, eine weiche Stelle an ihm zu finden, wenn er nicht gerade ein ausgiebiges Mahl hinter sich hat. Normalerweise ist das Rothaar rank und schlank, doch das hat nichts mit gesunder Ernährung irgendeiner Art zu tun. Würde er nicht über einen extrem hohen Metabolismus verfügen und vor allem soviel Sport treiben, sähe er sicherlich deutlich unattraktiver aus, weil er nämlich mehr als nur verfressen ist und gerne Mengen in sich hineinschaufelt, die für Außenstehende manchmal schon irrsinnig wirken können, daher ist es allgemein eine schlechte Idee, ihn zum Essen einzuladen, wenn man sich nicht in den Ruin treiben will ...
Was könnte allerdings noch anziehender als ein durchtrainiertes, sonnengebräuntes Model mit Augenklappe sein? Eine Palette an Narben, zu denen es jeweils tragische oder abenteuerliche Geschichten gibt. Souta besitzt mittlerweile einige davon, an den Seiten, den Handgelenken und so weiter, aber bis auf die ziemlich offensichtliche Augenklappe wurde sein hübsches Gesicht bisher zum Glück verschont, was ihm natürlich durchaus in den Kram passt.

Passend zu seiner eher lässigen Art finden sich im Kleiderschrank des Rothaars nur selten Stücke, die ihn einengen oder auf irgendeine Art unbequem sind. Zwar besitzt Souta durchaus ein paar Jeans und Shirts, die eng genannt werden könnten, schließlich wäre er ja dumm, wenn er in gewissen Situationen nicht versuchen würde, die Vorzüge seines Körpers zu unterstreichen, doch kann er beispielsweise eine erhöhte Anzahl von Lagen nicht ausstehen. Sollte es draußen nicht gerade eisige Temperaturen haben, verzichtet er beispielsweise auf ein Unterhemd und trägt auch unter Pullovern nur selten ein T-Shirt, weil das Aufeinanderreiben der Stoffschichten ihm unangenehm ist. Anders sieht es bei Kapuzenjacken oder Mänteln aus, denn solange alles ein wenig weiter ist, als es sein müsste, hat er keine Probleme damit, sich in einen Zwiebellook zu schmeißen, zumal er sehr empfindlich gegenüber Kälte ist und daher lieber ein wenig Unbehaglichkeit in Kauf nimmt als permanent zu zittern. Eigentlich sind viele Kleidungsstücke des Magiers in sehr gutem Zustand und entsprechen auch meist dem momentanen Trend, man sieht ihn aber auch öfter in etwas heruntergekommenen Klamotten, die er vor allem Zuhause trägt. Jogginghosen mit Löchern am Po, Socken, die nicht mehr ganz so frisch aussehen und ausgefranste Shirts mit verblassten Motiven, all das besitzt wohl jeder, und auch wenn er sich damit nicht unbedingt vor die Tür trauen würde, gammelt auch Souta gerne einmal in bequemen Sachen herum. Es ist eher selten, ihn in Anzug und Krawatte zu sehen, weil er Letztere für eine schicke Form von Halsbändern hält und sie absolut hasst, doch wenn es gar nicht anders geht, weiß er durchaus, wie man sich richtig kleidet, um auch bei einer etwas gehobeneren Veranstaltung Eindruck zu schinden. Am liebsten ist es ihm, wenn er in Turnschuhen und geschlitzten Jeans herumlaufen kann, was schon zu einer Art Markenzeichen von ihm geworden ist und auch sehr gut zu seinem Charakter passt. Abgesehen davon ist Souta nicht sehr wählerisch, was die Sachen angeht, die er trägt, solange sie ihm passen und sich nicht so sehr beißen, dass man ihn auslachen muss. Der Kettenmagier kann nicht an einem Laden vorbeigehen, der Shirts mit witzigen Sprüchen oder Stirnbänder verkauft, weil er diese insgeheim sammelt und überall herumliegen hat, doch er muss auch nicht den ganzen Tag damit verbringen, über Mode zu reden und die neusesten Hits in der Designwelt zu jagen.
Der Magier ist nun einmal ein höchst experimentierfreudiger Mensch, weswegen man nur schwer eine Richtung festlegen kann, die er immer einhält, weil er vielleicht an einem Tag punkige Leuchtarmbänder trägt und am nächsten in schwarzer Kluft auftaucht, je nachdem, wie er sich gerade fühlt. Auch seine Haare sind da eine ganz eigene Kategorie, die sich seiner Stimmung anpasst. Man sollte zunächst einmal erwähnen, dass jeder Mensch, der ihm ein wenig zu nahe kommt, bemerkt, dass die rote Mähne, die aus seiner Kopfhaut sprießt, nach Vanille riecht. Der Grund dafür muss nicht näher erwähnt werden, dennoch ist es wahrscheinlich ein interessanter Fakt, weil diese Substanz als Aphrodisiakum gilt und daher recht gut auf seine Hobbies zugeschnitten ist ... Jedenfalls trägt Souta seine Frisur meist nicht übermäßig gestylt, sondern lässt die knapp kinnlangen Haare einfach recht peppig an seinen Kopfseiten herabhängen, wo sie ihn nicht behindern, oder drängt sie mit einem seiner zahlreichen Stirnbänder zurück in einen senkrecht abstehenden Wuschelmopp, damit alle Welt seine schicken Ohrringe sehen kann. Hin und wieder experimentiert er mit Klammern und Gummibändern, doch das sind eher Produkte seiner Langeweile, die oft nicht so toll aussehen, wie er anstrebt. Er ist schließlich ein Krieger und kein Frisör ... Wenn auch ein ziemlich geschickter.

Besondere Merkmale: Soutas größte Besonderheit wäre wohl, dass er kein Mensch mit wenigen herausragenden Merkmalen ist, die einem beim Vorbeigehen mal eben so ins Auge fallen, sondern ein aufeinander abgestimmtes Gesamtpaket, was einem fast ewig im Gedächtnis hängen bleiben kann. Die Summe vieler kleiner Details ist das, was die erstaunliche Persönlichkeit des Kettenmagiers ausmacht:
Zum Einen wäre da neben seiner körperlichen Fitness noch die andere Art, wie man ihn als Krieger identifizieren könnte: Seine Narben. Im Laufe seiner Aufträge und seiner privaten Ausflüge wurde Souta sehr oft verletzt, geschlagen, gegen Wände gedonnert und auf andere Arten misshandelt. Die meisten seiner Wehwehchen konnten tüchtigen Heilkundigen spurlos vernichtet werden, doch die ein oder andere Erinnerung ist auch heute noch sichtbar. Am Offensichtlichsten sind vermutlich die beiden weißen Wülste, die der Bahn seiner Hauptschlagader an seinem Unterarmen folgen und ein trauriges Zeichen dafür darstellen, dass für den Gute-Laune-Bären namens Souta nicht immer alles so rosig war, wie es den Anschein hat. Auf einer Seite seines Körpers, knapp über der Hüfte, und auf der anderen direkt unter den Rippen befinden sich ebenfalls helle Stellen, die auf Schwerter hindeuten, welche dort ihre Spuren hinterlassen haben. Diese drei sind zusammen mit seiner Augenklappe die offenkundigsten Narben an seinem Körper, doch wenn man ganz genau hinguckt und jeden Zentimeter seiner Haut betrachtet, findet man wahrscheinlich noch mehr Relikte vergangener Kämpfe, die sich von seinem sonnengebräuntem Teint abheben. Bis auf diese eher unvermeidbaren Dinge hat der schmerzempfindliche Souta allerdings nichts für Qualen übrig, weswegen auf seinem Körper kein Metallschmuck und auch keine Tätowierungen zu finden sind, die über Ohrringe und sein Gildenzeichen hinausgehen. Nicht, weil er es nicht hübsch finden würde ... Aber sich ein Tattoo stechen zu lassen, würde der Rotschopf wahrscheinlich einfach nicht verkraften. Das Einzige, was Souta an seinem Körper freiwillig verstümmelt, sind seine Fingernägel, die sich stets in einem absolut katastrophalen Zustand befinden und bei einem so hübschen Rest eine wirkliche Schande sind. Stresst man den Rothaarigen, wandern seine Finger wie von selbst zwischen seine Lippen und werden angenagt. Besonders beliebt ist der Daumennagel, so dass Souta in besonders spannenden Situationen immer an eine Mischung aus Kannibale und Baby erinnert.

Soutas Augenklappe ist natürlich auch ein Merkmal, das man erwähnen sollte, immerhin macht sie ihn bis zu einem gewissen Grad aus und hütet das Geheimnis seines Auges, das bisher nur für sehr wenige Menschen gelüftet wurde. Für den Rotschopf hat das Fehlen eines seiner Seelenspiegel fast keine negativen Folgen mehr, weil er sich durch jahrelange Übung daran gewöhnt hat, damit umzugehen. Dass er nicht ständig gegen Wände läuft und sogar mit einer Peitsche umgehen kann, deutet auf seine natürliche Geschicklichkeit hin, aber er ist auch kein Idiot, der sich selbst manipuliert, indem er für ihn unmögliche Dinge im Kampf einsetzt. Der Gebrauch von Fernkampfwaffen wie Bögen oder Zaubern, die man herumschießen muss, bleibt ihm versagt, weil er nur bis zu einem gewissen Grad zielen oder Entfernungen einschätzen kann – außerdem kann er nicht nach rechts gucken, ohne den Kopf zu drehen, aber das sollte selbstverständlich sein.
Ansonsten kann der Rotschopf aber doch so Einiges: Er sieht mit Ohrlöchern und goldenen Ringen nicht wie eine Frau aus, besitzt eine sehr angenehme Stimme, mit der er auch noch recht gut singt, ist sehr beweglich und trägt eine bedrohlich aussehende Kettenpeitsche mit sich herum. Alles in allem ist es wirklich schwer, Souta zu übersehen - und sollte man es doch einmal wagen, dann ist da ja immernoch sein Charakter, der sich einem zuverlässig aufdrängen kann.


Charakter

Benehmen: Wenn man Souta nur von den Gerüchten kennt, die über ihn kursieren, kann man ihn eigentlich nur für einen egozentrischen Arsch halten, der die Frauen wie seine Unterhosen wechselt. Umso blöder gucken die meisten daher aus der Wäsche, sobald sie persönlich mit ihm zutun haben, denn Itasa Soutanobu ist in Wirklichkeit ein verdammt netter Kerl.
Auf dem ersten Blick passt das so gar nicht zusammen, aber vielleicht ist ja genau dieser Kontrast, der Reiz am Rothaarigen. Wie kann ein so toller Mensch nur auf den Herzen naiver Mädchen herumtrampeln? Wie kann eine Person, deren Lächeln selbst die Sonne zum Erblassen bringt, seinen Widersacher mit eben diesem Grinsen begegnen, wenn er ihnen die Knochen bricht und die Kehle mit seiner Waffe durchschneidet? Die Antwort darauf ist erstaunlich simpel: Weil es Souta ist. “Souta” ist nicht einfach nur der Name irgendeines Typs, der gut aussieht und einen ganz sympathischen Eindruck macht, sondern die Bezeichnung einer Wesenheit, die eine Mischung aus schwarzem Loch, Regenbogen und Handgranate darstellt. Der charismatische Rotschopf besitzt nicht die geringste Angst oder Scheu vor Berührungen und sozialen Kontakten – im Gegenteil. Er liebt es, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen, sich zu unterhalten und ihre Interessen zu teilen – erst dann geht er richtig auf. Souta ist immer happy, immer spaßbereit und stets für jeden Schabernack zu haben. Obwohl das so formuliert vielleicht etwas seltsam klingt, gibt es doch kaum eine bessere Bezeichnung für sein allgemeines Verhalten: In Souta steckt ein Kind, das ständig spielen will – und er steht auf Spiele, ganz gleich, ob er seinen Spaß draußen in der Öffentlichkeit oder in irgendeinem fremden Schlafzimmer findet. Wie ein Wirbelwind schnappt er sich seine Mitmenschen und reißt sie mit sich, umarmt sie, küsst sie, verschüttet seine Aufmerksamkeit über sie und pumpt sie bis obenhin mit Souta voll, bis sie genug von ihm haben oder etwas in die Brüche geht. Selbst Quests scheinen für ihn nur eine endlose Folge an klugen Sprüchen, witzigen Spitznamen und spektakulären Kämpfen zu sein, ohne Verpflichtungen oder Ärgernissen irgendeiner Art. Kurz: Für Souta ist das Leben ein Spiel – und er ist der ultimative Gewinner. Es wird von einem Tag in den anderen gelebt und emotionale Beziehungen mit seinen Mitspielern sind tabu, denn sobald man sich von jemanden binden lässt, ist man schließlich nicht mehr frei – auch (oder gerade wenn) sie blutsverwandt mit ihm sind.
Dies ist das allgemeine Bild, das man vom Benehmen Soutas bekommt, wenn man mit ihm unterwegs ist oder ein paar Tage mit ihm verbringt. Es ist das Bild, welches er flüchtigen Bekanntschaften und seinen Bettgeschichten zeigt, aber wie immer eigentlich ist diese fröhliche Maske genau das: Eine Farce, die dazu dient, sein Wesen zu verstecken und seinen Feinden nicht gleich zu zeigen, wo sie vielleicht ansetzen könnten, um ihm oder seinen Freunden zu schaden. Deshalb wird es ihm auch nicht einmal ansatzweise gerecht.
Natürlich ist Souta ein Mensch, der nicht mit Verantwortung umgehen kann, der albern und kindisch agiert und stur wie ein Ziegenbock ist, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Hat er längere Zeit nichts Essbares zwischen den Zähnen, mutiert er zu einer Diva und spricht man ihn negativ auf sein Äußeres an, kann er zur fingerschnippenden “Redest du mit MIR?”-Tunte werden, aber davon abgesehen ist der Rotschopf eine ziemlich loyale Person, die nicht zögert, selbst vollkommen Fremde zu retten. Souta würde in ein brennendes Haus rennen, um Kinder zu retten, er würde auf einen Baum klettern, um Kätzchen daraus hervorzuholen und er hilft alten Mütterchen liebend gerne über die Straße – weil er eben so ist. Für sich selbst und andere spielt der Kettenmagier gerne den Helden und badet im glorreichen Glanz der Aufmerksamkeit, läuft damit wie ein Motor, in den man Bewunderung und schmachtende Bemerkungen gießen muss. In seinen Augen ist Souta ein Superman, der für das Wohlergehen seiner Mitbürger verantwortlich ist und alle Übel vom Antlitz der Welt verbannen muss. Mit dem Rotschopf umzugehen ist, als würde man in einen Kernreaktor fassen, weil er zwar theoretisch unendliche Mengen an Motivation und Energie für diejenigen in sich trägt, die seiner Art positiv gegenüberstehen, aber zuviel von ihm, die falsche Dosis oder das komplette Fehlen regelmäßiger Kontrollen, die ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholen, können fatale Auswirkungen für sich, seine Mitmenschen und die gesamte Umgebung haben. Jemandem, der dermaßen von sich selbst überzeugt ist, fällt es nicht schwer, Hindernisse aus dem Weg zu räumen. In Soutas Fall macht es nur leider keinen Unterschied, ob es sich dabei um massive Steinwände oder metaphorische Rückschläge handelt ... Wieso in aller Welt ist diese Person also nicht in Fairy Tail?!

Persönlichkeit: Itasa Soutanobu hat eine ganze Menge Fehler, Macken und sicherlich doppelt so viele psychische Probleme wie ein Mensch eigentlich haben sollte. Dennoch gibt es nicht gerade wenige, die ihn für perfekt halten. Der junge Mann kann unausstehlich divenhaft, ungeduldig und stierköpfig sein, aber er hat auch eine mutige, beschützende, teilnahmsvolle und standhafte Seite. Souta ist sowohl unglaublich selbstlos, beinahe schon aufopfernd, als auch absolut egoistisch, manchmal sogar zur selben Zeit. Der Kettenmagier ist eine Person, welche sich für jeden Menschen in Gefahr begeben würde, ohne darüber nachzudenken. Er ist jemand, der sich selbst den Arm abschneiden würde, um einen Krüppel damit zu beschenken – aber es käme ihm niemals in den Sinn, sein Essen zu teilen oder einen ihm gegebenen Vorteil nicht vollends auszunutzen, um seine eigenen Ziele voranzubringen. Souta hält sich nicht für perfekt, obgleich er eine exorbitant hohe Meinung von sich selbst hat, die manchmal geradezu lächerlich wirkt, und obgleich er dies gerne herausposaunt, sieht er sich selbst nicht wirklich als Held. Er weiß, dass er einen Sprung in der Schüssel hat und er hat keine Scheu, dies zuzugeben. Die meisten heldenhaften Taten vollbringt er nur, weil er manchmal eben der Einzige ist, der sie vollbringen kann, nicht, weil er ein unglaublich reines Herz hat oder für Gerechtigkeit einsteht. Dass er diesen Fakt erkennt und nicht einfach danebensteht, wenn Unrecht geschieht, macht ihn zufällig wohl eben ein klein bisschen heldenhafter als andere.
Souta hat sein ganzes Leben damit verbracht, der Starke zu sein, die Fackel des Guten, wenn man so will. Nicht nur für seine kleine Schwester, sondern auch für seine Mutter. Ihm wurde die Vaterfigur zugeschustert, als er noch viel zu jung dafür war, und er hat sie angenommen, auf seine eigene chaotische, unbeschwerte Weise. Er war der Anker, der das Familienschiff davon abhielt, sich irgendwo im Ozean zu verlieren, derjenige, der dafür gesorgt hat, dass der Haushalt lief und seine Schwester versorgt war, während seine Mutter arbeitete. Er hat niemals den Blick dafür verloren, dass seine Familie soviel mehr wert ist als der Hass auf seinen Vater, was ihn irgendwo gerettet hat. Souta kann jähzornig und hasserfüllt sein, aber er hat gewisse Grenzen, wie weit er sich von vergangenen Ereignissen einnehmen lässt. Die Gegenwart ist ihm wichtiger als die Vergangenheit, denn er lebt für das Hier und Jetzt. Seine Schwester kam dennoch immer zuerst, denn er hat freiwillig alle Träume und Sehnsüchte aufgegeben, um ihr ein einigermaßen angenehmes Leben zu ermöglichen und alles zu sein, was sie von ihm wollte, egal ob Bruder, bester Freund oder Vater. Weil er häufig die alleinige Verantwortung übertragen bekam und daher vollkommen auf sich allein gestellt war, musste Souta sich einen eigenen Weg ausdenken, mit den Ängsten fertigzuwerden, die sich dabei unweigerlich einstellten: Er hatte niemanden, der ihm sagen würde, dass ihr Leben normal verlaufen würde, niemanden, der ihn trösten konnte, wenn er traurig war, weil er zu beschäftigt damit war, seine Familie zusammenzuhalten und seine Mutter vor einem Nervenzusammenbruch zu bewahren. Also tröstete er sich selbst. Im Laufe der Zeit machte er aus sich einen Superhelden, denn wenn er sich eingestanden hätte, dass er Schwächen hatte, hätte das seinen Ängsten Angriffsfläche geboten. Er baute sich einen Glanz auf, eine Schutzhülle aus ewigwährender guter Laune, welche alles Negative von ihm abhielt und ihm erlaubte, sich voll und ganz auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Er konnte es sich nicht leisten, ängstlich oder schwach zu sein, deshalb war er es eben nicht.
Seit Souta sich selbst die Schuld am Tod seiner Schwester gibt, hat sich eine Tür im Inneren seines Geistes geschlossen. Um mit dem Schmerz und der Trauer fertigzuwerden, verdrängte er alles an sich, was er bisher als negativ akzeptiert hatte und sperrte es weg, wo es zu einem gewaltigen Monster von Selbsthass anwuchs, ähnlich eines immer größer werdenden Müllhaufens. Wann immer es Souta schlecht geht, schüttet er seinen Mist hinter diese Tür, grinst und macht weiter, ohne daran zu denken, dass er irgendwann keinen Platz mehr hat. Für den Rothaarigen ist es undenkbar, sich mit dem Tod seiner Schwester auseinanderzusetzen, denn er war sein ganzes Leben lang nur ihr Beschützer. Jetzt, wo er eigentlich nichts mehr zu beschützen hat, droht ihm regelmäßig die Berechtigung für seine Existenz zu entgleiten – er ist ein Nichts in einer Welt voller Individuen, deshalb muss immer wieder Ersatz her, für den er sich aufopfern kann, in der Hoffnung, irgendwann einmal eine funktionierende Familie zu haben, in der er einen verdienten Platz hat.
Souta neigt dazu, ernsthafte Situationen herunterzuspielen, um andere davon abzuhalten, sich Sorgen zu machen. Aus diesem Grund fällt es ihm schwer, seine Emotionen – seine echten Gefühle, nicht die irren Stimmungsschwankungen, die er absichtlich extrem herauslässt um sie ins Lächerliche zu ziehen – zum Ausdruck zu bringen. Es steht seinem Instinkt sich selbst als Superheld hinzustellen, um den nagenden, brennenden Selbsthass in seinem Inneren zu unterdrücken, entgegen, wenn er anfängt, ernsthafte Liebeserklärungen zu machen oder sich anderen aufzubürden. Es ist seine Aufgabe, sich um die Welt zu kümmern, weil er nun einmal der Beste ist, nicht anders herum. Es braucht nicht viel um Souta zu Gefühlsausbrüchen zu bringen, aber es verlangt ihm alles ab, ernsthaft über diese zu sprechen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Der junge Mann ist sehr talentiert darin, seine psychischen Probleme unter einer schlagfertigen, anzüglichen und unbeschwerten Fassade zu verstecken. Er zieht seine Lebensfreude aus den einfachen Dingen: Spaß, Freunde, körperlichen Vergnügungen, Waffen und dem stumpfen Erledigen von Quests. Wenn er sich voll und ganz auf diese Dinge konzentriert und den größeren Zusammenhang ausblendet, der ihn vor drängendere Fragen stellt, ist Souta zufrieden mit seinem Leben und hält es für perfekt. Er redet sich ein, dass er auch ohne den Tod seiner Schwester in eine Magiergilde gegangen wäre, dass sein Drang, anderen zu helfen, nicht davon herrührt, dass er ihr nicht helfen konnte. Er ist unglaublich überzeugt davon, dass es seine Aufgabe ist, alle anderen aus ihren Problemem zu retten, ohne dabei zu bemerken, dass er selbst knietief in einem Meer aus emotionaler Verstümmelung und Alkohol watet. Das, was sich Souta wohl wirklich und aufrichtig wünscht ist es, geliebt zu werden. Es mag das größte Klischee aller Zeiten sein, dass er sich genau deshalb jede Nacht eine andere Frau nach Hause holt, aber so ist es nun einmal. Er hat einen Großteil seines Lebens damit verbracht, für andere da zu sein und ist gut damit gefahren, seine Schwester zu lieben, doch als sie starb, hat sie ein gewaltiges Loch in sein Leben gerissen. Die eigene Unfähigkeit, das für ihn Kostbarste zu erhalten, hat ihn sehr verletzt – Suichuka hatte sich in eine Gefahr begeben, der er nicht entgegentreten konnte, und deshalb ist sie für immer weg. Er hat alles aufgegeben, was er jemals wollte, was er war, um sie glücklich zu machen, doch am Ende war auch das nicht genug. Seitdem klafft eine bösartige Leere in seiner Seele, eine flüsternde Gewissheit, dass er nicht verdient geliebt zu werden, dass er es nicht niemals verdienen wird, und er versucht dies mit körperlicher Liebe und einem perfekten Training seines Körpers zu füllen, will sich in seinen niederen Bedürfnissen ertränken, um nicht daran zu denken, wie unbefriedigt und einsam er tatsächlich ist.


Vorlieben: Obwohl Souta höchstens die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisch-Mücken-Mutanten besitzt, gibt es doch die ein oder andere Sache, die ihn fasziniert. Zu allererst sollte man die wohl größte Vorliebe des Rothaarigen erwähnen, die fast alle seine Handlungen bestimmt und ihm vielleicht sogar etwas zu wichtig ist, um gesund zu sein: Die Frauen. Der Kettenmagier ist nicht einfach nur ein Weiberheld, der hübsche Körper toll findet und sich gerne auch auf körperlicher Ebene mit dem schönen Geschlecht auseinandersetzt … Bei ihm ist das ein regelrechtes Lebensmotto. Die Anbetung für die Anatomie des Weiblichen ähnelt auf gruselige Art einer religiösen Glaubensrichtung und würde man ihn fragen, was eigentlich so besonders an Frauen ist, so hat man von dem sonst so albernen Souta eine mehrseitige, mit tödlichem Ernst vorgetragene Abhandlung über die Beschaffenheit von Brüsten zu ertragen, mit einer detaill- und bilderreichen Präsentation und einem laminierten Ordner voller Fallstudien zu jeder erdenklichen Proportion. Um die Leser allerdings nicht unnötig zu langweilen, sollte einfach gesagt sein, dass für ihn keine größere Freude existiert, als sich in Gesellschaft von äußerlich ansprechenden Frauen zu befinden, egal ob diese etwas im Kopf haben oder nicht. Allgemein hat er nur wenige Probleme damit, Freundschaften zu schließen, doch als professioneller Schürzenjäger fühlt er sich natürlich wohl, wenn er angeschmachtet und begehrt wird. Wer würde das auch nicht?
Eine weitere Sache, die aus Souta ein sabberndes Wrack macht, sind Nahrungsmittel aller Art. Wäre nicht schon die Leidenschaft an sich seine größte Leidenschaft und hätte er auch nur das geringste Talent in diese Richtung, wäre der junge Mann sicherlich Koch geworden, schließlich gibt es kaum etwas, was er lieber tut als Essen in sich hineinzuschaufeln. Sein immenser Stoffwechsel sorgt dafür, dass der Rotschopf fast immer Hunger hat, deshalb denkt er auch fast pausenlos daran, wie er diesen stillen kann, was ihn manchmal deutlich dümmer erscheinen lässt, als er eigentlich ist. Der direkteste Weg in das Herz des Kettenmagiers führt dem Sprichwort nach tatsächlich über seinen Magen, denn wenn jemand sehr gut kochen kann und theoretisch auch bereit ist, seinen Bauch zu füllen, ist man ihm sofort sympathisch und kann der größte Arsch auf dem Planeten sein, ohne, dass es ihn interessiert. Was die Qualität seiner Nahrung angeht, ist er allerdings nicht wählerisch. Man kann nicht behaupten, dass er irgendetwas lieber essen würde als etwas anderes, hat aber eine ausgeprägte Zuneigung zu Fleischgerichten und anderer proteinreicher Kost, von der man möglichst lange satt ist. Es wäre eine schlechte Idee, Souta in ein Restaurant einzuladen, was nicht all-you-can-eat ist, da man sonst schnell seine gesamten Ersparnisse verlieren kann. Der Kettenmagier ist ein bodenloses Loch, wenn es um Essbares geht, was auch der Grund dafür ist, dass er fast immer pleite ist, doch das stört ihn nicht, solange er nicht verhungern muss. Außerdem gibt es ja immernoch die Möglichkeit, die Kühlschränke seiner Freunde zu plündern, sollte es einmal wirklich knapp werden … Essen und Souta – die so ziemlich einzige Liebesgeschichte, die bei dem Rothaarigen wirklich Sinn macht.
Abgesehen von diesen doch recht schlichten Aspekten des Lebens kann man den Kettenmagier jedoch auch für intelligentere Hobbies begeistern. Jedem, der in seine Wohnung geht und sich umschaut, werden vermutlich erst einmal die Augen herausfallen, denn obgleich er sehr effektiv wie die dunkelste Kerze am Leuchter wirken kann, wenn er es darauf anlegt, ist Souta nicht halb so blöd, wie es den Anschein hat. Der Mann mit den roten Haaren und dem einen Auge ist tatsächlich ein Büchernarr. Bei ihm Zuhause stapeln sich die Kartons voller Einbände und er verbringt seine Abende gerne damit, in die heldenhaften Abenteuergeschichten großer Krieger einzutauchen, die holde Prinzessinnen retten. Da er generell jeder Ausflucht aus der Realität nicht abgeneigt ist, wozu auch der manchmal etwas zu gut gemeinte Konsum von alkoholischen Getränken gehört, passt das Lesen natürlich perfekt zu ihm, wo man dadurch doch stundenlang die eigene Existenz vergessen kann und dabei auch noch schlauer wird. Souta vergräbt sich am liebsten in Romane, hat aber auch schon das ein oder andere Sachbuch gelesen, wenn es um Waffen oder Gärtnerei ging. Und selbstverständlich gibt es bei ihm auch einen gewissen Vorrat an etwas schmuddeliger Literatur und Zeitschriften, wie das eben bei einem jungen Mann so ist, doch über diese Tatsache wirft man wohl lieber den Mantel des Schweigens, am Ende ist es nämlich nur peinlich für alle Beteiligten, sich damit eingehender zu beschäftigen.
Was die Sache mit den Waffen angeht, kann man deutlich sehen, dass der Kettenmagier eben doch etwas im Kopf hat. Seine Peitsche wurde von ihm nicht nur selbst gebaut, sondern auch von Grund auf konstruiert. Er liebt es, Dinge zusammenzubauen und mit seinen Händen zu arbeiten, weil ihm das trotz seiner Vorliebe für Bücher doch eher liegt als geistige Arbeit. Seine pragmatische Art verträgt sich gut mit handwerklichen Tätigkeiten, also repariert er bei sich zu Hause alles selbst und lässt sich auch nicht so schnell abspeisen, wenn bei seinen Freunden der Abfluss läuft oder eine Birne gewechselt werden muss – ohne das Chaos zu hinterlassen, das ihn sonst überallhin begleitet.
Als Letztes großes Interesse des Kettenmagiers sollte man noch die Natur nennen, die für ihn einen wahnsinnig faszinierenden Faktor hat. Alles Wachsende, Blühende und Lebende ist für ihn unendlich kostbar. Wahrscheinlich hat das entfernt damit zutun, dass der Tod in seinem Leben eine große Rolle spielt und er gerne die Verantwortung für andere übernimmt. Lange Waldspaziergänge, ein Nickerchen in einer Wiese oder das Beobachten von Honigbienchen, die sich auf Blumen niederlassen – Souta besitzt auch eine ruhige Seite, die geduldsam und mit großem Auge die Wunder des Lebens bestaunen kann. Er hat großen Respekt vor allem, was atmet, und würde niemals leichtfertig töten. So destruktiv er auch sein kann, irgendwo gibt es immer eine Grenze. Wieso sollte man auch Freude am Leid anderer haben, wenn es manchmal soviel leichter ist, sich den positiven Gefühlen seiner Mitmenschen anzuschließen?


Abneigungen: Souta ist ein freundlicher und toleranter Mensch, der niemanden feindselig behandelt, wenn er es nicht absolut verdient hat, deshalb ist es gar nicht so leicht, etwas zu finden, was ihn zur Weißglut treibt. Aber da er durchaus in der Lage dazu ist, wie ein Seemann zu fluchen und jemanden zusammenzufalten, bis er mit Hut nur noch wenige Zentimeter misst, wird es auch solche Dinge geben …
Als universelle Schablone für alles Schlechte im Menschen gilt für den Rotschopf eindeutig sein Vater, denn es gibt absolut niemanden, den er mehr verabscheut als diese Person. Wer seine Familie in Armut zurücklässt und emotionale Verkrüppelung verursacht, darf nun einmal nicht mit sofortiger Vergebung rechnen, aus diesem Grund sind dem Kettenmagier all jene ein Dorn im Auge, die sich feige verhalten oder Spaß am Leid anderer haben. Sadistische Menschen sind für ihn die allerschlimmsten, da er einfach nicht verstehen kann, was für eine dunkle und verkorkste Seele man haben muss, um Schwächere zu quälen oder sich an den Wunden derer zu erfreuen, denen es schlecht geht. Er hat außerdem einen heftigen Beschützerinstinkt gegenüber kleinen Kindern, die jung ihre Eltern verloren haben und eine generelle Abneigung gegenüber jene, die ihren Nachwuchs nicht mit der Liebe behandeln, die er für richtig hält. Manchmal könnte man fast glauben, dass er schlechten Erziehungsberechtigten ihre Schützlinge wegnehmen will und ihm nur die finanziellen Mittel fehlen, um ein Waisenhaus aufzumachen, doch eigentlich ist es eher der unterdrückte Drang, andere vor seinem eigenen Schicksal zu bewahren, der ihn antreibt. Souta ist nach wie vor ein Sklave seiner Vergangenheit und kann mit dieser einfach nicht abschließen, weshalb es immernoch Dinge gibt, die in ihm traumatische Erinnerungen auslösen. Der Rotschopf hat zum Beispiel Angst vor Wasser, in dem er nicht stehen kann, weil er fürchtet, zu ertrinken oder jemanden darin ertrinken zu sehen. Es fällt ihm schwer, jemanden beim Schwimmen zu beobachten und kann es selbst nicht, was schon für ein paar unangenehme Situationen gesorgt hat. Aus diesem Grund fühlt sich Souta in der Nähe von Stränden unwohl und wird niemals nachvollziehen können, was andere so toll am Meer finden. Seine Angst vor Wassermassen geht sogar soweit, dass ihm davon schlecht wird und er sich übergeben muss, wenn er ein Schiff betritt.
Aber nicht nur diejenigen, die ihn an seine großen vergangenen Fehltritte erinnern, kann er nicht ausstehen, sondern auch jene, die ihr Leben wegschmeißen und allen anderen mit ihrer schlechten Laune den Tag vermiesen. Da er sich selbst als Fackel des Guten sieht, kann er es natürlich nicht ab, wenn man sich einfach so gegen seine tollen Aufmunterungsversuche stellt und den blöden Miesepeter spielt, der ständig guckt, als würde die Welt untergehen. Für ihn ist das Leben viel zu kostbar, um es mit traurigen Gedanken zu verschwenden, weswegen er immer versuchen wird, jemanden zum Lachen zu bringen, der auf dem ersten Blick so wirkt, als würde er dazu in den Keller gehen. Allgemein gibt er den meisten Menschen eine zweite Chance, egal wie unsympathisch sie ihm sind, aber es gibt eine Sache, die man auf gar keinen Fall tun darf, wenn man sich mit ihm unterhält …
Es macht keinen Unterschied für wie verdorben man ihn hält. Es ist ihm schnurzegal, wenn man ihn nicht leiden kann. Er hat sogar keinerlei Probleme damit, das Opfer von Kritik zu sein, die sich auf seinen Charakter bezieht … Doch da sein Selbstvertrauen hauptsächlich daraus gezogen wird, dass er abartig gut aussieht, ist es der Frevel schlechthin, sein Äußeres in irgendeiner Art zu kritisieren. Wer es wagt, Witze auf Kosten seines Erscheinungsbilds zu machen, entkorkt eine Colaflasche, in die man eine ganze Packung Pfefferminzbonbons gekippt hat – es ist eine schlechte Idee, endet dreckig und man kann nie wissen, wer noch in Mitleidenschaft gezogen wird. Souta ist die meiste Zeit über ein liebes Kuschelhäschen, das sich an seine Freunde anschmiegt und knuddelig ist, doch er hat durchaus das Potential zum Killerkaninchen zu mutieren, deshalb sollte man ihn besser nicht reizen oder diejenigen schlecht behandeln, die er liebt – das hat er nämlich gar nicht gerne.

Ziel: Hm, jemand wie Souta soll ein Ziel im Leben haben? Eigentlich ist das Unsinn, da er dafür viel zu sprunghaft ist … Aber das heißt nicht, dass er keine Wünsche hat. Natürlich bringt es nichts, sich eine rosige Zukunft auszumalen, wenn man in einem so gefährlichen Job arbeitet, aber der Rotschopf tut es dank seiner unerschöpflichen Gutgläubigkeit natürlich trotzdem.
An vorderster Stelle ist es Souta ein Anliegen, seine Freunde zu beschützen. Diese sind die wichtigsten Personen für ihn und müssen um jeden Preis vor Schaden und Gefahr abgeschirmt werden. Dafür würde er sogar über Leichen gehen.
Als Zweites würde der Kettenmagier gerne seine Familie wieder vereinen und sich mit seiner Mutter aussprechen, damit er endlich mit seiner Vergangenheit abschließen kann. Bisher hat er sich das noch nicht getraut, aber man darf wohl zuversichtlich sein, dass sich das irgendwann ändert. Besonders wichtig ist es ihm auch, seinen Vater zu finden, um ihn für all das bezahlen zu lassen, was er seiner Familie angetan hat, hat aber noch nicht die geringste Spur, der er in dieser Hinsicht nachgehen könnte.
Längerfristige Ziele besitzt Souta kaum, schließlich hält er die meisten Wünsche und Träume für ziemlich albern, aber wenn er ehrlich ist, würde er gerne etwas mehr von seinem Leben haben als endlose Kämpfe und eine glückliche Fassade. Obwohl er weiß, dass das bei seiner finanziellen Lage und seiner Lebensführung eigentlich vollkommen unmöglich ist, hätte der Rotschopf durchaus gerne irgendwann – in vielen Jahren oder so – eine eigene Familie, um die er sich kümmern darf, damit er die Fehler aus seiner Vergangenheit tilgen und sich selbst beweisen kann, dass er zu solchen Dingen fähig ist. Da das allerdings vermutlich einen Partnerwechsel beinhaltet und zu allem Überfluss auch noch schrecklich bürgerlich und normal ist, würde er diesen geheimen Traum natürlich niemals zugeben ...


Stärken und Schwächen

Stärken: Bei einem Ego wie dem des Kettenmagiers ist es nicht schwer, Stärken zu finden, da er diese zu jeder sich bietenden Gelegenheit lauthals herausposaunt, um sicher zu gehen, dass auch ja alle wissen, wie großartig und toll er ist. Als Erstes sollte man wohl die typische Stärke eines jeden Gildenmagiers nennen, die irgendwie auch eine Voraussetzung ist, sich als solcher bezeichnen zu dürfen: Magie oder in seinem Falle eher Kampfeskraft. Nach jahrelangem und intensivem Training seines Körpers kann man behaupten, dass der Magier sehr sportlich und fit ist. Souta ist recht schnell,  passabel geschickt und auch nicht unbedingt schwach. Wer denkt, dass er ihn einfach so umnieten kann oder es für eine gute Idee hält, den hübschen jungen Mann zu unterschätzen, verbrennt sich daher schnell Finger – oder verliert sie, denn rasiermesserscharfen Kettenpeitschen kann er ebenso ein wenig umgehen …
Auch Soutas Persönlichkeit ist eigentlich eine einzige Stärke. Er bezeichnet sich gerne als Fackel des Guten und hat damit gar nicht so Unrecht. Seine eiserne Willenskraft und seine heldenhafte Aufopferungsbereitschaft schaffen es immer wieder, seine Mitmenschen zu motivieren und zu beschützen, außerdem wird es mit ihm einfach nie langweilig. Ständig fallen ihm neue Aktionen ein, die mehr oder weniger positive Folgen nach sich ziehen und er haut zu jeder sich bietenden Gelegenheit kräftig auf den Putz. Seine Kreativität ist nicht nur bemerkenswert, sondern teilweise auf eine vollkommen bescheuerte Art genial, die ganze Quests retten kann … Wenn sie nicht dafür sorgt, dass sie in die Hose gehen.
Egal wie traurig man ist, man kann darauf bauen, dass er alles tun wird, um einen aufzubauen – und wenn man überfordert ist oder verzweifelt unter dem Druck einer Verantwortung zusammenbricht, ist er der Erste, der mit einem breiten Grinsen seine Schultern unter die Last stemmt und sie für denjenigen trägt, der alles versucht hat. So sprunghaft und verantwortungslos Souta auch wirken kann, sobald es einmal wirklich darauf ankommt, kann man auf ihn zählen.
Und wenn er einmal nicht in heldenhafter Stimmung ist, so sollte man auch nicht vergessen, dass der Rothaarige gewisse romantische Talente besitzt, die sicherlich auch als Stärke interpretiert werden können. Wer verschmäht schon einen guten Küsser, ein Gesangstalent oder einen Menschen, der jonglieren und wilde Siegestänze ausführen kann, wann immer ihm danach ist …?

Schwächen: Selbst wenn Souta das Gefühl hat, dass er es allen anders mitteilen muss, ist der junge Mann mit dem einen Auge nicht perfekt. Nicht einmal im Ansatz. Tatsächlich ist es genau dieser Punkt, der ihm des Öfteren in die größten Schwierigkeiten bringt, denn wenn der Itasa an einer Sache leidet, dann ist es seine maßlose Selbstüberschätzung. Er ignoriert seine Schwächen und hält sich für den geilsten Typen seit der Erfindung von Lederjacken, was ihm allzu oft Situationen beschert, aus denen er ohne die Hilfe anderer nicht mehr herauskommt. In seinen Augen ist er der König der Welt und kann alles erreichen, was er sich in den Kopf setzt. Obwohl gesunder Optimismus sicherlich keine schlechte Sache ist, geht bei ihm da eine gewisse Naivität und Leichtgläubigkeit voraus, denn er neigt nicht nur dazu, mit dem Kopf in verfahrenen Lagen stecken zu bleiben, sondern ist auch recht schnell darin, anderen zu vertrauen und hat so seine Probleme, Fallen zu erkennen, weil er von Grund auf nicht misstrauisch ist. Er verschenkt sein Herz und seine Freundschaft sehr schnell, was natürlich fatal ist, wenn man seine Loyalität besitzt, so dass er oft seine gesamte Energie in etwas oder jemanden steckt, das sich am Ende nicht für ihn lohnt oder ihn sogar verletzt. Das sieht er allerdings nicht ein, denn im Großen und Ganzen ist Souta schrecklich kindisch. Mit dem Trotz eines Kleinkindes behandelt er alle Menschen gleich und weigert sich, das Böse auf der Welt als gegeben zu akzeptieren, als etwas, das er nicht ändern kann. Dass er dabei manchmal mehr Schaden verursacht, als für einen Crimson Sphynx Magier gut ist, bemerkt er kaum.
Es ist fast unmöglich, Souta zur Ernsthaftigkeit zu bringen, weil er dazu einen Großteil seines Wesens ausschalten oder umgehen muss, deshalb ist es wohl vollkommen unmöglich, ihn in eine Beziehung zu sperren oder ehrliche Liebe aus ihm herauszuholen. Er ist ein toller Freund und ein fähiger Beschützer, aber sicher nicht die Art von Lebenspartner, die man sich wünscht. Dauerpleite, den Frauen verfallen und kaum dazu in der Lage, sich selbst am Leben zu erhalten … Wer will so einen emotionalen Krüppel schon sein Herz schenken?
Soutas Unbefangenheit wird sicherlich irgendwann ein übles Nachspiel haben, schließlich kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass man clever und hübsch genug ist, um sich aus allen Gefahren herauszuwinden – besonders dann nicht, wenn man so schmerzempfindlich ist wie er und sich kaum den Zeh anschlagen kann, ohne herumzuheulen und halb zu verbluten ...


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Souta
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BeitragThema: Re: Itasa Soutanobu   Sa 8 Aug 2015 - 12:10

Umfeldblatt



Schreibprobe:
Oh. Verdammt.
Mit einem Geräusch wie es nur teure Vasen machen können, zerschellte das Gefäß an der Wand hinter ihm. Die Blumen regneten auf den Boden und trafen sich mit dem Wasser, das einen nassen Fleck auf der Tapete hinterließ. Der Luftzug des Wurfgeschosses war ziemlich nahe an seinem Ohr fühlbar gewesen. Blinzelnd betastete er eben dieses, nur um sicher zu gehen. Die andere Hand war noch immer auf die Holzverkleidung gelegt, welche die Papierwand umschloss, welche wiederum ein kleines Loch umgab, durch das Itasa Soutanobu den für Frauen reservierten Teil der heißen Quellen des Hauses beschattete. Beschattet hatte. Das kaum astlochgroße Loch hatte sich zu einer erstaunlichen Größe ausgeweitet, nachdem immerhin ein Tongefäß hindurchgetreten war und ihn beinahe enthauptet hätte. Wie hatten die Mädchen ihn überhaupt bemerken können? Er schaute - schon seit er nach Aloe Town gezogen war - regelmäßig durch das Loch und ausgerechnet heute hatten sie ihn gesehen. Dabei war an diesem Tag der Eintritt für Frauen frei - eine Art Feiertag für ihn. Wirklich dumm gelaufen. Und so wie sie ihn anstarrten hatten sie nicht unbedingt vor, ihm durch die Blumen eine Einladung zukommen zu lassen. Es blieben also zwei Möglichkeiten, wie er diese pikante Situation geschickt lösen konnte. Entweder er nutzte seinen Charme, um sich doch noch einzuladen, oder er lief weg so schnell er konnte.
Aber diese Beine, dieses Handtuch, das sich um den Körper legte und die hochgesteckten Haare...sie hatten einfach eine lähmende...
WUMMS.
Eine zweite Vase traf die Wand, diesmal hatte sie sogar seine Schulter gestreift. Und das gab den Ausschlag. Mit einem Grinsen, einem Zweifinger-Schläfen-Salut und einem gerufenen "Sorry, Ladies!" nahm der Rotschopf die Beine in die Hand. Sie würden ihn doch nicht nur mit einem Handtuch bekleidet auf die Straße folgen, oder? Sein Stirnband festhaltend, rammte er eine alte Frau, die an der Rezeption stand, entschuldigte sich flüchtig, sprang über den niedrigen Tisch mit den Zeitschriften und krachte kurz vor der Tür einmal längs hin. Doch er schaffte es, sich aufzuraffen, die Türklinke zu betätigen und in die Nachmittagssonne hinauszutreten. Und dabei halbwegs lässig auszusehen. Nachdem er seine Augenklappe zurechtgerückt hatte, steckte er die Hände in die Hosentaschen und pfiff fröhlich vor sich hin. Es gab noch mehr Badehäuser in dieser wundervollen Stadt. Eines weniger machte da doch keinen Unterschied. Es war ohnehin nicht wirklich sein Favorit gewesen, immerhin durften auch alte Frauen dort baden und deren Anblick war jedes Mal so einbrennend, dass er Tage brauchte um es zu verkraften. Plötzlich trat er auf ein Flugblatt in rosa, bedeckt mit Herzchen. Kurz sah er über die Schulter, ob ihn auch sicherlich niemand verfolgte, dann hob er das Papier auf und las es unterm Gehen, während sich seine Augen immer mehr in Freude weiteten.
"Große Aktion! Das Yuakashi-Badehaus lädt ein! Heute Rabatt für alle Mädchen von sechszehn bis achtzehn!" stand dort zusammen mit der Wegbeschreibung. "Tja...", machte er grinsend und bog in die markierte Straßenecke ein, von wo aus man bereits schnatternde Mädchen sehen konnte, die allesamt einen Entspannungstag genießen wollten. "Neue Gelegenheit, neues Glück, eh?"


Umfeld und Geschichte


Familie::

Itasa Hageka (lebend) ; Mutter
Hageka ist die einzige lebende Verwandte, die Souta tatsächlich etwas bedeutet. Schließlich war sie auch die einzige Person, die ihn schon geliebt hat, bevor er überhaupt geboren war, egal wie die Umstände seines Lebens waren. Der Magier hat sehr viel Respekt vor seiner Mutter und liebt sie innig, er könnte sie niemals verletzen und würde alles tun, um ihren Ansprüchen zu genügen (wenn sie denn welche stellen würde). Nach dem Tod seiner kleinen Schwester hat er allerdings den Kontakt zu ihr auf persönlicher Ebene abgebrochen und ist, nicht im Stande die Schuld zu tragen, von zu Hause ausgezogen. Sie versteht, dass er sein Leben wieder in Ordnung bringen muss, und wartet geduldig darauf, bis sich ihr Sohn irgendwann wieder bei ihr meldet und erkennt, dass die Schuld, die er sich selbst aufläd von ihr schon lange vergeben wurde. Für Souta ist seine Mutter also eine wichtige Person, auch wenn er vehement jeden Kontakt zu ihr ablehnt.


Itasa Kekou (lebend - vermutlich...) ; Vater
Es gibt absolut niemanden, den Souta mehr verabscheut als seinen Vater. Sicher, viele Jugendliche 'hassen' ihre Eltern, doch die Abneigung gegen ihn enstand nicht erst kürzlich, weil er ihm etwas verboten hat, sondern bereits als kleiner Junge wusste Souta irgendwo im Innern, das derjenige, der sich als Held hinstellte und von ihm bewundert wurde nur eine große Klappe hatte. Je ärmer ihre Familie wurde, desto mehr konnte man sehen, wie untreu er war. Er kam tagelang nicht nach Hause, versprach seinem Sohn Dinge, die sie unternehmen würden - doch stattdessen machte er vor der Haustür mit seiner neuesten Flamme rum, während seine Mutter hinten weinte und er traurig am Fenster saß. Als er seine Mutter wegen ihrer erneuten Schwangerschaft (für die er nur ihr die Schuld gab) für die Dauer verließ, denn schließlich sollte sie sich selbst um das kümmern, was sie angestellt hatte, war das Maß voll. Er kehrte nicht für die Geburt zurück, erst als Suichuka laufen lernte kam er, um sie sich anzusehen. Da sie jedoch zu allem Überfluss auch noch ein Mädchen war, begann er sich wieder abzukapseln und lud Souta dadurch die Bürde auf, trotz des eigenen geringen Alters Vater für seine kleine Schwester zu spielen, während seine Mutter ständig arbeitete, um sie über Wasser zu halten. Irgendwann kam Kekou einfach nicht mehr zurück - somit war das Kapitel Vater abgeschlossen, zumindest für ihn. Nichtsdestotrotz hat er viele Narben hinterlassen, die nie ganz verheilen werden...


Itasa Suichuka (tot) ; kleine Schwester
Vor zwölf Jahren trat plötzlich etwas in seine Familie, das Souta bisher noch nie gekannt hatte: Ein Baby. Seine kleine Schwester wurde geboren. Von Anfang an zog sie all die Aufmerksamkeit seiner Mutter auf sich, doch das war nicht schlimm, schließlich war sie klein und schwach. Während sein Vater sich immer mehr von der Familie entfernte, wurde im Laufe ihrer kurzen Kindheit seine Bruderrolle immer mehr durch eine Art Ersatzvaterpersönlichkeit verschwommen. Seine Schwester war definitiv kein nerviges kleines Teufelchen, sie war schon immer sehr ruhig und eher schüchtern, versteckte sich allzu gern hinter dem Rücken Soutas, der sie bereitwillig beschützte. Nicht selten musste er sie dazu bringen, sich Dinge auch zuzutrauen und andere Kontakte zu knüpfen. Trotzdem verfolgte er sie oft auf dem Spielplatz und passte auf sie auf, damit sie sich nicht fürchtete. Suichuka liebte Wasser, immer wenn sie es sah leuchteten ihre Augen und sie wollte unbedingt hinein. Als sie fünf Jahre alt war schlich sich Souta eines Nachts mit ihr zu einem nahegelegenen Fluss, nachdem sie ihn Tage zuvor darum angebettelt hatte. Vielleicht aus Leichtsinn heraus, wandte er sich daraufhin kurz vom Ufer ab, um Steine zu sammeln, die man in die Wasseroberfläche einschlagen lassen konnte. Er war nicht lange weg, höchstens eine halbe Minute, da ertönte ein Platschen. Sie hatte sich zu weit nach vorne gelehnt und war in den für eine Fünfjährige tödlich tiefen Fluss gefallen. Was genau sich in dieser Nacht ereignete, weiß niemand, da man es aus dem verwirrten und traumatisierten, klatschnassen Jungen nicht herausbekam, doch eines ist sicher: Itasa Suichuka ist damals ertrunken.
Souta, der sich seither die Schuld an ihrem Tod gibt, hat dieses Ereignis tief verstört, und obwohl es schon sieben Jahre her ist, hat er es immernoch nicht (eventuell aus Selbsthass) verarbeitet, es hat ihn sogar dazu gebracht auszuziehen und jeglichen Familienkontakt abzubrechen...

Freunde: Souta hat einige gute Freunde in seinem Leben kennen gelernt, doch da die meisten nicht mehr leben oder er keinen Kontakt mehr mit ihnen pflegt, will er sie am liebsten vergessen. Vielleicht wird sich dieser Umstand ja bald ändern?

Feinde: Souta ist so lieb, dass er einfach keine Feinde haben kann ... Andererseits hat er einfach noch nie jemanden getroffen, der diesen Titel verdienen würde. Wäre sein Vater nicht schon bei der Familie, würde er hier wohl noch einmal stehen.

Gilde: Jedes menschliche Wesen, das auch nur im Ansatz so etwas wie geistige Gesundheit besitzt, würde Souta und Fairy Tail in einem Atemzug erwähnen, wenn es um seine Gildenzugehörigkeit geht. Der sprunghafte, emotionale und chaotische Rotschopf passt so eindeutig in diese Gilde wie überhaupt etwas in dieser verrückten Welt passen kann – aber vielleicht ist der Kettenmagier genau deshalb ein Mitglied der elitärsten und professionellsten Gilde des Königreiches geworden: Weil es sonst zu einfach wäre. Dies würde zwar wunderbar zu seiner rebellischen, Normen brechenden Art passen, doch es nicht nicht der Grund, weshalb der Neunzehnjährige sich ausgerechnet dazu entschieden hat, dort vorstellig zu werden.
Tatsächlich ist Souta kein neuer Rekrut, der mal eben so versucht hat sich durch die Aufnahmeprüfung zu mogeln – er ist bereits ein Gildenmitglied, seit er zarte vierzehn Jahre zählte. Damals tauchte er als abgemagertes, verletztes Wrack auf, ein hungriges Kind, welches sich einen blutenden Lappen auf ein zerstörtes Auge presste. Das Gildenhaus war das größte und sicherste Gebäude, das er hätte aufsuchen können, um sich Hilfe zu suchen – und genau das hatte er getan. Doch als man ihm das Tor öffnete, eilend und besorgt um das Wohlergehen des schwer verletzten Jungens, sollte sich sein Schicksal entscheiden. Hätte der Junge an dem Abend in der Wüstenstadt weinend um Heilung gefleht, um einen Arzt für sein Auge und etwas zu essen, wo er doch offensichtlich zerlumpt und weit gereist war, hätte der Gildenmeister ihm diese Dinge gewährt und ihn dann weitergeschickt. Aber das tat er nicht.
Soutas Worte an dem Abend waren: „Gebt mir ein Schwert, ein paar Pisser haben meine Freundin und mich überfallen.“
Und der Gildenmeister stutzte. Er sah in das grüne Auge des Jungen, sah in sein blutiges, entstelltes Gesicht und auf seinen zierlichen, knochigen Körper. Wenn man ihn auf seine Entscheidung anspricht, die er an diesem Abend gefällt hatte, würde er wohl behaupten, vor ihm habe an dem Augenblick ein Stück Diamant durch eine Schicht an Schmutz und Unrat geblitzt, er habe eine Eingebung gehabt, wie man sie manchmal bekam, wenn man nicht damit rechnete. Seine Männer zerrten Souta, der sich tatsächlich mit Händen und Füßen wehrte, in den Medizintrakt des Gildenhauses, wo er behandelt wurde. Keine Woche später besaß er das Gildenzeichen.
Für den Rotschopf ist die Gilde etwas, was er als sein Zuhause bezeichnen würde. Die Ideale von Tapferkeit, Loyalität und Stolz gehören zu den Dingen, die seine Persönlichkeit ausmachen. Natürlich gelangt er aufgrund seiner chaotischen Art oft in Schwierigkeiten und gilt als eine Art schwarzes Schaf innerhalb der Gilde, aber er erledigt seine Aufträge meistens gewissenhaft und macht den Ruf von Crimson Sphynx mit seinem aufgeschlossenem und ehrlichem Charakter immer ein kleines Stückchen besser. Souta beweist, dass man nicht elitär und verstockt sein muss, um einer Gilde wie der Sphinx anzugehören – man muss einfach nur das Herz am rechten Fleck haben.

Geschichte: Obwohl man es vielleicht erwarten würde, war Soutas Geburt kein allzu großes Spektakel, das den Grundstein für den Rest seines Lebens legen sollte. Die kleine Familie, bestehend aus Hageka und Kekou, lebte in eher einfachen Verhältnissen am Rande der Stadt Hargeon Town, wo es nach Fisch und Salz roch und das Hafenbecken sich in einem großen Fluss brach, der das vor einem liegende Meer speiste. Es war keine sonderlich schöne Gegend, eine Siedlung aus eingeworfenen Fenstern, abbröckelndem Putz und luftleeren Basketbällen, die man durch rostige Netze warf, aber der 10. August war ein Tag der Freude. Wie jedes sich liebende Paar erschien den beiden jungen Erwachsenen die Ankunft ihres ersten Kindes wie der schönste Augenblick in ihrem Leben. Kaum war der kleine Junge mit den knallroten Haaren seiner Mutter auf der Welt, hatte er seine Eltern auch schon vollkommen um den Finger gewickelt.
Die ersten beiden Jahre seines Lebens verbrachte Souta – Soutanobu, wie er eigentlich hieß, doch diesen Namen benutzte sowieso niemand – in Frieden und Harmonie einer stabilen und sicheren Familie, welche zwar nicht alle Spielzeuge für ihn kaufen konnte, die er sich unter anderen Umständen gewünscht hätte, dafür jedoch Liebe, Geborgenheit und viele wertvolle Lektionen für ihn bereitstellten. Er lernte sprechen und laufen, quasselte wie ein Wasserfall und rannte wild durch die Wohnung, so dass sich seine Eltern alles mögliche einfallen lassen mussten, um die Örtlichkeiten kindersicher zu machen. Souta war eines der Kleinkinder, die regelmäßig auf Stühle kletterten, Schubladen ausräumten oder sich Nacht für Nacht aus dem Kinderbett stahl, um die große dunkle Welt seines Zuhauses zu erkunden.
Im drittem Jahr seines jungen Lebens, als er gerade dabei war, selbst die Kindersicherung seines Bettes zu knacken und regelmäßig durch die Wohnung wanderte, wenn seine Eltern schliefen, erwischte er sie bei etwas, was sicherlich nicht für seine Augen bestimmt war. Als eines Nachts seine kleinen Füße ihn auf den Flur hinaus trugen, nicht ganz über die Schwelle zum Wohnzimmer, hörte er seinen Vater schreien, ein seltsames, klatschendes Geräusch und danach seine Mutter leise weinen. Das Brüllen Kekous hätte ihn sowieso aufgeweckt, weshalb er vor Angst und Sorge schnell zur Quelle des Gespräches trippelte. Der dortige Anblick brannte sich für immer in sein Gedächtnis.
Sein Vater stand mit vor Wut hochrotem Kopf und die Hand mit dem Ehering zu einem weiteren Schlag erhoben im Wohnzimmer und in der Dunkelheit sah sein zorniger Gesichtsausdruck aus wie die Maske eines Teufels. Seine Mutter lag auf dem Boden, hockte dort eher, und hielt sich eine Wange, von der einige wenige Bluttropfen hinabfielen, vermischt mit den Tränen aus ihren Augen. In ihrem Blick lag eine Mischung aus Trauer und Überraschung, und dann bemerkte Souta, dass der sichere und bedrohliche Stand seines Vaters nur eine Illusion war, geboren aus Angst und furchtvollem Respekt. Er schwankte, ziemlich stark, und im Zimmer roch es heftig nach billigem Bier, auch wenn Souta damals noch nicht wusste, wie Alkohol roch. Er stand nur da, in seinem blauem Sternchenpyjama und beobachtete, wie sein Vater seine Mutter schlug, während diese bereits am Boden lag und eine Hand auf ihren Mund presste, als wollte sie unter keinen Umständen irgendein lautes Geräusch von sich geben. Natürlich tat Souta genau das, was jeder Dreijährige in dieser Situation tun würde: Er begann nach seiner Mutter zu rufen und zu weinen.

Hageka wirbelte mit der übermenschlichen Energie einer Mutter, die ihr Kind beschützte, herum, schien ihn in einer einzigen Bewegung hochzuheben und sich in sein Zimmer zu teleportieren, wo sie ihn sofort ins Bett brachte. Sie gab ihm einen Gutenachtkuss und sagte ihm, dass alles in Ordnung sei und sie lediglich einen Streit gehabt hatten, wie es nun einmal in jeder guten Ehe manchmal vorkam. Aber an diesem Abend hörte er, wie seine Mutter sein Kinderzimmer abschloss, als sie die übliche „Ich liebe dich, schlaf schön“-Floskel aufgesagt hatte, welche es erlaubte, ihn für die Nacht alleine zu lassen.

Damals verstand Souta noch nicht, was geschehen war. Wie viele Kinder, begann er deshalb bald den Vorfall zu vergessen und liebte seinen Vater trotz seines furchteinflößenden Anblickes in der einen Nacht immernoch, denn er war klein genug um die einzigen beiden Menschen in seinem Leben noch zu vergöttern. Und wie konnte er auch nicht? Kekou ließ ihn auf seinem Schoß reiten, zeigte ihm, wie man Knoten band und erzählte ihm immer spannende Dinge von seiner Arbeit als Fischer. Sein Vater war Soutas absoluter Held und seine Mutter war selbstverständlich die Person, die er mit ihm zusammen am meisten liebte. Heute, mit dem abgestumpftem Verstand eines Erwachsenen, weiß Souta, dass Kekou damals eine Affäre hatte und das der Grund für den "Streit" gewesen war. Und als Hageka davon erfahren hatte und ihn zur Rechenschaft ziehen wollte, hatte er sich zuvor in einer Bar betrunken, ihr vorgeworfen, dass sie seit sie das Baby hatte nicht mehr attraktiv genug für ihn war und sie dann geschlagen, für etwas, das weder wahr noch änderbar war. Aber natürlich war in einer solchen Beziehung nie entscheidend, was man getan hatte oder nicht. Wenn ein Mensch wie sein Vater jemanden schlagen wollte, wenn der Alkohol ihm Lust machte und seine Hände juckten, dann genügte ein Fussel auf dem Boden – oder ein nicht aufgeräumtes Spielzeugauto.

Als Souta fünf war und gerade mit seinem Spielzeugauto auf dem Boden spielte, während sein Vater auf dem Sofa saß und langsam, lässig, ein Sixpack dezimierte (der Geruch nach Bier war mittlerweile gar nicht mehr aus der Wohnung verschwunden), trat eines schönen Tages seine Mutter mit einem vorsichtigem Lächeln durch die Haustür, gab Souta einen Kuss und verkündete, dass sie eine großartige Nachricht habe, welche die Familie bestimmt noch mehr zusammenschweißen würde: Sie erwartete ein Baby! Begeisterung lag in ihrem Blick und der kleine Junge schaute voller Verwirrung zu ihr auf, doch Kekou dachte darüber ganz anders. Vielleicht hatte er keine Lust, noch ein Maul zu stopfen, vielleicht war es der Alkohol, vielleicht eine Mischung aus allem. Er wurde wütend, schüttelte den Kopf, brüllte sie an und nahm sich letztlich das gesamte Geld aus der Haushaltskasse und schlug mit einem lautem Knall die Tür hinter sich zu, schreiend, dass Hageka zur Hölle fahren sollte und er nicht noch ein Balg wollte, das sein Leben kaputtmachte.

Die Tage danach waren schwer, doch die Monate danach waren es nicht. Als hätte man einen Felsbrocken von der Brust seiner Mutter gerollt, schien sie aufzuatmen und zu blühen. Zwar musste sie nun arbeiten, um sie zu ernähren, doch ein so schlichter Fakt wie die Abwesenheit seines Vaters schien sie glücklich zu machen, glücklicher als je zuvor. Souta wartete immernoch jeden Tag abends darauf, dass Kekou nach Hause kam, denn die letzten Worte hatten sein kleines Herz gebrochen und ihn sich fragen lassen, ob die Verletzungen seiner Mutter nicht vielleicht seine Schuld gewesen waren. Wäre er niemals geboren worden, gäbe es dann ein besseres, schlaueres Kind, das sein Leben nicht zerstörte, das nicht soviel Unfug trieb? Auch wenn er das Gefühl des Verlassenwerdens niemals vergessen würde, es wie ein entzündeter Splitter immer in der Nähe seines Herzens stecken würde, bereit, bei einem falschem Atemzug zuzustechen, überlebte er auch diesen Schock. Hauptsächlich deshalb, weil er sich voll und ganz auf seine Mutter konzentrieren konnte, die sich ganz schön veränderte. Ihr Bauch wurde runder und bald verkündete sie ihm, dass er eine Schwester bekam. Ein Mädchen …
Nicht unbedingt das, worauf Souta fieberte, aber er akzeptierte die Tatsache, da er sowieso noch nicht so recht verstand, was überhaupt los war. Erst, als er zu einer Freundin seiner Mutter geschickt wurde und sie ein paar Tage später mit einem Bündel nach Hause kam, bemerkte er, dass es ja nun einen Menschen mehr in ihrem Leben gab. Es war ein kleines Mädchen mit den strahlendsten blauen Augen, die er je gesehen hatte, und einem lustigem, strohblondem Flaum auf dem Kopf. Ihr Name war Suichuka – nach einer Blume, die aufging, wenn man sie ins Wasser warf. Souta verliebte sich sofort in sie. Mit dem Elan eines großen Bruders stürzte er sich darauf, auf sie aufzupassen und ihr all die Lebensweisheiten beizubringen, die ein Siebenjähriger eben so kannte. Da seine Mutter sowieso immer arbeiten musste, kümmerte er sich den Tag über um sie und sah sich bald als eine Mischung aus ihrem Vater und ihrem Bruder an. Sie verfolgte all seine Bewegungen mit ihren großen Augen, machte ihm alles nach und vergötterte ihn wie einen Superhelden, was ihm natürlich sehr gut gefiel. Bei ihm sagte sie ihr erstes Wort, machte ihre ersten Schritte – und hinter seinen Beinen versteckte sie sich, als sein Vater zwei Jahre später zurückkehrte, abgedroschen und pleite.

In Soutas Herz kämpften Hass und Liebe miteinander und obwohl er sich nicht dafür aussprechen konnte, dass sein Vater wieder einziehen sollte, so sah Hageka das ganz anders. Er spielte ihr den Reumütigen vor – oder vielleicht WAR ein Teil von ihm reumütig, wer wusste das schon? - und stahl sich so erneut in ihr Herz und zum Abscheu des Jugendlichen auch in das seine. Es dauerte allerdings nicht lange, bis sich die Dinge wieder zum Alten zurückfanden. Aus dem Versprechen nach Jobsuche wurden Monate des „Ja ja, nerv mich nicht“ und aus dem eisernem Schwur, nie wieder eine Flasche anzufassen, wurde der bekannte Geruch von Bier in der Wohnung. Aus unbeschwerten Ausflügen in der Sommersonne wurde die alte Tradition, nur noch langärmelige Oberteile und lange Hosen in die Schule anzuziehen und immer eines Kartendecks gleich handgeschriebene Entschuldigungszettel in der Tasche zu haben. Das Lächeln seiner Mutter verblasste wieder. Während sie arbeitete, sah Souta viele verschiedene Frauen in das Schlafzimmer seiner Eltern gehen, und irgendwann, als er es nicht mehr aushielt, machte er lange Ausflüge mit seiner Schwester, um die Tage außerhalb ihres Zuhauses zu verbringen, das sich gar nicht mehr anfühlte wie ein Heim. Meistens gingen sie an den Fluss und schauten dem Wasser beim Fließen zu, während sich Suichuka an ihn kuschelte. Ihr hatte er bisher noch nie auch nur ein Haar gekrümmt und das war wohl auch besser so. Die Ignoranz, die er ihr entgegenbrachte, beschützte sie vor den dunklen Gedanken, die mittlerweile in Soutas Kopf herumspukten.

Und dann – plötzlich – genau so schnell, wie er gekommen war, war sein Vater wieder weg. Nahm ihr Geld, nahm ihre Wertsachen und lief irgendeinem heißen Schnittchen hinterher und ward nie wieder gesehen. Wie die Gezeiten am Hafenbecken kehrte erneut Frieden und Glück in ihre Familie ein, vorsichtig und zögerlich, aber für's Erste bleibend. Bis zu dem Tag, an dem Souta mit seiner Schwester erneut an den Fluss ging – diesmal nachts, weil sie sich das gewünscht hatte. Sie wollte das Wasser im Mondlicht glitzern sehen und warum auch nicht? Er war schon zehn, er konnte auf ein kleines Mädchen aufpassen. Sie schlichen sich wie die Banditen aus dem Haus zum Ort der geheimen Zusammenkunft und planten, Kieselsteinchen auf der Wasseroberfläche hüpfen zu lassen – etwas, was Souta Suichuka schon vor langer Zeit beigebracht hatte. Seine kleine Schwester, eng in ihre Jacke gepackt, weil sie oft kränkelte und er sich nicht für eine Erkältung verantwortlich fühlen wollte, trat ans Ufer und beobachtete die glitzernde Oberfläche, während Souta weiter den Rand entlangspazierte und nach perfekten, flachen Steinen suchte. Er hatte ihr gerade einige Meter entfernt den Rücken zugedreht als er ein platschendes Geräusch hörte – kurz darauf ein Kreischen. Sofort fielen die Steine auf den Boden und er rannte das Ufer entlang – so schnell wie seine Mutter als er das erste Mal seinen Vater betrunken gesehen hatte, hallte es durch seinen Kopf – aber er bekam sie nicht mehr zu packen. Eine Sekunde stand er am Ufer und sah, wie ihr blonder Schopf unter den Fluten unterging und sein Name schrill durch die Nacht schallte, dann sprang er hinterher. Fast die ganze Nacht suchte er nach ihr, aber als ein paar Fischer ihn am nächsten Tag aus dem Fluss fischten und ins Krankenhaus brachten, war von ihr bereits keine Spur mehr zu sehen.
Die Doktoren mussten Souta trotz seiner Lungenentzündung an sein Bett fesseln, damit er nicht mehr nach ihr suchen ging, doch auch nach einer Woche fand man sie nicht mehr und erklärte sie schließlich für tot. Als er sich stark genug fühlte um das Krankenhaus zu verlassen, veranstaltete man für sie eine Beerdigung und schickte ihn anschließend wieder in die Schule zurück.

Dort sollte sich jedoch herausstellen, dass sich einige Dinge verändert hatten. Die Kinder wollten nicht mehr mit ihm spielen oder etwas mit ihm zu tun haben. Man hatte ihn bereits zuvor für einen Schlägertypen gehalten, weil er gerne einmal aggressiv reagierte, wenn man ihn auf seinen Vater oder seine Blessuren ansprach, aber jetzt hatte er in den Augen der Kinder auch noch seine Schwester umgebracht. Natürlich behaupteten alle Erwachsenen, dass es sich um einen Unfall handelte, aber irgendwo tief drinnen wusste Souta, dass es seine Schuld war. Er hatte sie vielleicht nicht in die Fluten gestoßen, aber er war definitiv für ihren Tod verantwortlich. Und da er die Rufe und Beleidigungen nicht abstritt, kam es bald, dass er diesmal Zuhause die blauen Flecken verstecken musste und sich immer öfter prügelte. Allerdings hatte sich auch in den eigenen vier Wänden ein seltsames Klima eingenistet – eine Art stumme Schuldzuweisung seiner Mutter, die von ihrer stetigen Liebe irgendwie noch schlimmer gemacht wurde. Schnell war Souta klar, dass er so nicht bleiben konnte. Er musste weg, das war besser für alle Beteiligten. Also entschloss er sich, abzuhauen.

Die Gelegenheit zur Flucht ergab sich, als eine Karawane nach Arbeitern suchte, die auf der langen Reise in die Wüste helfen konnten. Souta war ein kräftiges, charmantes Kind aus ärmlichen Verhältnissen – den Händlern war klar, dass er Geld brauchte und harte Arbeit nicht scheute, also nahmen sie ihn mit auf ihrem Pfad zwischen die größten Handelsstädte Fiores, bis nach Aloe Town.  Es dauerte einige Zeit, bis er sich in der Stadt und bei den fremden Menschen dort eingelebt hatte, doch nachdem das geschehen war, gelang es dem Itasa sich unter den Dienstjungen und Tellerwäschern einen Namen zu erarbeiten. Durch übermäßigen Ehrgeiz, gutes Aussehen und unverschämtes Glück bugsierte er sich schnell in die Gedächtnisse der Marktleute und reichen Händler.  Der damals noch nicht ausgebildete Magier entdeckte bald die Frauenwelt für sich, und so gelangte er an beinahe jeden Fleck der Stadt, auch wenn er natürlich niemandem unter die Nase reiben würde, dass er sich in den meisten Gegenden durch den Blick aus Schlafzimmerfenstern besser auskennt, als er vorgibt, auch wenn die sexuelle Komponente seiner Schwärmereien erst noch folgen sollte.
Er lebte also dahin, diente seinen Auftraggebern und erledigte Botenjobs, die eben anfielen mit einer beeindruckenden Erfolgsquote. Erst als er eines Tages mit einem Mädchen namens Julia in einem der Außenbezirke der Stadt etwas ausliefern musste, veränderte sich die fragwürdige Arbeitsdisziplin des jungen Mannes. Wo auch immer Julia war, welche Aufgabe sie auch bestritt, er war immer an ihrer Seite. Obgleich sie ihn für einen perversen Rüpel hielt und mehrmals deutlich machte, dass seine Liebe zu ihr unerwidert war und bleiben würde, konnte er sie nicht vergessen. Sie war die erste Person, an die er sein Herz verschenkt hatte, und wie es bei jungen Männern nun einmal so ist, wenn sie das erste Mal die Liebe erfasst hat, verfolgte er sie, schrieb mit eiserner Disziplin, die man Souta normalerweise nicht zutrauen konnte jeden Tag einen Liebesbrief und lieferte ihn vor ihrem Schlafplatz ab. Er bekam zwar nie eine wörtliche Reaktion, doch dass sie jeden Morgen aufs Neue verschwunden waren, spornte ihn an, es immer weiter zu versuchen.

Vor einigen Jahren waren die Gedanken an Ehe, wahre Liebe und Beziehungen lediglich Utopien, Schrecken, die ihn des Nachts heimsuchten und ihm klar machten, dass geliebt zu werden vielleicht besser ist als unglücklich zu lieben. Doch sie verwandelten sich schnell in Unmöglichkeit, als der Kettenmagier eines Tages an die Tür seiner Angebeteten klopfte und erfuhr, dass diese spurlos verschwunden, vielleicht sogar unbemerkt verstorben war. Aus ihrem Wohnplatz war sie ausgezogen und auch bei ihren Herren konnte er sie nirgends finden. Ein weiteres Mal in seinem Leben war es Souta, der von etwas verlassen wurde, und dieses Gefühl brannte sich so tief, so unbezwingbar in sein Herz, dass er in einen Schock verfiel. Betäubt von grenzenloser Trauer und Hilflosigkeit vernachlässigte er seine Pflichten als Lieferjunge und zog auf eigene Faust durch die Stadt, um nach Julia zu suchen. Eine Spur aus Verwüstung folgte seinem Weg, denn wer ihn auf seiner Suche, die schnell einem blinden Rachefeldzug ähnelte, behinderte, kam nicht selten mit Blessuren und Kampfverletzungen davon. Die Arbeiter begannen bald seine Eskapaden nicht mehr zu tolerieren, er vergaß immer öfter, seine Rechnungen zu bezahlen, und so kam es, dass Souta bald nicht nur sich selbst, sondern auch seine winzige Wohnung und seinen Job verlor. Mit einer Gleichgültigkeit nahm er all das hin, bildete sich ein, dass alles wieder gut wurde, wenn er nur Julia finden würde – und dann verlor er ihre Spur vollständig.

Mehr als eine Woche irrte er durch das Nichts eines zu Scherben zerfallenen Geistes, der mit einem Mal sämtliche gezügelte Wut seines bisher dramatischen und unfairen Lebens auf sich selbst entließ. In einem Anfall verzweifelter Selbstzerstörung fügte sich Souta Verletzungen zu, welche zu seinem Tod geführt hätten, wäre zu diesem Zeitpunkt nicht ein alter Mann aufgetaucht, ähnlich eines Schutzengels, der den blutenden, emotional kollabierten Magier in seine Lehmhütte trug und ihn gesund pflegte, ohne Fragen zu stellen. Anfangs.
In der Zeit, die seine Genesung in Anspruch nahm, ließ er dem Rotschopf Zeit, zum ersten Mal alle Geschehnisse der Vergangenheit zu verarbeiten, bis er letztendlich doch wissen wollte, was passiert war. Und Souta redete wie ein Wasserfall, schüttete dem Fremden sein ganzes Herz aus. Der Schock saß tief in seinen Gliedern, als er all die Dinge erkannte, die er in den vergangenen Jahren getan und erfahren hatte, doch es war vermutlich die stumme Akzeptanz und Vergebung, die er von seinem Retter erfuhr, welche ihn dieses Mal davon abhielt, seine Erlösung im Tod zu suchen. Obwohl Souta in seinem Leben viele schöne Zeiten erlebt hatte, waren die Wochen, die ihm der alte Mann schenkte, etwas, was nicht nur seinen Körper heilte, sondern auch seinen Geist, weshalb sie immer einen besonderen Platz in seinem Herzen haben werden. Er wurde jedenfalls einen Teil besser gemacht. So wurde Souta zum Lehrling des alten Mannes und half ihm dabei, wie er für die Menschen in seinem Viertel Möbel baute und Töpfe schmiedete, um sie dann auf dem Basar zu verkaufen. Er war unverheiratet und brauchte die Unterstützung, dafür bekam der Junge Erziehung, Nahrung und ein warmes Bett. Durch die körperliche Arbeit wurde aus Souta ein sehniger Bursche und durch die vielen hilfreichen Lektionen formte sich ein freundlicher, loyaler Charakter, der schon immer dagewesen war, jedoch erst jetzt wieder ans Tageslicht treten durfte. Er fand viele Freunde und lebte gut bis zu seinem vierzehntem Lebensjahr, als er Zeuge eines Überfalles wurde. Solche Dinge waren nicht unbedingt ungewöhnlich in den Vierteln der Stadt, in denen er sich für seine Kunden herumtreiben musste, aber er schritt trotzdem ein, was er mit seinem Auge bezahlen sollte. Souta spinnt viele Lügengeschichten um die Anzahl und Stärke der Gegner damals, mal sind es zehn, mal sind es hundert, doch Fakt ist, dass er überwältigt und liegen gelassen wurde. Im Zorn stampfte er direkt vor die Türen des Gildenhauses, weil dieses das einzige Gebäude war, von dem er sicher wusste, dass es Militärpotential besaß, und verlangte eine Waffe, um die Übeltäter zu richten, bevor er überhaupt an einen Arzt dachte.

Der Gildenmeister nahm ihn wegen seiner Tapferkeit und seiner unerschütterlichen Willenskraft (vielleicht auch einfach nur, weil seine dumme Sturheit ihm gefiel) in die Gemeinschaft auf und Souta lebte noch eine ganze Weile beim alten Mann, bis dieser friedlich starb und der Rotschopf das kleine Häuschen für sich alleine erbte. Er erledigte einige einfache Aufträge, fand das großartigste Schwert aller Zeiten und fühlte sich das erste Mal seit langer Zeit einer Organisation dazugehörig, die er nicht bereits nach Tagen verlassen wollte. Gildenmagier sein, im Kampf ausgebildet werden, das scheint Soutas Berufung zu sein. Bis heute dient er der Gilde Crimson Sphynx mit Eifer und Dankbarkeit und verlebt die Tage mit glücklichen Frauen in Aloe Town. Sein Leben läuft ganz wunderbar und er hofft, dass dies noch viele Jahre so sein wird, bis er der stärkste und beliebteste Magier der Gilde geworden ist und auch der Rest Fiores bemerkt hat, was für ein wunderbarer und großartiger Mensch Souta doch ist!
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Souta
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Magierakte
Besondere Merkmale: Rote Haare, Augenklappe, Wunderschön

BeitragThema: Re: Itasa Soutanobu   Sa 8 Aug 2015 - 12:11

Statusblatt

I'M SO HOT, HOT DAMN


Attribute



STÄRKE: 60 Punkte - Level 2

SCHNELLIGKEIT: 100 Punkte - Level 3

GESCHICKLICHKEIT: 100 Punkte - Level 3

WIDERSTAND: 5 Punkte - Level 1

MANAVORRAT: 80 Punkte - Level 2

WILLENSKRAFT: 60 Punkte - Level 2


Perks



STÄRKE: 2

SCHNELLIGKEIT: 3

GESCHICKLICHKEIT: 3

WIDERSTAND: 1

MANAVORRAT: 1

WILLENSKRAFT: 2



Magieart 1

MAGIEART: Kettenmagie 5 Punkte - Klasse I

AUSLEGERPUNKTE: (6/20)

ZAUBER:

Chain Grab
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 10 Meter
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Bei dieser simplen und zugleich grundlegenden Technik der Chainmagic erschafft der Magier eine Kette, welche ihm sozusagen als Verlängerung seines Arms dient. Mit dieser kann er nun nach Personen oder Gegenständen greifen. Sollte die Kette etwas gegriffen haben, so kann der Anwender diesen Gegenstand nun nach belieben herumwirbeln bzw. schleudern. Sollte ein gegriffener Gegner über mehr Stärke oder gleiche Stärke verfügen, wie der Magier Willenskraft besitzt, so kann dieser sich aus der Kette befreien. Das Gewicht, dass der Anwender heben und schleudern kann, entspricht seiner  Stärke.
Beherrschung:
 


Boot Chains
TYP: Elementlose Magie
ELEMENT: ---
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I pro Minute
MAX. REICHWEITE: Beim Magier
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Das Prinzip der Boot Chains ist sehr einfach, deshalb ist der Zauber an sich auch eine reine Anfängerspielerei. Wie schon der Name verlauten lässt, sind vor allem die Stiefel bzw. die Füße das Kernelement der Technik. In etwa vergleichbar mit Schneeketten entsteht ein Netz aus magischen Ketten an den Fußsohlen des Magiers, ein klein bisschen breiter als die Kontur des Fußes, welches dem Magier erlaubt, sich über unwirtliche Böden fortzubewegen, ohne sofort auszurrutschen oder direkt ein zu sinken. Ganz verhindert wird dieser Effekt dabei selbstverständlich nicht.


Magieart 2




Waffen


Kettenwaffen Grad I

Souta's Whip
GATTUNG: Kettenwaffen
TYP: Peitsche
BESITZER: Souta
BESCHREIBUNG: Eine maximal 5 Meter lange Peitsche aus eisenhartem, magnetischem Metall, die außerhalb des Kampfes durch manuelles Entfernen und Ersetzen der in der Länge von etwa fünf bis zwanzig Zentimeter variierenden Kettenglieder (je kürzer die Glieder, desto beweglicher die Peitsche) auch verkürzt oder repariert werden kann, sollte sie Schaden nehmen. Der Griff besteht aus festem Leder, an der Spitze befindet sich ein etwa daumenlanger Haken, mit dem man sich in Kleidung oder unebenem Gelände einhaken kann, so dass sich die Peitsche auch für kurze Kletteraktionen eignet. Da der Haken jedoch nicht sonderlich tief eindringt, hinterlässt er keine großen Verletzungen beim jeweiligen Opfer.
Optional lassen sich einzelne Kettenglieder durch fünf Zentimeter lange Glieder mit an den Seiten angebrachten Rasierklingen ersetzen, wobei hierbei die Beweglichkeit der Peitsche abnimmt und das Risiko der Eigenverletzung erhöht wird. Auch diese Glieder können sich in Stoffrüstungen verhaken, durchdringen aber beispielsweise Eisen nicht und hinterlassen selbst auf Holz nur leichte Kerben.


Klingenwaffen Grad I

The Sword of Earth and Dust
GATTUNG: Klingenwaffen
TYP: Katana
BESITZER: Souta
ELEMENT: -
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I bei starkem Widerstand
SPEZIELLES: Die Waffe aktiviert ihre magische Kraft ausschließlich, wenn Souta sie benutzt. Niemand außer ihm kann die mächtigen und geheimnisvollen Kräfte der Klinge entfesseln, daher kriegt auch nur er sie aus Stein herausgezogen, wenn er sie dort hineinsteckt.
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Diese Waffe ist die sagenumwobende Klinge von Erde und Staub, wie es sie nur einmal auf der gesamten Welt gibt. Sie wurde von einem mächtigem magischen Schmied gefertigt und hat schon vielen Reisenden Freude beschert, bis Souta sie auf einer Quest in einer Wüstenruine aufhob und sie sich auf ihn prägte. Es handelt sich hierbei um ein Katana gewöhnlicher Länge und Beschaffenheit, doch auf der Klinge sind Muster eingraviert, die an zerbröckelnde Erde erinnern. Der Griff ist mit rotem Stoff umwickelt und liegt gut in der Hand. Auf dem ersten Blick handelt es sich um ein ganz gewöhnliches Schwert, doch es steckt noch viel mehr darin, als man ahnen möchte. Das Katana besitzt die Fähigkeit, durch Erde und Gestein zu schneiden wie durch Grashalme und Papier. Je nach Stärke und Dichte des zu schneidenden Materiales benötigt es dazu noch einen kleinen Manaschub, doch ansonsten handelt es sich hierbei um eine passive Fähigkeit mit geringfügigen Kosten. Es kann nur normales Gestein durchschnitten werden - gegen magische Geschosse von Erdmagiern ist es ebenso effektiv wie jedes andere Schwert. Außerdem lässt sich das Schwert nur von der Person anheben oder aus Stein befreien, auf das es geprägt ist. Für jeden anderen besitzt es der Legende nach das Gewicht von tausend Felsbrocken und weist keinerlei magische Eigenschaften auf. Diese radikale Gewichtszunahme tritt etwa 5 Sekunden nach Loslassen des Schwertes auf und hält an, bis er es wieder berührt.

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