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 Geschäftsstraße von Crocus Town

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Souta
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BeitragThema: Geschäftsstraße von Crocus Town   Fr 21 Aug 2015 - 19:27

Ortsname: Geschäftsstraße von Crocus Town
Art: Freiraum
Spezielles: Dieser Ort verwandelt sich zu Festzeiten in ein besonderes Spektakel voller Stände und Unterhaltungsangeboten.
Beschreibung: Die Geschäftsstraße von Crocus Town ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt, denn so ziemlich alle namhaften Ladeneigentümer eröffnen dort ihre Filialen. Man kommt von dort fast überallhin und hat Zugang zu einer bunten Warenvielfalt, doch die Nutzung der Straße als Knotenpunkt für den Handel ist nicht das Einzige, wofür die Ladenmeile in ganz Fiore berühmt ist. Zu besonderen Festen und großen Ladeneröffnungen verwandelt sie sich nämlich durch ihre breite Bauart und die gute Verbindung in ein gewaltiges Straßenfest, das kein Bewohner der Stadt verpassen will. Gewinnspiele, Stände, regionale und exotische Köstlichkeiten sind ebenso wenig eine Seltenheit wie künstlerische Darbietungen aus aller Welt. Den Höhepunkt eines Festabends bildet jedoch die Feuerwerksshow, an die man sich stets lange erinnern kann.

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Souta
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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Fr 21 Aug 2015 - 20:01

Offstart: Straßenfest
Balztanz im Feuerwerksschein

Ob es wohl wirklich Menschen gab, die Straßenfeste verabscheuten? Souta wusste natürlich, dass es sie gab, so wie es auch immer jemanden geben würde, der kleinen Häschen den Hals umdrehte, Hundebabies nicht süß fand und keinen Speck aß. Aber es erschien ihm dennoch auf gleiche Art unrealistisch, denn was ihn anging, so LIEBTE er sie. Und es gab ja auch abgesehen vom Trubel, dem Diebstahlrisiko und den überteuerten Preisen nichts, was man überzeugend als negativ bezeichnen konnte, wenn es um Festlichkeiten wie diese ging. Wie schon einige Male zuvor war Souta auch diesmal zum Erntefest angereist, weil es solche Feiern in seiner Heimat nicht gab und er damit Zuhause nichts verpassen konnte. Im Zweifelsfall war es nämlich billiger, die Abendszene von Aloe Town zu besuchen, auch wenn diese nicht einmal annähernd soviel bot wie die Festmeile in der Landeshauptstadt. Doch in der Wüste gab es keine Felder, kaum Regen und daher auch keine großartige Ernte, die sich zu Feiern lohnte – und diesmal war er nicht einmal alleine gekommen. Die ganze stundenlange Zugfahrt war er seiner Begleitung schon mit den Dingen in den Ohren gelegen, die er von den Ständen kaufen und bei den Gewinnspielen abgreifen wollte, hatte über die richtige Lage für das Feuerwerk sinniert und hatte sich allgemein als komplett Feuer und Flamme für das Fest erwiesen. Er hatte es kaum erwarten können, dass der Zug in den großen Bahnhof eingefahren war und wäre fast schon aus dem Gefährt gesprungen, bevor dieses überhaupt sicher am Gleis stand. Sofort hatte er seinen Gildenkollegen, seinen „Wüstenbruder“, wie Maeve ihn nennen würde, am Handgelenk gepackt und hinter sich hergeschleift. Die Sonne war schon eine Weile untergegangen, aber Souta hatte keine Probleme damit, sich in der Großstadt zurechtzufinden. Zwar kannte er sich dort durchaus aus, doch es war auch nicht allzu schwer den richtigen Weg zu finden, war dieser doch mit bunten Laternen ausgeschildert, so eindeutig, dass ihn sogar ein Blinder gefunden hätte: Man musste einfach nur den einströmenden Menschen, der Musik und den Gerüchen folgen. Die Straßen rings um das Fest waren von Zimtgeruch erfüllt, der sich mit den Aromen aus Süßigkeitenbuden, Wurstbrathütten und Zuckerwattekarren vermischte. Es duftete nach dem Schmieröl für das Hufeisenwerfen, nach den Raucheffekten der Schießstände und vielen Menschen, die allesamt ihr bestes Parfüm aufgelegt hatten. Auch Souta hatte sich für diesen besonderen Anlass hübsch gemacht und war sogar in der traditionellen Kleidung gekommen, die man auf solchen Feierlichkeiten trug. Der schwarze Stoff seiner Yukata war seidig glatt, gab einen netten Ausblick auf seine gut definierten Brustmuskeln und kaschierte seine Schlaksigkeit sogar ein wenig. Die Haare waren frisch gewaschen, dufteten nach Vanille und hingen ihm seitlich am Gesicht herab, wo sie sich von der einfachen Farbe seiner Kleidung wie ein kleines Leuchtfeuer abhoben. Wie viele andere hatte er sich herausgeputzt, um am Abend nicht nur sein ganzes Geld zu verlieren, sondern auch eine schöne Dame nach Hause zu bringen, das heißt … Zu ihr nach Hause. Ein richtiges Straßenfest endete nämlich nicht mit dem Feuerwerk draußen, sondern mit dem im Schlafzimmer, wenn man so wollte. Hah. Den musste er sich merken.

Die Menschenmasse war so groß, dass man glauben mochte, halb Crocus Town habe sich in der Straße versammelt, doch die Einkaufsstraße war glücklicherweise groß genug, dass man sich selbst im Menschenauflauf noch einigermaßen frei bewegen konnte. Viele der Stände waren bereits überrannt, doch hier und da fand man noch ein freies Plätzchen, das nicht von Schaulustigen geschwärmt wurde. Es würde noch ein bisschen dauern, bis die ersten Flammenblüten den Himmel zierten, aber nicht mehr lange. Es gab immer eine Vorstellung für die kleinen Gäste, ehe das richtige Feuerwerk um Mitternacht losging und die Laden schlossen. Bis dahin wollte er jeden einzelnen von ihnen genaustens untersuchen und viele Preise gewinnen. „Was wollen wir zuerst machen? Lass uns zuerst essen gehen. Ich will etwas von dem gedämpftem Bohnenbrot. Und von den Nudeln! Und …“ Aufgeregt wandte er sich zu seiner Begleitung um, als hoffte er, dass dieser ihm die Qual der Wahl erleichtern könnte. Nicht, dass Souta nicht sowieso jeden Essenstand leerfressen würde. Man konnte hier schließlich Gutscheine gewinnen ...

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Yuuki

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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Fr 21 Aug 2015 - 22:52

Man mochte es kaum glauben, doch Yuuki wurde von Festen magisch angezogen. So sehr, dass man meinen konnte, sie passten wie die Faust aufs Auge zusammen. Sicher, an solchen Festen wurde auch viel Alkohol konsumiert und massenhaft geraucht, Erfahrungen, die er erst kürzlich auf negative Art und Weise kennen gelernt hatte. An seinem letzten Geburtstag hatten ihn Freunde seines Bruders besucht und mit ihm gefeiert – eine solche Tätigkeit war dem Jüngsten der Grynder total fremd gewesen und dementsprechend hatte der Abend auch geendet. Seitdem hatte er sich geschworen, die Finger von diesem Konsum zu lassen. Wie dem auch sei, das Wichtigste an solchen Festen war aber das Essen en masse, dass es dort gab. Man stelle sich nur vor, man konnte von Essensstand zu Essensstand wandern und mampfen, so viel das Herz begehrte. Das kam der Definition eines Paradieses für den Rotschopf verdammt nahe. Und jeder Bewohner Fiores wusste, dass die besten und größten Feste immer in der Hauptstadt des Landes gefeiert wurden! Also hatte Yuuki sein Sparschwein etwas erleichtert und sich sofort ein Zugticket gekauft. Genügend Taschengeld fürs Essen hatte er selbstverständlich auch dabei.
Im Zug selbst hatte er erst einen seiner Gildenkameraden getroffen, der ebenfalls auf dem Weg zum Fest in Crocus Town war: Souta. Der großgewachsene junge Mann mit der Augenklappe war ein freundlicher Zeitgenosse, mit dem der Grynder gut zurechtkam. Und es kam noch besser, da Souta ebenfalls Feuer und Flamme für das Fest war und seinen Kameraden vollgequatscht hatte. Der Magnetismusmagier hatte sich jedoch nicht daran gestört, vielmehr nahm er ebenfalls enthusiastisch an der Unterhaltung teil und versuchte herauszufinden, welche Essensgewohnheiten der andere hatte. Jemand der seine Vorliebe für gutes Essen teilte konnte doch nur ein guter Mensch sein, oder etwa nicht?
Nach einigen Stunden der Fahrt, kamen sie schließlich in der Hauptstadt an, und ehe der Rotschopf es sich versah, wurde er schon von seinem Kollegen aus dem Zug und in die Stadt gezogen. Für dieses Fest hatte sich Yuuki gleichermaßen traditionell angezogen: Sein dunkelblauer Yukata biss sich herrlich mit seinem scharlachroten Haar und war ziemlich gemütlich. Da Yuuki eher von drahtigem Bau war und keinerlei Interesse an der Kunst der Verführung hatte, war sein Yukata verschlossen und zeigte nicht viel seiner blassen Haut.

Nun waren die beiden Magier hier, inmitten des Festes und konnten sich gar nicht entscheiden, wohin sie zuerst essen gehen sollten. Auf die Frage von Souta, hätte der Grynder am liebsten laut gelacht. Es gab lediglich eine einzige gültige Antwort darauf. "Zuerst werden wir etwas essen! Und dann essen wir noch etwas und dann können wir uns hier umschauen!" Gesagt, getan, das war der Plan. Einen Ramenstand hatten die beiden schnell gefunden, doch Yuukis ausgeprägter Geruchssinn teilte ihm mit, dass sich nur einige Meter entfernt von ihnen eine Köstlichkeit befand. Und tatsächlich, angeboten wurde ein Mapo Tofu mit Nudeln und einem riesigen Fleischball obendrauf. Da die Taschen des jungen Mannes prall mit Geld gefüllt waren und er sich gerade ziemlich gut fühlte, klopfte er Souta auf den Arm und lud ihn ein, Platz zu nehmen. "Das Essen geht auf mich, das müssen wir probieren!" Und es war sein Geld wert! Zunächst war es sehr scharf, ehe sich ein intensiver Geschmack im Mund ausbreitete, sodass man glauben konnte, im Himmel zu sein. Die Nudeln waren auf den Punkt gekocht und Yuuki konnte nicht umhin, einfach zu schlingen. In kleinen Schüsselchen wurden zusätzliche Saucen und Knabbereien angeboten und der Magier konnte nicht umhin, als einige von ihnen mit seinem Essen mischen zu wollen. Mithilfe seiner Magie, zog er eine einen halben Meter entfernte Schüssel mit Currykügelchen an und fügte sie seinem Essen hinzu. *Fantastisch!* Es war viel zu schön, um wahr zu sein.
In diesem Augenblick näherte sich eine Frau mit Maske und sprach die beiden Rothaarigen an. "Interesse an einem kleinen Spiel meine Herren? Es kostet nicht viel." Was es damit wohl auf sich hatte?

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Robyn Skuggi

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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Sa 22 Aug 2015 - 0:11

Es war wieder einmal so weit. Die große Geschäftsstraße der Stadt hatte bestens herausgeputzt und zeigte sich von seiner glänzendsten Schokoladenseite. Festlich geschmückte Häuserfassaden, farbenfrohe Girlanden und Laternen, verspielte Dekorationen an Fenstern und Ständen. Die Händler waren gut gelaunt und grölten im Wettkampf um die meisten Kunden. Animateure, Tanzgruppen und Musikanten bespaßten die Passanten. Diese hatten sich fast ausnahmslos fein herausgeputzt, trugen die verschiedensten Yukata am Leib und jede Menge prall gefüllte Geldbeutel mit sich herum.
Es juckte Robyn in den Fingern, als sie all die gedankenlos offen präsentierten Taschen und Beutel erblickte. Sie könnte einfach ihre Hand in eine beliebige Tasche stecken und sie etwas erleichtern, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekommen würde. Ihre eigenen Wertgegenstände bewahrte sie in einer speziellen Innentasche ihres schlichten, dunkelgrünen Yukata auf, unter dem sie zum Wohle ihres eigenen Wohlbefindens noch ein schwarzes Top und dunkle, kurze Shorts trug. Nur zu gerne würde sie den Inhalt dieser Tasche noch ein wenig aufstocken, nur ein ganz kleines bisschen...
„Robyn, bleib nicht stehen! Sieh mal, da sind Akrobaten, wie toll!“ Eileen zog ihre Schwester kompromisslos mit sich, während Robyn sehnsüchtig auf die Gürtel der Passanten blickte. „Hey, jetzt komm schon. Wir sind zum Spaß hier, nicht zum Taschendiebstahl!“
„Aber Taschendiebstahl IST Spaß“, bekräftigte Robyn ohne jeden Erfolg. Ihre kleine Schwester, welche in ihrem blassgelben Yukata mit Sonnenblumen-Aufsticken und den zwei Zöpfen einfach zum Knuddeln süß aussah, hatte ja recht. Robyn war nicht extra von Crystalline Town nach Crocus gefahren, um ihre Fingerfertigkeiten unter Beweis zu stellen. Dazu hatte sie in ihrer Gilde mehr als genügend Gelegenheiten. Nein, sie wollte ein wenig Zeit mit ihrer Familie verbringen und das Fest war dafür die ideale Gelegenheit. Einfach entspannen und die Eindrücke ohne Sorgen auf sich wirken lassen. Tatsächlich waren Eileen und Robyn mit ihren Brüdern Duncan und Liam sowie Vater Gavin in den Abend gestartet, doch die hatten sie irgendwo an einem Schießstand verloren.
Mit einem Seufzer wandte Robyn ihren Blick von den Taschen ab, ließ ihren Blick lieber über die Menge gleiten. Unter den ganzen Schaulustigen konnte sie so einige Menschen ausmachen, die es wie sie auf die wertvollen Mitbringsel der Passanten abgesehen hatten. Unter ihnen waren auch zahlreiche Hawks, sowie Mitglieder anderer kleinerer und größerer Gruppierungen, sicherlich auch einige, die allein arbeiteten. Neben Langfingern fiel ihr Blick auf einige Personen, die ihr Glück mit Betrügereien und manipulierten Glücksspielen versuchten. Die üblichen Verdächtigen eben, wie man sie bei einer jeden Veranstaltung dieser Art finden würde. Sicherlich waren auch Runenritter in zivil unterwegs, um die kriminellen Handlungen ein wenig einzuschränken. Doch wie Eileen gesagt hatte, das war heute nicht Robyns Angelegenheit. Sie sollte Spaß haben, ihre Gedanken auf etwas anderes lenken.
„Na gut. Worauf hast du denn Lust?“, fragte sie schließlich. Eileen überlegte einen Moment, blickte sich unschlüssig um. Sie wollte gerade etwas antworten, da tauchte eine Gruppe von drei Robyn flüchtig bekannter Mädchen vor ihnen auf. Es waren Freundinnen ihrer kleinen Schwester, sie gingen in eine Klasse in der Schule. Ein „Oh“ entwich Robyns Mund. Sie konnte sich gut vorstellen, was jetzt passieren würde.
„Eileen! Ist ja toll, dass wir dich hier gefunden haben! Oh, hallo Robyn, schön, dass du wieder in der Stadt bist. Hey, wir haben da drüben einen echt tollen Stand gefunden, das Spiel ist richtig witzig und da war dieses Theaterstück, das musst du unbedingt sehen!“
„Ähm. Also eigentlich... Ich...“
Eileen wirkte ungewohnt unschlüssig. Natürlich wollte sie gerne Zeit mit ihren Freundinnen verbringen, besonders wenn sie ähnlich für die Attraktionen begeistert waren wie sie selbst. Doch seit Robyn in den frostigen Norden umgezogen war, klammerte sie noch mehr an ihr, wenn sie mal da war, als vorher. „Ist schon okay.“ Robyn gab ihren kleinen Sonnenschein einen sanften Schubser. „Hab Spaß mit deinen Freunden, okay? Ich bin doch morgen auch noch hier, wir können also morgen was zusammen machen, ja?“
Nur wenige Momente später wank Robyn Eileen und ihren Freundinnen hinterher, als sie plappernd in der Menge verschwanden. Mit einem Seufzer erkannte sie, wie sich eine furchtbare Leere und Einsamkeit in ihr breit machten. ‚Ach, Mist. Na los, mach schon irgendwas, Robyn. Beschäftige dich. Wie wär’s mit was zu essen? Ja, das wär doch eine gute Idee.‘ Eher halbherzig sah sie sich um, doch die schiere Zahl der Essensstände schien sie plötzlich zu überwältigen. Also beschloss sie, einfach loszugehen und zu schauen, was sich ergeben würde.

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Souta
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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Fr 28 Aug 2015 - 12:46

Sofern das Stichwort mit dem Magen und der Liebe stimmen sollte – und Souta glaubte mehr an Erstes als an wahre romantische Verbundenheit – hatte er sich in Yuuki wohl den perfekten Partner durch die Lappen gehen lassen. Nicht nur, dass die beiden scheinbar auf derselben Wellenlänge schwebten, wenn es darum ging, welche Festaktivitäten an der obersten Prorität stehen mussten, nein, das Gottesgeschenk mit den roten Haaren lud ihn auch noch zum Essen ein. Schon als er Souta auf die Schulter geklopft hatte, wurde das grüne Auge des Kettenmagiers ganz rund, doch dann sagte er auch noch, dass die Kosten auf ihn gehen würden … Wären sie hier in einem Comic, aus dem Seelenspiegel des Rotschopfes wären kleine, rosa Herzen in Yuukis Richtung geschwebt. Was der Andere nicht wissen konnte war, was für eine schlechte Idee es war, sein Essen zu bezahlen. Souta war niemand, der Leute absichtlich um ihren letzten Penny brachte, aber er war auch nicht schüchtern und sein Sättegefühl existierte nur in entfernten Sagen von Wettessen irgendwo in den dunklen Hinterzimmern von Gasthäusern, wo so mancher Wirt mit leerer Speisekammer ehrfurchtsvoll seinen Namen flüsterte. Er konnte ganze Torten alleine vertilgen und ein bisschen Nudeln? Hah. Souta hatte Hunger, er würde diesen ganzen Stand leerfressen, wenn man ihn ließ. Daher musste man den Kettenmagier auch gar nicht lange bitten, bis er sich mit einem vorfreudigem Lächeln zu Yuuki an den Tisch gesellte und das große Schlemmen beginnen konnte. Zusammen sahen die beiden Crimson Sphynx wohl aus wie ein ungewöhnliches Paar an Mähdreschern, denn Nudeln wurden eingesogen, Currybällchen auf den Tofu geworfen und Fleischbällchen vertilgt, dass die Stäbchen nur so klackerten. Souta genoss jeden Bissen der himmlischen Kost und schon bald hatten sie beinahe alle Beilagenschälchen um ihren Sitzplatz gebunkert. Die anderen Gäste des Lokales blickten erschrocken und teilweise amüsiert auf den Wald an Geschirr, der sich um die schlingenden Jungspunge ausbreitete, aber Souta beachtete das nicht weiter und hamsterte stattdessen gefühlte Berge an Nudeln und gewürztem Fleisch in seine Backen, um dann den ganzen Klumpen auf einmal zu zerkauen und zu schlucken. Man musste schon zugeben, dass der sonst so betörende Rotschopf beim Nahrungskonsum ein wenig unattraktiver wurde, aber was sollte er schon tun? Man hatte ihm die nie richtigen Tischmanieren beigebracht und er hatte keine Lust, sich kleinste Bröckchen vornehm aufzuspießen. Wieso auch? Wenn das Essen so lecker war, dann war jeder Schmatzer und jedes Gieren doch nur ein Kompliment an den Koch!
Während sie so durch ihre Schüsseln wateten, näherte sich ihnen plötzlich eine Person, welche sie auch sogleich ansprach. Souta, der schon vor wenigen Sekunden bemerkt hatte, dass Yuuki sich das letzte Currybällchen geschnappt hatte, nutzte diese Ablenkung, um es sich blitzschnell aus seiner Schüssel zu stibitzen und warf es sich in den geöffneten Rachen, ehe der die Worte der Maskierten genauer verarbeitete. Kauend dachte er darüber nach, dass man ihnen wahrscheinlich bloß Lose anbieten wollte und lächelte der Frau über den Tisch hinweg zu. „Warum nicht? Ich bezahle für uns beide.“ Er kramte nach seiner Tasche und holte ein paar Jewel hervor, welche er der Frau auch sogleich hinhielt, erwartend, dass sie direkt ein paar Papierschnippsel für sie parat hatte oder irgendwelche anderen Kleinigkeiten hervorholte. Was sie wohl vorhatte? An Straßenfesten gab es die interessantesten Dinge und Souta war ja generell offen für alle Arten von aufregenden Neuheiten, selbst im semi-vollgefressenem Zustand von gerade. „Reicht das?“

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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Di 1 Sep 2015 - 12:32

Yuuki bekam überhaupt nicht mit, dass ihm Essen unter der Nase wegstibitzt wurde, vielen Dank an die maskierte Dame. Wäre sie nicht da gewesen und er hätte Wind von Soutas Aktion bekommen, wäre hier wohl die Hälle los gewesen und es hätte einen Krieg ums Essen gegeben. Aber so mampfte er vor sich hin und lauschte den Worten Frau. *Ein Spiel, eh?* Wirklich interessiert war der Grynder nicht, viel lieber hätte er sich an die nächsten Buden begeben und diese leer gefressen. Doch sein Gildenkollege schien sich revanchieren zu wollen und zahlte nicht nur für sein eigenes Spiel, sondern für das des jungen Magnetismusmagiers gleich mit. "Das reicht völlig aus, hohoho." Da freute sich jemand aber über Einnahmen. Die gute Sitte verlangte auch, dass man sich für die Einladung bedankte und Yuuki war wohl erzogen genug, um das zu machen. "Manke!", schmatzte er Souta zu. Na, daran müssen wir noch arbeiten.
In der Zwischenzeit, ließ die Frau das Geld in ihrer einen Tasche verschwinden und zauberte aus der anderen Tasche drei Kugeln hervor. "Ich besitze hier drei identische Kugeln." Die Kugeln blieben vor ihr schweben, was eine große Menge an Publikum anlockte, solch ein Glücksspiel sah man auch nicht alle Tage. "Eine davon ist mit einem besonderen Zeichen versehen." Bei diesen Worten berührte die Frau die Kugel in der Mitte und tatsächlich: Ein tiefrotes Zeichen tauchte mittig positioniert auf. "Ich werde diese Kugeln jetzt hin- und herfliegen lassen. Dein Ziel ist es, die richtige Kugel zu finden. Wenn du es schaffen solltest, wovon ich nicht wirklich ausgehe hohoho, erhältst du einen besonderen Preis. Alle hergeschaut, es geht los!" Und damit begannen die Kugeln nach vorne und nach hinten, nach links und rechts, sowie oben und unten zu springen. Es hatte sich eine ansehnliche Menschenmasse gebildet, von denen der größte Teil ihre Geldbörse kontrollierte. *Warum interessiert sie dieses Spiel so, wenn es denn so tolles Essen gibt?* Der Rotschopf verstand nicht wirklich, was an dem Spiel so toll war. Es war doch offensichtlich, dass es sich hierbei nur um eine magische Version eines Glücksspiels handelte, was die eigenen Chancen zu gewinnen noch weiter verringerte. Aus diesem Grund wandte er sich vom Spiel ab und wollte wieder weiter essen, als er von jemandem angerempelt wurde, was dazu führte, dass er einerseits zu Boden fiel. Andererseits – und das war hundert mal schlimmer – klirrte seine halbvolle Schüssel und verteilte ihren Inhalt auf dem Boden. "NEIN!" Okay, auch wenn das eine etwas melodramatische Reaktion war, so etwas war ärgerlich. Der oder die schuldige huschte an ihm vorbei, ohne sich zu entschuldigen, und rempelte noch weitere Leute um. So etwas Unverschämtes.
Darauf bedacht, sich etwas Neues zu holen, griff Yuuki nach seinem Geldbeutel und ... griff ins Leere. Der Geldbeutel war weg. Und die Straßenkünstlerin auch! Viele Leute in der Menschenmenge taten es dem Grynder gleich und suchten nach ihrem Geldbeutel, der verschwunden zu sein schien. In der Ferne hasteten zwei Personen davon. "WARTET! Ihr verdammten Diebe!" Er hatte rot gesehen und machte sich sofort auf, die Diebe zu verfolgen. Ohne Geldbeutel kein Essen mehr. Da kannte er keinen Spaß!

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Robyn Skuggi

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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Di 1 Sep 2015 - 15:19

Glückliche, lachende und schäkernde Pärchen, sich amüsierende Familien mit kleinen Kindern. Dort versuchten hoffnungsvolle Singles, eine Begleitung für den Abend zu erhaschen, hier stritt man sich um das nächste Gericht, das man probieren sollte. Auf Grills und in Töpfen brutzelten Nudeln, Gemüse, Reis und Fleisch, Musiker ließen ihre Finger auf ihren Instrumenten tanzten, die Luft war erfüllt von Gesprächen, Gesängen, Musik, den Werberufen der Standbesitzer und den Geräuschen der Küchenmesser, die über ihre Bretter tanzten und allerhand hoffentlich frische Lebensmittel zerkleinerten. Robyn war genervt von all dem Lärm, den sie nicht ausblenden konnte, weil sie sonst nichts hatte, mit dem sie sich beschäftigen konnte. War es schon immer so furchtbar gewesen, alleine auf Festen wie diesem unterwegs zu sein?
Auf einmal drang aus dem Stimmengewirr die sanfte Stimme ihrer kleinen Schwester in Robyns Ohr. Sie war irgendwo ganz in der Nähe und unterhielt sich mit ihren Freundinnen. Der Rotschopf manövrierte sich durch die Menge, Ausschau nach Eileen haltend. So ungern sie es auch zugab, eigentlich hätte sie doch ganz gerne die Gesellschaft ihrer Schwester, welche sie fast immer aufmuntern konnte. Und bevor sie sich doch in die Reihen der Trickbetrüger und Taschendiebe einreihte und auf sinnlose Beutezüge ging, wollte sie sich lieber an ihre Schwester heften.
Robyn entdeckte die Mädchengruppe vor einem Puppentheater. Einige noch jüngere Kinder hatten sich davor versammelt, Eileen und ihre Freundinnen standen etwas weiter weg, amüsierten sich aber dennoch prächtig über die komische Show. Die Rothaarige konnte nicht genau sagen, um was es bei der Show ging, aber die Puppen waren recht schrill und ulkig gestaltet. Nach einigen Minuten löste sich Eileen aus der Gruppe und ging auf einen Yakitori-Stand zu. In dem Moment wurde Robyn auf einen Tumult weiter die Straße runter aufmerksam. Es gab jede Menge empörte Ausrufe, „HALT“, „DIEB“, „STOP“ und dergleichen wurden gebrüllt. Da waren wohl Amateure am Werk gewesen – oder welche, die es auf diesen zusätzlichen Adrenalin-Kick bei der Flucht abgesehen hatten. Einen Moment lang überlegte Robyn, ob sie der Konkurrenz einen Strich durch die Rechnung machen und aufhalten sollte, aber letztendlich war das nicht ihr Problem. Dachte Robyn, bis sie die mutmaßlichen Diebe ausfindig machte, wie sie mit gut gefüllten Taschen rücksichtslos durch die Menge preschten und im nächsten Augenblick einer von ihnen geradewegs in Eileen hineinstürmte und beide auf den Boden beförderte. Ab dem Moment war das sehr wohl Robyns Problem.
Sie sah, wie sich der maskierte Dieb wieder aufraffte und dabei ungeniert Eileens Geldbeutel einsteckte. ‚Na warte!‘ Der zweite Dieb war zwar bereits in der Menge verschwunden, doch den Maskenträger hatte Robyn fest im Visier. Er hatte sich keine drei Meter von Eileen entfernt, als der Rotschopf ihm – oder eher ihr, es war eine Frau – ein Bein stellte und sie mit einem Schubser wieder auf die harte Straße beförderte. Dann kniete sie sich auf den Rücken der Diebin, um sie am Aufstehen zu hindern. „Lass mich lohoos, Rotzgöre!“, wand sich die Frau unter ihr, doch Robyn blieb eisern. „Ach, halt die Klappe. Selbst dran schuld, wenn du meine Schwester beklaust“, erwiderte sie bloß und durchsuchte die prall gefüllte Tasche der Frau nach Eileens Geldbeutel. Fleißig war sie in der Tat gewesen, der gerade aufgeflogene Diebstahl war auf keinen Fall ihr erster am heutigen Abend gewesen. Bei den vielen Jewel und Wertgegenständen, die da durch Robyns Hand flossen, wurde sie ganz weich. Als sie den Beutel gefunden hatte, sah sie sich kurz suchend um. Eileens Freundinnen hatten ihr beim Aufstehen geholfen. Robyn konnte einige Schocktränen in den Augen ihrer Schwester aufblitzen sehen, was ihre Laune nur noch verschlechterte. Dieses Duo hatte sich in seinem Übermut eindeutig das falsche Opfer ausgesucht. Einige der für den Tumult verantwortlichen Beklauten waren sicherlich auch schon auf dem Weg hierher und würden ein Hühnchen mit dieser Dame zu rupfen haben. Das schien sie selbst auch zu wissen, denn sie wand sich immer stärker und verzweifelter unter Robyn, welche sich ganz schön anstrengen musste, um sie dort zu behalten. So ein wenig Unterstützung von wem auch immer wäre jetzt doch sehr willkommen.

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Linnéa
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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Do 10 Sep 2015 - 13:07

Straßenfeste.. Ja, Linnéa wusste von deren Existenz. Aber jemals auf einem gewesen? Nein. Ihr kleiner Bruder war es, der ihr davon vorschwärmte. Und das bei jedem. einzelnen. Besuch. So kam es auch, dass er sie bei ihrem heutigen Besuch davon überzeugte, eben dieses Fest tatsächlich aufzusuchen. Verdammt, wieso musste er auch genau wissen, wie er die 18-Jährige rum bekam? Diese euphorischen Erzählungen, ein paar mal mit den Wimpern geklimpert, ein Hundeblick ins Gesicht gezaubert.. und schon musste sie mit einem sich selbst verfluchenden Schnauben nachgeben. Und wäre das nicht schon genug, bestand Shoutaro auch noch darauf, dass sie sich von ihrer Mutter herrichten ließ. Sie war schon seit Ewigkeiten nicht mehr länger als zwei Minuten mit ihr in demselben Raum gewesen. Und nun.. Yukata anziehen, Haare flechten, Schmuck in die Haare setzen lassen.. Beinahe hätte sie auch noch an ihrem Gesicht rumgefuscht! Dies war allerdings eine Grenze, die sie selbst für einen solchen Anlass nicht ohne Weiteres übertreten wollte. Es war ohnehin schon anstrengend genug, so eine lange Zeit schweigend zu verbringen. Gut, ab und an erreichte sie die ein oder andere Frage oder Diskussionen über diverse Ereignisse, an denen sie als „stolze Tochter“ teilnehmen sollte, doch nichts davon interessierte sie auch nur ansatzweise. Dies war schon so, seit.. immer, eigentlich. Wieso sollte sie also nun etwas daran ändern? Gott sei Dank kam irgendwann Shoutaro herein und rettete sie – beinahe wie ein Prinz – vor dieser grausamen Unterhaltung. „Woooow, Neechan! Du siehst ja super aus! So anders!“ „Uhm.. meinst du? Ich fühle mich irgendwie unwohl..“ „Quaak! Wird bestimmt mega lustig!“ Ohja, weil allein auf einem seltsamen Fest rumirren auch so spaßig ist.. Der Frust wurde für den Moment runter geschluckt und sich stattdessen vom Stuhl erhoben, um das Ergebnis einmal im Spiegel zu betrachten. Es dauerte durchaus zwei Sekunden, ehe sie sich selbst darin wieder erkannte.  Der Körper selbst war eingehüllt in einen dunkelblauen Yukata, welcher durch weiße Blütenverzierungen ein hübsches Muster aufwies. Das schwarze Haar war ihr rechtes Ohr entlang in einem komplizierten Flechtmuster zu einem Zopf gebunden, der ihr nicht ganz bis zur Taille reichte. Oh Gott, wie sollte sie das nur später wieder entwirren? Oder die hübschen, weißen Haar Ornamente wieder rauszuppeln, ohne dass diese dabei Schaden nahmen? Mal ganz zu schweigen davon, dass sie das alles wieder zurückbringen musste. Oh Shoutaro, wieso musste er ihr das antun? Wobei sie letztlich auch nicht leugnen konnte, dass es durchaus eine überraschende Abwechslung war, sich einmal.. so zu sehen. „Dann mal los, hübsche Neechan!“, rief ihr Bruder freudig auf, ehe er sie auch schon aus der Tür hinaus schob. „Auf dein Schwert pass ich schon auf!“ Worte, die ihr absolutes Unbehagen bereiteten. Nicht, dass er darauf aufpasste, sondern dass sie tatsächlich ohne ihr Katana aus dem Haus gehen musste. Was, wenn etwas passierte?! Humpf. Zumindest ließ sie es sich nicht nehmen, den Weg zum Fest zu Fuß hinter sich zu bringen. Ein ganzes Stück, aber durchaus besser als so einen ekligen.. Zug zu nehmen. Das musste so schnell nicht wieder sein.

Gut 30 Minuten dauerte es, bis Linnéa die vielen bunten Lichter, Stände und Menschen erreichte. Der Trubel ging wohl schon einige Stunden so, doch angeblich sei es ohnehin das Feuerwerk, wofür es sich am meisten lohnte, das Fest aufzusuchen. Oh, und das Essen.. Nahezu wie ein Tier, welches man einfach in ein Kleid gesteckt und vor die Tür gesetzt hatte – also deutlich unwohl in der eigenen Haut! - tat die Schwarzhaarige nun also einige Schritte über das Fest und musterte die einzelnen Stände. Überall roch es verdammt.. gut. Diverse Gerichte, die sie noch nie probieren durfte. Das könnte vielleicht doch etwas für sie werden! Obgleich sie sich schon etwas dumm vorkam, hier alleine umherzuziehen. Man musste sich nur einmal umsehen um festzustellen, dass so gut wie Niemand allein unterwegs war. Paare, Freundesgruppen.. nur ein paar einsame, betrunkene Seelen, die sich dies hier allein antaten. „...Dieb!“ Ein Wort, welches die 18-Jährige sofort umschalten ließ. Mit einem Mal wurde alles was unwichtig erschien ausgeblendet und stattdessen das Wichtige wahr genommen: schreiende Menschen, panische Menschen und.. zwei Davonlaufende. Ohne auch nur ansatzweise zu zögern, setzte sie sich in Bewegung – wurde allerdings viel zu sehr von unnötigen Dingen gebremst. Er musste ja auch darauf bestehen, dass sie solch einschränkende Kleidung trug! Und diese Schuhe! Letztere wurden schließlich einfach von den Füßen gestriffen und gen Boden befördert, so wie der untere.. Rockartige Teil des Yukatas etwas grob gelockert und am Oberschenkel irgendwie zusammengeknotet. Dann wurde zum Sprint angesetzt. Gott sei Dank stand sie weit genug weg, als dass es jetzt schon zu spät gewesen wäre. Sie  nahm noch gerade so wahr, wie die Frau des Diebesduos gen Boden gedrückt wurde, als sie selbst mit persönlicher Höchstgeschwindigkeit hinter dem anderem Dieb hinterher hetzte. Dieser hatte sie dank der Menschenmassen noch nicht wirklich wahrgenommen – ein netter Vorteil für die frisch gebackene Rune Knight! Als sie die Entfernung nach einigen Sekunden auf recht wenige Meter überbrückt hatte und zudem auch noch die starke Beleuchtung durch das Fest endete, erkannte Linnéa ihre Chance. Sie setzte einen kleinen Schub ihrer leider Gottes etwas minimierten Ausdauer in einen weiteren Sprint, drückte sich schließlich vom Boden ab und leitete etwas Magie in ihren rechten Fuß – ein White Dragon's Kick, der den Übeltäter in die Seite traf. Gut, sie hatte absichtlich nicht die volle Wucht reingesteckt und ihr Yukata machte das ganze noch komplizierter, aber er ging zu Boden und sie konnte sich zugleich auf seinem Becken platzieren. „Lass mich los, du beschissenes Weib!“ Diese.. netten Worte gekonnt ignorierend, sprach sie in seriöser Stimme die 'übliche Vorstellung' aus: „Linnéa Metherlance, Rune Knight Elite Division.“ Anschließend zog sie den Stoff ihres Yukatas an der Brust so weit zurück, dass er ihr Gildenzeichen erkennen konnte, um es danach auch gleich wieder zu verbergen. Gott, so wie sie das kostbare Kleidungsstück inzwischen verformt und beschmutzt hatte, würde ihre Mutter ihr vermutlich die Hölle heiß machen. Nunja. „Zeit, diese wunderhübschen Geldbeutel allesamt an ihre Besitzer zurückzugeben.“  Natürlich hatte sie gerade einmal nicht ihre Rune Knight Ausrüstung dabei und musste wohl oder übel auf einen alten Griff zurückgreifen, den man schon in der Grundausbildung gelernt hatte. Unsanft drückte sie dem Übeltäter – der männliche Part des Duos – die Arme hinter dem Rücken zusammen und schob ihn vor sich her zurück in Richtung der Menschenmasse. Ein Glück, dass es sich offensichtlich nur um ein normales Nicht-Magier Diebesduo handelte. Bitte lass das Niemanden gesehen haben. schoss es Linnéa mehrere Male - mantraartig - durch den Kopf, ehe sie - samt fluchendem Übeltäter - bei dessen Partner und der.. Retterin ankam. Sie konnte froh sein, dass ihr Kick zuvor einigermaßen gesessen hatte. Denn dank diesem humpelte ihr Begleiter und machte nicht allzu große Anstalten, abzuhauen. Wenn doch war sie zumindest befähigt zu tun, was eben nötig war. „Vielen Dank für den guten Einsatz. Sie sollten vielleicht eine Karriere bei den Rune Knights in Erwägung ziehen.“ Bei diesen Worten kam ihr der Hauch eines Lächelns über die Lippen, ehe sie ihren Blick von ihr abwandte und stattdessen zur Menschenmasse neben ihnen lenkte. „Ich hoffe es wurde Niemand verletzt. Ich bin mir sicher diese beiden Übeltäter werden Ihnen zu gerne ihre Geldbeutel zurückgeben.“ Bei den entsprechenden Worten verengte sie den Griff, sodass der Dieb ein weiteres, schmerzliches Fluchen von sich gab. So viel zu einem freien Tag.. innerlich seufzte sie auf.

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Souta
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BeitragThema: Re: Geschäftsstraße von Crocus Town   Fr 11 Sep 2015 - 17:54

Für gewöhnlich war Souta derjenige, der den Tag rettete und heldenhaft aus einer Menschenmasse hervorging, allerdings war der Rotschopf für gewöhnlich auch nicht mit gefühlten zwanzig Kilogramm Nudeln und Reis vollgestopft und daher ein wenig schwerfälliger unterwegs, als er sich das erhofft hatte. Auf Festen wie diesen musste man mit Trickbetrügern rechnen, die einem überall den Geldbeutel klauen wollten, doch in einem Essenstand, während sie von einer Show abgelenkt wurden? Wirklich? Das war ein Frevel höchsten Grades. Die Zeit der Nahrungsaufnahme war heilig! Der Kettenmagier verstand den Zorn seiner Abendbegleitung daher nur zu gut, so dass er, kaum, dass Yuuki die Situation gewahr wurde, selbst seine (leere) Tasche überprüfte und dem Tempo des anderen Rotschopfes folgte. Da er sich nicht an den Menschenmassen vorbeiquetschen wollte, die allesamt ihre Habseligkeiten eingebüßt hatten und deshalb störrisch wie ärgerliche Ziegen herumstanden und den Weg blockierten, schwang er sich grazil wie eine schwangere Elchkuh über ihren Esstisch hinweg und landete neben Yuuki. Adrenalin und Questerfahrungen strömten auf ihn ein, obwohl heute eigentlich Urlaub und Spaß auf dem Plan gestanden war. Es schien, als könnte man als Gildenmagier seiner Arbeit einfach nicht so schnell entkommen … Na ja, wenigstens waren sie keine wehrlosen und unschuldigen Zivilisten, so konnten sie ihren Dieben die Hölle heiß machen und sicherlich ein paar Ladies abgreifen, die ihre Heldentat ganz wunderbar finden würden. Ha … ! Seine Sandalen klapperten über den Boden und er gab dem Rothaar ein Zeichen, dass die sich aufspalten würden, ehe er einen Zahn zulegte und sich zwischen Menschen, Kindern und Haustieren hindurchbewegte, den Hemdzipfel eines der beiden Diebe im Blick fixiert. Auf halber Strecke bemerkte er plötzlich, wie der weibliche Übeltäter stürzte und ein kleines Mädchen überrannte. Meine Güte, diese Schnepfe war ja wohl das Letzte! Souta sprintete vorwärts, blieb für eine Sekunde bei dem umgefallenem Mädchen stehen, das sich gerade wieder aufrichtete und betrachtete, ob sie sich verletzt hatte. Sie sah zwar ein wenig malträtiert aus, schien jedoch nicht weiter zu Schaden gekommen zu sein, also machte er weiter. Durch die Verzögerung entkam er jedoch der Gelegenheit auf einen heldenhaften Augenblick und konnte nur noch sehen, wie die Diebin zu Boden geworfen wurde. Kurz darauf kehrte eine weitere Frau zurück und brachte den übrigen Verbrecher mit am Rücken festgehaltenen Armen zurück zum Ort des Geschehens. Souta selbst war durch diverse Missverständnisse auch schon so dingfest gemacht worden und verspürte daher ein wenig Mitleid mit dem armen Kerl – aber auch nur ein wenig. Das Hauptaugenmerk des Rotschopfes lag auf das ziemlich hoch geknotete und verrutschte Kleid der Schwarzhaarigen, die mit solch geübten und dominanten Griffen hantierte. Da fragte sich doch jeder, woher sie plötzlich gekommen war und was überhaupt passiert war … Hatte man ihnen nun ein paar Powerfrauen geschenkt, mit denen er den Abend verbringen durfte? Souta näherte sich den Gefangenen gerade noch rechtzeitig, um mitzubekommen, wie sie die gestohlenen Geldbeutel wieder an die Beklauten verteilen wollte. Als eines der Opfer des Tricks drängte sich der Rotschopf ein wenig voran und betrachtete die beiden Damen, die sich mit ihren Geiseln abmühten. Besonders diejenige, welche die Frau zu Boden drückte sah irgendwie aus, als könnte sie eine helfende Hand gebrauchen, also beschloss Souta sich der Person zuerst zu nähern. „Beeindruckend. Seid ihr beide Gildenmagier?“, fragte er etwas außer Atem, immerhin war er gerade gerannt wie ein Irrer, und rieb sich mit leicht verstimmter Miene den Bauch. Nach einem üppigem Mahl zu hetzen war keine sonderlich gute Idee. „Darf man die heldenhaften Damen zu einem Leckerbissen einladen, wenn diese beiden Vollpfosten von der Festsicherheit weggesperrt wurden?“ Na ja, versuchen konnte man es, oder?

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