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 Maeve Rabia Jakun

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Maeve
Mother Earth
Maeve

Anzahl der Beiträge : 205
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Magierakte
Besondere Merkmale: Rabiates Kupferdrachenweibchen

BeitragThema: Maeve Rabia Jakun   Sa 8 Aug 2015 - 13:03

Maeve Rabia Jakun

THE RULES OF SURVIVAL NEVER CHANGE,
WHETHER YOU ARE IN A DESERT OR IN AN ARENA.
Name
Maeve Rabia Jakun
Spitzname
Sonnenkind, Eve, Bastard, Hurentochter, Teufelsbrut, Kojote, Barbarin
Geburtstag
17. Juli
Alter
21 Jahre
Gilde
Crimson Sphynx
Gildenzeichen
Maeve trägt ihr dunkelrotes Gildenzeichen in ihrem Nacken.
Geburtsort
Ursprünglich kommt sie aus Inzilar, einer großen Stadt im Land Desierto.
Wohnort
Momentan bewohnt Maeve ein Apartment im Palast ihrer Gilde.
Erscheinungsbild

Größe/Gewicht:: 1,79 Meter | 71 Kilogramm
Haarfarbe: Braunrot
Augenfarbe: Bernstein

Aussehen: Ist man in der nicht unbedingt seltenen Position, Maeves anmutende Gestalt in einer breiten Masse von Menschen zu entdecken, so ist man in der Regel dazu geneigt, einen weiteren Blick auf die junge Frau zu werfen und für den Augenblick auf ihrem Erscheinungsbild zu verweilen, ihre Merkmale und Auffälligkeiten aufzunehmen und erst danach wieder seiner Wege zu gehen. Die junge Frau ist ein Blickfang, zieht die Augen der Menschen auf sich und sorgt für die unterschiedlichsten Gedanken und Ideen in den Köpfen anderer Personen um sie herum. Beginnt man am Kopf der jungen Frau, so dürfte man in der Regel als erstes mit einem wilden Haarschopf aus braunrotem Haar begrüßt werden, welcher die Gestalt der Magierin in oft durcheinandergeratenen Strähnen hinunter fällt und in etwa auf der Höhe ihrer Taille endet. Maeve macht sich nicht sonderlich viel aus ihren Haaren, trägt diese meist offen oder aber achtlos zu einem Pferdeschwanz gebunden, damit sie ihr in speziellen Kampfsituationen nicht im Weg hängen, und auch in die Pflege dieser Haarpracht wird für gewöhnlich recht wenig Zeit investiert, weshalb die Textur der Strähnen von schlaffer und glanzloser Natur ist. Mag das Haar des Mädchens aus der Entfernung auch durchaus imposant und hübsch wirken, so kann man doch bei näherer Betrachtung feststellen, dass es an die Person hinter dem Haarschopf in gewisser Weise verschwendet ist, macht diese sich doch nichts aus dem verborgenen Schönheitspotential und sieht ihre Mähne eher als eine Belastung, welche sie in den meisten Situationen fast schon behindert. Vermutlich kürzte sie sich aus diesem Grund auch ihren Pony ganz einfach selbst, welcher ihr nun in unordentlichen Strähnen in die Stirn fällt und dabei die Wirkung ihrer fast schon unnatürlich bernsteinfarbenden Augen verstärkt. Diese verfügen nicht nur über eine recht mandelförmige Struktur, sondern sind zudem auch von einem dichten Kranz aus dunkelroten Wimpern umgeben, welche ihrer ohnehin schon warmen Farbe noch einmal an Intensität verleihen. Trifft ein Sonnenstrahl in ihr Gesicht, so ist man unter Umständen dazu geneigt, ihren Seelenspiegeln eine fast schon intensiv goldene Färbung zuzusprechen, während sie bei Schatten einen eher gelbbraunen Ton tragen. Diese Augen sind es, denen Maeve den Spitznamen Kojote zu verdanken hat und die zudem ebenfalls die Schuld daran tragen, dass man sie in Kombination mit der unnatürlichen Haarfarbe als ein Symbol des Teufels erkannte und das Mädchen hinter diesen prominenten Merkmalen entsprechend verurteilte und beschimpfte. Abgesehen davon weisen Maeves Gesichtszüge eine sehr angenehme Symmetrie auf, welche von einer geraden Nase, ausgeprägten Augenbrauen und recht schmalen Lippen gekennzeichnet ist. Die Jakun verfügt über recht hoch angesetzte Wangenknochen und relativ spitz zulaufende Augenwinkel, welche ihren Gesichtszügen einen exotischen Charakter verleihen, während ihre definierte Nase und die kaum geschwungenen Lippen dem Ganzen ein wenig Strenge und Ordnung schenken. Auch der Rest ihrer Statur folgt diesem Beispiel, denn die gut gebräunte Haut der Magierin spannt sich über einen Körper, welcher von einer guten Mischung aus weiblichen Kurven und sportlichen Muskeln dominiert wird. Ihre kurvige Hüfte, angenehm definierten Brüste und langen Beine sind kennzeichnend für ein verbreitetes Schönheitsideal, welches Maeve selbst nicht einmal anerkennt und dessen Merkmale sie dennoch trägt. Man betrachtet sie zwangsläufig als hübsch, wenn ihre durch sportliche Aktivität geprägten, leicht muskulösen Beine und Arme den weiblichen Attributen und Idealen auch in gewisser Hinsicht entgegen wirken und ihr viel mehr den Körper einer geübten und trainierten Sportlerin geben.
In der Regel hat man zudem oft das Glück, von Maeves doch recht hübschem Körper auch durchaus viel zu sehen, denn auch der meist recht praktisch orientierte Kleidungsstil der Dragonslayerin schmeichelt ihrer Figur in gewisser Weise. Aufgewachsen in der Wüste bevorzugt das Mädchen kurze Kleidung, welche zwar durchaus praktisch und funktional ist, zudem aber auch recht viel von ihrem Körper und dessen Attributen zeigt. Gerne trägt sie eng anliegende Stoffe, welche sich an ihre Haut schmiegen und dabei ruckartigen Bewegungen ohne Probleme nachgeben, damit sie sich im Falle eines Kampfes ohne Schwierigkeiten nach ihren Wünsche bewegen kann. Eine kurze Hose und ein eng anliegendes Top sind hier beliebte Kombinationen, immer ergänzt durch einige Verbände, welche entweder alte Verletzungen vor Außeneinwirkungen schützen, oder aber auch nur zur Unterstützung der entsprechenden Gelenke dienen sollen. Je enger die Kleidung, desto geringer die Chance an irgendwelchen Gegenständen hängen zu bleiben, diese Idee verfolgt Maeve und kann daher vor allem bauschige und voluminöse Stoffe nicht besonders gut leiden. Gerade im Verlauf von Aufträgen muss sie jederzeit in der Lage sein, einen Kampf zu bestreiten und verlässt daher so gut wie nie das Haus, ohne in ihre schweren Boots zu schlüpfen. Ihre Füße betrachtet das Mädchen als den empfindlichsten Teil ihres Körpers, weshalb sie ihn entsprechend zu verteidigen und verdecken weiß. Auch farblich zeigt sich die fast schon pragmatische Zielorientiertheit des Mädchens, denn sie kleidet sich hauptsächlich in schwarz und Erdtönen, welche in der Regel recht einfach zu betrachten sind und ihr eine relativ gute Tarnung bei Dunkelheit und in waldigem Terrain ermöglichen. Lediglich bei festlichen Anlässen kann man die Jakun in weiblicherem Gewandt erblicken, denn wenn man die junge Magierin zwingt, an besonderen Anlässen teilzunehmen, so kleidet sie sich am liebsten in den traditionell weiblichen Gewändern ihres Heimatlandes. Diese sind meist aus luftigen, beigen Stoffen hergestellt und mit verschiedenen Goldelementen verschönert, während sie besonders Maeve das einzigartige Aussehen einer orientalischen Tänzerin verleihen. Zwar ist die Dragonslayerin in der Regel kein Freund von einer derartigen Bekleidung, doch für besondere Anlässe macht sie gelegentlich eine Ausnahme und zeigt sich auch einmal von ihrer femininen Seite, die man im Angesicht ihrer körperliche Stärke und Grobheit ab und an zu vergessen neigt.

Besondere Merkmale: Besonderheiten an Maeve zu finden, ist weder besonders schwer, noch bedarf es einer besonders guten Beobachtungsgabe, handelt es sich bei einem Menschen wie ihr doch fast schon um eine instinktive Angelegenheit. Mit ihrer gesamten Erscheinung strahlt die junge Frau eine gewisse Andersartigkeit aus, was nicht zuletzt an ihrem gesamten exotischen Erscheinungsbild liegt. Man sieht der Magierin an, dass sie ursprünglich nicht aus Fiore kommt und allein ihr relativ dunkler Hautton ist ein Indikator dafür, dass ihre Herkunft weiter südlich in Earthland ihren Ursprung findet. Auch der Rest ihrer Erscheinung spricht für diesen Eindruck, denn sowohl in ihren Gesichtszügen, als auch in der Form ihrer Augen erkennt man einen typisch desiertorischen Charakter, welchen den Bewohnern Fiores in der Regel fehlt und sie somit in gewisser Weise als Frau ihres Landes auszeichnet. Auch die Augen der Dragonslayerin kann man in gewisser Weise als ein besonderes Merkmal an ihr titulieren, fallen sie doch besonders durch ihre intensive Färbung auf. Das Bernsteingold ist eine Farbe, die man für gewöhnlich weder bei Bewohnern Desiertos, noch Fiores findet und welches den exotischen Charakter der Jakun nur noch zusätzlich verstärkt. Zudem ist die goldene Iris von auffallend schwarzen und geschwungenen Linien durchzogen, welche die Klarheit ihrer Augen durchbricht und ihrem Blick in der Regel etwas Verwegenes und Mysteriöses gibt. Woher die dunklen Linien innerhalb ihrer Augen kommen, kann niemand genau sagen, ist das Mädchen doch mit dieser Besonderheit geboren. Ähnliches gilt auch für ihre Haare, welche ebenfalls eine Besonderheit der Magierin darstellen, fallen diese doch vor allem durch ihre leuchtende Farbe ins Auge. Das stechende braunrot erinnert auf den ersten Blick an einen späten Sonnenuntergang, und scheint ihre Herkunft aus der Wüste in fast schon lächerlicher Genauigkeit einzufangen und wieder zu geben. Zusammen mit den goldenen Augen handelt es sich hierbei um eine sehr ausdrucksstarke und einprägsame Kombination, die man einmal erblickt in der Regel so schnell nicht wieder vergisst. Von diesen Faktoren abgesehen stellt auch Maeves Figur in gewisser Weise eine Besonderheit da, ist sie doch für eine Frau recht groß gebaut und bewegt sich daher körperlich über der Norm. Mit einer Größe von fast 180 cm befindet sich die Dragonslayerin auf Augenhöhe mit sogar einigen Männern, was ihr in gewisser Hinsicht eine fast schon imposante und einschüchternde Aura verleiht. Auch die Narben, die sich an Armen und Beinen in feinen, geschwungenen Abständen zacken und ihren Ursprung in Maeves Vergangenheit als Arenakämpferin finden, verstärken diese bedrohliche Ausstrahlung und geben dem Mädchen in Kombination mit ihren wilden und einzigartigen Haare ein fast schon barbarisches und ungezügeltes Erscheinungsbild. Davon abgesehen schmücken jedoch nicht nur diese Narben ihre gut gebräunte Haut, sondern auch ein selbstgewähltes Tattoo, welches sie sich kurz vor ihrem Eintritt in die Arena stechen ließ. Dieses zeigt auf ihrem Rücken den Kopf eines Kojoten, welcher den Blick nach vorne gerichtet hat und zwei Äste in seinem Maul trägt. Einer dieser Äste ist frisch erblüht, der andere dagegen vertrocknet, was nicht nur Maeves Kampfesgeist in gewisser Weise wieder spiegeln soll, sondern auch ein Hinweis auf ihr Ziel ist, nämlich dem Wunsch ihres drachischen Ziehvaters und Gottespropheten Tiamat zu folgen und die gesamte Welt in eine unendliche Wüste zu verwandeln.


Charakter

Benehmen: Maeves Benehmen zu beschreiben und benennen ist im Grunde eine recht einfache Angelegenheit, handelt es sich hierbei doch um einen Prozess, der gegenüber den meisten Menschen in sehr ähnlichem oder gar gleichem Muster verläuft. So zeichnet sich die Dragonslayerin in fast all ihren Handlungen und Worten vor allem durch den enormen kulturellen Unterschied zwischen Fiore und Desierto ab, welcher allem voran mit der unterschiedlichen Sprache beginnt. Dadurch bedingt, dass man in Maeves Heimatland eine andere Sprache als in Fiore spricht, hat die Jakun noch immer große Schwierigkeiten sich in ihrer neuen Heimat wirklich klar und eindeutig zu verständigen, was man selbst bei ihrem alltäglichen Sprachgebrauch bemerkt. Sogar die einfachsten Formulierungen und Ausdrücke bereiten ihr in mancherlei Hinsicht noch immer Probleme, weshalb sich die Rothaarige darauf beschränkt hat, ausschließlich kurze und präzise Formulierungen zu benutzen, um genau das zu bekommen und erreichen, was sie auch wirklich möchte. Das dabei der ein oder andere dazu neigt, die Dragonslayerin für geistig nicht besonders weit entwickelt zu halten, ist in der Regel keine Seltenheit, wird jedoch oftmals durch den eindeutig orientalischen Akzent wieder ausgeglichen, welcher in der Stimme des Mädchens mitschwingt und ihre anderweitige Herkunft recht einfach und schnell verrät. Ganz abgesehen von ihrer ethnischen Herkunft kann man die Jakun allerdings auch aus anderen Gründen als recht unorthodox und unüblich in ihrem Verhalten bezeichnen. Nicht nur, dass die junge Frau eine unglaubliche Leidenschaft an Flüchen und Beschimpfungen gefunden hat, mit welchen sie bei jeglicher Gelegenheit um sich wirft und so den ein oder anderen gerne einmal vor den Kopf stößt, sie hat auch eine Schwäche für Sprichwörter, welche sie allerdings in der Regel falsch verwendet und in absolut inkorrektem Kontext zitiert. Dies stößt bei vielen Menschen normalerweise auf Amüsement, ist auf der anderen Seite jedoch auch ein Grund dafür, dass man sie oft nicht versteht und nachfragen muss, was genau sie überhaupt meint. Manch einer mag sogar dazu geneigt sein, sie zu korrigieren und entsprechende Fehler richtig zu stellen, doch darauf reagiert die Kämpferin in der Regel nicht sonderlich gelassen und scheut sich im Notfall auch nicht, ihrem Unmut auf körperliche Art und Weise Luft zu machen. Maeve hat ein kurzes Temperament und kann ohne Zweifel als impulsiv und heißblütig bezeichnet werden, besitzt sie doch zudem keinerlei Scheu vor körperlichen Übergriffen und Überzeugungsversuchen der schmerzhaften Art und Weise. Wenn man es wagt, ihre Autorität und Eigenständigkeit in Frage zu stellen, dann scheut sich die Rothaarige nicht dazu, ihrem Gegenüber augenblicklich zu zeigen, wie gut genau sie auch alleine zurechtkommt und das sie niemanden benötigt, der sie beschützt. Generell ist die junge Frau ohnehin eher eine Einzelgängerin, die sich nur ungern zulange in der Gegenwart von zu vielen Menschen aufhält und stattdessen lieber ihre Ruhe in den unendlichen Weiten der Wüste sucht. Menschenmengen sind ihr auf Dauer in der Regel zu anstrengend und selbst wenn sie sich zu einem längeren Aufenthalt in der Stadt überreden lässt, so trifft man sie am häufigsten in irgendeiner abgewetzten und schäbigen Kneipe an, wo sie sich solange mit Alkohol zu bechert, bis sie irgendwann sturzbetrunken in die Wüste außerhalb der Stadt wandert, sich dort im Boden eingräbt und in aller Ruhe ihren Rausch ausschläft.
Im Prinzip kann man Maeve jedoch als eine sehr bodenständige Person beschreiben. Sie mag vielleicht in mancherlei Hinsicht impulsiv und von Emotionen gesteuert handeln, ist auf der anderen Seite jedoch auch eine sehr realistische und geerdete Person. So besitzt sie auch einen großen Beschützerinstinkt gegenüber Menschen, die sie zu ihre Vertrauten und Freunden zählt und kann auf der anderen Seite wenig mit Reichtum anfangen, weshalb sie sich auch gegenüber Armen und weniger bevorzugten Leuten niemals herablassend verhalten würde. Maeve ist kein Mensch der einem lange Böses nachsagt und stattdessen dazu bereit, einem Menschen unter gegebenen Umständen zu verzeihen und über dessen Fehler hinweg zu sehen. Sie ist bereit für ihre Ziele und Vorstellungen zu kämpfen und steht ohne Probleme für ihre Ideale und Überzeugungen ein, ganz gleich was andere über sie sagen und von ihr behaupten. Ihre Meinung zu verkünden stellte für die Dragonslayerin niemals ein Problem da und selbst wenn sie diese Ansichten in Schwierigkeiten bringen, so würde sie doch niemals auf die Idee kommen, ihre Zunge in Zaum zu halten und sich diplomatisch zu verhalten. Maeve ist der Meinung, dass die momentane Welt eine deutlich Einfachere wäre, wenn jeder einfach das sagen würde, was er auch wirklich denkt und setzt daher auf ein sehr ehrliches und direktes Verhalten. Wenn sie das Gefühl hat, dass jemand nicht mit ihr zurechtkommt, so spricht sie diesen ganz einfach darauf an und ist bereit, mit jeglicher darauf folgender Antwort zu Recht zu kommen. Als junges Mädchen hat man der Jakun beigebracht, dass es keinerlei Rolle spielt, als wer du geboren bist, sondern nur, was genau du aus deinem Leben machst und genau diese Philosophie unterstützt das Mädchen, in dem sie sich gegenüber allen Menschen bei einer ersten Begegnung zunächst offen und aufgeschlossen verhält, bis sie sich wirklich ein Bild von ihnen gemacht hat. Sollten sie dann nicht überzeugen, so hat die Magierin keinerlei Probleme damit, ihnen anschließend immer noch die kalte Schulter purer und von Langeweile geprägter Ignoranz zu zeigen, oder sie aber mit ihrer steinharten Faust bekannt zu machen.
Allein dieses Verhalten lässt schon darauf schließen, dass Maeve sich in der Regel niemals besonders weiblich und feminin verhält. Aufgewachsen in einem recht harten und groben Umfeld wurde die junge Frau schnell mit der Realität konfrontiert, dass Frauen in vielerlei Bereichen als das schwächere Geschlecht angesehen werden und beschloss, sich dementsprechend männlicher zu benehmen, um diesem Urteil vorzubeugen. Während ihrer Zeit als Gladiatorin entwickelte die Magierin einen rauen Panzer, welcher sich in jeglicher Faser ihres Verhaltens wiederspiegelt. Sie handelt pragmatisch, zielorientiert und möglichst ohne die störenden Einflüsse von Gefühlen, wird auf der anderen Seite jedoch auch oft von dem Wunsch gepackt, sich durchzusetzen. So kann es gelegentlich bei Außeinandersetzungen vorkommen, dass Maeve sich in ihrem Kampfeswillen verliert und den ein oder anderen Gegner in ihrer Blutlust mit bloßen Händen vernichtet, ohne sich dabei mit einem einfachen Sieg zufrieden zu geben. Der Kampf ist für die Dragonslayerin erst beendet, wenn sie das Leben ihres Gegners in ihrem Hass und Zorn vollständig auslöscht und ihmso die Chance nimmt, die Schmach seiner eigenen Niederlage mitzuerleben. Sie aus diesem bemächtigenden Blutrausch wieder heraus zu bekommen ist eine wahre Herausforderung, kann es doch vorkommen, dass man so ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst lenkt und sie schließlich erst von einem ablässt, wenn man blutend und tot zu ihren Füßen liegt, während sie als Siegerin triumphiert.

Persönlichkeit: Ein Wort, mit welchem sich Maeves Persönlichkeit in fast schon akkurater Perfektion beschreiben lässt, wäre wohl die Bezeichnung willensstark. Die Jakun ist ein Mensch, der ganz genau weiß was er will und wo ihn seine Wege in Zukunft hinführen sollen, weshalb sie sich von so gut wie niemandem in ihren Überzeugungen unterbrechen und von ihren Zielen abbringen lässt. Als Kind einer Hure hat die Dragonslayerin schon von klein auf lernen müssen damit umzugehen, wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, welche die eigene Person als nicht mehr als wertlosen Ballast ansieht, was ihr zu einem fast schon angeborenen Kämpferinstinkt verholfen hat. Niemals wieder will sie sich von jemandem den Wert ihres eigenen Lebens vorschreiben lassen und ihren freien Willen einbüßen, ist dies doch ihrer Meinung nach das kostbarste Gut, welches ein Mensch besitzen kann. Maeve hat am untersten Ende der Nahrungskette gelebt, hat am eigenen Leib erfahre müssen, dass es Personen gibt, die nicht jeder Existenz das Recht auf Erfolg zuschreiben und ist dementsprechend zu einem zielorientierten und persönlichkeitsstarken Menschen herangewachsen. Sie ist jemand, der für Gerechtigkeit einsteht, wenn sie diese auch auf recht unorthodoxe Art und Weise zu erreichen versucht und dabei nicht unbedingt den Weg bestreitet, den andere Menschen vielleicht für am erfolgversprechendsten halten. Ihre Moralvorstellungen unterscheiden sich immerhin in einigen Aspekten von denen anderer Leute, folgt sie doch im Prinzip ihrem eigenen Gesetzmuster und ignoriert dabei den Wunsch der breiten Masse. So scheut sie sich auch nicht, mit Gewalt und Druck ihre Ziele und Vorstellungen durchzusetzen und ist es auch sonst gewohnt, einen eher barschen Ton anzuschlagen, um ihren Willen klar zu machen. Maeve ist ein raues Persönchen, die sich nichts aus schönen Worten und schmeichelhaften Gesten macht und stattdessen eine praktische und einfache Welt bevorzugt. Klarheit und Eindeutigkeit sind ihr wichtig, verabscheut sie doch Intrigen und politische Geflechte und hält diese für ein Gespann aus Boshaftigkeit und Falschheit.
Zudem hat Maeve eine sehr klare Vorstellung von ihrer Umgebung und neigt dazu, anderen Menschen in bestimmte Rollen und Zweckmäßigkeiten einzuteilen. Sie mag in gewisser Hinsicht sehr vorurteilsfrei und unbelastet sein, praktisch ein Mensch, der jedem Menschen eine Chance gibt und in den meisten Fällen auch sehr verzeihend gegenüber Fehlern ist, und doch glaubt sie nicht, dass es Personen möglich ist, sich von Grund auf tatsächlich komplett zu ändern. Die Dragonslayerin ist der festen Überzeugung, dass jedem Menschen von seiner Geburt an ein gewisser Zweck und Lebenssinn zugeteilt ist und es in der eigene Verantwortung liegt, diesen zu entdecken und ihm anschließend bei der Verwirklichung zu helfen. Menschen die diesem inneren Willen nicht folgen, hält sie für schwach und unerfüllt und unterstellt ihnen damit bewusst, dass sie ihr Leben verwirken und ihre Existenz nicht nach den Möglichkeiten auskosten, die ihnen eigentlich gegeben wären. Sie verwirken ihre Zeit auf der Erde praktisch und schaffen es nicht, ihr einmaliges Leben wirklich mit Nutzen zu erfüllen. Im Kontrast zu dieser Theorie steht allerdings auf der anderen Seite der starke Freiheitswille der Jakun, welcher dafür sorgt, dass sie sich nur ungerne zu lange an einem Ort aufhält und stattdessen dem Ruf der Ferne folgt, so oft es ihr möglich ist. Obwohl Maeve der festen Überzeugung ist, dass ihr Leben vom Schicksal bestimmt wird, so lässt sie es sich dennoch nicht nehmen, im Maße ihrer mögliche Selbstbestimmung zu handeln und entsprechend nicht nur das zu tun, was ihrem großen Ziel entgegen wirkt, sondern auch das, was sie im Grunde selber gerne möchte. Es ist ihr wichtig, eine gute Balance zwischen Wille und Pflicht zu finden, weshalb sie gerade in diesem Bereich mit gutem Beispiel voran geht und es sich nicht nehmen lässt, ab und an auch in die Gefilde der irdischsten Sünden vorzudringen. Vermutlich scheut sich die Dame auch daher nicht, ihre weibliche Seite bei diversen Aktivitäten zu vernachlässigen und sich stattdessen einmal ihrer menschlichen Seite hinzugeben, in dem sie den Wundern des Alkohols nach allen Regeln der Kunst verfällt und sich komatös unter den Tisch trinkt. Maeve mag von einer göttlichen Macht sehr überzeugt sein und ihrem Wunsch ohne Einschränkung gehorchen und doch bedeutet das nicht, dass sie sich in ihren persönlichen Bedürfnissen weiter einschränkt als wirklich nötig ist.
Tatsächlich lässt sich verzeichnen, dass die junge Frau trotz ihrer fast schon bemerkenswerten Willensstärke eine kleine Schwachstelle in Bezug auf Suchtprobleme zu besitzen scheint, scheint doch gerade Alkohol als starkes Rauschmittel eine prominente Rolle in ihrem Leben zu besitzen. Fast jeden Abend wandert die Dragonslayerin in irgendeine Kneipe der Stadt, weshalb dies auch der häufigste Ort ist, an dem man sie in der Regel antreffen kann, um sich den verschiedensten Sorten und Wirkungen des teuren Genusses auszusetzen. Generell verschwindet beinahe ihr gesamtes Gehalt in diesem schwarzen Loch, was auf der anderen Seite jedoch nicht besonders dramatisch ist, da sich die junge Frau ohnehin nichts aus irdischen Besitztümern macht. Die wahren Schätze der Welt sieht sie in geistiger Stärke, welche in den Köpfen kluger Menschen zu finden ist und die somit das einzige Mittel besitzen, der Magierin wirklichen und ehrlichen Respekt einzuflößen. Stärke kann man sich zu gewissen Graden immer aneignen, Genie ist in Maeves Augen dagegen ein Geschenk Gottes und entsprechend zu beschützen und verteidigen. Maeve ist sich der Tatsache gegenüber im Klaren, dass bloß die schlauen Menschen es wirklich weit bringen und einfache Soldaten dagegen hin immer Fußvolk bleiben werden.
Passend zu Maeves fast schon barbarischer und simpler Natur, steht auch der immense Wunsch nach Ehre und Akzeptanz, welcher es ihr in der Regel verbietet, einen eventuellen Gegner im Zuge einer Auseinandersetzung lebend davon kommen zu lassen. Die Dragonslayerin ist ein Mensch, der durch seine sehr verquerte Empathie und sonderliche Gesellschaftsvorstellungen der Überzeugung ist, dass auch ihren besiegten Gegnern eine Form von Ehre zu Teil werden sollte, weshalb sie diese aus Barmherzigkeit und in dem Wunsch nach verweilendem und erinnerungswürdigem Stolz tötet, um ihnen die Schande einer Niederlage zu ersparen. Aufgewachsen in einer Kultur, in welcher diese Werte zur Alltäglichkeit gehören, kann die Dragonslayerin oft nicht verstehen, warum sich einige Personen entrüstet oder gar entsetzt über ihr Verhalten zeigen. Sie kann damit leben, für eine Barbarin gehalten und nicht verstanden zu werden, und doch hält sie es für arrogant und unsinnig, wenn jemand ihre Bräuche verurteilt, ohne sich über deren Hintergrund wirklich Gedanken zu machen. Maeve ist stolz auf ihre Kultur und bis zum gewissen Grad auch auf ihr Land, weshalb sie nur wenig Kritik an ihrem Verhalten duldet und vielleicht bereit ist, ihre Beweggründe ein einziges Mal zu erklären, anschließend jedoch nicht mehr allzu freundlich auf abwertende Worte reagiert. Sie ist nun einmal eine Desiertomagierin und dies merkt man der Dragonslayerin sowohl in ihrem Verhalten, als auch bis zum tiefsten Kern ihrer Persönlichkeit an.

Vorlieben: Wirft man einen Blick auf Maeves Vorlieben, so wird man recht schnell feststellen können, dass diese nicht nur ihre Persönlichkeit in vielerlei Aspekten wieder spiegeln, sondern auch ihrem Status als Dragonslayerin der Erde in gewisser Hinsicht gerecht werden, erstreckt sich das Interessengebiet der jungen Frau doch von Krieg und Kampf, über die verschiedensten Sorten von Gesteinen, bis hin zu Alkohol und anderen irdischen Genüssen. Doch man beginne von vorne, denn gerade Eves kämpferische Natur ist ein Aspekt, der einen Großteil ihrer Persönlichkeit und ihres Interessengebietes ausmacht. Die Jakun liebt den Reiz und die Herausforderung, welche die Gefahr direkter körperlicher Auseinandersetzungen mit sich bringt und scheint den Kampf daher fast schon gezielt zu suchen, ist sie sich doch für keine Provokatio zu schade, um in den Genuss eines solchen Gefechts zu kommen. Maeve ist der Meinung, dass man seinen Gegenüber nur im Kampf wirklich kennen zu lernen vermag und zeigt daher gerade in der fast schon intimen Kunst des Faustkampfes großes Interesse, welches sie mit Vorliebe auch an willigen Testobjekten demonstriert. Ob es sich nun um Kneipenschlägereien, ein gutes Gefecht unter Freunden, oder aber einen echten Kampf auf Leben und Tod handelt, in jedem Fall kann man die Erdmagierin voller Eifer bei der Sache sehen und nebenbei bemerken, mit wie viel Konzentration und Leidenschaft sie eigentlich am Werk ist. Der ständige Wunsch sich zu verbessern und weiter zu entwickeln ist ihrer Art des Kämpfens eindeutig entnehmbar, scheut sie sich doch weder davor, auf Altbewährtes zu vertrauen, noch ihre Energie auch einmal in neue Techniken und Strategien zu investieren, um eventuelle Fortschritte und Neuentdeckungen zu machen. Es interessiert sie, wie die Menschen vor einige Jahrhunderten gekämpft haben, genauso wie es sie fasziniert, was genau sich aus gemachten Fehlern lernen lässt, um seine eigene Technik für das nächste Mal zu perfektionieren und zu verbessern, betrachtet die Magierin das Schlachtfeld doch als ein unendliches Versuchslabor, welches einem die Möglichkeiten gibt, sich stätig fortzuentwickeln und neue Seiten an sich selbst zu entdecken.
Vermutlich kann es daher auch nicht wirklich verwunderlich sein, dass die Dragonslayerin auch eine große Freundin von organisiertem Kriegsleben ist. Maeve sieht den Lebenszweck und Sinn aller Magier bis zum gewissen Maße im Kampf, weshalb sie den Krieg als die intimste und sinnvollste Form der Konfliktlösung sieht und glaubt, dass diese Form der Auseinandersetzung nicht nur weitaus schneller, sondern auch deutlich ehrlicher als diverse politische Gedankengänge ist. Krieg beherbergt nicht nur die Möglichkeit, seine eigenen Gefühle durch die Macht und Stärke seiner Fähigkeiten zu demonstrieren, sondern auf der anderen Seite auch für seine Ideale und Vorstellungen einzustehen, was sie als ehrenwertes und erstrebenswertes Ziel sieht. Passend zu dieser fast schon perversen Freude an Krieg und Gewalt fügt sich auch ihre geheime Lust gegenüber dem Anblick von Blut ein, denn Maeve wird jedes Mal von einer fast schon überwältigen Freude erfüllt, wenn sie ihre Opfer unter sich bluten sieht. Es ist für sie wie ein Gefühl der Bestätigung ihrer Fähigkeiten, welches sich ohne Zweifel auf ihre Vergangenheit als Gladiatorin zurückführen lässt, galt dort doch immer die Regel, dass der erste Blutstropfen beim Gegner als Zeichen des sicheren Sieges wahrgenommen werden konnte. Entsprechend wird die junge Frau jedes Mal von einem absoluten Motivationsschub erfasst, sobald sie ihren Gegner bluten sieht und verfällt gelegentlich sogar in einen Rausch, welcher für gewöhnlich erst durch den Tod ihrer Opfer oder aber das Wachrütteln ihrerseits gestoppt wird. In gewisser Weise mag man diese Gewohnheit als barbarisch und unzivilisiert betrachten, doch die Dragonslayerin sieht es eher als eine Verteidigung ihrer Ehre, welche immerhin das höchste Gut ihres Wesens darstellt. Schließlich gibt es nichts, was die Kriegerin so sehr behütet wie ihren Stolz, wurde sie doch so erzogen, dass selbst der ärmste Mensch und die verlassenste Person niemals die eigene Ehre verliert, solange sie an ihr festhält und diese bis auf den letzten Tropfen Blut verteidigt.
Entsprechend erfreut zeigt sich die Dragonslayerin auch, wenn man sie mit Titeln und Spitznamen in ihrer Kampfeskraft bestätigt und ihr so noch einmal deutlicher klar macht, dass sie sich ihren Platz in der Rangordnung verdient und zu Recht erkämpft hat. So erfreut sie nicht nur ihr Spitzname Kojote, welche man ihr auf Grund ihrer Augenfarbe und Kampfesstärke verlieh, sondern auch die Bezeichnung Barbarin, welche ein Indiz ihrer weiblichen Stärke und Macht demonstriert. Egal welche Beleidigung sich die Menschen für sie ausdenken, die junge Frau schafft es in der Regel irgendwie, aus ihnen eine Bestätigung ihres Stolzes und ihrer Ehre zu filtern und sich somit in ihrem Dasein bekräftigt zu sehen. Ableitend aus ihrer Vorliebe für Kampf und Ehre kann man sich zudem recht schnell erschließen, dass Maeve auch Stärke gegenüber großes Interesse hegt. So versteht sie sich ausgesprochen gut mit Menschen, die ein großes Maß an Kampfesstärke vorzuweisen haben und zudem in der Lage sind, ihre Kämpfe alleine und ohne die Hilfe anderer auszutragen. Sie respektiert Eigenständigkeit und schafft es, gerade bei anderen starken Frauen ein Gefühl der Verbindung und Zuneigung zu verspüren, welches zum größten Teil auf gegenseitigem Respekt basiert. Maeve findet es lobenswert, wenn man als Mensch dazu in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen und für die eigene Sicherheit zu sorgen, ist man so doch nicht zwangsläufig auf die Unterstützung anderer angewiesen und daher in der Lage, sich seine eigene Existenzberechtigung zu verschaffen.
Abgesehen von diesen doch eher barbarischen Vorlieben und Interessensgebiete ist die Dragonslayerin jedoch auch noch in anderen Gebieten interessiert, wie beispielsweise dem Reisen zu fremden Orten. Maeve verfügt über einen extremen Bewegungsdrang und Freiheitswunsch, weshalb es sie nie sonderlich lange an einem Ort hält und sie stattdessen gerne neue Orte und Länder erkunden möchte. Vermutlich sucht sie sich auch daher nur allzu gerne Quests aus, welche sie weiter von Zuhause fortbringen und ihr die Welt zeigen, immer in dem Wunsch, dem eigenen Ziel und der persönlichen Bestimmung ein bisschen näher zu kommen. Wie verändert man die Welt immerhin am besten? In dem man sich erst einmal ihrer Eigenarten und Beschaffenheiten klar wird und das schafft man immerhin am ehesten, wenn man das Ganze erst einmal mit eigenen Augen gesehen hat. Zudem liebt die Jakun es, den Geschichten und Legenden der verschiedenen Länder zu lauschen und mehr über den Hintergrund zu erfahren, auf dessen Boden sie sich gerade befindet. Gerne folgt sie den Berichten eines guten Erzählers auch stundenlang, dabei sogar eventuelle Missstände auf Grund von Sprachkomplikationen in Kauf nehmend, nur um ihren Wissenstand zu erweitern und den Durst nach mehr zu stillen. Gerade Astrologie ist hierbei ein Thema, für welches sich die Magierin sehr interessiert, hält sie die Sterne in ihrer Ferne doch für eine solch überwältigende Macht, dass sie eine überirdische Bedeutung und den Einfluss auf das Hier und Jetzt für durchaus realistisch und akzeptabel hält. Der Himmel ist das Reich der Götter, warum sollten die Sterne also nicht ihr Erzeugnis sein und den Menschen ihren Weg weisen?
Abgesehen von dem Wunsch nach Ferne und dem Interesse an der Vergangenheit, zeigt sich die Jakun jedoch ebenso fasziniert von dem hier und jetzt und lebt ihr Dasein als Dragonslayer des Gesteins vor allem in der Hinsicht aus, als dass sie eine große Faszination gegenüber jeglicher Art von Geröll und Bodenproduktion besitzt. Auf ihren Reisen lässt es sich das Mädchen nicht nehmen, seltene Gesteine genau zu untersuchen und ihre Eigenarten zu verzeichnen, um diese während eines Kampfes eventuell besser nutzen und verwenden zu können. Auch ihre einzige materielle Vorliebe mag daher keine große Überraschung darstellen, besitzt Maeve doch eine große Liebe gegenüber goldenen Gegenständen, welche sie gleich einem gierigen und hortenden Drachen in den Tiefen der Wüste verscharrt, um so über sie zu wachen. Im Grunde macht sich die Magierin nicht viel aus irdischem Besitz und Reichtürmen und doch hat es ihr dieses leuchtende und strahlende Metall sehr angetan, ist es doch zudem auch noch ein Erzeugnis des Bodens und somit besonders nahe an ihrem Herze angesiedelt. Und nicht nur diesen Schatz hütet die junge Frau wie ihren Augapfel, denn auch die Wüste selbst zählt die Dame als eine ihrer kostbarsten Besitztümer. Nicht nur, dass sie die Eigenarten und die Schönheit diverser Sandstürme verzaubern, auch die Hitze wertet die Dame als einen sehr angenehmen Faktor, welchem sie sich bei Gelegenheit nur allzu gerne hingibt. In der Wüste geboren, in der Wüste gestorben, so sagt man in ihrem Heimatland und Maeve hat jede Intention, diesem Sprichwort ganz genau zu folgen. Immerhin ist sie nicht nur ein Kind der Wüste, sondern auch ihre uneingeschränkte Königin, da ist es doch nur treffend, dass sie ihr Ende in dieser heißen Endlosigkeit findet.

Abneigungen: Wo man in ihren Vorlieben Züge ihrer Persönlichkeit und ihrer Magie wiederfindet, so zeichnen sich in Maeves Abneigungen doch hauptsächlich die Folgen ihrer grausamen und oft harten Vergangenheit ab, welche die junge Frau nicht nur stark geprägt hat, sondern sie in vielerlei Hinsichten auch zu dem Menschen machte, der sie heute ist. So besitzt die Dame beispielsweise eine sehr große Abneigung gegenüber politischen Systemen und Strukturen, was nicht zuletzt an der korrupten Staatsverwaltung ihres Heimatlandes liegt, unter welcher nicht nur die ärmeren Menschen stark zu leiden hatten, sondern die zudem auch besondere Förderung und Fütterung der Sklaverei, sowie anderer altmodischer Grausamkeiten unterstützt. Die Politik und Verwaltung Desiertos ist ein zerstörtes Konstrukt aus Korruption, Hass und Angst, welche sich langsam aber sicher in den Köpfen der Leuten festsetzt und ein Gefühl der Hoffnungs- und Machtlosigkeit verbreitet, immer weiter auf eine blutige Revolution und den damit verbundenen grausamen Bürgerkrieg hinarbeitend. Gerade deshalb ist es wohl auch kein Wunder, dass speziell Soldaten in diesen Gegenden als Vollstrecker der Macht und des Gesetze besonders verhasst sind und auch Maeve bildet hierbei keine Ausnahme, wenn es um ihre Gefühle gegenüber dieser Partei von Leuten geht. Sie selbst empfindet Soldaten jeglicher Art als eine Schande aller Krieger, was sowohl an ihrem Status als Puppen der Regierung liegt, als auch an der Tatsache, dass sie sich als Teil des Volkes allein aus Gründen des Geldes oft gegen den Willen der Allgemeinheit stellen und sie diese Gier nach materiellem Besitz weder nachvollziehen, noch ihm mit wirklichem Verständnis begegnen kann. Es mag allein daher auch nur wenig überraschend sein, dass die junge Frau selbst gegenüber den Runenrittern Fiores eine Form von Hass und Zorn verspürt, sind diese doch im Grunde kein bisschen besser als die Soldate ihres Heimatlandes und maßen es sich an, als Magier die Kontrolle über andere Magier halten zu können. Die Jakun hat kein Verständnis für eine Form der Arroganz, welche sich über ein solches Maß erstreckt und nur in den seltensten Fällen auch von entsprechenden Fähigkeiten gedeckt werden kann, hält sie die Worte der Runenritter doch für nichts weiter als inhaltloses Geschwafel, dass nicht erwarten kann, auf aufmerksame Ohren zu stoßen. Immerhin entbehrt es doch nicht einer gewissen Doppelmoral, eine Gruppe von Magiern zu beauftragen, andere Magier zu überwachen, oder? Nicht selten stellt sich bei Maeve an dieser Stelle die Frage, wie lange es wohl noch dauern mag, bis auch in Fiore die Freiheit gänzlich verschwindet und sich ein ähnliches Schicksal ankündigt, wie es auch in ihrer so fernen Heimat der Fall ist.
Neben dieser starken politischen Abneigung gibt es allerdings noch andere Dinge, welche der Kämpferin recht sauer aufstoßen und dazu gehören insbesondere starke Wetterumschwünge. Als Kind der Wüste ist die Magierin wechselhafte Wetterbedingungen in gewisser Hinsicht zwar gewohnt und doch gibt es einige Aspekte, die sich in ihrem heimatlichen Terrain nur allzu selten ändern: zum einen die Trockenheit und zum anderen die tägliche Hitze, mit welcher die Bewohner Desiertos von frühen Morgenstunden bis hin zur Dämmerung zu kämpfen haben. Entsprechend verblüfft reagierte Maeve daher auch, als sie fern von ihrer Heimat ihren ersten Regenschauer miterleben durfte und recht schnell feststellen musste, wie störend genau nasse Kleidung und klebriges Haar sein können, welche einem gleiche einer ekligen Substanz an der Haut festhängen und jegliche Bewegungen zu einer rutschigen, triefenden Angelegenheit machen. Ganz zu schweigen von der plötzlich veränderten Bodenstruktur, die sicheres Auftreten so gut wie unmöglich macht und auch den stabilsten Untergrund in eine feuchte, glitschige Todesfalle verwandelt, welche Maeve in den ersten Wochen ihrer Wanderschaft nicht nur einmal in Richtung Erdboden riss. Eine ebenfalls nicht ganz unwichtige Rolle spielt neben dieser Tatsache auch der Aspekt, dass Maeve in ihrer frühen Kindheit dem Regengott ihrer Heimat geopfert werden sollte und dementsprechend nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen ist, geschweige denn sich sonderlich nahe an sein Gebiet heranwagt. Sowohl Flüsse, als auch Seen meidet die junge Frau in der Regel bis aufs Äußerste und lediglich in geschlossene Badehäusern wagt sie es, sich zu entkleiden und eine Erfrischung zu gestatten, läuft sie hier doch nicht in die tödliche Gefahr, durch ihre mangelnden Schwimmkünste ganz einfach zu ertrinken oder anderweitig von dem Zorn des zuvor verschmähten Gottes getroffen zu werden. Wasser ist gefährlich, Wasser ist tückisch, also hält man sich gerade als Gebieterin über die Erde und den Sand am besten von dieser teuflischen Flüssigkeit fern, um ihr so nach Möglichkeit am allerwenigsten Angriffsfläche und Möglichkeit auf tödlichen Erfolg zu liefern.
Im Grunde ist der einzige Aspekt, in welchem sich Maeve wirklich mit Wasser anfreunden kann, wenn sie es trinkt, umso ihren Durst zu löschen, hegt sie doch eine beinahe instinktive Abneigung gegenüber Tee und diversen Säften. Aufgewachsen in einem Gebiet, wo Ressourcen und Lebensmittel in jeder Hinsicht als Luxusgüter galten, kam die ehemals Obdachlose niemals in den Genuss von solchen Köstlichkeiten und auch jetzt, wo sie im Prinzip die Möglichkeit hätte, sich mit derartigem Reichtum einzudecken, weicht sie der Option aus und vertraut stattdessen auf das ebenso wertvoller aber weniger kostenintensive Wasser, das von all diesen Optionen immer noch am sparsamstem ist. Maeve ist es nicht gewohnt, sich geschmacksverstärkte Getränke zu genehmigen und versteht den Sinn hinter einer solchen Luxusgabe nicht, wenn Wasser den Durst in der Regel sogar effektiver und schneller zu löschen in der Lage ist. Warum also unnötig Geld für anderes ausgeben, wenn es Wasser in Fiore doch an jeder Ecke gibt und man ohnehin nichts dafür bezahlen muss? Generell sträubt sich die Dragonslayerin ein wenig gegen die Einfachheit des Luxus, welcher in Fiore nach ihrer eigenen Einschätzung scheinbar an jeder Ecke anzutreffen ist, und kann nur den Kopf darüber schütteln, wie verschwenderisch sich die Leute dieses Landes zum Teil präsentieren. Sie kann es nicht leiden, wenn unnötig Materialien oder gar Essen und Trinken verschwendet werden und wird noch erzürnter, falls es Leute wagen, Dinge wegzuwerfen die noch absolut nutzbar und gut in Schuss sind. In ihrem Hinterkopf muss sie ständig daran denken, was die Menschen in ihrer Heimat mit vielen der Dinge machen könnten, die hier ganz einfach mit Nichtbeachtung oder gar Vernichtung gestraft werden und allein der Gedanke an eine solche Ignoranz, erfüllt sie mit Zorn und Verachtung.
Und nicht nur in diesem Bereich ärgert sich Maeve über die Ignoranz anderer Leute, denn auch auf ihre heimatlichen Gebräuche und Traditionen reagieren viele Menschen in Fiore in der Regel mit Ablehnung und Unverständnis und versuche oft nicht einmal, die Beweggründe der Magierin nachzuvollziehen. Dabei hat die Jakun in der Regel kein Problem damit, die Traditionen ihrer Heimat zu erklären und anderen Menschen ihre Handlungen nahezuliegen und doch hat sie oft das Gefühl, dass es keinerlei Rolle spielt, was sie sagt und man sie lediglich als einen fremdländischen Störfaktor wahrnimmt. Dies hat zur Folge, dass sich die junge Frau oft ausgegrenzt fühlt und ihre Sehnsucht nach dem Wandern nur noch verstärkt wird, weshalb man sie anschließend nicht selten einige Woche gar nicht zu Gesicht bekommt, in welchen sie wieder einmal durch die Welt streift und die Wunder der Ferne erkundet.

Ziel: Maeves persönliches Ziel ist, sofern man andere Menschen dazu befragen sollte, weder eine besonders ehrbare Angelegenheit, noch ein wirklich realistisches Vorhaben, dass sich in irgendeiner Art und Weise leicht und schnell verwirklichen lässt. Wie bereits zuvor erwähnt, befindet sich die Magierin in dem festen Glauben, dass jeder Mensch seine Bestimmung von einer göttlichen Macht verliehen bekommt und sich seiner Zukunft bei ihrer Entdeckung mit einem Mal bewusst wird, um anschließend eine allumgreifende Veränderung zu durchleben. So jedenfalls war es immerhin bei ihr selbst der Fall, als sie als junges Mädchen von dreizehn Jahren an den Regengott Andris geopfert werden sollt, und stattdessen von einem Drachen mitgenommen wurde, welcher offensichtlich Erbarmen mit dem ausgehungerten Geschöpf zeigte und es kurzerhand unter seine Fittiche nahm. Seit jeher hat Maeve die Begegnung mit ihrem Drachen als das größte Geschenk wahrgenommen, was ihr jemals hätte wiederfahren können und sah sich daher gezwungen, das mächtige geflügelte Wesen als einen Boten ihres eigenen Gottes zu betrachten, welcher die Kreatur offensichtlich geschickt hatte, um ihr Leben zu retten und ihr schließlich ihre Bestimmung zukommen zu lassen. Tiamat, der Wüstendrache, welcher Maeve bei sich aufnahm und sie schließlich die Magie des Gesteins lehrte, machte sich die Naivität seines Schützlings entsprechend zu Nutzen und gab dem Mädchen eine Aufgabe, an dessen Erfüllung sie sich so schnell wie möglich machen sollte. Er lehrte sie seine Magie, in die Hoffnung, dass Maeve durch das Land ziehen und die Welt in eine einzige große Wüste verwandeln würde, auf das er sich frei auf dem Planeten Earthland bewegen können und neue Länder entdecken würde. Durch seine Empfindlichkeit gegenüber Wasser und Kälte, sowie seiner Abhängigkeit gegenüber der brechenden Hitze der Wüste, war der Drache nämlich dazu gezwungen, in seinem natürlichen Lebensraum zu verweilen, welcher ihm über die Jahre so schrecklich müßig geworden war. Dementsprechend setzt Maeve alles daran, den Erwartunge und Hoffnungen ihres Propheten gerecht zu werden und seinem Wunsch zu folgen, möge sich das Ganze auch als eine noch so langwierige und schwierige Aufgabe herausstellen.
Neben diesem großen Ziel, welches sie versucht zu erreichen und an dessen Verwirklichung sie sich langsam aber sicher heran tastet, besitzt Maeve allerdings auch noch den geheimen Wunsch, alle starken Magier der Welt zu treffen und sich ihnen im Kampf zu stellen, um ihre eigenen Fähigkeiten und ihre eigene Macht unter Beweis zu stellen und sich letztendlich als Gewinnerin zu etablieren. Wenn dieser Wunsch wohl auch realistischer und naheliegender zu sein scheint, als ihr eigentliches Ziel, so ist er dennoch von einer gewissen Selbstüberschätzung gekennzeichnet, eine Eigenschaft, welche sich ohnehin in all den Entscheidungen und Verhaltensmuster der Dragonslayern wieder zu spiegeln scheint.


Stärken und Schwächen

Stärken:: Ehre ist nicht nur ein Wort, dass eine große Rolle in Maeves Persönlichkeit und Verhalten spielt, sondern sie auch in ihren Stärken enorm beeinflusst und bestimmt. So würde es für die Magierin beispielsweise niemals in Frage kommen, ihr Wort zu brechen oder aber  von ihren zuvor getroffene Aussagen zurück zu treten. Sobald sie jemandem einmal ein Versprechen gegeben hat, verbietet es ihr die Ehre und der Stolz, dieses zu brechen, weshalb sie eisern daran festhält und alles Denkbare, sowie Mögliche dafür tut, ihr Wort zu halten. Für die Dragonslayerin würde es einer undenkbaren Schande gleichkommen, sich nicht einmal an ihre eigenen Aussagen halten zu können, weshalb man fast schon dazu geneigt sein könnte, sie als eine durchaus zuverlässige und vertrauenswürdige Person zu bezeichnen. Auch Geheimnisse hütet die Erdmagierin wie einen Schatz, ehrt sie doch das Vertrauen, welches andere Personen auf diese Art und Weise in sie setzt und das einem fast schon ungewohnten Gefühl der Gemeinschatfstreue gleichkommt, ist die junge Frau es doch nicht gewohnt, dass man sie um Hilfe oder gar Rat bittet. In ihrer Vergangenheit war die Magierin niemals damit konfrontiert, wie es denn ist, Teil eines größeren Konzeptes zu sein und sich einer Gemeinschaft anpassen zu müssen, weshalb sie seit ihrem Beitritt in die Gilde mit immer neuen und ungewohnten Situationen konfrontiert sieht, denen sie sich anzupassen hat. Auch hier zeigt sich die enorme Willensstärke und Anpassungsfähigkeit der Jakun, welche es ihr erlaubt, sich auch in unbekanntem Gebiet mit einer gewissen Sicherheit und Selbstverständlichkeit fortzubewegen, ohne sich dabei wirklich um ihre Andersartigkeit Gedanken zu machen. Es interessiert Maeve nicht, was andere Leute von ihr denken und solange diese ihre Meinung für sich behalten und ihr nicht gleich einem Moralapostel dauernd in den Ohren liegen, ist sie auch durchaus bereit, über diverse ablehnende Blicke und anderweitig distanziertes Verhalten hinweg zu sehen, auf das man sie einfach in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen und ihrem Lebensstil folgen lässt. Leben und leben lassen, diese Devise verfolgt die junge Frau und dieser Einstellung hat sie es auch zu verdanken, im Grunde einen sehr geerdeten und gelassenen Charakter zu besitzen, welcher wenig Schwierigkeiten mit Akzeptanz und Gleichberechtigung zu haben scheint.
Doch Maeve mag noch so akzeptierend gegenüber der Ablehnung ihrer eigenen Vorstellungen sein, sobald es wirklich darauf ankommt und sie sich wünscht, jemand anderen von ihrem Weltbild zu überzeugen, scheut sie sich nicht, für ihren Willen einzustehen und ihre Traditionen voller Inbrunst und  Hingabe zu verteidigen. Generell handelt es sich bei ihr um eine Person, die Dinge welche ihr wichtig sind gerne verteidigt und viel Herzblut in eine Sache steckt, die für sie von großer Bedeutung ist. Maeve hat kein Problem damit, ihre Freunde und andere nahestehenden Personen nach größter Mühe zu verteidigen und diesen selbst dann Unterstützung und Rat zu liefern, wenn sie sich offensichtlich im Unrecht befinden. Generell handelt es sich bei ihr um eine Person, die anderen ihre Fehler leicht verzeiht und auf keinen Fall als nachtragend bezeichnet werden kann, hält sie derlei Dinge doch für durchaus menschlich und akzeptable. Jeder irrt sich einmal und wer wäre sie da schon, wenn sie jemandem seine Verbrechen ein Leben lang vorwerfen würde? Lediglich wenn eine Person keine Reue an seinem vorherigen Verhalten zeigt und ausschließlich aus Gründen des eigenen Nutzens und der Selbstbereicherung um Vergebung bittet, kann die Dragonslayerin wütend werden, nur um dann vollständig auf die Barrikaden zu steigen.
Außerdem verfügt Maeve über einen enormen Wissendurst, welcher es ihr erlaubt, Fakten und Daten im Bereich historisch relevanter Ereignisse sehr leicht zu behalten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal abrufen und anderweitig nutzen zu können. So fällt es ihr deutlich leichter, sich vor allem in unbekannten Landstrichen besser zurecht zu finden und gleichzeitig eine Vermutung bezüglich der unbekannten Kultur anzustellen, um anschließend auf ungefähre Verhaltensmuster der dortigen Bewohner zurückschließen zu können. Überhaupt ist die Jakun ein Mensch, der seinen Hobbys mit viel Leidenschaft und Freude angeht und sich im Prinzip nur selten und überaus wiederwillig von einem Ziel oder eine Betätigung abbringen lässt. Wenn sie einmal bei der Arbeit ist, so wendet sie meist ihre gesamte Konzentration an, um ihre Aufgabe zufriedenstellend abzuschließen, ehe sie gewillt ist, sich wieder mit anderen Dingen zu beschäftigen. Dies gilt selbstverständlich auch für Dinge, die andere als eventuell eklig oder abstoßend betrachten würden, ist Maeve doch überhaupt nicht zimperlich und hat auch mit den widerlichsten Ortschaften und Gegenständen ein Problem. Geprägt durch ihre überaus praktische und zielorientierte Veranlagung, stellt sich ihr in der Regel nicht einmal die Frage, ob andere Personen ihre Handlungen als inakzeptabel betrachten könnten, viel eher ist sie daran orientiert, ihre Aufgabe so schnell und reibungslos zu erledigen. Das Nachkommen ihrer Pflichten und Gerecht werden ihrer Verantwortung steht für die Dragonslayerin in der Regel an oberster Stelle, was sie oft zu einer ausgezeichneten Gruppenanführerin und Teamleitung macht, welche stets einen Sinn dafür behält, das Questziel nicht aus den Augen zu verlieren, ohne dabei ihre Kameraden einem unnötigen Risiko auszusetzen.
Eine weitere Stärke der jungen Frau ist zudem ihre schnelle, geradlinige Art zu denken, welche sich vor allem im Verlaufe eines plötzlich eintretenden Kampfes zeigt. Maeve ist in der Lage im Bruchteil von Sekunden eine Entscheidung zu fällen und auch wenn man die junge Frau wohl niemals als ein Genie bezeichnen würde, so sind ihre Ideen doch von einer gewissen Intelligenz gekennzeichnet und nur selten von absoluter Idiotie. Natürlich mag man nun dazu geneigt sein, ihr eine gewisse Risikobereitschaft zu unterstellen und doch gleicht die Magierin dieses fehlerhafte Verhalten in der Regel mit auf Erfahrung basierenden Schemata aus, in welche sie ihre Gegner einsortiert und so eine völlige Überschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten ausschließt. Natürlich würde Maeve grundsätzlich erst einmal nicht nein zu einer Herausforderung sagen und doch ist sie klug genug, eine realistische Chance von einem absoluten Selbstmordversuch zu unterscheiden und sich entsprechend nicht einfach so in den sicheren Tod zu stürzen.  Sie besitzt einen beinahe angeborenen Instinkt für Kampf, Krieg und Schlachtenplanung, welche sich bereits zu ihrer Zeit als Gladiator zeigte und nun in ihrer Karriere fortsetzt, plant sie doch fast schon instinktiv ihre Angriffsmanöver, bis sie schließlich von ihrem Blutrausch mitgerissen wird und sich in kopflosem Hass ganz einfach auf den Gegner stürzt, um diesen am liebsten mit bloßen Händen zu zertrümmern.

Schwächen: Ähnlich wie Maeves Abneigungen, zeichnen sich auch ihre Schwächen in gewisser Hinsicht durch eine Reflexion der Vergangenheit aus, welche sich vor allem in Bezug auf ihren Bildungsstatus deutlich macht. Die Dragonslayerin kann in keinem Fall als dumm oder einfältig bezeichnet werden und doch ist ihr Bildungsstand bei weitem nicht so gehoben, wie es eventuell bei anderen Magiern der Fall ist. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die junge Frau niemals die Chance besaß, eine richtige Schule zu besuchen und auch sonst nicht in den Genuss von Unterricht jeglicher Art kam, weshalb es auch keiner wirklichen Überraschung gleichen sollte, dass sie bis zum heutigen Zeitpunkt weder lesen, noch schreiben kann. Als Straßenkind aufgewachsen gab es niemanden, der sich dieser Aufgabe angenommen hätte und auch heute hat sich für Maeve nie die Gelegenheit ergeben, dieses Defizit in irgendeiner Art und Weise auszugleichen. Entsprechend schwer fällt es ihr demnach auch, neue Sprachen zu lernen und sich auf diese Art und Weise mit ihren Mitmenschen wirklich zu verständigen. Seit die Jakun nach Fiore gezogen ist, versucht sie mehr schlecht als recht einen Hang für die dort gesprochene Sprache zu erlangen und bisher lässt sich ohne Übertreibung sagen, dass sie sich nicht besonders gut oder geschickt anstellt. So vertauscht sie auch nach einigen Monaten noch immer die einfachsten Worte und muss ihre Sätze denkbar kurz halten, um überhaupt ansatzweise von ihren Kameraden und Bekannten verstanden zu werden. Zudem besitzt Maeve auch nicht unbedingt die Geduld, die nötig wäre, um eine Sprache ganz auf sich alleine gestellt und ohne Hilfsmittel zu erlernen. Generell ist die Jakun ein Mensch, der Handlungen am liebsten sofort vollzieht und langwierige Planungen nicht leiden kann, sind diese doch meist mit einer fast schon nervtötend langen Wartezeit verbunden. Maeve ist zu impulsiv, um sich ausdauernd und lange Gedanken über ihr Handeln zu machen und entscheidet stattdessen lieber spontan, was genau sie für die richtige Vorgehensweise hält. Dementsprechend verlaufen auch ihre Quests nur selten wirklich problemlos ab, zieht sie doch zu Anfang meist ohne Plan und Vorbereitung los, um anschließend mit einem völlig unerwarteten Bild des Geschehens konfrontiert zu werden. Diese Ungeduld erstreckt sich jedoch nicht nur auf ihre Planungsfähigkeit, sondern auch auf ihre fehlende Gelassenheit im Kampf. Oft stürzt sich die Dragonslayerin fast schon kopflos in einen körperliche Streit, ganz einfach weil ihr die Lust nach einer Auseinandersetzung kommt, oder aber weil sie sich auf irgendeine Art und Weise gekränkt oder verletzt fühlt. Kämpfe sind etwas, was die Jakun häufig zu der unpassendsten Zeit an den ungünstigsten Orten beginnt, und somit nicht nur ihren Teamkameraden bei Gelegenheit mit der Zeit auf die Nerven geht, sondern auch den Verlauf der Mission unter Umständen in Gefahr bringt. Diese impulsive Ader bringt sie in vielen Bereichen ihres Lebens in Schwierigkeiten, denn auch wenn man die junge Frau im Grunde als eine geerdete und gelassene Person bezeichnen kann, so schwankt ihr Gemütszustand doch öfter als man glauben mag, zwischen absolutem Hass und tiefster Entspanntheit. Ihre Laune wechselt nicht selten wie das Wetter, was Maeve in gewisser Hinsicht zu einer unberechenbaren und fast schon gefährlichen Teamkameradin macht, die weder eine sonderliche leichte Gesprächspartnerin, noch eine wirklich zuverlässige Kameradin abgibt.
Zuzüglich zu diesen ohnehin schon schwierigen Eigenschaften besitzt die Jakun außerdem den fehlerhaften Glauben, ihre Ideologie und Moralvorstellung für die einzig Richtige und Perfekte zu halten, sieht sie sich doch durch die scheinbare Existenz ihrer Götter in ihrem Glauben bestätigt. Maeve hält Menschen, welche nicht an ihren eigenen Gott glauben, grundsätzlich für fehlgeleitet und empfindet in gewisser Hinsicht sogar ein Gefühl des Mitleids ihnen gegenüber. Schließlich wird sie selbst doch von ihrem Gott geleitet, da wünscht sie sich aus tiefstem Empathiegefühl heraus natürlich eine ähnliche Behandlung gegenüber anderen Menschen. Und dennoch zeigt sich diese Einstellung gerade in Diskussionen und Debatten als schwierig, denn die Jakun neigt dazu, auf ihrer Meinung zu beharren und ihren eigenen Standpunkt grundsätzlich als richtig wahrzunehmen. Sie kann es nicht leiden, wenn man versucht sie von der Ansicht anderer Leute zu überzeugen und reagiert meist mit Nichtigkeit, wenn man ihr dann beweist, dass sie tatsächlich falsch gelegen hat. Fehler in ihrem eigenen System anzuerkennen fällt ihr schwer, wird sie doch immer von einem gewissen Widerwillen gepackt, sich Schwachstellen und Denkfehler in einem Konzept einzugestehen, von welchem sie immerhin so unwahrscheinlich überzeugt ist und gesteuert wird. Kritik generell ist ein Thema, dass sie an ihrer eigenen Person ohnehin nur bis zum gewissen Maße toleriert, ist sie doch mit sich als Mensch im Prinzip sehr zufrieden und wird daher von einem gewissen Unverständnis ergriffen, wenn es anderen Personen genauso geht. Grundsätzlich kann sie mit Ablehnung zwar durchaus umgehen und eigentlich interessiert es sie nicht einmal besonders, wenn jemand sie nicht gut leiden kann, einzig und allein der Wille der Menschen, diesen Gedanken gang andauernd zu wiederholen und dann auch noch zu versuchen, sie zu belehren und eines Besseren zu bekehren erfüllt sie mit Zorn und Ablehnung. Ist man also darum bemüht, Maeve von Mensch zu Mensch einen Ratschlag zu geben, so sollte man sich zuvor vielleicht auf Sicherheitsabstand begeben, wird sie darauf doch vermutlich nicht allzu freundlich reagieren.
Außerdem finden gerade reiche und arrogante Menschen leicht einen Weg hinter die Verteidigung der Dragonslayerin, gehören doch gerade sie zu den Personen, welche es schaffen, die Rothaarige besonders effektiv und schnell zu reizen. Oft ist sie ein wenig vorurteilsbehaftet gegenüber der Spate von Menschen, die sich mit Reichtum und Luxus umgeben und bringt zudem kein Verständnis dafür auf, was diese Leute so für wunderbar und erstrebenswert an ihrer Existenz halten. Gerade bei direkter Konfrontation mit solchen Personen kann man einen noch weiter verkürzten Geduldsstrang der Magierin feststellen, welcher nicht selten bereits kurz nach den ersten Worten in sich zusammen fällt und Platz für eine schlecht gelaunte, biestige Jakun lässt, die sich von nur wenigen Dingen in ihrem Zorn wirklich ablenken lässt. Für gewöhnlich bietet hier ein Eimer Wasser eine gute Option, liegt an dieser Stelle doch eine weitere Schwäche der jungen Frau verborgen. Maeve wird von einer fast schon unnatürlich großen Angst vor Wasser verfolgt, welche es ihr verbietet, auch nur in unmittelbare Nähe von Seen, Flüssen und anderen Gewässern zu kommen. Dies hängt nicht nur mit ihrer natürlichen Abneigung gegen Regen und dem damit verbundenen Gott zusammen, sondern auch mit der Tatsache, dass die Kämpferin nicht schwimmen kann und somit den flutigen Massen vollständig ausgeliefert ist. Lediglich in Form von Trinkwasser und beim Betreten von geschlossenen Badehäusern ist die Dame in der Lage, diese Panik ein wenig bei Seite zu schieben und sich trotzdem um ihre persönlichen Bedürfnisse zu kümmern.


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Zuletzt von Maeve am Sa 8 Aug 2015 - 13:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Maeve Rabia Jakun   Sa 8 Aug 2015 - 13:03

Umfeldblatt

NOTHING IS BUILT ON STONE; ALL IS BUILT ON SAND,
BUT WE MUST BUILD AS IF THE SAND WERE STONE.



Schreibprobe: Die Sonne brannte über Inzilar, beschien die Wüstenstadt mit ihren tödlichen Strahlen und trieb den Schweiß fast schon unbarmherzig auf die Haut ihrer Bewohner. Maeve saß im Schatten und dennoch konnte sie die Hitze auf ihrem gesamten Körper spüren, welcher von innen heraus zu vibrieren und pulsieren schien, in dem schwachen Versuch Mana als eine Art der Temperaturregulation zu benutzen. Ihre Zunge war dick und geschwollen, von dem offensichtlichen Wassermangel gepeinigt und ihr Kopf brummte, vermutlich weil sie sich schon den gesamten Tag in der prallen Hitze aufgehalten hatte. Normalerweise hatte die Jakun wenig Schwierigkeiten, die unbarmherzigen Temperaturen Desiertos zu dulden und doch schien ihr Körper gerade heute nicht mit den Extrembedingungen zurecht zu kommen und auf Kapitulation zu setzen. Nicht, dass die Dragonslayerin einen derartigen Betrug gestattet hätte und doch war die Versuchung, ganz einfach aus der Stadt zu marschieren und sich im Sandboden zu vergraben, um wenigstens ansatzweise Schutz vor der grellen Hitze zu finden, verlockender denn je. Sie hatte ihr Zeitgefühl mittlerweile verloren, konnte nicht sagen ob sie Stunden oder erst einige Minuten in der Baracke unter der Arena saß, immer darauf wartend, dass ein Wächter vorbeikommen und ihr ihren Einsatz mitteilen würde. Sieben Monate bestritt sie nun schon ihren Beruf als Gladiatorin, hatte sich einen Namen in den Rängen erkämpft und wurde mittlerweile sogar mit Ehrfurcht bedacht, wenn sie nur durch die Straßen Inzilars lief, auf der Suche nach ein wenig Ablenkung von ihrem doch recht eintönigen Alltag. Maeve liebte den Kampf, den Adrenalinstoß, der sie durchschoss, sobald sie die Arena betrat und ihre Rolle als tödliche Kämpferin einnahm und doch verklangen auch die Jubelrufe mit der Zeit zu einem dumpfen Hall im Hintergrund, sowie das Lob und die Anerkennung der Leute zu Schall und Rauch abklangen. Noch vor wenigen Jahren hatte man auf sie herabgesehen, hatte sie mit Verachtung und Hass gestraft, doch seit der Drache ihr Leben gerettet hatte und sie als eine Andere zurückgekehrt war, betrachtete man sie als jemand Fremdes, vielleicht sogar jemand Auserwähltes. Ihr Gott hatte sie vor dem sicheren Tod gerettet und die Menschen ihrer Heimatstadt schienen dies als ein Zeichen der Bestimmung und Gehobenheit anzuerkennen. Bestimmung, da konnte die Dragonslayerin ihrem Volk zustimmen und doch weigerte sie sich, die Anerkennung einer Gruppe Menschen anzunehmen, welche sie zuvor als nicht mehr wie Dreck unter ihren Stiefeln betrachtet hatten. Sie war eine andere, eine stärkere Version ihres vorher so schwachen und hilflosen Selbst und sie würde nie wieder die Bestätigung anderer Leute brauchen. Maeve hatte sich vorgenommen, ihrem zukünftigen Leben als Kämpferin und Kriegerin in jeglichem Bereich entgegen zu treten und bisher hatte sie ihr bestes geleistet, um diesem Wunsch so gut wie möglich nachzukommen. „Hey Barbarin, bereite dich vor, du kämpfst als nächstes!“ Der Ruf des Organisators hallte durch die Steintunnel und ließ Maeves Konzentration aprubt zurück ins Hier und Jetzt kehren, ehe ein Seufzen ihre Lippen verließ und sie sich fast schon gemächlich auf die Beine kämpfte. Ihre Finger befestigten den Verband, an welchem sie zuvor noch herumgespielt hatte und die junge Frau streckte die Arme über den Kopf, um die Muskeln ihrer Schultern noch ein letztes Mal zu dehnen, bevor sie sich durch den schattengetränkten Gang in die höheren Lagen der Arena begab, um anschließend durch einen Seitengang direkt auf die Zugangsstraße zum Feld zu gelangen. Draußen konnte sie es bereits hören, das Tosen und Klatschen der Leute, die Jubelrufe und die Ekstase, welche die Bewohner Inzilars üblicherweise im Verlauf eines spannenden Arenakampfes ergriff. Das Duell vor ihr musste gut gewesen sein, dass zeigte Maeve auch die Gruppe von Leuten, die offensichtlich die Überreste des vorherigen Kampfes aus dem Sichtfeld der Zuschauer schafften. Die Dragonslayerin erhaschte einen Blick auf das Gesicht des Zerstückelten, dann konzentrierten sich ihre bernsteinfarbenen Augen wieder auf den Ausgang des Ganges, hinter welchem ihr nächster Kampf lauern würde. Vermutlich würde alles von statten gehen und wie gewohnt verlaufen, sie würde das Kampffeld betreten und die Aufmerksamkeit der Menge auf sich ziehen, ehe sie die Konzentration auf ihren Gegner lenken würde und diesen in einigen Blicken einzuschätzen wusste. Die Krieger in der Arena waren simple Menschen, oft nicht besonders bewandert in Kampf und Kriegeskunst und in der Regel lediglich dafür da, ihr Blut zum Amüsement der Menschen auf dem staubigen Erdboden zu verteilen. Maeve war eine Ausnahme gewesen, hatte sich unerwartet zum Champion der Ränge hochgekämpft und bot nun, mit ihrer Magie und ihren körperlichen Fähigkeiten, eine Attraktion sondergleichen. Zudem war sie eine Frau und diese Tatsache allein schien schon eine besondere Attraktion wert zu sein, wenn man den Rufen der Leute glauben schenken mochte.
Maeve atmete ein letztes Mal tief durch, dann setze sie sich passend zu den Worten des Kommentators in Bewegung und betrat die gleißende Arena, von der strahlenden Helligkeit der knallenden Sonne für einen Augenblick geblendet. Die Rothaarige lief erst einige Meter vor, die tosenden Jubelrufe der Menge ignorierend, ehe sie in theatralischer Geste die Arme hob und sich ein fast schon diabolisches Grinsen auf ihren Lippen ausbreitete. Sie hörte die Rufe, hörte das laute „Kojote!“, welches durch die Zuschauerränge hallte und ihrem Ego fast schon schmeichelte, dann ließ sie die Arme wieder fallen und drehte den Kopf in Richtung ihres Gegenübers, welcher in etwa zwanzig Metern Entfernung auf dem Feld stand und einen Schatten gleich eines Berges auf den Boden warf. Mit der Zeit hatten sich die Organisatoren angewöhnt, ihr immer stärkere und anspruchsvollere Gegner auf das Feld zu stellen und Maeve wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis ihre Kampfeskraft nicht mehr ausreichen würde, um diese angeheuerten Söldner noch länger besiegen zu können.  Allein ihr jetziger Gegner überragte sie um mehrere Meter, schien aus unmenschlicher Höhe auf sie herabzublinzeln und allein sein rechter Arm trug vermutlich mehr Gewicht, als ihr gesamter Körper. Maeve biss die Zähne aufeinander, in dem Wissen, dass dieser Kampf auch von ihrer Seite aus vermutlich mit Blut und Schmerz verbunden sein würde, dann positionierte sie sich in Kampfposition, die goldenen Augen konzentriert verengt. Der Startgong ertönte und Maeve stieß einen Schrei aus, von Hass und Gewaltbereitschaft so getränkt, dass er über die gesamte Arena zu dröhnen schien, ehe die Rothaarige ihre Faust ballte und geradeaus auf ihren Gegner zuschoss, in der offensichtlichen Absicht nicht nur zu verletzen, sondern nach Möglichkeit auch zu töten.


Umfeld und Geschichte



Familie:

Tiamat, der Erddrache | Ziehvater und Gottesprophet von Maeve

Tiamat der Steindrache, eine Kreatur der Wüste, welche in seinem Körperbau und seiner gesamten Erscheinung eine solch kalte und grausame Schrecklichkeit präsentiert, dass die Menschheit seit Jahrhunderten nicht anders kann, als seine bloße Existenz zu fürchten und von ihm in Schauergeschichten und Legenden zu erzählen. In den tiefsten Winkeln der Wüste haust dieses Ungeheuer, wo es bei Gelegenheit gerne einmal ganze Handelskarawanen ohne Rücksicht auf Verluste verschlingt und tosende Sandstürme zu seinem reinen Vergnügen heraufbeschwört. Der Drache ist keine freundliche Kreatur, handelt grundsätzlich bloß aus eigenem Interesse und Vorteil und besitzt im Prinzip keinerlei Eigenschaften, die man als selbstlos oder gar weltverbessernd betiteln könnte. Sein größtes Interesse gilt in erster Linie vor allem seiner eigenen Person und genau dieses Gedankenmuster machte sich auch deutlich, als er das erste Mal auf die kleine Maeve traf, welche zu dieser Zeit gerade einmal zwölf Jahre alt war. Von ihrer Heimatstadt als Opfergabe an den Gott des Regens gedacht, band man das junge Mädchen an einen hohen Pfahl vor die Tore der Stadt und ließ sie einige Stunden in der gnadenlosen Sonne hängen, ehe sich der Wüstendrache, welcher das kleine Geschöpf aus einigen Kilometern Entfernung zunächst beobachtete hatte und sich erst kurz vor ihrem sicheren Tode zu ihrer Rettung bequemte, ihrer annahm und sie mit in sein Reich nahm. Dort päppelte er das runtergehungerte Straßenmädchen zunächst auf, ehe er sich zu einem Gespräch mit ihr herabließ und recht bald feststellten durfte, dass das Kind zwar noch so ungebildet und nutzlos sein mochte, aber wenigstens einen gewissen Kampfesgeist besaß, welchen er sich für die Zukunft zu nutzen machen wollte. Fortan übernahm er ihr Training und kümmerte sich darum, dass das Mädchen in den Regeln der Magie unterrichtet wurde, um anschließend seinen Zweck und Nutzen zu erfüllen, in dem es die Welt in eine unendliche Wüste verwandeln sollte. Immerhin wünschte sich dies der große Drachenvater, wollte er doch endlich unbeschwert und frei auf der Welt wandeln und keine Zeit mehr in dem Land verbringen, welches im auf Dauer so müßig geworden war. Maeve hingegen sah in ihren Ziehvater einen Propheten ihres Schutzgottes und sich somit in der maßlosen Verantwortung, seinen Anforderungen und Wünschen nach besten Möglichkeiten und reinstem Gewissen gerecht zu werden. Seit jeher verehrt die junge Frau ihren Ziehvater und als er sie schließlich ein zweites Mal aus den Fängen ihrer alten Stadt befreite und anschließend mit ihr nach Fiore aufbrach, um sich dort nach einer quälenden Reise in einem verlassenen Teil der großen Wüste niederzulassen, war für Maeve klar, dass sie niemals wieder jemandem so viel Vertrauen und Liebe schenken würde, wie es bei ihrem geliebten Drachenpapa der Fall war. Immerhin hatte er sich nicht nur für sie aufgeopfert und seine eigene Gesundheit riskiert, er war auch nur ihr zu Liebe und mit den damit verbundenen Anstrengungen in ein anderes Land gezogen, um auch sie selbst bei der Verwirklichung ihrer Träume zu unterstützen. Das hinter der Freundlichkeit des mächtigen Drachen letztendlich nichts weiter als kalte, kalkulierende Berechnung steht, ahnt die Magierin nicht, vertraut sie diesem mächtigen Tier doch bei weitem zu sehr, als das sie ihm jemals auch nur ein einziges böses Wort nachsagen würde. Immerhin würde Tiamat doch sicher niemals etwas tun, was seiner kleinen Kämpferin Maeve schaden könnte, oder?


Casius Daran, der Soldat | Vater von Maeve

Über Casius Daran ist nur sehr wenig bekannt, was hauptsächlich daran liegt, dass er in Maeves Leben niemals eine wirklich große oder bedeutende Rolle gespielt hat. Bei einer seiner Reisen durch das Land, machte der Soldat mit seinem Trupp einen Zwischenstopp in Inzilar und dabei gleich einen Besuch im Freudenhaus, wo er dafür bezahlte, mit Maeves Mutter Saira zu schlafen. Diese wurde ohne sein Wissen schwanger und als er einige Wochen später weiterzog, tat er dies ohne das Wissen, in der fernen Wüstenstadt eine Nachkommin zurückgelassen zu haben. Seiner Tochter hat Darius im Grunde nicht viel mehr hinterlassen, als den dunkleren Ton seiner Hautfarbe und die vielleicht Lust am Krieg und Kampfe, denn auch heute weiß der Soldat aus Bellum nicht, dass er eine Tochter hat und was genau diese momentan eigentlich tut.


Saida, die Hure | Mutter von Maeve

Maeves Mutter mag man auf den ersten Blick für eine recht zweifelhafte Erziehungsberechtigte halten, versuchte sie doch nicht nur, als schwangere Frau weiter im Freudenhaus wohnen zu können und in einer solchen Umgebung ihre einzige Tochter aufzuziehen, sondern täuschte sie auch vorsätzlich ihre zuvor so entgegenkommende Arbeitgeberin, nur um in der Folge dieser Aktion mit ansehen zu müssen, wie als Bestrafung ihr eigenes Kind vor die Tür gesetzt und zum obdachlosen Straßenkind verwandelt wurde. Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass die professionelle Hure ihre Tochter immer über alles geliebt hat und trotz ihres anfänglichen Zorns auf eine Schwangerschaft, die ungewollter und den Umständen entsprechend problematischer nicht hätte sein können, so hätte sie doch damals alles getan, um ihre geliebte Rabia bei sich zu behalten und zu beschützen. Selber als Straßenkind aufgewachsen, wusste die junge Frau, was es bedeutet sich ohne Familie und ein geregeltes Leben durchschlagen zu müssen und hatte sich dementsprechend niemals etwas Vergleichbares für ihre eigenen Kinder gewünscht. Als sie schließlich durch die Gespräche im Dorf mitbekam, dass man beschlossen hatte, ihre eigene Tochter als Opfergabe töten zu lassen und diese schließlich von einem Drachen erfasst worden war, glaubte die junge Frau nicht mehr an die Rettung ihres einzigen Kindes und ertränkte sich aus Reuer, Schmerz und Verzweiflung über ihre eigenen hoffnungslose Existenz einige Nächte später im Brunnen der Stadt. Maeve hat das Schicksal ihrer Mutter niemals herausgefunden, war aber auch nach ihrer Rückkehr in die Stadt nicht daran interessiert, das Haus ihrer Geburt ein weiteres Mal aufzusuchen und sich nach der Frau zu erkundigen, die sie vor über zwölf Jahren einfach ihrem Schicksal überließ.

Freunde: --
Feinde: --

Gilde: Maeve schloss sich der Gilde Crimson Sphynx erst vor einigen Monaten an, in dem Wunsch sich nach einer langen Reise ein festes Standbein als Magier aufzubauen und ein Leben zu erkunden, welches sie vorher zu leben nie die Chance gehabt hatte. Sie wolle andere Magier kennen lernen, ihre Fähigkeiten und ihre Macht mit ihrem Talent messen und gleichzeitig sicher gehen, dass ihre Fähigkeiten nicht vollständig verschwendet waren. Was genau bot immerhin bessere Zukunftchancen, als Teil einer Gilde zu werden, welche speziell darauf ausgerichtet war Magiern ein Heim und eine Perspektive zu bieten. Die Chance fiel hierbei recht schnell auf Crimson Sphynx, denn es war nicht nur die erste Magiergilde, mit welcher die Dragonslayerin in Kontakt kam, sie befand sich zudem auch in einem Umfeld, in welchem sich die Erdmagierin nicht nur überaus wohl fühlte, sondern welches sie allein von seiner Beschaffenheit und Lage auch sehr an ihre Heimat erinnerte. So zögerte die junge Frau nicht lange und schloss sich kurz darauf Crimson an, welche die junge Magierin zwar Anfangs mit Skepsis aufnahmen, sich aber dennoch nicht nehmen ließ, ihr eine Chance zu geben, witterten sie in ihren wachsenden Fähigkeiten doch einen durchaus wertvollen Zusatz betreffend der Kampfesstärke ihrer eigenen Gilde. Mittlerweile ist es Maeve in den letzten Monaten gelungen, ihre Rolle in der Gilde halbwegs zu finden und auch die anderen Mitglieder dieser Gemeinschaft blicken ihr nicht mehr länger wie eine Fremde, sondern mittlerweile wenigstens wie eine Bekannte entgegen. Zwar tut sich die Magierin noch immer recht schwer damit, den Gesetzen und Vorschriften ihrer Gilde zu folgen und doch hat sich die letzten Monate ein seltsames Gefühl bei ihr eingestellt, als habe sie das erste Mal seit langer, langer Zeit wieder ein richtiges Zuhause. Denn auch wenn man nicht behaupten kann, dass Maeve in den letzten Monaten großartig an Freunden dazugewonnen hat, so hat sie sich auf der anderen Seite jedoch auch kaum Feinde gemacht und in gewisser Weise ist die junge Frau dazu bereit, selbst diesen kleinen Schritt als Erfolg zu verbuchen und ihre Leidenschaft am frisch gewonnen Gildenleben nicht direkt wieder aufzugeben. Zudem lässt sich natürlich ebenfalls nicht bestreiten, dass sie durch Quests und andere kleine Aufträge das Land am allerbesten erkunden kann und so ihrem Ziel, von einer kompletten Terrainveränderung der Welt, immer wieder ein Stückchen näher kommt. Und wer weiß, vielleicht wird es ja gar nicht mehr so lange dauern, bis sie in Crimson Sphynx jemanden kennen lernt, der es wagt mehr als nur ein paar Worte mit ihr zu wechseln?

Geschichte:
Kapitel 1
Vom Sonnenkind zu Hurentochter

Maeve Rabia Jakun sollte am 17 Juli als das erste und letzte bekannte Kind von Saira, einer Hure aus einem der Freudenhäuser in Inzilar, einer großen Wüstenstadt im Land Desierto, geboren werden. Ihre alleinige Existenz entsprang, wie es in derartigen Etablissements nicht selten der Fall ist, mehr einem Unfall anstatt einem tatsächlichen Wunsch, war für Saira eine Schwangerschaft in ihrer Position und Lebenslage doch niemals ein wünschenswertes Ziel gewesen. Dementsprechend bedingt war auch die Freude der damals noch sehr jungen Frau, sah sie sich doch in der beklemmenden Gefahr ihr einziges Standbein zu verlieren und ihre gesamte Existenz aufgeben zu müssen. Immerhin war es Frauen normalerweise nicht gestattet, im Falle einer Schwangerschaft in den Freudenhäusern zu verweilen, stellten sie sich doch als nutzlos und unbrauchbar heraus. Daher dürfte es auch keine Überraschung darstellen, dass Saira ihrer Aufgabe weiterhin eifrig nachging und ihre Schwangerschaft zunächst für sich behielt, bis sich dieser Zustand auch körperlich nicht länger verbergen ließ. Als die Besitzerin des Hauses dann, nach einigen Monaten, schließlich doch über den Zustand einer ihrer Frauen informier wurde, war sie vollständig außer sich und befahl, dass diese ihr Haus umgehend verlassen und sich eine andere Unterkunft suchen solle. Saira jedoch flehte um Mitleid und Verständnis und nach einigen Stunden des Bettelns einigten sich die beiden Frauen auf ein Abkommen, nach welchem die Schwangere im Freudenhaus verweilen durfte, solange sie ihr Kind im Falle weiblichen Geschlechts ebenfalls im Geschäft arbeiten lassen würde. Saira stimmte, zu diesem Zeitpunkt der festen Überzeugung einen Jungen zu gebären, überschwänglich dankbar zu und lebte die nächsten Monate ein zufriedenes und ruhiges Leben. Etwa sechs Monate später sollte sie jedoch ihr Kind zur Welt bringen und das erste Mal in die Position kommen, ihren zuvor getroffenen Deal in Frage zu stellen. Denn entgegen jeder anfänglichen Hoffnung und Erwartungen, bekam die junge Frau doch keinen Jungen, sondern ein wunderhübsches, kleines Mädchen, welches ihr praktisch wie aus dem Gesicht geschnitten war. Saira verliebte sich sofort in ihre frisch geborene Tochter und schwor sich, dass sie nicht das gleiche Schicksal erleiden würde, wie sie selbst. So beschloss sie, dass Geschlecht ihrer Tochter zu wechseln und verkündete, wie erwartet einen Jungen geboren zu haben, welchen sie Rabia nannte. Anfangs ging dieser Plan gut und trotz der Verbitterung der Besitzerin des Etablissements, brach diese ihren Vertrag nicht und ließ Mutter und Kind weiter in ihrem Haus unterkommen. Rabia entwickelte sich schnell zum Liebling unter den Huren und schaffte es, sich durch ihre goldenen Augen und den roten Haarschopf schnell den Titel Sonnenkind anzueignen, wie man sie liebevoll in den inneren Kreisen des Hauses nannte. Es fehlte dem Mädchen an nichts und auch wenn sie die kommenden Jahre darunter zu leiden hatte, ihr hübsches Haar so raspelkurz wie das eines Jungen zu tragen, so lebte sie ihr Leben doch mit viel Spaß und Freude.
Und doch sollte es nicht lange dauern, bis die Herrin des Hauses hinter den Betrug kam und als es schließlich soweit war, glich ihr Zorn einem fürchterlich tosenden Sturm, welcher sich über Mutter und Tochter in grellen Blitzen entlud. Völlig außer sich, warf sie das sechsjährige Mädchen vor die Tür und verlangte von Saira, dass diese gefälligst weiter für sie zu arbeiten hatte, um die sich angehäuften Schulden abbezahlen zu können. Ansonsten würde sie sowohl Mutter, als auch Tochter für die Strafe des Betruges und Diebstahles bei den Soldaten melden und dafür sorgen, dass beide in Folge einer gerechten Strafe kurzerhand mit grausamster Enthauptung rechnen konnten. Saira, den Tränen und der Verzweiflung nicht fern, fügte sich ihrem Schicksal und ließ ihre Tochter ziehen, begleitet von der beklemmenden Gewissheit, dass sie ihr hübsches Antlitz vermutlich niemals wieder zu Gesicht bekommen würde. Die kommenden Monate und Jahre hielt sich Rabia als Straßenkind über Wasser, klaute und stahl Essen und Trinken, um überhaupt überleben zu können und kam hier und da mit diversen Kleinkriminellen in Kontakt, welche sie zwar nicht als eine der Ihren aufnahmen, ihr aber bei Gelegenheit halfen und das Leben auf der Straße näher brachten. Rabia bekam den Titel Hurentochter verliehen, wusste man doch woher sie stammte und was genau ihre Geschichte war, doch das Mädchen zeigte sich unbeeindruckt von der geplanten Schälte und lebte ihr Leben stattdessen genauso weiter, wie es zum Überleben zwanghaft notwendig war. Ganze sechs Jahre kämpfte sich das junge Ding auf der Straße durch, ehe sie eines Tages bei einem erneuten Diebstahl schließlich von den Soldaten ergriffen wurde und man überlegte, wie weiter mit dem fast schon berühmten Straßenkind zu verfahren war.

Kapitel 2
Der Gottesprophet

Es dauerte einige Tage, bis man sich schließlich entschieden hatte, wie mit der jungen Diebin weiter zu verfahren war. Letztendlich beschloss der richterliche Ausschuss jedoch, dass Kind im Wohle der Allgemeinheit zu nutzen und sie an den Regengott Andris zu opfern. So schaffte man das junge Mädchen im Morgengrauen vor die Tore der Stadt, wo man sie nach einem Gebet an einem hohen Pfahl befestigte, auf dass sie der grausamen Sonne erliegen und in das Reich der Götter aufsteigen möge, um schließlich eine Botschaft zu überbringen und um Regen zu bitten. So sehr sich Maeve auch wehrte, der ausgewachsenen Stärke eines kleinen Soldatenzuges hatte die zu der Zeit Zwölfjährige nichts entgegen zu setzen, weshalb sie sich schließlich ihrem Schicksal fügte und vollkommen entkräftet und ermüdet in ihren Fesseln hing, den Tod nach sechs Jahren Hölle auf Erden fast schon sehnsüchtig erwartend. Sie glaubte nicht, gerettet werden zu können und hatte sich ihrem Schicksal schon fast ergeben, als schließlich ein Wunder geschehen sollte. Aus der Ferne hatte sie die letzten Stunden der mächtige Wüstendrache Tiamat beobachtet, welcher nicht nur in Dahara sehr gut bekannt war, sondern als Schrecken der gesamten Wüste Desiertos galt und nun praktisch dazu gezwungen war, darüber nachzudenken, mit welcher Unsinnigkeit und zu welchem Zweck die Sterblichen nun schon einen von ihnen es Todes opferten. Einige Stunden beobachtete er das Spektakel und konnte verfolgen, wie der junge Menschenwelpe an dem Pfahl immer schwächer wurde, bis sie schließlich am Rande des Todes balancierte und dem Drachen eine Idee kam. Er würde das Mädchen bei sich aufnehmen und später entscheiden, wie weiterhin mit ihr zu verfahren war, würde eine Verbündete sich in den Reihen der Sterblichen doch sicherlich als nützlich und durchaus informativ erweisen. So zögerte der König der Wüste nicht länger und schwang sich in die Lüfte, um die wenigen Meilen zur Stadt zu fliegen und sich schließlich direkt vor der bewusstlosen Gestalt des kleinen Mädchens niederzulassen. Mit seinen mächtigen Klauen griff er ihren fast schon lächerlich kleinen Körper, ehe er den Pfahl zertrümmerte und unter dem Blick der Soldaten der Stadt erneut in der unendlichen Wüste verschwand.
Als Rabia schließlich zu sich kam, wurde sie zunächst von einer Todesangst erfasst, als sie sich mit einem Mal vor einem riesigen, geflügelten Steinreptil wiederfand, welcher zu allem Überfluss auch noch sprechen konnte und dabei versuchte ihr klar zu machen, dass sie fortan bei ihm leben würde. Doch schon bald erkannte das Mädchen in dem Drachen genau da, was er eben nicht war und sah ihn als ein Geschenk ihres Gottes, welche das mächtige Wesen als einen Beschützer aus dem Himmel zu ihr herabgesandt hatte, um ihr Leben vor dem Tod zu bewahren. Tiamat sah sich durch diese Äußerung denkbar amüsiert, akzeptierte jedoch den verzweifelten Versuch des Mädchens, sich seine überwältigende Existenz zu erklären und fügte sich ihrem Weltbild in gewisser Weise, in dem er die Rolle ihres Götterpropheten schließlich bereitwillig übernahm und sich ihrer Existenz für die nächsten sechs Jahre annehmen sollte.
Diese Zeit sollte nicht nur mit hartem, intensivem Training verbracht werden, sondern auch von der Gelegenheit geprägt sein, sich besser kennen zu lernen und einander intensiver zu verstehen. Tiamat gab seinem Schützling nicht nur ein festes Zuhause, er schenkte ihr auch einen neuen Namen und nannte sie Maeve, was in der Sprache der Drachen in etwa so viel wie berauschend oder mitreißend bedeutet. Es dauerte nicht lang, da hatte sich der werte Herr Drache einen festen Platz im Herzen des kämpferischen Mädchens erschlichen, welche ihren Propheten mittlerweile viel eher als eine Art Vater ansah, denn einer von Gott geschickten Fügung. Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass das Mädchen sich wirklich wieder gut aufgehoben und daheim fühlte, weshalb sie alles daran setzen wollte, um ihre neue Familie möglichst zufrieden und glücklich zu stimmen. Entsprechend ehrgeizig zeigte sie sich auch, wenn es um das Erlernen der fremdartigen Magie ging, oder an das Trainieren ihrer körperlichen Fähigkeiten und Stärke. Sie wollte Tiamat stolz machen, ihm beweisen, dass er sich bei seiner Wahl nicht die falsche Schülerin ausgesucht hatte und gleichzeitig ihrem Gott klar machen, dass sie weiterhin an ihrem Glauben festhalten ihren Weg gehen würde. Sechs lange Jahre sollte die Rothaarige schließlich an der Seite ihres Drachen verweilen, ehe dieser sie zurück in die Welt ließ und sie mit der Aufgabe betraute, erst sich selbst zu finden, bevor er sie erneut kontaktieren würde.

Kapitel 3
Der geborene Champion

Zunächst fühlte sich Maeve von dem Wunsch ihres Vaters denkbar überfordert, hatte sie doch die letzten Jahre in seiner beschützenden Obhut verbracht und war mit einem Mal wieder mit der gesellschaftlichen Realität konfrontiert. In unmittelbarer Nähe zu ihrer ehemaligen Heimatstadt Dahara hatte er sie abgesetzt und war schließlich trotz ihrer schwachen Proteste davon geflogen, nur um sie in der heißen Wüste zurück zu lassen und ihr keine andere Möglichkeit zu geben, als in die Stadt zurück zu kehren, welche sie in jungen Jahren so mit Füßen getreten hatte. Maeve hatte keinerlei Perspektiven, wusste nicht, wo sie hin sollte und als sie so durch die staubigen Straßen der großen Stadt wanderte, fragte sie sich unwillkürlich, was genau sie nun mit ihrem Leben eigentlich anfangen sollte. Sie hatte kein Ziel, keine Idee, was sie mit ihrer so kleinen und unbedeutenden Existenz eigentlich tun konnte und ihr einziges Talent lag im Prinzip in den Wundern des Kampfes, welche Tiamat ihr in den letzten Jahren näher gebracht hatte. Doch genau da witterte die Magierin auch ihre Stärke, weshalb sie nicht lange zögerte und beschloss, sich bei der städtischen Arena einzuschreiben. Zunächst reagierte man auf den Vorschlag des Mädchens mit Spott und Verachtung, doch in einem herausgeforderten Testkampf bewies die Jakun ihre Stärke und sollte fortan als Gladiatorin in den Rängen der Arena kämpfen. Sie machte sich gut, bekam schon bald Titel Kojote verliehen und ließ sich als Zeichen ihrer Stärke und Macht entsprechendes Tier auf den Rücken tätowieren, auf das man ihre Erscheinung direkt ihrem Ruf zuzuordnen vermochte. Schon bald verbreitete sich die Macht der jungen Frau über die gesamte Stadt und immer mehr Menschen kamen in die Arena, um sich die Wunder ihrer Magie anzusehen und zu beobachten, wie sie einen Gegner nach dem anderen in den Boden stampfte. Sie war rücksichtslos, brutal, eine bestialische Kämpferin die ihre Schlachten grausam, blutig und kurz schlug und sich so langsam aber sicher einen Platz im Herzen der Zuschauer erkämpfte. Man beschaffte ihr stärkere Gegner, bezahlte Söldner für einen Kampf gegen den Kojoten und nahm Wetten, um sich an dem Erfolg der roten Bestie zu laben. Doch Maeve war nicht dumm und schon bald musste sie bemerken, dass ihre Kampfeskraft nicht mit der gleichen Geschwindigkeit wie ihrer immer erfahreneren und stärkeren Gegner wuchs. Die Duelle wurden härter und nach einiger Zeit war es keine Seltenheit mehr, dass auch sie in den Kämpfen schwerer verletzte und öfter getroffen wurde. Zwischen einzelnen Schlachten fiel sie häufiger aus und recht schnell sah sie sich in der Gefahr, ihren Titel als Champion der Arena nicht länger verteidigen zu können und wie all ihre Opfer in einer blutenden Lache zu den Füßen ihrer Gegner zu Enden. Die Dragonslayerin beschloss, die Arena zu verlassen und wandte sich an den Leiter der Kämpfe, welcher jedoch mit Hohn und Spott anstatt Verständnis reagierte. Maeve hatte sich mit dem Unterzeichnen des Vertrages auf ein Schicksal zwischen Leben und Tod eingelassen und würde erst mit dem Kämpfen aufhören dürfen, wenn sie ebenfalls blutend und Tod im Spektakel der Arena verenden würde. Die Magierin akzeptierte diesen Einwand, wusste sie doch, dass sie sich dem Gesetz alleine nicht würde entziehen können und doch machte sich eine Art Unwillen in ihr breit, welcher vor allem mit der Tatsache zu tun hatte, dass sie sich weigerte ihr Leben auf so eine nichtsagende Art und Weise und zum bloßen Vergnügen anderer Leute zu opfern. Drei Jahre hatte sie im Dienste der Arena gekämpft und dabei festgestellt, dass zwar ihre Leidenschaft und Liebe im Kampf lag, nicht aber ihre Zukunft und höhere Bestimmung. So beschloss sie, sich einen Fluchtplan zu überlegen und aus Dahara und auch dem Land Desierto zu entkommen, um den Wachen und politischen Gefällen zu entfliehen und endlich ein Leben in Freiheit zu beginnen. Es dauerte einige Monate, bis die Magierin sich die Möglichkeit zur Flucht verschaffen hatte und als sie schließlich, verfolgt von den Soldaten der Stadt, in die Würste irrte, hatte es etwas mit reinem und purem Glück zu tun, dass sie ausgerechnet in diesem Augenblick Tiamats Auge erneut auf sich zog und dieser zu ihrer Rettung eilte. Er vernichtete ihre Gegner mit spielerischer Leichtigkeit, ehe er sie schließlich, wie bereits in jungen Jahren, mit seinen mächtigen Klauen ergriff und in die Ferne davon flog.


Kapitel 4
Das Leben als Magierin

Trotz enormer körperlicher Pein und Anstrengung überflog Tiamat die Grenzen zweier Länder, ehe er schließlich in der Wüste Fiores Halt machte und seinen Schützling dort absetzte. Zum erste Mal seit drei langen Jahren wandte der Drache sein Wort an die junge Frau und nutzte die Gelegenheit, um nicht nur ihre Entwicklung und ihren unbrechbaren Kampfesgeist zu komplimentieren, sondern ihr außerdem seinen Wunsch mitzuteilen. Tiamat verlangte als Wunsch seines Gottes, dass Maeve sich auf den Weg machen und zu neuer Stärke gelangen sollte, um nicht nur die mächtigste Magierin der Welt zu werden, sondern in diesem Zuge auch die nötige Stärke zu erlangen, um die gesamte Welt in eine unendliche Wüste zu verwandeln, auf das er sich als der Prophet seines Gottes unbehindert fortbewegen könne. Maeve akzeptierte diesen Wunsch selbstverständlich und zögerte zudem nicht, dem Vorschlag ihres drachischen Ziehvaters zu folgen und sich einer der renommierten Magiergilden des Landes anzuschließen. Die Auswahl fiel in diesem Bereich nicht sonderlich schwer, entschied sich die junge Frau doch nicht nur aus Vorliebe an dem heimatähnlichen Terrain für Crimson Sphynx, sondern auch auf Grund ihrer zweifelhaften Vergangenheit, welche sie in gewisser Weise an ihr eigenes Leben erinnert und so deutlich macht, dass Veränderung ein stätiger Prozess ist und man niemals von seinen eigentlichen Zielen und Wünschen abrücken sollte. Crimson Sphynx beschloss, die Dragonslayerin nach anfänglichem Zögern und trotz der enormen Sprachblockade zu akzeptieren, schien sie sich doch ehrlichen Herzens für die Belange der Gilde zu interessieren und zudem einen mächtigen Zusatz in der Kampfeskraft der Vereinigung zu liefern.
Seit etwa fünf Monaten gehört Maeve nun schon zu den Magiern von Crimson Sphynx und auch wenn sie bisher noch keine wirklichen Freundschaften geschlossen hat, so genießt sie doch die Möglichkeit, im Namen ihrer Gilde zu arbeiten und dieser Ehre, Stolz und Anerkennung zu bringen. Denn ähnlich wie auch ihre Magiergilde sind dies immerhin die Attribute, welche das Mädchen in ihren Bestrebungen steuern und mit großer Ausdauer vorantreiben.

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Maeve
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Maeve

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Magierakte
Besondere Merkmale: Rabiates Kupferdrachenweibchen

BeitragThema: Re: Maeve Rabia Jakun   Sa 8 Aug 2015 - 13:03

Statusblatt

I MANAGE THE POWER TO CONTROLE SAND AND EARTH,
I AM THE QUEEN OF THE DESERT.


Attribute


STÄRKE: 100 Punkte - Level 3

SCHNELLIGKEIT: 10 Punkte - Level 1

GESCHICKLICHKEIT: 80 Punkte - Level 2

WIDERSTAND: 100 Punkte - Level 3

MANAVORRAT: 60 Punkte - Level 2

WILLENSKRAFT: 60 Punkte - Level 2


Perks



STÄRKE: 3

SCHNELLIGKEIT: 1

GESCHICKLICHKEIT: 1

WIDERSTAND: 3

MANAVORRAT: 2

WILLENSKRAFT: 2



Magieart 1

MAGIEART: Erd Dragonslayer 45 Punkte - Klasse II

Erd Dragonslayer
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Erde
HAUPTATTRIBUT: Willenskraft
NEBENATTRIBUT: Manavorrat
SPEZIELLES: ---
BESCHREIBUNG: Der Dragonslayer der Erde ist in der Lage, jegliche Erde, ob magisch oder nicht - mit Ausnahme seiner eigenen Erde - zu verspeisen, um seine Kräfte wieder aufzufrischen. Weiterhin ist er immun gegen jeglichen Angriff mit Erde. Diese Magie kann man nur von einem Erddrachen erlernen. Zudem verfügen alle Dragonslayer über einen sehr ausgeprägten Geruchsinn.

AUSLEGERPUNKTE: (15/20)

ZAUBER:

Earth Dragon's Fist
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Erde
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Bei diesem Zauber erschafft der Anwender durch Manaeinfluss eine Schicht aus harter Erde um seine Hand und den anschließenden Arm, woraufhin sich die Resistenz und Schlagkraft der entsprechenden Gliedmaße erhöht. Wird diese Technik auf beide Arme angewendet, so verdoppelt sich auch der Manaverbrauch der Technik.

Earth Dragon's Headbutt
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Erde
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: Beim Anwender
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Im Verlauf dieser Technik sammelt der Anwender sein Mana in der Stirn und verstärkt an dieser Stelle mit Hilfe einer festen Erdschicht die Aufprallstärke, ehe er seinem Gegner eine Kopfnuss verpasst, die sich gewaschen hat und diesen im schlimmsten Fall Sterne sehen lässt.

Earth Dragon’s Trap
TYP: Lost Magic
ELEMENT: Erde
KLASSE: I
MANAVERBRAUCH: I
MAX. REICHWEITE: 15 Meter
SPEZIELLES: ---
VORAUSSETZUNGEN: Willenskraft Level 2
BESCHREIBUNG: Bei dieser Technik erschafft der Magier durch magische Impulse eine Grube im Boden, welche eine Tiefe von 3 Metern besitzt und anschließend mit einer dünnen Erdschicht überzogen wird. Für Außenstehende hebt sich die Falle dadurch nicht vom Rest des Untergrundes ab, weshalb es nicht selten passiert, dass jemand hier seinen Weg in die Tiefe findet.



Magieart 2




Waffen



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