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 Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere

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Kuma



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BeitragThema: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeDi 14 Jul 2015 - 14:51

Ortsname: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere
Art: Gebäude
Spezielles: ---
Beschreibung: Die Quartiere der Mönche, die hier vor geraumer Zeit lebten, sind teilweise völlig zerstört oder in erbarmungswürdigem Zustand. Einzig und allein ein Flügel im hinteren Teil des Klosters sieht noch bewohnbar aus und das aus gutem Grund, die dunkle Gilde Royal Crusade nutzt diese Räume als Lager oder Ausweichquartiere, wobei kaum jemand mehr als eine Nacht hier oben verbringen mag, da die kalten Winde des Nordens einem schnell die Wärme austreiben und keine Scheibe in diesem Gebäude noch heile ist.

Change Log: ---
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Eohl
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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeDi 25 Feb 2020 - 19:30

Eohls Körper zitterte leicht, während sie auf dem kühlen Boden des Schlafraumes saß, den Wind durch jede einzelne Ritze wehen fühlte, gefangen zwischen den beiden improvisierten Betten, zwischen die sie sich gesetzt hatte. Sie traute sich nicht wirklich in eins von beiden hinein, nicht nach dem, was das letzte Mal passiert war, als sie in der Gilde geschlafen hatte. Wenn sie schlief, verpasste sie den Teil, den sie mochte. Dann blieb nur das Leid. Das Leid wollte sie nicht. Das brauchte sie nicht. Ihr eisiger Körper schüttelte sich bei dem Gedanken.
Dennoch war sie hier, hockte an diesem Schlafplatz für jene, die nicht lange blieben oder keine andere Wahl sahen. Fröstelnd auf dem Boden, einsam und allein, die Arme eng um ihren Torso geschlungen, die Beine angezogen. Ihre Augen waren so kühl wie die Luft um sie herum, sie wirkte richtiggehend eingefallen an ihrem kleinen Platz. Als sie hergekommen war, waren noch Leute hier gewesen. Hatten geschlafen und geredet. Die wachen waren schnell verschwunden, die Schlafenden auch bald. Übrig blieb nur sie allein. Sie hatte nicht allein sein wollen, aber als sie dem Rest hatte folgen wollen, wurde ihr gesagt, sie solle ja nicht mitkommen – sie solle lediglich hier hocken, bis sie versauerte. Ein Lächeln hatte sich bei diesen Worten auf ihren Lippen ausgebreitet – jetzt nicht mehr. Ihre Lippen waren blau geworden und fühlten sich taub an. Zum Lächeln waren sie nicht mehr in der Lage. Ob das bedeutete, dass sie schon versauert war? Wie lange sie wohl noch hier hocken bleiben musste? Hoffentlich nicht mehr lange...

Die Stimmen in Eohls Kopf wurden wieder lauter, das allumfassende Wispern wurde zu einem richtigen Sturm an Geräuschen und schaffte es sogar, die nordischen Winde zu übertönen, die um sie herum fegten. Ihre Arme zuckten leicht, wollten ihre Hände über ihren Ohrmuscheln platzieren und feste drücken, doch sie wusste, dass das nichts brachte, und sie zwang sich dazu, stattdessen ihren Körper so warm wie möglich zu halten. Sie spürte langsam, wie ihr wieder wärmer wurde. Wie die Kälte sie müde machte. Ihre ermatteten Augen blickten leer nach vorne, schafften es nicht mehr, sich auf eine Sache zu fixieren. Wenn sie noch viel länger alleine in diesem ungeschützten Schlafgemach hocken blieb, würde ihr das sicher nicht guttun. Hoffentlich kam bald jemand... Hoffentlich fand sie jemand... Ganz egal, wer...

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Ren
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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeMi 26 Feb 2020 - 22:09

Heute war nicht sein Tag... Schon seit einigen Stunden hatte er dieses unerträgliche Hämmern in seinem Schädel, doch zur Ruhe kam er nicht. Ren kam gerade erst von einer Quest zurück und diese war für den kräftigen Magier körperlich ziemlich anstrengend gewesen. Er hatte viel schleppen, bewegen und kaputtmachen müssen, was ihn viel Energie gekostet hatte. Außerdem musste er weite Strecken zu Fuß zurücklegen, was er ja eigentlich recht gut konnte, aber nach einer Weile war selbst der starke Körper des Riesen erschöpft. Was auffallend hinzukam, war die Kälte in dieser Stadt, an die er sich einfach nicht gewöhnen konnte. Der kalte Wind zog selbst unter seiner langen Haarpracht an die Ohren und löste da auf kurz oder lang einen unangenehmen, ziehenden und stechenden Kopfschmerz an. Seit etwa zwei Stunden war er nun zurück in der großen Ruine, in der die Gilde, welcher zugehörte, sich eingenistet hatte. Die dunklen Magier hatten ihn heute herzlich wenig interessiert. Er war auf direktem Wege im Weinkeller gelandet und hatte sich ein warmes Getränk gegönnt, doch selbst das half nicht. Sein Kopf schmerzte unaufhörlich und er glaubte, dass seine Augen zwischendurch irgendwie flimmerten. Vermutlich hätte er nach Hause gehen und etwas essen sollen, doch irgendwie war ihm nur nach Schlafen zumute. So beschloss er etwas zu tun, was er noch nie gemacht hatte: Im Gildenversteck schlafen.

Ren wusste, dass es noch irgendwo in der Ruine verlassene Quartiere gab. Jene wurden zwar hauptsächlich als Lager- und Abstellräume genutzt, doch so manch einer der ausgekühlten, leeren Räume wurden von heimatlosen oder trägen Magiern der Gilde als Nachtlager genutzt. Er störte sich nicht an der Gesellschaft Anderer - so lange man ihn eben in Ruhe ließ. Es gab hier nur wenige Menschen, die er prinzipiell nicht leiden konnte, aber wenn der Kopf schmerzte und man erschöpft war, dann war dies keine Zeit um besonders wählerisch zu sein. Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen hatte er also eine Kleinigkeit gegessen und dann einem der Barmänner den Weg zu den Schlafquartieren aus dem Kreuz geleiert...
Soweit so gut. Nachdem er sich den Weg dorthin erkämpft hatte, begab er sich in die Flure vor den verlassenen Quartieren, durch welche die eisige Luft schon pfiff. Mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht legte Ren die Hände über seine Ohren und wärmte sie kurz. Sein Leid sollte niemand sehen, denn der Hüne gab sich immer überlegen und stark - das war schließlich seine Überlebensstrategie! Als er die klapprige, kaputte Tür zu einem der Schlafräume öffnete, trat er also wieder gefasst in den Raum und erblickte... ein elendes, dürres Etwas am Boden, dass ganz offensichtlich am ganzen Leib fror. Nicht sein Problem. Ren ignorierte es zunächst und ließ sich in einer Ecke des Raumes fallen. Verdammt scheiß kalt hier... Nur nebensächlich musterte er die Magierin, die allein hier herumhockte. Grünes Haar... Irgendwie kam sie ihm bekannt vor. Er hatte von ihr gehört, oder? So richtig erinnerte er sich gerade nicht... Hier gab es mehr als genug Sonderlinge. Seufzend setzte er sich auf den Boden und legte eine seiner Hände auf das rechte Ohr, welches besonders schmerzte. Verschissener, kalter Wind... Ob hier jemals zumindest ein klein wenig von der gewohnten Wüstenwärme herkam? Zu kalt war scheiße... zu heiß aber auch. Aber wenn es einen Ort gab, an den er gut passte, dann war es leider dieser hier. Da musste er wohl durch.

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeDo 27 Feb 2020 - 19:57

Erstaunlich still hockte Eohls dunkler Körper an ihrer Wand, hatte aufgehört zu zittern oder sich anderweitig groß zu regen. Um sie herum herrschte kein Laut außer dem Rauschen des Windes... bis sie Schritte hörte. Schwere Schritte einer großen Person, die sie selbst in ihrer Rüstung weit überbot, was das Gewicht anging. Wenn man bedachte, dass es sich um ein Gildenmitglied handelte, bedeutete das wohl, es war jemand mit muskulösem Körper – Royal Crusade enthielt kaum Mitglieder, die deutlich übergewichtig waren. Als die Geräusche auch in ihren Raum hereintraten hob sich langsam, träge der Kopf der Yihwa und sie blickte auf, dem Hünen, der sie überraschte, entgegen. Ihre Augen trafen sich und für einen Moment verstummte der Wind. Das war Ren, auch als Akuma bekannt und knapp über zwei Meter groß. Er war kein sehr ruhiger Schläfer, soweit Eohl das beobachtet hatte, aber nichtsdestotrotz war er ein Auserwählter wie der Rest der Gilde.
Dieser scheinbar ewig währende Moment endete abrupt, als Ren seine Augen wortlos von ihr abwandte und sich sein eigenes Eckchen in dem Schlafraum suchte. Hatte er sie nicht gesehen? Eohl hätte schwören können, dass er sie direkt angesehen hatte. Ein schicksalhafter Blick! Und doch tat er, als habe er sie überhaupt nicht bemerkt. Nachdem er ihr Blickfeld verlassend hatte starrte die in ihrem aktuellen Zustand recht langsame Yihwa noch ein paar Sekunden lang nach vorne, ehe sie ihren Kopf langsam drehte und dabei zusah, wie es sich der große Magier ebenfalls auf dem Boden bequem machte. Ihm war auch kalt, das war offensichtlich. Sie hatten also einiges gemeinsam, und doch ignorierte er sie einfach. Eohl rutschte ein Stück an der Wand entlang, näher an den Riesen heran, trat dabei eine zerschlissene Decke weg, sodass sich nichts mehr zwischen ihnen befand. Etwa einen halben Meter von ihm entfernt blieb sie sitzen, reckte ihren Hals ein wenig, um ihn zu betrachten, aber Ren sprach noch immer nicht mit ihr. Entweder er hatte kein Interesse an ihr, oder er störte sich nicht an ihrer Gegenwart. Ersteres fühlte sich deutlich gewohnter an, aber das musste nicht bedeuten, dass es stimmte. Ihren Kopf so weit zur Seite gelehnt, dass er praktisch parallel zum Boden verlief, starrten die kühlen Augen der Yihwa den großen Körper an und sie begann langsam wieder, sich zu bewegen, rutschte näher an ihn heran, bis sie die Wärme seines Körpers spürte. Ein Hauch von einem Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als die Nähe einer anderen Person die Kälte des Windes ein wenig ausbalancierte und sie ihre Augen langsam schließen konnte, ihr Kopf an die Schulter des jüngeren Magiers gelehnt. Das war doch schon viel besser... jetzt würden sie sich beide wohl fühlen...

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeMo 2 März 2020 - 23:32

Grummelig, frierend und mit seinem schmerzenden Kopf knallte Ren sich in die nächstbeste Ecke in dem zugigen, kaputten Schlafraum innerhalb der Ruine. Dass er nicht allein hier war, war zwar ungünstig, aber sollte ihn nicht weiter stören. Immerhin wollte Ren nur lange genug schlafen, dass sein Kopf sich wieder zu seinem Körper zugehörig fühlte und dann würde er nach Hause gehen und sich dort ausruhen. Alles konnte er ertragen. Die Kälte. Den Kopfschmerz. Die unbequeme Position. Außer, wenn ihm jemand auf den Sack ging. Aber welchen Grund gebe es? Die Leute hier wollten echt nicht allzu viel mit Ren zu tun haben. Er war kein Partymensch, nicht besonders geschwätzig und auch sonst alles Andere als sympathisch. Jedenfalls gab es keinen Grund ihm auf den Keks zu gehen. Richtig? Richtig???

Einschlafen, war unkompliziert bei diesem krassen Kopfschmerz. Ren hatte sich gerade erst richtig gesetzt und angelehnt, dann fielen seine müden Augen schon von ganz allein zu. Sie hatten schon eine Weile geflimmert, seine Sicht war eingeschränkt und der Schmerz in seinem Kopf war schwer ertragbar gewesen. Der Magier hatte wohl echt nicht gerade den besten Zustand gerade, aber Ren konnte sich selbst die nötige Pause eingestehen - auch wenn der Raum nicht der Beste dafür war. Unruhig schlief er immer. Egal wo und egal wann. Der Magier hatte seit seiner Kindheit Probleme sich irgendwo sicher zu fühlen. Deshalb war seine Nachtruhe stets sehr leicht und schon kleinste Bewegungen und Geräusche geügten, um ihn zu wecken. Der Magier mit dem langen Haar hatte aber diese Ruhe ziemlich nötig gehabt. Es fröstelte ihn und er war - ganz im Gegensatz zu sonst - tatsächlich wesentlich tiefer im Schlaf, als er es normalerweise tat.

Allerdings roch er etwas. Es war ungewohnt und fremd... Dann wurde es wärmer. Hatte er sich an die Kälte gewöhnt? Als die kühlen, rotbraunen Augen sich langsam öffneten und Ren die Lider recht träge aufschlug, erkannte er etwas Grünes. Eine Wiese? Hier? An diesem Ort? Dann aber erblickte er einen Haarschopf - denn das war kein Rasen. Jemand... lehnte an ihn? Sofort zog der Hüne seine Augenbraue nach oben. Was zur Hölle war das für eine Beknackte? Warum in aller Welt lehnte sie gerade an ihn und kuschelte hier rum, als hätte er ihr angeboten für diese Nacht das große Löffelchen zu sein? Hatte die eine Wette verloren? Ihr jemand ins Gehirn geschissen? Wie dem auch sei... Zu seinem Erstaunen - und vermutlich auch dem aller Menschen, die jemals davon erfahren würden - schaffte Ren es seine innere Wut über dieses dreiste und selbstgefällige Verhalten unter Kontrolle zu halten. Die stechenden, rotbraunen Augen fixierten die Fremde abwertend, während er scharf die kalte Luft einsog und fragte: „Was in aller Welt tust du da?“ Seine Stimme klang bedrohlich, herausfordernd und abwertend. So, als würde er sie gleich abstechen, wenn sie nicht sofort von ihm abrückte. Aber sie hatte eine einzige Chance ihm einen sinnvollen Grund für dieses Verhalten zu geben - und Ren war sicher, dass es keinen gab. Eigentlich hatte sie keine Chance...

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeDo 5 März 2020 - 15:05

Es war so angenehm... Eohl spürte die ledrige Jacke an ihrer Wange, spürte die Wärme des Körpers, an den sie sich drückte. Der kalte Wind, der durch die Ritzen des Raumes zog, war wie vergessen, während sie an Ren gelehnt die Augen zuließ und darauf wartete, in süße Träume zu versinken. Er ließ es hier drin gar nicht wie der kalte, immerwährende Winter wirken, der im hohen Norden herrschte. Stattdessen wirkte er richtig sommerlich, trug den verschwitzten Duft harter Arbeit an sich, sodass sie kein Problem damit hatte, ihre Nase in die Kleidung des Riesen zu graben und die komfortable Schlafsituation in seinen kraftvollen Duft gehüllt zu genießen...
Es war lediglich die Stimme des Auserwählten, an dem sie gerade ihre Ruhe fand, die sie aus ihrem Halbschlaf wieder hochschreckte. Sie war schon dabei gewesen, in einen tödlichen Schlaf zu sinken, als er den Raum betreten hatte, da war sie jetzt gerade auch nicht mehr als halbwach und könnte theoretisch jeden Moment in sich zusammenfallen. Das sanfte Rauschen in ihrem Kopf halt zeitweise dabei, ein wenig an sich zu halten, war in manchen Augenblicken aber umso einschläfernder. Hätte er sie nicht so rüde zurück in die Realität geholt, wäre sie vermutlich schon im Reich der Träume. Sie blinzelte ein paar Mal, als sie seine Frage hörte, und ihr Körper zuckte ein wenig zusammen. Das würde er wohl spüren, auch wenn er von oben nicht mehr als ihren Haarschopf sehen konnte. Er war so viel größer als die Magierin...
Sie rieb ihren Kopf noch einen Moment lang an seiner Jacke, ehe sie ihn langsam anhob und ihr Gesicht in seine Richtung wandte. Langsam offenbarten sich ihm ihre dunklen, leicht geröteten Wangen, die orange Strähne, die unordentlich über ihr Gesicht fiel, die leeren, matten Augen, die in einem dunklen Rotton zu ihm aufsahen. Ihr Ausdruck war müde, aber ihr ruhiges, zufriedenes Lächeln lag trotzdem noch immer auf ihren Lippen. Jetzt, wo einer der Auserwählten ihr nicht nur seine Nähe, sondern auch seine Worte geschenkt hatte, fühlte sie sich umso glücklicher. Er wollte also wissen, was sie hier machte?

„Schlafen“, erklärte sie mit ruhiger, freundlicher Stimme, während sie einen Arm um den Bauch des großen Magiers legte und sich wieder ordentlich ankuschelte. „Wärme.“ Das konnte er sicher verstehen. Er hatte ja sogar mit ihr gesprochen, das bedeutete also, er erkannte ihre Anwesenheit an und akzeptierte sie. Allein der Gedanke füllte ihr Herz mit der angenehmen Wärme, die sie unter diesen kalten Bedingungen dringend brauchte. Sie hielt ihn ein wenig fester, während sie ihre Wange an seiner Brust rieb. Sie waren quasi dafür geschaffen, sich so zu begegnen. Sie würde ihm seine Wärme spenden und er ihr seine, und so würden sie beide hier versauern können, bis sie ihre Pflicht erfüllt hatte und die Zukunft einzutreten bereit war. Was für eine schicksalhafte Begegnung...

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeMi 11 März 2020 - 0:02

Der Hüne hatte die Augen wieder aufgeschlagen und sah neben sich eine sonderliche Frau mit einer auffällig farbigen Haarpracht. Sie lehnte an ihn - nicht nur das. Diese Fremde hatte sich richtiggehend an ihn geschmiegt und lächelte selig dabei. Der robuste Wüstenjunge musste einige Momente an sich halten die Kontrolle über sein Temperament zu behalten, als er diese Frau an seiner Seite entdeckte. Dann aber entwich ihm ein zorniger Ausruf - oder eine Frage - welche die Dame doch hoffentlich wissen lassen sollte, dass es sich nicht geziemte ihm so nahezutreten. Es war ihm zuwider. In jeglicher Hinsicht. Wenn es eine Sache war, die er liebend gern mied, dann war es der Kontakt zu Menschen und jener körperlicher Natur stand da ganz weit oben auf der Liste von Dingen, die er sich gerne ersparte! Doch das hier war seine Gilde. Ein Platz, an dem er freiwillig war. Sein wollte. Also musste er an sich halten sie nicht direkt zu köpfen. Allerdings... Der Hüne hatte fürchterliche Kopfschmerzen und war unsagbar erschöpft. All das machte seine ohnehin recht kurze Zündschnur nicht gerade länger... Irgendein Kurzschluss hatte ihn also zu der Ausgangslage verleitet, dass er ihr handeln hinterfragte, bevor er damit drohte sie niederzustechen... Mal sehen was sie zu ihrer Verteidigung zu sagen hatte.

Zunächst zuckte sie zusammen. Ren konnte spüren, dass sie dies tat. Roch sie da an ihm? Wow. Die war wirklich ein Sonderling allerhöchster Güteklasse. Der Hüne bebte vor Wut, doch hielt noch an sich, so lange sie sich nicht erklärt hatte. Warum zur Hölle rieb dieses Weib sich an ihm? Ein eiskalter Schauer jagte ihm den Rücken hinab. Die war ihm nicht geheuer... Was stimmte nicht mit dem Weib? Als sie aufblickte und ihn so selig und zufrieden anlächelte, brannte ihm fast die Sicherung durch. Eine seiner Hände ballte sich zu Fäusten, wollte sich ihr in den Magen rammen und ihr derbe Schmerzen zufügen. Aber dann sprach sie, unterbrach seinen Gedankengang. Schlafen... Wärme... Mehr hatte sie dazu nicht zu sagen? Dann rieb sie sich an seiner Brust und Ren rückte fast schon automatisch ein Stück nach hinten ab, mehr in Richtung Wand. Das half herzlich wenig, denn die Braut hatte sich ja um seinen Bauch geklammert und hielt sich fest. Er zog sie also nur mit sich. Rens Fäuste zitterten. Doch statt ihr direkt eine reinzuhämmern, schlugen sie auf seine Oberschenkel. „Ach du heilige Scheiße...“, zischte er, rollte mit den Augen, blickte sie an und dann zur Decke. „Du hast'n richtig derben Dachschaden, oder?“ Und da machte es klick. Ren konnte nicht besonders gut mit Frauen umgehen, aber die hier war keine Bedrohung. Deshalb hatte er ihr nicht sofort eine gegeben, denn Frauen waren kompliziert. Aber die hier kam ja ihm zu nahe und nicht andersrum. Er mochte das nicht. Vielleicht musste er sich erklären? Die schien nicht ganz dicht zu sein. Sprach ja nicht mal in Sätzen. Weniger als er sogar. Dass es das gab...

Dann aber erinnerte er sich an eine Frau in der Gilde, von der alle abfällig sprachen. Eine, die die sich wie eine Gestörte verhielt, die keiner leiden konnte und von der man schon länger wettete, dass sie bald draufging. Eohl. Grünes Haar... Sonderbare Hörner auf dem Kopf, die nicht die ihren sind... Ja. Das war sie. Sofort wurde Ren defensiver. Eine seiner Hände packte ihre Schulter, die andere ihre Wange. Er schob sie von sich. „Fuck. Du bist Eohl Yihwa, oder?“, knurrte er zornig und versuchte sie von sich zu lösen. „Macht man das so bei euch verkackten Rune Knights?!“ Ren hasste die Runenritter. Und was er von diesem Weibsstück gehört hatte, sprach nicht für sie. Er fuhr sich gerade richtig hoch, wollte sie loswerden und von sich drücken. Was stimmte mit der nicht?! Aber wehtun, konnte er ihr irgendwie nicht... Sie tat ihm leid, weil sie echt kaputt zu sein schien... aber eine Runenritterin sollte ihm nicht leidtun. Das waren doch alles solche hochnäsiger Wichser mit endslangem Stock im Arsch! Wie sein dämlicher Bruder! Nix da! Die konnte mal schon abrücken!

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeDo 12 März 2020 - 20:37

Eohl wurde ein wenig über den dreckigen Boden geschliffen, als Ren versuchte, sich von ihr zu entfernen, aber das störte sie gar nicht. Es war einfach schön, sich gewollt zu fühlen, da konnte er sich so weit verkriechen wie er wollte. Warum er sich selbst schlug verstand sie nicht so ganz, aber das hatte vermutlich mit der Kälte zu tun. „Dach... schaden...?“, wiederholte sie ruhig und blickte sich ein wenig in dem Raum um. Ja, es zog ganz schön hier, man konnte den Wind von draußen sowohl hören als auch spüren, aber das lag nicht wirklich an dem Dach. Das wirkte tatsächlich recht gut verarbeitet und nicht so mitgenommen von den Zeichen der Zeit. Eher waren es die dünnen Risse in den Wänden, die das Toben der Natur herein ließen. „Nicht das Dach... die Wände“, erkannte sie und hoffte, dass Ren das verstehen würde, aber er war schon einen Schritt weiter. Er packte sie mit seinen starken Händen, hielt sie ein Stück vor sich, um sie ordentlich betrachten zu können. Was er wohl in ihr sah? Die Yihwa errötete leicht bei dem angenehmen Gefühl seines unsanften Griffes, war sich bewusst, wie intim die Situation eigentlich war. Im Prinzip war das sogar eine Umarmung, nicht? Normalerweise umarmte sie keiner... Ren musste sie wirklich mögen... Er sagte sogar ihren Namen, was ein breites, zittriges Lächeln auf ihre Lippen brachte. Wenn er sie umarmte und ihren Namen sagte, dann war das doch etwas ganz Besonderes! Ren musste sehr, sehr glücklich darüber sein, Zeit mit ihr zu verbringen!

Für einen Moment war die unterkühlte Magierin gefangen in einem verzerrten Spiegelbild puren Glücks, doch dieser Moment hielt nicht lange. Rune Knights, sagte er. Bei euch Rune Knights, sagte er. Als ob sie ein Rune Knight wäre, sagte er. Das Lächeln fiel von ihrem Gesicht, als Eohls Augen sich weiteten und in strahlend hellem Rot aufleuchteten. Für den Bruchteil einer Sekunde war Zorn in ihrem Blick zu sehen, ehe ihre Augen wieder erloschen und zu ihrem alten, matten Rot zurückkehrten. Sie zog sich aus dem Griff des Magiers und sank schlaff zu Boden, während sie ihn aus fast schon angsterfüllten Augen ansah. „N-nein...“, wisperte sie, während das Rauschen in ihrem Kopf lauter wurde. Sie hob ihre Hände an ihren Kopf, drückte sich die Ohren zu. „Kein Rune Knight... ich bin kein Rune Knight!“, stieß sie erst furchtsam, dann wütend aus. Ihre Pupillen begannen zu flackern, leuchteten hell auf wie Feuer, ehe sie wieder ermatteten, wieder und wieder, unsicher, wohin ihre Gefühle gehen sollten. Die Kränkung, zu den Runenrittern gezählt zu werden, grub sich wie eine große Scherbe in ihr Herz und machte sie wütend, furchtbar, furchtbar wütend... aber sie konnte nicht wütend sein auf einen Auserwählten! Auf ein Miglied der großartigen, heiligen Crusader! Stattdessen sollte sie ehrfürchtig sein, sollte sich Sorgen machen, dass er sie doch nicht mochte. Diese beiden Zustände bekämpften sich, während ihr Gesichtsausdruck mehr und mehr von diesen Emotionen Abstand nahm und mehr und mehr einfach nur Qual zeigte. Sich vor Schmerzen krümmend starrte die Yihwa hinab auf die Beine des Akuma, spürte, wie ihr ganzer Körper zitterte. „Nein... Nein! Bin ich nicht! Bin ich nicht...“
Mit schwerem Atem starrte Eohl einfach nur hinab, wippte leicht vor und zurück, während ihr Kopf dröhnte. Es fühlte sich an, als wäre er kurz davor, zu splittern, als würde sich gleich ein riesiger Sprung durch ihren ganzen Körper ziehen. „Ich bin... Crusade...“, wisperte sie verzweifelt. Wieso wollten diese Schmerzen nicht verschwinden...?

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeFr 20 März 2020 - 2:49

Oh man... Die hatte echt ordentlich ein Rad ab, oder? Ren konnte gar nicht fassen, dass es erwachsene Frauen gab, die sich so wenig im Griff hatten. War ja nicht nur das. Irgendwie war die rundum eigenartig. Sie schien nichts von sozialen Gepflogenheiten zu verstehen - und da war ja Ren schon kein Experte. Außerdem konnte sie offenbar weder ordentlich sprechen, noch Andere richtig verstehen. Ren seufzte... Eigentlich hätte er jedem, der ihm so nahe kam, direkt die Klinge an den Hals gelegt und ihn mit funkelnden Augen bedroht... Aber die hier war echt ein Sondermodell in jedem Gebiet. Sie war wie ein Kind, nur größer... Scheinbar versuchte sie ihm zu erklären, dass der Schaden nicht im Dach, sondern in den Wänden war und sie deshalb fror. Oh man. Aber deshalb konnte man Anderen doch nicht so auf die Pelle rücken! Ob er ihr das erklären konnte? Und ob das überhaupt etwas brachte? Wie war die denn Teil der Gilde geworden? Konnte die überhaupt an Quests teilnehmen? Die war doch sicher schneller tot als man gucken konnte... Doch bevor Ren all das weiterspinnen konnte, fiel dem Magier etwas ein. Es gab hier nur eine Frau, die so einen Schaden hatte, über die alle sprachen und wetteten, wann sie drauf ging...

Und als er ihr offenbarte, dass er ihren Namen und ihre Herkunft kannte, war er mit einem Mal wieder richtig wütend geworden. Der Hüne hasste die Runenritter. Dieses dämliche Volk von hochnäsigen Egozentrikern. Die hielten sich für irgendetwas Besseres, berufen dazu die Wogen in der Welt zu glätten und für Recht und Ordnung zu sorgen. Darüber konnte Ren nur lachen. In dieser Welt ging es ums Überleben. Keine Regeln, keine Rechtschaffenheit oder sonstiger Unsinn konnte ihn davon abbringen, dass er hier richtig war. Diese Rune Knights waren nicht das wofür sie sich hielten. Sie waren genau dieselben Niemande wie er - und sollten sie es wagen sich ihm in den Weg zu stellen und seinen Fortschritt aufzuhalten, dann würde er sie beseitigen. Ganz egal wie wichtig sie sich nahmen... In dieser Welt ging es nur um Macht und Können... nicht um irgendwelche Regeln oder solcher Unsinn. Und sie hier... Sie war eine von diesen Schwätzern. Ren wusste es. Sie hatten darüber gesprochen. Irgendetwas soll sie verändert haben - was auch immer es war. So richtig kaufte ihr das hier auch keiner ab. Man hielt sie für einen Doppelagenten oder eine komplett Irre. Beides lief auf ihren Tod hinaus... und Ren würde ihr nur zu gern dabei helfen. Ob er Ärger bekäme, wenn er diese nichtsnutzige Irre hier hinrichtete?
Doch bevor er das weiterspinnen konnte, reagierte sie auf seine Worte. Wo sie ihn eben noch so schräg und widerlich angegrinst hatte, zeigte sich plötzlich ein anderes Feuer in ihren Augen. Nanu? Was war das denn? Wo kam das her? Plötzlich widersprach sie ihm vehement, zeigte Angst und wirklich eigenartige Reaktionen. Offenbar war sie richtig wütend über seine Unterstellung, die sie absolut aggressiv und panisch verneinte. Was war das? Sie war definitiv einmal ein Rune Knight gewesen... Sie zitterte, wippte in Angst und hielt sich die Ohren zu. Immer wieder erklärte sie ihm, dass sie nicht zu den Runenrittern gehörte. Sie wäre Crusade. Dass sie nicht richtig reden konnte, hatte er ja verstanden, aber das ... Plötzlich sah sie ziemlich fertig mit den Nerven aus. Ren war nicht empathisch - zumindest nicht in dem Ausmaß, wie es normale Menschen wären - aber eines war er: Neugierig. Der Hüne lehnte sich an die Wand, stützte seinen Ellenbogen gegen jene und mit der Faust seinen Kopf ab, sodass er abschätzig auf die Magierin hinabsehen konnte. Mit einer Hand packte er sie erneut an der Schulter und rüttelte kräftig daran. „Krieg dich ein.“, forderte er sie mit einer Kälte auf, die wie eine scharfe Klinge durch die Luft schnitt. „Ich hab's kapiert. Du gehörst jetzt zu Royal Crusade. Gute Entscheidung.“ Loyal war hier eh keiner... und wenn diese Schnepfe echt mal zu den verkackten Runenrittern gehört hatte, hatte sie zumindest eine gute Entscheidung getroffen. Eines wunderte ihn aber... Dieses abgehobene Pack hatte so krasse Anforderungen an seine Magier. Was war mit ihr? Die konnte ja nicht mal ordentlich reden. Es wunderte ihn, dass sie hier überhaupt überlebte. Wer weiß wie lange... „Wie lange bist du schon in der Gilde?“ Wenn sie wollte, dass er sie nicht mehr beleidigte oder zum Sterben hier zurückließ, konnte sie ihm ja ruhig ein paar Fragen beantworten, oder? „Und, Eohl Yihwa, du warst definitiv mal eine Runenritterin. Beantworte meine Fragen. Warum bist du das nicht mehr?“ Mal sehen ob sie ihn verstehen und ihm antworten konnte... Diese Irre hatte etwas an sich, was seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie einfach zu töten und zu erlösen, wäre so leicht... Sie war schwach und verstand nicht, dass so Einige sich ihren Tod herbeisehnten. Er wollte zumindest wissen was bei ihr schiefgelaufen war... und dann konnte sie immer noch sterben, wenn sie zu nervig wurde, richtig?

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeSa 21 März 2020 - 13:46

Mit dröhnendem Kopf und schmerzender Seele kämpfte Eohl an gegen die Gedanken der Vergangenheit, die mehr und mehr Scherben um ihre Füße verteilten. Wenn man sie so sehr an ihre Vergangenheit erinnern wollte, dann war sie von so vielen Scherben umgeben, dass sie keinen Schritt tun konnte, ohne sich zu verletzen. Es gab kein Vor, kein Zurück, sie war gefangen in einer Gedankenwelt ohne Ein- und Ausgang...
Erst das kräftige Rütteln Rens zog sie wieder aus ihrer qualvollen Gefangenschaft heraus und sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, als er sie als Mitglied der Gilde akzeptierte. Mit einem mal war der ganze Schmerz weg, ersetzt durch ein freudiges, warmes Gefühl. Sie waren sich so schnell so viel näher gekommen... Sie spürte richtig die Zuneigung in den eiskalten Worten des übergroßen Magiers und hätte sich gleich wieder an ihn gedrückt, wenn sein starker Arm sie nicht von ihm ferngehalten hätte. Er zeigte sogar echtes Interesse an ihr... „Du... willst mehr über mich wissen?“, meinte sie aufgeregt, mit geröteten Wangen, während sie ihn bewundernd ansah. Nachdenklich wanderte ihr Finger an ihr Kinn. „Wie lange schon...“, murmelte sie vor sich hin. Wie lange war es jetzt her? Ihr Gedächtnis war immer ziemlich durcheinander. Langsam hob sie ihre andere Hand, streckte einen Finger, einen zweiten, einen dritten, als würde sie zählen. „...Monate?“, fragte sie schlussendlich und sah Ren wieder in die Augen. So richtig sicher klang sie ja nicht. Sie legte den Kopf leicht schief und schenkte ihm einen entschuldigenden Blick. „Ich bin hergekommen, nachdem ich aufgewacht bin... es ist noch nicht richtig lange her... aber ich bin nicht gut mit Zeit. Entschuldige.“ Hoffentlich hatte er dafür Verständnis. Ren wirkte wie ein echt, echt netter Typ...

Dann brachte er das Thema wieder auf, das sie so gar nicht hören wollte, und die Freude auf ihrem Gesicht wich schlagartig Verwunderung. „Eohl war... Runenritter...?“, fragte sie unsicher und spürte, wie ihr Körper wieder zu zittern begann. Die Kälte fühlte sich umso eisiger an bei diesem Gedanken, vor allem, weil er in ihrem Kopf widerhallte. Da war etwas, das reagierte. Rens Worte waren nicht falsch, das war vermutlich das Schlimmste daran. „Warum... nicht mehr...“, wiederholte sie nachdenklich und senkte ihren Kopf, während sie wieder das unangenehme Drücken ihrer Kopfschmerzen spürte. Das Bild ihrer Vergangenheit in ihrem Kopf war voller Risse und das Glas, auf dem es sich zeigte, war beschlagen... Der Versuch, es klarer zu sehen, machte es nur umso düsterer und undeutlicher. Eohls Rücken krümmte sich und ihr Gesichtsausdruck zeigte die Schmerzen, die sie spürte. Was war passiert? Wieso wusste sie das nicht mehr?
Ein lautes Klirren ertönte. Ren hatte es vermutlich nicht gehört – schließlich war es nur in ihrem Kopf. Die Erinnerung vor ihren Augen war endgültig zersprungen. Der Spiegel, in den sie geschaut hatte, lag in Scherben am Boden und ließ ihren Blick in nicht mehr als eine tiefe, schwarze Leere wandern. Langsam, mechanisch, hob sich ihr Kopf wieder.
„Die Runenritter... werden sterben“, antwortete sie. Ihre Stimme war kalt und leer, gefühllos. Langsam drehte sich ihr Kopf zur Seite und sie starrte Ren wieder an, auch wenn es mehr so aussah, als würde sie durch ihn hindurch sehen. Ihre Augen waren wieder matt, fast schon düster, und so leer, als wäre sie tot. Nur das leichte Wippen ihres Kopfes, als wäre ihr Hals nicht richtig fest, war ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie noch lebte. „Eohl... wird Leben. Royal Crusade wird leben.“ Die Zukunft... Diese Zukunft war der einzige Grund für ihre Existenz im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit konnte sie vergessen. Die Zukunft allein zählte.
„Deswegen... bin ich hier.“

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Ren
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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeDo 26 März 2020 - 23:50

Jede Minute mit Eohl machte es anstrengender der Frau zu folgen. Irgendetwas stimmte mit ihr nicht und Ren konnte nicht ausmachen was es war. Eigentlich sollte es ihn gar nicht interessieren, aber die Schnalle hatte so einen krassen Dachschaden, dass es fast schon wieder irgendwie interessant war, oder redete er sich das vielleicht ein Stück weit ein? Seinen eigenen Kopfschmerz hatte er zum Glück durch die ganze Aufregung fast ein wenig verdrängt. Als er Eohl also ein paar Fragen stellte, blickte diese ihn nun mit geröteten Wangen an und hinterfragte, ob er an ihr interessiert wäre. Oh man. Wenn sie das so sagte, dann hatte er gar keine Lust eine Antwort dafür zu suchen, die sie verstehen würde. Ren seufzte und strich sich eine lange, schwarze Haarsträhne nach hinten, die vor seinen Augen herumbaumelte. „Nenn es von mir aus so.“, antwortete der grummelige Hüne ein wenig genervt und war sicher, dass es die Diskussion nicht wert wäre ihr zu erklären, aus welchem Grund er ihr diese Fragen stellte. Ihre Mimik und Gestik, ihr ganzes Verhalten... Es entsprach dem eines kleinen Kindes. Ob sie sich einfach mal übel die Rübe gestoßen hatte und deshalb so gestört war? Vorstellbar wäre es... Auf die Frage nach der Zeit konnte sie ebenfalls nicht antworten. Aufgewacht, war sie... Von was? Was war ihr widerfahren? Ren wusste nicht so richtig, ob sie ihm sinnvoll antworten würde, wenn er frage - oder ob sie das überhaupt könnte. Es reizte ihn, dass mit dem Weib etwas nicht stimmte, aber erklären, konnte er sich das nicht. Und das nervte ihn noch mehr!

Nun wurde es aber echt kurios: Eohl kannte ihren Namen, aber wusste nicht mehr, dass sie einmal Rune Knight gewesen war. Das war doch verrückt, oder? Wie konnte man das vergessen? Allerdings... Wenn man ihren Allgemeinzustand betrachtete, dann zweifelte Ren nicht wirklich daran, dass sie kein Material für diese spießigen Analritter war. Hm. Offenbar erinnerte sie sich dunkel daran, aber die Frage danach, warum sie das nicht mehr war, konnte sie ihm nicht beantworten. Stattdessen schien sie sich echt unwohl zu fühlen, wenn sie darüber nachdachte. Als ob sie... Schmerzen hätte? Vielleicht lag ja irgendein Zauber auf ihr. Vorstellbar wäre es. Oder sie hatte sich echt böse die Rübe gepocht. Kam auch vor. Als sie ihn dann aber wieder anblickte, sah sie ganz anders aus. Eben hatte er sie noch als naiv und kindlich betrachtet und nun wirkte sie... keine Ahnung. Er konnte das gar nicht beschreiben. Fast wollte der Hüne vor ihr zurückweichen. Nicht mal vor den verdammten Dämonen fürchtete er sich so, wie vor dem Ausdruck in ihren Augen. Die Runenritter... sterben? Ren legte den Kopf schief. Er hatte sich wieder gefangen, kratzte sich am Hinterkopf. Puh. Das war eine Nummer zu krass hier für ihn heute. Royal Crusade wird leben - und sie auch. Sie wirkte entschlossen, aber... wenn er sich hier umsah... und wie durchgefroren sie war... Ren seufzte und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. „Ich hab hier wohl den krassesten Freak aufgegabelt...“, grummelte er resignierend und erhob sich dann. „Okay, okay. Also, Eohl...“ Kaum hatte er das gesagt, packte er das Weib am Handgelenk. „Wenn du leben willst, kannste hier nicht schlafen. Hast du ein Zuhause? Ansonsten pennste heut bei mir.“ Die würde ihm schon den Kopf nicht abreißen. Aber einfach hier verrecken lassen, konnte er sie ja auch nicht. Verdammtes, komisches Weib...

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BeitragThema: Re: Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere   Royal Crusade Ruinenversteck - Verlassene Quartiere Icon_minitimeFr 27 März 2020 - 22:28

Dass Ren wirklich Interesse an ihr hatte, gab Eohl ein richtig gutes Gefühl. Sie fühlten sich wohl zusammen gut, das war schön. Ein guter Kontrast zu der Kälte, unter der sie allein gelitten hatte. Fragen zu ihrer Vergangenheit waren da schon was ganz anderes. Als in ihrem Kopf etwas zersplitterte, spürte sie mit einem Mal nichts mehr, weder gut noch schlecht. Keine Wärme, keine Kälte. Sie erklärte ihm emotionslos, wieso sie bei Royal Crusade war, hölzern wie eine Puppe. Mit dieser Seite von ihr konnte Ren wohl auch nicht viel anfangen. Dafür, dass der berühmte Akuma so viel von sich hielt, war er ganz schön leicht aus dem Konzept zu bringen. Ob sie nun nett zu ihm war oder ihm so frostig entgegnete wie der Wind, der durch das Zimmer zog. Er musste sich erst einmal fassen, ehe er sich danach erkundigen konnte, wo sie wohnte.
„Hmmm...?“ Ihr Kopf hing nachdenklich in der Luft, hörte langsam auf, abzusacken, und kam zum Stehen, während sie über seine Worte nachdachte. Ihre Mundwinkel zogen sich leicht nach oben und Stück für Stück kehrte Leben wieder in ihre Augen zurück, während ihr Herz schneller zu schlagen begann. Ren hatte ihre Hand ja richtig gepackt! Er hielt ihr Handgelenk in so einem festen Griff, dass sie nicht nur ihren eigenen, sondern auch seinen Herzschlag fühlen konnte. Sie sah ihm tief in die Augen, spürte die Verbindung zwischen ihnen. Er wollte also wissen, wo sie wohnte... Natürlich würde sie ihm das sagen! „Oh ja... ich wohne ganz nah! Nur ein paar Minuten weg!“, erklärte sie aufgeregt mit rot glühenden Wangen. „Ich hab ein eigenes Haus! Ein kleines! Gut für eine Person!“ Eine besonders große, auffällige oder teure Bleibe hatte Eohl nicht. Für wen auch? Für sich selbst? Als reines Mittel zum Zweck brauchte sie nun wirklich keinen Luxus. Solange sie auf dem Weg in die Zukunft war, ging es ihr gut, und es brachte nichts, sich Gedanken um sich selbst zu machen. Alle Freuden, die ihr jetzt fehlten, würde sie dafür in der Zukunft umso mehr zu spüren bekommen.
„Aber... wenn du zu zweit schlafen magst, ist das okay, Ren“, meinte sie und lächelte zu ihm auf. Er war so viel größer als sie. „Ich mag es auch nicht, allein zu sein...“

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